Ni.?8. Mittwoch, I.April 1897. Jahrgang 116. Macher -»— Leitung. i"'l'ü n ,^ ^'^-„Mit Pustuerseiidung: «aüMiiil! fl, l5, halbjährig fl, 7 5.0. Im Comptoir: "" I»!^ntt,! .""'"'"l'nn sl, N-5N, ssilr dir Zustellung <»« Haus aanMrig ft, l, - Insertionögebür: Für ">« zu 4 Zeilen 8,'. lr„ grühsre per Z?ile e lr.: bei üfterc» Wiederhol»»«»'!! per Zeile 3 lr. Die «Laib. Ait,» erscheint täglich, mit Ausilahm? der 2onu und Feiertage. Dic Uh«lnlft,«tlon befindet stch Tongressplatz Nr, 2, die Medaction Aahnhof>,asse sir, l», Sprechstunden der Redaction von 8 die ll Uhr vormittags Uüfranlierie Brieie welden nicht angenommen, Maimseripte nicht zurüctgestellt. Amtlicher Theil. Alleres/' "^ k. Apostolische Majestät haben mit «ußeN " E"lschliehung vom 30. März d. I. dem in P.««? chrn Gesandten und bevollmächtigten Minister ^iihow 3""nch Grafen Lützow zu Drey-^lchOrdpn«"^^borf das Großkreuz des Franz-"roenz allergnädigst zu verleihen geruht. Grlln?^' ""b k. Apostolische Majestät haben auf l'chen kl ^l)°l Minister des kaiserlichen und lönig-""eitbün^s. ""^ bts Aeuhern erstatteten aller-don, 9 A?"' Vortrags mit Allerhöchster Entschließung ^njula»5 l?ä ^- ^- bie Errichtung eines Honorar» ^rgMjas ^^"°^ "'^ ben, Sitze in Aalborg htttnllnn nn ü" genehmigen und den Handelsmann ^demV^'^l ^"" unbesoldeten Consul daselbst killen s/!3^' ^"'" Bezüge der talifmäßigen Consular, huldreichst z« ernennen geruht. des na?,^^e Obersthofmeister hat den Custosadjuncten z«>n I .^,'.'lorischen Hosmuseums Nikolaus Wang "«ar dieses Hofmuseums ernannt. doinnls" ^lsle Obersthofmeister hat im naturhistorischen !^lt>t ?'>. <Ü Eustosadjuncten Dr. Michael Haber-^lllss, 7° Dr. Franz Wähn er zu Custoden zweiter b»ei„ "" Titular. Custosadjnncten Dr. Moriz blickn, ""^ bie Assistenten Dr. Alexander Zahl-?"'lcten ^'^ Dr. Rudolf Köchlin zu Custos-3>st 3^'l ben wissenschaftlichen Hilfsarbeiter Dr. ^una"°hu! Edlen von Böhmersheim zum " ernannt. '" Ills^^ustizminister hat den Ministerial. Secrrtär i"ln Lan?^^'um Franz Emil Conte Smecchia «nal,^ "^gerlchtsrathe beim Landesgericht in Trieft Nichtamtlicher Theil. ^ z» T)ie«3^ ^üsung der Millistertrise. ^lsitz^ ^'"lsterllise hat gestern in einem unter dem ?ch ihren «5"lers abgehaltenen Mimsterrathe da-M belv" «bschlnss gefunden, dass Se. Majestät sich o l "i an,,, ^'""den hat, die Demission des Cabinets ^Mragen^wen. vielmehr dem gesummten Cabinet in seiner Stellung zu verharren, wie< wohl die gewünschte Majorität nicht erzielt worden ist. Das «Fremdenblalt» bespricht die Lösung an leitender Stelle uud sagt u. a.: Das Cabinet Vadeni verbleibt daher im Amte. Es hat zwar die von ihm gewünschte Mehrheit, in welche die liberalen Großgrundbesitzer einbezogen werden sollten, nicht gebildet, aber anderseits seine Mitwirkung auch der Organisierung einer Majorität ohne diese Grnppe versagt, in welche die katholische Volks» partei als wesentlicher Bestandtheil Aufnahme finden sollte. Unter solchen Umständen wird weder eine Um< biloung des Ministeriums eintreten, noch eine Aenderung des Regiernngsproglamms, das in der Thronrede niedergelegt elscheint. Ebenso selbstverständlich ist die baldige Aclivieruug der böhmischen Sprachellverordnung. Die Gründung der von der Regierung beabsichtigten Mehrheit ist dadurch vereitelt worden, dass die vom liberalen Großgrundbesitze abgegebene Erklärung der Regierung leine ausreichende Grundlage für die von ihr angestrebte Parteicombination gewährt hat. D ssen» ungeachtet darf angenommen werden, dass sich der Vorbehalt dieser Gruppe wesentlich auf die Sprachen-Verordnung bezieht. In allen anderen Fragen jedoch, so weit sie von der Thronrede in das Programm des Cabinets eingefügt worden sind, darf auf die Cooperation dieser lu erster Linie auf das Staatsinteresse bedachten Verbindung gerechnet w rden sowie auch die Regierung durch ihr Verhalten stets bemüht sein wird, diesen liberalen Elementen auch die Mitwirkung an ihrer Politik zu ermöglichen. Es wird demnach, wenn einmal die Stromschnrlle der Sprachenuerordnung passiert ist, immerhin eine solche MchrhMconstruclion im Hause möglich scin, an welcher das liberale Element theilnehmen wird. Dies ergibt sich auch aus der Vorgeschichte der Krise, die am Samstag und Sonntag mit raschem Tempo ihrem AuSgang entgegengeeilt ist. Am Samstag erklärten die conseivatiuen Fractionen dem Grafen Vadeni ihre Bereitwilligkeit, felbst eine feste Mehrheit unter Zuziehung der clericalen Gruppe Dipauli der Regierung zur Verfügung zu stellen. Am Sonntag vormittags er-öffntte Graf Badeni, wie aus parlamentarischen Kreisen heute mehrfach mitgetheilt wird, den bei ihm erschienenen Vertretern der Parteien, unter welchen auch der liberale Großgrundbesitz semen Repräsentanten hatte, dass er auf dieses Auerbieten nicht eingehen könne, da der liberale Großgrundbesitz zu einer bestimmten Zusage nicht zu bewegen war und die Regierung eine Mehrheit nicht annehmen wolle, welche vom liberalen Großgrundbesitz absehen möchte. Hieraus ist auch zu entnehmen, dass eine Zumuthung, gemeinsam mit der katholischen Volkspartei in die Mehrheit einzutreten, an den liberale«, Großgrundbesitz mder von den Conservativen, noch auch von der Regierung gestellt worden ist, Es wird nun-mehr Sache der Regierung sein, da sie die ihr an« gebotene, den liberalen Großgrundbesitz eliminierende feste Mehrheit nicht ihren Zwecken unh Anschauungen adäquat finden konnte, ohne eine organisierte Ma^ jorität ihr Programm zu verwirklichen, von der Ueber« zeugung erfüllt, das« sie dabei stets auf eine Mehrheit Meu kann. die, von jeder einseitigen Parteitendenz frei, das Parlament in Einklang mit den großen Staatsaufgaben bringen wird. Diese rasche und dem parlamentarischen Frieden am meisten entsprechende Lösung der Krise, die namentlich auch den Repräsen« tanten eines maßvollen Fortschritts die Freiheit und die Möglichkeit lässt, dem öffentlichen Interesse ge« meinsam mit anderen großen Parteien wirksam zu dienen, macht auch die Bemühungen zwecklos, die im Parlamente von den conservative« Fractionen unternommen wurden, eine Majorität zu bilden, die einem modernisierten eisernen Ringe gleich sah. Ist die Nothwendigkeit einer festen Mehrheit entfallen, so ist selbstverständlich damit auch das von ihrer Unerlässlichkeit ausgehende Be» mühen der conservativen Parteien, eine solche ins Leben zu rufen, gegenstandslos geworden. Es wird allerdings für die Wahl des Präsidenten eine Mehrheit con« struiert werden müssen, doch wird dies eine Majorität aä doe fein, der darüber hinausgehende Zwecke fremd bleiben werden und die schließlich durch die absolute Nothwendigkeit geboten wird, endlich zur Constituierung des Hauses zu schreiten, eine Nothwendigkeit, die von allen Parteien in gleichem Maße anerkannt wird. Die Sprachenverordnung für Böhmen. Das gestrige Amtsblatt der «Wiener Zeitung» publiciert zwei Verordnungen des Ministers des Innern, der Justiz, der Finanzen, des Handels und des Ackerbaues. Die erste betrifft die sprachlichen Qualificationen der bei den böhmischen Behörden angestellten Beamten und verfügt, dass die nach dem 1. Juli 1901 angestellten Beamten der genannten Ressorts die Kenntnis beider Landessprachen in Wort und Schrift nach« zuweifen haben, entweder bei der bisher vorgefchriebenen 5 Feuilleton. weyeitnnw von Olootnbsr-^ w Hall. "°"si«rte d "" "°" "' ^"«"" ^"^^e. oetttsche Bearbeitung von Max Kleinjchmidt. Kw ^N der ' ^' Fortsetzung.) ^ die ssei..>> ."' Felswand, nahe dem Steinhaufen, Me. die " ^hlen letzten Stand machten, war eine l Mensck^ "kni Lager eines wilden Thieres, als N., Vus ?i^ Wohnung glich. i7 6 auf „'^dunklen Wölbung tauchte plötzlich ein zUesehez/ I^t, dass alle anderen Veteranen, die ich !? und ^ . gegenüber wie Kinder waren. Sein l^ b's z» t - ""en beide schneeweih und reichten nÄ3 und ^" Gürtel hinab. Sein Gesicht war A ^ dünn .w," ""d knochig, halb Affe, halb Mumie, Ml' das« n ^gedörrt waren seine verschrumpften Nlik' ^enn nU" H"l kaum noch Lebenskraft zugetraut AFtten und ,"^'"e Augen dagewesen wären: die Ä von n/?"^en wie zwei Diamanten in einer l ständig machen. ^ ^ . ^ «- Ich stürzte vorwärts an der Spitze der wechen Artilleristen die bei mir geblieben waren. Der alte Bursche kam mit ausgestreckten Armen auf uns zu. wie um uns aufzuhalten; aber wlr konnten uns jetzt nicht an Kleinigkeiten lehren, und so jagte ich ihm meinen Säbel durch den Leib, m selben Augenbl'ck, m welchen, einer der Kanoniere ihm mit seiuem Carabiner den Schädel einschlug. ^> «.<; , Er brach augenblicklich zusammen, und dle Hügel« leute brachen angesichts seines Falles in ein unsagbares "^S^ geneigt schiemn, sich 3ollMdNa"e^ ^"de verließ die Schlucht ^"bätten Hannibal oder Cäsar mehr thun können? Unser eiaener Verlust bei der Gechlchte war unbedeutend - drei Todte und etwa fünfzehn Verwundete. Eroberten ihr Banner, einen grünen Fetzen, mit einem Spruche aus dem Koran darauf gestickt. Nach dem Gefechte suchte ich nach dem alten Knaben, aber sein Körper war verschwunden, obgleich ich keine Ahnung habe, wie oder wohin. Sein Alu< komme auf fein eigenes Haupt! Er würde jetzt noch am Leben sein, wenn e> nicht, wie die Constabler zuhause sagen, einen Beamtet, an der Ausführung seiner Pflicht zu hindern gesuchl hätte. Die Kundschafter erzählten mir. dafs er Ghoola! Shah hieße, dusS er einer der höchsten und heiligst" Buddhisten sei. ,. . Er war in der Gegend sehr berühmt als en Prophet und Wunderthäter. Deshalb der Spektake als er niedergeschlagen wurde. Man sagte "'s. da ec schon zur Zeit von Tamerlans Durchmarsch '" Jahre 1397 in derselben Hütte lebte, und noch em hinein. Wie ein Mens. m,d eine so feuchte nnd elende Grotte, wie lch nur z eine gesehen hc»be. . . Ein hölzerner Schemel und em rauher T^ä mit einer Menge hicroglyfthenbetcitzetter Pergament rollen darauf bildeten die einzige Ausstattung. Mv er ist jetzt an einem Orte. wo er lernen wird, da^ die Bibel des Friedens nnd WohlgesaUen« allen seinem heidnischen KrimHtramK überlegen ist. Friede >e mit ihm! i lHorchtzung stehenden Vorschriften. Amtliche zur allgemeinen Kenntnis im Lande bestimmte Kundmachungen erfolgen in beiden Landessprachen, für die einzelnen Bezirke oder Gemeinden in der dort üblichen Landessprache. In strafgerichtlichen Angelegenheiten wird für die Annahme der schriftlichen Anträge, Erkenntnisse in der Hauptverhandlung, die Vorträge des Staatsanwalts und Vertheidigers die Landessprache, deren sich der Angeschuldigte bedient, vorgeschrieben. In bürgerlichen Rechtsstreitigleiten werden analoge Bestimmungen getroffen. Die Eintragungen in die öffentlichen Bücher und Register erfolgen in der Sprache des mündlichen oder des schriftlichen Ansuchens. Bei den landessürst-lichen Cassen und Aemtern verbleibt es bei den bestehenden Sprachenvorschriften hinsichtlich des Verkehrs mit den Eentralorganen, ebenso beim Post« und Telegraphendienste und bei den ärarischen Industrie« Etablissements, welche unmittelbar der Ceutralleitung unterstehen, was auch für den gegenseitigen Verkehr dieser Aemter und Organe gilt. Der Verkehr der Behörden mit den autonomen Organen richtet sich nach deren bekannter Geschäftssprache. Die Dienstsprache der Militärbehörden und der Gendarmerie bleibt durch die Verordnung unberührt. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit.________ Politische Uebersicht. «aibach, 6. April. Der «Reichswehr» zufolge wurde die Lösung der Krise dadurch herbeigeführt, dass auf Grund wiederholter Besprechungen, welche Graf Badeni mit den Vertrauensmännern des verfassungstreuen Großgrundbesitzes Abgeordneten Freiherrn von Ludwigs« torff und Dr. Bärnreither abhielt, diese schließlich erklärten, ihre Partei sti bereit, mit Ausnahme der Spracheuverordnungsfrage das Cabinet zu unterstützen. Die liberalen Großgrundbesitzer werden sich somit von Fall zu Fall entscheiden. Die Regierung kann in allen das Staatsinteresse berührenden Fragen auf die Unterstützung der staatserhaltenden Parteien rechncn. Aus parlamentarischen Kreisen geht der «Reichswehr» ferner die Meldung z", dass die Parteien der Rechten, und zwar die Polen, die Iungczechen, die katholische Vollspartei und die südslavische Vereinigung durch eine gemeinsame parlamentarische Commission die Verbindung unter einander aufrecht erhalten werden. Die Commission wird zugleich die oben genannten Parteien gegenüber dem Hause und der Regierung repräsentieren. Das Hauptorgan der Iungczechen, die «Narodni Listy», befürwortet das einige Vorgehen aller auto-nomistischen Elemente in entschiedenster Weise. Es wird bereits angekündigt, dass die deutsch-böhmischen Abgeordneten im Vereine mit der deutschen Volksparlei vornehmlich im Hinblick auf die böhmische Sprachenverordnung in entschiedene Opposition treten werden. Das Abgeordnetenhaus soll nach seiner Constituierung und nach der Erledigung der dringendsten Angelegenheiten Samstag den 10. d. M. die Osterferien antreten. Nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung wird die Wahl des Präsidiums vorerst nur auf vier Wochen vorgenommen. Die österreichischen Socialdemokraten berufen sür die Pfingstwoche einen Parteitag ein. Der Ort lmrd demnächst vrlarmta/g/brn werden In Budapest sindet am 7. d M eine Bischofs.Conferenz statt, in welcher außer der Frage, betreffend du Congrua und die Autonomie der Katholiken, auch über den Zeitpunkt der Einberufung dts katholischen Landes Congresses beschlossen wnden soll. Der deutsche Reichstag erledigte in zweiter Berathung das erste Buch des Handelsgesetzbuches betreff des Hanbelsstandes sowie mehrere Abschnitte des zweiten Buches betreff der Handelsgesellschaften und stillen Gesellschaften. Sämmtliche Paragraph? wurden gemäß der Commissionsbeschlüsse unter Ablehnung aller Amendements angenommen. Die «Hamburger Nachrichten» dementieren auf Grund eingezogener Erkundigungen die Meldung, dass beim Fürsten Bismarck ein Glückwunschtelegramm Kaiser Wilhelms zu seinem Geburtstage eingetroffen sei. Die auf türkischer Seite immer noch bestehenden Besorgnisse vor griechischen Provocations, vor Feindseligkeiten an der Grenze veranlassen täglich Sitzungen des Kriegsraths im Mdiz-Kiosk unter der Theilrmhme des Kriegsministers, des Marineministers, Ghazi Osman Paschas und acht auderer Generale. Der Commandierende, Edhem Pascha, erhielt die Ordre, am 6. d. M. vertheidigungsbereit zu sein und eingehende Befehle bezüglich seiner Haltung bei der Vertheidigung der Grenze. Es verlautet, dass eine Verstärkung der Grenztruppen durch weitere vierzig Redif-bataillone des zweiten Corps, welche zur Einübung mit den Mausergewehren mobil gemacht werden, geplant sei. Nach Consularmeldungen ist bei Gusinje ein türkisch-montenegrinischer Conflict entstanden, welcher militärische Vorkehrungen von türkischer Seite veranlasste. Die Pforte theilte den Botschaftern mit, dass die Commission in Tokat 136 Muhamedaner und vier Armenier wegen der Betheiligung an den letzten Vorfällen in Untersuchungshaft genommen habe. Die Thronrede, mit welcher die italienische Parlamentssession gestern eröffnet wurde, be« sagt u. a.: Die Verhältnisse der Erythräa sind wieder normale geworden und gestatten uns, mit männlicher Würde und Klugheit freie Entschlüsse über die Be» stilnmung der Colonie, wie sie am besten vereinbar sind mit unseren Interessen, zu fassen. Die Thronrede führt weiters aus: Die Ereignisse, welche sich gegenwärtig im Mittelländischen Meere abspielen, und die wachsende Auswanderung legen uns die Verpflichtung auf. nach Maßgabe der verfügbaren Mittel an die Verstärkung unserer Marine zu schreiten. Dies wird begünstigt durch das im Budget hergestellte Gleich gewicht, welches, nachdem die Aera der Opfer beendet ist, künftighin mit strengster Beschränkung der Ausgaben auf das absolut Unerlässliche und mit der Heranziehung aller producliven Kräfte des Landes aufrechterhalten werden muss. Die Thronrede schließt: Mein Wunsch ist es, dass unter Neiseitesetzung jedes unfruchtbaren Streites die Thätigkeit des Parlaments zur Stärkung des italienischen Volkes beitrage und seine moralischen und ökonomischen Verhältnisse verbessere. Umgeben von der Liebe der Nation und voll Vertrauen in den Beistand der göttlichen Vorsehung, hoffe ich, dass wir sicher dieses hohe Ziel erreichen werden, das anzustreben immer mein festester Wunsch war. — Bezüglich der internationalen Lage hebt die Thronrede hervor, dass Italien gegenüber den Vorgängen in der Türkei im Einklänge mit den übrigen Großmächten vorgehe, und betont die herzliche Freundschaft Italiens zu allen Mächten. Der französische Senat genehmigte den gesammttn Iuckerprämienentwurf. Bei den im Philipp opeler Wahlkreise vor« genommenen zehn Ergänzungswahlen für das Sobranje wurden neun Anhänger der Regierung und ein Stambulowist gewählt. Wie die «P. C» erfährt, begibt sich der russische Botschafter Graf Kap nist am 17. d. M. nach Petersburg, um während des Besuchs Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich am russischen Hofe anwesend zu sein. Die Unterhandlungen wegen der Entwaffnung der Vafchibozuks in Kalieni, welche der Commandant der österreichisch-ungarischen Truppen, Oberst Guzek, leitete, dauerte» eine Stunde. Die Führer der Baschibozuks verlangten einen diesbezügliche» Befehl des Gouverneurs und die Auwesenheit Edhem Paschas. Oberst Guzek hatte eben angeordnet, dass man mit den Hausdurchsuchuugeu beginnen solle, als Edhem Pascha, welchen der österreichisch' ungarische Consul aufgesucht hatte und der über energisches Drängen des Consuls sich zur Intervention entschloss, in der Ortschaft Kalieni eintraf, um die Entwaffnung zu leiten. Die von dein Truppencordon eingeschlossenen Baschibozuks begannen dann in Ruhe die Waffen abzuliefern. Edhem Pafcha wurde für die Vorgänge bei Ablieferung der Waffen verantwortlich gemacht, Fünfhundert Gewehre sollen heute abgeliefert werden. Tagesneuigleiten. — (Oefterreichisches archäologisches I " stitut in Wien.) S?. Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Enlschllihung von, 1ü. März o. I. die El. lichluug eines östreichischen archäologischen Institut« ln Wien genehmig». Diese« Institut soll — unter der » aussehung der verfassungsmüßigen Genehmigung oe ^ forderlichen Mittel — zu Veginn des Jahres 1°"° „ Leben treten. Aufgaben diese» archäologischen ^np^ werden bilden: Die Leitung und Ueberwachung "l ^ Staate unternommenen oder geförderten Forschte ^ Arbeiten auf dem Gebiete der classischen AlchäoM'^ Veranstaltung archäologischer Reiftn, Expeditionen ^ Grabungen, die Herausgabe von Publicationen Willen, die Oberleitung der selbständigen ft""^ Nntilensammlungen, die Überwachung aller staall^ ^ oentlonierk'n Grabungen und dle StudlenlellM . österreichischen Reise«Stipenoialen im Auslande tM^. ihrer archäologischen Studien. Der stalutenM'ge .^ lungslrei« der Centralcommifsion für Kunst- ""° ^, rische Dcnlmale, insbesondere der ersten Sect»»" ^, Commission, wird durch die bezeichneten A"fs""^ archäologischen Instituts nicht berührt,- das letz'«" ^ überdies in allen inländischen Angelegenheiten >lN vernehmen mit der Centralcommission vorzugehen ^,M An die Spitzi dc« Instituts soll ein von ^l-/'^,, ernannter Director berufen werden, welchem das ">^ ^. Hilfspersonale, darunter vier Secreläie mit Staats ^ Eharalter, beigegeben wütde. Dle Secreliire " ^ nach Vedarf auch im Ausland, und zwar z""°^hl» Athen und im Orient, verwendet werden, 3? ^ Agenden technischer Natur wären die nöthig « 3^ ^, von Fall zu Fall vom Director veizuziehen- U^l Vertretetn und Freunden der archäologischen «M ^. in allen Theilen der Monarchie die Möglichle'' ^, kräftiger Mitwirkung an den Arbeiten des "chim"»' Instituts zu bieten, sollen demselben außer den I'A mäßig angestellten wlssenschafilichen Vea»ten "» ^ glleder angehören: die Professoren der archaoio»^ Wissenschaft an sämmtlichen österreichischen Unlv"> ^ die Vorstände der selbständigen staatlichen AM"' ^, lungen, schließlich eine Anzahl vom Minister i«l ^ und Unterricht eigens hiezu berusentr Perl^ ^. Die Mitglieder des Institut« sollen in der ^^ jährlich zu gemeinsamen Verathungen unter bew „ü des Minister« sür Cultus und Unterricht zusalNlne" ^ Die k. l. Vehörben und die vom Staate erhalte»" ^,. subventionierten wissenschaftlichen Institute " "«F»' einigungen sollen berufen sein, das archäologische ^ in seiner Wirlsamleil zu unterstützen, wie auch ^ anderseits deren einschlägige Arbeiten lhatlräftig i«' haben wird. ^ i? — (Das rumänifche Königs<'"°. ,e« Nbbazia.) König Karl und Königin slll^F Rumänien werben, wie «an au« Vulareft '^F die angekündigte, etwa dreiwöchentliche """ ^ wahrscheinlich gegen die Mille dieses Monats" zi« Das Königspaar wird sich zunächst nach " o begeben, um dort die Osterfeiertage zu o rbringe''' ^ — (Geschenk des heiligen Vatel^ man der «P. C.» aus Rom meldet, wird Se V ^ Papst L?o XIII. demnächst dem König Meza"" Serbien ein Mosailbilo als Geschenl übersende^ ^ — (Johanne« Nrahms f.) 3^ 3^1 Vrahms trafen unter anderen Veiliidstelegla« ^ Hamburger Senat und von der königlichen Ku"! ,^ l^ ein. gum Leichenbegängnisse erschien eine DcP"" i/ Herzogs von Melningen. Von der Königin von v ^ und der Plinzcssin Marie sowie dem H"i" Cumberland langten aus Cannes Trauerlrünze ^ — (Das Grubenunglück bei o ^F Ueber die Ursachen der Explosion in der Hebw'll' ^/ GlUbe werde« aus Breslau noch l^ge", OM telegraphiert: Die Förderung auf der HedN"« ^ grübe wurde gestern wieder ausgenommen, " ^ ^ gefährdete Tiefbausohle abgedämmt worden "> .y ^ verhängnisvolle Einfahrt fand, wie gemeldet, HF eindringlichsten Warnung statt. Der «eM " F Volsig, bestand darauf. Die Einfahrt "l"» ^ Venilhung offener Grubenlampen anstatt der v^g^zF Sicherheilslampen, wa« die Entzündung b" " ^>i^ Brandgase und die Explosion dersrllie" ^ ^ Augenzeugen bestätigen die Anwendung offener ^,^ — Eine dc. artige Unvorfichligteit, wie es d" ^l!' offener Grubenlichter bei der Einfahrt in "" ^! " mit schlagenden Wettern gefüllte Grube ist, "1^ M unglaublich. Diese unerhörte Nachlässigkeit Hal ^ Falle nicht wcniger al« sech« Menschen da« ^^^ Local- und Provinzial-Nachrilhtell^ Seine k. u. k. Hoheit der durchlaucht/H Erzherzog Ludwig Victor in L""" z^ * Der erlauchte Vcuder unseres "habe"^ ^ archen, S<>. f. u. l. Hoheit der durchlauchtigste " ^> hirzog Ludwig Victor beglückte gest"« "'^p Hauptstadt L.,ibach mit Höchstseiner G^nN"", ^, Besichtigung der hksigm Anstalten vom ^^c^ die allumfassende Allerhöchste Fürsorge zu« "l X,) bringen, die sich auf alle hochherzigen, h""^ga"Vi ftrebungtn erstreckt und die auch in der ^ , ^ l des Rothen Kreuzes sich in so hervorragt k pxMisch bethätigt. ^ -^^seitung Nr. 78. 833 7. April 1897. ""«lttaa« ^"H'^e b"r Erzherzog traf gestern Altitun« ^. ^^ 25 Minuten von Klagenfurt in d°n Nim!??^"" 0bersthosmeifter« FVlü. Freiherrn 6w E "p'len auf dem hiesigen Sildbahnhof ein. ^"dlswäs?"^ ^' ^ ""b l. Hoheit waren am Vahnhose «entt«,!»« ^"°" Hein und Stationscommandant louchtigfl» ^ bbchsmann erschienen. Per durch. Mßun' ^"^ Erzherzog geruhte die ehrfurchtsvolle Ve-^«thinen . . "" Würdenträger huldvollst entgegen-^"de«bt«^ . ^ dann in Vtgleitung de« Herrn bebüude?« " "°lh höchftseinem «bsteigequattier im Vegen'^espräsidiums. ^l»st >>i- ^ ^ "'""ss geruhte Seine l. u. k. Hoheit Und dez c>5 "«nctionäre de« patriotischen HilfsVereins ^rauenverein« vom Rothen Kreuze zu empfangen, treten ^ ?"'HUf«v»>rein vo» Rothen Kreuze war ^fil>tntinn.?c«^ Pläsidentin Frau Schiffr r. die Vi«. M. " °""hle der durchlauchtigste Herr sich zn? ""d d " c, ^er die architektonische Schönheit des ouß^ « Zweckmäßigkeit der Einrichtung desselben ^""ng?.^"lahrt 6°b Seine. ,. u. l. Hoheit bei dull ^tz^" Epltalgass., des Allen Marltes und des I"ter« sse rilcksichtlich der det , gerul.. ? ^ltrophe verurfachten Schäden kund. ^n!" Echiekf..» durchlauchtigste Herr Erzherzog in tzd» und?'e die sür Reconvalescenten bestimmten "!ck."^assd,«. Vollslilche zu besichtigen, wobei "e ">ent Ios^ Luckmann die Honneurs tzr," "le.^e ^pnrcasse wurde die Fahtt in die neue K^M als »'"^setzt, deren nordöstlicher Tract i« Mc!^""e- N?^"^^asten Herrn Erzherzog durch die k "lsse l>/n!.. öderen Localilätcn wurde auch die ^ik, " der ss l^'at. ' ' '>! < ^fs)!'^ Kid 5, " "^ "folgte die Welterfahrt aufs ^lz.^ Tran^° °"»"nz?nd an das Artilkrie-geugs-^ » ^efi^l» '^lonue des Rolhen Kreuzes der ^l ^"hstva« ° unterzogen wurde. Hiebe» wmde Velten d., V ""geräumt und l« wurden die ^tai, """»ehr «, '""pnckung infpiciert. !"' 'in.^' °ls?l .. ^' l. u. l. Hoheit dem Cholera« " ^ besuch ^"'°nsfpital für Kriegszwecke bestimmt ') enthält iu seinem oeben erschienenen l3. Hefte abermals eine Anzahl lesenswerter Abhandlungen. Dieselben werden eröffnet durch interessante Ausführungen über die reslectorische Thätigkeit des Rückenmarkes, an welche sich eine Beschreibung des modernen Riesendampfers «Campania> (mit Abbildungen) schließt. Weiter folgt eine an-sprechende Plauderei «Wie man vor 50 Jahren Landwirt wurde», sodann eine vollständig ueue Darlegung des wissen» schaftlichen Wertes des Lothes und der Libelle (mit Abbildungen), welche manchem Fachmanne zu denken geben wird. Sehr iustructiv ist auch die Abhandlung über die Terramaren Italiens, sowie die Erklärung der magnetischen Vertheilung und Constitution der Magnete , Langenthun (3 H.), Sanet Michael-Stopilsch (2 H.), Sagraz (1 H.); im Bezirke Tscher» nembl in der Gemeinde Podzemelj (2 H.). Erloschen: die Maul» und Klauenseuche im Bezirke Adelsberg in der Amemde Podraga; im B^zirle Loitsch in der Gemeinde Neueste Nachrichten. Die beendete Cabinets-Krise. Da« Cabinet Badeni bleibt im Amte. ^ Sonntag abgehaltene Kronrath hat damit g" ^ dass der Monarch die Demission des Cabinels ' annahm und dasselbe, ohne vorläufig an d«e v> ^. einer festen Majorität zu schreiten, in se"" U^l wärtigen Zusammenfetzung fortbesteht. Der Ka'p ^ auch diefen Anlass nicht vorübergehen lassen, oy" Grafen Badeni seines vollsten uneingeschränkte" ^ trauen« zu versichern, und es verlautet bestimmt. ^ diese Vertrauens-Kundgebung in den nächsten «?' in solenner Form zum Ausdrucke gelange« WM» ^ Nunmehr, nachdem diese bewegte Epl!,o° ^. 46 Stunden abgeschlossen ist, drängt sich d" H^ auf, ob und welche politifche Nachwirlungen l"" ^ wird und welche Schlüsse daraus zu ziehen sll^^! allem ein solcher perfönlicher Natur: Graf Vaoe ^ dargethan, dass er weder mit allen Mitteln lM,. jeden Preis an der Regierung bleiben will. ^"^ mit dem größten Ernste und auf die ^, seines definitiven Rücktritts hin es ablehnte, ^, Majoritätsbilduug mit völligem Ausschlüsse ""h? ralen Elements einzuwilligen, hat er seinen 2v' ^ kündet, eine grundsätzliche Politik z"'^j und die parlamentarischen Stützpunkte lü^l i^ dort zu nehmen, wo er sie gerade findet. ^) z f ein böswilliges Märchen zerstreut worden, ^e^ schäftige Fabulisten um die «estalt dieses St""" ^ gesponnen haben und Graf Vadeui hat mit d>e> ^ beugfamen Hochhaltung einer Politik der ^ ^ dem öffentlichen Leben Oesterreichs einen übera" vollen Dienst geleistet. . ^ ^ Aber auch sonst wird diese Episode vielM ^l wirken. Indem Graf Badeni eine Politik H^F eventuell gegen die Vertreter des maßvollen ^,^z mus rundweg ablehnte, hat er dieser politische"!" ^j welche in den letzten Jahren eine schwere ^"1" "M der andern erleiden musste, eine Genugthuung «^ die nicht hoch genug zu veranschlagen ist. ^sl^ wert bleibt e« allerdings, dass die Vertreter "^ sinnigen Deutschthums sich nicht haben em>^' können, daS verhältnismäßig geringe Opfer del A./ Verordnung auf sich zu nehmen und den 9^^,z^!>^ Schritt zu einer offenen und ehrlichen ^u^^ setzung mit den Ezechen zu thun, wount die ^' einer gemäßigt liberalen Mehrheit ermügl'chl / Demissionsanerbieten des Cabinets hintangeh"" wäre. AlF Selbst die rigoroseste Prüfung der Ht ss Verordnung, soweit ihre Details biehec " hss worden sind. hat uns nicht die UeberM"^ss zubringen vermocht, dass damit den DeuM" ,^ ^ erträgliches Opfer zugemuthet wird. 3""^,^ ! auch von dieser Seite her die Situation ° M soferne wesentlich gemildert, als die liwa^^ grundbesitz?r zwar in der Opposition geg/n d'.^ ^ii^ Verordnung verharren, darin jedoch kein V^ell«^ blicken wollen, dem Ministerium in alkn ^M>" staatliche Wohl berührenden Fragen ihre Uw zu leihen. M H Es hieße die Lage völlig verkennen, " ^ s'' au« diesen Prämissen den Schluss ziehen, ^llgiU Vadeni etwa eine liberale Parteipolitil z« '^, ^ s^ beabsichtigte. Das liegt ihm schon nach ^' Ae< cedentie» ferne. Wohl aber leitete ^"... fB^ dass das Staatswohl die Erhaltung gew'!'". W H taler fortschrittlicher Errungenschaften e«" ^. deshalb eine Aera aggressiver antiliberal^F Politik zu vermeiden ist. Also keine einselt'» ^,^ der Staatsgeschäfte, weder in parteimaM^ hiss, noch in parteimäßig antiliberalem Sinne. ^j^H Gesichtspunkt aus wird man denn auch d'^ .^ >A von angeblichen Versuchen, eine Parlament» 'l>^ mission der Rechten wieder ins Leb" 3" "'^HH zu beurtheilen wissen. Die Regierung 'l^Ml^> Vorangegangenen diesen Versuche« beg^> ^ ferne, aber ebensowenig vermag sie dies"" hei,o>A zu verhindern. Es muss den Partelen H^^ bleiben, untereinander jen,n Contact herzm M ^ sie sür die Förderung der Parlamentär»^ ^ als ersprießlich erachten. Ja. lnnn "a" ' git»!M etwa als die Einleitung zu einem ü^ M>/ der konservativeren Elemente gegen , gils / Strömungen ausfassen dürfte, so ließe A,z d ^ liberalen Standpunkte kaum etwas Ern"' BF jedoch haben sie, soweit die Intentionen ^e >^ in Betracht kommen, nichts zu schaffe"' ^le", ^ Majorität ist nach den Ereignissen der h^j wenigstens vorläufig ausgeschlossen- v^eh^,^ Hoffnung gehegt werden, dass sich ""?.^^l j, Terrain wieder frei und für eine na H ^ ^ Wickelung der parlamentarischen Verya " ^lo!^ Wonnen ist, aus dem spontanen und i h. h^ ^., sammenwirken aller wahrhaft conservat>v«^ «lyl > erhaltenden Elemente im Sinne der »n ^ ^^chrr'Zettung Nr. 76. 09 l 7. April 1897. °uf vM.^ ^ ."uH eine arbeitskräftige, leistungsfähige, schütter ^solge bedachte und allen unheilvollen Er-VlmmV'? b^ öffentlichen Lebens entgegenwirkende "'"'tat herauskrystallisiert. Atzung des Abgeordnetenhauses am 6. April 1897. (vriglnal'Ttltgramme.) betreffs ^M'se befindet sich eine Regierungsvorlage, die Us«« ^heckgesetz, sowie eine Zuschrift, welche beS Us/ ''""s des Abg. Szajer und das Einlangen ^baen^ ?"m°ls bekanntgibt. Die neu erschienenen Kneten leisten die Angelobung, ^bg w Alterspräsident geht zur Tagesordnung über. einln^.l verlangt zunächst die Verhandlung über kein«! !>"6"chleitsantrag. Der Alterspräsident ver-^stilnm ""^ appelliert an das Haus. (Lebhafte "eter^.^""l die Wahl des Präsidiums. Abgeort). Renten ^"" "urde mit 258 Stimmen zum Prä-114 N.^wählt. Uuf den Grafen Attems entfielen s'diw ""me"' Dr. Kathrein übernimmt das Prä-tine un^? - ^l" Hause für die Wahl und verspricht fliilst^ ^"eusche Leitung. Er begrüßt die Vertreter der btingendp^» ""b erwartet, sie werden sich zu frucht-lichez «- ""eit vereinigen. Er wünscht ein fried-^teress» ?""^luen ber verschiedenen Nationen im deinen."" Entwickelung des Reiches und schließt ichiil t^M^erl aufgenommenen Hoch auf St». Ma« "cn Naiser. "ochln^Z'^olf verlangt unter der Unruhe des Hauses lei^anti^H ^^^ äur Begründung seines Dlinglich-die Hz^s ' ^^ der Präsident velweigert. Es folgt "avid wii?^ "^n Vicepräsidenten. Gewählt wurde l"f A^ " v- Abrahamowicz mit 251 Stimmen, ^sident«?? "^^t 75, Prade 37 Stimmen. Vice-.lllützt ^ ? ^- Abrahamowicz, mit lebhaftem Beifall ^sidilin, -. für das Vertrauen und versichert das !^n von/ 7ö"l zu unterstützen und den Abgeord- ° 3üilrd° Unparteilichkeit zu beweisen. Er werde ^rstll^^ und das Ansehen des Hauses im wohl« w"^n /"Interesse des Parlamentarismus jederzeit zu be Aba w ^"' Zum zwnten Vicepräsidenten , Nack V """ N'it 233 Stimmen gewählt. ^ki^H oer Wahl von zwölf Schriftführern und p' Hllls "n setzte das Haus einen achtzehngliedrigen '"> T)ie ^" Dnlfung der Stmssachk dcs Abg. Szajer . ?ll> ^^' ^'"er von Iaworöki, Graf Fal'kenhayn. ^ Z'"3n ?'p°"li, Ll.pul. Bulat, Graf Palffy u^^ul» ur,„gen einen Dringlichkeitsantrag ein "7 auf "tung der Thronrede durch eine Adresse an HlGs m soling ^^^ 48gliedrigen Adress-üi "9k'l U_. "3- Nitsche und Genossen bringen einen Gossen ."uag ein. Abg. R'tter uon Iaworiki und ü.' die ^ "Münden die Dringlichkeit unter Hinweis U" unlettie ^lkdj. "'ge '«it Rücksicht auf die Nothwendigkeit de w'^ltrn, "Engender Arbeiten nicht im Interesse 4k?"ttiiae U' ^"^ H^s nimmt die Dringlichkeit " ebriaen c?" und beschließt die Emsetzung eines 'ttd^e Ub ,?"''lchHs. lll>i "°ufbi/.^ «»'gemeldeten Dringlichkeilsanträge uF aligch/"Ochste Sitzung verschob, n und die Verhand-5ot« lrrvch^"' ^^ gelangen zahlreiche Anträge ^2"' Aus >. "' zur Verlesung. Nächste Sitzung ^zMepl l °" Tagesordnung stehen die Wahl der «Ms^ ""°n, des Adressausschusses und anderer Kreta. dl^Ü Meidet ^^"' Wie die Agenzia Stefani aus V^'en d' °!"'gten sich die Admirale über die b«r 3 ^ Ihr »l l. " ben Piräus zu verhängenden ^w"l"ng s°s. °"rat bildet nunmehr wu Gegenstand coi,^"t> besHl^l^ ^" Cabinette. Außer England und ' zent H'v's auch Frankreich ein neues Trnppen-^WiV^'s « A ° zu entsenden, "ll, ^' dass liiaV«'^ ^lue Note der «Agence Havas» ^iib Motte „.^^ s'ch ins Einvernehmen setzten. 5"es ^tn^. ."Nt> dem griechische Cabinet eine Note ^ie^ntuello'^e des Grafen Murawjew b?züglich . 9 '""d l,. ,..^°^licts zwischen der Türkei und b«<°"dol" pichen. '" Ztlsel^lden '/! April. Wie «Daily News» aus lM^'c den Cn„?7 ^plan berathen worden, die zts '^" werden würden. Von den unter die ^hren t»...^ Flüchtlinge vertheilten etwa "Urden bibher 500 zurückgestellt. Athen. 6. April. Heute mittags begab sich die königliche Familie anläfslich der Unabhängigkeitsfeier zum Tedeum nach der Kathedrale und wurde von einer ungeheuren Menschenmenge, welche die beflaggten Straßen erfüllte, acclamiert. Die Truppen bildeten Spalier. Die Pferde vor dem Wagen der Kronprinzessin scheuten und warfen den Wagen um. die Kronprinzessin stieg in den Wagen des Königs. Das ganze diplomatische llorps wohnte dem Tedeum bei. Während der Vorüberfahrt der Wagen des diplomatischen Corps bewahrte die Menge eine sehr correcte Haltung. Nach dem Tedeum begab sich eine zahlreiche Menge mit Fahnen zur Universität und bekränzte die Standbilder der Helden aus dem Unabhängigkeitskriege, wobei patriotische Reden gehalten wurden. Beim Passieren des officiellen Zuges warfen die Zuschauer au« den Fen« stern Papierstreifen herab mit der Aufschrift: Es lebe der Krieg! Vei der Kathedrale wiederholten sich die Rufe: Hoch Kreta! Hoch der Krieg! Es lebe der König! __________ Wien, 6. April. (Orig.°Tel.) Se. Majestät der Kaiser ernannte den Corpscommandanten des dritten Coips und commandierenden General in Oraz FZM. Wilhelm Freiherr« von Rein land er zum General-TrupptniN'pector und den Commandanten der vierten Infanterie-Truppendivision FML. E. Succovaty zum Commandanten des 3. Corps und commandieren« den General in Graz. Wicn, 6. April. (Orig.-Tel.) Prinz Leopold von Vaiern begab sich mit den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen Josef Ferdinand und Peter Ferdinand zu den Auethahnjagden «ach Neuberg. Wien, 6. Apnl. (Orig.-Tel.) Frau Charlotte Wolter ist bedenklich erkrankt. Wien, 6. April. (Orig.'Tel.) Die Beisetzuug der Leiche Brahms gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung, an welcher tne Vertreter der Be« Hürden sowie die in- und ausländische Kunstwelt sich betheiligten. Es wurden zahlreiche Reden gehalten. Die Kränze füllten sechs Wagen. Wien, 6. April. (Orig.-Tel.) Die deutsche Fort. schrittspartei hat sich heute abends constituiert. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt die Abgeordneten Dr. Nitsche, Dr. Pergrlt und Dr. Groß. Nachdem Dr. Nitsche resigniert hatte, wurden in den Vorstand gewählt Dr. Pergelt. Dr. Funke und Dr. Groß. Wien, 7. April. (Orig.-Tel.) I>Wiener Zeitung.^ Se. Majestät der Kaiser ernannte den Staatsanwalt Ernst Steiner zum Oberstaatsanwalt in Graz uud verlieh dem Swatsanwalte Josef Pajk in Laibach den Titel und Charakter eines Oberlandesgerichtsraths. Lemberg, 6. April. (Orig..Tel.) Zwischen einigen hundert beim Eisenbahnbaue beschäftiglen Arbeitern nnd den sie bewirtenden Juden des Städtchens Chodorow brach Sonntag nachmittags infolge wechselseitiger Be« schwerden ein Handgemenge aus, welches durch die Gendarmerie beigelegt wurde. Montag erneuerte und verschärfte sich das Handgemenge. Die Juden flüchteten, nachdem ihre Hauseinrichtungen vernichtet und die Läden geplündert waren, in die Keller. Dem telegraphisch herbeigerufenen Bezirlscommissär gelang es abermals, die Ruhe herzustellen. Nachmittags brachen die Unordnungen neuerdings au«. Die Arbeiter durchbrachen den Gendarmeriecordon und bcgiengen große Excesse. Abends langte ein Draaoner-Detachement und nachts eine Illfanterie-Compliame ein. Der Schaden ist bedeutend. Mehrere Personen sowohl Juden als Arbeiter, wurden schwer verletzt. 'Seither wurde die Ruhe nicht gestört. Heute traf die Gerichtscommission ein.___________________ Angelommene Fremde. Hotel Elefant. ^ri« -V> ^ "albach- - Dr, Vc.ck^ l, l. Notar, mm'ä>el'm^M^ ,S,rc,M.r, Friedman,,. Ull.ich Wie'" ^"" . ^ Ner' V. VcN'. - Vr.Mar, Prwctt. Cilli. Mn. ', 9liiril Waacnsi'chrer, OderiiMi,.; Diirnbacher, Trcil« mann, ^")"'^'N, .,/,,; I,le„to. Private, Trich. -P«"lm.c Obcrbeamt l^ , , ^ ^^^ Nnöuer Mc. G c,z. c^, ,M,,, Vrm,„. - M'dirazza, kfm. Trau, DalmaNw.^ I^^'N »^ ^',.,,..>f..., Pr«^. Venedig. ^Su'wu'IH. '_!, Vidl'rgar, Priester, St. Georgen Hotel Stadt Wien. A>„ ', April. Comir.Lel'a,',Kfm.:v VarN).t.n.k.LmieN' ... , '«^ a „ttitl Trieft — Dr. MarcmS, Hrastnissg^ -^ Cc s !''. I''3""«r. Wien. - Satter, Mdirett^ < Gattin, s Tochter M 8 7-5 ! W. schwach i fast heiter 7 j 7 ll. Mg. I 7W ß^ s> 4', ONO. schwach^ bewölkt j^0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 7 2", um 0 7« nnter dem Normale. Ein V«llsmiltel. Als solclies darf der als schinerzstillende. ^ Mistel und Nerven fiäftigende Einreibung bestbefannte "Molls Franzbrantwein und Salz» gelten, der bei Glieder« reißen und den andern Folgen von Erkältungen allgemeinste «nb erfolgreichste Anwenduug findet. Preis einer Flasche 90 lr. Tiig-licher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. M oll, t. u. k. Hoflieferalü, Wien, Tuchlauben 8. In den Depots der Provinz verlange man ansdrüctlich Molls Präparat mit dessen Schlchmartc und Unterschrift. (73) U-3 Herrn Apotheker Piccoli Der Gefertigte erlaubt sich Euer Wolilgeboren mitzutheilen, dass die eingesandte Magentiuetur (Tinctura Hliei composifa G. Piccoli) mit gutern ßr-folge bei Magen- und Gedännkatarrh sowie bei Erkrankungen der Leber- und Gallengänge angewendet wurde. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. (iraz am 2. Februar 1897. Provincial F. Emanuel Leitner, (1122) 4 Überarzt. Allen liebwerten Verwandten, Freunden uud Bekannten die Trauerlnude vom Hinscheiden unserer innigst geliebten, uuvergcsslichen Mutter, bezirhuua> > weise Schwester und Tante, der Frau Josesine Fortuna Private ! welche am 5. April um '/4 3 Uhr nachmittags nach ! langen«, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 77. Lebensjahre sanft ,m Herrn entschlief. , Die irdische Hillle der theuren Verblichenen wird Mittwoch, den 7. April, um '/.5 Uhr "ach" mittags im Traueihaus.- Fwrian^ttsst .«"''< gesegnet nnd und auf dem ^ott.'öack.'r z» Sm.ct , Ci)ristoph iin «issenen Grabe beigcscht. > ! Friede ihrer Asche! > La i ba ch am «.April 1^?. l Die trauernden Ausscliösil,e». > (Statt jsdi'r So,,dcranzeil?c.) > Aandestyecrter in Haibach. ^ 106. Vorstellung. Im Äbom^ement. Geradev Tag. MUwoch den 7. AprU Hie Fledermaus. Konn^che Op?«tte w drei Acten nach Meilhac nud Hallevys Nevl'iNon, dearbeitet von Hassuer uud Richard Geue>. Musik von Johann Strauß, Ansang halb 8 Uhr. ««>< 3^" ll) Uhr. Lalbacher Zeitung Nr. 78. 692 7.Vpr«l89?^ Course an der Wiener Korse vom 6. April 1897. "»«^m off^n 5«^°" zt«at»«K»lHh»n. »«id ««» "/, «inheUllche «entt in Noten » - »»«Ver ö°/, „ a«nze 500 l. 141 — 141 75 l8«0ei 5°/, ,, Fünftel 100 l. il>3?5 154 75 l««4« Ot»«l«s» . . ll» l. 189 — 190 — dt«. ,, . . »0 st. 18» — 190 — »»/, Vom »«»fthl. k l«0 N , . »55 »0 15« 50 4«/, Vest, »oldrente. steuert«« i«, 50 1»» 70 »»/. bto. «ente ln «tton»n»Hhr., st»u«frel für «00 Kronen Nom. 100 80 101 — dto, dto. per Ultimo . . ioo 70 100 90 «lls«b«tbbahn ln »., steuerfiel (div.st.), für 100 st. «. 4>/, 11, «0 1,0 «0 Kranz »Joseph »«ahn ln Silber (biv. st)s. iO0ft.Sl«m.5>///, »7 — l»8 «ub«ll«b«Fn 4'/, l. Kienen». fieuerf.(dlo. St. , für »00 Kr. «om.........0» — l — V«««rlb«r!»b»hn 4'/, l. Kronen». fteuerf., 4vu n. »ooo »r. f. X«a»»r. «»»......»« 40 t«> 40 lj» «t««»»0 U,. s«lzh.'!lir. «on ft.«. W. i°/, U» « «5'ÜO ««lb,Harl »ukw ««,3«, kl.«»», «l?-60 »1» «t» Veld W»« «o« Gta»l« »»« Z«HUl»» »be»n««»e»« 0bl«,. (Nn«. 0«d.) V. I. »87», <»'/,..... !Obl. te4'«nleb«u 98 75 99'»5 »elb «are ßsandbrUs, (filrioofl.). VoHcr, all«, öft. W 50 I, derl. 4»/,, 99-80 100 80 dto. Vizm.'Echld». »>/„ l. «km. 11» 75 11? 7» bta. dt«. ««/^.ll. »m. ii?t>u 11« bo N..»s»«lr. «00 p. <2t. ,74 70 l?ö 70 bto. »'/° K ,00 fi. p, 100 st. ,^80 ,^u _. Un«,»g»llz. Oahn..... 107 4O I08 4V 4«/» Uuterlralner Nabnen , . yg l^» ION- - (pei Gtück), Vubapest'Vastlit» (Do»b»u) . «90 7 3« Crtbitlose 100 st...... l«ua — »Ul - «loryttose 40 st. «Vl, . . . 57-50 »8'b0 4°/,Nonau.Dllmpfsch.l0«st.«W. 14S-— 152 — Oftner 2«se 4« «l...... «0«5 «I-2b P«lssy-»°st 40 fi, TM. . . . 58-«» 5» 50 «,tl«n»ltuz,0eft.Vel.,., 10«. 1940 «0 40 ««then Kreuz, Una. «es.v, 5 ft. 10 50 1110 «ubolph.L»!« 1« st..... «5- »7- Salm.Lose 40 N. «Vi. . . , «9 — 70 - <3t..»«N«l»-ü«l, 40 st. «M . 78 — 74- - W«N»ft«1- - 1l»1 l^> «antuerein, Wieuer. 100 N, . !«4» t>n ««, > Vodtr.'«nft..c>e!»,,»0ast.H,40'„ 43» - 441 - «rbt..«nft.l. Hand.u.V. l«,»fl. - - -— bio. dto. per Ultimo »eptdr. 349-. 349 50 Cltdltbanl, «llg. un,., »0U st. . 385 50 38«-— Depofttenbanl, ÄN«., »00 st. . «»<,-— «ll» — «compt«.»e<., Mröft., b00 ft. ?3b — 740 - Vl^: u. «nv , Wl«ier, 900 ^l. LS4 -. 8»?— Hvpochelb ,0eft.,»oa st.»i"/, 3. ?9-. 88 — öänberbanl, O st. . . . Wl» Vühm. stordbalm 150 st. . . Wil - ^>«3 - vuschrltdradec «!. 500 fi. «M. 15« 1550 btll. bt«, (lit. ll) »00 fi. . 534 50 536-50 Donau ° Dampfschiffahrt« > He!., «llefterr., 5 «llellschaft »00 st, V. . . . 288 — 289 Lloyb, Otft., trieft, 500 fl. «HX. 380 — 383- Oesterr. Noidweftd. «00 st. <3, . «59 60 «S0 - dto, dto. (lit, U) 2O) fi. ^, ««« — «««50 Pr«a»Dul,er Eisen». lbO sl.V. . 89 »5l 9» «5 sta»t»eismbahn «UV st. G. . . »3«»0 337 40 Südbahn 200 st. E..... ??-,5 78 - sübnordd. Veeb.'V. »ou fl. IVl. «09 50 2«' !»0 li,Mway<«tl.,Wr.,1?03.K.W, 44l—44« — »»t». ««.l»8?.»«1'» —'— — — Tramway««!., «eueNr..Ps«" ,njb«<^ rltH»^ctten 100 st. . - - ^b<«"<, Nng.^allz. »lsenb. »00 fi-AA ",,,z ^« «iwtr U,«lb»hnen.»ct.'»e!' zub«stliH-ßltl«N (per Stück). ^ B" Vauyc,., «Illg. «st., ,00 st. - .' °^ .,„ «gy>»<,l «isen. und Ätahl'gn»' g,,.. ^ in Wien 100 ». . - - «' ,<,"U «stnb<»hnw..Lt. ?° ^ ,W^. i'' «asftn,.^.,Ö,3.W WlsU,100^ "" «aa«on.«tihanft.,sIlI«.,wVest^ zil.^^, l»r. Väu^-'elllchaft l>>«) ll.. - ^!»0»^ »enrrl«r«tl «.?><> Pu'.ii........' ,.- 3t. P,t,r»buta. . . . ' Ducatrn . . . . » > ' «^ ^» «0°Fr»»c« Stücke . . > ' zzO» <<-» DeutsHt ckelchlbantnoten - ' ^O» H, Italienische Uanliwten . > ' ,,«"»'^ Aevlel,«ub,l . , . . ' ^^s^