Nr. 3. Samstag, 4. Jänner 1890. 109. Jahrgang. LMcherMMma. Prannmelatlonsprclö: Mil P oslverse „ b „ na : aanMitlg fl, 15, imldMrin st, 7 5»n, Im (! ump < ° ir: ^ »nuziälirin si, n, lMbjnlirin fl, 5ü<>. ssür dir ^„strNn»a ins Hau« ga^jciliriss st, 2, - ^nscrtrüs,crc prr jMe u lr.; bei öflrrn, Wilberyolungr» per ,'!nls i< lr, ^ Tir «Lllldachcr Zrüiinn» erlchriiil läss>ic!> lüi! VIüe»n!)»!s dei Tonn üüb ^rii'rlagc, Dif Udminisiration ^ dcfiüdrl sich llu»nrrss>'!ah 2, dir Redaction Balüilius^llsss !i4, Eprechsluilbsü brr ^cdattio» länüch von ' 10 liis 1^ UI»r vurmillags, - Uiisrllnlicrlc^Ärilsc wrrdcn »ichl ailgclwmmc» und Uanulcriple nicht zurüclgrstclll. >^^ Des h. Dreitönigs-Festes wegen erscheint die nächste Nummer am Dienstag den 7. Jänner. Umtlichei Weil. Se. l. und t. Apostolische Majestät hab?», mit Allerhöchster Entschließung vom 9. December v. I. dem Gcreuten drs Generalconsnls in Rio de Janeiro Consul Alfred Ritter von Mayr da« Ritterkreuz des Franz« Aosef, Ordens und dem Honorar-Kanzler Josef von Urmönyi in Kairo den Titel eines Viceconsuls allergnädiqst zu verleihen geruht. Der Fiuanzminister hat den Evidenzhaltungs-^eometer erster Classe Heinrich Brichta zum Euidenz-haltungsinsp?ctor der nellnten Rangsclasfe mit dem Standorte in Laibach ernannt. Der Iustizminister hat den Kaplan an der Kreis» decanats' und Stadtftfarre zu Radkersburg Franz Hehl zum zweiten Seelsorger in der Männer Straf-anstatt Karlau zu Graz ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die auswärtige Politil. Wohl auf keinem Gebiete der Politik gewährt das Jahr 1889 einen so befriedigenden und erfreulichen lnuckblick als im Gereiche der internationalen Frage». ">l sehrn, dass vom Beginne des Iahret die Ve-lllhiguilg und die Zuversicht in die Erhaltung des Friedens eiue fortschreitende Entwicklung find.t. Au« fänglich sind Politiker und Diplomaten noch befangen durch die Phrase von der Unsicherheit der herrschenden Zustande, welche Jahre hindurch das Motiv für die stetig zunehmenden Rüstungen und Kriegsvorbereitungen bilden. Das Motiv bleibt immer noch aufrecht, es wird aber nicht mchr so oft wie bisher beim Namen genannt. Die Vorbereitungen für den Krieg sind nirgends unterbrochen oder eingestellt worden, aber die Furcht vor dem Kriege hat doch beträchtlich abgenommen. Was am Beginne des Jahres sich kein gewissenhafter Diplomat zu sagen getraut hätte, das wurde ^^ Schlüsse desfelben ungescheut ausgesprochen, dass nämlich, soweit der Umkreis der internationalen Be» z'ehilngen reicht, leine Frage zu erblicken ist. die ein Hervorbrechen der Gegensätze nnter den europäischen Staaten befürchten lassen könnte. Cinen sehr wesent- lichen Antheil und ein großes Verdienst an der Besserung in der allgemeinen Situation hat die französische Republik sich erworben. Indem sie sich selbst ronsolidiert und befestigt hat, hat sie auch der Stabilität des Friedens eine mächtige Slütze gegeben. Zu Anfang des Jahres stand Frankreich noch unter dem Zeichen des Voulangismus. der die gesammte innere Ordnung über den Haufen zu werfen drohte. Mit großer Energie hat die Republik sich dieses ihres argen Bedräna/rs erwehrt. Sie hat ihm rücksichtslos dm Process gemacht, uud schuu die Ankündigung dieses Verfahrens reickite hin. Aoulauger in die Flucht zu schlagen. Im Exil schwand sein Einfluss vou Tag zu Tag. Die Wahlen, anf die er fo große Hoffnungen gesetzt halle, brachten ihm wenig Succurs. Er selbst wurde wohl in einem Pariser Districtc gewählt, aber die auf ihn gefallenen Stimmen zählten nicht und wurden annulliert. Sein Anhang in der Kammer ist auf ein ganz dürftiges Häufleii, zusammengeschmolzen; er selbst isst das Brot der Verbannung in Jersey, und wenn er auch durch die Gunst seiner Gönner immerhin reichlich zu leben hat. sind seine Mittel doch nicht derart, um einen ganzen Hofstaat vou Anhängern zu unterhalten, wie er dies früher zu thuu gewohnt war. Zu Beginn des vorigen Jahres noch in voller Popularität stehend, ist er heute eiu halb abgethaner Mann, der der Republik schwerlich mehr schaden wird. Das ist die eine, negative Seite der Erhebung Frankreichs im Jahre 1889. Eine positive Seite dieser Erhebung, dieses Aufschwunges war gegebn in dem außerordentlich glänzenden Erfolge der Pariser Aus-stell,ing, welch«' alle früheren Unternehmungen dieser Art iu den Schatten stellte »md von der wirtschaftlichen Pracht uud Fähigkeit Frankreichs der Welt das glim-zendste Zeugnis vor die Augen rückte; dabei haben — und dies ist eine besonders erfreuliche Wahrnehmnng — die großen Erfolge des französischen Bürgcrthums im Jahre 1889 dem Chanoinismus keinerlei Vorschub geleistet. Das stabilisierte, ruhige und wohlhabende Frankreich von hente verräth keine kriegerische Nei> gnng. Mau rüstet in Frankreich nach wie vor, man bereitet mit allem Ernste den Krieg vor; man sucht ihn aber nicht, trachtet vielmehr, ihn zu vermeiden, so lange es geht. und das ist im Vergleiche zu früheren Jahren jedenfalls ein bedeutender Fortschritt zu nennen. In Deutschland, OesterreichUngarn und Italien, in den Staaten der Tripelallianz, brauchte der Frie-drnsgedanke im Jahre 1889 nicht erst Fortschritte zu machen; denn er war in diesen Staaten immer zu Hause. Es ist aber immerhin von Vedentung, dass, so wie der Bund dieser drei Staaten im Laufe des Jahres bei jeder Gelegenheit hochgehalten wurde, auch die Friedenstendenz desselben sich bei mannigfachen An< lassen auf das glänzendste bewährt hat. Wie als Missionär dieses Bundes hat der deutsche Kaiser Wilhelm auf seinen zahlreichen Reisen im Auslande, die ihn vom Nord'Eap bis an den Piräus und Bosporus führten, im Sinne des Friedens gewirkt, und die Besuche fürstlicher Persönlichkeiten, die er einerseits in der Hauptstadt seines Reiche in Berlin empfteng. hatten großartige Resultate gleichen Geistes aufzuweisen. Als erster erschien König Humbert von Italien, den Hof und Bevölkerung mit außerordentlichem Jubel und demonstrativem Festgepräuqe begrüßte. Dann kam in den Augusttagen der Monarch Oesterreich. Ungarns in Begleitung des präsumtiven Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand von Oester-reich.Este, und der Empfang, der ihnen in Berlin bereitet wurde, war so herzlicher, theilnahmsnoller Art, wie er nur einem treuen Freunde und Bundesgenossen gewährt werden kann. Es war damals, als Kaiser Wilhelm die denkwürdigen Worte sprach, durch welche der Charakter des deutsch-öiterreichischen Bündnisse vor aller Welt klar manifestiert wurde, die Worte: «In meinem Volke wi? in meinem Herzen wird fest und treu an der von uns abgeschlossenen Bundesgenossen^ schaft gehalten. Letzteres ist sich bewusst. dass es zur Erhaltung des Frieden« für unsere Länder vereint mit der tapferen österreichisch ungarischen Armee einzustehen und. wenn es der W-lle der Vorsehung sein sollte. Schulter an Schulter ,vii-ir)u» unili.^ zu fechten haben wird.» Der Monarch Oesterreich-Ungarns sprach in seiner Antwort auf diese Rede die denkwürdigen Worte von der «untrennbaren Verbindung und Kameradschaft zwischen den Armeen des deutschen Reiches und Oesterreich Ungirns.» Stiller als die anderen Monarchen kam Alexander III., der Kaiser Russlands, im October nach der dentschen Hauptstadt. Die lange Hinausschiebung seines Gegenbesuches hatte allerlei nicht günstigen Commentaren Vorschub geleistet und vor den N'lgen der Welt das Verhältnis' Russlands zu Deutschland als ein ziemlich ungünstiges dargestellt. Wenn aber Alexander III. als ein Missvergnügter nach Berlin gekommen, so hat er als ein Bekehrter diese Stadt verlassen. Thatsächlich nahm von der berühmten Unterredung des Zaren mit dem deutschen Kanzler die Pe« node größerer Beruhigung in der europäischen Situa-tion ihren Ansgang. Der Zar zeigte sich von den Auf-klärungen des Kanzlers über die wahrhaft friedlichen Feuilleton. Was ist die Influenza? Die russische Krankheit ist eine internationale Buntheit geworden. Die Epidemie Hot eine ungeheure Ausbreitung in Europa genommen; sie herrscht heute allenthalben im Norden wie im Süden, im Osten wie im Westen; in Wien. Berlin. Rom. Basel, Genf, Brüssel. London. Madrid und selbst in Newport. In ^ussland ist sie zuerst im October aufgetreten und hat ^ch Anfangs November daselbst zur Epidemie ent» wickelt. Mitte November war sie bereits in Deutschland Uud trat fast gleichzeitig auch in Paris auf. Iu dieser "ladt hat sie, wie an vielen anderen Orten, einen so ^gemeinen Charakter angenommen, dass sie in dieser "Ziehung an die Grippe Epidemien der Jahre 1837, ^42 nnd 1858 erinnert; sie ist fast gleichzeitig in ^len Stadttheileu. am m.isten aber in denjenigen anf. ^trrw,, wo die Menschen am dichtesten beieinander !^hnen; gleichzeitig kam sie auch in mehreren Provinz« .^tln zum Ausbruche uud macht jetzt, wie gewöhnlich, ^n Nundzug durch Europa. Sie ist noch immer in l Ausbreitung begriffen; glücklicherweise nimmt sie, s 6 lugn auch immer sagen mag, einen milden Ver« ^'lf. uud Lungenentzündungen mit dem specifischen Charakter der Grippe sind sehr selten. . Trotzdem hat die Krankheit in manchen Fällen klnen ernsten Charakter angenommen, und das ist der Grund, weshalb man im Publicum hie und da die Frage anfwirft. ob es sich denn in der That ausschließlich um die Grippe handle und ob nicht zu der letzteren noch etwas anderes hinzutrete. Das rührt daher, weil im Vollsmnnde das Wort Grippe einiger« maße« seinen richtigen Begriff verloren hat; man pflegt nämlich fast in jedem Winter hie und da zu sagen: «Ich habe die Grippe», während es sich um eine kleine Bronchitis handelt. Die wirkliche Grippe hat zu allen Zeiten verschiedene Formen angenommen: den katarrhalischen, den nervösen und den gastrischen Typus. Sie ist mit allen symptomatischen Unterschieden bekannt, mit welchen man sie heute auftreten sieht, nnd selbst mit heftigen Blutungen und Compücationen, welche die Lnnge in Mitleidenschaft ziehen. Das ist die Ursache, weshalb man. mit einigen Ausnahmen, so ziemlich einig darüber ist, dass wir iu der That einer einfach,n Grippe-Epidemie gegenüberstehen. Nach den Nachrichten, welche uns bisher zu-geböte stehen, ist der Charakter der Epidemie fast in allen Theilen Europa's der nämliche. Schüttelfrost, schmerzhaftes Gliederreißen, heftiges, sich oft bis vierzig Grade steigerndes Fieber, Schmerzen im Kopfe, im Rücken nnd in den Beinen, Schlaf, und Appetitlosigkeit, zuweilen ein rauher Husten und nervöse Reizbarkeit. Nach vierundzwanzig oder sechsunddreihig Stunden schwinden diese Symptome, und die Genesung beginnt. Die Kranken haben oft das Aussehen von Typhus» Paticuten. wie es vor fünf Jahren beobachtet wurde. — In Petersburg wurde auch in vielen Fällen eine Anschwellung der Milz beobachtet, was auf den infec-tiöfeu Charakter der Seuche schließen lässt. Wenn der Kranke nach seiner scheinbaren Genesung zu früh ausgeht, fällt er in eine Recidive, die sehr gefährliche Folgen haben kann. In Berlin wie in Paris hat e» sich gezeigt, dass die Seuche namentlich in Bureaux, wo viele Beamte beisammen sind, in Kasernen und Spitälern die größte Verbreitung fand, wo oft zwei Driltheile der Anwesenden befallen wurden, und immer wareu es dieselben Symptome: rasches Wiedererlangen der Kräfte, wenn der Kranke sorqfam gepflegt wird. Das Antipyrin hat sich als fehr wirksam gezeigt, obwohl das Uebel auch ohne jedes Medicament anfhört. Die Epidemie verschont weder ein Alter noch ein Geschlecht, noch auch irgend welche Classen der Gesellschaft. Die wichtigste Complication ist diejenige mit einer Lungen-entzündung, die namentlich im südlichen Theile von Berlin sehr hänfig aufgetreten ist und die m manchen Fällen sehr ernst wurde. In Italien und Spanien hat die Seuche denselben Charakter; in England und Russ-land werden auch Hauithiere, namentlich aber dle Pferde, von derselben befallen; auch in den Epidemien früherer Jahre wurde die Ausdehnung derselben auf Pferde. Hunde und Katzen beobachtet. All das gleicht vollkommen den bei der Grippe beobachteten Erscheinungen. Was ist aber die Grippe? Ist sie eine infectiöse, eine miasmatische Krankheit? Man sieht in dieser Beziehunis heute noch immer nicht klarer, wie in der Vergangenheit. Das Auftreten von Ausschlägen, von rothen Flecken auf der Haut. hat es Laibacher Zeitung Nr. 2._________________________________________18______________________________ 4 Jänner 1890. Tendenzen der Tripelallianz befriedigt und erklärte seinerseits seinen festen Willen, den Dingen in Bulga rien ihren Lauf zu lassen und in keiner Weise sich in dieselben einzumischen. Mit diesen Erklärungen hat Deutschland sich zufrieden gegeben, und die übrige Welt kann es auch; denn, wenn Russland seinen Ver* druss über die bulgarischen Affairen zurückdrängt, so schwindet für dasselbe überhaupt jeder Nnlass, in die Action zu treten. Die Balkanländer haben im verflossenen Jahre sehr wechselvolle Schicksale durchgemacht. Verhältnismäßig am ruhigsten und am stillsten blieb Bulgarien, dessen innere Verwaltung und wirtschaftlichen Verhältnisse sich stetig consolidierten und dessen Fortschritte in der Ansprache, die der Kaiser und König von Oester« reich-Ungarn an die Delegationen richtete, öffentlich anerkannt und belobt wurden. Griechenland, dessen Königshaus durch die Verbindung mit einer preußischen Prinzessin eine ansehnliche Erhöhung in der Achtung der Welt errungen, wurde im letzten Theile des Jahres durch die kretensische Insurrection einigermaßen in Mit» leidenschaft gezogen, war aber doch klug genug, sich nicht zu einer Action fortreißen zu lassen. Rumänien schwankte von System zu System. Die Iunimisten mussten in der Regierung den Altconservativen unter Catargiu Platz machen. Aber ehe noch das Jahr zu Cnde gieng, hatten die letzteren abgewirtschaftet, und es begann wieder der Stern der Iunimisten zu leuch» ten. Einigermaßen befriedigend bei diesem steten Wechsel ist der Umstand, dass die auswärtige Politik von demselben wenig berührt wurde und dass jedes der Sy« steme, die hintereinander am Ruder waren, sich die Aufgabe stellte, mit dem österreichisch - ungarischen Nachbar auf freundschaftlichem, friedlichem Fuße zu bleiben. Zum Schlüsse ist noch von Serbien zu sprechen. Dieses Land hat im Verlaufe des Jahres 1889 die größten Wandlungen durchgemacht. Es wurde zu Beginn des Jahres mit einer neuen Verfassung beschenkt, die noch aus der Hand drs Königs Milan gekommen war. Im März geschah es dann, dass der König feierlich resignierte, die Herrschaft seinem minderjährigen Sohne unter der Obhut einer liberalen Regentschaft überließ. Seither ist eine radicale Regierung am Ruder, deren Wege nicht immer klar und verständlich, deren Haltung nic^t immer freundlich gegen unsere Monarchie ist. Sie ist noch im jugendlichen Stadium des Regierens, und e« mag sein, dass sie sich austoben muss, bevor sie zur besseren Reife gelangt. Es ist ein guter Trost, dass ihr Oebaren, wie plump es auch zuweilen erscheinen mag, im allgemeinen, vom internationalen Standpunkte aus gesehen, nicht viel zu schaden vermag. Das Horoskop der Welt deutet für 1890 sichtlich auf den Frieden. Daran werden die Uugeberdigkeiten und Launen der Kleinen gewiss nichts ändern. Politische Uebersicht. (Conferenz der sloven ischen Abge» ordneten.) Wie «Edinost» aus angeblich verlässlicher Quelle erfährt, werden die slovenischen Abgeordneten noch in diesem Monate zu einer Berathung zusammentreten. Das slovenische Blatt begrüßt diese Nachricht, da es in diesem Schritte die Einleitung einer ge-meinsamen und daher umso wirksameren Action für die Interessen der Slovenen sieht. Es ist nicht lange her. dass eine solche Conferenz für die Weihnachts-feiertage in Aussicht gestellt wurde; allein damals brachte der «Slouenec» ein Dementi und bezeichnete, wenn wir nicht irren, erst Ostern als Zeitpunkt für gemeinsame Berathungen aller slovenischen Abgcord^ neten. (Steiermark.) Der Kaiser hat dem Beschlusse des steiermarkischen Lanotaa.es, womit derStadtgemei»de Marburg der Fnttbezug der Abgabe von Bier und Spirituosen. welche daselbst zum Verbrauchs gelangen, für die Jahre 1890. 1891 und 1892 bewilligt wird. die Bestätigung ertheilt. (Zu den Ausgleichsverhandlungen.) Die beiden zu der Ausgleichsconferenz eingeladenen Herren Dr. SchmetM und Dr. von Plener hattm früher dle Absicht, in zwei deutschböhmischen Städten politische Vorträge zu halten, der erstere am 2. Jänner im Böhmisch-Leipa und der letztere am Dreiköuigstage in Leitmeritz. Wie nun aus Prag gemeldet wird, haben die genannten Parteiführer diese Vorträge abgesagt, und zwar beide mit dem Hinwelse auf die Aüs^leichs-conferenz. Dr. von Plener sagt in seinem absagenden Schreiben, dass die von der Regierung einberufene Conferenz voraussichtlich einige Zeit daueru werde und es während der Verhandlungen absolut nicht angieuge, politische Reden übei denselben Gegenstand zu halten. (Zur Linderung des Nothstandes.) Der galizische Landesausschuss hat Schritte gtthan zur Realisierung der Nothstands.Anleihe von 300.000 fl. und hat für den 4. Jänner die Enquete zur Feststel« lung der Modalitäten über die Erhaltung des Viehstandes und Beseiligung des Futtermangels in den von der Missernte betroffenen Bezirken einberufen. (Maul- und Klauenseuche.) Aus Graz berichtet man uns: Infolge telegraphischer Anzeige der Bezirkshauptmannschaft Brück an der Mur wurde bei einem aus Kopreinitz in Kroatien eingelangten Schweine« transporte die Maul- und Klauenseuche coustatiert. Demgemäß wird die Einfuhr von Rindern. Schweine^ Ziegen und Schaf, n aus dem Belovar-Kreuzer Comitate nur zum Zwecke sofortiger Schlachtung und mittels Bahn gestattet. (Ministerpräsident Tisza) beaab sich vorgestern abends nach Wien, um anlässlich der Jahreswende Sr. Majestät und den dort weilenden Erzherzogen die Glückwünsche seines Cabinetes darzubringen. Auch Herr v. Szilagyi wird diesertage nach Wien kommen, um sich. wie üblich, bei den Erzherzogen in seiner Eigenschaft als Iustizminister vorzustellen, wozu ihm bisher noch keine Gelegenheit geboten war. (Zur Situation.) Kaiser Wilhelm und König Humbert wechselten herzlichste Neujahrsglückwünsche. Fürst Bismarck richtete an Critpi ein freundschaftliches Telegramm, worin er die aufrichtigen Wünsche für das Glück Italiens ausdrückt, damit beiden Nationen die Wohlthaten des zu ihrer Entwicklung nöthigen Friedens gesichert seien. Crispi antwortete, er schätze sich glücklich, gemeinsam mit Bismarck zum Wohle beider Länder für die Erhaltung des Friedens, dessen sie bedürfen, wirken zu können. (Serbien und Montenegro.) Die Belgrader «Domovina» reflectiert auf die Auslassungen der russischen Blätter — namentlich des «Grazdanin» — über die montenegrinische Auswanderung, indem er eine Rede citiert, welche Fürst Nikola lion Monteneqro erst kürzlich in einem Dorfe gehalten. Der Fürst hätte gesagt: «Wir haben für den Krieg nicht nur genug Gewehre und Geschütze, sondern auch genug bares Geld.» Hiezu bemerkt das genannte Belgrader Blatt: «Nachdem kein groß,'« und kein geringes Anzechen in der Richtung sichtbar wird, als ob Montenegro in nächster Zeit mit einem seiner Nachbarn in Krieg gerathen könnte, so glauben wir, dass es weder praktisch noch patriotisch sei, so uirl bares Gcld in den Cassen zu halten, dagegen das Volk unter solchen Schwierigkeiten zu zwingen, dass es seinen Herd »erlasse und zu anderen Leuten zu Gaste gehe.» (Emin Pascha) dankt in einem vom 26steu November datierten Schreib u ans Mi'lesse dem Emin-Comile' fitr die Ausrünung der deutschen Expedi« twu. In Usambno am Südende des Victoria Nyanza habe er vou dem deutschen Entsahzuge gehört. Er be-griiße diese große Unternehmung, welche ihm und s.ineu Leuten Hilfe bring n sollte, als Äewris des lebhaften Interesses, das nil» auch Deutschland den afrikanischen Verhältnissen zuzuwenden beginne, wovon er reichen Segen für diese Länder erwarte. Auf deutschem Buden befindlich, habe er nur Gutes kennen ge« lernt. Was er zum rüstigen Fortbaue auf den gelegten Grundlagen beitragen könne, werde ge>n geschchen. (Englische Blätter) wissen zu melden, dass Herr Izvulsti, welcher die Convention zwischen Russ-land und dem Vatican unterhandelt und nunmehr zu Ende geführt hat, zum ständigen diplomatischen Vrr« treter Rnsslands beim Vatican ernannt werden wird. Bezüglich des Titels, welchen der russische Vertreter erhalten soll, werden noch zwischen Rom und Petersburg Verhandlungen gepflogen. (Kaiser Dom Pedro erkrankt.) Die Revolution und der in ihrem Gefolge so rasch eingetretene Tod der Kaiserin vou Brasilien scheinen auch die Oe< sundheit des Kaiseri Dom Pedro erschüttert zu haben. Wie nämlich aus Lissabon telegraphiert wild, erhielt König Carlos ein Telegramm a,ls Oporto, wornach der Zustand Dom Pedro's das Schlimmste befürchten lasse; der Ex-Kaiser vermöge nicht mehr im Znmner auf und ab zu gehen. (Kreta,) Schakir Pascha veröffentlichte die Liste der in die Amnestie nicht einbezogenen Kretens.r, »äm« l,ch der in ciolUmnaciain Beurtheilten oder zu Ver-unheilenden, der Häupter der Erhebung und der Ab-g'saudteu, welche dem hellenischen Parlament das Ve» langen w gen Vereinigung ttrela's mit Griechenland überbrachten. (Die bulgarische Anleihe) soll, wenn die Pkr»bf; in Deutschland glaubte man dieselbe bereits entdeckt zu haben; allein das war ein wemg zu rasch aeurttieilt. Ist dies,.- Mikrobe aus Russland gekommen, nachdem sie dahin von anderwärts gekommen, vielleicht dnrch die Winde getragen wurde? Die Hypothese ist soviel wert. wie eme andere. Mit einiger Phantasie begabte Theo« retlker könnten uns a.f diesem Wege sogarzu beweisen suchen, dass d,e Grippe des Norden mit dem Deng des Suden „identisch seien. Ohnedies war der meteorologische Charakter des letzten Monates hoher Luftdruck, und m dieser Constellation tonnten die M,kr» ben des Südens wohl nach Europa getragen wurden stln. nachdem sie in der Atmosphäre einen lanaen Mg Mbacher-Feitung Nr. 3. 19 4. Iänn<1890. — (Verstorbene Sternkreuz-Ordens-dam?n.) Der Kanzlei des hochadeligen Sternkreuz. Ordens wurden nach vorliegendem Verzeichnis jene Damen, deren Ableben im Jahre 1889 erfolgte, zur Kenntnis gebracht: Anna Rcichsfreiin v. Lazarini, geb. Reichsgräfin Brandis; Maria Gräfin Stolberg zu Stolberg, geborne Gräfin Gallenberg; Clementine Gräfin Althan, geborne Gräfin Pejacsevics; Sofie Gräfin Baill^t de la Tour. geb. Gräfin Bourcier; Sofie Gräfin Töröt de Szendrö. geb. Fceiin v. Revay; Marie Freiin v. Risenfels. geborne Freiin v. Skrbensly; Marie Freiin v. Thuilliers. Gräfin Montjcye und de la Noche, gebornc Gräfin O'Donnel v. Thyrccncll; Marie Prinzessin zu Schwarzenberg, geborne Neichsgräfin Kinsky v. Vchynic und Tettau; Marie Gräfin «alnoly de Köröspatak. geb. G'äfin Mensdorf.Pouilly« Dietrichslein; Eugenie Fürstin Eszterhazy, geb. Fürstin Croy.Dülmen; Margaretha Freiin v. Guttenberg-Stein« hausen, geb. Gräsin Montecuccoli; Rosa Gräfin Cebrian. geb. Baronin Revay de Neva; Ludmilla Gräfin Gizycka, S^b. Gräfin Zamoyska; Julie Gräfin Ehotek. geb. Gräsin Thurn und Hohenstein; Ludwine Gräfin zu Cltz. geborne Gräfin Pejacsevics; Severina Gräfin Kolowrat-Krakowsty, geb. Gräfin Siemienska; Elisabeth Nobile Donna Vrnier, geb. Gräfin Gradenigo; Octavia Freiin Malowetz von Malowitz und Kosorz, geb. Gräfin Attems und Therese Gräfin Belcredi, geb. Fürstin Thurn und Taxis. . ^ (Die Influenza.) Bezüglich der Influenza lst in Wien eine kleine Abnahme zu verzeichnen. Die Spitäler sind jedoch noch immer überfüllt. Die Univer-'""^ l°wie die Schulen des Vorortes Hernals. wo die Influenza.Epidemie besonders heftig auftrat, sollen bis -"llte Jänner Ferien haben. Nachrichten zufolge, die aus zahlreichen italienischen Städten vorliegen, hat sich die Influenza auch in ganz Italien verbreitet, namentlich Verona ist arg betroffen, woselbst die Hälfte der Vewoh. nerschaft erlranlt ist; ferner Neapel und Messina, wo die Fälle nach Tausenden zählen. In Prag ordnete infolge der zunehmenden Influenza der Landesschulrath an, dass sämmtliche Schulen Prags und der Vororte bis 7. b. M. geschlossen bleiben. In Petersburg herrscht jetzt neben der Instuenza.Epidemie auch das «Denquefieber». «ei den ^krankten lommt ein Ausschlag zum Vorschein, der ledoch schon nach 2 bis 3 Tagen wieder verschwindet. — (Pas Attentat in Rom.) Das Inbivi» m/.!3 ""^^ auf dem Platze vor dem Quirinal die «uchse geschleudert hatte, ist ein sicherer Tancred Vita. "" ,^'"l'°ner im Alter von etwa 30 Jahren. Derselbe n« l^ ^"^ enthalte eine ungefährliche Flüssigkeit, s l . ^"" Mischung von Petroleum nnd Firniss. Heute erfolgt dte chemische Untersuchung. Vita war durch einige Monate Studierender in Pisa, dann Präfect im Institut Macchiavelli in Florenz und nennt sich Professor der Pädagogik. Das Resultat der Analyse wird ergeben, ob es sich um ein wirkliche« Verbrechen oder um einen Act der Verrücktheit handelt. ^ (Fürst Carlos Auersperg erkrankt.) «us Prag wird telegraphiert: Fürst Carlos Auers» perg liegt an den Folgen einer Steinoperation schwer lrank darnieder. Sein Zustand ist bedenklich. Fürst Auers« p«g steht im 76. Lebensjahre. ^- (Einen tüchtigen Schnupfen) sich zu Älen. dazu gehört in jetziger Jahreszeit nicht viel. Als ^t'ttel dagegen empfiehlt die «Apotheker-Zritung»: Ein Teelöffel voll Kampherpulver wird in ein mehr tiefes °ls weites Gefäß gethan und dieses zur Hälfte mit lochendem Wasser gefüllt. Ueber dasselbe stülpt man dann ^dreieckige Pavicrdüte, deren Spitze man so weit ab» zurücklegt haben. Diese Hypothese hat in der That "'Ms Unvernünftiges an sich. . Es ist übrigens auch möglich, dass der hohe Lust» "luck bei un« besondere atmosphärische Bedingungen ^schaffen hat. D>e Winde fegten nicht mit der gewöhn-^chen Kraft durch unsere Atmosphäre. Einige Oelchrte n»d der Ansicht, dass sonst harmlose Mikiubln unter lichen Verhältnisse, eine gewisse Schädlichkeit erllmgen loin,?,,; locale Mitlv»Organismen sollen nach dieser Ansicht in sehr trockenen Jahren unter gewissen Ver» Mtnissen zu Klllnkheitiitsägern werden können. All das abrr ist, wie bereits erwähnt, bloß Hypo-H"e, nnd wir müssen gestehen, dass wir über die yWshnng der Epidemie noch im unklaren sind. ,«?.?' kann mit wissenschaftlicher Bestimmtheit nicht Mären, woher die Grippe kommt, wie man sich die» ^lbe zuzicht. noch was die Kmnlheit selbst ist. Be« "Uugrn wir uns mit der Hoffnung, dass die gea/n» artlqe Epidemie ohne ernste Folgen bleiben wird. ^wohnlich herrscht eine Grippe-Epidemie durch ändert» ^alb Monate. Wir sind jetzt mitten in dersrlbm nnd Ulftcn demnach von dem lästigen Gaste bald be« '^lt sein. h ^!as man aber nicht oft genng wiederholen kann, ack» '^ ^ Mahlinng. die Krankheit nicht gering zu .^e» und sie etwa. wie es zuweilen geschieht, als "kti bloßen Schnupfen zu betrachten; es ist unum- ^"glich nothwendig, das Zimmer zu tMn. sich zu Wegen und besonders während der Reconvalrscenz vorsichtig zu sein. Henri de Parville. reißt, dass man die ganze Nase hineinstecken kann. Auf diese Weise athmet man die warmen, kampherhältigen Wasserdämpse 10 bis 15 Minuten lang durch die Nase ein. Das Verfahren wird nach 4 bis 5 Stunden wieder» holt, und selbst der hartnäckigste Schnupfen leistet ihm nicht Widerstand, meistens verschwindet er schon nach dreimalig/m Einathmen. — (Feuer in einer Armenschule.) Aus London wird gemeldet: Kaum war das Glockengeläute der Sylvesternacht verhallt, welches den Anbruch des neuen Jahres verkündete, als die Bewohner von Forest» gate, des Viertels im äußersten Osten der Stadt, durch Feuerlärm alarmiert wurden. In der Armenschule von Forestgate war nach Mitlernacht aus bisher unbekannter Ursache Feuer ausgebrochen. In dieser Anstalt sind gegen» wärtig fünfhundert Kinder beiderlei Geschlechtes unter« gebracht, die hier Wohnung und Unterricht fanden. Es sind dies zumeist Kinder solcher armer Leute, die außer» halb Londons durch Arbeit sich fortfristen. Man bemerkte das Feuer zuerst in dem Flügel, der Schlafsäle für achtzig Knaben birgt. Ehe Hilfe gebracht werden lonnte, waren bereits sechsundzwanzig Kinder in ihren Netten erstickt; zwei Knaben sollen verbrannt sein. Nach dem Gesichtsausdrucke der Leichen zu schließen, müssen die armen Opfer keines qualvollen Todes gestorben sein. — (Zum Doppelraubmorde bei Ni» kolsburg) Wie aus Nikolsburg gemeldet wird, wurde der muthmaßliche Mörder der beiden Kaufleute Nelouöil, Vater und Sohn, in Wostih am Neujahrstage von der Gendarmerie gefesselt dem dortigen Gerichte eingeliefert. Cs ist der Nachbar der Ermordeten, Namens Anton Ko» menda, und war als Drescher bei Neutosil bedienstet. Vlu» tige Spuren an seinem Anzüge und der Besitz einer als Cigenlhum der Ermordeten agnoscierten Hacke führten zu seiner Entdeckung. — (Der Bart des Propheten.) Wie die türkischen Blätter melden, hat der Sultan der Stadt Aleppo durch einen eigenen Voten, Weswa Efendi, drei Haare vom Barte des Propheten als Geschenk übersendet. In allen Städten, welche dieser Bote auf der Reise nach Aleppo passierte, wurde er von der Bevölkerung festlich empfangen. In Aleppo selbst gieng ihm der General« Gouverneur mit allen Behörden und den angesehensten Bürgern bis vor die Stadt entgegen und begrüßte ihn ehrfurchtsvoll. — (Kaiserin Friedrich) ist mit ihren Töchtern vorgestern von Neapel in Rom eingetroffen und wurde auf dem Bahnhöfe von der ganzen königlichen Familie empfangen. Die Begrüßung war überaus herzlich. — (Riefe »höhlen i n Au stra lien.) An den Südabhängen der Millarbor Plains in Westaustralien sind ausgedehnte Höhlengrotten entdeckt worden. Die Stelle, wo der Fund gemacht worden ist, liegt ungefähr 27 englifche Meilen nordwestlich von dem Flecken Eucla, also fast an der südaustralischen Grenze. Die Höhlen sollen von geradezu enormem Umfang sein, zwei davon seien wahre Riesenhöhlen, in denen 200.000 Menschen bequem Platz finden könnten; so wenigstens meldet die in Perth erscheinende Zeitung «The West Australian», die sich für die Richtigkeit obiger Thatfachen verbürgt. — (Die Rammervorsteherinder Erzherzogin Elisabeth.) Die kleine Erzherzogin Eli» sabcth, das Töchterchen der Kronprinzessin»Witwe Stefanie, hat noch vor Beginn des neuen Jahres ihre eigene Kammervorsteherin in der Person der Gräfin Marie Coudenhove erhallen, welche ihre Stelle be« reits angetreten hat. — (Schachwettlampf.) In Havana begann am 1. Jänner der langgeplante Schachwettlampf zwischen Günsberg und Cigorin. — (Selbstmord.) In Klagenfurt wurde am NeujahrStage morgens derGoldarbeiterAnton Massatti in seiner Wohnung mit zerschmettertem Kopfe aufgefunden. Er halle sich durch einen Wasserschuss gelobtet. — (Eine reiche Erbin.) Aus London wird berichtet: Eine reiche Erbschaft macht Florence Vlythe, eine 14jährige Schülerin in einem Mädchenpensionat zu Northenden in der englischen Grafschaft Ehester. Ihre Erbschaft beläuft sich auf 60 Millionen Gulden (fünf Millionen Pfund Sterling) laut amtlicher Schätzung. — (Uebereifer.) Vor einigen Tagen ist einem Auctionscommissar im Hotel Drouot zu Palis ein recht erheiterndes Missgeschick zugestoßen. Er hatte eine Anzahl Kleider zu versteigern und entledigte sich, ehe er ans Werk gieng, seines Ueberzichers und Hutes. Als die Versteigerung beendet war, suchte er beide vergeblich, und es stellte sich endlich heraus, dass er beide im Eifer seines Berufes für einige Francs mitversteigert hatte! — (Die That eines Wahnsinnigen.) Man telegraphiert aus Frankfurt a. M.: Mehgermeister Kihling in Mainz hat in einem Anfall von Wahn» sinn in der vergangenen Nacht seinen beiden Söhnen den Hals abgeschnitten und sich dann selbst erschossen. — (Zu guter Letzt.) «Sagen Sie, wer spielt denn hier bei Ihnen im Nebenzimmer immer so hartnäckig Clavier?» — «Das ist meine Nichte; das dumme Ding geht ins Conservalorium und nun bildet sie sich ein, sie bildet sich aus.» Aphorismen. Der Mahstab de« Glückes ist sehr verschieden; was der eine Glilck nennt, ist sür den anderen laum eine Freude. Es gibt Augenblicke, in welchen der a,er?ifte Mann am Mutterherzen ruhen möchte, wie zur seligen Kinderzeit. Empfindliche Menschen sind wahre Schmerzenskinder der Freundschaft; man liebt sie, aber sie machen einem viel Sorge. Wir belennen laut und aufrichtig unsere Fehler, aber wehe! wenn man unß zustimmt. Resignation und Energie müssen sich im Leben ergänzen; nur so ist es möglich, würdig den Kampf des Daseins zu bestehen. Es gibt so wenige Menschen, die man um sich duldet, wenn man ein großes Weh im Herzen trägt. Wenn man geliebte Menschen durch den Tod verloren, wird einem jede Freude zum Schmerz, weil man sie nicht mehr mit ihnen theilen lann. Unoersöhnlichleit ist nicht da« Zeichen eines starken, son« dern vielmehr eines kleinlichen Charalters. Gute Menschen vertreten d?n lieben Gott auf Erden und halten den Glauben an Ihn aufrecht. Misstrauen tödtet die Freundschaft, Eifersucht die Liebe, Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Zur Theatec baufra ge.) Die zur Vegut» achtung des neuen, von den Herren Hrä«l^ und Hrub? ausgearbeiteten Projecte« einberufene Enquöte hat sich für die Annahme diese« Elaborates ausgespro» chen, obwohl einzelne Enquete» Mitglieder eine größere Logenzahl als wünschenswert bezeichneten. Auf Grund dieses Projecles werden nun die Detailprojecte aus» gearbeitet werden. Auch die Plahfrage kam nochmals zur Sprache; mit Rücksicht auf den Beschluss des Landtage« konnten zwar in dieser Angelegenheit leine Ve» schlüsse gefasst werden, allgemein aber wurde der Wunsch ausgesprochen, einen entsprechenderen Bauplatz ausfindig zu machen, als es der Kaiser-Ioses.Platz ist. Die Bauplatz» frage ist sicherlich von hervorragender Bedeutung und daher wert, reiflich erwogen zu werben. — (Militärisches.) In den nichlactiven Vtanb der Landwehr wurden übersetzt die Lieutenants in der Reserve: Rudolf Freiherr von Upfaltrern in Cilli, Josef Lavrencic in Laibach, Dr. Georg Putschlo in Gurlfeld, Wilhelm Ritter Lasch an von Moorland, Karl Deperis in Adelsberg, Dr. Gustav Smolej in Treffen, Karl Müller in Iwischenwässern und Ferdinand Tschech in Cilli. Der von mehreren der vorbenannten Officiere vorgebrachten Bitte um Ve-lassung in der Reserve des l. und k. Heeres lonnte mit Rücksicht auf die Ojficier«stllnbe«verlMnifse der l. k, Land» wehr leine Folge gegeben werden. In da« Verhältnis der Evidenz wurden verseht: der nichtactive Hauptmann Alois Poljanec (Pomicil Laibllch) des 24. Landwehr-Bataillons; die nichtactiven Oberlieutenants: Egydiu« Kastreuz in Sittich, Dr. Amon Zhu be r vonOlrbg in Schönstein und Johann Mohär in Trieft; der nicht» active Reginentsarzt Dr. Julius Kohmuth (Domicil Laibach); der nichtactive Lieutenant'Rechnungsführer Oskar Ritter von Luschan in Millstatt. Der erbetene Austritt aus ber Landwehr bei Ablegung de« Osficierscharalter« wurde nach vollstreckter gesetzlicher Wehrpflicht bewilligt den nichtactiven Lieutenants: Karl Mulley in Adel«-berg, Josef Rihar in Laibach und Maximilian Iermann in Laibach. — (Christbaumfeier.) Am kommenden Montag, am hl. Dreilönigstage. findet um 4 Uhr nachmittag« im neuen Elisabeth'Kinderspitale (Vchießstättgasse) da« Christbaumfest statt, zu welchem alle Schutzflauen, Grün» der und Wohlthäter diefer Anstalt eingeladen sind, — (Aus ber Laibacher Diocese.) Zu Con-sistorialräthen wurden ernannt die hochwürdigen Herren: Dr. Franz Stanonil, l. k. Universitäteprofessor in Graz; Dr, Johann Ianezic und Dr. Franz Lampe, Professoren an der theologischen Lehranstalt in Laibach, gu Referenten beim fürstbischöflichen Consistorium wurden ernannt die Herren: Joses S m reka r, Anton Zu» Pancic und Dr. Josef Lefal, sämmtlich Professoren an der hiesigen theologischen Lehranstalt. — Infolge der andauernden Krankheit des hochw. Herrn Dompfarrers und Domherrn Friedrich Krijnar wurde der Dom» . vicar Herr Erker zum Administrator der Laibacher Dompsarre bestellt. Der Kaplan in Möschnach. Herr Ba» lenlin Vernik, wurde als solcher nach Moräutfch über-seht. — (Wilde Katzen.) In ber Nacht von Samstag auf Sonntag wurde im Hause des Herrn Leopold Mar tic in Krainburg eine junge wilde Katze gefangen genommen und von dem dafelbst wohnhaften Tischler-meister Kobler mit einem Holzscheit erschlagen. Dle K«tze pflegte schon seit längerer Zeit den Hühnerställen ber Bewohner der Schweinsgasse Besuche abzustatten und erwürgte eine ziemlich große «"zahl von Geflügel. W.e verlautet, soll sich in nächster Nähe, im sogenannten «Dol». eine ganze Kahenfamilie aufhalten und ihre Wohn» stalte in den für ihren Aufenthalt sehr günstig gelegenen Felsen aufgeschlagen haben. Auch ist man schon einer zweiten wilden Katze auf der Spur. In der nächsten Nähe ber Stadt ssrainburg — wilde Katzen, das ist gewiss ein seltener Fall und interessant für Iagdfreunde. — (Deutsches Theater) Heute geht al« zweite Vorstellung in ber Casino - Glashalle Ohnet« zug» kräftiges Schauspiel «Der Hüttenbesiher» mit Director Laibacher Zeitung Nr. 3._______________________________________20_____________________________ 4 c^„^ 1390. Alfred Freund in der Titelrolle in Scene. Morgen wird der «Pfarrer von Kirchfeld» als Gedenkfeier an Anzengruber, den zu früh verblichenen Meister ländlicher Charaltergemälde, mit den Herren Gottsleben, Neher und Soudel und Fräulein V. Wagner aufgeführt. Montag, am hl. Dreilönigstage, bietet die Direction dem Publicum eine Glanzleistung Gottslebens, den eigens für diesen Künstler geschriebenen und mit ihm in Wien über ibOmal gegebenen «Gigerln vom Land», eine heitere und neue Posse. Dienstag bleibt die Bühne geschlossen. — (Dienstboten «Prämien.) Der Central» Ausschufs der l. l. Landwirtfchafts'Gesellschaft für Krain hat in seiner jüngsten Sitzung 20 Prämien « 10 st. folgenden bejahrten und braven Dienstboten zuerkannt: Michael Habat, 61 Jahre bei der Familie Kecel in Stein; Helene Vtejal, 50 Jahre bei der Familie Poles in Dilce; Johanna Arlo, 53 Jahre bei Rudesch in Reifnih; Anna Merzlelar, 50 Jahre im Haufe Nr. 9 in Selo; Andreas Kemperle, 50 Jahre bei Aaron «pfaltrern in Freithurn; Mina Podviz, 50 Jahre bei Oaber in Ieier; Vartholomäus Vergant, 50 Jahre bei Iombart in Klevevj; Maria Krzisnil, 46 Jahre bei Ahkin in Krainburg; Katharina Furlan, 46 Jahre bei Vusa in senofetsch; Maria Ztutar, 45 Jahre bei Ieric in Moisesoerg; Anton Verhovnil, 45 Jahre bei Baron Npfaltrern in Kreuz; Helene Klemenc, 41 Jahre bei Luzal in Ralovnit; Georg Sebej, 41 Jahre bei Susnik in Setnil; Johann Mihltt, 41 Jahre bei Oircl in Piauze; Elisabeth Zagar, 41 Jahre bei Cerar in Stein; Johann Nadrih, 40 Jahre bei Oemin in St. Ruprecht; Martin Knap, 40 Jahre bei Soigelj in Koschlek; Therefe Koblar, 40 Jahre bei Plauh in Hisnern, und Johann Hganc, 31 Jahre bei Premru in Oberfeld. — (Personalnachricht.) Wie au« Wien gemeldet wird, wurde der seit einer Reihe von Jahren im Ministerium de« Aeußern in Dienstesverwendung stehende Generalconsul Herr Alexander Rehn in den Adelstand erhoben. — (Sylvester.Feier.) Wie das verflossene Jahr Fröhliches und Ernstes geboten, so wies auch das Programm des Sylvester»Nbends des Laibacher deutschen Turnvereines ernste und heitere Nummern auf. Per kräftige Chor «Normannssang» leitete den gesanglichen Theil ein, worauf zwei neue Tonfchöpfungen des Herrn Theodor Elze «Wenn ich ein Vöglein wär'» und «Dich hab ich lieb» folgten. Ls sind dies zwei allerliebste Lieber, in ihrer Vertonung an die besten Volkslieder er» innernd. Einfach und natürlich im Aufbaue reiht sich harmonisch Ton an Ton, manchmal in choralmäßiger Weise. In dem zweiten Liede sprachen insbesondere die breiten und vollen Accorde an, aus welchen der innige Iubelruf mit den wiederkehrenden Worten «Dich hab ich lieb» brausend hervortünte. Ein Beifallssturm, der sich nach diesen zwei Liebern erhob, war Lohn und Kritik. Herr Elze musste, dem Rufe Folge leistend, sich auf der Erhöhung zeigen. Während er dankte, erfchien der Schriftwart Pzimsli und überreichte ihm namens de« Turnvereines einen Lorbeerlranz. Ein «Gut Heil!» beschloss die Ehrung des Herrn Elze, der — es sei hier bemerkt — schon lange durch seine Tonschüpfungen in Deutschland rühmlich bekannt ist. Nachdem in der Ballade «Der Heini von Steier» Herr Müller, die Violin« Partie durchführend, den mit feinem Fidelspiel alles bezaubernden Heini zur Darstellung gebracht hatte, ergossen sich im zweiten Theile der Festordnung die Wogen der Heiterkeit in Liedern und Vorträgen durch die Glas-Halle — alle Anwesenden mit sich sortreißend/ Herr Laiblin rief durch seinen mundartlichen Vortrag «Der Jakob und fein böse« Weib», wobei ihn eine Bassgeige auf das wirksamste unterstützte, große Heiterkeit hervor. Auch die turnerischen Leistungen de« Abendes waren in schelmisches Gewand gelleidet. Nach dieser Nummer nahmen die beiden «Gigerln», die Herren Damasko und Siloschegg, mit ihren gelungenen Vorträgen die Aufmerksamkeit und das Zwerchfell der Zuschauer voll in Anspruch. Unterdessen rückte der Z-iger der Uhr der 12. Stunde immer näher. Ohne zu wissen, hatte man mit Lachsalven den Anbruch des neuen Jahres begrüßt und sich förmlich in das Jahr 1890 hinübergelacht; erst als sich die Gasflammen zum Zeichen des Absterben« des Jahres 1889 verdüsterten, ward die Fröhlichkeit ge-dämpft. Feierlich tönten 12 Glockenschläge durch den Saal, an die Vergänglichkeit alle« Irdischen gemahnend. Allein das Leben und die Gasfabril behielten Recht. Die Flammen hellten sich auf, die Musikkapelle spielte einen Tusch, und mit lautem Jubel begrüßte man das neue Jahr. Prof. Dr. Vinder hielt eine Rückschau über da« vergangene Jahr und entbot die Neujahrswünsche dem deutschen Turnvereine. Unter Gläsergellirre und Hände« drücken wurden nunmehr die Glückwünsche ausgetauscht. Codann wurden die Vorarbeiten zum Tanze in Angriff genommen. Die Festtheilnehmer wurden mit aller Höflichkeit an die Wand gedrückt; allein der hiedurch gewonnene freie Platz war noch immer beschränkt. Doch für Leute, die tanzen wollen, ist bald aufgefpielt und bald Platz gemacht. Bald ergriff auch die Tanzlust alle Kreife; noch bei der zweiten Quadrille zählte man 48 Paare. __o— — (Sl 0 venisches Theater.) Im Saale der hiesigen Citalnica gelangt morgen das Mosenthal'sche Schauspiel «Der Sonnwendhof», am Montag das Lust« spiel «8tri^o bas^u,» zur Aufführung. — (Schlofs Treibach.) Dieses Schloss ist, wie man aus Klagen fürt berichtet, fammt mehreren Huben und dem großen Waldbestande von Franz Grafen von Egger an einen ungarischen Kaufmann gegen ein Haus in Budapest. 60.000 fl. Bargeld und eine Leibrente von 6000 fl. in den Besitz überlassen worden. Die Waldbestände sind die schönsten im Lande. — (AuS Krainburg) berichtet man uns: Der hiesige Leseverein veranstaltet Sonntag, den 5. d. M., in eigenen Localitäten ein Tanzkränzchen, zu welchem sämmtliche Freunde und Gönner des Vereines eingeladen sind. Anfang um 8 Uhr abends. Entrie für Mitglieder 30 kr., für Nichtmitgll'edcr 60 kr. per Person. — Bei der am vergangenen Sonntag stattgehabten Generalversammlung der hiesigen freiwilligen Feuerwehr wurde abermals der um diefen Verein wohlverdiente Herr Karl Jäger zum Hauptmanne gewählt. — (Aus Abbazia) ist uns die Nachricht zugekommen, dass dortselbst der Inhaber der bekannten Wiener Verlagsbuchhandlung und artistischen Anstalt Herr Rudolf vonWaldheim vorgestern abends gestorben ist. Rudolf von Waldheim, der im 53. Lebensjahre stand, hatte die von seinem Vater unter bescheidenen Verhältnissen gegründete Buchdrucker« übernommen, die heut« zu den hervorragendsten typographischen Instituten Oesterreichs zählt. Dieselbe umfasst folgende Geschäftszweige: Buchdruckerei, Buchbinderei, Lithographie, Metallographie, Xilographie, Schriftgießerei, Galvanoplastik, Stereotypie, Kartographie und Gravieranstalt. Aus dem Waldheim schen Etablissement ist eine große Reihe von typographischen Kunstwerken hervorgegangen, darunter das Prachtwerk «Die Neubauten von Wien», welches die architektonischen Pläne und Kunstbauten von Wien enthält. Der Verschiedene hinterlässt einen Sohn und zwei Töchter. — (Influenza.) Die katarrhalischen Fälle weisen in den letzten Tagen in Laibach leider eine Zunahme auf. In Verlehrsanstalten, Schulen u. s. w. sind zahlreiche Er« krankungen zu verzeichnen. Am hiesigen l.l. Obergymnasium sind 3 Professoren und 33 Schüler an der Influenza erkrankt. Auch in der Buchdrucker« der Firma Klein-mayr H Bamberg sind zahlreiche Erkrankungen zu verzeichnen. — (Der Turnverein «Solol») hält am kommenden Montag um 10 Uhr vormittags im Turn» saale der hiesigen Oberrrealschule seine diesjährige Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Neuwahl des Ausschusses. — (Sterbe fall.) Am 29. December ist in Frie« dau der l. k. Bezirlsrichter i. R. Herr Franz Kmetitsch im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Verstorbene war Ehrenbürger von Oberzeiring. — (Die Citalnica in Mottling) veranstaltet in der laufenden Saison fünf Vereinsunterhal« tungen, und zwar: am 12. und 19. Jänner, am 2ten, 16. und 18. Februar. Beginn jedesmal um 8 Uhr abends. Aunst und Aiteratur. — (ld Hiarc StlllltS-Aulehen. Grundentl.-Obligationen '"/„ einheilliche Nenle !„ Nolrn 88 «<> «« «<> ^'^ "'" ^ ^^ Zilwrrente....... »7.,5 ^.^,., 5"/„ „»liz,!che...... l«4 - ,05 — >854>r 4«/„ Slaatölole , 250 fl. ^_. —_ ^>"/n mährische...... luu 5<1 ,,N'-- l«««er 5«/« » nanzc 50» st. 139 50 ,^<) ^5, >^'/u Nrain u„b KUftl'nlaiit, , . — — — _ l«».0cr . » ffnnftel ,00 st. 143 75, , 4475, 5"/« "isderuNerrriciiis-tio , , . ,n9 85»li».. >«!!.« Swalslolc , . ,00 st. >,?« ,7I ^„ ^"/n sicirisch«'......—-.- —- — ' » , 50 sl 173 .„i z 7^5,0 b"/„ lroatilche «nd llavonililie . lNb- »-^. '"/.T°m,Mdbr, i, l^.fi, , , ,4« .,-.s,>,.''.<, 5,,, ü"/„ sicbrnbiirnikhe , , , . -.-,_ _ ^. - > 5",„ Trml'!s, «a,!«! , , _.-_. _._. v/.,0est. Ooldrsinc, stsnlnrel , ,<>» U5»^> ?'" „ »"nanl.l,'!- »«,,, f,f< ^, .'»^,',»»,r„,„, ,.„,„,„, „„7, „„«„ ,^,„^„„, N„,^„. t!i,°be^l>°lm in O, steucrire! ,.,«- ,9« _„ '?l,Nel,.„ bor L'ndl Yi,,^ , . ,,^ , '^r«,^!,,epl!.Bal!i! in ^i,der , 1,4 5,l»^,5,^'> Änlehl» t>, öladlnemeiüde Wien lo^zs. ,,«, ^uraclbrrner Val», in Hilb«'»«!,-!>«,:'. » " 0' octto Laizb, 'Tiw! 20« st,», W. «,,, !^l^.. Psaudbrielc «l'labetl'l'lll»» su, lioo Marl . ,,, . ,,, 5,0 ,sür !<»» st.), ^..^«"^".^^ ' "7 25. l,7?5. Vodri'.', «N«. öN, 4»/.,G, „«75. ,17 35 «orarlucrüc? «aw. Emil,, «^ »4-- 94 W dtl>. . 4°/' . . , l,^!! .,8 7'» Un« ««.^ -------. "°' ^'räm, «kchulbvfrschr, 8«/, ,«8 — !<'«-,><> ""» »oldrenle 4",,..... U><>95 K'i ,5 »'vl>, <,«po,heleiit>a!!l l«»i. bl)"/. lni'W -...... "'" F"U>«'«>>ttr ^/« ^ ^ "«!" "'" <->^ "^, «wn, ver,,4'„"/<> , l0, 25 ,.., 75. ., ^...'°i "'"">! Stillte , . N.'K» ,'5'4» dtlll, 5.0in!,s, . 4"/, , , 9»'«« ,»", 20 'l°, ^lau,« Oblwl, v, I, ,875 11, 75. ,1« 75. Pril'litäte-liDlllinal illUtU ! ^ ^"""!ir'"'V!l',,O!i. l"0st. h^w ' ttnr ,0«) il ), x, "lkm. V!,,!, i» ,<»<>st, ö.W. l»5>'7', '2, i«lb,»a„!)o Ncrdbahn ltm, 1«»l! ^» — ,,^> «<> ^ ",., ^ "" ^ i: ü» st, ü, 38. ,N5> 7»> NM 2^ l^nlizü.1»,' ifal! .«.idwlll.Vnhn ^«eld Waiv Geld Ware Oestrrr, Äorbwcstbahn . . , l!V 50 l<>7 Uänderbllnl, »st, lliw fl, V, , . L»!»'b» »3« - Liaatebahn.......l!)^75, l!N ?5> OeNerr^ungar. Äaul 6NN f>, .»2l'-!>»4 ^ Ei!t,l!al,n il 3°,> , , , !4",„ , 11« 6N N7 4« «erteliribnnl, Mg, 140 fl, , ll>» 5^) l«N - Uiili staliz, Äal,» ll>0 ^»!l»l -- ! Diverse Lose I AMen von Transporter Kti!,f. Uutcruebmuusscu. 0 fl......„_.____ (per Htu >?« d «r >.! M «., d inll' ""' '" ' «u!chliel,r°ber ^!, 5..X. fl. ««, ,034 ,04.> Pl-Ne".st/. ' , ' ^«Zl! ^ D^au.DampslchiM^,. «.,.,,. WalN''.'"",?^"/' ^ ^ ü<" «" Dr«3!!.Ä!!Db.^?2^.N,-! ?«« ^3!^ - Vew sch d»' ^ "^ ' ^" ^rdin°»d«Ät°rbb.,A.0sI,«M, 25.75 2^' verich d, V°de»sret.i1a>,stal, , ,7... «al!' - 4<>, ,.,„,,,,. ! ü)fs!!'r<.«l,rdwl'Nl>, i?0n'l, Hüt, ,!»> s,l>j,«, — ' " l'.o. (IN, U i 2«,'ii, ^>, , „7 5»<> Ll« s'l> )li>»!o »^l>l, V>,»!Ä»0» «»'„it, ,^^>— ,',','5» Prag DlixerltilVnb, l.',ü N, Oilli, «U 89 5»0 Vnnlurrew, Uleiisr 10«> fl. , , l«4 ?'< »«5 25, Rudolph Bali» ul«> fl, Zil!,er - > ^ >. Bdücr.Anst, oft, i!<»0 st. K, 4<»".„ !»»«-— »<»7 - 2taatsral)n lilX! fl, Sllbrr ü»L ><> 2,12 ^><» Crt,«, Vlust, l. Hand, l>. G, 1U«,st, 8»2 b<» 32,'! - äudlin!,,! 200 jl, 2!Ib,>r , , , 1,7- ,37 7', «lrrtilbllnl. All«, u»g, 200 N, , 3t« - »48 5»« Süd ^ordl>.Lj>ib,°!!j,2!>0N,l5M l«8 75 ik!»'25> D,'fti>ll:e»bN!!l. Vlllg, ü0» s., . '2^. - L«4 — Tramway Ge!.,Wr ,,?>»« ö, W, — — — ^ !t!^m»lM'.Aes./Xt>m<>, >»> f>, . !b8<>' - 59» — ' »«'ue «l-l ^>0,V 3,7 — X'9 - »'Ictie!! >W f!...... 98— ««5,«, Hnvi'lveleüb,, öll, i!««»!». 5'«,,'^ 7l— ?t- Ung, «aliz, «ti^ill,. li!,« ü5» z».«, 7,'. Geld > Ware Ung, Norboftbahn 2W fi. Vllbtl l»8 <5 l«9 /l^ UngWeftbMllab »lllz)2(X>fi,H, li»2 -. >!»»' IudnstrwActien iper stück), Vauars., All«, Oeft. l»0 st, .------- «»ybier Eiien» und Vtahl-3nd. in Wie» l«»0fl...... W— l!W- Eisenbahnw Leih«, erste, 8«fi. 94'<> fl. <,«, ^ 485 - Lalgn-Iarj, Ttcinlo'ylen »U fl. 438- <41- > «Sch>«!)!niüt!l». Papierf, !««> fl, l<„^ . «>»4' «^lsUisrinuh!»,Papiers,u.V,iG. l»9 — l40' - Iri!n!,«-l »ulileilw'Vr!, 70 ss. . »46-14»' W»ttel!i.'G,0est,!nMrn«»0fl. 43« . 44V — Waggon lleihllnst,. «llg, in Pest «Ost......... »7 ^ »« >W wr, «auge!ell!chaft ,00 fi, . .-------— — Hgisnerberger Ziegel «ctien »el. l?tt — <7« Devilen. Teutsche Vltttzc , 57 »<» b? W London , , «l? 90 >>»!>!) Hjari« , , 4N 70> 4«'7> Äalulc«. Dlualen........! l> 58 bl.» 20 ssianc» «tücke.....! »33 » :<4 Deu»!l!»f «e!ch«I>»nl!!°le» , . 57 »7^7 9l, Papirr-Muliel......, l «7 i'»7„ Italieullche «anlnoten s«»UL) j 46 35 «5:. 10. ^crzcichuls dnjcuigni Wol)l<üä>-, wllchc sich z» Uuustcu , .^ ^aibachcr ArmeusondeO uo,, doi lil'li -vll' nut cinl'iii Striiil! Ä^nchurlni habcn auch von Namens, und (^lmll5taa.s.Gll,l!ila S. o Preis. (-+hi;i >« ' " tlr„cl Nathg«bcr fül alle und junge P«rso»en. die in stolgr llbl« Iilgendgcwohnheitln fich gelchwiicht jilhlen, »« lese «« auch 9eoer, dti an Nervcslläl, H«rZll«pf»n, V»lb«nung»< ltschwerdc», Hamorrhoiben leibet, seine »uf. lichtigc Velehrun» hilft jährlich vielen T»us»nb«n l»r V,s«n>h»tt und A»«st. ! Oc,i!ü <2i, fendung von 1 fi. zu beziehen von »l. ».. «^„««, Homopath, HVlieu, Wirb i» souvert verfchlofse» Werschill«. Anton Krejci CongressiJlatz fNr. 8, Sternallee empfiehlt, sein grosses Lager iler feinsten Herren- und Knaben-Hüte und Kappen zu «tussergewöhnlich billigen Preisen. (37U9) 21 i Hcsomlers grosses Lager in aller Art Pelzwaren feinsten Damen - Pelz - Mänteln und Muffen, Stadt- und Reise-Pelzen. Wasserdichte 1!) Wagendecken in verschiedenen Grössen und Qualitäten sind zu billigsten Preisen stets vorräthig bei Spediteur der k. k. priv. Südbahn Laibaoh, WienerBtraasa Nr. 15 SCHWEIZER S^ GALLENv Sparcasse - Kundmachung. Im abgelaufenen Monat.e December sind bei der krain. Sparcasse von 2118 Parteien................499.386 fl. — kr. eingelegt, und an 1814 Interessenten.........467.170 » 98 » rückbezahlt worden. Behufs Erlangung von Hypothekardarlehen wurden im verflossenen IV. Quartale 122 (Jesuche überreicht, mit. welchen die Summe von 357.725 fl. angesprochen worden ist; 118 (Jesuche sind durch Bewilligung von 325.357(1. ganz oder theil weise berücksichtigt worden, 4 hingegen mussten wegen Mangels der statutenmässigen Deckung abgewiesen werden. Laibach am 1. .länner 1890. (62) ___________Die Direction der krainischen Sparcasse. ^"^'.^Nr^ '"""elin v. Tr..tü.zy, ,and!ch«f.« Unübertrefflich für Zahne Wirn: AMhcle des Niclor v. Trnlöczh ...nm heil. stra»- >n cic>c»l>" , ^!>i!^iii! chcn',jchc i>2dr,l,. V. ,^»»!'<'lh!lf»>erslrahc Nr, >>8: ^ „ .. .____ l, lz«jIüflÄII!IlIV388«I' nrirf> lrfrllcftfnl». ve?hl„' derl to« Verdelbtn t^cr ^ähn/ und dele«» «>8> den üblen Geruch au» dem Vl^dc > «rehc, stlacon 5U fr. II. 8WMii!v8l allgemein belie!'«, wirl« sehr erfrilchen» und maa>« die .^«hne dlendsn»' woß. k »0 lr ^»>!,c aussi-Mrle lllfillcl. l!l>el lrcli« viele t>>i!'Iuss!!»gs„ cinlielen. fUhrl ft«« frl!- ,>e>!enbe, läglich »ei 5«oft die Apotheke Trnkoczy ncbcil dem Rathhausc in ^'^'-n^!!'5^^!^^r^!'""'''''"'« «°'^'"'' ^ «estelluna.«'von au.^ Wien: ylputhelc des T»r. Otto v. Trnlüczy ,.,um Nadevlv wärtd werden mit umgehender lll,, Nadchlyplal) Nr, ,7, , V , ^^ versandt. l4yi)2) l> W Vieh-Heilmittel, ^m Viehpulver. D.oses vorzügliche Pulver ist bei Erkrankungen von Kühen, Pferden und Schweinen sehr wirksam. b (4677) 9 ¦r k j ^i« Pferde bewahrt dieses Viehpulver vor ^BSSfBH^SS^gSm ^^g^ht, Drüsen, vor allen ansteckenden vSSfrP- ' « V^äH »euchen, Husten, Lungen- und KehlHUcht, ver- vSjöK;* 'V.'''' *':J'\pS*Qk tre]ljt ftW« Würmer und erhält die Pferde bei laät' Vollem Leibe und Feuer. Kühe bekommen nach Ww* Gebrauch dieses Pulvers reichliche und vorzüg- '" ?['^L~"-~— — iffl- -__ liehe Milch. — 1 Paket sammt Gebrauchsan- _ ^ T^^rrr^^srrJS11** weisung kostet nur 50 kr., 5 Pakete sammt Ge- "¦':-'^}iff braufhsanweisung nur 2 fl. Restitutionsfluid (Pferdegeist). ^^rh-^HBB^ k^ ^3 ^as '*es^e Einreibungsmittel für Pferde, hilft ll^l Pllp^i "~-1 r "lit*? *>e' ^'hnenaimdehnung, Kniegeschwnlst, Huf- t. 1U?^^ j^may/^ leiden, Schulter- und Krenzlahmiiiigen etc., bei | jJ|^BHHHHlH KusNge*chwn]*t, FiiHHblaKen, Verrenkungen, jf^l^^^^HP^UW Kittel- und Ge»chirrdriick, bei Schwund idv.. Ä^BP^^^^^ kurz, bei den meinten äußerlichen Leiden und n^^/l^ilillLB^9^!Ä>a ! Flasche mit Gebrauchsanweisung nur 1 fl , "7,. ; Kri'A~'~^^ffl''S4mflp_ 5 Flaschen mit Gebrauchsanweisung nur 4 fl. £.'*¦"• •>*£•;-->l:'^?-'*^**!^ Wnrniiinr! Unsere Erzeugnisse sind '*¦•"- . - "aV.1- edit, verlässlich und garantiert, wenn sieden Namen Tmk/lczy nnd unsere Schutzmarke führen. Diese Heilmittel sind erhältlich bloss in der Apotheke Trnkoczy in Laibach neben dem Rathhause jßfT und werden täglich mit umgehender Post versendet. "VM