LMchcr Taabllltt. Redaction und Expedition: Bahnhofgafle Nr. 16 9k. 295. EEsSäS M«w-ch.r4.Dejember1S79.-fiSaäKVäf* 12.3« Mit der P°«: Kan,jähr.«. I». ' u Samstag: Johann Ev. ,eigen bi, 6 Seilen SO tr. Morgen: Christfest. InferttonS preise: «i». Der H. Feiertage wegen erscheint die »Lchste Nummer am Samstag de« 27. Dezember. Bölker-Weihnachten. Weihnachten, das schöne, das herrliche Kinderfest. ist vor der Thüre, an welchem nach gutem alten Brauche selbst in der kleinsten deutschen Hütte der lichtfunkelnde Christbaum nicht fehlen darf, dessen strahlende Kerlchen in den Tagen der Wintersonnenwende, wenn die Stunden des TageS tch wieder zu verlängern beginnen, den Sieg des ichtes und der Lebenswärrne über das Princip der Finsternis und der Todesstarre versinnbildlichen sollen. Die katholische Kirche hat aus dieser heidnischen Feier der Wintersonnenwende ein christliches Fest gemacht. Aber auch nach dem christlichen Kalender ist der nahende Festtag ein Tag erfüllten Höffens, der Tag des beginnenden Erlösungswerkes, welches mit der Geburt Christi den Völkern der Erde einen neuen Lebensfrühling bringen sollte. Hier wie dort, am Christbaum ebensowohl, als einem Reste deutschen Heiden« Ihums, wie an der Krippe im hellerleuchteten Gotteshause begegnen wir frohen Gesichtern, und wenn immer auch die Sorge noch so schwer belastet: am» Christabend im trauten Familienkreise klärt pch selbst der tiefste Kummer zu stiller Weh* muth ab. Eine alte und in vieler Beziehung berechtigte Redewendung pflegt auch die Völker eines Staates, ja selbst die verschiedenen Völker des Weltalls als Glieder einer Familie zu bezeichnen, und die christliche Lehre gibt diesem Bilde dadurch einen religiösen Hintergrund, dass sie alle Erdenbewoh-iter für berufen erklärt zum Erbtheil des Heilands, dessen Ankunft die Kirche in diesen Tagen feiert. Gibt es auch für diese große Familie ein Fest der in Erfüllung gehenden Erwartungen? Gibt es auch für sie ein Völker-Weihnachten? Wohl hoffen die Völker schon seit Jahren, dass der schwere Druck des eisernen Etats sich vermindern werde, welcher, des materiellen Wohlstandes und der bürgerlichen Freiheit gefährlichster Feind, alle Früchte des Erwerbsfleißes dem unersättlichen Heeresmoloch zum Opfer bringt. Ein von Bajonetten starrendes Europa vermag seinen Völkern keine andere Weihnachtsgabe zu bringen, als neue Förderungsmittel des männermordenden Krieges, neue Steuerlasten und neue Entbehrungen. Und hinter all' diesen Bescherungen lauert daS Gespenst eines großen allgemeinen Krieges, welchem jeder Großstaat gerüstet entgegengehen will und um deffentwillen selbst mitten im Frieden sich kein Staat der ruhigen Arbeit für daS Wohl seiner Unterthnnen hingeben darf. Statt des FriedenSengelS, statt des himmlischen Verkünders der srohen Friedensbotschaft, mit welchem eine alte Sitte den Christbaum der Familie schmückt, schwebt über Europa und seinen waffenstarrenden Völkern der unheimliche Dämon des Krieges, und der Schatten, den er über die Erde verbreitet, genügt vollständig, um dort jedes frohe Schaffen zu verkümmern, jede wirklich fruchtbare Thätigkeit in beengende Ueffeln zu schlagen. Leider ist die Macht der eigenen besseren Ueberzeugung und selbst der beste Wille des einzelnen Staates nicht imstande, hier eine Besserung herbeizuführen, und wahrhaft trostlos wäre die Lage des Welttheils zu nennen, wenn nicht trotz der kaum erträglichen Lasten des bewaffneten Friedens auch im gegenwärtigen Augenblicke solche Anzeichen deS unaufhaltsamen Fortschrittes sich zeigen würden, dass der Hoffnung auf Besserung doch nicht jeder Raum genommen wird. Allerdings hat, wie schon erwähnt, auch die freiheitliche Entwicklung der Völker unter dem Drucke der äußeren Lage und der wechselseitigen Rüstung eineS jeden gegen alle zu leiden, und eS wäre gewiss leicht zu begreife«, wenn die Unzufriedenheit der Völker mit der Gegenwart sich gerade dann am meisten Luft zu machen suchte, wenn die Beschwerden der Situation die Kraft der Unterthanen zu übersteigen drohen. Aber trotzdem sind wir, Russland ausgenommen, im Laufe des letzten Jahres von den " Symptomen jener socialen Erkrankung verschont geblieben, welche bisher und zu allen Zeiten, der Reaction als Vor-wand zur Unterdrückung der so schwer erworbenen Volksrechte dienen mussten. Der Socialismus hat aufgehört, ein Popanz in den Händen der Regierungsgewalt zu sein, mit welcher man den ruhigen Staatsbürger vor jeder unwillkommenen Hingabe an die modernen Fortschrittsideen abzuschrecken vermochte, und wenn auch die deutsche Regierung den infolge der Attentate auf den Kaiser über Berlin verhängten kleinen Belagerungszustand noch immer aufrechterhalten zu müssen glaubt, so weiß doch jedermann, dass es weder dem Belagerungszustände noch dem Socialistengesetze zu danken ist, dass die von den deutschen Reaktionären an die Wand gemalte Socialistenbewegung auf deutschem Boden keine Wurzeln schlug. Die allgemeine Bildung unserer Zeit im Verein mit einer gerechten Ansprüchen genügenden Volksfreiheit ist eine bessere Abwehr gegen die Feinde der staatlichen und socialen Ordnung, als die größte Armee und die strengste Polizei-Aufsicht. Während Frankreich ohne Sorge um eine innere Ruhe die ComnmnardS in die Heimat zurückkehren ließ und feinem Volke eben jetzt ein Ministerium der energischen Republikaner geben darf, ohne von dem in Aussicht genommenen Cabinete der Freunde de» Jeuisseton. Janos und Jonas. Eine Erziihlung aus Tirol von Adolf Pichler. (Fortsetzung.) Durch die Bauern, welche Jonas zuhilfe eilten, war das Aergste von ihm abgewandt, er genas daher schnell, schielen musste er freilich fein Lebtag; dass dadurch allenfalls seine Schönheit Eintrag erlitt, kümmerte ihn wenig, denn er hatte nicht weit zu den Vierzig. In die Mühle gieng er nicht, weil dort gerade nichts für ihn zu schaffen war; als er noch im Bette lag, war Gertraud mehrmals bis zur Thüre seines Hauses gekommen, fit hatte schon die Klinke in der Hand, schien sich aber jedeSmal wieder zu besinnen und kehrte um. Die Sache wäre vielleicht noch jahrelang so fortgegangen, da mischte sich zum Glück unser Pater Salesi, welcher die Bauern besser kannte, *18 deus ex machina ein. Er weilte eben in der Sommerfrische zu Mieders und war daher bald über die Lage der Dinge am Zeinis und die färnmtlichen Verhältnisse genau unterrichtet. Die Müllerin gieng bei ihm rur iBeichte; sie wird ihm wegen Jonas keine sündhaften Gedanken anzuvertrauen gehabt haben, wohl aber sah er auf den Grund ihres redlichen Herzens und beschloss, einen Knoten zu lösen, der sich ohne sein Eingreifen nur mehr verwirrt hätte. Er bestellte sie nach der Absolution. Der Rath des Gemeinde-Ausschusses war der Punkt, an den er anknüpfte, er selber müsse zu-stimmen, ob sie beim zu keinem Entschlüsse gelangen könne? Seit bem Tod ihres Mannes seien anderthalb Jahre verflossen, niemand würde sie daher bei einem neuen Bündnis der Voreiligkeit zeihen, und gewiss wäre es im Sinne des Verstorbenen, wenn sie dem Knaben einen wackern Vater gäbe, der ihm durch treue Vorsorge das Gut erhielte. Es überraschte ihn nicht, dass die Müllerin ihm völlig Recht gab. Sie habe auf JanoS Grab gebetet, ihm die Sache vorgetragen und dabei eine solche innere Beruhigung erfahren, dass er zu einer Wiederverehelichung gewiss vom Himmel den Segen gebe. „Ihr habt gewählt?" sagte der Priester entschieden. Sie hob ruhig und langsam das Auge: „Gern gesteh' ich es Euch, ich habe an Jonas gedacht, und zwar nicht bloß äußeret Gründe wegen, sondern weil ich ihn ehre und, so weit es nach meiner ersten Ehe möglich, auch gern habe. Nur Ein Umstand tritt hemmend zwischen uns, e warb schon einmal um mich, ich habe ihn, wenn auch mit aller Achtung, zurückgewiesen." „Ueberlasst Ihr mir die Sache?" „Mit aufrichtigem Vertrauen." „Ihr wisst, dass ich nur Euer Bestes will und Euch nicht bloßstellen werde. Heut ist Samstag, wie die Dinge liegen, kann ich Euch morgen zum erstenmale von der Kanzel verkünden." Die Müllerin trat betroffen zurück. „Erschreckt nicht darüber, dass, was Ihr im Stillen wünscht, so schnell in Erfüllung geht. Ihr habt lang und viel gelitten, darum soll diesesmal nichts eine glückliche Zukunft verzögern. Mit Jonas bring' ich die Sache abends in Ordnung. Wollt Ihr?« „Sei's!" antwortete sie rasch entschlossen. „Damit wird alles weitere Gerede abgeschnitten; ich darf auch bei ber nahen Reise bes Korns nicht mehr zappeln und strappeln." Sie kehrte in die Mühle zurück. Nun kam die Reihe an Jonas. Salesi ließ ihn fragen, warum er ihm beim heuer auch nicht eine von seinen trefflichen Marillen bringe? Ob sie missrathen feien ? Es war Feierabend. Nach bem Aveläuten suchte Jonas die saftigsten Früchte. Salesi erkannte ehemaligen Diktators von Tours eine Gefährdung seiner politischen> inneren und äußeren Verhältnisse befürchten zu m äffen, zuckt der russische, in Despotismus und Polizetwirychaft verkümmernde Staats» koloss unter den Schmerzen seiner socialen Krankheit zusammen, gegen welche keine Tyrannenwillkür Abhilfe zu schaffen vermag! Zwar leiden alle Völker Europas unter dem vorerwähnten Uebel -er Zeit. Aber so schwer auch die Last deS bewaffneten Friedens sein mag: in einem Punkte besitzen sie doch eine Stütze für ihre Hoffnung auf Besserung. Mit alleiniger Ausnahme des slavisch-tartari-schen HarenstaateS hat allenthalben in Europa das BerfasiungSleben feste Wurzeln gefasst, und mag es auch zu keiner Zeit an frivolen Staatsmännern fehlen, welche mit läppisch ungeschickter Hand daS Rad der Weltgeschichte in seinem Laufe aufzuhalten ftch erkühnen — ihre Bestrebungen müssen zu schänden werden an dem lebenskräftig gewordenen FreiheitSsinn der civilisierten Völker Europas, welcher, mit einem weisen Verständnis für die Segnungen der Ordnung gepaart, auch in schweren ,eiten eine verlässliche Grundlage für eine bessere Utunft bildet. WaS aber im Osten und im Süd 'ten Europas vorgeht, welcher Art auch die Störungen sein mögen, welcher sich in Russland und auf der Balkan-Halbinsel vorbereiten: das civilisterte Europa, das Europa der Verfassungen, darf keine Furcht haben, in den Kreis dieser Wirren gezogen. zu werden. Der BildnngSstand seiner Völker und die freiheitlichen Grundlagen seiner staatlichen Organismen bilden einen festen Grenzwall gegen die nihilistische Sturmflut, während anderseits die Balkan-Halbinsel, mehr und mehr auf einen Isolier schemel gestellt, die Gährung in ihrem Innern durchmachen kann, ohne den Frie. den Europas zu stören. Sind auch die Völker-Weihnachten dieses JahreS keine besonders erfreu-liehen, hat auch Italien an der Last seiner inneren Krisen nicht weniger schwer zu tragen als Spanien, und bleibt auch uns Oesterreichern ebenso wenig wie unseren deutschen Nachbarn der Kampf firgcn eine verschämte Reaktion erspart: zum voll-tändigen Siege wird es diese doch nicht bringen, und das ist unter Umständen eine Hoffnung, welche mehr Befriedigung gewährt, als der Besitz umfassender Freiheiten, von denen man weiß, dass sie für die nächste Zeit bereits dem Untergange geweiht sind. Den, ezechischen Memorandum wird selbst von jenen Blättern bös mitgespielt, welche man sonst als gouvernementale.Organe zu betrachten gewohnt | Polenclub, dass derselbe eine wirklich vermittelnde ist. So sagt der Leitartikel der „Presse" vom gestrigen Tage: „Was bei dem Durchlese» des Memorandums jeden Unbefangenen frappiert, das ist eben die nationale Einseitigkeit, das Ueberwiegen deS ausschließlich ezechischen Standpunktes in den angestrebten Reformen. Diese forcierte Einbürgerung des TzechiSmus in allen Verwaltungszweigen, von dem Gemeinde-Amt bis zu den Ministerien und obersten Gerichtsinstanzen hinauf, mag wohl dem Ideal eines Staatsmannes entsprechen, der von der Ueberzengung durchdrungen ist, dass Oesterreich-Ungarn überhaupt keinen anderen Beruf habe, als ausschließlich die Heimstätte des Slavismus zu sein oder zu werden, und dass demgemäß auch die ge-sammte Verwaltung des Reiches sich allmählich im Sinne des dominierenden slavischen Stammes, des czecho-slavischen, umzuwandeln habe. Diesem Ideale eineS vom czechischen Baterlandsgefühl begeisterten Staatsmannes mag die im Memorandum geforderte Reform in hohem Grade entsprechen. Aber ein solches Ideal kann nicht Anspruch erheben aus praktische Verwirklichung in einem Reiche, das bis heute wenigstens zur Höhe seiner geschichtlichen Mission und seiner europäischen Stellung sich auf ganz anderen Wegen entwickelt, als auf jenen, wohin die Verfasser des czechischen Memorandums nunmehr das Reich und die Regierung mittelst der vorgeschlagenen administrativen Reformen drängen möchten." * * * Obgleich „Slovenski Rarod“ uns den freilich unbegründeten Vorwurf macht, dass wir in der Wehrgesetzsrage unsere Ansicht geändert hätten, so scheint denn doch unsere, übrigens von jedem unbefangenen Beobachter zu machende Prophezeiung über das baldige Ende der autonoinistischen Drei einigkeit in Erfüllung gehen zu wollen. Schon wiederholt haben sich in der polnischen Presse Stimmen bemerkbar gemacht, welche den Polenclub ermahnten, sich mit der Rechten und den Czechen nicht zu tief einzulassen und lieber mit der Ver sassungspartei in Fühlung zu treten. Jetzt, nach erfolgter Abstimmung über das Wehrgesetz. tritt das einflussreichste polnische Blatt, der „Czas", ganz offen für einen Bruch der Polen mit der Rechten ein, um seine Landsleute zu einer quasi „ehrbaren Annäherung" an? die Verfassungspartei zu drängen. Das genannte Blatt knüpft an die Worte an. welche der Kaiser beim Delegationsempfang inbetreff der Stellung der Polen im Reich»» rathe an Dr. Smolka richtete, und verlangt vom Stellung zwischen den verschiedenen Parteien etn< nehme und so der ihm vom Monarchen zugedachten, höchst ehrenvollen Aufgabe gerecht zu werden suche. Um dies aber mit Erfolg durchführen zu könne«, müsse sich der Polenclub vor allem von den Czeche« und den Anhängern deS Grafen Hohenwart loSsagen und fein Executivcsmite ermächtigen. sich mit verfassungstreuen Fractionen deS Abgeordnetenhauses in Verbindung zu setzen. — Die Polen scheinen eben zu verspüren, dass ihnen bei einer solchen Majorität, wie sie die autonomistische Liga repräsentiert, sehr bald das Wasser in de» Mund laufen wird, und werden vielleicht nicht alle Brücken der Verständigung mit der Verfassung»-partei abbreche» wollen. Wenn sich die Polen bekehren wollen; die Verfassnngspartei wird ihnen gewiss die Aussöhnung nicht verweigern ; aber dessen dürfen sie überzeugt sein, dass die Versassungspartei die Freundschaft der Polen nicht mit jener pflichtvergessenen Haltung in Bezug auf die Grundsteuer-resorni lohnen wird, mit welcher die krainischen Abgeordneten der Rechtspartei deren Bundesgenossen» schaft zu erhalten suchen! Die türkisch-montenegrinische Grenzregulierung hat im Laufe der letzten Tage der Diplomatie weit mehr Arbeit gemacht, als der ganze Plunder van Gusinje und Plawa wert ist. Obgleich nämlich hie Mächte auf das Ansinnen Russlands, an die Pforte eine Collectivnote behufs Beschleunigung der lieber-gäbe der genannten Gebiete an Montenegro zu richten, nicht Folge gaben, so hat doch jede der Garantiemächte des Berliner Vertrages die Pforte an ihre in eben diesem Vertrage eingegangenen Verpflichtungen erinnert. Die in Form einer dir» culamote gefasste Antwort der Pforte auf diese Vorstellungen soll nun nach einer Mittheiluug deS „Pefter Lt." die Vertreter der Mächte völlig befriedigt haben. Nach dem bisher bekannt gewordenen Inhalt dieser Circularnote zu urtheilen, legt Montenegro und wohl auch die russische Regierung eine Hauptforce darauf, jedes zufällige oder doch unvorhergesehene Hindernis der Uebergabe von Gusinje und Plawa als eine türkische Böswilligkeit auszudeuten. Unseres Erachtens nach haben sich hier die Pforte und Montenegro wenig vorzuwerfen. Denn ebensowenig, als wir bei den Zernagorzen ein besonderes Wohlwollen für die Pforte vorauK-setzen können, ebenso bedenklich bleibt das Benehmen Mnkhtar Paschas, welches trotz wiederholter Meldungen. dass er neuerdings so und so viele Atba- schon auf der Stiege de» schweren Tritt der genagelte» Schuhe und machte die Thüre auf. „Da wär' ich halt mit Marillen!" sagte Jonas treuherzig, „vergessen hätt' ich Euch eben nicht, eS sollten nur mehr reifen. So müsst Ihr halt mit dem, was ich bringe, vorlieb nehmen." „Gelt's Gott, Jonas!" sagte der Priester fchlau lächelnd. „Heut hast du mir was geschenkt, ich möchte aber an dir auch waS verdienen." „Ja, wie denn?" „ES schlägt jetzt bald vierzig bei dir, heiraten sollst du, dass ich dich copulieren kann." JonaS ließ erschrocken daS leere Körblein fallen. „Die Müllerin sollst heiraten!" „Du lieber Gott," unterbrach ihn der Bauer, „die mag mich nicht, ich bin schon einmal abgeschlüpft!" „Wenn sie dich aber jetzt möchte?" „Das wär' die größte Freud' in meinem Leben. Da müsst’ ein Scheibenschießen in ©tu-bai sein, dass es noch hundert Jahre durch daS ganze Thal schallt!" „Gut! die Sache ist in Ordnung. Du kommst morgen zum Hochamt. In der Kirche selbst wirst du das weitere hören, dann erwarte ich dich hier im Widum. Dass du niemandem was zu sagen brauchst, begreifst du." Jonas verstand zwar nicht, wie das alles Zusammenhänge, zu fragen getraute er sich nicht, und so gieng er nachdenkend heim. Er fand sich zeitlich beim Hochamt ein, nach allen Richtungen spähte er, ob die Müllerin käme, — sie musste wohl die Frühmesse besucht haben. Der letzte Tusch war verrauscht; Salesi stieg auf die Kanzel und predigte schlicht und einfach, wie es für Bauern passt, ohne dogmatische Spitzfindigkeit und zweifelhafte Legenden. Jonas schien die Predigt gewaltig lang, endlich schloss Salesi, ließ das gewöhnliche Vaterunser beten und zog das schwarze Buch, welches die kirchlichen Mitteilungen für die Woche enthielt, aus der Brust-tasche. Er verlas die verschiedenen Rosenkränze, die eingezahlt worden, dann begann er: „Zum heiligen Sacrament der Ehe haben sich ent>chlossen:-------- — Die Bauern glotzten verwundert empor — „Jonas Danler und Gertraud Szalai geborene Neuner"------------ Jonas schrie laut auf: „Jesus, Maria und Joseph!" und stürzte durch die Kirchthüre auf den Friedhof. Dumpfes Murmeln erhob sich, die Leute meinten, er fei närrisch geworden. Auf Umwegen gelangte er zum Widum. Salesi war bereits in feinem Zimmer. „Ja, was ist denn das, Hochwürdiger," begann JonaS fast verzagt, „es wird doch kein Spaß gewesen sein!" „Dafür ist die Kirche zu gut!" antwortete der Priester lachend. Es klopfte leise, auf das „Herein!" erschien Gertraud. ■ •; „Ist es denn wirklich wahr, meine liebe Gertraud!" fragte Jonas, wagte jedoch nicht, sich zu nähern. „Gebt Euch die Hände." sagte der Geistliche. Sie gehorchten. „So ist's recht," fuhr er fort, „wollte Gott, dass alle Paare, die sich zm Trauung melden, so gut zusammenpassen möchten* wie Ihr zwei!" — Ich will diese Erzählung mit einer Nachricht schließen, die wenigstens mir und gewiss auch vielen Lesern sehr wichtig erscheint. Der Zahn jenes Reptils, der mich so viel beschäftigte, gehört zur Species Belodon; ähnliche Zähne fanden sich nach einer gefälligen Mitteilung des berühmten Paläontologen Hermann v. Meyer im Keuper bei Stuttgart. (Schluss folgt.) tiefen von der Notwendigkeit der Abtretung Giv sinjeS und PlawaS überzeugt habe, doch nicht dazu kommt, diese Uebergabe zu bewerkstelligen. „Kommt Zeit — kommt Rath", so denkt Mukhtar Pascha, der erst neuerdings wieder erklärte, er hoffe die Gebietsabtretung auf friedlichem Wege zu bewirken, — wenn man ihm hiezu genügend Zeit lasse. m * * Die französische MiiiisterkrisiS ist noch immer nicht über den ersten Gährungsprocess hinaus. Während man sich schon seit Tagen in ganz apodiktisch gefassten Folgerungen über den Charakter und die Haltung des neuen Cabinets ergeht, ist nach einer Pariser Depesche vom 22. d. das Demissionsgesuch des Ministeriums Waddington noch gar nicht angenommen und hat auch der bisherige Minister der öffentlichen Arbeitet, Freycinet, sich gar »och nicht erklärt, ob er die Neubildung des Cabinets anzunehmen gedenkt. Vermischtes. —- Kampf um eine Frau. In Philippopel lebt die schöne Frau eines Bulgaren, in welche der russische Officier Djadonow sich verliebte. 4$r beschloss kurzweg, der Frau sich mit Gewalt zu bemächtigen, und beorderte zehn Seutc, ihm die Stau auS dem Hanse des Bulgaren zu holen Der Gatte dieser Frau, der von dem Anschläge Nachricht erhalten, empfieng die Angreifenden mit Revolverschüssen. Die Milizen erwiderten das Feuer, und bald kam die ganze Stadt in Aufruhr. Die Mitglieder des Turnvereins mischten sich in die Sache und wollten gegen den Bulgaren Partei inehinem, weil er auf die Milizen gefeuert. Mit Mühe gelang es dein Schnltheiß, den Mann zn befreien, der russische Officier aber blieb unbehelligt. — Diphtheritis in Widdin. Aus Sofia wird der „Pol. Corr." unter dem Gestrigen gemeldet, dass zwei dortigen Consuln die Nachricht von dem Auftreten einer pestartigen Epidemie im Wibdiner Kreise zugekommen sei. Auf eine infolge dessen von der bnlgatifchcn Regierung an den Gouverneur von W>ddi» gerichtete Anfrage erklärte dieser, dass von einer Pest nicht die Rede sein könne, wohl aber haben die Aerzte des Districtes die Existenz der Diphtheritis in einigen Ortschaften constatiert. Die bulgarische Regierung beschloss, eine Medieinalcommission, bestehend aus dem Präsidenten des Sanitätsrathes, Dr. Molow, dem Leibärzte des Fürsten. Dr. Kraus, und mehreren Aerzten des Districtes. an Ort und Stelle zu entsende». — Warnung. Allen Damen, welche Nähmaschinen besitze», möge der von der „Berl. Ztg." mitgetheilte nachstehende seltsame Vorfall zur Warnung dienen. Eine Frau Apotheker S. nahm kürzlich, alS der untere Faden gerissen war, die Spule vor den Mund, um das Fadenende durch Einziehen der Luft hervorzuholen. Es ist zwar jeder Nähmaschine ein Fadensncher beigegeben, und doch haben die meisten Frauen und Mädchen die obengedachte Gewohnheit, die im vorliegenden Falle Frau S. in die höchste Gefahr gebracht hat. Durch Zufall nämlich war in die Spule auch unbemerkt vor einiger Zeit eine halbe Nabel gefallen. Kaum hatte die Dame die Lust einmal kräftig eingezogen, als sie im nächsten Augenblicke schon ein heftiges Stechen im Schlunde verspürte und zu ihrem Entsetzen fühlte, dass eine Nadel im Halse saß. Mit großer Geistesgegenwart und noch größerer Energie gelang es der resoluten Dame, mit eigener Hand die sehr tief sitzende Nadel herauszuholen. Local- und provinzial-Ängelegenheiten. Gemeinderathssitzung vom 23. Dezember. Der erste Punkt der Tagesordnung: Bericht deS Cvmites über den Antrag des GR. GorliJ auf Bepflanzung der Tirnauerlände und der Ziegelstraße mit Kastanienbäumen, wird im Sinne des Berichterstatters GR. Dr. v. Schrey dahin er- ledigt, das» der Gemeiuderath dem Antrage des ConütLs beistimmt, die Ziegelstraße und einen Theil der Tirnauerlände mit 144 Kastanienbäumchen aus der aufzulassenden städtischen Baumschule zu bepflanzen. Zum zweiten Punkte der Tagesordnung: „Berichte der öaufection",.ergreift GR. Ziegler daS Wort, um zunächst über die angesuchte Pafsierung der bei den Neubauten am städtischen Bade „Co-lesia" stattgehabten Ueberschreitung der genehmigten Kostenvoranschläjc zu berichten. Der Gemeinderath nimmt die Motivierung der Präliminarüberschreitung genehmigend zur Kenntnis und beschließt über Antrag des Referenten, das Gesammterfordernis für die Neubauten am städtischen Bade „Colesia" per 7929 fl. in Rechnung bringe» zu lassen. Derselbe Berichterstatter beantragt namens der Bausection, den RecurS des Eigentümers des Hauses Nr. 1 am Franzensquai wider die magistratliche Verweigerung der Bewilligung zum Baue eines Erkers an diesem Hause znrückzuiveise» und dem Recurse des Eigentümers Nr. 2 in der Austraße wider die wegen unbewilligter Bauten und Bewohnungen vom Magistrate gefällten Strafen und ungeordneten Bauänderungen unter Berücksichtigung der obwaltenden Gründe nur so weit Folge zu geben, als die im magistratlichen Urtheil ungeordneten Bauänderungeu und Dislociemiigen gegenwärtig nicht gut durchführbar erscheinen, die verhängte Strafe aber aufrechtzuerhalten. Beide Anträge werden genehmigt. Der weitere Bericht der Bausection beziffert die Kosten der Beleuchtung der Wienerstraße von der Südbahn bis an ihr nördliches Ende jährlich mit 180 fl. und dix Herstellung des Beleuchtungsapparates für Petroleum ein für allemal mit 120 fl. Nachdem der Referent die Bedenken des GR. Dr. Suppau, ob nicht vielleicht die Gasbeleuchtung billiger zu stehen komme, und den Einwurf des GN. Regali betreffs Verlässlichkeit des angesetzten JahreS-erfvrdernifses und der Notwendigkeit der projec-tierten Beleuchtung widerlegt, wird der Antrag der Bansectivn auf Durchführung der Beleuchtung mit Zugrundelegung obiger Ziffern genehmigt. Das Referat des GR. Zhuber über die geschehene zeitliche Berufung eines Thierarztes für das Stadtgebiet lieferte im Berichte des Stadt-physikats ein instructives Bild der wahrhaft traurige» Verhältnisse, in welchen sich die Fleischbeschau befand, so lange dieselbe als Anhängsel der von der krainischen Landwirtschaftsgesellschaft erhaltenen Huf« beschlagsanftalt betrachtet wurde, auf welche der Magistrat schlechterdings keinerlei Einfluss zu üben vermochte. In vielen Fällen hatte sich der früher mit diesem Dienste betraute Lehrer der Husbeschlags-anstnlt, Franz Skalö, damit begnügt, die Thiere vortreiben zu lassen. Die Beschanzettel wurden von den Schülern ausgefüllt, ohne dass man daran dachte, die vorgeschriebene Besichtigung der LeibeS-höhlen des zur Ansschrotung bestimmten Schlachtviehes vorzunehmen. Auch der nach dem Tode Skalös mit der Fleischbeschau provisorisch beauftragte Franz Oistrisch konnte sich nach den vorliegenden Berichten infolge seiner anderweitigen Beschäftigung nicht genau an die bestehenden Vorschriften betreffs der Vieh- und Fleischbeschau halten, und wurde denn auch mit Rücksicht auf den vorn Stadtphysikat gestellten Antrag auf Anstellung eines besonderen geprüften ThierarzteS für Laibach der Thierarzt Johann Kraft provisorisch mit der Handhabung der Veterinärpolizei im Stadtbezirke betraut. Obgleich nun der Ausschuss der Landwirtschaftsgesellschaft die. Verleihung der Thierbeschau für den Nachfolger Skalös an der Hufbeschlagslehranstalt, Herrn Schlegel, reklamierte, so stellt doch die Section mit Rücksicht darauf, dass die sorgfältige Ueberwachung der Veterinärpolizei einen ganzen Mann verlangt, den Antrag, über das Ansuchen des Herrn Schlegel und der Landwirtschaftsgesellschaft zur Tagesordnung überzugehen und Herrn Kraft bis znr definitiven Besetzung der Laibacher Vieharztenstelle in seinem provisorisch verliehenen Amte zu bestätigen. Gegen den Antrag der Section poleinisiert GR. Dr. Bleiweis, welcher eine Lanze für die Pflichterfüllung der Lehrer der Hufbeschlagsanstält als Fleischbeschauer einlegt und welcher die Fleisih-beschau besonders deshalb der HufbefchlagSanstalt erhalten wissen will, weil dadurch allein Gelegenheit geboten sei, die Schüler der Anstalt praktisch in der Fleischbeschau auszubilden. Ferner hält GR. Dr. B lei • w e i S den provisorisch mit der Fleischbeschau betraute« Thierarzt Johann Kraft der flovenischen Sprache nicht sür so weit mächtig, um mit den Fleischhauer« ertig werden zu können. Redner beantragt, die Bestellung eines besonderen ThierarzteS für Laibach bis zur Errichtung eineS eigenen Schlachthauses $« verschieben und die Fleischschau vom 1. an dem Lehrer an der HusbeschlagSanstalt zu überlassen. GR. Dr. S u p p a n bemerkt, er stimme wohl dem Einwande des Vorredners bei, dass vor der Errichtung eines eigenen Schlachthauses die allseitig strenge Durchführung der Fleischbeschau nicht gut möglich sei. Aber eben deshalb, weil unter de« gegenwärtigen Verhältnissen dieses Geschäft noch weit schwieriger ist, sei es ganz unwahrscheinlich, dass ein als Lehrer der HufbefchlagSanstalt an» gestellter Thierarzt dasselbe gehörig überwachen könne. Den Kostenpunkt betreffend, betont Dr. S up p an, >asS die Differenz zwischen 480 fl., welche Summe die Fleischbeschau früher erforderte, und zwischen 600 fl , welche der Laibacher Thierarzt kostet, nicht so groß ist, dass sich die Gemeinde die Gelegenheit entgehen lassen sollte, einen städtischen Thierarzt anzustellen, welcher einzig und allein ihrer Controle und Verfügung untersteht. ■ Die Gemeinderöthe Laßnik und Regali sprechen im Sinne deS Antrages Dr. BleiweiS. GR. De schm a nn wendet sich gegen die formellen Gebrechen, welche der dem Antrage auf definitive Anstellung eine» ThierarzteS für Laibach zugrunde liegende Bericht de» StadtphhsikuS trotz seiner Ausführlichkeit erkennen lasse. Redner erklärt es als eine schwer zu entschuldigende Unterlassung, dass man sich nicht, bevor man einen solche« Antrag stellte, mit solchen größeren Gemeinden tu» Einvernehmen gesetzt Hobe, welche die Fleischbeschau unter ähnlichen Verhältnissen wie in Laibach vornehmen lassen müssen. Ferner hält er eS für wohl der Erörterung wert, ob nicht vielleicht die Fleisch-beschau auch von einem Arzte vorgenommen werde« könne, und beantragt schließlich im Hinblick auf diese Unterlassungen, die betreffende Angelegenheit nochmals der Personal-, Rechts- und Polizeisectio« zur Berichterstattung zuzuweisen. Nachdem noch GR Pete rca im Sinne der Vertagung gespro, chen, beantragt GR. Regali Schluss der Debatte. Wird angenommen und hieraus der Antrag Deschmann zum Beschluss erhoben, während von den Anträgen der Section nur jener die Genehmigung bet Majorität findet, welcher die nachträgliche Genehmigung der provisorischen Berufung des Thierarztes Johann Kraft und desse« Bestallung als Fleischbeschauer bis zur endgiltige« Entscheidung der Frage betreffs Anstellung eine» besonderen Thierarztes verlangt. GR. Dr. S n p p a n stellt wegen vorgerückter Zeit (*/48 Uhr) den Antrag ans Schluss der öffentlichen Sitzung. Wird angenommen. — (Sehr merkwürdig!) „Notiice" brachten die, später auch in Wiener Zeitungen Übergangene Mittheilung, dass der CentralauSschusS der krainischen Landwirtschaftsgesellschaft über Antrag des Präsidenten Baron Wurzbach ein ZustimmungS-und Beglückwünschungsschreiben an Grafen Hohenwart anlässlich seiner Haltung in der Adressdebatte in Abgeordnetenhause gerichtet habe. Wir sind in der Lage, diese Mittheilung dahin zu berichtigen, das» die fragliche Kundgebung nach dem Wortlaute dt» betreffenden Antrags lediglich den Glückwunsch des Ausschusses zu der dem Grasen Hohenwart zütheil gewordenen Ordensverleihung galt, worüber seine Theilnahme auszusprechen sich der Ausschuss im Hinblick auf die Eigenschaft Hohenwarts als langjähriges Mitglied der Landwirtschaftsgesellschaft -estimmt fand. ES muss wundernehmen, dass die „9lovice", als officielleS Organ dieser Gesellschaft, über Vorgänge im Centralausschnsse falsche Mit» Iheilungen veröffentlicht und Beschlüsse desselben nach eigenem Geschmacke verdreht! — (AuSf lug noch Selbes.) Wir werden ersucht mitzutheilen, dass der in unserer MontagS Nummer für Freitag (Stephanitag) angekündete Ausflug nach VeldeS erst Sonntag, den 28. d., stattfindet. Um Herrn Mallner rechtzeitig von der Anzahl der Theilnehmer verständigen zu können, werden jene Herren und Damen, welche mit von der Partie sind, ersucht, sich in den in der Bamberg-fchen Buchhandlung aufliegenden Bogen bis Samstag Mittag einzeichnen zu wollen. — (Weihnachtsfeier.) Wir werden ersucht, mitzutheilen, dass die von der hiesigen freiwilligen Feuerwehr am Stephanitage in den Casino - RestaurationSlocalitäten veranstaltet^ Weihnachtsfeier um 6 Uhr abends beginnt. Die Restauration für diesen Abend hat Herr Simon übernommen. DaS ReinerträgniK der Unterhaltung, die gegen ein Entree von 30 kr. auch Nichtmitglie» der» zugänglich ist, fließt dem Krankeufonde deS humanen Institutes zu. Eine volkSthümliche Heilmethode. Wir sind in der Sage, die Aufmerksamkeit der Leser heute aus ein Buch zu lenken, welches die obige Bezeichnung vollauf verdient, denn Bei der gerade aus diesem Gebiete herrschenden Rivalität kann sich in der That nur eine solche Heilmethode der »Bolksthnmlichkcit" rühmen, welche wirklich und nachweislich in alle GesellschastSschichten gedrungen ist und .hier festen Fuh gefasst hat. Unzweiseihast geht aber diese Annahme aus der Thatsache hervor, dass das diese Heilmethode besprechende Buch bereits die 120. Auflage erlebt hat und in mehreren Übersetzungen vorliegt, die gleichfalls wiederholte Auflagen erfahren haben. Wenn diesen vielsagenden Thatsachen einige absprecheude Uvtheite gegenüberstehen, so bestätigt dies nur wieder die alte Erfahrung, dass gerade epochemachende Unternehmungen im Geiste de» wissenschast-Itcheit Fortschrittes brotneibiTchen und missgünstigen Tadel pus sich lenken. Dass das Buch trotzdem stetig an Verbreitung und Popularität gewinnt, beweist, wie machtlos derartige Nergeleien des Zukunstsgeistes einer praktisch tausendfach bewährten Sache gegenüber bleiben. „Dr. Airys Naturheil methvde" nun lehrt Gesunden die Regeln beobachten, welche zur Erhaltung und Befestigung der Gesundheit dienen, während den Leidenden die kürzesten und, wie aus den gelieferten Beweisen zu ersehen ist, sichersten Wege zur Genesung gezeigt werden; es wird damit auch keineswegs die Anpreisung von sogenannten „Wundermitteln" bezweckt, der Leser vielmehr mit ärztlich erprobten Hausmitteln bekannt gemacht, zu welchen jeder Kranke mit dem größten Vertrauen erfüllt werden wird, — Wie wir hören, ist auch die neueste, 120. Auslage von »Dr. Airys Naturheilmethode" schon wieder zum größten Theil vergriffen, was wohl am besten für die Beliebtheit dieses BucheS spricht. Es mag hierzu allerdings der Umstand beitragen, dass der Preis des 550 Seiten starken, reich illustrierten Werkes so billig gestellt ist (60 tr.), dass die Anschaffung jedermann möglich wird, und glauben wir deshalb allen, welche sich für dies nützliche Buch interessieren, rathen zu sollen, sich solches ehestens unter Beifügung von 70 kr. in Briefmarken von Richters Verlagsanstalt in Leipzig zu verschreiben. Witterung. Laibach, 24. Dezember. Morgens dichter Nebel, dann Aufheiterung, Höhenreif. Temperatur: morgens 7 Ubr — 19-0", nachmittags 2 Uhr — 12 3« C. (1878 — 110«; 1877 — 5 4" U.) Barometer im Fallen, 760 83 Millimeter. Da» gestrige Tagrsmittel der Temperatur — 16 3", um 13 8° unter dem Normale. n leieawdl“ Nr. 1 vom 1. Jänner 1880 und die „IKufltietfe Icauenjeifung" . Nr. 1 vom 1. Jänner 1880 sind eingetroffen und werden versendet. — Bestellungen auf obige Journale übernimmt und besorgt pünktlich 3g. v. üfeinmayr & Feä. ßambergs Buchhandlung. Verstorbene. Den 22. Dezember. Felix JanSe, Wirtssohn, 7 Monate, Hühnerdorf Nr. 4, Fraisen. Schmerzersüllt geben wir die Nachricht, dass es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst« geliebte Schwester, beziehungsweise Schwägerin, das Fräulein fmncisca nach langem Leiden und noch Empfang der heil. Sterbesakramente gestern abends um 7 Uhr in ihrem 67. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abjuberufen. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags um halb 4 Uhr vom Trauerhaufe, Bahnhofgasse Nr. 14, aus auf den Friedhof zu St. Christoph statt. Die heil. Seelenmessen werden in verschiedenen Kirchen gelesen werden. Laibach am 24. Dezember 1879. Josef, Franz, Anton, Leopold, Ferdinand und Raimund Ritter v. Gariboldi, als Brüder. Marie v. Gariboldi, als Schwester. Katharina v. Gariboldi geb. Tonello v. Stramare; Pauline ». Gariboldi geb. Schaffer; Christine v. Gariboldi geb. Rainer v. Lindenbüchel; Marie v. Gariboldi geb. Buchberger, als Schwägerinnen. Theater. Heute Mittwoch bleibt die Bühne geschloffen. Donnerstag (gerader Tag): Zum Vortheile des hiesigen StadtarmenfondeS-Der Seeeadet. Operette in 8 Acten von R. Genie. Freitag (ungerader Tag): Zum erstenmale: Der Mann der Debütantin. Lustspiel in vier Acten von Meilhac und Halcvy. Musik vom Kapellmeister C. F. Konradin. Die ilälimafrfunm -- Niederlage (601) 3-3 de» Ernst Stock! verkauft unter Garantie vorzüglicher Qualität: Amerikanische Original-Stewart-Singer mit Verschluss» kosten pr. 60 fl.; Singer A nach Original mit Verschlusskasten pr. 60 fl.; Whecler & Wilson-System, bester Con-struction, mit Verschlusskasten pr. 45 fl.; Whecler k Wil* son-Shstem, bester Construction, mit feinster Ausstattung, pr. 55 fl.; New-Exprefs, >«ettenstich-Handmaschinepr. 14fl.; amerikanische Original-Wanzer-Niihmafchinen zum Hand» und Fußbetrieb zu den billigsten Preisen. läifit&arten in hübscher Ausstattung empfehlen Kleiinayr & Bamberg. Ctliick auf und) Kmuschmciz. Die 88. Uerzogl. Braiinsthw. Landes-Lotterie 48,OOOö*niinn*im!8ttrngn>on «1111.718,0001. ist finr vorn Staate govontlrte uul> und «IS die bf ft* aller triftivmben Lotterien anerkannt« Institution. Diese Lotterie enthält Treffer von roent. 450,000 Iptc. »00,000, 150.000, 100,000, 75,000, 3 » 50,000, 40,0(10, 6 » »0,000, »5,000,» »20,000, 12 ä 15,000, 12,000, 12 k 10.000, Hi 8000, 4 i 6000, 63 ä 5000, Versuch ladrt ein Louis Königsdorf, llaupt-Bureaui Bank- und Wechsel-Geschäft Kraunschwrig, am MufiiUhor 8. P. S. All» durch uten Bnltiil« iu langnflehul« Hill««« »sfitiete« Seele werde» »ich d»rch »ich l» de» selben Preise» «'»»»I ,»,«s«»dl. Gigarretten-Hülsen mit steifem Mundstück — zwei Stinten — 100 Stück ganz weiß 30 tr., 100 Stück russische, englische oder französische 35 fr, 1 Stück Füll-Maschine 20 tr. bei Earl Äatinget.'-' (605) 3—2 Lehr empfehlenswert. 1 ptimmo ganz neu, soeben angekommen, sehr preiswürdig zu verkaufen : Alter Markt Nr. 1 (neu), 3. Stock. — Zu besichtigen täglich von 12 bis 1 Uhr mittags. 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STAATS-LOTTERIE für gemeinsame Militär-Wohlthätigkeitszwecke, deren Reinertrag zu zwei Drittheilen dem Fonde für Handstipendien der Töchter von Officieren und Militarbeamten zugewendet wird und zu einem Drittheile dazu gewidmet ist, den Unterofficieren und Soldaten die Erziehung ihrer Töchter und weiblichen Waisen zu erleichtern. (599) 6—1 6272 Gewinste ^^7 von' 230,200 Gulden. 1 Haupttreffer mit 70,000 fl. Hotfiirente 1 .. .. 20,000 fl. .. 1 Haupttreffer mit 10,000 fl. Notenrente 1 .. .. 5,000 fl. .. Ferner 18 Vor- und Nachtreffer zu 1000 fl., 500 fl. und 200 fl., 10 Treffer a 1000 fl., 20 Treffer A 500 fl , 40 Treffer ä 200 fl. und 80 Treffer ä 100 fl. Notenrente, endlich Bargowinste zu 40 fl., 20 fl. und 10 fl. im Gesammtbetrage von 79,000 fl. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am 12. Februar 1880. VW" Ein Los kostet 2 ft- «• TT. "WW Die näheren Bestimmungen enthält der Spielplan, welcher mit den Losen bei der Abtheilung für Staatslotterien, Stadt, Riemergasse 7, 2. Stock, im Jacoberhofe sowie bei den zahlreichen Absatzorganen unentgeltlich zu bekommen ist. ■i i Die Lom werden portofrei ««gesendet. " Von der k. k. Lotto-Gefälls-Dlrection. Carl Latour von Thurmburg, Wien am 1. Dezember 1879. k.k.Hofrath u.Lottodirector. Druck von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg: Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Dr. Han» Kraus.