III 220 fc • A . '"in»« ' "I • " '• • ; i , l .. . .? ' |m»« iuniuMl Echriftlriwog: ^ A A . Berwaltm,: •• ««thauSgasie Wr. 5. WMDM A ^ J* A A NathaiiSgasie Kr. s. rUf»>on Rt. >1, tntmrtwm. ^J fl Ejg gtf XiUtfcts t)(.Jtl1 laltturHr • WM ^ M W ■ ,H B ■ ■ .H ; ■ Btzllg-vcdmgun»« «->»--»->- "" e«k». i. jrin- IM ^ Ä ▲ W ^ W» I I ^ WW» r«a »i- Po« d«,«s«l! .«" °» "->* ^ '«»• ■ ■ iWA il WWW i%#MT «m^n, ro«t<« nukt W W ■fWVK IWWIMB sS ckThi Bl s»l»j«ki, ....Kr«« sr*«4ta?t ra, mKiioi« «». 1^1 H ■ N I W ■ W W W Wl W H «oi^iötia. . . »hnsgcn jd« to«%«ttgt. IvlH H H H H H H^r I ■■ II H I II I #BHrll|ll||a M >>1111» I ' 5»'«SÄ!£ 'W >1 ■■■■■■■■ ^ > >|| | II | W.'.: A3 ei-irtcrmiBajcn t'ta»- WM W WW M W M W W W . !■ BB ■ H H ra . «»vatdrt, . . . Bm XT B AJqLH Mmtf HAttAH «Kp-A «an «-«>.»» n»j*ra r.« Vu.r-stÜt tMf «d WUtaitd an» fco«»U| M M ▼ M - «»«id». w » ^ I ^ ©nj«lrit<«t «d»n»cmn>!» e»#a>«>teflei».*0Btii Si-BOC. * • I r trfKa M» ptr «bbtfUSoiM Ar. i Dir innere Politik im Jahre 1912. DaS nun abgelaufene Jahr 1912 hat uns in seinen letzten Wochen nicht nur eine Periode hoch-gradiger anßerpolitischer Spannung gebracht, die ihre tiefgehenden Wirkungen auch auf die inneren Verhältnisse geltend machte, sondern es hat auch auf dem eigentlichen innerpolitifcheu Gebiete nicht an krisenhaften Enlwicklungen und an Momenten ge-fehlt, die zu einer sehr pessimistischen Beurteilung der Situation Veranlassung gaben. WaS zunächst unsere parlamentarischen Verhältniise anbelangt, hat auch der Verlauf des letzte« Jahres den unwider. leglichen Beweis dafür erbracht, daß daS Abgeord« netenhaus seit der Einführung t>cs allgemeinen Wahl« rechtes ebenso wenig arbeitsfähig ist, als es das vielgeschmähte Kurienparlament gnvcscn war. Jede positive Leistung muß dem Parlamentarismus ge-wisiermaßen mil Gewall abgerungen werden, die Volksvertretung arbeitet nur dann, wenn sie unter dem Zwange der Drohung steht, für längere Zeit abgeschaltet z» werden. Die Gefahr der Anwen-dung des Z 14 und der dadurch bedingte« Schließ-ung des Parlamentes sind für die Abgeordneten uu-gefähr dasselbe Schreckgespenst wie für die unarti-gen Kinder der SrampuS. Es ist selbstverständlich, daß von einer legislativen Körperschaft, die auf ein solche» Niveau herabgesunken ist, nicht viel erwartet werden kann. Widerwillig und trotzig tut sie nur so-viel, um e« zu verhindern, daß ihrem Dasein durch eine neuerliche Auflösung ein rasches Ende bereitet wird. DaS erste halbe Jahr stand in Eis- und Trans-leithanien im Zeichen der Beratung des neuen Wehr-gesetzeS. Im österreichischen Abgeordnetenhaus« sind c& die deutschen Parteien gewesen, die sich für die Erledigung der Wehrreform mit aller Kraft eingesetzt haben und aus diese Weise die slawischen Parteien gezwungen haben, den gesetzlichen Neuerungen, welche (Viachdruck verboten > Aas Aeujahrsgespenst. Eine heitere Geschichte von M. Plahn. „Prosit Neujahr!" „Prosit Neujahr!" .Prosit Neujahr!" In zwölfstimmigem Chor erbrauste dieser Ruf am Stammtisch im „Grünen Jäger". Zwölf Hände schüttelten einander in zwöls-maligem Wechsel. Förster Wenzeslaus dröhnendes Lachen übertönte wie eine Baßgeige da» Stimmen» gewirr und -geschwirr der übrigen elf Herren, die samt dem Förster sich wie alljährlich am Neujahrs-abend auch heuer hier zusammengefunden hatten zu fröhlichem Beisammensein bei einem guten Trunk und Austausch heiterer Erlebnisse. „Kellner, — eine Bowle mit NenjahrSpunsch, aber einen, bei dem der Wein nicht unter dem Tisch gestanden hat!" schrie der Justizrat Körner, ein kräftiger Sechziger, und dazu zwickerte er so lustig-listig mit den Augen, als habe er etwas besonvcres in petto. „Und sechs Dutzend Berliner Psannkuchen, ver-steht sich!" gebot der Landarzt, Doktor Augustin. „Ich habe nämlich einen Wolsshunger unv Kapau-nen und Pasteten kann man im „Grünen Jäger" doch nicht bekommen. Also her mit den Psann« kucheu! Kinder, Kinder, bei diesem DiordSwetter, in meiner ollen Kutsche, von Patienten zu Patienten rumpeln, wo einer 'ne Stunde von dem anderen entfernt wohnt, das ist gar nicht schön, — da heißt es sich dafür entschädigen!" ßilli, Mittwoch, den 1. Jänner 1913. neben der Hebung der Wehrfähigkeit der Monarchie auch eine gewisse Modernisierung der inneren Organisation des HcrrcSwesens bezweckte», ihre Zustim< mung >u gebe«. Würden die Sozialdemokraten nicht durch ihre Opposition gegen die Wehrreform deren parlamentarische Erledigung so lange hinausgezogen haben, wäre es möglich gewesen, so manche Ver-besserung der Wehrvorlagen durchzusetzen, was sich dann ipäter, nach derm En bloc Annahme im un« garischen Reichstage als undurchführbar erwteS. Im ungarischen Abgeordnetenhaus« hatte der Kamps ge-gen die Wehrresorm zu Szenen gefuhrt, die selbst an dieser Stelle etwas noch niemals Dagewesenes waren. Zuerst hatte man die Obstruktion der Zusth. und Kofjulh-Partei durch viele Wochen rnhig zuge-sehen, ohne daß seitens der Regierung und der na» tionalen Arbeitspartei ein ernster Versuch gemacht worden wäre, si« zu brechen. Als dann die Zeit sortschiitt, ohne daß eine wesentliche Aenderung in d«r Situation eintrat, ließ sich der Ministerpräsident Graf Khnen-Hedervary dazu verleiten, die Forderuu-gen ver Obstrntlionisten, speziell daS die Kconrechte auf das Empfindlichste berührende Verlangen, die Eiubknifnng der Reservisten von der Zustimmung dcS Parlament abhängig zu mache», zu übernehmen uud dem Monarchen gegenüber zu vertreten. Dies sührte zu einer Reihe ron Zwischeusällen uud schließ« lich am 17. April zur definitiven Demission des Kabinetts Khuen-Hedervary unter gleichzeitiger Er-nennnng des Ministeriums Lukars. Aber damit waren die Hindernisse, die sich der Erledigung der Wehrresorm in Unoaru gegenübergestellt hatten, »och nicht beseitigt. Die Obstruktion rüstete nicht ab, son-dern setzte den Kamps mit aller Behemenz fort. Graf Tisza ließ sich schließlich zum Präsidenten de» Ad-gcordnctenhauseS mit der offen ausgesprochenen Ab-sicht, die Erledigung der Wehrresorm eventuell auch mit Brachialgewalt durchzusetzen. ES kam zur Au«-schließuug der Opposition unter polizeilicher Assistenz und als Reaktion darauf zu jenem Revolveratteutat auf den Grafen TiSza, dessen Urheber, der Adge-ordnete Kovacs, kürzlich von den Budapest« Geschworenen freigesprochen wnrde. Unterdessen wnrde „Na, ich glaube, das kann geschehen! Sehen die Herren doch nur unseren Justizrat an! Der hat wieder alle Taschen voll Neuigkeiten!" rief der Amt« mann Möller. „Möller hat recht! Justizrätche», man siehtS Ihnen ja an, e» brennt Ihnen 'waS auf der Zunge Z Also heraus damit!" Der Justizrat lachte mit vollen Backen. „Eui Kriminalfall?" fragte der Förster, der für diese Spezies schwärmte, schmunzelnd. „Fehlgeschossen. Diesmal istS eine Gespenster-geschieht?!" „Wie — was? Gespenstergeschichte? Wo haben Sie die denn aufgegabelt?" Der Justlzrat lehnte sich in seinem Stuhl zurück und sah mit lächelndem Behagen in die ge-spannt blickende Herrenrunde. „Wo ich die Geschichte her habe? AuS Schloß Rolsshagen, meine Herren." „Meiner Seel', wollen Sie uns etwa die alte Kamelle vom Neujahrsgespenst austischen, Justiz-rat?" polterte der Förster. „Alte Kamelle? Well. Aber wissen Sie denn auch, Förster, was hinter der Geschichte steckt?" eiferte der Justizrat. ..Ich weiß nicht mehr und nicht weniger von der verrückten Geschichte, wie jeder hier im Um-kreis," knurrte Wenzeslaus. .Wissen Sie etwa mehr, Justizrat?" fügte er mit erwachender Neu-gier hinzu. Der Justizrat kniff die Augen ein und machte 38. Jahrgang. die Wehrreform im österreichischen Abgeordneten« hause trotz der Opposition der Sozialdemokraten, welche zahlreiche Redner ins Feld schickten, glatt er« ledigt, und zwar wie bereits erwähnt, insdesonders dank des entschiedenen Eintretens der deutschen Par-teien, die dadurch, daß sie für die Ausgestaltung der Wehrmacht jedes Opfer bereitwillig tragen, nicht nur ihrer traditionellen StaatStreue Rechnung tragen, sondern auch für die Sicherung des deutsch-österrei-chischen BündnisieS sorgen. Die parlamentarische Situation hatte wieder» holt unter verschiedenen Zwischenfällen zu leiden, die sich au» den verschiedenen ungeklärten und un-gelösten Fragen ergaben. Ein solcher Zwischenjall, der seine Ursache in den polnisch-ruthenische« Drffe-renzen hatte, hätte die Annahme des WshrgefetzeS schon in einem vorgeschrittenen Stadium der Bera° tung beinahe in Frage gestellt. Der Ministerpräsident Graf Stürgkh hatte wegen einer schweren Augen« erkrankuug Mitte Mai einen längeren Urlaub unge-treten, sür dessen Dauer der Minister des Innern Baron Heinvld mit seiner Stellvertretung betraut worden war. Bald darauf kam es zu einem Zusammenstoß des Polenklubs mit der Regierung, der vor-geworsen wurde, daß sie den Ruthenen in Bezug aus die Errichtung einer Universität Zusichernngen gemacht habe, welche der Polenklnb nicht zu notisi« zieren willens war. Jener Zwischensall wurde durch die Jnterven-tion der Krone beigelegt, die ruthenische Universitäts« frag« blieb aber in Verbindung mit der galizischen, Wahlreform als c^suS belli zwischen Polen und Ru> thenen bestehen und hat erst in den letzten Tagen zu Verwicklung wieder gesührt, die sich in den AuS-schüssen und im Plenum des Abgeordnetenhauses eben durch die ObstruklionSerscheinuiigen bemerkbar machten. Diejenige Frage, welche sei Jahrzehnten jede österreichische Regierung beschäftigte, deren Lösung schon unzählige Male vergeblich versucht wurde, ist auch im verflossenen Jahr« kaum einen Schritt von der Stelle gebracht worden. eine geheimnisvolle Miene. Derartige Situationen bereiteten ihm riesigen Spaß. „Natürlich weiß Körner nähere», sonst wüßte er doch nichts zu erzählen!' rief der Amtmann. „Das stimmt," nickte Justizrat Körner. „Den Kern der Geschichte, ihre Entstehung wie ihre Pointe, dies alle» weiß ich jedoch nicht erst seit heule, son« dem seit bereits zehn Jahren, und zwar seit dem Todestage de» tollen Rolf und kraft meines Amte» als sein Testamentsvollstrecker —." .Des Baron Rolf von Rolsshagen," verbesserte der Schullehrer, der auch dabei war. Ein würdiger Herr, der eS nicht leiden konnte, wenn man seinen ehemaligen Herrn und Patron von Rolsshagen bei seinem Spitznamen nannte. „Na, Schulmeister, Sie können doch nicht leug-nen, daß der Selige ein tolles Blut war, dessen Streiche in der Hauptstadt berühmt waren und der nur einmal im Jahr sich auf Schloß Rolfshagen einfand, und zwar —" „Zu Neujahr und so die Wochen herum!" siel Doktor Äugustin dem Sprecher in die Rede. „Ha, ha, ha, der tolle Rolf verkroch sich hier, damit ihn seine Gläubiger nicht fanden!" „Donnerwetter, Doktorchen, Sie nehmen mir ja beinahe meine Pointe . . ." ächzte der Justizrat in komischer Verzweiflung. Der Fürster aber wetterte: „Beim heiligen Hubertus, jetzt keine Flausen länger: „Was ists mit dem Neujahrsgespenst?" Stile 2 Die deutsch-tschechischen Berständigungskonseren-zen sind zwar in Prag und in Wien bi« in den Juli hinein ziemlich intensiv betrieben worden und sie haben auch, rein theoretisch genommen, eine nicht unwesentliche Annäherung der beiderseitigen Stand-punkte gebracht, ein positives Ergebnis ist aber auch diesmal ausgeblieben und die Einberufung des böhmischen Landtage« behufs Sanierung der immer prekarerßwerdenden finanziellen Lage des Königreiches Böhmen erwie» sich als unmöglich. I« Juli waren die Verhandlungen, wie es hieß, wegen Ermüdung der Konserenzteünehmer, abgebrochen wurden, die in Aussicht genommene Wiederholung im Herbst unter-blieb aber. Unterdessen hat sich verschiedenes ereig-net, wa» durchaus nicht dazu beigetragen hat, die Chancen einer deutsch-tschechischen Verständigung zu bestärken. Der Justizminister Dr. Ritter v. Hochen-burger war wegen eines Erlasses, den er an die Gerichte Böhmens au» rein administaiiven Gründen gerichtet hat. ohne dabei eine Verschiebung de» nationalen Besitzstände» auf dem Gebiete der Sprachen-frage zu beabsichten, der Gegenstand der hefigsten und gehässigsten Angrisse au» .bem tschechischen Lager. Diese Angriffe konnten ebensowenig al« Zeichen der Versöhnlichkeit ausgesagt werden, al» die sich immer wieber erneuernden Versuche, den deutschen Eharakter Wien» und Nienerösterreichs durch die Tschechisierung de» Schulwesen», durch die Vermeh» rung de« tschechischen Privatschulurterrichte» in Frage der KomenSky-Schulen zu bedrohen. In den letzten Monaten stand das innerpoliti-sche Leben vollständig unter dem Einflüsse der durch de« Balkankrieg geschaffenen Situation, die störrischen Elemente der Monarchie, inSbesonder» die Südjla-wen, empfingen durch die Waffenersolge der Balkan-staaten gegen die Türkei Impulse, die in höchst un-erfreulichen, ja bedenklichen Symptomen zum Au»-druck kamen. Die Sympathiebeweise, welche den Siegern auf dem Balkan von den österreichischen Slawen zuteil wurden, hatten schon keinen platoni» scheu Eharakter mehr, sondern zeigten mitunter alle Merkmale einer zentrifugalen staatlichen Agitation. Zur Begründnng dieser unter den Südslawen Herr« schenken Stimmung wurde vielfach auf die in Kri>a-tien herrschenden Zustände, aus da» dort bei der Suspendiernng der Versasfung bestehend« Kommissariat de» Bonus von Euvaj verwiesen. Dazu muß aber bemerkt werden, daß auch die österreichischen Südslawen sich al» die Verfolgten und Unterdrückten gebärden und sich so weit versteigen, von einem „Mlajet Kroatien" und einem „Wilajet Sieiermark" zu sprechen. Auch die gegen die von der Regierung eingebrachten militärischen Borlagen, inSdesonder« gegen »KriegSIeiftiing». Gesetz" von den Tschechisch!«» dikalen inszenierte Obstruktion hatte einen «endenziö-sen Eharakter und ihr Effekt war jedenfalls der, unser Ansehen im Auslande herabzusetzen und die offenen und geheimen Feinde de» Reiche» zu ermuti» gen. Wenn auch schließlich dadurch, daß da» Budget-Provisorium noch im letzten Augenblicke parlamen» „Da« möchte ich auch wissen,* bekannte jetzt der Privatier Schütt, der erst feit einigen Monaten hier ansässig war. „Die Sache ist die," antwortete der Amtmann: ..Al» der alt« Baron von Rolsshagen, der Bater de» tollen Rolf, starb, — e» mögen jetzt wohl reich-lich zwanzig Jahre her fein — hinterließ er diesem seinem einzigen Sohne sein gesamte» große» Ver-mögen und da» alte Familienschloß. Der alte Herr war bei Lebzeiten dahinter her gewesen, daß Baron Rolf eine standesgemäße Heirat schließe. Einmal, weil er davon erhoffte, daß au» dem tollen Blut ein solider Ehemann werde. Zum anderen, damit da» alte hochadelige Geschlecht fortgepflanzt werde. Dieser Plan aber war gescheitert. Der junge Baron, in deffen Leben die Weiber doch eine große Rolle spielten, konnte sich zur Ehe nicht entschließen und erfand immer neue Ausflüchte gegen den Plan feines Baters. Nun dieser tot war. scherte er sich den Pfifferling um die väterliche Ermahnung und lebte toll daraus lo». So toll, daß da» große Ver-mögen bald schwand wie Butter au der Sonne. Gleichzeitig verbreitete sich daS Gerücht: In Schloß Rolsshagen sei es nicht geheuer. Ein Ge» spenst gehe dort um. Und zwar speziell zu Neu-jähr und so die Wochen herum. Der tolle Baron selber habe eS gesagt und dem unheimlichen Gast den Namen daS NeujahrSgespenst gegeben." „Der Schlauberger .. ." murmelte der Förster. Der Amtmann aber fuhr fort: „Ein Witzkopf meinte, der Geist des alten Barons finde wohl keine Ruhe, weil sein Sohn ein Schlemmerleben führe, und erscheine daher dem tollen Rolf. A-nilch- jUlurf;t tarisch erledigt wurde, die Schließung de« Paria meutes oder das Eintreten eines Ex lex-ZnstandeS vermieden wurde, so zeigt doch die inuerpolitische Bilanz eine höchit ungünstige Entwicklung und der Ausblick in die Zukunft ist ein nichts weniger al» erfreulicher. Aus Stadt und Land. Ernennung im politischen Dienste. Der Statthalter in Steiermark hat den Statthal» terei-Konzipisten Dr. LukaS Wolle in Pettau zum Bezirkskommissär ernannt. Au« dem Postverkehrsdienste. Der HandelSminifter hat die Postossi'iale Franz Natek in Cilli, Eduard Urban in Pragerhos und Arthur Charvat in Cilli zu Postoberosfizialen und die Postassistenten Albert Kofsär in Villach. Karl Dodrsek \u Steindruck und Maximilian Pürstl in Graz zu Postossizialen ernannt. Neujahrsvorrückung bei der Süd bahn. Verkehrsdirektion: Zu Oberrevidenien wurden ernannt die Revidenten Heinrich Bann, Cilli; Anton BozowSki. StationSches in Store. Zu Ad« juukten die Assistenten Ernst Franke, Steinbrück; Walter Glier, Cilli; Franz Synek, Rann: Johann Derzic, Steinbrück; Franz Porzer, Cilli; Johann Tischner, Cilli. Voranschlag für die Stadt Cilli. Be-ratungSgegenstand der am 27. d. stattgefuudenen GemeinderatSsitzung war unter anderem auch der Voranschlag sür da» Jahr 1913, wobei der Bür-germeisterstelloertreter Herr Max Rauscher als Ob-mann des Finanzausschusses ziffermäßig die einzelnen Posten der verschiedenen Titel verlas. Bei Titel „Straßen und Plätze" entspann sich eine län-gere Wechselrede über den Zustand der Pflasterung in einzelne» Stadtteilen. Herr Robert Zangger ver-wies aus den Zustand der Pflasterung aus dem Kaiser JosesS-Platze und stellt schließlich den An-trag, von den für die Pflasterung präliminierten 6000 Kronen den Betrag von 3000 Kronen für die Herstellung eine» Geleises aus Granitquadern längs der östlichen Seite des Kaiser JosesS-PlatzeS zu verwenden. Dieser Antrag wurde angenommen. Auch Herr Gemeinderat Kiemen» Prost klagte über die Pflasterung in der Sanngasse, deren Herstellung schließlich beschlossen wurde. Betreff» der Pflaste-rung de» Kirchenplatzes wurde über Antrag des Herrn Robert Zangger die Einholung eine» Gut-achtens und eines Kostenvoranschlages beschlossen. Herr Dr. Jesenko wie» auf die schlechten Bürger« steige bin und regte eine Besserung dieses Zustan-des an. Herr Dr. Schurbi verlangte auch eine Aenderung der Leitung jener Dachrinnen, deren Ausläuse noch nicht unter dem Trottoir geführt sind. Der Herr Bürgermeister Dr. v. Jabornegg erklärte, diesbezüglich an die Hausbesitzer heranzutreten. Zu DaS Landvolk hier aber ist noch unglaublich abergläubisch. Da» ausgesprochene Wort seine» Patron» versehlte denn auch seine Wirkung nicht. Fortan stand e» unantastbar fest: in Schloß Rolf»-Hagen gibt» ein NeujahrSgespenst. Die Folge war, daß alljährlich zur NeujahrSzeit Schloß Rolfshagen geflohen wird, als wüte dort das gelbe Fieber. — Soweit die Vorgeschichte. Für Fortsetzung und Schluß will unser Justizrat sorgen." „Zuerst aber wollen wir unseren Gaumen ver-sorgen," rief dieser, denn just in diesem Augenblick kam der Kellner mit der dampfenden Punschdowle und einer Riesenschüssel voll köstlich duftender Pfanntuchen heran. DaS erste Glas galt dem geheimnisvollen Neu-jahrSgespenst, sür daS alle hier Versammelten nur ein Lächeln hatten, und das sich doch Existen,berech-ligung bewahrt hatte bi» aus den heutigen Tag. Nachdem die Gäste in de» Psannkuchen aufge« räumt und der-Punsch die Kopse erhitzt hatte, be-gann nach einem ausfordernden Klapps des Förster» der Justizrat: „Nachdem Baron Rolf vor zehn Jahren, in-folge eines wilden Ritte» mit seinem Hengst, sich buchstäblich das Genick brach und seine sterblichen Ueberreste in der Grust seiner Ahnen beigesetzt waren, ging da» Schloß. — das Vermögen war total futsch! — da der Verewigte keine LeibeSerbe» hinterlassen, in den Besitz einer Kusine des Barons über. Lucy von Rolsshagen aber war mit dem schwedischen aktiven General von Norderström ver-heiratet und wohnte in Stockholm. s Nummer 1 Titel '.Realitätenverkehr" stellte Herr Robert Zangger den Antrag, sür die Jnseriionskosten einen eut» sprechenden Bettag von den Parteien einzuheben. Dieser Antrag wurde angenommen. Nach Beendi-gung des Vortrage« der einzelnen Posten de» Bor-anschlage» und der verschiedenen Fonde wurde tat Voranschlag nach einer längeren Wechselrede, an der sich die Herren Gemeinderäte Robert Zangger, Dr. Schurbi, Gustav Stiger und Dr. Jeseuko beteiligte», mit folgender Schlußbilanz angenommen und zwar hinsichtlich der Einnahmen mit dem Betrage von 390.091 56 Kronen und hinsichtlich der Ausgaben mit dem Betrage von 570.174 49 Kronen. ES ergibt sich hiemit ein Abgang von 180.082.93 Kronen, dessen Deckung beschlossen wurde: 1. durch die EinHebung einer 45 prozentigen Gemeindeumlage aus die Grund- und Hauszinssteuer. 2. durch die Ein-Hebung einer 50 prozentigen Gemeindeumlage auf die allgemeine Erwerbsteuer und Hausierst«»«, 3. durch die Eiuhebung einer 60prozentigen Gemeindeumlage aus die besondere Einkommensteuer, die Rentensteuer und Besoldungssteuer, 4. durch die EinHebung einer zweiprozentigen Schulhellerauflage vom Mietzinse, 5. durch die EinHebung einer zehn-prozentigen ZinShellerauflage vom einbekannten und richtiggestellten Mietzinse, 6. durch die EinHebung einer Auslage von 1'50 Krone aus jeden Hektoliter verbrauchten BiereS und 7. durch die Einhebung eines Zuschlages zur BerzehrungSsteuer von Fleisch und Weinverbrauch. Die durch diese Erhebungen i» Aussicht genommene Gesamteinnahme bettägt 180.34^ Kronen. Somit ergibt sich mit Rücksicht aus den zu deckenden Abgang von 180.082 93 K für das Jahr 1913 ein Ueberschuß von 259-57 K. Todesfall. In Laibach verschied Freitag der LandeS-SanitätSinspektor Herr Dr. Friedrich See mann, A. H. der akademischen Landsmannschaft „Carniola*. Steuerzahlungstermine. Im Lause des ersten Quartal» 1913 sind die direkten Steuern in Steiermark in nachstehenden Terminen fällig und zahlbar: I. Grundsteuer, HaitSklaffensteuer und HauSzinSsteuer, sowie die sünsprozentige Steuer vom Zinserträge der aus dem Titel der Bausührung ganz oder teilweise zinsfreien Gebäude, und zwar: die erste Monatsrate am 31. Jänner, dte zweite Mo-natSrate am 28. Februar, die dritte Monatsrate am 31. März. 2. Allgemeine SrwerdSstcuer und Er-werbsteuer der rechnungSpflichtigen Unternehmung»: die erste QuartalSrate am 1. Jänner 1913. Die Dienstpragmatik angenommen. In der Freitag» Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Verhandlung über die Dienstpragmatik fortgesetzt. Abgeordneter Hummer, der Generalredner für, trat sür den Gesetzentwurs in der Fassung de» Herrenhauses ein, gegen welch« sich aber bekanntlich unter anderem auch eine massenhaft besuchte Mar« burger StaatSangestelltenversammlung ausgesprochen hatte. Abg. Dr. Pollauf, Generalredner gegen, gibt So kam es, daß Schloß Rolsshagen vorläufig ohne Herrin blieb. Jetzt, säst zehn Jahre später, nachdem die Dame ihren Gatten durch den Tod verloren, be-schloß sie, in die deutsch« Heimat zurückzukehren und das ererbte Schloß zu bewohnen. Al« Frau von Norderström vor zirka vier Wochen hier eintraf, stellte ich mich al« der lang-jährige Recht«beistand der Rolsshagen vor und lernte in der Generalin eine ebenso liebenswürdige wie resolute Dame kennen. Die läßt sich nicht inS Bockhorn jagen durch Gespenstergeschichten, sagte ich mir. Ich war daher nicht wenig überrascht, als uh gestern früh von Frau von Norderström einen Brief erhielt, der förmlich einem Notschrei glich. Die Dame schrieb: Bester, einziger Herr Justizrat! Helfen Sie, raten Sie, seien Sie mir Retter in der Not! Wohin bin ich geraten?! Nerven kannte ich bisher gottlob nicht. Nach dem aber, wa« ich hier erlebe, sangen sie nachgerade an in Vibration zu geraten! Kommt da unlängst ein alter Bauer aus« Schloß und bietet mir Kartoffeln und Gemüse zum Winterdedars an. Ich habe noch Vorrat mitgebracht, sage ich. Bis nach Neujahr reicht er. Bringen Sie im Lause des Jänner, was ich brauche. Und ich gebe dem Alte» meine Austtäge aus. Im Jänner? sagt er. Kraut sich den Kopf, druckst und poltert bann plötzlich: Im Jtnner brin- Nummcr 1 der Ueberzeugung von Tausenden vou Staatsange^ stellten Ausdruck, daß durch die Annahme der vor-liegenden Dienstpragmatik der Kampf um das Recht der StaztSangestelllen nicht abgeschlossen, sondern ganz im Gegenteil die Beamtenschaft zu neuem Kampfe gezwungen wird. Die Zeit ist nicht mehr ferne, wo sowohl daS Abgeordnetenhaus als auch daS Volk die Schädlichkeit de» Herrenhauses erkennen und gegen die Einrichtung den Kampf eröffnen wird. Bei der Abstimmung wurde di? Dienstpragmatik gemäß dem Ausschußantrage in der Fassung de» Her-renhauses, unter Ablehnung aller Minderheiti- und Zusatzanträge in der zweiten und dann in dritter tesung angenommen. Gegen die Fassung des Her-renhause« stimmten die Vertreter der deutschen Ar» beiterpartei. die Sozialdemokraten und Tschechisch« radikalen. Für den Bertagungsantrag Korosec' erhob sich niemand, weil alle Südslawen fehlten, was von zahlreichen Abgeordneten mit dem Rufe begrüßt »urbe: „Korosec, wo bist Du!?" SUoefterfeier im Gasthofe zur Krone. Die Ortsgruppe Cilli des Bundes deutscher Arbeiter »«ranstallet heute um 8 Uhr abends im Gasthose zur Krone eine JahreSschlußfeier, verbunden mit Glückihasen, Musikvorträgen und Tanz. Der AuS-> schuß hat sich bei der Zusammenstellung deS Pro-grammS zur Ausgabe gemacht, den Abend zu einem recht animierten zu gestalten. Freunde der deutschen Arbeiterschaft herzlich willkommen. Eintritt 40 Heller. Tanzübung. Die nächsten Tanzübungen der hiesigen Änkerortsgrupp« finden am Donnerstag den 2. d. und SamStog den 4. d, um 8 Uhr abends im kleinen Saale deS Deutsche» Hanfes statt. Neujahrs-Enthebungskarten haben ge. löst: Hofrat Bouvier 5, Robert Zangger 2, Viktor Lichtenegger 2, Familie Helene Skoberne 4. Karl Stipane! 5, Frau Julie Zorzini 2, Dr. Josef Kovatschitfch 10, L. Putan und Krau 4, Johann Gaj»ek. Schmidl« Nachfolger 2. Familie Rebenfcheg 4, Oberst Faiungcr 2, Jos. Ääaiq IÖ, Jos. Jicha 2, Familien Teppey und Gallent 10, Oberlehrer Zeder 2, Dr. Georg Skoberne und Frau 4, Jos. Achleitner 3, Frau Louife Pallos 2, Bankdirektor Bönisch und Frau 5, Vizedirektor Scherl und Frau 5, Frau Dirnberger 2, Frau Fanni Pelle 3, Anton Neubrunner 2, Dr. Walter Riebl und »>rau 2 Die Errichtung von Lottokollekturen der Klassenlotterie. Wie aus Kreisen von Ab-geordneten, die aus Ersuchen von Interessenten im Finanzministerium vorgesprochen haben, mitgeteilt wird, sind über die Bedingungen der Errichtung von Lottokollekturen und auch über die Gewinnteilnahmt der Kollekte»« bisher noch keine enbgiltigen Beschlüsse gesaßt. Daß Kollekturen errichtet werden, ist ganz sicher; die näheren Umstände der Einrichtung der-selben sind dagegen noch unbekannt. Die Zeit der Ueberreichung von Offerten ist erst dann gekommen, wenn die sogenannte ..Kolleturinstruktion" im Drucke erschienen und käuflich zu erhalten sein wird, also gen mich keine zehn Pferde auf Schloß Rolsshagen, gnäd' Frau, denn da geht ja hier das Neujahrs« gespenst um. DaS — NeujahrSgespenst? srage ich. Denke, der Alte ist wunderllch, und laß ihn stehen. JnbeS wurde ich bald eines anderen belehrt. — Die Botenfrau kam. Ich stehe im Flur beim Leinenschrank und nehme ihr daher die Zeitung ab. Sie bringt sie zwar noch nicht lange bei mir, weil aber Jahres« schluß ist, gebe ich ihr ein Trinkgeld. Sie dankt und trippelt bi« zur Tür. Hier bleibt das Weiblein stehen, sieht zu mir herüber, und zwar so sonderbar, daß ich srage: Haben Sie was aus dem Herzen? Mit Verlaub, stammelte sie da. ich wundere mich bloß, was die gnädige Frau General für Kurrasch' hat. ' Kourage? Wieso das, meine Liebe? srage ich. Da kommt da« Weiblein heran und raunt hinter der vorgehaltenen Hand: Ich mein' halt, weil jetzt doch die Zeit kommt, wo auf Schloß Rolfshagen das NeujahrSgespenst umgeht. Bester Herr Justizra», bin ich denn unter Ver« rückte geraten? An alten Schlössern haften ja oft närrische Geschichten. Daß es aber heutzutage noch Leute gibt, die daran glauben, das will mir nicht in den Sinn. Ich würde über die Sache lächeln, wäre ich heute früh nicht auf das Unangenehmste überrascht worden. Nicht etwa durch das NeujahrSgespenst in Per« son, sondern durch die Entdeckung, daß meine drei Gteuische WachL im Laufe des Jahres 1913, da die Einführung der Klassenlotttrie bekanntlich erst im Jahre 1914 erfolgen wird. Ein verdächtiges Individuum. Am 28. Dezember zechte der Schankbiirsche Johann Brunschek au« Graichov in Kraiu im Gasthause des Pachole am Rann bei Eiili und machte eine Zeche von 90 Heller. Da er diesen Betrag nicht zahlen wollte,, mußte der Gemeindewachmann herbeigeholt werden, der ihn jedoch freilassen wollte, wogegen Pachole entschieden protestierte und den Gendar-meriewachtmeister Ritonja kommen ließ. Dieser nahm bei Brunschek eine Durchsuchung vor und fand in seinem Bündel SpitalSrväsche des hiesigen Krankenhauses, woselbst er vom 19. bi« 28. De-zember in Pflege stand und die er wahrscheinlich dort entwendet hatte. Auch wurden bei ihm mehrere Dietriche und Stemmeisen vorgefunden, was darauf hinweist, daß Brunschek einer Diebsbande angehören muß. Er wurde dem Gerichte eingeliefert. Falsche 20 Heller-Stücke. Vor kurzem wurde berichtet, daß an mehreren Orten an der steirisch-kroatischen Grenze falsche 1 Kronen-Stücke in Umlauf waren. Jetzt kommen wieder falsche 20 Heller-Stücke iu Verkehr. Sie wurden von Kroaten ausgegeben, sind den echten Münzen, was die Prä« gung anlangt, vollkommen gleich und unterscheiden sich von diesen nur dadurch, daß sie etwas größer und dünner sind, woraus zu schließen ist, daß sie mit einem Gipsmodell hergestellt >i»erden. Sie be-stehen aus einer Mischung von Blei und Zink, sind in der Farbe den echten ganz gleich und daher von diesen sehr schwer zu unterscheiden. Kroatische Weinrebendiebe. In der Nacht auf den 24. Dezember wurden aus dem in Drenovtc bei Rann gelegene», dem Fürsten Hugo v. Windifchgrätz gehörige» Weingarten über >000 junge veredelte Weinreben gestohlen und der Wein-garten selbst verwüstet. Die Täter dürften Kroaten gewesen sein. Großfeuer in Graz. Aus Gra; wird ge» schrieben: Sonntag früh brach in der Papierwaren-fabrik „Mary Mill" ein großer Brand aus, der die Fabrik fast vollständig einäscherte. Das Feuer griff fo rasch um sich, daß, als die Feuerwehr auf den Brandplatz gerufen wurde, daS Hauptgebäude bereits in hellen Flammen stand. 29 Feuerwehrleute haben bei den Löscharbeittn leichtere Verletzungen erlitten, «amtliche Vorräie wurden vernichiet, die Maschinen vollständig zerstört. Der Schaden beträgt schätzungsweise eine halbe Million Kronen, doch er« scheint er durch Versicherung gedeckt. Jedenfalls ist der Betrieb für die Zeit von drei bis vier Monaten unterbrochen, wodurch 130 Arbeiter mit ihren Fami-lien brotlos werden. Die Ursache deS Brandes ist noch nicht festgestellt. Während einerseits Brand-legung vermutet wird, nimmt man andererseits an, daß ölige Putzlappen sich im Parterreraum selbst entzündet haben. Daß man den Brand erst lange Dienstboten das Schloß und meinen Dienst heimlich verlassen haben, und ich sitze nun allein, ganz allein, in dem verwunschenen Nest. Ein zurückgelassener Zettel belehrte mich über den Grund ihres Verschwinden«. Auf dem Zettel steht: Mit so'n DübelSminsch, so'n Gespenst, mögen wir nicht unter einem Dache sein. Daher lassen wir lieber unseren Lohn im Stich und gehen. Justizrat, was sagen Sie nun? Wo bekomme ich Leute her, die sür Geld und gute Worte bei mir arbeiten? Die Krone aber setzte es der Sache auf, als soeben ein Brief meiueS Neffen aus Berlin ein-trifft. Er studiert an der dortigen Universität und ich hatte ihn eingeladen, mich zu besuchen, das frische, junge Blut sollte mir Erheiterung bringen. Was schreibt er? Liebe Tante, zu jeder anderen Zeit werde ich Deiner gütigen Einladung gerne folgen. Zu Neu-jähr aber darfst Du nicht erwarten, daß ich in das Gespensternest komme. .. Lieber, bester Herr Jnstizrat, raten Sie mir, wie ich arme Isolierte dem Unfug steuern kann. Kommen Sie baldigst, damit ich wieder einen ver-nünstigen Menschen sprechen kann, sonst werde ich über der verrückten Geschichte noch selber verrückt." Der Erzähler hielt inne und tat einen langen Zug aus seinem Glase. Els Augenpaare hingen mit lachender Erwartung au seinen Lippen. Der Förster aber brummte: „Na, und daS Geheimnis über das vermeintliche Gespenst hatten Sie in der Tasche — seit dem Tode des wilden Seite 3 nach seinem AuSbruch entdeckte, ist daraus zurückzu-führen, daß sich im FabrikSgcbäude keine Feuer-wache aufhielt. Das Feuer brachte um so größere Gefahr mrt sich, als sich die Fabriksanlagen in un-mittelbarer Nähe vom Südbahnhof befinden. Um 8 Uhr morgens war der Brand eingedämmt, doch verblieb eine Feuerwache auch in der Nacht von Sonntag auf Montag »och auf dem Brandplatze. Ein wütender Hund. Sonntag trieb sich in Wöllan ein wütender Hund herum. Nachdem er schon vorher einige Tiere gebissen hatte, kam er in ein Gasthaus gelausen und biß dort einem Burschen in die Hände, einen Knaben ersaßte er aber am Oberarm und riß ihm ein beträchtliches Stück Fleisch heraus. Schließlich wurde ein Jäger geholt, der die Bestie, als sie eben daS Hans verließ, mit einem gut gezielten Schuß niederstreckte. Hiezu wird uns auS Windifchgraz geschrieben: Am 28. Dezember trieb sich in der hiesigen Stadt ein fremder Hund herum, der ohne jeden Grund verschiedene Hunde anfiel uud biß uud durch sein eigentümliche» Be-tragen den Verdacht erregte, daß er wütend sei. Ueber Einschreiten deS StadtgemeindeamteS wurde der genannte Hund von der Gendarmerie versolgt, in Sankt Gertraud bei Windifchgraz eingeholt und dort in einem Gasthaus« vorläufig verwahrt. Am Abende desselben Tages wurde der Hund vom hie-sigen Wasenmeister in Sankt Gertraud abgeholt und wollte ihn letzterer an ei»em Stricke nach Hause führen. Unterwegs riß sich jedoch der Hund loS, nachdem er den Wasenmeister vorher mehrmals in die Hand gebissen hatte. Der wutverdächtige Hund trieb sich nun zwei volle Tage in den Gerichts« bezirken Windischgraz und Schönstein herum, bis er endlich bei Wöllan durch einen Schuß getötet wurde, nachdem er aber vorher viele Hunde und auch meh-rere Menschen gebissen hatte. Trotzdem daß eS all-geuiein bekannt war, daß sich in der hiesigen Ge-gend ein wutverdächtiger Hund herumtreibe, hat sich die Bezirkshauptmannschaft Windifchgraz bisher nicht veranlaßt gefühlt, irgend welche Maßnahmen zur Sicherheit der Bevölkerung zu treffen: im tHegen-teile sieht man in der hiesigen Stadt noch immer die Hunde, ja sogar a»ch diejenigen, welche vom wutverdächtigen Hunde gebissen worden sind, frei und ohne Maulkorb herumlaufen. Rohitsch. (Feuerwehr-Tombola.) Die Freiwillige Feuerwehr Rohitsch veranstaltete am 26. Dezember im Gasthofc zur Krone eine Tombola, verbunden mit einem Tanzkränzchen. Wenn auch die Tombola, mit allerlei wertvollen Besten reichhaltig ausgestattet war, so erzielte die wackere Feuerwehr in« fol^e deS massenhaften Besuche« einen namhaften Reingewinn, der zur Nachschaffung von Löschgeräten verwendet wird. Herr Dr. Schuster sagte all?n Teil-nehmern besten Dank. Die Musik spielte unter stürmischem Beifall den patriotischen Marsch „Mein Oesterreich". Die ganze Veranstaltung bot wieder ein getreue« Bild der alten Rohitscher Gemütlichkeit, Rols. Und nun gingen Sie zu der Frau General und beichteten." „So ist es," gab der Justizrat zu. „Zunächst aber las ich nochmals die Zeilen des Herrn Stu« denten und dachte mir mein Teil. Als ich nun vor einer Stunde, also bei Dun-kelheit, auf Schloß Rolfshagen anlange, vernehme ich deutlich von innen einen Schrei und erkenne hierin die Stimme der Generalin. Ich reiße die Tür auf und nun hätte ich bei-nahe selber geschrien. Ueber da« Vestibül wankt eine in weiße Tücher gehüllte Gestalt. Leichenblaß, mit entsetzten Augen, lehnt Frau von Norderström an der Wand. Da donnerte ich: .Ein arger Studentenstreich? Sie geben dem tollen Rols nichts nach, Herr von Rolfshagen!" Dann biete ich der Generalin meinen Arm und sage: »Ihnen znr Nachricht, gnädige Frau, daß die Sage vom NeujahrSgespenst eine Erfindung de« tollen Rols war. Um sich seine Gläubiger vom Halse zu halten, verbreitete er die Gespenster-geschichte. „Nun aber soll dieS durch mich bekannt wer-den. Damit wird Ihnen, meine verehrte, gnädige Frau, geholfen sein." .Bravo!" erscholl es in donnerndem Chor, al« der Justizrat schwieg. „Solch ein Neujahr»« gespenst könnte manch einer gebrauchen, ha haha! DaS NeujahrSgespenst des tollen Rols lebe hoch, hoch, hoch!!" Stile 4 Deutsche $yau,« Nummer 1 weshalb sich auch einig« herzhafte Kameraden ver« pflichtet fühlten, bei lustigem Tanz und feuchtfröhlicher Stimmung bi» zum Morgengrauen beisammen zu bleiben. — Auch eine wichtige Neuerung in der Feuerwehr ist zu erwähnen. Zur Gewinnung eine? brauchbaren Nachwuchses gründete man eine Jugendriege und der rührige Wehrausschuß scheute weder Zeit noch Mühe, die Knaben für die Wehr entspre. chend vorzubereiten. Aus daS weitere Gedeihen der Rohitscher Feuerwehr darum ei» kräftiges Gut-Heil! Lichtenwald. (Konzert.) Die Deutschen des SavetaleS werden demnächst die hohe Freude haben, eine hervorragende Künstlerin im Saale de» Neuheim in Lichtenwald zu hören. Die frühere Dresdner Sängerin und Geigenkünstlerin Frau Luise Hegemann auS Laibach hat in hochherziger Weise sich bereit erklärt, zugunsten de» deutschen Hause« Neuheim am Sonntag den 5. Zänner, abend» um 6 Uhr. ein Konzert zu veranstalten. Au« dem reich-Halligen Programme heben wir von den Liedern be-sonders hervor »Die Widmung" von Schumann, den „Altdeutschen LiebeSreim" von Meher-Helmund, da« „Winterlieb" von Henning von Koß, „Wie lustig der FrühlingSwind" von Umlaust, „Lockruf" von Rückauf und vor «llem drei herrliche deutsche geistliche Lieder aus dem 14. Jahrhundert, wahre P«rlen geistlicher Musik. Von den Geigenstücken sei erwähnt da« „Gebet" von Luigi Mufso, „Träumerei" von Godard, dann „Le eigne" von Saint-SaSn« und „Simple aveu" von ThomS. Möge kein Kunstverständiger au« dem unteren Savetale diesen edlen Genuß versäumen! Alle« nähere durch Dr. Wienerroither in Lichtenwald. Schaulmhnt. Am Miitwoch nachmittag» kam da» Kinder-«ärchen „Gänseliesel" mit Gesang und Tanz in fünf Bildern von Rosa Dodillet, Musik von Franz Neumann, zur Ausführung, das den Kleinen eine schöne WeihnachtSsreude bereitete. — Am Abend fling vor einem ausverkauften Haufe die reizende Operette von Lehtr «Eva" in Szene. Wir halten wieder Gelegenheit, uns an den guten Leistungen der Darsteller zu erfreuen. In erster Linie wollen wir Fräulein Otti Kramer al» Eva und Herrn Otto Hilde al« Octave gl«ubert hervorheben, in denen sich zwei glückliche Partner fanden. Fräulein Ada Trandasir lenkte durch ihr gutes und reizend frische« Spiel dfe Aufmerksamkeit auf sich und Herr Berko verstand eS durch feinen guten Humor, die rechte Stimmung zu erwecken. Beide ernteten großen Beifall, besonder» weisen wir auf da» Terzett „Recht» da« Männchen meiner Wahl, link« da» Männchen meiner Qual", bei dem al« dritter die Rolle de« Prnnelle» Herr OSkar Felix inne hatte, dessen Lei» stungen ebenfall« Anerkennung verdienen. Erwäh» nenSwert ist auch Herr Friedrich Jore« al» Ber-nard Larouffe, wobei wir un« nicht der Bemerkung erwehren können, daß der Aufzug seiner Arbeiter-schaft einen etwa« kläglichen Eindruck gewährte. Die Regie stand in den bewährten Händen de» Herrn O»kar Felix. Herr Kapellmeister Hager erledigte seine Aufgab« in der musikalischen Leitung auf da» beste.. Herichtssaat. Ein unredlicher Vormund. Nach der am 25. März in Wöllan verstorbe-nen Grundbesitzirin Maria Supfleitner traten ihre minderjährigen Söhne Franz Gupfleitner und Aloi» Dreo al« Erben auf. Während ersterer unter der Bormundschaft de» Franz Smodi» stand, hatte Aloi« Dreo den Besitzer und Schneider Anton Steiner zum Vormunde. Nachdem bereit» nach längeren Berhand lungen ein Erbübereinkomme» abgeschlossen war, stellte sich herau», daß Anton Steiner be, Festste!-lung de« Nachlasses zum Schaden der Erben einen der Erblasserin schuldigen Betrag von 400 ä. verschwiegen habe. Obwohl er ansang« leugnete und behauptete, er habe den größeren Teil des genannten Betrage« der Verstorbenen bereit» zurückgezahlt, er-wie« sich schließlich da« Gegenteil seiner Behauptun-gen, w^halb er am 28. Dezember beim hiesigen KreiSgcrichte zu 6 Wochen Kerker mit einem Fast-tage alle 14 Tage verurteilt wurde verdorbene Würste. Am 19. August 1912 wurden dem Dienstmann Johann Kozoderc in Pettau, der sich mit dem Ver-kaufe von Würsten beschäftigte, am Markte in Maria Trost bei Rohitsch 168 Würste beschlagnahmt, welche sich schon in einem derartigen Zustande befanden, daß sie einen üblen Geruch verbreiteten und die Gefahr einer Wurstvergiftung verursachten. Kozoderc, der zuerst die Würste selbst verkaufte, jedoch bald die nachteiligen Folgen seine» Vorhaben» erkannte, be-stellte dann Franz Arnusek al» Verkäufer, um selbst den Beschwerden der Käufer auszuweichen, die tat-sächlich von mehreren Seiten erhoben wurden. Beide wurden nun am 28. Dezember beim hiesigen Kreis» gerichte verurteilt und zwar ersterer zu 4 Wochen strengen Arrestes und Franz Arnusek zu 14 Tagen strengen Arrestes mit je einem Fasttage wöchentlich. Wegen schwerer körperlicher Verletzung wurde der l6jährige Selcherlehrling Reinhold Polleg, der dem Jakob Krajncic mit dem Messer ein schwere Beschädigung am linken Arme zugefügt hatte, mit 4 Wochen Kerker bestraft. Vermischtes. Tschechische Soldaten stehlen und plündern. Unter dieser Überschrift lesen wir in dem in Prachalitz erscheinenden Blatte „Deutsche Volköarbeit" folgenden Bericht aus Salzburg: „Die zahlreichen Tran«porte tschechischer Truppen nach dem Süden bilden auf ihrer Fahrt durch die Alpen-länder den Schrecken der dortigen Bevölkerung. Ob-wohl man den Tschechen auf allen Stationen ent-gegenkommt, scheuen dieselben vor Plünderungen nicht zurück. Ein au« 900 Mann (durchweg« Tschechen) bestehender MilitärtranSport, der in Salz-bürg vorübergehenden Aufenthalt nahm, verübte auf dem Bahnhofe Mafsendiebstähle. Mehr al« hundert Bierkrügel, zahlreiche LebenSmittel, wie Fleisch, Eier, Käse, Würste, Ansichtskarten und viele andere Waren wurden von den wie wild sich gebärdenden Soldaten im Bahnhos«restaura»t und den umliegenden Ge-schäften gestohlen. Wa« nicht niet- und nagelfest ist, wird von der tschechischen Soldateska mitgenommen, und zwar ereignen sich diese Plünderungen bei jedem MilitärtranSport. Die Bevölkerung ist daher in fieberhafter Erregung, denn wie würden eS dann die Feinde machen, wenn die eigenen Soldaten schon so wüten." Mädchenzöpfe im Briefkasten. Ein sonderbarer Zopfabschneider treibt in Straßburg sein Unwesen. ES schein ihn lediglich die Gefährlich, keit feine« Treibens zu reize«, denn auf den Besitz der abgeschnittenen Zöpfe legt er gar keinen großen Wert. Ein Postbeamter fand nämlich jetzt mehrere der Beutestücke, große, prächtige Exemplare, in einem Brieskasten auf dem Hauptpostamt. Zahn-Creme Mundwasser MEINE ALTE Srsahrun» ist un» bleibt, bai zur fJntwtbnr t von tommenprofien sowie zur Erl angunst und Er ha llunq nirer wrten, weisen Haul v id ein«» itei&cr. ieiats ferne bessere Seife existiert c>.lS die wcl>gekannte Steckenpserd - Lrlie, «Worte Eleckenpserd, von Bergmai A Co., Teilchen a/8 — Da» Stück zu 80 h erb. üli» in Apothe e«. Dr«, gerien. Parfüme««. nrib all cinichlägiqen Geschäfte«. — Dergleichen bewädit st Lenimann's Lilienertme » 0 n,e„r ? wunderbar z • Erhaltung zarter, weißer Damendonde; in Tuben zu 70 h überall erhältlich. kehren alle W wieder zum aechte» .Franck. Kaffee. Zusatz mit der Fabrik-Marke „Kaffee-Mühle" zurück, — jene Hausfraue», welche eiumal eiue andere Sorte versuchte«, den« aechter „3ft*jtrhrank-sftehrru (Nasen.) Annahm« von Geldern zur Verzlnaun« Int Hnnto-tiorrrnl oder auf Eitilaarn-Ufteher. Kreditbriefe aus sämtliche Haupt- und Nebenplätze des In- und Auslandes, Nummer 1 Deutsche Bacht S«it« 5 c»lli Deutsches I)aus cilu Rnld%lich der Jahreswende entbiete ich allen meinen sehr verehrten Gästen und freunden die besten Glückwünsche und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. — Hochachtungsvoll KARL STIPANEK. o □ o □ □ □ iZiir Hrieflautx-" Zur Jahreswende die besten Glückwünsche entbietet hiemit allen seinen hochverehrten P. T. Kunden von Cilli und Umgebung und bittet gleichzeitig um ferneres geneigtes Wohlwollen Hochachtungsvoll LCIIMS PCJTrtN Cilli, Rathausgasse 5. t eujfllr! wünscht allen seinen hochgeehrten p. T. Gästen. Bekannten und Freunden und bittet um ferneren gütigen Besuch hochachtend Jakob Pahole. Gastwirt _ ..Zum grünen Kranz" in Cilli. Anläßlich der Jahreswende erlauben wir uns hiermit unseren hochverehrten Kunden und Freunden die aufrichtigsten Glückwünsche darzubieten, danken gleichzeitig für das uns bisher bewiesene Vertrauen und bitten uns auch fürderhin wohlwollend gewogen zu bleiben. — Mit vorzüglicher Hochachtung HORWATH & LOIBNER SpezerK- nnd Kolonialwarenhandlang, Cilli, Gmerftsse Nr. 4. Herzliche (jr/ückwünsche zum neuen Jahre / erlaube ich mir meinem geschätzten Kundenkreise darzubieten mit der .Irin k°mn}endenJahre mit zahlreichen Aufträgen zu be- ehren, welchen ich stets die größte Sorgfalt widmen werde. Achtungsvoll Albin Paradis J\fachfg. (Richard Vrctscluy, Farbwaren- und Malergeschäft Cilli, Rathausgasse Nr. 16. i»»' 1 ;/Wm ÄöW Die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel ! entbiete ich allen meinen sehr verehrten Kunden und Gästen mit der Bitte, mir das ehrende Vertrauen auch im kommenden Jahre entgegenzubringen und gebe ich die Versicherung, dah ich dasselbe jederzeit zu rechtfertigen bestrebt sein werde. HodislditungsDoll Josef Rebeuschegg Fleischhauermeister und Hotelier „Zur Post". lückliches wünschen wir allen unleren verehrten Gasten und Bekannten von Store und Cilli und bitten gleichMig uns auch im kommenden Iahre mit recht zahlreichem Besuche zu beehren. Hochachtungsvoll Ioftlio uttä ÄMolouia Hermm Store. um Jahreswechsel erlaube ich mir hiemit meinem hochgelchshten Kundenkreise die besten Glückwünsche entgegenzubringen. — Ich verbinde zugleich für das mir bisher geschenkte Vertrauen meinen besten Dank und bitte mir dasselbe auch weiterhin gütigst zu bewahren, hochachtungsvoll JULIUS OEAD,Sr„„,„ Cilli, Brunnengasse Mr. 7. Jebcrnahme aller in dieses fach einschlägigen lleuarbeiten und Reoam-turen, sowie Bade- und Kioset-€inriditungen, Dachpappen- und Holz-zement-PIateaudädier zu den billigsten Preisen bei prompter Bedienung TOT« MW S .. 6 üCkuuuv 1 •in r Cilli Anläßlich der Jahreswende gestatten wir uns hiemit, allen unseren hochgeehrten Gästen und Freunden die besten Wünsche entgegenzubringen. Hochachtungsvoll ergebenst :: Johann und Hermine Jicha 1913 Unseren sehr verehrten Gästen und Freunden wünschen wir ein 'lückliches Neujahr und bitten gleichzeitig, uns auch im kommenden Jahre mit recht zahlreichen: Besuch zu beehren hochachtungsvoll Valentin und Rosa Schunko Gasthaus „zum Wiesenwirt". MWA^MM •> ;-v Anläßlich der Jahreswende ent-QfClj bieten wir unseren verehrten p. t. QjQ Kunden und Freunden die besten und innigsten Glückwünsche und bitten gleichzeitig, das uns bisher entgegengebrachte Vertrauen u. Wohlwollen auch im neuen Jahre bewahren zu wollen. Hochachtend Josef u. Elise Reisner Selcherei und Wurstwarengeschäft (vorm. Payer), Cilli, Rathausg. Evrxb = ie Besten zum neuen ^ahre all meinen sehr geehrten Kunden und Gästen mit der Bitte mir das ehrende vertrauen auch im kom-menden )ahre ungeschmälert zu bewahren. hochachtungsvoll Adolf Zöchling KpriereiwarrnhandUmg und Gastwirt, Cilli-Gaberje Nr. 41. 'ie herzlichsten Glückwünsche zum Aeustt Zahre^ entbietet seinem sehr verehrten Nundenkreise hochachtungsvoll Vindermeister Cilli, „Grüne Wiese". Empfehle gleichseitig mein Vindergeschäft sür alle in diese» Fach einschlägigen Leuarbeiten und Reparaturen unter Garantie solider und dauerhafter Arbeit bei billigsten preisen. — Lostenvoranschlitge bereitwilligst. Z.SZi Zum Jahreswechsel die besten Wünsche! Mode-Geschäft »Zum Schmetterling" FRANZ KR1CK « CILLI o o o Die herzlichsten f M 'p f» lnckwm\m entbiete ich allen meinen hochgeschätzten Kunden und Gästen mit der freundlichen Sitte, mir auch im kommenden Jahre das Vertrauen gütigst zu bewahren. Hochachtungsvoll Fleischhauer und Gastwirt Vathansgasse Nr. L ♦ (Cilli ♦ klostergaste Br. 4 Die bester) IAJtipsebet zum Jahreswechsel entbiete ich meinem sehr geehrten Kundenkreise Jj mit der Bitte um ferneres Wohlwollen hochachtend t ANNA FINDEISEN I Cilli, Brunnengasse Nr. 18 teec fwfceceeeweee eeeecMecefeeeeeeeev m it Beginn des neuen Jahres erlaubt sich der Gefertigte hiemit sein Bäckergeschäft dem hochverehrten Publikum von Cilli und Umgebung bestens zu empfehlen und verbindet damit die besten und aufrichtigsten Glückwünsche! Hochachtungsvoll ülidiael flnflej, Bäckermeister, Cilli Hauptplalj. O O 3f t mm! wünschen wir allen unseren verehrten Gästen und Bekannten und bitten gleichzeitig, uns auch im kommenden Jahre mit recht zahlreichem Besuch zu beehren. Hochachtungsvoll loses M Wristiue Irotiaiß. stummer 1 Deutsche Wacht Seite 7 H ERRENKLEI DER-MODEGESCHÄFT JOH. MASTNAK □ oaoooociaooooocicioDaocio □ üröBte Auswahl in fertigen g g Herren- u. Knabenanzügen g § Kinderkostüme. Stets Eingang g g von Tiroler Wettermänteln, g g cngl. Raglans und Schliefer. a □□□□□□□□□□□□□□□OQOOQQO VV VV 1 4 □□□□□□□□□□□□□Donoa□□□□ o Reiches Lager moderner a □ -E- Q g In- und Ausländerstoffe ° § für Herrengarderobe nach § g den neuesten Journalen. □ OQODDODQDOOOOOOÖODOOQÖ Anläßlich des Jahreswechsels erlaube mir meinem sehr geehrten Kundenkreise die herzlichsten Glückwünsche zu entbieten und bitte mich auch im kommenden Jahre mit dem werten Vertrauen zu beehren. ° ° o Hochachtungsvoll a o □ Joh. Mastnak, Cilli, Grazergasse 15. i: h § :: ««AS«« k Der ergebend Gefertigte erlaubt sich hiemit die besten Glückwünsche zum Beginne des neuen Jahres feinem hochverehrten Kundenkreise von Cilli und Umgebung darzubringen und bittet um ferneres geneigtes Wohlaiollen u. Vertrauen hochachtungsvoll Johann Korber Spenglermeister Karl Traungasle Cllll Spitalgasse Jdt empfehle gleichzeitig meine Bau- und Galanterlefpenglerei zur Ausführung aller in dieses foch einschlägigen Arbeiten bei solider Bedienung und mäßigen Preisen, sowie ein grofjes Lager ____Hüthengerflten und Bledigefdilrren. Glücklichste Itic^uJänscbe zum Beginne des neuen Jahres entbietet ihrem hochverehrten Kundenkreise von Cilli und Umgebung und bittet um ferneres geneigtes Wohlwohlen hochachtend AGNES SCHINKOWIZ Damenkleidermacherin in Lawa bei Cilli Nr. 27. Zur IslhreSCDende entbiete ich meinem sehr verehrten Kundenkreise rS mit der Bitte mir das Wohlwollen auch im kommenden Jahre freund-lidist zu bewahren. Hochachtungsvoll mm -WMZMU » r c£»c£» fleifdihauermeiffer Bahnhofgasfe Cilli Bahnhofgaffe 3 UNION (Hausbaum) | Ihren hochverehrten p. t. Gästen und Freunden § | erlauben sich die Gefertigten die ergebensten | 1 Glückwünsche zur Jahreswende f Z entgegenzubringen und bitten, sie auch im kom- i aHBBEQEQa menden Jahre mit gütigem Be- gosQHaQHQ - A 2 such zu beehren, Hochachtend 1 ^ Hans ii. Ludmilla Wagner i Zum lahresroedisel entbieten wir unserem sehr geehrten Kundenkreise die besten Glückwünsche mit der Bitte, uns das bisher entgegengebrachte Vertrauen und Wohlwollen auch im kommenden Jahre gütigst zu bewahren. ♦ Hochachtungsvollst sudtuig und Kathi Junger Selcherei und Wurstwarenerzeugung, Cilli, Rathausgasse. DIE /iOTIICInimSTEM « «WFIRESWENfeE t entbietet allen seinen verehrten Kunden mit der Bitte um ferneres Wohlwollen hochachtend JOHANN KULLICH Steinmetzmeister i QILLI : Gartengasse 12. Zum Beginne des neuen Jahres erlaube mir meinen sehr verehrten Kunden • • • » die herzlichsten Glückwünsche entgegenzubringen, spreche gleichzeitig für das mir bisher geschenkte ehrende Vertrauen meinen innigsten Dank aus mit der Bitte, mich auch im neuen Jahre mit recht zahlreichen Aufträgen zu betrauen, welche ich mit größter Sorgfalt bestens zur Ausführung bringen werde. Hochachtungsvoll □ □□ Ant l^nQpflAl Schlossermeister mn« IVUoUlWl^ (Ant. Eictiberjer'sfsachsg.) CILLI, Spitalgasse 8. Seite 8 Deutsche Wacht Nummer I § (£ff/en unActen de/ti vete/tz/en ^7\unc/en, -x&cnnevn unc/ -KZfc'Lyten, wünsc/ten wtt em tecftj (f/üc&fiic/ieö und tOseujafii s t?y6cc/iac/i-tung>&VG$eiyeSenöt c%a£o6 und ttfJCaziu -dre^ßcoe/te/r -Titcticsifiauetei und ,,ßutH yc/c/etten (S«ye/"". I Ein fröhliches und Glückliches Neujahr! wünscht allen seinen hochverehrten Gästen und Freunden und bittet um ferneren gütigen Besuch hochachtungsvoll FRANZ KASCH, Gastwirt (vormals Walentschak). Die aufrichtigsten und besten eujahrs- All meinen geehrten Kunden oon Cilli und Umgebung wünsche 1® rrn Jahre! Gleichzeitig bitte ich, mir das bisher geschenkte Vertrauen auch fernerhin entgegenbringen zu wollen, da ich stets bemüht sein werde, alle mir freundlichst erteilten Aufträge zur vollsten Zufriedenheit auszuführen, hochachtend Hnton Neger Fahrrad- und Hähmaschinengeschäft in Cilli. meinen sehr verehrten Kunden von Glii und Umgebung mit der Bitte um ferneres Wohlwollen. Hochachtungsvoll Konrad Poijner Spenglermeister ♦ Cilli ♦ Gartengasse 11 Erlaube mir allen meinen sehr geehrten Kunden die Besten Glückwünsche ZUM Jahreswechsel zu entbieten und bitte um ferneres Wohlwollen. Hochachtungsvoll Leopold Krainz, Vindermeister Cilli, Vogengssse Br. 4. Zwei möblierte Zimmer mit separatem Eingang sind sofort eventuell samt Verpflegung zu vergeben. 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