p kiaumrratioii» - Prn>r: Für LaibaL Gan„ähr>g . . . 6 ft. — Halbjährig . . . L „ — Vierteljährig. . . i „ S» Monatlich . . . — , SV Laibacher Mit der Post: Ganzjährig . . . S fl. Halbjährig . 4 „ Vierteljährig. . . i » Für Zustellung in« Hau« vierteljährig iS tr., monatlich S kr. Einzelne Nummern S kr. Tagblatt. Änonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Lkdaktio«: Sahnbolgaffe Nr. IS» Ek»rditioa und Zulrralru Lureall: »ongreßplay Nr 81 lBuchhandluig von I. v. «leinmavr t tz.B-mbcr»- Z»srrtionsi>rttse: Für die einlpaltige Petitzeile S kr. bei zweimaliger Einlchallung » S kr. dreimal » 7 kr. Insertionsftemvel jedesmal so kr. Lei größeren Inseraten und «Itern Eiulchaltung entlprechenderKiabakt. Nr. 75. Montag, 4. April. — Morgen: Vinzenz F. 1870. Die jlovcmlche» Deklaranten. Vergleicht man den Wortlaut der in der Siz-zung des Abgeordnetenhauses vom 31. v. M. von den Polen abgegebenen Erklärung mit jener des Barons P e t r in o und seines Anhanges, so fällt es auf, daß erstere eine ganz bestimmte Niederlegung des Rcichsrathsmandates enthält, während letztere besagt, daß die Dissidenten an den Arbeiten des Hauses keinen Antheil nehmen werden, indem sic sich reserviren, dieses ihr Verhalten gegenüber den Landtagen zu rechtfertigen. Wenn nun auch kein vernünftiger Mensch daran zweifelt, daß daS Fernhalten von den Arbeiten des Abgeordnetenhauses eine stillschweigende Mandatsniederlegung sei, so ist es doch möglich, daß die Herren Dr. Toman, Svetec, Graf Barbo und Pfarrer Pintar sich noch immer als Reichsrathsabgeordnete betrachten, die es nur zeitweilig für an-gezeigt finden, sich in den Schmollwinkel zurückzuziehen. Ja wer weiß es, mit welchen sofistischen Auseinandersetzungen Herr Lukas Svetec vor den nächsten Landtag treten wird, um haarscharf zu beweisen, daß Krain noch immer seine ReichsrathSabge-ordnete besitze, daher der Landtag gar nicht in der Lage fei, zu einer Neuwahl derselben zu schreiten. Prüfen wir nun die vorläufig uns bekannt gegebenen Gründe des Fernbleibeus, so ist jedenfalls das Hauptmotiv hievon die simple Ablehnung, welche der Petrino'sche Antrag auf Erweiterung der Länderautonomie nach dem Vorbilde der polnischen Resolution erfahren hat. Schon damals als das Abgeordnetenhaus diesen Antrag nicht einmal an einen Ausschuß zur Vorberathung zuzuwei-sen gut befunden hatte, verlautete in den slavischcn Journalen, daß der Austritt der Sloveuen aus dem ReichSrathe eine beschlossene Sache und dessen Ausführung nur mehr eine Frage der Zeit sei. Unsere Deklaranten betrachten sich offenbar als Boten des krainifchen Landtages, und es fragt sich nun, ob sie von letzterem gleich den Polen irgend ein ausdrückliches Mandat erlangt haben, vom ReichSrathe die Erweiterung der Landcsautonomie nach polnischem Muster zu verlangen. Uns ist kein einziger Beschluß des krainischen Landtages bekannt, worin auch nur die entfernteste Forderung auf Erweiterung der Landcsautonomie gestellt worden wäre, man müßte denn die konfusen Toman'schen Tiraden über Landesautonomie als öandtagsbeschlüffe gelten lassen. Die Bolksführer haben wohl darüber bitlere Klagen geführt, daß ihr famoses Volköschulgesetz die kais. Sanktion nicht erhalten habe, jedoch selbst bei der am weitest gehenden Landesautonomie wird ein Gesetz, welches dem Rechte der Familie, der Autonomie der Gemeinden und allen pädagogischen und didaktischen Grundsätzen Hohn spricht, auf die Zustimmung der Krone nie und nimmer rechnen können. Die krainischet, Dissidenten betrachten sich keineswegs als Vertreter des Reiches, sondern als Sendboten des Landtages; um so ungerechtfertigter war ihr jüngster Schritt, da ihnen auch nicht im entferntesten irgend ein Mandat des Landtages, das auch nur die Andeutung einer eventuellen Absenti-rung vom ReichSrathe enthielte, zur Seite steht. Oder sollte jene vorbereitet gewesene Resolution über die Gründung Sloveniens, die den unerwarteten Schluß des krainischen Landtages zur Folge hatte, das politische Programm der krainischen Sendboten im ReichSrathe bilden? Wie könnte wohl eine fantastische Idee, die nach Dr. Zarnik's Enthüllungen von den Volksführern bei den Beralhungen des bezüglichen Ausschusses als Ausgeburt des Tabor-schwindels belächelt wurde, von denselben nunmehr als ernst gemeinte Forderung des Landtages, der sie entsendete, betrachtet werden? Blicken wir weiters auf die Allianzen, welche Dr. Toman und Konsorten zur Erreichung ihrer Sondergelüste im ReichSrathe eingingen, so zeigt sich ihre Prinzipienlosigkeit in der auffallendsten Weise. Anfänglich buhlten sie um die Gunst der Polen, von denen sie jedoch nur spröde Behandlung erfuhren. Durch ihr Bündniß mit den Tirolern haben sie sich um alle Simpathien der Liberalen in Oesterreich gebracht und den Ruf des Landes geschädigt, als Schildknappen des Baron Petrino sind sie nur in dem einen Punkte mit jener Fraktion eines Sinnes, nämlich der Reichsoertretung wo möglich Verlegenheiten ;n bereiten, ohne sonst durch irgend ein gemeinsames Programm geleitet zu sein. Der Klub des Baron Petrino vereinte in sich die disparatesten Elemente. Neben vier krallig schen Abgeordneten befanden sich die beiden Vertreter der Stadt Triest, deren Sonderbestrebungm den slovenischen Tendenzen diametral entgegengesetzt sind, dasselbe dürste auch von den beiden istrianer Abgeordneten gelten. Ja sogar die den nationalen Bestrebungen huldigenden Slovenen jenes KlubS sind über die Mittel, dieselben durchzusctzen, völlig im Unklaren, denn neben Svetec, der im krainischen Landtage als Berichterstatter der Gründung Slove-nicns hätte sungiren sollen, gehört auch der Görzer Deputirte Cerne zu den Deklaranten, welcher bekanntlich im Görzer Landtage gegen die Eindringung einer derartigen Resolution energischen Protest erhob. Die volle Kläglichkeit der politische» Aktion unserer klerikalen Abgeordneten wird schließlich durch ein Faktum illustrirt, welches der „Slovenski Narod" aus den geheimnißvollen Verhandlungen des Petri-no'schen Klub jüngst veröffentlicht hat. Der Abgeordnete Svetec soll nämlich daselbst eine sehr beredte Jeuilleton. Venetianische Spiegelbilder. Von Amand v. Lerchenfeld. M a r k u s p l a tz. Es gibt alte Zaubermärchen, durch welche, so oft wir sie wieder lesen, der Gott der Träume in Unserer Seele wach wird und uns mitleidig ansieht, als wollte er sagen, wie thöncht wir sind, an derlei süße Schnurrpfeifereien zu glauben, an jene gehcim-rnßvollen Blumen, die so schöne schwarze Augen haben und veilchendustige Lippen, wie unsere crste Geliebte, die entweder schon todt ist oder irgend einen anderen ledernen Seladon liebt und beglückt. Ich habe solche trügliche Märchenbücher immer verdrießlich zugeschlagen und nur hie und da, wenn ich mich im Selbstbetruge glücklich fühlte, verblieb bei einem wonniglichen Kapitel und erwärmte Mnn Herz an dem beglückenden Schauer der stillen Sehnsucht, die darin spielte. Ach! es war ein schlankes, blasses Mädchen, mit ungeberdigen wilden Locken, die ihren alabasternen Hals umflatterten, in ihren schwarzen Augen lag eine Fluth geheimniß-voller Begierden, sie lächelte nicht, und doch lag auf ihren Mienen der Himmel der Freude; sie schien bald zu träumen, und bald zu schlafen, und doch wogte in ihrer Brust die flammende Glut der Leidenschaft, Liebe und Sehnsucht. Wenn ich recht tief in ihre märchenhaften Augen sah und in der Tiefe ihrer Seele all die unbegreiflichen Gedanken und Bilder, die ihr Inneres bewegen mochten, zu erra-thcn trachtete, da wurde cS wirklich vor meinen Sinnen, denn gleich Kassandra gewahrte ich — soll ich cs dir sagen geliebter Leser? Ich schlug verdrießlich das geheimnißvollc Märchenbuch zu und unterdrückte die brennende Sehnsucht, die rmch seitdem erfaßte; jede Nacht erschien mir das wunderbare Bild, cs erschien mir im Traume mit seinen verlockenden Augen und liebesdurstigen Lippen, mit seinem Korallenschmucke und goldenen Spangen, es schien mir sogar gewogen, und einmal trat es ganz nahe und flüsterte mir mit süßem Verlangen ins Ohr: „Ich will dich befreien von deiner Sehnsucht, komme in meine Arme, ich bin Venezia!" Und ich flog in ihre Arme, der Schmerz der Sehnsucht war gebrochen; in der glühenden Um- armung der Königstochter, erwachte ein nenes, ge-! nußvolles Leben, voll der heitersten Freudenmelo-dien und berauschenden Bacchanalien, eine glänzende ! Vergangenheit stieg herauf, die ich bisher nur aus ^em geheimnißvollen Märchenbuche kannte, die königliche Pracht der Dogen, der ritterlichen Fürsten der Republik, Desdemona mit der ganzen Schönheit ihrer Liebe, mit dem thränenden Blicke und dem schuldlosen Schmerze, Marina, die unglückliche Gemalin des unglücklichen Ja^vbo Fvscari, Othello, der tintenschwarze Barbar, der ewige Jude der Eifersucht, und mitten unter ihnen, kein Schattenbild, sondern warmes, glühendes Leben, das Mädchen meiner Liebe und Leidenschaft — Venezia! Ich bin seitdem vernünftiger geworden, habe mich viel mit Kant's „Kritik der reinen Vernunft" abgegeben, die heil. Schrift studirt, und mit der Zeit vergaß ich auch jene Träume, die mich einst so beseligten, aber Venezia blieb, die alte Liebe zu ihr blieb in meinem Herzen, wenngleich die stürmische Sehnsucht etwas nachließ. Mein Gott! Ich war eben vernünftiger geworden, und ick glaube, daran ist die „Kritik der reinen Vernunft" schuld. Ich wandle nunmehr beruhigt und besänftigt auf den großen Quaderplatten des Markusplatzes, seht Opposition gegen den Austritt aus dem Reichs-rathc ergriffen habe, doch mußte er sich dem Klub-beschlufse fügen. Also über die Geschicke Sloveniens hatten sogar die von der Nation entsendeten Volksvertreter nicht mehr eine entscheidende Stimme, sie mußten sich von einem in den politischen Jntriguen raffinirtcn bnkowinaer Deputirten mißbrauchen lassen. Es ist wahrlich eine eigenthümliche Ironie des Schicksals, daß eben jene Deputirten, die so oft ihre Weherufe über die Majorifirung der Slaven durch die Deutschen ertönen ließen, eine Klubver-bindung eingingen, in weicher dem Vertreter des italienischen Volksstammcs, der angeblich die lirannifchestc Vergewaltigung an den Slovenen ausübt, ein maßgebender Einfluß zustand, ja, daß der Abgeordnete Svetec im Widerspruche mit seiner bessern Ueber-zeugung sich der Majorifirung durch solche Elemente unterwerfen mußte. Und gesetzt, cs würde au die ans dem ReichSrathe scheidenden Polen und an die Fraktion Petrino's die Ausgabe gestellt werden, den staatlichen Ausbau auf Grundlage ihres Programmes durchzuführcn, so träte die volle Zerfahrenheit und Prinzipienlosigkeit dieser nur durch den gemeinschaftlichen Haß gegen das deutsche Element in Oesterreich geeinigten Männer erst recht zu Tage. Unfähig, eine lebensfähige staatliche Idee zu erfassen und ins Werk zu setzen, sind sic nur in dem Zer-störungötriebe einig und glauben eine Heldenthat ausgeführt zu haben, wenn ihr flörrigcr Sinn der staatlichen Konfolidirung durch deutsche Arbeit neue Hindernisse bereitet. Zur Situation. Reichskanzler Graf Beust und Ministerpräsident Hasner haben sich Freitag Nachmittags mit dem Eilzuge nach Pest begeben. Während von der einen Seite versichert wird, die Regierung wolle nicht nur den galizischen, sondern auch die Landtage von Krain, Istrien und Görz und den Stadtrath von Triest auflöfeu, theilt man von anderer Seite mit, daß der Reichsrath an: nächsten Dienstag vertagt und daß sofort die Einberufung fämmtlicher Landtage erfolgen werde. Die „N. Fr. Pr." dagegen behauptet, daß das Ministerium für jetzt nur die Auflösung deö galizischen Landtages beabsichtige, bestätigt aber die Mittheilung, daß das Kabinet sein Verbleiben im Amte von der Annahme seiner Anträge abhängig mache. Die Entscheidung der Krone ist jedoch noch nicht erflosseu. In ungarischen Kreisen interessirt man sich, dem „Wr. Tagbl." zufolge, sehr lebhaft für die Minister-Präsidentschaft des Grafen Alfred Potoeki. Lange vor Ausbruch der jetzigen Krisis berichtete dies Blatt, daß Vorverhandlungen mit dem gewesenen Ackerbauminister stattfünden, nm in die Höhe, wo sich der Glockenthurm im ewigen! Blau verliert, dann wieder hernieder längs den i Säulenreihen der Proknratien bis zu jenen schwarzen Augensternen, die in die dämmernde Nacht hin-einleuchten — Donna Rosa — ach! sie sind nicht schwarz, sic sind blau, reines göttliches Himmelsblau, diese Augen sind noch schöner wie die Vene-zia'S nnd machen mich schier voch verrückter wie zuvor. Aber die einbrechende Nacht soll mich schützen. Der Markusplatz wogt von lebenslustigen Filistern, naive Dämchen trippeln mit duftigen kleinen Atlasschuhen über das glatte Trottoir und lächeln sorglos jedem Vorübergehenden ins Angesicht; reifere Donnen schleichen schon bedächtiger, ihr Gang ist mehr ein Kokettiren, ihr Mienenspiel eine Blnmcnsprache voll der duftigsten Worte, ihre Augen glühen, denn sie repräfentiren die Seele, die unter diesem tropischen, ewig klaren Himmel ein brennender Dornbusch ist, selbst die Bewegung ihrer niedlichen Hände bedeutet sehr viel, denn cs geschieht nach dem Takte irgend einer Verdi'schen Oper. Die Lust ist rein und göttlich, man schlürft sie mit kühlendem Sorbetts nnd erwärmenden Frauenblicken, um sie bald wieder hervorzuseufzen als melodische Schmachtarien; berauschende Töne einer fröhlichen Musik küssen einem denselben zu veranlassen, die Bildung eines neuen Ministeriums zu übernehmen. Zu jener Zeit suchte Graf Potocki auszuweichen. Nun ist er auf hohen Orts geäußerten Wunsch in Wien angekommen, und cs heißt, daß er die Situation ernstlich prüfe, um einen Entschluß zu fassen. Daß er von den Ungarn alle uud jede Unterstützung zu erwarten hat, scheint sicher zu sein. Ihnen liegt in erster Linie daran, daß die sieben polnischen Stimmen in der Delegation, welche den Ausschlag für Uugarn gaben, nicht fehlen sollen. Als weitere M i n iste r ka n d i d a t e n werden Graf Wrbna, der Herr v. Lasser und Graf Taaffe genannt. Der „Pester Lloyd" läßt sich aus Prag telcgrasiren, daß die Bildung eines „autonomisti-fchen" Ministeriums unter der Führung des Fürsten Karl Lobkowitz oder des Grasen Taaffe iu Aussicht genommen fei, in welchem das jetzige Ministerium des Jnncrn nach Ländergruppcn zerlegt werden soll, so das für die deutschen Länder Re chbauer, für die böhmischen entweder Taasse oder P ra z a k, für G a li z i e n P o t o ck i, für Illirien und D a l m a l i e n K e l l e r s pe r g als Minister fungiren werden. Herrn Dr. Brestel w ll man in Gnaden weiter behalten, die Ministerien der Justiz, des Unterrichtes und der Landeskultur bis zur Vcrfassungsrcvision unbesetzt lassen, so daß die Geschäfte derselben nur durch Sektionschefs fortgeführt werden. Die Vcrfassnngsrcoision aber soll in „erster Linie" durch die Landtage vorgenonmmen werden, der böhmische Landtag aber würde als „Krönungslandtag" auf Grund der Wahlordnung von 1848 cinberufen werden. Hinzugefügt wird, daß ungarische Staatsmänner diesem „von der Macht der Verhältnisse" geforderten Programme nahe flehen sollen. So schwirrt cs von allerlei Gerüchten und Vorschlägen bunt durcheinander. Auch die Reaktion hofft und rührt sich. Dienstag fand bei dem Fürsten Georg Lobkowitz in Prag eine zahlreich besuchte Versammlung der Feudalen statt, darunter befanden 'sich auch die beiden Grafen Belcredi. Der Beschluß, welcher von dieser Versammlung einstimmig angenommen wurde, lautete dcihin: den Sturz der Regierung dadurch zu ermöglichen, daß man ihr fortwährend neue Verlegenheiten bereite. Die Befürchtung jedoch, daß die gegenwärtige Krise der Reaktion zu statteu kommen könne, wird von den ungarischen Blättern bekämpft. Der „Pester Lloyd" sagt z. B.: Es steht uns im ganzeu auf das, was jenseits der Leitha geschieht, kein Einfluß zu, aber Eines find wir zu fordern berechtigt uud wir werden diese Forderung mit aller Entschiedenheit geltend machen: cs darf auch iu der ändern Hälfte der Monarchie keine Verfafsnngskrisen mehr das Her;, daß eg mittrillert, bald stärker, bald schwächer, bald begeisterter, bald wieder cingclutlt in tausend Träumereien, die die Seele heimsucheu unter! den verlockenden Einflüssen einer solchen Umgebung. Hier wandelte einst auch Jefsika; Desdemona träumt!: von ihrem schwarzen Othello, der unter der glühenden Sonne Asrika'S so viel Eisen gefressen, daß er Zeitlebens unverdaulich blieb; stolze Nobili mit stolzen aristokratischen Herzen lächelten zwischen den Säulenfenstern der Prokuratie auf die wogende Menge hernieder und beglückten so manches schüchterne Mädchenherz, das nicht wagte aufzusehen in die Sonnen, die Venedig erleuchteten; der ritterliche Foscari auch mag an jenen Simsen gesessen haben, ich sehe ihn noch jetzt, wie er einschlnm-mernd an der Brüstung lehnt, das sorgenschwere Haupt in einer Hand vergraben, während die andere, über die steinernen Ornamente niederhangend, leicht und zierlich eine halbverwclkte Blume zwischen den Fingern hält, bis sic ihm ans der Hand fällt, vielleicht gerade auf das lockige Haupt einer vorübcrwandelnden Schönen; ich sehe ihn verzweifelt erwachen, nach dem goldenen Stilete greifen, fein Auge ist mild O, es ist nicht Foscari! Schon wird cs Heller zwischen den korinthischen geben in dem Sinne, daß die Verfassung selbst in Frage gestellt wird. Der KonstitutionaliSmus, der cchte, volle Konstitutioualismus hüben und drüben — daran müssen und werden wir sesthalteu. Der 8 25 des Ausgleichsgesetzes spricht klar uud deutlich, und es läßt sich nicht daran mäkeln. Jenes Gesetz stellt als Grundbedingung auf, daß auch iu den übrigen Ländern uud Provinzen Sr. Majestät die volle VerfassungSmäßigkeit faktisch ins Leben trete." Der „Ung. Lloyd" schließt einen Artikel mit den Worten: „Nicht ein deutsches, uicht ein slavi-schcs, uicht ein Grasen-, nicht ein Bürgermiuistcrium kann Oesterreich ans der Krisis retten, die es jetzt betroffen hat, sondern nur eiu wahrhaft öfterreichi-. fches Ministerium, ein Miniftcrinm, für welches es nur österreichische Interessen gibt und keine anderen sonst, wie sic auch immer heißen mögen." „Pesti Naplo" glaubt zwar, das iu sich selbst zersalleue Ministerium Hasuer „wird die Situation nicht beherrschen können," fürchtet jedoch keine Reaktion. „Die aus dem Ausgleiche fließende Solidarität der Freiheit zwischen Oestcrrcich und Ungarn ist hiefür eine Garantie." Politische Rundschau. Laibach, 4. April. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses um Samstag legte der polnische Deputirte Mackowicz gleichfalls das Reichsrathsmandat nieder. Der Antrag Tinti's, die durch den Austritt der Polen uoth-weudigen Ergänzungswahlen für den Resolutions- und Steuerreformausschuß nicht mehr vorzunehmen, wurde ohne Debatte angenommen. Die Notariatsordnung wurde nach kurzer Debatte su dloe angenommeu. Der B u d get aus s ch uß zog in seiner Sitzung am Samstag, wie die „N. Fr. Pr." meldet, die Petition der „Konkordia" und das Memorandum des deutschen Juristentages wegen Abschaffung des Ze i t un gsst e mp e ls in Verhandlung. Finanzminister Brestel hielt einen längeren Nortrag, in welchem er sich über die Unthnnlichkeit der Aushebung schon für dieses Jahr aussprach, jedoch die Znsichernng gab, daß er bei Vorlage des nächsten Budgets einen Gesetzentwurf wegen Abschaffung des Zeitungsstempels und gleichzeitig einen anderen vorlegen werde, »ach welchen der hiedurch entstehende namhafte Ausfall durch eine strengere Gesetzgebung über den Wechselstempel gedeckt werden soll, da bei diesem Einkommen-zweige jetzt die empfindlichsten Benachtheilignngen des Staatsärars Vorkommen. In Folge dessen stand der Bndgetansschuß von einer förmlichen Beschlußfassung in dieser Frage ab und betraute nur den Abgeordneten Steffens mit der Berichterstattung im Hanse in dem Siune, daß derselbe die Schädlichkeit des Zei- Säulen, ein blendender Damast wallt vom Simse ^zur marmornen Fensterbrüstung, tausend flim-I mernde Lichter erhellen schimmernde Gemächer; man scherzt, kost, lächelt und liebt, die Augen glühen vor Sehnsucht und Wein, die Gläser klirren, entblößte Arme uud hochwopende Busen übcrbieten den blendenden Glanz der rings im Kreise stehenden Amoretten aus Alabaster und Kristall; die Männer haben kühne Gestalten uud lieben die Freiheit, ihre Augen sprechen von Seelenstürmcu und Leidenschast, aber — Foscari! Foscari! — ihn findest du nicht, arme, getäuschte Seele, jene Zeit ist zu Grabe getragen und nur der Geist des Ritterthums schleicht durch öde gähnende Säle; jene adelige Gestalt aber, die an der Fcnsterbrüstung tränmend saß, war vielleicht nur ein Bonvivant, der einer vorüberwandelnden leichtfertigen Nimfe durch die fallende Blume das Einverftändniß zu einem Stelldichein gegeben. — Wenn man spät Abends über den Marknsplatz wandelt, kommen einem allerlei Gedanken in den Sinn. Es gibt Raum hier, um die ganze Weltgeschichte von Becker hiueinzuzwängen, und es bleibt hiebei nach immer ein kleines Plätzchen für uus und unsere Ameisen-Jdeen. Wo früher noch gescherzt wurde, wird es plötzlich geheimnißvoll stille, dic hun- tungsstempels darlegen und der Regierung die Aufhebung desselben für das nächste Budget empfehlen wird. ! Wie die „Presse" berichtet, hat die Kommiss sion des Herrenhauses an dem Erwcrbsteuer-! ge setze zwei Punkte, und zwar über die Bestcne-, rung der Konsum« und Borschußvereine und über den Maximalbetrcig der Steuerfreiheit in der dritten ^ Klasse, abgcändert. Es sollen nämlich erstere als! steuerfrei erklärt und in letzterer Beziehung die Er-1 werbsteuerfreiheit bis zur Bezugshöhe von 600 fl. ^ ausgesprochen werden. In Leito mischt wurden am Morgen des 26 März an den meisten Straßenecken Plakate mit der Aufschrift: „Landsleute, zahlt keine L-lcuern, jagt die Juden und die Behörden davon, denn sie schinden Euch," angeklebt gefunden. Diese Plakate wurden von den städtischen Polizisten sofort abgerissen und der Gendarmerie übergeben. Die Kunde von dem Auffinden derselben verbreitete sich jedoch blitzschnell in der ganzen Stadt und erzeugte allgemeine Entrüstung, denn die Bevölkerung ist von nationalen oder konfessionellen Hetzereien, wie sie anderswo vor;ukommen pflegen, selten behelligt. Die Stenern werden pünktlich bezahlt und den Israeliten gegenüber jene Duldung geübt, die einer intelligenten Bürgerschaft ziemt und dem Grundsätze der vollständigen Gleichberechtigung aller Staatsbürger entspricht. Miau ist auch überzeugt, daß das ganze Bubenstückchen nur von einem Einzelnen ausgeht, der den gnten Ruf der Stadt in tendenziöser Weife verunglimpfen wollte. In einem Briefe der „Bohemia" wird versichert, das österreichische Episkopat werde, trotz Einschüchterungen und Bestechungsversuchen, worin Zeidler die bittersten Erfahrungen gemacht, in der Opposition gegen die Infallibilisten ans har ren. Zur Tagesgeschichte. — Ueber die Vorgänge in Swarow meldet ein Telegramm des Korrespondenzbnrean's vom 1. d. M.: In der Liebig'schen Fabrik zu Swarow, Tannwald, herrschte schon seit einigen Tagen eine Arbeiterbewegung, weshalb Gendarmerie daselbst konzen-trirt wurde. Wegen Verhöhnung der Gendarmerie nnd drohender Ansammlung wurden vom Bezirkshauptmanne am 30. März zwei Kompagnien aus Josefstadt reqnirirt, welche die Ansammlungen zerstreuten. Da Liebig trotz dringender Vorstellung des Bezirkshauptmannes hieraus die Fabrik zeitweilig sperrte und Arbeiter entließ, entstand große Aufregung. Da eindringliche Mahnungen und Trommelschlag fruchtlos blieben, mußte geschossen und die Menge mit dem Ba- dert und hundert lächelnden Augen verschwinden, die Stimmen verhallen, die berauschenden Töne der Musik schweigen, die Nacht senkt sich über den altersgrauen Dogenpalast und durch die Luft scheint cs zu zittern, wie von ehernen Schwertern; cs wird immer mehr und mehr Nacht, schwarz ragt die Kuppel der Basilika in das Reich der Silfiden, die einsame Lagune plätschert an den Stufen vor den zwci Säulenkolosscn; — es beginnt der nächtliche Zug Klio's. Schmiege dich an mich, nächtlicher Leser, denn aus dem Dogenpalaste naht die schwarz vermummte Schaar der Dogen, von Paolo Lucio Ana-festv an bis hcrab zum Benjamin der Republik, Lodovico Manin, sie tragen Schwerter in den Händen und murmeln unverständliche Worte, einem von ihnen fehlt sogar der Kopf, ein anderer blutet aus dem Herzen, viele weinen brennende Thränen, Leonardo Loredan seufzt wie die Windsbraut in der Bulge Frauccsca's da Nimini, Agostino Barbarigo flucht, allein man hört ihn nicht, denn in seinem Munde steckt ein riesiger Dolch — es naht wciters Andrea Vcndramin, Michelo Steno, Giovanni Dan-dolo, Enrico Dandolo, der Erstnriner Konstantinopels ^ Francesco Foscari — ein achtzigjähriger Greis "lit zerfetztem Purpur, wehe! und dort— Marino Faliero. (Schluß folgt.) jonnet auseinander getrieben werden. Aus einem Hause fiel ein Schuß auf das Militär, einem Soldaten wurde das Bajonuet mit der Hacke herabgehaueu. Vom Zivil blieb eiu Mann todt, orei wurden verwundet. Das Militär bewies eine exemplarische Geduld, das Feuer wurde vom Kommandanten sogleich wieder eingestellt. In Tannwald griffen Arbeiter eine Patrouille an und packten die Bajonnette, worauf einige Arbeiter von Bajonnetstichen leicht verwundet uud die Exzedenten verhaftet wurden. Zur Verstärkung wurden ein Bataillon von Josefstadl und 20 Gendarmen von Prag nach Swarow dirigirt. — Der Papst weihte am 30. März, wie alljährlich, in der päpstlichen Kapelle des Vatikans unter großem kirchlichen Pompe die goldene Rose. Es ist noch nicht bekannt, welcher hohen Persönlichkeit dieselbe zugedacht ist, doch wird der Name der Kaiserin Elisabeth genannt. — Die Rose vom vorigen Jahre ist auch zu vergeben. -— In Cr euzot haben neuerdings Zusammenrottungen stattgefunden. Weiber drangen in die Koh-lenablade-Hütten ein, um die Arbeiter mit Gewalt zur Arbeitseinstellung zu zwingen. Die Rädelsführer schieben die Frauen und Kinder voran, da es den gutgesinnten Arbeitern widerstrebt, gegen diese anzukämpfen. Das Militär zeigt fortwährend die äußerste Mäßigung, welche demselben anempfohlen wurde. Die Militärbehörden sind entschlossen, alles^ Blutvergießen bis aufs äußerste hintanzuhallen, und verlangten eine Eskadron Kavallerie, um die Zerstreuung der Zusammenrottungen zu erleichtern. — Kaiser Napoleon hat den Prinzen Peter eingeladen, eine Reise nach dem Auslande anzutreten. Berechtigt ist er dazu durch den Art, 6 des Senats-konsults vom 7. November 1852, welche dem Kaiser das vollständigste Verfügungsrecht über die Mitglieder der kaif. Fannlie einräumt. Aber Prinz Pierre küm-mert sich ebensowenig um die Familienstatuten, als um das gemeine Recht, und will deshalb der Aufforderung feines Vetters keine Folge leisten. Er schützt gegen dieselbe vor, daß eine Reise nach dem Auslande derart aufgefaßt werden könnte, daß er Angst vor den Männern der „Marseillaise" habe, und dieses wolle er nicht zulassen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. Lokal-Chrom!. — (Beiträge für die Feuerwehr.) Von V. G. 25 fl. jährlichen Beitrag; vom Herrn Bürgermeister 25 fl., Herrn Sbreuzi 5 fl. und von Herrn Schmidl 2 fl. — (Tabakbau iu Kraiu.) Dem Vernehmen nach hat das k. k. Finanzmimsterinm dem Gutsbesitzer Herrn Dr. Karl Savinscheg in Möltling den versuchsweisen Anbau von Tabak auf einem Grundstücke von verschiedene Samengattnngen von der k. k. Zentraldirektion der Tabakfabriken unentgeltlich geliefert werden sollen, gestattet. Es ist dies nicht der erste Versuch dieser Art in Kraiu. Schon zu Val-vasor's Zeiten stellte man mit Tabakbau einen Versuch in Laibach au. — Die Gebiete von Sichelburg und Marienthal,) welche bekanntlich ehemals zu Kraiu gehörten und deren Reinkorporiruug Dr. Savinscheg im letzten Landtage verlangte, werden jetzt bei Regelung der Militärgreuzaugelegeuheit, nachdem die Onoten-srage bereits geordnet war, von der diesseitigen Regierung zurückgefordert, um sie, wie die „Tagespresse" mittheilt, mit Kraiu wieder zu vereinigen. — (Schwere Verwundung.) Verflossenen Samstag geriethen zwei Bauern, die auf eiuem Wagen nach Schwarzdorf am Moraste fuhreu, in Streit, in Folge dessen der eine den ändern aus dem Wagen hinauswarf und demselben mit Messerstichen viele schwere Verletzungen beibrachte. Der Verwundete wurde ius Zivilspital uberbracht, der städtischen Polizei gelang cs, des Thäters sofort habhaft zu werden. — (Benefiz-Anzeige.) Morgen, Dienstag, gelangt bekanntlich zum Vortheile des Kapellmeisters Herrn Friedrich Müller und des Bassisten Herrn Wendlik die vom elfteren komponirle große Oper „Rosamunde" zur Ausführung. Dieses dritte dramatische Werk des talentirten Komponisten soll sich besonders durch vorzügliche Instrumentation und effektvolle Finales auszeichnen, und da das Publikum schon längere Zeit dieser Benefize-Vorstellung mit größter Spannung entgegensieht, so stehl um fo eher ein volles Haus zu erwarten, als auch die beiden Benefizianten, um ihrer schätzeuswertheu Verdienste willen, mit Recht ein solches verdienen. — (Die Bartfrage vor dem Konzil.) Der „Daniea" wird aus Rom geschrieben, daß die versammelten Kirchenvater unter anderem auch die Frage beriechen, ob es den Geistlichen gestattet sei, Bärte zu tragen, und daß man ihnen dies bewilliget habe. Der Korrespondent führt weiters einige Prachtexemplare derselben an, so z. L. exzelliren durch majestätischen Bartwuchs die Patriarchen von Jerusalem und Konstantinopel und der Erzbischof von Alexandrien. Der Erzbischof von Antivari ist ein schwarzer Mann mit noch schwärzerem Schnurbart. Eliigesendrt. Keine Krankheit vermag der delikaten lisvulös-oikrs än zu widerstehen und heilt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Bla-feu- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husteu, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blntaussteigen, Ohrenbrausen Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72,000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grasen Pluskow, der Marquise de Brchan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescivre bei Erwachsenen und Kindern 50mal ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizine Joscf Biszlay. Szeleveny, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Frau, die mehrcre Jahre an Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, allgemeiner Schwäche und Schinerzen gelitten und alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du BarrNS LsvLtWviLrs gänzlich hergestellt worden und kann ich dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgesühl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Joses ViszlaY, Arzt. In Blechbüchsen von ^ Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfv. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — liöVüItzLeiviö OtioeolLtöö in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen ft. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preß bürg Pisztory; in Klagenfnrt P. Birnbacher; in Linz Hasel mayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer; G r ablow itz; in L e m b er g R ottend er; in Kl a ns e n b u rg Kr o n st ä d ke r, uuö gegen Postnachnahme. Im Interesse solcher Personen, die sich gerne bei aner kann! soliden Geldverlosnngen betheiligen, verweisen wir auf die in unserem heutigen Blatte befindliche Bekanntmachung des Handlungshauses H. Wciiibcrn jr. iu Hamburg. Die so beliebten Staatslose mir der Devise: „Das Gluck blüht im Weinberge," finden allseits raschen Absatz und kann dieses Haus auch wegen seiner stets reellen und prompten Bedienung bestens empsohlen werden. WiLtcrimz. Laibach, 4. April. Nachts heiter^ starker Reif, Vorm. wechselnde Bewöl kung, in den Alpen Schneefall, Nordostwind mäßig. Wärme: Morgens l> Uhr — 1.1" k.. Nachmittags 2 Ubr -s- 8.7" (188» -j- 8.4", 1^68 -j- 12.8") Barometer 328.93"' im steigen. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 3.5", nin 2.7", das gestrige -j- 2.8°, um :'>.7" unler dem Normale. ÄngLlommene Fremöe. Am 3. April. Müller, Schönau. Winter, Kaufm., Wien. — Sterbenk, Jurist, Graz. - Jvmbart, Gutsbe sitzer, Älingensels. Gandolini, Handels»,., Kircheim. — Volpi, Advokat, Triest. — Graf Lhurn, Privat, Rad. mannsdorf. — Hudawernig, Handelsm., Radmannsdorf. — Rabic, Hotelbesitzer, Radinannsdorf. — v. Khöder, k. k Bezirkshanptmann, Krainburg. Czajanek, Lack. — Ziozio, Lass. — Lengjel, Kaufm., Kanischa. — Nenmann, Hiosok. — Friedenheim, Kaufm., Wie». — Comelli Ritter v. Suke, Triest. — Dr. Petter, k. k. Oberstslabsarzt, Graz. II«1. Prister, Triest._____________________ Korrespondenz. ^»,il Wir ersuchen um Einsendung der Uehersetzung, um dieselbe durchsehen und über die Aufnahme entscheiden zu können. Verstorbene. Den 2. April. Wilhelm Minder, Schlossergeselle, alt 34 Jahre, im Zivilspital, und Frau Barbara Debelak, Riemermeisterswitwe, starb im 45 Lebensjahre in der Kapuzinervorstadt Nr. 7, beide an der Lungentuberkulose. — Dem Franz Snidersic, Kutscher, sein Kind weiblichen Geschlechts, nothgetauft, in der St. Petersvorstadt Nr. 74, todtgeboren. Den 3. April. Joses Briccia, Zwängling, als 40 Jahre, im Zwangsarbeitshanse Nr. 47 an der Lungenlähmung. — Maria Kuncic, Magd, alt 39 Jahre, im Zivilspital an der Entkräftung. Geschiistszeitung. Verlosung. (Kreditlose.) Um 1. April wurde« nachstehende 16 Serie» gezogen: Nr. 1089 1105 1335 >638 1688 1885 1888 1896 1897 2291 2539 2630 2957 3069 3080 3896. Aus diese» Serien fiel der Haupttreffer mit 200,000 fl. aus Serie >08^ Nr. 8, der zweite Treffer mit 40.MO fl. aus Serie 1105 Nr. 80 und der dritte Treffer mit 20.000 fl. auf Serie 2630 Nr. :^4 Ferner gewinnen je 5000 fl. Serie 1335 Nr. 78 und Serie 3080 Nr. 56; je 3000 fl. Serie 1888 Nr. 4 und Serie 2539 Nr. 68; je 1500 fl. Serie 1089 Nr. 96 und Scrie 2291 Nr. 42; je 1000 fl. Scrie 1105 dir. 37, Scrie 1885 Nr 34, Serie 1897 Nr. 39 uud Serie 2291 Nr. 67: endlich gewinnen je 400 fl. Serie 1089 Nr 27, Seric 1105 Nr. 19, 20, 66 und 95, Serie 1638 Nr. 61, 67, 79 nnd 94, Seric 1688 Nr. 26, 60, 76 uud 84. Scrie 1885 Nr. 4, 68, 91 und 98, Scrie 1888 Nr. 10, 28 und 37. Seric 1896 Sir. 2, 15 und 22, Serie 1897 Nr. 46, Scrie 2291 Nr. 65, Serie 2539 Nr. II und 18, Serie 263>>Nr. 38, Seric 3069 Nr. 72, 74, 78. 97 und 99, Serie 3080 Sir. 9, 61 und ^66 und Seric 3896 Nr. 40. Anf alle übrigen in diesen 16 Serien enthaltenen und hier nicht besonders ausgefllhrten 550 Gewinn-Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 75 fl. österr. Währ._____________ Marktbericht. Laibach, 2. April. Aus dem keutigen Markte sind erschienen: 10 Wagen mit Getreide, 4 Wage» mit Heu und Strob (Heu 75 Ztr., Stroh 36 Ztr.), 16 Wagen und 2 Schiffe (11 Klafter) mit Holz. vurchschnills-prcisc. Theater. H e^u t e unwiderruflich letzte Vorstellung der Gesellschaft Mcrkl, und: Ein junger Gelehrter, Lustspiel iu 1 Act, und: Im Wartsalon erster Klasse, Lustspiel in 1 Act. Wiener Börse vom 2. April. Weizen pr. Mtz. Korn „ Gerste „ Hafer Halbfrucht „ Heiden „ Virse „ Kuknrutz „ Erdäpfel „ Linsen „ Erbsen „ Fisolen Rindschmalz,Pfd. Schweineschm. „ Speck, frisch „ — geräuch. „ MII. Mgz- Mlr- Mgz fl. I Ir. s>. kr. s>. kr. fl-ik 5 - 5 58 Bntter, Pfund — 48 3 20 3 47 Eier pr. Stück — N 2X0 3 >8 Milch pr. Maß — 10 2 — 2 14 Rindfleisch, Pfd. — — 3 90 Kalbfleisch „ — 23 2 9» 3 13 Schweinefleisch „ — 24 3 20 3 — Schöpsenfleisch „ — 20 >'l — 3 18 Hähndel pr. St. — 50 2 10 — Tauben „ — 16 5 30 — — Heu pr. Zentner 1 10 5 so — — Stroh „ — 5 — — — Holz, har.,Klftr. — — — 55 — — — weich „ — — 5^ — 44 — — Wein, rother, pr. 30 Eimer — 9 — !2 — — — weißer, „ - — 10 Gedenktafel über die am 5. April 1 870 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb.. Lambert Maver'scbe Real., Krainbnrg, BG. Krainburg. — l. Feilb, Novak'jche Real., Grafeubrnnn, 1100 fl., BG. Feistriz. — 3. Feilb., Rczeu'sche Real., Staravas, BG. Nasseufnß. Am 6. April. 1. Feilb., Mavsar'sche Real., Socevje, ,176 fl. 20 kr., BG. Großlaschitz. — 3. Feilb., Jamcar'sche Real., Jlovagora, 9«3 fl., BG. Großlaschitz. — I. Feilb.. Bozic'sche Real., Gradise, 365 fl., BG. Wippach l Feilb., Lackuer'sche Real, Nußdorf, 355 fl., BG. Landstraß. — 2. Feilb., Perko sche Real., Kokric, BG. Krainbnrg. — I- Feilb., Sleiko sche Real., Urb.-Nr. 173 -ul Herrschaft Luegg, 900 fl., BG. Seiwsetsch. — I. Feilb., Lelbar'sche Real, St. Peter, 2914 Gulden, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Zele'sche Real., Doru, 2034 fl., BG. Adelsbcrg. - 2. Feilb., Srimäek'sche Real., Razdertu, BG. Landstraß. ß»'lcdi»uillicn. Zwei Lehrerstellen für klassische Filo-logie «xtrs. «tiNum am Prag - Kleinseituer Gimnasiuin ü '945 fl., uud eine Lehrerstelle für Geschichte und Geografie am Gimnasium zn Eger, 840 fl., bis io Mai beim Lan-deSschulrathe sür Böhmen. Lottoziehung vom 2. April. Triest: 48 67 I» 18 17. Geld Ware Oest. Hypoth.-Bank . 98.— 99.— Südb.-Ges. zu 500 Fr. 122.— 122 50 dto. BonSüpEt. 248.50 249.— Nordb. (loo fl. EM.) 94.60 95.— Sieb.-B.(200fl.ö.W.) 93.— 93.20 NudolfSb.(300fl.ö.W.) 94.40 94 60 Kranz-Zos. (LOl)fl.S.) 95.80 96.— I.OS0. Credit 100 fl. ö. W. . 160.— 160 50 Don.-Dampfsch.^Ges. zu 100 fl. SM. . . 99.50 100.— Trrefrer 100 ft. CM. . 127.— 129- dto. 50fl. ö.W. . 61.— 63.— Ofener . 40 fl. ö.W. 33.50 34.50 Salm . „ 40 „ 40.— 41.- Palffy . « 40 „ 3". 50 31.- Clarv . ^ 40 „ 36.— 37 — St. GenoiS„ 40 „ 29.50 30.50 Windischgrätz 20 ^ 20.50 21.— Waldflein . 20 ^ 22.- 22.50 Keglevich . 10 „ 17.50 18.50 Rudolfsstift. lOö.W. 15.75 16.50 ^volrsvl (3 Mon.) AugSb. lOOfl.südd.W. 103.— 103.10 Franks. 100 fl. „ ^ K.3.25 103 40 London 10 Pf. Sterl. 124.40 121 5' Paris 100 Francs 49.30 49.35 ttaif. Münz-Ducaten. 5 86 5.87 LO^FrancSftüc! . . . 9.91» 9.92 Bereinsthaler . . . 1.82 1.82» Silber . . . . 121.55 121 45 Zur Kenntmß! Alle, die etwas gekauft, kaufen wollen, oder etwas aus meinem Gute beziehen, wollen die Zah- lungen nur mir oder dem von mir Bevollmächtigten, der mit einer legalisirten Vollmacht versehen ist, verabfolgen. Ferner zahle ich keine Schulden, die ans meinen Namen ohne meiner früheren persönlichen Zustimmung gemacht werden. (130—2) jokann ?aul Zoliwai?. St^Ll-konS». .50 Sose von 186», ganze »?.»» U7.5" Lose von 1880, Fünst. 1V5.L5 I>>5.75 Prämieilsch. v. 1864 . ILI.— I21.S5 Sr»a>lsntl.-0dl. Steiermark jilSpCt. SS.— ! SS.SO Kärnten, Krain u. jiiistenland 5 . 8K.—' !>4_ Ungarn. . zu5 . 7S.L5 IN.5V «roat. u. Slav.5 , 8S.5i> 84.— SieLenbürg. „ S , 75.SN 7ii — Lotlsir Sirtionalbank . . . 72S.— 725 — Creditanstalt . . . 2KS.5» ü»».7v N. ö. EScompte-Ges. 87».— 872.— Anglo-öfterr. Bank . L4S.- 345.5» Oeft. Lodencrev.-'L. . S8».— S85.— Oest. Hypoth.-Bank .ü7.— !>8.— Steier. E§comvr.-Bk. 245. - 25«.— Kais. Ferd.-Nordb. . 2222 224» Südbahn-Gesellsch. . 2Z».- 2z,..20 Kais. Elisabetb-Bahn^iS2.— 1«2 5« Earl-Ludwig-Bahn 240.- 24>.— Eiebenb. Eisenbahn . ikS.iw 17» 50 Lais. Kranz-öosesSb.. 187.50 188. Fünsk.-Barcser E.-B. 178 — IÜ8.5V Msöld-Fium. Bahn . 175.25 175.75 l'tkiiildrtst's. Kation. ö.W. verloSb. «z.2» 8S.4» llng. Bod.-Lreditanft. W.25 »».75 üllg.öst.Bod.-Credit. 107.— 107.25 dto. in 33 I. rück,. . 8S.80 90.— Telegrafischer Wechselkurs vom 4. April. 5perz. Rente österr. Papier 60.20. — 5perz. Rente österr. Silber 70.20. — 1860er Staatsanlehen 96.80. -Bankaktien 719. — Kreditaktien 256.60. - London 124 25. - Silber 121.10. — K. k. Dukaten 5.85. LllLViKV. AI. k. k. Schatzmeister und Juwelier von Wien, zeigt den hohen Herrschaften an, daß er sich auf seiner Durchreise drei Tage hier aufhält und für k>ari8 Brillanten, Raute«, Perlen, Smaragden, Rnbinen, Antiquitäten, (tzold und Silber zu höchsten Preisen kauft. Er ist bereit, auch Versatzscheine von kaiserlichen Versatzämtern auszulösen und den höchsten Preis dafür zu gebe». Anzutreffen: „Stadt Wien," II. Stock, Thür Nr. 8, von 9 bis 12 Uhr Vorm. und Nachm. von 2 bis 5 Uhr. Wegen Todesfall kommt drei viertel Stunden von Marburg entfernt, in einem größeren Pfarrorte, eine zu verkaufen; billig, unter Len besten Zahlnngsbedingniffen nnd allsogleich. Nähere Auskunft in der Administration dieses Blattes. (119-3) Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-67, heilt brieflich der Lpezialarzt für Epilepsie Doktor ILttirM«-!» i» Berlin, jcht: Lonisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. Das Glück blüht im Weinberge! 250 OOO M bilden den Hauptgewinn der großen, von der H. Staatsregierung genehmigten u. garantirten Geld Verlosung. (Gewinne kommen in wenigen Monaten zur sicheren Entscheidung, darunter befinden sich Haupttreffer ü. 250.000, 100.000, 50.000, 40.000, 30.000, 25.000, 20.000, 15.000, 12.000, 10.000, 8000, 6000, 21mal 5000, 36mal 3000, 126mal 2000, 206mal 1000 re. Die nächste Gewinnziehung wird schvn am 2üte» -tpril ». v. amtlich vollzogen »nd kostet hierzu 1 ganzes Original-Staatslos nnr 4 fl. 1 balbes „ „ „ 2 „ I viertel „ „ „ 1 „ gegen Einsendung des Betrages in österr. Banknoten. Jedermann erhält die Öriginal-Staatslose selbst in Hände» uud ist sür Auszahlung der Gewinne von Seiten des Staates die beste Garantie geboten. Alle Aufträge werden sofort mit der größten Aufmerksamkeit ausgeführt, amtliche Plaue beigefügt und jegliche Auskunft wird gratis ertheilt. Nach statt-gesundener Gewiunziehnug erhalten die Interessenten amtliche Liste, und Gewinne werden prompt überschickt. Die Gewinnziehung dieser großartigen Ka-pitalien-Berlosnng stebt nahe bevor, uud da die Betheiliguug hierbei voraussichtlich sehr lebhaft sein wird, so beliebe man, um Glückslose mit der Devise: „Das GlNik blüht im Weinbernc" aus meinen, Debit zn erhallen, sich baldigst direkt zu wenden an (126—2) ,L. j wo Staats-Cffektril-HaMliiig, Hohe Bleichen Nr. 2!) in Hamburg. > » rs r-» D O^IglNSI Mkniasclüiisii zn herabgesetzten Preisen, deren Vorzüglichkeit allgemein anerkannt ist; original-amerikanisch und deutsches Fa brikat: » I,L Vil8«n, 8in« cr, I'Iviivr L Ivoisei', LMörieau 86«in^ nuisltiu 6o. iu NoiitroLl, krvvvr L Ikitkvr. Verschiedene Handmaschinen. Für Schneider, Schuhmacher und Sattler besonders schwere Maschinen, welche Howe übertreffen. Auswärtige Aufträge werden prompt effektnirt. Auch werden Maschinen auf Ryten-Abzahs lnttg hintangcgeben. (69—4) Garantie sechs Jahre. Kaoline kiu^koI^Sl- im Geschästölokale des ,V'ikI>>x Kongreszplatz Nr. 25. Berleger und kür die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jg». v. ^ilcittMllhr