MbachklMMtlmg.' Nr 380. PlänumerationOprlii!: Im Conlptoir ganzj. ft. n, !>>i!bj. si. 5.51). ssiir die Z»slellu»n in« Hau« yalbj. .",,> lr, Mil dcr Post «anzj. fi. IS. balbj. fl. 7.ül», Mittwoch, 7. December Uul«rtion«gebühr bi« w Zeilen : lmal ß0ll. l»m. «Ulr., »m. l ft.; sons! pl. Zeile lm. N»., «m.«ll., lim. N> ll. «. l. N'. Inlrllionl'ftempel jedesm. »<> lr. i>,7i). Ws' Des h. Feiortastes wegen erscheint die nächste Nummer am Freitag. Amtliclm Theil. , ^e. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller uochstcr Entschließung uom I«. November l. I. über A"t»'ag des Ncichokanzlcrs, Ministers des kaiserlichen Pauses nod dcs Acnßcrn, dem k. und f. Honorar-Vicc-coi'slil Fortnüalo Ivich in Piräns den Ti'tcl eines Eon->uw lind dem k. und k. Eonsular-Agcntcn Joseph I c -l in ich in Ismail den Titel eines Vicecousuls allcr-Lnädigst zu verleihen geruht. Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst« Entschließung vom 19. November d. I. am Me-^opolitancapitcl riws lutiili zn Weinberg den Domcustos ^arl v. Mo sing zum Donidcchantcn, den Domscholaster Dr. Franz Xaver Ritter v. Puszct zum Domcustos, den Gremial'Domhcrrn Scverin Ritter v. Moraniski zum Domscholastcr und den Consistorialkanzlcr Dr. Felix <6ablocli zum Domherrn dortselbst allergnädigst zu ernennen geruht. Stremayr m. p. Der Minister des Innern hat den auf die Stelle eines Bezirkscommissärs eingereihten früheren Bezirls-vorstehcr U^tthäus Vulat zum Vczirlshauptmanne zwelter Elasse in Dalmatien ernannt. Nichtamtlicher Theil. politische Uebersicht. Laibach. <). December. In London ist die durch das russische Circular angeregte Frage für den Augenblick aus dem Stadium, wo leicht auf das Wort die Thal folgt, herausgetreten ^nd mit allgemeiner Erleichterung ficht das Publicum "le Diplomatic iu schweigsamer Thätigkeit bestrebt, ein Üi'Ulichcs Ädlommc» zu erzielen. Die „TimeS" gibt nur ^n Gefühlen des Volles Ausdruck, wenn sie hculc mit ^fricdigung von dcr Thalsache Kenntniß nimmt, daß Nunmehr sämmlliche Großiuächte einmülhig die Circular« ^lc Nußlains verweisen und alle Betheiligung an den /u'sichtcn dciselben von sich weisen. Sie sagt: Es ist "Zeichnend für die zurückkehrende Ruhe und Ucbcrlc-^'llg. doß il, den letzten Tagen die diesseitigen Glätter Nch verschiedentlich über die Hirngespinuslc crgötzen, Ml welchen in den Tagen dcr Aufregung einzelne Corre» 'p°>idcl,ten schriftlich und telegraphisch continenlalc Blät« '" untcrhicllen. w lie „Morning Post" crllärl sich ermächtigt, die "gave verschiedener Journale zu dcmentircn. daß der °"d°ncr Conscrcnz noch andere Fragen als die durch die lill ^ ^^^ angeregte unlcrlircitct werden sollen. Sämmt- ^ Tractalmächle seien einig, keinerlei Fragen anzure- 3."' welche die Aufrechlhallmig dcr Integrität der Tür- asslcircn könnten. ^ ^ieAnlwort Lord Granville' s vom 28slen f^wber auf die Depesche deS Fürsten Gortscha-.'I vom 20. November bcharrt bei dcr früher von , britischen Regierung gcmachtcn Erklärung bezüglich ^ ^°n Nußland erhobenen wichtigen völkerrechtlichen fet>l / ^'^ "'ssischc Regierung könne sich nicht durch rech? °U"'e Versuche zur Abhaltung einer Coufcrcnz H ''"Ugen, nbtr die Hösiichlcit der Gortschalofsschen l,„/ ?eslürle die britische Regierung in der Erwartung sei! ^'lscrnung von Hindernissen gegen die beider- «cn freundschaftlichen Bczichuugcn. "c>lwi ^ ^'''l^c Regierung hat nichts gegen die An-v°ra « p"ußifchcn Eonfcrcnz-Vorschläge einzuwenden, Conse ^' ^^ leine Änticipirung des Resultates der die I sl'^ 'lattfindet. — Die britische Regierung wcrdc Grnk ''^" Vorschläge, als von einer frcnudschaftlichcn n"l°cht herrührend, erörtern. laut ^" "^> Nr. Pr " liegt hcnte bereits dcr Wort» d'e 3i», ^kplil dcs Fürsten Gort schal off auf sich ""l ^ord Granvillc's vor. Dieselbe bewegt 'vcnn « ' Ncmäßigtcftcn nnd friedfertigsten Formen, 3l z>^ °uch den Standpunkt dcr Circulardepesclic vom . cv'. '' »"wcllürzl ausrecht erhält. U öff^^'' '' lorenz wurdc gtstcrn das Parlament er» U ' ^le Thronrede hebt hervor die vollendete Einigkeit Italiens, die Nolhwcudiakcit strenger Neutra> liläl. den Einmarsch in R^m im Namcu dcs National' nchtes nnter Aufrcchlhaltung der geistlichen Unabhängige tcit des Papstes und kündigt die bevorstehende Ueber» sicdlnng dcs Nöni^s nach Rom an. Es werden Gesetzentwürfe über Vereinfachung der Verwaltung. Reorganisation des Mililärs, des Unterrichte« und dcr Finanzen eingebracht werden. Schließlich I'clonl die Thronrede die Wahl dcs Herzogs von Aosta zum König von Spanien. Prinz Amadeus saglc bci dein Empfange c>cr spanischen Deputation, indcm er die ihm lüigeliagenc Krone annahm: T-cu den Traditionen sri->nr ?tt!ncn und obschon t, d,c Schwicri«kcitcn seiner ncuen Aufgabe und seine Vcrantworlllchleil vor dcr Geschichte nicht verkenn?, vertraue er auf Gott und das spanische Voll. das den Beweis geliefert habe, daß es die Achtung dcr Ordnung mit einer unbczwinglichen Verehrung der Freiheit zu vereinigen wisse. Er fügte hinzu, daß er. um sich seiner Wahl würdig zu zeigen, nur in loyaler Weife das Beispiel der constitutioncllcn Traditionen, in denen er erzogen würd?, zu befolgen habe. Er fchloß: «Soldat in der Armee, werde ich vor den Vertretern der Nation der erste Bürger sein. Ich weiß nicht, ob ich das Olück haben werde, mein Blut für mein neues Vaterland zu vergießen und einige Blätter der großen Zahl beizufügen, die den Ruhm Spaniens verherrlichen; auf alle Fülle bin ich aber gewiß, daß die Spanier immer von dem Könige, den sie sich erwählt habcn, werden fagcn können: „Seine Loyalität weiß sich über die Kämpfe dcr Parteien zu erheben; er hat leinen anderen Gedanken, als die Eintracht und die Wohlfahrt seiner Nation." Die Rede dcs Herzogs wurde mit dem Rufe be» grüßt: Es lebe der König von Spanien! Aus Rom, 28. November, schreibt man der „Nat.. Ztg.": „Die politische Verjüngung RomS wird, daS sehen die neuen Herren täglich mehr ein, ron dem Bleiben oder Gehen dcS Papstes .chhcmgen. Wie er jcht gestimmt ist, wird er bleiben, vorausgesetzt, daß die Italiener fiir die iü-er sie verhänge Excommunication leine Repressalien fordern, ih» so viel möglich schonen und daß die nationale Partei nicht immer wicd. r auf die „verhaßte" Vergangenheit zurückkommt, denn Pius IX. verläßt Rom ungern. Wenn er sich 1^48 schall dazu enlfchloß, fo waren die bestimmenden Umstände durchaus feindselige: damals die Revolution, j<>tzt eine Regierung, welche doch immerhin einc geordnete genannt werden muß. Diese Thatsache läßt ihn nicht ohne Vclttaucn. Ob abrr diese Stimmung inmitten so vieler andersgesinnten Nalhgebcr bci einem so beweglichen Charakter von langer Dauer sml, ob Easdinal AntoncUi seixen Herrn mit den voll» endete« Thatsachen dauernd zu versöhnen oder auch nur ein provisorisches Abkommen zu trcffeu im Stande sein wird, das freilich liegt jcnslits deS gulcn Willens der ncucn Hcrrcn." In Folge dcr vom Kaiser Alexander anbefohlenen Einführung dcr allgemeinen Wehrpflicht in Rußland sind nun zwei Commissionen unter unmiltel« barer Oberleitung dcS Kriegsministers und unter dem persönlichen Vorsitz des GcncralstabScbefS dcr russischen Armee eingesetzt worden, von denen die eine mit der Ausarbeitung der Vorschriften für die allgemeine Wehrpflicht in dcr 3lrmcc, die andere mit der Ausarbeitung dcr Reglements für die Depots' und Rcfcrvetruppcn, sowie für tie Miliz beauftragt wurde. Die Präger Schul-Mire. Prag, :i. December. Die ..Präger Ztg." schreibt: Die Karolincnthaler Gemeindtvertretuug, an deren Spitze Bürgermeister Götzl steht, hat vor einiger Zeit, um sich den Anforderungen des neuen Schulgesetzes zu entziehen, den Beschluß gefaßt, das Schulgcbäudc an das Consortium „Nctvasil. Iirmus und Skolanck" auf drei Jahre zu verpachte«. Der Beschluß war jedoch von der k. k. Vczirkshauptmcmnschaft sistirt worden. Oleichwohl schritt jenes Cousortium eigenmächtig zur Ausführung jenes Miethvertragcs. Am 2. d. Bormittags fanden die Kinder der Hauptschulc die Thüren dcr Schulznnmer geschlossen; über' dcm Portale war cinc große Firmatafcl mit der Aufschrist: „Nckvasil, Iirmns und Stolanet" ausgehängt. Die Kinder wurden vom Schuldiencr mit dein Bedeuten nach Hanse geschickt, daß lein Unterricht stattfinde. Die gleichzeitig anwesenden ^chrcr forderten die Kinder anf, täglich znr Schule zu kommen, da sie „nicht wissen." wann sie wieder eröffnet wcrdc. Um die Mittagszeit verfügte Statthaltereirath und Gezirlshauptmaun Slrnad die Wiebereröffnung der Schule und die Herab' nahine der Firmatafel. welcher Auftrag durch einen Bezirtscommisjär unter Assistenz von Gendarmerie und Sicherheitswache in Vollzug gesetzt wurde. Der Bezirks-commissär fa:^o in einigen Schulzimmern die Berbm-dungsmauer durchbrochen, die Schulbänke theils aus den Schulzimmern herausgenommen und auf oeu Corridoren aufgestellt, theils in den Zimmern an den Rückwänden über einander geschlichtet. Er übernahm sofort die Schlüssel des Gebäudes und stellte dasselbe unter Ueber» wachung der Gendarmerie und Sicherhcitswache. Von letzterer wurdeu zwei Mann anf die Corrioore poslirl. Nachmittags wurdc durch Mädchen der höheren Töchter^ schule auf Veranlassung dcs Directors Hlouset den Schülern der ersten Classe bekannt gegeben, daß der Unterricht heute (A. d.) wieder beginne. Die Eröffnung der übrigen Classen wurde auf den 5. o. festgesetzt, da die durch die politische Behörde auf Kosten der Vethciligten sofort veranlaßte Reparatur dcr Mauern die dahin be-endigt sein wird. Die Gehalle der Lehrer wurden be-reitS am l. December auS der Casfe des Bezirtsschul> rathes an dieselben ausgezahlt. In einer noch am 2. d. zusammengetretenen außerordentlichen Sitzung der Karo^ linenthalcr Gemeindevertretung wurde die Aodankung des Bürgermeisters Götzl kundgegeben. Die >entsche Wehrkraft. Der ..Tagsp." wird auS Halberstadl, 30. No-vembcr. geschroben: V^i Ihnen ist, wie ich aus einigen österreichischen Zeitungen erfahren habe, ziemlich ölige-mein die Ansicht verbreitet, daß hier in NurddcutWand cine große Sehnsucht nach dem Frieden exislire. DaS ist durchaus nicht unbedingt der Fall. Denn so sehr auch Jedermann den Frieden aus Menschlichkeit und Interesse wünscht, so wird doch dieser Wunlch durch den andern zehnfach überwogen, die Franzosen völlig niedergeworfen zu schcn und lostete eS auch daS liebste und Theuerste. Mag auch der Krieg auf Jedermann wie ein Alp lasten, da jeder Verwandle und Freunde im Heere hat und jede bürgerliche Thätigkeit unter dcm Kriege leidet, so ertrügt mau doch die Blut« und Geldopfer nicht nur mit edlem Anstandl, sondern ist auch noch voll wirklicher Be» geistcrung für den nationalen Kampf und lcnnt lein anderes Dichten und Trachten, als völligen Sieg und Revanche für das drcihundertjährige uns zugefügte Unrecht. Elend und Noth ist nirgends in größerem Maße vorhanden als sonst; denn von denen, die in Folge des Krieges in bitter? Armuth durch Entziehung ihrer Er» nährer zu lommen fürchten mußten, hat dcr Patriotis» muS forgsam jede Noth ferngehalten. Am trefflichsten ist für die ^andwehrfrauen gesorgt; sie bekommen durch' schnittlich daS Doppelte dessen, waS ihnen gesetzlich zusteht, an viclen Orten daS Drei- und Vierfache, so daß sich hin und wieder sogar üble Folgcn allzu guten Gebens zeigen und einzelne Weiber sich gar mcht nach der Rückkehr ihres Mannes sehnen. Während unsere Heere in Frankreich die blutige Arbeit verrichten, geht hier die Ausbildung der Mann» schoflen und Pferde ihren ruhigen, stetigen Gang wie millen im Frieden; nichts wird übereilt, nirgends zeigt sich Hast und Ucberstürzung und nur völlig ausgebildete Mannschaften werben nachgeschickt. Ruhig und ernst vernehmen die Leute den Beseht, sich zum Abmarsch fertig zu machen, und nur der Abmarsch selbst geht unter lautem Hurrah und Jubel vor sich. Dabei befolgt man das Princip, alle irgendwie ausgebildeten Freiwilligen mitzuschicken, natürlich deshalb, um sich allmälia das Material zum Erjatze der vielen gefallenen oder verwundeten Officicre zu bilden. Die Depottruppen haben jetzt wieder eine außerordentliche Stärke. Nachdem zu Anfaug des Krieges die Ersatzrescrve I fast eingezogen und die vierten Bataillone auf durchschnittlich 15)90—1700 Manu gebracht waren, find dusclben durch Nachschub auf den Kriegsschauplatz eine Zeitlang auf 400—800 Mann noncirl gewesen, bis sie jetzt durch die Einstellung des Jahres 1^70 wie' der sehr start geworden sind. Die lctzlc Einstellung wird nicht viel m-.ler 1?0.0 Uhr Nachmittags währte, schon zwischen l> und 7 Uhr im großen Hauptquartier Sr. Majestät ein. Die Meldung von Amiens empfing der König Mittags, bald nachdem ullcrhöchstderscllic einige von Vorposten zurückkehrende Bataillone besichtigt hatte. Ohne Rücksicht auf Gunst oder Ungunst der Witterung ist Se Majestät bei den, Einzng der nach Versailles zurückkehrenden Truppen stets gegenwärtig. Die Officicre und Soldaten haben sich dabei jedesmal des allerhöchsten Lobes zu erfreuen. Dadurch, daß dcn größeren Truppen» llbtheilungen bestimmte Rayons zugewiesen sind, die sie nach einem bestimmten Turnus mit ihren DctachemcntS besetzen, wurde erzielt, daß die Mannschaften rasch eine genaue Kenntniß der ihnen anvertrauten Posten» sttlluna.cn erwarben. Sie wissen genau die Wege, auf denen sie. mit der nöthigen Deckung, an die äußersten Positionen dcr CernirungSleltc gelangen und vermögen dadurch die Bewegungen, die z. V. durch das Abläsen der Wachen unvermeidlich werden, dem Feinde zu uer» bergen. Der Loire-Aimee, welche der Pariser Besatzung die Hand reichen sollte, und welche nach den Depeschen auS TourS im Vormarsch begriffen sein sollte, ist es nach den letzten Nachrichten nicht gelungen, auch nur eine Meile Terrain zu erobern. Dies zeigt nachstehende Uebersicht der Kämpfe vom 24. November angefangen. Der rechte französische Flügel, das 17. und 18. Corps, halle am 24. Ladon erreicht und sich gegen Norden in Marsch gesetzt. Eine Rcihc von schweren Gefechten mit dem 3, und 9, Corps bei Ladon, Mai-zlöres und Beaune-la-Rolandc zwang die Franzosen, ihren Vormarsch aufzugeben und in ihre am 28. November inncachabtcn Stellungen zurückzugehen. Nun scheint das 17. Co>ps neuerlich den Vormarsch angc treten zu haben, stieß aber am 3. December, wie schon oben bemerkt, auf das 3. und 9. Corps und wurde in den Wald von Orleans zurückgeworfen Chilleurs-aux-Bois liegt nur 3'/« Meilen nordöstlich von Orleans, es ist also gewiß, daß die Franzosen an Terrain vc» lorcn haben, anstatt, wie Gambella es wollte, vorzu marschiren. Ebenso erlitt auch dcr Vormarsch des fran« züsischen Centrums, 15. und 16. Corps, das über Patuy vorging, durch die Kämpfe vom I. December zwischen poigny und Artcnay eine Verzögerung welche die Depeschen aus Tours auch eingcstchcn. Den Abschluß dieser Kämpfe scheint die zweitägige Schlacht der zwei» ten und dcr Armee des Großherzogs von Mecklenburg vor Orleans am 3. und 4. December vorzubereiten. u> Folge welcher bereits die Vorstadt St. Jean und dcr Bahnhof von Orleans am 4. Abends in den Händen der Deutschen sich befanden. Die Schlacht bei Veaune la Nolande. General Voigts, während die zum Gcfccht disponiblen diesseitigen Truppen nur etwa 10—12 000 Manu start warm ; cr halte auf der südlichen Straße Ladon und Meziercs bereits mit bedeutenden Kräften besetzt nnd stieß gegen Bcaune liver Boiscommun und St. Loupc vor. — Während die Corps ' Artillerie liach Acaunc herangezogen wurde, ginH die Brigade Valcntine über Inramlte nach dcr südlichen Slrußc, um die Vriaade Lchmaun, welche im heißen Kampfe Ladon eroberte, zu unterstützen, uah>n MezicrcS und vereinigte sich mit dcr Brigade LehmalM. Au den Straßcuknote!! Belleg>nd-Aury uud Bcauue Lu-oon entbrannte duS Gcfccht noch einmal schr lebhaft; dcr Feind wurde auch hier — in der Richtung nach Bellegarde — zurückgeworfen und bcide Brigaden erreichten gegen Abend Beauns, wo zur Z^il das Carps ucreinigt und in Vcidinduug mit dem 3. Armeccoips steht. Dic Gefechte, welche am Morgen begannen, daiM'' tcn dcn ganzen Tag bis Abends halb 6 Uhr fort; die letzten Truppen passirteu Bcaunc in der Nacht, — UoÜ der überstanlnnen Strapazen in heiterster Stimmung Unsere Verluste sind äußerst geling die des Feindes bedeutend größer. Ueber 100 Gefangene sind in unsere Hände gefallen. AnS der bei einem gefallenen franzosi' icheu General Stadsofficicr gefundenen Orär« äa 82' trills del» feindlichen Coipö, >mlchcS nnö gegenüberstand, ergab sich die Slä,kc desselben. Ein weiterer Bericht bringt sehr interessante Da< tcn über daS Handgemenge aus Anlaß dcr nämliche« Schlacht. Beaune de Rolande. 25). November. Gestern Morgen 8 Uhr ward von hier aus t^ starke NecognoScirungspatrouillc, bestehend aus zwei Escc>' orons hessischer ChcoauxlcgcrS und der 1. und 4. Cow' pagnie dcS 57. Regiments »nler Major v. Scboclel vorgeschickt, um das Terrain zwischen dem Slädlchc" Bui»>commuu und Bcaunc, sowie die in dcr Umgegend^" nnnnter Ortschaften liebenden Dörfer, Gchüflc lc. a»f' zullärcn, bänglich dic Nälic dcS vor uns befindliche»! ^cindcs und dic Stärke seiner Truppenmasscn feslzusl"' lcn. Zu derselben Z.it ungefähr war französische! sc>^ ein Oberstlieutenant mit zwci Schwadronen Lanciers u>'d nachfolgender Infanterie auSgcsandt. um unsere Stel> lung zu recognoSciren, da die Franzosen beabsichtigte". .semsseloll. Miß Nella. Erinnerungen aus dem indischen Meere. V. Die Regenzeit. (Fortsetzung.) Die Sonne war untergegangen und Nella wandelte noch immer am Ufer hin, in einiger Entfernung ihrem Valer folgend, der sein Pferd auf dem Sand galoppiren licß. Der Wind halte zu blasen aufgehört; die Segel de> großen Fahrzeuge sowohl als der kleinen Barken blieben unbewegt auf dem unendlichen Hintergrund dcs Meeres, dlssen kleine Wellen mit klagenden TLncn an das Ufer schlugen. Bei einbrechender Nacht lehrten der Capitiin Mackmson und feine Tochter nach Hause zurück, um den Thce einzunehmen. Diese setzte sich an den Tisch, ohne em Wort zu sprechen; sie war traurig und zerstreut. Die gute Gaorie, die vor ihr stand, sagte ganz leise: Iß doch. kleine Nella l — Aber daS junge Mädchen schüttelte sanft den Kopf und ließ daS warme Getränt kalt werden, ohne eS zu berühren. Du bist müde. Nclla. sagte der Capitän; ich glaube, daß unser Spaz'ergang zu lange gedauert hat... Nun. <5->ir <öog°r ,st abgereist und der Friedhof von Colabah "'" n!" "."^'^ hülle nicht besitzen. Dcr arme zunge Mann! Seme Kraft reicht nicht aus, um in den Dschungeln zu zagen! Slk haben kein Mitleid mit ihm gchM. saqte Nclla; immer zu Pferde, m der Ebene und in den Ge-birgen . . . Ich wollte ihm die Honneur« des Landes machen, mein Kind; er schien sich bci unS zu gefallen . . . Bah! in vierzehn Tagen wird die Seeluft ihn wieder hergestellt haben und er wird dick und fett in England an» kommen, wie ein Sohn von vornehmem Haufe, der aus dem College zurückkehrt . . . Nun, wer schleicht denn da hinter den T'sch? Gaorie stieß einen Schrei des Schreckens aus; mit ihren beiden Armen umschlang sie Nella, als ob sie dieselbe gegen einen gcfürchtelcn Feind vertheidigen wollle. Die alte Djadougar, die sich bereits dreimal im Garten hatte sehen lassen, erschien im Schalten wie ein schwarzes Phantom; ihre ultcrgebleicht^n Haare geben ihrem run« zeligen Gesicht einen unheimlichen Ausdruck. Sie streckte ihre fleischlosen Arme, die den runzeligen Zweigen eines von der Flamme verkohlten Baumes glichen, gegen dcn Tisch aus. Och, hinaus mit Dir! rief der Capilän. In der That, daS ist der Gipfel des Cynismus, sich in diesem Zustande der Nacktheit da einzudrängen! . . . Gaoric. führe sie hinaus und bringe ihr in den Garten etwa« zu essen . . . Gaorie zögerte, zu gehorchen; sie wagte es nicht, den durch das Alter entstellten Kö,per zu berühren, dcr ihr wie auS dem Erdboden aufgetaucht schien. Der Capitän war genöihigt, selbst die Hand dcr Bettlerin zu ergreifen und sie aus dem Salon hinaus zu führen, Auf der letzten Stufe des Perrons angelangt, fiel die Alte ihrer ganzen Länge nach auf den Boden. Holla! ihr Anderen, rief der Capilän mit lauter Ztimmc, tragt sie in den Stall und gebt ihr zu essen. . . Diener mit Lichtern liefen herbei; beim Anblick des alten, am Voden hingesunkenen Weibes blieben sie starr vor Schrecken stehen. — Sie stirbt! sagte dcr Consamah ... — Und der ganze Haufe dcr Domestike" zog sich in einige Entfernung zurück, fürchtend, sich "^ der Berührung einer deiche zu verunreinigen. Geräusch' ooll gcsliculirend und heftig sich hin» und hcrbewcgei'd, blieben sie Alle in der Nähe dcr allen Djadougar, d>c ihren letzlen Athem aushauchte. Das Leben enlwich oli»e Kampf auS diesem durch die Existenz fast eines Jahr-Hunderts abgenützten Körper, dcr überdies seit zwanzi» fahren von dcn Vorübergehende« nur unzureichende Nahrung n hallen halle. Holt den Maler" herbei, sagte der C°P>tä" Macklnson. den das geräuschvolle Benehmen seiner ^ul« in der Gegenwart der alten Frau, die bereis zu leve" aufgehört hatte, ärgerte. Nun liefen sie Alle nach dem Schoppen, wo del Mater fern von dem Blicke des Gebieters am Ende de» Gartens mit seinem Weibe hauste. Er war ein kleiner Mann von schwarzer Haut, dichtem Haarwuchs "N zarten, aber eleganten Formen; sein nach aufwar«« N drehtcr Schnurbart und die Mütze von weißcm Mom! line kühn auf ein Ohr gesetzt, geben ihm ein untc ' nehmendes Ausschen. Er stand auf mit der Würdc e'nc Mannes, drr eine Aufgabe zu erfüllen hat, zu wel« er das ausschließliche Vorrecht besitzt. Als dcr Krc'S ^ Diener sich erweitert hatte, um ihm Platz zu man" . ergriff der Mater den leblosen Körper dcr alten 6'° mit beiden Armen und trug ihn auf seinem Rücke» ' einer Gleichgiltigkeit fort, als ob es sich darum gey« delt hätte, jenen des Licblinashundes scincs Hcrrn a ' den Sand zu werfen. Die Leiche der Bettlerin n"" * Mater iicmit man in Bengalen dcn mit den uulcl! Diensten des Hauses betrauten Diener. 2015 unser Corps zu umfassen (onwursl-), indem sie daS Gros dcr ?oire.Armee hinlcr sich halten (Aussagen des später ^fangcnen Colonels.) Unsere Cavallerie nun ritt das sehr conpirtc Porte! rain ab, s>.ndt,' verschiedene Patronin len i„ die vor Äoi^cuinmun licgenden Dölfcr uüd Wi-ld« Varcellcn, als >:,an plö^ich i„ dcm z» Manlbaroii« qe-höligen Hänse! complex „1«3 maisong nßuvttZ," dnrch den die Straße nach Boiscommnn führt, auf die französi-ichcrfeits unter jenem Oberstlieutenant abgesandten fanciers traf, welche start in der Uelierinacht waren. ^ Trotzdem läßt ^icnlcnant v. Nirdcsel einen Thci! 'tlnlr ^cutc rasch anöschwärmcn und stürmt mit sechs -"Nnn weiter nach Boi^inmun vor, einige anocre, eilten unter ihnen der Hlniplmann Sccbcck und Licn-^nant v. Kot.'?, beide vom Gcncralstabc, gerathen in ^>n vollslänt:>l(? H.nu'geincnsse mit den französischen Wunen, die jener Oberstlieutenant und zwei Ossi-^tte führten. Die beiden letzteren wurden verwundet, v^uptmann Secbcck entwindet einem lancier seine Waffe Und wehrt mit derselben im weiteren Verlauf des Ge->echts den andringenden Uhlancn; Lieutenant o. Kotze ^N'd durch einen Lanzenstich leicht am Arme getroffen. ^r Hauptkamps fi,idct jetzt um den Colonel statt, den °'c ^cutcuanls v. Kotze und v. Mylbe, letzterer Adjn-^"t beim 1. Vala llon 5, Infantcric'Rcgimcnts. da ^ Pardon rnft, ab.r seinen Cäbcl wc^uwcrfcn vergiß» u>id s^n Pferd nicht zu halten vermag, mehr von dm v'tbcn der Chcocaurleacrö zn befreien, bez. unversehrt Ncfan^uzunchmen als zu todten suchen. Doch geling! ^ >hmn in dcm Getümmel nicht, vielmehr sinkt der ^l>lo,icl, von 8 Kopsdicbcn getroffen, schwer verwundet zu Boden. Selbiger liegt jetzt hier in Braune und soll vvffnuna cms scin slnslonnncn Vorhand,n scin. Während dies kurz vor dcm AuMnqe von Ic^ ^lÜ80N3 N6UVU3 sich ereignet, trägt sich direct am Ansang eine nicht minder crwähnenSwerthe Scene zn. Einige Wsche Chcvcauzlcgcrs werden verfolgt von einer Unmasse französischer fanciers und von den Lanzen und ^lhoichnssigcn ylcuolvcrn derselben arg mitgenommen. "U Galopp sprengen die Hessen die Straße durch I08 ^lU80u8 II6UV08 entlang, die Franzosen dicht hinter ihnen, ^ .'st ein vollkommener Wcttlauf, da wird der Weg ab' Oüssig, und schon fällt von rechts und links Schuß auf ^ch»ß aus den Hänscrn, hinter den Vnschcn und von ^n Gräben her; denn gerade kommen unsere oben er vn Men 57er (die 4. Compagnie, die I. hatte sich mehr ^liczogci!) die Straße hinauf, haben eben noch Zeit, i l l^ciie zu springen und den schnanbcndcn Pferden der ^)cvcauj.-lcgcrö die Äahn frei zu machen, die fanciers Nvuögcn nicht, ihre Pscrdc zn halten, gerade hinem ^'»>cn sie im Carriere in ihr Verderben, cS wird reines ^6>m0is zwischen Infanterie und Cavallcric — letztere ^ut nnt Lanze nnd Pallasch mnlhig und mit Kräften An sich, — aber der Infanterie gcgcuübcr ist sic in, Echtheit; denn auf nicht mehr als fünfzehn Schritt ^'"icrnutig f(h!t leine Kngcl »hr Ziel. RechlS und links ^ ,sa liehlich dcr W^g mit Lcichrn bedeckt, von den todten Eitern sowohl, als von dcn Cadavern dcr Pferde, ^lchc lctztcrc. lange Blulspurcn nach sich ziehend, sich U noch strcctcnwcit fortschleppten, um dann auch, schreck' '"1 uiu sich schlagend, im Todcotampfe niederzufallen, .^l>t cin Grab findend im grünen Graben zur Seile ^ Chanssec. Dreißig LancieiS waren es wohl ^ewcscn, "klche so ,^jzg gcl0dlet, theils verwundet und gefangen ach Braune geführt wurden. Dic 57cr aber gingen ^ bezeichneter Affaiie weiter vor, fanden jedoch in den Häusern über Montbarois und 1e» M3280U3 uynvy!, hinaus, sowie in der Gegend des zur Rechten am Rande eineS dichten Waldes gelegenen Schlosses La Motte Fonqnet hcsligen Widerstand. Hügesueuisikeiten. — (Nachrichten aus Paris) zufolge ist bereits eine große Anzahl von Restaurationen geschlossen worden, weil die Eigenthümer sich außer Slande sehen, die nöthigen Fleischvorräihe zu beschaffen, doch trifft die Regierung Vorsehrungen, eine beschränkte Zahl offen zu halten, damit der unverheiratete Theil der Bevölkerung nicht unverhältniß-mäßigen Entbehrungen ausgesetzt werde. Auf der „Place de l'Holel de Ville" wird jetzt ein regelrechter Nattenmarkt abgehalten. Die Thierchen werden lebendig filr .'w bis 75 Centimes per Sllick verkauft. Iu dcr Nue Nochechouart hat cm speculaliver Eßwaareuhändlcr Hunde, Katzen und Ratten in Neiheu zum Verlaufe ausgehängt, und er scheint keineswegs schlechte Geschäfte zu machen. Im Übrigen besagen die Berichte, daß an Mundvorrälhen lein Mangel fei. — (In der freien Schweiz.) Auf dem Ner. ner Theater wurde kurzlich ein Drama: „DaS alle Bern im letzten Kampfe", aufgeführt. Gleich nach der ersten Vor« stellung aber erfloß ein Verbot; das Stück darf nicht mehr zum zweiten inale in Bern über die Bretter gehen, weil einige Berner Patricier, Mit?igcmhUmer des Theaters, nicht gestatten wollen, daß ihre Ahuen gespielt oder — wie sie sich ausdrucken — „im Kolh herumgezogen werden." — (Hind 0 stan ische Lcichenfeier a m A rn 0.) In Florenz starb am 29. November der erst 20 Jahre alte ostindische Najah Muharja von Kolapore. Der Vermittlung der englischen Gesandschaft Hal es sein Gefolge zu danken, daß die Ermächtigung, den Leichnam auf einem Scheiter« Haufen in der Nähe eineS Flusses verbrennen zu dilrsen, gegeben wurde. Die Ceremonie wnrde um 1 Uhr Morgens in den Cascine in der Nähe des Arno vollzogen und die Asche wird nach Bombay gebracht werden. — (Ost indische Post.) Die englische Regierung hat den Beschluß gefaßt, den Sitz der Dampfer der P. and O. Company im Millelmecr im l. M. von Mar» scille nach Vrindisi zu verlegen. Die erste Abfahrt von dort nach Alcrandrien wird am 20. 0., jene von Nleran» drien nach Brindist am 25. d. stattfinden. Die englisch»ost« indische Post wird fortfahren, diesen Weg (Über den Bren» ner) zu nehmen, bis der Tunnel durch den Mont-Cenis eröffnet ist. — (Der Sucz'Canal) geht an eine englische ActiengeseNschaft Über, deren Präsident der Herzog von Sutherland ist. Locale 5. — (Eine PreserN'Feier) fand am verflossenen SamStag unter Mitwirkung der Musitcapelle des k. k. Infanterieregiments Graf Huyn und bei fehr zahlreichem Besuche des Publikums in der Restauration Tauöer statt. Unter persönlicher Leitung des (Kapellmeisters Schanll wur^ den zwei Potpourri's lrainischer Vollsmclodieu erecutirt, welche stürmische,» Beifall fanden. Herr Graselli hielt einen slowenischen Vorlrag, in welchem er Presern in dreifacher Beziehung als Dichter der Liebe, als Vaterlandsfreund und Freund der Menschheit auffaßte. Dann wurden einige Ge» dichte Preserns declamirt und schließlich mehrere seiner Lie» der gesungen. — (Der neuerlichen Petition der l. k Vibliothetsbea mten) von Graz und Klayenfnrt an das Abgeordnelenhaus um Gehaltserhöhung haben sich auch die Beamten der hiesigen Studienbibliothek ange» schlössen. — (Nrbeiterbil dun gsverein.) Bei der letzten Sitzung, welche vom Herrn Harisch, Geschäftsführer beS Möbel-Etablissements Franz Doberlet hier, als gegenwärtigen Obmann eröffnet wurde, beschloß man den tz 7 der Statuten dahin abzuändern, den Monatsbeitrag — bisher 15 kr. — auf 10 kr. zu vermindern. Als Mo» liv wurde geltend gemacht, daß viele Mitglieder auch beim Zweigverein, der Krankencasse, welcher neuestenS 30 Mit» gliedcr beigetrelen, eingeschrieben sind. Nachdem der Druk-> lereilcitcr Herr Klein die Wahl abgelehnt hatte, wurden Herr Joseph Lasetzty zum Obmannsstellvertreler und Herr Franz Sturm zum Schriftführer des Vereines gewählt. — (Mis sionsp red igle n.) Seit SamStag fin' den dreimal läglii» in der Pfarrkirche der Tirna» Predig' ten dcr ?. ?. Jesuiten in slovenischer Sprache statt, zu welchen der Zudrang sehr groß ist. Auch wird zu bestimmten Stunden dort Beichte gehört. Diese Predigten werden durch 10 Tage andauern und soll ein zweiler llyklu« in der Pfarr»Kirche zu St. Peter eröffnet werden. — (Gefunden.) A« 2. d. Abend« wurde am alten Markte eine goldene Broche und am 5. d. im Post-amtsgebäude ein Portemonnaie mit einer Barschaft gefun» den. Die Berlustträger wollen sich diesfalls beim Sladt-magistrate anfragen. — (Theater.) „Die Eine weint, die Andere lacht" ist ein geistreich geschriebenes Sttick mit sehr dankbaren Rollen, das gestern in ganz befriedigender Weise, abgesehen von kleinen Störungen im ersten und zweiten Act, durch mangelhaftes Memoriren verursacht — über die Bretter ging. Im dritten »nd vierten Acte gestaltete sich die Dar» stellung zu einer ganz gerundeten, welcher man mit viel Interesse folgte, wozu das vortreffliche Spiel aller Vethei-ligten, hauptsächlich des Herrn Vurmeister (Notar), des Herrn Puls (Maurice Borel), d,r Frl. Maugsch und Milscherling beitrug. Erstere darf diefe Nolle als ihre beste Leistung betrachten. Frau Stainl (Frau Vaneau) machte schon durch ihre elegante Erscheinung einen ange< nehmen Eindruck und sie führte ihre Rolle ohne alle Slö» rung mit Gewandtheit durch, nur schien sie uns in den Scenen geheuchelten Gefühls in etwas der Wärme zu er» mangeln. Frl. Voigt ließ uns durch den Vorlrag einer Arie aus den „Puritanern," für welchen sie lebhaften Bei< fall und wiederholten Herrvorruf erntete, sehr bedauern, daß ein ungllnstiges Geschick uns verwehrt, sie auf den Brettern auftreten zu sehen. Mu vielem Vergnügen würde das Publicum ihr Auftreten in einer Oper, wenn dasselbe bei den gegenwärtigen Verhältnissen zu ermöglichen wäre, begrüßen. Vrster Jahresbericht über daS Wirten der WohltbatigteitSAbtheilung des katholischen Vereins. Seitdem Christus, der Gekreuzigte, die Armuth und das Unglück zu einer vorher nie gekannten Würde erhoben, hat die katholische Kirche den Armen und Un» glücklichen ihre vorzüglichste Sorgfalt zugewendet. Der katholische Bereln für Kram, dessen Aufgabe es ist, da« katholische Bewußtsein zu kräftigen und auszubreiten, dürfte deshalb auch die Armen nicht außer Acht lassen. In der richtigen Erkenntniß, daß in vielen Fällen gerade d»s materielle Elend an der viel drückenderen morali» '"einer Weise an daS Ufer des Metres gelegt, daß die ltlsse»dc Flulh dieselbe mit fortreißen mnßlc. Nachdem s '"»e Ms,lon erfüllt, lchilc dcr Maler in sc'nc ein» 1,,"c WolMma, zurück und rauchte ruhiz den Re,l emcs ^"""t8, den er untcr seinen Füßen in dcr Allee des "°"« ncfunden halle. h»l,^Utth diefts Ereianiß beunruhigt, luachtt Nclla, di/ ^ die Abreise Sir Edgars lics crschüll^l haltt. H Nanze Nacht schlaflos zn. lÄaorie, wclchc auf cinun y. pplch z« Hi',hcn ihrc>' Hcrrin lass, konnte ebenfalls lein lveiü '^'ckcn, immer wieder fah sie das schwarze, nnt jM^, H"°"" sscllüntc Phantom, wclchcin ,i.- tue U,l>," c.t zuschrieb, auf da<< ganze Haus das größte H/"l hernieder zu ziehen, vor sich anflauchcn. Gegen sei,, s brach ein hefliacr Dommschlag von dcr nud-wa,, l°S; es war dic Anlimdiguna dcr Regenzett. ES Nc„ l".'e erdrückcndc Hitzc und aroße Wollenhaufen ^li» y M allcu Sciltu des Hori^nli«. wie O^b.rac mll Ts^"'ll^" empo!-. Die du,ch acht Monate glühender Blatt l)" crmalletcn Nä»nn' ließen ihrc röthl'chcn l»^ " l)ii.,g.^ und obschon der Passatwino uurschwach >n^,.'" unregelmäßigen ZwischcnlMlMcn sich fnhldar he„ ' >° bildeten sich doi, hie und da ans den Stra E'm ' '" bcm Ufersand Wirbel, wclchc Massen von ^ül,r>. .""^ Sand z„ bedeutender Höh- emvoitrugen. Wli' ,'b "chre,cr Tage stiegen diesc wie Schläuche ac-iin zv' °^"l am ^irui.nncnt cnipor und lüölcn slch t'ücn ,-'"'' "'^cr auf. ohne dcm dürslcndcu Äodt.i te>, >^ "^'^" Meaeiuropfen zxzufnhrcn; nur durchschnit-^°llcn !? '"'^ "Klette Vlihc dcren scitcn und daS ^ sch! Donnc.l, erschütterte dic benachbarten Hnacl. ^"li !!!' ^^ bcc Passatwind, chc er seine aanze l""' M? ." ^"stc enlfesfclle. dic Bewohner aufmcrl. ^ "^le. suh i„ g^f ^, „ehllltn. Alle die uin Bom- bay errichteten Leinwandhütten, in welchen die englischen Offu'i re dic heiße Jahreszeit zubringen, wurden ent» fernt; dic Äaumwollenballen, w^chc zu Festungen aus» geschichtet am Kai gelegen, wurden in die Magazine in Sicherheit gebracht. Menschen. Thiere, die Pflanzen vor allem, erwarteten mit Ungeduld die Regenmonate, welche dcr ganzen Natur wieder Leben verleihen, die aber auch zuweilen über die Küste, von dem Golf von Cutch bis Ceylon, unheilvolle Stürme entfesseln. ^ ündlich ficlcn die ersten Regentropfen nnd die Vö«, gcl ließen die Wipfel von ihrem heitern Msangc wider» tönen. D:.' «Hcbirgsavhänge vcrg-ldcrt^n fast zusehends die Farbe, d,S durch die So,nm,g!>ilt) v.'rdoirte ^aub nahm übcrall seine grüne Fürbutn an. ?Ius der Erde stiegen heiße Dämpfe cinpor, wclchc die Vegetation noch dcschlennigten und lauscnd zarte Pflanzen, welche in Folge der Dürre gefallen waren, wie sie anderwärts dcr In« tensilät dcr Kälte crliegcu, bedecklcn von Ncucm den verjüngten Boden. Dann kam mit dem stctS wieder sich er» nünerndei« (Yüßreaen d.r Passatwind. der große Wellen vor sich l>r tricb und mit Heftigkeit die Zwci^ dcr Bäume schüttelte. Bald wurde er zum Orcan, entsetzliches Er-wachm dieser ruhigen Natur, die so lange zu schlummern .cschicncn. Dic vom Winde geschüttelten Cocos-uußbä'.imc bcngtcn sich unter den Angriffen des Stur-incs; der über d^n Sand acpcitschlc Wellcnschanm ging üdcr dic Terrasse des Gartens hinwe», in dcsscn Mitte sich die Villa oca Capitals Mackinson befand. Die >^l!p. pcn, welche das Ende dcr kleinen Insel Colabah lv'zcich->,cn, u.rschüiandc!, unter d.>n ungeheuren Wogen, welche mit cincm fürchterlichen Geräusch übci- sie herfielen und schlag auf Schlag ertönte dcr Oonncr von den hohen Gebirgen, wclchc die mharattischc Küste umsäumen. Der gewohnte strahlende Glanz des Tages hatte einer liefen Dunkelheit Platz gemacht; die Tonne, welche ihren ^ (Vang hinler den aufgehäuften Wolken fortsetzte, erhitzte deren diä,^ Masse und nöthigte sie, sich in Strömen aufzulösen. .stein Fahrzeug zeigte sich auf dem wüthenden ! Meere; die arabischen Vartcn, welche nicht vor der Regenzeit hatten auslaufcn können, hatten sich auf die am meisten beschützten Stellen dcr Rhcde zurückgezogen und die Fischerboote warteten versteckt in der Tiefe tlei< ner Buchten daS Ende des stürmischen Wetters ad. um wieder in die See zu gehen. Dcr Eapitän Mackinson wagte nur selten einen Spazicrgang außer dem Hause zu machcn ; er brachte scine Zeit damit zu, sein Nargileh zu rauchen und die Journale zu durchstiegen, welche die Dampfschiffe durch den persischen Volf brachten. Im Innern ihres Hauses gefangen, beschäftigte sich Nclla mit dem^escn von Oeschichtswerlen ; sie schämte sich, in ihrem Alter so wenig unterrichtet zu sein: aber oft, während ihr Blick sich «uf die vor ihr liegenden Blätter heftete, entfloh ihr unruhiger Geist in die Ferne und sie dachte an die Gefahren, welche die Seefahrer während der Zeit der Passalwinoe bedrohen. löintS Morgens blies der Wind mit geringerer Heftigkeit, auch der Him» mcl hatte sich etwas aufgeheitert. Da beschloß Nella mit ihrem Vater einen Spazierritt an das Ufer zu machen, um deshalb ein eigenes Co,nit6 bestellt, das die Armenpflege zu leiten und zu besorgen hat. Um dies desto erfolgreicher thun zu können, verband sich das Comit« mit einigen Damen, die als thätige Mitglieder die Aufgabe übernahmen, die wahrhaft bedürftigen HauSarmen der! Stadt in ihren Wohnungen aufzusuchen und ihnen die! Unterstützung des Vereins persönlich zu übermitteln. Diese Damen übernahmen mit aufopfernder Hingabe, wie sie nur christliche Nächstenliebe erzeugt, die keineswegs leichte Arbeit und besorgen sie mit lobenswerther Beharrlichkeit. Jeden zweiten Donnerstag besprechen sie gemeinschaftlich mit dem Comit6 die Lage der unter ihrer Obhut stehenden Armen und bestimmen die Art und das Maß der ihnen zuzukommenden Unterstützung, die durch freiwillige Geldbeiträge oder andere Gaben beschafft wird. Seit tt. April, wo die erste derartige Sitzung statt hatte, wurden ihrer bis 1. December 1K gehalten. Von den 406 fl. 55 kr., die seit dieser Zeit dem Wohlthatigkeits-Comit6 zugeflossen sind, wurden 401, fi. 4 tr. an etliche 45 arme Familien theils in Barem vertheilt, theils ihnen Nahrungsmittel, Qnartier u. dgl. besorgt. Nebst-dem sind dem Wol)ltl)ätigteits-Comits an W verschiedene abgetragene Kleidungsstücke gespendet und von ihm weiter vertheilt worden. Das WolMütigkeits-Comits richtete sein Augenmerk auch anf die Hausbcltler, die in immer größeren Mafsen unsere StM durchziehen. Durch die Erfahrung belehrt, daß die erbcttelccn Kreuzer vielfach eine Verwendung finden, die ihre Opfer physisch n.id moralisch zu Grunde r,chtet, beschäftigte es sich eingehend mit der Frage, wie man dem Mißbrauche der Gaben am wirksamsten steuern könnte. Das sicherste Mittel dagegen glaubt es in den Marken gefunden zu haben, die man den Hausbettlern an Ocldesstatt spendet und die sie nur beim Herrn! Perine für Brot und beim Herrn Wirthen Mauc für Speisen absetzen können. Obwohl die Verthcilung dieser Marken in einer oerhältnißmäßig sehr geringen Familien-. anzahl statt hat, wurden ihrer seit dem Bestände doch lchon über !4.!)0l) vertheilt und beim Herrn Perme über 1^.0l)<) eingelöst. Herr Pcrme, der bereitwilligst die Verpflichtung übernommen, die Marken an Geldesstatt für Brod anzunehmen, hat sich als besondern Unterstützer der Wohlthätigteitöanstalt deS katholischen Vereins anch dadurch noch gezeigt, daß er vom bisherigen Erlös den, ganzen auf ihn entfallenden bürgerlichen Gewinn pr. !5>, Gulden dem Vcreinc zur Unterstützung bedürftiger Hausarmen zurückstellte, wofür ihm der besondere Dank des 6omit6's hiemit ausgesprochen wird. Einen wcitern Wirkungstreis fand das Comitu in der alljährlichen Bekleidung armer Schulkinder, die von der Familie Orel begründet und früher von der Citats nica besorgt wurde. Als der katholische Verein ins Aben getreten, wies sie diese Aufgabe, die statutenmäßig in seinen Wirkungskreis gehört, ihm zu und überließ ilm zu dem Zwecke bereitwilligst den vom Jahre 18<>tt ge» bliebenen Nest. Frau Bleiwcis und Frl. Orel, die bisher die Handarbeiten geleitet, sagten ihre Mitwirkung auch für die Zntunft freundlichst zu, und man konnte alle jene Damen, die sich früher in der Citalnica an dem mildthätigen Unternehmen betheiliget, in den Localitaten des katholischen Vereins wieder finden. Ihrem Eifer und ihrer Ausdauer hat man es zu danken, daß am heiligen Weihnachtsfcste 1869 50 Knaben unk 52 Mädchen ganz neu bekleidet werden konnten. Wir können ihnen dafür nur hankhare Worte, die thatsächliche Belohnung wird ihnen Gott geben. (Schluß folgt.) Neueste Poll. (Tria.inal »Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Tours, .). December. (Qfsiciell.) Inder letzten stacht wurde nach Vern«sselunss der Vat° terien und Zerstörung des Pulvers und des Materials Qrl^ilis geräumt, welches der Feind um Mitternacht besetzte. Der Nückzuss erfolgte in guter Ordnung. Tours, 5. December. ^Tr. Z,^ (Officicll.) Nach den Kämpfen am 2. und !l. d. signalisirte Anrellcs die Nothwendigkeit, Orleans zn ränmen. Obwohl die Regierung günstige Bedingnngcn für den Widerstand er- ! kannte, erhielt Aurcllcs, welcher auf dem Nückzng bestand, ^ doch den einstimmigen Regicrnngsbcfchl, den Rückzng zu bewerkstelligen. Ein Scparattrain mit Gainbctta nach Orleans fand vor ^llchapellc den Weg durch eine prcnßische Neitcr-abthcilung verlegt. Der Feind schlug die Räumung von Orleans unter Androhung des Bombardements vor. Da die Näumnng beabsichtigt war, wnrdc dieselbe an- ! genommen. Die Martnebalterien wnrdcn vernagelt, Pulver und Material zerslött. Mitternacht vom 4. auf ^ 5. December. Orleans ist vom Feinde beseht; man saqt. ! die Preußen rücklen fast ohne Munition ein und machten fast leine Ocfanqcnci,. Dic verschiedenen Corpschefs ^ melden, der Rückzng wlirdc in guler Ordnung be» werkslelligt. Vom General Anrclles liegen leine Nach« richten vor. 5 Orleans ist genommen, die?oire,Armee vollslän-! dig vernichtet. In der R eichs ta gs s i tz n n g vom 5. December leitete Minister Delliriick die allgemeine Debatte üdei die Verträge mit den Südstaaten ein mit Hinweis auf den prouisorischen Zustand dcr Verfcissnng des Nord-bundeö. Der Anschluß der süddenischen Staaten sei durch Artikel 79 vorgeschcn. Die vorlagen streben die Vereinigung aller Glieder Deutschlands an, welche gegen Erwarten schnell durch cin großes wcltgcschichl-llcheS Ereigniß erfolgte. Die Initiative zur Einiglinq kam im September von Vaiern. Delblück sei zur Anhörung dcr bairischeu Vorschläge nach München entsandt worden und war instrmrt, sich jeder Aeußerung zu ruthalten, welche als Druck scitcns des Präsidiums dcnl-bar ware. Inzwischen regte Württemberg UiUerhandlunqcli cm; Baden beantragte den Eintritt in den Ound, Hessen n cldetc den Anschluß. So entstanden die Verseilter Confcren-zen. Dcr Redner betonte, daß in den zuerst vorgelegten Verträgen manche Bestimmungen sich befinden, die den bairischen Intentionen entsprungen sind; ob sie ohnedem lUlsgenommen worden wären. sei dahingestellt, Naheliegende »Fragen sind unberücksichtigt aclassen wordeu; nur das Nothwendigste zur Fortentwicklung der slant» licheu Einigung Deutschlands wurde aufgenommen und die weitere lnnftige Entwicklung wurde der Vereinbarung mit dem künftigen Parlamente überlassen Die Verfassungsänderung charakterisirt sich in der Verstärkung oes föderativen BundeScharatterS, wie dies in der Natur der Sache begründet ist. Ohnc Anntennurig dcs bc-rcchtiglcn Födeialivelenicnlcö isl der Beilrill 3üd-Deutsch-lands llnllmnlich. Der Redner wendet sich sodann zu dem Heerwesen und weist dus Vorhandcllscili der gcmcinsamen großen Grundlagen i,ack. Die Abweichungen für die einzelnen Staaten seien zumeist lransilurischcr Natnr. In Baiern sci dcr militärlschc Oberbefehl seinem Königs im Frieden eingeräumt, dies ist durch die realen Verhältnisse gerechtfertigt. Die Zusammensetzung dc« BuudcSrathcS und des diplomatischen Ausschusses sci lediglich durch die Ver» slärkung des föderativen Elements erforderlich, ebenso die Bestimmungen über die KliegSertlärung. Man mnß cs dem Auslande klar machen, daß der Bund wesentlich defensiven Charakters sei. Der Redner rechtfertigt das Arrangement in der Steuerfragc. Den Wünschen Baierns und Württembergs, auch die interne selbständige Post« und Telegraphcnverwaltung beizubehalten, tonnle um so mehr genügt werden, als die Bundesgesetzgebung davon unberührt bleibt. Dcr bäurische Vorbehalt über die Selbständigkeit auf dem Gebiete drr HeimatS- und Nie» derlassungsrechte wiege schwer. Vaiern habe soeben erst eine neue sociale Gesetzgebung eingeführt mit antcm Resultate, deshalb hatte Gaicrn unnberwindllche Oedeiilcn gegen die Annahme einer nenen Gesetzgebung. Der Vertrag ist auf dcm Boden der Thalsachen erwachsen. Ich bitte Sie, den Standpunkt zu theilen und sich zn erinnern, daß es mchr als ein mal Dcnlschland nicht zum Segen gereichte, das Erreichbare dcm Besseren geopfert zu haden. Gegenüber Schulze, welcher den Antrag dcr Forl' schriltspartci, dic Verfassung einem allgemeinen deulsckcn Reichstage vulzulcgcn, befürwortet, ^eiot dcr ÄnndcS« ' bevollmächtigte Papü nach, dnß die Ncgicnii^en verpflichtet sind. nach Maßqabc dcr Vcrsnssnng dcs Nord-tiundcS vorzugchcu. — Fricdcnlhal spricht für die Annahme der Vcrlräge, wünscht jedoch dic Ciciiung rincö Oberhauptes und fragt, wie es damit slrhc. Delbrnck ciklärt: Prinz Luitpold überreichte volgestcril cin Schrei' ben dcs Bönigs von Baiein, (i/elbrück vcrlieSt das Schreiben.) Dcr Inhalt desselben ist: „Nach dem iöcitrilte Süddeutschlands znm Veifas' snnaStiündliisse werden die En. Majestät übeltrMi'M Plüsldialrcchtc über alle deutschen Staaten sich erstreckc". Ich habe mich zn deren Vercinigung in cimr Hand >« ocr Ueberzeugung bereit erklärt, daß dadurch dcn Oc« sammtintcresscn des deulschcn Valcrlandcö und scincr verbündeten Fürsten entsprochm werde, zugleich aber >w Vertrauen, daß dic dcm Gundc?pränt>i»m „och der M^ fassung zustehenden Nechlc dcr Wledcihcrslcllong ci»ls dluischen Reiches und der deulschen Ka sern'ü>dc als Rechte bezeichnet werden, welche En. Majestät iin NamcN dcs gesummten dculschcn ValcrlandcS uns Grund dcr Einigung seiner Fürsten ausüben. Ich habe mich daher an die deutschen Fürsten mit dem Vorschlage gewendet, gemeinschaftlich mit mir bti Eu. Majestät in Anregung zu bringen, daß die Ä>is' Übung der PläsidialreclUc mit Führung dcs Tilcls c>»cs deutschen Kaisers vc> bunden wc,di>. Sobald mir (5". Majestät und die verbündeten Fürsten ihre Willens meinuna lnndgegcben haben, würde ich meine Rcaicill"s! beauftragen, daS Weitere zur Erziclluig der cnlsp>cchcl'" den Vereinbarung einzuleiten." Telestraphisclier Wecliselso,,ra vom (>. Decenilicr. 5»cic. Mlalliauc« 5',,20, ^ bpcr,: M.tall,l,l>^ mll 31l"'' und Novemher^lnsru 5tt.2l> — 5pcrc, Viauonal.An^hrn ii5,^, l«Wcr S'aatS-Aiilchril 92.5.0. - Vanlactien 7^ - El'fd'l Nciieu ^8,5)0. - London 12Z 10. - Gilbc,' 19125. . K > Mlin^Ducalcn 5.84. - ylllpolrond'or 9.90. Angekomn ens» Krcmdc. Am 5. December. Ttadt Wien. Die Herrci,: Fi'chrr, Kmism,. uon Pilst"' Hl>l'MllM!, Kaufin., uoi, Wanzdorj. -^ Hufmami, 5tanfm > " Asch. — Tnchaucr, Grtrsiochcindlel-. von Sisslk. tflef.int. Die Hrrrm: G>^s l'c>z«nzty, uuu Lchlul; Obcserklü'st^^' — Paichcl, Zalinalzt. von Graz. — Tmmli. Kc,usm., "^ Wien. — Hoc,var, Gutsdrsi^cr, u»» Graz. - Hoccuai', ^° Graz. - Cräfiil Lazanzty. vo» Schloß Ovcrctlciijk'!!», ^^ Theater. Heute: Ernani. Oper. 3Neteorolossisclje NeulzachtilllglUl ill Laiblcw. SclM' I10„ Ab. ,:,l24«.l - iii windstill Lchuce Morgennebel. spcitcr zuilchmrnde Brwöllnüg. Nach 5 lw diitüifloctlger Schnccsall, dic zianzc Nach! nichcMriid. Da« Tas^ mittcl der Wanne - << U", inn 4 1" imttr dcin iliormalc. Vrranlwortlimcr Rrdll^eii!: ^no, l>. H m c» y l,' ^, R il'li'zlNl'l'l^^ TUieo, 5. December. Ohilt lliisglsprochnl üble Tcnde,,»,, bei theilivcise sogar um cm Oeriü^S erhöl)tei, Cinfen vertelirtc dic Bäls,-, da ihr iil loiiirr Ni^tiliiss A„l^»^ Hl»N^i.l»l1lllUfz» lain, in jener tiägci,, gi'schHfiSuillu ligei, Haltung, >vc!ch<: sie seit ciniger Zit immer Iicobachtct, »i.'!l,l sic nicht durch ein besondere,'üreigniij oder durch von cilifj'N l0»nil^>!' Impulse zn einer plähiichc», hcfligcü nnd — uonlbergchenden Ociu^llu^ veranlaßt wird. Nenn uden von lheilweije ct>uaö crlMteil Cursc» crwäh,it wurde, so gill die» dach »nr i,t der Veschvä,it>l^ auf einige wenige Aülagspapiere. liei welchen rill momeiitaller, weiln a»ch geringer Bedarf der W.chsclstillien d?S geeiliqen W^areliuorralyeö wegen schon eine Alleraliu,i dci^ Cnlse« ;» beunrle» "»'^ niluz. Die Gesammiheit der Lurseillwicklun^ aber war, >uo uicht Stagnatiou einlrat, eine langsam lückMgia.e zu nennen. Napoleons, anfangs durch theure Prolongation etwas gedrllckt, vcrthc»"! sich wieder, Dlviscn uolirell clwaS vllligcr al« Sam«lag. ^lV. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 si. <3tld Wllur" Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in'Ilolen verzins!. Mai-November 56 20 56 30 „ „ « Fedruar-Auguft 56 2) 56 30 „ Silber „ Iünner-Iuli . 65 85 65.95 .. „ „ Nprll-October. 65.60 65.70 Sleueranlehen rNctzahldar (j) , —.— —.— Lo!e t, I, 1«39..... 239.-240.— « « 1«54 (4 "/^) ,l, 25>0 f».. —. - —. . » „ 1U60 fu 500 ft. . . 92.40 92 60 ,, « I860 zu 100 fl. . . W4 50 105.— .. «1664 zu 100 fl. . H^o H4.— ^taats-Homüncu-Pfalidbriese zu l20 st. ii W. in LUber . . 11950 120 — ». <5rundenNastuna«-0bliaationen< ^^hmen .... zu 5 pTt 94 - ^°" G.'.lizien .... „ h ^ 7« 25 7-27^ 3iict>er-Oes!crreich. . „5.. <»6 - 97 Ober-OeNrrrelch . . „ 5 „ 95 ^ ^'^ Siebenburgeu ... « 5 „ 74 25 74 75 S.clerm«' ... „ 5 . 92 — 9^ ^ Uüzaro ... - " 5 - 79 25 ?l> 75 v. Actien von Bankinstituten. j Oel>> Waare Änglo-llslerr. «anl »bgest, . . 195 25 l95.75 Anglo-ungar. Van! .... 79.— 80 — Vantverein.......2«>0.- 202.— Bnden-Crcdltanstlllt . . . .230-282-CreditanNalt f Handel u. Oew, . 249 7t, ^50.— Crebilanstalt, allgem. ungar. . . 8l.25 81 7li Escompte-Gesellschaft, n, ü. . . 8«f>. 890 Franco-üsterr. Banl .... 96. 96,50 Gencralbanl.......8450 85 — Haildelsbanl.......106.50 107 vlulionalvanl......730- 73l.— Niederländische Baut . . . .226 25» 22<> ?5 Vereiusbanl.......69.50 90.50 PerlehrSballl.......129.50 131.- l». Actien von Transportunterneb- nlungen. <3elk Waarf Alfllld-Fiumllner Vahn . . . 16^50 169.50 Vöhm. Weslbahn.....241.— 242 — Larl-Ludwig-«ahn.....242.50 243.— Donllu-Dampsschifff. Gefellsch. . 540— 542,- Elisabeth-Westbahn.....216 — 217,— Elisabeth-Wcslbahn (Linz - Bud«- weiser Slrrcle).....182.50 183.50 sterdil^nds-Nordvllhn . . . .2062 2067.— j Fünfl,rchen-Varcser-Vahu . . 1bV— 159.— > K>'l>, Mn.,, ^ 1 ffranvIassvl'z-'Nilkn . . .188— '8850 Lember«->ld Waare Elis.-Westb, iu S. verz. (l. Emiss.) 93 - - 93 50 Ferdiuauds-Nordb, m Silb verz. 101,50 105, Franz-Iosepl,«-Val,n .... 9390 94.20 »Har^Lut.m.zft.i.S.vfrz.l.ssm. 10150 102 — Oefterr. Nordweftbahn ... !>290 l<320 Sirbeub. Bahn in Silber verz. . 87.40 ^' Staatsb. G. 3«/« i "'00Fr. „I, O,n. 133. - l^z Sltdb. G, 3'/« « 5W Fr......11 l 75 1 l"^ SUdb,-G. i> 200 fl. z. 5"/„ siir 100 fl. «6.75 »->' SUdv.-Bon« 6"/, >.18?u—74) ^. Ung. Ostbahll......85.10 ^^ «. «privatlose (per Stück.) Crcditanflalt f. Handeln. Gew. Kell' W° - zu 100 fl. Ü W......163 25 N'^ Rndolf-Stiflun., zn 10 fl. . . '/- ^" Anqsburq flir !<»0 sl, sitdd. W. 10 ! ^0 "5 Franlfnrt a,M. 100 fl. dctt. 102.5' > ^''^ .g Hamlinrcj. sitr 100 Mark Va-ico 90 4 ' -<. London,'für 10 Psuud Sterling l22.Sl> l^> ^ Paris, fl!r 100 ssrancs . . . — ' K. Mitnz-Dncat^l . 5 sf. 83 tr. 5«. A ^ Navoleou«t>'or . . 9 ,. 88^ „ 9 ,. ^ , ^ Pcreü.Slhaler. . . I « 81j , i ' ^' , »rainische GrnudciitlnNungs - Obligallon", vatnotirung: 86,- Geld, - W"^'