füffnfLntCH; woHicntag« tO Vpt Samstag-SonnUg 15 Rpf ^ Samstag-SonnUg 15 Rpl ÜNaniutgtr 8ntuna Amtliches Organ des Verlas und Schrtftleituag: Marburg a.(L Drau, Badsasse Nr. 6. Fernruf: ?5-67 35-68. 25-69. Ab 18.30 Ubr ist die Schriftleitung nur auf Pernnif Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rQckgesandt — Bei Anfragen ist das RQckporto beitulegea. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Steirischen Heimatbundes Erscheint wcfktSßlich als Morgeiizeitunj, Bezugspreis (im voraus zahlbar) nio-natlich RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. Po8t^eitungsgeb^lhr; bei Lleferunji im Streifband iwiüz\. Porto; bei Abholen in der Qescliäftsstelle RM 2,—. Altreich durch Post rnonatl. RM 2,!0 einschl. 19,8 Rpf, Postzcitunjsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgebühr !Är. 331 !31tort>urg-g)rou, areltog, 27. !3tot»fm6er 1942 82.3a!)rßang Erfolgreiche Tätigkeit der Luftwaffe Die Abwehr der Sowjetangrilfe am Don und im mittleren Frontabschnitt — Feindliche Abteilungen In der Cyrenaika und in Tunesien bombardiert Führerhauptquartiur, 26. Novenjber Das Oberkommando der Wehnnacht gibt bekannt. Zwischen Wolga und Don und im großen Don-Bog«n halten ule schworen Panzer« und Infanterieangriffe des Ftindes un. Sie wurden in erbitterten Kämpfen abgewehrt Der Gegner verlor erneut zahlreiche Panzerkampfwagen. Eigene Luftangriffe fUgten dem Gegner starke Verluste an Menschen, schweren Waffen und Fahrzeugen aller .\rt zu. In Sta-lingrad brachen auch gestern feindliche An-gritlsversuche zusammen. Im mittleren Frontabschnitt ist det Feind ara 2v5. November im Gebiet südlich Kalinm und im Raum südostwürU und westlich To-rupez auf breiter Front zj dem erwarteten Angriff angetreten. In zum Teil harten Kämpfen wurden (festem allü Angriffe unter hohen blutigen Verlusten abqeviosen, vdt-übergehende örtliche Einbrüche im Gegenangriff bereinigt. 18 Sowjetpanzer wurden veinichtet. In der Cyrenaika und In Tunesien wurden bei Gelechten vorgeschobener bewegliclier Abteilungen feindliche Kraftfahrzeuge erbeutet und Gefangene eingebraclil. Marschkolonnen, Zeitlager und Batteriesteilungen in der westlichen Cyrenaika wur0>;n bombardiert. Im tunesischen Hochland bekumpiten Verbände der Luftwaffe feindliche Panzer, motorisierte Abteilungen und Truppenopiar-tivra. Tm MittßUiiber und au der Küsle der besetzten Westgebiete verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage acht Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermiüt. Briien sQdlich Bensssi iuri.diO(!sdilagen Berlin, 26. NovemlMr In der westlidicn Cyrenaika wiesen dcutach-ilaiienische Al)teilungen am 25. November die im Raum stldlich Bengaai vorfühlenden britlachen Kräfte zurück. In den J-Iügelterrasden, mit denen das Hochland der Wüate zum Steppengebiet an der Küste abfällt, kam es zu örtlichen Gefechten vorge-Bchobener Abteilungen, bei denen der Feind einige gepanzerte Fahrzeuge verlor. Die deutach-itallen'sohe Luftwaffe griff, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, britisch« Truppenansammlungen, moto-ri.slerle Koloimen sowie SSeltlager und Artii-ierie-stellungen mit Bomben und Bordwaffen an. Zahlreiche Kraftfahrzeuge gerieten nach den Angriffen deutscher Flieger in Brand. Allein an einer Stelle wurden in Tiefangriffen schneller deutscher Kampfflugzeuge 20 britiache Lastkraftwagen und mehrere Panzerspähwagen vernichtet oder schwer beschädigt. Weitere Angriffe richteten sich mit sehr guter Wirkung gegen feindliche Batte-riestellungsn, in denen zahlreiche Geschütze auBer Gefecht gesetzt wurden. Flieflereinsaii in Tunesien Deutsch-italienische Luftwaffenverbände griffen auch gestern im tunesischen Raum Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen, Batterie-Stellungen und vom Feind belegte Ortschaften an. Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 sichteten eine starke Kraftfahrzeugkolonne, darunter zahlreiche Panzer, und stießen sofort auf ihre Ziele herab. Durch die im Tiefflug ausgelösten Bomben wurden zahlreiche Panzer und zehn vollheladene Lastkraftwagen in Brand geworfen. An anderer Stelle zersprengten schnelle Kampfflugzeuge ebenfalls eine motorisierte feindliche Kolonne. Nach den Bombenwürfen, die zwölf Lastkraftwagen vernichteten, beschossen unsere Flieger mit Bordwaffen feindliche Infanterie. Bei der Bekämpfung feindlicher Artilleriestellungen wurde eine aus vier Geschützen bestehende Batterie zur Feuereinstellung gezwungen. Oer iiatlenisdie Wehrmnilittieridii Rom, 26. November Der ItÄllenisch« Wehrmachtberlcht gibt bekannt; Die Kampftätigkeit nahm am 25. November in der Cyrenaika und besonderß In Tunesien zu. Im Treffen schneller Abteilungen haben wir einige leichte ivampfwagen erbeutet und einige Gefangene gemacht. Trotz der ungünstigen WittenmgabeUin-gangen griffen italienische und deutsche An- Thema Nordafrika Vou Helmut Siiudermann Das der I^res.se unserer Gegner die üabe der Erkenntnis des Wichtigen und der Klaren Scheidung zwischen einschneidenden l:ireiffiiissen und den übrigen Geschehnissen des Krlessverlauies nicht verliehen ist, bedarf angesichts der zahllosen lächerlichen Thesen und sinnlosen Prophezeiungen, mit denen sie seit KrieKsbeginii operierte, kaum mehr einer Beweisführung. Wir dürfen es deshalb auch heute ruhig griffsflugzeuge feindliche Kolonnen auf dem dem holschewistisclien Hundes>,'cii(>ssen üher-Marsch an. Deutsche Jäger schcaaen in Luft- Ui^^en, kräftig Wasser in den uinfrik.inisch-kämpfen sechs Feindflugzeuge ub. Ein wei- , britischen Wein des publi/i.stiMjheii tjitlni-teres Flugzeug wurde durcli Artillericfeuer j siasinus über Nordairiku zu yieütn — einer abgeschossen. Ik';;ei.steruni,', deren Überschwan.;; verständ- Einflüge auf Palermo und andere Orte von ^'^nn man bedenkt, wie wenig uii- Sizillen zogen keine Opfer nach sich. Ein Ge;;iier bisher ücleKenheit natten, über britisches Flugzeug wurde von den Abwehr- 1-''-j^'^nlNse des gegeiiv\art gen Krieges I rciide batlerien getroffen und stürzte brennend uuliein. bei Gela ins Meer. Der Flu^ztnigführer, der, '»i'utsclie steilen diesem Thema vi»n sich hatte retten können, wunio ge(^ingen-| nucluerner K'egeiiiil)er.^ weil ^wir (genommen. ............................. I uns in lanj;eii J ilireii daran Kewölini haben, die ernsten Soliwerpuiiktc der «rolkii Aii>-] e>iiaiuierse(/.u!ii; i\\ erkennen. So hat die j deutsche l^r^Nse in unem\,ve.:;teiii ernstem Hinweis auf die icewaitiiie niilitän.sclie Macüt ;enoN>e unter dem l'in-driick der Nacliriclueii iil)er da- l-rciRnis>j in Nordafrika stellen ni.u. I s j-Mit dabei zuerst eine Feucrguelle unseres L rteüs auszuschalten. die darin lietst. daß rnlwicklunnen, die sieli in deni unseren yiCOKrjplii^cheii Denken nahelieneiuleii Miitelineerrauin abspielen, für unsere lieKrifishildunjr sich von vornherein deiitliehcr abzeiclmen als etwa dte Lrei«iiisse im O ten. Marokko. Algier. Tu-ni.s. Tripolis sind nir den im Herzen lairopas längerer Zeit erwartet, doch hatte bis jetzt , lebenden Ueufsclien heute noch weitaus «e-die mehrfach gemeldete wirksame Bekainp- läufi>iere und bekanntere Hegrifte als etv*.i fung des feindlichen Autnuirsches durch un- der Terek. Krasnodar und Tuapse. sere Luftwaffe den Angrifl verzögert. An den Im ('steil aber liegt in Wirklichkeit nn-Vortagen hatten bereits gruße Bewegungen wandelliar der SchwerpuiiKt des gegenwär-boim Feind sowie stärkere örtliche Vorstöile tigen grolJen Krieges; der ge\\altii;e, eriol'.;-auf den unmittelbar bevorstehemien Angrilf , reiche \orstoli dieses, Sommers, der den Sn-schlieflen lassen, j wjets ge\\altigste K'ohstotfgebietc nalmi und Nach starkem, oft mehrstündigem Artiüe- sie uns cr.schloll, wird in der Kriegsgcseli.^li'ij seren Fliegern wiederholt mit starker Wir-1 riefeuer, das von unseren Batterien mit ver-' dieses Jahres die grolle Überschrift liefern, stärklem Störiings- und Vernicbtungsle ler der gegenüber alle nordainkanischen lireig-befintwortet wurde, setzten sich die nolsrhe- nisse, so bedeutungsvoll sie auch sein nio-wistischen Sturmwollen und Pan^,»»rlorin ui:)-nen in Bewegung Sie stießen auf die k ininf-bereite deutsche Verteidigung Bei der z^ih-leninäliigen Überlegenheit des Feinde«; ki:)nnte kung angegriffen wurden. Erbitterte Kämpfe — Gescheiterte Vorstöße Zwischen W^olga und Don konnten die' Bolschewisten trotz ihres massierten Ein-1 satzes von Infanterie und Panzern bei ihren • Vorstößen keine Ergebnisse erzielen und auch in Stalingrad selbst wurden alle An-griffsversuche abgewiesen. An der Einbruchsstelle im Donbogen g ng der wechselvolle Kampf um Stützpunkte, Dörfer, Bergstellungen und Schluchten weiter. In dem Kranz der Widerstandsnester | und Igelstellungen wurde erbittert gekämpft gen. zu:äcktreten werden! Im G^teii wird der I.ebenskampi un>eros \'olkes. der Scliicksalskatni)f unsi're> K'"'nti-nents. die gvclie Kntsclieidiiii'.; unseres .'a!ir- es nicht ausbleiben, daß seine Vorstörte vit- hiinderts aufgetragen! Ii er best das Scliv^er- einzelt zu Einbrüchen führten. Diese wurden Seimtlich im Gegenstoß bereinigt und d.ibei IH feindliche Panzerkampfwagen abg'"jf hassen. Im heftigen Schneesturm Besonders hartnäckige, teilweise unter Unseir'HVe^esVerbändr wurdern' fn "Ihrem heftigen Schneestürmen geführte Kampfe Kampf durch deutsche und rumänische Mut/punkte an 1 Ort- Kampfflugzeuge sowie durch Nahkampfflie- schciftcn. die im Laufe des figes vvied''.lK»lt gerkräfte gut unterstützt. Besitzer wechselten. Dis sie lest m on- o . , i serer Hand blieben. Uber 450 Sowjetfahrzeuge vernichtet } A.uch unsere Artillerie kam zu wirksamen Mehrfach konnten Einbrucbsversucbe Einsätzen. Sie schirmte durch Sperrfeu«>r die ' sie - feindlicher Panzer sofort nach Eingang der im Gegenstoß angegriffenen Räume und Aufkiärermeldungen so erfolgreich mit Bom- bekämpfte feindliche Panzerbereititeliunfien ben und Bordwaffen bekämpft werden, daß sowie den Anmarsch von Verstärk moen, die die Bolschewisten nach Vernichtung zahl- der Feind durch Einnebelung der B-oobach- tung und dem Feupr zu entziehen veisncbte. Trotz des starken Einsatzes von Inf intene, Panzern und Scblachtfliegern wurd.ii alle feindlichen Angriffe in diesem Abschnitt ab-CTPSchlagen. Ami Wolohow PliigekeHtMMt »md aufgorieben gewielit der grolJeji Au'seinanderöetziini;, liier rollen die Wiirfel der Weltgesclr liit! Kein Ca ublaiiea. kein Oran briiv^t dem Mol-scliewisnuis das \ erloreiie zurück, kein nord-afrikanisclies K,impi>iesehelien ändert die für die Zukunii liuropa.s entsciieidende La,;e im OstenI Die amerikanischen und britischen lienerale wiederum dürften ihrerseits ohne sonderlichen Str»!/, den Nchiibii^en Lorbeer ihre Vorstoße reicher Panzerkampfwagen lufgeben mußten. Weitere schwere Verluste hatte besonders die feindliche Infanteiie dadurch, daß sie von unseren Fliegern oit schon in ihren Bereitstellungsräumen oder beim Anmarsch unter Feuer genommen werden konnte Insgesamt vernichteten die Bomben unserer Kampfflug renne über 4,'iO motorisierte und besnannto Fahrzeuge des Feindes, die mit Truppen rnd M.iterial beladen auf dem Wege zur Front waren. Erfolgreiche Abwehr in der Frontmitte Auch im mittleren Abschnitt der Ostfront sind die Bolschewisten am 2.'i ^'o^ mti'-' r im betrachten, den Kriegsgeschichte tur l'r-oberer bereit hält, die ihren hin/ug auf der Brücke des \''rrates halten. Andererseits im (iegeii.saiz /u der l'res.se eikenntn. d^ii sie für den I errungenen Vorteil einer t:,ntlastung A;.\p-I teils die Möulicliki'it ernster Bedrohung i ihrer Mittelmeerposiinm an anderen Punk* j teil einKetatischt haben. Sclioii bei den Salo-i nionen haben die Amerikaner eriahren, dali ' ilire Neigung zu Operationen, die infolge feh-I linden ersten Widerstandos ra.Nclie .■\nfangs-jerfoke verheillen. im weiteren Verlauf der Fntwieklung zu re'-ht erii>ien lirgebiiis—n fiir .>ie führen kann. Deutschen Grenadieren gelang c.s am Neben diesen l'rwäKuni;en militürischer Wolchow, mit starken Sloßlnipps eine ein- Art niavr an-'l' die ÜlierlcKung angestellt Realokorte bolschewi.st .sehe (inip])L> einzu- v.oriii'ii. was wohl die Miitti-r und l'r.iuen kesseln und in harten Kämpfen vollstünilig Jer amerikaniselion Solduteii, die im stillen aufrrureiben. Als tybeiieb<-nde di ses Ver (>.oaii cnk-r im Mittelmeer »'der auf der Gebiet südwestlich Kalinin und im Raum imd gießen Wasser in den Wein der groß- I südostwärts und westlich Toropez auf breiter Front zeigt, mit der t^berscbrift: mäuli^ea Reden Churchills- Front zum Angriff angetreten. Diese Aktio- kräftiger Ersatz marachicrt«. rlchtun.^pkainpfes brnchleii un^'ere Grena dlere 43 Sowjetsn etcn ein. Nrb^n zuhlrr-i-chon Waffen wurde eine seltsame iiru'e go macht: ein FMakat, da» ein bolschew'srHcho.s Frationbataillon auf dem Marsch an die Neuer, f\ilri dorthin ihr l.ebett |:i,sscii. über d e N«m\\Liidi'.,keii solcher thK"at'onen den!.-.:i-die .Abertausende von KiloiiuMt-!;! vo'i MH'T Heimat eiitfi-rnt fiu nichts aiiJcri-s sterben als fiir lv^io'.i'\elts iTobfrurnsSwali tin. Mit d:n deutscn-italicfilscheM SicluMun-^s-inaiinaluncn in l'rankrdJi und am -C >rsica ^Marburgfr Zeitung* 27. Novenibfr ICT? Nummer 33l ist icdt'itfdlh der uiclitisstcii slratcgisclitn' Absicitt die dds nordafrikanische Unterneh-j nien veriolücn konnte, eine Schranke ge-j setzt. Der zueite 1 räum, von dem — wenn p n.cht die Generale, so doch wenigstens die 1 Journalisten iinserer Gegner — faseln, Ist zu plump und zu töricht, um ernsthaft erörtert' /u werden. Kr zielt auf eine Einscliiichte-rung des italienischen \ olkes ab und ist für die Vcrstü'idnislosi^keit der Plutokraten ge-Renfiber der ciiropäisclifn Revolution ebenso bc/eichnend wie ihr scinerzeiti^'cr fester (ilaube. dafj in Deutschhiiid spätcstcn.s \ier-zehn Taiie nach Krieusausbrnch ein innerer Zusammenbruch erfolgeti würde!. Daß Welt-anschaniiny:en n'cht Zierate sind, die sich die \ 01ker utiiLän>;cn luid die sie wieder al)le«en können, sondern dali der f'ascliisnnis wie Imperialismus in Hemdärmeln USA-Ing«nieur« und Bargbaiifachl#u!« b«r«itan •in« tyst#matltch« Ausbautung Nordafrikas vor — Tlofo ErnUchtorung bai don VarrMtarn Madrid, 26. November Wie über Tanger berichtet wird, hat in Krei.son der Giraudisteii die erdte Bogeiste-rjng über die Landimg amcrlkani«cher Truppen m Nordafrika einer tiefen Emüchteiiing: Platz gemacht. Unter den Offizieren der In-vasionsarmee Helen eine Reihe von Ingenieuren, Technikein und Bergbaufachleuten in Erscheinung getreten, die sofort eine Inten- der Nationdlso/.iulisnnis eine yewältige Mo- .sive Tätigkeit entfaltet hätten. Sie hätten bilniaChung aller starken Kiemente unserer Nationen bedeutete und damit ganz neue, unverrückbare Gewalten entstanden —. das werden unsere internationalen (icgner erst erkeniTen. wenn sie sich die Sciiädel an diesen granitenen IJlöcken des Selbstbehaup-tungswillens iind der Sicgesentschlossenheit eilige)annt lialicn! Ciün es noch \^eitere Standpunkte, von denen aus die gegenwärtige Situation im .Mittchiiccr beleuciitet /.u werden verdiente? Th .scheint nur noch nötig zu sein, die Me-deutiing des L'mstaiides recht zu würdigen, daf,; mit diesem Unternehmen die \"ereinig-ten Staaten Roosevelts ganz offen ilirc An-griffswiitische auf Huropa doknnientiert haben, Man nuili diesen nedanken ganz zu Undc denken, um die gaii/e Ungelieuerlich-kelt dieses Beginnens richtig zu beurteilen und /II ermessen, dali mit dieser Dokumentation des wahnsinnigen Kriegshetzers im \\'eißen IJau.s em neues geistig einigendes Moineiit für den gemeinsamen Kiinipf unseres Konti-nents in den N'ordergrund getreten ist. Der Kampf gegen den Holscliewistuus einigt die europäischen Nationen, weil e.s dabei um die natürlichste, unmittellnirste Sell>slcrhaltung aller geht, der Kampf gegen die imi)erialisti-sclien licrrscluiftsanspriiche Roosevelts aber verbündet uns in dem Hewulitsein, daß hier der Widerstreit zwischen Nationalismus und Internationalismus, zwischen europäischer Kultur und iiordainerikanisclier Verjudung. /wischen völkisclier Selbständigkeit und in-ternaiioiiaier Entartung, — ein Kampf von gescliichtlicliem l"'ormat für die ganze Zukunft der Menschheit auszutragen ist. .Nicht die militärischen Creignisse sind es deshalb, die das Wort unserer Gegner von eiiiei neuen Lage- im Znsammenhang mit den l.reignisseii in Nfirdafrika begründen kiinnten - die groLSen entsclieidenden üe-wicltte dieses Krieges stellen sich _ el)enso dar wie bisher. Neu ist nur das Siclitijar-werden der amerikanischen Angriffsabsicht auf Kuropa! Dal) die I ront. die in W irklichkeit besteht, seit der gegenwärtige Kami)f, von K'oosevells Sendboten emsig vorbereitet. ausbrach, heute vor die Augen der ganzen Welt getreten ist. das ist das neue und bedeutsame Kaktum. das wir in das llaupt-l)uch dieses großen Weltkrieges eintragen wollen in der (iewillheit. dali die geschehene .Wobilisierung des kontinentalen W'ider-•»tandsgeistes gegen den US\-Angriff in der r.nclabrechnung für l-nroi)a zu Buche stein. Plutokraten unterslQlzlen Rommiinisleiinesl in Spanien Madrid, 26._ November Die spduische Puli/.ci, fiie seit einiger Zeit tiie Spur einer neuen kommunislischen Ge-hcimorciunibdlion verlolgt, hat cim Mittwoch in Madrid 17 Kommunisten verhailol. die tiultragsqemdR in Druckereibetriebcn Sabota-t|eakle durchzuluhreu versucht hatten. Der }'oli/.f>i lioi zahlreiches Agitalionsraaterial m die Hcind. AutfäUig war die Feststellung, doli die kommunistischen Helzsrhrüten /uu) (troLicn Teil aus Fran/osisch-Marokko kämm. Man nimmt als sicher ein, daß sowohl die iimstüizlcrischen Broschüren wie auch der % orgefunriene Schriftwechsel mit don aus-lündischrn Komintern-Zentralen über die diplomcitischen Kuriere der englischen und .iinrriktinischen Botschaft in Spanion geleitet w iirdca. Bombenexplosion In Bonbav Bangkok, 26. November \iis Indien kommen erneut Meldungen Uber Bombenanschläge. So explodierte in emem Lagerhaus in Bombay ein Spreng-kurpi'T und richtete Schaden au. Polizei fand bei einer Durchsuchung weitere vier noch nicht explodierte Bumijen. Fünf Personen wurden verhaltet. In Ahmedabad wurde eine Bombe in eine Polizeistation geworif^n, die jedoch nicht explodierte. In den Vereinigten Provinzen losten die Briten die Stadtverwaltung von Agra aui. (Jegen zehn Mitglieder der Stadtverwaltung 1 wurde Anklage wegen Beteiligung an Un-' ruhen erhoben. In der indischen Provinz Madras wuiden dio Gemeindeverwaltungen in den letzten drei Monaton wiederholt aufnelöst, w?il die M igiiedor sich aktiv an der englandfoind-Üchen Aufstandsbewegunn beteiligt hatten. Dio britische Regierung von Madras hat daraufhin beschlossen, daß in Zukuntt die .Uitglieder der rjemeindeverwaltunq aus-schlielUirh \nn der Regierung selbst ernannt u t!rdf;n D'fi Malbhihmc, die den Zweck nat, aus rlrn ("ioinoiruleverwtilliitigm billige \V rrk-/niitir' doi bnii'«"hen Polilik /u rocichrn, rirf l)(«i de r indisi'hrn Bex olkoiung Irbhatte Lm-poniiui hnvoi. ['.s kum zu Prolrslknnd-i|r'luitu|f'ri, in ficron Vrrlht»lo8e Yankee-Methoden Anlaß zu der franzöflischen Bestürzung sei vor allem die i»Yankee«-Metho'Je«'. gewesen, die die Nordamerikaner in Afrika bereites angewendet hätten. Führende französische Wirtschaftler in Nordafr'ka seien plötzlich von den Arjierikanern als Pötain-Anhänger gekennzeichnet worden. Solche Anklagen wurden erhoben aus Gründen, die den Giraudisten völlig unergründlich erschienen. Die Amerikaner wären gar nicht In der Lage, Unterlagen für ihre Behauptungen beizubringen. DennocJi verlangten sie die Entfernung der in Frage kommenden Franzosen. Erst als man feststellen mußte, daß es sieh immer um fülirende Persönlichkeiten der französischen WirtschaftspolitWc in Nordafrika handelte, sei «rkannt worden, weiche Absichten damit verfolgt wurden. llillllllilllllllllllllllllllllltlllillllllllllllllllllltlllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllllilllllOllUUIIIIIIIIIIillllililtillllill|illllllltll 3aiirestag der Herausforderüng Botschafter Kurusu über die Haltung der USA gegenüber Japan vor einem Jahr Tokio, 26. November Aiui Anlaä des heutigen Jahrestages der Herauaforderimgsnote der USA an Japan, in der diese an Japan die unverschämte Fordenmg stellten, seine Truppeji aus China zurückzuziehen und die Beziehungen zu der Nanking-Regierung abzubrechen, hatte >NitÄchl Nitschi Schimbun« Unterredungen mit führenden japanischen Persönlichkelten. Admiral Nomura betonte, die herausfordernde USA-Note habe gezeigt, wie die USA den Krieg gewollt und vorbereitet hätten. Botschafter Kurusu, der damalige Washingtoner Gesandte Japans, der zusammen mit Nomura die Verhandlungen führte, unterstrich in seiner Erklärung das vollständige Fehlen von Aufrichtigkeit auf selten der USA-Regierung bei den Verhandlungen mit Japan. Die USA-Regierung habe in Wirklichkeit nur die Absicht verfolgt, nicht allein Japan, sondern die ganze Well zu unterwerfen. Wemi man den GeUät der sogenannten Atlantik-Charta über die Schaffung eines Weltfriedens auf der Grundlage von Freiheit und Gleichheit genauer untersuche, fuhr Kurusu fort, so werde es klar, daß die Vereinigten Staaten eine Wirtschaftsslruk-tur zu schaffen beabsichtigen, in der die übrigen Lander von den USA abhängig sein sollten, und daß derart die Vereinigten Staaten andere Länder durch wirtschaftlichen Druck oder auch nur durch Androhung seiner Anwendung zu beherrschen wünschten. Die Vereinigten Staaten, so betonte Kurusu weiter, verfolgen das Ziel, die westliche ist der Kreuser »Prlmaufuet« gestrandet und in Brand gerateh. Die Zerstörer »Albatros«, Milant und »Malin« sowie das Torpedoboot ^Brcstols«^ wurden außer Gefecht gesetzt. Die Zerstörer »Fougueux< und »Boulormais« ebenso wie drei U-Boote san-/ten. Das U-Boot »Meduse« ist gestrandet. *A'erm in der Veröffentlichung abschließend festgestellt wird, daß die französische Marine also bisher fast' 1200 Opfer In Nordafrika zu beklagen habe, so trifft die Schuld daran nicht zuletzt' die französischen Verräter-Generale und -Admlrale vom Schlagc eines Giraud und Darlan, die In feiger Hinterlist ihr Ehrenwort brächen. Auch das Blut dieser Franzosen klagt diese Söldlinge europafeindlicher Mächte auf das furchtbarste an. Befehlshaber von Dakar Httmrate 4«ni Verrat ui Inzwischen hat es sich bestätigt, daß der Befehlshaber von Dakar, Boisson, in Verhandlungen niit Darlan dem Verrat der französischen Souveränität seinerseits lu-■timmte. Im Haferf von Dakar liegt ein französisches Geschwader mit einem Schlachtschiff, drei schweren Kreuzern, Zerstörern und U-Booten. Dieser neuerliche Verrat französischer Offiziere an Frankreich geschah natürlich auf starken Druck der Anglo-Amerikaner hin, die, wie Reuter eingesteht, einen Basis gegen den gefürchteten U-Boot-Krieg in die Häiide bekommen wollten. Bildet doch die Abwehr der U-Booto für die Engländer. ihre Hauptsorge, . was auch die kürzlich erfolgte Gründung, eines Obersten ^Anti-U-Boot-Rates« imter persönlicher Führung Churchills hinlänglich beweist. Adniir»! Abrial Oberbefehlshaber der franzöHlM>lieti SeestreitJurttfte Einem im >Joumal Officiel« veröffentlichten Dekret zufolge wurde Marineminister Abria! zum Oberbefehlshaber der französischen Seestreltkräfte etnannt. Gleichzeitig wird auch die Ernennung des VizeadmiräLs Le Luc zum Chef des Admiralstabes be-karmtgegeben. Hemisphäre als aiMSchUeßliche Einfluß- ' Stellung deci Verräters Darlan Sphäre m crtalton. GlelchMltig I , uiUciha.» wurde AuBenniinialcr Än- Ule yeremlgten SUiaton Ihren Weltherr- Donaer..lag eri.out von mch- achaftsgeuankcn, dsr sie zur Elnmischmi« , ^ Mitgliedern drln^nd aufgefordert, Angelegenheit^en Aalen», Europas und | Erörteruiig der Stellung Dar- Afrik^ fiihrt mit dem Z el der Sch^ ung ^ j ^ Französisch-Nordafrlka einzurftuinen. I Eden erklärte, daß militärische Erwägungen wlrtsth^tlichen Sanktitmwystenis. | ^ wichtigste Faktor In dieser Angelegcn- Zuin S^uß seiner Au^Uhrungen gewehte , ^eienf die Regierung halt« daher eine ^ Erörterung nicht für angebracht arbeit mit Deutschtod, lU.len imd den | ijestätigte die Ansicht eines Fragestei- aeren verbtadeten lAndern iind erklärte. , tatsächliche tage In Franaä- >Es gibt nicht den geringsten Zweifel, daß aet hor rii* Uftitsvm.-Wir den Endsieg erringen werden, und ich Unter den Einwirkungen dieser Nachrioh-ten habe die nordamerikanische Invasion in Nordairika ein völlig neues Gesicht erhalten. Es handele sich offenbar darum, m Nordafrika aulier der militärischen auch eine wirtschaftliche Bastion zu errichten. Man ist nun so weit, zu fürchten, daß die amerikanische Wirtschaftstätigkeit in Nordafrika ein neues Betätigungsfeld auch über die Dauer des Krieges hinaus erstrebe. Nordamerikanische Trappeiiivbteilujig aufgerieben Die Folge der USA-Methoden ist eine ständig zunehmende Unruhe bei der Bevölkerung. So wurde eine Abteilung nordamerikanischer Soldaten, die im Lastwagen von Port Lyautey nach Sidi Yahia unterwegs war, auf halbem Wege von schwer bewaif-neten Marokkanern angegriffen. Fast alle amerikanischen Soldaten wurden getötet. Die Marokkaner konnten mit ihren Toten und Verwimdeten ins Landesinnere entkommen, ehe von Port Lyautey Verstärkungen eintraf eil. '^'erlustliste der französiMcheu Marino Die Admiralität veröffentlicht eine erste Verlustliste der französischen Marine in Nordafrika. Hiemach sind bei dem feigen englisch-amerikanischen Überfall hauptsächlich in den Kämpfen um Casablanca bisher 49 Offiziere und 450 Mann als gefallen gemeldet. 31 Offiziere und 641 Mann wurden ver\Mmdct. Nach den letzten vorliegenden Meldungen sind auch die franaöslischen Schiffsverluste gestiegen. In Casablanca allein wurden zwölf Schiffe außer Gefecht, gesetzt. Der Schlachtkreuzer > Jean Bart« ist gestrandet. Ebenso glaube, es ist keine übertriebene Behauptung, wemi ich sage, daß sich der Schlüssel des Sieges bereits in unseren Händen befindet.« Der frühere japanische Botschaftsrat in Washington, der ^i den japanisch-amerikanischen Verhandlungen Nomura imd Kurusu zur Seite stand, äußerte sich über die damalige öffentliche Meinung in den USA dahin, daß sie zur Zeit der Verhandlungen mit Japan durch und durch antijapanisch gewesen sei. Bis zum 26. November v. J., an dem slsch-Nordafrika so sei», daß die MUltAlrgie-walt bei den Vereinigten StEiaten undi die Zivilgewalt bei den Franzosen läge. »Unsere Stellung«, so schloß Eden, »muß sich diesen beiden Tatsachen anpassen«. ScIiiltsiasamensloS IMi fiilirallar Madrid, 26. November Nach einer Agentur-Meldung aus Algeci-ras stießen in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe von Gibraltar ein bewaffneter englischer Fischdampfer und eüi englisches T, . ! Handelsschiff zusammen. Der Zusanimen-btaatssekretär Hull der japanischen ^gle- Bombenladun« des Flsch- rnn^ t.n. Antwort von hUtorl«oh«r B«,!«.,- , Exploslon, SOdaO beide SchlffO rung jene Antwort von historischer Bedeu tung übergab, sei bereits acht Monate lang verhandelt worden. Ein führender Amerikaner hatte bereits erklärt, daß Japans Schicksal schon besiegelt sei, und Marinemtnister K'nox hatte hervorgehoben, daß die USA innerhalb von 24 Stunden alle Vorbereitungen i.um Kriege gegen Japan treffen könnten. in den Fluten versanken. Die aus Gibraltar nach dem Unglücksort entsandten Schnellboote kormten nur wenige der Besatzungsmitglieder retten. Ans den lande des GrSssenwahns Europa als USA-Kolonie — Ameriicanischer journalist enthüllt Wtshirgtons Weltherrschaftspläne Lissabon, 26. November Die 1 lei rsrhdttspldnc des iimerikanischen lmperiiilismu.s nehmen ein immer größeres Ausmaß an und zielen darauf hin, alle wichtigen strategischen Stützpunkte der Welt in die Hände zu bekommen. Da plaud^.rt cer bekannte amerikanische Politiker und Joui-nalist Gerald W. Johnson in der US.\-Zeil-schrift „Life" vom '2. November einmal wieder aus der Schule. Johnson sagt u. a., daß das amerikanische Volk nach diesem Krieg ebensowenig wie nach dem Wellkriege geneigt sein werde, die Versprechungen und eingegangenen Verpflichtungen oder Abmachungen seines Präsidenten einzuhalten, sondern daß es nur ein Ziel kenne, die Welt zu einer ,,sicheren Cirundlage für die USA-Demokratie" zu machen. Das heißt mit anderen Worten, die Weil den Ameriktmui ii auszuliefern, denn Johnson erklärt ausdrücklich, daß nur die USA don Frieilen gewährleisten könnten und daß. wenn der Krieg /.u Ende gehe, Amerika den überwiegenden Hauptanteil der aul der Welt verbleiben len militärischen Kräfte in seiner Hand haben mußte. Johnson kinidinl atirli an, dtill man n Washinr|lon dei Mcinunq sri. dcjß es nicht mnqlirh sri, dali CJibrallar in den fU-iden Spaniens und Jütland in denen l^äne-narks sei. Kein wichlifier strategischer Punkt der , Welt dürfe in schwachen — dab beißt iii. hl- amerikanischen — Händen bleiben. Das wird, wie Johnson erklärt, in Zukunft das Gesetz des amerikanischen Handelns sein. Die amerikanischen Absichten aui Afrika werden besonders eindeutig dargelegt, dann Johnson behauptet, daß die italienische Stellung in diesem Erdteil die Sicherheit Amerikas bedrohte und einen Angriff auf die USA bedeutete. Die ,,Sicherheit" Amerikas beruhe darauf, daß die Vereinigten Staaten den Großteil der Welt in der Hand haben und regiereu, erklärt der amerikanische Journalist ohne Umschweife. Damit enthüllt Johnson also ganz klar, daß die Versprechungen Roosevelts nichts als leere Worte sind, denn das einzige Ziel d^r USA ist die Weltherrschaft. Deutlicher läßt sich das nicht aussprechen. Dafür aber, daß die USA die Welt in Besitz nehmen, will Mr. Johnson den europäischen Völkern gnädig Nahrung und Kleidung zukommen "dssen, allerdings nur in dem Umfang, den sie gerade zur Befriedigung der notwendigsten BonCif-nisse brauchen, d. h. die Bewohner Europas sollen zu Helotenvölkern Amerikas herabgedrückt weiden, die man gerade soweit t.>rnährl, daß sie arbeitsfähig genug sind, um für dio USA Frondienste zu leisten. Bezeichnend ist, daß Johnson nur von der USA-Herrschafl spricht, er also England zu den von Amerika zu beherrschenden Teilen (ler Welt rechnet, Rassentbeorie für das Iraiizöslscbe Volk. Eine wissenschaftliche Kommission für bio-loßisclie Rassenfragen wurde jetzt durch den französischen Generalsekretär für Juden-fragen geschaffen. Mitglieder dieser Koui-tnissloii sind rund 20 protninente Wissenschaftler, die das Ziel haben, dem französischen Volk eine Rassentheorie für Frankreich auszuarhelter.. Irisches Verkehrswesen vor dem völligen Stllistand. Wie aus Dublin gemeldet wird, ist der Lastwagenverkehr in Cire auf ein Viertel des Vorkriegsstandes zurückgegangen. In den kommenden Wochen werde der Mangel an Treibstoff und Reifen einen fast völligen Stillstand bringen. r)le Kohlenvorräte reichen nur noch für zwei bis drei Wochen zum Betrieb der Eisenhahnen. Sabotageakte der Palästina-Araber. Aus Jerusalem werden Sabotageakte gegen Telephon- und Telegraphenverbindungen sowie gegen Verkeiirs- und Schienenwege geniel-det. Zwischen britischen Truppen und den Manifestanten kam es zu Zusammenstößen. Neues bolivianisches Kabinett Wie aus La Paz gemeldet wird, ist ein neues bolivianisches Kabinett gebildet worden-, das sich aus Mitgliedern der Liberalen und der Republikanisch-sozialistischen Partei zusammensetzt. Druck und Verlaß' MartiurRcr Verlacs- und Priickerei-Oes m. b. fl. - Veriaesleltun« Lgon nnunicariner* HauDtschrilllelter- Anmn Ocrscliack all« in Marburp a. d. Drau Bndicasse t Zur Zeil für Anzeigen die Preisliste Nr. 2 vom 1 Juli 1043 Ktlllic, Aiislall dnr Ueleriini: de» Rlaiien bei fifllierer ücvalt tdcr rUhss.oriinc cihi keinen Ansnrucb auf kUi:k£aliluiie des Uczuxstieldes Seile 3 detiistke Uuf^^eh Jn iJUfHiS Ihr Ettch^iiim b«d«ut«t9 «In F«tt — Zigar«tt«n, Gebäck, Datteln und allerlei sonstige Frücht« alt Willkommgabon — Fragenflutan in arabisch, italienisch und französisch Das erste Antlitz dieser Stadt, von den Scheinwerfern unserer Lastkraftwagen, unsicher und sprunghaft beleuchtet, zeigte sich als gespenstische Fratze, während wir durch winklige orientalische Qassen fuhren. Kein Mensch zu sehen trotz der frühen Nachtstunde, ausgestorben und öde die Gassen, nichts Lebendes auBer zahllosen, lautlos huschenden Katzen. Und förmlich erschreckend, ganz plötzlich die zusammengesunkene Qestalt vor einem Haus: ein in seinem Burnus eingehüllt schlafender Wächter. Das war unser erster Eindruck, als wir mit den Ersten in Tunis einfuhren. Das dritt« Gesicht dtr Stadt Am Morgen, den wir auf einem die Stadt beherrschenden Punkt erwarteten, umgab ans ein milchiger Nebelsee, der ringsum bis an den Rand des Himmels schwebte, and aas dem ganz allmählich mit steigender Sonne eine weiße leuchtende Stadt empor-wudis. hohe, moderne Gebäude mit flachen Dächern neben niedrigen Araberhütten aus L^nn, als Ganzes gesehen mit den si-lbernen Wassern der Bucht ein Angesicht von gro-Ber Schönheit, durch den Glanz der Ferne vergoldet ' Das dritte Gesicht dieser Stadt erblicken wir, als wir später ihre Straßen betraten. Es war das menschliche Gesicht. Wir sind durch viele Städte des In- und Auslandes gegangen and man hat uns beachtet oder nicht beachtet, je nachdem die Situation es ergab. Hier aber bedeutete unser Erscheinen ein Pest Wir waren anscheinend die ersten deutschen Soldaten, die an diesem Morgen nach der nächtlichen Besetzung so unbefangen durch die Stadt sdi^lenderten, und diese Nachricht schien sich mit Windeseile zu verbreiten. Zunächst wurden wir in den verhältnismäßig leeren Randgebieten, durch die wir uns auf das Zentrum zu bewegten, durch Entgegenkommende freudig begrüßt Schon hier mußten wir so manchen Händedruck austauschen, und für die mit strahlenden braunen Gesichtern und blinkenden weißen Zähnen gegebenen Grüße und Zurufe danken. Ach, wie stolz war in seinem ungeheuerlich geflickten Habit der Alte, der uns an diesem hellen Vormittag begrüßte. Aber dies war erst das Vorspiel. Kaum hatten wir die dichter bewohnten Straßen betreten, da war ren wir bereits der Mittelpunkt einer begeisterten Menge, die sich gleich einer Lawine mit uns fortwälzte, uns mit einer Flut voi^ Prägen und Begrüßungen auf arabisch, italienisch und französisch überschwemmte, uns Zigaretten, Datteln, Gebäck und völlig unbekannte Frflohte in die Hände zo drük-ken suchte und uns schließlich durch ihre Begeisterung geradezu zur Flucht zwang ... Jeder will hellefl Welche Wirkung übergroße Hilfsbereitschaft aber hervorbringen kann, das erfuhr ich, als ich am Nachmittag in einem zur Verfügung gestellten Wagen eine Panne hatte. Im Augenblick hatten sich aus der sofort versammelten Menge etwa ein Halbdutzend Fachleute herausgeschält die zU' gleich heftig zu reparieren begannen und von denen durchschnittlich immer gleichzeitig drei in den genannten drei Sprachen auf mich einredeten, wobei sie — um sich verständlich zu machen — mit voller Lautstärke sprachen, nicht ohne eindringliche, mir leider trotzdem unverständlich bleibende Gestikulationen. Zum Schluß verstand ich — der ich mich wenigstens auf französisch ganz gut verständlich machen kann •— auch kein Wort dieser Sprache mehr und sah mich abermals zur Flucht gezwungen. Diesmal schwang ich mich rasch auf eine Straßenbahn. Als sich herausstellte, daß ich kein französisches Geld hatte, drückten mir sofort zwei Leute frankstücke in die Hand, und als Ich damit bezahlen wollte, war mir ein dritter bereits zuvorgekommen. Ich stieg aus, nachdem fast der gesamte Wagen mir gezeigt hatte, daß Ich an meinem Ziele angelangt sei. und begab mich in meine Unterkunft um mich und meine Eindrücke von Tunis zu sammeln. Kriegsberichter Robert Büschgens, PK Untara F^idfflughSfm In Franiötltch-Nordafrlkfl He III neben französischen Bombern WAhrend andere Luftwaffenverbfinde der Achti« von ihren gewohnten FeldfluiihBfen des sUdltalic-ntschen Raumes Tat; und Nacht den alliierten t'lotten vor den KUsten Französlsch-Nordafrikas im Nacken sitzen, haben Lultstrcltkrftfte der Achse auf nordafrikanischem Boden reldfluKh&!en Jtc-schaffen, die ein weites afrikanisches Oeblet nach Osten hin sichern und socleich die nordamerika-nischen Landunxstruppen in Schach halten. Bei der Luftwaffe, im November Am Horizont der blauen Wasserwüste zeichnet sich ein schmaler, dunkler Strich ab; die ferne nordafrikanische Küste. Aus morgendlichem Dunst tauchen später Felsenmassive auf. Wir nehmen mit unseren Flugzeugen erst-nialig geraden Kurs aut einen bisher sorgsam gemiedenen Raum des afrikanischen Kontinents, Frankreichs kolonialer Besitz büeis nach dem Waffenstillstand unangeta-. stet Nun aber, da Briten und Nordamerika- j ner diesen Besitz überfallen haben, tritt die i Achse zu seinem Schutz an. Deutsche und i itailenisciie Luftwaffenstreitkräfte sichern 1 tich günstige Peldflughäfen. Im Tieffluge gehen die Flugzeuge über die ersten, strahlend' weißen Häuser atn gelben Küstenstreifen, Neugierde und Spannung bewegen jeden einzelnen von uns, die wir jetzt eine neue Landschaft der weltumspannenden, militärischen Auseinandersetzungen betreten. In der nahen Stadt scheint das Leben, aus der Vogelperspektive gesellen, seinen normalen Gang zu nehmen. Auf den Straßen Ge-tümmej, bele|5te Plätze, reger Verl und Verkaufserfolg zu verzeichnen bat, wird der Öffentlichkeit voraussichtlich am Sonntag. 13. Dezember, wieder zugänglich gemacht und bleibt dann noch bis Ende Februar 1943 ohne Unterbrechung geöffn«t. -f Anai Bahr-MUdenbwg hub ftt. Gebarte-tage. Im gleichen Jahre, in dem Richard Wagner in Bayreuth die Heimat für sein Pestspielhaus fand (1872), wurde Anna von Mildenburg am 29. November in Wien geboren Jung errang sie in der Hamburger Oper Ruhm, den sie In Wien 1908—17 noch steigerte, besondert alt Ortrud, Isolde und Kundry der Bayreuther Pestspiele. Mit Cosima Wagner innig in darstellerischer Arbeil verbunden, schrieb sie mit ihrem Manne, dem Dichter Hermann Bahr, ,,Bayreuth und das Wagnertheater". Dann lehrte sie an der Akademie der Tonkunst in München und stellte dem Münrhener Natlnnaltheater auch ihre fein»»mofundene Regiekunst zur Ver-fünuntr. So konnte sie als SUmmbildnerin Unnf!7,Shlten seit Jahrzehnten ihr Bestes gehen, und ergriffen schauen, lau-^'-hm und lernen sie, wenn die Siebzigerin in Sahburg, Berlin oder anderen Kunststftdten allen mit vollen Händen Ihren Reichtum an Erkennt-nisfsen und künstlerischen Erfiihrunfien verschenkt. Friedrich Baser o. 4abilHiiraev«ninstjiltunK: dw dentMhen ThLanzelot und Sanderein«. In mehreren Ansprachen fand der hohe kulturelle Wert de.s Theaters seine besondere Würdigung. o. Stelgonde Wolf.splage tn Ünjrnrn. Nachdem wir bereits vor kurzem über das Auftreten von Wölfen in Ungarn bericht ten, kommt nunmehr die Meldung von einem steten Stelgen der Wolfsplage. Ansehe nend haben die Kr'egserelgnlsse die Wölfe mehr nach Süden getrieben, wo sie schwere Schäden unter den Vlehbe.strtnden anrichten. Die ungarischen Behörden haben daher den Grenzbewohnern die Vernichtung der Wölfa 25ur Pflicht gemacht. Für jeden erlegten Wolf wird eine Prämie von 50 Pengö gleich 40 Re'chßmark gezahlt. o. Die TUrkel ruft zur Vermögensabgabe auf. Nach e.nem Gesetzentwurf ist In der Türkei die sogenannte Krlegj^gewinnsteucr. eingeführt worden, räch der ein hoher Prozentsatz aller im Krlog erzielten Gewinne abzugeben Ist. Dieser Gesetzentwurf hat unter den jüdischen Großsehlebem, die sich la ansehnlicher Zahl die Türkei als Ihr »gelobtes I^andc ausgesucht haben, große Bestürzung hervorgerufen und auf Ihre Art versuchen sie, die Anordntmg nach jedeif nur erdenklichen Seite ku umgehen. o. FlelBchloae Tage In der TUrkel. Um den durch den Futtermangel lusammcnschrump* fenden Viehbestand auf halbwegs erträglicher Höhe zu halten, wird die Einführung von zwei bl« drei fleiachloeen Tagen In de* TUrkel angekündigt. -f- Herderprels fUr Finkenstein. In der Aula der Albertus-Universität in Königsberg erfolgte die feierliche Verleihung de« Herder-Preises der Joh»jin-Wolfgang-Goethe-Stiftung an den ostdeutschen Dichter Ottfried Oraf Finkenatein. Dieser aprach Uber die Aufgaben des deutschen Dichters im Osten und stellte fest» daß heute zwischen Politik und Dichtkunst eine engere Ver^ wandtschaft bestehe, als man gemeinhin glaube. Der EHchter sei berufen, aus der taterfüllten Gegenwart in die Zukunft zu schauen. In der Feierstunde wurde auch Andenken des Herder-Preistrligers 1937, Dr. Kurt Lueck-Posen, geehrt, der im Kampf gen den Bolschewismus den Heldentod fancL + Tiroler KUnitler führen QUtezelcben elm Eine Volksversammlung des Bundes der bildenden Künstler Tirols beschloß in Verbindung mit der Vorarlberger Kunstgemeinde die CinfliliruiiR eines Qütcstempels für Kunstwerke. Im Einvernehmen mit der Qaulei-tunjf (Prei.sbildungsstelle) sollen in Hinkunft alle Werke der reinen oder anscwandtea Kunst, die in Kunsthandlungen oder andereti Geschäften ausgestellt oder verkauft werden. in angemessenen Fristen durch Fachleute auf ihren Kunstwert geprüft und — falls dieser «egeben "st — mit einer Qüte-marke des Uaues versehen werden. Ist dem Werk Kunstwert nicht zu/.ubllllgen. wird der geforderte Preis von der Prelsbildungsstelle der Qauleitung überprüft. Die Künstlerschaft des Gaues führt mit dieser Maßnahme ihren Kampf gegen Schund und Kitsch fort und sucht die Käufer, d'e aus immer breiteren Volksschichten strömen und noch nicht über das sichere Urteil des alten Liebhabers und Kenners verfügen, durch Übervorteilung und gewissenlose Ausnützung einer augenblicklichen Konjunktur zu .schützen. DIE SCHULD 23 INGE' TOLMAIN ROMAN VON M. BERGEMANN Urtieber-Rectitsschult: Drei Ouellen-Verlas, KOnlKSbrOck Agsten machte eine abwehrende Geste und fuhr dann fort; „Frau Ferchland dagegen — sie lebt seit drei Jahren von ihrem Gatten getrennt — kehrte erst im April dieses Jahres aus Italien lurück. Auch sie kann mit dem Schmuggel deshalb nichts zu tun gehabt haben." „Ganz recht, Milo. Ich muß zwar zugehen, daß Frau Ferchland während Ihres Italienaufenthaltes nichts mit der Sache zu tun gehabt haben kann, aber weshalb soll sie nicht vor dieser Zeit mit ihrem Stiefbruder MflIÜng in Verbindung gestanden haben? Daß das tatsächlich der Fall Ist, beweist mir am besten das vorh'n gehörte Gespräch. In welchem Mailing auf die dunkle Vergangenheit der Frau anspielte. Auch Mallings Besuch in Wiesbaden deutet darauf hin." „Und wie erklärst du dir den rätselhaften Todesfall in Magdeburg?" Hartmann ruckte die Achseln. „Ja — darüber möchte Ich kein Urteil abgeben. Vielleicht Ist Herrn Doktor Klaus ein Irrtum unterlaufen, als er hei der jungen Sekretärin eine LunaenenlzOndung feststellte? Ich bin mir jedenfalls keine Minute lang Im Zweifel darüber, daß wir es hier mit Frau Ferchland zu tun haben. Ich kenne sie sehr genau, srhon seit Jahren und würde sie aus tausend Ihr noch so ähnlich sehenden Frauen herausfinden." Kommissar Agsten lärhelte Ironsich. „Dann bin ich am Ende meines L^teinsl" „Warte dnrh erst rublg cdnmal ab. hU dlo Sache morgen abend hier vorüber ist. Dann [ wird es sich Ja zeigen, wer von uns beiden im Recht Ist. Vielleicht schafft auch die : Obduktion der Leiche Klarheit?" I „Möglich", gab der Kommissar zu. „Aber | warten? Nein Ich werde Ihr morgen früh einen Besuch abstatten." Hartmann hob die Schultern. „Wie du willst. Milo. Aber komm gehen wir hinüber ins Restaurant. Vielleicht fällt mir doch noch etwas ein." Art'stfn erhob sich „Gehen wir." Zwölftes Kapitel „Ich bin sehr erstaunt, daß du es waqtest Mailing noch einmal in seiner Bohausunq aufzusuchen", sagte Direktor Paul pprchland, als er an dem Abendbrottisch Platz nahm und sich den Tee eingießen ließ „Ich wollte nicht auf halbem Weae stehen bleiben, Paul. Er hätte leicht mlütranisch werden können. Deine Anwesenhell gibt ja auch allen Grund dazu " „Hast du denn gar keine Furcht?" „Weshalb sollte Ich Furcht hfben? Du bist ja jel/t hier. In den ersten Tagen war ei mir manchmal recht bänglich zumute, um so mehr, als Ich völlig allein nfnnrl und nicht i einen Men««chen hier kannte. Aber das ist ja nun Gott sei Dank vnrf^bpr du bei mir bist und d-^n Grund meines Verhal-tons kennst, ist alle Furcht von mir gewichen." Ein solches Vertrauen hast du zu mir?" Sie nickte. ..Zu wem könnte Ich größeres Vertrauen haben?" In Ferchlands Augen strahlte ein glückliches T.ärheln. „Ich wundere mich nur. daß du da? alles ausJbältst. Man könnte fast meinen, du spielst diese Rolle nicht zum erstcnmall Man glaubt hier sicher, daß wir noch einmal unsere Flitterwochen verleben. Heute vormittag %mrde ich sogai gefragt, wie lange wir eigentlich verheiratet wären." „Und was hast du lur Antwort gegeben?" Er lachte. „Sechs Wochenl" Ihre Wangen tauchten unter seinen Worten in eine dunkle Glut. „Das hättest du nicht sagen sollen, Paul." Er hob die Schultern. „Weshalb nicht? Wer dumm fragt, bekommt auch eine dumme Antwort. Im übrigen habe ich ganz dfts Gefühl, als wäre es tatsächlich der Fall. Ich glaube, wenn Else und Klein-Inge in den nächsten Tagen kommen, werden sie mich kaum wiedererkennen." ,,Darauf fr^ue Ich mich schon, Paul. Ich habe die kleine Inge doch nun so lange nicht gesehen." „Auch das Kind wird überaus glücklich sein. Die Kleine wird dich doch wiedererkennen?" „Das bezweifle Ich keinen Augenblick. Aber was wird deine Schwester Else sagen? Wird sie mir nicht böse sein?" Ihre Augen hefteten sich zwlnaend In die seinen. „Nein", sagte er mit Oberzeugung. „Else Ist ein verständnisvolles Mädel. Wenn ich ihr alles auseinandersetze, wird sie dich verstehen." Er sah. wie unter dem feinen Batist ihres Kleides sich die Brust in raschen Schlägen hob. „Vor dieser Auseinandersetzung habe Irh Angst. Paul." .Jst es wirklich dein Ernst, uns ^nach Bre mcn 7urilck ru begleiten?" ,.Ja" sagt» sie srhHrht Ein kaum merk liehet Zucken ging um ibiea Mund, als sie ihn anschaute. Wie schlecht er aussieht, dachte sie. „Ich danke dir." Er nahm ihre kleine Hand und konnte dabei nicht verhindern, daß s^e das Hämmern seines Blutes verspürte, oas durch seine Adern raste. Und ganz plötzlich fühlte sie, wie zwei starke Arme sich fest um Ihren Hals legten, so daß ihr Kopf wehrlos gegen die Brust des Mannes glitt, der wieder und wieder seine Lippen in die ihren wühlte. Mit keuchenden Lungen gab et sie endlich frei, daß sie taumelnd auf ihren Sluhl zurück sank. „Entschuldige daß. Ich mich hinreißen ließl" Ihr Gesicht hatte sich tiefrot gefärbt, während das seine totenblaß von der blauen Tapete. der Wand abstach. Sie vermied es, ihn anzusehen und betupfte sich mit ihrem Taschentuch die bren« nenden Lippen Er griff nach der auf dem Tisch stehenden Wasserkaraffe, goß ein Glas ein und reichte es ihr. Der Inhalt schwankte durch das Zittern seiner Finger auf und nieder. Seine Blicke ruhten auf ihren Oberarmen, auf deren weißer Haut sich seine Finger abzrlchneton. Und plöt/llch fühlte er, wie eine Art Schwindel Ihn erfaßte und ihn auf seinen Sliihl zurilcktnnnieln ließ. Er bricht doch nicht etwa zusammen dachte sie, und stand sofort an seiner Seile. „Willst du mir verzeihen?" Sie lächelte ihn mit strahlenden Augen an. ,,Dummer Mannl" Sie nahm seinen Kopf in ihre Hände und küßte ihn aul den Mund. Dnnn wandte sie sich rast h ab und vcrlioQ das Zimmer. L?rd da er ein Mann wnr. kf)nnte er nicht ahnen, dctß es zu keinem anderen 7,wc*ck gcsrhiih als sich «uszuwein^n NuinnKT 331 »Marbufßw ZeTttmty« 77. November tW2 S«t!^ 5 •Aus Stadt und £xutd Ein Päckchen geht Ins Feld Grad komm ich von der Poat, mein licbtr Jochen, Ich gab das Weihnachtipdckchen auf für dich» Als ich i verschnürt, hab" Ich mit dir gesprochen, b> war beinah ein kleines Feit tür mich. Dds wollne Zeug bracht mir dein Vater gestern, Er braucht's daheim Im warmon Zimmer nicht, Die Handschuh sind von meinen kleinen Schwestern, Schimpf bitte nicht, sie strickten sie zu dicht. Von mir, mein Liober, find die ZigMeUea, Und auch di« Plätzchen, die ich selber buk, Oh, denke nicht, daß wir hier keine hätten, Wir haben davon immer noch genug. Dann sind von mir die kleinen Tannenzwetga, Mit Engelshaaren hab' ich sie geschmückt, Und daß dir jeder meine Liebe teige, Hab ich an Herz und Lippen sie gedrückt. Mög' bei Gesundheit alles dich «rreichen, Dies ist raein Wunsch zum Weihnachtsfest allein, Die andern Wünsche will ich gerne streichen. Die ja so nichtig sind, so dumm, so klein. Und somit schllcB ich, lieber, lieber Jochen. Der Brief Ist voll, doch was ich immer schrieb, War grad so gut In einem Satz gesprochen Und mit den Worten bloß: „Ich hab dich Heb". Linda Zun «rslen Svnplionieltonzert des Maibnnier Stadtlhealers Das srst« Symphoniekonzert des Stadt-theelets in Verbindung mit dem Am: Volk* bildung des Steirischen Heimatbundes erweckt allgeaieines Interesse. Wie aus Voranzeigen bekannt, findet diese begrüßenswerte Veranstaltung- heute, den 27. November, um 20 Uhr, im Heimatbund$aal statt. Das Stadttheaterorchester, verst^lrkt durch weitere Klangkörper, steht diesmal unter der Stabführung des dllseits bekannten und beliebten Musikdirektors Hermann Frisch. Dia Vortragsfolge des Konzories zeigt, auUer der Schubert-SymphuQie Nr. 8 in h-moM (Die nnvollendete) wie Schumanns Symphonie Nr. T B-dur, Liodej mit Orchastorbcqleitung von Josef Maix aui. Für diesen Liedervortrag ist die 'ni£>ge<.eichnete Grazer Konzensange-nn Hildegard Forer-Heimbucher, eine der borutcnsten Inlerp'ounnoa der hohen Liedkunst verpflichtet worden. m. Der revohitlonKre Osten in Uteratar und Politik. t)ber diese« Thema spricht Samstag, den 28. d. M, Dr. Karl Schallber-ger. Der Vortrag der von der Volkablldungs-stätte Marburg veranstaltet wird, findet Im Lichtsp'clsaal, DomplatK 17, mit dem Beginn um 20 Uhr, statt. Wir machen auf diesen Vortragsabend gan« besondere aufmerksam. Kintrittskarten in der Buchhandlung W. Heinz, Herrengasse, Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthc^straße 10a, und an der Abendkasse. m. Feldscherausbildung der Deutschen Jagend. Vom 14.—21. November fand in Cllli im Haus der Jugend ein Feldscherlagcr statt, an dem Jungen aus allen Teilen des Bannes Cilll teilnahmen. Das Programm war sehr reichhaltig. Neben der medizinischen »Schulung, die von drei Cillior Ärzten durchgeführt wurde, ist auch der Sport und die weltanschauliche Schulung nicht vergessen worden. Jeder Teilnehmer war sichtlich bestrebt, die am Abschluß stattfindende Prüfung erfolgreich abzulegen. Von den Lagortell-nrhmern bestanden 24 die Prüfung. Ell Lebrllog im HaRdwerkerweHkampI Kreissleger Meisttr und Gesellen aus Pettau und Luttenberg beweisen ihr Können Ausstellung Im Pettauer Kreishaus Eine sehenswerte Das Pettauer Krebhaus teigt wieder eine eiiiJrucksvalle LeistiMiuNSchau. Diesmal sind es die Handwerker von Pettau und Lutten-berg, di« ihre Meisterstücke in den Räumen des Arbeitspolitisdien Amtes ausstellen. Die feierliche Eröffnung führte am 23. November der Kreisführer und Landrat P«. fritz Bauer in Anweseniieit des Landhandwerksmeiäters, Pä. Herzog, des Architekten Pg. Preinfalk vom Gewerbeforderungsinstitut zu Wien und des Oauhandwerkwalters Kawelik, durch. Der Eröffnung war ein Appell der Hand-werkerscliaft vorangegangen, an dem Ps.Ha-weiik Sinn und Zwecii des Ilandwerkskamp-fes erläuterte, Vorarbeiten und Durchführung iiesprach und die Ergebnisse für die beiden Kreise bekanntgab. Mit berechtigtem Stolz konnten unsere Handwerker Worte warmen Lobes und rückhaltsloscr Anerkennung für ihre Leistung bOren. Alle eingereichten Arbeiten zeigten ein %6 hohes Maß vom Können und schftpferischer Leistung, daß keine einzige abgelehnt zu werden brauchte. So konnten in Pettau allein 20 Kreissieger, in Luttenberg deren sieben ennittelt und In Pettau Insgesamt 76 Urkunden, in Luttenberg 49 ausgestellt werden, ein Ergebnis, wie es nur in wenigen Kreisen erreicht wurde. Als bedeutsamste Erkenntnis dieses Wettbewerbes aber stellte Pg. Hawelik die Tatsache heraus, daß alle Arbeiten ohne Ausnahme den Qeist besten deutschen liand-werkertums atmen und damit einen neuen schlagenden Beweis für die enge Verbundenheit des Unterlandes mit dem Heimatgau und dem Qe^amtdeutschtum erbringen. Der Landeshandwerksmeister ging in seinen AusfUhrunsen von der hohen, Jahrhunderte alten Tradition aus, auf der das Handwerk gerade in einer Stadt wie Pettau ruht, deren selten harmonisches, geschlossenes Stadtbild mit den schönen alten Häusern, kunstvollen Gittern, prjtchiigen Toren, dem gotischen r;uiii, und als Krönung, dem wehrhaften SchloU, ein tiotielied auf echte deutsche Mclsterkuiist zu neimeii ist. In grundsätzlicher Au.seinaiidersetzuiig mit den Aufgaben des Handwerks wies» der Redner auf die Bedeutung hin, die ihm im nationalso/ialistischen Staat zukommt und in der vielfachen Förderung sichtbaren Ausdruck findet. Wir haben den Handwerker als wichtigsten Träger unserer Kultur erkannt und seilen gerade am Beispiel der Staaten, dit^ heute auf Grund ihrer entgegengesetzten Oeisteshaltung unsere I'einde sind, zu welcher Verordnung gerade die Ausrottung des Handwerks führt. Gerade weil wir dies erkannt haben, liegt uns die Förderung des Handwerks am Herzen. »Und es ist nun an Ilinen meine lieben Meister und Qesellen«, fuhr der Redner fort, »dort wieder anzuknüpfen, wo deutsches Mcister-tum seine schönste Entfaltung gefunden hatte, bevor die Verheerungen des Liberalismus auch ihm zum Verhängnis geworden waren. Wenn sie stets bemüht sind, Ihr i Werkstück nicht nur gut. sondern auch ' schön zu formen, wenn sie es mit ihrem j schöpferischen Willen erfüllen, dann wird ; ihre Arbeit nicht nur gesucht bleiben, dann . erfüllen sie auch eine hohe Mission für die Gesamtheit. Es ist ein Irrtum, zu glauben, I die Industrie könne das Handwerk ersetzen. Gerade jetzt kann der deutsche Meister durch erhöhte Leistung, durch vergeistigte Arbeit die Notwendigkeit seines Standes unter Beweis stellen. Die Rede wurde wiederholt von starkem Beifall unterbrochen, besonders als er verkündete, daß demnächst der Peitauer Kreis seine eigene Handwerkerschaft erhält. Abschließend dankte der Kreisführer den maßgebenden Stellen für die vorbildliche Vorbereitung und Durchführung des Wettkampfes und der Ausstellung, beleuchtete die Bedeutung des Handwerkertums von der politischen Seite, die ihr gerade Im Grenzkreis in erhöhtem Maße zukommt. In der Ausstellung, die bis Samstag, den 28. November geöffnet bleibt, Ist schwer zo entscheiden, wem man den Vorzug geben soll; den Schustern, die vom leichten Damenschuh bis zum Goiserer ihre Kunst zeigen und auch in der Verarbeitung neuzeitlichen Werkstoffs Eieachtliches leisteten, den Schneidern, die sich um die Frauen so dankenswert bemühten und ebenfalls der Eitelkeit der Männer mit allem Erfolg gerecht werden; oder den Schlossern und Spenglern und Schmieden. Sie alle, wie auch die Seiler, die Sattler, die Tischler, zeigen gleich hohes Können und vor allem auch die beiden Gewerbe, die bei uns besonders beheimatet sind, die Töpfer und die Faßbinder. Besonders reichhaltig sind die KorbflecJ»* ter vertreten: alt diese großen und kleinen Gebrauchsgegenstände zeugen von dem erzieherischen Erfolg, den unsere Korbflecht-schule in der kurzen Zeit ihres Bestehen® schon aufzuweisen hat. Hier ist als einziger auch ein Lehrling schon als Kreissieger ausgezeichnet. Alle ausgestellten Arbeiten zeigen ein solches Maß von Sauberkeit und Genauigkeit der Ausführung, von bewußtem Willen zur schönen Form, ohne aller unnötigen, so leicht kitschig wirkenden Beiwerke, daß mafl sich ein eindrucksvolleres Zeugnis f'lr bestes ^ deutsches Meistertum, das hier am Werke ist. nicht wünschen kann. K . . . r Zw Persoiien-Bestandsaofnaliine im Unterlanil Alk» bleibt daheim — Perao nalpapJere vorbereiten Wia Wir bereit« berichteten, findet auf Anordnung de» BundesfUhrera im gesamten Gebiet, das vom Steirischen Heinaatbund betreut wird, Soimtag, den 29. November, eine Bevölkerungs-Bestandsaufnahme btatt, die d'en genauen Stand an diesem Tage um 0.00 Uhr festhalten solL Wegen des gewaltigen Arbeitsanfalles beginnen die Zälilkommisslo. nen «chon am Vortag, aLaö Samstag, den 23. Novemt>er, um 12 Uhr mittags ihre Arbeit, die sie bis spätestens Montag, den 30. No-veniber, tun 17 Uhr beendigt haben miiaren. Um eine reibungslose Abwicklung der Befragungen SU ermögliclien ist es unbedingt notwendig, daß an diesen Tagen flärnti.clie Reisen weitmöglichst unteriaasen werdv.n. Jeder Untersteirer bleibt daheim, bis die Zähll(ommia0ion in seinem Hausitalt die Arbeit abgeschlossen hat. Wer beruflich oder aus anderen unaufschiebbaren Gründen abwesend sein muß, gibt an dieaem Tag die erforderlichen Daten dem Hausliallsvor-stand. Der Haushaltsvorstand sorgt bei eigener Abwesenheit, für eijien Stellvertreter, der jedoch üi der Lage sein muß, sämtliche Fragen beaiilworten. Muß eine ganze Familie verreisen, so werden die Unterlagen bei Nachbarn hinterlegt. Nu/ durch strenge Selbstdisziplin kann der Untersteirer den Zählkommiasionen behilflich sein. Da am Somatag RelchsjugendfüJarer Ax-mann in der Untersteiermark eintrifft und die unterstelrlsche Bevölkerung natürlich den Gast sehen und begrüßen will, werden alle VolksgenoMen, bei denen die Bestandsaufnahme noch nieht durciigeführt ist gebeten, sich ansciilieOend an den herzlichen Empfang, den wir dem Rcichajugendführer bereiten wollen, auf dem kürxesten Weg wieder in üir Heim zu begeben. Eine umiotwendige Henmiun^ des Arbeitsvorganges kann auch durch tlas Nichtvorhandensein der Personalpapiere eintreten. Jeder Untersteirer halte daher einen gültigen Ausweis, vor allem auch die Mitgliedskarte des Steirischen Heimatbundes und die Par-teigeno&aen noch die Mitgliedskarte der NSDAP bereit. Es iat aelbstverständlich, daß nur wahrheitsgetreue Antworten gegeben werden dürfen. Die Angaben werden überprüft! Gegen Zuwideriuindelnde würde mit äußerster Strenge vorgegangen werden. Kbenso ist es selbstverständliche Pflicht jedea Mitgliedes des Steirischen Heimatbun-! des, die ihm von der Organifation zur . Durchfühnmg der Bestandsaufnahme aufge-I tragenen Arbelten gewisseniiaft imd pünkt-! lieh zu erledigen. Die Bestandsaufnahme bc-: zweckt der IHihrung des Steirischen Helmat-j bunde.Das Is woll der Tuifel, haben dö Pluiwasch da heroben niemand steh'n, — wenn nia untern Schloß gegen das l'ölenglitl und Kügler druckt, kamen wir ihnen akrat im Rucken«, meinte der Prack. >Und nachher mit die P'selrer z'sanun fahreten wir mit die Löter durchs Loch aus«, sagte bedächtig der Oberdorner. "»•Leben la.S3en diese gemeinen Ixiit' tat l ungern«, ei-widcrte finaler der Wild. Er hatte Gnmd dazu. Kaum zwei Scheibenschuß weit imter ihnen, beim Kügler war die Lina, seine Braut, beheimatet. Daa stattliche Haus mit seiner riesigen Scheuer bekundete den Wohlstand dos Bauern. Nach dem Krieg wollte er sie auf seinen Hof als Bäuerin führen, das schönste Mädel vom ganzen Burggrafenamt. Um keinen Prei.s der Welt war sie m bewegen gewesen, mit ihrem alten Vater zu flüchten, wie er ilir angeraten. »Von Haus und Hof geht man in Kriegszeiten erst recht nicht«, war kurz und bündig Uire Antwort. — »Fahlen blos die P'selrer«, unterbrach der Prack sein dumpfes Brüten, »wenn sie gratl schon da wären!« »Sie sein da«, rief c« hinter den Felsen heraus, »imd wcnn's nlt besser aufpaßt's holt euch sowieso der Teufel.« »Ja HimnielherrgottHakrament, wo bist denn?« — »Sei lei stad«, lachte der Happer-ger, seine zaundUrre, ellenlange Gestalt hinter den Felsen herausschiebend, »Sei lei sLad, Mandl, an alter Gamsjager werd' wohl no schleichen können«, und ahmte täu.schend mit der hohlen Hand den Rtif des Eichelhähers dreimal nach, der kurz darauf vom Gfeiaer Waal ebenso prompt erwidert wurde. »Also, wenn'a ordentlich losgeht« erklärt der Happerger, »s'werd ninuner lang dauern, drucken wir von Haslach gegen daa Dorf, Die OberwLntschger keminen so um a zehen« übern Partschlruscr Waal her, hat der Thal-guter vom Anderle (Andrea.s Hof er) Bot-.schaft, und oä mtiasan sie dö Himd, — siegst ja, wie sie hausen.« Da flammten wie zur Bestätigung am Rand dos Dorfes, das jetzt bosser sichtbar wurde, ein, rwe!, drei Häu-ücr auf. ^Der Strcitl ist's, der Nunnenmair und der Tritscher, Mander, es wird Zeit«, mutmaßte der Prack, schnallte »ich den Kugelbeutel um, und die anderen griffen zu ihren Stutzen. Da blitzte es am Segenbühol weit draußen auf, — drei dumpfe Schläge, Es geht los! »Hölltuifei, da drüben seh' ich a Kutt Franzosen gegen den Kiigierhof rennen«, schreit der Wild, »melur wia a Stucker zwiuizig sein's nlt. Mir nach! Die wollen plündern, Ivaben nichts gut's im Siiui, — schau daß deine P'selrer rechtzeitig herbringst, H^perger, mir drei sein leicht genug für dö da unten. Ungern lasset icli die Lina...« Da dringen gellende HiLferuto herauf, und wie die Rachegötter stürmen die Bauern hmunter. »Holla, Mandl, laß dir frisch a Scheib' aiif'n Bauch noalen«, grinste der Li>rner und drückte seijien Sturzen auf einen französischen Offizier al, der eben seinen Leuten den F ^fehl erteilte, die große Scheune des Kügler als abschreckendes Beispiel, wie Captain Marmont sich immer au9-z!i 'rücken beliebte, anzustecken. Jlih reckte dei- Captain die Hände in die Höhe tmd fiel auf s Gesicht. »A blßl rechts« kritisiert sachlich der Prack. »Von mir aus!« schreit der Wild und schlägt ebenfalls an. Da reißt e« den Tambour, der eben den Rammelstreich ."Oblagen will, wie der Bllt« nieder. Der WUd hatte ihn mitten in die Stirn getroffen. ^ 3eite 6 »Martwirgcf Zeittmgt 27, November 1942 Ntimtner 331 Dertn»elüiin(ffaddesMeiis(lienalsHelh!rinseii!rSolilatea Seit lanfTftn Zeiten hat «ich der Mensch daa 'l'ier 2\uiutze gemacht. Ob es nun friedlicher Arbeit, der Ja^d — oder dem Kampf und Kriege galt, immer waren es awei Vertreter der Tierwelt, die dem Menschen dienstbar wur lieber 900000 Reichsinark In der Steiermark Marburg wieder an der Spitze Großer Erfolg der Reichtstraflensammlung Auch die 3. Relchsstraßensammlung „Deutsche Bauernhäuser" wurde In der Steiermark ein großer Erfolg. Nach dem vorläufigen Ergebnis wurden In der größeren Steiermark 900 403 Reichsmark gespendet gegenüber 621 525 Mark bei der vorjährigen Sammlung. Die Steigerung beträgt also 45 v. H. An diesem Ergebnis sind der Altgau mit 615 403 Reichsmark gegenüber 378 768 RM im Vorjahr (Steigerung 63 v. H. und das Unterland mit 285 000 Reichsmark gegenüber 242 756 RM (Steigerung 18 v. H.) beteiligt. An erster Stelle w'oder der Kreis Marburg-Stadt. Bei einer Durchschnittsspende von rund 1.13 Mark je Kopf der Bevölkerung wurden rund 80 000 R eichsmark erzielt. iW folgen die Kreise Bruck mit 39131 (im Vorjahr 26800), Leohen mit 58 000 (37 1 00), Liezen mit 40 000 (22 000), Graz-Sfadt mit 100 100 (79 500) und an sechster Stelle Judenburg mit 42 000 (28 000) Reichsmark. Wieder verdient ein Landkreis ganz besonders hervorgehoben zu werden. Mureck konnte sein vorjähriges Ergebnis von 4790 Reichsmark um 160 v. H. auf 12 500 Reichsmark steigern. In der Untersteiermark lauten die Sammelergebnisse wie folgt; Marburg-Stadt rund 80 000, Clin 80 000, Trifail 17 000, Pettau 45 000, Rann 18 000, Marburg-Land 34 000 und Luttenberg 11 000 Reichsmark. m. Mißgeschick eines Lehriing«. Dem Arbeitskameraden des 15jährigen Elektrolehr-llngs Willibald Eigener aus Marburg glitt der Hammer aus der Hand und fiel dem unter Ihm stehenden Eigener auf den Kopf, wodurch er Kopfverlet^ngen erlitt — Zwei Sträflinge gerieten hinter den Drei Teichen in Streit, wobei der 28jähr!ge Franz H. mit einem Taschenmesser eine Schnittwunde am rechten Unterarm erhielt. — Die 4Ö Jahre alte Wirtschaitsgehllfin Agnes Groschl aiis Egldl in den Büheln brach sich bei einem Arbeltsgang durch den Fall den rechten Arm. — Sämtliche Verunglückten befinden sich im Marburger Krankenhaus. mmsm in >Schießen karunst bes.ser, Jetzt aber heißt's dreinschlagen. und das ist mehr werte, brüllt der Prack. Dieser Meinung war auch Leutnant Vltry von den Ufeni der Garonne. Eis half alles nichts, diese verfluchten Bauern schössen Ihm seine besten Leute zusammen. Er war zur Sicherung des rechten Flügels kommandiert und wollte sich die gute Gelegenheit, ein wenig zu plündern, nicht entgehen lassen. Außerdem war er wütend, sich mit dem Baiierngesindel, wie er die Tiroler nennt, herumschlagen und sich darm noch extra von .seinem Vetter Luden, der In der Garde Cambronnes dient, verspotten lassen zu müssen. »Parbleu! Bajonett auf! Allons, Kinder!« Her/jserreißendes Schreien, das in einem Winseln erstirbt, geJlt jäh auf, aus der Haustür taumelt blutend die Lina, bricht neben dem Dengelstock nieder. Drinnen kracht ein Schuß. Der Franzose, der mit rauchender Muskete in der Tür sichtbar wird, schlägt vornüber, der Wild hat genau gezielt! Da ist auch der Prack als erster heran. Mit einem Kolbenschlag zerschmettert er Leutnant Vltrys Kopf. Der Domer unterremit den nächstmi und wirft Um gegen die Hausmauer, daß er liegen bleibt. Des WlUls Blick fällt auf die Lina, sieht, daß Jede Hilfe umsonst Ist, brüllt wie ein Stier auf, schlägt mit seinem Stutzen rasend um ^ich. Die übrigen Franzosen flüchten im panischen Schrecken. Wie ein Panther der Wild h'nterher. Ein Brüllen läßt die Luft erzittern. Die Passelrer Vorhut hat den Hohlweg von Schloß Auer erstürmt. Rette sich, wer kann! Die wenigen Franzosen purzeln mehr, aUT sie laufen, d\e stelle Schloßwiese h'nun er. Da« Oberdorf brermt, von Men^n h-'r.Tuf kra chen dumpfe Kaixoiieiuichiäg' In wütendem Ansturm wird der Feind mit Hilfe der Passelrer aus den nächsten Höfen geworfen, der Thalguter Ist mit seiner Kompanie und den Obervintschgern vom Farmersteig her den Franzosen in den Rücken gekommen, mitten Im Dorf neben der Fried-hofmauer ballt sich der Kampf. Hier kommandiert Oberst Leouer, versucht zu sammeln — vergebens. Die breimenden Höfe, das Niedermetzeln wehrloser Frauen und Kinder hat die Wut der Tiroler aufs äußerste entflammt, und wie die leibhaftigen Teufel dreschen die Passelrer mit unigekehrten Stutzen auf die Franzosen los. Es gibt keinen Pardon und wird auch keiner gegeben. Allen voran der Wild, blutiger Schaum trieft aus seinem Mund. Der Fraiusmann wird buchstäblich den Hügel hinuntergeschlagen. Belm Himmelrelchgürtel am Bühel Ist eine Batterie Zwölfpfünder postiert, deren Kartätschen Tod und Verderben unter die Stürmenden speien. Als die Kanoniere wieder laden, springt der Wild, der weit voraus ist, mit einem Satz mitten In die Batterie und räumt unter der Bedienung auf. Da brennt ihm Sergeant Sarbatasc die Ladung seiner Pistole auf drei Schritte Distanz in die Brust Die Batterie ab^r schweigt. In regelloser Flucht über den toten Wild h'nweg wird der Feind von allen Selten über den Abhang geworfen, In die Stadt gedrängt, von drei Se'ten fest eingeschlossen. Die let::te Schlach* des Jah es 1809 Ist gewonnen. Gen'^'al Ri'slca ?! h heimlich noch In der Nach' mit dorn R^s' seiner Truppen ab. Die n'^c'^s en Wo^h'^n aber brach die t)bermicht der ra-'/^h nachrückenden Detachcmcnts aus und Tr'ent den Hcl'^en'vic'er tani f'er P uem ' Der» W'Ul und d'e Kli I r L'na hat nai i i^emeinsam an der Kirclüwftuuuer beL-rülgU Der Tod vereinte, was daa Schickaal getrennt. Blauweiß glitzern in den letzten Abendsonnenstrahlen die Gletscher der Ortler-gruppe auf das Grab. Des Gantkofels weiche, edplgeschwungene Linie schließt die ^ Sicht gegen Süden. Das Kirchlein »St. Ka-I tharina üi der Scharte« grüßt von der Höhe , und hält die Wacht im Osten für die beiden, die mit den übrigen Gefallenen des Dorfes die ewige Ruhe hier gefunden im Kampfe für die heißgeliebte Heimat. a. Badewannen leihweise. Das, was wir Menschen des 20. Jahrhunderts heute in der Hygiene als selbstverständlich ansehen, galt vor nicht allzu langer Zeit noch als iluxus. Noch vor hundert Jahren hielt man das Zih-] neputzen für eine Modenarrheit, die nur in I vornehmen Häusern befolgt wurde. Natürlich ! ging in diesen Zeiten das Zähneputzen noch j nicht täglich vor sich, sondern etwa allmo-I natlich kam zu den besagten »vornehmen« j Familien der Bader, der die Zähne sämtlicher I Familienmitglieder auf das gründlichste be-I arbeitete. Und zwar mit Sand und Seife. Sogar das Baden war bis zur Mitte des 19. Jahr-luinderts ein »Luxus«, den sich nur die Reichen leisteten. Zu diesem Zwecke gab es große Institute, die sich ausschließlich mit dem Verleihen von Badewannen beschäftigten. Jede f'amilie, die etwas auf sich-hielt, machte einmal im Monat von dieser Einrlch-tnr;T Gebrauch. Selbst Kaiser Wilhem I. lieh sich allwöchentlich seine Wanne aus dem Unter den Linden gelegenen Hotel »Rom«. An diesem Tage waren dann die Zimmer-r:äste im »Rom« trockengesetzt, denn in dem rn/cn Hotel existierte nur eine einzige Wanne. KreislfiDrer siroM >b iciMIx Im Saale der Leibnitzer Kauimannichaft sprachen am 23, November in einem Groi)-appell der politischen Leiter und Führer der Gliederungen und Verbinde Gauinspekteur Koderle und Kreiaführer Strobl vom Steiri« sehen Heimatbund, der die Aufbauarbeit dei Steirischen Heimatbundes im Unterland schilderte, die trotz der kriegsbedingten Schwierigkeiten planmäßig und erfolgreich verlaufe. Gauinspekteur Koderle zeigte die Aufgaben des Führerkorps der NSDAP auf, wobei er der kompromißlosen Härte und moralischen Solidarität jedes einzelnen Führers größte Bedeutung beimaß. Anschließend sprachen noch Kreisleiter Tomaschitz, Krelspropagandaleiter Froböse, der sich von seinen bisherigen Mitarbeitern verabschiedete, um im Osten seine neue Tätigkeit aufzunehmen, und Kreisobminn der DAF Fg. Divjak. m. Zeugnisse erst in Febniar, Der Reichserziehung sminister hat angeordnet, daß von der Erteilung eines Halbjahreszeugnisses am letzten Schultag im Monat Jänner an den Volks- und Mittelschulen abzusehen Ist. Die Zeugnisverteilung soll vielmehr am letzten Tage der ersten vollen Pebruarwoche voi-genommen werden. m. SO Gramm sollen 50 Graaun bleiben. Eine wichtige Anordnung ist im Hinblick auf die Verteilung von Bohnenkaffee zu Weihnachten getroffen worden. Nachdem bei früheren Verteilungen der Handel bei der Abgabe von Röstkaffee vielfach das Verpackungsmaterial zum Nachteil der Verbraucher mitgewogen hatte, wird angeordnet. daß der Kaffee diesmal netto zu verpacken ist. Jeder Verbraucher hat Anspruch auf das volle Gewicht. m. BefOrdeningsleler nnd Werkarbdten-ansstellung der Deutseben Jagend in Peltaa. Am Dienstag, den 24. November, trafen lieh Führer und Führerinnen des Bannes Pettau Im Festsaal der Hauptschule. Nach der Be-förderunqsfeier des Jungstammes besichtigten die Führer die Werkausstellung. Unter den vielen gediegenen Arbeiten tlel es dem Krelsföhrer, der auch trschlenen war, sehr schwer, die beiden besten auszusuchen, die von Ihm mit Buchpreisen bedacht wurden. Kreisführer und Hauptbannführer Bauer richtete besonders herzliche Worte an die Führerschaft. Er erzählte vom Kampf der Bewegung und führte aus, daB Immer nur die Jugend Trägerin aller revolutionären Ideei se'n kam und muß. Nach der Erörterung #ichttger Fragen besuchte die Führerschaft gemeinsam eine Filmvorf'lurunq m. Nachrichten ans der Ortigmpp« Strah-leck. Bei der Großversammlung in Strahleck sprachen Pg. Rotbarth und StroB. Mit großem Interesse folgten die 946 anwesenden Volksgenossen den Reden. — Derzeit laufen 24 Sprachkurse, die zu 50 Teilnehmer aufweisen. Das ist bestimmt ein Beweis, daß sich die Leute bemühen, das einzuholen, was sie in den letzten Jahrzehnten nicht aus eigener Schuld versäumt hatten. — Den Bund fürs Leben schlössen Ernst Eckhardt und Maria Petrei aus Marburg. m. Knabe von Kirnftwagen überfakren. Gestern in den ersten Nachmittagsstunden MTurde auf der Petta,uer8traBe in der Nähe der Firma Reich der neun Jahre alte Marian Greschnig aus der Pettaueratraile 33 in Thesen bei Marburg von einer Luxuslimousine überfahren. Der Knabe erlitt einen Oberschenkelbruch und wurde vom Deutschen Roten Kreux ins Marburger Krankenhaus überfuhrt. m. Von der LokoaoUve erlaAL Die in Graz-Gösting wohnhafte Schuhmachersgattin Ludmilla Schambsch, 74 Jahre alt, wurde beim Uberqueren der Bahnlinie beim Umspannwerk in Göstlng von einer heranfahrenden Lokomotive erfaßt und zur Seito geschleudert Sie erlitt innere Verletzungen, eine Gehirnerschütterung, einen Rückgratbruch und Quetschungen und verschied bei der Einlieferung ins Kraukenhaus. m. Bidertagnng. Der Reichsfremdenverkehrsverband hält in der Zeit vom 3.—5. Dezember mit den Geschäftsführern der Landes' fremdenverkehrsverbinde, den Bäderreferenten, Kurdirektoren und den Bürgermeistern der Heilbäder nnd bedeuteren Kurorten in Leipzig eine Arbeitstagung (Bädertagung) ab, die der Ausrichtung der Arbelt der Heilbäder nnd Kurort« auf die kriegswichtigen Aufgaben dient TuHBinHi Hl IWH INHRMIWK Zwei Bemfsverbrecher, der ISmal vorbestrafte 32 Jahre alte Franz Walla nnd der lOmal vorbestrafte 30jährige Johann Brand-stitter, sind vom Sondergericht Wien wegen Rückfalldiebstahls als Votksschfldlinge und gefährliche Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt worden, ihre Hehler, der 16mal abgestrafte dSjährige Franz Pesir zu sechs Jahren Zuchthaus und der 36 Jahre alte Karl Chmelik zu drei Jahren Gefängnis. Walla hat von der Rampe des Postamtes auf dem Ostbahnhof acht Koffer mit Kleidern und Wertsachen, eine Kiste mit 272 Armbanduhren und 14 Pakete, die hauptsächli^ Lebensmittel enthielten, im Oesamtwert von rund 5000 Reichsmark gestohlen. Brandstät-1er nahm von ihm einen Teil des Diebsgutes gegen Bezahlung ab. Die restliche Beute wurde von Pesir und Chmelik verwertet Schwer zn sagen »Ach bitte, sind Sie vielleicht aas der Stadt?« ^ »Ja, ich wohne hier.« »Kennen Sie mir dann vielleicht sagen, ob dies hier die dritte Querstraße rechts ist?« NumnMr 331 »Mart)upgef 27. Novefnt)cr 1§42 Seite 7 Aas aiiee lüeit a. IIS Nachkommeo KratullM'ea zur Dl«-maateaen. 71 Enkel und 34 Urenkel konnten in diesen Tagen einem Ehepaar in Aurich-VViesiiioor, in der Provinz Hannover, zur diainanteneu Hochzelt gratulieren, zu der rnsgesamt 115 Naclrkoinmen ihre Glückwünsche darbrachten. Aus der Ehe gitrsen zehn Kinder hervor, die alle noch am Leben sind. u. Von cintitn Elefanten getötet. Vor Kurzem kani der Zirkus Wolfson nach Frag-Troja, uiii dort wie üblich zu überwintern. Unter den zahlreichen Tieren, über die der Zirkus verfügt, befindet sich auch eine alte abgerichtete Elefantenkuh, mit der die Zir-ku.sangestellten in der Manege und auch außerhalb der Vorstellungen prächtiec Schaustücke vorführeiu Diese Elefantin hatte der bei dem Zirkus angestellte ITiährige Kutscher Fr. Sipck besonders lieb gewonnen iMid ließ sich von ihr des öfteren in seiner Freizeit gegen eine kleine Näscherei mit dem mächtigen Rüssel schaukeln. Als ibr Sipek dieser Tage wieder ein Stück Zucker brachte, hatte das Tier offenbar keine Lust zum Spielen, denn es erfaßte den jungen Maitu mit dem Rüssel und schleuderte ihn au die Mauer, wo er zerschmettert liegen blieb. Das tragische Unglück wurde zwar sofort bemerkt, doch war jede Hilfe bereits umsonst. a. 7000 Grad Wärme anf der Erde, n^enn... Um ciae exakte Vorstellung von der ungeheuren Leuchtkraft der Sonne zu geben, hat man das von ihr ausgehende Licht mit künst-,liehen Lichtquellen verglichen. Diese Ver- fieiche bewegen sich zugunsten der Sonne ti riesigen Zahlen. Messungen ergaben, daß das Sonnenlicht 200mal so hell ist, wie elektrisches Licht. Das voiii Vollmond ausge* hcndo Licht ist mehr als 60Q0U(hnal schwächer, als das der Sonne. Wollte man einen Gegenstand in gleicher Stärke beleuchten, wie es die Sonne vollbringt, so müßte man 2500 Lampen mit der Lichtstärke von je 100 Kerzen einen ^Meter entfernt von diesem Gegenstand, aufstellenl Das vom Jupitei; aus-gnhendß Licht ist etwa 5000 Millionen mal schwächer, als das der Sonne, das des Sirius, des hellsten Fixsterns, 18 000 Millionen mal. Und dennoch ist, nach den Ergebnissen astro-physikalischer Forschungen, die Sonne, die von der Erde rund 150 Millionen,Kilometer entfernt ist, nur ein Zwerg an Leuchtkraft gegen andere, allerdings unendlich weiter entfernte Himmelskörper. So übertrifft die leiichtki'aft des Sternbildes Dorado oder ,Schwertfisch das der Sonne noch um dds 'Dr('fhundertfachc, nach anderen um das t unfhunderttausendfache. Würde dieses Hirn-melsgebilde der Erde so nahe sein, wie die Sonne, so würde die Temperatur auf der Erde ungefähr auf 7000 Grad Wärme steigen. Die unterstelrische Landwirtschaft vor grossen Aufgaben Erhöhte KrleKtleistunsea durch Marktbelleiei uns — Die Ämter* des Beauftraiten lür Ernähruns und Landwirtschaft tagteii In Anwesenheit des Bundesführers In Cllll Vor eifiigen Tagen fand iu Cilli eine Arbeitstagung der Ämter des beauftragten für Ernährung und Landwirtschaft statt, an der auch Wundesführer Steindl in Vertretung des üaulciters Dr. Uiberreither und als hührer des Stcirlschen Heiniathundes, sowie Kreisführer und Landrat Dorfineister teilnahmen. Lundesbauernführer Hainzl wies eingangs auf die enge und gute Zusammenarbeit seiner Dienststellen mit dem Steirischen Hei-tnatbuud und auf die gemeinsame Arbeit zum Wohle der untersteirischen Landwirtschaft hin, deren Leistungen gehoben werden müssen, die aber aucli jetzt bereits in steigendem Maße zur Sicherung der Ernährung beitragen soll, was in zunehmenden Krieg.smarktleistungen sichtbar werden muß. Die erhöhteiK Lebensniittelrationen dürfen nicht den Glauben erwecken, die Ablieferung des Einzelnen, auch kleinsten Hofes könne nunmehr nachlassen. Gerade in der Untersteiermark muß von 'jedem Erzeuger die größte Anstrengung gemacht werden, ähnlich wie in der Altsteicrmark höchste Kriegsleistungen durch Marktbelieferung zu erbringen. Landwirtschaftsrat Lungershausen gab anschließend ein Bild der Versorgungslage, aus der zu ersehen ist, daß die Marktleistungen der Untersteiermark gegenüber dem Vorjahre bereits erheblich gestiegen sind, jedoch muß weiterhin stärkste Ahlieferungs-fieudigkeit erwartet werden. Oberlandwirtschaftsrat Dr. Franz erstattete fiericht über die augenblickliche Erzeu-frungslage und die bei Beginn des zweiten Jah'res der untersteirischen Kriegserzeu-gunjtsschlacht. sich ergebenden Notwendigkeiten für die weitere Leis^ngssteigerung der Landwirtschaft und die Ernährungssl-cherung der 561000 Menrschen in der Unter-Steiermark. In ^nderreferaten sprachen Oberland* Wirtschaftsrat Ins. Hehizl über die Saatgut-und Düngerversorgung, sowie Abteilungsleiter Ing. Ragoßnig üfeer die Lage^ und Entwicklung des Maschineneinsatzes. Aus den verschiedenen Referaten und der gemeinsamen Aussprache, an der sich insbesondere auch Landeshauptabteilungsleiter Scholze beteiligte, ist folgendes hervorzuheben; Die Umlagen an Getreide, Mals, Heu und Stroh müssen voll erfüllt werden. Ebenso mu(J stärkste Kartoffelablieferung zur weitmöglichsten Eigenversorgung der Unterstei-ermark gefordert werden. Wegen der Heuknappheit werden sofort v.eitere rund 5000 Rinder dem Schlachtvieh- 22 Billionen Bluttcörperchen wandern durch unseren Körper 150 Quadratmeter Lunge — Interessantes um ein Menschenleben ■ Statistiker und Chemiker sehen den Menschen mit anderen Augen an als etwa der Künstler oder der Arzt. Das Wunder des menschlichen Organismus zeigt, in Zahlen ausgedrückt, -die -gröttten Überraschungen. Cl>emiker haben nachgewiesen, daß unser Körper überwiegend aus Wasser zusammengesetzt ist,, wobei sein Wassergehalt in der Jugend am gröliten ist und dann mit späte-rs-n Lebensjahren allniählich abnimmt. Die Redensart, daß ein alter Mensch »vertrocknet«, beruht.also durchaus auf einem wissenschaftlichen Hintergrund- - Forscher haben nachgewiesen, daß der Wassergehalt des menschlichen Körpers beim noch ungeborenen Kinde im Mutterleibe 94 Prozent beträgt, beim Neugeborenen ist er bereits auf 69»/o zurückgegangen, im Greisenalter beträgt er nur noch etwa öS"/». Dieses »Eintrocknen«? des Menschen wird äußerlich sichtbar an dem aJlinählichen Welken, der Runzelbildung der Haut, an allgemeiner Erschlaffung und Faltenbildung des Körpers, Jeder weiß, welche ungeheure Bedeutung die Zahl der Blutkörperchen im menschlichen Körper besitzt. Ein moderner Wissenschaftler Hat einmal ausgerechnet, daß jeder Mensch 22 Billionen dieser Blutkörperchen in seinem Körper beherbergt, und um diese Masse der Autbauteilchen sinnfällig zu veranschaulichen, hat er gleich noch berechnet, daß diese 22 Billionen, aneinandergereiht, dreimal um den Äquator gelegt werden können. Die Methode, wissenschaftlich erarbeitete Zahlen auf diese Weise zu veranschaulichen, ergibt immer wie- der Überraschungen. So hat man zum Beispiel nachgewiesen, daß eine Drittelmilliarde kleiner Luftkammern und Bläschen zusammen unsere Lunge aufhauen. Die gesamte Oberfläche dieser Bläschen und Kammern ist 75-mal so groß wie die gesamte Oberfläche des menschlichen Körpers und entspricht einer Ausdehnung von 150 Quadratmetern. Auch die Haare des Men.schen hat man längst sorgfältig gezählt. Da sie ständig nachwachsen, braucht niemand in Sorge zu sein, wenn ihm täglich ein paar Dutzend davon ausgehen. Interessant ist dabei, daß blonde Menschen einen reicheren Haarwuchs aufweisen als brünette. Man hat bei einem blonden Menschen auf der Höhe seines Lebens durchschnittlich 100000 Haare gezählt, bei einem brünetten dagegen nur 80 000, Das wird dadurch ausgeglichen, daß das einzelne dunkle Haar stärker ist als das helle. Die gesamten Haare wachsen täglich zusammen um 30 Meter. Aber nicht nur diese Zahlen hören sich gewaltig an — nicht weniger überraschend summiert sich uitöere Zeiteinteilung. Der Mensch verschläft im Jahre rund vier Monate, wobei die Zeit, die wir manchmal noch durch Krankheiten im Bett verbringen müssen, gar nicht mit berechnet ist. Höchst nebensächliche Dinge, wie An- und Ausziehen, Waschen usw. wachsen im Laufe eines Jahres beträchtlich an, rechnet man dafür nur täg-Ich eine Stunde, so ergibt das schon wieder 360 Stimden im Jahr, also einen halben Monat. markt zugeführt. Freiwillige Lieferungen an Entrümpeiungsvieh über die festgelegten Zahlen hinaus werden dringend erwartet. Hierbei muß auch stark in die weit übersetzten .lungvielihestünde gegriffen werden. Das hierdurch ersparte Futter soll der besseren Fütterung der Milchkühe dienen. Alle Betriebe werden schnellstens zur Milch- bzw. Landbutterlieferuiig herangezogen werden. Zurzeit beträgt die Anlieferung der Untersteiennark bei Umrechnung auf alle Kühe erst der Molkereibelieferung der Altsteiermark, Alle Kreise erhalten in Kürze ein Anhauflächensoll für Getreide, Kartoffel, Gemüse und Sonderkulturen (Ölfrüchte und Sanien-futterpflanzen) auferlegt, das durch die Er-nährungsäniter auf die einzelnen Gemeinden und in den Gemeinden auf die einzelnen Besitzer aufgeteilt wird. Auf Grund der festgelegten Flächen wird jeder Gemeinde ein Marktliefersoll bestimmt. Die benötigten Betriebsmittel werden, soweit sie zur Verfügung stehen, bereitgestellt. Karoffelsaatgut kann in doppelter Höhe wie im Vorjahre vermittelt werden. Auch die Anforderungen an Kalk und Kali können ansteigen, wobei sich jedoch der Kaliaut'wand nach den zur Verfügung stehenden Mengen an Fhosphorsäure und Stickstoff zu richten hat und nicht planlos erfolgen darL Infolge Eisenverknappung wird der Gerneinschafts-Maschineneinsatz noch weiter verstärkt. Die weitere Gründung von Dorfmaschinen-gemeinschaften in allen Kreisen der Untersteiermark wird sofort eingeleitet Bundesführer Steindl gab seiner Freude über die intensive und erfolgreiche Arbeit für die unterstelrische Landwirtschaft Ausdruck und überbrachte die Wünsche des Gauleiters und Chefs der Zivilverwaltung Dr. Uiberreither, daß die Untersteiermark bezüglich Vieh, Milch, Gemüse und Kartoffeln baldmöglichst zur Selbstversorgung und bezüglich Wein, Obst, Eier und Schl^htge-flügel verstärkt zum Exportland werden möge. Nach weiteren Referaten schloß Landes-bauernführer Hainzl die ganztägige Arbeitstagung mit der Hoffnung, daß das neubegonnene Wirtschaftsjahr 1942/43 eine weitere Aufbauleistung ynd Leistungssteigerung der untersteirischen Landwirtschaft erbringen soll. Das BiwelB der Kartoffel 'Daß Pellkartoffeln gekocht werden sollen, damit das Eiweiß nicht verlorengeht, weiß allmählich jeder. Damit sind die Kenntnisse im allgemeinen aber auch erschöpft, 1 Kilo Kartoffeln enthält ebensoviel Eiweiß wie Va Liter Milch. Die Kartoffelwocheiira-tion von drei Personen enthält also die gleiche Eiweißmenge wie 5 Liter Milch. Zudem ist das Kartoffeleiweiß für den Menschen sehr leicht verdaulich. Bekannt ist ferner, daß in der Kartoffel das Eiweiß in einer Schicht unterhalb der Schale sitzt. Wie stark ist aber diese eiweißhaltige Schicht? Sie ist nicht erheblich dicker als die Stärke der äußeren braunen Schale. Beim Schälen der ungekochten Kartoffeln wird sie also restlos fortgeschnitten. Auch beim Schälen der Pellkartoffeln darf mit dein Messer nur die äußere braune Haut entfernt werden, wenn das Eiweiß erhalten bleiben soll. Interessehalber mag noch mitgeteilt werden, daß die eiweilihaltige Schicht gleichzeitig der Träger des Farbstoffes bei roten und blauen Kartoffeln ist. Dieser Farbstoff sitzt also nicht in der äußeren gelbbraunen Schale, die aus Korkzellen besteht, sondern etwas darunter. Der Farbstoff wird beim Kochen ausgelaugt. Aus der Tatsaclie, daß die Farbstoff führenden Zellen gleichzeitig das Eiweiß enthalten, ist zu ersehen, daß sie sich tatsächlich sehr dicht unter der Oberfläche befinden. Wir hörm h«ut im Rundfunk rrciUK. 17, November R*lclupr«KramiB (RelchtMuder und DeuUcblandkcnd^rt 15—I5J0 Uhr: Deutsche Volkslieder mit Lauic. Streichquartett u. a. — —Ib: SAltstenkonzert tnii Qerda Lamniers, Lieder von Hans Maria Dombrowsk . Hans Priegnitz, Ulrich (lebe! u. a. — 17.15— Neu/eiiliche Tanz- und ünterlialtun<&musik unter Jüi Mofiniann. — 18.30—19: Der ZcitspiCgel. Uraunuhrui)£ der Operette »Manina« von Nico Dostal. Utrichtu uut Jen Niederluuden, NorwcEcii, Frankreich, lialiuti und vom halkan. — lO.j.S- I9.J(J: l'rontberichtc. — 10.45 -?0; Dr. floelibcK Artikel »Über die iiolitisclic LtiUcn Schaft«. — Spuk im lierliner Zimmer., rtiusikaiischc Szenen mit beliebten Weisen unter der Spieliejtun^ von Wilhelm Uhlers. — 2.J.20— SportnachriclKen. Deutscblandsender: 17.15—18.30; Sinfoniekonzerl unter Peter Raabc' (zi seinem 70, Qeburtstait) mit Webtr, B»;ethoven (VIL hinlonie). Liszt. — jn.15—21; Krste SendunR des Tran.;-Schniidt-Zyklus, erster Akt aus der Oper »l'redijjun-dis< mit tisc Düttcher. Antpn Dcrmola. Alfred Jerser. Adolf VoKcl, — 21—22; Vierte Sendung »Marksteine lierliner MusikKeschichtc«: C, M. v. Weber In IJcrIin. LcitunK Heinz-Karl Weisel, Oeslaltunn: Hcinriclr Burkard, mit Tosiia I^emnitz, Wilhelm Schirp n, .t. Spoet und 'JMtUH PUne über neue FuBball-UDderspiele Ans einigen Ländern werden Pläne über Fußballänderspiele Im Jahre 1943 bekannt, Schweden hat sedw internationale Begegnungen in Auflaicht genommen. In Stockholm sind vorgesehen Treffen gegen die Schweiz, Deutschland, Italien, Ungarn und Dänemark. Nur einmal soll die achweciische Nationalmannschaft reisen, und zwar im Monat Juni nach Kopenhagen. Der engere Vorstand des Italienischen Verbandes tritt am kommenden Wochenende in Florenz zu einer Besprechung zusammen. Es wird in erster Linie die Frage der Länderspiele für das Jahr 1943 geprüft« Es handelt sich im einzelnen um die Rückspiele, die von der Italienischen Nationalelf gegen Deutschland, Ungarn, Spanien imd Kroatien auszutragen sind. In Ungarn wird bereits damit gerechnet, daß die >Azzuri« Ende AprU nach Budapest kommen werden. Im Mai wUl Ungarn gegen die Schweiz und am 6. Juni in Sofia gegen Bulgarien zu Rückspielen antreten. Frankreich hofft am 21. Februar gegen Spanien in Paris, am 18. April in' Lissaison gegen Portugal und am 6. Juni gegen die Schweiz mit A- und B-Mannschaften spielen zu kömien. Tieferschüttert geben wir die traurige Nachricht, daß uns unsere liebe, unvergeßliclie Toch-,ter, Schwester und Tante, Frau Eleonore lurinwitsch rfib Leskowar Oeschäftsiflhaberifi und Besitzerin nach langem, qualvollem Leiden, heute, den 25. November 1942, für Immer verlassen hat. Das Leichenbegängnis unserer lieben Toten findet am Freitag, den 27. November 1942, um 14 Uhr (2 Uhr "nachmittags) vom Trauerhause Bad l^adein nach Kapellen statt tind wird im Familien-*U> beigesetzt. Die Seelenmesse wird am Samstag, den 28. No-inber 1942, um 7 Uhr früh, in Kapellen gelesen Bad Radein, den 2.'). November 1942. 12496 Anna LesKowar, Mutter; Agnes Neuhold, Vlnzen-7.ia Merkel, Schwestern; Anton Jurjowitsch, Neffe; ^^aria Jurjowitsch, Nichte und alle übrigen Ver wandten, Teräim/uit ; Wien» Fußballelf ftir Berlin. Für den 34, FuBballstädtekampf mit Berlin am kommenden Sonntag im Olympiastadion hat Wien folgende Mannscfiaft aufgestellt: Muail (Rapid), Kaller, BortoU (beide Vienna), Ku-bicka (Vienna), Gemhart (Rapid), Fucha (Sportklub), Riegler (FC Wien), Deckcr, Fischer, Strittich (alle Viemia) und Kerbach (Floridsdorf). : Ein Weilinaclit«tennlHtuniler wird in Barcelona stattfinden. Auch deutsche Tennisspieler wurden eingeladen. Von den Rang-listenspielcrn stehen jedoch nur Bauer (Nürnberg), Ferdinand Henkel (Berlin) und Dohnal (Frankfurt) zur Verfüg-ung. Von weiteren guten deutschen Spielern sind Bartkowiak imd Buchholz nach ihren Verwundungen im Osteinaatz zur Zeit im Lazarett, aus dem Gulcz (Köln) bereits entlassen wurde, : Italiens Sieiter im Dreiländerfechten. Mo-liepunkt und Abscliluü des Dreiländerfecli-tens in Budapest war am Sonntag das h'in-zelturnier auf Säbel, Nach harten Kämpfen erwies sich der Un.t;ar Kovacs als der beste h'ecliter, des.seii b!ndsic^ mit Kroßter liegei-sterunij ^^efeiert wurde. Die Freude wurde noch erhöht durch den zweiten Platz des Ungarn Rajc.saiiyi. Von den deutschen Fechtern hielt sich Liescher mit Siefen über File-Kaiue, (jaudini, üerevics und Rajcsanyi am besten. Den Länderkampf Kewann jedocli Italien mit 17 Punkten Kejren Ungarn mit lö und Deutschland mit 4 Punkten. ; Ein kroatischer Turnverband wurde in Agrani gcKründet. Zu seinem l.eiter wurde Braniniir Resch berufen, dt • sich bisher um die Turnsaclie in Kroatien srolie Verdienste erworben hat. : In der kroatischen FuUballraeisterschaft Kab es folgende Ergebnisse: Ferraria—H.ASK 1:0, Ciradjanski—Polizei 4:1, Concordia— Straßenbahner .^:0, Litschanin—["Eisenbahner 1:0. : Zum neuen Kuüballführer in Unxarn wurde Stefan von Jurarcz ernannt. Jurarcz i.st Generaldirektor der Oamma-Werke. Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere herzensgute Mutter und Großmutter, Frau Marie )urschitsch Gastwirtin und Besitzerin Mittwoch, den 25. November 1942, nach langem I-ciden für immer von uns geschieden ist. Das Begräbnis findet am Freitag, den 27. November 1942, um 14 Uhr, am Friedhofe in Maxau statt. Maxau, Marburg-Drau, Rohitsch, 25. 11. 1942 in tiefer Trauer: Viktor, Andreas, Marie Jur-sehitsch und Mitzi Bresinschek, geb. Jurschitsch, Söhne und Töchter, und alle Verwandten, 124SM Unser geliebter Sohn und Bruder Josef Röihel Soidat in einem Gcb..Jäger-Reg]ment ist im Kampfe tür Führer und Volk an der Front in Rußland gefallen. Globuvobrod bei Aman, Nov. 1942. In stolzer Trauer: Josef und Maria Röthel, Eltern: Wilhem Röthel. |f-Schütze, derz. im Felde, johann und Albrecht» Brüder; Maria, verehel. Wolf, Schwester. Seift 6 »Alarburger Zeitung« 27. Nov«fnb«r lO-ß Nttmintr 331 Stadtlheater Marburg a. d. Drau t'rcit&g, den 27. November Preise 3 Wasser für Canttoga Nt'luiuH|tiel Iii drei Akt«n von €ieorg Turner Beginn: 20 Uhr Ende: 23 Ulli o» o Mit Rücksicht auf die 12525 Bevölkerungsbestandsanfnalmie III der UnJersteiermark werden die Friaeurgeschäfte am Samstag, den 28. NüveinHer 1942, nur in der Zeit von 8 Uhr b«8 15 Uhr offen gehalten. Die Gefolgschaft hat daher ab 15 Uhr frei, Ulli t«r Br>e hriedau, eingetragene (jenossenschaft mit unbeschrankter Haftung, (iegensland des Unternehmens ist der Betrieb einer Spar- upd Darlehenskasse 1. zur Pflege f)r Kmuftrufct« für die ZivilrochtHpriego. Dir'nstsli'lle Cilli STEIRISCHER BElMATBÜND Amt Volkbildung f Volksbildungsstätte Marburg Samstag, 28. November ltM2, 20 Uhr Lichtspielsaal — Dumplatz 17 12528 Der revolutionüre Oat«n Literatur und Politik Es spricht: Dr. Karl Schallberger in Eintrittskarten zu RM 1.— und 0,60 in der Buchhandlung W. Heinz, Herrengasse, Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße 10 und an der Abendkasse STEIRläOHES UBIMATBUND KrelsfUhrung Marburg-Stadt Amt Vo'kbfldung Freitag, den 27. November 1942 BURG'KINO rernrui i3-l9 Heute 16. 18.30.21 Uh Sieben 3shre QUck mit Theo Lingen, Hans Moser, Wolf Albacb-Retty Hannelore Schroth 12495 Ein Film der Heiterkeit und Lebensfreude, tür Jugendliche nicht zugelassen I eSPLANADE '•ernrul 25-29 Heute 16. 18.30,21 Uhi = Heimatbundsaal Beginn 20 Uhr = i I. Symphoniekonzert des verstärkten Marburger ^tadttheaterorchesters, dirigiert von Musik-Direktor Hermann Frisch. Mitwirkende: Hildegard Forer-Heimbucher-Graz. FVanz Schubert, Josef Marx, Robert Schtimann. MUSIKRINOI Eintrittskarten im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße Nr. 10a und an der Abendkasse zum Preise von RM 2.— bis RM 4.—. 12190 Hordsache Cenci mit C*rola Hohn — Oiulio üonadk) — Osvaldo Valenti ■ 12524 Ein hochdramatisches Filmwerk um einen berühmten Kriminalfall I Für Jugendliche nicht zugelassen! ichlspiele Brunndorl Hochiel treite zu dritt Wochenschau, Kulturfilm Für Jugendliche nicht zugelassen! Vorstellungen teden Preitag um