Nr.M. Montan, N. Mai <«8!>. l0«. Ialnna«« Aibacher ^eituna. "«e 'Inltlat« »>,« ,« 4 feilen »» lr «lohe» per »ilUe ', ss.! del üft«l«u ll>lll>«lhol,li<» vo^ Mit 1. Juni beginnt ein nrues Abonnement a»is die Dailmchor Zeitung. «»b°^'ü ^ ^ ° » « »> crationS' Bedinnungcn bleiben wandert und betragen: »lit Postvelsenbung: fiir Laiwch: «O^ - - 15 sl- ^ lr. sscmzMlia . . N fi. - lr. "i N?^ ' ' " 5N „ halbjährig . . 5 „ 50 „ °"""ch . . i „ ^ „ monatlich . . - „ i)2 „ llbo« ^ ^'" Zustellunn inSHaus s ii r hiesige "knten prr Jahr 1 Gulden. llel?^.^e Pränumerations'Vetriiae »voNen Porto» ««»esendet werden. 3g. v. Rleimnasr H Fed. Vamberg. Nichtamtlicher ßljeil. ^ocalbahn Laibach-Stciu. N l!. "Uaut: Wir Franz Joseph der Erste, her?? Gnaden Kaiser vo,i Oesterreich; Apostoli. ^lnlllt' ^ ^^" Ungarn. König von Böhmen, von tle„ >,«!^' Kroatien, Slavonien, Galizien, Lodomc-hktzy"^ Illyrien; Erzherzog von Oesterreich; Groß-^lltn ^" Krakau; Herzog von Lothringen, Salz-Hich^^r. Kärnten, Krain. Bukowina, Ober- nnd W '^hlesien: Großfürst von Siebenbürgen; Mark-^b^l, währen; gefürsteter Graf von Habsburg N «. ic. ic. R z,,"^"^ Oslar Baron Lazarini im Vereine l>tt^.Praschniker die Bitte um Ertheilung büh„ nn '''"" zum Vaue und Betriebe einer Local-M„ °" der Station Laibach der Kroupriuz-Nudolf. ^ogen ' ^'" gestellt haben, so finden Wir Uns ^lNenz' !" ^Uvagllng der Gemeinnützigkeit des Unter-l»ls <^ ^n genannten Concessionären diese Concession ^Ee^ ^^ Eisenbahn - Concessions ° Gesetzes vom Gksetz»7"lnber 1854 (R. G. Bl. Nr. 238) sowie des V',. ^m 17. Juni 1887 (R. G. Bl. Nr. 81) wie 5>w!!^heilen: § 1. Wir verleihen den Conccssionä'ren das Recht zum Vane und Betriebe einer als normalspurigc Local' bahn auszuführenden LocunMiv - Eisenbahn von der Station Laibach der Kronprinz - Rudolf - Bahn nach Stein mit einer Schleppbahn zur dortigen ärarischen Pulverfabrik. Die Concessionine sind verpflichtet, dic obige Schleppbahn ill die Localbahn Laibach'Stcin als Fortsetzung derselben einzubezichcn, sofern für die Ver lcgung der Endstation vom Süden nach dem Norde.i der Stadt Stein nach dem Eiachten der Staatsverwaltung angemessene Beitragsleistungen seitens der Interessenten gewährt werden sollten. 8 2. Für die den Gegenstand der gegenwärtigen Concessions' Urkunde bildende Eisenbahn werden folgende Begünstigungen gewährt: a) die Befreiung von den Stempeln und Gebürcn für alle von der Local-bahn-Unternehmnng abzuschließenden Verträge, zu überreichenden Eingaben, von derselben zu entrichtenden Urkunden, ferner für alle im Omnde dieser Verträge und Urkunden zu bewirkenden bücherlichen Eintragungen, endlich für sonstige Amtshandlungen und amtliche Ausfertigungen zu den nachbczeichncten Zwecken, und zwar: 1.) bis zum Zeitpunkte der Betricbseröffnulig zum Zwecke der Capitalsbcschaffung. der Sicherstellung der Capitalsoerzinsung des Betriebes; 2.) bis zum Schlüsse des ersten Brtriebsjahrcs zum Zwecke der Gnmdcrwerbung, dls Baues und der Instruierung der Bahn. Dirse Begünstigungen haben auf die im gericht» lichcu Verfahreu iu Streitsachen stattfindenden Ver-handlnngcn keine Anwendung; l>) die Befreiung von den Stempeln nnd Gvbmcn für die Ausgabe der zum Zwecke der CapitalLbcschaffunq für die erste Anlage uud concessionsmäßige Ausrüstung bestimmten Acticu und der auszugebenden Priuntäts < Obligationen mit Einschluss der Interimsschcine und für die Einverleibung des Pfandrechtes auf die zur Sicherstellung der Prioritäts-Obligationcn bestimmten eisenbahubücherlichcu Einheiten oder auf andere unbewegliche Güter so wie von der bei der Grundciulösuug nach Schluss des ersten Betriebsjahres (lit. a., Z, 2) auflaufenden Ueber-traguugsgebür. mit Nusuahme der „ach dcu bestehen-den Gesehen den Gemeinden odcr anderen autonomen Körperschaften zukommende», aus diesem Anlasse zu entrichtenden Gcbüren; c-) die Befreiung von den für die Erthcilung der Concession und für die Autferti-gnng dieser Conccssions-Urkunde zu eutrichteudcn Gc-büren und Taxen; ly dil,' Ät'freiuuci mm der Erwerb» und Einkommensteuer, von der Entrichtung der Collponstempelgebüren sowie von jeder neuen Staats-steucr, welche etwa durch küuftige Gesetze eingeführt werden sollte, auf die Dauer von dreißig Jahren, vom heutigen Tage an gerechnet. tz 3. Die Concessionärc sind verpflichtet, den Äau der im t; 1 genannten Eisenbahn sofort zu beginnen, binnen längstens zwei Jahren, vom heutigen Tage an gerechnet, zu vollenden und die fertige Bahn dem öffentlichen Verkehre zu übkrgebeu, wie auch während der gmrzrn Concefsionsdaucr im ununterbrochenen Betri^br zu erhaltcu. Für die Einhaltung des vorstehenden Bau-termines haben die Cuncessionäre eine Caution von zehntansend Gulden zu leisten, welche nach Wahl der Concessionäre entweder in zur Anlegung von Pupillen^ gelderu geeigueten Wertrffecteu zu erlegen oder hypothekarisch pupillarmäßig sicherzustellen ist. Im Falle der Nichteinhaltuug der obigen Verpflichtung kann diese Caution als verfallen erklärt werden. § 4. Den Concessionären wird zur Ausführung der concejsionicrten Eisenbahn das Recht der Expropriation nach den Bestimmungen der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften ertheil. Das gleiche Recht soll den Concessio. nären auch bezüglich jeuer etwa herzustellenden Schlepp« bahuen zugestanden werden, deren Errichtung vun der Staatsverwaltung als im öffentlichen Interesse gelegen erkannt werden sollte. In Anschung d?r zur Anlage der concessiouierten Bahn zu benutzenden Triester Reichs-straße vun Laibach bis Domzalc haben die Coucesswnärr sich jenen Bedingungen zu fügen, wrlche von der poll' tischn« Landesbchördc als Straßeuverwaltung im Ein^ vernehmen mit der General-Inspection der österrrichi' schen Eisenbahnen vorgezeichnet werden. Soweit zur Anlage dcr coucejsionierten Bahn andere öffentliche Straßen in Anspruch geiwmuun werden sollten, haben die Coucesstonäre die Zustimmung der zur Erhaltung dieser Straße Verpflichteten, beziehungsweise jener Behörden oder Organe einzuholcu, wrlche zur Ertheilung der Zustimmung zur Veuützuug der Straße uach den bestehenden Gesetzen berufen sind. ß 5. Die Concessionäre haben sich beim Baue und Betriebe der concesswnierten Bahn nach dem Inhalte der gegenwärtigen Concessions-Urkunde und nach dcu vom Handelsministerium aufzustellenden Concessions-Äedingnissen sowie nach den diesfalls bestehenden Gr> setzen und Verordnungen, namentlich nach dem Eisen^ bahn - Concessions - Gesetze vom 14. September 1854 Feuilleton. Kopfschmerzen. ^lllerz,A ^"be ich alle jene Formen von Kopf. My ^lilltert, wrlche nach meinen einleitenden Ae-3"gt w ?"^ vermehrten Blutgehalt des Gehirns k "oben?''"' ^ber das Gehirn kann auch. wie ^llen ^krkt, einen verminderten Blntgrhalt nicht !^lhte°V^" wir. dass Leute, die durch Krankheiten. ? 'lick Hlung. große Blutverluste herabgekommen ?igezV^ lpäter zur Zeit der Erholung, wo ihr n3«> V? ^°" "" Eidliches ist. noch sehr füllen ap?'^""^«, Schlvindel und Ohnnlachts-2'tn nol". 6t werden, ein Beweis dafür, dass das >°lqt ^ "nmer nicht mit der nöthigen Menge Blntrs ^^t,?"^,^bart ist der nervöse Kopfschmerz, ^de^ ^ vlsher besprochenen Formen anf einem ^je z^,A"tUchalt h^ Gehirnes beruhen, wird der 6z , es l,?«^^ burch eine gewisse Abnützung des i>„s 'oinnit ? . bspannnng der Vierven hervorgerufen. ^ ''"dk ..beuten vor. die eine aufregende uud »d^'l. K..^'"'^ Brfchästigung haben, von viel ^ ""lMmer. Angst «„d Äefilrchtungcn geplagt ^^t'n^l'ge Urberarbeilnng offenbart sich dann V^en, ^ '^r quälenden, dumpfen Kopfschuleizes, ii«st "A Patienten sein eigener Kopf als eine "'Hm,!. Appetit' nnd Schlaflosigll'it ihn zu jeder geistigen Arbeit unfähig machen. Dieser Zu« stand kann sehr quälend und dauernd sein. wenn der Patient nicht von seiner gewohnten gcisten Thätigkeit für eine bestimmte Zeit avläjst und sich der Ruhe hingibt. Und nun wollen wir auch dcr Hauptform des .weiblichen» Kopfschmerzes, der M'lMuc, Erwähmmg thuu. Eine jede Dame kennt die Migräne, weiß, wle furchtbar dieser Kopfschmerz ist. welcher bald nur auf einem kleinen Theile, bald auf der ganzen Fläche des Kopfes, selbst bis iu den Nacken hinein ausgcbreltet. mit einem bohrenden Gefühle im Kopfe auftritt und oft erst nach längerer Dauer nachläsöt. Ueber das Wesen und die Ursachen der Migräne sind die Gelehrten noch nicht riuig. Während von m>, r Seite eine vasomotorische Störung, das heißt eine abnorme Innervatio,, der Gehirugrfäße, so dass dirse einmal krampfhaft zusammengezogen, rm anderesuml wie gelähmt darniederliegen, als das Wesen der Ml-gräne augegeben wird. glauben wieder audrrc u> einer allgemeinen Nerveuerreguug der vom Gehirn ausgehenden sensiblen Nerven das Wesen dcr Migräne erblicken zu müssen. Auch bezüglich der Ursachen sind die Ansichten getheilt. Bei mauchen soll die Mlgrcme einer erblichen Belastung, das heißt einer von d.,, Eltern überkommenen, ihre Entstehung verdaulru; diese Forn, ist besonders in dcn höheren Kreisen sehr häusig. Ein andercsmal soll sie die Folge überstandeucr schwerer Krankheiten, geistiger Anstrengung uud Urbcr-arbcitung iu der Jugend sein. Thatsache »st, dass be, der jetzt üblichen Lehr- uud Erzichimgsmethode unscle < höhereu Mädchen, die mit allem nöthigen und nu- nöthigen Wissen angefüllt werben, ohne Berücksichtigung' ihrer geistigen und körperlichen Beanlagung. nnr dem ehernen Gesetze der — Mode gehorchend, mit ihrer fertigen Weisheit auch ihre Nervosität und ihre Migräne aus dem «Institut» fertig nach Hause brin^ gen. Als weitere Ursachen der Migräne werden noch heftige Gemüthserschütteruugen, dann Gram uud Kummer, ja sogar eine Anschwellung der Nasenmuschelu angegeben. Nun zum Schluss uoch einige kurze Worte über die Behandlung der Kopfschmerzen. Diese wird sich selbstverständlich nach dcr jeweiligen Ursache drs Kopfschmerzes zu richten haben, und nichts wäre thörichter, als hier schematisieren zu wollen, das heißt ohne Berücksichtigung der Grundursache, gegen den bestehenden Kopfschmerz irgend ein von der .Fran Nachbarin-empfohlenes gutes Kopfwrhmittcl zu gebrauchen. Ist der Kopfschmerz durch vermehrtcu Alutqehalt des Gehirnes verursacht, so ist es am besten, sich in ein ruhiges, luftiges Zimmer zu begeben, alle beengenden Kleiduugsstücke zu entfernen, sich auf eine Otto« manc zu legcu. Einige Eisumschlägc auf die Stirne, bei großer Aufregung auch auf die Herzgegend appli-eiert, werden bmmm kurzer Zeit auch den heftigsten Kopfschmerz bannen. Verursachen Kreislaufstörungen, das heißt Stauungen, den Kopfschmerz, so müssen diese Hindernisse, die nur dcr Arzt ermitteln kann, durch geeignete Mittel entfernt werden. Ist Blntarmut des Gehirns Ursache drs Kopfschmerzes, so ist eine allgemeine Behandlung, welche Vlutbilduug und bessere Ernährung bezweckt, angezeigt. Zur Bekämpfung des nervösen Kopfschmerzrs und der Migräne siud wühl ciue Unzahl von Mitteln be» üaibachcr Fcitung 3tr. l^!. l038 _____________________27. Mai^^ (R. G. Vl. Nr. 238) und der Eisenbahn-Betriebsordnung vom 16. November 1851 (R. G. Al. Nr. 1 vom Jahre 1852). dann nach den etwa künftig zu erlassenden Ge^ sehen und Verurdnuugeu zu benehmen. In Ansehung des Betriebes wird von den in der Eisenbahn-Betriebsordnung uud den einschlägigen Nachtragsbestim-mungen vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehruugen und Verkehrsvorschriflen insoweit Umgang genommen werden, als dies mit Rücksicht auf die besonderen Ver lehrs« und Betriebsverhültniffe, insbesondere die ermäßigle Fahrgeschwindigkeit, nach dem Ermcsseu des Handelsministeriums für znlässig erkannt wird, und werden diessalls die vom Handelsministerium zu erlassenden besonderen Betriebsvorschriften Anwenduug finden. ij 6. Den Concessionären wird das Recht eingeräumt, mit besonderer Bewilligung der Staatsverwaltung uud unter deu von derselben festzusetzenden Bedingungen eine Actiengesellschaft zu bilden, welche in alle Rechte und Verbindlichkeiten der Concessionäre zn treten hat. Die Ansgabc von Prioritäts-Oviigationen, welche nnr anf österreichische Währuug lauten dürfeu, ist insolange und insoweit ausgeschlossen, als nicht die Verzinsnng nnd Tilgung derselben nach den vom Handelsministerium zu prüfenden Ausweisen als dauernd gesichert erscheint. Dagegen wird den Concessionären das Recht eingeräumt, Prioritäts-Actirn, welche bezüglich ihrer Verzinsung und Tilgung den Vorrang vor den Stammactien genießen, bis zu dem von der Staatsverwaltung festzusetzenden Betrage auszugeben. Die Dividende, welche, bevor für die Stammactien der An» sprnch auf Dividend? eintritt, den Prioritäts-Aetien gebürt, wobei jedoch eine Nachzahlung aus deu Erträgnissen späterer Jahre nicht stattzufinden hat, darf nicht höher als mit 5 Procent bemessen werden. Die Ziffer dls effective« sowie des Nominal-Anlagecapitales unterliegt der Genehmigung der Staatsverwaltung, Hiebei hat als Grundsatz zu gelten, dass außer den anf die Projectsverfassimg, deu Bau und die Einrichtung der Bahn einschließlich der etwa für die Anschaffung von Fahrbetricbsmitteln effectiv verwendeten und gehörig nachgewiesenen Kosten zuzüglich der während der Bau' zeit wirklich bezahlten Intercalarzinsen und des elwa bei der Capitalsbeschaffuug thatsächlich erwachsenden Coursverlustes keiuc wie immer gearteten Auslagen in Anrechnung gebracht werden dürfen. Sollten nach Ab» lauf des ersten Betriebsjahres noch weitere Neubauten ausgeführt oder die Betriebseinrichtungen vermehrt werden, so können die diesfälligeu Kosten dem Anlage-capitale zugerechnet werden, wenn die Staatsverwaltung zu den beabsichtigten Neubauten oder zur Vermehrung der Vctriebseinrichtungen ihre Zustimmung ertheilt hat und die Kosten gehörig nachgewiesen werden. Das ge-fammte Aillagecapital ist innerhalb der Concessionsdauer nach einem von der Staatsverwaltung zu ge» nehmigendt'n Tilgungsplane zu tilgen. Die Gesellschaftsstatuten sowie die Formularien der Stamm» und Prioritäts Actien und der etwa auszugebenden Pri-oritätsobligatiouen unterliegen der Genehmigung der Staatsverwaltung. H 7. Die Militärtranspotte müssen nach herab' gesetzten Tarifpreisen, und zwar nach den in dieser Beziehung sowie rücksichtlich der Agünstigimgen reisender Militärs bei den österreichischen Staatsbahnen jeweilig in Kraft stehenden Bestimmungen besorgt werden. Dies'' Bestimmungen finden auch Anwendnug anf die Landwehr beider Neichshälften, auf die Landesschützen Tirols, und zwar nicht nur bei Reisen auf Rechnung des Aerars, sondern auch bei dienstlichen Reiseu auf eigeue Rechnung zu den Waffenübungen nnd Cuntrolsversamm-luugen, ferner anf das Militär-Wachcorps für die Civilgerichte Wieus, auf die Geudarmerie sowie auf die militärisch orgauisierte Finanz- und Sichelheilswache. Die Coucesswnäre sind verpflichtet, dem von den österreichischen Eisenbahn-Gesellschaften abgeschlossenen Uebcreinkommen über die Anschaffung uud Bereithaltung von Auslüstuugsgegenständrn für Militärtransporte, die Leistung gegenseitiger Aushilfe mit Fahr-Betriebsmitteln bei Durchführung größerer Militärtrans' porte, ferner den jeweilig in Kraft stehenden Vorschriften für das Eisenbahnwesen im Kriege sowie dem mit 1l>m Inni 1871 in Wirksamkeit getretenen Nachtrags Ueber einkommen bezüglich des Transportes der in liegendem Zustande anf Rechnung des Militär-Aerars zur Be» förderung gelangenden Kranken und Verwundeten bei» zutreten. Dieselbe Verpflichtung zum Veitritte gilt auch bezüglich des mit den Bahu-Gesellschaften zustande kommenden Uebereinkommens wegen gegenseitiger Anshilfe an Personal bei Durchführung großer Militärtrans porte und der Vorschrift für den Militärlransport auf Eisenbahnen. Diese Verpflichtungen liegen den Concessionären nur insoweit ob, als deren Erfüllung nach Maßgabe des secundären Charakters dieser Linie nnd der dem zufolge gewährten Erleichterungen in Bezug auf Anlage, Ausrüstung und Betriebssystem durchführbar er-scheint. Die Cuncrssionäre sind verpflichtet, bei Besetzung von Dienstposten im Sinne des Gesetzes vom 19. April 1872 (R. G. Bl. Nr. 60) auf gediente Unterofficiere des Heeres, der Kriegsmarine und der Landwehr Bedacht zu nehmen. Politische Uebersicht. (Die Slovene« und die Schulfrage.) Der Marburger politische Verein «Slovenbko Drnstvo» hat in Sachsenfeld eine Wanderversammlung gehalten, welcher der Reichsrathsabgeordnete Dr. Gregorec prä-sidierte und in welcher der Reichsrathsabgeordnete M. Voönjak über die Thätigkeit der slovenischen Abgeordneten im Reichsrathe und der Landtagsabgeordnete Dr. Sernec über die Verhältnisse im steierischen Landtage sprachen. Aus diesen Reden referieren die Blätter nichts von besonderem Belang. Dagegen ist eine der beschlossenen vier Resolutiouen vou allgemeinem Interesse. Die vierte Resolutiou besagt nämlich: Nachdem eine Abänderung des Volksschnlgesetzcs vom Jahre 186l) in dem Sinne, dass die Landtage anf die Volks« fchulgesetzgebung einen noch größeren als den bisherigen Einfluss erhielten, in den Ländern, wo die Slovene» in der Minorität sind, von verhängnisvollen Folgen begleitet wäre. so spricht die Versammlung den Wnnsch aus. dass in dieser Frage alle slovenischen Abgeordneten solidarisch vorgehen und nur einer solchen Abänderung des Reichs - Volksschnlgcsetzes zustimmen, welche neben dem confessionellen Charakter der Schule auch deren nationale Einrichtung klar und unz> deutig sicherstellt. «^. (Sanctioniertes Gesetz.) Das vM,l U Neichsgesetzblatt veröffentlicht das Gesetz, betreffend r> weitere Terminerstreckung für die Rückzahlung der » Anlass der Ueberschwemmungen im Jahre 1»^ ' Tirol bewilligten unverzinslichen Vorschüsse. ^ (Znr Landtagiwahl in P"la.) <"" meldet ans Pola: Das unter dem Vorsitze ^s v"i ' capitäns Baron Handel stehende Wahlcomitö Y" r stimmig den k. k. Vezirkshanptmann Allm't von ^> für die Landtagsvertretnng als Candidate!! a"MH« Der national-italienische Gegencandidat ist Dr. (Die Delegationen.) Nach einer M "u« der «Pol. Corr.» soll der Zusammentritt der ^ tionen an dem ursprüglich in Anssicht gen""'"" Termine, 13. Iuui. unmöglich sein. da die lchtt" ^ beiten des ungarischen Parlaments, insbesmiden Erledigung des Budgets, bcsteusalls erst z" l5"0r ^, ersten Inni-Woche beendet sein können, woraus Psingstferien eintreten. ^qMZ' (Steiermark.) Freitag nachts erlag de^'^ rathö uud Laudtaqs-Abgeorduete Johann Pa" ^" in Graz einem Schlaganfalle. _ .. h^ (Der Strafgesetz-Ansschnss.) H"« ginnt der permanente Strafgesetz - Ausfchnss Mr ^ beiten. Von der Wahl der SpecialRefcrcnten M einzelnen Hanptstücke wird Umgang genommen lv ^ damit der Ansschuss sofort in die' Berathung "" kann. Die czechische Presse wünscht, dass t"e ^ glieder des Abgeordnetenhauses von ^"?^li,!b Nbänderungsanträge an den Ausschuss zu lene ^,^ diese mündlich vor dem Ausschusse zu begn"0e". ^ Rücksicht auf die nothwendige Kürze und ""H,. der Arbeiten einen bescheidenen Gebrauch machen' .^, (Ungarn uud Kroatien.) Ueber oa» ^ nuntium der ungarischen Regnicolar - Deputan » merken die «Agramer Zeitung» und «Närodne ^.^f<< dass sie aus dessen conciliantem Ton und >^" , ,We» lichem Geist die besten Hoffnungen für einen g""> Abschluss der Verhandlungen schöpfen. ...Mte (Zur römischen Frage.) Das "Ng""' sl Consistorium hat Freitag stattgefunden. ^" ^ .^ hielt eine AUocntion. Es ist ungewiss, ?^. ^ldc" heftigen Tone gehaltene Allocution ucröffenlllcyl ^f wird. Der Papst beklagt sich darin über o^H^g, der italienischen Regierung und über dle ^, Etwelche dieselbe deu für den päpstlichen ^m^ ^ letzenden Kundgebuugen angedeihen lasse. hes spielte hiebei auf die bevorstehende EnthnU"'» ^ Giordauo Bruno-Denkmals an. Dagegen ew" ^, der Papst befriedigt von den Kundgebungen tholilencongrefse. ^jt Is5 (Der dentsche Reichstag) nah" "^ gegen 165 Stimmen das Alters- und 3""«"^' lschafl guugsgesetz an. Nach Verlesung der kaiserlichen "^l" durch Vötticher dankte derselbe den Reichstags" H^„g im Anftraqe des Kaisers für die opferfreudige ^'^ hel an dem Zllstandelommen des patriotische» 27 ^„ ge-Altersuersicheruug, worauf die Reichstags» fchlossen wurde. . . a»f ^ (Die französischen Blätter) "° ^ Besuch des Königs Humbert in Berlin ÜM^^ kannt; doch auch hier wird man immer individualisieren, das heißt nach der jeweiligen Ursache die Be-haudluug einleiten. Beim nervösen Kopfschmerz, der durch übermäßige geistige Arbeit und Abspaunnng bedingt wird, thnt der Patient am besten, wenn er für einige Zeit seiner gewohnten Thätigkeit entsagt, dnrch Reisen. Landaufenthalt, im Sommer kalte Bäder, im Winter weite Spaziergängc im Freien, dann durch ciuc geregelte Diät Linderung für seinen Kopfschmerz sucht. Bei beständiger Befolgung dieser Lebensweise wird er die Linderung auch finden. Znr Bekämpfung ihrer Migräne hat wohl jede Dame ihre speciellen Mittel, die bei ihr im Anfang «Wunder gewirkt» haben, später aber völlig versag.n. E« sind dies theils sehr starke Riechmittel, wie Amyl' nitrit oder Chloroform mit Vcnzoe, theils innere Mittel, wie das Coffi'in und das jetzt so modern gewordene Antipyrin und Antifebrin. Da die Ursachen' der Migräne so mannigfaltig sind und man in vielen Fällen nur auf Vermuthungen angewiesen ist, so wird man wohl genöthigt fein, bald das eine, bald das andere der angeführteu Mittel zu versuchen. Im allgemeinen gelingt es vielen, durch Landaufenthalt, besonders am Meeresstrande, anderen wieder durch Aufenthalt im Gebirge für Monate ihre Migräne zu bannen. Wie gütig wäre es vou der Vorsehung, wenn sie allen jenen, die sie im Winter mit einer Migräne beschwert, im Sommer die Mittel lwte. dass si(' sich ein bisschen Meeresstrand oder ein Stückchen Hochgebirge gönnen könnten; so manche Dame würde dann ihre Migräue mit heroischem Muthe ei tragen. Uud nun genng der medicinischen Plauderei'fiir heute, d.nn auch Viel wifsen macht Kopfweh». __________ Dr. Kl. N. Unter den Granatbiiumen. «Ndelina, bist du es?» Still ist's ringsum — todtenstill. Ernst ragen die dunkeln Cyuressen zwischen den marmornen Grabmälern empor. Darüber der bliiulichguldeue Himmel. Dahinter das sich in abend liche Schleier hüllende grüne Land — dann das silberne Meer. Ans weiter Ferne kreischen Wasservöqel zeitweise in schrillen Chören, dann flattern abgerissene Klänge einer Tranermnsik herüber, Gesänge von Frauenstimmen; in den Cypressen rauscht, wie leise Klage, der frische Abendwind. «Kommst du, Adelina'?» Ueber die thauigen Blumen gaukeln bunte Falter hinweg, während klugblickende Eidechsen über halb> verlöschte Inschriftentafeln durch die Spalt» u der Grüfte in das geheimnisvolle Innere schlüpfen, dort hinein, wo die Schatten wohnrn. Drüben sank die Sonne, und über Dampfwolken des Vesuvs stieg der Vollmond empor. Anf weicher Moosbank, unter den Zweigen eines gllihrothcn Oraiiatgebüschcs, lag ein junger Mann. Tief duukle, träumende Angen, ein malwliurnfnrbeller Teint, ein prachtvolles schwarzes Lockengewirr nnd. von ihm eingerahmt, ein classisch geschnittenes Antlitz. Ueber all das huschen die letzten Sonnenstrahlen in tausend phantastischen Tänzen. Die schlanke Gestalt ist ganz von dem natürlichen Moosbett herabgesnnken. Unter dem Haupte ruht der rechte Arm. die linke Hand hält einen Stranß von Oranatblüten und weißem spanischen Flieder. Da schimmerte es wie blitzende Perlen in d»s Jünglings Angen, eine unaussprechliche Schnsucht ül>er> kam ihn. «Ob sie es wohl weiß. mit welch verzehreuder Qual ich Tag und Nacht diese Stunde Herde» .^ Ob sie eine Ahnnng hat. welchen Cultus lH^ina'^ Bilde in meinem Herzen getrieben? ^"^ hMl "^ mnsst es ahnen, musst es wissen...' U" Blumenstrauß an Wange und Lippen. . .^jitel'.H. .... selbst deine Lieblinge, die G"natm ,M habe ich sie stets gehegt, mich mit ihnen n"^ selbst im Traume dein brannes, süßes <^" M' den brennenden Wangen und leuchtenden " »^, nnr gesehen! Komm doch Adelina! Wo "w ^M Vor zwei Jahren, als die Nass ^ ,.,,e,,-s) Winterkleid abwarf uud sich in frchlmMl ^el n gestückten Schmuck hüllte, den ewig l'U'U"'...Ml'' ^ rankenden Reben, mit duftenden OrangeM,^ ^ Y Licht nnd Glanz neu schmückte, da war er ^>l seines Vaters hinansgezogcn. weit "5" " ^lnHst, tückische Meer, weit nach Frankreich '«^^'n"«,,.'" Babylon Paris, nach Paris mit semen '^^^ sch" seinem verwirrenden Gewoge und den , Franen. ' „ ._, aUlAA Doch bevor er sich den rollende^K, ^,, Meereswellen anvertraute, hatte er hl", "'' ^ Abschied nehmen — welch qttaw"'" ,„>! Wie weh das that! ^ . cM ° Ol"! War es nicht Adelinens Vaie' ^jte." „F dazn beigetragen, ihn, den l"»^" .^ ' ^o«' zs^ Travestre, in die weite Welt zu.scl)!""'^^,.e'! ^si. der stolze Conte Marlatta sein "'M" ,,,B /. ^ Kind von dem armen Musikmeister ^ ^ "' ^ der Conte nicht Adelinen mit dem " ^ep Und sein eigener Vater - Giv«""" __________________________________________10^9_______________________________ 27. Mai l^!>. W.A" U"° machen ihrem Groll in lkidenschast-^,7 Welse Lust. — Günstigere Veurtheilnng findet » z. V. sagt. diese nene Bestätigung tz. ""ibundes werde von dem englischen Volke mit 'Muung als die beste Friedensgewähr begrüßt. Klan u'" "- P? rnell - Pr 0 ces s'e.) Parnell fordert Vers- '^ '" seinem gegen die «Times» angestrengten ^ m?""^process 'itX).00() Pfd. St. Schadenersatz, ei l>« - ^ 'st gewillt, ihm 2 Pfd. St. zu zahlen, welche hinter! '" b" Bank von England zu dem Zwecke h "kgt hat. Nach englischer juristischer Auffassung ltlbnll^ ausgesprochen, dass eine Ehrenlränkung im ! Mchen Sinne zugestanden wird. si,,!, ,."s Algier.) Nach Berichten ans Algier der '?'/ b"» Mchaia und den Angab, zwei an ^talnn "Wm Gvcnze wohnenden marokkanischen libel« l' Feindseligkeiten ausgebrochen. Die Angad ^»3000 an der Zahl. am 16. Mai bri Tiuli «^Mla und vertrieben sie. Tagcsneuigleiten. H^'Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer hH'ftost. meldet, der Gemeinde Deutsch Fcistril) zur fleii! /3ll ""^ Brunnens bei der Schule in Wald- L. ^'? senden geruht. Vt^ Maiestät derKaiser haben, wie die «Brünner den ?^' meldet, zur Anschaffung von Löschgrräthen »üi> ?.""vehrcn in Wcrusee und Eamlih je «0 fl. lU "verwehr in Zirkovitz 60 st. zu spenden ge- "lelbet^ ^ ^Hospiz in San Pelagio.) Man ^.z"us Novigno vom 22. d. M.: Anlässlich des Lll^.^s der im Beisein des Herrn Erzherzogs Karl »es; 'U und der Frau Erzherzogin Maria The-tzl!„ ^ "legten feierlichen Eröffnung des Seehosftizes in ^lhtun 3'° ^'^ gestern abends eine glänzende Be-^ie sI bes am Meeresstrande gelegenen Hospizes statt. biz»o'8 ,'Hen Behörden und die ersten Bürger Ro-dl>„ e ^^"^ acclamiert. Heule vormittags wurde ^brim ^^dlpfarrer von Rovigno eine feierliche Messe K'ttn^ (^eue Mode.) gu den elegantesten Neu« Ü^' «ach welchen die Pariser Damenwelt häufig Ehrten w" ^'^ ""t" ^" ^"'""' 'Wolken» cin-^ h /^enmänlel. Dieselben sind aus imprägnierter ^ ti^ .^nellt, und es gibt deren drei Sorten: Num-^n m>^^ düstere Gewitterwolken, ferner hellgraue l^ülle. """" Silbcrrande und schließlich ein leichte« HenlÜ '' ""6 dem in kleineren oder größeren Zwi-l» -^ ^"^ Himmelsblau burchzudringen schein«. ?ie l> ^in Bär im Tarnowanerwalde.) Vt ^'friere di Gorizia» gemeldet wird, ist es « herun. "ch' dass sich in, Tarnowanerwalde ein V geseb "^' ^^ ^^'" """be zwar bisher noch ^>>»>^^aber man hat in dem Schnee, welcher ^ ^' ^""' der Kirche Maria di Loretto — der ^tchte "' gebeten, endlich befohlen, und Erno ?^^t2 ^" l»"f dieser Moosbank, unler den vo,n ^ ^'Nenl c> bendeu Granatbliiten. da hatte Adeliua ?"ks ^Herzen gelegen, da hatte ihr kühles, seiden-? ThF"" seine Wangen gestreift, da hatte er ihr ^Aa°. ^" ben langen Wimpern geküsst, ihren sHe„ "? gelauscht. Ünd dann hatien fich ihre «? sie l "'' unter schmerzlich süßem Beben gc-!I" beide ^" ^^^' ^"'^ ^"gung "" gcwussl ^ lein«.«'l.'""^ ^nes für das andere empfand — g.,Und suchte der Worte. «. . "' ,htcm kleineu rosigen Ohre. über sie >O "l'ch l^ " '^ s"uen Jammer, fein Herzleid. ^Ael,« '^ glänzenden Hoffnuugen, seine hiße. - Cz ^ ^uvertraut. «Hzende/^ ^^^ alte Lied vom ewig < Himmelhoch W oeln.'<^"" Tode betrübten - Menschenherzen. ^ogela3"'""'licht. gleich dem Waldesdufte und V«s Pj' °as Alte. immer das Gleiche, und doch. ch?^uft Allherz möchte Liebe und Sonnenlicht. "°l'Na. ^ v den Gesana der Vöalcin entbehren? tz, ^°r N komm doch!'. ^ ^lebezf z.'' U"schen Augen tauchte der ganze ^ t'llen °z "ll empor, das reizende Versteckspiel V?"e m,.. le'se geflüstertes Wörtchen. eine zu. llhi "Mrch^"^. sein Entzücken, wenn ihr schlankes ^t"'oder j, "n Nahmen des Kirchenportales er-V^'gkll 3s..^analhl,lütengeschmilcktls Köpfchen in ^^t^"Msluth des vornehmen Empfangsalons 'lH von der lirschrothen Sammttapete Gort,chunn sol«t.) noch h,e und da liegt, deutliche Spuren seiner Anwesenheit entdeckt. Der Bär dürste aus Idria eingebrochen sein. — (Internationales Schachturnier.) Dieses Turnier in Newyork hat noch immer nichi seine Schlussphase erreicht. Wie gemeldet wird, gab es noch eine Entscheidlingspariie zwischen Cigorin und Weiß, die aber nach neunstündiger Dauer remis wurde; beide Meister werden nochmals spielen. — (DieFlucht des Fürsten Sullowsli.) Wie die «Neue freie Presse» aus Zürich erfährt, ord» ncle die Cantonsbehürdc die Auslieseruna. des Fürsten Sullowsll) an die Vertreter seiner Gemahlin als seiner Vormünderin an. Der Fürst wirb in einer preußischen Staats-Irrenanstalt untergebracht werben. — (Neue Dampf spritze.) Die Klagensurler freiwillige Feuerwehr erhielt eine neue Dampsspritze, welche aus einer Widmung der kärntnerischen Sparcasse angeschafft worden ist. Dic Spritze wurde am Dienstag nachmittags von, Klagenfurter Bahnhofe im festlichen Zuge bekränzt in die Stadt geführt. — (Der neue Ma rin e < Kapellm e ister,) gum Kapellmeister der k. l. Marine-Musikkapelle ist Herr Karl Cerny in Wien ernannt worden. Kapellmeister Cerny zählte bisher zu den tüchtigsten Kapellmeistern der Armee, dirigierte eine Reihe von Jahren hindurch die Musikkapelle von Großfürst Michael-Infanterie Nr. 2li, zuletzt jene des 10. Infanterie-Regiments. — (Ueberschwemm ungen in Italien.) Infolge von Wolkenbrücheu, die in den Apenninen nieder-giengen, sind die Gewässer in der Provinz Pavia ungeheuer angeschwollen. Die Brücken über den Stafsora bei Godiasco und Varzi wurden weggerissen und das Thal vcrwiistet; auch die im Baue begriffene Straße im Tidonc-Thale wurde zerstört. Der Po steigt fortwährend. — (Die drei Newyork er Aerzte,) welche den Gedankenleser Vishop bei lebendigem Leibe secierten, wurden verhastet. — (Großes Schadenfeuer.) In Schildberg in Mähren ist Freilag nachts ein großer Brand ausgebrochen, welcher die Schule, die Kirche, die Post und das Telegraphenamt nebst anderen Gebäuden eingeäschert hat. Sturm und Wassermangel hinderten das Lösch-werl. — (Ein wüthender Stier) hat am löten d. M.. wie aus Grohwardein berichtet wird, dort zwei Personen niedergcrannl. welche insolge der Verletzungen sofort den Tod fanden. Das wüthende Thier wurde endlich niedergeschossen. — (Ein sensibler Gast.) «Kellner, ein Beefsteak, aber ja nicht klein! Ich bin schrecklich nervös — mich regt jede Kleinigkeit furchtbar aus!» Local- und Prouinzial-Nachrichten. Negierungsratli Johann Hochevar. f Mit dem Ntessirrungsrathe Johann Hozhevar, dessen sterbliche Hülle aestern zu Grabe getragen wurde, ist ein pflichttreuer, durch wahrhaft eisernen Flriß und ausgebreitete Fachtennlnisse ausgezeichneter Beamter, ein Mann von hervorragendem Wohllhätigleitssinn aus dem Leben geschieden. Am 13. Mai 1628 zu Großlaschitsch in Krain geboren, widmete sich Hozhevar nach Absolvierung des Gumnasinms den juridischen Studien an der Grazer Universität in den Jahren 1850 bis 1854 und bestand so-wohl die Staatsprüfungen wie auch späterhin, nach Eintritt in den Staatsdienst, die Richteramtsprüfung und die praktische Prüfung sür die politische Verwaltung mit aus-gezeichnetem Erfolge. Nach einer längeren civil- und straf, richterlichen Praxis in Krain und Kroatien wurde er aus Anlass der im Jahre 1W1 eingetretenen politifchen Reformen in Disponiblität verfeht, um bald darauf bei der damals neu aclivierlen Landesregierung filr Krain Verwendung zu finden. Im Jahre 1W? erfolgte seine Er-nennung zum Rcgierungssecrelär und zwei Jahre später zum Regierungsrathe und ökonomisch-administrativen Schul-rescrenten. Die Berufung Hozhevars zum Schulreserenten ftel gerade in jene Zeit. in welcher die Regierung an die Landesvertretungen mit den wichtigsten Vorlagen zur Regelung dc« Vollsschulmescns herantrat. In der Session des lraiuischen Landtages vom Jahre 1U69 und ,n den darauffolgenden Sessionen standen die Gesetzentwürfe, be. treffend die Schulaufsicht, die Errichtung. Erhaltung und den Besuch der Volksschulen, die Rechtsverhältnisse des Lehrerstanbes. in Verhandlung, und es war wenigstens anfänglich, wie bekannt, die Stimmung den angebahnten Schulreformen nicht eben günstig, so dass sich die Verhandlungen namentlich im Schnlausschusse des Landtages langwierig und schwierig gestalteten. Als Regierungsvcrtreter intervenierte bei den Ausschussberathungen regelmaftlg Regierungsralh Hozhevar. dessen taktvollem und umsichtigem Eingreifen unleugbar die Beseitigung mancher Env Wendungen und Bedenken gelang, die im Schoße des Ausschusses hervorgetreten waren. Die eifrigen löemuhungen Hozhevars in dieser Richtung trugen wesentlich dazu bcl. dass die Verhandlungen im Landtage selbst ruhiger verliefen und schließlich die einschlägigen Gese^ntwurse m einer Fassung angenommen wurden, mit welcher die Re» gierung sich einverstanden erklären konnte. Auch an den späteren legislativen Arbeiten des lrainischen Landtages aus dem Gebiete des Schulwesens nahm Hozhevar stets hervorragenden Antheil, indem er bei den betreffenden Berathungen ausnahmslos mitwirkte. Die Durchführungsverordnungen zu den meisten krainischen Schulgesetzen stammen aus seiner Feder. Desgleichen führte Hozhevar dic Organisation der Schulbehörden in den Jahren 1870, 1876 und 1882 als Referent durch und lieferte eine praktische, den hieiländigen Verhältnissen angemessene Instruction für die Ortsschulräthe, welche auch gegenwärtig die Grundlage für die Amtsführung derselben bildet. Der seltene Fleiß und die unverdrossene Arbeitslieds, welche Hozhevar jederzeit bethätigte, muss umsomehr ancrlannt werden, als ihm bis 1874 außer seinem eigentlichen Referate auch alle Cultus- und Stiftungs-angclegenhciten zugewiesen waren, obzwar eben in jener Periode mit Rücksicht auf die Neugestaltung des ge« sammten Vollsschulwesens an den Schulreserenlen die größten Anforderungen gestellt wurden. Znr Entwicklung und Hebung des Vollsschulwesens auf Grundlage der neuen gesetzliche» Normen bedürfte es der intensivsten Thätigkeit, um durchgreifende Refultate zu erzielen. Hozhcvar widmete sich mit größtem Eifer und nie ermattender Ausdauer seiner Aufgabe. Wo die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben waren, wurde die Errichtung directivmäßiger Schulen angestrebt und, wenn es die finanziellen Kräfte der Gemeinden nur irgend gestatteten, in den meisten Fällen auch durchgeführt; es wurde durch zweckmäßigere Abgrenzung der Schulsprengel nach Thun» lichleit auf eine bessere Frequenz der Schulen hingewirkt oder — wo sich andere Maßregeln als undurchführbar erwiesen — wenigstens für die Erthcilung des Unterrichtes in Noth- oder Excurrendoschulen Vorsorge ge« troffen. Gestützt auf feine gründliche Kenntnis der Local- und Personalverhältnissc des Landes, wusste Hozhevar fast immer den richtigen Weg einzuschlagen und die Verhandlungen mit den bethciligten Factoren zu einem be» friedigenden Ergebnisse zu führen. Wenn man die materielle Lage der krainifchen Bevölkerung ins Auge fasst und die Schwierigleiten erwägt, welche sich der Durchführung dcr Schulgesetze auch aus anderen Gründen nicht selten entgegenstellten, so kann die Thatsache, dass seit dem Jahre 180k die Anzahl dcr Volksschulen, beziehungsweise der Schulclassen, in Kram aus mehr als das Doppelte gestiegen ist. gewiss nur ein günstiges Urtheil über die Wirksamkeit eines Referenten begründen, welcher während dieser ganzen Epoche sich an jedrt einzelnen Verfügung in erster Linie betheiligt und die Reform des Vollsfchulwesens in Krain von ihren ersten Anfängen an nach Kräften gefördert hat. Auch auf dem Gebiete des Mitlelschulwesens hat sich Hozhcvar durch glückliche Lösung schwieriger admini' stralivcr Fragen besondere Verdienste erworben. Als im Jahre 1872 in Angelegenheit der Erbauung des neuen Gymnasiums in Goltschee im Schoße der dortigen Gemeindevertretung hauptsächlich betreffs der Auswahl des Bauplatzes ernste Differenzen entstanden, welche das Scheitern des ganzen Projcctes besorgen ließen, wurde Hozhcvar uach Gotisch« abgeorduet. und es gelang seiner einsichtsvollen persönlichen Intervention, die Gemeindevertretung zu einmülhigem Vorgehen in dieser Angelegenheit zu be« wegen, so dass der Bau ohne weitere Verzögerung in Angriff genommen und im darauffolgenden Jahre vollen-det werden konnte. Mit gleichem Geschicke und ebenso günstigem Erfolge leitete Hozhevar die administrativen Geschäfte, welche sich aus den Neubau dcr Lehrer- und Lehrcrinnen-Nildungsanstalt in Laibach bezogen. Von echt österreichischer und patriotischer Gesinnung erfüllt, bekundete Hozhevar diefelbe auch im bürgerlichen Leben bei jeder Gelegenheit. So unterzog er sich in den Jahren 1868, 166!) und 1670, ungeachtet seiner vielen und anstrengenden Verufsgcschäfte, bereitwillig der Ausgabe, den patriotischen Frauenhilfsuerein für Krain statutengemäß zu organisieren und in allen größeren Orten des Landes auf die Errichtung von Filialvereinen hinzuwirken. Ueberhaupt unterstützte Hozhevar alle patriotischen, humanitären und gemeinnützigen Vereine und Unternehmungen nach Kräften; er war Mitglied der Gesellschaften vom rothen und vom weißen Kreuze, beitragendes Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, der philharmonischen Gesellschaft, «Glasbena Malica» u. s. w. Bei solchen Charaktereigenschaften, dic den Verstorbenen zierten, ist es begreiflich, dass er sich der wärmsten Sympathien nicht nur seiner Amtsa/nossen, sondern überhaupt aller Kreise, mit welchen er in Br-rührung kam, Zeit seines Lebens zu erfreuen hatte und in feiner öffentlichen Wirksamkeit wie im Privatlebrn die vollste Achtung gtnoss. Und darum «st auch die Trauer um diesen ElMumann cine so ausrichtige und allgemeine. Das Leichenbegängnis des k. l. Regierungsralhcs Johann Hozhevar fand gestern nachmittags s> Uhr unter allgemeiner Theilnahme aller Gesellschaftskreise der Stadt und dcs Landes statt. Den imposanten Leichenzug eröffneten die Waiscnmädchen des F,ciin Lichtenlhurn'schkN l'alb.ichcr Zeitu«a V.r. l2l. 1040 27. Mm l«^»^ Institutes; denselben folgten die Schüler und Schülerinnen der Lehrerbildungsanstalt mit ihren Professoren und Lehrerinnen, die Schüler der Oberrealschule und des Obergymnasiums mit ihren Professoren, sodann die Patres Franciscaner mit dem Kreuze, die Alumnen des fürst' bischoflichen Seminars, das Miserere singend. Dem Leichenwagen, welcher mit schönen Kränzen überdeckt war, wurden prachtvolle Kränze vorangetragen, darunter der Kranz der k. k. Beamten der Landesregierung. Dem Leichenwagen folgte» nach den nächsten An-" gehörigen eine große Reihe von Damen, Landesvräsident Baron Winkler mit den Räthen und Beamten der l, l. Landesregierung, Domftrobst Dr. Kl o f ut a r, Probst Dr. I arc und zahlreiche Mitglieder des Domcapitels, kaiserlicher Rath Murnik und die Landesausschüsse Dr. Vosnjak und Detela, Bürgermeister Grasselli mit zahlreichen Magistratsbeamten, sämmtliche Professoren der Mittelschulen sowie die Pirectoren und Lehrer der Volksschulen, Die Einsegnung der Leiche wurde vom hochw, Herrn Pfarrer MalcnSel unter großer geistlicher Assistenz vollzogen. — (Wählerversammlungen.) Die bisherigen Vertreter der innerlrainischcn Landgemeinden im kraini-schen Landtage, die Herren Dr. Vosnjak und H. Kavcic, haben vier Wählerversammlungen einberufen, und zwar für den 2. Juni nach Zirlnitz, für den lO. Juni nach Loitfch, für den 16. Juni nach Adelsberg und für den 17. Juni nach Illyrisch Feistritz. Die obgen«nnten Herren werden den Wählern über ihre Thätigkeit im krainischen Landtage Bericht erstatten. — (Antike Funde.) Anlässlich der Grabungen filr die Wasserleitung wurden wieder einige recht interessante Funde gemacht. Vor allem ist nennenswert ein sehr hübsch mit einer Guirlande ornamentierter Topf aus der Pfahlbauzeit, welcher am unteren Ende der Rosengasse über 2 m tief im Torfe gefunden wurde. Der mit herausgeschaffte Letten enthält Kohlenfragmente, Holzstücke lc. Dieser Fund beweist, dass der einstige See, der die Fläche des heutigen Morastes bedeckte, bis an den Fuß des Schlossberges heranreichte und um den Berg ebenfalls Psahlbauansiedlungen bestanden. Laibach kann somit ebenfalls sein Alter bis an die Pfahlbauzeit zurückdatieren. Auch in der Florianigasse kamen Reste von Hirsch und Ziege mit Vivianitbeschlag (fthosphorsaures Eisen) zutage, welche der Pfahlbauzeit anzugehören scheinen. Das in der Nummer 118 unseres Blattes erwähnte Römergrab wurde ebenfalls unter fachmännischer Leitung ausgehoben und näher untersucht. Das Grab bestand aus einem Sarkophag von 1 m Länge, 44 cm Breite und 40 cm Tiefe; es war senkrecht zur Straßenare (vor dem Hause des Fräulein Emma Schmidt in der Karlstädterstraße) situiert. Der Sarkophag bestand aus Platten von Arragonit, dem Ma-teriale der Tropfsteine, welche mittels Mörtel verbunden waren. Das Grab scheint schon im Alterthum geplündert worden zu sein. Es enthielt Knochenreste eines Kindes und kleine Stücke eines schwarzen und eines rothen Thongefäßes, welche am Kopfende der Leiche lagen. Diese sowie diverse andere Objecte aus Thon, Eisen :c. verdankt das lrainische Landesmuseum der Sorgfalt und Umsicht des Herrn Magistratsosficials Robida und des Herrn Großmann, welcher beim Baue der Wasserleitung beschäftigt ist. — (Personalnachricht.) Die Gemeindevertretung von Langenthon hat den k. k. Regicrungsrath und Nezirkshauptmann in Rudolfswert Herrn Josef Ekel zum Ehrenmitglied dieser Gemeinde ernannt. — (Vorträge über die lrainische Biene.) Aus Vreslau berichtet man uns: Am schwarzen Brettes unserer Universität befindet sich nachfolgende Mittheilung' des Universitätsprosefsors Dr. Freiherrn Rösch üh« Roth schütz: «In diesem Semester werde ich die seit 20 Jahren sortgesetzten öffentlichen Vorlesungen an der hiesigen Universität zum lehtenmale privatim halte»,' indem mich mein vorgerücktes Alter dazu mahnt und weil auch mit Ende 1689 bereits 50 Jahre verstrichen sind, seitdem ich öffentlich aufgetreten bin und mir die Ehre eines Doctors der Philosophie zutheil geworden ist. Ich werde auch einmal über die durch meine Empfeh« lung nun in fast allen Welttheilen eingeführte! bessere lrainische Biene sprechen.» — (Press process.) Herr Dr. Vosnjak hat gegen den verantwortlichen Redacteur des «Nimsli Ka-^ tollt» in Görz, den hochw. Herrn Dr. Mahnic, wegen eines im genannten Blatte erschienenen Aussatzes die Ehrenbeleidigungsllage überreicht. — (Porträts nach Photographien.) Der Besitzer des prämiierten Wiener Kunstateliers für Porträts-Malerei Herr Siegfried Vodaschcr ist wieder in Laibach angelangt und hat im Hotel «Stadt Wien» eine Porträts-Collcction ausgestellt. Wir haben Gelegenheit gehabt, die Arbeiten dieses Ateliers zu sehen; dies'lbeu lassen sowohl was den Preis als auch was die Aussühnmg anbelangt, nichts zu wünschen übrig. Näheres ist aus der heuligen Annonce ersichtlich. — (Brände.) Am 19. d.M. nachmittags brach im Wnhnhause des Besitzers Johann Lapajne in Zavral« und am 20. d. M. vormittags aber im Hause de« Kcnschl?r5 Josef Logar in Grahovo Feuer au5, welches in beiden Fällen die Brandobjecle total verzehrte. Die Entstehungsursache konnte weder im ersten noch im zweiten Falle constaliert werden. Lapajne erlitt einen ailgeblichen Schaden von 1500 sl., und war für l,00 fl, assecuriert; der Schaden bei Lognr beläuft sich auf circa 300 fl,, und war der Genannte für die Summe von 25«) fl. versichert. — (Tod durch Ertrinken.) Laut Anzeige des k. k. Gendarmerie-Postens Neumarltl ließ die Kaischlerin Maria Kleindicnst aus Novake ihre dreijährige Tochter Fraucisca, welche sie aus das Feld nächst dem Vache Bajer bei Gallenfels mitgenommen hatte, derart außer-acht, dass letztere sich an das Vachufer entfernen loimtc und daselbst verunglückte. Nach einer Viertelstunde wurde das Kind an der Schleuse der wasserabwärts liegend,'« Säge als Leiche aufgefunden. — (Der Circus Amato,) dessen vorzügliche Vorstellungen gegenwärtig in Laibach große Anziehung ausüben, wird anfangs Juni von hier nach Marburg abgehen. — (Der Verein «Pravnil» in Laibach) hält Mittwoch, den 29. d, M, 8 Uhr abends im «Hotel Elefant» seine zweite Versammlung ab. Auf der Tages' ordnung steht ein Vortrag des Gerichtsadjuncten Herrn Anton Levec, die Besprechung von praktischen Fällen, und nebst Eventualia gesellige Unterhaltung. — ( Ster befall) Wenige Tage nach dem Tode des Bruders ist nun auch die Mutter der Schriftstellerin Maria von Egger (Paul Maria Lacroma), Frau Minna von Schmitzhauseu, in Görz gestorben. Das Leichenbegängnis faud vorgestern unter zahlreicher Ve> theiligung aus allen Kreisen der Görzer Gesellschaft statt. — (Neue Briefmarken.) Die Einführung der neuen Briefmarken, welche für den 1. Juli in Aussicht genommen war, ist infolge technifcher Schwierigleiten auf den October verschoben worden. — («Laib acher Schulzeitung.») Die soeben zur Ausgabe gelangte Nummer 10 der «Laibacher Schulzeitung» weist folgenden Inhalt auf: «Zum ^jährigen Bestände unseres Reichsvoltsschulgesetzes» von —«. «Lehrplan für vierclassige Volksschulen, an denen die zweite Landessprache obligat gelehrt wird.» Außerdem enthält die Nummer zahlreiche, das Schulwesen betreffende Nachrichten und Bücheranzeigen. — (Elektrische Bäder.) Die freundliche Sannftadt Cilli hat eine Bereicherung erfahren, die es verdient, in den weitesten Kreisen bekannl zu werden. Es sind dies elektrische Bäder. Herr Marrus Trattnig hat gelegentlich der Reconstruction seines Bades unter Leitung des dortigen Stadtarztes Dr. I. Kocevar sein Bad nach vorerwähnter Richtung vervollständigen lassen. — (DasGemeindegeseh fürKrain.)Der Preis des in der Samstag-Nummer unseres Blattes besprocheneu «Gemeindegesctzes für Kram» beträgt in Leinwand gebunden 1 fl., mit PostVersendung 1 fl. 5 kr. — (Unbeauffichtigtes Kind.) Während der Vorüberfahrt des Triest-Wiener Eilzuges ist Freitag nachmittags in der Südbahnstation Ponigl das anderthalb Jahre alle Kind eines Weichenwächters in die Mitte des Zuges hineingelaufen, wurde hiebei überfahren und ist auf der Stelle todt geblieben. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wicn, 2ss. Mai. Der.haudelsminister richtete an dic Donaudampfschiffahrts-Eeftllschaft einen Erlass, worin die Regierung die Regulierung und Cousolioicruug des Unternehmens als ein wichtiges staatliches Interesse bezeichnet und sich bereit erklärt, Mhigenfalls unter Gewährung einer materiellen Beihilfe die Regelung unverzüglich durchzuführen. Die Regierung ladet die Gcfellschast ein, behufs mündlicher Verhandlungen Vertreter ins Handelsministerium zu entsenden. — Der berühmte Gynäkologe Hofrath Prof. Vreisky ist gestern nachts gestorben. Trieft, 25. Mai. Der Corpscommandant FZM. Freiherr von Schönfeld ist aus Pola hier angekommen und hielt vormittags im Hofe der großen Kaserne eine Truppenrevue ab. Prag, 20. Mai. Der Tramway Streik dauert an. Director Storct machte deu Versuch. Dienstmänner für die Fahrten einzuüben. Der Polizeidirector verbot mit Rücksicht auf die öffentliche Ruhe und Ordnung die Vornahme der Fahrten. Aus Vrüfsel trifft heute das Mitglied de« Verwaltungsrathes, Depreter, in Prag ein. um Unterhandlungen einzuleiten. Diefe werden unter behördlicher Intervention stallfinden. .Alldlio, 25. Mai. Heute vormittags um tt '/4 Uhr traf mit einem Scparatzuge aus Prag das ganze Ute Infanterieregiment ein, da unter der Arbeiterschaft die größte Aufregung, insbesondere gegen jene Bergleute herrscht, welche sich bisher dem Streit nicht angeschlossen haben. Infolge tödtlicher Bedrohung durch die Streikenden mussten auch die Bergleute des Amalienschachtes die Arbeit einstellen. Berlin, 20. Mai. König Humbert und der italienische Kronprinz sind um halb 10 Uhr incognito ab- gereist. Dieselben verabschiedeten sich vom Kaiser . Helm in der herzlichsten Weise. Auf dem »'^, erschienen die Prinzen, Herbert Bismarck, die ^n lität. die Civilbehürdeu und der Oberbürgernm! Kaiser Wilhelm reichte Crispi wiederholt me V" ,^ Die zahllose Menschenmenge brach bei der M«^ brausende «Hurrahs» aus. — Im Hafen vo" " ^. brach ein großer Ärand ans; drei Lagerschuppen' ^ in Flammen, und wurden massenhafte ^^^H-> / deu wird auf zwei Millionen geschätzt. „ gM Nom, 2«. Mai. Im Consistorium vom ^-wird der Papst zehn ausländische Prälaten. oa> den Bischof von Passau und vier Bischte " l""> präcouisieren. ^, Petersburg, 20. Mai. Der Fürst ""d der ^ priuz von Mouteuegro besuchm demnächst 0" ^. st'^ Alexandra von Griechenland beizuwohnen. ^ ^ prinz dürfte längere Zeit ill Nussland bleiben, l' Einrichtungen dcs russischen Heeres kennen z" " ^, Zanzibar, 20. Mai. Peters geht demnacy'l ^ der Delagoa-Vai ab, wo 400 Eingeborene .^, stehen, die Vorräthe und das Gepäck der l5M" zu transportieren. MkswillMstliches, ^ Lall'llch, 25. Mai, Ms dem hruliaen Marlle slnd ^ neu: l! Wagen mil Getreide. » Wa,,eu mit He" "" 14 Wagen und 2 Schisse mit Holz. il. !li, N!,r. ITO-^ Weizen rr. hellolit. l^ 6 20 Nuller pr. Kilo. . . ^ - Korn » 4M! 4 «10 Eier pr. Stilct . - H.^ Gerste . 4M 5 ^ Milch pr. iiiter. . ^ ^ .^ ^ haser . 2 83 3^-> Nindfll isch pr. .mW ^ .5 ^ Halbsnickl .-------5^0 Kalbfleisch ' ^50^ Heiden . 4 83 4^0 Schweinefleisch » ^Z^-" Hirse . b — 4 75 Schöpsenfleisch » "" ^g ^ ^ Kukuruz » 5 ^_ b — Händel pr. Slücl ^ ,g ^ ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 6?------- Tauben ' ^ 23 ^ Linsen pr. Heltolit, 12----------- Heu pr. M.-lltr. . ^g^ Erbsen » 13----------- Stroh ' ' Fisolen » 11----------- Holz, hartes, pr> .40 ^ Nindssch.nalz Kilo - 64------- Klafter «' ^ ^^ Schweineschmalz» —70------ —weiches, » ^B^ Spccl, frisch. » — 52------- Wn^roth.MM. ^ ^ ^ — lleräuchelt » — NO------- — weifzcr, Verstorbene. ^./M Den 23. Mai. Albert Ebner, sseldwebels^Sohn. natc, Herrcnssasse 10, Fraisen. «,.-rs ' ^ Den 24. Mai. Franz MihM. Zimmen»"'^hcv^ 2 Monate. Castellgasse 10. M< I. l, Landrsresticrungsrath. l!1 I.. Polnnastraßc M ^ hg ^ Den 25. M a i. Maria gidar. Schneiders'Gau. Alter Marlt i). Tuberculose. ^^-s-^ ^Met"e»ir^ "" 7^7Mn.s"7M"s-^4"4^^ .M<" 25. 2 . N. ! ?2<> 7 20 » O. schwach V"'/^ « . Ab.' 729 1 15 0 O.sch^ch^bewon^^ ?U.Mg. 727 7 14-6 W. schwach be"0 ^ 2«, 2.N. 7274 15-6 W, schwach Hm > «,« l' . A. 7277 14-N W. schwach " ^ei'd'' ,^ Den 25. vormiltasss heiter, nachnlittasss,1"" ^„c h" wüllunss. sseaen «Uhr «erlnsser Ressen. be'la"^" aMl'^ Stunde anhaltend. Den 2«. »legen, den lMM ^^s„ » .^ Das TaaMnülel der Temperatur an den l»eloe ^.g und 15 0". beziehungsweise um 09« ilbcr «" dem^iormale. ., ^^> Verantniortlicker »^n^«,r: I Na a^^s?^ Eine Person, welche durch ein eiusaches ^ ^. ,st „ rissei Taubheit und Ohrena.eräusche„ a^''' '" alic"L', !>' eine Veschrnbung desselben in deutscher Sp">^ ,^ MNq aratis zu übersenden. Adresse: I. H-A'ch°"/.M)^^ zlolinssassc 4. _________ W Die überaus herzliche nnd tröstende Th^^,,^ » W welche uus anliisslich des crschiltte"'de"^^ ^l" » M uuseres theuren Gemahls, bezw. Vaters, « M l. l. Regierungsrathes W W i» so reichem Mafte zntheil wird, ^''",..,, Ä>'<','' > W d. »1 uxverssssellichen lUerstorbeneu Ns"^'''' ^h.'<>'"" jl > W spenden und die zahlreiche hochel,"'«" ^,„ h>» » W a», «eichendenäussuisse verpslichten 'N", ^ust<" > M „„seren innigen, tiesempfundenen ^", ^ W 5ia i l, 1041