p»IV»In» V t^lT p»vß»IIr»n». ^ — Schr!jtlür winde- l^St W IWl WWbN -kea»«inenMonat, auser-ialb'ür mmdeuens W^I W^ WWW l/4 Hahr et«,u,enden. ^iv brantn ortende ^ W I t MgM WWK VW» V^W 'WWDt. irie»« a^neMa?ke,v«rden Marder, ctim —I < > ^ ... Wi', , i W> !' ^WW v»»ß WW» jANv WW I^R nferatexannahme in ittarivz? dr, de? ^'»>^^WWWWIWWWW?^^DWWIWWMRW>>WW>WVWi!^WWWWIWWU>^WMDW^AWMMMMWWI^W^^WW^!W>VM>Ar?DM2' Nr. 39 Freitag, ven t? Seber ty22 62 Sohra. Die VoZM Ser Musel-mansn. z Ti>j.'i'.i Thema widlnet das *,,Deutsche Vo'lsbtatt" in seiner Nuinmer voiu 1!. d. M. ! seinen Leilavisa!), in weitem der Artikel-schreibe zu folgenden Schlußfolgerungen ge-^ wn^. „Di«: ^sortei der Muselmauen zählt nur 53 Kopse vu>'. trohdein üben sie auf daS Geschick des Staates einen stärkeren Ein»! stich auS als großen sschrend^n Par-! tei.n. Denn sie sind das Zünglein an deck. Wage und können durch ihren Aussprung ^ aus der Kcalition uud ihren Einschluß an die Opposition dns herrschende Regime jederzeit sofort ü^- dcn Hausen stürben. Und die Mu^lmancn wissen das nnd nützen ih- ^ re günstige Stellung dem^n^prcchend aus. Können die Mseunanen deswegen getadelt werden? Beileibe nicht! Denn die Politik ist die Kunst, zur richtigen Zeit das! Erreichbare zu wollen und zu verlangen. ! Es ist durchaus uicht nötig, daß alle Mitglieder eines parlamentarischen Klubs gott- ^ begnadete Genies sind, die von Weisheit' und Intelligenz strotzen, und sicherlich be- j sieht auch die Partei der Muselmanen nicht ^ aus lauter Munderkindern. Aber sie verfügt über ein Paar tüchtige und geschickte Männer, welche der Mehrheit im Klub ihren Willen auszwingen, und diese bekundet j genügend Disziplin und Vertrauen zu den ^ Führern, um die ausgegebene Parole be- ^ dmgnngsloS zu befolgen. Wer die menschlichen Schwachen kennt, wird zugeben, daß die Kunst zu Parieren unter Umständen schwerer zu üben ist, als die Kunst zu be-' fehlen. ! Die Partei der Muselmanen ist der kleinsten eine, trotzdem sind ihre parlamentarischen Erfolge größer, als ein außenstehend der Beobachte res für möglich halten könn- ^ tk Selbst die Verfassung, welche beispiels-! weise für die Verwaltuna^inteilung des; Staates hinsichtlich Bosniens eine Aus-j nahmestellung vorsieht, trägt unverkennbar die Spuren der muselmanischen Taktik.! Von den gelegentlichen Errungenschaften,-die bei den immer wiederkehrenden Regie- j rungskriscn ihnen als reife Früchte in den Schoß fallen, soll nicht ausführlicher geredet werden. Denn die kluge Politik der Muselmanen Prägt sich dem Gedächtnisse der Zeitgenossen ebenso gut ein wie die Zerfahrenheit der führenden Parteien. So zeigt es sich also, daß eine kleine Partei in Südslawien bei halbwegs geschickter Führung unter günstigen Verhältnissen vieles, ja alles erreichen kann." Die Bedeutung des Aufsatzes, noch mehr aber dessen Schlußfolgerungen liegen in dem Umstände, daß sie im „Deutschen Volksblatte", dem führenden Blatte der deutschen Minorität, erschienen, was den Schluß zuläßt, daß die Taktik der Muselmanen von den deutschen Führern als eine Art Muster bewertet wird. Das ist auch der Grund, der uns veranlaßt, den Gedankengang, der in seiner Sicherheit bestechend wirkt, einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. Es ist richtig, daß die Muselmanen trotz! ^Ihrer Minorität auf das Geschick des Staates emen viel stärkeren Einfluß ausüben als so manche der. führenden Parteien. ^ W-Ws^ir - aber das Geschick des Staates einer Veurtel- l lung unterziehen, so müssen wir zu dem^ Schluß gelangen, und der Artikelschreibcr des < ^Deutschen Volksblattes" wird uns da wohl ' zustimmen, daß dieses Geschick auf eine recht schiefe Ebene gerat und nichts weniger als be- ^ friedigend bezeichnet werden kann. i Wir wollen anerkennen, daß die Muselmanen mit ihre? Taktik für ihre Anhänger, und das sind nur ihre Glaubensgenossen, so man« , chen Vorteil herausgeschlagen haben, ja daß i, Isie sogar in Bezug auf d.ie administratw^Ciu-Iteilung des Staates, für Bosnien uud die s.tzer'^gLwiiia, eine Sondcrst^lu?-^ zu sichern , wußten. Ebenso muß aber auch zugegeben «werden, daß mit jedem Erfolg der Muselmanen die Verhältnisse im Staate immer desperater wurden. Die Politik der Muselmanen ist somit wohl ein Musterbeispiel, wie eine Minorität unter geschickter Ausnützung der Politischen Konjunktur als Zünglein an der Wage zur ent-scheidenden Bedeutung gelangen kann, fiq ist aber auch ein ^Beispiel jenes brassen Partei-i egoismns, in dem wir das Grundübel erkennen, an welchem unser unglücklicher Staat i leidet. j ^ Die verhängnisvolle Zeit und Gelegenheit, ' .unter welchen unsere dermaligen Parlaments! -Majoritäten ihre Opportunitätstaktik zur! .Geltung brachten, belasten sie mit einer Verantwortung, deren Dimensionen immer grü-^ -her zu werden drohen. I Mir sind der Meinung, daß, solange 5ei! unseren politischen Parteien die Losung „Die' Parteiinternen über alles" die herrschende bleibt und den Staatsint^r^.'en nicht untergeordnet wird, es in unserem Staate zu kei-l nem Frieden und zu keiner Ordnung kommen ikann. i< Wohl standen einmal alle Parteien des' Staates und steht heute noch die Regierungs-Majorität auf dem Staudp""kte der nationalen Einheit, doch wird es in der Praxis noch «sehr geraumer Zeit ledürfen, bis diese Theo-' srie zur Wirklichkeit wird. Dies der Grund,' daß bei der gegeur.^irtigen Verfassung die Reibungen zwischen den die Voltsstümme repräsentierenden Parteien die Tagesordnung 5 beherrschen werden. ^ Wenn unter solchen Verhältnissen Minoritäten, und noch dazn fremdnationale, die -wie die Deutschen im Hinzen Reiche zerstreut ^sind, durch ihre Taktik dazu beitragen würben, daß der eine ode" a^''ere Volksstamm !in die Hinterhand gedrückt wird, dann würde diese Politik nur Wirkungen erzeugen, die störend für den inneren Frieden uns insbesondere für die Stammesgenossen in den unzufriedenen Gebieten des ReiHeZ drückend werden müßten. Aus diesem Grunde glauben wir, daß eine im Sinne der Muselmanen angewandte Op-portunitätspolitik der deutschen Partei weder im Interesse des Staates noch der Deutschen in Jugoslawien wäre. Staatstreu und volkstreu ist eine schöne Devise. Wenn die deutsche Partei es zustande bringen sollte, dieser Losung treu zu bleiben, sie zur Grundlage ihrer Politik zu machen, dann werden sie sich nicht nur eine ansehnliche Stellung im Staate verschaffen, sondern auch die Dankbarkeit weiter Kreise im Baterlande erwerben. Die Taktik „Parteiintcresse voran" würde ihnen dagegen viel übler angerechnet werden als den Muselmaneil. Wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir den Feldzug des „Obzor" gegen die deutsche Partei auf das Konto des Verdachtes schreiben, die Deutschen könvten eine inuselmanische -PoMk betreibe^ > Berliner Brief. Das abgeschnittene Berlin. — Ausstand der Eisenbahner und d?r städtischen Arbeiter Verlins. — Strcikrecht der Beamten? — Sicherung der lebenswichtigen Betriebe. Verlin, Y. Feber. (Eigenbericht.) Die deutsche Reichshauptstadt war eine j Woche hindurch von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten, und auch jeht beginnt der stillgelegte Eisenbahnverkehr erst langsam wieder einzusetzen, so daß eS fraglich ist, wann die Leser Ihres Blattes diesen Klage-briof zu Gesicht bekommen. Das ist er; denn es war eine saure Woche, die der Berliner durchgemacht hat, der unter der doppelt m Streikkatastrophe litt. Kaum hatte die Reichsgewerkschaft der Eisenbahner die Parole ^ lassen: „Alle Räder stehen M, wenn dein starker Arm es will!", da besannen die städtischen Arbeiter Verlins sich d^.nf, daß auch sie «Wen Ttreikvorwand zur Verfügung bat-ten, und so wurden nicht nur die Straßenbahnen stillgelegt, sondern auch die Wasser-, »Gas- und Elektrizitätsversorgung sabotiert, 'so daß nur durch das Eingreifen der technischen Nothilfe das Allerglimmste verhütet wurde. > Wie kam es denn? Der deutsche Beamten-;bund hatte, nachdem erst unlängst die Gehaltsordnung festgelegt worden war, der Re-Igierung neue Forderungen unterbreitet, die 'den Staat mit nicht weniger als rund 50 .Milliarden Papiermark belasten würden. ^ iTas heißt, die dem Reichstag auf Grund des Kompromisses unterbreiteten neuen Steuern,! deren Ertrag auf etwa 45 Milliarden geschäht! wird, würden dadurch aufgesogen werden., Das ReichSkabinett lehnte denn diese Forderung rundweg ab, während es freilich gleich-' zeitig sich in anbracht der durch die unun-' terbrochen wachsenden Teuerung bedingten 'läge besonders der unleren Beamten-Schichten zu Verhandlungen bereit erklärte. Die Beamtenschaft begnügte sich auch in ihrer Mehrheit mit diesem Zugeständnis, und nur die Reich.'gewerkschaft der Eisenbahner machte eme unrühmliche Ausnahme. Es scheint, daß ; unter den Eisenbahnern, die bisher, wie ja überhaupt noch immer ein großer Teil der deutschen Beamtenschaft, mehr rechts orien-tiext waren, neuerdings die Kommunisten ei-mn st^-"?" Einkl"ß errun^"' hs-.ben. Jedenfalls gilt dies für die Leitung des Verbandes, in der die Kommunisten das große Wort führen. Vonseiten der Unabhängigen allerdings, die übrigens bemerkenswerter Weise im Ver- Die Unruhe Fiume. l5. Feber. In der Nacht von Sonn-' tag auf Montag verhafteten Sicherheitsorgane den Attentäter auf den Präsidenten Za-^ nella, dem es die Kqrabinieri ermöglicht hatten, nach dem Attentate die Flucht zu ergrei-^ fen. Der Attentäter ist ein Führer der Fiu-maner Fascisten. Als Rache gegen diese Ver- > Haftung veranstalteten die Fascisten gestern > eine Strafexpedition gegen die Fiumaner Po-' lizci. Dertrauetttvotum wr das Kabinett Wlrld. ^ WKB Berlin. IS. Feber. (Wolf.) Der ' Reichstag hat das Vertrauensvotum für das Kabinett Dr. Wirth mit 220 gegen. 185 Stim-. men bei 16 Stimmenthaltungen anaenom-meg. ein mit den übrigen Parteien bis auf die Kommunisten diesen frivolen Streik scharf verurteilt habm, wird behauptet, daß dabin-ter deutschnationale Machenschaften stünden. Ein Beweis für diese Bebauung, die nicht sehr wahrscheinlich klingt, ist freilich bishe» nicht erbracht worden. Die scharfe Verurteilung, die dieser Streik bei allen Parteien gesunden hat, führte denn auch dessen Zusammenbruch herbei. Erfreulicher Weise hat die Negierun" auf Grund des Rückhaltes, den sie an der öffentlichen Meinung hatte, diesmal Festigkeit gezeigt und die von den Streikenden geforderte allgemeine Amnestie, die einen Freibrief für eine erneute Sabotage des Verkehres bedeutet hätte, rundweg abgelehnt. Gegen die Führer und Verführer wird im Disziplinarverfahren mit aller Schärfe vorgegangen werden, was hoffentlich abschreckend wirkt. Gleichzeitig wird eine gesetzliche Regelung der Frage angestrebt, ob der Beamte ein Streikrecht beanspruchen könne. Die Regierung verneint dies im Einvernehmen mit der Mehrheit des Parlamentes, indem sie sich auf den Standpunkt .stellt, daß das Recht auf lebenslängliche Anstellung und Pension, wie es der Beamte bat, als Korelat die unbedingte Arbeitsverpflich->tung erheische. Zweifellos wird für diese Auffassung, gegen die sich bisher nur die Unabhängigen und die Kommunisten erklären, eine igroße Mehrheit des Parlamentes eintreten, und der Sieg, den die Regierung diesem Streik gegenüber errungen hat, dürfte die ^Stellung des Kabinettes Wirth festigen. I Nicht minder entscheidend ist der Sieg, den ^der Magistrat der Stadt Berlin gegenüber ?den städtischen Arbeitern errungen bat, die .sich zur bedingungslosen Aufnahme der Arbeit genötigt sahen, wobei die Führer und .Hetzer ebenfalls von der Wiedereinstelluna ausgeschlossen sind. Anch hier werden gesetzgeberische Maßnahmen geplant, um durch einen Ausbau der jM vom Reichsrat geneh-'migten und nun dem Reichstag zugebenden Schlichtnngsorduuug die Arbeit in den lebenswichtigen Betrieben, wie Wasser-, Ga?-' und Elektrizitätswerke siud, sicherzustellen. » Darüber hinaus wird setzt die Einführung l eines technischen Dieustjahres in Form einer ' allgemeinen Dienstpflicht angeregt, um für die ' technische Nothilfe hinreichende Gräfte zu fin-'^den, ganz abgesehen davon, daß man ° am Ende in den Kreisen der Entente, vor , allem in Frankreich, hierin eine Umgehung - der Militärdienstvslickit wittern könnte, ein , Verdacht, der freilich durchaus gegenstandslos - wäre. en In Fiume. - ? Fiume, 16. Feber. Die Fascisten nuteruab« - Zilien im Laufe des heutigen Tages keine weiteren Angriffe. Es wird vermißt, daß sie - die Intervention des jugoslawischen Heeres - befürchten. Uebermorgen treffen Delegierte - der Fiumaner jugoslawischen Partei in der - Nähe der Demarkationslinie mit Fiumaner c Delegierten zusammen, um über die Verhält-' nisse und Vorkehrungen wegen der letzte? 5 Vorgänge in Fiume zu beraten. iD«eenatt7cheVvUtiki"Ä vi«,. I WKB Paris, 15. Feber. (Funkspruch.) ' Lloyd George erklärte im Verlaufe der De-5 batte im englischen Unterhause zu den Vor-° gangen in Indien, daß ein Friedensschluß mil - der Türkei nicht verfehlen würde, die Lage in Jnbieu günstig zu beeinflussen, «IM» M17. yAee lkrvffnuno der rvm. «onfermz. I»g»flawien «icht »ertreten. AKB Rom, 15. Feber. Die römische Konserenz ist heute um 4 Uhr nachmittags wieder eröffnet worden. Sämtliche Nachfdlgestaaten bis auf Jugoslawien sind vertreten. Die heutige Sitzung war nur formelle/Äatur. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Auf ihrer Tagesordnung stehen Finanzsragen. Irland wird doch aerSumt. WKB Dublin, 15. Feber. (Reuter.) . Die .liäumung Irlands von den britischen Truppen ist heute wieder ausgenommen worden. internationaler Serlchtedof tn Hoog. Haag. IS. Fcbcr. (Wolsf.) Heute nachmittags fand in l^egenwart der königlichen Familie, von Mitgliedern der Regierung, Vertretern der Vereinigung für den Völkerbund und des diplomatischen Korps die feierliche Eröffnung des permanenten internationalen Geri6)tshofcs statt. Die Kämpfe in Belfast. WKB. Bclsasik, I5. Febcr. (Reuter.) Die Hauptstadt von Ulster ist wieder der Schauplatz erl-ltterter Kämpfe zwischen Katholiken und Prol'.'stanten ge.vorden. Es gab eine ^."n-zahl von Verspundeten. Die Polizei wurde angcgriss'cn, woblii ein aetöter wilr!>' Tic Polizei erwiderte mit Gewehrschüssen und machle auch ein?n Bajoncltangriff, wodurch ein Zivilist getötet und mehrere Personen verwundet wurden. Tie Nuhe n?ie!»er hergestellt. London, 17). Fc:'.".'. s'".e'.:ter.) Alt5 Belfast wird gemeldet, daß die Ruhe wieder liergcstellt sei. Ungar. Nationalverfammlung AKB Budapest, 15. Feder. (Ung. Tel.-Kor. Äür?.) Nationalversammlung. Schlusz. In (Beantwortung niehrerer Anfragen führt Mi-.liftcc de^ Aeußeren (^raf Banffy aus, er könne, was die angeblich von der Tschechoslo-.^lalei zu Ungunsten Ungarns angestrebte (^)ren^reklisikotion betrifft, erklären, daß der Vertreter der Tschechoslowakei bisher keine solchen Vors6iläge an zuständiger Stelle gc-i^acht habe. Wa^Z die von den Tschechen gegen Ungarn betrilibene Pressepropaganda betrifft, brau6)e nian derselben keine große '-^^^ichtlgleit beimessen. Bezüglich des tschechoslowakisch-polnischen ^lebereintommenS könne er erklären, daß ihm versickert worden sei, daß das Uebereinkom-!nen keine gegen Ungarn gerichtete Spitze habe. Was endlich das Schicksal der in den ab-l^etretenen (Gebieten befindlichen ungarischen Minoritäten betrifft, weise er auf die in den verschiedenen Nachfolgestaaten gepflogenen Verhandlungen hin. ').^^it Jugoslawien sei bisher kein Ergebnis rrzielt worden. Die Frage der Minderheiten stehe überdies unter dem Schutze des Volkerbundes und die Regierung wird diesbezüglich alles mögliche veranlassen. Da« ZMmtot «f dm finMfchm Minister. W«B. ld. F«»er. (Wolfs.) D«r »vegen des AtteittateS auf den Minister des Innern verhaftete Kaufmann Takideseld war als junger Mann wegen eines geplanten At-tentaS auf einem ruffischen Kriegsschiff furcht-.baren Mißhandlungen ausgesetzt und ist seitdem zeitweilig geistesgestört. Er erNärte, den Minister getötet zu haben, da er mit seinen Maßnahmen gegen die revolutionären finnischen Elemente nicht energisch genug gewesen sei. Der vtrek Im Sstrau-Karwiim M»ler. pr«s, It. Februar, ks««!« wiid «»s 60 Gruben de» Gßrau-Uarioinsr NevierA gearbeitet. In einer gestern von 15 OVO Arbeitern besuchten Versammlung in Grla« wurde beschlossen, die Zlbstiminung. durch die über den Streik entschieden «erden soll, heute schachtweis» vorzunehmen. Die Finanzverhandsunaen zwischen Oesterteich und Äugo-slawien. Beograd, 15. Feber. Die Vertreter Oesterreichs verhandeln in B?ograd über die Regelung der Finanzfragen und Vorkriegsschulden mit den Fachleuten SüdslawienS. Sonntag war die Delegation bei ewem gemeinsamen Essen. Anwesend waren unter anderen Ju-ftizminister Lazar Markovi6, der österreichische Vertreter Hofinger, für die Delegation Bartsch, Direktor des Außenamtes Miroslav Jankoviö und die beiderseitige« FachtSf.'rcn-tcn. Kiagenfurier Landlag. WKB Klagenfurt, 15. Feber. Der Landtag zog heute den im Dezember v. I. in den Ver-fassnngsausschuß zurückverwiesenen Landesverfassungsentwurf in Beratung. Die Abgeordneten des deutschfreiheitlichen Landtagsverbandes stellten einen Dringliihkeitsantrag betreffend die Einführung der Wahlpflicht in Kärnten für die Nationalrats- und Landtags-wahle^ und verlangten, daß dieser Antrag sofort der Landtagssitzung unterbreitet werde. Gegen die Zuweisung des Antrages an den Ausschuß ohne erste Lesung erhoben die so-Aialt>emokratischen Abgeordneten Einspruch. Sämtliche 15 sozialdemokratischen Abgeordneten meldeten sich zur Dringlichkeit des Antrages zum Worte. Nach eifler lebhaft geführten Debatte ergriff Abg. Jng. Pichler (Soz.) als erster Obstruktionsredner das Wort und nahm in zweistündiger Rede gegen den Antrag Stellung. Ein Antrag von deutschfrel-heitlichcr Seite auf Sck)luß der Debatte wurde von den Sozialdemokraten mit heftigen Protestrufen und Schlagen auf die Pultdeckeln bekämpft. Der Lärm dauerte 10 Minuten. Die Sozialdemokraten vorlangten stürmisch den Schluß der Sitzung, während die bürgerlichen Parteien vom Präsidenten die Ab-stimnlung über den GeschäftordnungSantrag begehrten. Als Pritp>e«t Lukas «hßtMmen »wollte, verließen die Sozialdemokraten den I Sitzungssaale. Unter dem Widerspruche der »Abgeordneten des deutschfreiheitliche« Lank« 'tagSverbandes konstatierte der Vorsitzende die Beschlußunfähigkeit der Sitzung und unterbrach diese um ^7 Uhr abends bis morgen 10 Uhr vormittags. Gegen diese Verfügung des Präsidenten legten die bürgerlichen Parteien Verwahrung ein. Die odminifiraiiv» Siniellung unsere« Staai«. Vesßrad, 15. Feber. Der Unterausschuß für die administrative Einteilung deS Staates beendete die Verhandlung des Gesetzes über die Kreis- und Bezirksautonomie und ging heute tn die Erörterung des Gesetzes betreffend die allgemeine Verwaltung ein. Mit Rücksicht darauf, daß die dem Unterausschuß zur Erledigung seiner Arbeit gestellte Frist am 18. d. abläuft, wird der Gesetzentwurf der Nationalversammlung zur weiteren Behandlung abgetreten werden. Bis dahin wird aber der Unterausschuß seine Arbeit über die administrative Einteilung des GtateS in Kreise fortsetzen. Kurze Rachrlchtm. WKB Ber«, 15. Feber. (Schweizerische De-peschenagenwr.) Die Zahl der Arbeitslosen ! Ausländer in der Schweiz belief sich am Ä. «Dezember 1921 auf 7804, von denm 4388 i Unterstützungen bezogen. An erster Stelle steht Italien mit 431« Arbeitslosen. Es fol-Igen die Deutschen mit 2202, die Franzosen mit 885 und Ol^perreich mit 193 Arbeitslosen WKB Paris, 15. Feber. (HavaS.) Der AußenauSschuß der Kammer hat den Bericht GuernierS, der die Ratifizierung deS Ueber-einkommens mit Ungarn betreffend die Durchführung der wirtschaftlichen Klauseln des Vertrages von Trianon empfiehlt, endgültig angenommen. Marbutger und Tagesnachrlchten. Tödesfa». Mittwoch den 15. d. M. starb nach langem schweren Leiden um 6 Uhr abends Hrau Maria von Kottowitz, geb. Hohl. ,Das Leichenbegängnis findet Freitag um 4 ^Uhr vom kirchlichen Friedhof in Pobretje auS statt. Seelenmesse SamStag um 7 Uhr früh in der Magdalenapfarrkirche. Di« Verha«dl««ge« über die Eequefter. Die Verhandlungen mit der österreichischen Delegation in der Frage der Aufehbung der Sequester find für einige Tage unterbrochen worden, da die österreichischen Delegierten für den endgültigen Abschluß eines Abkomi mens neue Instruktionen auS Wien brauchen. Die österreichischen Delegierten stehen mit dnr Regierung in Wien in regem telegraphischem Verkehr und man glaubt, daß die Verhandlungen Freitag fortgesetzt werden und daß das Abkommen zu Anfang der nächsten Wö« che unterfertigt sein wird. , Zum 78. Geburtstage. (Zuschrift.) Herr lAudreas Platzer, Kaufmann und Bürger unserer Stadt, feiert heute feinen 73. Geburtstag. In seiner langen Laufbahn hatte er sich die Liebe und tie Achtung aller erworben, die mit ihm in Berührung kamen. Als langjähriges Mitglied des Männergesangsvt^^r-eines erwarb er sich um diesen Verein sehr viele Verdienste, was der Verein zu schätzen wußte, weshalb er ihn zu einem Ehrenmitglied ernannte. Ä« «ENer Noman „Der bairische Sönnern könig" aus der Feder unseres bekannten Mitarbeiters Arnlin Ronai beginnt in unserer morgigen Nummer und wird hoffentlich den Beifall unserer Leser finden. Vesittwechscl. Das bekannte (^LsthquS Vla. hoviö (ehemals Lc?yrer) in der Ale.randrovo cesta kaufte Blättermeldungen zufolge samt dem dazugehörigen Garten dio Grazer Firma Gränitz, die das alte Gebäude niedorreißen und an seine Stelle einen modernen Palast bauen wird. In das neue Gebäude kommt eine Filiale der Grazer Eifengroßhandlung. «ine verhSnigaisvolle Unvorsichtigkeit. Ne- ber diesen gestern gemeldeten tragischen Unfall erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Ivan Ve^njak war Gastwirt und Besitzer in Sv. Ierney, Gemeinde Sv. PrimoZt bei Muta (hoheumauthen) und veranstaltete am 12. d, einen Hausball. Als Gast war auch ein gewisser Fr. OrliL, Besitzerssohn aus Sv. trijo kralji (Hl. Dreisaltigkeit) bei Marenberk anwesend, der so unvorsichtig mit einem geladenen Revolver hantierte, daß dieser losging, den Verbnjak in den Bauch traf und ihn töt^ lich verletzte. Verbnfak ist am 14. d. M. im hiesigen Krankenhause der Verletzung erlegen und hinterläßt eine Frau und mehrere unversorgte Kinder. OrliL aber ging nach den: geschehenen. Unglücke vor daS Haus und er-schoß sich dort aus Verzweiflung. Ungemütliche Hochzeitsgäste. In Viniöka vaS bei Negova wurde beim Besitzer Brumen Hochzeit gefeiert. Wie üblich, fanden sich ant Abend auch die Burschen der Nachbarschaft ein und in ihrem Uebermut zerschnitten sie den dort wartenden Fuhrleuten das ganz? Riemenzeug am Pferdegeschirr. Als sie W«O z» Grßnd«, die A»fg«b» HMie, ^ d«« Vau »nd die Lrh«lt»ng «in«» Xwb^pitDl» ju wirken. All« w«h»«« I»D«ich» md derfreunde, di« di« hi«fiß«n l!?««HAltniAO tzi»G«« M ihMn Fl«ischßK<»» »O« d«« g-»ItzMwN Twk^ Si» H^r«t tz^chO« sich bis AM»«» «ichi »«»Mischt, so d«t «WM p« ««ch DM V>ßS«N V«hNtzof« f«h«» — M» si«d »ohl s«lz»«« ^äll«, d«ß VDH« t» »«s«»«U G«O««den »oekomm««. Ltz» h«»ris« auß«r» o»d«ntlich sir««g« VtRter HEß N« V«ßi«» f««n«n, u-rd« dks» Zd- I>ch««ch IH»«I o«?»»«,, ,«>»ckl «» fi« w» L« «Sre n»r zu »Rnsch«», b«ß sich b«U Gedanke «mch bald in Vi« Titt »«l«tz«N «ürde. Heitere Lteheei»fet. V«» Mar»u,ser UIAnn«?gesangv«>rein gibt am >7« d. A7. i« «SStzsaale ein« tz«ite»« ved««taf«l. »« P»O» yramm« ß«h«n m«hr«r« Chb?« V«» Mä»n«r. ebor«», ^l«va»trSge, so»i« «in« «inaktig« Gperett« von Supp6. A» di«s« Vortrag»-vrdnung wird sich ein Tanzkränzchen reihen. Nähere Ausführungen behalten wir «in«r der nüchsten Nummer »or. Tie Grii«v««D eiN«? ei«tzettliche« bemsche« Partei i« ««fere« OA«iß- reiche. Au» Novi Sad »ird bericht«t: »vor^?r Ihnen nach England nachschicien sollte; aber Jenny wurde wieder kränker und ich dcichte an das, was Sie mir zuletzt gesagt; ich zog mit ihr in den Norden, an den Michigansee, in ein wunderbar schönes Land und in die Nähe einer deutschen Kolonie, wo es gute Aerzte gab. Jenny erholte sich zusehends. Die alten trüben Bilder verließen sie, ihr l^eist wurde klarer, und in dem neuen Leben, in der herrlichen Luft nahmen ihre Kräfte von Tag zu Tag zu. Jei»t ist sie -w dem lieben Gott ständig geheilt und glücklich — ein kleiner, prächtiger Bursch, ihr erstes Kind, nimmt ihr ganzes.Herz in Anspruch. Sie weiß nun auch, was früher vorgefallen ist — nur dunkle Er lllnerungen waren ihr geblieben, die sie quäl ten, bis ich die Lücken ausfüllte. Wir denken Ihrer ost und mit wahrer Freundschaft. Höf fentlich zürnen Sic auch mir nicht mehr des tollen Streiches wegen. Sie sind ein Ehren manu. William Z^agley." Jenny hatte darunter geschrieben: „Noch oft denk' ich Ihrer, o, mit so heißem Dank! Sie haben uns nur Gutes erzeigt — daß wir es einst vergelten könnten! Ich bin nicht mehr krank. Das dank' ich Ihnen und meinem braven Mann. O, wenn Sie uns nur einmal besuchen könnten! Gott segne Sie! ^ Denken Sie zuweilen an die glückliche Jennh.^ Ralfson wäre ber Einladung gern gefolgt, aber die Erinnerung an die damtils durchleb ten Stunden hatte doch einen Mißton in sei nem Herzen zurückgelassen.. lSr freute sich deS Glückes !)er Geliebten, als er aber im nächsten Jahre wieder eine Jagdtour unterm»h..i, entlA)ß.e<ßA, lieber uach Afrika zu geM. »erhältniff« i« Coronick, dMß.d«r Mann «lA chzW^G MOß« Sch«»f«nßer ewschlVGe« ««ßt«, bi» sich «in polVst be«üßtse f«M». hn f«stz«««h««n. A»f h«ftiB« preffea^ff« »«g«R d«A »«ßtmiblich hart«« Urteil» »er Nichte» e»«Äert, er Hab« gar «icht ^ al^tigt, d«n Man» s» lang« einz»spe»»««, önd«rn «r »»ollt« n«r ei« abst^eckende» Exe«q^ stat«i««n. AOße»lOser ««ssNthMkß t» lMe«. lvie «an i« Zvien oh«« di« O«ri«gst«« Roß«« al» Fr««der gut leben kann, z^gt folgender Fall: Gn End« No»«mber au» London nach Wien kommender Engländer M«chs«lt« 60 Pfund in > Million«n Xron«n «« und ließ e» sich g«t gehen. Al» Ende Dezember die Sst^«ichisch« Valuta »i«d«r «wmal «inen panikartigen Kt«rz erlebt«, kaufte der Engländer «it den 1 Million 400.000 K., die e» gerade noch hatte, sein« 60 Pfund «^«d«t zurück und fuhr, nachdem er dem österreichischen .Finanz minister noch eine Reusahr»karte mit allen guten wünschen geschickt hatte, nach ton don zurück, ohne auch nur einen peny auegegeben zu haben. Bitte, «icht sO HSftich. Mit einer selt. samen Beschwerde haben sich di« Swden tinnen der Universität Gxfort an ihren Rektor gewandt. Sie beklagen stch darüber, daß ihre männlichen Aommilitenen im ver kehr mit il^nen noch i««er jene Formen der ^SjNchteit beobachten, die sonst im ver kehr zwischen Damen und l^errsn der gebildeten Ureise Üblich find. Sie wünschen nicht, daß ein Student, wenn er gleichzeitig «it «in«r Studeutw de« l^Srsaal^ betritt, ihr den vortritt läßt, sie »^ll«n, wenn in einer Gesellschaft von Studenten geraucht wird^ nicht gefragt w«rden, ob sie da» ertauben usw. Alle diese 5jSstichkeit»beweise seien sür die weiblichen Studenten erniedrigend, «nd zeigten, daß die Männer stch noch immer nicht daran gewöhnen kSnnttn, daß beide Geschlechter gleichwertig «nd gleichberechtig sein. E«ttA«Vcht. In «in«« wiener Ge. füngni» traf der Anstalt»s«istiich« «in«n Ge-fanS«n«n dab«i an, »i« «r «in« groß« Natt« fütterte. Er fragte i«, waru« «r da» tät« «nd erhielt z«r Ant«>ort, daß der Gefangene da» Tier s«hr gern« Hab«. G«rKhrt von diese« schönen Aug«, wollt« d«r Priester den Gr«nd wissen, waru« der Mann diese A«neig«ng z« de» Ratte hege, war aber etwa» enttäuscht al» «» zur Antwort «?hi«lt ^W«il fi« n««lich d«n Auffeher gebissen hat.^ Er will za« — Grabe seines VeineA sah« real! Mit welcher Strenge die amerikanischen Einwanderungsbehörden Versahren, davon gibt M'ch die nachf^hcndc, etwas seltsame Geschichte, die aus Amerika berichtet wird einen trefflichen Beweis: „Mein Name ist John A» Leberquest.^ — „Ja, das steht auch so in Ihren Papieren." — „Ich hnl.,e wre''' meine ersten Bürgerpapiere und war nur aus Besuch in memer Heimat." — Der Beamte guckte die Achseln. „Ich habe mit meiner Familie in Clifton, im Staate New Jersey gewohnt; ich habe Geld dort in der Bank; meine Kinder befinden sich alle in angesehener Stellung dort..." —. „Mein Herr, das kann jeder sagen. Ich darf Sie nicht an Land gehen lassen. Sie müssen hier auf Ellis Island bleiben, bis wir Ihre Angaben nachgeprüft haben." — „Aber ich sage Ihnen doch, daß —" — „Mein .Herr, hier dürfen nur Per sonen landen, von denen erwiesen ist, daß sie ein Recht haben, in den Staaten zu .vo) n, und daß sie nicht der öffentlichen Armenpflege zur Last sallen." Da zieht der Mann sein eines Hosenbein hoch, und man sieht, daß er ein kiinstliches Bein trägt. „Was?!" schreit er verzweifelt, „ich soll kein Recht haben, in den Staaten zu wohnen, ich, der bei einem Stra ßenbahnunglück sein Bein verlor?! Mein rechtes Bein liegt in Clifton begraben! Ich werde doch wohl das Recht haben, zunl Gra be nleineS Beines zu fahren?!!!" Aber auch dieser Verzweiflungsschrei des Herru John A. Loberquest überzeugte die hartherzige Be Hörde des freien Amerika nicht; der Mann wurde auf Ellis Island jiur'^behalten. Man kaun also nicht einmal in Amerika landen, auch wenn man schon tellweise dort beerdigt ist. ^ llnie?neh«e»A H. Gpemer Jones vom Obsero »«t»ri»» w Greenl^ hat sich vorhe» übe» die Absicht «nd Avsßl^ des Unternehmens geäußert. Er erinnert daran, daß eine der ^rhersageu der Eiustewjcheu Theorie darin «steht, dtch ein Lichtstrahl, wenn er in der kühe ewer Materie vorb^geht, von seiner Uchtung abgelenkt wird. Der Grad dieser Able«dms ist so gering, daß der einzige Körper, ^ deffen Hilfe biese voraussage bewies' en werden kann, die Sonne ist, dexpn Mass( 330.000 mal so groß ist wie unsere Erde. Ei« Lichtstrahl von einem Stern, der in der Nähe der Tonne vorbeigeht, wird abgelenkt, und diese Ablenkung enthüllt stch unS durch eine chtbare Beränderuug der Stellung deS Ster^ neS der Sonne gegenüber. Aber das Licht der Sonne ist, mit dem der Sterne verglichen, so mtensiv, daß es hossnungsloS wäre, Sterne n der Nähe der Sonne im vollen Tageslicht zu photographiereu. Dies ist nur möglich, wenn das Licht der Sonne während einer Sonnenfinsternis vom Monde verdunkelt ist. Die Beobachtungen, die bei der Sonnenfinsternis von l919 gemacht wurden, bestätigen )ie Vorhersagen Einsteins. Aber die Ereia«^ Nisse waren noch nicht so erakt, daß sie alle Zweifel hätten verbannen können, „die kommende Sonnenfinsternis", erklärt SpenccrJo4 neS, „ist für diesen Zweck nicht so günstig, wie es die von 19!war, denn die Sternt in der Nähe der Sonne werden viel blasser ein als damals und sich daher schwieriger ihotographieren lassen. Da wir uns aber die in Brasilien gewonnenen Erfahrungen zil nutze machen können, und ein größeres Jn^ strument verwenden, so ist zu hoffen, daß diesnial viel genauere Ergebnisse erlangt werden. Das wäre czuch sehr zu wünschen, denn viele Jahre hindurch wird leine Eon«! nensinsternis für diesen Zweck mehr so günstig sein wie die vom 31. September. Es muß jedoch beobachtet werden, daß der zu messende Effekt außerordentlich geringfügig ist. Des-^ halb werden nur Beobachtungen von größter Genauigkeit und mit den feinsten Methoden von Wert sein. Die Veränderung in der Lage der Sternbilder wird festgestellt durch den Vergleich der während der Sonnenfinsternis aufgenommenen Photogrciphien mit anderen Photographien, die drei oder vier Monate früher deS Nachts von demselben Hrmmels-gebiet aufgenommen wurden. Die Bilder de» Sterne iu der Nähe der Sonne in den Fin« stcrnis-Photographien werden um den etwol 1-2000. Teil eines Zolls in ihrer Lage verändert fein, verglichen mit ihrer Lage aus den früheren Platten. Mit der Mcff'.uiz so winziger Veränderungen steht und fällt die (Ü^in> steinsche Theorie. Aber die Methoden der mo«^ dernen astronomischen Messungskunst sind dieser Aufgabe gewachsen. Gefährlicher könnte ein anderes Hindernis werden. Auf der Weih^ nachtSinfel beträgt die TageStemPeratur über 95) Grad Fahrenheit, und die Nachttemp?ci<^ ur mindestens 70 Grad. Die Ent^vicklung chotographischen Platten s' ter solchen )ingungen ist sehr schwierig. Denn wenn nicht die größte Vorsicht angewandt ist, so wird der Gelatinefiln: durch die Wärme weich, und das würde den Wert de? Photo-giaphien vollkommen vernichten tonnen." i. WieElnftelnsTdeorienach geprüft wirb. Die Britische SonnenfinsterniS-Eixpedition nach der WeihnachtSinsel im 5^dischen Oz^, die während der 3^ bis 4 Minuten dlmernden Sonnenfinsternis im September rk30b.00—308.75. pari» SgKO—36KS, Prag bSA—S89. Wien 4 9b—b.OO, Budapest 47.75—48. Valuten: Dollar 304.50—ZOb, Rnbel 2Z—28, Na-poleondor 1190, Mark 15S—156, cei238. Wie». Devisen: Zagreb 20.73—20.77, Beograd 8290-8310, Berlin 3247—S2b3, eondon279.90—2S.010.Budapest996—1001 Mailand 30 990—31.010, New ysrk 64.23 -64.27, pari» 55.480—55.520, Prag 12.096—12.103, Sofia 4370—4380. war-schau 1.89-1.91, Zürich 124.775—124.825. Valuten: Dollar 6298—6302, Mark S1S7—S1S8, Pfund 27.490—27.510 französische Franken 55.080—55.120, tir« 30.S90—30.410, Dinar 8240-8260, polnisch« Mark 185—187, tei 4895—4903 Schweizer Franken 122.775—122 325, tschechisch« Vron« 12.047-12.053, unga-Tische Rrone 1008—1011. Ikrich. Devisen: Berlin 2.57, Neu r)ork 5.12, tondon 22.37, pari? 44.35^ Mailand 25.05, Prag 9.72. Budapest 0.78, Zagreb I.SO, Warschau 0.15, Wien 0.1T .WtyeWMß.OBe«»»it^ Xvone^O.OS» iD»O» kAHIMollSWNSr« «lü Wsbsf«! KoumSilltl Vrttö, SKov»i»Ko» s«e^ »m dsiöigon einen jüngeren, tüchtigen t««fmSnnischen Gberbeamten, (Disponenten) mit mehrjähriger Fabrikspraris in der Baumwollspinnerei. und Zveberei, vomSglich auch in der Ver-edlungsindustrie und in Rohbaumwolle. Nur erstklassige Bewerber mit guten Fachkenntnissen und vollkommener Beherrschung der Landessprache und de» Deutschen kommen in Betracht, dann 1 S te noty pistsin), geschästsgewandt mit mehrjährigen Zeugmssen. welche slowenisch und deutsch, womKglich auch serbokroatisch vollkommen beherrscht. An-sSnaer sind ausgeschlossen. ^ Zuschriften mit Lebenslauf, Aeugnitabschristen und GehaltsansprKchen find an obige Zldress? richten. ^094 Geschäft samt Mobtlar und sortierten gemischten Warenlager, auf gutem Posten, Mitte der Stadt Maribor, auf der Verkehrsstraße, wird zur Ablöse angeboten. Gest. Anträge unter „GefchAft SSV-an die verw. d. Bl. 1117 ß « Abonniert öle Marburger 11 Leitung, sie ift das billigste ::: XagblaN SlvwenienS »«» «»« « »» lltjsttts SWs la der Stadt mlt Aorten oder Hof. - Antrage unter ..Haue" an die Derwalwno d. Matte«. lls» Hollo! Zum Hallo k M. »W i(ovaL, KoroZI«». Freitag S Klub-Bar S Freitag Ksbsrett-Hbeiiä Sastfviel des Herrn Ä. Vovye. «lavlerfolo Herr Mnterdalter. Vegw« 2l Ahr. ,»> Sake«« fr«i. Logen Können bis Freitag Mittag »Stßtmerllt «erden. Herzliches Lebewokl allen Freunden und Bekannten von Mut und Wa-ribsr bei welchen ich mich vor meiner Abreise nicht pev»^ sinnlich verabschiedete. T. L. Weichhark^ Tirane. Albanien. !!L4 H ^ II kUr ttäeksel- UNÄ Ltrvusvsseke, ^ H lür 8tulelestur-Oe>vede 5r«oiiillii.seli smdaUsxv liefert Zn xroven (Zusntitäten E. II« Ll»vonl«n. iiamvomxa 7i5i«k»w «anv»«!»»? «»»» «e. A4 Wir empfehlen uns zur Herstellung von Werken, Zeitschriften, Broschüren, Fakturen. Tabellen, Zirkularen. Adreßkarten, Plakaten, Prospekten, Katalosen, hübschen Akzidenzen usw., denen wir mit reichem Schriftmaterlai stets aparte Ausstattung geben können. Aufmerksam machen wir awf unserer? Setemaschlnenbetrieb, Rotations* u. Farbendruck, Lithographie, Sftemdruckerei u. Buchbinderei Zentrale: 3urföeva sJllca 4 Filiale: Stroßmaierjeva ullca 5 — Dia Übernahme der ßrutkooFfon er!olgl kisf En c?er Zentroteg üurSUeva ullca 4. =j Karl v. KollvWih und Kinder geben vom liefslen Schmerze gebeugt Nachricht von dem Ableben der lieben Gattin, bezw. Mutter» der hochwoh!» geberenen Frau Wie?. MM A W weiche nach langem schweren Leiden am !S. Feder um lk Ahr gottergeben entschlafe» ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag den 17. Feber um !6 Uhr von der Aufbaiirungsballe des lürchl. Friedhofes in Podresje statt. Die heil. Seelenmesse wird Eam?!ag den 18. Feber um 7 Ilhr früh in der St. Mogdalena-Pscinl'.irche gelesen werden. 1185 Die iieslrauerkd Sinl«rb!ieb«nsn. u. w. ßontinetttal, mindermood, Jldler, Sie-mtngton, Smith ßros, 9Jlercedes, Sdeal kauft 7 Wochen altes Siwd wird zu besserer Familie in Pflege geae-den. Praprotnikova ulica 2i)2. Parterre._N47 ......"'m«««««''" »m» »« » » » 5 ^iant und Derkani von Be^hun« zen. (Seschästs- und Zinshäuser, Villen. 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