Mbacher Wtlmg. Rr. 129. Pränumerationsprei«: Im Comptoir ganzj. fi. II, halbj. ft. 5.50. ss lr., Lm. 8 tr., 3m. lo lr. u. s. w. Inscrtionsstcmpel icbcem. 20ll. 1867. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 5). Juni. Wir folgcn in unserer Tagcsrcvue der Fortsetzung der Adrcßdebatte iin Abgeorduetenhaufe. Doctor Sturm hat es überiwiniucn, dic Ansführnugcn Doctor Toman's zu widerlegen, welche wir bereits gestern an dieser Stelle gewürdigt habcn. Er zeigte die Hohlheit des von Dr. Tomcm producirten Schmerzcnsschrcics, nnd in der That hat dieser Schmcrzcnsschrci in nnscrer Bevölkerung, insoweit sie nicht durch gewisse Einflüsse unterwühlt ist, keinen Boden. Wenn aber Dr. Toman Moskan fahren läßt, so kann er nicht den Standpunkt der Czc-chcn festhalten wollen, lvelchc ihre Bedeutung in der ansgcsprochcndstcn Feindseligkeit gegen das Dcntschthnm suche». Unsere Bevölkerung kennt das von Dr. Tonian nnSgcdrücktc Mißtrancu gcgcu die Dcutschüsterrcicher wenigstens in ihrer großen urthcilsfähigcu Majorität nicht. Sie läßt sich durch daS Irrlicht des Natioualitätsftrin-cips nicht verlocken, sondern folgt der uuwaudclbarcn beuchte der „Freiheit durch Bildung." Mau darf die Bedcutuug der slavisch-födcralistischcu Partei im Ncichs-rathc nicht überschätzen. Wir kennen die Männer, welche als slovcnischc Partei im Abgeordnetenhaus^ auftreten, nnd wissen ans den Vorgängen bei den Laudtagswahlcu, ans Tisch- nnd Vcrcinsrcdcn, welches ihre politischen Ziele sind. Mit dem größten Interesse nnd der tiefsten Äc< friedigung werden die am Schlüsse der Generaldebatte von den Ministern Bcust und Vcckc gesprochenen nnd telegraphisch gemeldeten Worte begrüßt werden. Indem der Finanzministcr die bisherige Finanzgcbahruug mit den Verhältnissen rechtfertigt, hebt er die günstigere Gestaltung der Finanzen in neuerer Zeit und die besser gewordenen Stcucrcingängc im ganzen Reiche hervor, — constatirt, daß cr ein Angebot von sechs Millionen zu vier Percent erhalten habe, und versichert die Wahrnng des Standpnnktcs der Rcichöeinhcit bei der Vcrthcilnng der Reichsslcncrn. Minister Äcust nppcllirt an das bllllgc Urtheil des Hauses. Die Machtstellung nach nußcu, der Einfluß und Credit Oesterreichs sind wieder gcwinnbar, wenn die Vcr< sländignng mit Ungarn zu einem entschiedenen Abschlüsse gelangen nnd wenn in den übrigen Ländern ein freisinniges Regiment zur Geltung gebracht w i r o. Das A dreßprogra in m werde von der Regierung nicht zurückgewiesen. Bcust warnt vor dem Mißtrauen gcgcuübcr Ungarn. Ohne den Ausgleich mit Ungarn hätte Oesterreich nicht die Vermittlung in der Lnxcmburgcr Frage übcruehmcn tonnen. Bcust beklagt ernstlich seine Unbeliebtheit bei den Slaven, dcrcn Hoffnnngcu und Bestrebungen nnr im Rcichsrathc dnrch einen offenen und loyalen Kampf Befriedigung finden können. Für jede von innen herauskommende Bcuuruhiguug der Gemüther werde die Nc-gicrnng und der Rcichsrath ein aufmcrlsamcs und wohlwollendes Angc, für eine jede von außen hineingetragene Beunruhigung jedoch werden die Regierung und die Ncichsvcrtretnng ein aufmerksames aber strenges Auge haben. Dcr stürmische Beifall, dcu die Rede des Hcrru Ministers Bcnst im Abgcordnctcnhausc fand, wird sicherlich auch außer dem Abgcordnctcnhansc sein Echo finden. Offen proclamirt dcr Miuistcrpräsidcut ciu f>ci-siunigcs Regiment im Innern nnd schließt sich an die Forderungen des Aoreßprogram ms an. Hicmit ist die Harmonie zwischen Ncgicrnng nnd Volksvertretung, dic festeste Bürgschaft fi,r dasGelingen deö Aus-glcichswcrkcs, aufs ncuc bekräftigt nnd wir können an dem cudlicheu günstigen Abschlüsse dcr Adrcßdcbattc nicht mehr zweifeln. 5. Sitzung dcs AlMor>nclcnhlmscs am 4. Iuui. Auf der Miuistcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Freiherr v. Bcust, Ritter v. Komcrs, Freiherr v. Bcckc, Graf Taaffc. Prnsidcut cröffuct dic Sitzung um halb 11 Uhr. Das Protokoll dcr letzten Sitznng wird vorgelesen uud agnoscirt. Präsident theilt dem Hause daS Ablcbcu des Abg. Hofrath Tafchek mit und widmet dem Andenken des Dahingeschiedenen einige warme Worte, in welchen cr bcfondcrs dic Ucbcrzcugungstrenc, dic Standhaftigtcit und die Arbeitskraft desselben licrvorhcbt. (Das Hans erhebt sich zum Zeichcu der Trauer uon dcn Sitzen.) Es wird zur Tagesordnung geschritten. Auf derselben stcht dic Fortsetzung der Adrcßdcbattc. Als Redner hat sich nachträglich einschreiben lassen: Dr. Hani sch gcgcn die Adrcssc. Dr. Stnr in will sich mit dcr Vcrgangcnhcit nicht beschäftigen. Dcr Ausgleich mit Ungarn müfse angestrebt werden. Man hat die Eompctcnz des Hanfes für Vcrfassuugsfragcn in ssragc gcslcllt, cr habc gcglanbt, jcdcr Abgeordnete müssc übcr diescu Punlt mit sich im Marcn sein, bcvor cr die Schwelle des Hanscs überschritt. Dcr Rcdncr wendet sich gcgcn dic Rede des Dr. Toman und hcbt hervor, daß dic Adrcßcommission die Sclbstvcrlcngnng bcsaß, jcdcs Bedancrn übcr daS Ausscheiden Oesterreichs aus dem deutschen Bunde zu nnterdrücken. (Bravo.) Im Gegensatze dazu schildert dcr Ncdncr das Verhalten dcr Czcchcn, welche eine Födc ration anstreben, die nur durch den Zerfall des Reiches möglich ist. Auf den Ausgleich übergehend, sagt Rcdncr, es könnte von einem Ansglcich nicht die Redc sein, wenn jcdcr starr auf seinem Rccht beharre, derselbe müsse vielmehr eine freie Vereinbarung politischer Interessen sein. Dcr Dualismus sei nichts neues, cr bestand seit jeher, cr bestand im Jahre 1848, wo niemand sich dagegen stränbtc, derselbe vielmehr vom Reichstag sclbst ausgesprochen wnrdc. Hätte man damals für die Verhältnisse ciu besseres Verständniß gehabt, es wären Ströme Vlntcs erspart worden, man hatte jetzt keinen Ausgleich nothwendig. Wenn die Vereinbarung zwischen dcr Negieruug uud Uugaru gctroffeu ist, so ist sie zwischen dem Hause nnd dem nngarischcn Landtage noch zu treffen, cr protestirc gcgcn den ausgesprochenen Satz, daß das Haus nnr „ja" sagen müsse. Er constatirt, daß nur cin Mitglied der Verfassnngspartci gcgcn die Adresse gesprochen uud sebst die Erfolglosigkeit seines Kampfes erkannte, nnd knüpft daran die Hoffnung, daß bald die ganze Vcrfassuugspartei für den Dualismus fich erklären werde. Redner dctailirt die Fordcrnng der Freiheit nnd schließt nntcr dem lebhaften Bcifallc des Hanfes. Dr. Rygcr: Er habc fich deshalb gegen die Adrcfsc cinfchrcibcn lassen, wcil diese dic Wiederherstellung dcr ungarischen Verfassung als Thatsache betrachtet. Dabei fchlc die Angabe, welche ungarische Verfassung eigentlich hergestellt wurde. An dcr Hand dcr Geschichte zeigt Rcdncr, daß dic föderalistische Rcgicrnngsform, wo sie bestand, stcts zu Bürgerkriegen und zu nm so strafferer Centralisation führte, und dcducirt dann auf historischem Wege das Verhältniß Ungarns für Oesterreich. Er glaubt, die Regierung hätte daran festhalten sollen, daß die ungarische Vcrfassnng 1848 nicht die königl. Sanction erhielt und anch in den Eoniitatcn nicht inarticulirt wurde, was uach nngarischcm Rechte znr Gültigkeit nnnmgänglich nothwendig sei. Er frage also mit Recht, welche ungarische Verfassung Thatsache geworden? Es könnte sich für das Hans unmöglich um theoretische Ancrkcnnnng von Thatsachen, nicht nm Ab« schlicßnng internationaler Verträge handeln, sondern die Aufgabe des Hauses sei eiufach die Regierungsvorlage betreffs Acndcrnng der Vcrfassnng einer eingehenden Prüfnng zu unterziehen. Von diesem Standpunkte hält Redner die Alinea dcr Adresse, welche von Anerkennung einer Thatsache spricht, für übereilt. So lange die Rc- Die Krönung des Königs uon Ungarn. In wenigen Tagen wird in Pest dcr weltgeschichtliche Act dcr Krönung dcs Kaisers vou Oesterreich zum Köuige von Ungarn vorgenommen werden. ES wird unsere Lescr intcressircn, das Krönuugsccreuiouicll kennen zu lerucu, wie cs bisher bei allen Krönungen geübt wurde. Es ist mehr durch Ueberlieferung, als dnrch gesetzliche Bestimmungen stnictionirt nnd wird in vielen Punkten den ncncn Verhältnissen angepaßt werden müsscu. Daun bedarf dcr Umstand, daß anch die Kaiserin an dem Krönnngsactc participircn wird, bcsundcrc Vorkehrungen. In' lctztcrcr Beziehung wird dcr Bischof von Bcßprim zn besonderen Funttioncn bcrnfcn. An: Krönuugstagc erscheinen in früher Morgenstunde dic Krouhütcr in dcr Kathedrale, um die Kistc Mit dcu Krouinsignicn, die daselbst anfbcwahrt ist, in Gegenwart dcr Vandtagsdcputatiou nnd der Hofcom-«nssarc zu ösfncn uud die Reichsinsiguicn, welche theils in der Sakristei, theils nächst dem Hochaltar ansgcslcllt werden, fortwährend zu bewachen. Mittlerweile habcu sich die Staude im Palatinal-Palais dcr Elcrus in dcr Kirche versammelt. Geleitet von dcn Magnaten, verfügt sich dcr Palatin uutcr dcm Geläute sämmtlicher Glockcu iu die k. Burg, wo sich dcr Krömmas.zng schon formirt hat. Dcnsclbcn eröffnen die k k' Hofcinspanicr, die k. k. Hoffouricrc zu Pfcrdc; ihnen folgt die Dienerschaft dcr Landcsständc, dic k. k. Hofdicnerschaft, die Edelknaben — sämmtlich zu Fuß —; dann die Magnaten, Stände und Kämmerer zu Pferde, die wirklicheu geheimen Räthc nnd die Minister gleichfalls zu Roß und neben jedem cin Laufcr, dcr Palatin, dcr ungarische Obcrsthofmcistcr, dcr uugarischc Herold mit dem Stabc, endlich nnmittclbar vor dem Könige dcr uugarischc Obcrststallmcistcr cntblößtcn Hauptes und mit gczücktcm Schwcrtc, sodann dic Majcstät in der nngarischcn Marschallsnniform, gefolgt von dcm nngarischcn Obcrslkämmercr nnd dcn Eaftitäncn der deutschen und dcr nngarischcn Leibgarde, geleitet von dcm Bürgermeister nnd dem Stadlmagistrat, umgcbcu vuu Gardisten bcidcr Garden. Dcn Zug schließt cinc Abtheilung Hußarcn. An dcr Kathedrale hält derZng; der Obcrstkämmcrcr springt vom Pfcrdc nnd hält dcm König dcn Steigbügel bcim Absteigen; dcr Primas reicht dcm Monarchen das Weihwasser. In dcr Kirche selbst ist vor dcm Hochaltar cin Thron mit Baldachin anfgeschlaa.cn, zn dcm sich nun dcr Zug in folgcndcr Reihenfolge bcwcgt. Voran dic Mitglieder bcidcr Häuser des Landtages, die Kämmerer nnd gchcimcu Räthc; sodann dic Bannerträger (Magnaten) mit den Fahnen dcr sogcnanutcu zehn nngarischcu Pro' vinzcn (Ungarn, Eroaticn, Slavonien, Dalmatic», Kn< mauicu, Scrbicu, Bulgarian, Rama, Galizicu nnd Looo-mcricn — nach dcm Titcl, wclchcn dcr König von Ungarn führt), dic Ritter dcs Stephan-Ordens, des Thcrcsicn - Ordens nnd dcs goldenen Vließes. Sodann dcr Herold, die Kronhütcr nud Magnaten mit dcn Reichsinsignicn, nnd zwar dcr Obcrsttämmcrcr mit dcm Krcuz, dcr Obcrstmundschcnk mit dcm Schwerte, dcr Banns von Croaticn mit dem Reichsapfel, der Reichs» schatzmcistcr mit dem Pace, dcr Index Enriä mit dem Sccptcr, dcr Palatin mit dcr Krone. Sämmtliche In« signicn werden anf rothen Sammtkissen getragen, nur dcr Obcrststallmcistcr trägt dcm Könige das gezückte Schwert vor. Der König wird von zwei Bischöfen geleitet, von den Gardecapitäncn und dcm Obersthofmeister gefolgt. Unter Fanfaren, Paukcnwirbcl nnd Orgclklängm bcwcgt sich der feierliche Zug zum Throuc, deu der König besteigt, während sich die Rcichsbaronc mit den Insiguicu auf dcr Evangclicnscitc, dic anderen Würdenträger hinter dem Mouarchcu aufstellen. Nachdem die Ordnnng hergestellt ist, spricht der Erzbischof von Kolocsa dcn Primas folgendermaßen an: „Die h. Nährmutter, die katholische Kirche fordert, daß Ihr den anwcscndcn crlanchtcn — zu der Würde eines Königs von Ungarn erhebet." Hierauf fragt dcr Pri» mas: „Wißt Ihr, daß cr würdig nnd tüchtig sci zu dieser Würde?" Dcr Erzbischof vou Kolocsa erwidert.-„Wir wisscu cs und glanbcn cs." Der Primas wcndcl sich nnn zn dem Monarchen nnd richtct an dcnsclbcn die Exhortation, nimmt sodann die Insignicn, nm sic bei dem Hochaltar aufzustellen, reicht dem Köuigc das Kreuz zum Kusse, während dieser sclbst anf einem Sammtkifsen nicdcrtnict, nm dcn Ponti-ficalcid zu leisten, wobei cr beide Hände anf daS anf« geschlagene Evaugclinm lcgt, das ihm dcr Primas dar-rcicht. Die Eidesformel nach dcm iwnlill'c^ Numlmmn lautet wörtlich: „Ich — mit göttlicher Znstimmnng fortan König (folgt dcr Name) gelobe nnd verspreche vor Gott und dcsscn Engeln, fortan Gcsctz, Gerechtigkeit nnd Frieden dcr heiligen Kirche und dcm mir untergebenen Volke nach Können nnd Wissen zn üben uud zu wahren, gemäß dcr Ehrfurcht vor dcr göttlichen Gnade, so wie ich es nach dcm Rathe meiner Getreuen am besten werde befinden können; desgleichen dcn Priestern dcr Kirche Gottes die gebührende und canonischc Ehre zn erweisen nnd dasjenige, was von den Kaisern und Königen der 846 gieruugsvorlagc nicht eingebracht ist, lasse sich nicht voraussehen, ob der Ausgleich uiit der Einheit nnd Machtstcl' luug des Reiches ucrciubarliä) ist. Die finanzielle Seite des Ausgleichs erörternd, glaubt Redner, daß ans demselben für die diesseitigen Länder schwere Lasten erwachsen würden, nnd sucht nach» zuweisen, daß selbst, wenn diese im Interesse des Ausgleichs die Last auf sich nchmeu wollten, sie dies aus wirthschaftlicheu Gründen nicht lönutcu, weil sich das uugar. Steuersystem, die Nothwendigkeit der Wicdcrans-stcllung der Zwischcnzollschranten wieder ergeben würde. Der Rcichsrath habe schon früher erkannt und ansgc-sprochen, daß der Ausgleich mit Ungarn im verfassungsmäßigen Wege möglich sei, der Landtag wäre cinzubc-rufen, dessen Postulate zu hören nnd danach die Verfassungsänderung vorzunehmen gewesen. Dies sei aber der einzig mögliche und corrcctc Weg zum Ausgleich gewesen. (Einzelne Bravos.) Abg. v. Froschanc r stellt den Antrag auf Schlnß der Generaldebatte. (Wird angenommen.) Die Sitznng wird hierauf unterbrochen, um Gene-ralrcdncr zn wählen. Um "/z l A Uhr wird die Sitznng wieder aufgeuommcu. Der Präsident »nacht die Mitthciluug, daß als Gc-ncralreduer für die Adresse Herr v. Mcndc gewählt wurde. (Minister Vcnst erscheint im Hause) v. Mende: Die abgelaufene Vcrfassnngsperiode hatte zwei Fehler, die mindcstcns mitgeholfen haben zn der Möglichkeit, die nachmals so verhängnisvolle Aera der freien Bahn zu iuaugnriren. Diese Fehler sind, daß einerseits die Theorie der Rcchtsverwirkuug aufgestellt, andererseits für die Entwicklung der Fcbruar-Vcr-fassuug gar nichts gethan wurde. Daß es möglich ist, noch immer Eompeteuz-Bcdenkeu zu haben, dcntc darauf hin, daß man trachte» müsse, endlich einen festen, unverrückbaren Vcrfassungsboden zn gewiuucn. Redner und seine Partei stehen auf dem Punkte, auf welchem sie sagen: Achtuug vor dem Rechte — mag dies Recht auch nicht ganz nach uuserem Geschmacke sciu. Dies Recht bestimmte ihu schou vor sechs Jahren, die Stclluug ciuzuuchmcu, die er noch hentc uuveräudcrt einnehme. Wie man aber das fremde Recht rcspcttirc, so wolle mau auch das eigene Recht achten uud davou nimmer weichen. Er sei nnd war nic ein unbedingter Anhänger des Februar-Patcuts, doch halte er au dem Boden desselben fest; n.:r fester gestaltet, dauernder möchte er ihn sehen. Der innere Friede Oesterreichs ist der Friede Enro< pa's; das befriedigte, das in seinen Völkern geeinigte Oesterreich ist der Friede EnropaS — die Gefahren ans Osten ziehen immer eugcrc uud engere Kreise nm unS; unter dcu Einflüssen des nationalen Haders könnte Oesterreich diese Gefahren nicht bestehen. Was dcu Ausgleich mit Ungarn betreffe, wolle er Farbe bekennen nnd offen erklären ill seinem Namen nnd im Namen mehrerer Herren die ihn znm Gcneralredncr gewählt, daß er die vorliegenden bekannten Vereinbarungen mit Ungarn als eine taugliche A as is des Ans» glcichs erkenne. Es wäre wohl möglich gewesen, günstigere Aus-glcichsbcdingnugcn zn erzielen, anders zu vcrhaudclu; aber mau hätte müssen 300.000 Soldaten auf dcu Bei-ueu haben, gesicherte, noch rninirbarc Finanzen besitzen nnd im Staude sein, die gcsammtc europäische Politik auf drei Jahre zu sistircn. Soll der Eonstitutionalismns erstarken, dann müsse man seine Stützen in die Völker hineinlegen. (Bravo!) Unsere Verfassung muß ciue uatürlichc uud gerechtere Gestaltung crhaltcu. Geben wir so viel von den Postulaten dcr Autonomie hiuzu, damit die Freiheit erstarke. (Bravo uuter den Polen.) Redner begrüßt die gestrige Ansprache von Seite dcr polnischen Partei als Zeichen dcr Vcrstäudiguug uud stellt die Bitte an die Herren aus Krain, die Hoffnnng nicht finkcn zn lassen, mit der doch auch sie in dies Haus eingetreten seiu müßten. Gemeinsam müsse das neue Werk bcgouucu wcrdcu. ^Vravo.) (Die Sitzung dauert fort.) Oesterreich. Schlost Hctzeudorf, 4. Juni, 8 Uhr Morgens. Im Lanfc des gestrigen Tages hat Ihre tais. Hoheit die dnrchlanchtigstc Fran Erzherzog! n M athil 0 c etwas geschlafen. Dagegen war die Nacht größtentheils fchlaf' los. Das Fieber fehr mäßig. Die Eßlust dauert au und fühlt sich die hohe kraule dnrch den Mangel an Schlaf nnd in Folge dcr jetzt überall znnchmcndcn Eite-ruug schwächer. Prof. Pitha. Dr. Schmerling. HVien, 3. Inni. Zu Ende 1800 waren die einzelnen Kronländcr in der Eutrichtuug dcr Steuern mit folgcudeu Summeu rückständig: Bei den directen Steuern : Nielcrösterrcich 4.024,003 fl., Obcröslerrcich 01,098 fl., Salzbnrg 10,427 fl., Steicr-mark 5)50,505 fl., Kärntcn 104,491 fl., Krain 381,063 fl., Böhmen 2,974,005 Guldcv, Mährcu 1.197,009 fl., Schlcsicu 31,85)'.) Gulden, Ostgalizicn 2.393.085 fl., Westgalizicn 008,001 fl., Bukowiua 780,730 st., Tirol nnd Vorarlberg 55,020 fl., Küstenland 1.029,809 fl., Dalmatien 182,822 fl,, Ungarn sammt Wojwodina 23.789,213 st., Eroatien nnd Slavonien 2.474,173 st., Siebenbürgen 1.813,081 fl., znsammcn 42.491,580 st. Zu Eude des crstcu Quar« tals im laufcudeu Jahre waren diese Stcucrrückstäude zusammen anf 49.534,219 st. angewachsen, worunter die rückständige Grnudstcuer init 32.513,033 fl. Bei den indircctcn Stcucru ergaben sich zu Eildc verflossenen Jahres folgende Rückstände: Verzehruugsstcuer 2.475,<>27 Gulden, Zoll 151,207 fl., Tabak 5.207,701 fl., Gebühren von Rechtsgeschäften 21.039,501 fl. (davon in Ungarn nnd Siebenbürgen 10.349,513 fl.), Gebührcuäqnivalentc 1.550,537 fl., Stempel 2.090,418 fl., Taxen 429,897 fl.. Lotto 9,153 st., Mantl) 324,747 fl. Ausland. Berlin, 3. Inni. Dcr König reist Dienstag halb 4 Uhr Nachmittags ab nnd wird am 0. um halb 5 Uhr Nachmittags in Paris eintreffen. Durch Belgien reist der Köuig incognito. — Heute Früh find die leitenden Minister von Baiern, Württemberg, Baden und Hesfen zil einer Eoufcrenz eingetroffen. Herr v. Sa-vigni) hat feine Badereise aufgeschoben. — Dem Vernehmen nach steht nächstens die Erncnunug des Regierungspräsidenten Nordcnslycht zum Oberpräsidenten uud des Eiviladmiuistrators Hardcnbcrg zum Regicrnngspräsi-denlcn der Provinz Hannover bevor. — Die „Norddeutsche Allgcmciuc Zeitung" hält die Nachricht der „Krcnzzeitnng," daß die Wahlen für den Reichstag auf den 15. Juli ausgeschrieben wcrdcu, für irrthümlich, uud erklärt, daß die iu ciucr Berliner Eorrcspoudcuz dcr „Augsburgcr Allgemeinen Zcituug" behaupteten Verhandlungen Prcußcuö mit dcu süddeutschen Staaten wegen Anschluß an den norddcntschcu Bund nicht stattgefunden haben. Darmstadt, 1. Inni. In dcr heutigen Sitzung dcr zweiten Kammer wurde dcr Ausschnßautrag auf Treuuuug dcs Budgets iu ordentliches uud außerordentliches verworfen. Darauf berichtete der Gcsctz-gcbuugsauoschuß über dcu Autrag Goldmann-Hallwachs auf Eiutritt dcs Großhcrzogthums iu dcu Norddeutschen Bund. Ein Mitglied dcs Ausschusses empfiehlt die Ablci> nnng; zwei verlangen unbedingte Annahme; zwei andere sofortige Verhandlungen mit Preußen nnd den süddcntschcn Staaten wegen eines ganz Dentschland nmfasscndcn Buudcs, uud, falls diese Vcrhaudluugcu erfolglos bleiben sollten, innerhalb ciucS Jahres beim Präsidium dcs Norddeutsche,! Buudcs dcu Eiutritt Hessens iu denselben, ohne die andern süddcntschcn Staaten, znbcantragen; zwei weitere Mitglieder verlangen sofortige Vcrbinduug der süddeutschen Staaten mit dem Nordbuud nud, falls erfolglos, Verhandlungen mit Prcnßcn wegen Eintritt Hessens in dcnsclbcn. Florenz, 2. Inni. Der „Corr. ilal." schreibt: Man versichert uus, daß eiuc von dcr Ncgieruug er-uauutc Eommission bereits nach Udine abgegangen ist, um die traurigen Folgcu zn crhcbcu, welche für die Provinz Friaul aus der gcgcuwärtigcu Abgrenzung cut-springen. Es heißt, unsere Regierung habe mit der österreichischen Verhandlungen eröffnet, um weuigsteus eiucn Theil dieser Uebel zu beseitigen, uud lctztcre nicht abgeneigt gefunden, darauf cinzngchcn. Vcnrdiss, 2. Iuui. (Tr. Ztg.) Zum erstenmale seit der Vereinigung Venedigs mit Italien fand heute die Feier des Statutfestes statt. In früher Morgen' stnndc durchzogen Musikbaudcu die Stadt uud schmückten sich die Fenster der Hänser mit Fahnen nnd bunten Teppichen. Um 11 Uhr fand anf dem Marcusvlntze große Parade statt, zu welcher uebst der Garnison uud dcr Nationalgarde auch die Zöglinge dcr Gymuasieu ausgerückt ware». Um 2 Uhr faud dic Vctheiluug dcr bei der Vertheidigung Veucdigs in den Jahren 1848 und 49 Verstümmelten mit Geldbeträgen statt uud es war wirk-lich merkwürdig, wie viele solcher Verstümmelten sich präsentirteu. Um 0 Uhr war große Frcscofahrt anf dem Eanal grandc, an welcher aber dcr enormen Hitze wegen vcrhältuißmäßig wenige Gondeln thciluahmcu, so daß die heutige gegen sonstige Freseofahrtcn weit znrückblicb. Abends findet cine Belcuchtnng dcs Mar-eusplatzes uud dcr öffeutlichcu Gebäude statt. Anfang-lich beabsichtigte man anch die Privaten zur Beleuchtung ihrer Fcuslcr zn veranlassen, dic Maßregel stieß aber auf so entschiedenen Widerstand, daß dic Idcc clufncciclicll werden mußte. In Folge ausdrücklichen Befehls des hiesigen Eardinalpatriarchcn und dcr meisten übrigen Bischöfe Italiens hielt sich dcr Elcrns von der Feier dcs Statutscstcs fcru. Die Hoffnungen anf zahlreichen Frcmdcubcfuch zum Statntfcstc verwirklichten sich nicht. — Prinz 'Napoleon scheint mit den hiesigen Behörden Vcrstcckens zn spielen. Vorgestern langte hier ein offi-eiellcs Telegramm au, welches die Ankunft des Prinzen für 8 Uhr Abeuds in Aussicht stellte. Der Podcstn, die Spitzcu der Vchördeu n. s. w. fanden sich <» 2, uinlo »«ml«' am Bahnhöfe ein nnd harrten dcr Aukuuft des Priuzeu — der aber nicht kam. Gestern Abend wiederholte sich dieselbe Scene, uud Nicmaud weiß, ob dcr Prinz nnn wirtlich kommt oder nicht. — Dic sranzö- Kirche übertragen nnd erstattet wnrdc, nnvcrlctzlich zu bewahren, den Aebtcn, Gespanen nnd meiuen Vasallen die entsprechende Ehre nach dem Rathc meiuer Getreuen zu erweisen. So wahr mir Gott helfe uud dieses heilige göttliche Evangclinm!" Die Versammlung stimmt die Litanei an, zwei Bischöfe erheben den König nnd führen ihn in Vcglci-tnnss dcs Obcrstkämmcrcrs uud Obersthofmcistcrö hintcr dcu Altar, wo er sich zur Salbuug vorbereitet, die sodann am Hochaltar in dcr Weise vorgenommen wird, daß dcr Primas den Monarchen nntcr den vorgeschriebenen Gcbcteu auf dcr rcchtcu Schulter und zwifchcu dcu Schulterblättern mit dein h. Ehrysam bcstrcicht. Nnn crst legt der König, der abermals hintcr dcn Altar gc» führt wird, dcu Krönnngsornat an, besteigt den Thron und der Primas pontificirt das Hochamt. Nach dcr Epistel kniet dcr König abermals, dics-inal um eine Stnfe höher als zuvor, am Altare nieder, um ans dcr Haud des Primas das cutblößtc Schwert dcs h. Stephan zn empfangen, wobei der Kirchcnfürst folgende Worte spricht: „Empfange das Schwert, das uusere zwar unwür-digcu, aber au Stelle der h. Apostel geweihten Häudc vom Altare genommen, das Dir königlich gcwährt nud durch uuscre Segnung znr Vertheidigung der h. Kirche Gottes von Gott bestimmt ist," Dcr Mouarch crhebt das Schwert nnd schwingt cs in Krcnzcsform drcimal gcgcn die Versammlung, 'steckt es sodauu iu die Scheide uud läßt sich dasselbe vom Primas umgürten, dcr dabei die Formel sagt: „Umgürte Deine Lenden mit dein Schwerte, Mächtigster" uud gcdcukc, daß die Heiligen nicht dnrch das Schwert, sondern durch dcn Glauben dic Reiche besiegt haben." Jetzt wird dem Mouarchcu dic Kroue vom Primas uud vom Palatin gcmeiuschastlich aufs Haupt gesetzt, worauf dcr Primas mit dcn Worten: „Empfange das Scepter dcr Wahrheit nnd dcr Tngcud, auf daß Du einsehest, dic Frommen mit Milde zn behaudelu und die Ruchlosen zu schrcckcu" das Sccptcr iu des Königs rechte, dcu Reichsapfel in dic linke Hand lcgt. Mittlcrwcilc hat dcr König das Schwert abgcgürtet, das dcr Oberst-mnndschcnt übernimmt. Unter Vorantritt dcs Herolds, dcr Bannerträger, des Primas-Palatins, des Obcrsthof-mcistcrs uud der Gardccapitänc besteigt nnn dcr Gekrönte dcn Thron. Dort angelangt spricht der Primas die Wcihcformcl: „Stehe uud bewahre fortau dcu Platz, dcu Du bisher als Nachfolger Deiucs Vaters einnahmst nach dein Erbfolgcrccht uud der Dir vou Gott zugewiesen ist nach dem Rathschlnssc dcs Allmächtigen." Dcr Palatin bringt nun ein dreimaliges Viuat ans, in das die Versammlung einstimmt: die Glocken tönen nnd mischen sich in den Gesang dcs Tcdcnms, Kanonenschüsse dröhnen nnd künden cs dcr Menge, daß Ungarns Herrscher die Krone dcs h. Stephan fich aufsetzen ließ. Dcr Monarch hört noch das Evangclinm an nnd lcgt dann Krouc, Scepter uud Reichsapfel wieder iu die .swudc dcr Rcichsbaronc. Dic heilige Haudlnng nimmt ihren Forlgang. Nach dem Ercdo opfert dcr König cinc Goldmünze. Während der Wandlung nnd dcr Eommu-uion wcrdcu die Banner gesenkt, ebenso das Schwert nnd dcr Hcroldöstab. Dauu lcgt dcr Köuig wicdcr dcu Ornat au. Hicmit ist die kirchliche Feier, die Iuthrouisiruug und dcr Pontificalcid beendet. Was jetzt folgt, hat einen weltlichen Eharattcr. Dcr gauze Zug bewegt fich aus dcr Kröunngskirche zn Fnß dnrch die Straßen, die mit Tuch iu dcn Landcöfarbcn belegt sind, das, sobald dcr 5 Zng vorüber ist, dcm Volke anheimfällt. Nur dcr Präsident dcr ungarischen Hofkammcr reitet und wirft Münzen nntcr dic Menge. Der Zng begibt sich nuu wieder in ciuc audcre Kirche, wo gleichfalls eiu Thron aufgc-schlageu ist, dcu der Köuig besteigt, um die „Ritter vom goldenen Sporen" zu schlagen. Diesc bilden jcdoch leinen cigcncn Orden, tragen anch sonst keine besonderen Ab< zeichen. Nach Beendigung dieses Ritterschlages folgt dcr Inaugnralcid, die politische Seite der Feier. Diesmal geht cs zn Pferde nach dcm freien Platze, anf welchem im Augcsichtc dcs versammelten Volles dieser Act stattfindet. Eine Tribüuc ist zn diesem Behufe aufgcschla' gen, iu dercu Mitte auf einer mit Goldbrokat bekleideten Stllfc dcr Monarch steht, in dcr Linken das Krucifix, die Rechte znm Schwüre erhoben, und die Eidesformel nachspricht, wie ihm sie dcr Primas vorsagt. Die Formel für dcu Dccretalcid ist iu ihrem wesentlichen Theile dahin lantcnd, daß dcr König beschwürt: „Er wcrdc dic Gcrcchtsamc nnd Freiheiten des Kö> nigreichcs wahren, für Alle Gerechtigkeit handhaben, die goldene Bnlle Andreas ll. (mit AuSuahmc jcdoch dcr Klausel dcs Art. 31) aufrccht halten, die Grcuzcu dcs Reiches nnd was zn diesem gehört nicht ucräudcru, vielmehr cs nach Möglichkeit mehren nnd ansdchnen, nud alles thnn, was er für das öffentliche Wohl, die Ehre uud das Gedciheu dcr Staude uud dcs ganzen König' reiches rechtmäßig werde thnn können." Abermals setzt sich dcr Zng in Bewegung, diesmal der König allen voran. Im Galopp sprengt er den Krönungshügel hinan, zückt das Schwert nnd sein Pferd rasch wendend, führt er uach allen vier Wcltgcgcnden eiueu Kreuzhicb durch die Luft, znm Zeichen daß er sein Reich schirmen wolle gcgcn jcdcu Augriff von jeder Seite. 847 fische Schanspiclergescllschaft Mcynadier sollte im Lanfc des Sommers einen Cyclns von Vorstellungen in, Apollo--theater geben. In Bcrücksichtiguug des Umstandcs aber, daß sänuntlichc Thcatcruutcruchincr hier wegen gänzlichen Mangels an Aesnch großen Schaden erlitten nnd für die französischen Vorstellungen eine, sage eine einzige Loge — nnd diese lion einer Fremden, der Fürstin Clary — abvnnirt war, zog es Herr Mcyuadicr vor, ein Pönalc von W0O Francs zn zahlen. Paris, 31. Mai. Die „Presse" entnimmt einem Schreiben ans St. Eticnne Verschiedenes iiber die uugc-mcinc Thätigkeit, welche in der dortigen Waffcufabrik herrscht. (5s werden gegenwärtig fnr Frankreich selbst, für Italien, den päpstlichen Stnhl, für den Schah von Persien, sowie für die Kaifcr von Chiua und Marokko Waffenbcstcllnngcn ansgcführt. Alle Weber, Gerber, Bandwirkcr von St. Eticnnc, die keine Arbeit haben, finden in der kaiserlichen Waffcnfabrik Beschäftigung. Selbst Hunderte von Familien der Umgegend, Männer, Weiber nnd Kinder haben sich diesem Industriezweig jetzt ausschließlich zugewandt. Ebenso eifrig arbeitet man in Mcudon an der Herstellung der uiclbcsprochcncncn tragbaren Kanonen. Die Zahl der Arbeiter daselbst wurde von 4M anf 1W0 erhöht. Endlich berichtet man über die imgcmcine Ausdehnung, welche das Hans Go-dillot fortwährend der Fabrication von Mili'täreffcctcn aller Art gibt. Selbst in den Gefängnissen wird jetzt auf Rechnung dieses Hanfes gearbeitet. Luxemburg, 30. Mai. Seit mehreren Tagen befindet sich der General Hcrwarth v. Vittcnfcld hier, um cine Inspection der Äcsatznug abzuhalten. Man hatte erwartet, er würde gcuaucrc Nachrichten über die künftige Bestimmung derselben mitbringen; bis jetzt ist aber noch nichts darüber vcrlantbart worden. Die Ln< lcmbnrgcr Bataillone fangen indessen an, wie gestern das „Lnxcmb. Wort" meldete, sich für den Umzng zn rüsten, um gleich nach dem Abzug der jetzigen Besatzung hier einzurücken. Man schmeichelt sich anch hier mit der Hoffnung, daß die Schlcifuug der Festungswerke, obschon dieselbe gleich nach der Räumung erfolgen sott, wohl noch lange hinansgcschobcu lind dauu uicht so gar schlimm ausfallen werde. Tagesnemgkeitm. — (Aus Wien.) Der Bürgermeister und die beiden Bürgermeister-Stellvertreter begaben sich zu den Präsidenten beider Häuser des Neichsrathes, um im Namen der Stadt Wicn den Ncichsrath ehrerbietigst zu begrüßen. — Die Nechtsscction dcö Gcmcinderalhcs hat beschlossen, dem Plenum die Wahl von 12 Mitgliedern aller Pattcicu zur 3tcvision des G em rindest alut es vorzuschlagen. Diese Commission halte ihre Arbeiten möglichst zu fordern. — Die Commune hat sich an die l. t. Statlhallerei mit dem Aner-bieten gewendet, die Hälfte der Kosten zn trage,,, wenn über die Wien zwischen Post- und HauptzoUamt eine eiserne Gehbrücke hergestellt wild. — Der „ForlbildungZverciu für Buchdrucker" beschloß am Sonntag die Ueberrcichung cincr Petition um Vcreinsrecht an den hohen Neichsrath: ebenso die Absendung einer Deputation an den Ministerpräsidenten , um Erwirlung des Verbotes der Feicltagscubeit. — Cine taum glaubliche Nachricht macht durch die Matter die Runde, e3 soll nämlich ein Michmaicr in Wien deu Ausbruch der Rinderpest in seinem Stalle verheimlicht und die Thiere einem Fleischhacker verlauft haben. Derselbe wäre dnn Gerichte angezeigt worden. — In Schwcndcc's „neuer Welt" in Hicbei soll das Pferd mit goldenen Hufen lose beschlagen sein, die es beim Ritte verliert nnd die dann anch der nachslrömcndcn Menge als Beute auheimfallcu. Die alten Diarien erzählen mit enthusiastischer Begeisterung von der Majestät und Anmnth, mit der die jugendliche Kaiserin Maria Theresia diesen Ritt und die Schwert-hiebe vollzog, so daß ihr alles Volk, unwillkürlich hin. gerissen von dem Zauber der Erscheinung, zujauchzte. Damit ist aber auch die eigentliche Kröuuugsfcicr zu Ende. Iu derselben Ordnnng, wie er vorausgegangen, bewegt sich der Zug nach der Köuigsburg. Was nun folgt, sind eigentlich mehr Förmlichkeiten im Zusammenhange mit dem Feste, das anch dem Volke bei diesem Anlasse bereitet wird. Der gekrönte Monarch speist, die Krone am Haupte, bei offcucu Thüren, nud die Reichs-diguitärc bedienen ihn. Der Palatin reicht das Waschbecken, der Primas das Trockeutuch, der Oberslkämmcrcr stellt den Stuhl zurecht. An der Tafel sitzen kraft ihrer Würde der Palatin, der Primas, der apostolische Nuntius und der Crzbischof von Kalocsa. Der Obcrstmundscheuk gießt den Wein ein, der Oberslküchcnmcistcr trägt die Schüssel und bringt dem Monarchen anch ein Stück vou dem Ochscnbratcn, der im Schloßhofe für das Volk gebraten wurde. So oft der König trinkt, erheben sich die Tischgcnosscu. Dieser cercmoniellcn Tafel folgt dann erst die eigentliche Hof-tafcl, zn der anch die Mitglieder des Landtages gezogen werden. Man wird den germanischen Zug, der durch diese Ceremonie geht, nicht verkennen; das Ganze erinnert lebhaft stark an die sieben Churfürsten, die beim Königsmahlc auch ihre besonderen Fuuktioucn auszuüben hatten. Hietzing wurde das neu erbaute Varied «Theater bereits uutcr immensem Andränge des Publicums eröffuet. — (R e ick S raths alm anach für dicSessiou 18 6 7.) Im Verlage uon Salou in Prag ist soeben ein parlamentarisches Taschenbuch erschienen, welches dem größeren Publicum willkommen sein wird. (3s enthält die Verzeichnisse der Mitglieder des Herren- und des Abgeordneten« Hauses, die letztereu einmal alphabcthisch und einmal nach den Ländern geordnet, biographische Slizzeu sämmtlicher ReichsrÜthe, Bureau und ständige Ausschüsse beider Häuser, das Grundgesetz über die Neichsvertretung, das Gesetz über die Gcschäftsorduuug und die Geschäftsordnungen beider Häuser, endlich das Sicbeuundsechsziger-Elaborat über die gemeinsamen Angelegenheiten. Es ist zu hoffen, daß der Neichsrathsalmanach eben so großen Anklang finden wird, wie ähnliche Unlernehmungeu in anderen Ländern, wodurch dem Herausgeber, Sigmund Hahn, Gelegenheit würde, Ergänzungen und Verbesserungen nachzutragen. — (Die Klagenfurter freiwillige Feuer« wehr) feierte letzthin ihr viertes Gründungsfest mit einer öffentlichen Production und einer darnach folgenden Fest« lneipe, welcher Mitglieder des Gemeinderalhs mit dem Hcrru Bürgermeister, Deputationen des OsficierscorpZ der Garnison, die Mitglieder eingeladener Vereine uud eine Deputation der Villacher freiwilligen Feuerwehr, mit dem Hauptmann au der Spitze, beiwohnten. Bei seiner Gründung zählte dieser Verein, wie die „Klagenf. Ztg." schreibt, uur 16 Mitglieder. „Ueber dieses lleiue Häuflein, das in den ersten Monaten nur ganz langsam anwuchs, wurde von dem größten Theile der Bürge, schaft, ja leider meist auch von der Intelligenz die Nase gerümpft. Hohn und Spott war der Lohn für die Opferwilligst der kleinen gemeinsiuuigcu Schaar. Allein die gefährlichen und zahlreichen Brände des ersten Vereinsjahres,! in welchem sich das junge Institut auf das glänzendste bewährte, brachen das Eis, und heute zählt diese Schöpfung un» sercr vorgeschrittene,, Gemeindeverlretuug 208 Mitglieder, die allen Ständen der Bevölkerung vou Klagenfurt äuge« hören." — (Befestigung der Insel Scoglio nächst Pola.) Von Seite der l. k. Geuiedireclion iu Pola ist mit Bewilligung der Marine-Abtbeilung des Kriegsmiuisteriums der Bau vou sortificatorischcn Werteu auf der Infcl Scoglio nächst Pola beschlossen worden, die Osfcrtoerhandlungen behufs Verpachtung des Baues sind bereits ausgeschrieben und die Kosten desselben in der annähernden Summe vou 350.000 Gulden iu österreichischer Währung festgesetzt. -— (Entdeckungsreisen.) Miani, der bekannte Nilreisendc, schildert iu einem Briefe, der vor wenigen Tagcu au einen seiner hochgestellten Freunde nach Wicn gelangt ist, die Erlebnisfe seit seiner letzten, unter den Auspi« cicu des Kaisers Napoleon unternommenen Entdeckungsreise, protestirl abermals gegen eine angebliche Entdeckung der Nilqucllcn durch die Herren Spelc und Graul, welche die gute» Dispositionen der österreichischen Regierung zu Gunsten einer neuen Expedition vereitelte, und versichert, daß er trotz aller Hindernisse wirklich zu neuen Entdeckungsreisen ausziehen werde. Unter andern» sagt er in seinem Briefe, daß sich in Egypten Consult und Banquiers fanden, welche eine Aclieusubscription für eine neue Elitdcckuugsrcisc erösf» neteu; der Kaiser von Oesterreich gab hiczu Wasseu uud Munition, Vcuedig insbesondere Glaswaaren. — (Cholera) In Callamssctta (Sicilicn) nimmt dieCholera wicder stark überhand. Am 26. Mai blieben 35 Personeu in Behandlung, die Zahl der neuen Erkrankungen betrug 24, 14 starben. — (Epigramm.) Die Berliner „Moutagszcitung" bringt folgendes Epigramm: Oesterreich und Preußen. „Was Du mir angcthan in jcncn sieben Tagen! Jetzt will ich Dir's bezahlen! ! Ich werde dich mit Einem Negimente schlagen — Mit einem liberalen! — (Von der Pariser Ausstellung.) Im Ausstelluugsparle wird demnächst eiu Luftballon, an einem 250 Fuß laugen Taue befestigt, feine Aussteigungen beginnen. Es werden jedesmal sechs Lustpassagieic gegen Entrichtung der Tare von 5 Francs an der Fahrt thciluehimn dürfen. Das Tau läuft um eine Welle, welche durch Dampfkraft dasselbe auf- uud abwickelt. Dieser Mechanismus beseitigt jede Gefahr. — Die laiserliche Commission macht bekannt, daß in dem 500 Personen fassenden, im geschmackvollsten Renaissancestyle gebauten Confcrenzsaale die Eisinder in ' Person oder durch Stellvertreter in freien, durch Experimente clläuterten Vortragen ihre Elfiüdungcn im Publicum aus< eiiiandcrsetzcn werden. Der Eintritt ist vollkommen unentgeltlich. Am ZI. v. M. ist die Nilbarke des Vicekönigs von Egypteu am Marsselde vor Anker gegangen. Dieselbe hat die Form einer Yacht mit start erhöhtem Hintertheile (bei' lausig wie die alten Galeeren), iu welchem die Gemächer für den fürstlichen Rciseudeu und sein Gefolge liegen. Die Takelage ist ganz national: sie besteht i» ei»c,u mächtigcu lateinischen Scgcl. Unter der 20 Mann starken Equipage sind die hervorragendsten Typen des Nil-Landes vertreten. Ncr den Bord betritt, wird mit orientalischer Gastfrcuud-schast behandelt, mit Kaffee uud Cigarette» bewirthet. Ihre reichen Vorrülhc an Süßigkeiten uud Datteln haben sie durch Verteilung an die Besucher während ihrer Fahrt auf den Ainncncauälen Frcmlreichs vou Mcuseille nach Paris erschöpft. Der Tailouu vou Satsuma ließ liuls und rechts vor dem chinesischen Theater zwei im uationalen Style gehaltene Holzpavillons auflichten, iu welchen salsumanische Landeslinder ^ allerhand Artikel und Nationaldelicatcssen feilbieten werden. Nahe daran ist ein japanesischer Kiosk mit aufwärts gerichteten Dachsen für einen Monstreelephanteu im Baue und nahezu vollendet — eil» Grund mehr, die Ausstellung einen Jahrmarkt zu nennen. Die Menagerie ist complet und auch ! au Gauklern ist lein Mangel. Der Director des chinesischen Theaters hat einen Künstler cngagirt, der ganze Eier verschluckt nud nach Vclicbeu wieder vou sich gibt uud sich eiu anderthalb Fuß langes Schwert in die Kehle stößt. Die amerikanischen Bauten im Park werden demnächst dem Pu« blicum übergebe» lverdeu können. Es sind dies: ein prächtiges Schulhaus aus vem Staate Iowa, ein komfortabler Farmer Cottage aus Michigan, ein transportables Haus (die Materialien zu diesem Bauwerke sind bis auf die Fenster« scheibeu herab aus America herübergebracht), eiue Dampf« zwiebackfabrik aus Boston uud cm Pavillon, in welchem eine 30pfcrdekrästige durch heiße Luft iu Beweguug geschte Maschine bereits in voller Thätigkeit ist. Außerdem besitzen die Vereinigten Staaten im Parke einen großen Maschiueu-annex. — (Was der Czar bringt.) Aus Petersburg schreibt man der „D. Allg. Ztg.," daß der Kaiser von Ruß« land auf seine Ncise ins Ausland für 300.000 Silberrubel Gold- und Brillantschmuck, Tabaksdosen, Nadeln, Bracelets :c. zu Gescheuten, sowie 1500 Stück verschiedene Orden zur Verthcilung mitgenommen habe. Unter den letzteren befinden sich 12 Andreas-Orden, wovon mehrere in Brillanten. — (Hint erl ad un gs g eweh re in England und Amerika.) Bei einer am 31. Mai. stattgehabten Versammlung der freiwiNigeu Schützenvereine machte der Herzog von Cambridge in Bezug auf die neue Bewaffnung der britischen Infanterie folgende Mittheilung: Die bei der Umgestaltung der Enfield- iu die Snider-Büchse cmsgespreng» ten Gerüchte von dem totalen Mißlingen dieses Experimentes habeu sich vollständig grundlos erwiese,,. Nachdem einige Detailschwierigteiten glücklich beseitigt wurden, dürften wir von den Resultaten vollkommen befriedigt sein. Schon sind 130,000 von den alten Gewehren umgemodelt, genug um unsere gesammte Armee im Lande damit zu bewaffnen. — Auch die amerikanische Negierung hat Befehl ertheilt, die Convertirung der alte» Gewehre in neumodifche möglichst zu beschleunigen. Locales. — (Ernennung.) Das k. l. steierm.'lärnt.-krain. Oberlanbesgericht hat dem tüstenländischen Auscultanten Herrn Matthäus Ternouec eiue Auscultautenstelle für Krain und dem Rcchtspratticauten Herrn Viuccnz Hecher in Graz eiue solche Stelle sür Stc-iermarl verliehen. — (Nekrolog.) Gestern den 5. Juni Nachmittags verstarb in Laibach der hiesige botanische Gärtner Andreas Fleischn,« i, n, nach kurzem KraillViilager, im Alter von 62 Jahren. Seine Thätigkeit war vou der frühesten ^u» q.nd au dem hiesigen, von Hladnit gegründeten botani» schen Garten gewidmet. Unter Hladniks Anleitung lernte er die Pflanzenschätzc Krains kennen, zu deren Bereicherung er unter anderen auch durch die Entdeckung einer neuen Pafti-ualart beitrug, die seinerzeit auf dem Schloßberge wild wach« send vorkam und von seinem Lehrer Hladnik ihm zu Ehren l'l>5!!»,!(':> l''j,!>>clll!!!,!!!!i benannt wurde. Von der ltm. botanischen Gesellschaft in Negensburg wurde er schon in den vierziger Jahren zum correspondircnden Mitgliedc ernannt. Dem berühmten Botaniker Hofralh Reichen bach in Dres« den lieferte er zu dessen I^mu ^i-Mimin» lx^iccnln reich« liche Beiträge an seltenen Pflanzen aus Krain, und es wurden auch mehrere interessante Pflanzenformen vou Ersterem unter Flcifchmann's Namen in die botanische Welt ein« geführt. Dem fühlbaren Mangel eines systematischen Ver« zeichnisses der lrainischen Flora, wovon seit Scopoli's im Jahre 1772 veröffentlichten Flora keine neuere Aufzählung erschiene,, war, versuchte er durch seine im Jahre 1844 erschienene Uebersicht der Flora Krains abzuhelfen. Die seinerzeit von Hladnit ins Leben gerufenen und von dilsem durch vicle Jahre abgehaltenen, später von Viatzovsly fortgesetzten außerordentlichen Vorträac über Botanik am hiesigen Gymnasium wurden vou Flcischmaim seit deu fünfziger Jahren ununterbrochen abgehalten, auch er« theilte er deu hiesigen Präparanden den Unterricht in der Obstbaumzucht und betheiligte sich als Lehrer an der hier bestandenen Ackerbauschule.. Sm,e vielfältige,» ersprießlichen Berührungen mit der studierenden Jugend haben seinem Namen in den weitesten vaterländischen Kreisen die allgemeine Achtung verschafft. — (Im Bade Krapina«T0pliz) waren nach der uns zugesendeten Liste seit dem Beginne der Saison bis Ende Mai 317 Curgäste eingetroffen. — (K r a u t c u st a u d i m a l l g c m e i u e u K r a u l e n« bause im Mouate Mai 1867.) Am Schlüsse des Monates April sind iu der Behandlung geblieben 303 Kranke, 121 Männer und 182 Weiber. Zugewachsen sind im Monate Mai 1867: 196 Kranke, 103 Männer und 93 Weiber. Behandelt wurden 499 Kranke, 224 Männer uud 27^ Weiber. Entlassen wurden 165 Personen, 79 Mäu° ner und 86 Weiber. Gestorben sind 14 Männer und 16 Weiber, so verblicbcu iu dcr Behandlung 304 Kraute, 131 Mänuer und 173 Weiber. 843 Ntnefte Post. Wien, 5. Juni. In der Nachtsitzung des Abgeordnetenhauses legte der Iustizm mister Ko> mers einen Gesetzentwurf über verfassungsmäßige Be« Handlung umfangreicher Gesetzentwürfe vor, kündigt bevorstehende Vorlagen über das Strafgesetz, den Strafproceß, den Cimlproccß, die Concnrsordunng, ül,er Vcr< lassenschaftsabhandluug, Pflegschafteubchaudluug, Grund-bnchsordnnng, Fricdcnsgcrichtcinführnug, über die Stellung der Richter nnd Gerichtsorganisation an. Sodann wurden in der Spceialdebattc über die Adresse die ersten 12 Alineas unverändert angenommen. Trieft, 5. Mai. Die ..Tr. Ztg." schreibt: Ein Udmcser Blatt meldet, daß bei dem dortigen Statntfcst auch das Trcntino, Trieft, Istricn nnd Görz vertreten waren — nämlich durch Trauerfahnen! Ferner war an den Straßenecken eine Gratulativn Tricst'ö an Udinc im ttapidarstyl zn lesen. „Tempo" verspricht eine ausführliche Beschreibung der „impomrcndcn patriotischen Demonstrationen", die uutcr Lebehochs „auf das Statnt, den König nnd Garibaldi" in Tricst stattfanden, für das nächste Älatl, nnd sagt dann wörtlich: „Auch in (5apo-distria wurde das ital. statnt würdig gefeiert. Uutcr andern ließ man um 11 Uhr V. M. im Mittelpunkte der Stadt eine große Petarde cxplodircn n. s. w." In der That, sehr würdig! Telegramme. Prass. 4. Inni. (?i. Fr. Pr.) Wie czcchischc Vlät-ler melden^ brachte bei dem Abschicdsbankcttc in PctcrS-bnrg General Ivansky einen Trinkspruch aus, in dem er unter anderm sagte: Nir haben uns darüber zu beklagen, daß wir in Ve^ug auf Aufklärung und Fortschritt bisher auf unsere Feinde, die Dcnt-schcn, angewiesen waren. Jetzt vcrtrancn wir nicht mehr auf die deutsche Cultur. Ihr Czech cu habt Ge< lehrte uud seid ciuc aufgeklärte Nation, ihr müßt die Anfgabc der Deutschen übcruehincu, dcuu ihr versteht die slavischen Interessen zn wahren; die Deutschen machten uns Nüssen zu slavischen Carricatnren. Prag, 4. Iuui. Das hiesige Blatt „Die Corre« spondcuz" wurde ans drei Monate snsvcndirt. Pesj, 4. Illni. Iu der Sitzung der Maguatcu-tafcl zeigte der Präsident an, daß an den Primas ein königliches Rescript herabgclaugt sei, welches dieser verschlossen anf den Tisch des Hauses niederlegte. Der Präsident lnd hierauf die Magnaten ein, sich zu einer gemischten Sitzuug zu begeben, welche im Saale der Tcputirteu stattfindet nnd in welcher das Rescript eröffnet und vcrlcfcu werden wird. ^ In der gcmi s ch -ten Sitznng wnrdc das königliche Rescript verlesen, welches zur definitiven Besetzung der zwei Kronhütcrstellen acht Candidatcn vorschlägt. Graf Georg Karolyi nnd Baron Nicolaus Vay wurdeu mit Acclamation gewählt. Hierauf Fortsetzung der Dcpn-tirtcu sitznng, in welcher daö Inaugural' diplom, die CidcSforulcl, der die Abdicatio-ucu betreffende Ocfctzcutwurf augcnommcu uud Graf A udrasfy gewählt wurde, bei der Krönung die Fnno tionen des Palatins zn versehen. Hierauf wurde bestimmt, daß ciuc Deputation Sr. Majestät morgen Nachmittags 5 Uhr das Inauguraldiplom überreiche, Sc. Majestät bitte, dasselbe vor der Kröuuug uutcr-zcichnet hcranszugcbcu, Sich krönen zu lasseu und zu gestatten, daß Ihre Majestät die Kaiserin gekrönt werde. Ferner wnrdc eine Deputation gewählt, welche die Krone in die Kirche bringen, und eine andere, welche an der KrönnngStafcl theilnchmcn wird. Schließlich wurdcu dem Könige nnd der Königin je 50,000 Ducatcn votirt. Mit der Ucbcrbringnug des auf diese Beschlüsse be« züglichcn Nnncinms an die Magnatcntascl wurde der Schriftführer Iucumovich bcanftragt. Pest, 4. Inni. Laut allerhöchster Entschlicßnug ist der Kronhütcr Baron Nyary auf stiuc eigene Bitte seiner Würde enthoben worden. — Dem „Hirnök" zufolge kauu der Tag der Krönuug vor Uebcrrcichuug des Iu< augnraldiploms nicht officicll bekannt gegeben werden, es sei jedoch der 8. Inni bestimmt. Demselben Blatte zufolge wird heute zum Behufe der Kronhüterwahl eine gemischte Sitznng beider Häuser stattfinden. Berlin, 4. Inni. Der König ist um 3 Uhr 40 Minuten Nachmittags nach Paris abgereist. Iu semer Begleitung befindeu sich Graf Bismarck, die Geucrale v. Moltkc, u. Trcstow, v. d. Goltz, die Flügcladjutau-teu Fürst Radziwill, Graf ^ehudorf, Hofmarschall Graf Pückler, die ^cgationsräthc v. Kcudcl5 uud Wcsochlcn, uud Gchcimrath Borck. Bei der Abfahrt waren sämmtliche Prinzen, Höhcrc uud sremdhcrrlichc Officicre abwe-scud. — Die „Nordd. Allgemeine Zeitung" schreibt: Alu 15. Juli findet die Wahlausschreibung für dcu Reichstag und uicht die Reichstagswahlcu selbst statt. — Die süddeutschen Minister nnd Graf Bismarck hatten gestern Nachmittags 2 Uhr, Abends 8'^ Uhr uud heute um 11^2 ^hr Bormittags Confcrcnzcn. Die Hauptfrage, nm die cö sich hierbei handelt, ist angeblich das Zollparlament. Darmstadt, 4. Inni. (N. Fr. Pr.) Die Kammer hat die Bcrfas s n n g des Nordbundcs für Ober-Hessen angenommen. Der Autrag Dnmont'Gagcru auf buudcsstaatlichc Einigung des gctrcuutcn Deutsch-lauds uutcr preußischer Spitze wurde abgclehut, jeucr vou Goldmaun uud Hallwachs auf Eintritt Hcffeus in den Nordbuud augeuomincu. Dresden, 4. Iuui. Der Obcrcommaudircudc der preußischen Truppen, General v. Boni », verließ hcntc Dresden uud empfiug beim Abschiedsbesuche vom Könige das Großkrcnz dcs Albrccht-OrdcnS in Brillauteu. .Hambur»,, 4. Juni. (i^l. Fr. Pr.) Der „Börsenhalle" schreibt man aus Berlin: Die Gerüchte über den Rücktritt Bismarckö sind den factischcu Verhält-uisscu widersprechend.— Aus Stockholm wird gemeldet: Der König von Schweden reist definitiv am 10. Inni mit dreißig Cavaliereu uach Paris. Florenz, 4. Iuui. Der mit der Rcgiernng abgeschlossene Vertrag, betreffend die Finanzoperation mit den Kircheugütcru, trägt die Uuterschriftcu vou Emil Crlangcr in Paris, Heinrich Schröder in London und Crlangcr in Frankfurt. Die Bethciliguug anderer bedeutender Häufcr an dieser Combination ist gesichert. Ciu Drittel wird dem Inlande vorbehalten. Florenz. 4. Iuui. In der heutigen K a m m e r-sitzuug legt der Fiuauzmiuistcr Fcrrara die init den Hänscrn Crlangcr von Paris nnd Frankfurt uud dcm Hause Schröder in Loudou abgcschlosscuc Couvcutiou über die Kirchcugüter vor. Die Hänser Cr^ laugcr werden in Atonatsfrist eine anonyme Gesellschaft zur Aufbringung des im Finauzftrojcctc erwähnten Betrages bilden. Die Gesellschaft wird gegen eine Zpcrc. Commission dm gesammtcn Betrag unverzüglich iu dcu Staatsschatz fließen lassen. Die Regierung wird auf den Ucbcrbringcr lautende Obligatioucn zn 500 Francs bis znm Äclansc dcs Gesammtbetrages ausgcbeu. Die Stcuerobligatioucu wcrdcu 50 halbjährig fällige Coupons zn je 17^,2 Francs cuthaltcu. Dic Gesellschaft wird „UlüKzm' s(»u(!lc>rc (I'!ll!l!>," benannt sein, mit eiuem auf Acticu zu 500 Francs vertheilte» Gcscllschaftscapital von 50 Millioucu. Paris, 4. Iuui. (N. Fr. Pr.) Die unabhängi-gcn Blätter rügen, daß der Monitenr2 gcgcn 25 Stimmeu das ucuc Ariueeorgauisa-tiousgcsetz an, welches nnn au dcu Landsthing geht. Die vermuthete Ministerkrisc erscheint dadurch beseitigt. Telearaphische ^echs^lcuurse vom 5. Juni. 5perc. MetallinueS 10.30. — 5.perc. Metalliqucs mit Mai- und Novembcr-Ziuseu 62.40. — 5fterc. National Auleheu 70. -- Vant-actieu 723. — Eredilactim 185 40. — 1860er Slaatsauleh.» 88 70. — Silber 122.35. - Loudou 124 30. — K. l. Ducateu 5.85. Das Postdampfschisf „Cimbria," Capitän Traut-mann, ging, e^pcdirt vou Hcrru August Volten, Wil-liain Millers Nachf., am i.'Iuui mit 840 Passagieren von Hamburg uach New-Iork ab. cheschasts-Zeitung. Staatseisenbahn » Gesellschaft. Iu der vorgestern abgchaltcueu Gcueralucrsammluua. warcu 51 Actioilärc anwesend, dic 559 Glimmen, mit 41 112 Äctien repräscntirltii. Der Vor-siljendc Freiherr v. DoblhoffDier verlas den Geschäftsbericht, der nngeachlet der commerciell ungünstigen Verhältnisse des abgelail-feueu Iahreö nußcr dcu Zinsen von 25 Frcs. noch cine Super« dividcnde von 15 Frcs. 60 Ecnt. per Actie anfwnst, es wurde jedoch beschlossen, iu Berücksichtigung der Eiitlverthuug der Valuta nur eine Dividende vou 10 Frcs. pr. Actie zu vertheilen, uud den Restbetrag vou 1.291.198 fl, iu deu aiiszerordentlicheu Neservesoud zu hiuterlcgeu. Dem Betriebsbcrichte culnehmcu wir, daß das Gcsellschaflscavüal am 31. December 1864 397,562,624 Frcs ^9 Ceut. odcruach dem damaligen Durchschuittscoursc 183,9635)98 Gulden 11 kr. betrug Die Einnahm,'!! dcö Jahres 1866 ilber-steigen jeuc des Vorjahres um 8,676.083 fl. oder um 13'/,^ pCt. Es ist die« die höchste bisher erzielte Iahresciuuahme. Die gc-sammlru, r>ou der Gesellschaft im Jahre 186>i eutrichteteu Sleueru belaufen sich auf 1,349.29!) fl. 63 lr. Iu Betreff der Betriebs« resultatc dcr Bergwcrle, Domäueu uud industriellen Etabllssenu'utS der Gesellschaft coustalirt der Bericht riucu fortwährenden Äuf-schwung. Die vom Vcriualtuiigsrathe beantragte Slalutcuäude-ruug, dahiu lauteud. daß die bichcr zur Beschlußfähiglcit erforderlichen Stimmen nnd Acticu reducirt werden sollen ; ferner auch dadurch eine Erleichlermia, eintreten zu lasseu, daß lüuftig dic Acticu uichl mehr blos bei deu Hauptcasseu der Gesellschaft, sou-dcru auch bei vom Verwalluugsrathe ;u bestimmeudeu Vanl» Häusern hiulnlegt werden liwucn, wurde augciiommeu. Ueber die uugavische Kreditanstalt smd folgende Details belaunt gewardeit: Grltudcr sind: 3cothschild, Wodiaucr, die Creditanstalt, die Escompteanstalt, Todeslu, Schey und mehrere der hervorragendsten Maguaieu; emiltirt werden vorläufig Äcticn im Nennluerihe vou 15 Millionen. Das mue Institut will sich an allen wichtigen Geschäften iu hervorragender Weise bctheiligeu. Tricst, 3 Inni. Iu der heute abgehalteneu Gcm'ralvcr-slliumluug der Triester Coiuiuercialbaul unirdc beschlossen, die Gesuche um Bewilligung zu Operationen in Gold und Silber uud Einziehung dcs fünftm Theiles der ausgegebeueu Aclieu dringeubst zu erucueru. LiNdach, 5. Juni. Auf dem heuligen Marltc sind er? schieueu: 4 Wageu mit Heu uud Elroh (Heu 81 Elr. 18 Pfd., Stroh 12 Ctr,), 40 Wagen uud 5 Schiffe (29 Klafter) mit Holz. Durchschuitts-Preise. ——.^— Mlt.. «tgz.» fi. lr. ,1. ll. fi. lr. st. lr. Weizcu pr. Metzru 6 ^0 718 Butter pr. Pfund - >40 —^— Korn „ 4—45 Eier pr, Stück — iz------- Gerste „ 3 40 3 34 Milch pr. Maß —^10 — Hafer „ 190 2- Rindfleisch pr, Pfd, 21------- Haldfrucht „ — - 4 67 Kalbfleisch „ —20------- Heidcu „ 3 00 340 Schweinefleisch,, -22------- Hirse „ 2 90 3 12 Schöpsenfleisch „ —14------- Knlnrutz „ '— 3^7 Hähudcl pr. Stilck —30—^— Erdäpfel „ 3----------- Taube» „ -12------- Linsen „ 5 80------- Heu pr. Zeutuer — 90------- >,5rbseu „ 4 80— Stroh „ —60------- Fisolen „ 6----------- Holz, hart., pr,Klfl. —- 760 Niudsschmalz Pfd, — 45 —^ - - weiche», „ -------5 5,0 Schweineschmalz,, —44—-— Wein, rother, pr, Speck, frisch, „ —35 — —! Eimer - —14 — — geräuchert „ —4>) —>—^ — weißer „ ^-i— 15,— Ilugckommcue fremde. Am 4. Juni. Itadt Wien. Dic Herrcu: Schleimer, Handels»,., uou Gotischer. — Elsuer, l. k. Steuereiuuehmer, vou Plauiua. — Fiul, Haudclsm,, vou Wien. Vlcfthant. Die Herreu: Graf Lichleuberg. Hcvrschaftsbes., von Praprezhhuf. — Barou Tausfcrer, Hcrrschaftsbes., von Weirel^ blirg. — Hell, Großhäudler. Maserati uud Euigmau, Haudelslt,, uud Schwarz, l. t. Oberl,, vou Triest. - Vuutialeck, Fabri-caut, vou Wie», — Äabic, Gastgeber, von ^tadmauusdorf. — No'lhel, Kaufm., vou Gotlschre, - Frau Meicrlr, von Votzrn. Vaicrischcr Hof. Herr Geusucr, uou Wicu. Mol)reu. Herr Wiethart, vou Sagar. Lottoziehunss vom ^. Iuui. Wien: 5l;, 79, 3l, <^4, 25. Graz: 81, 14, Z, 01, 5. Möt«orolonijche Heotiuchlunssen ill l^niliach. 6 u. Mg. 326 08 "l-13,5 Ö. s. schwach "ganz bcw, ! 71 5. 2 „ N. 326.?^ ^-I7.e O. schwach Gcwittcrrea. ^/ " 10 „ Ab. 32?,7,i -j-12,8 O. s schw. ! Negeu ' , ''"^" Vormitlag bewöllt. (Vcgcu 2 Uhr Gewitter aus O. den gauzeu Nachmittag auhaltcud, mit vereinzelten clectrischeu (Lni« laduugeu uud starten Gilssm. Verantwortlicher Redacteur: Istna, u. Klriumaur, Dörstnlicricht. Wie», 4. Inni. Während sich verzinsliche Staatsfonds nur weuig voräuderten, sicllteu sich Lose mid Iudustriepapicre erheblich billiger; aber auch Dcviscll uuo Valuten faudeu zur mattcrcu Notiz Abgebcr. Geld aboudaut. ?vcssentliche Schuld. ä. dcö Staatcö (fnr 100 fl) Geld Waare Iu o. W. zu 5pCt. für 100 si. b<'..20 56,^0 In üsterr. Währung steuerfrei 61.30 6l.40 *, Stcucraul. in ö. W. U. I. 1«64 zu 5'pCt. rückzahlbar . 88.75 89.-- Silber-Anlehcu vou 1«64 . . 7«.— 79.--Silbcrau>.1«65 (Frcs.) rilckzahlb. iu 37 Jahr. zu 5 vCt. 100 fl. Ki,5,0 ^3.75 Nat.-Aül.M!tIäu..C°up.zu5^. 70.65 70.75 „ „ „ Npr.-Coup. „ 5 „ 70.30 70.10 Metasliaues ...... 5 „ 60.25 «0.35 detto mit Mai-Coup. „ 5 „ <;2.40 62.60 detw....."4;„ 53,25. f>^o Mit Verlos. v.I.1^ . - - '^^ " " ^ " 1«60zu500fl. W.50 8^,60 " 1860 „100, 5'— W.50 ^ " I". 1864^100,, ?«,^> 78 30 Eomo-Nenteusch, zu 42 I. ->u»t. 17 25 17,75 li. der Krouläuder (fiir 100 fl.) Gr.-Eutl.-Oblig. Nicderijstcrrcich . . zu 5«/, «7.— 87.50 Oberosterrcich . „ 5 „ 90.— 91.— Geld Waare Salzburg .... zu 5«/« 86.— 87.- Bohmcu .... „ 5 „ 89.50 90. - Mährcu .... „ 5 „ 90.— 91.— Schlesicu .... „ 5 „ 88.50 89.- Steiermarl ... „ 5 „ 86.— 88.— Uugarn.....„ 5 „ 71.50 72.- Tcmescr.Banat . . „ 5 „ 71.- 71.50 Croaticu uud Slauouieu „ 5> „ 76,— 77. - Galizieu .... „5 „ 68.75 69.25 Siebenbürgen ... „ 5 „ 6?.t»0 68.--- Butoviua .... „ 5 „ «x.— 68.50 Uug. m. d. V,-C. 1867 „ 5 „ 67.75 68.25 Tcm.V.m.d.V.-C. 1867 „ 5 „ 67.50 67.75 Acticn (pr. Stttck). Natioualvaul (ohne Dividende) 728.— 725,— K.sserd.-^tordd.zu 1000sl. E,M. 1662.- 1665.— Äredit-Austalt zu 200 fl. o. W, 185.80 186.— N.ü, Escom.-Gcs.zr'50Usi i).W. 622.— —.— S.-E.-G.zu2,)s>st,EM,o.500Fr. 231.80 232.- Kais. Elis. Bahu zu 200 fl. CM. 143.- - 143.50 Sild.-nordd,Vcr.-V.200 „ „ -l^tt 75 127 — Slld,St.-,l.-vcu.u.z.-i.E.200fl. 204^— 20450 Gal. Karl-Lud.-B. z. 200 sl. EM. 234.50 234.75 Geld Waare Bühm. Westbahu zu 200 fl. . 149.50 150.— Ocst.Dou.-DamPfsch.-Gcs.M« 483.- 484.- Oesterreich. Lloyd iu Triest Z n 190.— 192.— Wieu.Dampf!N.-?lclg.500fl.o.W. 436.— 439.— Pester Kettenbrücke .... 370.— 380.— Auglo-Austria-Vauk zu 200 st. 96.5,0 97.— ^,'emberger Ccruowihrr Actic« . 181.— 182.— Pfandbriefe (für 100 fl.) National- j 10jährige u. I. baut auf ^ 1857 zu . 5°/° 105.— —.— 6. M. 1 vcrlosbarc 5.. 95,25 95.50 Natioualb.aufö.W verlosb.5„ 9<,.60 9N.80 Uug. Bod.-Crcd.-Anst. zu 5'/, „ 8?.— 87.50 Allg. öst. Vodcu-Crcdit'?lnstall vcrloöbar zu 5"/, iu Silber 1,04.— 105. - Domaium-, 5perc. iu Silber . --.--------.— ilose (pr. Stilcl.) Ered.-A.f.H,u.G.z.100fl. ü.W. 129.50 13(,.- Dou.-Dmpfsch.-G.z.100si.EM 88.50 89.50 Stadlgcm. Ofcu „ 40 „ i). W. 2!i.— 26...... Esterhazy „ 40 „ EM. 90.— 95.— Salm „ 40 „ „ . 30.50 3l.— Pallffy . « 40 „ « . 24.- 25.- Geld Waare Elary zu 40 sl. CM. 25.— 26.— Sl. Geuois „ 40 „ „ . 22.— 23.— Wiudischgriltz „ 20 „ „ . 17.— 1«.— Waldstriu „ 20 „ „ . 2l.- 22.— Kegleuich „ 10 „ „ . 12.- 12.50 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 11.75 12.25 Wechsel. (3 Monate) Augsburg für 100 st, sildd. W. 103.25 103.50 ssraulfurta. M 100 st. detto 103.40 103 60 Hamburg, für 100 Mark Banko 91,50 91.75, ^'uudou fltr 10 Pf. Sterling . 123,75 124.- - Paris für 100 Frauls . . . 49.20 49.30 Eours der Geldsorten Geld Waare K. Miiuz-Ducateu 5 st. 82 lr. 5 st. 83 lr. Napoleouöb'or . . 9 „ 89 „ 9 „ 89,' „ Rufs, Imperials . 10 „ 24 „ 10 „ 25 „ Vcrciusthalcr . . 1 „ 81^« ' » «2 „ Silber . . 121 „ 75 „122 „ — „ Kraiuische GrundmtlastuugS-Obligatiourii, Pri-vatuotiruug: 8« Geld, 88 Waare