X Nr. 8. Pränumerationiplei«: Im llomptoii ganzi. fi. il, halbj. fi. 5.50. Für die Zustellung w» H«u« halb», b« lr. Mit der Post ganzj, fi, 15, halbj, fl. 7 50. Mittwoch, 11. Jänner. Instltion»gebür: Für llelne Inserat« bi» »u 4 Zcilen 25 lr., «löh«« per Zelle e kl,; bei öftnen Wlcbcrholungcn pei Zcilc 8 fr. 1882. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließuug vom 3. Jänner d. I. dem werkehrsinspector der pliv. Südbahngesellschaft in Kla-genflnt Friedlich Arthur Freiherrn von Wetzlar in «lnerteul'ung seiner pflichttreuen und belobten Wirt« Wnleit das Ritterkreuz des Franz. Joseph-Ordens aucrMdigst zu verleihen geruht. y. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit "leihüchster Entschließung vom 5. Jänner d. I. den "verlanocsgerichtsralh in Wien August Edlen von -p'lügl zum Hofrathc des Obersten Gerichtshofes auergnädigst zu ernennen geruht. __________ Prazät m. p. y Se. f. „nd t. Apostolische Majestät haben mit «"erhochstcr Entschließung vom 27. Dezember v. I. orm ordentlichen Professor der Physiologie an der Universität Graz Dr. Alexander Rollet in Anerlen' nung seiner vieljährigen vorzüglichen Wirksamkeit auf orm Gebiete des Lehramtes nnd der Wissenschaft del, ^ttei emes Regicrungsrathes taxfrei allergnädigst zu "enclhen gernht. Erkenntnisse. Das f. l, Landes als PresSgcricht zil Wien hat auf Antrag ocr l. ^Staatsanwaltschaft erlannl, dass der Inhalt des in ^. 1 der Zeitschrift „Ocslcrreichischcr Vollssrcund" ddto, Itcn at „ach 6 4Nl St. P. O. daS Verbot ^«v"bro.tu,.a dieser Druckschrift ausglsprochen, m,,,,."^,//,^udcs«ericht als Strafgericht in Prag hat auf 25 Ne.nl.r ^"sanwal.schast mit dem Erlenntüissc von! ^l^ c^> ^' ^- ^^97, die Wcitervcrbreitung der in Z mch erscheinenden Zritschrist „Der Socialdemokrat" Nr, 4« vom 10. November 1881 wegen des «rtilcl« ^Uvis an dic ^rrcspondcnlen nnd Abonnenten des „Socialdemolral" nach 8 488 St. G. lind Urt. V d^S Gcsc^cs vom 17. Dezeinber I«i!2, Wegen der Ausrufe „hurah" uud „Pnrtciacnossen!" nach 8 310 ^t. G,, wegen des NrtilelS „Die He^ja^den und das Prolcta» riat" «ach 8 <>4 St, G., luegcn des Artikels „Aus Äussland" nach g ^>5 St. G,. endlich wegen des Artilcls „Aus Oester« rclch" nach 8 300 St. G. verboten. Nichtalntlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben den durch Hagclschlag am 21. Juli 1881 schwer geschädigten Anwohnern von Rotten schacheu im politischen Bc-znkc Waidhofcn a. d. Thaya in Niederösterreich eine Unterstützung von 300 fl. aus Allerhöchsten Privat-mitteln allergnädigst zu bewilligen geruht. Se. Majestät der Kaiser haben den freiwilligen Feuerwehren in Tbenthal im politischen Bezirke Groh-Enzersdorf, in Stetten im politischen Bezirke Korneuburg und in Winzendorf im politischen Bezirke Wiener-Neustadt, dann der Gemeinde Weitersfeld im politischen Bezirke Horn, sämmtlich in Niederösterreich, zur Anschaffung von Feuerlöschgeräthen Unterstützungen, und zwar den beiden erstgenannten von je 5(1 fl., jener in Winzendorf von 80 fl., dann der vorbenannten Gemeinde von 100 Gulden, ferner dem Mllitar.Veleianrnvereine in Horn in Niederösterreich zur Anschaffung einer Vereins, fahne eine Unterstützung von l>0 st., endlich dem Turnvereine in Amstetten in Niederösterreich zum Baue einer Turnhalle eine Unterstützung von 100 st. aus Allerhöchsten Privatmitteln alle, gnädigst zu bewilligen geruht. Zur Lage. Man schreibt der „Bohemia" aus Wien unterm tt. d. M.: Gestern hat unter dem Vorsitze Sr. Majestät drs Kaisers zuerst ein gemeinsamer, dann ein ungarischer Miuisterrath stattgefunden, dem zwei Stunden fpäter Conferenzcn im Ministerium des Aeußcrn unter drm Vorsitze des Grafen Kälnoly folgten. Heute wurden die letzte, wähnten Berathungen fortgesetzt. Ueber Zweck und Verlauf dieser Conseils bringen die hiesigen Blätter eine Reihe von Mitthrilnngen, die jedoch sammt und sonders auf bloßeu Muthmaßungen beruhen. Nur bezüglich des ungarischen Ministcrrathes steht die Thatsache fest, das» derselbe in erster Lime der Erledigung der serbischen Patriarchenfrage gewidmet war. Von anderer Sri'c schreibt man demselben Blatte unter gleichem Datum: Bezüglich der gestern stattgehabten und zum Theil heute fortgesetzten Mi» nistcrberathungen, welche von einem hiesigen Blatte zu einem außerordentlichen Kronrathe aufgebauscht werden, dürfte es wohl seine Richtigkeit haben, dass anlässlich dieser Berathungen auch die Verhältnisse in der Krivosije zur Brsprrchimg gelangt sein norden. Einen außerordentlichen Charakter hat jedoch der gestrige untrr dem Vorsitze Sr. Majestät des Kaisers abgehaltene Miuisterrath nicht gehabt. Ebenso entbehren jene Ausstreuungen der Begründung, welche vou weitreichenden Maßnahmen und von Verhandlungen mit Montenegro wissen wollen. Daraus, dass einige Truppenabtheilungen zur Verstärkung der in Süddalmatien dislocierten bereitgehalten werden und dass man für den Fall, als es nicht gelingen sollte, die Krivosijaner in friedlicher Weise zur Einsicht zu bringen, eventuell energisch vorgehen werbe, ergibt sich noch kein Anlass, in so alarmierender Weise, wie es heute von mancher Seite mit absichtlichen Uebertreibungen geschieht, eine große Action zu affichieren. Mit Montenegro haben aber weder wegen eines Durchzugs österreichischer Truppen noch wegen Aufstellung emes Militärcordons Verhandlungen stattgefunden. Was zum Schuhe der Grenze gegen den Ueberlritt von Krivoöijanern auf montenegrinisches Gebiet oder gegen Zuzüge aus Montenegro erforderlich war, ist längst von montenegrinischer Seite geschehen. Die „St. Petersburger Zeitung" nimmt in einem Wiener Briefe Act von den trüben Neujahrsbetrachtungen der Wiener Glätter und bemerkt: „Wir begegneten überall nur Klagen und nichts als Klagen, aber leider nirgends auch einer gewissenhaften Einkehr, einer ehrlichen, unbefangenen Prüfung der Ursachen der Klagen, und noch weniger haben wir irgend jemandes Vorsatz zu verzeichnen, dass man hinfort die tristen Anlässe zu unseren Verhältnissen im Inneren vermeiden und diese nach Möglichkeit verbessern helfen wolle. Mit Kampfgeschrei wurde hüben und drüben das junge Jahr begonnen, darin und in den Lamentationen über die Unfruchtbarkeit des Parlamentes stimmten alle Theile überein...... Die nationalen Streitigkeiten, dic politischen Kämpfe absorbieren die Zeit und die Kraft aller, für sachliche Arbeit bleibt kein Raum übrig." Budapester Meldungen zufolge wird das ungarische Abgeordnetenhaus, das am 11. d. M. wieder zusammentritt, schon am 12. d. M. die Budget« bcr.lthung beginnen. Man erwartet, dass der Finanz« minister Graf Szapary dieselbe mit einem längeren Expose über die Finanzlage einleiten werde. Vom Ausland. Die deutschen Blätter sind nun ganz von der Besprechung des telegraphisch gemeldeten königlichen Erlasses über die Stellung und Gerechtsame der Krone im preußischen Nerfassungsleben in Anspruch genommen. Die Auffassung desselben richtet sich je nach der Parteistellung der betreffenden Blatter. Die „Kölnische Zeitung" bemerkt: „Der Erlass ist ein vollkommen getreuer Ausfluss der preußischen Ver-fassungöurkunde. Niemand wird demselben lm mindesten widersprechen wollen. Auch ist eine andere Auffas- Feuilleton. Literatur." n 5 "Uufzig Jahre einer deutschen Wochenschrift." "as Magazin für die Literatur des In-uno Auslandes, welches seit einiger Zeit von oem allgemeinen deutschen Schriftsteller-^..^"0.. z„ seinem officiellen Organ erwählt wor-oen !,t. tritt mlt dem neuen Jahrgange (dem Kisten ^ayrgang) m den 101. Band ein. Die erste Nummer desselben enthält Beiträge von hervorragenden Schrift-stellern, nämlich: Bodenstedt Friedrich: „Zum Iten Januar 1882." (1832-1882). — Ebers Georg: Hieroiiymus Lorm. „Der Abend zu Hause" und seine Gedichte". — Jensen Wilhelm: ..Wer ?" — Lau be Hemr.ch: Kiellands „Else". — Dahn Felix: „Die Maden". Ein Gedicht in zehn Gesängen von Adolf Friedrich Grafen v. Schack. — De Mus set Alfred: km Gedicht („Stances".) Umgedichtct von Otto No-loff. — Roquctte Otto: „Troubadour-Novellen" von Paul Heyse. — Hamerling Robert: Zur neuesten italienischen Literatur. — Scherr Johannes: Zwei Memoirenbücher. I. — Byr Robert: Kleinere Erzählungen von Turgenjew. — Kleine Rundschau. ^7 Sanders Daniel: Französische Charallerlöpfe. Studien nach der Natur. Vou M. G. Eonrad. — ^ artsch Karl: „Jean Renaud". Ein französisches ^ollslied. - v. Wolzugen Ernst: Gedichte von ^lnst Zietelmann. — Liter'arische Neuigkeiten. — Aus .. * Alles in dieser Rubril Anstezeigte ist zu beziehen durch "" hiesige Buchhandlung Jg. ». Kle!nm«yr 5 Fed. «amberg. Zeitschriften. — Bibliographie der neuesten Erscheinungen. — „Das Magazin" ist die einzige deutsche Zeitschrift, welche unter vorzugsweiser Berücksichtigung der deutschen Literatur einm kritischen Ucbcrblick über die hervorragendsten Erscheinungen sämmtlicher großer Wellliteraturen gewährt. meidlich eine Katastrophe nach sich ziehe» müsse, da kein Mitglied der egyftlischen Regierung die nationalen Ziele verfolge; die Türken feien nur bedacht, sich zu bereichern, und die europäischen Controleurs nur für die regelmäßige Zahlung der Interessen der egyptischcli Schuld besorgt. Wenn man dagegen, so behaupten die bezeichneten Politiker, die Egyfttier zu den Verwaltungsämtern zuließe, würde die Unzufriedenheit des Landes, die Europa in beständiger Besorgnis erhält, schwinden und die Prosperität des Landes ebenso steigen, wie in allen Ländern, wo die Finanzen der Bereicherung der Nation und nicht der einzelnen Individuen zugewendet Werden. Schließlich hänge ja Englands Hauptinteresse in Egypten au der freien Schiffahrt auf dem Suezkanal und diefes Interesse erscheine durchaus nicht in höherem Grade gefährdet, wenn Egypten zufrieden und unabhängig ist, als jetzt, wo es der Herd einer Revolution zu werden droht. Ja, wenn selbst die Durchfahrt durch dcn Kanal den englifchen Kriegsschiffen abgefchnitten würde, könne sich England ganz gut zu der um vierzehn Tage längeren Route über das Cap der guten Hoffnung bequemen, da die Armee, die ja iu Indien permanent erhalten wird, auf eine etwa erforderliche Verstärkung allezeit so lange warten könne, ohne dass daraus irgendeine Gefahr erwüchse. Das find ungefähr die Argumente der von Tag zu Tag zahlreicher werdenden Anhänger der Theorie: „Egypteu für die Egyptier!" Es heißt sogar, dass selbst Mr. Gladstone sich zu dieseu Ideen belehrt habe, uud dass die englische Regierung mit der Realisierung des Pro-jectcs nur aus dem Grunde zögere, weil Frankreich sich mit dem Gedanken der Ersetzung der englische französischen Controle ill Egyptcu durch eine Collectiv garantie Europas nicht befreunden wolle. Neben der egyvtischen ist es noch die Frage, be treffend die neue Gesellschaft von Nordborneo, welche im „Foreign office" Besorgnisse erregt. Diese Gesellschaft, welche aus englischen Kaufleulcn besteht, hat nämlich die Hälfte des Territoriums der Insel Borneo, die bekanntlich eine der größten der Erde ist, angekauft. Nach vorhergäugiger Ermächtiguug seitens der Regierung hat sie nun ein Panzerschiff und aus dem Arsenal von Woolwich zu fehr billigem Preise eine Menge , Flinten und Kriegsmunitiou erworben, um ihre Auto- ^ rilät bei den Eingebornen der Infcl kräftig zu unter-stützen. Dies ist offenbar eine der Gründung del „lllr»d Inclil», l^omMN)'" und Begründung der Herr« schaft Englands iu Indien sehr ähnliche Transaction. Spanien uud Holland, die auf Borneo sehr wichtige commercielle Interessen haben, wittern dies und haben , denn auch bereits gegen die maskierte Annexion der Insel protestiert. und deren Hege und Jagd den reichhaltigsten Stoff zur Betrachtung bietet. Das Fernsein menschlicher Cultur heckt iu diesen Regionen Gestalten und Erscheinungen aus, die in ihrem wilden Vernichtungs-drange der Erhaltung jeglichen Wildstandes geradezu Hohn sprechen würden, wenn nicht des Jägers Blei ihrem Vordringen ein Halt gebieten würde. Wir erinnern an Lämmergeier, Uhn und Kolkraben, an die Wildkatze, den Fuchs und die noch ab und zu die Alpenländer mit ihrem unwillkommenen Erscheinen beunruhigenden Wölfe, Bären und Luchfe. Die Jagd in unserem Gebiete besticht nicht durch die Menge des vorhandenen Wildes wie im Flachlande, aber das seltenere Vorkommen steigert den Reiz der Beute und fordert den Jäger auf, Gewohnheit und Eigenschaften der Iagdthiere, deren Sinne durch den ungleich schwereren Kampf weit geschärfter und entwickelter sind, genau zu beobachten und für feine Zwecke auszunützen. Kurz, eigenartig ist die ganze Thierwelt in den Alpen und gewiss wert, für sich als solche einen eigenen Kreis der Beobachtung und Mittheilung zu verdienen. Das Scheibenschießen ist aus dem Jagdwesen hervor-gegangen und mit demselben gleichfalls durch wechselseitige Beziehung verbunden. Es ist daher selbstver-stündlich, dass wir auch dem Schützenwesen unsere Beobachtung und Besprechung widmen. Die nützlichen Bewohner unserer Gewässer, deren Vermehrung, Schutz und Pflege als wichtige Aufgabe der Volkswirtschaft immer mehr anerkannt wird, finden eine ebenso eingehende Vertretung, wie alles, was auf die Jagd und deren rationellen Betrieb Bezug hat. — „Waidmanns Heil" erscheint am 1. und 15. jeden Monats. Preis vierteljährig 1 fl., halbjährig 2 ft., ganzjährig 4 fl. sammt Franco-Zufendung. „Hugo H. Hitschmauns Taschcnkalcudcr für dcn Landwirt 18«'^/' Vierte», Jahrgang. Iu zwei Bänden. Erster Band: Für die Tasche; zweiter Band: Für den Schreibtisch. Beide Bände (elegante Leinwandbände) mit zwei Taschen, Bleistift, Schreibtafel, Zoll-und Meterstab. Eiseubahnlarte lc., zusammeu fl. 1 75. Zu beziehen durch den Herausgeber (Wicn,!., Domini-canerbastei 5) uud durch jede Buchhandlung. Selten hat ein junges literarisches Unternehmen einen so raschen und durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen, wie der Hitschmann'sche Taschenkalender für den Landwirt, der nun zum viertenmale erfchienen ist uud trotz seiner zahlreichen Concurrents sich vom ersten Jahrgange angefangen als Sieger behauptet und immer mehr einbürgert. Was den Hitschmann'schen Kalender vor allen ähnlichen Taschenbüchern auszeichnet, ist der Umstand, dass der Herausgeber be-müht ist, das Kind seiner uuablässigcn Sorgen von Jahr zu Jahr zu vervollkommne» und zu verbessern. Kein Wink, komme er von was immer sür einer Seite, gilt Hitschmann als zu gering, um ihn nicht bei der Herstellung seines Kalenders zu Rathe zu ziehen, und so ist es denn gekommen, dass der Kalender für das Jahr 1882, welcher vor kurzem erschienen ist, mit dem ersten Jahrgange außer dem Titel und einem kleinen Theile dcs Inhaltes nichts mehr gemein hat. Fanden die früheren Jahrgänge mit Recht großen Beifall, fo verdient der uns vorliegende 1882er uu-eingeschränktes Lob, denn derselbe entspricht den höchsten Anforderungen und wird von allen deutschredenden und deutschgebildeten Landwirten als mustergiltig anerkannt werden müssen. In zwei Bänden ist der 1882er Kalender erschienen, von denen der erste nur das Nöthigste — damit er nicht zu voluminös sei — für die Tasche enthält, während der zweite als Hilfs-und Nachschlagcbuch für den Schreibtisch bestimmt ist. Das eigentliche Taschenbuch (1. Theil) ist ein möglichst vollständig und überaus praktisch eingerichtetes Nottzbuch für den Landwirt, darauf berechnet, nlcht allein für Haus, Hof, Wald uud Feld, fondern außerdem als Hilfsmittel in jeder Art von Verkehr und auf Reisen zu dienen. Einem umfafseuden Ka-lendarium folgen „Allgemein interessante Notizen" (ganz vortrefflich zusammengestellt), hierauf ein vov züglich eingerichtetes Wirtschafts^Notizbuch ein Tagc^ buch und noch ein befonderes Notizbuch mit carriertem Papier für die verschiedensten Aufzeichnungen. Ei" dem ersten Bande beigefügter fpärlicher Annoncen' »inhang vermehrt das Voll'men des Tafchenbuches »' kaum merklicher Weise, verleiht demfelben aber als eine Art von Bezugsquellenliste für die verschieden' artigsten landwirtschaftlichen Bedarfsartikel erhöhte'l Wert. ^ Der II. für den Schreibtisch bestimmte Theil, vom Herausgeber sehr glücklich als „Vademecum des Landwirtes" bezeichnet, wlrd von demjenigen, der ih" einmal in Gebrauch genommen hat, in Zukunft aF nicht mehr entbehrt werden können. Er gibt über alle wichtigeren Fragen, die dem praklischen Landwirt vm-kommen können, umfassenden und verlässlichen Auf' schluss. Die ersten Capacnäten auf dem Gebiete dl> Landwirtschaft, Forstwirtschaft und der landwirtschafl/ lichen Nebenqewerbe haben aber auch an diesem, N)>e am ersten Theile mitgrnrbeitet, und verdient besondeck hervorgehoben zu werden die Mitarbeiterschafl dcl Herren: Regierungsrath Prof. H^c (Docent D>' Hmil Pott, die Md.), Prof. I. Pcchl, SecMär 6' Schütz, Gartenarchitekt L. Abel, Prof. R. Kienel 2"' Laibacher Zeitung Nr. 8 «9 ll. Iänue, 1882. Aus Russisch-Asien. Man schreibt der „Pol. Corr." aus Tokio. 18. November: Das russische Eonsulat aus Yokohama hat soeben im Auftrage der russischen Regierung eine Kundmachung erlassen, welche den Zweck verfolgt, die russische Schiffahrt an den Küsten der russisch-asiati-schen Besitzungen polizeilich zu regeln. Demgemäß müssen fremde Fahrzeuge, welche an den Küsten und Inseln des Ochotslischen oder Vehring.Meeres sowie im Seegebiete des nordöstlichen Asien Handel. Jagd. Fischerei u. s. w. treiben wollen, vom Beginne des Jahres 1882 an sich in Wladiwostok mit einer beson-deren Erlaubnis des russischen Generalgouverneurs von Ostsibirien versehen. Die Zuwiderhandelnden sowie diejenigen, welche das specielle Iagdreglement über» treten, werden mit Beschlagnahme des betreffenden Schiffes und seiner Ladung bestraft. Die „Commodore", und „Robben"-Inseln sind ausdrücklich von der Erlaubnis ausgeschlossen, und die Küstenpolizei wird mcht allein von russischen Kriegsfahrzeugen, fondern auch von Handelsschiffen mit militärischer Bemannung ausgeübt werden. Die Veröffentlichung diefer Verord-uung fällt mit der Durchreise des russischen Geheim-rathez Kaigin zusammen, der vor wenigen Tagen über Movate von der Insel Sachalin hier angekommen '" und wahrend seines kurzen Aufenthaltes in Tokio ^l Gast des kais. russischen Gesandten, Herrn von ^truve. war. Herr Kalgin hat seitens seiner Regierung die ostensible Mission, die russischen Strafkolonien Ulld Gefängnitzhäuser in Ostasien zu inspirieren, und hat gestern an Bord des „Abrek", der ihn nach Japan gebracht hat. Yokohama wieder verlassen, um die Stadt ^lentsin zu erreichen, von wo er über Peking den Landweg nach Sibirien nehmen wird. Es scheint, dass oer Walfisch, und Otterfang im Ochotskischen und "eynng-wtcere bisher von fremden Seeleuten, meist unter amerikanischer Flagge, ziemlich freibeuterifch be-neben worden ist, und dass die erwähnte Verordnung vestlmmt ist, diesen Zuständen der Verwilderung ein 6>'de zu machen. Jedenfalls wird durch diese Ver-ordnung die Souveränetät Russlands in den nordost. lchaUschen Meeren in sehr nachdrücklicher Weise zur Gellung gebracht. Hagesneuigkeiten. „, "^ (Hof« und Personalnachrichten.) Ueber das Befinden Ihrer l. und k. Hoheit der durchl. 6rau Erzherzogin Isabella und der neugebornen Prmzessm wurden am 8. und 9. d. in Linz nachstehende «lllletins ausgegeben: 2. Bulletin. Ihre k. u. k. Hoheit d>e durchlauchtigste Frau Erzherzogin Isabella, ebenso wie die neugeborne Prinzessin befinden Sich vollkommen entsprechend. Linz am 8. Jänner 1882. Dr. Dirn-hoser m. p., Primararzt. — 3. Bulletin. Das Befinden Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Crz> Herzogin, wie jenes der neugebornen Prinzessin 1st ganz 6"t- Linz am 9. Jänner 1882. Dr. Dirnhofer m. p., Primararzt. — Se. Excellenz der Herr Neichs-Kriegs-minister Graf Bylandt-Rheidt, welcher einige Tage unwohl war, hat die Leitung der Diensteögcschäste wieder Übernommen. — (Allerhöchster Gnadenact.) Mit Allerhöchster Entschließung vom 3. d. M. wurde 172 Sträf-w'gen drr österreichischen Strafanstalten der Nest der V. Ritter v. Malinkowski. Dr. C. Prochaska, welche Nanz neue und höchst wertvolle Beiträge geliefert haben, und denen in der Vorrede besonderer Dank Wtens des Herausgebers gezollt wird. Aus dem rei. 2M Inhalte des Vademecums heben wir nur dic rill-zelnen Gruppen hervor, als da sind: Mittheilungen "der Stempelwcsen, Zinsenberechnungen. Eisenbahn-arise. Münzen. Maße und Gewichte.'Berechnung der wütigsten Flächen. Körper :c.. landwirtschaftliches wauwesen. Meliorationswescn. Dampfbetrieb. Dünger UN0 Dlmgung. Arbeits- und Arbeiterweseu, Pflanzen, production, Thierzucht, Milchwirtschaft. Kellerwirt. schaft. Spirituserzengung, Kartoffelstärke-. Rübenzucker-uud Essigfabncation. Thccr- und Harzerzeugung, Holz-kohlen, uud Pottaschegewinnung. Die vorstehenden, nroßeutheils tabellarisch, in leicht übersichtlicher und verständlicher Weise angeordneten Notizen umfassen nicht weniger als 184 Octavseiten. Ihnen schlicht sich an ein vollständiges Verzeichnis der landwirtschaftlichen Literatur >-. der letzten zehn Jahre, sowie ein Inse. ratenanhang, der ebenfalls in mancher Richtung schä« hrnswert ist. Die Ausstattung und der Einband beider Theile sind ebenso elegant als dauerhaft; der erste entweder w't Leinen- oder Lederüberzug, und kosten jetzt jeden->"lle beide Bände zusammen um 40 kr. mehr. Auf Wunsch wird auch der I. Theil, anstatt mit halbsei, ^grni mit ganzseitigem Tagebuch abgegeben und kostet dann derselbe um 20 kr. mehr. Beide Theile werden lnir zusammen abgegeben. In Anbetracht der Reich-Helligkeit, hohen Nützlichkeit und relativen Billigkeit des Hilschmaun'schen Kalenders ist zu wünschen, dass derselbe mehr „nd mehr Verbreitung finde. Strafen allergnäbigft nachgesehen. Infolge dieses Allerhöchsten Gnadenactes wurden aus den Männer«Straf-anstalten: Mürau 10. Prag 13. Pilsen 7. Karthaus 3. Gradiska 4, Capodistria 11. Stein an der Donau 14, Garsten 4, Suben 10. Karlau 20. Laibach 7. Lem-berg 21. Wisnicz 12; dann aus den Weiber-Straf-llnstalten: Wall.-Meseritsch 10. Rzepy 3. Wiener-Neudorf 8. Vigaun 4 und Lemberg 11 Sträflinge entlassen. — (Zur Durchführung des bosnifchen Wehrgesehes.) Ein bedeutender Theil der seit vielen Jahren in Wien etablierten türkischen Kaufleute. die unter dem Namen der Spaniolen bekannt sind, weil sie die Nachkommen der vor ungefähr 400 Jahren aus Spanien exilierten Israeliten sind, gehört seiner Zuständigkeit nach den von Oesterreich occupierten Pro» liinzen Bosnien, der Herzegowina und dem Sandschak Nooibazar an. Nach der türkischen Wehrverfassung, welche bloß Muhamedaner zum Kriegsdienste verpflichtet, kannte die hiesige Gemeinde der Spaniolen natürlich bis jetzt die Blutsteuer nicht. Die in den occupierten Pro-oinzeu Heimatberechtigten wurden bis jetzt von den Wiener Behörden nicht herangezogen. Am 7. d. M. gelangte nun an alle wehrpflichtigen Spaniolen in der Residenz cine Vorladung, sich am folgenden Tage im Conscrip« lionsamte einzufinden. wo sie. dem neuen bosnischen Wehrgesehe gemäß, in die Liste der Stellungspflichtigen lnlsgenommen wurden und ihnen bedeutet wurde, der »ächsten Rekrutierung zu dem im Sinne des provisorischen Wchrgesehes für Bosnien bestimmten Termine gewärtig zu sein. — (Ein seltenes Hochzeitsfeft) findet am 18. Februar in Brunn statt. Es heiraten nämlich an diesem Tage alle drei Töchter des dortigen Vergolders Herrn I. Iinburg. welche im Alter von 17. 19 und 20 Jahren stehen und welche sich überdies, wie das allgemeine Urtheil lautet, zu dem »schönen Geschlechte" mit Recht zählen dürfe». — (Oesterreichisches Bier in Britisch. Indien.) Nach der officiellen Statistik von 1880 bis 1881 über den indischen Exporthandel ist der Export von österreichischem Bier nach diesen englischen Colonie» in constanter Steigerung begriffen, und zwar betrug in oben erwähnter Zeit der erzielte Wert des Bier'Im-Portes aus Oesterreich 23.451 Rupien (gleich 23.451 fl. österr. Währ.), während im Jahre 1879 bis 1880 bloß 14,944 Rupien erzielt wurden. — (Verbessertes Telephon.) Aus Paris wird geschrieben, dass gelegentlich der elektrischen Ausstellung ein österreichischer Techniker. Herr Ma» chalsli, eine von ihm construierte Spielart des Tele' phons vorgezeigt und Experimente vor amtlichen Sachverständigen damit angestellt hat. welche eine bedeutende Verstärkung der Leistung sogar im Vergleiche zu dem Adcr'schen Apparate ergeben haben — (Militär.Sanitätswesen.) Da» inter-nationale Comite des Rothen Kreuzes in Genf hat ein dreifaches Preisausschreiben erlassen über die Kunst, verwundeten oder erkrankten Soldaten im Felde möglichst schuell die nöthige Hilfe angedeihen zu lassen. Es sind drei Preise zu je 2000 Francs für Arbeiten aus-gefetzt über die besten und schnellsten Mittel 1.) zur Pflege, 2.) zur Weiterbeförderung der Leidenden sowie 3.) zur Herstellung einer Ambulanz ober eines Feld' spitales. Die Arbeiten können nach Wahl der Verfasser in deutscher, französischer ober englischer Sprache eingesendet werden. Die Frist für die Einsendung laust am I. April 1883 ab. — (Preisausschreibung.) Die Akademie für Künste und Wissenschaften in Mailand hat für die beste Biographie Leonardos da Vinci einen Preis ausgeschrieben. Der Zeitpunkt für Einsendung der Abhand» lungen ist aus Ende Dezember 1885. der Preis auf 5000 Francs fixiert. Die Concurrenten haben das Recht, ihre Arbeiten in lateinischer, jranzösischcr, deutscher, eng. lischer oder italienischer Sprache zu versassen; sie haben die Ansgabe. in den öffentlichen und Privatarchiven Italiens. Deutschlands. Frankreichs und Englands alles zu sammeln, was auf Leonardo da Vinci Vczug haben kann. — (Todesstrafe.) In der zehnjährigen Periode von 1870 bis inclusive 1879 stellt sich das Verhältnis der gefällten und vollzogenen Tobesurtheile wie folgt: In Oesterreich entfallen auf 608 Verurtheilungen 10 Hin< richtungen. in Frankreich auf 198 Verurtheilungen 93. in Spanien auf 291 Verurtheilungen 120. in Schweden und Norwegen auf 40 Verurtheilungen 0. in Dänemark anf 94 Verurtheilungen 1, in Baiern auf 249 Verurthcilungen 7. in Nord.Deutschlaud auf 484 Ver-urthcilungen 1 (Hödel). in Australien und Neufeeland auf 453 Verurtheilungen 130, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika auf 2500 Verurtheilungen 200 Hinrichtungen. Unter den letztgenannten erfolgte mehr al« die Hälfte durch Lynchjustiz. — (Nordpol-Expedition im Luftballon.) Der englische Major Cheyne. welcher schon seit zwei Jahren an den Vorbereitungen zu einer Nordpol-Expedition im Luftballon arbeitet, ist kürzlich im Montreal in Nordamerika eingetroffen, um das Publicum Canadas für das Project zu gewinnen. Das Unterneh» men soll nämlich als anglo.amerikanisches im Wege öffentlicher Subscription organisiert werden Die Kosten werben mit 80.000 Dollars veranschlagt. Die drei Val-lons, aus denen die Luftarmada bestehen wird. werden in England angefertigt. Newyorl wird bei Ausgangspunkt der Expedition sein. Major Cheyne beabsichtigt, sich zuerst nach der St. Patricks-Gai zu begeben, wo Capitän Nares im Jahre 1876 überwinterte und ein großes Kohlenlager auffand, daselbst ein Gebäude aufzuführen, um das für oie Ballons nöthige Gas zu fabricieren. Von dort glaubt er, bei günstigem Winde den Nordpol in 18 bis 24 Stunden erreichen zu können. Jeder Ballon wird mit einem Schlitten, einem Kahne und Lebensmitteln für 21 Tage versehen fein und fortwährend mit den Hauptftationen in telegraphischer Verbindung bleiben. Die Expedition soll im Monate Juni abgehen, fie wird aus 17 Personen bestehen, denen sich in Grönland noch drei Eskimos anschließen sollen. Die dänische Regierung hat bereits an die grönländischen Behörden den Auftrag ertheilt, der Expedition alle nur mögliche Unterstützung zu gewähren. — (Antike Kunstwerke.) Das Verliner Museum ist kürzlich in den Vesih einer vorzüglich erhaltenen Doppelherme von außerordentlicher Schönheit gelangt. Dieselbe wurde in der Nähe von Pompeji aufgefunden. Die eine Seite dieses Kunstwerkes zeigt ein Satir«, die andere ein Bacchantingesicht; aller Wahrscheinlichkeit nach bildete dasselbe den Theil eines Gitter«. — Unter den neuesten Pergamon'Funden befindet sich ein größeres Stück eincr Säule — vermuthlich aus der Halle des Nthenae«Tempels — das noch gut erhalten und mit Inschriften versehen ist. Locales. — (Der Herr l. k. Landeeprüsident A. Winller) hat fich vorgestern mit dem Nachteilzuge nach Wien begeben. — (Das Leichenbegängnis) des Majoratsherrn Michael Ang. Iois Freiherrn v. Edelstein hat gestern nachmittags 3 Uhr auf dem Friedhofe zu St. Christoph stattgefunden, und es folgten die hier anwesenden Mitglieder der Aristokratie und zahlreiche andere Leidtragende dem Sarge. Die Einsegnung nahm der hochw. Herr Eanonicus, Dompfarrer Urbas vor. — (Gemeinderathssitzung.) Morgen (12ten d. M.) 5 Uhr nachmittags findet eine Sitzung des Ge-meinberathes statt. Die Tagesordnung lautet: I. Entgegennahme der Pflichtenangelobung von denjenigen Ve-meindegliedern. welchen das Bürgerrecht verliehen worden ist II Gericht der Personalsection über die vorzunehmende Wahl eines Vertreters der Stabtg-meinde in der gemischten Localcommission für die Kasernen» bauten, III, Berichte der Finanzsection: I.) Ueber die Ueberlassung eines ebenerdigen Locals im Magiftrats-gebäude an die freiwillige Feuerwehr; 2.) über die Frage der Beschränkung der Steuernperception beim magistratlichen Steueramte auf die vormittägigen Amts» stunden; 3.) über die beim magiftratlichen Steueramte durchgeführte Maßregel der Steuerzahlungs-Vescheini-gungen mit zwei Geamtenunterschriften; 4) über die eventuelle Uebernahme der Pachtung der ärarischen Verzehrungssteuer im Stadtgebiete; 5) über den Rechnungsabschluss des städtischen Lotterie-Nnleh-nsfonoe« vom Jahre 1881; 6.) über die Einlösung des Urbas-schen Hauses zur Herstellung einer Straße vom R-ssel» platze zum Slldbahnhofe. IV. Selbständiger Antrag des Herrn Gemeindrrathes Josef Regali auf Vermehrung der nächtlichen Beleuchtung in den unteren Theilen der Petersstraße. — (Pas WohlthLtigleite-Concert) zugunsten der Laibacher Volksküche findet im landschaftl. Redoutensaale, wie bereits gemeldet, Donnerstag, den 12, d.. 7 Uhr abends statt, durchgeführt von den Damen: Frau Marie Mühleisen. Frl. Olga von Zhuber, Frl.Jen ny Recher. Frl. Clement, von Zhuber, Frl. Anna o. Zhuber, den Herren Ioh. Nosler. Ernst Pfefferer. Adolf Haufen und unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Robert von Balajthy. Das Programm haben wir vorgestern mitgetheilt. Das Entrie betrügt (ohne die Vrohmuth zu beschränken) für Cercle.Sihe 1 st. numerierten Sih im Parterre und auf der Gallerte 60 kr.. Stehplätze 40 lr. Den Verkauf der Eintrittskarten hat Herr Karinger gefälligst übernommen. — Cassa - EMnung um b Uhr abends. „ . ., .,. — (Der Verein zur Unterstützung dürftiger Realschiller in Laibach) hielt am 6, d. M. seine 15 O-nrralversammlung ab. Der Bericht des Obmannes über die Thätigkeit und den Stand des Vereines im Iah" 1881 wurde genehmigend zur Kenntnis genommen. Zu Rechnungsrevisoren wurden die Herren Dr. I 3 Vinder und Georg Wehr gewühlt „nd von denselben die Rechnung und der Besitzstand pro I88l geprüft und richtig befnnden. Die schließlich vorgenommene Neuwahl des Nusschuss-S ergab folgendes Resultat: Dr. I, Mr Hal. Obmann; Friedrich Krizn a r. Obmann.Stellvertreter; Franz Kreminger. Kassier; Val hasar Knapitsch. Secretilr; Franz Eder. Franz Globoinil und Wilhelm Voß. Nusjchnssmitglieder. Die Einnahmen im abgelaufenen Vereinsjahre betrugen 593 fl. 0 kr., die Gesammtausgaben 507 st 47 lr Laibacher Zeitung Nr. 8 7tt 11. Jänner 1882. — (Ndv ocaturskanzlei.) Wir erhalten nachstehende Mittheilung: Dr, Valentin Ztempihar beehrt sich mit dcr Anzeige, dass er seine AdvocaturS« kanzlet in Laibach unter der Trantsche Nr. 2 eröffnet hat. — (Cin Ieugni» des Wiener Handels-Standes vom Jahre 1746.) Es liegt uns das nachstehende interessante, die Familie unseres hochgeschätzten Mitbürgers Herrn Peter Laßnil betreffende Document vor, das wir vollinhaltlich reproducieren. Dasselbe (Original.Pergament) lautet: „Wir Vorsteher eines Vurgerl. Handels Stands in Wienn Urlundten hiemit. daß vorweißer dieses Martin Laßnigg von Villach in Cärnten gebürtig vor llnß erschienen seye und gezimment vorgebracht, welcher gestalten Er bey Herrn Urban Lahnigg Burgerl: Handels «Mann allhier die Handlung vom 20. Dezember 1738 biß dahin 1744 durch Sechs Jahr ordentlich gelehrnet habe. derowegen Unß gebührend gebetten, Wir geruheten Ihme seiner erstreckten Lehrjahren halber zu Beförderung seines weitteren glucks mit einer glaubwürdigen ^tteäwtion zu begleitten, wann Wir nun auß deß Herrn Urban Lahnigg producierten H.tt6«tHto äe äl,Uo dreyssigsten ^.pril diß Jahrs ersehen, daß ernannter Martin Laßnigg feine Lehrjahre richtig erstrecket, und sich wehrend deme getreu und fleissig verhalten habe, dahero wir ihme sein billiches ansuchen nicht verweigern sondern demselben sowohl wegen des Lehrnens als seines Wohlverhaltens halber, die gebührende gezeugnuß hiemit ertheillen, anbey auch in Hoffnung (daß Er fürohin in einen Ehrliebenden Treuen Wandel verharren werde) zu Beförderung seines fehreren aufnehmens aller Orthen ItecoiniNEudiren wollen. Zu wahrer Urkundt dessen Unsere Nahmens Unterschrifften und eines allhiesig» burgerl: Handels Standts beygetruckt grösseres In8i<;! so geschehen in der Kayl: Königl. Haupt« und Il,63lä6N2 Stadt Wienn den fünfften Monaths Tag May nach der gnadenreichen geburth Unsers Heylandts Im Ein Tausend Sieben Hundert Sechß und vierzigsten Jahrs, Philipp Joseph Langwider Erster Vorsteher, Mathias Pill er anderter Vorsteher." — (Nähmaschinen mit Dampfbetrieb.) In der Strohhutfabrik der Handelsfirma Ladstetter und Sühne in Domjale wurden kürzlich durch die hiesige Eisengießerei des Herrn Tünnies 60 Nähmaschinen für Strohhüte mit Dampfbetrieb eingerichtet. Ein Tritt an der Maschine vermittelt die Benützung des Dampfes für die Thätigkeit der Nähmaschine, sonst läuft dieselbe leer. Eine Nähmaschine mit Dampfbetrieb macht in einer Minute mehr als 2000 Stiche und wird von einer einzigen Arbeiterin bedient. >x- — (Unbestellbare Briefpostsendungen.) Beim hiesigen k. k. Hauftt-Poftamte erliegen folgende unanbringliche Briefpostsendungen aus dem Monate Dezember 1881, über welche die Aufgeber verfügen wollen, und zwar an: Nacco Mathes in Kofana. Strahs Erben in Iadobrova. Trtnik Johann in Podlipoglav. Libe Johann in Laibach. Balloch Franz in Cllli, Hlogar ^, hann in Mottling, Orlice R. in Westend. Djekii Ilija in Zagreb. Watzl Eduard in Vöslau, Tiefenbacher Thomas in Wr. - Neustadt, Holz Vatroslav in Marburg. Market Johann in Bohinska Bela. Gelkmann Jakob in Sissel, Eljacic Andreas in Trieft. Chinie Gustav in Sissek, Grajzar Anton in Sissek. Schwarz Anna in Troppau. Hutter Johann in Trieft, Gasperin Helena in Medvode, Kos Johann in Töpliz, Kogej Anton in Idria, Simon Valentin in Razore, Neil Johann in Ratschach. Lotrit Jakob in Sorica. Smidil Agatha in Köflach. Dekisky Ianos in Kostajmca. Wulfsberg A. in Hamburg, Saman Franz in Tisje, FML. Stubenrauch in Laibach. Hoöevar Martin in Gurkfeld, Gewerbe-genossenfchaft in Prag, Kavs'ek in Hrastnit, Meschik Alois in Wolfsberg. Ahaci? Johann in Oberstem. Märn Matthäus in Verh, Vizjak Franz in Obcrlaibach. Gewerbegenossenschaft in Budweis, Naglas Bartholomäus in Wien, Obreza Iofefine in Möllerhof, Spüller Franz in Wien, Erbprinzefsin v. Hohenlohe in Wien, Steiner H Berger in Innsbruck. Walfisch L. in Fiume. Peterlin Fanni in Trieft, Dr. Mörtl Franz in Klagenfurt. Bo-rufka Elife in Klagenfurt. Förster 1. Answers über die großmüthigen Geschenke und Veiträge für den Herz» IesU'Kirchenbauverein in Laibach bis Ende September 1881. (Fortsetzung.) Durch Herrn Georg König in Zirllach: Marianna Zaverl aus Zalog 1 fl,, Katharina Tomazii aus wbinj 50 tr., Maria Presa aus girllach 1 fl.. Maria Lach aus Ialog 52 lr., Marianna Zorman aus Zalog 1 st.; Maria Bohincc 20 kr. Margarctha Ienlo 10 kr., Lucia Presa 10 lr., Johann und Mlliianna Tomaziö je 20 tr. und Maria Koritnik 10 kr., alle sechs aus äcZnjevl; Marianna Nostiö 50 kr., Maria Stular 25 lr. und Marianna Zupanec 10 kr., alle drei aus Ialog. — Durch den hochw. Herrn Smrekar: Anna Puslovcrh 10 fl.; für cin ganzes Jahr: Anna Nupnit 1 fl., Maria und Aloysia Nup« nil je 56 tr., Marianna Nartnil 56 lr., I. N. Nant 1 fl., ein Ungenannter 50 tr., Katharina Richar 52 lr., N. Setnilar 52 lr. und Maria Kos 1 fl.; Anna Pnstoverh im Monate September 1 lr. — Durch Ungenannten: Von der Post nach Villich-graz 2 fl. A0 lr., Theresia Pehluj 1 fl.. die Pfarre Duor 5 st. 10 tr.. H. Ambrujov 20 lr.. Haus Kchsnil (Zwang) 1 fl. 40 lr., Haus Ambrozii (Zwang) 55 kr.. Irancet 40 lr., Malavla 22 lr.. Agnes von Molavcc «0 kr., Hirt von Pekan 10 lr., Marianna Peian 10 lr., ein Unbekannter 10 kr,, Findciß 5 lr., Francisca Peöan 10 lr., Lucia Kizisnil 40 kr., Anna und Maria Kero» nina jc 1 fl., Francisca Hojtar 10 kr., Maria Benedislo 53 lr., Anna Pustouerh für ein ganzes Jahr 1 fl., Franz Slalou 1 fl., Ruhotovca 1 fl., Familie von Spin in Dvor 3 fl., der Mcssner in Dvor 1 fl, 25 lr., Anna Maloverh 60 lr., die Gemcilidc Würzen ii st. 40 lr., Johann Smrelar 1 fl. 55 lr., Apollonia Iagar 1 st. (Fortsetzung des 1. Ausweises folgt.) Neueste Post. Original.Telegramme der „Laib. Zeitung." Budapest, 10. Jänner. Der serbische Kirchen« congress wird auf den I tt. Jänner wieder einberufen, wobei die Ernennung des Bischofs Angyeli«! zum Patriarchen publiciert werden soll. Paris, 10. Jänner. Der Senat vertagte sich nach kurzer Ansprache des Alterspräsidenten Gauthier bis Samstag. — Die Kammer wählte Brisson zum Prä« sidenten; die Wahl des Vicepräsidenten findet Donnerstag statt. London, 10. Jänner. Die Polizei entdeckte in einer Höhle nahe bei Cork 30 Snider-Gewehre, 800 scharfe Patronen und 300 Dynamitpatronen. Petersburg, 10. Jänner. Der Gehilfe des Ministers des Innern, Tscherewin, wurde feines Postens enthoben unter Belassung ü, 1a guito des Kaisers. Prag, 9. Jänner. Das „Prager Abend« blatt" sagt in einem bemerkenswerten Artikel: „Wenn die Negierung mit ihren ehrlichen und patriotischen Bestrebungen nicht jene Anerkennung und Unterstützung gefunden hat, die sie anzusprechen berechtigt war, im Gegentheile ihre Intentionen verkannt und rücksichtslos angefeindet wurdcu, su kann und wird sie dies in ihren Grundsätzen ebensowenig wankend macheu als in ihrer Thätigkeit beirren. Sie wird nach wie vor das gleiche Recht fiir alle al« ihr oberstes Princip betrachten und nach Kräften bemüht fein, durch zeitgemäße Gesetz, vorlagen und entsprechende administrative Maßnahmen den Wünschen der Bevölkerung Rechnung zu tragen und insbesondere deren wirtschaftliches Gedeihen zu fördern. Am Reichsrathe wird es nun fein, diefe Tendenzen kräftigst zu unterstützen." „Oesterreich", sagt das Blatt weiterhin, „muss endlich einmal zur Ruhe kommen. Es darf nicht der fortwährende Spielball der Parteien fein. Eine Opposition um ihrer selbst willen hat weder Sinn noch Berechtigung. Eine Partei, die dies nicht einsehen will, darf sich nicht be-klagen, wenn sie immer mehr den Boden unter den Füßen verliert." Prag, 10. Jänner. In der „Prager Zeitung" wird die Ergänzungswahl an Stelle des Grafen Franz Thun im böhmischen Großgrundbesitze auf den 18len Februar ausgeschrieben. Agram. 10. Jänner. Gegenüber deu Ausfällen des „Srbski Narod" veröffentlicht Zsivkovic in der „Agramer Zeitung" eine fcharfe Erklärung. Letzteres Blatt bringt auch ein osficiöses Vommunique, welches die fortgefetzten Angriffe auf Zsivkovic als einen „Schlag ins Wasser" bezeichnet. — Der Vanus ist hier angekommen. Eorl, 9. Jänner. Eonnell, der angebliche Anführer , der „Captain Moonlight", ist zum Angeber geworden und machte Vestäudnissc, infolge deren die Polizei gestern in der MiM eet eme Bande von zwölf Personen dingfest machen konnte, welche die iiwastcn Gewaltacte in der Umgebung verübt hatten. Konstantinopel, 9. Jänner. Wiewohl die Sprache der türlifchen Blätter mit Bezug auf Tunis sich nicht geändert hat, so hat Ussim Pascha doch jüngst seine früheren Erklärungen über die von der Pforte in Tripolitanien gegenüber Tunis eingenommene Haltung erneuert und bestätigt. — Der Sultan hat dem italienifchen Ministerpräsidenten Depretis, dem Minister des Aeuhern Mancini und dem General Medici den Osmanie-Orden erster Klasse verliehen. Handel und "Mkswirtschaftliches. Schwebende Schuld. Zu Ende Dezember 1881 befanden sich laut Knndmachung der Commission zur Control« der Staatsschuld im Umlaufe: an Partilllhyftuthclaranlveisuna.cn 91.563,737 Gulden 50 lr.; au aus der Mitsperre der beiden Control« commissionen erfolgten Staatsnotcn 320.434,947 fl., im ganzen 411.996.744 st. 50 lr. ___________ «udslfswert, 9. Jänner. Die Durchschnitts.Preise stellten sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: st- I ll. fi. j lr. Weizen pr. Hektoliter 9 43 Eier pr. Stück . . — i, Korn „ — — Milch pr. Liter . . — g Gerste „--------- Rindfleisch pr. Kilo . - 48 Hafer „ 3 25 Kalbfleisch „ - go Halbfrucht , 6 51 Schweinefleisch „ — bs Heiden „ 4 88 Schiipsensleisclj „ — — Hirse „ b 72 ^ Hcihndel pr. Stück . — gft Kukuruz „ 5 8«! Tauben „ . — 20 Erdäpfel pr.Meter.Ztr. 2 28 Heu pr. 100 Kllo . — __ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . ». __ Erbsen „-------- Holz, hartes, pr.llubi'l. Fisolen „---------Meter .... 2 71 Rinosschmalz pr.Kilo — 80 - weiches. „ — — Schweineschmalz „ — 80 Wein, roth.. prHeltolit. 16 — Speck, frisch, „ — 60 — weißer, „ 10 — Speck, geräuchert, „ — 80 Angekommene Fremde. Am 10. Jänner. Hotel Btadt Wien. Pessi, Seebach. — Rainer, Dornbirn. — Litlmanu, Verta uno School, Kaufleute, Wien, — Steiner, Kapellmeister, München. Hotel Elephant. Spitzer, GeschaftSm., Rann. - Steiler, In< acnieur. und Mognaz. Trieft. — Sonas, Kaufm., Wien. Neslopil, Kaufm., Vrünn. Mohren. Hcloch. Künstler, Pressburg. Verstorbene. Den 9. Jänner. Agnes Kern, Taglöhnerin. Karl-städterstraße Nr. ü, Lungenentzündung. Valthasar Guggen-büchler, Zimmerman», derzeit Zwängling, Polanadamm Nr. 50, hydropsic, Leberverfeltung. Im «Ivilspitale: -^ <^e " 7' 3 6 " " e ^ Margaretha Maurit, Inwohnerin, 50 I Gehlin -Apoplexie. - Joses Gale, Inwohner, 78 I., Entmischung der Safte. - Marla Windischer, Inwohnerin, 70 I., Lungenentzündung. Den 8, Iänner. Elisabeth Vof. Inwohnerin. 7s I.. Marasmus. Berichtigung. Im gestrigen Tobtenrapporte soll bei Paula Krasovic anstatt 8 I. 6 Mon. — richtiger 8'/, Monate alt heißen. Theater. heute (gerader Taa) Äencsizvorstelluna des Regisseurs Herrn Louis Linori: Ernan ,. Oper in 4 Abtheilungen von «erdi. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ « «.«5 ^ -o 3Z° ,n 3"'A A 2" -56 O. schwach' '"HN ^ 3 " 3^ "^21 ^.1» NW. schwach heiter 000 » « Ab. 74« 5i> - 2 0 NW. schwach heiter Morgens Reis, heiter, nachmittags gegen 3 Uhr Feber-wollcn aus NW., schwaches Abendroth, sternenhelle Nacht. Da» Tagesmlttel der Temperatur — 19» um 0 7° über dem Nor« male^____ Verantwortlich« Redacteur: Ottoma r Va«5erg. Eingesendet. NlS sicheres und milde wirkendes Purgiermittel wlrb da» l)tl16l L.3,^(j02^ Litt6lUg.88yr, welches in allen Apotheken und Mlneralwasser»handlungen zu haben ist, bestens empfohlen. (163) lö—1 Der geehrten Damenwelt zur aesälligen Notiz, dass die nächste Nummer der und „Must,-, brausn - ^siwnß" acht Tage spilter erscheint. Jg. v. Kleinmayr k Fed. Vambergs Uaibach.___________ UM" Beilage. ^WW <. .^^ Buchhandlung Jg. v. Kleinmayl H Fed. Bamber» '" Laibach empfiehlt zur «nnahmc von Abonnements alls Hic Gartenlaube" und macht hiemit auf den der heutige" „^.'aibacher Zeitung" fur die ,.. t. Stadlabonnenten beiliegende" Prospect ganz besonders aufmerksam