Nr. 288. Montag, 18. Oktober 1909. 128. Jahrgang. Mbacher MAW ^^"""traiionepreiS: Mi< Postvlrsrndunss: ganzjäliliss N0 « . halbjOhrin lö X, Im Ko„, mil '.i!,5!>ahms der küim- u»d sssisrlnnr, " ürntion !'ls> sich Milloöiöstrafie Nr 20: dir Ncdnltlon Milloöu'llrlliir iltr, l»c>. 3prfchstni,bsn bl> ! « bi5 10 I ^ vormiliags, Uoslanlirrle Plir!? werdr» nich! axgrnomms», Maiuistriplr <>> lit. I«lephon»Nr. der Me»a!ti«n 32. Amtlicher Heil. Den 1 .'>. Oktober 1 !)0!> wurde in dcr l, I. Hof- «ud Staats, onickerci das I,1V. Stück der polnischen Ausgabe des Reichs» lMchblattes des Jahrganges 1909 ausgegeben und versendet, Nach dcm Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 15, Ok» ivl'er ,9<>9 ^ir. ^7) wurde die Weitcruerbreitung folgender ^"ßerzeuguisfr verboten: Nr. 1 «Alldeutsche Wacht» uom w. Otlober 1909. "r. 191 «I/I^mllneipuxiono» vom 9. Ollobcr 1909. Nr. N^ 9. ,, Flugschrift l «1>.'1'. V l!/n<^zim ti^li^m poZtavoni.» ge» ^,'chnct mit «<)Irn/«l>i Iiuliodmkü pro illlU. 608^^. """ 8lllu5oi»' ii,iltl!i>i.!'llii v l'ieeliüol^, Nr. 81 .Deutsches Agrarblalt» vom 9. Oktober 1909. Nr. !i4 «Ito/.lilclv ix» «!!m«8nr<' 7- Oktober 1909 MchtcrmMchev Geil. Die Teuerung. ,!- ^ Die Teuerung hat in allen großen Släd-"^ ^stt'rreichs. insbesondere in Wien, so erschrel-^ude Dimensioneil ailgelloillinen, das; sie geradezu ^'lc schwere .Kalamität geworden ist, die die be-"were Aufmerfsainkeit aller verantlvortlichen Falben erheischt. Bereits ist ein engeres Minister ^»ntee eiilgesetzl worden, welches die mit der Teuc- ^ iln Zillsaininenhange stehenden Fragen unter-lu,Mn und über die Mittel dcr Mhilfe beraten >ro. E<^ lonnnt hicbei naturf>enms', ein Mlzer ^'nplez- ^>on wirtschaftlichen Mas'.reqeln ^ollpolili-''1N', larifari scher und sonstiger '.»l'alur in Betracht, nid d^. V^,^^^.^i ,^i^ zü'eifellos alles, was in N'ner A'licht steht, aufbieten, um eine Linderung l) unerträglich qclr>ordenel< Preissteigerung aller 'Migeil Bedarfsartikel herbeiMführen. Doch darf ' "^'> nicht nlis'.er acht gelassen loerden, daß die Ne^ ^'^'ung liild auch das Parlament — vorausgeset)!, ^^ arbeitsfähig sein wird — die schlvere ,Vala- inilät nicht allein,^u meisteril vermögen, lvenn nicht die Bevölkerung alliv nlilhilft. (5s ist belannl, das; die Preissteigerungen vielfach gar nicht im Einklänge mit den Veränderungen im Prodnttionsprozesse stehen und den (5ha-raller blos'.er Nilllür, init anderen Worten der Plusmacherei tragen. To ist es z. B. notorisch, das; die fortwährenden Erhöhungen der ^-leischpreise in Wien hänfig direlt in» Widersprüche mit den Vieh-marktverhällnissen eingetreten sind. Die Zufuhr ist oft mehr als genügend, die Preise anf dem ^iinder^ und 3techviehmarlle fallen und im Detailvertause gehen sie lustig in die Höhe. Tie Ursache liegt offensichtlich in der völligen Wehrlosigteit des Konsumenten, der jedem ^lttenlatc des tleinen Händlers ausgeliefert ist. Tie .Konsumvereine sind nicht genügend verallgemeinert, um da unler allen Umständen wirl-same ^'Ibhilfe zu schaffen, und überdies sönnen sie bei einer Anzahl wichtiger .^onsumartitel uicht eingreifen, welche vermöge ihrer Eigenart unter allen Umständen dem Privathandel überlassen bleiben müssen. Besonders aber fehlt es, wie wir bei ähnlichen Anlässen schon oft betont haben, an jeglicher Organisation der Xonsumenlen. Allies und jedes beginnt sich zu vereinigen, weil nur in der Vereinigung die >Naft ruht nur die Ttaatsbürger in jener Eigenschaft, die allen gemeinsam ist. nämlich als.Konsumenten, sind nicht organisiert. Wären sie es, so könnten sie manchen unberechtigten Preissteigerungen wirtsam begegnen, vornehmlich durch das Mittel des (^ebranchsstreits, das z. B. die organisierte Arbeiterschaft mancher Ttädte erfolgreich gegen willkürliche Erhöhungen der Bierpreise angewendet hat. '.Ilun ist freilich dieses :'lbwehrmittel nicht überall und uuter allen Umständen gleich anwendbar, es läf;l sich gegenüber dem Biere leichler handhaben als etwa gegenüber Fleisch und Milch. Mer auch in diesen Artikeln ist eine Einschränkung des XousumS durch Heranziehung anderer Nahrungsmittel oft durchführbar. Es wurde z. B. vor- geschlageu. für eine gewisse ^eit den Milchl'onsum alif die wichtigsten ^älle. wie linder- und tränten-ernährung zu beschränken und den gewohnten Milchkaffee der Erwachsenen durch Tee zu ersetzen: ebenso an bestimmten Tagen der Woche stall des frischen Rindfleisches etwa gepöckelles Tchweinefleisch oder Geflügel zu konsumieren. Das sind nun freilich 5'lbwehlmiltcl, die nur den wohlhabenden blassen zur Verfügung stehen, welche die Preiserhöhung an sich erschwingen können und in der ^age sind, zu anderen ebenso kostspieligen Nahrungsmitteln zu greisen. Die minder günstig gestellten Vollstlassen aber werden leider immer mehr genötigt, eine :'lrl unfreiwilligen Hungerstreik durchzuführen, weil für sie die wich-ligslen 5ionsumarlikel immer unerschwinglicher werden. Haben ja doch Untersuchungen, die in den leyten Tagen angestellt wurden, eine wesentliche Einschränkung des .Konsums der Wiener Bevölkerung ergeben. Selbstverständlich suchen die Arbeiterschaft und der lleine Mittelstand ihre Lage zunächst durch Erhöhung der Lohnforderungen, bezw. des Preises ihrer Erzeugnisse zu verbessern- allein dieses ^uslunslsmitlel l Europa stehen, für die in diesen» Jahre nach ,,....-Satzung einiger Newyorlcr Bankiers das ""Iche Tümillchen von 170 Millionen Dollars an- l'e's^l" '^ '^'"' ""»I das Reisen in der Heimat d.'w '^ lMoallige Tummen; l!,7 Dollars hat im ^gangein'u Jahre jeder Einwohner der Vereinig- mn's^""^" ^" Eisenbahnfahrlen ausgegeben. Ver- nyiagt „,an hievon nur ein Viertel der 1'lus- so erhält man bereits ^in' '""" Dollars- hiebei siud aber die :l2 ^ wnen Dollars noch nicht mitgezählt, die die ^^man^ch'llschaft für Schlaf- und Luxuswagen ^ "'Müll. Bedeutend lnehr als das Eisenbahnsahren ^0l,/ . '"' loeildel der ^'l>nerilaner für Theaier. ^!' Millionen . uais beziehen. In, ganzeil bezahlt das Publikum !U'!vM> Ä" l"lMich N)<» Viillioneu Dollars. Für <^',>, ' ^ 7"-gnugungell, -Zirtlis, >linenlatographeil ^o,.'i " ^"^^^" '^'l') "nd die Lllstbarte'itcn auf lion, ^ >?"^ ""'ben nicht lveniger als 150 Mil-'N'ht de^! ?^ '7<^ll. Mit ähnlichen Niesenzahlen die "< .. ."!'^"llp"'< 'n Ariers Sündenregister: 'lulomobllproduktion i.u Jahre 1W0 betrug 4,7 '.lilillionen Dollars; 1l»00 lvareii daraus 2tt,li Millionell Dollars gewordeil, uud fiir das Jahr I!»0l» schäht maii die entsprechende Zahl auf N0 Millionen Dollars. Hiezu kouiinell iloch Ausgaben für importierte 'Automobile, die allerdings nur 5' bis l0 Prozent dieser Summe betragen. So könnte man glauben, das; die Vereinigten Staaten bereits ein pferdeloses Land seien. Das Wagenfähren ist jedoch noch lange nichl ausgeslorben; im Jahre N105,, alls dein die letzte amtliche Statistik hierüber stammt, wurden sür Luxuswagen 5>li Millionen Dollars angewendet. Für Arbeitswagen, wobei auch die Wagen der Landwirtschaft mitgezählt sind. haben die Vereinigten Staaten in demselben Jahre uur -!7 Millionen Dollars ausgegeben. Die bis jetzt aufgezählten Posten würden elwa genügen, der öffentlichen Schuldenlast das (Gleichgewicht zu halten. Das Sündenregister ist jedoch noch lange nicht zu Ende; ja, es stelln noch gewaltige Posten darin, die alle bisher genannten noch bei weitem übertreffen. Für Klaviere zum Beispiel werden jährlich fast '»0 Millionen Dollars aufgewendet, und innerhalb der letzten fünf Jahre isl diese Ausgabe um 57 Prozeut angewachsen. Für Phonographen und andere Sprechmaschinen samt Zubehör werden gegen U! Millionen Dollars allsgegeben. TchießPulver steht mit rund W Millionen Dollars in dcr Liste. Feuerwert mit 2 Millionen. Die größten Zahlen finden sich. wie zu erwarten ist, bei l^etränlen und beim Tabak. Rund 500 Millionen Dollars betrug im Jahre 1Wl> die einheimische Prodult ion von Likören und dergleichen, 19 Millionen Dollars der Wert importierter Erzeugnisse: hiefür aber haben die Käufer im Kleinhandel rund doppelt so viel, also über eine Milliarde Dollars, bezahlt. Hiemit aber ist der nationale Durst noch nicht gestillt: denn es kommen noch Mineralwässer hinzu, von denen die Vereinigten Staaten im letzten Berichtsjahre für '50 Millionen selbst erzeugt und für 1,1 :j Millionen imponiert haben. Tabak in jederlei (Gestalt ist im Jahre für .!.l1 Millionen Dollars verarbeitet und für ^7.li Millionen Dollars eingeführt worden. In diesen» Jahre Hai man die entsprechende Summe auf .'!5tt Millionen im voraus veranschlagt. Eine im Vergleich mit dieser Zahl sehr große Ausgabe bezeichuel (tarier für Süßigkeiten, hauptsächlich iil (bestall von Eanoy. Während im Jahre 1><>0 für drei Millionen Dollars Eandy verzehrt wurde, war die Zahl 1K70 auf 15 Millionen Dollars. 1tt<^ auf 'l'l, 1905 auf ^7 und 1907 auf 101.57^.000 Dollars angewachsen, das heißt der (^andl,verbrauch ist um mehr als das Doppelte so schnell wie die Bevölkerung gestiegen: und dieses Mißverhältnis vergrößert sich immer mehr. Übrigens bezieht sich diese Statistik nur auf oeu Großbetrieb. Eiue (Gruppe von Lurusgegenständen kommt fast ausschließlich auf Rechnung der Frauen, nämlich Schmuck mit Nj Millionen jährlich. Parfüm und Kosmelita mit 11 Millionen, Federn und Blumen mit 10 Millionen. Spitzen und Besatz mit ^j. a^ dere PuNgegenstände init 05 Millionell, dazu noch die Riesensumme von 197 Millionen Dollars ,ur Seide. Alles in allen, ergibt Carters „^nnden-register" die Summe von ^j wünschte As endlich gefunden hatte, das sie dann ener> gisch mit der Pfote bedeckte, als wollte sie sagen: „Ville i'chön!" Das (i^perimeul wurde mehrfach wiederholt-aber die kluge Gans irrte sich nie. Tanu legte man ihr eine Auzah! oou Äläuer» oor, auf denen die Äezeich. nnugen von allerlei Gegenständen aufgeschrieben waren! Tintenfaß, ^eder, Uhr, ^eilnng usw. Der glückliche Äesitzer fragle dann seiue Jimmy: ..Was isl das?" uud hielt ihr dabei ein Tinlenfaß vor oie Augen. Sofort nahm Jimmy das betreffende Papier mil der richligeu Inschrifl. Auch hier brachten alle Wiederholungen des Kunststückes nur die Bestätigung vou Iimmys In» lelligenz. „Woraus isl die>e Kelle gemacht?" fragle der Besitzer die Gaus uud zeigte ihr eine goldene Uhrfelle, woraus Jimmy ohne Zögern das Papier mit der In-schrisl Gold in den Schnabel nahm. Aber Jimmy isl uichl uur ein guter Kopf, sie hat auch Gemüt. Überall, hiu folgt sie ihrem Herrn getreulich »vie eiu Hund; wenu er nach läugerer Abwesenheit zurückkehrt, flattert sie ihm fröhlich eulgegeu, fpriugl ihm alif die Schuller nno schlägt our Freude mil den Flügeln. — e Hersteller von Bomben. Dagegen fallen bei den Falsch' muntern die knrzen Arme auf. Merkwürdig bleibl, daß fast alle verheiraleleu Verbrecher eine Spannweile zei» gen, die 4 bis 8 Zentimeter über die Körperhöhe hm« ausgeht, also dem uormaleu Menschenlypus eulsprichl, während die Iuuggesellen zum größten Teile anormal lauge oder auormal furze Arme ausweisen. — Mn strcnqcr Vur.qeschterj schein! der Direktor des Minsler Post» und Telegrnphenbezirks, Slaatsral Krav<'uf, zu sein. Vor lurzem verbo! er seineu Unter« gebenen, Vrillen und Slöcte zu lragcu- jetzt Hal er,^wn' russische Bläller erzähleil, den Beamten auch das ^ra» gen geslärfter Kragen verboten. Eiu Poslbeamler, der dieses Verbo« nichl beachlele, lourde ohne weileres alls dem Dienste enllassen. Alis der Elraße hall der gc'« strenge Herr Slaatsrat alle Veamlen, die steife Kragen und buule Kra»oallen lragen, an nnd sanzell sie vor versammellein Volle ab. Unlängst oersnchle er sogcn, einem Telegraphenbeamleu in der Kirche eine Rüge 5» erleilen. Der Beamle lrng einen Nocl mil Samtans' schlagen, nud das gefiel Herrn Krav<^uf uichl. Als er aber den jungen Elegant zur Rede stellen wollle, cm!» worlele dieser barsch! „Ville, stören Sie mich nicht >»> Gebel!" Dafür wurde der secte Jüngling, als er die Kirche verlassen halle, aus Krav Komische Zwischc!'' fälle ereigneten sich ans der Reise, die der amerifauiM' Präsiden! jüngst nach den westlichen Tlaalen unlernalim. In Eansas Eily versuchte er bei einem Festessen vcr< geblich, sich in einem eigens für ihn gebauten Stuhl niederzulassen. Sein Südpol war zu breit, und stot' lerude, rallose Kouliteemitglieder schwitzlen Vlut, gan,',c Eimer voll, als ein Kellner mit einer Ar.t erschien, m>! einigen Hieben die Stuhllehnen ^ersplitlerle uild w>e ein neuer Winkelried dem rotunden Präsidenle» eine Gasse bahnle. In Colorado Springs brach das Bett, in dem Tast schlief, zusammen, uud fast bei ^edeM Haltepunkte halle er sich gegen die Witze des Publikums über sein Gewicht zu verleidigeu . . . Während seines Ausenlhalles in Glenwood Springs, im Herzen der Felsengebirge, jubilierle er laut, als die Wage stall der 84i» Pfuud, mil denen er die Reise autral, nur 323 Psnnd zeigte, doch legle sich seine Freude, als ihm schonend milgeteill wurde, daß der Gewichtsverlust nur eine Täuschung, nämlich der Höhe von zwei Kilometern über dem Niveau Washingtons, zuzuschreiben sei. — as Schicksal eines enqlischcn Osfizicrosäbcl^-! Im Memeler Ties wnrde kürzlich ein englischer Ofst' zicrsläbel ausgebaggert. Der Säbel gehorle, wie^ >»' zwischen festgestellt worden ist, den, Kommaudeur I"l)" s^oo!e vou der englischen Korvette „Eonflist", die z»'' Zeit des Krimkrieges im April 1854 vor Memel lag-Kapitän ^oole war am 18. April 1854 in Begleitung des Schifssarzles an Land gekommen, um wegen mch' rerer aufgebrachter Prisen zu verHandelu. Als beidc gegen Abend nach der Korvette wieder zurücks»!)!'^' kenterte das Schisssbool in der Brandung. Obgleich s»' fort das Lotsenbool zu Hilfe gebrach! nnnde, sonnig Zirkusleute. Roman uou Karl Muusmann. Einzige alitovisicrte Überj^ung. (27 Fortsetzung.) (Nachdruck vl-rboiei,.^ Der Geldbeutel war aber nicht zu finden. Es mujzte ihn jemand genommen haben. Es war aber doch niemand anders als Hugo bei ihr gewesen. Vr konnte ihn unmöglich entwendet haben, namentlich heute abends, wo er sich so brav gezeigt hatte. Tie Fürstin trat schnell an die elektrische Klingel und drückte darauf. 9. KaPitc l. Der Geschäftsführer Schwarz zeigte sein blasses Antlitz mit den dunklen Pfiffigen klugen und dem Spitzbart in der Tür. „Wünschen die Frau Fürstin etwas?" fragte er mit einer süßlichen, einschmeichelnden Ttimme, die zu anderen Zeiten rauh und scharf sein konnte. „Haben ^ie mir nicht die Abendkasse gebracht, Schwarz?" Der Geschäftsführer hätte beinahe das Gleichgewicht verloren. Auf diese Frage war er uicht vorbereitet. „GeN'isz habe ich sie gebracht. Ich habe ja vor kaun, eiuer Ttunde das Geld hier an dieser Stelle in Ihre Hände gelegt und Sie begaben sich wie gewöhnlich mit dem Beutel in die innere Garderobe. Er enthielt im ganzen 47l>5 Franken in Gold und Papier. D0.5 kleine Geld habe ich wie sonst gewech- s.i.. "Ä' ^"< '^ ^ls' schon," entgegnete die Fürstin. „Ader das G^d ist fort." ^„Da5 ist ja unmöglich! Wo sollte es geblieben „Ja, dasselbe frage ich." „Hier mus; ein Irrtum vorliegen. Sie haben in diesem Wirrwarr gewiß nicht ordentlich nachgesehen," sagte Schwarz, während er einen fast beleidigten Alick überall auf die großen Blumen-buletts warf, die im Zimmer umherlagen. „Ich habe ganz genau nachgesehen. Das Geld ist fort." „To ist es gestohlen," sagte der Geschäftsführer mit Nachdruck, „denn ich habe, wie Sie felbst zugestehen, das Geld abgeliefert. Jedenfalls gibt es leinen anderen Weg, als daß die Sache möglichst schnell der Polizei gemeldet wird." „Ich möchte nicht gerne die Polizei in meine internen Angelegenheiten hineinziehen. Es gibt immer Veranlassuug zu allerhand Gerüchten und .Kommentaren." „Tas ist schon möglich, Fran Fürstin. Anderseits dreht es sich aber doch um eine zu große Summe, als daß man sie sich stillschweigend vor der Mse wegstehlen lassen möchte." „Tas gestehe ich ein," entgegnctc die Fürstin ili ärgerlichein Ton. Sie wüuschtc in diesem Augenblick, daß sie gar nichl über die Sache gesprochen hätte, die zweifellos ihre Geschäftstüchtigtcit in den Augen des kleinen gewandten Herrn Schwarz sehr herabsetzte. Tiefer hatte fchon häufig dcn Wunsch um eine andere Art der Abrechnung geäußert. Herr Schwarz hatte sich denn auch inzwischen klar gemacht, daß er das Vorgefallene venühen wolle, um eine neue Abrechnungsart zu erzwingen. (5r ließ sich deshalb nicht von der Fürstin mit einer Handbeweguug abweisen, sondern blieb stehen, während er sagte: „Ich meine trotzdem, daß wir die Tache der Polizei melden sollten." „Und ich habe Ihnen ja gesagt, mein gutc'l Herr Schwarz, daß ich die Einmischung der Poliz^ nicht wünsche. Ich nehme an, daß Sie mich ^ niigend kennen, um zu wissen, daß ich meine Aus' fassung nicht ändere, wenn ich mir einmal etwa-in den >lopf gesetzl habe. Tazu kommt," fügte <"' in etwas milderem Tone hinzu, „daß es ja eine Sache ist, die nur mich angeht. Ich allein habe den Verlust zu tragen. Ihnen kann das Ganze ja zicw" lich gleichgültig sein." „ „Nein, Frau Fürstin, das ist es durchaus nicht, entgegnete Herr Tchwarz mit einer gewissen Nürol'- „Was will das sagen?" fragte'die Fürstin unc> betrachtete erstaunt den kleinen Geschäftsführer, dci ihr selbstbewußt ins Antlitz schaute. „Ich bin hier der Geschäftsführer uud für?'^ Kasse verantwortlich. Taß das Geld gestohlen '!.'; wird schnell bekannt werden. Im Zirkus haben dn Garderoben viel Ohren und noch mehr Zungen-Selbst wenn Sie mich nicht im Verdacht haben . - - „Aber ich habe Ihnen doch gesagt, Schwa"' daß ich nichl daran denke," unterbrach ihn di Fürstin. ,,, „Tas glaube ich schon und ich weiß auch, om' ich, der ich Ihnen so viele Jahre ehrlich und tM gedient habe, keine Veranlassung zu einem Mu^ trauen gegeben habe. Aber im Zirkus kann »"'l" ganze Autorität und mein guter Ruf vernichlel wel-den und damit ist mir nicht gedient." ^ „ „Wie könnte das nur geschehen, Schwarz? „Ah! Nichts ist natürlicher als das. Alle wiss."' daß ich der einzige hier bin, der mit den Gelosaa)«-!der Frau Fürstin zu tun hat. Erfährt nmn^nu^ l daß eine größere Summe Geldes fehlt und da>', ? Polizei der Tiebftahl nicht gemeldet ist, was n'N man dann sagen, Frau Fürstin?" „Ja, das weiß ich auch nichl." sForlschung solgl.) Laibacher Zeitung Nr. 23«. 2141 18. Oktober 1909. "Ul oer ^chisssarzl !!»d ei», Matrone gerettet »verden. Kapilä» T^oole und vier andere Matrosen ertranken. Der ^ berpräsident von Ostprenße» hörte vl.ni dem ^lind mid >oll, »oie es heißt, als or jüngst in Rominten zur Jagd Fladen lvar, dem Baiser davon erzählt haben, der so-WN genaliere Erkundignngen eingehen ließ. Der ^äbel, der sich noch in Memel befindet, diirfte an den ^ohn des Ertrunkenen, der gegenwärtig englischer "onteradtniral ist, znrückgegebe» »verde». — lDer Valtträuber im Automobil.j Aus Newyork, ^- d,, wird telegraphier!: Im Baillvierlel von Ehieago l'reilniele^ sich hente eine ansregende Assäre. Eiil ele-Futter Herr fuhr /nil eiuem Aulomobil bei einein Motze» Baulgejchäst vor, betrat mi« einein Revolver in osr Hni,d den ^aden, z»vang die anlvefenden Beamten o" Häiide über den Kops zn hallen, nild beuiächtigle !lch dmm des gesamte», vorhandenen Bargeldes. Hieraus o^licg er »vieder das Automobil nnd raste davon. Per-Wlgeude Polizisten feuerten mehrere Schilsse hinter ihm l)er, deren einer einen Pneumatik traf, so daß er plagte, 'lls der Räuber sah, daß er nicht mehr entkommen ">mle, jagte er sich selbst eine Kugel dnrch de» Kops. <(3rtlnrunss einer ^cqcude.) Ein Amerikaner ^>!^l' einem englischen Besucher die Stelle, an der, »vie ^' ^"ge geh», eius! Washington einen Dollar iiber den Potomac geworse» haben soll. Der Besncl)er staunte ""lürlich uud änßerte sein Befremden darüber, »vor-"»! der Amerikaner erwiderte: „Sie müssen doch auch ^'ücksichligen, daß »nan zu jener ^eil mit einein nd ^'"'N'» iu deu'Bodeuseukuugeu, Wälder, auch Aussichts. !-»>>!>(', d>> einen Blick über eine ganz eigenartige Well ^"Mren. Aber des garstes größte Wnnder sind seine '^h ci, „,^ Grotten, seine lrichterartigen Einsenknngen '^^'»e») und schachlartigeu Abgründe «Golobine ^, ^aubeulöcherj: diese Untenvell des barstes, in ihrer ^' »>ch< minder großartig als die stolzen Türme uud 'N»neu der Alpen, is! von der To»risten»ve!l uoch viel "" >"enig ^','ucht. .^. Ei»e Ausnahme macl>l allein die Adelsberger ^>rotjc. Ihre güuslige ^age an der Bahnlinie l^aibach. , -,^' ihre ge»vallige Ansdehnnng nud dabei überans " ^^^egeh'barleil,' die Menge nnd Schönheit ihrer ^uplsteingcbilde ziehen massenhaft Besucher herbe,, ^r wer »ur die Adelsberger trotte gesehen hat, kennt s>,>!'i "'"^l des barstes noch lauge nicht. Anderer wi > ?> Wunder, jedoch uicht so großartig und imposant , ^' d,e obeuenvähnte Höhle, liege» noch viele zerstreul ,„,, ^'izen ^elsgerüste des Karstes. Eine solche kleine ,,;)'^'schc Schatzkammer liegt im Osten von Trieft ' ''-"rgiuile. ^ Nenn ma», trieft im ^iücle» lasse,>d, den Gipse! ^^ ^alllierge erstiegen Hal und, der schönen Stadt, die il,^, >^'ulrum eines weilen Panoramas, teils von li^'!" ^lfl', teils vou reizenden, mit so vielen killen !v.'i> '< ^>'^>» umgeben ist, eiueu Abschiedsgruß zu-, >",'d, deil Blick ostlich aus den Karst lenkt/ gewahrt dies,'.'' b"' P"1pektive an, T^uße des Berges' Kolas >1lei, '?'^' Ortschaft vou Bazoviea, uud gegen Süden, ^ U) l>,„^. ^^^. j„ ^^, ^^^.^ ^.„ ^.^,,ich^„ ^'ichl'!,. ,^ '" dou ^ipi^ hinter »velcheu, sich, inehr gegeu Westen hrrrs? ^'^""l'schr Berg Nanos abhebt, der hier be-icl, ^!^' '" seiner ^eriistreclnng sodann abfällt, um !en !fi' Weiler gelegenen Inlischen Alpen anznfchlie» ^li^ ^ ' >»an nun die Fahrstraße verfvlgl uud, au ,„^""" oorbeigekomme», ^ipiea links läßt, so schlägt ,,^> die »t,chlnug ncicl) Eorgnale ei», dessen ^roule »>a„ >' ^ ^'rue gegen Osten zu »vahrnimuil. Bevor .'wiill > ^"'-^"^ !''^' "'^' sagbare Straße, welche !ä» < ' ^^il'll, Wieseu und verwilderlen bügeln links ^^// "'"l).der Grotte hin. Vergeblich sucht' man die >MnVl,! , ^ ^' ^''sp"lil'u und wähut sich beinahe ge° ^ l)i, ,1,^ uii^.i^^.,,^ ^^isl^.„ Bäuinen nud Geslrä». der i„ >? "b"rascl,te Auge vor sich de» Nacheu sieht, lob ' b" ln'se» Einge>veide der Erde sührl. Eine steile, ,^^ "umgehauene Stiege führt zur Eintrittspforte: hat "Mü,, !'^' ^'rchschrillen, befiildet man sich unter 5er Ai„i, ' 1"' ^"lbuug eiues große» Saales, wo das ^„s^""^"'e»s i» der umgebeudeu Duuselheit die Ge° trachtet, was uur uach und »„<',V-!'.' ," '^ gelingt. Alsbald trifft man zur Rechten 'ck'icl,'.. . l"' "" N"t"l voll des frischesten Wassers, >„>, ^. ".^',"l' t's die Natnr eigens geschassen hat, <,0ch > ''i."'"1"psU'u Besucher zu erquicke». Geht man 5" Gr n ""'^ws und kehrt sich gegen den Eingang 'l'lend.'n /?.'""' ^' bewundert man den ganzen bewäl^ ""» d vl, ^' ?.'" ^'^>^' a"äumigen Saales, der von bl's ^ ,?,.^V' ^'ngangsN'ölbung eindr.ugeuden ^ieslcre „,it ^i !, ''^''^'^ '""^isch erhellt wird. Diefer von den 5>'r "l,.s?>"""' ^'"sie infolge der Berührnng mit -",»o,phme überzogenen Wänden nnd dem Ge- >nölbe »viderstrahleude ^ichlichimmcr verleiht allen in der Nähe befindlichen Gegenständen eine bläuliche ^är> bnng. Die Wölbung des beiläufig 40 Meter breiteu uud laugeu Saales scheint von einer großeu Säule getragen, »velche i>l der Mitte 12 Meter hvch bei einem Nmsange von 5 Meter an der Basis aufsteigt und nach vben zu stärker wird. Man ist überrascht, zu ^üßen dieser Sänle die Bruchstücke eiuer anderen zu finden, die vur ^ahr-huuderteu die Stelle der gegenwärtigen eingenommen habe», muß. Als den entseNIichen Umwälzungen 5er Natur die Rnhe nnd Koi,solidieruug der Erdmafseu i,achsolgte, >vie viele Jahrtausende bedürfte es zur Bil' duug der ersten Säule? Wann nud »vie wurde sie um» gestürzt? Wie lange ^eil war zur Nildung der jetzigen notwendig? fragen, die fich dem Geiste häufig bei Be> lrachluugen diefer unterirdischen Orte ansdrängen, wo die deutlichste!, Beweise bezeugen, daß die gegenwärtigen Tropfsteingebilde einer neuen Ara angehören und größleuteils aus den Ruinen der früheren entstanden sind. Die Grutte entwickelt nach jeder Seile hin immer mehr ihre vielfachen Schönheiten! bei jedem Schritte ncue Schaubilder: Säulengänge, Slntnen, Vorhallen, Rieseugruppen, die sich hie und da anstürmen, sahnen, Schleier, bisher uuersuudeue Zierate«, uud phauta-stische, jeder Beschreibung spottende Gebilde. Tritt man weiter ins Innere, so fällt uns znr linken nnter ande. rem eine Sänle auf, die Zypresse genailnl, nnd, ab. wärts steigend, geivahrl uian einige Teile der Wand mit ungeheuere» Tropfsteinausähen von vier, fünf bis zehn lind mehr Meter von verschiedenen formen und Dicle besetzt, ^orwärls schreileud, gelangt man in einen großen Saal, der iu seiner ovalen ^orm das weite Gelaß einer Königsburg zu seiu scheinl; der letzte Punkt, bis wohin das Tageslicl)l driilgt, ist eine au schönen Gebilden nach den Seilen hin sehr reiche Stelle. Steigt man etliche Stnsen hinab, so erweitert sich die Höhle, '^ur ^,'ukeu Abgründe, zur Rechten, ist sie sehr gerän» mig nnd die Decke hoch: hier bewundert man die „Regenschirm.Niederlage", eine Bilduug, welche die sehr getreue Ansicht eines solchen Geschäftes gibt. Steigt mau weitere süufuudzwnuzig Stufe» hi»ab, so gewahrt ma» a» der li»ken Wcmd auf der Höhe von eineinhalb Meter eine weißere Schichte alo die darüber lagernde. Die physische Ursache dieses Phänomens ist »och »ichl genügend erklärt, ^nr rechten Hand nnter» scheidet mau eine Verliesnng, genannt das „Grab", znr linken die „Cilberplalte" nnd höher den Ofen: steigt man ein wenig weiter hinaus, fo gelaugt ma» z» einem fchöueu Sialaklilen „Eolonua ^orlis"; mau behauptet, daß u,an bis zum Jahre 1777 uicht weiter vordriugeu kouute. Weuu u»au diese Säule betrachtet, so vermag mau sich eine deutliche Vorstellung von ihrer Pildnng zu macheu, uämlich die, daß der Stalaktit vou oben nach nuten, ganz plattanwachsend sich mit de», Sla» laamile, der sich vo» u»le» »ach obe» »ach Art a»s-eina»der geschichteter Krautlöpfe ansetzte, vereinigt halte, ans diese Weise eine eiuzige Sänle bildend. I» kurzer Eutsermmg, mittelst sehr geringer Ttei. gnng, gela»gl ma» zum „Wasser" der Grotte, einen, der schönsten Punkte. Verschiedengeslaltige Säulen NM' geben diesen sehr frischen, unversiegbaren Teich, der durch eine Art läuglicheu Bassins begrenzt ist und nach welchem zu von der Decke herab vielfache Wasseradern verschiedener Mächtigkeit von schimmernden Kristallen herabregnen nnd bei deu, flackern der Grubenlampen blitzen. Wenige Schritte »veiter bietet sich den, Blicle eiu aus mehreren änßersl verschiedeugestalligen Gebilde», zusammengesetzter Durchgang dar: hieraus folgt der „Beichtstuhl", sodann die „Säule des heiligen Georg" nnd noch etliche Stufen hinab gibt es wieder Pracht' volle Tropfsteingehänge, von denen eines fast wasserhell ist, Wenn man zwischen einen, Hansen vo» Bruch-steinen nnd nmgestürzlen Stalaktiten, dnrchans nenerer Bildling fortschreitet nnd auswärts steigt, gelangt man znm sogenannte», „Pergamus". Im Jahre !K16 besuchte Seine Majestät Kaiser T^ranz I. bloß bis zu diesem Punkte die Grotte: man konnte damals nicht »veiter vordringen, gleichsam als ob die Natur den meuschlichen Nachforschungen den schönsten Teil ihrer unterirdischen Schöpfungen eifer» süchtig verschließen gewollt. Hier nimmt man einen »»endlichen Absturz wahr, tiese Höhlen, umgefallene Säuleu: zu jeuer ^eit pflegte mau iu diesen Äbgrnud Steine zu werseu, die sich, sprungweise ausschlagend, allmählich verloren nnd durch ihren dnmpse» Ton den Hernmslehenden Schrecken einflößten. Allein die mensch, liche Nalnr überwand im ^ause 5er ^eit alle diese Hin-dernisse nnd im Jahre >88<> verschaffte ma», sich Zutritt zu dem ansgedehnlesten »nd prächtigsten Teile dieser Höhle. Den gedachten Abgrund zur Rechten lassend, steigt man durch euge Sliege» hinab nnd nach »venigen Schritte» gelangt man z» einem mit schöne» Zieraten aus Stalaktite» geschmückte» Ausgange, unter welchem eine zierliche und schlanke, zur ^inle» besiüdliche, mit der Decke sich verei»ige»de Säule vo» 4 Meter Höhe besondere Beachtn»,g verdien«. Durchschnitte!, vou Massen nngehenerer, in Unordnung aufgeschichteter Steiublöcke, schließt sich beim Hinabsteigen die Decke immer mehr: es ist nnmöglich, während dieses Ganges nicht eine Art Bekleinluuug zn emvfiuden. Hat man diesen niedrigen Durchgang hinter sich, so hebt sich die Decke wieder etwas, man tritt in einen kleinen Saal, reich an schönen Formationen, darunter eine, welche durch ihr über. rascheudes blendendes Weiß einem Wasserfelde gleicht, das der Beachtung würdig ist. Auf eiumal bleibt der Blick 5es Besuchers verwun> dcrt auf dem Schauspiel haften, dao sich vor ihm enl» wickelt uud ih» für die ausgestandene», Mühe» in ge> wisser Einsicht zn belohnen scheint. In der Galerie duses letzlen ^aale^ der Grotte zerreißt das ^ichl des Magnesiums den dichten Schleier der Finsternis und ob des zitternden Spieles der schrägen Beleuchtung nnd des Schattens scheinen sich alle jene Kolosse zu ragen und zu belebe»», gleich einer Rotte Krieger mil ihreu spitzen tanzen. Was uur die glühendste schöpferische Phantasie an Schönem nud Wunderbarem zn ersinnen vermochte, erscheint hier »vie ei», Panorama. Dieser Teil unterscheidet siel) vvrzüglich durch seine unermeßliche Vielseitigkeit an Gebilden, von den kolossalsten und phantastischeste», bis zu den kleinsten und zierlichsten: hier sieht »na»» Stalaktiten in einer li/änge von 1 bis 2 Meter, welche von der Decke herabhängen und Schrecken einflöße»,, indem sie niederzustürzen drohen, obwohl sie sich im langen ^aufe der Jahrhunderte nicht von ihrer Stelle gerührt haben. Steigt man sodann zwischen viel» fach wechselnden Gebilde»! neuerdings abwäns, so taucht unter deren bemerkenswertesten die „^rgel" auf, die mit ihren blendend weißen, von der Decke herabhängen, den Rohre), eine vollständige Idee dieses Königs der Instrumente gibt: mau gewahrt daselbst auch sehr schöne Gruppe» uud andere Sänlchen, die sich gleich Lbelisken erhebe»,. Wenige Schrille von der „Orgel" taucht eine kleine Säule aus, die mau wegm, ihrer reizenden T^orm „Die kleine Zypresse" nennt. Man bewnnder» dort nene ^ormalioueu, vo», deuen man ob ihrer Anmnl die einen mit Blumen vergleiche» köuule, andcre mit Statuen »nd andere »nil glitzernde» Kristallen, die in der Dunkel, heit lenchten, nnd wieder andere, die in de» lebhaftesten Farben spielen. Dieseu 3eil könnte man mit Recht den „unterirdischen Garten" nennen. Wohin man den Bück wende» mag, gewahrt man Wunder: Vorsprünge »nd Ecken, die einen Teppich von schölle», Rot bilden, das nach Art des Regenbogens i» Grün übergeht uud daun i» Dlinlelgrün verläuft. Das Ganze ist iu, sichle glä». zeud, von einem magischen Esfell und zur Seite bemerkt mau eiueu ungeheueren braune» Schwamm vo» ei», nndeinhalb Meter Turchmesser und verhältnismäßiger Höhe. Inmitien riesiger Masse» vou uacktem Gestei», ranhen 7^'lsen und zerbröckelten Säulen, angrsressen vou späteren Formationen, seit Jahrhunderten »nd Jahrhunderten stumme Zeugen der in diesen finsteren Rälimen vor sich gegangeneu Katastrophen, sührt ein Weg in wenigen Augenblicke» an de» bisher erreichten Eudpnnft, das heißt zur „Kapelle", iu deren Mille 'ich eine Tänle erhebl, woraus man die Name», »»zähliger Besucher vorfindet. Aus der „Kapelle" zur ^iukeu hi», austrelend, kann man uoch ein wenig dnrch enge Gänge vorwärts dringen, die, mit der ^eil vielleicht bequemer »nd gangbarer gemacht, nene Wuuderschätze öffnen werden. Wen», mau den hi»,ab gemachte» Weg wieder znrücl-legt uud vo» der andere» Seite dieselben Gegenstände betrachtet, so scheinen sie ihr Aussehen zn verändern, denn man glanbl ganz und gar neue Gruppen zu sehen, d,e sich »vie Schlünde vo» der ei»e» Seite erhebe»,, a» der aüdere» senken: der an diese Dunkelheit bereits gewöhnte Blick sällt »»willkinuch auf jeues schimmernde ^ichl, das, weißem Nebel gleichend, in dieses Säule», labyrinth eindringl und sich darin verlier«, wodurch sich das Auge allmählich au das volle Tageslicht gewöhnt, während man sich bewegten Gemütes an die gigantischen B',ü,d<', du's,', großartigen Katakomben eriunerl. Gründung dcr Allslovrnischcn Polkspartei. ^m großen Saale des Hotels „Union" fand gestern vormittags um halb 12 Uhr uuter masseuhafler Bete,, ligiiug die gründende Versammlung dei Allslovcn'schen Volkspartei statt. Hiezu waren die der Slovenifchen Volksparle! angehörigen Reichsrats. u»5 ^andlaa?. abgeordneten beinahe vollzählig erschienen: die Kroa^ tische Volkspartei halle Herrn Sljepan Radi^', die Böhmische Agrarparlei .Herrn K otlar entsendet. -)». de», waren n. a. Herr Dompropst Sajovic, die Herren Kanoniler K ajdix und K o I a r sowie Herr Mnsealdireklor Dr. M a u < u a n i anwesend. Nach Eröffnung der Versammluug wurde zuuächst die Hymne „!.<',>» 'i«,^> »lomoviiü," angestimmt, woi-aus Herr Dr. 6ustcr5i<" unter wiederholtem Hände-klatschen die Gäste aus allen von de» Slovene» bewohn, te» Gebieten, »veiters die Abgesnudleu der Kroale» und der Böhmen willkommen hieß. Der TMrer der Pol. »ische» Vollspartei Stapinsli war, »vie Herr Dr. ^u» ster^u- mitteilte, durch driugeude Geschäfte im gali'.i. schen Randlage am Erscheine», verhindert worden, hcitle aber der Versammlung ei» Begrüßiiiigstelegramm z>>' kommeu lasse». Dafür wurde ihm uuter stürmischer .^»' stimmuug der telegraphische Dank übermiüell. ^u Ehrenpräsidenteu wurden hieraus die Herren Kotlar nnd R a d i c>, znm Präsideuten Horr Tr. B r eje, zu Vizepräsidenten die Herren Dr. K o r o . >ee. Grasenauer, P'os- Verbuk Ulm., nud Z l> r e gewählt. . >, . . ^err Dr Vreje erklärte, daß d.e Ver,ain!»lung im seiche., der heftigste» uatio.ialen de" deutsche» Hakatismus stattfinde: ,»des dursten sich die österreichische» Slave» der drohende» Gefahr gerade in, ^ahre der lioojälirigen ^eier der Schlacht bei Grüne, wald erwehren. — Da»u erteilte er dem Herrn Reichs, rats, und ^andtagsabgeordueten K v 1 l a r, das Wort. l.^ymne „lvi,- ! .i<> mo.i".> Herr Kol! ar versicherte die Verfaminlllng ii, sluvenischer Sprache der Sympa-lhien der böhiuischei, Agrarier, die uuenlweql .Hand in Hand mit der Slovenischen Volkspartei gehen wollten, »veil ihre Interessen miteinander identisch seien. Laibacher Zeitung Nr. 238. 2142 18. Oktober 1909. Herr R a d i <' , mil oem Liede ,,^l'»v^!l!!c i llrvu!" empsange», entbot der Versaiilmlnng die Grüße der Kroalischeil Volkspartei namentlich ans dem Grullde, »reil die Sloveilische Volkspartei den sloveilischeil Bauern zu einem Faktor der slovenischen Politik er» hobeil habe. Tic Kroatische Volksparlei lvolle mil ihr und nach ihr gehen, weil sie die gleichen politischen Ziele, dic Einigkeit der weltlichen und aeistlichen Intelli» geuz verfolge. Herr G r a f e n a n e r sprach naniens der Kärnl» ner Slovenen. Tie Gründuilg der Allslovenischen Volks. Partei iverde weithin ihren Einfluß änßeril, zumal auch die Partei der böhmischen Agrarier in der Versammlung vertreten sei. Alle Erschienenen mögeil sich Hand nno Herz zn stetem Bunde reichen und der hentige 5ag möge den Anfang der Verschmelzung dee österreichischen Slavenlums bilden. Nachdem noch Herr N e l i <- als Vizepräsideilt der Kroatische» Volkspartei n. a. den Zusammenschlnß des floveilische» nnd kroatischen Volkes, insbesoildere alls dcn, Gebiete der Nationalökonomie betont hatte, be» grüßte Herr Dem>ar ilanleus der slowenischen Volkspartei in Kraiil alle Gesinnnngsgenosfe» sowie die ansivärtigeil Gäste, die alle erschienen seien, um das religiöse nnd nationale Vewnßtsein zn beleben und sich fiir "weitere Arbeit zn begeistern. Ter Weg zur Ver» einigung aller Slovenen sei durch die heulige Versammlung angebahnt. Herr Prof. V e r b n 5 sprach namens der Tlove» nischen Volksparlei im Görzischen. Er gedachte der dortigen nationalen Kämpfe, die bewiesen hätten, das; die Masse des Volles im Lager der Slovenischen Volts» Partei stehe, und begrüßte die Gründung der Allslove» nischen Vollsparlei, die die Gewähr für ein einiges Vorgehen aller Slaven biete. v^err Dr. Koro^ec überbrachte die Grüße der Slowenischen Voltsparlei in Steiermarl, die stets mit der Vollspartei in Krai» znsammengehen wolle und sich bereits deren Entschlossenheit zum Vorbilde genommen habe. Sodann gelangten die zahlreich eingelaufenen tele-graphischen und schriftlichen Grüße zur Verlefnug. Dar» unter löste namentlich das Telegramm des Abg. Sta» pinsli aus Lemberg große Begeisterung aus. Nun brachte Herr Dr. K r e k die Grüudung der Allslovenischen Vollsparlei in Antrag. Tie Slovenische Vollsparlei »volle zn weiteren Kämpfen und nenen Siegen gehen, In Kriegszeiteil seien gar oft nach Lai» bach niltcr Führung des Adels Fähnlein ans tarnten und Steiermart gelonxnen, nnl über die Abwendung der Gefahr zn beraten: heute aber seien die Söhne des Volkes ohne Führung des Adels erschienen, ^eren Van« ner schon über so manch niedergerungenen Scharen ge° flattert hätten. Da sei denn der'engere Znsammenschluß der Partei von selbst gegeben. Tic Gründung der All-slouenischen Vollspartei möge dem Gegner als eine Mahnung zur Vernunft und zu verständiger Tätigkeit dlenen. Die Schar, die sich heute um ein neues Banner, aber unter den alten Prinzipien stelle, werde sich nie» tnals ergeben. „Auf unserem Boden gibt es noch immer genug Raum für die Gräber unserer Feinde!" Ter Alltrag des Herru Dr. 5t r e l wurde einhellig unler öivio.Rnfen zum Beschlusse erhobeil und von der ganzen Versammlung mit .Händeklatschen begrüßt. Herr Tr. B r ejc erklärte zum Schlüsse, der Aligenblick sei zn feierlich, um noch weitere Beratungen znznlassen. Jeder „löge den Gedankeil der Allslove» nischen Volksparlei »lach Hause tragen nnd in dessen Sinne wirken. Anch forderte Herr Dr. Breje die An-wesenden auf, treu der alten Devise „Alles für Gott, Kaiser lind Vaterland", in einen dreimaligen 2ivio» Nnf auf Seine Majestät den Kaiser einzustimmeil. Te Anwesenden leisteten dieser Einladnng begeistert Folge. Schließlich wurde noch über Antrag des Herrn Dr. Brejc unter brausender Zustimmung den slove» nischen Reichsratsabgeordneteu oas unbegrenzte Ver-Nauen ausgedrückt und hieraus die Versammluug »m halb 2 Uhr nachmittags geschlo!,se». Sämtliche Reden »varen dnrch lante Zliruse »nd anhaltendes Händeklatschen akllamiert, alle Rediler von dcr Galerie aus mit Nlnmen beworfen ivorden. * ührculicliandlllllg der Lohnlisten für Zwecke der Unfallvcrjichcrunss.! Laut Erlasses des k. k. Mini» steriums des Inilern vom 28. September 19«»9, Z. 525 Lohnlisten lZahlnngs. Ilsteil), deren ^nhall sich anf die im ^ 2 der Ministerial-Verordnung vom !<>. Mai l9"9, R. G. Bl. Nr. 75, geforderten Daten beschränkt und denen insbesondere weder eine wie iminer geartete Empfangsbestätigung oer Lohnberechtigten noch auch nur deren Unterschrift bei-gesetzt ist, bilden keinen Gegeilstand einer Slempelab» gade ,3. P. 7l» und 115 G. G.j. 2.) Lohillislen, deren Anhalt über den angegebenen Ulnfang hinausgeht, uu» lcvllcqcn bezüglich dieses weiteren Anhaltes den all» ^'ncn^'n (^'dührelworschristeu, iu lvelcher Richtllng ab-gesehen von der T. P. 47 n G. G. insbesondere die Be» N'mmungcn der T. P. 59, lir. l>j. des Gesetzes von, 13. Dezemdc-r ,862, N. G. Bl. Nr. 89, beM des i< l l des GeiM'Z vom 29. Februar 1864, N. C>! Bl. Nr. 2", soiveit die Voraussetzungen dieser Gesetzesstelleil ini ein» zelneii ^alle znlressen, in Betracht lommen tonnen. Hiebei kann die Gebührenbefreiungsvorschrifl des ^ 56 des Gesetzes vom 28. Dezember l887, N. G. Vl. Nr. 1 <>x 1888, betreffeuo die Uufallversicherung der Arbeiter leine Aniveilduilg finden, »veil von jenen Alisschreiblin» gen, welche über den oben angegebenen Umfang hiuaus» geheil, nicht behanptet werden kau», daß sie zur Be» gründllng uiid Ablvicklnng der Rechtsverhältnisse zwi» scheu den Versicherungsanstalten einerseits lind den ver-sicherungspflichligen Belriebsnnleriiehmeril oder den Versicherteil anderseits erforderlich sind. 3.) Die bezüglich jener Bediensteten, welche »licht in den ^ohn» listen gefnhrl weroen, monatlich anzufertigenden Ans» ziige ans den betreffendeil Geschäftsbüchern bilden eben» falls leinen Gegenstand einer Tlempelabgabe. Allfällige Vidieruugsllauseln, welche derartigen Anszügen behufs Beglaubigung gegenüber der Nnfallversicherungscinstcill beigesetzt werden, sind gemäß ^ 56, N. V. G., stempelfrei. Von der ^andesslelle wurden die »nlerslehenden Bezirlsbehördeil angeiviesen, oiesen Vorschrisleil über die Gebiihrenbehaildlllilg oer Lohnlisten in deil Unter» nehmertreisen die größtmögliche Plibliziläl zn ver-schaffen. - >'. — sAurechnlliiq liichtstaatlicher Dicnst.'.eit für die Pcllslollsbcliiessllliq bci Postdicnern.j Mil Allerhöchster Eillschließnng vom 11. L llober !. ^. ivlirde der Handels, minister ermächtigt, für jene Posldiener, die aus dem Tieuste der PrivatlelegrapheN'Gesellschaslen nnd aus dem Staude der Postillone übernummen worden sind, die Anrechnung der nichlstaallichen Tienslzeil für die Pension dnrchznführen. Tie Postdieuer, welche vor Übernahme in ein staatliches Tienstverhällnis bei den verstaatlichte» Telegraphengesellschaslen ooer als Po-stilloile bei vertragsmäßigen Betriebsführern bedienstet waren, hatten die Anrechnung der im nichlstaallichen Tienste verbraclitcn Jahre fiir die Pension schon seil langem angestrebt. Bisher konnte eine solche nur in jedem einzelneil ^alle im Gnadenwege erfolgen und der Wunsch der Diener ging dahin, daß ihnen gegen Enl» richluug mäßiger Penstonsbeilräge ein Rechtsanspruch alls die Anrechnung gewährt werde. ^> rs ch den Lehraultslaiididateil Herrn Peter I o u k e und an Stelle des dem t. k. Ersten Staats» gymnasinm ill Graz für das lausende Schuljahr zur Tienslleistung zugeteilten k. k. Professors Herrn Dr. Albert Thalha m m e r den Lehramlskandidalen Herril Vinzenz E ck c r t h zuln Snppleilteil am t. t. Staats» gymnasinm in Gottschec bestellt. —>-. " Tas aullüche Verzeichnis der Abonnenten der Staats»Tclephonnetze in Trieft, Küsten» land nnd Krain, gültig vom Oktober l. I., ist soeben erschienen. Die Zahl der Abonnenten in Laibach beträgt 284. ^' znerlannl. —r. — lDer Gesanqüvercin „Ljubljana"! veranstallele gestern abends zn Ehren oer in Laibach anwesende» slavischeil Gäste ein in großem Stile angelegtes Volls^ fest, das im reichdelorierte» großen Saale des Hotels „Union" nnler enormcm Andrang seine Abwicklung fand. Tas Monstre»Programm, das um N Uhr abeuds seiueil Anfang ilahm u>ld trotz Weglafsung einiger Picken erst iiach Mitternacht beendet wurde, umfaßte Ehor° uud Sologesangsvorträge, Teklaulalioilen, huülo» ristische Vorträge sowie Konzert, und heilere Orchester» »nmmern. Tie nnler der Leitung des Ehormeisters Herrn Allton Svetek absolvierten gemischten lind Männerchöre wiese» ebenso »vie die von den Herren Bajde, Svelel, Boxi^ und Premf Vorgelra-gene» Quartette „>!"M ^<»/i<>ll" und „l^-i xil»,'!," stramme Schulung cmf und eriveckte» allgemeines Auf» scheu. Tas Publikum gc,b seinen Sympathien für den Vcreinssängerchor durch a»hallende» Beifall Ausdruck. Nicht minder zogen die übrige» Programmpunlle a» iiild lösten lebhafte Neifallskuudgebungen ans, sc> l)>l' Teklamalioil des Herrn Orehel: „/ücli'^cii!! !>l"-v.^!,!.i:>", die Arie „Narearola" ans der Oper „Nabob", nnd die „Bosnischen Natiunallieder", vorgetragen uom Opernsäliger Herrn Ritter von E a m m a rot < a , endlich Gesaogsvorträge ans „Aida" und den „Glocke» von Eorneville", vorgebracht vom Herru Professm' Adolf R' obid a. Ter Z»viegesang „7.<>ll^ln, ^tü", dem Pre^erens belaiiiller ?erl zugrunde liegt, bestens inter» pielierl von Herrn Dr. R obida niid ^ränleiit M'"." Bona.', erzielte volle Wirkung. Herr Dr. Rolndli erhielt überdies sür eine Soloillnnlner vieleil Beifall. Herr Joses P o v h «'> ivar in seinen humoristischen Vor» lräge» u»erschöpslich nnd envies sich in Maske ^n»d Spiel als gediegener Komiker. Die Leistungen der ^l^' venischen Philharmonie nnler Leiluug der Kapellmeister 3 a I i ch n»d M a r k li z z i reihte» sich i» würdnier Weise de» einzelnen Programmpn'ceu aii »nd gaben, da sie Ernsteres nnd Heiteres brachten, der Gesa»'!' Veranstaltung ein angenehm abwechselndes Gepräge. Nicht unerwähnt sind die außerordentlich geschmackvolle!! Saaldekoralionen zn lasse», ei» Meisterstück der Arra»' gemenlliinst des Vereinsvizepräses Herrn Nado Etiirm: Palmen», Girlanden- n»d Blattpslanzl'H' schmnck »nil sahnen niid Wappen°Emblenien sämllicl)^ slavischer Läiloer Österreichs. Ei» großartiger Glücts-Hase» schüttele reichlich sein ^üllhor» ans. A>n ^^ll' »ahme» gegen zweitausend Besucher teil, unler andere»' mehrere LandlagS», bezw. ReichsralSabgeordnele >wl de» Herren Tr. 6 n st e r 5 i 5 , Landeshäuplmai'il von !^ » kIje , Dr. K rek, Dr. K oro < e e und G r a s e " -a n e r an der Spitze. Das gestrige ^est gehör! z» de>' glänzeildslen Veranslallnngen der „Ljuvljaua", die h>l'' mi! n»i eine» namhaslc» maleriellen uild eine» »ocli größcreil moralischen Erfolg reicher ist. — > dem Slnrm, ivelcher seil mehreren Tcigen ail den ^lüstc» der Nordsee der Schisfahrl viel Schade» zngesügl Hal» in, Znsammenhaiige stehe». ll- » seiner meisterhaft kolorierten, flimmersreien Aussn))' rung die Empsindnng, als befände ma» sich lalsächüu! an den Usern des heiligen Flusses, dessen malerisch Pracht sich mit den schönsten Punllen der Erde im'ss^! lann. Da anch „Die Slnaragoküste in der BrelagNl' nnd die herrlichen Panoramen von Monte Earlo u»d Nizza von eiudrucksvoller Wirkliug sind, ist das Pn'' gramm der gegenivärligei, Serie besonders glücklich g/' wählt. — sPreiüvcrhältnissc auf größeren Rindermärttcn i„ Krain im Monate September.> Nach amtlichen V^' richten betrng der Dnrchschilillspreis für M<» Kil^' giamm Lebendgeivichl nnf den Rindermärllen ii» p^'' lilischen Bezirke Adelsberg sür halbfette Ochsen 68 ^, fiir magere Ochse» L<» X- iiu politischeil Bezirke G"lt' schee siir Maslochsen 70 bis 76 lX, sür Halbselle Ochse" 62 bis 70 l<, siir magere Ochsen 56 bis 62 >" 74 K, für halbfette Ochsen 64 bis 70 «, für >na^'"' Ochsen 56 bis 60 I<- im pol.tischen Bezirke Kra>»' bnrg siir Mastochsell 70 bis 80 K, für halbfette Och!"' 60 bis 68 «, für magere Ochse» 54 bis 60 l(; ''" polilische» Bezirke Littai für Maslochsen 70 bis 76^, siir Halbselle Ochsen 62 bis 70 K, siir magere Och!^" 5« bis 62 l<- im politischen Bezirke Loitsch sür halb-fette Ochsen 68 K, sür magere Ochsen 60 bis 62 l^, iin politischen Bezirke Rudolfsiverl sür Mastochsen ^ bis 72 X, siir Halbselle Ochsen 64 bis 66 K, für mags,^ Ochsen 54 bis 62 l< - im polilische» Bezirke Slei» j!," Mastochse» 72 K, für Halbselle Ochsen 66 «,. !'" magere Ochsen 60 I< und im politischen Bezirke Tsch^' nelnbl fiir halbfette Ochsen 60 K, süv magere Och!^ 50 K. ^ , -' iVin tödlicher Unfall.» Wie lürzlich gemeldet, l'^l am li. d. M. der 23jährige Tchlossergehilfe ?i'i"''" Klinar von der Brücke der elektrischen' Straßenbahn bei St. Peter in den Laibachsluß und ertrank. S^'w Leiche wurde vorgestern nachmittags von zwei Real' schilleru im Laibachflusse uächsl der Ortschaft Moste anl^ gesunde», »voraus mail dere» Überführung in die ^teN' kamiuer zu El. Ehrisloph veranlaßte. — lZur Gauorssanisaliou der slovenifchen l^cfanss^' vcreine.j Die sür gestern anberaumte Geueralversa»'»'' l»»g zivecks Gründung eines Gaues der Gesaugsoercu^ Laibach und Laibach Umgebuug ivnrde ans ein spälc'N-' Dalnm verlegt. ,. " slfx.zeffe.> Calnslag abeiids übersiel ei» ^""^ c>rei i» Gradi,^e geslandelie Lehrlinge, »vars l'i»l'<' ^ Boden nnd mißhandelte die beiden anderen. Am Pele^ dann» wurde» drei „Herreu" wege» Singens u>^ Sshreie»s cmgehalten l>nd, »veil sie ihr erzesswes -^^ nehmeil sorlsetzleil lind den Sicherheits»vächman>l '^' schinipsten, znm Amte gestellt. Ein belrunlener ?'!^ ^ rempelle »m Millernacht anf dem Marieuplatze »u'l)^, Passanten a>t. Über Einschreiten eines Sicherheilsw^i mannes ging er Weiler, begann aber vor d"» -^^ „Union" zu schreien, mau habe ihm seine ^"sche»>^ gestohlen. Nun nahm der Sicherheilswachmann >, Trunkenbold fest und führte ihn in den Arrest ab. -" Miller,,achl verüble eine Gesellschaft, bestehend aus.V Laibacher Zeitung Nr. 238, 2143 18. Oktober 1909. ^oldme» des 27. Insaiiterieregilneuls n»d vier Arbe!» tern, zumeist Kroate»,, ei»e» argen Er.zeß. In der Wulf- ! gnsse ließen die Nachlschlvärmer ,^o»,!nando»uorle er. ^ tönen »nid führte» »nlilärische Pe>vegl,ngen alls. Ein l)erbeigelo»ii»e»er Ticherheilswachma»» venvies fie '^,ir Ruhe, »vorauf sie ihren Weg anf der Petersstraße sort. >c>Uen. Tort begannen sie »vieder zu johlen »nd zn NUgeu, worauf ein zweiter Sicherheilslvachinann den Uuführcv, eiiie» Lebzeltergehilsen, aufforderte, mit ihm ,»l»^Amle zu geheu. In diefem Augenblicke stürzteu sich d>e Soldateu ans den Sicherheitswachmann los und e>,t. ^1!"' ihm den Nnrschen. Ein Soldat erbot sich, an Stelle des Lebzellers, der die Flnclil ergriff, zur Polizei <^> gebe». Anf das Signal des Sicherheitslvachmannes "!>l' ei» zioeites Sicherheitsorgan herbei. Da trotz der w'edevhollen Ermähn,ingen die Soldaten soivie die Bur->l>>eil weiter expedierten, tan, noch ein dritter Sicher->l!i^,vlichmann hinzn, woraus die Gesellschaft als ver-Wüci erklärt wurde. Die Soldaten wnrden entwaffnet >md in die Kaserne des 27. Infanterieregiments, die ^>n>chen aber in die polizeilichen Arreste abgeführt. Den ^lchevlieitswachma'nnern hatte ancl, ein Korporal Assi-!l^>','. geleistet. 7 lDao Tlicrmnl. und Tchlamiubad Ttuliica« ^pliss j„ Kroatien! ,v»rde in der Sniso» !!) ist eigent-Uch der ^)>oischenträqer zwischen Artus' Geinahlin ^>>,evra und Lanzelol, dem bekannten Ritter der Tafel-Ninde. früher dnrch Lanzelots Tapferkeit i» mehreren schlachten gegen Artns besiegt, verfcl,affl er ans Dank. dlNkeii, das; Lanzelol eine Versöhnung zwischen ihm nnd Lanzelol geliebten Ginevra »nd fordert diese ans, Mem Nilter einen 5tnß zn geben, was sie anch bereit» willig I,,,. D^,^, Liebesasfäre »vird in einem Ritter» N'mnn behandelt, den, wie Dante in seiner „Göttlichen ^'uiodic" berichtet, Francesco di Riinini nnd Panl ^almesta gemeinschaftlich lesen, letzterer küßt, bei die-!" ^zene angelangt, von Liebesglul bezlvungeu, seine ^ebeiete Franeesca. „An diesem Tage lasen sie nicht 'l-Nler"- d^> Roman selber »var ihnen znm (Galeotto geworden. — An diese Trabet anknüpfend, banl Ech<^. ^'ay sein erschiitlerndes Drama ans. Darin ist nnter ^alemlo die qanze Gesellschaft zn verstehen, die den «5"? sn'nndschasllichen Verlehr zlvischen Mann nnd ^sw verdächliqt, die beiden dadnrch innner naher <^"^l. schließlich z„ ,h,^'„ das schlnminernde Gefühl /^ "ube evsleheil läßt nnd sie »nlösbar aneinander ^Url. (Hz >^s,^,^ ,„ ^^.^ führen, den InHall des Dra> "» auch u„r skizziere» zn N'olle»' möqe daher die Ve-«,.^ '"^'l lV'nilqen, das; (ichs^aray das seinen, Werle zn-^llnde lieqende philosophische Problein mit vollendeter . llNttcnit meistert, die Vorqänqe von S,^ene zn Szene ^'lM>, die Verlennidunq in all ihrer Niedertracht an-.^''U und hiedurch deii ^ndzlveck deinonslriert, daß Kl, ^ '", ^'^' ^l'sellschasl ein Galeotto, also ein ss,Wll>r, is<. Hiebe, schreckt er auch vor brnlalen ^lst'ileu nicht znriick, >vie sie sich im zweiten nnd drillen H,^' Ulsauiuiendränqen und dem ^nschaner an die ^ve» qreifen. Trol', allem ist die ^oqis seines Dramas , " niierbiltlichl't Gewalt, uud das' Stück Menschen-in ^'i> ^ ^'^ ^'"^ '"^ entrollt, ist wahr, ist zwinqoio Yii,"> " ^onsequenze». — Die zlvei Hauptpersonen — H.'^N'a »nd ^anzelol, bezlv. ^rancesea di Nimini »nd ^.^ ^'>'!la, oder, »vie sie im Drama heißen, Theodora in» . ^Pl) — wnrden von ^ran Vor >< tnifova >° >>'vr» ^' „ <^. j <-. dargestellt. T^rail Nor-tnilova be-D'.'/!, t'l'rlei ^1,'olle» niil dem erforderlichen gereiflen 'Nil <-"^"'^' ^' >p'^^ "'^' ""^'' ^' '^'^ ""^ sl'W fiililc'!^ '^'^""^ '^ daher, die seinen Nnaneen im Ge» A!l5> " ^^^ Theodora packend und eindringlich znm ><»d ?"^ ^' brinqen. Sie wuchs von Szeue zu Szene, Tr, >^^'^ ^-' ^nblisnn, dnrch die scharf pointierte > lM j^,^.^. ^^^, eigene Schuld aufgepeitschten Innern ,^ Meiil,^-^. Spannung. Anch Herr'N n <"-> 5 hatte sich ch», '^ ^^m einigermaßen lränmerisch passiven Ansinge. Mun!"'!"" ^p'lie gab es Momente, wo er sich zu R'»n^> "^' ^''l)"b, freilich aber anch solche, wo ein d(v ,, " ,^'" ^"' Schablone, eine stärkere Betonung ^/^Pliouelle» lHigenart Crneslos erwünscht nnd '„^ !-Unlich gen.'esen wäre. Im allgemeinen fand er fich >»il ^'^" schlveren Aufgabe gul ab und vermochte sie ^s.^i "-' Leidenschaft nnd Ingrimm gegen die gehässige i,^M"ll auszugestalten. Herr Ver'o'v^et sagte nns n»c/s^" "^^' weniger zu, Holle aber in der Folge s»!^ >'""' '^"lle unterschiedliche glückliche Noten her-üch.' ^ " ^'"ügeiid kräftig niUerstrich. lHine vorlress-„ /^ "'Wn' in Maske nnd' Anslrelen bot Herr D a -^»l.'ü , ' ^" landläufigen Darstellung eines Intri-!n,»er '^ ,""^1"'d, >oar er gerade deshalb um so wirf. ^i!!,^ ^" """ '^', dargestellte Do» Tevero im dei ^, ^^'uoinmen doch nur als eifersüchtiger Hüter s,»N»f ,'!' 1"»es Bruders uud nicht als ttabalenmacher ''mn,^l ", 'N- ^w» Bnt^ekova hingegen hätte die '">'''u?!",'^'" ^''1'"' hervorkehren sollen i sie erschien !m>ei>.>,' lwh»!,ch. uichl verbisse», nichl böswillig, nicht ""be m-.?"""' '^'"' ^">1"slav »vnrde seiner Aus. "»d ^, ,, ^reclil. Erstens ei»,nal sprach er zll leise .',,„„ " "»^ ,diesem Grnnde vielfach »»verständlich: '"""' ging sei» Slovenisch in einer Unmasse von böhmische» Akzenten nnler, ^lanm >edes sünfte^ Wort war richtig betont. — Die Novität begegnete gro» ßem Interesse: das in beträchtlicher Anzahl erschienene Publikum bedachte sie mit warmem Neifalle. Gestern nachmittags veranstaltete der Verein .,l..iu(!^ii <>(!<<>'" ,'" von Ai,lo» Medved. Die slo» vciiische ^ileraliir leidet Mangel an gnle» Stücken sol» she» Genres: daher müßte jede nene lHrschein»»g inil /irenden begrüßt »verden. wenn sie halbwegs berechtig. vir darin sedes l^eit» nioliv, sede Gr»»didee. Darin, daß ein Zögling des Priesterseminars seine Anstalt verläßt und dann, nach» dem seine Geliebte, ein Torsmädchen, von einer eifer» süchtigen Echloßbesiherin gewaltsam ans dem Wege ge-räliml wird, wieder das Seminar aussucht, darin lann eine akzeptable Grundidee füglich nichl erblickt werden. Bon einer Tendenz kann noch weit weniger die Gliede sein. Überdies mache» sich im „('rno^«»!«^" verschiedene Anzengrnbersche Einschläge, namentlich aus den, „Mein-eidbaner", geltend. Die Figuren selbst, die Medved auf die Bühne bringt, sind z» »venig kernig, »m aus die Dauer zu interessieren. Die Schloßherrin ^ija, die die Nozalka tölen läßt, gehört zndem ins ^»chlhans! ihr Kavalier ^tali» isl ein merkwürdiger TchmaiMer, dein leine lHxislelizberechlignng zukommt. Das Personale des „Ii.imtVKi ode,-" halle sich sichtlich »m das Stück be> inüht, ohne es jedoch höher rücken zn können. Die Titel-Partie spielte H^rr Nnl^el mit beträchtlicher Ge-wandlheit; von seiner Sprech» und Spielweise ging eine wohllnende Wärme aus. Die Schloßsran saiid iu ^rnu. lein SIav.il„1^! ».«l«-i'" zu »verdeii. Die Herren V r e >' ar , V r a n <'- i«' und U r -b a n ,"' i <' hielte» sicl» im allgemeinen wacker, Herr 5 r e h e k vermochte zn interessieren, die Fräulein G orska , I u x i n o v a lind Pod m irska fanden sich luit ihren Rollen gut ab. Hingegen waren ^ränlein I v a n <" e v a und Herr P o s a vski zu steif, fast ohne Temperament. — Unseren Standpunll hinsichtlich des Dialektes habe», wir schon einigemale geke»»zeichnet. Die Herren O r e h e k und Vran 6 i i- sprachen nun einen sehr groben Bauerndialekt, gebrauchten aber »ierklvür-digenveise, sobald sie in Ekstase gerieten, die — reinste Schriftsprache. Umgekehrt wär's wenigstens glaubwür» diger gelvesen. Mit Befriedigung sei indessen bemerkt, daß das sonstige Personale zn derlei Ausstellungen keinen Anlaß bot. — Das Theater war im Parterre sehr gnl, in den ^oge» schwach besucht. Das Publikum spendete nach allen Altschlüssen reiche Anerkennung. Mc lchtr Neuheit auf der iialieuischen Viihne) wird die Katastrophe vo» Messina bilde». Giovanni Verga, der Versasser der ,,(^livlill< ril, i-uxiic»,!»«,", hat nnler dem Titel „ti I'i-ot'u^o" ein Drama beendet, das jenen Stoss behandelt, — sDcr neueste Thenterapparat.j Ans Verlin »vird gemeldet: Ein Theaterabslimmnngsapparal »vird dem» nächst bei der Premiere eines Berliner Theaters ans» gestellt »verdeii, dnrch den das Publikum sein Urteil über das Stück lnndgeben kann. — illbcr das Pefiudcn Vjörnsonsj wird ans Ehristiania gemeldet, daß es dein Dichter wieder g»t gehe und er leine Schmerze» leide. Björnson isl geistig wieder ganz srifch nnd interessiert sich außerordentlich für den Wahlkampf. Danebe» befchäfligl er sich niil der Cprachensrage. Jedoch ist ihni anstrengende geistige Arbeit untersagt. Trotzdem hat er kürzlich einen poetischen ^estgrnß für die Säknlarfeier der Gesellschaft z»m Wohle ^convegelis vom Krankenlager ans diktiert. Der Dichter fürchtet, daß ma» sein »enes Schauspiel „Wenn der Wein blüht" nichl ernst genug auffassen wird, und ei betont, das Werk sei keine ^aree, sondern ein Schall-spiel, welches ernste Wahrheiten verkündet. sDao Wohnhaus des NubeuS in Antwerpen.) Wie dem ,,(5icerone" ans Brüssel geschrieben »vird, wird das Wohnhaus des Nubens in Antwerpen aus der dortige» Wellansslellnng in Nachbildung erbaut werde». I» Anlwerpen Hal sich ein Komitee gebildet, dem der Banlen>»i»isler Delbecke, der Konservator des Planliü'Müseilms Mar Noose ». a. angehören; es be» absichligl, das vom Meister bewohnte Hans in seiner »rjprünglichen Form wieder herzustellen. s„^stcrreichijchr Nundschau."j Herausgegeben von Dr. Alfred Freiherrn von Berger, Leopold Freiherrn von (5 l n m e e l l), Dr. Karl'G l o f s l), Dr. Felir Freiherr,, voi, O P P e n h e,' m e r. — Inhalt deo 2. Heftes jBand 21): l.j Sozialdemolratifche Politik. Von" ". 2.) Gemeindebetriebe. Ein Nachtrag znr Te-batte des Vereines für Sozialpolitik. Von'Dr. Felir Freiherrn von ^ p p e n h e i m er. 8.) Die prähistori-schen Fuiide in Bosnien nnd der Hereegoviua. Vom Ge hein,e» Nal, Minister a. T. Dr. Joses Maria B a e r »-reit her. 4.) Meine Hamburger Drama,»rgie II, Gedächtiiis und Echauspielkiiust. Von Dr. Aisred Frei-heirn von Berger. l>.) Der ^eichenbeslaller vo» Ebeiibr»»». Novelle vo» Naoul A u e r >l h e i m e r. (i.> Rudolf Hans Barlsch. Von Dr. Ernst T e c s e >), 7.) Briefe Ferdinand kürnbergers a» ei»e Frenndi». Mitgeteilt vo» illlo Erich D e n l s ch. 8.» Polilische llbersicht. Vo» Leopold Freiherr» vo» (5 h l n m e e t n. 9.> Essener Brief an Herrn Hermann Bahr. ll».j Fen,l. leton: Burgtheater. Von Hofral Professor Dr. I. M i. nor. ll.j Nundschau: Geschichte. Vo» Uiiiverfilnl?. profeffor Dr. Hei»rich Kretschluayr. — Vom deutsche» Prag. Vo» August Ströbel. — „Altwei-bersommer von Marie vo» Ebner»Eschenbach". Voll Helene B e l l e l h e i m > G a b i l l o u. — Ein Wieiier Tristan-Ruman. Von Dr. Paul S t e s a ». Wiener Theater. Von Theodor A n < r o p p. Balleslrem: Unheimliche Geschichten. Nr. 5130. Mar Möller: Heideli-Deideli und Der Prinz vom ^ande Rasteroslenichl. Weihnachtsmärchen in fünf Nil-der». Mlisik vo» 5ts. Erster Band. Geschäftszeitung. — lWarnung.j Wir erhalte» die Mitteilung, daß im In. lind Anslnnde für die Beteiligung an rmer Ausstelluiig „>^i»<»^i/.i<'l>'' IlN< l'uuziiul!«!^ ck' Ijli^n»'. ^ViN'. I'iclu^icüi. linili^trij!. 1't,i-il>o 19l»9" gelvorben ioird. Vor der Beteilignng an dieser Ausstellung wird von verläßlicher Teile gewarnl. ^Geschäftslage in (5onstanha.j Firinen, die »><> (5o»sla»tza IRiiniäilie») in Verbindung stehen, könne» im Bnrean der Handels, nnd Gewerbekammer in Lai» bach vertrauliche wichtige Mitteilungen über die dortige Geschäftslage erhalle». — jTubmissionowesen in der Türkei.j Das t. ! Halidelsmiliisteriiim übermittelte der Handels, und Ge-»verbetammer in Laibach einen Artikel des „5)smani. sche» Lloyd" über gewisse iin Submissionswesen in der Türlei »vahrnehmbnre Fortschrille. Dieser Artikel taun im Bureau der Handels, und Gewerbelammer in Lai« bach eingesehen werde». Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Ein Unfall dcs Vallous der Vriidcr Nenner. Wien, 17. Oktober. Bei den heutigen Anfstirne» des Ballons der Brüder Renner stürzte, nachdem der Ballon eine Zeillang glücklich manövriert halle, einer der beiden Renner herab, da sich der Ballon zu tief geseult halte und an den Hangar angestoßen war. Der Herabgestürzte blieb unverletzt. Infolge mangelnder Steuerung wnrde der Ballon mit dem zweiten Lenker vo», Wilide abgetrieben. Er ist in der Nähe Wiens glatt gelandet. Zusammenstöße iu Wien. Wien, 17. Oktober. Die von der sozialdemolia. tische» Parteileitung sür heule vormittags in die Volks» halle des Rathauses einberufene Versammlung mil der Tagesordnung „Eröffnung des Parlamentes und d>> Fordernngen der Arbeiterfchafl" war von uugefähr 3<» Tei!»ehmern besucht. Gleichzeitig sand auf der Ringstraße der vom Bunde der Deutfchen Niederöster» reichs veranstaltete Bummel statt, der sür den deutschen Eharakter Wiens demonstrieren sollte und an den, sich nngesähr 3l»<»<> bis 4<»l»<» Personen beteiligten. Nach Schlns; der Versammlung ,'m Ralhause kam es zwischen de» i» die Bezirke abziehenden Sozialdemotraten und de» aus der Riügstraße ,wch anwese»de» Deutschnalio. nalen an zwei Punkte» der Stadt, nämlich vor de, Votivkirche und im Schlickpark bei der Rudolfslnserne zu größeren Zusammenstößen. Die Polizei schrill sofort ein nnd trennle die streitenden Parteien. Insgesamt »vnrde» sechs Personen leicht verletzt und 1« verhafte». Verantwortlicher Redakteur: Anlon Funtel. K Muck!» tümli. »is M» tliM». ^l^ und dic Dn»»'» mltrlhnltcn sich rifri«, was sir l>ei F^^G Cilältml^eii dc^ Hc,ll?cmnrhöri«c!i tun. Und als lllielriichinimunn ergibt sich, daß sic alle vorbeugend ^nyö rchtl' Todrilll Miueral.Pastillen gebrauchf,,. das, sie wirdcr nur Fayo echte Sodcner uerwcuden s/^) wliin es üi", eine plötzlich auftretende latarrhalische ^»^ (5rschcimlng nils der Wrlt zu schassen. Man lauft ^»^ ssays rchte Sobener in jeder Apotheke Droaerie ^^ oder Miueralwasserhmldlung für l< 1 ^s, die' Schachtel Xh2^ ^lachllhmunge,, weise mnn aber entschieden zuruct. 2-^ M',!crlllrcprllseilllluz jür Österreich.U'illarn - s^»'.t!» W. Th. Guußert. W,en IV/1. Gr7ße Neugasse 17 ^ Laibacher Zeitung Nr. 238. 2144 1«. Oltober 1909. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Schrott er Dr. H. v., Hygiene der Aeronautit. X 1 ^4. — Das neue Universum, Erfindungen und Entdeckungen, XXX, Nand, qeb.. X 810. - Gubo Andr,. Geschichte der Ztadt Cilli, geb., K 7 6U. — Durqä.Prasäd, ?)oga-Praxis, ein Wegweiser zur Erlangung höherer Geisteskräfte, X 1 44. — Schuster W., Die Hausiahe, I< 168 - Paulsen Friedr. Aus meinem Leben, X 3 60, — Schmid Vastian, Viologischcs Praktikum für höhere Schulen, X 2 40. — Pohlig H., Aus dem Märchenlande von 100l Nacht, K 2 40. -Ha gen stech er Dr. Arnold, Die geographische Verbreitung der Schmetterlinge, X 13 20. — Schnorr v. Carolsfeld I., Künstlerische Wege und Ziele, K 7 20, Eger Dr. O.. Zum ägyptischen Gruudbuchswesen in römischer Zeit, X 840. — Wiesner Ioh., Lehrbuch für den deutschen Unterricht in den Obcrllassen österreichischer Mittelschulen, geb., X 2 40. --Meyer Dr, H., Lupold von Bebenburg, X 6 72. - Ehren» berg Dr. Rich., Laudarbeit und Klcinbrsitz, VII, i Entwickung der Landarbeiterwohuung, Erfahrungen beim Bau einer Häs-lerei, Erfahrungen bei den Ansiedelungen, Bevölterungsbanahme, X 2 40. — Häckel Ernst, Zellseelcn nnd Seelenzellen, X 120. Vecher Dr. Erich, Der Darwinismus und die soziale Ethil, X 2'40. — Waagen Dr. L., Die Entwicklungslehre und die Tatsachen oder Paläontologie, X 1 ?0. — BumüllerDr. Ioh., Die Entwicklungstheorie und der Mensch, X 1 20. — Gothan Dr. W., Entwicklung der Pflanzenwelt, geb.. X 2 40. — Diels, Dr, Ldwg,. Die Orchideen, geb., ll 2 40. — Löns Hern,., Mein braunes Buch. X 3'—. — Klette Dr. W., Das Studium der Medizin, K 4 80. — Paul sen Friedrich. Aus meinem Leben, geb., X 4'ß0. — König Dr. E,, Das Arbeiten mit farbenempfindlichen Platten, X 2 7l>. — Ottmann Vill,, Der Amateur-Photograph auf Reisen, X 1-20, — Harting Dr. H,, Optisches Hilfsbuch für Photographurende. X 5 40. 'GruberA., Apparat für photographischc Vergrößerungen, X 1 20. — G erling Rnnh , Erziehung zur Ehe; was müssen iungc Mädchen von der Ehe wissen? ll 2 40. — Bertram Dr. Frz,, Was muß man von der dentschen Poetik und Metrik wissen? X 1 20. — Kuhc Dr. Heinr., Großer deutscher Muster» briefstcller, X 3 60. — Bouuefoy Dr. M., Geschwächte Nerven, ihre Entstehung, ihre Symptome, ihre Heilung, X 2 16. — Weber Dr. A, und Kluge E. A. F,, Die persöuliche Macht und die geheimnisvolle Kräfte der Faszination, der Suggestion, des Magnetismus und des Hypnotismus, X 2 40. — Lambert Dr. Frz. v., Wie man das Plaudern uud die Kunst der Unterhaltung erlernt, X 2 40. — Das Geheimnis des Glücks in der Liebe, X 2 40. — Michaelis Ad. Adolf, Die männliche und weibliche Unfruchtbarkeit, X 180. — G r ünau A. und Hammer E., Die Kunst Männer zu fesseln nnd in kurzer Zeit Braut zu werden. X 1 80. — Hagemanu P., Der Meister des Schachspieles, X--W. — Sonnelalb P., Wie lernt man erfolgreich Theater spielen? X 120. -Havemann Ferd., Die rationelle Riescn«Kaninchenzucht, X 1-20. — Simerka V., Dampfkessel, Dampfmaschinen, Dampfturbinen, X 3'—. — Neumann Dr, Fr. St., Die Sozialdemokratie als Arbeitgeberin, X 144. — Schmidt-Gibich enfels Dr, O., Das Problem der besten Gesellschafts' ordnung, X 180. — Lenel O,, Praktikum des bürgerlichen Rechts, geb.. X 3 60. — Beiträge zur Geschlechterkunde, tirolischer Künstler aus dem 1l leben, geb., X 504. Monet H., I.u. ^ibt» rienns, X — 6, — Ezer» lien M. u., Kavalleristischc Studien, X 2'-. Adlerskron I. v., Der Luftkreuzerspio», Erlebnisse uud Enthüllungen eines französischen Generalstabsoffiziers, geb., X 5>'40. Vorrätig in der Buch', Kunst- und Musikalienhandlung Jg. v. . SO, schwach halb'bcw. ! "' 9 U. Ab. ^ ?Z8 6 110, NO. schwach heiter ! ^. 7 11. F. 737-7"' 8-l' windstill Nebel 17. 2U.N. 7.W-« 13-7 S. schwach heiter "'" liU.Ab. 736, !> 11 6 windstill . ____ I8.>7U. F. 737-3 6-4 SSO. schwach Nebel 0'" Das Tagc^lNlittel der Temperatnr vom Tanistaq beträgt 12'/,.°, Normale 10 4", vom Sonntag Il'1«, Normale I"'2. Seismische Berichte nnd Bcoliachtnnsscu der Laibachcr (frdlirlicnwartc ssssslii^drt l!u,i der ülini», Vparla!i>' l«!»7), (Ort: Gebände der k. k. Staats-Obcrrealschnle.' Lage: Nürdl. Breite 46« 03'; Ostl. Länge von Greenwich N° !>^ Vebenbcrichte. Am 14. Oktober: gegen 3 Ul>r 30 ^"f ziemlich starkes wellenförmiges Beben in Velgrad sScll'im'" - Am 16. Oktober: gegen 19 Uhr* wurden in MM'"« vier starke Erschütteruugcn beobachtet. B odcn u n r n h c a>n l«. Oktober zllnehinend. vox M!l!er!,!,cltt lii« Mil!s,,«,ch! U Ulir l>i« 24 !l!„- qszlU!!!, Kurse an der Wiener Dorfe (nach dem offiziellen Kursblattes vom 16. Oktober 1909. Die notierten Kurse verstehen Nch in Nlonemuährmill, Die Notier»,!'« sämtlicher Älticn u»d der ,.Diversen Lose" versteht Nch per VlNck. Geld Ware Allgemeine StaatS» schuld. Einheitlich« Meute: ^", lonver. steuerfrei, Kronen (Viai-siov.) per kuiie . . 84 »U 9b in 2etto sIHnn.-Iilli) per «asse 84 8b 98 0b >'t3 «64er ,, l«0 fl. . . zl4—3li<'- t»64er ,. 5« fl. , .,14—3l«>- rom.-Psanbbr. k lli« fl, 5"„»»s 2ü29l Ll, Vtaatsschnld d. i. «eichs. rate vertretenen König» reiche nnd Länder. -^Nerr. «oldrenle «euerfr,. G old Perltasse . . . , 4"/„ »IS L0 NS'7l, «. sterr. Rente in ttronenw, stfr., per Kasse.....^ g4 8u 95-- delto per Ultimo . . , 4"/„ 84 80 9b'-Ös>, Investition«.Rente, stfr.. »r. per «asse . . »'/,'/« 84 4b 84 «b G»s«nbal,n.z»a»t»schul». otlschltlbnngen. Llisabeth Vahn i, E,, steuerfr,, zul",000fl.....4"/„ —------------ Hranz Ioseph-Bahn in Tilber (div. Et.) . . . . 5>/<°/n lift 40,19-40 Valiz. Karl Ludwia-Äahn (div. Stücke» Kronen . . . 4°/„ 94 «o 9b «o Kübolf-Bahn in Kronenwähr. sleucrsr. (div. St.) . . 4",„ 84 6N 8b S0 iilirailbciger Bahn, stfr,, 400 und 2000 Kronen . , 4°/» 94 3t> »5 so Zu z»»»»,schull»«llschrlibnngtn ibgeftnnptl», liseuiahn.Aktt«» tüsabeth.«, 2M>sl. KM, 5'/.°/, von 400 Kr.....402b« 4b»- dello l'inz Vudweis 200 fl. ». W. V. 5'///« . . , . 42« - 428 -dltt« Nalztlirg-Tiiol 20U fl. 0. W. K. l»«/„ , . . .420—432 — l'rcmllal'Vahn »uo u. 2000 Kr. ^<> ^ , ......191-- 182 - ! Geld Wart Yo« Alaale znt Zahlung Nb«> n»m««ne zNtnl>ahN'l>li»ltt 35'8ü Ung.-ssllliz. Vahn 200 sl, S. 5"/„ ,0^ 4l> 10» 4U detto 400 il. 500« Kr. »>/,"/« 8«',« 87 10 Vorarlberaer Bahn Em. I884 (div, St.) Silb. 4" „ . . 95'üb 80'2b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ »ng. Voldrcnte per Kasse ll8>!»ii2 l fl. lili b^llik'bo dctto il 50 fl 21! b0^ii5 t»' Theiß-Nea.-Lo!e 4"/., , . . .I4b2»!43 2b 4"/° ungar. Erundentl.-Oblig. 92-10 9.4-10 4"/»lr°at. u, slav, Vroentl,-Obl, 94— 8b- Andere öffentliche Anlehen. «osn. Landeö-Äül, ibiv,) 4°/« »I'll« 929« Vo«n,.hrr«ll, Lisenb. -Lande«- Anlehen ^o«,» 4>/,"/„ . . «9'3!'> ion »5 5"/» Lona,i-Nell,.Anle!he 18?« «02-- —-— Wiener Berlehrs-Anl. . . 4"/„ 94 »5 9b «5 detto IW«» 4°/„ 94 60 8Ü e« Nnlchen der Stadt Wie» , , ill! 40 102 40 detto (V. oder V.) 1874 120-— <2i — betto (18S4).....93 l0 94,0 detto (Gas) v, I. 1888 . «b 2b 9« 2k> detto iltleltr.) v, I. l«oa 85 bb ««bu detto ^Inv.-N,)v.I,i!»02 »s-Lt> 37-^ Vbrsebau-Nnlchen verlosb. 4"/, 86 7b 37 70 Russische Staatsanl. v. I. 1S06 f. 100 Nr. p. K. . . 5»/« 101 Ob l0l 5!, detto per Ultimo . . ü"/<> 100 9b 101 4b Vnlg. Staat«-Hypothellli Änl. I 1892......««/<> «23 2b, 23 l>0 Geld War? Nulss. Htaat« - Ooldanleihe l9U7 s. 100 Kr.. . 4> ,°,l, 33 15 34 '5 Pfandbriefe usw. Budenlr..lllla.«s<.i,5»I.vl.4«/n 84 7.', 35-75 Vöhm. Hypothelenb. verl. 4°/^ «71« 87-40 Zcnlral-Äub.-Kred.-Äl., üsterr., ^5 I. uerl.....4>/,°/„ loi'bn !02 5<> betto f.5 I, vcrl. , . . 4"/„ »6 7b 37-75 Kred.-Inst.. osterr,, s.Acrl.-Unt. u. osfenll, «rb, Kat. ^.4«/n 3»ll! 34-50 Landcsb, b. ,höü. Galizien und Lodom. 57>/, I. rültz. 4"/„ 94 40 85-4«' Nälir, Hupolhelenb. t>erl. 4"/„ 8S45 3? 42 N.-üsterr, Landcs-Hnp,-«lnst.4"/, 9«'Kl> 97'50 detto inll. 2",„ Vr. uerl. 3'/,"/<, 8? bv »» b« detto K,-Schuldich, verl ^'/,«/>, 8?'b0 8«>b0 detto verl......4 96 25 87-!i5 Osterr, lingar. Van» 5«» Jahre Uerl, 4"/n ö. W..... »«'!« 83-10 dctto 4^/„ Kr...... 9845 89'45 Lparl., Erste üst,, «0^, vcrl, 4" „ «,»'45 1,,0-Ib Eisenbahn-Prioritäts. Obligationen. l!)stkrr. Nordwcslb. 20« f!. N. . 102-80 103-90 Ltaatelmhn 5<»o ssr..... 385 - 388'- Vüdbahn k «",„ Jänner Juli 5 Fr. (per Et.) . . . 274»50 27« 50 «Lndbahn k 5" „ «oo sl. E. u. It8>»>^ 113-30 Diverse Lose. P«,tn,llchl fose. 3".„ «odenlredil-Lose En,. 18»« 263-25 28!» 25 detto Em. 188U 269- 27b'- 5 Tonau-Negul.-Lose 10« fl. 2«!»>25 275-25 Terb. Präm,-Nnl.p.10<) Fr,2"/„ 9b'bo 101-5« ßUl!tlZlN,lichl f«sl. Äubap.-Basilila (3omba»)5 fl. 22 60 24-6^ «trcdülose 100 sl...... 512'- b22'- Clary-Lose 4« fl. KM, . . . l?b— 185'- Oss»er L°!c 4« fl...... —-— --- Palssy-Lose 4<>sl. KM. . . . 220-- 280- Noten Kre»z, öst. Ges. v. IU fl. b6'6l> e«s>n Noten K^euz. u»g. Ges. v. 5 fl. 34'bl! »«-50 Mubolf-Lose 10 sl...... S7'50 73'50 Salm Lose 40 sl. KM- . . . 275'- 28V-lürl. Plüm., Schuld d. Bokeulr. »lnlt. ltm, 1««!, »7--- 3l - Nltien. flONBpoll'ynltMlhwNNglN. «ussia-Tepliyer Elscnb. 500 fl. 2220-- !i2LH-- Äühmische Rurdbal)!! 15« sl. . —— - >— Uuschtiehraber liisb, 500 fl. KM, 2l>!<4 - L7N4'— detto (üt. N> 200 sl. per Ult. 380 - «»»>— Donau - Tampsschissahr!« - Ve!.. I.. l. l. priv., 500 sl. KM, 1040-- 1N49'- Duz-Vodenbachcr E.-V. 4fl. S....... 3s2- »64-- Lemb. - Lzern.- Iassy.Eilenbahn- Gesellschaft. 200 fl. S, , . 553'- bso- ^loyd, öst., Iriest. 500 fl,, NM. 539- 5i<,--- Ostcrr. Nurdwestbah» 200 jl. S. — — —>— detto (üt. 1!) 200 sl. E.p. Ult. —— —-- PrassNuxerEilenli, <<>«'sl.abäst. 221'— 22250 Ntaaiöcilcub, 200 !l. S. per Ult. 75N - 7b<-- Lübbahi! Ü0N fl. Silber per Ult. ^23 7,'» 124 75 Nudnorbdenlichc Verbiüduugeb. 200fl.NM...... -' —-. Iranspoit-Ges., iulern., «.-V. 200 Kr........ 9b- 11b — Ungar. Westbah» (Raab - Vraz, 200 sl. S......, 404' - 40«-. Wr. Llllalb.-Alticn-Ges, 200 fl, 225— 2Ub'- Vanleu. Äuglo-Ostcrr. Vanl, 120 fl. . 308 45 »09'4b vanlucrcin. Wiener per Kasse —'— —-— detto per Ultimo b»8 2. b4« 25 tjodrnlr.-Anst. öst., »00 Kr. . <1«5'- ,170 - jjentr.-Vod. Kredbl. öst,. 200 fl. b?4'— b7?>-^editaustall für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse <>0<-75 6«2'75 dctto per Ultimo «62 75 ««3 75 Kreditbank, »ng, allg,, 200 fl. 769'— 770 - lepositenbanl, all«,, 2N0fl. , 46»-- 465-ltslomptc - Gesellschaft, nieder- österr., 400Kr..... 62l» . »83- Viro- u. Kassenverein, Wiener, 200 sl........ 4«4- - 467'— hypothclcubaul, öst. 200Kr. 5"/„ 305'- 308'— Länderbanl, österr,, 200 fl., per Kasse....... - - --. detto per Ultimo 431 2b 49225 ..Merlur", Wechsclstub.-Altien- Gesellschaft, 20!» sl. . . . l>2« — «30 — Österr.-ungar. Uanl 1400 Hr. l?S7— 1777»— cneld 2-a't Unionbnül 20« fl...... 575 5ll ^'^^ Uni^nlianl, böhmische 10« fl. . 248 b? '4»«» üjcrlehrsbaul, alla.. 14« fl.. . 849- 3!"!-^ Znlnstill'ssntemehmungn,. Äaxnesellfch,, ullss, üs!., 100 sl. 2"0fl........ 44' "6'^ E!lrnbllhi»v,-Lco fl........ ,80 ö0 !»<"" Eleltr.-Ges., allg. österr., 20« sl. 3<,c>.- »^"" ltleltr.Veselllch., intern. 200 sl, —'- ^"" Vlrllr.Gesellsch,. Nr. !,l Llqu, 241'SO s"" Hirlenberger Patr,-, Zündh. u, Met.-Fabrik 4,«> Kr. . ,125- N«"^, Lieslüssrr Brauerei 10« fl. L<3'- 21»»" Moiüau-««!., üst. alpine 1»N fl, 731'- 7«»'^ „Poldl-Hülte". Tiegelguftstahl- ^..^ F.-A. W. 200 f,..... t»U4bl> bOb^ PragerEisen-Industiie-Gelecllch. ^.. ^. 200 sl........ «85?-^ '"°^ Rima- Muranv, - Lalno Tarjaner «.,,^0 Oiscnw. 100 fl. .... 1"'-^ "' „Schoduica". «,-V. f. Petrol.- .»,^. Industrie, 50« Kv. . . b4ft'- ^» ,,Sle»rern»lI,I",Papiers.u.V.G. 450'- »'^ . Trifailei .Nohliiiw-O. 70 fl. . 30U'^ 20» Türl. Tabalregie-Wef, 200 Fr. per Kafse..... —'" .I^ detto per Ultimo . . . »«0 - ?".. Wassenf.-Gcs.. österr.. 10« sl. . 693'- »'".., Wr. «augesellschaft, 100 fl. . . 174- "" Wienerbergr Ziegelf., «lt.. Ges. 730- "" Devisen. Au»>t IN><, Italienische «anlpläht . . , "'^ !"",?» iiundon........ 2"^2As?' Paris......... 35 4d "," St. Petersburg...... 254 ?b 2^o < Zürich und Basel..... »035 '" ' Valuten. .. Dulateu........ N'tl? ''''s 20.ssra»le»-S!ücle . " »' «,h? 20-Mall-Stüct?...... ^'^3-, <«?'?«' Deutsche Nrichsbllninote,! ,1? l>» »' .^ Ilalienilchr Vanlnoleu , . ^b— „.^g Hubel-Note«......, » ^ ^^- I AVK%?eSerten>^f*"^b'l«f«""fp3-lol'itat«'"« 0 J' ^- IVliiyei' a Privat-Depots (Safe-Deposits) I °Lo».vC '~VlMn Un- V"Uteni J Bank- und WechslerKeschAft T unter eigenem VtrichluB der Pmrtmi-¦«¦¦¦¦¦¦[^__________________I^ibnch, Stritf«rtr»KHi». "* V«r7luii| »n Bir