Mr. A. Mittwoch am 19. üaür.j 187». IV. Jahrgang. r: Präf.uirfrations Eodingurs'jen. rtilr CSillis Mi» Pvst- ??»»->!,«<» ...-.5! verscudu»«,: ! vin'-ii-dn» .. >.«> . . . >.— v,0n.i^ru . . . S.1W . I 6.— SammlnM . . . li.40 (•Kiiit i^ltrsun« (Hu^cluc Nunimeru 7 fr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Mor^eno. lttsv'sts \vord3ii a i]]en3mT7'3n I» Ixt Ujjift'i'.lo ' Kt „JiBltr jclianj". \*t- ' | Niimi'c »>. « CBh»»« 3e>ait.n ; ttafaMj. nOiurn 3nstt«!t flli die „ililli« Suiiinv' "«'• »<• llJ'f« >» tb 'n. uns «.i-u dedeitlcitdt» ZiSdik» » »!o»ii»ei».'. I»s. • r.'->!> in liiit, .>. Cvih'ii* »ii" Morti. h S«.m >-in .I' nu ,j MJil: jcituii |S - A (fallt tu politische Rundschau. eilli. 18. Mär,^ Gestern besuchte der Kaiser die unglücktiche Stadt Sze^-edin. Er wurde von der zurückgebliebenen Bevölkerung begeistert empsangen. Sodann be» ftcfatigte ttr Monarch zu Schiffe die Trümmer der Stadt. Die „Wiener Abendpaft" meldet, daß die Kaiserin in Folge der Szegcdinerkalastrophe, die sofortige Rückkehr noch Oesterreich beschloß. Die ungarische Delegation hat die An-träge de« Ausschusses betreffend die Nachtrag«' credite für da« Ministerium de« Aeußern und be-tteff» der Occupilion«credite pro 187ö—79 nebst der deantr«glen Resolution angenommen. Im Laufe der Debatte erwiderte Gros And'assy auf eine Anfrage de« Metropoliten Miron Romanu, dax die Ärabtabia-Frage nachweislich von den Ca-bineien definitiv erledigt fei; dir Nachricht von einer angeblich beabsichtigten Theilung Rmnävirn« zwischen Oesterreich und Rußland erklärte der Minister für eine einfache ZeitungSrachricht, welche ganz und gar der Begründung entbehre. — Der Budgedausschuß der österreichischen Delegation ist nunmehr dem Beschlusse der ungarischen Delegation bezüglich der OccupatiouSoorlage pro 1878 bei« getreten, hierdurch haben die sämmtlichen Beschlüsse deiter Delegationen eine gleichlautende Fassung erhalten. Auf dem Gebiete der Orientpolitik scheint aogendlicklich ein« Ruhepause eingetreten zu sein, deren Dauer allerding« schwer zu berechnen ist. Wie u»terrichteterseit« jetzt von Petersburg ge« meldet wird, soll überhaupt von irgend welchen Anträgen oder Anregungen Rußlands zu einer neuen Botschafter- oder Gesanttenkonferenz nirgend« die Rede gewesen sein. Daß auch Frankreich zur Zeit in Soustantinopcl etwa« zuiiickhaltender ge-worden ist, bestätigt eine Nachricht der „Time«", wonach weder die englische noch die fianzösifche Regierung Commissäre zur Ordnung der türkischen Finanzen ernennen werden. Ueberhaupt werke, so lange die Pforte nicht eine angemessene Kontrole eingeräumt habe nicht« zur Ordnung der türkischen Finanzen geschehen. Auch die neuerdings ersolzte dreiwöchentliche Urlaub«reise de« Grafen Schuwa-losf. de« russischen Botschaft«« am englischen Hofe, w rd officiö« al« ein Symptom bezeichnet, daß in Betreff der orientalischen Frage äugen-blicklich alle« ruhig ist. Im englischen Unterhause ist. wie alljährlich, der Antrag auf Einführung de« Frauen Stimm« recht« gestellt und, wie edenfall« alljährlich, ver« woifen worden. Große Pein malte sich auf den Gesichtern der Frauen-Stimmrechtler, al« Sir Henry Iame«, der frühere Attorney General im Gladstone'scheu Ministerium, au« dem „Tagebuch der Königin" folgende Stelle verlas: „Albert (der Prinz-Gemahl) gewinnt täglich lebhaftere Neigung für die Politik und die Be-sorgung der StaatSgeschäfte und ist wunderbar für Beide« geeignet. Ich meine,seit« empfinde taglich größere Abneigung dagegen. Wir Frauen find nicht für'« Regieren geschaffen, und wenn wir gute Frauen sind, müssen wir diesen männ» lichen Beschäftigungen abhold sein." Bisher war e« ein Hauptdewei«grund für die Frauen-Stimmrechtler gewesen, auf die Stel-lung der Königin hinzuweisen. Bei Verlesung obiger Stelle riefen sie: „Zur Ordnung! Zur Ordnung !" Allein der Sprecher entschied, daß die Abführung einer Siel!? aus einem von »er Königin veröffentlichten Buhe keine' ungebührliche Hereinziehung de« Namen« de« Staatsoberhaupte« sei. Sir H. Ja»«» mochte darauf aufmerksam, daß die Königin jene W.'tte nach fünfzehnjähriger Eifchrung an der Lpitze der StaatSgeschäfte schrieb. Die französische Deputirtenkammer hat. wie vorau«;useh.n. am ^onneiStog den Commission«-autrag. da« Ministerium de« 16. Mai 1877 in Anklagezustan) zu versetz-n, mit großer Majorität abgelehnt. Wie an» Ruß an) gemeldet wird, hat sich in der letzten Zeit die Thätigkeit de« geheime» „te-voluiionären sozialistischen" Comite« dmch neue anonyme To?eSdrohungen geoffenbart, welche der Reihe nach dem jüngst ernannten Munster de« Innern Makoff. dem Generalgouoerneur von Kiew, General Tfchenkofs, und dem gegenwärtigen Bor-stände der III. Abtheilung der Kaiserlichen Kanzlei, General Baron Dr.telen, demselben, welcher die längste Zeit während de« türkischen Kriege« al« russischer Militärkommandant in Rumänien fungirt hat und erst vor wenigen Monaten zum Nachfolger de« ermordeten Mesenzoff ernannt worden ist, zu« gekommen sind. Besonder« charakteristisch ist da« dem Baron D-entelen zugekommene Schreiben de« geheimen Comite?'«, worin gesagt wird, daß e« wohl wisse, daß Baron Trentelen den Tod nicht fürchte, dafür aber nur eine Leidenschaft auf dieser Erde habe, und diese seine Tochter fei. Da« Co« milk habe demnach beschlossen, ihn in dieser Tochter zu treffen. Offenbar ist es, so schreibt man darüber der „Pol. Eorr." au« Petersburg, die Absicht dieser Mörderbande, Schrecken zu verbreiten, und Feuilleton. Hkber das chriiken. Von Äv. Tigrin. (Fortsetzung.) Faßt man da« DiensteSverhältniß in« Auge, so kann man da oft Erfahrungen mache», die dem Menschen den »»«gesprochensten Ekel einflößen. Läugnen kann man allerdings nicht, daß der, welcher zu befehlen hat, von dem der gehorchen muß, auf eine den Charakter der Diensthöflichkeit an sich tragende Weise begrüßt werden soll. Allein auch hier fällt häufig jene« markante „zu viel" auf; in diese« „zu viel" verfallen jene mechanischen, bereitwilligen Köpfe, denen Arbeit, wenn e« nur Arbeit heißt. Genuß ist und die durch ein halbfreundliche«, beifällige« Lächeln, durch eine kleine Schmeichelei vermocht werden, mit unglaublicher Lrastanstrengung zu arbeiten und die dann, wenn sie vorzeitig erlahmen, mit einer verächtlichen Abfertigung entlassen werden. Die tiefen Bücklinge in Winkeln von 90 Graden, die devote Süstermiene, mit der sie ihrem vorgesetzten begegnen, der unterthänigste Ton. wo« mit sie ihren Gruß andringeu, nimmt ihnen da«, was dem Menschen eine der erhabensten Zierden sein ioll: den freien Sin», da« Selbstgefühl und macht sie zu Liebedienern und Knechten — gräuliche Existenzen ohne eigenen Willen, Wctterhähne reinster Sorte! Diesen entgegen stehen die, die zu befehlen haben. E« muß ausdrücklich bemerkt werden, daß e« in der Welt sowol bei Ersteren al» bei Letzteren Au«nahmen giebt. Leider aber hat mau Gelegen-heit. eben bei Leuten, die zu befehlen haben, den Hochmuth auf dem Kulminationspunkte zu sehen. Die« sind Leute, die, sei e» durch Berdiensle oder aber durch irgend eine ProlekloratSmacht, sich zu höheren Stellungen emporgeschwungen haben und nun auf Mittel und Wege sinnen, wie sie den niedereren Stünden beibringen könnten, daß sie die Macht de« Befehle« an ihrer Seile haben. Diese Macht sieht man ihnen wohl auch in Momenten, in denen dieselbe außer Kraft tritt, im sozialen Leben, unschwer an. Manche stellen sich sogar einen Schlüssel auf, der verläßlich ist, wie ein „Rechnungtfaulenzer" und auf den sie viel halten, wie der Adel auf die Ahnen. Nach diesem Schlüssel, der ihnen aber ge-nau vorschreibt, daß sie den, von sich angefangen, nächst Höheren, ebenso oder noch kriechender grüßen sollen, al« sie die« in ihren absoluten Ideen von dem eigenen Untergebenen oder dem nieder Gestellten zu verlangen pflegen, — nach diesem Schlüssel zwängen sie ihre Begrüßung«-form ia da« Modell de« Hochmuthes oder aber der erkünstelten Demuth. Da« sind Menschen, die dem Spruche de« vorigen Jahrhunderte«: „Kriechend noch oben, neronisch nach unten" huldigen und sich weniger darum kümmern, daß seit 1789 der Kampf de« Alten mit dem Neuen zu Gunsten der Meinung«-sreiheit. der Anerkennung de« Willen« entschieden wurde. Deshalb haben sie in vielen Sachen da« Borrecht und so mancher mit Kenntnissen und Talent ausgestattete wird unglücklich, weil er die Kunst de« kriechenden Gehorsame« nicht er-fast hat. Wenn aber der Gruß eine« soeben beschrie« denen Individuum« noch so kalt und wegwerfend ist, so erleidet man doch lieber diese Herabsetzung, die un« ja nur von Leuten mit beschränkten Geiste«-gaben angethan wird, al« daß man da« Unglück hat, einer eingefleischten Xantippe zu begegnen, die man au« irgend einem Grunde grüßen soll. Un« nütz wäre e«. wenn ich eine Beschreibung dieser verhaßten Menschenkinder hier einschließen würde, da sie ja doch zur Genüge bekannt und gefürchtet sind. Schon ihr Blick, meist au« katzengrauen Augen, flößt dem Menschen ein unbeschreibliche« Gefühl ei«. Ich »löchte wetten, daß so manchem innerlich starkem Manne da« Herz im Leibe zittert, wenn er diesem schnaubenden Gestelle, dem nicht rmfnnfl erscheint Wo' l Schrecken tu ihrem Manif-ste in fetten Typ'« gedruckt. Ge>ien über diese» Erscheinungen mn^ e» gexidezu oH unerklärlich und unfaßbar bezeichnet nu r teil, laß derlei .©rc'ruitsfn und '"'or?e utmefl a t erfolge-, löfliien. ol> e ? >ß die JL'tö. vr turn ja« geheime Comite zu f'iiivrn si„>> Gemeint» r.,ths-2.su.l^vo n l7.3S(iri Nachbetn die bes dliißfai) ge >«z»hl der Ge« meiade-A ii>schussc anweiend, eröffn?! ter <>>i ger« meifter Dr. Neckermanti die Sitzung. Ruch Vcriftziriing der Prolotolle vvüi 10. Februar und >7. iDiiii l. I. wird von d n Ein-lause» zn-rst die Ga«rechnung der Finanzseklion zugewiesen. Der Vorsitzende theilt sodann das Ergebniß de« Strutinium«, der i» der letzten Sitzung ^e« wühlten Commissioii«mi!g>ieder zur Prüfung der Waallisten mit. E« erscheine» gcwahlt: Die Herren: Bürgermeister Dr. Reckermann, Car> Mathe«, tr. Langer, Joses Herzmann und Franz Bahr. Die Eingabe des G.-R. Rüpschl ihm eine an sein Wi>lhschafi«gebättde grenzende städtische Parzelle von circa W^ZMetern käuflich zu über-lassen wird über Antrag Dr. Vanger'S dem Ge-such«stever mit tem Bemerken zurückgeserti^t, einen diestezüglichen Anbot zu machen. Nachdem der Bürgermeister die Anwesenheit von 13 Geweinde-Au» chüsfen konstaiirt hat, theilt der Obmann der Finuiiz-Scktion Dr. Langer nachstehende» Summarium de« Praliminare« pro 1879 mit. I. Verwaltung im Allgemeinen. Uebtrschuß Abgang Ersorderniß ft. 9009 Bedeckung „ 300 somit. st. 870*».— II. Verwaltung de« stäot. Vermögen«. Ueberschuß Abgang 1. der Reatilaien: Ersorderniß st. 8922.50 Bedeckung „ 11968.— fl. 30-15.00 2. der Werth- u. Kchuldpaviere: Ersorbetniß st. 7929 — Bedeckung „ 512.— ... fl. 7417.— 3. der Etablgejälle: Erfordernd st. 1!8.— Bedeckung „ 1059.— . . . fl 9 »I — HI. Straßen und Plätze. Ueberschuß Abgang Ersorderniß fl. 5610 Bedeckung „ 6010 — . . . fl 400.— IV. A r m e n v e r s o r g u n g. Sanität«-und Human»tät«>An st alten. Ueberschuß Abgang 1. Armenversorgung: Erfordern,ß fl. 1700.— Bedeckung „ —... st. 1700.— keifenden Zerrbild entgegen gehl, welche« ihn mit Haut und Haar zu verschlingen droht. Versuchen Sie aber einmal, e>ne solche Zanuppe, die ihren Gruß erwartet, nicht zu gtüßen, dann sei ihnen der liebe Herrgott gnädig! Ich könnte für Sie nicht „gut* stehen. Der Anblick diese« Weibe« ist de«hald so widiig, weil der (Sontraft zwischen ihr und der Frau, wie sie sein soll, so sehr in die Augen leuchtet. Wem ist e« nicht bekannt, welcher Miß-brauch heuizutage mit dem Titel „gnädige Frau/ und wie ich schon Anfang» erwähnte mit der Dienstootenformcl „Küß' die Hand* getrieben wird. E» sind iben z>ei Floskeln, die sich sowohl in da« vornehme alS auch in da« bürgerliche Leben eingeschlich'n haben und nun unausrottbar geworden sind. Die Frau, die gut weiß, daß sie keine „Gnaden" auszutheilen hat. wird sich ge< wih auch gelcgenhtitlich da« ' Beilegen dieser Formel verbieten. Wie viele solche Frauen können wir wol aufzahlen? Welcher Frau schmeichelt nicht da« unaufhörliche Anrufen der Dienstboten mit dem verdrehten „Gnä Frau/ oder welche« Fräu-lein liebt e« nicht, im Laden von dem demüthig sich neigenden MercuriuSjünger, ein über ta« andere Mal mit dem fadenscheinigen „Küß' die Hand" oder gar „Küß' die Händ'" angenehm ge« foltert zu werden? Und die« alle» um den An. kauf eine» „Cosmanosertüchel«" »der einiger Ueberschuß Abgang 2. SanitätS-Asteg»: Er orderniß fl. 640,- Bedeckung „ —.— ... fl. 640.— V. F e n e r l ö s ch > E r f o r d e r n i f f e. Ueberschuß Abgang Erfordern iß fl. 150 Bedeckung fl. 150.— VI. Vürger> und Volksschulen, L u n st, W i s I e « s ch a f t und C u l t » S. Ueberschuß Abgang 1. Bürgerschulen: Erfordeeniß fl. 1925.— . . fl. 1925.— Bedeckung „--.— 2. BoltSfchulen: Erfordern iß fl. 4150 ... fl. 4450 — Bedeckung „ — 3. Beiträge für Kunst, Wissen < schalt und Cultus Ersorderniß fl. 43.38.... fl. 39.18 Bedeckung „ 4.20 VII. Militär-Vequartirung. Ueberschuß Abgang Ersorderniß fl. 400 .... fl. 186.50 Bedeckung st 213.50 VIII. Verschiedenes. Ueberschuß Abgang Ersorderniß fl. 350.— Bedeckung „ 7.500.— . . fl. 7150.— IX. Durchlaufende Gebahrung. Ueberschuß Abgang Ersorderniß fl. 200.— . . fl. 1800.— Bedeckung „ 2000 — X. Credit-Operationen. Ueberschuß Abgang Ersorderniß fl. 6000 Bedeckung „ 1000... . fl. 5000.— fl. 13296.50 fl. 30216.68 ES zeigt sich somit ein Abgang von..............fl. 16930.18 Ueberschuß Abgang welcher seine Bedeckung findet: ». In dem Gemeindezuschlage zur Beizehrung« euer vom Wein und Fleischverbrauch mit 15°/, -esp. in ber Pau-ichalsumine pr......fl. 1800.— b. im 15*/» Zuschlag« vom ein-gesübrlen Bier und Brannt- wein.........st. 341.— c. im 15'/» Zuschlagt aus die VerzehmngSsleuer von Bier und Branntwein-Erzeugung fl. 1000.— >1. der 35»/, Umlagen >>us sämmilich« direkte Steuern pr. fl. 2!"00......fl. 10150.— Gramm Stickwolle! Oft kommt aber dem super-devoten Handelebefließenen eine Persönlichkeit unter, bei der er sein „Küß' die Hand" schwer lich in Ausführung zu bringen gesonnen wäre, wenn man ihn dazu verhallen würde. Den Zweck aber erreicht er mit dem bloßen Hersagen — er zügelt Kundichaflen weiblichen Geschlechte», die über die Materie hinwegsehen, wenn ihnen nur die Form gewahrt wird. Ich habe sogar Damen gekannt, die den Mann unanständig, unartig und weiß Gott wa» noch, nannten, wenn er sich in dem Dienstboten-sprucke nicht geübt und ihn nicht bei jeder ge-ringslen sich darbiethenden Gelegenheit angewendet hat. Die Frauen erkennen sehr gut die Würde de» Mannes und achten sie — die» gilt aber eben von Frauen von nicht zu großer Eigenliebe, von Frauen, die den ernsthast grüßenden Mann, der auch in Spielen gesellschaftlicher Tändelet feine Würde nicht vergißt, eher achten, al» den schwatzhaften Gecken mit den übertrieben höfllichen Manieren. Daher mag e» vielleicht kommen, daß der Militair, dem eigentlich der Ernst anwohnen soll, nicht so sehr der Uniform, sondern de« Be« griffe« de« ernsten Stande« wegen, einen so unläug-baren Einfluß auf die Besitzung der Frauenherzen hat. Mm kann bei der Frau durch die nnge-zwungene Aufmerksamkeit weit eher Zuneigung er» U-berschuß Abgang f. dem 2% Aufschlage auf di« «inbelamiten Mietbzinse mit st. 2400— Zusammen.__' fl. '"091.— Nach deren Abzug e>n noch unbedeckter Rest von fl. 12^9.18 verbleibt. Die Firaiijstklio.i stellt nun den A»naz diesen Rest kurch sparsame« Gebohre» enentoeU durch eine kreditvperation zu decken. Wird ange-nominell. Nun refei irt die Finanzsektion über da» auf« zunehmende Darleden von 100.000 fl. Bekanntlich wurde i» einer der letzten Sitzungen de» Ge> meindcau»schusse» beschlossen an die Sparkasse die Antrage zu stellen,ob selbe auf Verkündigung der fl. 100.000 beharre. Die Sparkasse ersucht nun in einer Zuschrift dringendst um baldige Rückzuh-lnng be« Darlehen», damit sie in ihren Opera-tionen nicht gehemmt werde. Dr. Langer stellt nun den Antrat, mit de? Aufnahme dc« Darlehen« bei der Grazer Spar-fasse so lange noch zu warten, bis die neuen Sla> tuten der hiisigen Äemei«!>e«Svzrkafs,, nach welchen sich dieseliie im § 4 verpflichtet die fj®/0 Interessen de» R-fervefondc« pr. fl. 150.0f» im Betrage von fl. 7500 an die Gemei ide zu verabfolgen. g.nehmigct werde». Hierüber entspinnt sich eine recht lebhafte Debatte. Dr. Higer»peraer beantragt da» Darlehen bei der Gramer Sparkasse sofort aufzunehmen und ehemög'ichst an kie hiesige Spatkasse abzusühren. damit die Operationen die>e» Institute« im eigensten Interesse der Gemeinde nicht gehemmt wcrden. Für die Verragunz sprechen Negri und Karl Maide«. Dr. Pi offeua. g stellt den Bermttt'ttng«« anlrag. die hiesige Sparkasse zu ersuchen, daß sie da» Geld noch aus 3 Monate belasse. Dieser Antr«g wird von Dr. Glant-chnigg blkampst und vor der Abstimmung vom Antrag« steller Dr. Proffinagg zu Gun -en de» Finanzau»-schußantrale« zurückgezogen. Bei der Abstimmung selbst wurde der Antrag der Finanzseklio» mit 10 Slimm«n gegen 8. weiche für den Aalrag Dr. HigerSperger» abge-geben wurden, angenommen. Der Obmann d r Rechtssektion reserirt über die vom steierwärkischen Landesschulrathe für den Normalschulfood verlangte Leistung rückständiger Beiträge im Gesammtdetiage pr. 951 fl. 74'/, kr. Referent führt an«, daß der Gemeindeau«schuß bereit« im Jahre 1876 den Betrag von 244 fl. 51 kr. für liquid erkannte, dagegen die Bezahlung »e« noch au«hafl:nden Betrage» pr. 707 fl. 23 kr. al» die Zünfte betreffend ablehnte. Die Gemeinde hätte allerdings durch eine Reihe von Jahren für die Zünfte die Zahlungen ringen, al» durch da» schmeichelnde Benehmen, welche« ja doch nur äußerlich, niemals aber auf« richtig ist und in den fel testen Fällen mit der, dem echten Salon angedörcuden Tournure correspondirt. Unier die ergeben scheinenden Begrüßungen gehören ferner« auch die. welche sich solche Ber-wandte wechseln, die sich seinerzeit zu beerben hoffen. Ja vielen Fällen wird da der Zweck ia der That auch erreicht, ein Beweis, daß denn doch in gewißen Fällen und bei den unterschiedlichen Begriffen an einem Gruße Viele« gelegen ist. Zum Schlüsse noch ein Wort über das Be« grüßen des Alters. „Da« Alter muß man ehren" — die« ist ein bekannter Spruch. De»halb ist es meine An» ficht, daß man da« Alter nie freundlich und höf. lich genug giuEcii kann. Bor dem grauen Haupte entblöße man da« eigene Haupt — denn e« ist de« Gruße« würdig. Aeltliche Personen werden aber auch selten einen Gruß unerwiedert lassen. Wenn ich nun noch denjenigen, die die Ge-pflogenheit haben. Grüße nicht zu erwidern, ein» rathe, in die Refidenzstadt zu reisen, dort unseren erhabenen Monarchen anzusehen und sich zu Über» zeugen, wie er den hohen und den niederen Ständen die Grüße erwidert, so glaube ich ia meinem Aufsatze Niemanden entgegengetreten zu sein, der auf jener Bildung«stufe steht, die d«« 19. Jahrhundert erheischt. zel«istet, jedo.t fei nirgtnd« t'sichtlich. daß die N^msinde wtdrr zur Einiicbnng. noch zur Adfnhr terZischüffe eine Verbindlichkeit übernommen habe. Redner beantragt daher dieses Ansinnen ad» zalehnen und auf dem bereits eingenommene» Ellindpuvkle zu beharren, nachdem sich die Ge-memfe nicht verpflichtet hält für einen Dritten Zahlungen zu leisten. Der Antrag wird angenommen. Der Referent beantragt außerdem, eS sei zu erheben, welche Auslagen die Stadt,,cmeinde für die Innungen deftritten habe und solche sodin an» dem allfälligen Vermögen der Zünfte zur Refun-»nung zu dringen. Wird gleichfalls angenommen. Ltdann beantrag! er die Eingabe der hiesigen Gasanstalt um Mauthf^eiheit für ihre Fuhre» zu !>cw lli ien, nachdem die Ansialt laut Vertrages von allen Gemeindeadgnben befreit fei. Wird einstimmig angenommen Die Kaufrechte des Herrn Kakpar Sakou scheyg auf einige von der Gemeinde erkaufte Grund-vlirtlUen gelangen laut gerichtlicher Verständigung zm exekutiven Veräußerung, weßhall» über Antrag der Sektion beschlossen wird, daß die Gemeinde durch einen V rtreter bei der Lizitatioa intervenire und unter Un ständen auch mitbiele. Zum Schlüsse st bet noch eine vertrauliche Eixung statt. Kleine Chronik. CM. 18. Mä-z (Widmung.) Der steiermärk. LandeSauS-Muß hat au» Anlaß der silbernen Hoch; it Ihrer Aajestüien statt der beabsichiigteii Beleuchtung den Beirag von 1000.sl. de» NolhleideiiScn in Szegedin gewidmet. (Für das verunglückte Ä^egedin.) Die k. k. steiermärkifche Slat:halterei erließ einen Aufruf an die Bewohner Steie marks behms Eammlunge» für die verunglückten Szegediner. Unter Ernem weiden die k. k. BezirkShauptman». schaflen, die Stadträthe in Graz und Marburg, sowie da» Stidtamt in Eilli angewiesen, die ein-gehenden nilloen Beiträge an das steiermärkilche «tatthalterei'Präsidium einzusenden, von welchem dieselben beschleunigt ihrer Bestimmung zugeführt werben. (Das provisorische Comitö deS Cillier Mufikvereines) ersucht un» »ach-stehen e Mittheilungen zu mache» : Herr Kapellmeister EzanSky hat anläßlich seiner letzten Anwe-senheit in Cilli in freundlichster Weise die ge-mochten Zusagen zu erfüllen begonnen, hat im Vereine mit Henn Zinauer eine Anzahl hier aasäziger bewahrter Musiker für die ttapelle au»-glwählt. hat die voihandenen Instrumente I-esichligt »nv qaalisizirt und einige namhafte Dirigenten in Lorschlag gebracht, auch die Verficht,ung gegeben, daß sobald für die Unterbringung der noch noth-wendigen Musikkrüfte in Eilli Vo sorge g (rossen worden fei, diese so-vohl als auch ein ganz vor-züglicher Kapellmeister unter seiner persönliche» Garantie zur Disposition gestellt werde» sollen. Eine weitere erfreuliche Mittheilung ist die, daß der Cillier Äemeinderath. durchdrungen von der hohen Wichtigk.it der Hebung deS musikalischen ?ede»S für Eilli und >eine Zukunft eine klein« aber nette Raturalwohnung für den Kapellmeister zur Verfügung gestellt hat. Auch die Vereins-stolulen sind bereit« genehmigt und so geht das Somit« nunmehr getrost an die Einsammtung der sudikridirten Beiträge und hofft schon in der am nächsten Montag im Hotel zum „qold. Vöwen* abzuhaltenden General-Versammlung die ersten ftriiite feine« Wilkeii« unterbreiten zu können. Bemerkt wird noch, daß die Grundungsbeiträge. welche dem Vereine anfänglich von Einzelnen »»' anfgcfordert angeboten wurden und bereits eine recht anständige Summe repräsenliren, nach den Statuten den Kern eine« für die gewöhnlichen Ansagen unantastbaren Fonoes bilden sollen un? dah-r behufS Erleichterung der diesbezüglichen Be »Heiligung laut Beschlusse« deS provisorischen Eoniil^s auch bei Erlegung dieser Beiträge Raten-Zahlungen zulässig und selbstverständlich auch sehr willkommen sind. ^VerschönerungSverein.) Die I-an« griffnahmt der Restaurirung ttt hiesigen Statt« parket, der durch siebenmalige Uederschwein- mung der Sann arg gelitten hat, wurde in der letzten Sitzung des Verschönerung»aereines lebhaft besprochen. Da jedoch die diesem Bereine zu Ge-böte stehende» Geldmittel sehr beschrankt sind, so findet über Anregung deS ObmanneS Herrn E. Ieretin im Laufe der nächsten Woche eine Dilkttanttn - Vorstellung statt deren Erträgniß dem gedachten Zwecke zufließen soll. Bei dem lebhaften Interesse da» die hiesige Be-vöckerung an dem Werden und Gedeihen ihres StaviparkeS nimmt, können wir der Vorstellung einen äußerst zahlreichen Besuch prognostiziren. (Erster ConversationS Abend) Der am 15. d. M. im hiesigen Eafiao Vereine abge> haltene ConoersationS-Abenb brachie »ns in musi-kalifchir Beziehung mehrfache neue G.-nüsse; darunter zählen wir die Eleven des diesigen tüchtigen MnsiklchrerS Herrn Zinauer. Derselbe brachte als Eingang zu den Produktionen die Ouverture zur Oper: „Die weiße Dame" für Violinen und Pianoforte vo» Boieldie». Herr Zinauer wirkte selbst als Dirigent ^a'iei mit. ipieite die erste Violine, während feine Schitlei Fräulein Anna iS.i.'e voi Giriboldi. Fräale>» Roia ^apaS. eann die Herren Franz K^!p»s g»u.. Peter Kofl.r jnn., Neckermann ^un. uns A bin Kapus die übi igen Stimmen auf teil Violinen mitspielten. Fräulein Vinzenzia Ävfla fpielie die B-gleitung^ auf dem Pianoforte. Die Aufführung war so exacc gelungen und eriang ei ien solchen Beifall, daß ein Theil der Ouvertüre zar Wiederholung gelangte. So dann folgte ei» ÄesangSsiück, der „Trompeter von Säckingen" 3. Gesang von Higo Brückler, vorgetragen von Herrn Ob'rlieutenanl Schneider; feine metallreiche. schöne und wohlklingende Stimme, und seine Vortragsweise entzückte die ganze »Äe' fellschaft. Hierauf folgte eine Deklamation: „Der Kampf mit dem Drachen" Ballade von Friedrich v. Schiller. Es nar schon lange kein Geheimniß mehr, daß Herr Josef Rakusch. der bekannter-Massen in diesem Fache «ine wahrhaft künstlerische Eignung besitzt, diesen Vortrag üvernommen hatte. Mau war daher schon im Voraus allgemein da-rüber hoch erfreut, und Herr Rakusch hat in seinem eminenten Vortrage diese höchst schwierige Aufgabe in einer Weife gelöst, die nach dem ihm gezollten Beifalle die sch »eichelhafteste Anerkennung fand. Dieser Deklamation folgte das bereits nach ungciheiltcm Urtheile so beliebt gewordene Dame». Quartett, bestehend auS den beiden Fräulein Ottilie und Henriette Pramberger uns den beiden Fräu-lein Marie und Friederike Gollilfch. Dieselben trugen 2 Kärnthner.Lieder mit einer alles Lobes vertienenden Sicherh. it vor, von welchen besonders das Zweite allgemein entzückte. Wir können die Liebenswürdigkeit dieser Damen nicht genug an« erkenne«, da sie stets bereit sind, ihre Mitwirkung zuzusagen, wenn es sich darum handelt, den Ber-einsmitgliezern einen Genuß zu verschaffen. Sodann kam eine Ouv rtuie zur Oper: „Die Stumme von Portici" für da« Pianoforte an die Reihe. D».' Piece ist vierhändig arrangirt von Ander, und wurde von Fräulein Vmzei'zir Koffer und Herrn Franz K-pus ju». mit tadelloser Präcision vorgetragen. Zum Schlüsse fang noch Herr Oaerlieutenaiu Schneider „Rheingolo, den Fluch de« Nibelungen non R. Wagner. Wir wieder holen h er uujer oben ausgegebenes Urteil und fügeu nur noch l>ei. daß tic Gesellschaft fürt ihren lebhaft an den Tag gelegten Beifall gerne eine Wieder« holung gewünscht hätte, daß man jedoch An^siau'« ve« bereits Gebotenen nur durch die Rücksicht »ich' unbescheiden fein zu wollen, Mvon Umging genommen bat. Räch beendetem Programm folgte das Vergnügen d.s Tanzes duich mehrere Stunden, woaei wir z»>n !)iochwetfc des Be suche« konstiliren müssen, daß bei der erite» Quadrille 36 Paare uns bei der zweiten Qua?-rille 30 Paare tanzten. Somit war der eiste Eonversationsadend zur allgemeinen Befricdigung abgehalten, der zweite diessallige Abend findet am Samstag den 29. d. M. statt, weicher eine aUge-meine Betheiligung in sichere Aussicht stellt, da wir soeben dte Nachricht erhielten, daß unsere ausgezeichnete, und in jeder Richtung so beliebt gewordene Garnison Uioer schon am 1. April nach Graz abzugehen htt. (Cillier Zinkhütte.) Mit Rücksicht auf die in der „Grazcr TageSpost" vom 14. d. M. Über die hiesige Zinkhütte gevrachte Notiz find wir in der Lage, »ach eingeholter Information, mit-theilen zu können, daß die angeführte Ziffer von 167.000 ff. mit welcher die Hütte als Passivum für das Jahr 1877 abgeschlossen hrben soll in gar keinem Zusammen:ange mit dem Crträgniy diese« Elablissement« steht; es wäre wünschen«-we'-th wenn die „Grazer Tagespost" hierüber Aufklärung bringen wollte, ob in obiger Ziffer der Werth der Anlage mit inbegriffen fein soll, oder ob jene aus der Differenz zwischen dem Präliminare und dem erzielten Erfolge rcsultirr. (Tepliyer Quellen) Das im Quellen, schachte ericheiuen e Tyermalwasser ist im Quantum hinreichend, »m alle von der Katastrophe betroffenen Badeanstalten damit zu versehen und fließ: nm ein Detail reichlicher, als die Wassermengen der sämmtlichen vorher versiegten Thermalquellen «ufam nengtaommen. Die Temperatur des Waffer« ist genau dieselbe wie vor der Katastrophe. lAus T;egedin) wird der ,N. Fr. Pr." berichtet, daß von den dortigen 10.000 Baulich» leiten bisher 8200. darunter ungefähr 4800 Wahn^iäuscr ring,stürz« und, soweit bekannt, 1900 Menschen umgekommen sind. Die Rettungsmaß. reg-ln werden energisch fortgesetzt; die Theiß ist um 30 Eentuneter ^funken, auch der Wasserstand der Nevenflüffe befindet sich im Sinken. (Petroleum.) Bei Pohar in Galizien wur»e durch die Mitglieder der k. k. geologischen Reichsanstalt. Bergrath Paul im» Dr. Tieze ein neuer Eroöl-F.mdort ermittelt. Eine der Gruben ergibt schon jetzt bei einer Tiefe von 70 Metern täglich 20>>o Kilogramm Rohöl. (Entwichen ) Au 4. d. M. Nachmittag» ist aus oem ^efangenhause des k. k. KreiSgerichle« Eilli der Sträfling Markus Harvat entwichen, nachdem er sich zuvor einige Kleidungsstücke anderer Sträflinge diebische, Weise «ng.-eignet hatte. (Pserdkdiebstahl.) Dem Grundbesitzer Josef »ursa »> I.nvorf, Bezirk OberradkerSdurg. ist in der Nacht zum 3. d. M. eine Statte, Eisenschimmel, im Werthe von 50 fl. entwendet und vo» dem muthmaßlichen Thäler gegen da« Dorf Pervenzen, Bezirk Pettau. g trieben worden. lPolizeibericht.) Am 27. v. M. um 7'/, Uhr Avend« waeoe in ver Sägemühle de« Franz Natek in Oppendorf, Gemein»? St. Georgen o. I., eingebrochen uno den vediensteten Säqemeister Franz Peiek Kletser im Wer.he vo» 42 fl. ge-stöhlen. In Folge einer Hausdurchsuchung bei den Gastwirte Florian Burkelz in Topoie wurde der größte Theil der obenbezetchneten Effekten vorge« funden, worei es sich herausstellte, daß der Tbäter der im vorigen Jahre aus dem ZkreiSgerichlS-Ge-fängniffe za Eilli entwichene «Äregor Goriäan sei Der DiebstaylS'thcilnane schuldig ist der Wut Florian Burkelz. dessen Eheweid und sein Sohl Franz. welche dem k. k. BezirkS-Gerichle einge» liefert wurden. — Am 12. d. Nacht« wurde bet l>er Krämmerin S.isabeth Goriöan ia Prakop, Gemeinde Franz, räch Erbrechui-g der Hau'lhiire ein Effekten, itdstahl im Werthe von 67 fl. i)'i kr. verübt. — In ccr Nacht zum 7. d. wurden durch Einbruch dem Grundbesitzer Simon Karnig in Schittanzen Bezirk St. LtvnhtrD verschiedene Effekten und Gelo im Werthe von 883 fl. entwendet. — Ju der Nacht auf den 15. wurden dem Grund-sitzer Josef Ptaasteiaer >m O-te Spibeneg, Ge« meinde St. Georgen S. B. Darch Einbruch in die Getreidekammer verschiedene Effekten un» Kleidungsstücke entwendet. — Ferner wurden dem Gastwirth Adam K enzl in St. Georgen S. B. in der Nacht vom 15. aaS versperrtem Dachboden Kleidungsstücke und Effekte» ,m Werthe von 60 st. gestohlen. Buntes. (Gin kleiner Roman.) Ueber die Bor« geschichte eine« Processe«, der kürzlich zu Stolp P. gegen die RitterguttbesitzerSwittwe Eltse v. Oftta geführt wurde und mit Freisprechung der deS Kinves norde« Angeklagten endete, bringt ein W'ener Blatt die nachstehenden interessanten An« gaben: Im Monate Juli v. I. stieg i» einem der Prager Hotel« ein eleganter, etwa 45 Jahre aller Mann mit einer jungen und hübschen Dame ab. In da« Fremdenbuch schrieb er sich al« „Iuliu« Fichtner, Grundbesitzer au« Posen" ein. Die ©fiten blieben etwa einen Monat in Prag, besuchten fleißig die Kirchen und erkundigten sich an-gelegentlichst darnach. iraS für Papiere zurSch'ie-ßung einer Ehe nack katholischen Ritn« erforderlich wären. Wie sich später herausstellte, boten sie mehreren Geistlichen bedeutenl'e Summen für eine Trauung, bei welcher sie sich nicht mit ihren Pa« pieren ausweisen müßten. Sie wollte» in diesem Falle vom Protcsta»li«m»S zum KaiholiciSmu« ilberlieten. Der Fremde, dessen »rohrer Name Robert Lang, bitte nämlidj alle Ursache, mit seinen Papiere» richt hciauOjuriickcn. Er war Baumeister in Stolp (Pommern) gewesen, iro er wegen mehr-sacher Gettügerein verhaftet worden. Es gelang ihm zu entfliehen. w»>ouf er feine Geliebte, die junge Her'schaflSbesiyerSwitwe Elise v, Osten geb. Baronin Glasenapp aussuchte um mit ihr Preußen verließ. Nachdem ihre Bemühungen, in Prag ge-traut jii werden, erfolglos Mieten, begaben sie sich nach Ungarn, wo Lang abermals verhaftet und den Gericlu-n ju Stolp überliefert, welche ihn zu fünf Iahren Gefängniß »crurthsilten. Inzwischen war Frau V, Osten, welche in Kreisen der preu« ßischen Aristokratie eine angesehene St ltung genoß, Mutter geworden, und um sich d<« Qinde« z» entledigen, warf sie dasselbe in einen Ofen und verbrannte es. Sie floh abermals nach Prag, kehrte aber, al« ihre Baarschaft zu Ende war, nach Pommern zurück und wuide in Kolberg ver-haftet. In Folge ihrer Angabe, daß da» Kind tobt zur Welt gekommen, wurde sie von dem Siolpcr EchwurgerichlShof r>on dem Bervrechen des Kindesmorde« freigesprochen. Bei dieser Gelegen-heil kam e« zu Tage, daß sie und Lang in Prag die Teynkirche besucht und sich vor einem Altur ohne priesterlichen Segen und ohne Zeugen die Hünde zum ewigen Bunde gereicht kalten." (Ein Problem gelöst?) Die Quadratur te« Kreise», ein Pioblem, nach fessen Lösung die bedeutendsten M>themalhiker seil Nichimed'S Zeiten vergeblich gestrebt haben, behauptet jetzt G. T. Kitney, von Troy, N. D.. ein in bedrängten Verhältnissen lebender 60jährige? Mann, durch Feststellung deS auf unveränderlichen Gesetzen be-ruhenden Verhältnisse« zwischen Durchmesser und Peripherie de« Kreise« bewirke» zu körnen. AuS Furcht, daß Jemand irgendwie aus seiner Entdeckung 'Nutzen ziehen könnte, soll der Betreffende nicht eher dieselbe veröffentlichen wollen, als bis er ein Patent-Recht darauf erworben hat. Fremden - Nerzeichniß. Vom 12. bis 15. Marz Hotel Erzherzog Johann Leopold Poschinger, Franz Breither, Ignatz Müller. Alots Lrdack. Reisende Wien. Johann G lerne nie, GeschästSmann, Resia. — Hotel Ochsen. Leopold Schäfer. Kaufmann. Wien. — Julius Faller, Reisender, Laibach. — Joses Schwarz, Geschäftsmann^ Graz. Gast Hof Strauß. Jakob Kulowitsch, Liehhändler. Marburg. — Johann Sorin, Fleischer, Marburg. Kourse der Wiener Börse vom 18. März 1879. Goldrente...........76.90 Einheitliche Staatsschuld in .'toten . . 64.65, „ „in Silber . 64.ü5 1860er Staa'.S'AnlehmSlofe .... 118.— Bankaktien...........791.— Eredilacticn........... 248.25 London............117.05 Silber ............—.— Napolcond'or.......... 9.31'/, f. k. Münzducaten........ 5.54 100 Reichsmark.........57.35 Kleine Anzeijf«'». Jfde In diese Rubrik eingeschaltete Annonca bis zu 3 Zeilen Raum wird mit 15 kr. berechnet. Auskünfte irrten iu der Expedition diese» Blatt«« bereitwilligst und unentgeltlich ertheilt. im Cafe 91er cur sind die Deutsche Zeitung, Leipziger Illustrirte Zeitung, Grazer Zeitung, Figaro, Floh, Kikeriki, Hans-Jurgel, Trierter Zeitung zu haben. MARKT TÜFFER. Jene bame, welche am 15. F g-rnar 1879 in der Bierballe irrthttmlicherweise einen neuen Paletot mit einem alten verwechselte. wird höflichst ersucht. Ersteren gegen Letzteren umzutauschen. »Malta »tit Mi »thu. Im ehem. Janeschitsch'eu Hause, Herren-gasse 121, sind 2 Gewölbe und oonstige Localitäten, besonders zu einem Bäcker-ge.sehal't geeignet, sogl. zu vermietheu. Ausk. bei Fr. Pototschuig, Hauptplatz 105, I.Stock. 053 II ist jn beliebiger Quantität billigst zu verkaufen. Auskunft Herrengasse 6. 107 Heu ist am Kapaunhofe zu haben. 103 S Das Diätrictä-Coniniissariat der l k. M. Wechsels. Grazer Branfl&cliaileii-Ver-siclicraiigs-Anstalt befindet sich in Cilli, Henengasse 125. Sonntag den 16. d. XI. wurde am Wege vom Hauptplatze nach der PoHtgas.se ein goldener Siegelring mit einem grünen Steine gezeichnet: „G. L." verloren. Der redliche Finder wir«! ersucht denselben gegeu entsprechende Belohnung im Gasthofe .Straura" Nr. 1, bei Berka, abzugeben. na Eisenbahn-Frachtbriefe stets vorrithig in der LBilitiil)llQ[liei[ von Johann Bakosch, Cilli. A. Praschak Damenkleidermacher Cilli, Grazere. 83 empfiehlt sein grosses Lager fertiger Frühjahrs - Jacken, Mantillets, Eadkrägen, Kleider, Schürzen, Regenmäntel. Unterröcken, Miedern etc. etc- ztt itt-i» billii/st«'»» M'frixftt. * »* _____ A A A A A „TälK liKKMIA II" Lebens Versicherungs - Gesellschaft in Filiale fiir Oesterreich, Wien. Opernrinjf 8. Rechenschaft« - IJericht London. vom 1. Juli 1876 bl* incl 30. Jnzii 1877. Activa...................................fr. • — Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen................. . . , 1 *2,701.15» • eo Auszahlungen tör Versicherung«-und Rentonverträge, Rückkäufe etc. seit 1818 . ...» 77,000.000 * — In iler letalen zwttlfioouatlichen Gcsehäffciperiode wurden bei »ler QoelUtlutt für , 50,783.769 - — neue Anträge eingereicht, wodurch der Geaammtbetnag tl- r in den letzten J-t Jahren eingereichten Anträge sich auf uiehr al*.................. (M'.,000.000 •— stellt. Vom 1. Juli 1877 bis inol. 30 Jnnl 1878. Activa...................................fr. '.er Strasse Nr. 3 iu t.ubjrh Präxiirt Cilli 1878. Die von Pramiirt JOHANN RAKUSCH Cilli, Herrciigasst G empfiehlt sich zur Anfertigung aller Gattungen Druck-Arbeiten in moderner Ausstattung. Drnck nnd Verlag von Johann Rakusch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Besuzzi.