BINZBLVUIS: wocMatogf 10 Kpl Saaitag-SooDUg IS tpt !DlarbnTgtr Btitung Amtliches Organ des Verlag und Schrlftlelluug: Marburg a. d. Ürau, Badgussc Nr. 6, Fernruf: ^5-67, 25-68, 25-69. Ab 18.30 lllir ist die Schriftlcituiig nur auf Pcrnruf Nr. 28-07 erreichbar. — Unverlangt^ Zuschriften werden nicht rückjtcsandt. — Bei Anfracen Ist das Rückporto bclzulpßcii. — Postscheckkonto Wien Nr. 54,608 Steirischen Heimatbundes lir^clicint wüclicntlicli scchknial al;« MoiifciixciiuuK Unii Ausii.iiiinc der bmiii- uiiJ t'elcrlaKc). Hezugsprcis (im voraus zahlbar) mnnallicli RM 2.10 ciiisciil. Postjjr biilir; bei l/iefcruiiK Im Streifband /iizllsl. Porto; bei Abholen in der üe!>chältsstPl!e ICM 2.— Altreieh durch Post monatlich K'M 210 zuzH^I. 36 Rpi Zusicllaebiilir Ttt. 46 !7Rarburo-3>rau, :ntontag, lA. 3e6ruar 1943 S3. 3a&roan0 Abwehrkämpfe weiter erfoigreicli Entwoder — öder! Sclileksnls|iroblcnie aucli für SiidiKsti-urDiu Von Adolf Michaelis, Hudapc«! BoltchöwIsMn bUssten gestern 129 Panier ein — Zwei Transporter vor Noworossijsli ' UiilweJcr oder! so i.mti'i iki I iic-I ^ersenict — Britisclie Luftwaffe verlor im Westen 10 Flugzeug« l''rcilieitsk:iniiif veröffentlicht. IjitwciU'r sii-::» T<^iibivrhaupt.qnarHcr, 14. Februar IM» Ohrrkorniiiaiido drr Wchfmarlit ßlM bekajint: örtliche Angriffe, ilio Fciiul luifJi hef-Ulper ArtlUMiPfmiervorberoliiing nihllfch No-wor(N«Rijnk und Int «ntoreii KiibanfobiH; führte, blieben erfolglos. MtürrkampfflUfzeuirr^ «rlffr« MlclUnigon und Trupponan»animlnni^;pn der Sowjets an d(^r KUst« Hildlfoh NoworoNsIjHk rniwlo TnuiMportiwhlffo Im vor «1»^ Stadt an und füiften dcui Fcinri Mehwi^ro VerluHto Ml und Material xu. Zwei Trans- porlto wurden veraenlit, Wikhrend m am unteren l^on und I>onr% '/II kelnm wrMentllcJien Hampfhundlnngon laut!, veretttrkte nIoJi tim mittleren Dono/. d<^r Omdc den FelndcM. Ein in du« ei/fPiie Hlntor-UftUbido vor|feHt<»liener foiniiliclipr i4avall«> lieverbaJid wurde wun Kampf kphIcIU. Motorisierte imd Pan7,erverbän(l<'- dW» Hctj-r«B und der W»lfen-^jf dratiK<^n trotz, heftl; KWi WlderHlÄnde« Htarker feindlU'hPr l'an/cr lind Inloiit^ekrufte tief in da« vom Feinde beMt«te Gelände ein, vernichteten unter Ab-Hohuß von 35 ranseern cühmi feindlichen Ver-iwttd und unterbrachen rliekwärtige Verbindungen der Sowjet«. Otttllch imd nordöHtiieta von Charkow wurden in sofortigen schwungvollen GegcnstH-ßen auch gestern starke feindliche Angrifte abgeschlagen, tber 4000 tot« Bülsehewlsten bedeckten da« Kampf fehl, ZO feindliche Pan- riurlij-cnüninienc Infanleriedivi.sion hat in nctinlägiKcn schweren KHinpfen unter vor-biltlllcbcr J^lihrung ihres Divislonakomnian-tlcura, Generalmajor Poatcl, starke feinu-iiche Ki äfte durchstoßen, vernichtet und ata-(lann die eiß^enen Linien erreicht. In Nordafrika nur Kampfhandlifngen örtlicher Bedeutung. Die Luftwaffo griff mtt gutem Erfolg Ziele dca Hafens Bcngasl sowie feindücho Krftflegruppen Im tuniKisch* IriixvUtanlachen Grenzgebiet an. Bei Tage«- und Nachtangriffen der britischen I^uftwaffe gegen einige Orte im KU-stenraum der besetzten Wcstgebletc verlor der Feind nach bisher vorliegenden Meldungen zehn FliigÄcugo. VerolnÄellc ungezielt0 Bombenwürfe in Westdeutschland verursachten geringe Verluste unter der BevÖlkcnnig. Nach einem Angriff iler Luftwaffe am Tage gegen eine Kilstenatadt in Slldengland bekämpfte ein Verbnnr'.;an stellt iit einem Leilarliki.1 Bereili, m den yormiitagsslunden des Li. f,,,, j.r , ^ l.cbcnsiiisfiMkl den, eiuu- Februar hatten leichte deutsche Kampfflug- p|,isclicii iMliclHwfilhl der boUcln:wistisdu it zeuge einen iiberrf^cheriden Tiefangriff ge- uiicrscIiiUtert sei. gen eine HafenstAdt an der britischen li;ihc schon ciinnal ilcn Holsclicwisiniis crlrht Westküste durchgeiOhrl.. Au.s nieringen Ho- hcn abgeworfene Bomben brachten mehrere t u . . CfCbÄude im Hafengebiet um! am Stadtrand' 'oder« dieses Kc\\ allUv !i zum Einsturz. Der Vorstoß unserer Kamipf- k,'dnpfcs uilt icuocli nicht bloß fiir Un.;tarM. flieger konnte von der sofort In THtlgkoit sondern auch flu- die anderen Stauteii n.id tretenden Flakbatlerie der britischen Kil-HtrnMbwehr und r, Todt, der als Techniker, Örnanisator und Künstler ein einmaliges Lebenswerk Kcschaffcn hat. Das reichere Leben Marburg, 14. Fcbrudr Natürlich möchten beim kmnmcnilen Arbeitßcinsät/ jeder und jede am liehsicn „dort dabei sein, wo num vor sich so förmlich U-Boote, RleBcnflcschützo und ällerlei l'lugzeuge wachsen sieht , . So kann man Leute jetzt oft rcdqn höien. Aber dds qeht leidnr nichl. Wir Uiitei-slelrer und Unlerstcirorinnen worden uns bescheiden müssen und zumeist an anderen Dingen und auf «nderen Gobioten arbeiten müssen, die aber alle tür den nndsief[ (fleich-ffllls wichliq nind. In diesem Sinne weiden wir alle Iür unsero Ftont schliffen und unser Bestes geben In tiewissenhoftcr Arbeit, in vorbildlicher, finstnndlqer Haltuiui und in einer Einsatzbereitschalt, die vom Herzen kommen wird. Und wenn bei diesem unserem künftigen Schdffen uns auch weni(| Abenteuerliches zustoßen dfirfle, so wird unser Dasein doch liGwe^ter werden, fds es bisher war. Neue Menschen werden um uns sein und wir werden sehen, wie sie ihre Arbeil alJ Moskau diese \ncrkennun>; niimcr ver-Sowjets, die von starken Panzereinhelten hat, machte sie yicllciclii hesorKi. uli- unterstützi waren, mit einem grof^en Ab- ''cte aber nicht die Aui;cn ühei die eia wehrerfolg der deutschen Truppen. Wo der /ige MöRlidikeit, die zur endiiultigen Siche-Foind in' die deutschen Linien eindrang, '«n«: dieses tjehietes bestand. Lrst Marschad wurde er vernichtet. Cr verlor zahlreiche ' Ant"ncscu schluR. nachdem die Sowjetunion Gefnngene Seine Einbuße an Waffen Renn- | auHer Bessarabicn auch die liukowma anzeichnet die Meldung, daß allein in einem nektiort hatte, den Wck zur Zusanimciiarbeit Abschnitt acht Panzer, neun Gencbütze, >19 mit dem Deutschen Reich ein und rief seit» Granatwerfer 62 Maschinengewehre 2.1 i Volk zum Kampf Ke\(en den liolschcw isinu.'^ Maschinenpistolen und sechs Panzerbilcbsen hinf. der cinziccn MÖKiichkeit. der lötlichen der Sowjets vernichte! oder erh#'ufet wur- jf'cfahr uus dein Osten zu bej{CKnen. den , I 'Lntweder - oder«, »«o lautet also auch nntsprecbend schwer war auch der Ver- fllr die südostcuropäischcii Staaten die Losun« Inst tler Bolschewisten an Toten. Ndch einem in diesem Kriege — einen dritten Weg v'ibt Angriff von zwei sowjelischen Regimentern, ■ es nicht. Fis bestehen scinig dokumcntarlsciie die wellenweise negen die deutseben 'jtpl- Beweise dafür, dafl Moskau nach der b>obr-iungen angestürml. waren lagen Ober tan- 1 rung des ganzen Abendlandes strebt, um es send lote Bolschewisten im Vorfeld I dem bolschewistischen Chaos auszuliefern. Nummer 46 riiisljnd und die USA leisten ihm hierbei \'orschub, injeni sie Stalins Korderunjen jnnahuieri. Die Anglo-AnierlJi'jner,'dre selbNt uicBials in der Lage sind. Deutschland aiil die Knie £ü /\vini;eM, würden auch tatsäcli lieh ciift über Deutschland sicifreiclie So w ictiiiiioii nicht r»n der Vcrwirklicltung ihrer iiMpcrij]i>ii.schcii f'läiie hindern können f»druin bc'teht auch für die St;jatcn Jes Süd-(j>tcii^ die katc^ori.sclie Pfiicljt /uivj ^-insalz jller .Kräfte für die sic-^reic'ic heendiüuni lüttes Kriei^'cv. Deutschland lut mit seinen neuen .Wallnah-iiien ein Beispiel für die rei>th>se Mohiliiic-run;; uller Kräfte iiegeben. wie es auch iiti Kdtnpf mit der Waffe voranseiianffen ist und ilurclt .seine lilutopfer den übrigen Nölkero f^uropii.s die ^^"t^!ichkeit /u friedlicher Arbeit ■.;c^icllert liat, Fast alle diese \"ölker haben Sühne an,der Ostfront stehen, die einer der le'^uliireii Formationen ihrer Armeen oder ftL'iwilii'^'eii l.c'niben auf krlopfswiehtige Anlasen. in denen Brände und Explosionen enl-ütanoen. Im time.sisoh-.tri])olitanischen (Jrcnzpcbiet bokänipftcn leichte deuti^chc Kamptflug:-/-oupre in» Tiefflug l'cindlieho Kraftfahrzeu;*-]{o!onncn und auf dem Mar.sch befindliche Ai-tillerifabteiiun?:en. ßombcnvolltreffer 7,er-.•»törten (leachütsie und Kraftfahrzeuge. Der Staatsakt für Generaloberst . Haase Berlin, 13. Februar An» Samfitagmittag fand im Zeughaus der leierliehe Staatsakt für den am 8. Februar verstorbenen Oberbefehlshaber einer Armee, Ritterkreuzträger Generalo'tje^ftt Kurt Haasc^ •statt. Gcincralfeldmarschan Keitel zeichnete im Auftrag des Führers ein Lebensbild des Dahingeschiedenen und widmete ihm Worte • höchster Anerf%enjiimg. Der Fülircr, so .schloß Keitel seine Ansprache, das deutsche Volk und seine Wehrmacht neigen sich in 'lankharer Ehrfurcht vor dieflom j^Toßen Soldaten. Im Ansc.hluR an aen Staatsakt wurde die sterbllofie Hüllt de.s Generalobersten -nach einem Krematorium übergeführt. Ehemaliger bulgarischer Kriegs-müiister ermordet Sofia, 14. Februar Der ehenaaiige tHJlgarische. Kriegsminister lind gegonwärtige Legionärführer, Generalleutnant a. D. Lukoff wurde am Samstagabend vor seinem Hause durch drei unbekannte Täter tiniordet. Der Erniordete hat sich wieilerholt für eine aktive Beteiligung Bulgariens am Kriege gegen den Bol8<-hewismua eingesetzt. Man nimmt deshalb in polKifchen Kreisen an, daß .wne Ermoidung den Bolschewisten zuzuschreiben ist. Die Wirkung des Hungerstreiks Stockholm, 14. Februar Nach einei' noidamerikanischen Agentur-racidung aus Puna slchv das Gebäude, in dem dandhi zur Zeit gefangen gehalten wird und Urn Hungerstreik durchführt, unter stärkster militärischer Bewachung. t)er ^Times«!-Korrespondent in Neu-Delhi «direibt besorgt, Gandhis Hungerstreik w»jrde zweifellos eine neue Weile der Empörung STgen Bnyl^nd unter der üidlschen Bevölkerung verursachen, deren leligiöae und i»<.lltlsche Enipfindsainkeit stärkatcns berührt sei.. Die Indischen Zeltungen aänulicher politischer Schattierungen sprächen ihr Be-«»auern darüber aus, daß Gandbi sich angesichts der starren Haltung des Vizekönigs f«!X\vungen geseheri nahe, in den Hungeret leik zu treten. Die Kongreßzüitung i^Na-Uniiftl Call« wende sich schärfstena gegen )r.nen 'Sekretäj-s von Gandhi, ist in Puna •Irgetroffen, um Gandhi am vierten Tag de» Hungcrsticlks zu besuchen. Tokio, 14. Februar Über die Sclildcht bei der Rcnncll-!u.«iel irt» ^0. ur.d 3tJ. .lanujr verbreitet die japanische Naclirichtenagentnr riomei die eitisehende Schilderuntc cinc^ Kriegsberichters hei_ der haiserlicheii Mariitc. der mit einem der iapu-iiischeii Piloten sprach, die an dem Angriff teihiahmen. Wie erinnerlich, wurden ^ini Verlauf der Schlacht zwei feindliche Sclilaclit-schiffe und drei Kreuzer versenkt, währond ein feindlicbc.s Schlachtschiff und ein Kreuzer beschädigt \vurden. Der EJericht lautet: • Am iMorgcq des 29. Januar machten unsere Aufklärer, die ständig diese Gebiete des Südpazitik abpatrouillierten, das Gros der feindlichen Motte in den fiewä.*.sciii südlich der Insel St; Cristobal an der S"dspftzc der Scloinoneu-Orupiie au.s. Die Aufklärer meldeten ihrem Stützpunkt sofort den Staadort der feindlichen Schlffc. Weitere .Meldungen bq-.sacten, dafl die feindliche Tbtte von drei Schlachtschiffcn k'cfiihrt wurde tind daß sie weiter aus drei Kreu/.eni der \-Klasse und mehreren Kreuzern der B-Klasse bestand, die \'on einem Rin!4 von Zerstörern uuigeben waieii Eine Atmosphäre der Spaununi; senkte sich , fläche des Meeres aui den feiud äU i^iiiw fiv.i 1 r ' ; . " ,______ ' .T.IK li-ic /pirlieii 7iini \r ..uf den Stützpunkt herab, deun die langer, wertete Beute wur endlich in Sicht. Das erste aitfsteigende h'higzcug war eine Verbni-c'iUnRsmaschine, der unmittelbar die erste Welle unserer Torpedoflugzeuge folgte, auf dem Glicht jedes Piloten war die Entschlossenheit zu lesen, seinen Auftrag zu erfälleiit seihst wenu es das Leben kosten würde. Pas Wetter war sünstin. Unser Auftrag war, den Feind unter Ausnutz-uug des Zwielichtes anzugreifen. Während die Mugzeugc durch den südlichen Luftraum donnerten, hielt uns das Verbindung.sflugzeu;; über die tjcuesten Positionen der feindlichen ruf dem laufenden. Als wir an Ort und Stelle eintrafen, war der Himmel von den Strahlen der uutcrüeiienden Sonne gerötet. In wcniien Minuten setzte die tfnpische Dämmerung ein. Die Sicht' war bei' uiedrljr hängender Wolkendecke schlecht. Während jeder Pilot an-jiespannt in die Weite blickte, um zuerst die ieindlicheu Schiffe auHZuniachen, giniccn unsere 1" lugzeuge tiefer und tiefer. Da wir die Kielwasserstreifen der Kriegsscniffc. Hie Flugzeuge fegten dicht über der Ober- iiiiifiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiii>ii"iiii"iii>iiiiiiiiiiiii>>"i""i>iii'i'""'^^^^ Der fiani an dini leissen Brei Roosevelt mag nicht über.die Ü-Boofi-Gefahr reden — Dafür droht er mit »künftigeii Aktionen« Lissabon, Iii. Februar. Gleich dem britischen Premierminister-fühlte auch Präsident Roosevelt das Bedi^thefs allerdings lejcterJrT ■ afe auf äer Erc^e.' Die Alliierten würdtn dfflfer zunächst die Achsen-milchte in Timt^ieii'ins Meer werfen «Jiid sodann geperi Japan im pazifischen Raum so lange ausgedehnte Aktionen durchführen, bis den I')rtierpakt_niächtpn kein anderer Ausweg als ihre - bedingungslose Kapitulation ' übrig bliebe. " * Roosevelt mujite in seiner pathetischen An. spräche zugeben, daß die feindlichen. Streit. kräfte in Nordafrika noch immer über starke Stellungen verfügen und überdies außeror. dentlich kampferfahren seien, weshalb die y^,., „.v. ---------- . den Alliierten zu überwindenden Pro- vvurden. So gewaltig unser Sie von ____ ______ bleme keineswegs leicht genommen werdeii durften; auf die Frage, die den Kernpunkt der Churchill-Rede bildete, nämlich die den AHiierttn aus der U Boöt.Waffe erwf«''hsende Gefahr, lieft er sich vorsichtshalber nicht ein. so wie er auch nicht einmal schattenhaft den Weg andeutete, der znr Verwirklichung seines Wunschbildes von .der ; bedingungslosen Kapitukiticin ' der Dreicrpaktmächtc führen könnte. Der Koniiiiandeiir gabVas Zeichen zum Angriff. Noch hatte die feindliche Flotte das Flak-ftuer nicht eröffnet. Selbst als die ersten imserer Flugzeuge in Formation über die feindlichen Zerstörer in gerader Linie auf die führende Haupteinheit zuflogen, schwiegen die Geschütze. Erst als das Führcnlug^euji seine Torpedos abwarf, setzte die feindliche Flak ein. Die vom Kommandeur ahgcworie-ncn Torpedos trafen das Schlachtschiff in der Mitte; dann fanden auch die Torpedos anderer Flu'izeuge ihr Ziel. Sobald unsere Aufgabe erfüllt war, flogen wir durch dit* feindliche Flak perre hindurch rib. Die Nacht brach schnell herein, und die Dunkelheit, die uns beim Angriff unterstützt hatte, erwies sich jIs Nachteil. Unter Aus-r:utzung unserer Schwierigkeiten konzentrierte der Feind sein Flakfeuer auf uns, Finige der Flugzeuge wurden getroffen. Gerade als wir abdrehten, flog eine zweite Wrlle von TiHpcd'»flug/«tgcn die feindlichen Sclilffp, auf denen es lx;reüs brannte, an. Das FührrVflugzeug ging, anscneineiul in der Absicht einen \ olltreffcr zu erzielen, ganz tief herunter nnd warf einen Torpedo ab. hn gleichen Aui5eiri)lick wurde es iii Brand gcschos-sen. lX:r Qeschwaderkon numdeur, der fs steuerte, stellte das Flugzeug auf den Kopf uiid flog in die Konnnandobrücke des feindlichen Schlachtschiffes hinein, während ein Torpedo noch am Flus^zieug hing. Das Schlachtschiff war 'jiu einziges Flamnicit-meor, ehe es in die See absank. Der Angriff war voniber. Unsere Nachtlandung erfolgte ohne Zwlsclienfnll, obwohl es Möl'lg dunkel w^r. Früh am durauffolgrndcn Morgen, dem Januar, entdeckten Aufklärer ein beschäd««-fes feindliches iSchlaciitsciiiff. das von -hinein Kreuzer geschleppt wurde. Wieder wurdo der Angriffsbefehl gegeben, und ein Geschwa« der. das oin Angriff der vergangenen Na^ilit nicht teilgenommen hatte, stieg auf. Dies-n^al der Feind vorbereitet und baridte uns ein heftiges Sperrfeuer entgcsen. Troti des Regens der feindlichen Graoaten erreichten unsere Flugzeuge ihr Ziel. F^in Ton^^-dv) n.ich dem anderen wurde auf die fcindUcheü Einheiten abgeworfen, die in Brand geriete?! und dann nlisaiiken. Grumman-.läger, dio dem waidwimden Schlijchtschiff (ieleitsch'uU hieben w(5lltcn. stellten sich zum Kampf, bi,'i dem drei fehidliche Flu.'rzeuge ubseschosso'i war. hat er ekoslet. Roosevelts Appetit wächst Alle Stützpunkte im Atlantik und Pazifik sollen 4ofort den USA ausgeliefert werden ■Genf, 14. Februar Die USA-Regierung zreht ernsthaft den Plan in Erwägung, so meldet der Newyorker Korrespondent des >Daily Expreß ', mit den anderen Atitiachsenmächten ein Abkommen abzuschließen, in dem diese zugunsten der Vereinigten Staaten völlig auf ihre im Atlantik und im Pazifik liclegenen Flugzeug- und Flottenstützpunkte Verzicht leisten. Es heiße sogar ganz bestimmt, daß die Vereinigten Staaten schfj4i bald die Verhandlungen zunächst mit Großbritannien und Aiistralieu aufnehmen werden. A\an beteuere dabei, daß dieser Wunsch der USA nichts mit iinperiali, «tischen Neigungen genjein habe, sondern daß man nur bestrebt sei, schon jetzt die Voraussetzungen . für die Aufrechterhnltunjj euies späteren Friedens durch die USA zu schaffen. Weiter sei man in Washington der An. sieht, daß die Amerikaner in Zusammen.ybeit mit den anderen Verbündeten auch Stütz-punkte auf der ^japanischen Inselwelt errich-len sollten. Was das Fluggebiet des Atlantik angehe, so lägen nach dem Zusammentreffen Roose- vefts mit Vargas Anzeichen dafür vor, daß die USA das ständige Recht für sich in Anspruch nehmen, sämtliche an der westafrika uns nur zehn eigene Flugzeuge Ein Attentat auf Smuts? Stockholm. 14. Februar Berichten aus Ne\vyork zufolge ist in S^id-afrika ein Attentat auf Smuts hn letzten Au-genbli<;k vereitelt worden, nachdem Anhänger des Qeucrals die Polizei recht/eltig ver-ständijiten. Nach weiteren Melduiigen zer* störten die Ocguer Siuüts' Kraftwerke vitrJ Tclephonlinien in Transwal. Dieser Tajse sc! es ihnen gelungen, 19 Stunden lang die Te-lephonverbiiiduhg zwischen Pretoria und Jo* hanucsbursf zg uatertjrcchen. USA-Zwangsmassnahmen gegen Matrosen Vigo, 14. Februar' Day es beim gegenwärtigen Stand der nischen gelegenen Stützpunkte ein, sJ,jffsversenkungen Engländern unrf Yankees fchhcßhdi Dakar zu benutzen Sobald die»i ^watig uiüElicli ist, Plane schnfllicht formei' annahmen heißt e.« Untergans bedrolllen ini Korrt-spondenteiibcnclit schlicßl cli cr-|sj,|,|„£ e|„e Washinijtoiier schienen sie wahrscheinlicl) in Gestalt gegen. |,at AusscIiuB für Ein- seitiger \crlenligini(!9.ibniachniigen und e- und Naturaluatlon des Re)i|-äseii- gründeten sich aut einer standigen Zusam- , ,, IVhnnr eine Gesetz- menarbeit der Achs^ngegner untej-emander. j ^:erordnung\'ebilligt,' nacli der mehrere, tau-Ausschheßhch auf die von den bnglandtrn ausi^iudische .Matrosen, die iit USA-Haan die USA auf 00 Jahre v-erpachteten Stutz* ihren Schiffen geflohen sind, sofort punkte hat es ein Artikel abgesehen, der dem ■ • ausgeN\'iesetM werden. Nacii Washingtoner Korrespondenten der i der Erklärung des Vorsitzenden dieses Aus-Maik zutolge m diesen Tagen in den 1 ^chiisses, r)ick.^teln, mußten einmal an einen: Jen d.^s Scripps-Howard-Konzerns ^ amerikanische fiandehschiffe solcher Desertionen Ihre Abfahrt dje Englander den diese Stü^un e ^ Weiter teilte Dickstein mit, ur alle Zeiten abtieten, denn, unter den nach Cwgland abzuschiebenden l'iell d""ch stTderttnÄ Amerikaner, heländenjl^l Chinese... groH, Diese Stützpur»1«te spielten in der zu-künttigen itiilitäfischeii Sicherung des anieri-kanischen Kontinents eine i-verzweifelt wich- tifrc Rolle«. In Rjiiiiii von Charkow alieschjagen Erfolge einer deutschen Stossgruppe — Räumung Krasnodars ' Führerhäuptquartier, Kl Februar • Uas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Südlich Nowoiüssijsk und im Gebiet des unteren Kuban wurden örtliche AuRriffe d^s Feindes abgewiesen. Im Zuge planmäßiger Bew(»Kungen zur Verkürzung der Front wurde die Stadt Krasnodar geräumt. Im mittleren Donez durcbrach eine dcuf. sehe Stoßgruppe in zähem Kampf mit starken Panzerkräften feindliche Stellungen und wart die Sowjets zurück, Kon/entriscbe Angriffe überlegener feindlicher Infanterie- und Panzerverbände im Raum östlich und nürd lieh von Charkow wurden in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Ein eipener Gegen, angriff machte weitere Forlschritte. Nordlicli Kursk scheiterten Angriffe, die der Feind in mehreren Wellen ge!;en unsere i:telUingen • An der Front zwischen Wolchow und La. dupasee und vor Leningrad setzte der Feind seine heftigen Angriffe bisher ohne Erfolg fort. Die schweren Kämpfe dauern noch an. Die Luftwaffe griff mit starken fliegenden Verbänden auch gestern unermüdlich in den KJimpt ein. Sie .brachte dem Feind erneut scliwere Verluste an Menschen, Materia! und W.'»ffen bei. Jagdfliegerverbände stellten feindliche Fliegcrkräfte zu Luftkämpfen und schössen gestern nilein im Süden der Ostfront 34 Sowjetflugzeuge ab. Die 15. Luft-watfen.FelddivLsion zeichnete sich in den Winterkämpfen an der Ostfront besonders aus. In Nordafrika verlief der Tag auch gestern bei anhaltend schlechtem Wetter ruhig. Störangriffe einzelner feindhcher Flugzeuge am Tag und bei Nacht auf westdeutsches Gebiet mit einigen planlosen Bombenabwür- lUvIlJLlLlI T% wi #v. » »» Q «r • J x J führte unter hohen Verlusten. Getan,i^eiie und, fen veriirsnchtcn gennpe Verluste unter der zahlreiche Beute wurden eingebracht. • Bcvülkeninji und einigen Gebäudeschaden. MüiUA Neue Reyieruag la AlbafÜcn. Der Statthalter von Albanien Jacomiiij hat den bisherigen Staat-smiulster Malio Bu.shati mit der Neubildung eitler Regierung betraut. Slowakei schlieBt die Bars. Das slowakische Innemninisteriuin bereitet die Schließung von Bars und anderen Vergnugungo-lokalen vor; mit der gleichen Verordnung soll eine verstärkte Kontrolle der Kartenspiele und eine Erhöliuiig der Abgabe auf .Mkohol verfügt werden. Wieder britlscbc Flieger über d®r Schwe/«. Der Kantoti SchaMhausen und^die angrenzenden Gebiete wurden in der Nacht zum Sonntag von einer kleineren Anzahl fremder Flugzeuge überflogen. In der Nordwest-, Zentrnl-und Ostschweiz wurde Alarm gegeben. In der Zenträlschw'ciz sind Flakdctachenients in .AJition getreten. Drnck ond Verlaji Marburttcr Verlad»- and Druckerei-Qcb. m. b H. - Vcflacslehunjt Enon BamiiKaftner: Jlauotbcljriftlciter' Anton Oerschach all# m Marburf a- d. Drau Badsastie 6 Zor Zelt Wr Anzein«« die PreltH^e Ni i vom « lu'« tW ffOltls Altsfall der LleJeroiiB des Blaue» b» hÄhrref Qeuali ■•df Betrichsüiftrunp »Ihf keinef »"«nfucb m* SUcksahluai de* Besu&tgelde* Se»e-3 bfikät dtm Tfikd (HiifbflHtHfthfH Ist Re^ment in der Abwehrschlacht— Einzelkämpfcr gegen Massenansturm und Panzer der Sowjets Und zum Schluss die* Meldung: »Angriff abgeschlagen!« Wlnternacbt. Kaltes Mondlicht liegt über der weiten welBen WinterlandschaJt im Ollen. Ein eisiger Wind pfeift um die Uei» nea windschiefen, unter hohen Neuschnee geduckten Bauernhäuser/ Seit ein paar Tagen erst ist das Regiment herausgezogen, ein^ Kompanie und der Regimentsstab haben im Ort eine enge, aber immerhin warme Unterkunft gefunden. Iii der nur notdürftig durchgewärmten Bauemstube sitzt der Kommandeur mit den Offizieren seines Stabes nach dem Essen noch bei einer Zigarette zusammen. Eine Petroleumlampe läfit nur schwach den kahlen Raum erkennen. Die Männer stehen noch alle unter dem Eindruck schwersten Kämpfes, und ^st allmählich löst sich die Spannung, die von allen Soldaten in den Kampf-tageri, in denen es um das letzte ging, unerbittlich und ohne Ausnahme Besitz ergriffen platte. Murtck dorcfa die Wlnternacht Mitten in diese fast festliche Ruhe hinein schrillt der Fernsprecher. Drüben ist das pivisionskommando am Apparat. Der Regi-nlentskommandeur meldet sich — plötzlich wird er sehr enist: ^l^urchgebrochen?! — Jawohl — abrücken — heute noch — ich schicke Ihnen meinen Adjutantenl" Schwer legt er den Hörer zurück. „Meine Herren, das' Regiment macht sich sofort marschbereit, der Feind ist mit Panzern durchgebrochen." Mitternacht. Bei eisiger Kälte und beginnendem Schneetreiben setzt sich die graue Kolonne In Marsch. Wie Nadelstiche treibt der Stürm den Männern den Schnee ins Gesicht. Kein Weg zu erkennen. Erkundungstrupps mit Kompaß reiten voraus und werden von der frostigen schneewirbelnden Finsternis verschllickt. Immer wieder versinken Zugpferde, bleiben Wagen oder auch Schlitten in den Schneewehen stecken. Alle Hände müssen zupacken. Mann drängt an Mann und Pferd an Pferd: Nur den Vordermann nicht verlieren! Trotz des Marschierens werden die Füße nicht warm und unaufhaltsam kriecht die Kälte in die Kleider, in die Körper. Eine Rast gibt es nicht, darf es nicht geben, nur weiterl Dann kommt ein Dorf, dort gibt es Wärme und Ruhe für wenige Stunden. Da fallen sie todmüde auf das Stroh. Oer Etnsitzbefehl Der Kommändieür stelk am Kartenfisch. Auch, ßt ist den größten Teil des Weges an dw Spitze des Regiments marschiert, doch für ihn gibt es noch keinen Schlaf. Melder kommen und gehen. DrauBen wird ein Pferd in den Stall geführt, dann tritt der Adjutant e|n, er bringt- den, Einsatzbefehl für den nächsten'.Ta^. Der Kommandeur muB ihn noch,verarbeiten und weiter geben. Die Schwere des Auftrages spiegelt sich in seinem Gesicht, als er den Befehl liest: Stärkste, weit überlegene feindliche Kräfte haben die Front eingedrückt und drohen sie ^u durchbrechen. SchWAChe eigene Truppen kämpfen auf großer Breite. Das Regiment wird zur Verhinderung 'des Durchbruchs am Brennpunkt der Abwehrkänopfe eingesetzt. Der Kommandeur weiß, was das bedeutet? Entschlossen diktiert er dem Adjutanten die Einsatzbefehle, dann kommen 'die Befehls-^pfänger, sie müssen noch einmal durch die stürmende Nacht, ehe es auch für sie ein paar Stunden Schlaf gibt. Im Ksmpf Im Morgengrauen wird der Marsch fortgesetzt. Der Kommandeur reitet zur Verbindungsaufnahme voraus. Bald werden die Füße ia den eisigm Bügeln gefühllos, die Hände schmerzen vor Kälte. In einem kalten rauchigen Erdunterstand — kurze Lagebesprechung mit dem Abschnittskommandeur. Immer wieder unterbrochen, durph das Krachen der Granaten' und das schrille Läuten dies Fernsprechers: ■ „Feind rechts durchgebrochen — links keine Verbindung — schweres Feuer — wir halten noch —" Dazwischen ein Funkspruch: „Feind l)€reits Im Rücken'-^ erbitte Verstärkung'—" Wieder heulen Granaten in den Ort, einige Häuser brennen. . . , Aufgelockert schiebt sich die Truppe In Peckung vor in die Stellung. Hier und .dort flackern erbitterte Kämpfe auf, die Sowjets müssen überall erst herausgeworfen werden. Dann wird es mit hereinbrechender Dunkelheit ruhiger, hin und wieder steigen Leuchtkugeln auf, schließlich ■wird es fast unheimlich still. Die Sowjets greifen an Im Morgengrauen setzt Artilleriefeuer ein. Mann für Mann preßt sich in den Schnee, nah an'die kalte umbarmherzig harte Erde. Dann bricht es aus den gegenüberliegenden Waldslücken hervor und wälzt sich heran, Eine braune, kreischend brüllende Masse. Da suchen die .Finger den Abzug, wie im. Fieber jagen verbissen die Männer am Maschinengewehr und Geschütz ihre Feuerstöße in den..-wogenden,- schreienden Feindblock. Bei den Ladegriffen klebt die Haut am frostigen Eisen, doch sie schießen und schießen, bis der Schnee vor ihnen mit bMUnen Punkten übersät ist. . Fanzer tiberwÄizen die Stellung ' ' , Da, aus dem Tannen'wäldchcn welter rechts dringt ein Brummen herüber! Dref feindliche Panzer! Wild feuernde Kolossel Einox wird von der Pak zusammengeschossen, die anderen üt)erwalzen die Stellung und schießen nun von rückwärts in die einzelnen Nester. Doch als die feindliche Infanterie ihnen folgen will, schlägt ihr ein rasendes Abwehrfeuer entgegen. Die Schützen haben, in den Schnee geduckt, die Panzer vorbeifahren lassen iind schießen nun, was die Läufe her-, geben. Wieder setzt Artitleriefeür ein, mit allen Mitteln will der Feind den Durchbruch erzwingen. Die beiden Panzer fahren gehetzt hinter der Stellung hin und her. Da wird eine schwere Pak mitten im Feuer herangebracht!. Im tiefen Schnee ist das Geschütz kaum zu bewegen. Den Panzerjägern läuft trotz, .der Kälte der Schweiß über das Gesicht. Zwei werden verwundet, aber schon springen zwei andere ein. Schließlich gelingt es unter Aufbietung aller Kräfte, eine günstige Stellung zu erreichen — der erste Schuß fällt — alle Augen folgen gespannt der Leuchtspur. Nun haben die Ungetüme das Geschütz entdeckt und fahren darauf zu. Schuß auf Schuß verläßt das Rohr der Pak — da, am vordersten Panzer erst eine schwarze Rauchwolke, dann eine Stichflamme, die den Turm herunterreißt. Ausl Da dreht der andere ab und jagt in schneller Fahrt in den schützenden Wald. Siegreiche deutsche Grenadiere Nun gehen auch die feindlichen Schützen zurück! Nicht mehr viele sind es, die meisten liegen als kleine schwarze Punkte im Schnee des Vorfeldes. Im Regiments-Gefechtsstand, in einem kleinen schmutzigen Keller gibt der Adjutant dem Kommandeur die Meldung weiter: Angriff abgeschlagen! Schneeflocken fallen vom Himmel und decken den Tag zu. Weiter friert das Land. Bis der heiße Atem der Winterschlacht es abermals erweckt Vielleicht in der nächsten Stunde schon. Doch deutsche Grenadierfäuste halten deutsche Karabiner. Oberleutnant Wallis Giuseppe Bastianini IJiiterstaatsaekretir im Italienischen Außen, ministerium Nachdem der Duce zu den bisher von ihm geleiteten Ministerien des Inneren, des Krie. ges, der Luftfahrt und der Marine auch das Außenministerium wieder seihst übernommen hat, ist Giuseppe Bastianini zu seinem näch. sten Mitarbeiter berufen worden. Der heute 44iährige Unterstaatssekretär blickt bereits , ... • PK-KricEfiberichter Etzold (Sch) Heimkehr nach ErfQllung des Auftrages Ein Spähtrupp, der in einem vorgeschobenen Stützpunkt südostwarts des Ilmen-Sees einen Auftrag durchzuführen hatte, kehrt nach Erfüllung der ihm gestellten Aufgabe wieder zurück Der verlorene Haufen Von unsterbUchein »oidatiBchem Heldentum Der »verlorene Haufen« war in der Schlachtordnung der deutschen LAndfi^me entsprach seinem häufigsten Schiokaal: die gepanzerte Reiterei des Feindes Uiberritt und zersprengte oft diese Vordorste Linie, al)er durch diese todverachtende Aufopferung gewann die Hauptmacht des Heeres Zeit, sich zu sammeln und zur Abwehr zu ordnen. An den Spießen der dichten ■ Gevierthaufen zerschellte dann der durch den Kamipf mit dem verlorenen Haufen in seiner Wucht hereits geschmälerte Angriff. Belm Rückzug hielt der verlorene Haufen, meist bis zum letzten Mahn kämpfend, den Gegner auf, bis das Heer sich zu geordnetem Abzug oder neuer Abwehr gesammelt hatte. Den Sieg des Heeres zu gewinnen oder seine Vernichtung .zu verhindern, das war der Sinn des heroischen Unterganges der Kämpfer in den verlor^^nen Haufen, In den Jahrhunderten deutscher Heeresgeschichte haben Tausende tapferer. ^Idaten für die gleichen großen. Ziele auf verlorenem Posten ihr Leben geopfert. Sie starben, damit die Armee und das Vaterland lebten' — wie das Gesetz ea befahl. In der Nacht zum A Oktober 1758. überfällt der Feind mit riissiger Ubermacht Friedrichs de« Großen Armee bei Hochkirch. Nach Mittemacht ist die Armee zersprengt. Ehe sich die Bataillone sajnmeln können, sind die Gegner unter ihnen, in Dunkel und Nebel erkennt |nan weder Freund noch Feind. Feindliche Husaren und Dragoner nehmen die Verfolgung auf. Sie kann den völlig ungeordnet zurückflutenden Truppen des Königs die gänzliche Vernichtung bringen. Aber an der )Klrche des brennenden Dörfes hält das Regiment Forkade diesen Ansturm auf. Vom Feind eng umschlossen, achließt es sich zum Karree zusammen, unter dessen Sälvenfeuer Attacke auf Attacke zusammenbricht. Die schweren feindlichen Geschütze reißen tiefe Lücken, aber das Regiment formiert sich immer wieder neu. Als alle Offiziere gefallen sind, überninrunt der blutjunge Fahnenjunker das Konmiando. Eine Stunde lang tobt heiß der Kampf un> die brennende Kirche, Schwadron um Schwadrön, Bataillon um" Bataillon führt der Gegner heran. Daa Regiment Forkiade hält seine Stellung, bis nur noch ein Häuflein von zwanzig Mann um den zerrissenen Adler geschart ist, das mit den Gewehrkolben die Fahne verteidigt. Den Pardon ablehnend, kämpfen sie bis zum letzten Mann. Das Regiment Forkade ging in den Tod — aber Friedrichs Armee entging der Vernichtung und stand schon nach wenigen Tagen kampfbereit in neuen Stellungen. »Das Leben taugt nur«, schrieb in jenen Tagen der Große König, »weim Ehre und Stolz es begleiten, und besser ist der Tod als Unterdrückung und Schande...« * Unvergessen bleibt auch die Aufopferung des Grenadierbataillons »aus dem Winkel« in der Schlacht bei Jena 1806. Mitten unter Fliehenden, die ohne Waffen davonliefen, mitten unter der wilden Unordnung vieler Tausende, vom Feinde unablässig angegriffen und nie erschüttert, retlrierte dieses Bataillon voller Ordnung im gemäßigten Schritt und mit klingendem Spiel. Es hatte ein offenes -Karree gebildet und bot dem Feinde unablässig die Spitze. Nicht die Kavallerie, die einbauen wollte, nicht die beständig hineinzielenden Tirallleurs konnten seine Festig'keit erschüttern. Sowie' es Luft hatte, ging es mit seiner' Musik wie auf dem Exerzierplatz zurück, sowie der Feind nahekam, wurde ein Wirbel geschlagen, und es stand wieder. So deckte es den Rückzug, bis auf den letzten Mann furchtlos fiechtend. * Helmut von Moltke berichtet In achtungsvoller Bewunderung von dem Opfer, das die österreichische Artillerie am 3. Juli 1866 bei Könlggrätz brachte. Ihr Befehlshaber gab dem General Benedek sein Ehrenwort, mit den Batterien bis zum Ende auAzuhalten und so den Rückzug des besiegten Heeres zu decken. »Besonders die Batterie von der Gröben erweckte unsere Bewunderung. Als sich die dichten Angriffsschwärme der Preußen nahten, Jagte Ihnen der Batteriechef entgegen und ließ auf 200, auf 100 Schritt mit Kartätschen feuern. Als die Preußen die Batterie Im. Sturm nahmen, stand niemand mehr aufrecht. Die Sieger entblößten das Haupt vor der Batterie der Toten.« Bei Mars-la-Tour am 16. August 1870 stand die Schlacht mittags auf des Schwertes Spitze. Die stark zösammengeschmolzene deutsche Infanterie besaß kaum noch Munition, als Marschall Canrobert mit seiner Armee gegen Vionville vorbrach. Da erhielt daa Preußische 7, Kürassier- und das 16. w Porträt: Dehnen-Oienst auf eine 15jährige diplomatische Laufbahn zurück, die ihm den Ruf eines besonders tüchtigen und bewährten Vertreters der jungen faschistischen Diplomafic gebracht hat. Wie alle Getreuen des Duce ist der aus Perugia gebürtige Giuseppe Bastianini früh der Partei verschworen gewesen. Nachdem seine Berufswahl der journalistischen Neigung ^e. folgt war, richtete sich die ganze Einsatzkraft des Zwanzigjährigen auf die faschistische Be. wegung aus. In ihr steht er bereits im Jahre 1921 als Vizesckrctär der Faschistischen Par. tei bis 1923 im Amt. Drei Jahre später lie. traut ihn der Duce mit dem unterstaatssekre-tariat für Nationalwirtschaft. 1927 ist der junge Bastianihi auch Sekretär der Föderation der im Ausland lebenden Faschisten. In diese Zeit fällt sein Eintritt in den diplo-mati^hen Dienst. Er beginnt zunächst mit Bastianinis Berufung zum Gesandten nach Tanger und setzt sich in den darauffolgenden Jahren in gleicher Eigenschaft in Lissabon und Athen fort. Von 19.12 bis 1936 wirkt er dann als Botschafter in Warschau. Bastianini war zu dieser Zeit der jüngste Diplomat der Welt. Von Warschau zurückgerufen, beklei. detc er das Amt des Unterstaatssekretärs im Außenministerium, bis er im September 1939 als Nachfolger des Grafen Grandi zum italie. nischen Botschafter in London ernannt wurde. Dort vertrat er sein Land zu einer Zeit, die von dem Kriegszustand zwischen dem Großdeutschen Reich und den West, mächten überschattet war. Nach Italiens Ein. tritt in den Krieg kehrte Bastianini nach Rom zurück wo er„ bis zu seiner Teilnahme am Balkankrieg im Innendienst eingesetzt war. Nach dem siegreichen Südostfeldzug der Achsenmächte erwartete Giuseppe Bastianini .^eit Mai 1941 eine neue Aufgabe als Gouverneur von Dalmatien. Als solcher übernahm er auch- die Inspektion der Faschistischen Partei in den drlmatinisclicn F^-o\in/cn. Als erster Mitarbeiter des Duce ist er nun wieder in das Außenministerium eingezogen. Beispiel einer Persönlichkeit, tlie im erprobten Dienst für Volk und Vaterland zur kraftvollen Reife ihrer Begabung gelangt ist. Mit diesen Kräften wird UnterstaatSRekretär Giuseppe Bastianini nun erneut im, verantwortungsvollen Kriegs, cinsatz am Werke sein. iiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiii^ Ulanenregiment den Befehl zur Attacke. Die Schwadronen überritten in rasendem Galop>p die französischen Batterien und das dahm-ter haltende erste Infanterietreffen. Vor der zweiten Linie geraten die verwegenen Reiter in einen Feuerkreis, die durchrittene französische Infanterie hat sich gesammelt und feuert, von beiden Flanken her brechen zwei feindliche Kavallerledlvislonen gegen die erschöpften preußischen Schwadronen vor. Unmittelbar nach der Attacke finden sich von den beiden Regimentern' wenig mehr als 100 Reiter um die Standarten zusammen. Aber der Angriff hat den Sieg erzwungen. Als der König von Preußen am folgenden Tage das Schlachtfeld sah, zog sich ein breiter heller Streifen wie eine Strafie hinüber gegen die Stellung, die der Feind tags zuvor innegehabt hatte: es waren in ihren weißen Uniformen die gefallenen preußischen Kürassiere .., ♦ Im August 1915 erobert eine englische Brigade die von einer kleinen deutschen Schutztruppe gehaltene Station Mora in Nordkamerum. Die 3. Kompanie der Schutztruppe al>er, zehn E>eutsche und hundertzwanzig Askarl, halten noch den Moraberg besetzt. Hauptmann von Raben lehnt alle Verhandlungen mit dem Feind ab, und auch als die Kunde kommt, daß Garua, die große Station im Süden, ebenfalls gefallen und keine Verstärkung zu erwarten sei, erklärt er dem englischen Parlamentär: »Solange noch ein Mann hier o"ben kampffähig ist, wird die Fahne nicht eingeholt!« Bis zum 18. Februar 1916, als die Kolonie völlig von der Schutztruppe geräumt ist, l>Ält dieser verlorene Haufen schwersten Angriffen stand, und vor dem kleinen Häuflein überlebender, das dann e st, ohne Proviant und Munition, den Berg verläßt, präsentiert selbst der Gegner das Gewehr. Oskar G, Foerster Seite 4 »Marburger Zelfungf« tS. Februar 1943 I Nummer 46 Vl«oiien von einer tiefen Vaterlandsliebe |||i||UIUinilllliniinmillinHinilimtlllimntllinmilUinill11I1t1l uiid tln«m i^laen Deutschbewußtpein/ ohne < •i^ Spur Fhraaenhaftigkeit und falschem Pathos. In der zeitnahen Geschichte au« dam Jetdfen Krief »Der HUf«koch< et-ItMUt der Diehter mit ein«m k}el|^ 14-e^ln, hinter dam tlafsr Bnift ympn Ein Jngendwcrk Düren entdeckt Das Original des VatcrbÜdc« von 1486 wiederhersestent Wie aus Schleswig berichtet wird, ent- «tüien Heldentum, d«a keiner pathetladi» ___________________. Betonung bedarf. Qans anden wieder «e der Restaurator Hampke ein Jugend- kleine Rheinsage von der »IgMlntschan tverk Albrecht Dürers, daa sich im Besitz Belchtec, die ei^n Wilhelm ßdiM|er 9ii|rt, Prinzen Waldemar von Preußen befln-in dem ain St^ck' vom ewigen deutjidien Schalk steckt. ! Anltßllch eines Besuches auf der Burg Den größten Nachhall fand wohl dte Er- Rhemateln bei Asmannehausen. brachte Zählung vom »Mönch von Helsterbach«. In Hampke daa Original eines Jugendwerke» melodiach-Jjarmoaüscher Sprache, die ban- Albrecht Dürer nach Schleswig mit dem nend in dunklen Farben zu malen versteht, Auftrag, die Restaurierung des Bilde« durcih-r^t dieses reife Werk in die Gebiete des jj^fujiren. Die Zerstörung durch Schweiß-Philosophischen. ■waaser, Papiermtlben und Silberfischchen So wurde dieser Abend allen Anwesenden idder sehr weit vorgeschritten, doch zu einem nachhaltigen Erlebnis, das ebenso ^ Hampke gelungen, das Worlc wieder der ruhigen, schlichten und gerade deshalb heraustellen und es in seinem Rahmen durch so auaiärucksatarken Vorlesung Dr. Fri^ Glas und luftdichte Mittel von vorhe her Endres wie der überlegenen Dichtkunst Wil- (fureh Holzfaserplatten an der Rüek-helm Schäfer« zu danken ist, ,>»rand (gegen Temperaturschwankungen der Gretel Stühler .Mauer) vor weiterem Verfall zu aohützen. — • handelt «ich um daa zweit« Werk des -f Grafin Eva von Baudlssin gestorben. In'jungen (15jährigen) Dürer, das er herstellte. München starb im 74. Lebensjahr die aus bevor er bei dem Nürnberger Maler Michael Lübeck stammende Schriftstellerin Gräfin Eva Wohlgemut in die Lehre kam. Das Bild von Bdudissin, bekannt als Verfasserin «nah- Utellt den Vater Dürers, den Goldschmied rerer Romane, Schaa- und Lustspiele und als j Albrecht Dürer dar. Dürer hat daa Werk auf Übersetzerin aus fremden Sprachen. Griifln,Papier, das mit einem dünnen Kreidegrund Baudissin bezog ihr literarisches Erbgut ganz aus denj nordischen Raum. Sie war die Enkelin eines Roitocker Universitätsprofessor versehen war, mit dem Silberstlft im Jahre 1486 hergestellt In äer Kunstsanrunlung der Albertlna In Wien befindet sich ehi gleiches lüem [ RornsJi von P. A. EUGEN OEiet E« die Tle&ei faitm Urheber-Rccht&chutz: Drei Queneo-Vertag. KöaicsbrQck (40. Fortsetzung) Jette bewegt lautlos die Lippen, dann zwingt sie sich errifut rura Reden. „Ich glaubte an ihn. Einmal, als Sie auf zwei Tage verreisten, wissen Sie noch, Sie fuhren nach Berlin wegen der Erbschaft, Ich entsinne mich jeder Minute. Sie sagten zu mir: ,Jette', sagten Sie, ,ch weiß, daß ich mich auf Sie verlassen kann*. ,Ja', sagte Ich» Sie können sich auf mich verlassen, Frau Amberg'. Irh habe gelogen damals, ich war nirht ich selbst, ich dachtc nur an ihn, nur — ao — ihn." Ehe die beiden Frauen zufassen kännen, richtet sich die Kranke hoch, ihr« tiefliegenden Augen haben fieberhaften Glanz, Sie sprirht iet2t laut, faf* schreiend: „Er war bei mir in der Zeit als Sie in Berlin waren. Die Kinder ahnten nichts. Conny spielte im Garten mit seinem Kätzchen, und der andere, der große Junge, h^g Im Grase und starrte in den Himmel. Er war ja immer so verschlossen und srnweigsam. wies jede Anniherung schroff Turück. Ich wollte ihm einmal über das Haar streichen, weil er mir leid tat da stieß er mich zurück und sdh mich an, — so — so bös. Abzu^ auf tag am 28. August in einer Festsitzung ver- starkem Papier, mit dem Dürer arbeitete* teilt werden, bei der Reg.-Rat Dr. Reinhard von ihm selber abgezogen — ist von Hampke Bochwald die Festrede halten wird. restauriert worden. Johannes Thoraaen der waren sehr erregt, und der Herr Doktor auch. Diesmal ist er unschuldig gewesen, sagten sie, und es klang sehr böse. Aber damals, den Ring, den kann nur er genonmen haben, nur er. Und der Herr Doktor sagte, man dürfe keinen Menschen verdächtigen, ohne es beweisen zu köruien. Er sei kein Freund des andern, wahrhaftig nicht, bisher habe er sllllschweSgend angenommen, daß Sie Ihn damals überführen konnten, aber wenn er nur geschwiegen habe, als man ihm auf den Kopf zusagte, daß ei der Täler sein müsse. Das habe er Ihm vor Tagen in diesem anderen Falle auch gesagt, und er habe geschwiegen. Erst als es um einen andern ging, sei er aus s«iner Verschlossenheit herausgegangen. Er sei ein trotzigier Bursche, deswegen müsse er kein Dieb sein. Schliefilich sei er ein Droste, ein Kind seiner Mutter, sein Bruder. Er liebe ihn nicht, aber er müsse ihn echten. Das hätten ihjti die'letzten Tage gelehrt, sagte der Herr Doktor erregt. Es war, als sei ein Blitz vor mir In die Erde gefahren. Mit einem Male erkannte ich den Zusammenhang. Er war Ihr Kind, der fremde Junge, efa Droste, Frau Amberg? Ich stand wie gelähmt gegen die Warid im Vorsaal gelehnt und zitterte am ganten Körper. Ich sah Ihre Mutter vor mir, sah Sie als junges Mädchen, nun nun, Ihr Sohn — ein Dieb? NeinI schrie es in mir. Du hast dich lauschen lassen von dem andern, er war treulos, er war auch ein Dieb, nicht jener Junge, Frau Amberg, ein Droste stiehlt nichti" Die Krank« stöhnt gequält euf, dann sinkt sie besinnungslos in die Kissen zorück über ihrem Bett liegt regungslos Mnrie-Anne Amberg. Lore Sibelius fühlt das Rauschen ihres Blutes* wie einen mächtigen Strom. Es braust in ihren Ohren, sie vermag kein Glied zu regen. über Joachim Diese Stunde entscheidet Drostes Schicksal. 15. Joachim Droste ist sehr blaB, als die Tür aufgerissen wird und ein kleiner Knirps mit blondem Flachshaar ins Zimmer stürmt. Leuchtende blaue Augen strahlen ihn an, Augen, die den seinen so gleichen. Die Tür ist behutsam hinter dem Kleinen geschlossen worden« Anna MolJenthal geht still durch den dunklen Korridor nach der Küche. Drinnen zwischen Vater und Kind ist jetzt jeder andere überflüssig, sie sinkt auf einen Stuhl am Herd und birgt das Gesicht in den Händen. Droste sieht auf ein kleines Sträußchen mit Stiefmütterchen, das ihm sein Kind entgegenhält Des Kleinen stürmische Begrüßungsfreude ist einer Befangenheit gewichen, die ihn vor dem fremden, ernsten Mann befallt, (jer sein Vati sein soll. Aber tapfer schluckend tritt er auf ihn zu und hält ihm den Strauß entgegen. „Du bist der Vati, gelt? Und ich soll dir das Sträußchen geben, die Großmama hat jedeo Tag ein neues in der Küche ins Glas gestellt, bis du kommst, hat sie gesagt, dann darf ich es dir geben. Hier--" Droste atmet schwer. Er lehnt gegen den Tisch, seine Hand ist fest verkrampft in die schwere Plüschdecke, denn greift er, seine Hand zittert, nach dem kleinen Strauß, den ihm sein Kind entgegenhält. Um den Mund des Kleinen beginnt es verdächtig zu zucken, und die blauen, großen A^igen schwimmen. So große Freude hat der Vati wohl doch nicht, wie e« die Großmutter versprochen hat. Da neigt sich Droste zu seinem Kind, er zieht es behutsam zu sich hernn, seina Lippen zucken. /^nirnner 4» »Mirtiufgfer Zeffting« 15. Feferuar 1943 Seite 3 Aus Stadt und €(uid Hehr leisten heiBi schneller siegen Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat nun die Bestimmuneen zur Durchiühruna: seiner Verordnuns: über dir Meldepflicht erlassen und Millionen Männer und Frauen aus allen Gauen des Reiches werden sich in den kommenden Tageo nach den erscheinenden örtlichen Weisungen lum Arbeitseinsatz n'elden. Mit ihnen auch die Un-tersteirer und Unterstelrerinnen. Denn all^ noch irjrendwie verfügbaren Kräfte der Heimat sollen dem Emst der Zeit entsprechend mobilisiert und kriegswichtigen Arbeiten zugeführt werden. Gerade in der Untersteiermaric soll und wird dieser Aufruf nicht als ein hartes Muß empfunden werden sondern als freudig zu übernehmende'Pflicht dem Vaterland gegenüber. Den Männern und Frauen unserer Heimat ist da Qelegcnhelt geboten, dem Führer und der Front durch die Tat den Dank fü»" die Befreiung abzustatten. In wcaigen Wochen werden es zwei Jahre sein, daß unsere Heimat aus der Fremdherrschaft heimkehren durfte in das große deutsche Vaterland. Schier Unglaubliches hat in dieser kurzen Zeit der Steirische Heimatbund an Aufbauarbeit geleistet, und die Bevölkerung hat es an freudiger Einsatzbereitschaft nie fehlen lassen. So wird sie auch der Meldepflicltt zu diesem großen und entscheidenden Arbeitseinsatz voll starken Glaubens nachkommen in dem Bewußtsein, daß der Einsatz aller Kräfte ans den Sies sichert. Freudig und stolz werden die Unterstcirer und die Untersteirerinnen auf ihren neuen Arbeltsplätzen stehen, werden sich in ihre neuen Pflichten fügen und volle und ganz» Arbeit leisten. Denn es gilt die Zukunft un«^ serer Heimat, die Zukunft unserer Kinder und die Zukunft unseres ganzen Volkes. Je mehr die Heimat leistet, desto schneller gewinnt die Front den Sieg. Opferireadi^e deutsche Heimat Die Gitt-StraBensamnlungea Im Januar bracbten das bisher beste Ergebnis Die im Januar in den einzelnen Gauen durchgeführten Gau-Straßfensammlungen des Kriegs-WHW 1942/43 hatten den bisher größten Erfolg. Das vorläufige Ergebnis beträgt 63 035 128,44 Reichsmark. Bei der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden 39 575 235,75 Reichsmark aufgebracht. Es ist somit eine Steigerung von 23439902,69 Reichsmark, das sind 59,28 v. H. zu verzeichnen. Dieses Ergebnis beweist, daO im Schick-salskarnpf unseres Volkes auch die Heimat sich ihrer Pflicht bewußt ist. m. 70. Geburtstag. Heute vollendet der Beamte der Glasfabrik in Rohitsch, Alwin Herzog, seia 70. Lebensjahr in voller Arbeits* und Lebenskraft Herzog, der im Jahre 1873 in Wiesau geboren wurde, steht seit 1911 in Rohitsch im Beruf. Er war als eifriger Sänger beim damaligen Gesangverein und alt Turnwart des Ttirnvereins titig. Im Weltkrieg kämpfte er an verschiedenen Fronten, nach dem Zusammenbrach als Freiwilliger in Dünaburg gegen die Polen. Nach seiner Entlassung aus diesem Verbände hatte er den Mut, In deutscher Uniform In das von den Serben besetzte steirische Unterland zurückzukehren. Hier arbeitete er als aufrichtiger, deutscher Mann und erwarb sich dadurch aufrichtige Freunde und Kameraden. m. Goldene Hochzeit Am 12. Februar feierten die Volksgenossen Karl und Maila Doberschek in Cilli im Kreise ihrer Lieben das Fest der Goldenen Hochzeit Beide sind eifrige Mitglieder der Ortsgruppe Cilli-Forstwald des Steirischen Heimatbundes. Alle Krerft für den Sieg Der Gauleiter übermittelte der Heimat die Befehle des Führers — Machtvolle Kundgebung der Partei in Graz Als zu Beginn der Qrazer Kundgebung der Partei am Samstag in den DAF-Sälen, in der der Gauleiter über die politische Lage sprach, das gemeinsam gesungene Lied'»Im deutschen Land marschieren wir« erklang, da rissen Melodie und Text dieses alten Kampfliedes der Bewegung die Versammlungsteilnehmer zu einer harten, kampfent-schlossenen Gemeinschaft zusammen, die mit äußerster Spannung und innerster Bereitschaft die Aufträge entgegennahm, die der Gauleiter der steirischen Heimat in dieser schicksalsschweren Stunde zu 0eben hatte. Schon das äußere Bild dieser Veranstaltung zeigte, daß sich keiner über den Ernst und die Schwere der Verantwortung im unklaren ist, die heute jedem einzelnen Volksgenossen auferlegt werden miiB. Bis auf den letzten Platz war der große DAF-Saal mit dem Mahagoni-Saal und den Vorräumen, wohin die Rede des Gauleiters übertragen wurde, gefüllt Kopf an Kopf saßen und standen die Zuhörer, so daß piit Recht behauptet werden kann, daß dle^e Kundgebung wi«* selten eine zu einem aufrüttelnden Erlebnis für Tausende wurde Von den Fahnen der Bewegung feierlich nmrahmt leuchtete das Hoheitszeichen von der Bühne. Ein Ehrenstunu der SA hatte Aufstellung genommen. Zahlreiclie Vertreter von Partei, Staat und V/ehrmacht waren zugegen. Vom K-Kreisleiter Candussi begleitet, betrat der Gauleiter den Saal. Als der Gau-musikzug des RAD, der den Abend mit Märschen und Liedern eingeleitet hatte, das alte Kampflied »Im deutschen Land marschieren wir« intonierte, stimmten die Volksgenossen und Volksgenossinnen begeistert ein und wie ein heiliger Schwur klang es durch das Haus: »Und ist der Kampf auch noch so schwer, wir wanken, weiclten nimuierniehrl Wir fordern Freiheit, Recht und Brot, für Deutschlands Zukunft gehen wir in den Todlc Dann eräffnete K-Kreisleiter Candussi die Kundgebung. Er wies darauf hin, daß der starke Andrang zu dieser Veranstaltung der Partei dem Gauleiter ein Zeichen dafür sein möge, wie sehr die Bevölkerung von Graz in dieser Stunde auf seine Aufträge wartet. Dann bat er den Gauleiter, zu den Versammelten zu sprechen und den Männern und Frauen die Befehle des Führers zu übermitteln. In packender, häufig von brausendem fici-fall unterbrochener Rede schilderte der Gauleiter die iwlitische Lage und leitete aus dieser Darstellung die Notwendigkeiten ab, uin die es heute geht, und gab der Heimat die Befehle bekannt, die der Führer durch den Mund seiner Reichs- und Gauleiter an die innere Front unseres Volkes zu stellen h^t. Der hohe Ernst und die harte Entschlossenheit seiner Ausführungen ließen keinen im Zweifel über die Pflicliten, die uns jetzt auf-erlegt sind. Die gläubi^jc Siegeszuversicht, die aus den Worten des Gauleiters sprach, rissen alle Teilnehmer der Kundgebung am Schluß zu dem heiligen Oclübnis hin, alles herzugeben, was dem Siege dienen kann. Mit dem Gruß an den Führer und mit den Liedern der Nation, mit denen die Veranstaltung machtvoll ausklang, bekräftigte die Menge diesen ernsten Schwur der Stunde. (Auf die Rede des Gauleiters kommen wir noch ausführlich zurück.) Voller EIntatg von Maitn und Frau Die 0«|ifraueipsc^|ftt(a|teriB sprach lo Marburg ben an den rührer, das Re4ch tind die hohe Freitag, den 12. februar, fand im Musik-saal des Steirischen Helm^tbundes ein Appell für die Mitarbejteritinen des Anites Frauen des Kreises Ms^rburg-Stijidt zur Durchführung, bei dem die Leiterin des Aiiites Frauen in der Kreisführung, Frau Stark, der freude Ausdruck gab, die Gaufrauenschaftslelterin, Pgn. Dr. Smittal und derep Stellverlreterin, Pgn. Dr. Delpln. in Marbi^rg begrijßen zu können. Pgn. Dr. Smittal hielt Im Laufe des Appells einen Rljckblick über die Geschichte des deutschen Volkes und betonte dabei, daß Deutschland, im Herzen Cüfopas liegend, immer von Feinden umgeben war. Diese wagten es aber immer nt^r dann über das Reich herzufallen, wenn Deut.schland schwach und von Uneinigkeit zersplittert war. So war es im aOjälirigon Krieg und auch später. Erst Bismarck hatte das Reith geeint, doch Im Innern herrschte der Kampf der Parteien weiter, Juden begannen unter den Arbeitsrn und dem Bürgertum das Werk der Ze-'sct-zutig- Eine neue Zt\t' brach an. Der Führer weckte den Lebenswillen des deutschen Volkes, den Glauben an die eigene Kraft An« dem schwachen uneinigen Land entstand wieder ein starkes Reich. Schon sehr friJh strömten auch Frauen dem Führer zu. Sie schalteten sich Jor* ein, wo sie gebraucht wurden. Besonders !m MSt-terdlenst leisteten sie Hervorrajrendes. Im Kriege gibt es viele Aufst^ben. die die Frau neben Ihrer Hausarbeit erfüllen muß, wie Nachbarschaftshilfe, Betreuung Vfrwun-deter, Bjjihnhofsdienst Einkochen von Früchten, Nähstubenarbeiten, Leitung von Kindergruppen und vieles mehr. Dl6 Hausfrau steht neben der im akademischen Biruf steheiidsn f'rau, jede leistet auf il?re Art ,Wertvolles. Viele Arbeitsplätze, die früher vom Manne eingenommen wurden, füllen heute Frauen in vorbildlicher Weise aus. Der uns aufgezwungene Krieg erfordert, schloß Pgn. Smittal, den vollen Einsatz fo-wohl des Mannes als auch der Frau. Die Kraft dazu nehmen wir aber aus dem Glau- Sendung des deutschen Volkes. Pgn. Dr. Delpin betonte in ihren abschhe-ßenjen Ausfiihrungen, daß der Starke im Lebenskampf Stets den Sieg über das Schwache erringt Wie in der Natur, so ist es auch beim Menschen. Die Kraft dazu wird aus der Reinerhaltung des Bli^tes und dem Willen, es welter zü vererben geschöpft Der Ein-zelne muß, so schloß Pgn. Delpin, sein eigenes Ich«liinter das Wohl des Volkes stellen, mit den Gedanken: »Du bist nichts — dein Volk ist alles«. m. Ehe8<;hlie5ung in Ctlit Vor dem Cillier Standesamt schlosten am Samstag der bekannte Sportsmann und Leiter des Arbeitsgebietes Sport in der Kreisführung, Kamerad Ferdinand Pleterschek, und di» Tunlehrerin ^n der Cillier Oberschule, Fritzi Seidel aus Linz an der Donau, den Bund fürs Leben. m. Die Gurkfelder Handwerker für das KrlegswlBterhilfswerk. Von der Handwerkerschaft in Gurkfeld wurde ein Sachspendenverlosung anl^lich der StraBensammlung zugunsten des ' Kriegswfnterhilfswerkes veranstaltet 1700 Lose sind in rasendem Tempo verkauft worden. Di© vorbildliche Spendefreudigkeit unserer Handwerker sowie auch der Übrigen Bevölkerung konnte es ermöglichen, aus diesem Sonntag einen schönen Tag zu gestalten. Einige Tage vor der Verlosung sind die verlockenden Sachspenden Im Schaufenster des Kameraden^ Putre ausgestellt worden. In spannender Erwartung, besonders in der Kinderwelt, die ihre Naschen stets ans Schaufenster driickten, ging es Sonntag um 10 Uhr im. Kinosaale los. Der Beauftragte des Kriegswinterhilfswerkes in Gurkfeld, Pg. Hanschitz, konnte zu Beginn der Verlosung noch die Überraschung bringen, daB zahlreiche neue Sachspenden eingetroffen sind, so daB sich die Zahl der Gewinne auf über 500 Stück erhöhte. Das Ge-samtergebnis war 7000 RM._ flehen hinter unferen Solöflcevi/ lo role unCere SolOitcn für elnflehenl Die Cillier ernährungswichtigen Betriebe Besuch der Anderburger Landwirtschaftlichett Schale in der Stannstadt Unter der Leitung des Leiters der Landwirtschaftlichen Schule in Anderbur?, Buda. ker, weilten am Donnerstag die Schule und Schülerinnen der Anstalt in Cilli. Jungen und Mädel boten ein sehr aufgewecktes Bild. Der erste Eindruck war der einer festen, unrer. störbaren Kameradschaft, die vor allem ihrci Zukunftszieles sicher ist. Die Untersteirer «n. ter den vielen Steirem, Kärntnern und Volksdeutschen Umsiedlern stachen durch nichu hervor. Sie stehen schon mitten im Deutsch-tum, in den Herzen den Wunsch, einmal richtige deutsche Bauern zu werden. Mit ihren frischen Liedern riefen sie in den Straßcii der Stadt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung hervor. Nach einer Besichtigung der Burgniine und des Museums galt ihr Interesse der Besichti. gung aller ernähnins'swichtigen Einrichtun, gen der Sannstadt Auf dem Ernährungsamt wurden sie in allen Dienststellen mit den Grundsätzen der deutschen Hrnährung im Kriege, dem Ausbau der untersteinschen Landwirtschaft und dem Fortgang der Erzeugungsschlacht bekanntgemacht Es folgten ein Besuch in der Molkerei und die Be-sichtigunfj der dortigen Maschinenanlagen, die die Versorgung der Stadt mit Milch gewährleisten. Besonderes Interesse fand auch die Brutanstalt in der Grazerstrafte, die in ihrer Art erstmalig in Cilli ist Elektrische Brutanlagen ersetzen die Tätigkeit von über 2000 Bruthennen, was an sich neben der ge. ringen Menge von Ausfällen noch eine große Ersparnis an Futter bedeutet. Größte Aufmerksamkeit wurde auch der neuen modernen Süßmosterei geschenkt die sich mit ihrem aus untersteirischem Obst hergestellten Süßmost bereits einen guten Namen gemacht hat. So ist in Cilli in kürzester Zeit bereits eine Reihe von ernährungswichtigen Einrichtungen geschaffen worden, von deren Vor, handensein viele Volksgenossen keine Ah-nung haben, die jedoch im täglichen Leben der Stadt eine große Rolle spielen. Mit vielen neuen Eindrücken bereichert kehrten am Abend die Jungen und Mädel wieder nach Anderburg zurück. Der Unverwüstliche Von Wally Eicbkorn-Nelsoa Es ist eine Geschichte der Sparsamkeit, und jener Unterrock, von dem hier die Rede sein soll, war einstens der oberste von fün-fen gewesen, als Urahne Hochzeit hielt und ein wunderbares Stück. Kornblumenblau, ein Wollstoff weich wie Seide und zih wie Leder, einen halben Zentimeter dick und in einem Leben nicht zu verbrauchen. Sarot-streifen und kunstvoll gelegte Rüschen verzierten ihn, und er hing, nachdem ihn Urahne etwa siebenmal getragen — zu ihrer Hochzeit und den Taufen und Hochzeiten ihrer drei Kinder —, zwei Generationen lang Im Schrank, denn zu GroBmuttcrs Zelten hielt man schon auf Taille, wobei gut drei Meter getältelten Wollstoffes'etwas hinderlich sind. Und so überlebte das gute Stück in stiller Benfhaulichkeit und zuhinterst in einem ebenfalls uraltem bemaltem Riesen-srhrank Generationen. Es war im Weltkrieg, als Mutter die ersten Mottenlöcher in der kornblumenblauen Herrlichkeit entdeckte, und sie fand, daß dieses Futter denn doch etwas zu kostbar sei für solch Unqpziefer. Nahm also das Erbstück heraus, trennte resolut Riischen und Streifen ab und schnciclerte einen fabelhdrtcn Wintermantel daraus, den ihre Älteste, gefolgt von drei Schwestern, durch Krieg- und Inflationswirren hindurch, viel bewundert und beneidet trugen, bis er dwEtn doch mit der Mode nicht mehr mitkam, au/rh an Farbe verloren hatte und ar. viel benutzten Stellen dünner geworden war. Also wurde er nach sieben Jahren treuer Dienste wiederum zu Stoffstücken aufgelöst, seine Innere, noch strahlend blaue Seite nach außen gewendet, und diente weitere vier Jahre als moIHg-warmas Whiterkleid mit gleicher Wärrae und Anpasiung'sfihlgktit wioderum erst der Xltesten, und dann dem Nachwuchs, Hilde, Merie und Dorie. Bei solchen Strapazen ist zu begreifen, wenn dem an sich ÜBverwüstlichen doch manches an Ansehen und Farbe verloren ging. Aber die Mutter, durch Weltkrieg, Inflation und die schreckliche Zelt der arbeitslosen Jahre darauf gedrillt, alles |>is zum äußersten auszunutzen, trennte noch einmal, als Dorle, das Nesthikchen, eben aus dem Kornblumenblauen herausgewachsen war, und tat, da es nun nichta mehr zu wenden gab, den Rest von Urgroßmutters Staatsunterrock in den Firbetopf. Daraus entstand ein fescher dunkelblauer Trägeifrock für Hilde, die Zweitälteste — für die Altefte langte es nun doch nicht mehr —, auf den nun wieder auch Marie und Dorle zu hoffen hftten. Sie trugen ihn ija Laufe vöp drei Jauen auch hübsch dar Reibe n'ach und kräftig, das kann ixian wohl sagen« d^nn es waren alle recht bewegliche MIdel. Trotzdem blieb doch noch was übrig, wenn auch Bund un^ Rand abgestoßen Warei >^'enigstens geholfen habe". — „Gut", sagte (fcr Herr, „ich will es tun. Bringe mir einen Arm voll Erde her". — ,,Einen Arm voll Erde? Was willst du damitT" fragte der Widersacher. „Ich werde diese Erde", erwiderte der Herl*, „mit meinem Namen anreden und sie wird Leben haben". Der Teufel ging, um die Erde zu suchen. Al>er da er sie hatte, brachte er sie nicht sogleich zum Herrn, wie er befohlen hatte, sondern nahmeinen Arm voll und redete den Stoff mit seinem Namen an. Da fing die Erde an heiß zu werden, zu glühen und ihn derart zu l>rcnnen, daU er sie auslassen mußte; und kehrte zum HfiTn zurück und sngto, er hAlle iiichls gelimden, was zu brauchen wäre. „Geh und suche noch einmal' Herr. Der Widersaclier ging, aber es litt Ilm nicht, er mußte abermals seinen Nameji zu der Erde sprechen, und es ging ihm nicht anders als beim erstenmal, so daß wieder mit leeren Händen kam. „Du kannst mir nicht behilflich sein, b\'Cßische Sportlelirer, Willi Björneby, stellt sich Mittwoch, den IT.--Februar, den Hörern der Marburjser Vrtlksbil-dungsstätte persönlich im Heifnatbundsaal, Tegetthoffstraße .S, mit seinem Lichthildcrvor-trair ».Meine Flucht aus Fngland« vor. Ks ist nicht nur die verwegene Tat, die er dabei schildert hauptsächlich schildert Björneby mit eindringlichen Worten und überraschenden F3ilderii auch das Leben im heutigen Fngland. Er selbst hat dort in 'den Jahren 1938 bis 194! als Sportlehrer gearbeitet und" somit einen Hinblick in die soTflalen Verhältnisse Englands gewonnen. Die Alkoholsucht und ihre Auswüchse sind aus fngland« 17. Februar — Jed«^ so)l Ihn boren! in England verheerend und so kommt es, daß man die Engländer als ein körperlich und gtistig ungesundes- Volk' bezeichnen muß. Zur Verhütung von Grausamkeiten gegen Kinder mußten Vereine gegründet werden, die jährlich bis zu 60 000 Kinder von ihren Eltern entfernen. Die itr Lichtbild gezeigten mißhandelten und verkömjnenen Kinder sind eine erschütternde Anklage gegen ein Land, daß durch eine •geschickte Agitation immer wieder den Ansrchem zii erwecken wußte, sozial und "kulturell hochstehend zu seht. Am Schluß des Vortrags stehen die dokumetitarischen Bilder vom Vefgelltingsangrlff der deutschen Luftwaffe, die 13jöniehy im Vergleich zu den britischen ^errorangriffen auf Deutschland als fünfzigmal stärker schildert. -Die Eintrittskarten •'für diesen überaus aufschlußreichen'Vortrag .'sind in der Buchhandlung W, Helfta;, Merrengasse, der Geschäftsstelle des Attites Volkbildung. Tegett-hoffstraße 10^ u)*d än itr Abendkasse er-hältlich. Deutsche Jugend im totalen Kriegteintatz Höhere Schüler werden a's Luftwaffenhelfer zum KricgshUfsdiewit W fonöern mit elnem^ loeltentfdieiOertOen Siege ber Hibenidife^^. enben njlrO, Verkehrsiiniälle bei Verdunkelung Die FahrfcjaJin dient dem FaJirzeugverkehrl Trotzdem verlassen sich viele Fußgänger beim Betreten der FaJirbahn mehr oder weniger darauf, daJi die Fahrzeugführer sie rechtzeitig bemerken und ihre Fahi-welflc danach einrichten. Dieses Verhalten Ist bei Tage rücksichtslos, bei r>unkelheit außerdem äußerst gefährlich. Der Fußgänger bedenkt dabei nicht, daß der Fahrzeugführer ihn bei abgedunkelten Scheinwerfern erst sehr spÄt und schwer wahrnehmen kann. Er selbst aber kann Fahrzeuge bei einiger Aufmerksamkeit schon aus größerer Elntfer-nung erkennen. Wenn der Fußgänger sich dleae. Tauche einmal klar machen und setn Verhallen stet« danach einrichten würde, ließen sich zahlreiche Verkehrsunfälle mit üi-ren meist schweren Folgen vermeiden. An die Fußgänger ergeht daher nochmals die dringende Mahnung, bei Dunkelheit Im Straßehverk^r besonders vorisichtig zu sein. Betretet die Fahrbahn erst, werm ihr euch davon überzeugt habt, daß sich kein Fahrzeug nähert. Schaut dann erst nach links und dann nach rechta! jMe die (hau Weltbild Damenhüte hn Frühiahr und Sommer AusrictatunK auf das Notwendige Die Fachgruppe Beklifidung, Tcxtil und Lcder" hat eine An Weisung zum Warenangebot und zur Preisbildung bei Damenhüten im Frühjahr und Sommer 1943 erlassen. Darin wird betont, daß die Kriegsverhältnisse auch hier den Einzelhandel zwingen, das Warenangebot auf das Notwendige auszurichten. Die Frühjahrsausmuster- und Warenzuteilungen der Hutfabrikanten beweisen, . daß die Fachgeschäfte für Damenkopfbekleidungen im SoniMer 1943 auf Grund der zulässigen Preisbildung für die Handelsware einen preislich niedrigeren Durchschnitt des gesamten Warenangebots zeigen w€rden. Auch die in eigener Werkstatt angefertigten Hüte haben ihre Preisgrenze bekommen; sie müssen in der Regel "unter 40 RM bleiben. Die Firmen haben sich möglichst im Rahmen ihres bisher üblichen Warenangebots zu halten. Ein Ausweichen in höhere Preisklassen ist unzulässig. Eine kriegsbedingte Verlagerung zur Konsumware wird unvermeidbar sein. Hüte > über 40 RM sind in jedem Falle ganz besonders sorgsam auf die zulässige Preisbildung zu prüfen. Hüte bis zu 25 RM müssen im Schaufenster deutlich sichtbar ausgezeichnet werden. Vereiüffchte Hausarbeit Der verstärkte Arbeitseinsatz der deut. sehen Frau, der auch von vielen Hau^rauen heute neben der Hauswirtschaft^ die Berufs arbeit fordert, macht es notwendig, die Haus, arbeiten soweit wie' Hur irgend möglich zu vereinfachen, um dadurch eine Entlastung Hause zu ,schaffen. Dazu ist es heute mehr als je notwendig, daß die Hausfrau nach ei. neni bestimmten PUn arbeitet, daß sie aber auch beweglicK und:-großzügig genug ist. um je nach den Notwendigkeiten des Augenblicks darin VerscHiebühgeif eintreten" zu las- sen. . . . Schon beim Kochen läßt sich manche Ar. beit erleichtern, wenn man sich daran gewohnt, auf. Vorrat zu kochen, wodurch gleichzeitig Einsparungen an Gas und Strom erreicht werden. In der kalten Jahreszeit lassen sich ja Mahlzeiten ohne Schwierigkeiten bis zum nächsten Tage aufheben, und daß man bei der Bereitung des Mittagessens zu. gleich an die Nachtmahlzeit oder an eine Nebenmahlzeit des kommenden Tages, je nach der häuslichen Zeiteinteilung denkt, ist ganz selbstverständlich. Wenn zum Beispiel die Kartoffeln entsprechend reichücher bemessen werden, so hat man gleich genügend kalte Kartoffel übrig, u msie für abendliche Ge. richte zu verwenden. Bei der Zubereitung von Kartoffelbrei sollte eine bestimmte Menge zurückbehalten werden, die abends oder am nächsten Tage verdünnt eine Suppe- ergibt, ebenso kann beim Gemüsekochen cm Teil der Gemüsebrühe und. des fertigen Gemüses für eint Suppe bereitgestellt werden. Bei der Verwendung von Geschirr wollen wir im Zeichen der stärksten Arbeitabpiastung sparsam sein, um deen täglichen Abwasch auf ein Mindestinaß zu beschränken.. Man er. reicht das auch, wenn man sich daran, gewöhnt, Kaffeelassdii,;.-kanneri yhd Teller, die nicht fettig sind, sofort liach dem Gebrauch, ehe die Reste angetrocknet sind, unter flie. ßendem Wasser rasch abzuwaschen. Dazu ist nicht einmal heißes Wasser notwendig. Hausfrauen, die neben der Berufsarbeit alles im Hause selbst machen, tun auch gut daran, möglichst wenig Läufer^ Decken usw. in der Wohnung auszulegen, die alle gut gebürstet und geklopft werden müssen. Gerade wenn es zum Frühjahr geht, kann man sich vielfach ohne diese behelfen, wodurch bei der Säuberhaltung der Wohnung Zeit und Kraft gespart wird. Eingeniachtes und Konservenbüchsen müssen kühl und dunkel, trocken Und frostfrei aufgehoben werden. Essig hebt man nur in Glas, Porzellan oder Steingut auf. In Metallgefäßen kann Essig schädliche Nebenerscheinungen entwickeln. AUe Fette müsiwn kühl und möglichst luft-abgeschlosaen'aufgehoben, werden, dajnit sie nicht ranzig werden.; Ol darf jedoch nicht zu kalt stehen, da es sonst erstarrt und unwirtschaftlich wird, Nummer 4ft »Marburger Zelfunf?* T5. Februar t943 Seife 7 \ Spoet und ^Atatm - - Bapld-Mariinri siegt in finn QroBer Erfols der unterstelrischen FuBbailer QAK 5:2 (1:0) geschlaeea Die Fußhallelf voi» Rapid-Marburg weilte ajii Sonntaz iu Graz und trug dort ein Gastspiel ifegeu den OAk aus. Die Untersteire' setzten sich diesmal ausgezeichnet durch und errangen mit 5:2 (1:0) einen vielbeachtete^ Sieg. Die Mannschaft fand sich rasch zurecli» und führte ein flüssiges KoinbinutioussDieJ vor, dem die gegnerische 5lf nicht immer gewachsen war. Die Treffer erzielten Kra-schowetz, Perko, Kralner und Schillak (2) während für den QAK Qerkitsch und Oin-bardt erfolgreich waren Im vorangegangenen Spiel trafen die Cira-zer Reichsbahner mit der Waffen-ff Qraz ?!usammen. Die Reichsbahner siegten mit 9:3. nachdem die Waffen-ff bis zur Pause mit 3:2 iu Führung gelegen war. Wiener Sportklub geht in Führung In der Fußball-BerCichsklasse wurde am Sonntag die dritte Rückspielrunde erledigt. Von den fünf angesetzten Spielen wurden zwei ausgetragen, die einen Führungswechsel in der Tabelleiiordnung zur Folge hatten. Der Wiener Sportklub ^schlug den WAC mit 3:1 und verdrängte damit Vienna von der Spitze. Größte Überraschung brachte das Spiel Kwischen Rapid-Wien und Floridsdor-fer AC, in den» die Floridsdorfer mit 7:1 siei:-reich blieben. Einführung in Puccinis »Tosca« Dr, Eyoa B«rt| blelt veUieo vitep Opemvortr^g An den Beginn seioR^r im Aultrdge der i Oper mehrere Male hört Diese Hcindlunr) Marburger VolkshildungsstÄlte gehaltenen zeichnete Dr. Berti in der packendcn Fülie Einführungsvorträge in die Opern, die das Marburger Stadttheater spielt, mußte Dr. Berti, durch den Spielplan bedingt, drai .nj Puccinis „Tosca" stellen. Wie Dr. Berti in seinen einleitenden Worten betonte, hätte dn sich die ReihenJolge umgekehrt sein müssen, deim das Schaffen Puccinis bedeutet einen letzten Entwicklungspunkt in der modernen Musikgeschichte. Deutschland und Italien sind in der Ge» schichte der modernen Musik führend. Sie brachten fast zur gleichen Zeit ebenbürtige Meister hervor. Wagner und Verdi, beide im gleichen Jahr (1813) geboren, beeinflußten sich gegenseitig, was sich auf ihre Werke befruchtend auswirkte. Während Richard Strauß die Nachfolge Wagners antrat, war es in Italieü Puccini, der Verdis Erbe übernahm. In Puccini brach sich der Naturalis-raus Bahn. Er wollte das nackte L^ben zei» gen, so wie es wirklich ist, ohne Beschönigung In klassischer Form. Schon die Wahl seiner Stoffe zeigt den Wandel. „Das Mädchen aus dem goldenen Westen", „Madame Butterfly" und besonders die sogenannte „Mordoper" „Tosca" , we|sep eine Fülle an Geschehen auf, das in knappe Form gefaßt, keine Langeweile beim Publikum aufkommen Luissen will. Allein die Spielhandlung der „Tosca" »st so fesselnd, daß man erst in den rechten Genuß der Musik kommt, wenn man die Wie hoch w«rd«ii di« Meermwogm? gibt keine haushohen Wellen . Alles, waÄ mit ciem Meere in Zusainnien-ihang' steht, hat gegenwärtig ein besonderes JrftereAse für uns. Immer wieder wird ei-ßrtert, Wie gewaltig wohl die Wellenberge »sind, die sich unseren Schiffen entgcgen-(Btemmen, und die verschiedensten Meinungen, werden darüber laut. Messungen der Meereswogen haben sich als ein schwleri,-lgea Unternehmen erwleseru Am leichtesten ist CS noch, den Abstand einws WeUenkani-mes vom anderen abzuschätzen. Doch schon die Fortbewegungsgeschwindigkeit erscheint (Ziemlich unberechenbar. Durch Messung der Windgeschwindigkeit Jiann man jedoch die Ausmaße der Wellen nachprüfen. Im allgemeinen wird die Höhe der Wellen meist überschätzt. Von haushohen Wellen ist in Erzählungen oft, In Wirklichkeit äußerst selten die Rede, Fachleute sind der Ansicht, daß seihst bei stärk* «ten Orkanen die höchsten Wellen 18 Meter nicht übersteigen. Da die höchsten Wellen nicht im Gebiet der Zyklone und Taifune, sondern vielmehr in südlichen Breiten — beispielsweise um Kap Horn herum — beobachtet werden^ läßt das vermuten, daß dort, wo die Stürme längere Zeit in ungefähr gleicher Richtung lagen, auch ,die Welten am höchsten aufgestaut werden. Nach Bereclwungcn des Professors Schott beträgt die durchschnittliche Wellenhöhe bei sogenannter »Steifer B^rise« 5 Meter. Genauere Bestimmungen stammen von dem Forscher Dr. Cornish, der für eine Brise eine Wellenhöhe von 4i/-^ Meter, für mäßigen Sturm 5Vl' Meter, frischen Stui*m öVs Meter, starken Sturm 7^/-j Meter, vollen Sturm 91/ä Meter und für Orkan bis ll'/j Meter angibt. Feststellungen mit Hilfe der Fotogralie nach dem Verfahren der Stereofotogrammetrie machte Geheimrat Rottock während einer Forschugsreise nach Chile. Nach diesen Aufnahmen ist die Höhe der Wellen durchschnittlich noch geringer einzuschätzen, da die höchste Woge nicht mehr als 6 Meter halte. « Die Stofiikraft der Meeremvogen kann bis zu 30—40 Tonnen Druck je Quadratmeter Fläche betragen, und es kann vorkommen, daß durch eine derartige Wucht einem Schiff ein Leck gejjchlagen wird. Brandungswellen, die aus tieferein in flifcheres Wasser gc'ingen, verlieren an Goschwbidigkeit, nehmen aber an Höhe und Wucht zu. Nicht jede W<^o entateht durch bewegte Luft; die gefährlichsten Wogen werden durch unterseeische iBebeh und Erdstöße erzeugt. W. Hahn ihrer Geschehnisse auf. Die ganz neue Richtung in Puccinis Musik, die si^ besonders in den allen Gesetzen der Harmonielehre widersprechenden offenen Quinten und übermäßigen Dreiklängen offenbart, belegte Dr. Berti mit Beispielen um Flügel. Um mit der Musik der Oper weiterhin bekannt zu machen, sangen er und seine Gattin einige Arien aus „Tosca", die die Ziihörer nicht nur mit der herrlichen Musik vertraut machten, sondern ihnen auch zu-, gleich einen hervorragenden Kunstgenuß boten. So zeigten sieb Dr. Berti, über dessen geptlegtes und kräftiges Organ bereits bei der Besprechung seines Konzertes viele lobende Worte gefunden wurden, in den Arien „Wie sich 'die Bilder gleichen" und „Und es blitzten die Sterne" und seine Gat.tin, deren klare tjagfähigc Sopransfimroe auch schon aus dem letztem Konzert bekannt ist, in dem Gebet der Tosca und „Von unserm Häuschen mit mir sollst du .träumen" als glänzende Beherrscher ihrer Stimmen. Abschließend empfahl Dr. Berti seinen Zuhörern die ausgeezichnele Autführung unseres Stadltheaters als eine hochstehende Leistung dem wärmsten Interesse. Jeder nahm von dem Abend den Eindruck mit, nun wohlvorbereitet Puccinis Oper genießen /u können, und auch denen, die sie schon gänzlich zu kennen glaubten, mag er Neues geboten haben. So wäre es sehr zu wünschen, daß sich die weiteren Operneinführungen eines regeren Interesses erfreuen könnten. St. Wir hören im Rundfunk HnpidK. IS, ^c^^uar Relcb^prncramm: 15—1<>: V.inmiPrmu'^IV \OP nij\'c-hudc bis ttuff) Wolf, — 16—17' Meilirr Kon-ertmuiik der Oeccnwart — FM-IS.lii: Da.s ntut- BulIi: l.ilv tlolicnstcin iSchitltr* und »(ioctlie — zwei Ttiri^ra-phicn, — 1t>; Tilt Ziiii.-piritel — l'J —l".i* Wehrmaditvorir;ic: Unser Iii i-r. — l'ijii-.ij I rnni-t'fricliic und roliiiNCh'T VortTj-, _ i/i ifiJtn ftvas.g Kcuthchlandsendt'r: I7.1.> - Koti zcrtmu'ik. — Jj- K'ldssi»-clic l'utfrhal-.iins. - il-.'.'; T^r^ckt(cr^ TV. ismionte Hal/er) Stndcr \lpcii: ''•'■'^—7: licsv.liuitiKie«' IT..'»" —|i:, Min^ciiiJc Ünitke. \ij> der üntci>tcti L.id' — 1').!.^ l'J.-tS: Das kleine Konzert. m. Nachrichten aus Schleinitz bei Cilli. Das Amt Fraisen der Ortsgruppe SrhlciniU bei Cilli könnte dem Reso^vclf^^firett Neu-Cilli 280 Kilogramm Apfel, 40 Kilogramm Trockenobst, 15 Kilogramm ZwcLschken, Nüsse und 20 Liter Wein als Spende der Bevölkerung zukommen lassen. Wieder ein schöner Beweis, daß die braven Schlcinil/er aufs innigste mit unseren Soldaten verbunden sind. — Im abgelaufenen Jahr waren uiif dem Standesamt III Geburten, 26 Eheschließungen und 54 Todesfälle zu verzeichnen. Wieder übersteigt die Zahl der Geburten die Todesfälle um mehr als die Hälfte, so daß der Anspruch der Ortsgruppe, die geburtenfreudigste Gemeinde zu sein, wohl begründet ist. m. Telegranunverkehr mit Schweden und Ukraine. Zwischen dem Reich und dem Generalgouvernement sind im Rahmen der Devisenvorschriften telegrafische Posian-"weisungen zugelassen worden. Bei Telegrammen nach Schweden ist vom 1. März 1943 an die Vorauszahlung einer telegrcjfi-schen Antwort (-RP-) nicht mehr gestatfot. Der öffentliche Telografeiidienst mit der Ukraine ist auf weitere Orte in der Ukraine ausgedehnt worden. Neue Wochenschau Besonders auftnlll}; ist in diei^er Worhi-n- ' schau die Haltung der duutsciien Rüsfunc:-^ arbeiter, die, von ihren Werkstätten für cmr kurze Slunde hinwoj^pcrufen, in einer crulk-, PfTbrikhalle zu einer Rede von ReichsniinisK i r')r. Ooebbels zusamnicnjjeirelen ^ind. Die In telhtrcnz. Harte. Aufpeselilos.scnhoit tind Zic . ?.trebipkeit in den Ocsichtern der dciitsclic i Arbeiter würde enlfjefren allen l.ii^ciiman."-vern der feindlichen ARil.ifinn dem leinje zeigen, daß er n]it DcutselilaiKi noch in keiner Weise fertig f?e\vordcn ist. ja. dat^ er die Ranze Kraft de.s dcutsihen VÜlkcs üherhatm. nneh nicht kennengelernt hat. hen frleichcn Geist enlwickchi die iijnp.iM iTontkämpfer in der großen Abwehr^ehlneht im Osten. Und es wird heim Anblick dicker Bilder klar, daß anch eine Abv.ehr^elilaelil. die dem Feinde große Verlnstc beibrincrt. nii. scre Wehnnacht dem Kndsieg ein erlK'h'icli;.'> Stück nälierl)ringt. Bei anbrechender Nach' hat sich ein fcindlichcr Panzer dicht vor cii': Drahlhindernisse unserer Linie geschobcii. V.'-steht in unmittelbarer Nähe. Da kon/enirier sich das I'cuer der Linie auf diesen l'nnki f)ic Anspannung ist gewaltig, denn die (i. fahl für die i^un.'iehstlifgendcn ist gnd'j. A'u"-bcdarl nur der /^iisaninu''nraffutig .-ilk-Krälte für Sekunden und ein Volitretfcr set/u-den feindlichen "aniptu ageii aiißi'r (ietei'!r Arn Aforgcn steht er düster, imlieweglich um still, hart vor den Stellungen. Einen guten Teil ihrt's L'mlangs widniftil neue Wochenschau (iroßadiniral Dünitz. du wir bei der Abfahrt von seinei^i Sitz in Frankreich und im Inihrerhaiiptquartier selten. IXi I tihrcr ist mit dem neu /um Oherbefehlslt;. her der Kriegsmarine ern^.nnten (jroßadniira. iinil Großadmiral Raeder. ileni ersten 15er;. ter des hiihrers in allen niarintpoliiisclu:i. I'ragen, im Gcspracli. Aufnahmen von Luftkämpfen über tunts' Schern Gebiet runden die wieder sehr aktnill gehaltene Wochen.schnu ah. _Ifans.Hnhert Genser: US OirfcmVölhtrrfngen muß unD lo(r^ Dcutfdie Reich alo ein Ourd» und &urd> natlonatfoiialiftifdicr Staat in ^cn Fric^ deti zurüdthehren. Er finOrt frinr VrrivIrhMdiung iildit nur C^urdi Oic fjfjmjk Opfer Oer Front, fonöcrn .^uch Ourdi Heimat. —Amtliche ® Qekanhtmachungen Der Chef der ^ivUverwaltung tn der Untersteiermark Der BeauHrdiflc für Jic ZivilrethtÄpflcgu — DfcnMateltc Marburß/[)rau ' 0 HR B 6—43 A^ndcrungtn b«i «Inw Im Register wuixle am 11. n. 1043 bei der Firma: Deutsche Uinsicdlunga-Trcuhajid-Goso.llscbaft mit bfischränkter Haftung, Niederlassung Marburg'Drau, Sita: Marburg"^Drau, als Zweignie^iment nach Märburg/Drau eingerückt, sonach dem 35. Landsturmmarschlmtaillon üi Judenburg zugetqilt, im Jupi 1915 auf den russischen Kriega.schau-platz abgegangen, geriet jn die russisAiyinur"ir /ejtunj;«. Vertncbsabieilunj Seite 8 »Marhiirß^r Zclttinp:* IS. Fehruaf 1943 Nummer 40 " St^'^fftiealer darburo an der Orao Kleiner llizeiger MonlHfj, den 15 Febjuar: IHK LANDHTRKICHER GroUe |||||||[)||||||niif||||||||||||tll||l|1linillirilllllllltllifllllll!UI Operette in Akten, von L. Krenn und C. Lint^u. Musik von C. M. Z ehrer. Beg^inn. 20 Uhr; Rnde: 23 iJhr. Ring des Amtes für Volkblldung. Kein Kartenverkauf! DionH.a^, den 16 Februar: TOSCA, Musikdrania in drei Akten, von Giacomo IMiccinl. Beginn: 20 Uhr; Ende: 23 Uhr. Preise 2. jcJcf Mi'wrl ftOfWt At ätellänftesuchc 6 Rpi dai tetUMrocht« w*rt 26 Rpf fOi OelO- Realita fCBV«rken< flfltlwechMl und Melr«! t3 Rpi c(iKejbergefreiter in einem Grenadterregiment, mit 3l8 ( IIARLOTTK Kl.A.Ml'KR, Rob, FLUCHE« Marburg Dri*u. Februar 1943. Steirisciier Hefmatbund Kreisführun^ Marburg Sfpit — Amt VolkbiJdung Heute Montag, den 15. Februar 1943 ileimatbundsaal Beginn 20 Uhr Biaiiia .^iass^ (Wiener Burgtheatcr) hringt Wiener Mumor aus alter und neuer Zeil Weiter aus der Propratnmfolge: Das Wiener Uurr-Ualietl Der Alünchner Humorist Julius Kienzle Akrobatische T3nzc Akrobatik aut Kugeln Vorverkauf der Elntrittfikarten in der (iescliäfls stelle des Amtes Volkbildiinp' Tegetlhoffstr, lü:i und an der AbcddkaRsa zum Preise von RM 2.— nis RAI A.~ (Liederabend) und von RM .'1— his RAI 5.— iV^ariete.Abend). 99 k iiüiitäUk wtä Zu pachten fj^esucht i Pettau, nächste Umgebung, kleiner Besitz einige Joch. , Haus Stall, zu pachten ge. sucht. Angebote an die Vcr-' waltimg unter »5 Jahre«. I 318.2 Kaninchcn zu verkaufen. Hu-Ko-Wolf-Oasse 16. 343-3 ' lukou^^^ueiit Uröfierer Teppich in gutem , Zustande zu kaufen geguclit. \ Angebote mit Beschreibung ' und Preisangabe unter »Eigenbedarf« an die Verw j 2t)S-4 I d^sM SU teit Lcsst und verbreitet die Marburger Zeltongl Danksagung .'141 . Für die liebevolle Anteilnahme, die uns während der schweren Krankheit und zum Ableben unserer lieben Tochter JOHANNA, entgegengebracht wurde, sagen wir auf d'eseni Wege herzlichen Dank. Besonders danken wir allen Verwandten und Taufpaten, dem Fräulein Klasienleiterin der Diau-weiler Schule für die Anteilnahme mit ihren Schulkindern, sowie auch der JugendfUhrcrin für alle gespendeten Kränze und Blumen. Zwettendorf, den 13. Februar 1943. KOKOL KLISABETH, Mutter; FBANÄ. KJNAZ, STANISLAUS, Brüder Danksarung Für die innige Anteilnahme, die isahl-reiühen Kranz- und Blumenfipenden anläßlich des Heimganges unaerer haben Mutter, SohwiegetTnutter, • (iroßmutter, Frau SULA WOHLGE.>H^TH, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir der Ortsgruppe Cilll Kötting, der Firma Wosteji sowie dem Herrn Dr. PodipeUschan. 161-K Uilli, 11. Februar 1043. Familien WOHlXiEMUTH und SCHAJLLER. Vor KiDi>leiluu^ «oo ArbeiU-kriftCD muü die Zu^limiliunl im» •■«lüotliprD ArbeilMinlr* einiEPbolt werden. I.uhrniädchcn wird auf){enoin-Fuen, Sclinclderei Wolauscliel^, Viklringhofgassc Nr. .^()/|, Mal*-J)urg.___ Stenotypistin, ev. Anfängerin der deutschen Sprache. Sie, iiographie und des Maschi.i-Rchrelnens niüchfig, wird so-, fort aufgenommen. Angebote unter »Intern. Transporte« -rn , die Verwaltung. 270-0 In HtietgH ^isiuk i¥akHuftfstausek Tausche »chönc 3^-Zinimer-wohnung in Marburg mit 2-4.Zimmerwohnung im iau Salzburg oder Tirol. Anträgt* unter »Sofort« an die Verw. 328-t) fUitd J'csclie ausgeienite Kflchln, 2H .lafirc alt, sucht sicheres Dach durch Heirat. Anträge unter ^Agnes« a. d. Ver\V, .142-12 hmde t VetSuiU Braune crolie Lcdcrhandta. »che mit Dokumenten ii. Lebensmittelkarten auf den Namen Biitschar Herta lautend am 8. Februar um 13 Uhr am Hauptbahtihof oder itn Auto. bus verloren. Gegen hone Belohnung in der Verwaltung der »Marburger Zcitiing* ab zugeben. 331.Kl , Geldtäschchon wurde in der I Telephonizclie auf der Icaett-j hoffstral-ie verloren. AhzuRC-'bcii aiTi t'undaiiit oder in dei Verw. des Blattes. 345-hl Am 10. Februar sind sänitl. Lebensmittelkarten und fol fTcnde ^ Reichskleiderkarten abhanden gekommen: Rosch-kcr Johann (406149) Johann jun. (132384). Margarethe (488983). Theresie (488981). Margarethe (600328). Der ehrliche l-inder wird gebeten, sie beim p-uiidanit oder den Verlustträgern in Marburg, Krichulierp sc 17 gegen gu. to Belohnung abzugeben. 274-13 8URG*LICHTSPIELi Heutt 16,18.30 20.43 Uhr Fernruf 2219 Hab* mich lieb \ Für Jugendliche nicht zugelassen! KULTURFILM-SONDERVORSTELLUNGEN; Monlarj, Dienstaq und Mittwoch 13.45 Uhr. SONNE, SCHI UND PULVEffSCHNEE Für Juqendliche zugelassen' 112-k Heilte 10, 18.30. 20.4.*) Uhr ESPLAMADc i^cmmf 20-20 Die heimliche Qrüfin Für-Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassen! Metropol• Lichtspiole Gill »LLUSION Für Jugendliche nicht zugelassen. ÖN-HCHTSPiEI.C PETTAU Sieben Jahre Olütk Für JugendHcho üicht tugolasBenl Telefonische Karteiibcstcllungeii k()nnen nicht entgegengenommen werden. - Vorstellungen tag-Hell lim 1« und 20.30 Ulir. Sonntags um 15. 18 und 20..10 Uhr. Hö-k Suclie driiiKend Zlnimerinder Nähe d. Reiclisausbesseruiin. -Wcriv.slütte Bruniidorf. liigeiies Bett inul Wäsciie vorbanden. Anträge iiiiter »I'riseurin« a'i die Verw. 3o9-8 yeestkltiBkes Herrenanzug, Krau. (iröHe 48, neu, KCgen ZinimervorhänKe oder kleinen Teppich umzur tausclieii. Anzufragen Oruik'-«asse 5, Parturre. 340-14 ö X nie deutschen KaffeemittRl sind vorbildlich in Europa! FRANCK 12-n-k seit 1823 Zeüunoszustelter (-in) Ifir Cilll . ^ 4^UBr1 drhiKcnd geBUCht. Vorxustellen täglich in der GeuehüftBHlelle der »INlarburgcr Zeitung«, Marktplatz 12. Zeltuneszustellßr(-in) ffir Pettau dringend gesucht. Vorzustellen täglich in der OeschäftsitelU der »Marburger Zeitung«, Pettau. , ^ Tiefbetrübt gebe ich die Nachricht, daß meine liebe, herzensgute Gattin, Mutter und Schwester, Frau Elsa Petek am Sonntag, den 14. I'ebruar 1943, um 6.45 Uhr, im 48. Lebensjahre verschieden ist. Die Beerdigung der teuren Toten fn Dienstag, den lf>. l-cbruar 1913, nni. ^hr, von der Aufbahningshalle des Städtischen Friedhofes in Drauweiler aus statt. A\arburg, KlAgenfurt, den 14. Februar 1913, In tiefer TraueV: Josef Petek Ciattc; Viktor Koren, Ziehsolin; Heinrich Nowak, Briidci; Maria Kossu und alle übrigen Verwandten. Von feigen Mordbanditen getutet, gab sein Leben für Führer und seine deutsche neiinat Johann Jerneitz Landarbeiter Hin Kamerad, der sein Leben für Deulscii. laiids Größe und Zukunft gegeben hat, Ist nicht ausgelöscht, er lebt in seinem Volke und unserer Erinnerung weiter. Cilli, den 14. Februar 1943. ÜorÜmeister, Kreisfülirer. Wir geben hiemit die bedauerliche Nach-icht, daß unser braver, langjähriger Mitar-heiler. Herr Heinrich Jiricka frni seiner Heimat nach kurzer, schwerer Krankheit, am 13. I'ebruar 1943, im 38. Lebensjahre gestorben ist. Wir verlieren mit ihm einen fleißigen Mit. arbeitcr und sehr beiiebten Arbeitskamcra-den. Die sterblichen F'herrestc werden nach seinem lleimatsort Wien-Uttakring übergeführt. Alarburg, im Februar 1943. Der Betriebstührer unt! die Gefolgschaft der Arge Univernale. Hoch- und Tiefbau-A..O. und Christoph ä Unmack. Draukraltwerl'.. Marburg, HaydnstraBe 40. r-. Gebe allen Verwandten, i-reunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein gu-(er Gatte Vater, Bruder iiml Schwager, llcn Karl Wennigerholz Autounternehiner Sonntag, den 14. Februar 1043, um 7 Uhr nach langem, schwerem Leiden im 4.). Lc-hensjalire verschieden ist. Das Leichenbegängnis des leurcn loten findet Dienstag, den 16. I'ebruar« I94.J, iini l.'S30 Uhr v