Laibllcher Zeitung. Nr. 182. PllinumeratlonSPlüi«: !1m «lomptoli ganzj. fi. li, halbj. fl. 5.Nu. Für bie Zuftelluna in« Hau« halbi.50lr. Mit drr Post g>n,z<. fi. l5, halbj. fi. 7.5U. Moütag, 10. August Insertl on«gel>ühr b!« l« Zellcn: imal eo lr., «m.»uli., »m. l fi.; sonst pi.Zeile i»>. 6lr„ lm.ßlr., 3m. lo lr. u.s. >v. Inselllcnsfienlpel jedee>n.«0l». 1868. Amtlicher Theil. Der Minister des Innern hat im neuen Organis« Mi,s der politischen Behörden ernannt im Königreiche Böhmen: 1. zu S tatthal tcrci c on cipisten: die Statthaltcrcisccrctäre Joseph Schenz, Mathias Notly nnd Franz Matt as mit Vorbehalt ihres höhere,, Dienstcharaktcrs, die Statthaltcreiconcipisten Joseph Dauid, Karl Maschka, die Gezirksamtsadjuucten Joseph Huiliöka, Emil I anda, Friedrich Eiselt Edlen v. Klimpely, die Statthaltcrciconcipistcn Heinrich D o l l e s ch a l, Wenzel Scheuet, August Wota -lv a, Victor Kl in» a nnd Friedrich Jen it Ritter von Gamseudorf, den Bezirksamtsadjuucten Adalbert Kaliwoda, die Statthaltcrciconciftistcn Friedrich K m o ch Und Anton Schmcykal, den Nczirksamtsadjunctcn Gustau Hcirowky nnd die Vezirksamtsactuarc Anton ^arcl'und Karl Ger rmann; 2. zu B ezirlSc om m issärcn: den Bezirksvorsleher und ersten KrciscommissärMoriz Süßn er, den Statthaltcreisecrctär Karl Tischer, b«n Stuhlrichter nnd Vczirksamtsleitcr Joseph Wufka, bie Bczirksvorstchcr Heinrich Grafen Kolowrat-Krakowsky, Joseph Foydl, Ernst Rudolf von Wartburg, Johann Veith, Karl Nößler, Fcr-d'nand Michl, Karl Schrödl, Gustav Sazima, Maz Bochdauctzky, Alois Land fraß, Franz Araun, Anton Ritter v. Meyers bach, Karl varwonitz, Johann Schaff us, Joseph Alexander ^onrad, Robert Schwanda, Joseph Sala?z, Mcfth KomerS, Anton Waage, Alois Mascha, Wilhelm Brcm, Alois Wach a, Hermann Trage, AM Wachtel Edlen v. Elbenbruck und August grüner, sämmtlich mit Vorbehalt ihres höheren ^ienstcharakters; den Krciscomissär Wilhelm Led er er; die Aczirtsamtsadjuuctcu Karl L o ch m üllcr, Karl '"ebcr, Joseph Stra schi ripka, Franz Willo-"'her, Joseph Schcda, Michael Thomas, Io-^"n Gral,ner, Adolf Kirchner von Ncutir-3,/n, Johann Helmrcich Edleu von Vrnnfeld, ^nzcl Nowak, Karl Winter. Georg Lalvory, »hz^llar. Adalbert Krömarz, August K o-^ al, Philipp Kuorrc, Karl H c r r m anu . Wil-M Zi mm ermann, Johann Hajck, Iohaun ^reucr, Joseph Schimck, Iguaz Boukal, V"z, Paris, Joseph S t u m in e r, Wenzel Scholta, "helln Donblcbsky von Stern eck, Gustau Exeli, den Statthaltereiconcipisten Ferdinand Grafen Chotck, die Bezirtsamtsadjuucteu Moriz Astel, Erust Hawclla, Gottfried Just, Anton Swoboda und Karl Ott, den Statthaltcreicoucipistcn Joseph Ritter von Mcrsi, die Äezirksamtsadiunctcn Karl Hütter, Christoph Hotowetz, Anton Fischer, Wenzel Be-nesch, Johann Staroftraz Sky, Joseph Gedlicta nnd Joseph Höll; die Bczirt'samtSactuarc Karl Kirchner von Ncukirchcu, Weudcliu Po hl, Eduard Gebhard, Johann Noßbergcr, Iguaz Bu mmel, Friedrich Kintzl, Anton Kreil, Friedrich Huck er, Karl Vogel, Joseph Snß, Franz Viuccnz, Friedrich Lnnz v. L indcnbrand, Joseph Schneider, Karl Kroufta, Nicodeu: Eckert, Franz Matzner, Joseph Heida, Heinrich Schcbanek, Joseph Fanta, Leopold Grögcr, Franz 9t csmörak, Johann Waska, Adalbert Marz.- nnd Joseph Matschego, dann den nicdcröstcrreichischcn Vezirksamtsactnar Julius Krch; im Erzherzogthulne Oesterreich unter der Enns: 1. zu Statthal tere i concift isten: den Statthaltcreisecretär Heinrich Ritter v. Höni-ger, den vormaligen Stnhlrichtcr und Statthaltcrei-concipisteu Vinccuz Edlen v. Edlenbach, den Statt« haltereisecretär Franz Ridlcr Edlen v. Greif-in-Stein, die mit dem Titel nnd Charakter eines Statt« haltcrcisecrctärs bekleideten Statthaltereiconcipisten Felix Frciherru v. Mün ch-Bellin g h a usen und Victor Pfersmauu Ritter v. Eichthal, sämmtlich mit Vorbehalt ihres höheren Dienstcharaklers; die Statthal-tereiconcipistcn Albert Becker, Albin Ireihcrrn von Salzgcbcr, Felix Edlen v. Schuetter, Constan« tin Hab ich er, Otto Grafen Chorin sky uud August Freihcrru Czapf a v. Winstet ten, den Bc-zirksamtsactuar Rudolf Fischb ach und den Statthat-tcreicouccptöprakticauteu Sigmund Swedinek; 2. zu Bezirkscommissären: den Vczirksvorsteher Alexander Fischer, den Stuhl-richtcr Gustav Egg er, den Bezirksvorstcher Guido Knolz, den mit dem Titel nnd Charakter eines Statthaltcrcisccretärs bekleideten BczirksamtSlciter Franz Frcihcrrn v. Mcußheugcu, den un't dem Titel und Charakter eines Statthaltcreisecrctärs bekleideten Be-zirksamtsadjuncten Theodor Ritter v. Kroncnfels, sämmtlich mit dem Vorbehalte ihres höheren Dienst-charakters, den mit dem Titel und Rang eines Statt-haltcrcisecrctärs bekleideten Coniitatscommissär Coustan-tin Freiherrn Pino v. Friedenthal, mit Vclas-sung seines bisherigen Ranges, die Kriegscommissäre nud Bezirksamtsadjunctcn Ferdinand Schmelzer, Joseph Pfustcrfchmidt Ritter v. Wallenau, Joseph Krticzka Freiherrn v. Jaden und Johann Matzal, die Bczirksamtsadjunctcn Wenzel Czihal, Franz Koblischcl und Joseph Woschust, den Kreis-Kommissär nnd Vezirlsamtsadjnnctcn Alois Khayll, den Krciscommissär und VezirkSamtsactuar Ferdinand Schön, den ComitatScommissär Emauuel Puch berge r, den Kreiscommissär Ferdinand Ritter v. Stückl, die Vczirksamtsadjuuctcu August Mahi und Wilhelm Smieth, den Statthaltcreiconcipisten Franz Freiherrn v. Krauß, den im Ministerium des Innern in Verwendung stehenden Statthaltereicoucipisten August Frei-Herrn v. Pla ftpart, den Statthaltcreiconcipisten Oscar Grafen Salburg, den Bczirlsamtsactuar Eduard Ritter v. Hcuucbcrg, dann die Statthaltereiconcepts-prakticantcn Rudolf Vstch und Oscar Welzl von W c l l c n h c i m; im Grzherzogthume Oesterreich ob der Enns: 1. zu Stattha ltereic onc ip iste n: den Titnlarstatthaltcrcisecretär Franz Freiherrn von Obenaus mit Bclassung seines gegenwärtigen Titels; den Statthaltcreiconcipisten uud Refcrentcu der Grund-lastcnablösungS- und Regulirungslandcscommission Karl Obermüllner mit Belassung in feiner gegcn^ wärtigen Verwendung; die Statthaltereiconcipisten Ro-bert Ebner Ritter u. Rofcnstein und Friedrich Hauer; die BezirkSamtsactuarc Otto Schullern Ritter von Schrattenhofcn uud Johann Mo-ser; den Statthalterei - Concefttsprakticantcn Franz Gamon; 2. zn Vezirkscommlssären: den VczirkSvorstcher Oswald Sturm mit Vorbe« halt seines höheren DicnstcharakterS; die Kreiscoiw missäre und Aezirksamtsadjunctcn Leopold Gehnia-chc r, Wilhelm Bott und Friedrich Grafen Monte-cnccoli; den niedcrüstcrrcichischcn Vezirtsamtsadjunc-ten Iofeph Edlen u. Huebcr; die Äezirksauitsactuare August Wiesinger, Otto Grafen See au, Hugo Ritter v. Hebenstreit, Karl Graf, Joseph Frei« Herrn v. Odelga; den niederöstcrreichischcu Bezirks» amtsactuar August Melnitzky, dann dcn Concepts' prakticantcn der Landesregierung in Salzburg Dr. Da» niel Grafen Esterhazy; im Herzogthmne Steiermark: 1. zu Statthalte rcic o n c ipisten: dcn mit dem Titel nnd Charakter eines Statthalterei-rathcs bekleideten Statthaltcreisecrctär Joseph Vorder« egg er, die Statthaltcrcisccretüre Ferdinand Grafen Taxis - Thurn Valfassina, Victor Hubc r und Eduard M nller v. Mullcnau mit Vorbehalt ihres sl'llilsl'llill. Lmbacher Mysterien. L oca l - N ovelle. (Fortsetzung.) Siebentes Capitel. Leopolds Abenteuer. ^lig ^' ^lr die Ereignisse des Balladendes bei Madame ^ c,^ schildern, inüssen wir eines ZwischenfalW cnvcihncn, '^>s Nachfolgende von großem Einflüsse ist. ^er^ fachten deo Uinstcindes, daß Leopold in Folge ^ese>> ^^nssigteit von seinem Chef cnllassen ^vorden war. ^er./^"wünschten Vorfall glaubte er nuv seinem Pei- ^ch^ ^""tm zll müssen; daher suchte er ihn auf nnd ' ^Hn bittere Voi^vin-fe. ^/""' zuckte gleiclMtig die Mseln und meinte la- ^ '^^ hätten Sie ohnehin uicht dort bleiben töunen." , ^ '" ^chcte er ihni den Rücken mid entfernte sich. ^"dte ^ d blieb eine Weile wie angewurzelt stehcu, daun Finnic, ' ^' ^atlevinanusallee zu. Er gehörte zu den »d^snl«; ^"ureu, auf welche der schwerste Schlag des ^ sich , '""'U'utau betäubeud wirtt; er sah uud tiim-K ^enc,/? "'" beu Auqcnblick. Das bunte Schauspiel, Ii^ lri'ch,.,, ^"' Epaziergäuger i>l der Allee verscheuchten hl)ir ^'edanlen, er bräunte sich eiue Zigarre au uud "ehe» '"Uilenehnlen Eiuuerxugeu >nit den Rauchwolken So war er wieder der lebenslustige, unternehmende Dandy, der nnt der gauzen Damenwelt totettirt uud sich semer angeblichen Eroberungen rühmt. AW solcher ließ er die Schaaren vou jiingereu nnd ältern, reizenden uud „pas-sableu" Mädchen Revue passircu. Viustcrn wir gleich ihm die einzelnen Spaziergänger. Da ist vor allem eine Familie mit fünf weiblichen Svrößliugcu, welche sich nur der Größe uach von einander unterscheiden, während der gleiche Schnitt uud die Farbe der Kleider ihre gemeinschaftliche Adstammuua. vou eiuer ebeuso umformirteu Dame verrathen, welche zwischen ciueui behä-bigcu ältlichcu Herru uud ciuem Officier iu dcmselbeu Alter majestätisch hinterher schreitet, offenbar, um die Heerdc ihrer Liebeu stets im Auge zu behalten; eiu jüngerer Viarösohu mit Officiersraug plaudert sehr augelegeittlich utit der ältesten Kuospc, einer, uach dem Ausspruche liebedurstigcr Iiulg-liugc, schmachteudeu, hiuuulischeu Erscheinung. Diesen folgen mehrere Scho'uc, welche im Vergleiche mit der cbeuevwähnten uur mehr alltäglich sein lönueu. Nun uaheu zwei allerdings etwas auffällige Herren, der eiuc mit einem Parapluie unter dem Arme, obschou teiu Wölkchen weit uud breit zu scheu ist. Als Reprä'scu' taut des Eprucheo: „Vorsicht ist die Mutter der Weis heit," führt er das theuere, durch seiu Aller ihm lieb-gewouneue Möbelstück stets bei sich uud hat dadurch, daß er vom Regen überraschten Damen dasselbe in äußerst zuvorkommender, uneigennütziger Weise zur Verfügung stellte, schon manche Eroberung gemacht; allwissende Leute beschul oigeu ihn gar, er gehe damit förmlich auf Fang aus, er angle damit gleich dem Fischer seine Opfer. Sem Begleiter huldigt der Ansicht, nuv derjenige, der alle philosophischen Systeme auswendig wisse, könne sich zum gebildeten Manne auswerfen; seiner Ansicht treu, schließt ev die Damen selbst verständlich im vorhinein, schon von dieser Classe aus nnd sieht auf alles geringschätzig herab, was noch nicht dreißig Jahre zählt. In der Conversation mil „Erwachsenen" fühlt er zu feiner Richtschnur diesbezüglich auf den Zahn. Der Sage nach foll es ein Professor sein. Knapp hinter diesen folgen drei Damen; zwei von diesen sind Schönheiten, wie mau dereu viele in Laibach sieht, aber uicht auffalleud, weder durch Toilette noch durch Auftreten; in der dritten erkennen wir Beatrice, welche auch unseren Vesern bereits bekannt ist. Sie scheint alles aufgeboten zu haben, nm die übrigen Damen zu verdnu-keln uud auf deren Kosten Aufmerksamkeit zu erregen. Das kleine Hütchen, gleichsam eine gelnugeuc Parodie auf die moderne Kopfbedeckung, sitzt kokett auf dein Kopf, unvermö' gend, die Fülle des sich sträubcudeu Haares zu bedecken. Das blitzende Auge wetteifert mit dem Diamant an Glanz, die schlanke, doch üppige Taille sucht eine lillafarbige Man-tillc vergeblich zu verhüllen, die blendend weißen Schultern mit den verführerische« Grübchen kommen immer wieder zum Vorschein, so oft sich auch die Mantille darüber zieht. Cm grünes Kleid vervollständigt den Anzug der imposanten Erscheinung, welche zum Schutze gegen die' daun und wann durch das Vaubdach brechenden Sonnenstrahlen einen grünen Fächer, ein Meisterwerk in diesem Fache, graziös schwingt. (5ö ist kein Wunder, wenn diese Erscheinung die Aufmerksamkeit der jungen uud alten mäunlichen und weiblichen Welt erregt. Eine Schaar junger Dandys, darunter Veovold, hat sich an ihre Ferse geheftet. Selbst die zwei vorher erwähnten Herreu lasse» die Damen passireu und bcmüheu sich, dereu Cours eiuzuhaltcu, werdcu aber von den Dandys überholt und bei Seite gedräugt, worüber sie ei» unverständliches Brummen höre» lasscu. Zufällig sah sich die in Rede stehende Dame nm ,md iln Auge begegnete dem Veopoldö,- ei» taum l'eme.'wareö 1346 höheren Dicnstcharakters; die Statthaltcrciconcipistcn Joseph Rempfl und Franz Jud, den Bczirksamts-adjuucteu Frauz Vogl und den Stnlthaltcrciconcipislcn Maximilian I ans ckowitsch; 2. zn V ezirk S c ommissärcn: die Krciscommissäre und Äezirtsamtoadjuncten Wil-Helm v. Am-Pach und Iguaz Haun, die Vezirts-amtsadjnnctcn Karl Steinhäuser, Karl Höffin -gcr, die Bczirtsamtsactnavc Anton Stabler und Johann Ritter u. Gariboldi; die Kreis« und Eo-mitatsconunissäre Anton Eiscl, Gustav Ritter von Erollolauza und Franz Scdclmayer, die beiden Letzteren mit Velassuug in ihrer gegenwärtigen Vcr-wendnng bei dem Gruudlaslcuablösuugs- und Reguli-ruugsgeschäftc; den Bczirtsamtsadjunctcn 5iarl Traut-Vetter, die Bczirtsamtsactuarc Joseph Icrrmann, Ferdinand Pirncr, Friedrich 9tittcr v. Finctti, Dr, Franz Lautner, Blasius K order, Franz Vcitlcr. Anton Clement, Jakob M ursec, Dr. Karl Popetschnigg, Alois Ritter u. Hennig, Dr. Paul Külb, letzteren mit Vclassnng in seiner gegenwärtigen Vcrwcndnng beim Grundlnstcnablösnngs-und Rcgulirungsgcschäfte, Franz Postic und Joseph Rupft nig, den n. ö. Bezirksamtöattuar Franz von Makszin, dann die Statthaltereiconccptsprnkticantcn Dr. Lncas Ram or, Dr. Ernst Frcihcrrn v. Ez,-' terdc. Dr. Karl Jäger, Johann Freiherrn von Vern i er - R onqcm onl, Martin Hof er, Franz Sarsch nnd Matthias Grill. (Schluß folgt) Der Minister des Innern hat den Oberingcnicnr Emanuel Trojan znm Vaurathc, die Ingenieurs Ludwig Röt hl er, Frau; Morelli und Franz Hrubcsch zn Obcriugcuicurs, dann die Ingenieur-Assistenten Johann ?l ch a m , Johann F idler, Franz Ortncr und Eduard Harnisch zn Ingenieurs für den StaatSbaudicnst in Nicdcrö'stcrrcich ernannt. Der Ntiuister des Innern hat den Bauadjuntten Franz St eg er zum Ingenieur für den Staatsbau^ dienst in Tirol und Vorarlberg ernannt. Der Iustizministcr hat die Gcrichtsadjunctcn Johann Bolmarcich in Trieft uud Joseph Polliak iu Görz zu Staatsauwaltssubstitntcn, ersteren lxi dem LandcSgcrichte in Triest uud letzteren bei dem Kreis gcrichtc in Görz ernannt. Au, 6. August 1868 wurden ill der l. t. Hos- nnd Slaatö- dvnclerei die Stücke Xi.Vl nnd Xl.Vl! dcö NeichSgrschblalteö anö- c>egebeu und versendet. Das Xl.V'l. StUet enthält nuter Nr. 112 die Verordunng de^ Ministers siir ^nltnö u»d llntcr^ richt ini Emuerstäudmsse nlit dem Handel^nüiiislcrinm uoin 2(i. I»li 1l^l>^, womit eine provisorische Vorschrift ilbn' die Prilfung der l'iandidaten dr? ^ehrnmle^ sür die malhcma-tisch-nalitischen Disciplinen cni dc» nautischen Schulen tund-gcmllcht wird; — gütig filr dir im Rcichsrathe vertretene» Königreiche und Länder; Nr. 113 die Kundmachung des Finanzminisleriuni^ vom iiß. Juli 1868 über dir dauernde Vrnüichtignng deö Nebenzollainleö zweiter Classe in Grad«, legilimirtc Istriauer lind Dalma-liuer Weine nnd Oel im Eingänge über die See in unbeschränkter Menge für den ^ocalbedarf nnd die nächste Nm-geliung bestimmt i» Verzollung zn mhmen Das Xl.V!I. Stück enthält unter Nr. N4 die Verordnung deö Ministers deö Innern vom !N Inli 1868 bttrefsend die lleberlragnng der Aesorgung von Statthallereigeschäften iin Namen de« Statthalters an mchrcre Bczirttjhanptmänncr in Böhmen; Nr. Ill) die Verordmma, des Ministers de? Innern uom 31. Inli l868 betreffend die llcberlrugnna, uuu Slntthaltcreigeschästen iin Namen des Statthaltern siir Tirol und Vorarlberg auf den ill Trient bleibend zn bestellenden Statlhallcreiralh erster blasse. (Wv. Ztg. Nr, 18? vom 8. Angnst.) NichtalMcher Theil. Uedc >es UcichskWlcrs Mn. v. Dtust, gesprochen beim Festbankett iu der Schützeuhallc am <>. August. Hochgeehrte Herren! Der überaus herzliche Empfang, der mir bei mciucm gestrigen Erscheinen auf dem Fcslplatzc zn Theil ward, war für mich eine Auffordcinng, der freundlichen Einladung zum heutigen Fest mal Folge zu leisten. So wenigstens taun ich Ihnen warmen Dank darbringen uud Ihnen sagcu, wie wohl ich mich unter Ihnen fühle. Was meine geehrten Vorredner gcfprochen, das legt mir neue Pflichteu der Dankbarkeit auf, und ich glanbc, daß ich dicfc nicht besser bethätigen tann, als wenn ich Ihnen sage, daß ich in jeder Kundgcbnng dcS öffentlichen Vertrauens nicht allein ein ehrendes Zeugniß für die Vergangenheit, sondern auch einen Schuldschein für die Zutuuft erblicke, dcu ich einzulösen habe. (Beifall.) Ich glaube, daß ich diefc Worte zugleich im Namen der abwesenden Mitglieder der Regierung sprechen darf. (Beifall.) Meine Herren! Es war ein schönes, ein crhcbcu-des Fest, das an dieser Stätte gefeiert wurde. Seine Erinucruug wird in den Herzen, ich deute, sie wird auch in den Geistern fortleben. Mußte ich deu Wcihctagcn desselben fernbleiben, so war cö mir umsomchr crwüuscht, ihm wenigstens einen Schcidcgruß widmen zn töuuen, nnd es ist vielleicht besser, daß ich hiezu nnd nicht zum Willkommen bernfcu war. Obwohl vorgerückt iu Jahren, bin ich fähig der Begeisterung für Vergaugcneö, für Kommendes, Allein mein Beruf bringt es mit stch, daß ich überall die mäßigende Hand der Erfahrung über meine Gefühle walten lasse. Dies auch ist es, meine Herren, was mich heute leitet, wo ich zu Ihnen spreche, uud doch, so hoffe ich, wird man meinen Worten anmerken, daß ich ein guter Oestcrreicher geworden, ein guter Deutscher gcblicbcu bin. (Stürmischer Beifall.) Ich komme eben jetzt aus ciucm jcucr herrlichen Thäler nnsercr Alpcnwclt, da, wo inmitten gigantischer Vcrghöhcn ein Wasstrsturz toseud und donucrud sich über den jähen Abhang ergießt, nnd wie eS da zuweilcu dem träumenden Wanderer geschieht, daß er in diesem Getöse harmonische Melodien zu vernehmen meint, so auch war es mir, als die Kunde der Fcstklängc dahin drang, als hörte ich aus den hoch auschäumcndcn Wogen den Schall der Begeisterung, und da stieg ich hinab in das tiefe Thal uud sah, wie diesclbcu Fluthcn, deren mächtigen Douncr ich eben vcruommcn hatte, sich emsig und fleißig nnd unaufhaltsam weiter bewegten, aber in geregelter Vahn und in rnhiger Klarheit, l^cb haftcr Beifall.) So auch mciuc Hcrrcu! dachte ich, fo mag, fo wird der Voltögeist, wenn er im Augenblick der Begeisterung hochaufschäumend sich vcruehmeu läßt, dauu iu ruhige uud feste Bahnen einlenken uud iu ihncu unaufhaltsam vorwärtsbringen, bis er in der Ruhe des breiten aber begrenzten Strombettes die Kraft findet, dnö Roch flog momentan nder ihre Zuge, dann setzte sic den Weg fort. ^copvld, dem dies nicht entgangen war, wnrde verle-qen, insoweit ein Viun iu svlchen Fällen verlegen werden kaun, doch bemerkte es keiner seiner Frennde. ^o oft das Umlchren der Damen ein Begegnen derselben mit den, Dandyschvarme zur Folge hatte,' bemerkte Veopold mit Äc sriedignng, daß die Augen der Dame, obschou nnr flnchüg, ihn streiften, doch genügte dies, mu sein Herz zu entzünden nnd ihm ein unerklärliches Interesse fnr die Unbekannte einzuflößen. Da die Promenade dem Anscheine uach länger daucru mochte, so entfernten sich Leopolds blasirte Freunde, welche Abwechslung snchten und liebten und daher durch cmen nnd denselben Gegenstand ans die Dauer sich nicht fesseln ließen, sonnt blieb Leopold zn seiner innersten Freude allein am Platze, bog indeß, nni sich den Anschein zn geben, als ob ihn die Dame ebensowenig iuleressirte, wie seine Begleiter, in einen Seitengang ein; sobald seine Freunde nicht mehr zu sehen waren, tchrle er wieder mn. Unterdes; hatte anch die Dame von ihren Begleiterinnen sich getrennt nnd schritt allein der Stadt zn. Leopold folgte ihr in ciner nnanffälligen Distanz in der Erwartung irgend eiucs Abenteuer««. Vor dem Hotel „Stadt Wien" angelangt winkte die interessante Fremde znm größten Leidwesen Leopolds einem Fiater, stieg ein nnd ftchr davon, nachdem sie dnrch das Fenster nochmals einen Blick zurückgeworfen hatte. Enttäuscht blieb Leopold stehen. Plötzlich schlng er sich vor die Stirne. „Ein Narr bin ich," rief er, „von dem Fiaker er-- fahre ich ja am leichtesten ihre Wohnung und dann" — Er eilte znr Haltstelle der Nosselenkcr. Unvcrnmthct stieß sein Fuß au cinen Gegenstand, der iibcr das Pflaster lollernd einen hellen Klang vor sich gab. Ueberrascht hob er ihn alls nnd erkannte ihn als ein goldenes Vracclet. Hier war die Dame eingestiegen, kein Zwcchl iiber dte Eigenthinnerin! Das glänzende Diug in semer yand war der Schlüssel znr Wohnung der Dame, der erste Borwaud zn einem Besnche. Dnrch den znrnckkehrenden Fmler ersnhre er ihre Wohnnng, daher erkundigte er stch bet de,ieu Eolle-aen mn die Nmmner des soeben abgefahrenen Wagens nud beschloß, gegenüber im Kafsechausc dessen Rückkehr zu er- "" ^ Nach einer Viertelstunde kam dieser, Leopold trat ans ^"^iuiü^ Die Dame stieg au dem HanptPlatze ab," auttvor-tete der Bursche, doch tann ich das Haus kaum nn Bestimmtheit bezeichuen/ich vergaß, dte Nnmmer anzusehen. „Führe wich eben dahin! . Leopold stieg ein, das Gefährte setzte iM) m Bewegung: Vor einem zweistöckigen Haujc HM es Hm!" dachte Leopold ausswgend, „das Hans hat gleichem Himmelreich viele WolMn^ es wird also schwer fallen, die richtige hcranszustnden. Er bezahlte den Fwker und stieg du Treppen hmanf. Trotz der ^ er von der Dame machte, konnte ihm niemand Anstnnft geben. Anch dte Nachforschungen ill den angrenzenden Hauler.. erwte,en stch ganz resnltatlos, so daß' er seine VuldeckuugMetie sür iente anfgeben mußte, da unterdessen die Nacht angebrochen war. Der Fiaker halte ihm offenbar mcht das rechte Haus bezeichnet, oder, war die Dame wirklch hter abgesttegcn, so hatte sie den weiteren Weg bis zn chrcm Logtö zu Fnß fortgesetzt. (Fortsetzung solgt,) Fahrzeug dcS Gemciuwcsens sicher dahinzntragcn. So auch, uud das meine Herren! ist mciu lebhafter Wunsch, so auch möge die Bcgcistcruug, welche das mm abgeschlossene Fest in allen sciucn Theilnehmcrn hervorgc rufen hat, in dem weiteren Verlaufe feiner Folgen über die Klippen der Zwietracht uud des Unfriedens hinweg in die ruhige Strümuug des Friedens und der Vcrsüh' nung führen. (Beifall.) Meine Herren, iu dem Lande, dem ich früher a» gehörte, habe ich zwei große dcntschc Nationalfeste mil l gefeiert. Auch damals war alles voll der edelsten V^ gcistcrnng, kein Mißtou hat sie gestört, uud wie schön verschmolz nicht bei dem letzten jener Feste die Harmonie dcS Gesanges mit der Harmonie der Gcdaukci', der Gefühle, der Gcfiuuuugcu! Und kaum war ein Ial>' vergnügen, und der Bürgerkrieg loderte iu hcllcu Flam men anf. Ja, wird man mir einwenden, das deutsche Volk war einig, aber seine Fürsten waren eS nich<, seine Regieruugcu waren es, die sich entzweiten, die dic Völker in den blutigen Kampf führten. Großer und gewaltiger Irrthum! In uuscreu Tagen wird lei" Eabiuetskrieg mehr geführt. (Stürmischer Beifall.) Wer daö behauptet, der taun cbcu fo gut behaupten, daß, weil die Gewitter vou obcu herab sich cutladcn, sie iu den obern Luftschichten erzeugt werden, uud nicht auö den Dünsten, die von unten nach oben emporsteigen. (Beifall. Rufe: Sehr gut.) Das deutsche Volk war eben nicht einig. Freilich wollte alles ein einiges, mächtiges, freies Dcutschlaud. Aber, wie dies zn schaffen sei, darüber dachte man anders im Norden, und anders iu Süden, audcrs iu ciuem Theile dcS Nordens, und audcrs in eiuem Theile des Südens. Weil aber leider der Parteistaudpunkt ein nnbcng-saincr ist uud die vermittelnden Bestrebungen meist als nicht ebenbürtig behandelt werden, darum kounte cS zl> ciucm so gewaltigen Zusammenstoße kommen. Möchten doch jene schmerzlichen Erfahrungen heute ^ nicht vergessen sein. Schlagwortc und Programme, so sehr sie den Rich' tuugen des öffentlichen Geistes entsprechen mögen, A können allein zur Fürdcruug des Gemeinwohles nicht helfen uud selteu fro.nmen sie einer Verständigung nbcl das gemeinsame Beste. Gerechtes uud billiges Denke», entschlossenes und ehrliches Haudclu, das ist es, wc»o die Parteien ucrsöhut (Beifall) und die Völker befrex"' det. (Lebhafter Beifall.) Oesterreichs Politik dräugt sich heute nicht mW iu die Angelegenheiten Deutschlands, nud keine Ocda"" kcn der Widcrvcrgcltuug sind es, die die Geister in diesem Reiche erfüllcu (lebhafter Beifall), aber kein V"' trag hindert Oesterreich, durch das, was Volk uud 9^ gierung leisten nnd schaffen, sich Achtung, Vertraue" uud Zuneigung zn erwerben. Die freie Entwickelung aller geistigen und ma^ riellen Kräfte, welche heute weder die verkleinernde M^, gunst uuscrcr Feinde, noch die ängstliche Schwarzsehe^ unserer Freuudc dem hcllcu Tage cntzieheu kaun, ^ lciuc diplomatische Actiou, die mau als Intrigue v" dächtigt, sie ist die Arbeit des rechtschaffene« Mann^ der sich damit Vertrauen erwirbt. Möge mau u"s '' iu dieser Arbeit nicht stören, nnd möge man unö ^> Arbeit durch ciuc osfcuc, ehrliche Sympathie crleichte ' durch eiuc folchc Sympathie, wie fie die vou ^"^,,-Fern zn uns gekommcucu Fcslgcnosscn iu so übcrrasn) der und wohlthucuder Weise unS cutgcgcngcbracht /^ den, wofür wir ihncu uicht geuug daukcn to"' Deutschlaud wird es uicht zu bereuen haben. (^^'^» Nun, mciuc Herren, lassen Sie mich mciueu Gcda ^ uollcudeu, iudem ich noch ein Wort uicht ""'^l Deutscher, sondern so recht eigentlich als Ocstttle , zn Ihncu spreche. Oesterreichs Fühlung mit ^ .> ,„ land - das ist ctwaS, was gewiß keine P^u ^,ic Dcutschlaud — und ich darf kcck hinzufügen - .^c Nationalität in der österreichischen Gesammtino»'" zurückweist. (Zustimmung.) Ac- Will man aber, meine Herren, daS dcut>^ ^. mcnt in Oesterreich zum Träger dieses Gedanken ^,, chcu, danu darf man es uicht von deu anderen ^ ^i^ men trennen, die mit gleicher Berechtigung, "^,,,^ chcr Trcnc, mit glcichcrftrobtcr Tapferkeit ""v '? „A buug dem Reiche angehören. (Beifall.) Die VercMH^ die Eintracht aller unter dem Szepter ""s"" .„ f uc>t Kaisers lebenden Völker ist es, welche " .^ Erfüllung jener culturhistorischcn Vtission ^ ^ „„. verbürgcu taun, welche ein Interesse Ocsten l^c,. ein Interesse DcutschlaudS ist. Darum, me,n^^>> gilt ntciu Trintsprnch dem Frieden "nd der ^ !^^ ^ als den Trägern eines geregelten Hütern einer gesunden Freiheit, als den G>m ^ einer sicheren und daucrudcu Ordnuug. S, ' H^ (Stürmische Hochrufe. Andauernder Beifall "" klatschen.)________________________^-------- Wc Aldcitcrstage ^ ist ein Schreckschilß, mit dem man wohl äugs^ch stdt müther beunruhigt, der aber hier '" ^ .^ jc"° M' Berechtigung fehlt und die darum auch^ 5)" r achtuug vcrdicut. welche 'hr zu The l"" ^ beiter wird iu Ocstcrrelch relativ gnt beM .^, Agriculturdistrictcn ist sogar Noth an «" 1347 darum wcrdcu dieselben auch schr gut bezahlt. Aber selbst in den Gcbirgsgcgcudcn, wo die Arbeit früher schr schlecln bezahlt wurde, haben sich die Verhältnisse in deu letzten Jahren theils durch die Pflege ucuer Industriezweige, vorzugsweise aber durch die auf vcrschicdcueu Punkten zugleich in Augriff genommenen Bahubautcn, so sehr gcbcsscrt, das; der österreichische Arbeiter wahrlich leinen Gruud hat, sich über die mangelhafte Ver-wcrthuug scimr Fähigkeiten zu beklagen. Dazu kommt iiberdies noch der Umstand, das; der österreichische Arbeiter in einem Vaudc, wo die Mcnsmittcl, sowie Wein und Bier vcrhälluißmäßig billig sind, mit seinem Wo-chculohu leicht auskommen kann, wenn er nur halbwegs spare:», will. Man braucht nur einmal die Vcrchcufcldcr Wirthshäuser oder die billigen Pratcrwirthschaftcn an Nochcuabcndcn zu besuchen, nud man wird leicht die Ueberzeugung crlaugeu, daß der Wicucr Arbeiter durch-nus kciucn Grund hat, socialistischen Hirugespinnstcn nachzuhängen. Die ^utc, die solche Idecu in seinem ^iopf anregen, sind durchweg Ausländer, nnd ob sie bei lhrcr Agitation immer von den redlichsten Absichten geleitet werden, ist eine Frage, mit deren Beantwortung ^lan sich leider viel zn wenig beschäftigt hat. Im In-Dresse der liberalen Partei in Oesterreich, deren Errun-Nmschaften durch derartige Agitationen sehr gefährdet >ucrdcn, wäre es st'hr wünschcnswcrth, wcuu man der Agitation, die unter der Firma der Arbeiterfrage für auswärtige Zwecke wach gehalten wird, etwas scharfer nuf den Gruud scheu wollte. Die wahren Interessen dcs fleißigen österreichischen Arbcitcrstaudeö werden dadurch wahrlich uicht gefährdet, wenn mau gewisse Agitatiouen fcru zu haltcu sucht. IMcs drulscheg Vunicöschieljen. Der letzte Festtag. Die Mitglieder dcs Wieucr Schützcuvcrcincs hat-len sich heute Vormittags im miitlcreu Tracte der ^chicßhallc am Fcstplatzc vcrfammclt, nm die Wahl von '' Mitgliedern in den Buudcsvorstaud zu wähleu. Der ^cstfträsidcut Dr. Ed. Koftp eröffnet die Vcrfannnlnng i»lt einigen Worten über die Bcdentnng dieser Wahl. gewühlt wurden: Dr. Koftp, N. v. Maurer, Hefclc, wicucr, Schubert. Noch ein mal hatten fich zum Schlufsc dcs Festes ">c Mitglieder sän,Nl'lichcr Comics fast vollzählig an, ^'^ gemeinsamen Tafel vcrfammclt, noch ein mal waren bou auswärtigen Gästen allerdings wcuigc, deslu mchrcrc ^er ^'on cinhcimifchcn Thcilnchlncrn znm Schützcubau-^^ erschienen. Die Festtafel war zum ersten male "lM iy ^ gewöhnlichen Hufeisen- in cincr scharf ab-^^'cnztcu ^äugenform aufgestellt uud vor alleu uicht-lonnli'lichcn Eiudriugliugcn durch ciuc verstärkte Schüz-^nwachicihc bewahrt worden. . Mit dem Schlage 2 Uhr — wie er es zugesagt Mte .-. l^ili dcr Reichskanzler vorgcfahrcu, nnd zwar Ü'cht vor der Hanptpfortc, wo bisher außer Sr. Majc- Nt dem Kaiser sämmtliche Besucher des Frstplatzcs hat- ^ Halt machen müssen, sondern unmittelbar vcr der Mhallc. Ihm folgte in einem zweiten Wagen seine ,Malin, sein kleiner Sohu und dessen Hofmeister. ,^Ntt daß der Reichskanzler die Halle betreten, schalltcn, ,^ hundertfache Hochrufe culgcgcn, die versammelte ^schaucrmcngc bildete freiwillig Spalier, die Schützen- ^)c gnd dem hochverehrten Gastc das Ehrcugelcitc, l°/' ^l'pp eilte ihm zur Begrüßung cutgcgcu, uud uu-i ^ fortwährenden frcnndlichcn Begrüßungen der ihn ''Mhcndcn, begab fich dcr Minister ocs Auswärtigen ^, ! beu ihm rcscrvirtcn Ehrenplatz zwischen Herrn Schrö- >„i ^'^ gegenwärtigen Präsidcutcu dcs deutschen Schüz- ^,,^'udcs, und Dr. KoPP. lieben diesem saßen dcr ^ lgN'mcistcr Dr. Zelinka, die Herren Fabricins nnd tz/^'^ u. s. w. ^tcbeu Frcihcrrn von Bcust Hcrr »,^'udcr. der Bicc-Bürgcrmcistcr Dr. ^iewald, Vtittcr- ^ ^'' Frcyslcdcn :c. Dcr Fcstcomit« tisch hatte sich ^ erstem ^^^ leibhaftiger Servietten nnd dreier Ty^uvascu zu erfreuen, zwischen dcucn Eonfiturcn, ^^,3 ""d seines Obst aufgestellt worden waren. Die ^»cii ^^ Reichskanzlers hattc fich von ihm gleich bci c»tf°,,^ ^mtritte in die Halle getrennt und au einem' ^ ^tcn ^dc ^g Saales Placirt. ^tz <>^^ Reigen dcr Toaste eröffnete Hcrr Fabricins ^ ^'lwkfurt mit cincm herzlich geincinten Triukspruche fric^.^ klitsche Vaterland, dem dcr Redncr nur cinc ^^7^ Entwicklung uud Einiguug wünschte. Hierauf '^lnd ^^^' ^llhclm Wicucr, Eigenthümer dcs „Neum «lif dic^^^"' "ucu schr beifällig aufgcuommcncn Toast ^)^ei> ^.^w Frauen aus. Landnmmaun Eurti aus dcr '^ichci^' ."" lorftcrlich schwache^ aber geistig funken-"^^hllnl s^"^ "'^ ^'^'li rcichcu Schatze von Gemüth ?r. ^n^ ausgestatteter Grcis. folgte als dritter Sprc-^lt!"^/,.Vuch! will ich ausbringen: 1) Rccht vor Gc-'^ Lich^, "".'chcr Beifall.) 2) Ehrlichkeit vor Tücke! 3" seinen ."""'"'sU Und in allen dreien Ocstcrrcich lll '^lleriuü ^l"^"' dnrch ganz Enropa hochgeachteten lk ^chlacht^, s/ ^"^'^ l"lic Thaten dcs Friedens mehr als s3'"c Ocstc,'. s"^"' ^^)an, voran! Oesterreich, dieses e..°"U"udcr '» >-' '^^ lciucm wciseu Aionarchen voraus! ,'."Ne si^ ^"s«ll.) Der Süddeutsche Frcyslebeu Prä-»r.,/°"i scharf,',^'" Ucllcnwcise kernige», doch dnrch-^ nls v cÄ" ^"""Nandpunktc dnrchwchtcn Trink-"^r Redner. Hierauf betrat, dcr Ncich^kauzlcr Freiherr v.Vcust, mit stürmischen: lauganhaltcudeiu Beifall begrüßt, die Rcducrbühuc. Der Bcgrüßuugsapplanö erneuerte sich gleich lebhaft bci mchrcrcu Stellen der Ncdc, deren äußerer Wirtung'uur das ctwas geschwächte Organ des Reichskanzlers theilwcisen Eintrag that. Als Freiherr v. Vcust von der Tribüne hcrabsticg, überreichten ihm die zwei Vicrländcrinncn cin schr hüb-schcs Bonguct, daS dcr Rcichstauzlcr freundlichst dankend entgegennahm. Unter immcr erneuerten Hochrufen dcs Comites nnd der gauzcu Verfammlnng nahm Freiherr u. Beust, der den Worten seines Vorredners mit dcr gespanntesten Alifmcrfsamkeit gefolgt war, feinen Platz an dcr Tafel wieder ein. Nach dein Reichskanzler nahm Dr. KoPp zu ciucm freuudlichcu Adc! und Auf Wicdcrschu'. daS Schlußwort. Warmer Beifall hieß den Präfidcnten dcs Ceulralcomi tt^'s auf der Rcdncrbühue willtommcn und folgte feinem herzlichen Trinkspruch. Währcud dcs weiteren Vcrlanfcs dcr Tafel war der Reichskanzler Gegenstand fortwährender Ovationen nnd Glückwünsche sciteus der'hervorragendsten Comit>-mitglicdcr uud sonstiger Anwesenden. Ein Nordameritancr besonders, ^lamcns Gallert, besprach sich längere Zeit mit Herrn v. Bcust zu dessen sichtlichem Behagen. Nachdem dcr Reichskanzler sich durch alle Räum lichkeitcn hattc führcn laffcn uud dcnfclbcn das uneingeschränkteste Vob gespendet hatte, traättetc derselbe möglichst uubcmcrtt seinen zahlreichen Verehrern zu entkommen. Der Versuch mißlang jcdoch vollständig, und dcr Reichskanzler konnte die Halle nur uutcr dcn stürmischsten Zurufen dcs Publicums, das ihm massenhaft bis au den Wagcu das Geleite gab, vcrlafseu. Im wcitcrcn Verlaufe des Bautctts herrschte die uugczwuugcustc Fröhlichkeit, uud wurden dem Bürgermeister Dr. Zclinta, dem Präsidenten Dr. Kopp, dcn Obinänncrn dcr cinzclncu Eomit^'ö und Vielen dcr noch hier weilenden Gäste stürmische Hochrufe ausgebracht. Nach dem Bankett hielten die Ulmcr ihrcu feierlichen Auszug, deucn Herr Obcrbanrath Schmidt das Geleite gab, dann die Tiroler, endlich die Siebenbürger Sachfen. Die Tiroler zogen, vou vielen Eomitomitglicdcru, dem Präsidenten dcs Eeutralcomiti! Dr. Ed. Koftp an der Spitze, geleitet, uutcr dcn Klüugcu dcö Nadetzky-Atarschcö, vorau die altchrwürdigc, zcrschosscue Hofcr-Standartc, vou der Fcsthalle zum Hauptportalc, wo sic sich um ihre Fahnen im Kreise reihten. Dr. Kopp hiclt hierauf die Abschicdsrcdc, in der er beiläufig Folgcudcs fngtc: „Tiroler! Mit dankbarem Hcrzcn tonunc ich euch Namens dcr Fcftstadt cutgcgcu, weil ihr gekommen scid, cin Fest des Friedens und dcr Freiheit mitzufeiern, ohuc Rückficht auf die Opfer, die für uiclc von cnch mit dieser Rcisc verbunden waren. Dank dicscn Männcrn, die stets die Ersten die Büchse zur Hand nahmcu, wcuu es galt, dcu Fciud uou dcu Orcuzcu dcs Rcichcs abzuwchreu. Lebhafte Ruft: Hoch Tirol!) Ihr habt cuch hicr überzeugt, daß die Vcvöltcruug dcr Hauptstadt gleich euch treu häugt an Kaiser und Vaterland uud wcrdct cs dahciui allcu jcucu crzählcu, dic cuch vor dcr Herreise warulcu. (Stürmische Zustimmung.) Ihr wcrdct Ihucn sagcn, daß dcr Kaiser uubcwacht und uubcwaffnct inmitten feines Volkes cr-fchicn, cmpfaugcn von cnlhufiastifchcn Zurufen, daß die ganze Bcvölkcruug trcn hält zn dcm Kaifcr, dcr dic Frcihcit schützt und schirmt. Ihr wcrdct daheim dic Apostel sein für Aufklärung, Wahrheit und Frcihcit." Mit cincm herzlichen Lebewohl uud ciucm dreimaligen Hoch, in das die Anwesenden begeistert einstimmten, schloß dcr Redner. „Hoch Tirol" erscholl es vou allen ! Seiten, mau schwenkte die Hntc, schüttelte sich die Hüudc, ! umarmte uud küßte sich, cS war cine ergrcifcudc Scene, bci dcr kciu Augc trocken blieb. Die Tiroler vcrlicßcn dcn Fcslplatz nnlcr stürmischen Hochrufen auf die Bcvölkcruug Wicns. Dcr gestrige Abend brachtc ciuc Sündflut von Ab-schiedsrcdcn uud Toastcu. Dic Ulmcr, Olmntzcr uud noch einige frcmdc Schützcuverciuc ucrlicßeu ui.tcr tiiu-gcudcm Spiele den Fcstort. Um 5> Uhr Abends fand auf dcr Terrasse des Ga-bcutcmpels die Ucbcrgabc der Ehrengaben au die Gc-wiuucr dcr drei Hauvlbcstc für jcdc Schcibcngattuug statt. Dic Uebcrrcichnng der Preise geschah durch dcn Herrn Bürgermeister Dr. Zclinka vor mchr als 6000 Fcstthcilnchmcru, wclchc dcn glücklichen Schützeu lautcn Beifall zulltcn. ^cidcr warcn von dcn Vcstschicßcrn nur noch wenige in Wien; die Preise müssen ihncn in ihrc Heimat nachgcscudct wcrdcu. Präsidcut Dr. Kopp hielt vor Bcgiun dcr Preis-verthciluug eiuc kurze Ansprache, in welcher >cr hcrvor-hob, daß die Schützen, dcncn Fortuua uicht so hold war, ihncn ciucn Hauptprcis zuzuwcndcu. ihrc glücklicherm Kameraden nicht beneiden und sich vielmehr ihres Sieges frcucu. So soll es auch immer sein unter dcn Stämmcu dcö dcutschen Voltes. Nach dcr Preisvcrthciluug richtete Dr. Kopp au die Schützen noch die Worte: „Das drille deutsche Auudcsschießen ist mit dcr Uebergabc dcr Ehrenpreise geschlossen. — Auf Widcr- schcu also iu drei Iahrcu. — Allen Schützen cin drei^ fachcs Hoch!" Die Anwcfeudcn stimmten in dieses „Hoch" jubelnd ein nnd damit war das schöne Fest in dcr That beendet. ! Oesterreich. Wien, 0. Augnst. (Der Reichskanzlcrund dic angebliche Annäherung an Preußen.) Der telegraphisch bereits signalistrtc Artikel der „Wr. Abdpst." lautet: „Seit längerer Zeit beschäftigen Gc^ nichte über angebliche Bestrebungen, eine innigere Annäherung zwischen dcu Eabiuettcn von Wien und Ber< lin zu Stande zn bringen, die öffentliche Meinung. Unseren Lesern dürfte es kaum cutgangcn fein, daß wir cincr näheren Erörternng dieser Nachrichten aus dem Wege giugcn, nicht etwa, wcil wir dic Sache, um die cS fich haudclt, für unwichtig hielten, sondern weil wir das Gerücht, dessen Grundlosigkeit nns kein Geheimniß war, inzwischen bereits von anderer Seite auf das richtige Maß zurückgeführt fahen. Nnn hat jcdoch in dcn letzten Tagen cinc schr cingcwciht thncndc Darstel> lung dcr „Eorrcspondance du Nord-Est" die Runde dnrch die Blätter gemacht. Dcr Umstand, daß in dieser Schilderung coucrctc Thatsachen angeführt und Persönlichkeit ten genannt werden, die in jener Frage angeblich eine Rolle gespielt hätten, bestimmt nns, nnbefchadct aller achtungsvollen Rücksicht, wclchc uus dcr Gegenstand auf-erlegt, nachdrücklichst zu versichern, daß die ganze „Ent« hüllnng," wie sie die erwähnte Pariser Corrcspondenz zum Besten giebt, pure Erfindung ist. Es genüge aus der Reihe dcr Unwahrheiten nur eine znr Kennzeichnung dcs Ganzen hcrvorzuhcbeu. Dcr Reichskanzler habe, so heißt cs in jcncm Artikel, in cincm Schreiben au dcn sächsischen Staatsministcr Frcihcrrn v. Friesen die Am rcgnug zn dcn diplomatischen Auuähcruugsvcrsuchcn au Prcußcu gcgcbcn. Dcm gcgcnübcr steht jedoch die vcr-bürgte Thatsache, daß dcr Hcrr Reichskanzler, der allcr dings uoch heute die frcundfchaftlichstcn persönlichen Be^ zichnugcn zu seinem ehemaligen Ministercollcgcn nntcr-hält, scit mehr denn Jahresfrist an Freihcrrn v. Friesen übcrhanpt gar kein Schreiben gerichtet hat, cbcn so wenig aber auf indircctcm Wcgc mit dcmfclbcu über dcu fraglichen Gcgcustaud in Vcrkchr getreten ist. Nach di> ^ scr Probe möge man dcn Werth dcr ganzen Darstellung dcr „Corr. du Nord-Est" würdigcu. Vielleicht trägt abcr dieser Aulaß dazu bci, die öffentliche Mcinuug zu belehren, mit welcher Vorficht überhaupt vcrfchicdcuc, in jüngster Zeit anftanchcndc Versionen über die diploma-tische Action dcr kaiserlichen Rcgicrnng hinzunehmen seien. Pest, 0. August, (Sitzung dcs Unterhauses. Die noch übrigen Paragraph«: dcs Wchrgcsctzcs wurden in dcr Spccinldcbattc mit großer Majorität zum größten Thcitc unverändert nud mir mit ciuigen uuwcscutlichen Modificatioucn angenommen. — 7. Angust. (Sitzung d cs Unterhanfcs.) Der Gesetzentwurf über die Landwehr wird in dcr Sfte-cialdebattc unverändert angenonui^cn, ebenso werden die Gesetze über das Vollsaufgcvot uud über die Nckrutcu stcllnng für hcucr vou der Majorität iu dcr Ocucral' und Spccialdcbattc angenommen. Die dritte Lesung erfolgt morgen. Hermaullstadt, 0. August. (Einbcrufung der fächfifchcn Nationsnnivcrsität.) Dic „Her-mannftädter Zcitnng" veröffentlicht ciu Rundschreiben des Eomcs StelluertrctcrS an die sächsischen Kreise, womit die Nationsnnivcrsität auf dcu 15. September einberu-fcu wird. Nassusn, t». August. (Der ^eichuam dcs F ü r st cn d cr Ui i rdi tcn) wurde in Scntari am ^. d. vou dcn Türtcu ausgcgrabeu und die kirchlichen Insignicn hernntergerissen. Die Mirditcn drohen mit Repressalien. Uusland. Neapel. 2. Angnst. (V on dcn Brigantc n.) In dcr verflossenen Woche, fchrcibt die „Italia di Na poli" nahmen dic Vriganten in den Bergen von Mas-fico Vctcre einen gcwifscn Nie. Einffo nud dessen zehn-jähr. Sohu Raffaclc gefangen. Vcidc wurden in cincn Wald geführt, wo sich schon andere unglückliche Gefangene befanden, dic Geld von ihren Familien erwarteten, um in Frcihcit gesetzt zu werden. Es waren sicbcu bis acht Individuen, wclchc sich in einem schr bcklagcns-wcrthcn Zustand bcfaudcn Der Brigantcnchcf nöthigte den Nic. Einffo, binnen drei Tagcu dic Snmmc von ^000 ^ire aufzutrcibcu, uud behielt dcssen Sohn als Geißel zurück. Wenige Stundcu, nachdem der dritte Tag zu Eudc gcgaugcn war, vernahm Eiuffo eiu lautes Pochen au seiner Thüre. Er vffuctc und erhielt von cincm Unbekannten ciu Packet, in wclchcm fich cin Ohr feines Sohnes befand, mit der weiteren Wcifung, binnen 24 Stunden dic verlangte Geldsumme zn erlegen, widrigenfalls man ihm dcn Kopf seines Sohnes schicken würdc. Dcr armc Vater rasftc nun zusammen, was cr an Geld und Gcldcswerlh vorfand, nnd befreite feinen armen, beinahe stcrbcudcn Sohn ans dcn Hänocu der Ärigauteu. Die übrigen Gefangenen erfuhren ein ähnliches Schicksal, da ihrc Familien mit dcr Scndnua des Vösegcldcs zögerten. Alle hatten schon ein Ohr ucrlorcn nnd'dic Brigautcn hatten eben beschlossen, ciu» dcr Gcfaugcncn 'zu todten, um dic Familien dcr unglücktt-- 1348 chen Oftser desto mehr einzuschüchtern. Ätit dem kleinen Ciuffo sollte der Anfang gciuacht werdcu, und wcnn dcr altere Cinffo uur ciuc Stunde fpälcr >nit dem Löscgcld eingetroffen wave, hätte cr nur mehr den Lcichuain sciueö Sohnes uorgcfnndeu. Vern, l;. August. (Der Bun des rath) hat den eidgenössischen Oberst Bernhard Hammer definitiv zum Gesandten für den uorddcutschcn Bnnd, fnr Prcn-ßcn und die si'iddcntschcn Staaten gewählt. Oders». Hammer hat die Wahl angenommen. — Dcr bisherige schweizerische Geschäftsträger am österreichischen Hofe u. Tschudi wurde zum Gesandten an demselben Hofe ernannt. Pario, (). August. Die Kaiserin lHngenic wird um 4 Uhr Nachm. der K önig ^ n von E n g land einen Besuch abstatten, ^ord Stanley wird Abends hier erwartet nnd wird morgen bei der 5kaiscrin in Fontaine- blcau speisen. — (i. August. Die Kaiserin hat der itöui-gin oon England einen cinstnndigcn Besuch abgestattet, ^in kaiserliches Dccrct uom 4. d. M. ernennt dic^om-mandanlcn dcr mobilen Nationalgardc für das Seinc- Dcpartciüent. Vel^rad, 7. August. (Englische Dcftcsch e. — Rumänische Ertlärnng.) Dcr englische Oc-neralconsnl theilte heute dc'' serbischen Regierung eine Depesche ^ord Stanley'S mit, iu welcher derselbe Ecr^ liicn zum Trinmphc der Ordnung nnd Gesetzlichkeit in so schweren Verhältnissen, wie diese Serbien zu überstehen hatte, beglückwünscht. — Auf die Notification von der Thronbesteigung deö Fürsten Milan erklärte dcr Fürst Karl von Rumänien dem serbischen Agenten iu Bukarest, cr wünsche auch mit dem Fürsten Milan die freundschaftlichen Beziehungen fortzusetzen, die zwischen beiden Staaten immerwährend bestanden und die Fürst Michael so sorgfältigst gepflegt hat. Locale s,. — (C ou sli t u t io n e ll e r Verein.) Tie am verflossenen Samstag stattgefunden,!' zweite Hauptversammlung war zahlreich dcsucht. Aus den Mittheilungen des Votschcn-den heben wir hervor, dah dec Verein bereits 316 Vlit» gliedcr zählt und täglich Veitrilte statlfiuderi. Dr. Kces-b a ä: e r reserirte nbcr die Herausgabe des „Laibacber ' Tagblalt," wirb mit ^ntscdiedcnh^it die Innnuaiion von geg-neriscber Ecite, doß diis Vlall vo» der 3ie^ic>uug subven-lionitt w^'ide zurück, und theilte mit, daß dasselbe riacb getrofscrem Uelirreinlonnnnr mit dcm Veilra/r als Organ dc,s Pcrcincs benutzt werden soll, Eodlick soiderlc cr alle Gesinnungsgenossen aus, das Vlalt dutch ?ld»nncnnut und im eigenen Interesse durch fleißiqcs Inscriren zu unttr-stülpen. Dr. v. Kalten egg er sprach sohi,, über die nolh-wendigen Aenderungen der L a n b t a a s w a I) l o r dn u n a. Der Vortlag wird über Antrag dec Herr,, Nilter von Feilsch im „Tagblalt" durch den Diuä veiösfentliäit »nd sohin debujs dcr Tiöcussion auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung qesel.it werden. — (Der Mihdlauch dcs schnellen Fahr cns) nimmt in cincr Weise übcrhand, welche eine vlischäiste Aussicht nnd Eingreifen der Sicherhtilsorganc ersordnu würde. An den jicciuentesten, engsten Passagen wild aus die leicht-sinnigste Weise wie tvll ei»dcrggl»<' lückUte noch dazu llbcr die Klemme des dicht vol zwn linhcirasenden Pferden in Lebcnsgejahr schwibenden Fußgängers. Geslctn Abends jagte wiedcr lin Wagen nach dem cndcrn an der Klagensmler Straß»,' in rasendster Carriere und in d'nse» beiden Fällen kein Sichcrheitsorgau, das sur tie gefährdeten Pasiantcn eintraten würde! Wir geben zu, laß die Stadt« Wachmannschaft thätig sein mag und dah sie lbcn nicht überall dabei stin tonne, wo sie benölhigt wild, aber wenn sie unzureichend ist, so vernuhlc man sie. Leben und Sicherheit dcr Staolbcwohner müsscn cbcn höher stehen, ale bloße Er< spaiungsrüi die Sttasgeuchle: 4 Ab> lstrafungen wegen Nichtzuhallu!^, der Sperlstunoc: 3l) Ab^ snasungen wegen Vetlelns; 7u zwangsweise Entfernungen und 4l) andere localpolizeilia>' Abslrasungen. — (Kra n lcnst and i in allgcmei l^ e n K ranke n-hause, im Monate Inli 1808.) Am Schlüsse des Monates Juni sind in der Behandlung verblieben 378 Krcmtc, 147 Männer und 2^1 Weiber. Zugewachsen sind im Monate Juli 182 Kranke, 98 Männer und 84 Weiber. Behandelt wurden 560 Kranke, 245 Männer und 315 Weiber. Entlassen wurden 16?. Personen, 81 Männer und 82 Weiber. Gestorben nnd 1^» Männer und 9 Weiber, so verblieben in dcr Behandlung 37 5 Krantc, 151 Mk'nncr und 224 Weiber. Aus der Sitzung des Gemcinderathes vom 7. August. (Schluß.) Dr. A chats chit sch spricht für Ausschließung aller nicht hiehcr zuständigen Armen von dcr Aetheilung. Herr V ü r g c r m e i ste l lläcl auf, dah hierauf ohnehin Rücksicht genommen w^rdr. Weilers erbebt der Herr Bürgermeister Ae>e»lin in Actreff der Abschaffung des Hauöbettrls, insolai'ge das Publicum selbst nicht dabei mitwirken wolle, er vcrnnht nn Antrage dec Section dir Zifscr der abzuschreibenden Vorschüsse und die Ermächtigung zu , weiteren Vorschüsse» aus der Htaütcasse, sprickt sür Aeibc.-> Haltung dcü Bcltelvogts, ocl außer seiner Functio,, auch sür die SteuernntreibunI sehr verwendbar sei, und erklärt schließlich, daß er sür deu Fall, uls die Anträge der Sec-! tion angenommen werden soUl.'ü, sich im Grunde des H 79 G. St. seine weiteren Entschli ßungen vorbehalte. Dr. Orel stelN den Anllug, der O^meinderath möge sich an dcn Landtag we«,den. damit derselbe die Landgemeinden verhalten möge, ihre A>men selbst zu erhalten. Dr. Suftpan widerlegt die Bedeuten dcs Bürgermeisters. Für die Tilgung dli Vorschüsse, lcsp. weitere Geldbeschafsung, sci durch die beantragten Obligationsverläufe gesorgt: reichen diese nicht zu, so wecte die Stadlcasje nach Mcchgabe dcs Erfordernisses iu Aüsuiuch zu nehn.en s^in: der Gcmcindciatl) wolle sich durch diesen Modus, an der Stelle dcr systemlosen Elsilgung von Vorschüssen, die Mdglicdlei! zu Resurmen i» ter Armenuclsorgu^g wahren. Was den Bttulvogt betrifft, so hält Dr. Suvvai, die Beslleitul'g seines Gchalteö aus dem Armensoodc weg^» slwer geringen Llisluogen süc >ncht gerechtfertigt, sei er sonst verwendbar, so dildc jl,i»e Anstellung al) MagistratZdieuer den Gegenstand der Berathung d,r Personalsectioü. Ferner wendet sich Dr. Suppan gegen eine Auslegung des § 79 G. St., wornach die Geuumve nur verpflichtlt wäre, so oiel Geld zu beschassen, als die Armeninstttul^commissioil ver-laogt. Tcr Gemeinoe stehe ts zu, die Nachweilung zu fordern, daß das Volangle nothwendig sei. Die Zahl der Pfründncr sei vor einia/n Jahren ohne genügenden Grund erhöht worden, daher ihre Hnabminderung gerechtfertigt. GG. Horak untelslützt die Antrüge der Fmanzseclion. Dr. Orel sagt, der Magistrat dürfe keinen Almen abweisen. Dr. Schöppl pflichtet der Finanzslxlion bei, die Anzahl der Armcnpfründen sei der Stadt octroynt worden, bis zur Atmcrno»scliplion sol!.' eben leine Pfründe mehc verliehen werden, um tas «ichtige Vcrhältuiß herzustellen. Dr. v. Kalte n e gg er tlätt auf, man müsse zwischen Verleihung einer Armenpsründe und Bether-lung unterscheiden. Nur erstere soll eingestellt werden, nicht l'tztere, daher län Gruid zu Bedenken iln Intciesse der Nolbleidenden. G3t. Desch mann als Berichterstatter widerlegt schließlich die Bedenkn des Bürgci meisters, da der Armrninjti-lulscommissioil genügende Geldmittel zu Gebote stehen uno weitere noch flüssig werden. Nachdem sich ferner eine kinzc Debatte wegc» der ve>- sünlichcn Sammlung der Armenbelträge durch Gemeinderäthe eutsftonueu und der Antrag des Dr. Orel in Be-t^esf dei Verwendung an den Landtag gefallen, auch Dr. Ackatschitfch unter allgemeiner Heiterkeit erklärt, er werde diesen Antrag in der nächsten Sitzung wieder aufnehme", werden sämmtliche Anträge der Section angenommen, Ein Antrag dcs GR. Horak auf Schluß der Sitzung bleibt bei der Abstimmung in der Minonta'l. G3t. Dr. von ,' längcrung der Mielhdaucr für die Oberrcalschnlc im Mahs' scheu Hause auf 1 Jahr zu dem bisherigen Preise mit Vc> güturg der Steuercrbo'hung, welcher Antrag angenomnun witv-Ein zweiter Antrag ans Schluß der Sitzung wird vom Herrn Dr. Ahatschitsch eingebracht und abgelehnt. GR. Stedry reserirt Namens der Bausection ll) wegen Verpachtung des Wagamtsgebäudcs auf lin I^hr um 150 fl.: !>) wegen einer durch den Gcmeinderath zn ver anlassenden eommisjioncllcn Erhebung, ob die Pächter der Hauptmanza (Morust) und dcs Golouz ihre vertragsmäßige" Velpflichtungcn hinsichtlich dcr C'iltiviruug erfüllen, nnd endlich c) wl'gen Nnterfagu'ig der von mehreren Parteien sicti angemaßten Heumahd au den Uferböschungen des Gruben schcn Cai.al^, durch d.n Magistrat. Angenommen bis cms den letzte» Punkt, da nach der Bemerkung des Herrn GR. Dr. u. Kalleoegger aus dem beantragten Vorgange sich e!» BesWreil ergeben könnte, daher der Gegenstand vorläufig der Rechtssection zur Erwägung zugewiesen wird. Folgt geheime Sitzung. Grklärung. Indem icl! mir vorbehalte, auf deu Gegenstand noä) an andcrer Stcllc zurückzukommen, erkläre ick schon heutc oic in der letzten Nummer des „Triglav" gegen die Uocibhängl^kcit des von mir demnächst herauszugebenden „Laibacher Tagblattes" gebrachte Notiz als gänzlich un' wahr. Ottonmr üambcrg. Eine unglücklich»,' Familie mit 7 Kindern wendet sich an die bewährte Mildthätigkeit dcö Laibachc»' Pnblicums. Dcr Redaction wird die ^agc der Unglück lichen als eine wahrhaft vcrzwciflungsoollc geschildert. Der Vater ist ohne Erwerb, das jüngste Kind erst ^ Atonale alt. Möge diese einfache, aber wahrheitsgetreue Darstellung mildthätige Herzen rühren. Wer schnell gibt, gibt doppelt! Neaeste Vast. Pest, tt. August. Daö Unterhaus l>at i" dritter Lesuug dcu Gcsctzeutwurf über die Wchrtraft »>^ ll)2 gcgcn <^.'l Stimmen, dcu Gesetzentwurf über dic ^audwehr mit allcu Stimmen gegen jene der änßcrsttn linken, den über das Voll'öanfgcbot einstimmig und schließlich jenen über die Rekrutenstcllnng mit großl'' Majorität angenommen. Hierauf mrtagte stch das HlU>6 bis zum 1 ,-7-1^'! windstill heiter !0U. Mq. 328,«!, -s-U^ windstill Nebel ^ i>. 2 „ N.' 32«.^. l-28.? NO. schwach z.Hälfte bcw. '" >l0„ Ab. 32«.8^ -l'ili.,. windstill sternenhell Ten 8.: Dunstige Atmosphäre, die Alpen taum s^ ^ Hciß nnd schwül. Den !>.: Nachmittag GDwiilerwollcii s") .». ^iehcud. Aaronnter im Steigen, Heißer Tag, Sttrncttsch"'^ ,< Daö Tag^miltel dcr Wärme am ft. um 1.0", am !>. u>" über dnn Vtoruiale. Veranlworilichcr Ncdaetciiv: Ignaz v. .^ l e l n m a U l>^^. Dürstnbenchi. ^I^T^Iu^^M^V^ verkehrte iu flauer Stimmung und fast ^Papiere wurden billiger abgegeben, während Devisen nud Valuten kaum «erändert sF°"" Gel^Mssig. Umsatz beschränkt. VesscutliÄ?? Schuld. k. deü Staates (für 100 fl.) Geld Waare c>„ ä. N. ^l 5»vE<- snr 100 st 5>.',.75> d5 8ü detto v.'V1»l;U .... 5^».- 5c).A» detlo rückzahlbar (5.) . . . !»4.25> 94.75 Silber-Aulchen vou 1864 . . ^).- - 70.- S:lbl!ra'.il.i8l!^ (Frcs.) rüchahld. in 87 I. in s> P^t. sür 100 fl. 72.— 73.— ^tur -Aul. mit Ian.-Coup. zu b"/« 62.5<) >2.40 N2.55 Metalls ... ,.5" ^-^ ^-^ dctto mit Mai-Co»P. „ 5 ,, 58.10 58.50 dctw ......4i„ 52.- 5250 Mit Verlas, u. 1.183» . . . 167 50 168.50 , 1854 . . . 78.— 78.50 " " './„ 1^0zu500si. 83.90 84,- 1850 ,,100.. 9^.- 93.50 " „ " 1«64 ,.100,. 94.30 94 40 ^m^3iemmsch.zu42'^„t. 23 50 24.- Domain«! bprrc m Silber 105.75 100.^ l> der Kronlcinder (fiir 100 sl.) Or-.-Entl.-Oblrg. Niederosterreich . 5« s/.. «^5 8«.^ Ol'erosterrcich . „5" ^' ^' Salzburg ... - """ ^^'" ^' Ten,.B.m,d.V.-(5.1867 „ 5 „ 7^.25 72.75 «Actien (pr. Stllcl), ! Nationalbank...... 729.— 731.— iiaiser Fcrdinaiidö.'Norobllhn zu 1000 fl. >i. W.....1820.—1825 - HNcdit-Austalt zu 200 fl. o. W. 211.30 211.50 N.u.EScom.-Gcs.zusiWfl.u.W. 634.— 635.— Slateciscnu.'Grs. zu 200 fl.CM. oder 500 Fr...... 243.'.'0 244.— Kais. Elis. Bahn zu 200 ,,. KM. 162. l«2.50 Süd.-nordd.Ver,-V.200 .. .. Z149.50 149.75 Sud.Sl.-,l.-tieu.u.z,-,.E.200fl. ö. W. ober 500 Fr. ... 180.25 180.50 Geld Waare Oal.Kacl-Lud.-V. z.200ss.EM. 208.2!» 208.50 Buhni. Wejldahu zn 200 si. . 153,50 154.— Oest.Dou.-Hampfsch.-Ges. Z-« ! 523.— 525.— Oesterreich, ^loyo iu Trieft Z I 240.— 242.— Wicu.Dllmftfm.-Actg. . . . 380.— 390.— l Pcst^r Kcttcnbrücl< .... 438.— 442 — Anglo - Austria- Bank zu 20» sl. 162.75 168.25 ^c'u'iu^'ss CMnowitzcr Accicu . 184,-184.50 Vcrsichcr.-Gesellschaft Donau . 258 — 265.— Pfa«Äbri'.'fe (filr 100 ft.) National- j baut auf > verlosbar zu 57. W,- ^8.20 li. M. ^ Natio'ialb.uusä.W.verloöb.5„ 93,30 93,50 Uuci Bod.-Cred.-Aust. zu 5>/, „ 92. - 92.50 Ma öst. Bo'oeu-Credil-Anstllll ue'rloöbar zu 57, iu Silber 100.50 101,- ^ose (pr. Stücl.) clred-A.f.HuG-z.'Wsl.ä.W. 1Z6. - 136.50 Don^Dmpfsch.-G.z.100sl.EM. 94.- 95.-Stlldtncm. Ofen „ "!0 ,. ü. W. 31.- 32.— Estnhazy zu40fl. 6M. 1W- 173.- Salm " ^" " " ' "'-" "U.—, ^—.....------------«°>d" "5 St. Oeuois „ 40 „ „ . 31. ' ^." Wiudischc,rätz „ 20 „ „ . 20. - .^ Kegleoich „ 10.....14'50 ^^,. Rudolf-Stiftung 10 „ „ . "'" otc.) W e ch s? l. ^ -" 94.9" Augsburg fllr 100 fl. sildd. W. ^,6« ^.N' Fr'auIfurt a.M.100fl. detto «4.80 ^. 0 Hllmburci. sür 100 Mart Banto ».^. ^^> ' London sür 10 Pf. Sterling . 1^'/') 4ü^ Paris fttr 10l) Franks . . - "' (^l?llrH der Geldsorteu ^^ Geld 4i lr. K. Münz-Ducater: . 5 st. 40 tr. ^ ^ 9 ''^ ^lapolcousd'or . . 9 „ 8 " 9 ^ Z „ Ruff. Imperials . 9 „ 32 " ^ „ b^ ^ Vereiuöthaler . . l „ 67,,. .^ „ l>" Silber . . 111 „ ^" " ^ ^>i' Kraiuische GruudcullaNungs-ObNg ^^e vutuollrung: 86.50 Geld, -'"