Anbacher Zeitung. ^' «RK Mittwoch am Ä5 September «83T. Die Lalbach„ Zcltnna" er,'ckei»t mit ?l>l'mih»n der Son»- >uw Feiertaqe. täqlich. m>d kosset ,'aü.mt dm Aeilagen ,», Comvtoir qa,i;jäl»rig 1< ff., balbjährig 5 il. 3N sr, »»t Kreuzband i>(5m,n^ '2 si., l.albiähriq q 30 sr. mehr zu entrichte». Mit der Post port.- fr" a«»iiäs,r ^ ^ Adresse l'> ,1.. halbjährig 7 st. ^tt kr. -- In serat.o» sgebuh r mr m.e ^'a!te.,^eile oder de» Naum dersellu», fi.r e.„- "'""> «i.!sch. , />'s" ,« .aliqe i lr.. si.r dreimalige 5 lr. (ii. M. Inmate l'is ,2 ^ilen fosten 1 fl. ,..r 3 Mas, ..ft . s,.r 2 Mal m,d ^0 sr. fnr l Mal einzuschalten. I" diese,, O l'ichren ist ach "cm provisorischen Gesetze vom 0. November l85N s',r I»scr!>o»^stämPcl" noch ltt lr. s»r e,»e jedesmal,.,.' E».,chall..„g h»,z» z» rechne». Anltlicher Theil. "' des Landesgesetz- und Regierungsblattes für d"s Herzogthum Krain ausgegeben lind versendet. Dasselbe enthalt unter Nr. 284. Verordnung der k. k. Ministerien der Finanzen und des Handels vom 28. Inni 18.'i2. Kundmachung jener Zollbefreiungen und Begünstigungen, welche von Seite Sardiniens in Folge des von Oesterreich mit diesem Staate abgeschlossenen Vertrages vom ltt. October 18-'!< für den Verkehr ans nnd nach Oesterreich gegenwärtig eiu-geräumt sind. Nr. 28.'l. Erlaß der k. k. Ministerien des Innern, des Kriegswesens nnd der Finanzen vom 28. Inli ^2, über die Theilung des im h. 48 der Militär-^U'Plartierungs-Vorschrift vom 15». Mai >8.'>l, !ur die Unterkunft Eines Maunes in einer Gemeiude-b">>ne mit 1 '/^ kr. und eines Militär-Pferdes in einer M.litär-Ziusstallung mit 1 kr. bestimmten Verqütuusssbctrages. ^' "^^- Erlast des k. l. Filian^miiiisteriums vdln ''^. Juli 18.'!2. Festsetzung der ^'eqirimq des Mü»,;' ulbers für Thaler, (dulden, Zwanziger »nd Zebner lr. >^7. Verordnung des k. k. Kriegslniuisteriums ""n 1. August 1«.'!2. Verleihung des Straf- und ^'gnadignngsrechtes über alle zum Stande des Militär-Polizei-Wach-(.'orps und der damit verengten Gewölbewache gehörigen Individueu vom Oberstlieutenant abwärts, nnd der Befugnis?,, diesen Personen die Ehebewilligungen zn ertheilen, an dcn Nr'2^!'^", ^"'l der Obersten Polizeibehörde. Steuer..^""^""^"^ ^ ^>üsidi»ms der k- k. I8'!i '"'^'"^" ft,». ^,.^j„ ^^,^ 7 September '"-»-, womit de>> 55 , ^ >. ^. -^ - vom 4. Eevt> l ' ^'nanzmlnlsterinmo eines fn.lfm.rc^'" ^'^''^' betreffend die Erössming Gulden C. M ^'''^^""s-^nlehens von 80 Mill. Wird. ' ' ^" ^llgeineiiu'u Kenntniß gebracht ^____ !"r K,',,!„, "'"'ll nun, 5ie ,), ^, l '"" Wiener V.,ra,s ^ "77" ,7 Veil.g, Auge fastt, so erkennt m./l".c ,/'"b" '" das ernstlich und ausrichtig darn>„ '„ , ^^ ^''^"'"',!>,. ""'gen und vertragsmäßig festzustellenden Bestimmln,.' u n des österreichischen nnd des Zollvereinstarifes fi'n> e>' Elü-, H,,^ ^,^ Durchgang enthalt. Die Äbäude-"gen d^. ^^^^. ^sh^ ^h^. ^^. Seele eines jeden g,f" ^^"rages, nnd der Geist, in welchem sie ab-und ^ '^' "'lsch"det über sein Wesen, seine Richtung aa,... '""""' ^""'"ttlich die beiderseitigen Cm-^'gszoUe erscheinen maßgebend, da es ohnedieß i.n Interesse jeder Regierung liegt, die Ausgangs- und Durchfuhrzölle so uieder und deßhalb so wenig hemmend als möglich zu stellen. Für 80 Abtheilnngen von Waren, die meisten-theils wieder eine Menge specifischer Artikel nmfassen, ist, die Eingangszölle entweder ganz aufznheben oder doch sehr namhaft zu ermäßigen, in der Wiener Zoll-conferenz vereinbart worden. Die gegenseitige zollfreie Einfnhr ist insbesondere für unentbehrliche Gegenstände des allgemeinen Verbranches, für Natnr-prodncte uud eine Menge von Lebeusmitteln festgestellt. Abgesehen von dem jedenfalls richtigen Gedanken, daß nur das Vorhandensein sehr eigenthümlicher, beinahe unnatürlicher Verhältnisse den ZollschuN für die Ur-prodnction zn rechtfertigen im Stande wäre, — eine Ansicht, von der übrigens selbst England abgegangen ist — so liegt in der von der österreichischen Regierung dießfalls bezeichneten Richmng nebst der Würdigung richtiger, uatioualöcouomischer Principien auch noch' das unverkennbare Streben, deu Segen seiner Nacurschäl)e mit Deutschland zu theilen, womit der dortigen Gewerbsthätigkeit uud Arbeitskraft ans das Wlrksamste unter die Arme geglissen weiden müßte. Was die industriellen Erzeugnisse beiriffl, so ist bei sämm
  • I,e>!, emi^ei'maßen wichtigen Tarispositioue» auf das Minimum des?ollsch»Nl,'^ l'eiabgsg.nigeli worden, »velclml die österreichische Iudustiie noch deizeil beuöthiget. Wir wolleu einige Beispiele anfühlen: Für Baumwollgarue bestcheu nach dem neuen österr. Zolltarife, je uach der Verschiedenheit der Gattungen, Eiugaugozölle gegen das Ausland zu 7, 10, U; si., die künftig im Verkehre mit dem Zollvereine aber durchweg auf 2 ft. !l0 kr. für den Rentner ermäßigt werden sollen. Im Zollvereine wird für den Rentner, je nach der Beschaffenheit der Garne, ein Einfuhrzoll von !l nnd 8 Thalern erhoben, der im Verkehre mit Oesterreich auf 1 Thlr. 20 Silbergroschen ohne weiteren Unterschied herabgesetzt werden soll. Oesterreich uiinmt also für seine Garnfabrication durchaus keine» höhere» Schul) in Anspruch, als auch der zollvereiuv-läudischen gewährt werden soll, und begibt sich des jetzt bestehenden größereu Zollsatz^. Es wird aber Niemanden einfallen zu behaupten, daß die deutscheu Gcn»erzeuger nicht deu Aulas; zur Ank>lüpfm,g vor-theilhafttr Verkchrsverbmdungen in Oesterreich finden könnten. Baumwollwarrn sind derzeit bei der Einfuhr mit :i, 20, il<), 7.i, 100, I.'il) und 2^0 fi. pr. Etr. belegt. Gegeuüber dem Auolande werden Erhöhungen ei»iger dieser Positionen beabsichtigt, z. V- bei den miltelfeiuen Gattungen von 7.'! auf i>0 si.; im Ver» kehre init dem dentschen Zollvereine sollen die betreffenden Säye auf :l zu 1.;, W n»d 60 si. EM. zumeist mit einer Ermäßigung um zwei Drittel redu-cirt werden. Die gegenwärtigen Zollvereiuösätze sind lU>, k;<^ 7.l; luid 1.'!0 Thaler fur den Eeutner Baum-»vollware». Ini Durchschuitte also ist oie österreichische Vaumwollwareuiudustrie wirksamer geschützt, als die zollvcreiusläudische; ^lugesich^^ ^>s Auslandes sicht sich die österreichische Regieriiüg veranlaßt, diesem Schili^ „p^h größere Ausdehmmg in der Zukuust zu gebe». Auders im Verkehre mit Deutschland, wo si', »veit entfernt, die b'oucurreuz der Erzeuger auszu-nhließeu, ihr vielmehr angemessenen Spielraum zu gewähre,, beabsichtigt. Diese Beispiele ließen sich noch vervielfältigen; M jederzeit aber gangen „j, dabei zu dem Er-gcbulüe, daß Oesterreich sich eines stärkeren Schutzes seiner Gewerbsthätigkeit begibt, um Deutschland zur Anbahnung einer vollständigen Solidarität der beiderseitigen Gewerbs- und Handelsinteressen entgegen kommend die Hand zu reichen. Die Absicht, welche diese Tarifänderungen dictirt hat, ist nicht zu verkennen. Darnm kann wohl nnr dann ein Zweifel über die Annehmbarkeit der Tarif-modificationen entstehen oder zum Scheine aufgeworfen werden, wenn jene Absicht selbst zurückgewiesen und verkannt werden will. Freilich, so liberal, so fördersam für die Verschmelzung der beiderseitigen Gewerbsthätigkeit die in der Beilage I enthaltenen Tarifmodificationen sich darstellen, so beruhen sie doch auf der Grundlage des Echntzzollprin-cipes uud sind keinesfalls geeignet, die erorbilauten Ansprüche dcr Freihaudelspartei zu befriedigen. Dieser drängenden Partei uachzngeben, liegt aber wahrlich nicht im wohlverstandenen Interesse von ganz Deutschland. Um Württembergs und Sachsens uicht"cinmal 5N gedenken, erinnern wir nnr an Preußens gewerbs-sleißige Provinzen, an Schlesieu uud den Rhein, ^ir möchten bezweifeln, daß sie im Augenblicke sich i„ der ^'age befinden, mit Yorkshire, der übliqen englischen Plane uichl einmal zn gedenken, die (>o!,cnr»enz aus-mhalleu. D'c Verträge, welche Preusien mit Hannover »„0 O,o.'»l'i»',q al'^'schlossei, has. drämien es z,,,,, Theile wider <-^„c'„ W.llc',, in die f.'echäudl.>ri"sche Richtung, uud der Anschluß Oeste.reichs erschsint daher in, Interesse der süddeulsche« Reaierungeu u»d Sa.h. sens nothwendig, um diese Richtung im gemeinsamen Interesse zu modificiren. (Korrespondenzen. 3riest, 1". September. .->_,_ ^„^.^. ^,„ <)^ti,;l'», welche nüs gestern Abends der Daiupfer „Asia" aus der Levante brachte, verdient unter allen ein wichtiges Document erwähnt zu werden, laut welchem die E 0 n st i t n t i 0 u der j 0-ui scheu Inseln eine ,veseutliche Neforu« erleiden wird. — ^'aüt Nachrichten .ms (5orfu vom 10. d. M. hatte der ^'ord Obeicommissär bereits am 4. d. der gesetzgebenden Versammlung eine wichtige Botschaft mitgeteilt, worin er die von ihm schon in seiner Proklamation vom 22. December v. I. vorgeschlagenen nüd beabsichtigten Reformen der l'au« desconstitution auseinandersetzt. Nachdem er den Repräsentanten seinen' Glückwunsch für die vo„ ihnen N'ählli'd der letzten Session bewiesene Klugheit aus-gespioche,,, lü'd sie wegen der Abstimmung des Wahlgesetzes gelobs, lud er die Assemblee ein, die noch schwebenden Fragen über daS Preßgesetz nnd die oberste Polizeibehörde in ErwaglMg Ml>'„ u„d erörtern zu wollen, und behauptet, daß mit dem jetzigen Preßgesetze jeder Angriff geqei, die Grundgesetze des Staates leicht gemalt werden kann, wie es im I. 18.A) in Eephalonieu nud andern Oerteiu geschehen ist. ,vo die Presse straflos der englischen Herrschaft aus den Inseln spottete. Nnr »m diese», Mißbräuchen eine Schranke zu setzen, s'i er genöthiget gewesen, anch die Vollmachten der obersten Polizeibehörde in sich zn vereinigen, wozu er vom vorigen und jetzigen Minister der Colouie» die Ermächtigung er. halten hatte. Die Regierung werde mit Freude den Augenblick begrüßen, in welchem er diese außerordentlichen Vollmachten ablegen winde, sie wolle jedoch »l>2 nicht, daß dieses früher geschehe, bis das ionische Parlament ein Preßgesel) angenommen habe, welches genügende Bürgschaft für eine glücklichere Zukunft gibt. Die Regierung beabsichtigt, daß dieses nene Gesei) als ein integrirender und untrennbare! Theil der constitntionellen Reformen angesehen werde. Ohne also eine präventive Censnr anznrathen, schlägt der Lord Obercommissär vor, daß Jeder, welcher eine Zeitschrift veröffentlichen oder fortführen will, eine Summe von !W Pfund Sterling in Geld, oder eine Bürgschaft von 1ii9 Pf. St. depositireu muß, dann daß die Bestimmungen über die verantwortlichen Heransgeber geändert würden, indem die jeyigen Redacteure zu deu niedrigsten Classen gehören. Endlich soll im Civilcoder ein Paragraph eingeführt werden, wornach Jeder, welcher durch Schriften, Worte und Thaten zum Ungehorsam verleitet, die constituir-ten Behörden und die Staatsgeseye verleumdet, mit einer längern oder kürzeru Kerkerstrafe nach Umständen und zu einer Geldbuße von K bis Kl) Pf. St. verurtheilt werde. Diese Strafeu werden ^im einen Grad verschärft, falls der Schuldige zu deu Staatsbeamten oder zum Klerus gehört. Sobald die Bestimmungen vom Parlamente angenommen, nnd von I. Maj. sanctionirt sein werden, wird der Lord Ober-commissar seine erceptionclleu Vollmachten ablegen. Es soll ferners Niemand ans dem Lande auSgewie-seu oder bestraft werden, außer durch Urthcilsspruch der ordentlichen Gerüchte, mit Ausnahme der Nebellen ; denn für eine Emeute hätte der Lord Ober-commissär keiu Necht, neue Gesefte vorzuschlagen, uud in diesen Fällen vereinigt er wieder alle Vollmachten. Die Reformen, welche sonst vorgeschlagen wurden, sind im Wesentlichsten folgende: Die Session wird jährlich nur zwei Monate danern, der Senat wird sie verlängern können, wenn der Lord Obercommissär damit einverstanden ist. Die Krone behält sich das Recht vor, das Parlament zu vertageu oder aufzulösen. Der Senat kann sich neu orgauisireu , um die Arbeiten besser einzutheilen, und die Verantwortlichkeit seiner Mitglieder zu erwettern. Wenn dieie Veränderungen von I. M. genehmigt werden, so wird der Senat einen Parlamentsact der geschgeben-den Versammlung mittheilen, m welchem alle diese Bestimmungen sormlllirt werden. Die oberste Justizbehörde wird anch neu organisirt; ein Ionier wird als drittes Mitglied derselben zugetheilt, um im Falle der gleichen Stimmeu nicht beim Lord Obercommissär oder beim Präsidenten wegen der Entscheidung recu-riren zu dürfen. I. M- erlanbt, daß ein GeseN znr Organisiruug der jonischen Municipien und znr Regelung der Gemeindeverwaltnngen vorgeschlagen werde; die Genehmigung dieses Geseyes wird jedoch von seinem Wesen und seinen Details abhängen. In der ersten Session von fünf Jahren werden dem Senate 14 statt 6 Tage znr Vorbereitung der Civilliste eingeräumt. Audere Artikel sind von weniger Wichtigkeit. — Der Obercommissar endete seine lange Botschaft, indem er den Wuusch aussprach. die Institutionen bald iu Wirksamkeit zu sehen, und erkeunt zugleich, daß die Reformen des Jahres 184!) zn übereilt ware«. Er wünscht ferner, daß das Gesey den Willen Eines Individuums erselzeu soll, uud daß man ihn von der Last dieser Vollmacht befreie, die er mit Widerwillen ausgeübt. — Eine Commission wird die bestehenden Geseye untersuchen. Oesterreich IOien, 11- September. Der Entwurf für das ueue Anlehen ist dem Vernehmen nach durch den Herrn Ministerialrath Brentano verfaßt worden, und hat ohne Abänderung die Genehmigung Sr. Majestät deS Kaisers erhalten. Der Herr Finanzminister hielt gestern eine Conferenz mit dem Herrn ReichsrathSpräsidenceu Frei-herru vou Kübeck, wacher auch der Herr Miuisterial-rath vou Brentano beiwohnte uud die, wle man vernimmt, eine Besprechung über deu günstigen Fortgang des neneu Anlehens zum Gegenstande hatte. Heute Vormittags erscheinen bei den hiesigen Casseu fortwährend Parteien, um auf das neue Auleheu zu sub-scribiren, danuuer war auch schon eine Collectiv-Sub-scription ans der Umgebung Wiens. Mehrere vou den hiesige», Iuuungeu sey!«» bereits gestern Subscriptions- bogen für das neue Anlehen in Umlauf, und es werden vou einzelnen Mitgliedern nicht unbedeutende Summen subscribirt. Auch das hiesige Handelsgremium wird eine Collectiv-Subscription veranlassen. Wie man vernimmt, waren bereits mit gestrigem Tage U) Mill, Gulden für das nene Anlehen snbscribirt. Die telegraphischen Meldungen von heute, in Betreff der Betheiligung des Alislandes au dem neuen StaatSanlehen, berichten, daß diese in allen größeren Handelsplätzen sehr lebhaft ist, und daß sich uicht nur Geschäftsleute, soudern znr Mehrzahl Privatpersonen an der Subscrip-tiou becheiligen. Die vom Gemeiuderathe auf das ueue füufpercentige Anlehen eröffnete Subscription nimnu deu güustigsteu Fortgang, auch wird sich die Gemeinde selbst wieder mit einem uamhafteu Betrage betheiligen. Bei der Casse der Nationalbank sind hente für das nene K"/„ Anleihen mehrere größere Beträge gezeichnet, dar-nnter einer zn ^i<)0.000 fl. -^ Am Schlnsse d. I. wird die Finanzverwaltung die zweite Rate vou eiucr Milliou Guldeu für die gegen acht Millionen Guldeu übernommene ungarische Eisenbahn berichtigen, dagegen eine gleichmäßige Zahl von 4"/„ Schuldverschrelbuugen einziehen nnd die Verzinsung der verlosten znr Einziehung bestimmten Obligationen einstellen. — Den bestehenden Vorschriften gemäß wild für das uächste Jahr eiuc Volkszählung im Bereiche der ganzen Monarchie Statt fünden. — Wegen Beseyung der Advocatenstellen in Ungarn wird der Concurs noch ln diesem Jahre anS-geschrieben werden. Großbritannien und Irland itl'ndon, 7. September. Deu „Daily-News" wird aus Florenz, 1. September, geschrieben: Sir Henry Vulwer ist heute nach Livorno abgereist, um vou dort nach Civitavecchia und Rom zu geheu. Diese Reise, in einer Jahreszeit, wo die ewige Stadt wie ausgestorben, und von der Malmic, verpestet ist, zeigt klar genug, kaß Sir Henry irgeud eine wichtige Frage mit dem päpstlichen Stuhl zu schlichten hat; obgleich sein Beglaubigungsschreiben nur für Mittel-italieu gilt, wird die Sphäre seiner diplomatischen Thätigkeit sich weiter gegen Süden ansdehnen. — Ich glaube mit Sicherheit melden zu könuen, daß d< r Murray-Prozeß durch die Freilassung des Gefangenen nnd seine uachherige Verbannung aus den römischen Staaten sich erledigen wird; Se. Heiligkeit hat nämlich (obwohl noch nicht officiell) die Absicht kund gegeben , deu Wünschen der britischen Regierung zu willfahre». Osmanisches Reich. Veirut, 31. August. Vou verschiedeneu Seiten eingelaufeue Berichte bestätigen, daß die Uebergriffe der Drusen und Beduinen der Wüste in stetem Zunehmen begriffen sind, während die Pforte einestheils ruhig znsieht, andererseits auch beim besten Willeu uicht die Macht hätte, jene Gebirgsvölker mit einer Handvoll Truppeu im Zaume zu halten.— Aus Jerusalem wird uus mitgetheilt, daß der berüchtigte Scheit Abduhraman, nachdem er die Wachsamkeit unseres Geueralgouverneurs Mehmed Pascha zu täuscheu verstanden, sich gegenwärtig nahe bei Hebron in dem Dorfe Donra aufhält, um im Verein mit seinem Sohne, uud seinen Parteigenossen, nachdem er bereits Anstalten getroffeu, sich mit den Beduinen der benachbarten Wüste zn verbinden, den Pascha von Jerusalem, welcher sich mit 400 Reitern bei der Qnarautaiue von Hebron gelagert hat, anzugreifen. Jedenfalls stehc fest, daß sich Abduhraman von hier, wo er, um seinen Prozeß abzuwarten, sich aushielt, heimlich entfernt und, obschon als Rebell uud Wegelagerer wohl bekannt und überwacht, es doch verstandeu hat, unserm Generalgouverneur ein X für ein U vorzumachen. Auch iu der Umgegend vou Damascus treten die Druseu mit großer Kühuheit auf. In der Nacht des ltt. d. M. überfiel eiue Abtheilung Druseu vou Hanta nächtlicherweise das au der Landstraße nach Beirut gelegene Dorf Souk Wadi Barrada, draug in das Haus, iu welchem All AbaS, Sohn des Mu-schir Dieb AbaS schlief, uud durchbohrte ihn mit Dolchstichen. Zufälligerweise übernachtete in derselben Nacht, und zwar in dem nämlichen Hanse, der englische Consul Wood von DamaScnS, welcher anf dem Wege »c>ch dem Dorfe Bluda», wo sich seine Familie während des Sommers aufhält, in dem genannte» Dorfe Halt zu machen gezwungen wc>'.'. Von einem Verhindern der Mordthat konnte um so weniger die Rede sein, als eS »nr mit der gwstten Mühe Herrn Dr. Wood und seiner Dienerschaft gelang, das Leben zn retten. Alte Feindschaft soll das Motiv der Ermordung Ali Abas gewesen sein. Es wurden zwar Truppen auSgesandt, um die Schuldigen zu ergreifen, allein wie gewöhnlich gelang eS bis jel)t ihren Bemühungen nicht, dieselben ausfindig zu machen. Die Angelegenheit des Hanran ist noch im ^!l>!» <>»>». Man glaubte zwar allgemein, daß nach der Abreise der Pilger für Mekka von Mezerib die Pforte energisch vorangehen würde; alleiu dieser Glaube wurde getäuscht. Mustapha Pascha, Commandant des Lagers zu Tel-el-FareS, ist vergangenen Freitag schwer erkrankt in Dainascus angekommen. Gleichzeitig mit ihm langte auch der Scheit Cassem-Abn-Fliher an, einer der der Pforte ergebenen Drusen-Fürsten, und machte dem Seraokier die Aufwartung. Der Umstand, daß Mehmed Pascha auch nicht daS Geringste in Betreff der Conscription der Drusen erwähnte, läßt vermuthen, daß er über diesen Gegenstand noch nähere Instrnctionen der Pforte erwartet. Aus Bagdad geht nns die Nachricht zu, daß ein Engländer bei den Ausgrabnngen ron Babylon eine Statne von bedentender Größe ans reinem Golde aufgefunden habe, und daß man glaube, es sei daS Standbild NebnkadnezarS. Vou Aleppo schreibt man uns, daß der österreichische Major Gottschlig seine Missio", betreffend den A»ka,lf von <l Energie wie Gewandtheit die Intriguen der Araber zn paralysircn wnßte, nnd der österr. Regierung bei der Erwerbnng dieser erlesenen Pferde wiiklich ans« gezeichnete Dienste geleistet hat. Leider hatte Herr Major Gottschlig daS Unglück, beim Zureiten der Pferde iu einer Reitbahn zu Aleppo mit einem Hengste zu stürzen, und dabei das Schlüsselbein an der linkei» Cchnlter zn brechen. Bei Abgang dieser Zeilen befand er sich bereits besser, und war seine Abreise nach Ales-sandretle anf den 20. d. M. angescht, wohin er in einem Tartaranwan (eine Art Sänfte von zwe Maulthieren getragen) gebracht werden sollte. Häufige Diebstähle und Mordthaten haben ull-se»e Localbehördeu eudlich veranlaßt, eiue größere Wachsamkeit anzuordnen. Zahlreiche Patrouillen durch-zieheu des Nachts die Stadt, und gegen 40 Personen, theils bekannt, theils verdächtig, wurden bei die-seu Streifjagden ergriffen nnd eingesperrt. Wie es heißt, sollen die Dampfboote des österr. Lloyd schon im Laufe des Monats September regelmäßige Fahrten nach Jaffa, Caiffa, Tarsus m'd Alerandrette unternehmen. Das Pnl'licmn begrüßt diese uene Linie mit der größteu Freude, uud zwar um so mehr, da die Preise 'der Messageries natie-uales ebenso hoch gespannt sind, wie die Prätensic»ncll der angestellten Capitäne, welche den Passagiere" stetö handgreiflich beweisen wollen, daß sie cigentli^ franz. Kriegsmarineofficiere sind, und nur wider ih^ Willen sich mit untergeordneten Geschäften, als ^ »cchme von Gütern :c-, befassen müssen. Neues und Neuestes. Wien, 14. September. Se. Mai- der K""" verlassen hente Mitlag die Residenz, um s»^) '" Lager nach Pesth zn begeben. , ^ — Durch Rescript deS hohen zinanzmiiust"''"'" wurde die Bank ermächtigt, die znr EScomptirnng g^' eigneten Vaukwechsel anstatt Cautionen nnd Einzal) ^ gen zum Zwecke des neuen Anlehens anzunehmen » der Staatsverwaltung in Verrechnnng zn bringen. fttttt Bericht des ehrwürdige» Missionärs Kocianöi«'', übcr die Neift uon Abu Hamcd auf dem Missionsschissc »5l »,ni»!i»:>«, gerichtet an den hochw. apostolischen Pro Vicar Dr. Knoblccher. V ^^achdem der E»tschlusi gefaßt war, die Reise auch durch die dritten Nilkatarakten zu wagen, bat ich den MudirChorschudBen, unserer Erpedition an die Hand zu gehen, was er nicht nur gern versprach, sondern "Uch im weiteste,, Sinnc erfüllte. Sofort berief er eine Versammlung von ersah-reuen Schiffsmännern und Kaufleuten, die den ge-fahrvollen Strom, obwohl zu anderer Zeit, streckenweise befahren hatten. Die Männer stutzten ob unserm Wagniß; da ich ihnen jedoch auseinander setzte, wie viel wir schon zurückgelegt hatten, gaben sie uns Hoffnung, auch da durchdringen zn können, es versteht sich, „ut Gefahr, mühsamer Anstreugnug und Auslagen. Um die Auslagen zu ordnen, wurdeu eigentlich diese Männer zusammenbernfen; der Mudir erklärte ihnen in meinem Namen den Wunsch, den täglichen 8ieherlohn festzusetzen, um dadurch ihrer Willkür zu entgehen und den vielen Zuwidrigkeiten der Vontracte auszuweichen, dabei aber die Fahrt ununterbrochen fortsetzen zu können. Ste verstanden die Sache genau und kamen nach kurzer Berathung mü dem einstimmig gesäten Beschlusse in den Divan: Es genüge 1 Piaster (>,!,!»!,»!,." Alsdann setzten wir ae,V""- ^'^'"' "" ^"" ^^'sp'ach auf das Uugezwnn-b'usg,,^"^'" "urde. Er erzählte uns seine Le-iunere Ei», ^ "'^ '^'^' ""^ """'b'' ^"^' '"'"' d'e schiede lud e"'m!^" '^'"""ö- " ^" b'M 'M'-folgenden Tag ei» ' ''^ '" """ M^)lzeit auf deu konnten. ' "'"^ ^'^' lhlu nicht abschlagen Kannnerdiener^b'''!m^ ^^'"^ ^'"' bolte nns sein s", wo di ^/ " ^ empfi.,g mw im ^ d's) gewasck., .'' ^""^ bem Gebrauche des Lan- den Ccs ssln ^ !' "" ^^"" "^ den dampfen-^mme^^/^^m ganzes gebratenes ""s "„and" folalen . . ^^'""' "' so schnell i'N Stande w.r S,,^' "'"" ^ kanm zn zahlen hoben die jedes linkes bere!t ^."' 5"^ rückzog, kau.n gekostete Gericht auf ..^"''^' Sclave., das Kindern, die niemals den ^emde7^" "''"""' ""d Harem zu tragen. Mehr al«, zwn,- ^'^'"' ^" ^'" ten eine die andere. Beim Abschi'^7,'^" ^'"'^ Mich nochmals für seiue Zuvorkommend '^"^^' '^' Mir die Sprachkenntnisse erlaubten, und^'d"'' '" ^'^ ich die Sachen zum Anfbruche. Der Mudir??''"'' l"'r kurz darauf seiue besten Reies samun einem S l' daten znr Sicherheit, der die Pflicht hatte, fi... ^z^,'' zu sorgen uud uns au die Hand zu gehen. ^o ausgerüstet brachen wir am 1<>. Jänner >>'"'" i^'gen die dritten ?lilkatarakten zu steuern, arm '^ ^'^ ^"^ ä""^' das Schiff aus dem Nebeu-Der ^v" ^"ugola in den Hauptarm gelenkt hatte», l'ewu ,'"^ "^" ^'"'^'^ "lajestätisch bewegte sich das ^—^"'^ Schiff, bis es. vom vollen Winde eriastt. nun vor den Augen der kopfschüttetuden Zuschauer hinflog, die uns deu Abschied zuwinkten — keine Felsen hinderten den Lauf, unr einige verborgene Sandbänke waren anf Augenblicke Hindernngspunkce, anf die wir einige Mal mit solcher Gefahr auffuhren, daß das getrübte Wasser schäumende Wellen schlagend, bis auf das Verdeck spritzte. Die nächsten zwei Tage hatten wir mit der Windstille zn kämpfen, deßhalb landeten wir erst am Itt. Jänner 6 Uhr Abends unter dem hohen Felsen von Alt-Don-gola. Ich besichtigte die, romantische Gegend, doch als ich die halbzerfallenen, versandeten Häuser und den weiteu Umfang sah, war ich wehmüthig gestimmt und gedachte vom hohen Veobachtungspuukte, die Augen fest an die noch gut erhalteue Begräbnißstätte mit den vielen Kuppeln nnd Thürmcheu geheftet, des einstigen Treibens uud der jetzigen Todtenstille; da störte mich auf ein Mal in den Gedanken der mir stets auf dem Fuße folgende Soldat des Mudir, ohne den ich nie ausgehen konnte, bis ich ihm sagte, er möge keine Furcht wegen meiner Person haben; er wies auf einen alten Thurm und betheuerte, der sei die einzige Merkwürdigkeit dieses Nestes. Hiuter dem Thore dieses Thurmes, fuhr er fort, ist eiue Fallchin, die einen finstern Gang bedeckt, der sich drei Tagreisen von hier am entfernten Gebirge Varkal mündet. Als ich aus dem finstern Thurme trat, war die Sonne bereits untergegangen, uud ich beeilte mich. die steile Höhe hinunter zu kommeu, um für deu folgenden Tag Anordnungen zn treffen. In der Früh erhob sich ein günstiger Wind, der uns uoch vor dem Mittage „ach Eddabba, der E'U-bluchssatiou nach Khartum, uud dein 1>! Tagreisen entfernten Eordofan brachte. Hier ändert sich die Richtung des Stromes, uud schon glaubten wir, Zieher ausnehmen zu müssen, als sich der Nordwind plötzlich in eiuen S. W. W. Wind umwarf, ganz uuerirartet, da jetzt die Zeit der Nordwinde ist, die »ns gäuzlich comrär aus imsecer Ricluuug von Eddabba bis Abu Hamed sein müsse». Den zweiten Tag schon „ahm der Wind eine entgegengesetzte Ricktnr.g und zwang »ns. da er aus N. 9.'. O. zu lpülhen anfing, und wir iu der Richtung NO. steuerten. Zicher alls;lll,ch-men. Von diesem Tage an singen wieder alle Un-auuehmlichkeiteu einer langsamen gefährlichen Fahrt an, bis wir Abn Hamed nach eiuem Monate und tt Tagen erreichten. Am Nachmittage sahen wir das letzte Schiff mit einer englischen Flagge, das von Mcravi gesegelt kam und uusere Begin snmg erwiederte. Bon Abke bis Dougola, und von Meravi bis Berber segelt niemals eiu Schiff um diese Zeit, höchsten? hängt das eine oder das andere halb versandet uud auf Eilösung wartend, auf den Felsen, von denen wir mehrere sahe». In dieser Gegend fingen ganz kleine Insecten „.>!>»! Uhr Ambukol, wo ich den Kaschef besuchte nud Besehle für seine Stellvertreter zu Meravi abholte. Auch hier war Alles auf deu Beineu, um das „»gewöhnliche Fahrzeug zn siheu, sogar Ul Reiter produzirten sich in ihrer wahrlich kühne» Reitkunst , ih»e schönen hohen Dongola'r-Pserde im gestreckten ^'auf auf ein Tempo wie angewurzelt bau-"eud. Das Ganze hatte ein turuierartiges Aussehe,,, l''s die einbrechende Nacht dein reaen Veben ein Ende Machte. Als die unzähligen funkelnden Sternbilder am ,u"k'lblauen Himmel zn blitzen anfingen, schien mir ""'" yimmel anfzugehen. deun lange konnte ich '" ") "'cht anofindeu. bis ich mittelst der Maguema-d'l uaher »»te.suchte. „ud ^ ..„bemerkt stark ver- äuderte Richtung wahrnahm; denn was bisher durch 4 Monate 21 Tage meiner Abreise vom Vaterlands rechts war, das sah ich im Augenblicke links, obwohl das Ziel meiner Reift daS nämliche blieb. Ja, wir steuerten in manchen Gegenden gerade auf den Nordpol, nnd der kleine Bär mit seiuem Leitsterne erinnerte mich lebhaft an die fernen Theuern, mit denen ich mich so lange beschäftigte, bis ich einschlief. Als ich in der Früh erwachte, fand ich mich bald zurechf, obwohl die Morgenröthe das Ungewöhnliche verkündete, und als die Sonne vollends aufging, faud ich die Matrosen im Wortwechsel begriffen, wohin gewendet sie ihr Gebet verrichten sollten, nnd wirklich wollten Einige deu Rücken ihrem einzigen Propheten zukehren, bis ,ch daun mit dem Tagsbefehl ein Ende machte, dabei ihnen aber bemerkte, daß ihr Prophet der liebloseste der Menschen gewesen sei, da er er-lanbte, daß der Bruder den Bruder verkanfen kaun. Sie gaben mir dieß zu, und gingeu jeder zu seiner Arbeit. Um 9 Uhr brachen wir anf, passirten die Gränze zwischen Daiambukol, nnd traten in das Land der Scheikien. Diese Gränze ist'dnrch einen natürlichen Gränzstein gebilder, denn aus der öden Wüste her zieht sich ein mäßiger Bergrücken, eine angenehme Erscheinung nach der Ebene, die wir bisher durchsegelt hatten. Gegen 3 Uhr segelten wir nnter dem ehemaligen Königssitze Hanik vorbei, wo jetzt nur Stcin-gerölle den Enkeln die wehmüthigen Erinnerungen eiustiger Größe uud Freiheit abzwingt, nnd erreichten vor dem Abende Meravi. Hier verblieben wir zwei Tage, bis All,s geordnet war. Stricke wurden geflochten ans Tattelpalmenfasern, das Krokodil am Borderlheil des Schiffes sammt den Eisenstaügeu abgeschraubt, die Anker befestigt, mit einem Worte, es wurde für- die Katarakten vorbereitet. So gerüstet brachen wir am 2 fehlten den Weg und mnsite» nach langer A»strengu»g mukehreu, emeu ander» Answeg s"che" ; ^ landeten wir nach langer Irrfahrt am Abende vor dem ^chettal Felriun, den wir erst »ach drei vergebliche» Versuchen Abends spät nach fünfstündigem Kampfe überwanden. Glücklicher ware» wir am 31. Jänner, wo wir zwei gefährliche Pn»tte überstanden, »ämllch die Katarakte flab el Abd und de» gefürchtete» F'lse" Moshaue. an dem schon mauchcs Scl'iss, z»»' 3"t des großem Wasserstandes, zerschellt zurückgelassen werden mnßte, doch bel diesem Wasserstaude ist er gar nicht gefährlich, da man ihn leicht umfahren ka.",. Um !> Uhr wurde gelandet. um anf den nächstfolgenden Tag Vorbereitnuge» zu treffen. Wir waren vor dem Schel-lal Ke»di, den wir a»f einem Nebenarme zu nmschif. fen dachten. . > ' >erlag von I. v. 5llcinmayr und F. Vambrr« iu Laibach. Verantwortliche Herausgeber uud Redacteure: I. v. «llciumnyr und F. Bamb^ Telessraphischer <5ours«Vericht derStaatspapiere vom 14. September 1852. Staatsschulbverschreil'migen zu 5 v<«i. (in (5M.) <.>4 V^ detto «^'/2 . ., «.''1/2 Darlehen mit Verlosung U.I. »839, für 250 il. Nl l/^ fiir l<)»N. Ncues Aulchc» l^i!!«,« ä........ <)l » «, M, Äitit» der Kaiser Ferdinands-'.'il'rdl'.ihü zu 100« fl. C. M....... 229,i ,1.!»^. M. Nctien der österr. Doliau-Dan^'sschiffsahrt zu 500 ff. C. M.....- 7« ft. >»(§. M. Wechsel.^o»rs vom «4. September l«52. «msterba»,, snr «00 ThilerCurrant, »tthl. 1W l/2 Mmiat- «ugsl'urg, für «00 O»!dt,> (5ur.. Gült,, N« llsl). zraxfsurt a.M., (f»r l2N ft. sudd, Vt>-) tius'Währ. i!»2^ l/H ,!. ssusi. G»ld.) 1 l.", l/l I Mc'nat, Hamburg. 1«r 100 Thaler Ban«,. Nlkl. l70 1/2 l Monai. kmldo», sür 1 Psund Sterli». Gulden ! ', '^ '^ ^^ Mailand, für !lO0 O.sserreich. ^ire, G»,d. 1 <6 Vf. 2 MlN t. ^aris. fin »U0 Frank,!, . . <«üld, lM l/2 2 Mi'»,'. Gold- und Silbcr-(5o!ll se vuni <^!. Sept. l85'i. Aries. Weld. Kais. Mimz-Ducat.n '.^io .... — 24 dctlo Rand- dto „....-- 5l !ll »I n>»r<:c. ...... -. 82 l/2 '.'iapulconsd'or'S „ . . . . — !>.2<) Eouverainsd'or's „ . . . . — 16.24 Ruß. I!!N'.rial „ .... — 9.<<) ssri.drichsd'Dr's „ . . . . — 9.«l) Engl. Sov.raiiigs ...... — l!.:j2 Sill'craqio ........ — 3Z^ (5in schln'llcr und vcrl'ißlichcr Clavicr-Stim-lncr, welcher zugleich zwei noch übrige Stunden mit dem Unterrichte im Zither- oder Guitarre-Spielen nach einer einfachen und leicht faßlichen Methode auszufüllen wünscht, ist zu erfragen unter der Adresse: «l. K. am alten Markte Haus-Nr. l«3, im ersten Stocke gassenfeits. Getreid - Durchschnitts - Preise in ltaidach am 7. Scptcmdcr l«.>2. M.rt.pmse M^^nö. Ein Wicm'l Mctzci, ^^'^' ___I^fi. i kr^'ij fl7"s kr^ Weizen ... 4 3ti>'/^ ! 5 — Kuklirutz ... ——!:'. !^4 Halbfrllcht . . — — l l2' Korn .... 3 27' ' 3 4.) Gerste .... 2 40 ! 2 40 Hilse .... — -.!!,__ Heiden ... — — ! 3 15 Hafer .... l 30 >! 2 Z. I2UU. (2) Nr. 42 i9. Kund m a ch u n g. Am Mittwoch, den l.V d. M., werden bei dem Magistrate ^aibach mehrere ordinäre Einrichtungsstücke, als: Betten, Kopfkissen, Bänke, Tische, dann verschiedenartige Kotzen, Stroh-sacke, Leintücher, verschiedene Eisenwaren, ein großer gußeisener Ofen, und sonstige gebrochene Viseneffecten im Licitationswege veräußert werden. Kauflustige werden hiemit eingeladen, zu dieser Licitation am obbezeichneten Tage, Vor^ mittag um i> Uhr und Nachmittag um 3 Uhr, hieramts zu erscheinen. Magistrat Laibach am l l. September Itt.'iA. ^. l2sltt, s2, Der junge, italienische Rics c, der schönste, kolossalste Mann in Europa, ist hier anglkomnu» lind wild sich dem verchrullgs^ wüldig.n Publikum vorstellen. Dicscr Niese ^mtllscheibet sich dadinch von a>i' dem, daß e> l)ci seiner üüssewöhnlichen Größe de>i» »och vcrhä'llüißlnä'siiss vollkommen scl ö» gewachsen ist. Seine Brust liat im Illnfaiu^ 5 Echlil) 5 Zl,'ll, !>!>l Schenkel ist so dick wie liü Ma»n u>n dett Lcil), scin Ha»dgllrl,k l,.U die Dicke roi, zwei all--di>n, lind mit seinem Daünnii bedeckt er uollkom« mcn cinez, ^lten Nlichslhaler. Man milß ihn fthcll, llin cs zu glallbin. Hicser außerordentliche Mensch hat die Größe vo» 7 Fuß, 7 Zoll. GcuainUcr wird dem verchvungswl'irdigen PlidlikuiN empfohlen und von Mittwoch Nachmittag an z» sehen sr i n. Der Schauplatz ist an, Kongreß Platz. - ?. 12,^3. (l) Anzeige. Auf der St. PeM's- Vorstadt Nr, 17 werden Studierende ge' ^en billige Bedingnisse in Kost und Wohnung aufgenommen. 3. l20l. (5) zur Grüuduug des t. k. Die Aiehnnssen finden am iß. und 18. December d. I. Statt. Diese von Hv. aPost. Mttjestät zu dem oben angedeuteten Zwecke allergnädigst bewilligte Geld - öo^ tevie ist seit der kurzen Zeit ihrer Auflebung, von Seiten der höchste« "nd hvheN «OevvschttsteN, ^s löbl. k. k. Militärs, vieler Honoratioren und des Pnblikunw schr erfreulich unterstützt wordeN) wodurch man im Interesse der Unternehmung ^u der Hoffnung berechtigt zu sein glaubt, daß der wichtige Zweck auch bn aM jenen hohen Herrschaften, (Korporationen, Gemeinden ;e. )e.,desichbshrnochm^ betheiligt haben, eine entsprechende Theilnahme NNd NnterstÜtzNNg flNdeN Werde; damit durch ve^ eitttes Ittsammenwirken ein möglichst günstiges Resultat für das Unternehmen erzielt, und hiedurch die allet^ höchste Absicht Hr. Majestät erreicht werden möge. Außer dem humanen Zwecke, den die I». 'H.''. Theilnehmer fördern helfen, dürften auch die hedetttendeN ("^ winne dieser Lotterie BeachtttNjZ verdienen, indem durch 44,-Ni-A 3^re^er Gulden ^DH^H ^H^^ ^l Gouv. Muu^ gewonnen werden, die in Gewinnen von . fl. <;0,, 2000, 2000, 1«00, N)00, 12<»"> 1000, 1000, 1000, 1000 und abwärts in Gonventions-Mnnze venhnlt sind. ^ Preise der Lose: i- und n, 'Abtheilunq :t ft., ul Abtheililliq dinner s? EvMP. ^>a»! Ä. Vlnr. F. 2l. Tschcpper Lose sind zu haben in Laib ach bei Heeger s5 wriU. 593 Z, 478. :. (3) Nr. 85,75. K un d ma ch u ng wegen Wi eder besetz un g dc r B i b l iothe ks-Scriptor-Stelle in Lai bach. Bei der k. k. Bibliothek in Laibach ist die Stelle eines Scriptors mit dem Gehalte jährlicher iW st. (5, M, aus dem Studienfonde in Erledigung gekommen, zu deren Wiederbesetzung die Concurrenz hiemit ausgeschrieben wird. Es haben demnach diejenigen, welche sich um diese Stelle zu bewerben gedenken, ihre eigenhän-d'g geschriebenen Gesuche, in welchen sie sich über Alter, Religion,, Stand, Moralität, zurückge-legte Studien, Sprachkenntnisse und die bisher etwa schon geleisteten öffentlichen Dienste, oder ihre bisherige Beschäftigung documentitt auszuweisen haben, bis 15. October I852, und zwar, wenn sie sich in irgend einer öffentlichen Anstellung befinden, im Wege ihrer vorgesetzten Behörde, so.ist aber durch die k. k. Statthaltern jenes Kronlandcs, in welchem sie wohnen, und wenn Ne sich ,n Krain aufhalten, unmittelbar hicramts zu überreichen. K. k. Statthalterei zu Laibach am 3. Sep' tember 1852. Gustav Graf v. Chorin sky, k, k. Statthalter Z- ^86. !» (3) Nr. 8483. K ll n d in a ch u n g. Laut Erlaß vom 20. August d. I., Nr. 7055, hat sich das k. k. Finanzministerium bestimmt gefunden, bei der Landeshauptcasse in Triest eine unmittelbar mit der Universal- Staats» und Ban-coschuldcncasse in Verrechnung tretende Credits-Abtheilung zu errichten, welche mit l. November »852 ihre Amtswirksamkeit zu beginnen hat. Dieß wird mit dem Beifügen kund gemacht, daß von dcm bezeichneten Zeitpuncte angefangen, Interessen von Obligationen unter den für die G'editsabthcilungl'n der übrigen Kronländer geltenden Bestimmungen, bei der oberwähntcn Ere-ditsabtheilung bezogen werden können. Laibach am 3l) August »852. Gustav Graf v. (5horinöky, t. f. Statthaltel. Z^4zs2",' (2) "'..... 'Nr. 23NN Sch. K u n d m a ch u n g. (C o n curs zur Besetzung zweier Lehre r. stellen an der Ober-Rea l schu l c in Linz.) An der von Sr. k. k. apost. Majestät durch allerhöchste Entschließung vom 2». v. M. zu emer Ober - Realschule erweiterten bisherigen Unter-Realschule soll mit dem Anfange des näch-'t^n Schuljahres der erste Jahrgang der O. R ^cyule cröffn.t werden. Leln-5ss^'^'" Zwecke werden zunächst zwei ^Nlstellen, nnt welchen einzeln ein Vehalt von 1 0 N na!l n? ^'^" zur Vorrück.ng in a D nss H "''' und ,-^W si. nach2Ujähri^ ist md d ^"^ "'s" Scdule verbunden cna ten Ä,7"'' "«' ^'hrgegenstände des andere Mi?^^?1' "'t Ausnahme des auf " ,i^ .^?''. bedachten Religionsunterrichtes n ?ie^ 'talienisch, Sprache, erstere schickte mit -!«?l' ^^graphie mit 1-, Ge-N Nem^?t^'"57' " ^ Naturgeschichte mit «- und ^^ ^ ' ^^'"" 'U'bst Modelliren ch^chV^./^^chrstunde.^vo- dart^ und und daß er wenigst^ nach der Summe obiger Lehrstunden gerechn ' hinreichende Kenntnisse zum Unterrichte bes ' sich aber auch der Verpflichtung unterziehen für den Fall, daß es im nächsten Jahrgange bei der Schwierigkeit, alle hier aufgestellten Lehlg^, ^nde »ach der Verschiedenartigkeit der ihnen einzeln '^theilten wöchentlichen Stundenzahl durch die !^ Lehrer der O. R. schule gehörig z« »^ d/^"- nothwendig werden sollte, einzelne derscl-sel),.>" Lehrer in der U. N. Schule zu Verderb zum Entgelte dafür auch Lehrstunden in Dir "to ^' Schule nach der Bestimmung des D) in dem britischen internen und Seeporto, und dem belgischen Transitoporto von . . . 18 kr. zusammen in 21 kr. CM. Hinsichtlich dieses Porto findet folgende Briefgewichts- Progression Anwendung: bis 1 Loth einschließlich .... einfach über 1 Loth bis 2 Loth einschließlich . zweifach „ 2 „ „3 „ „ . dreifach „ 3 „ ,, 4 „ „ . vierfach und sofort für jedes fernere Loth ein Portosatz von 21 Kreuzer mehr. II. Sendungen unter Kreuzband. Sendungen von Wechselcoursen, Preiscou-ranten und anderen gedruckten Sachen unter Kreuzband müssen frankirt abgefertigt werden: An Porto ist der Satz von .... 1 kr. und außerdem an Transitporto . . . 1 » zusammen also 2 kr. für je 1 Loth zu erheben und zu berechnen. Ul. Zeitungen. Das Porto für Zeitungen aus Oesterreich nach dem vereinigten Königreiche, sie mögen an Postanstalten oder Privatpersonen adressirt sein, setzt sich folgendermaßen zusammen: n) aus dem deutschen Vereinsporto von 1 kr. l,) aus dem Transitporto von . . . I » zusammen 2 kr. für jedes Loch. IV. Warenproben. Bei Sendungen von Warenproben findet eine Porto-Ermäßigung nicht Statt, für dieselben ist daher das Porto wie für gewöhnliche Briefe zu erheben und zu berechnen. V. Recommandirte Briefe. Recommandirte Briefe nach Großbritannien und Irland müssen stets bis zum Bestimmungsort frankirt sein. Außer dem gewöhnlichen Porto und der Recommandations - Gebühr von tt kr., wird noch für Rechnung der englischen Postver-waltung eine weitere Recommandations-Gebühr von 15 kr. erhoben. Da eine Empfangsbescheinigung von dem Adressaten Seitens der britischen Postanstalten nicht zurückgeschickt wird, so können bei recom-mandirten Briefen zwischen Oesterreich und Großbritannien und Irland keine Retour-Recepisse in Anwendung kommen. 2. Uc berseersehe Correspondenz, welche durch England transitirt. VI. Seeporto. Für alle Briefe aus Oesterreich nach den britischen (5olonicn und andern überseeischen Ländern, welche durch England transitiren, kommen nebst dem oben festgesetzten Porto von 2, kr.nochSecportogebühren zu erheben, und zwar folgende: Mittelst Beförderung in britischen Regie ru^gs-Packetb oo ten. l. Nach den englischen Besitzungen m Nord-Amerika. l«) Canada ... - ' ^"' dto (bei Versendung über HaU ", wenn der Aufgeber eö ausdrücklich verlangt) . . . - . "' >' li) Neu - Schottland, Neu. Braunschweig, Prinz Eduard-Insel, Neu'Foundland 6U >> dto (vil. New - York auf Verlangen 6b >> 2. Nach den englischen Colomen und Besitzungen in Westindien und im übngm Amerlka. .) Antigua, Bahamas (Nassau), Barbados, 6« Cariacon, Demerara, Domma, Wgucho Granada, Monserrat, Nevis, St. ^lttS, St. Lucia, Vt. Vincent, Tabago, Tottola, Trinidad, Belize, Bermudas, Ho^nas, Kingston (Hafen und Stadt) . s" lr. 1i) Jamaika (mit Ausnahme des Hafens und der Stadt Kingston), Berblc ckd » Nü. Alle obigen mit Frankirungsfreche.t bis an Bestimmungsort. ^ ^ ,<- , 3. Nach den nicht englischen Staaten, Kolonien und Besitzungen in West'ndien - i.) Haiti (2. Domingo) Guadeloupe, Martmlque, Portorico, St. Eustachiuö, Tt. Martin . > - —st 38 kr. 3 594 k) At. Croix, St, Jean, St. Tho-mas , Neu - Granada (Panamas, Venezuela, Argentinische RePublik oder La Piata - Staaten sammt Hauptstadt Buenos Ayres . — st. 30 kr. c) Cuba mit Hauanna, Mexico und Central-Amerika (Costa Rica, Guatemala, Mosquito - Küste (Guyana) . . . I » 3 » > 37 » »>) Lalifornien und Oregon (über Cha- gres und Panama). . l » lI > dto (via New-York auf Verlangen)— » 37 » l') Ecuador, Peru, Bolivia, Chili z „ — „ z^) Brasilien, Paraguay und Urugay, mit Ausnahme der Stadt Monte-, video.....l » 18 „ l,) Montevideo . . . . l „ 13 » i) Bereinigte Staaten von Nordamerika, mit Ausnahme von Californien und Oregon . . . . — „ 2» » ^ < « l k n. 4. u) Azoren - Inseln, Canarische Inseln und Insel Madeira . . . 5! kr. l>) Insel des grünen Vorgebirges (Cape- verde).....5,tt „ <') Sierra Leone und Insel 3t. Ascension, Insel St. Mauritius (Isle de France) 30 „ I^D. Correspondenzen nach allen unter 3 und 4 lautenden Bestimmungen unterliegen dem Frankirungszwange bis zum überseeischen Ausschiffungspuncte. 5. Gibraltar (mit Frankirungsfreiheit) 30 kr. Die Beförderung nach den in obiger Uebersicht aufgeführten Ländern kann aber "auch mittelst Privatschiffen Statt finden, in welchem Falle das Seeporto nach und aus allen diesen Ländern ohne Unterschied 21 Kreuzer für den ein« fachen Brief beträgt. Bei der Instradirung über Preußen und England findet auf die Seeportosätze folgende Gewichts« Progression Anwendung: biö einschließig 1 Loth . einfach von 1 bis 2 Loth . . zweifach „ 2 „ 4 „ . -. vierfach „ 4 „ 6 „ . . sechsfach u. s. w. für je 2 l!oth zwei Portosätze. VII. Zeitungen unter Streif« oder Kreuzband. Zeitungen aus Oesterreich nach den überseeischen Landern, und aus diesen nach Oesterreich unter Streif- oder Kreuzband, unterliegen, wenn sie durch England transitiren: ä) Dem Vereinsporto von l Kreuzer für ein Loth. Außerdem ist für Zeitungen nach Canada, nach Neu-Braunschweig, Neu-Schottland und der Provinz Eduards-Insel bei der Beförderung über New'Vork, ferner nach Californien und Oregon, noch der Betrag von 3 Kreuzern an Transit- und beziehungsweise Seeporto für I Stück zu erheben. VlII. Kreuzbanosendungen und Warenproben Alle übrigen gedruckten Sendungen unter Kreuzband, so wie Warenproben nach und aus überseeischen Landern, welche den Weg über England nehmen, genießen keine Porto-Ermäßigung und unterliegen demselben Porto, wie gewöhnliche Briefe. IX. Recommandirte Briefe nach den überseeischen Ländern werden im Transit durch England nicht befördert. X. Instradirung. Die Instradirung der Correspondcnzen nach den in der obigen Uebersicht aufgeführten Landern in Amerika und Afrika findet so wie bis jetzt, entweder über Preußen und England oder über Frankreich Statt; nur jene, nach dem Caplande, St. Mauritius und Insel de la Reunion (Bourbon), werden über Triest und Alexandrien in-strabirt. Von der obigen Instradirung wird nur dann eine Ausnahme gemacht wenn der Versender auf der Adresse das Verlangen ausdlückt, daß dieselbe auf einem andern Wege gesch hc, und daß er in Betreff der Gebühren und übrigen Beziehungen alle Bedingungen erfüllt ha^>, welche bci dem Transporte auf dem von ihm angegebenen Wege vorgeschrieben sind. Wenn bei den durch England ttansitirendcn Correspondcnzen der Aufgeber auf der Adresse die Beförderung mit einem Privat schiff nicht begehrt, so wlrd die Beförderung mit einem britischen Regierungs - Packetboot eingeleitet; ferner geschieht bei der letztern Versendungsweise d>e Instradirung auf den, in der Uebersicht angegebenen Linien »über Halifax" oder »über New-York" nur auf ausdrückliches Verlangen des Aufgebers. Die bezüglichen überseeischen Correspondenzen werden auch über Bremen und Hamburg nur dann geleitet, wenn die Adresse den dießfalligen Wunsch des Aufgebers zu erkennen gibt. XI. Frankirungsfreiheit. Franklrungs-zwang. Aus der obigen Ueberschlift ist schon zu entnehmen, auf welchen Routen und in welcher Ausdehnung Frankirungsfreiheit oder Frankirungs-zwang bestehe. Die Correspondenz nach Gibraltar kann bei der Instradirung über Preußen und England nunmehr ganz frankirt oder unfrankirt aufgegeben werden, während bei der bisher übli» chen Versendung über Frankreich bei der Aufgabe bis zur franzö'sch - spanischen Gränze frankirt werden muß. Die Frankirungsfreiheit findet auch bei allen obenbezeichneten englischen Colonicn und Besitzungen in Amerika Statt, wenn die Correspondenz über Preußen und England geht, wogegen dicjelbe bei der Versendung über Frankreich nur bei den nach den englischen Besitzungen in Nordamerika und nach der englischen Insel Jamaika lautenden (Korrespondenzen gestattet ist. Vorstehendes wird in Befolgung des hohen Ministerial - Erlasses vom II. o. M., Zahl I5,Y85^?., zur. öffentlichen Kenntniß gebracht. Von der k. k. Postdircction für das Küstenland und Krain. Trieft den 4. Sept. !852. Z. 494. :, (2) Nr. 5334 ncl !73l. Kundmachu ng. Bei der k. k. Postdirection in Agram wird für den dortigen Bereich ein Post-Aspirant auf-genommen, welcher nach Ablauf der einjährigen Probezeit und abgelegter Elevenprüfung auf die Erlangung einer Elevenstellc mit dem Adjutum von 20« st. Anspruch hat. Die Erfordernisse zur Aufnahme sind das Normalalter von 18 Jahren und eine gesunde Körperconstitution, die Kenntniß der deutschen und croatischen Sprache, die absolvirten Studien an einem inlandischen Obergymnafium oder einer Oberrcalschule, welchen Lehranstalten auch die k. k. Wiener-Militär - Academic, die k. k. Ingenieur-Academie, dann die hiesige Handels« und nautische Acadcmie, die k. k. Cadetcn-Compagnie in Gratz und die k. k. Pionnierschule zu Tulln gleichgehal» ten werden. Bewerber darum haben ihre Gesuche bei der genannten Direction bis 10. d. M. einzubrin« gen und ein allfälliges Verwandtschaft- oder Schwagerschafts-Verhältniß mit einem dortbezir-kigen Beamten und den Grad desselben hicbei anzugeben. Ferner sind bei dem Postamte in Linz eine wirkliche Briefträgersstellc mit dem Iahrcsgehalte von Zweihundert Fünfzig Gulden (250 ft.) und für den Fall der Gradual - Vorrückung eine wirk--liche oder provisorische, mit Zweihundert Gulden Gehalt, oder aber bei weiterer Vorrückung eine Hausknechtsstelle mitZweihundcrt Gulden (200 st.) Gehalt nebst Montour, eb^'l so auch bei dem k. k. Postamte in Hermannstadt eine provisorische Amtsdieners- und Packersstelle mit dem Iahres-gehalte von Zweihundert Fünfzig Gulden (250 st.) nebst Livree, und für den Fall der Graoual-Vorrückung eine provisorische Amtsdiener.- und Packergehilfenstelle mit dem Iahrlohne von Zweihundert Gulden (200 ft.) nebst Livree, in Erledigung gekommen. Bewerber haben ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche unter legaler Nach-Weisung des Alters, der allfalligen Schulbildung, der Moralität, Dauer bisheriger Dienstleistung oder Beschäftigung und der Cautionsfähigkeit im Gehaltsbetrage und zwar für eine Stelle in Linz bei der Linzer k. k. Postdirection bis 30. l. M , für eine Stelle in Hermannstadt aber bei der dortigen k. k. Postdkection bis l5. d. M. ein-zubringen. K. k. Postdirection für das Küstenland und Krain. Trieft den 3. September »852. 6l. 55-/. H a L ii a ii 1 1 o. Pii c. k. poslnem \odst\u v Zagrebu je» stopnja poslnega aspiranla pra/n'a , ki ima po preteku enolelne preskusiijc in »torjenega sprasevanja pravico elev postali in 200 goldinarjev pripomoèka zadobili. Polrebn« lasluosti za sprejembo so : do polnjeno oscmnajsto leto in dobro zdravlje, znanost nemskega in horvaskega jezika, dovorseni nauki visjqga gimnazia v ccsars kih de/elah ali zgornjo renlke, kteim ucil-nicam so tudi v enako versto postavljenc : c. k. dunajska voja.ška akademija, c. k. in-/cnirska akademija, polem tukajsna knp-eijska in niornarska akadomija, c. k.kadetna konipanija v Graden in c. k. pionirska ut'il-nica v Tnlnu. Prosivci imajo svoje prosnje do pri iinc-novanem vodstvu do io- l. in. vloziti, in ako so morebili s kakim viadnikoin onda-snjega vodstva v /laliti ali svastvn, iniajo to naznaniLi n\ pristaviti, v klcrcm rodu ali pokolcnju Po Lern sie pri c. k. posin i vradnii v Lincn prazne stanovitna stopnja pisniouosa z letno placo dveh sto iti petdeset (2Öo) goldinaijev in v primeileju redovnega, p°" visanja slanovitna ali zacasna z dve ^° goldinaijev place, ali pri daljem povisai1]11 stopnja postnega hlapca z dve sto goldinar-jev place in opravo, lavno lako tudi pri c. k. posinej vradnii v Sibinji zacasna stopnja vradnega sluzabnik» in pecutarja '/. dve slo in petdeset goldinaijev (löo) z opiavo, in v piimerleju redovnega povisunja, z&' casna stopnja vradnega sluzabnika in pß" catarskega poniagaca z letno placo dveh sto goldinaijev z opravo vied. Prosivci imajo lastnorocno pisane prosnje z verjet-nini spricanjem starosli, ucenosti, dobreg^ zaderzanja, terpe/a dozdajne sluxbc al| opiavil in zmoznosli kaveijc v visokosü !etne place in.sicer za slu/bo v Lincu pri c, k. postnem vodstvn v Lincu do 3o. t. m.j za službo v Sirbinji pri tamo>snjem c. k. potft-neni vodstvu do i5^ L. m. vlo/iti. C. k. postno vodstvo za primorsko i" krajnaJttt. Tcrsl 3. septembia i85a. 3. 485. u (3) Nr. 5241. Kundmachung. Laut Erlaß des hohen Ministeriums für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten vom 1«. April l. I., Zahl 7585j?.. ist das vierte Heft der ll. Abtheilung des vom k. k. 6ours-Bureau in Wien verfaßten »topographischen Post-Lexicons", die Kronlander Böhmen, Mahren und Schlesien umfassend, so eben im Drucke erschienen. Der Preis dieses Heftes wurde auf vier u«d zwanzig Kreuzer festgesetzt, und es kann dasselbe bei der hiesigen Zeitungs« Expedition, dann be« allen k. k. Postamtern und Post. Expeditionen bezogen werden. Was in Befolgung deö eingangserwahnte" hohen Erlasses hiemit zur allgemeinen Kennt"'? gebracht wird. K. k. Post.Direction für das Küstenla"" und Krain. Trieft den l. Sept. !85^> Z^4«,. ;. (2) N. 6?"' Verlautbarung. ^- Zur Sicherstellung der Vorspanns^^ stellung im Verpachtungöwegc- auf dle^a des Verwaltungsjahreb !»5» in der Mar, / station Laibach wird bei der hiesigen r. r. 595 zirkshauptmannschaft am 7,-Ottober l852, zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags, dann zur Sichcrstcllung der Vorspannsdeistclll«ng auf die Dauer des Verwaltungsjahres lX>:l, in der Marschstation Oberlaidach wird beim Vorstande der Ortsgcmeinde Oberlaibach am !>. October 1852, ebenfalls zwischen !> und »2 Uhr Vormittags eine öffentliche Minuendo - Verhandlung abgehalten werden. Indem ich diesen Umstand zur allgemeinen Kenntnisi bringe, fordere sich zugleich die Pacht-lustigen auf, sich bei den erwähnten Verhand-ungcn an den zwei bezeichneten Tagen in Laibach und Oberlaibach einfinden zu wollen, und es wird hier nur noch bemerkt, das, jeder Herr Ucitant bei der diesifalligen Commission ein Vadillm von »W ft. zu'erlegen gehalten sei, welches Vadium der Mindestbietcr als Caution zu belassen haben wird. Die sonstigen Versteigerungsbedingnissc können gleich von jetzt an wahrend den gewöhnlichen Amtsstunden bei der k. k. Laibachcr Bezirkshauptmannschaft so wie nicht minder beim Hrn. ^orstehcr dcr Ortsaemeinde Oberlaibach eingesehen werden. Auch werden sowohl in Laibach für die Marschstation Laibach als in Obcrlaibach für die Marschstation Obcrlaibach schriftliche Offerte angenommen; diese müssen jedoch der Licitations-Commission vor dem Beginne der mündlichen Absteigerung überreicht werden, und abgefaßt sein in folgender For m : Der Gefertigte erklärt die Beistellung der Vorspann in der Marschstation Laibach oder Oberlaibach während des Verwaltungsjahres ^853 als Pächter gegen Vergütung von — kr. pr- Pferd und Meile übernehmen zu wollen, und verpflichtet sich noch übcrdieß, die Licitations' bedingnisse in allen Punkten genau zu halten. Uebrigens mus; einem jeden derlei Offerte das vorgeschriebene Vadium pr. 3lw ft. m Barem, oder ein Legschein über den zu obigem Behuf bei einer öffentlichen Casse deposirten Geldbetrag pr. 3fi<^ äweiten Verpachtung geschlitten und die Ul,r i.^i?" ^' October l. I. Vormittags 1U D ' ^i '.^"^kanzlei abgehalten werden, setscklr i'^'Ie "5 bes zum' Besten des Beno-^ aufc^ ^ '^'"""'" ^'''tter- und Holzdrei ach ^ "7 dem Pachtersteher auf lassen daß ^ ^ ^^'"' Jahre der Art üder-a. ufana! ^5^ "" ».November 1852 hole! h^'.' '"' ^" " ^"ober 1855 aufzu- Tliei^nl'/"'"!/"' ^"btang des Aufschlages ^ r t7^' "' '"'"^at sich mit dem Gru.d uchö-^ö^ei"^ ^,^^mg scines ^'aloermö-^autio./ von ->m^ ^""szuweisen, und d.e ^ch'Lctztercvonde^^^ zu erlegen, übernommen, den ül,.^ . «» "('jx.z.,.,^ rückgestellt werdcn wird? M"icitanten aber Die oetaillirten Bcdi„<-..'is?, °> Hieramts eingesehen w^den ^ ^"""' "glich K. k. Bezirkshauptman.,schaft Ad.l^!, 5. September ,852. "delsberg am Z. 493. << (2) ^^74,87 Kund n: a ch u n g. Ueber Einschreiten des k. k. Directorates der ^ntenealschule bei dem Stadtmag pirate Laibach "'nd zur öffentlichen Kenntniß gebracht, dasi a,I ^"^ hierortigen Unterrealschule ein Schuldiener "usaenommen werde. l-, ' Bewerber um diesen Dienstposten, mit ^)eni ein monatlicher Gehall von 18 si. und 3" ermittelndes Wohnungs-, Holz- und Licht- äquivalent verbunden ist, wollen sich mündlich bei dem Stadtmagistratc mit Vorweisung ihrer Behelfe im Laufe von 14 Tagen melden, Magistrat Laibach am 1U. September 1852. Z. 487. " (3) Nr. 420 l. Kundmachung. Mit Bezug des ^>. U5 der Gemeindeordnung für die Stadt Laibach ist für das kommende Jahr l!>453 der Voranschlag und die Ausgaben der Ge-meinoecasse angefertiget, welcher durch 14 Tage hielamts zur öffentlichen Einsicht aufliegt. 3 tadtmagistrat Laibach am 9. September 1852. Z?^84 ^._3) N?^«38. Concurs -- Ausschreibung. Zu Folge des von dem Waraödiner Stadt-Vettretungsrathe in dcr am l!>. Juli l. I, abgehaltenen Rathsversammlung, unter Z. 5UU ausgesprochenen Beschlusses, wie auch bezüglich der Genehmigung einer k. k. Landesschulenbehördc vom 8. l. M.,' Z-I770 /. ^. <>>, erfolgt an der hiesigen niedereren, nun neu errichteten lZivilreal-Bchule die Besetzung einer Lehrerstelle der l. Elasts, die mit UM> fl. C. M, jahrlichen Gehalt und KW fi. (5. M. Wohnungsbeitrag verbunden ist. Die Concnrszeit ist bis 25. September l. I. festgesetzt. Die Concurrents für diese l!chrerstelle haben daher ihre mit den nothwendigen Belegen, als: über die Alterszeit, Religion und körperliche Ge sundhcit, über beendigte Studien, wie auch die erlangte Befugniß zum obgedeutecen Realschulen-Unterricht, bisherige Verwendung und untadelc hafte Aufführung, ferner übervollkommene Kennt' niß der illyrischcn und deutschen Sprache, dann des Schönschreibvermögens—versehenen eigenhändig geschriebenen Gesuche bis zur erwähnten Con-curszeit Hieher zu übersenden. Im Falle, wenn durch die Besetzung der ehe-. gedachten an der hiesigen höheren National-Elementarschule eine Lehrerstelle mit 45U ft. C. M. jährlichen Gehalt erledigt würde: wird auch für die hiemit bis zur benannten Zeit der Concurs ausgeschrieben. Mit welchen Belegen die Gesuche der Concurrenten unterstützt werden müssen, ist in dem für die Stelle eines an dcr unteren Abtheilung erster Clqsse neu zu ernennenden Lehrers ausgeschriebenen Concurse sattsam, mit dem ein-1 z>gen Zusätze angedeutet, daß zur Besetzung die-! ser Stelle die Kenntniß des Orgelspieleö nicht erforderlich sei. Gegeben aus der E'itzuug des Stadt-Ver-tretungs-Rathes der k. Frcistadt Waraödin am 25. August 1852. l' l< u ! 1< 0 vu <>1 Bürgermeister. V l^ k u ^ l i, v / i» lllavi> o) Ober - Notar. ^"?271. (2,^ Nr. 2175. Edict. Ueber Ansuchen des Herrn Ignaz Klemenz, Vormundes der, Anton Kadunz'schcn mj. Erben, wird die freiwillige öffentliche Versteigerung des Hauses (Zonsc. Nr. 27 sammt Garten in der Po» lanaVorstadt, mit dem Ausrufspreise von 2000 fl., am 29. September I. I,, Vormittag um l0 Uhr vor diesem Gerichte vorgenommen werden, und hierzu die Kauflustigen mit dem Beifügen cingela. den, dasi die Licitalionsbcdingmsse und der Grund» buchsextract hic'genchtö eingesehen werden können. K, k. Bezirksgericht Laibach, ll. Section, am 10. September «852. Der k. k. Äezirlsrichter: Dr. von Schrey. Z. !253. (2) Nr. 3320. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Tscherncmbl wird bckant gcnracht: Es sei über Ansuchen des Michael Bischal von Vornschloß, die executive Fell-bictlmg der, dem Johann Radde gehöligen, im Grundbuche der Herrschaft Polland «uli Tom. ll., Fol 8l, Rectf'Nr. l68 vorkommenden, gerichtlich ""f n;uven hintangegeben werden würde. > Der Grundbuchsertract, das Schatzungsplotocoll und die Licitationsb'dingüisse können tä'glich^bei die-sem Geiichte eingesehen werden. Tschernembl am 6. August 1852. Z. l^20. (3) Nr.'8829.' Edict. Von dem k. k. Bezirks-(loUegialgerichte Gott-schee wird bekannt gemacht: Es habe die erecutive Feilbietung der, dem Jacob Kaifesch gehörigen Rea. litaten, als: der auf 35« fi. bewertheten, im Grund, buche «>,!» Rectf. Nr. 20, Urb. Nr. 124 vorkom. menden, in Potok ««li Eons. Nr. 7 gelegenen '/, Hübe, und dcr aus 200 fi. geschätzten, im Grund-buche «>,!» Nectf. Nr. «4 vorkommenden, zu VaaS gelegellen unbehausten '/^ Hübe, wegen der Maria Kraincr von Kerndorf schuldiger 2()0 fi. c. «. <>. bewilliget, und die Vornahme derselben auf den 8. October, auf den 8. November und auf, den 9. De» cembcr »852, jedesmal Vormittags um 9 Uhr in loco der erstgenannten Nealitat mit dem Beisatze angeordnet, daß beioe Realitäten erst bei der 3ten Tagjatzung unter dem gerichtlichen Schätzungswerthc werden hintangegeben werden. Der Grundbuchsex» tracl, das Schatzungsprotocoll und die Licitalions-bedingnisse können hicramts eingesehen werden. K. k. Bez, Gericht Gottschee, am 20. Juli l852. Z. »225. ^3) Nr. 4109- Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Gottschee wird bekannt gemacht: Es habe die executive Feildietung der, zur Mathias Tanke'schen Verlaßmasse gehöri-gen, in Krapfenfeld Haus-Nr. 19 gelegenen , im Grundbuche «nli Nectf. Nr. 506 vorkommenden, laut Protocolles vom l0. Juli «852, Z 3674, auf 400 fi. bewertheien '^ Hübe, wegen dem Hrn. Johann Kosler aus dem ger. Vergleiche vom 24. Juni I8l7 schuldiger 170 fi. c>. «. <>. bewilliget, und hiezu drei Feilbictungstagsatzungen, und zwar auf den l3. October, auf den l3. November und auf den 13. December l. I., jederzeit von 9 —l2 Uhr Vornn'ltags in loco Krapfenfeld mit dem Bei-satzl' beraumt, daß obige Realität erst bei der drit» ten Feilbietung auch unter dem Schätzungswert he werde hintangegeben werden. Das Schatzungspro-tocoU, dcr Grundbuchsextract und die Licitationsbe-dingnisse können Hieramts eingesehen werden. K. k. iüez. Gericht Gottschcr, am 27. Juni »852. Z. 122l. ^(3) Nr. 3439I Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Gottschee wird bekannt gemacht: Maria Knöspler von Oberwetzen« bach habe die Klage auf Erloschenerklarung der, auf ihrer, zu Obcrwetzenbach Eonsc Nr. 3 gelegn nen, im Grundbuche «ui> Rectf. Nr. 2028 vorkom-mendcn '/< Hude, für Johann Peitler ynt dem Pro» tocolle . 7. Juli «820 haftenden Caution pr. 2455 fi. ii). ö., aus dcm Titel der Verjährung Hieramts angebracht und um richterliche Hilfe ge-beten, worüber die Tagsatzung auf dcn 6. Decem« ber l. I., Vormittags um 9 Uhr mit den, Anhange des §. 29 G. O. angeordnet worden ist. Das Ge. richt, dem die Existenz und der Aufenthalt odgedach. ten Tabulargläubigerb und seiner Rechtsnachfolger unbekannt ist. hat auf ihre Gefahr und Kosten den Hrn. Georg Fritz v. Ring zu ihrem Eurator aufgestellt , mit welchem die angebrachte Rechtssache nach der alia. Gerichtsordnung ausgeführt u»d entschle-den werden wird. Dessen werden Johann Pcitler und seine Rechtsnachfolger zu dein Ende verständl. get, daß sie zu rechter Zeit selbst zu erscheinen, oder dem bestellten Vertreter seine Ncchtsdehelse mltzu. theilen, oder sich einen anderen Sachwalter zu be. stellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen mögen, widrigens sie die aus ihrer «erav-säumung entstanden Folgen sich selbst be.zumessen haben werden. ,^. ,. ,^.„ K. k. Bez. Gericht Gotisch", am^3. ^ull 1852. Z7i^."'(I) ^"" Nr. 3497. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Sittich wird be- Anlangen des ««to.. Verbizh von Pristauza in die executive Feilbietung.derbem Anton Stermollc gehörigen, im vormalig,» Gruno-buche dcr Herrschast Sittich «>,!) Urb. Nr. . 7 vo^ kommeiiden, auf 800 fi. gerichtlich geschätzten ^)aiv. hude zu Pristauza, wegen schuldigt!, 40 si- ^ «> ^ gewilliget, und hiezu drei Termine, "S: oen i. auf den 27. September l I., den 2. «uf den 27 October l. 1. und den 3. auf den 27. November l. ^, jedesmal um 10 Uhr Vonmltagv >>" ^"e der"Realität mit dem Anhange bestmm't, daß diese Realität nur bei der dritte» Feilbietungstagsatzunst auch unter dcm Schätzungswerlhc hlntangegeben werden würde. « ^-^-<. Der Grundbuchsextracl, das Schatzungsprolo-coll und die Licllatlonsbeding'nsse können dl'eramts einacsehen werden. ^Sittich am 12. Juli 1852 z A95 3 Kundmachung des Standes der österreichischen National-Bank am 31. August 1852. Activa. fl. kr. Passiva. fl. JKr.j f Bankmässig ausgeprägte Conventions-Münze und Silberbarren................... 45,66~.357 45% Banknoten-Umlauf........199,409.417!— I Escomutirte Effecten, verfallen zwischen 5 und qa Tagen.............. 23,471.714 fl.—kr. ^ 1-, 1 coo-rix s/ r » n ><¦//<¦ Reserve-Fond......... 9,400.040 -57 U\ Detto vom Wiener Aushilfs- Comite................ 3,4Öo.3o6 „ Öl ,, 1 ! o ------2-----------7T~l—i----- Pensions-Fond......... QO"-i37!|6 aumrae........- . . 36,922.02011.51 kr. i Detto in Prag........ 1,716.366 fl. 20 kr. f Die noch unbehobenen Dividenden, einzu- 1 n . r, .. _„ lösenden Anweisungen , dann Saldi lau- ! Detto id Brunn........l.o35,ooo „ - „ fender Rechnungen....... 3,177-861 17V4! Detto ' 1.1 Pesth........1,695.587 „ 40 „ 4»446-95* » 5 „ 3«,368.974 56 ! Vorschüsse gegen statutenraässig deponirte inland. Staatspapiere, rückzahlbar längstens in90 Tagen . 13,376.000fl. — kr. Bank -Fond durch 5o?62i Actien, zu der ursprünglichen Einlage von 600 fl. Conv,-Detto an einige Stadt -Gemeinden u. s,. w................. 764,000 „ — „ 14,140.000 _ Münze pr. Actie........ 5o,372.6oo,— ; Forderungen an den Staat: / g / § I Fundirte Staatsschuld für die Einlösung des \\". W. Papiergeldes, und zwar: ^ / ; a. zu 4# verzinslich.........................34,856.729fl.52'/4. kr. / : | b. unverzinslich....................... .... 55,748.932 „ 7 '/4 » ?o,6o5-66i 5g2/« / Mittelst Vertrages vom i3« Februar i85j zusammengezogene, zu 2^ verzinsliche Schuld, welcher die Aerarial-Salinen / \ zur Hypothek dienen.......................... 71?5oo.ooo tl.—kr. / i 70,000.000 ~ / , Hieran wurden im August 1. J. getilgt................. i?5oo.ooo„ — ,. / d) Darlehen an Ungarn zu 2^......................../Vom Staate 543.34g »7 / b) Zur Unterstützung mittelloser Gewerbsleute, unverzinslich........... . > ) garantirt 8o3-ooo — / Bestarid des Reserve-Fondes in Staatspapieren......................... 9,456.666 34 / Bestand des Pensions-Fondes in Staatspapieren und Bank - Actien.................. 909*972 • / Werth der Bank-Gebäude und anderer Activa........................ 1850.878 387* / 243,3*5 86i 11 V4 / 243,3s5.86i n'/i; i * I I! ! Wien, arn 4. September i852. Pipitz, Bank-Gou^rneur. Sina, Bank-Gouverneurs-Stellvertreter. Miller, Bank-Director.