^r. 232. l>. >', halbl, fi. 5.» ssüi »it Zuftellunz in» H«u, halbl, « lr, Oiil dtl !post ganzj, ft. >?,< haldj. jl, 7 5>U Dienstag, 10. Oktober. I»ll»«lon,,«»«,: D«, N»tlai........... 1 — " A"^' k- l. Steuerinspektor in' Littai 1 — " .^oschner. k. k. Steueramlslthät,aen Men- "" enen sü?" Jahrhundert auszeichnet. lM m nl"°"""entaV^!!. ^""r.steikranle die Aufnahme derselben möglich werden? Wie sollen die unglücklichsten aller Unglücklichen, die, weil sich selber oder gemeingefährlich, trotz aufrichtigen Mitleides doch allgemein gennrden und salsch behandelt werden in der Zukunft, wenn nicht Abhilse geschieh». Unterkunft, Pflege und Heilung finden? Welchen Einfluss muss Aaibacher Zeitung Nr. 232 l975 10. Oktober l»82. im betreffenden Landtagsberichte noch zurückkommen, einstimmig angenommen. Die Anträge lauten: Der hohe Landtag wolle beschließen : In Ergänzung der Lardtagsbeschlüsse vom 19ten Oktober 1881 über den Neubau des Landesmuseums „Rudolfinum" wird: 1.) Der Landesausschuss ermächtigt, dass er auf den Vorfchlag Sr. Excellenz des Herrn >Unterrichts-ministers vom 10. Juli 1882. Z. 4950. das Lyceal. gebäude fammt dem anstoßenden Hauplwachgebäude der Unterrichtsverwaltung um den Preis von 40,000 fl. zu verkaufen, eingehe, die Bedingungen des Verkaufes und namentlich Art und Zeit der Uebergabe, für welche bezüglich der für das Landesmuseum und für die städtische Volksschule derzeit benutzten Localitäten eine den Umständen angemessene Frist zu vereinbaren ist. feststelle. 2.) Der vom Gemeinderathe der Landeshaupt' stadt Laibach in der Sitzung vom 28. September 1882 erklärte Vorbehalt eines Rechtes der Stadtgemeinde auf unentgeltliche Unterbringung der städtischen Knabenvoltsschule im Lycealgebäude wird zurückgewiesen und der Landesausschuss ermächtigt, gegenüber der Staatsverwaltung als Käuferin des Lycealgebäudes die G^« Währleistung für das diesfalls volle und unbeschränkte Eigenthum des Landes zu übernehmen. 3.) Der Landesausschuss wird ermächtigt und beziehungsweise beaustragt, eine vergleichsweise Besei« tigung des »ä 2 erwähnten Anspruches der Stadt« gemeinde Laibach zu versuchen und zu diesem Zwecke derselben als Absindung einen entsprechenden Theil des zu ermittelnden Benützun^swertes dieser Volksschul. localitäten zuzugestehen, bei welcher Bewertung die von der Stadtgemeinde Laibach zu tragenden Erhaltungskosten zu berücksichtigen sind, bei Fehlschlagen dieses Versuches aber den Gegenstand im Rechtswege aus» zutragen. 4.) Der Landesausschuss wird ermächtigt, die im Jahre 1883 für die Erwerbung des Baugrundes und für die sonstigen Baueinleitungen erforderlichen Kostenbeträge vorschussweise aus dem Landessonde für Rechnung des hiezu bestimmten Credites zu verausgaben. 5.) Falls der Verkauf nach den vorstehenden An» trägen 1 und 2 nicht zustande kommen sollte, hat der Landesausschuss im Sinne der Beschlüsse 4 und 7 vom 19. Oktober 1881 vorzugehen. Der Landesausschuss hatte über die Voreinleitungen zum Neubaue eines Landesmuseums «Rudol» sinum" nachstehenden Bericht vor das hohe Haus ge« bracht. Derselbe lautete: Hoher Landtag! In der Landtagssihung am 19. Oktober 1881 sind die Beschlüsse betreffs des Neubaues eines Landes« museums gefasst worden. Hievon ist jenem bezüglich der Erwirkung der Allerhöchsten Genehmigung, der Anstalt die Venen« nung ..Rudolfinum" beilegen zu dürfen, die allerqnä« digste Gewährung höchstenorts zutheil geworden, wie dies bereits in dem Rechenschaftsberichte gelegentlich der Mittheilung über die an das Allerhöchste Hoflager vom Herrn Landeshauptmanne geführte Deputation dem hohen Landtage bekanntgegeben worden ist. Weiters hat sich der Landesausschuss auf Grund des Beschlusses vom 19. Oktober 1881 mit Note vom 30. November 1881. Z. 6372, an die Stadtgemeinde Laibach um Leistung eines angemessenen Beitrages gewendet und bei dem Umstände, als vorläufig ein Bau» platz in der Nähe der Villen, südlich vom Haupteingange der Lattermannsallee, in Aussicht genommen ist, das Augenmerk der Gemeindevertretung auf den Umstand gelenkt, ob dieselbe durch Ueberlassmig des der Stadlgemeinde gehörigen Terrains in jener Gegend oder durch einen mit der krainischen Baugesellschaft zu treffenden Austausch für die Beschaffung eines ge< eigneten Bauplatzes unterstützend mitwirken könnte. Hierauf ewiderte der Stadtmagistrat unter dem 22. März l. I., Z. 4405, dass der' Gemeinderatb in der Sitzung vom 15. März 1881 einstimmig beschlossen hat, dass in Anbetracht, als die Stadtgemeinde nickt im Besitze eines zum Baue des Gebäudes für das Museum geeigneten Baugrundes ist, und dass sie auch im Tauschwege einen solchen zu erwerben und für den beabsichtigten Bau dann abzutreten nicht vermag, für den beabsichtigten Neubau den Betrag von 5000 st., zahlbar zur Hälfte bei der Grundsteinlegung und zur anderen Hälfte bei erfolgter Ueberdachung des Neubaues, zu widmen. Für diese hochherzige Zusicherung hat der Landeiausschuss der Stadtvcrtretuna. mil Zuschrift vom 3. April 1882. Z. 1897. feinen Dank aus-gedrückt. Auch an freiwilligen Beiträgen sind infolge des vom Landesausschnsse erlassenen Aufrufes vom 10ten Jänner 1882 bisher 2091 st. gezeichnet und außerdem vom Herrn Praschniker die unentgeltliche Lieferung von 100 Centner Roman-Cement zugesagt worden. Obige Collecle, welche noch fortgesetzt wird, ist inzwischen bis auf den Betrag von 500 fl., welcher erst bei Inangriffnahme des A>mes zur Auszahlung gelangen soll, bei der trainischen Sparcasse frucht« bringend angelegt. Das an das k. k. Unterrichtsministerium geleitete, Offert des Landesausschusscs vom 5. April und 10. Juli l881. ZZ. 4455 und 2882, womit das Lycealgebäude sammt dem anstoßenden HaupNoachgebäude der Unter« richtsverwaltung um 50,000 st. zum Kaufe angeboten wurde, hatte weitere Erhebungen durch den k.l. Landes» schulrath zur Folge, wornach der Wert dieser Gebäude nach Abschlag des capitalisicrte» Wertes des der Unter« richtsverwaltung bezüglich des Lycealgebäudes zustchsn-den Servitutsrechles der Unterbringung des Gymnasiums, der Sludienbibliothek und der Lehrerbildungsanstalt sammt Uebungsschule daselbst für den Staat mit 30.000 fl. veranschlagt worden ist. In dem hierüber dem Landesausschlisse zugekommenen Erlasse des Herrn Unterrichtsministers vom 16. Juli 1882, Z. 4950, wird diessalls Folgendes bemerkt: „Wenn ich auch mit Rücksicht auf den mit dem Verkaufserlöse beabsichtigten Zweck, sowie die der Unterrichtsverwaltung durch das zu erwerbende Eigenthum erwachsenden Vortheile nicht absolut an diesem Betlage von 36.000 fl. festhalten will, so wäre es mir doch unmöglich, den um 14,000 st. höher beanspruchten Kaufpreis zu befürworten. Ich erlaube mir daher, an den Landesausschuss die Anfrage zu richten, ob derselbe bereit wäre, den Verkaufspreis auf mindestens 40.000 st. herabzumindern, worauf ich nicht anstehen würde, mir die Allerhöchste Ermächtigung zum Abschlüsse des Kaufvertrages sowie die verfassungsmäßige Genehmigung zur Veqlei« chung des Kaufpreises in mindestens zwei Raten (Jahres» raten) einzuholen. Für den Fall, als der Landesausschuss in diesen Vorschlag eingehen sollte, wolle seitens der Stadt' gemeinde Laibach, des fürstbischöflichen Ordinariats ein folches Beisammenfein diverser Kategorien von Kranken auf den heilbaren Kranken ausüben? In richtiger Würdigung und Beurtheilung dieser Verhältnisse wurde auch von berufener Seite ein Pro« memocia an den krainischen Landesausschuss gerichtet, mit der Bitte, diesem wichtigen Zweige der Sanitäts-psiege die gebürende Aufmerksamkeit zu schenken, einen oiesbezüglichen Landtagsbeschluss zu erwirken und durch den Zubau von doch je einer Abtheilung wenigstens, eine Sonderung der Ruhigen von den Unruhigen zu ermöglichen. Wir zweifelten nicht, dass der Landtag, weil es sich um wirkliche und humane Interessen des Landes handelt, eine befriedigende Lösung des Gegenstandes finden werde. Leider aber hat der Landesausschuss die angedeutete, von den Aerzten gemachte Vorlage mit Rücksicht auf die fchlechte Finanzlage des Landes nicht befürworten zu können geglaubt. Mit Rücksicht auf die Landesfinanzen, von denen es heißt, dass sie einen programmüßigen, complete» Ausbau der Irrenanstalt nicht vertragen, wurde jedoch nichts Unmögliches vorgeschlagen, und steht das zum Weiter« baue je einer Abtheilung nothwendige Baucapital nicht außer dem Bereiche der Leistungsmöglichkeit des Landes. Was angestrebt und laut verlangt werden kann und muss, das ist eine Trennung der ruhigen Kranken von den unruhigen, und zu dem Zweck, und nicht blos au» Gründen der Ueberfüllung, Schaffung der noth-wendigen Localitäten in Studenz, Eine Sonderung ?"^"n^" aber nach Krankheitsformen im psychia-ln , n Swne. wie dieselbe in geordneten Anstalten "^ "'' "" """ ^"" ^ vor« Wichtiger noch und von größerer Bedeutung für das Land als die Schaffung von Räumlichkeiten zur entsprechenden Unterbringung von Geisteskranken erscheint uns aber die Frage der Versorgung Geisteskranker. Es würde zu weit führen, heule darüber ausführlicher zu sprechen, aber erwähnt sei, dass andere Staaten, und zwar solche, die am ersten moderne Irrenanstalten bauten, die ersten waren, die auf eine dilligere Verpflegsform dachten und mit Hinwegsehung eines complicierten Apparates in den land» wirtschaftlichen Colonien, die für einen großen Theil der Kranken Passen, auch erreichten. Auch nicht unerwähnt wäre zu lassen, dass die Pensionäre einer Anstalt, für die wir leider auch keine Abtheilungen besitzen, eine finanzielle Hauptstütze der Anstalten bilden. Laibach müssen wir für dus Institut der Pensionäre (Kranke 1. und 2. Classe) vermöge seiner Lage wie geschaffen erklären, besonders wenn wir bedenken, dass die südlichen Länder Dalmatien, Istrien, Trieft, Görz leine derartigen Institute besitzen und ihre zahlreichen Kranken leider an Lai-bach vorüber nach Graz, Wien führen, wo sie natürlich die zuvorkommendste Aufnahme finden. Mit diesen Andeutungen sind wir aber auch schon von dem eigentlichen Thema abgekommen und schließen mit dem Wunsche, dass diese Zeilen, «in« iru. ol «tullio geschrieben, zum Wohle des Voltes und der Landes-finanzen einiges Nachdenken verursachen und in ihrer Einfachheit eine wohlwollende Beurtheilung finden mögen. _____ XXX und des historischen Vereins die Erklärung eingeholt werden, dass sie gegen den Uebergang der erwähnten zwei Gebäude in das volle n»d unbeschränkte Eigen» thum des Staates, beziehungsweise die Unterrichts-Verwaltung kemen Einwand zu erheben haben." Diese gewünschten Erklärungen sind vom bischöf' lichen Ordinariate und vom historischen Vereine bereits abgegeben worden; dagegen hat die Stadt» Vertretung lant Note des Sladtma'gistrates vom 29sten September l. I.. Z. 14.688. in der Grmrinderache-sitzlma. am 28. September beschlossen, dass sie aMN den Üebergang des der krainischen Landschaft gehör'' qcn Lycealgebäudes in das Eigenthum des Staates keine Einwendung zn erheben habe, dass jedoch das Recht der Stadtgemeinde auf unentgeltliche Unterbringung der städtischen Knaben « Volksschule im Lycealgebäude aufrechterhalten bleiben müsse. Durch diesen crhobcm'n Anspruch der Stadtgemeinde Laibach aus eine Milbenützmig des Lycealgfbälldi's sür die Unterbringung der ersten städtischen Knaben-Volls' schule, welchen der Landesausschuss als einen ganz ungerechtfertigten bezeichnen muss, erhält der Abschluss detz Vnlanfes des Lycealgebäudes an die Unterrichts-Verwaltung jedenfalls eine sehr bedauerliche Verzoge-lung, wofern nicht davon ganz abgegangen würde. Zwar würde der Landesmlsschuss für den Fall des Nlchtgelmgens des Verkaufes des Lyceal- und Haupt' wachgebändes ermächtigt, für den voraussichtlich l» drm Iubiläumsjahre der Zugehörigkeit Krams zur Hausmacht des Hauses Haböbnrg in Angriff zu neh' mendcn Museumsbau ein entsprechendes Darlehen zu Lasten des Lmidrsfondes aufzunehmen. In Ausführung dieses Landtagsbeschlusses wäre daher für die schon im nächsten Jahre vorzunehmende Grundsteinlegung des ..Rudolfinums" ein theilweiser Naufond aufzubringen, nach dessen Verwendung auch eine Baurate des zugesicherten Beitrages der kra>-Nischen Sparcasse im Maximalbetrage von 100,000?-in Anspruch genommen werden könnte. Es wäre jedoch vielleicht räthlich, statt des voraussichtlichen Ausschubes des Verkaufes des Lyceal' gebäudes und Vetretung des Rechtsweges gegen dtt Stadtgemeinde mit dieser ein Abkommen zu treffe^ wodurch der bei der Dringlichkeit des Museumsbaues erwünschte Anbot des Herrn Unterrichtsminifters zl" Realisierung kommen könnte. Bei der Wichtigkeit dieser Angelegenheit kann dtt Landesallsschuss nicht umhin, sich bezüglich seines lve^ tern Vorgehens die Weisungen des hohen Landtags zu erbitten. Es wird daher der Antrag gestellt: ^ Es wolle der Anbot des Herrn Unterrichts Ministers wegen Anlaufes des Lyceal- und des Haup^' Wachgebäudes um den Kaufpreis von 40,000 st- un? der von der Stadtgemeinde Laibach erhobene AnsPlU^ auf fernere unentgeltliche Benützung des Lycealgeba^ des für die städtische Knabenvollsschule dem Fina^ ausschusse zur Antragstellung zugewiesen werden. Vom krainischen Landesausschusse. Laibach am 30. September 1882. Thurn, Deschmann, Landeshauptmann. Berichterstatter. ^^. Zur «age. Die Mehrzahl der Wiener Morgenblätter vo» ?. d. M. beschäftigt sich mit dcm nunmehr sanction'" ten Wahlreformqesehe. Das „ Fre mde" blatt" skizziert die Eoilsequenzen des neuen ^'.^t wie folgt: „Der böhmische Großgrundbesitz wild l"^ mehr nach einer einzigen Wahlliste und in einem e zigen Wahlacte wählen. Er wird nicht mehr eine ", schlossene Phalanx in das Haus entsenden, welche w dem Vorbilde der jeweiligen Regierung gebildet l wird. Die Conservativen und die Verfassungstreu die czechisch Gesinnten und die Deutschen, ^er ^ man sonst die Gegensätze zu nennen willens ^'^ ^se den nunmehr beide in fast gleicher Stärke im V ^ vertreten sein. In diesem Augenblicke sind es i .^ die Deutschen, denen diese Garantie zugutelomMt- ^ können indessen Zeiten kommen, in denen ,''^gtzt Ezechen eben solche Dienste leisten wird. ^" Aus? beide Nationalitäten gegen den gänzlichen A"?'^zge< au« einer Wahlcurie. Nicht minder wichtig 'st "' lie. rufung der „Füns.Gulden.Männer" an die WM« ^ Eine breite Schichte der Bevölkerung ist a«S " ze bürgern zu Vlillbüra/rn geworden, sie wurden '^, und mit allen politischen Yachten ausgestaltete ^ ^ burger. Die Emancipation des kleinen Mannes ' ^, Thatsache geworden. Ihm wurde wenigstens "' ^, ralischer Ersah für die schweren materiellen ^p^ Ae theil, welche ihm das Staatswesen auferlegt. ^«, „Deutsche Zeitung" hat zwar von «y"" ^ ^s-standpunlte aus gar manches an der Waylrei"'. ^„g zusehen, kann aber doch mcht umhi". die 6'" ^ der Fünf-Guloen.Männer in die Wählerschaft "^^, erfreulichen Fortschritt zu beznchnen. — T>'e« ^hl-genpost" schreibt: „Die Sanctionierung °" po-reform bezeichnet ein^n wichtigen Äbschnm '" schichtc litischen und parlamentarischen Entwicklung»«" ^l Oesterreichs. Indem der kleine Steuerzahler Laibacher Zeitung Nr. 232 I »79 10. Oktober 18«2. lleme Bnrqer zu der Wahlurne berufen werden, um an der Zusammensetzung der gesetzgebenden Körper« ichaft mnzuwiiken, wird den p,rlamentarischen Ein« Nchtungen eine breitere und solidere Grundlage gegeben, und wlld das Abgeordnetenhaus mehr als bisher in dle Lage gesetzt, ein getreuer Resonanzboden der Wünsche und Bedürfnisse drs Volkes zu sein." — Das «Va-lerland" bemerkt: «Zu wessen Gunsten oder Un-Misten das neue Wahlgesetz dereinst wirken wird, das lasst sich im jetzigen Momente wohl ebenso wenig be-stlmmt sagen, als wann es zur Anwendung gelangen Wird.. . Vermag die Linke — was bei ihrer jetzigen üusammensstzung allerdings kaum denkbar ist — zu ze>a.en. dass sie die allgemeinen Interessen besser zu wahren versteht als die Rechte, so wird zweifellos sie. Welche das Gesch so eifrig bekämpft hat, und nicht ble Rechte, welche es beschlossen hat, den Hauplvor-Ml daraus ziehen." — Die „V orstadt -Zeitun g" Mdet als gesinnungstüchtiges Oppositionsblatt selbstverständlich vieles an der Wahlreform zu tadeln, doch Neut sie sich darüber, „dass der Gerechtigkeit mindestens lhellweise genüge geleistet, duss wieder ein Bruchlheil »er Bevölkerung, der schwere Pflichten zu erfüllen Hal, zur Theilnahme an den politischen Rechten heran« Elogen wird." Von den Landtagen. H Die Landtage arbeiten nunmehr mit erhöhter Laschheit, um bis zum Schlüsse der Session das ihnen «Ugew,esene Berathungsmateriale wo möglich vollmundig aufzuarbeiten. Imniederösterreichischen Landtage kam es am 7. d. M. über Veranlassung des Abg. Ritter von Schönerer zu einer improvisierten Debatte über die Iudenfrage. Dieselbe fand mit der "ayezu einhelligen Annahme des Antrages auf Ueber« »°ng zur Tagesordnung ihren Abschluss. . Vrünn, 0. Oktober. Der Landlag wählte heute "I den Ausschuss für die Abänderung der Landtags-"Wahlordnung die Abgeordneten: Auspitz, Chlumccly. Handerlil, Harrafowsky. Manner, Maneth. Poche. Fromber. Steinbrecher, Sturm. srom. Trieschet. Tuczek, "ugust Weeber und Widmann-Scolnicky. (Das Wahl-"lultat wird übrigens erst morgen publiciert werden.) vlerauf wurde eine Reihe von Berichten des Finanz-uusschussez nach Referaten der Abgeordneten Dr. Prei- enyamlner, Dr. Sturm. Dr. Hoppe und Primavesi "^dlgt. j,. Troppau, 6. Oktober. In der heutigen Sitzung ^ Landtages interpellierten Dr. Franz Müller und bet « ^" 2andespräsidenten. o^ die Nachrichten. N^^nd den Erlas» einer Sprachenverordnung für aen,!'""' begründet seien. Ebenso interpellierte Ab-dln c?"" Cienciala. ob die Regierung geneigt sei. .» «lirderungen der Nationalen in Scylesien gerecht Mb ^"'' Der Landespräsident Marquis de Vac-u„ 1^ erklärte geaenüber beiden Interpellationen, selbe >^>^hohe Ministerium leiten zu wollen. lvi ^"^ ^""^ Cer? """"' ^ d. M. berichtet: heute fand hier die den?!.^ b" Ueberreichung des Cardinalsbaretls an ^s.^yerigen Nuntius Cardinal Czacki durch den ss"^nten Grevy im Elisie.Palaste mit den her-benier». " Förmlichkeiten statt. Der Cardinal-Nuntius llelle,, «?tl ^'"^ Ansprache, dass er einem tradltio-sti„"' ^brauche die Ehre verdanke, am Schlüsse die «l '>^l)" zum Cardinal ernannt zu werden; doch Werk- "^mma.' bie er hierüber empfunden habe. er sfs ^"^blich abgeschwächt durch den Gedanken, dass hab? ?' " Franireich werde verlassen müsstn. Er "ahme ?^" ^'"s^" b'kser großen Nation eine Auf. l>rnen ^!""ben. die ihm bewiesen, dass diejenigen, zu niahrb^ ^' ^'"^ Beziehung gestanden, in ihm einen dernw!. Freund Frankreichs erkannt hatten, der Ha " '^'e des letzteren gern alle seine Kräfte opfere, anders ?' "'^ lür Frankirich thu» könne, noch lend sfi Dankbarkeit bezeige», so werde er wäh-sllr ^. / "°ch wenigen Lebenstage nicht aufhören. Woll n , e'^ ""b deu Präsidenten zu beten, damit b«l,li f^ ""^ ^ihre. Er bitte den Präsidenten. loeiH.^ '"" sei. ihm sein Andenken zu bewahren, «ttvid "' " """' l)vhrn Wert beilege. Der Präsiden» Trabis' "^" kardinal! Nicht allein um der dieser zn" ^" ^gen. hat der heilige Vater Sie zu roie der m^ "^ben. sondern vor allem, weil S,e, sprach« ^. «at so gut in der schönen lateinischen ^agt u«l " "'^" ausleben zu machen versteht. ^a.enschas!' "" den vollendetsten und unschätzbaren Aeiste d,'7" begabt s"'b. Eie haben mit einem seltenen ^tche ^u „.. ^^"""6 die wahren Interessen der 3" Fran,? i^'ch"b"' und sie zu wahren verstanden, ^/w"de ^'^'lches Sie lieben, gibt Ihnen die x Men Ml.'. , Sle auf mein Erinnern einen !^ es I?"" legen wollen, fo seien Sie versichert. " niir fs"°" l'"?" ^lgen wird, als einem Manne, einzuflößen gewusst hat." In ^ ^°" Ausland. ^?^mn^l^'^^ bekanntlich während der ^'chlerst""Mon die Reorganisation des ' ""des eine große Rolle gespielt. Es kam indessen zu leinen Beschlüssen darüber, vielmehr wurde die Regierung beauftragt, eine neue Vorlage zu machen. Diese wurde nun am 5. d. M. von dem gegenwärtigen Iustizminister Devi-s dem Ministerrathe vorgelegt. Danach sollen fernerhin »nr die Richter des Obersten Cassationshofes volle Unabsehbarkeit besitzen. Alle übrigen Richter sind absetzbar; sie werden in drei Classen getheilt, und auch in Zukunft wie bisher durch den Iustizministcr ernannt. Dieser aber hat das Recht, die Richter innerhalb ihrer Classe un-beschränkt von einem Orte zum anderen zu versitzen. Die Altersgrenze wird aufgehoben; doch einerseits kann der Iustizminister jeden Richter von 60 Jahren pensionieren, und andererseits hat jeder R'chter in diesem Alter die Berechtigung, seine Pensionierung zu beanspruchen. Die Disciplinarfälle bleiben wie bisher dem Cassationihofe zur Cogmlion unterworfen. Außer-dem soll ein oberer Rath, der in seiner Mehrheit au» Mitgliedern des Cassationshofes besteht, eingesetzt werden, auf dessen Gutachten bin der Iustizminister jeden Richter absehen kann, auch wenn derselbe nicht m dem Falle disciplinarischer Bestrafung oder in der Lage der Pensionierung sich befindet. Zur Ergänzung dieses Gesetzentwurfes seht der Iustizmimster die gegen» wärlige Zahl der Richter herab, indem er die Anzahl der zur Abgabe eines giltigen Urtheiles nothwendigen Richter verringert. Französischen Blättern wird aus Kairo unterm 4. d. M. telegraphiert: General Wolseley wird Egypten am 15. Oktober verlassen. Sein Generalstabschef General Aoye »st heute nach London abgereist. Der Khedive hat ihm bei oer Abschieosuudienz drn Mrdsch'dj.-Orden überreicht. Die Generale Wood und Alijon weiden die voraussichtlich aus zwei Brigaden bestehende Occupationsalmee befehligen. In den bedeutenden Städte» werden Municipalitäten gegründet und die Europäer mit städtischen Steuern belegt werden, von denen sie bisher befreit waren. Die Anzahl der Kranken nimmt in der englischen Armee fortwährend zu. Mehr als 1000 Mann musslen krankheitshalber nach Haufe geschickt werden, bei einem Efseclivstande von 17,(^0 Mann eine unverhältnismäßig hohe Zahl. Die Expedilionstruppen werden zrm And/nken an den brillanten egyplischen Feldzug zwei Erinnerungs« Medaillen erhalten, von denen o,e eine das Bildnis der Königin von England, die andere jenes des Khe« dive trägt. Urberbies sollen allen Combaltanten Pensionen ausgesetzt werden. Der berüchtigte Scheit Alieh, der Schriften unter die Fetwahs vertheilte, in denen die Gläubigen zum Aufstande ermuntert wurden, ist im Gesängnisse gestorben. Oagesneuigkeiten. — (Hofnachrichten.) Ihre l. und l. Hoheit die durchlauchtigste Irau Erzherzogin Maria Theresia ist aull München am 6, d. M. früh in Wien eingetros» fen. Se. Majestät der Ktmig Milan von Serbien, welcher am b. o. M. abends aus Gleichenberg in Wien eingetroffen ist. gedenkt bis zum 12. d. M. daselbst zu verweilen. An diesem Tag« begibt sich Se. Majestät mittelst EilzuLeS der Staatsbahn über Bazias nach Orsova. wo >hn ei» Sprcialschiff der DonaU'Dampsschiff» fahrtsgesellschaft erwarten wird. um ihn sammt Suite «ach Rustschuk zu bringen. In dieser bulgarischen Hafenstadt, wo Künig Milan am 14, d. M eintreffen wird. findet die Entrevue zwischen den Herrschern von Serbien und Bulgarien statt. Die Dauer de» Besuches, welchen Ming Milan seinem fürstliche!, Nachbar zu mache» gedenkt, ist auf drei Tage bemessen, und fo lürste der ttänig schon am 17. d. M. Rustschul verlassen, um nach seiner Hauptstadt zurückzukehren. — Ullechöchstderselbe emftfieng am 6. d. M. nachmittags den Vlsuch Seiner Excellenz des Herrn Ministers Grasen Nalnoly. — Se. lön. Hoheit Plinz Wal demur von Dänemark ist am 6. M. vormittags in Men angekommen. — ( Pe rson a l na ch r i cht.) Se. Excellenz der Herr Ackerbauminister Gras Fallenhayn hat am 6. d. Vt. in Gesellschaft des Statthalters mit dem Kriegs, dampf« ..Andreas Hofer" dir Reise nach Süd Dalmatien angetreten. Vormittag» wurde Ilarin angelaufen und der Ort besichtigt. Abends lraf der K'riegSdampser in Lesina ein. Die Stadt >uar beleuchtet, und wmdr Sein«-Excellenz von den Stadthoiioratiurrii empfangen und von der Bevölkerung bei einem Rundgangc durch die Stadt aufs freundlichste begrüßt. U,,, 0. d. M um ti Uhr morgens erfolgte die Ankunft >n L,ssa. und e» machte der Herr Minister einen mehrstündige» Rltt durch die Insel. — (Ueverschwen, n, ungen in Tirol.) Seine Excellenz der Herr Statthalter Baron Widmann telr. graphierte. wie der ..Tiroler Bote" meldet, am tt, d, aus Vozen nach Innsbruck, dass er im Vereine mit dem Landeshauptmanne die Beschädigungen im Meraner Be. zirle. und zwar im Vinstgau bei Prad^EierS und Schlan. ders eingehend besichtigt und in Meran und Gozen die geeigneten Anordnungen zur raschen Förderung der Hilfe-action getroffen habe. Insbesondere wnrden die argen Beschädigungen bei Sigmundölron unter Beziehung von Sachverständigen eirer eingehenden Vrsichtigung unterzogen und dafür So.ge getragen. bass die berelts be-gonnenen Restaurierungsarl'eilen mit aller Energie fort gesetzt werden. Am tt. d. M. reisten Se. Excellenz der Herr Statthalter und der Herr Landeshauptmann nach Trient ab. — Aus Bozen. 4. d.. berichtet man dem „Tiroler Boten": «Se. Excellenz der Herr Statthalter und der Herr Landeshauptmann sind heute vormittags hier angrlommen. Zuerst wurden die Deputierten der Handelskammer empfangen. Der Herr Statthalter drückte seine Befriedigung darüber ant, dass die von der Han« deltzlammer urgierte Herstellung der Straße nach Brixen beendigt, würdigte vollkommen die Beunruhigung unter den Geschäftsleuten in Sübtirol wegen der Abgeschlossenheit von allem Verkehre und freute sich über die Versicherung der Kammer, dass jetzt die ganze Bevölkerung beruhigt und überall Vertrauen auf die Hilfbaction der Regierung vorhanden sei. Se. Excellenz sprach sich be. züglich der zutage getretenen Mängel lc. dahin aus. dass momentan nicht Hilfskräfte genügend zur Hand gewesen und exponierte dann die Pläne und Ziele der Hilfs« action, indem er die Kammer ersuchte, dieselbe in jeder Richtung zu unterstützen, Nachmittags besichtigte der Herr Statthalter die Verheerungen zu Sigmundskron. Morgen erfolgt die Weiterreise nach Trient. Der Wagenverlehr fteht jetzt, nach der heute erfolgten Wiedereröffnung der Strecke Bozen'Ahwang, nach allen Richtungen offen." NuS Levico wird unterm 7. Oktober gemeldet: Der Statthalter und der Landeshauptmann besichtigten auf ihrer Vereisung der Valsugan. in allen Orten von dem Seelsorger, dem Gemeindevorftande und Ingenieuren geleitet, die durch die Ueberschwemmung angerichteten Verheerungen und gelangten an der Reichs» grenze bis Grigno. wo fast alle Häuser verschüttet, viele weggerissen und eingestürzt sind. Dem Vezirkscomite so, wie den betroffene» einzelnen Gemeinden wurden Beiträge zur Unterstützung der Nothleidenden zurückgelassen. Gestern gelangten sie aus 5er Rückreise bis Levico Der fortdauernde heftige Regen lässt ein neuerliches Auetreten der Wildbäche besorgen, — (Den Freund erschossen) Als kürzlich der Halblehner Johann Wyhnalil aus Poppowih abends von der Jagd heimkehrte, berichtet die ..Brimner Zeitung", feuerte er in ein Gesträuch sein Gewehr ab in der Meinung, es halte sich dort eine dem Wild nachstellende Katze auf. Unglücklicherweise lag dort der Grundbesitzer Hayek, ein mit Wyhnalil sehr befreundeter Ma»n, Die Schrottladung drang dem Hayek in den Körper, so dass dsrfelbe noch vor Ankunft deS herbeigeholten ArzteS verschied. Per unvorsichtige Schütze wird zur Verantwortung gezogen, Locales. Kramischer Landtag. Mit der gestrigen Sitzung wurde die Session des h. lrain. Landtages geschlossen. Der Herr Landeshauptmann schloss seine den Danl an den Herrn Laiidespräsidenlen für die Aufmerksam, leit und Theilnahme an den Verhandlungen und an die Eollegen für ihre Thätigkeit aubsprechende Schluss-rede mit dem hervorhebenden Hinweise auf daS im nächsten Jahre stattfindende 600jührigeIubiläum des Landes Krain und die allergnädigst zugesagte Allerhöchste Anwesenheit Sr. l. und l, Npo-stolischen Majestät bei del Jubelfeier, worauf die Velsammlung ein stürmisches dreifaches Hoch und Zivio ausbrachte. Im Verlanfe der Sitzung, in welcher das Armen-geseh (aus der Feder des Herrn Abg. Dr. Schaffer) angenommen worden, ergriff der Herr Lande sprä« sident das Wort zur Beantwortung von Inter-pellationen. Dieselbe lautet: Hoher Landtag! In der Landtagssitzuug vom iiO.Seplember 1882 haben der Herr Abgeordnete Klun und Genossen eine Interpellation eingebracht, in welcher sie folgende Fragen an den Landespläsidenten richteten: 1.) Ist ihm die Thätigkeit des dlutfchen Schul, vereine« in Krain bekannt? 2.) Ist ihm bekannt, das« diese Thätigkeit Aulas« z»r Aufregung unter der slovenischen und deutschen Bevölkerung gibt und unter dem Volle eine grohe Vo liiiruhigung verursacht? 3.) Hall er dafür, das« diese Art der Verein«, »hätigteit ohne jeglichen Nachtheil für das Slaalswohl se> und sich mit unseren Gesehen überhaupt vrrcilivalen lasse? 4.) Ist ihm bekannt, dass der Schulderem unter den l. l. Staalsdienern seine eifrigsten Anhänger und seine rührigsten Agenten hat? 5.) Gedenkt er den mit den gesetzlichen Bestimmungen im Widersprüche stehenden zweiten Beschluss d.s l. k. kram. Landesschulralhes inbetreff der Schule von Maierle aufzuheben? (i.) Ist inbetreff der Vorfälle in Maierle und Suchen eine Discipliuarunterfuchung schon angeordnet worden, oder wird überhaupt eine solche angeordnet werden? Hierauf beehre ich mich, folgende Antwort zu er-theilen: Für die politischen Behörden könne,, bei der Be-urthmung der Thätigkeit der Vereine behufs einer Laibacher Zeitung Nr. 232 I98N 10. Oktober l«82. allfälligen Ingerenznahme nur die B^stimmunqen des Gesetzes vom 15. November 1867. R. G. Äl. Nr. 134, über das Vereinsrecht und die auf Grund dieses Gesetzes genehmigten Satzungen oder Statuten derselben maßgebend fein. Der deutsche Schulverein besteht laut Erlasses des hohen k. k. Ministeriums des Innern vom 17ten März 1881. Z. 1249, auf Grund der von ihm nach 8 11 des Vereinsgesetzes dem genannten Ministerium vorgelegten und von diefem nicht beanständeten Satzungen. Dieser Verein hat nach § 1 seiner Satzungen den Zweck, in Oesterreich an Orten nnt sprachlich gemischter VevöltVrung, besonders an den deutschen Sprachgrenzen und auf den deutschen Sprachinseln, die Bestrebungen zur Erlangung und Erhaltung deutfcher Schulen zu unterstützen. Noch 8 2 der Satzungen verfolgt der Verein seine Zwecke durch Errichtung von Schulen (in besonderen Fällen auch von Kindergärten), durch Gewährung von Geldunterstützungen, durch Anstellung von Lehrern und Bestellung von Lehrmitteln, durch Vorträge m.d Herausgabe von Druä.lirten. Nach § 5 kann jedermann, ohne Unterschied des Geschlechtes, Mitglied des Vereins wer--den, dessen Anmeldung von der Vereinsleitung angenommen wird. Nach § 6 hat jede« Mitglied des Vereins unter onderem die Pflicht, die Zwecke des Vereins nach Möglichkeit zu fördern. Nach Inhalt seiner Satzungen hat der deutsche Schulverein auch die Errichtung von Zweig vereinen unter der Bezeichnung „Ortsgruppen" m den einzelnen Ländern in Aussicht genommen. Ueber die Bildung einer Ortsgruppe hat derselbe jedesmal, bevor letztere ihre Wnksamkeit beginnt, die für die Errichtung von Zweigvereinen nach § 12 des citierten Gesetzes vorgeschriebene Anzeige zu erstatten. Mit den Erlässen vom 7. Juli und 20. August 1881. ZZ. 3617 und 44(?0. hat das hohe Ministerium des Innern der k. l. Landesregierung für Krain eröffnet, die Bildung der Ortsgruppen „Laibach" und „Gottschee" des deutschen Schulvereins nach den von letzterem überreichten Satzungen dieser Ortsgruppen sowie der für dieselben gleichzeitig als verbindlich er« klärten Satzungen des Hauplvereins nicht unter« sagt zu haben. Der Zweck der Ortsgruppen ist nach tz 2 der Satzungen derselben dieFörderungder satzungs« mäßigenBestrebungendesHauptvereins, durch dessen Satzungen auch die Rechte und Pflichten der Mitglieder der Ortsgruppen bestimmt werden. Die Satzungen des Hauptvereins sowie der Ortsgruppen — welche, wie gesagt, sammt dem bezüglichen Gesetze für die politischen Behörden maßgebend sind — enthalten also ganz klare Bestimmungen. Was zunächst die k. k. Beamten betrifft, so ist denselben nach den in Rede stehenden Satzungen nicht verboten, in oen Hauptverein oder in die Ortsgruppen einzutreten und als deren Mitglieder die Vereins» zwecke zu fördern. Anlangend die bisherige Thätigkeit des Vereins, respective der beiden Ortsgruppen «Laibach" und «Gottschee", äußerte sich dieselbe einerseits — unter Festhaltung des Vereinszweckes — in der Ge» Währung von Unterstützungen an ver« schieden« Gemeinden zur Errichtung von Schulen. Hiedurch hat der Verein seinen gesch« und statutenmäßigen Wirkungskreis nicht überschritten. Es war daher diesfalls für dle politischen Beholden kein Anlass zu einem Einschreiten, und zwar umso weniger, als dabei selbstverständlich in keiner Weise das Recht und die Pflicht der Schulbehörden alteriert wird, dafür zu forgen, dass die Schuleinrichtungen in den erwähnten Gemeinden in vollem Einklänge mit den Gesehen seien. Unter solchen Umständen aber kann die Thälig« leit des deutschen Schuloereins keinen Anlass zu einer Aufregung unter der Bevölkerung im Lande geben und keine Gefahr für das Staatswohl begründen, zumal auch gegen jede Verfügung oder Unterlassung der Schulbehörden, namentlich des Landesschulrathes in Schulangelegenheiten, den Beteiligten das Recht der Beschwerde an das Ministerium, eventuell an das Reichsgericht oder den Verwaltungsgerichtshof vorbehalten ist. Das letztere gilt insbesondere auch iubetreff der Anordnungen des Landesschulrathes in Angeleqenheit der Ullterrichtssprache an der Volksschule in Maierle. Der Landesschulrath hatte, wie in d.r Interpellation bemerkt wird, ursprünglich an der gedachten Schale die Einführung des Halbtagsunterrichtes in .'vei Abtheilungen, in e'ncc deutschen und einer slooeiiischen. angeordnet. Später widerrief der Landesschulrath diese ^eme Verordnulg und bestimmte an der genannten Schule al« Unterrichtssprache die deutsche mit obli« U"" Uovemsch^, Sp achunterrichle, und zwar auf ^?.-« '^'^""ae" derjenigen, welche die Schule Welche ausdrücklich und entschieden eine deutsche Schule verlangten, in der jedoch die slovenische Sprache als obligater Gegenstand qelehrt werden sollte. Ich bemerke, dass diese Angelegenheit zu jenen aehört, welche vom Landlsschulrathe nach § 37 des Scuulaufsichtsgefetzes für Krain vom 25. Februar 1870 collegialifch zu behandeln sind. Als Vorsitzender des Landesschulrathes bin ich nicht berechtigt, di- Beschlüsse desselben aufzuheben, fondern allenfalls nach § 38 desselben Gesetzes nur deren Ausführung, gege» Einholung der betreffeuden Entscheidung d? Herrn Ministers für Cultus und Unterricht, z>» sisnerrn. Aber auch von meinem Sisti^ rungs^chte glaubie ich in dem vorliegenden Falle cn^ gesichts insbesondere der deutlichen Erklärung der Insassen von Maierle nicht Gebrauch machen zu können, da meiner Ansicht nach dlis Reckt der Eltern, die Nationalität der Kinder zu bestimmen, nicht leicht bestritten und dieser Umstand von den Schulbehörden bei der Bestimmung d ,nenn> he selbst schlug den ersten Nagel der hochwä^ige H.,r Dechant im Namen der allerheil. D..isalt ;l?!l ein; unter den übrigen zahlr <« chcn Gasen, die sich an d es^c Feier betheiligten, schlugen weitere Nägel in die neugeweihte F^hne die Fahnenmutter Frau Kotnil, weiters Herr T>r. N. v. Blei, weiS.Trsteniski als Fahn. abgeordneten, Herr Hren im Namen >der nationalen Gluudbesiher u. a. m. Das Fest, bei welchem sich zahlreiche Vereine des Ortes und der Umgebung betheiligten, verlief in der animiertesten Stimmung — (Landschaftliches Theater.) Gestern belrat Frl, Hermine Kral als „Leonore" im „Troubadour" zum erstenmale unsere Niihne. Die Kunstnovizin, der aus ihrer Wiener Schule der glänzendste Ruf voraxgieng, erzielte, wie wir constatieren können, einen durchgreifenden Erfolg Die Dame verfügt über eine brillante Bühnenerscheinung, iiber eine angenehme, sum-pathische Stimme und ein sehr bewegtes Spiel, daS ihr — ein Vorzug vor so vielen Primadonnen — bestens zustatten kommt. Frl. Kräl wurde sowohl mitten im Vortrage als bei den Actschlüssen wiederholt durch wohl' verdienten, anhaltenden Applaus ausgezeichnet. — Herr Oswald (Manrico) „spielt" seine schöne starke Stimmt etwaö zu stark „aus", Herr Gottinger (Graf Luna) verräth, bei trefflicher Anlage, in Sang und Spiel den ausgezeichneten, von seiner Bühnenwirksamkeit in unserer Stadt noch im ehrenvollsten Andenken stehenden Lehrer Fischer-Achten; die heurige „Mistin" Frl, Wille kann den Vergleich mit ihrer Vorgängerin in der letzten Saison (Frl. Leontinc Nruck) nicht aushalten. Ih" „Azncena" fiel nahezu ab. Im Chore der Zigeunerinnen ragten Frl. Karoly und Frl. Gera, was Charakteristik deS CostiimS betrifft, besonders hervor. —cs. Neueste Poft^ Original.Telegramme der „Laib. Zeitung" Paris, 9. Oktober. (Havas-Meldung aus Kairo) Die Unt^iuchlmg im Rebellenprocesse ergibt, dass die aufständischen in beständigen Beziehungen zum Sultan standen, selbst noch im Augenblicke der ProclamierM Arabis zum Rebellen. Alcxandrien, 9. Oktober. Die Mörder Cattalw und Dr. Ribtons wmden heule hingerichtet. Die ExecU' lion gieng ohne Ruhestörung vor sich, obwohl kelN britisches Militär zugezogen war. Prag. 9. Ollober. Ihre k. Hoheiten Kronprinz Erzherzog Rudolf, Kronprinzessin Stefanie «no Prinz Leopold von Vaiern sind heule nachts h>^ eingelangt und wurden auf dem Bahnhöfe vom Statt' Halter Baron Kraus, vom Oberstlandmarschall Flirste" Auersperg und dem Polizeidirector Hofrath Mtel v. Stejskal ehrfurchtsvoll empfangen. Budapest. 9. Oktober. In der heutigen SlMs des Abgeordnetenhauses wurde die Zuschrift des ^ nisterpläsidenten bezüglich der in letzterer Zeit s^ tionierten uud im Amtsblatte bereits publicierte» ^ sehe verlesen. Hierauf wurden auf Antrag des V"'' ficationsausschusses die während der Ferien gewählt^ Abgeordneten für verificiert erklärt. Es folgte d> Stimmenabgabe fiir die Wahl des ersten Vicepra!^ denten. Als gewählt erscheint Baron Johann KenM mit 174 Stimmen. Die Abstimmung für die VM des zweiten Vicepräsidenten dauert fort. « London, 9. Oktober. Die „Times" melden a>" Constantinopel vom 8. Ol.ober: In Beantwortung^ Note der Pforte vom 25. September erklärte Lor Dufferin, ein Theil der englifchen Truppen y"° Egypten bereits verlassen, und die englische Regies wünsche, dass der Rest so bald als möglich nachfolA aber da England große Opfer gebracht, um ^^,,, zu pacificieren und eine schwere Verantwortlichkeit «ve nommen. so miisse es Maßregeln ergreifen, UM .^ vollständige dauernde Pacification zu sichern, wozU zeitweise Anwesenheit einer gewissen Truppenniachl " türlich als nothwendig erscheint. Angekommene Fremde Am 0. Oltobcr. ^ Hotel Ttadt Wien. Dr. Schipta. l. l. Stabsarzt. iN""'^ Estue. l. l, Oberlicut. sammt Frau; Herold, Privatier. ^, Pran. lilcis.. Wien. — Grüble, l. l. Lieut.. Agram. ^„. schier. Handelsagent, und Courir, Kaufn«., Trieft, ""^.^el Wetreidchändler. Dombovär. — Oswald. Müller; ^' und Payer, WolfSbera.. n,^as> Hotel Elephant. Nuiti. Dobeno. — Kaler, hehrer." ^. — Jung. Äcsiher. Adelsbera., - Erjel. Psarrer. O'"»"" habathil, Hopsenhändler. Saah. .,„^ "" Vatcrifcher Hof. Slol, Ncalilätcnbcsihcr. MaNnsdUH ^ Nemschniss. Insscnicur, und Kocianki«', Viehhändler, " ^ Tauzovii. Kausmannsfrau, s. Sohn. Rayusa. ^ ^ ^ul^' litätenbcsiher. s. Sohn, Wippach, — Ucidenmüller, Uinz. — Wcrga, Graz. Theater. ^ ^i Heute (ungerader Tan): Nr, ii«. Posse mit Gesang Acten von F. O. Meteorologische Veobachtnngeu^^^s ^ 5 V u 5 ;z ff 7U.Mss.l 741M ^l5'4 windstill /ebel Y.20 2 SW. schwach bcwm" 9 . Nb., 742 02 ^15 2 SW. jchwach .^"" chBtH Morgens Nebel, bann trübe. f"'chte «"N' -Mel ° theilweisc Aufhcitenma. Sonnenschein. Da» 4-an . Wärme 4- 1«:j°, um 58" über dem Normale.___^^^ Verantwortlicher Nebacteur - Ottomar »"" 1981 Course an der Wiener Görse vom 8. Oktober 1 lM. <» °,ü ckeld Wolf Stagts-Nnlehe». l»«u3 l«^° ^laat„«st . «50 fi. ,is »«. in -l««tr!«'' ^"»« 5W ^ 12!,5« ,»0- !»«!« ""'^' '.'<"« 170,bI?0 7s> '°«°.«°n^ch«ine' ',n^.'^'^ 0««^«??"""^' ! M'"t«>t« °°/« . . . , «e «^<» «« «5 ^"^'«Nl, 1»ufi, ö.w.E. 135 - I3Ü « ^stbah».Viiotitä>7 7l. «rundentl.. Obligationen NUN'.......10«-I°7- ^3^''^' ' ' -'!«-«!"- l«/ '^.'"lche ... 104 — >«>»>— ""»«tisch« und llavonilche ' »»-,««- «eld Ware b°/, fitbenb00fi. . l»5 7li HS ül, dlo. «lnltiht i»7». steunf»! . 108-7K ,o< <5 »nlehen d. «tadlglmlinbt Nien 103 bl» ll»4 — klnlehen d. VtabtgtMtind« Wlen (kilbn °d« Gold) . . . .-------—- PlllmitN««nl,b.Gt«blgem.l2l«n il»4 b« 1« — Pfandbriefe iftillOOfl.) Vobtncl.aUg.bftsrr. 4'/,"/«V°ld il8 5<, 1,8 «l» bto. in 50 « ., ü"/« . loo — :oc « bto. in üu , , 4'/,"/« »« !>K l>» «l, dto. in 5<» . , 4°/, , !»» »o »4'80 dto, Plämien'GchulbverIchl,3»/<> 100 — 1U< ü(,<» 33 ic,o 4K dlo. , 4'/,°/« . . ION »0 ,UL s»2 dto. , 4°/, . . »4« »5-Ung, aUg.Voblncrtbil'Uctiengel. in Peft in 34 I. Verl. 5'/,»/, . —'— — — Priorität« > Obligationen. (süi,c»oft.>, «lisabtlh.Wlstbahn l, «tmilsion 9» — 98 L.^ H«binanb<>>i<>ioidb!chn in Silb. 10s Ich<: öiall »Ludwig»Vahn «im, l««> «U!» N. S. 4'/,«/, . . 100 5«l«> 7U «tld Ware Otftll,, ««bwestbah« .... >« 70 in» - Sitbtnbülgt,.......«1 «0 9,io Sl»at»b«hn 1, smisfion , . . ,»« — >»l — Slldb«hnk««/,......I3<^l,4bu « " .. ^t......'^ " '" " Nn»..gal,z, V»h».....„ ^. 9« ?<, Diverse i!,fe (pn Sl fi...... ^.^ ,9 ,z ^alfiy.l!o, «» »l« 1» ,__ , fi. Gilbn , — — — — »l D»mpslchiss«h,t . «ls. Oeften. 5liu ft, «M.....5«7 — l.9» — Dlau.!,<»a<,.l>b..Z,),o0fi.S. ll>9 — ,7l» — Dul»«obtnb»chei«..«.xc»oN.S. ,zo —^95 — «!iIabelb.L»ahn«0ft, «Vl, , . ,,, 75>,iz ,,. , tvl!bWt!<> «00 ft. . . , ,», ^ I»^ 5,0 bIzb'Tii«! I^,«,>»?«»0uft,S, ,», ,5 1^,75. ff»dinanb«»Ä0lbb, lNON ft, ifran».IHl>n »u» fi. Vill». il»z 50 l»4 — »ünllirchen.«l>lcIelitöfiachel!t'Vüc«)ft.i.zi). <^ « ^» — »abltnbng.itijenb, ,00 fi, . . — ^ . .. «alchaU'Oberb, !enb, »<»n!l. V, l47 ?z l4ü 25 ««mbeig « llzrnow.. Iasjy «listn» bahn«Ve!ell, «0u fi, ö W. . . ,7i-bc ,72 — i!loyd. oft,»«»»., Trilfi ü00fi,,bn »«u fi. U, W, . »45 55 «4« — ««dl^b» X» fi. Gilbn , . , 14» 7» ,4« »5 «üb.«olbb, Anb,.» »0«fi.«M 158 »5 Il>4 -Iheiz.»«hn »ON fi, «, W, . »48 . »4» »5 Tl»mn>ah'Gfl,,wl, 17« fi «. llll «l ^ü 2li 5U , wi , neuc 70 ft. . —.— — — Tl»N«p°rl.»,lelllcha« l»U fi. . 10» — 105 — Tulnau'lllolup »0^ fi. s, W, , — — — — Ung.gal!,, «lÜenb ^00 fi. Vilblr !«»'« i«4 — Un«, N»rdoftb»hn «00 fi. Gilbn l«l «5>>«« — Nng.lveftb.(«»»b. 10» 75 „lildsmiibl', Papins u V..O. «45«! «b 5^ Montan Os^llll österl.'lllpinl , 84 ?l> 8ü »b Prog» «, —j,,,»! — S»I»o9«> Pari»......... 4? n »7,5 Ptl«»b»»g....... —— — — «alnte». Ducaten........»,b ,,? »0'Fl»nc»'Vtll!lt.....9<7 947. bildn.........—— — — Dnttlche «tich»banl»ote». . . 5,30 5» 4b