Ssttntaa den 15. August 1880. XIX. JahrqllNft. Dte „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg ganzjährig 6 sl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. S0 kr.: für Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Posiversendung: ganzjährig 8 fl.. halbjahrig 4 ft., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebkihr 8 kr. per Zeile. >»» Eine militSrischk obtrstr Koiitrolbrhökde?! Marburg, !4. Augtist. Kriegsministerium wird angeblich im gegenwärtigen Moment die Opportunität der Kreiruttg einer militärischen obersten Kontrol-behörde erwogen" — diesen doppelt liel)lichen Satz finden wir in der „Politik" und es dürfte das Tjchechenblatt vermöge seiner Verbindungen gut unterrichtet sein. Die „Opportunität", welche schon so Manches verschuldet, soll dieser Nachricht zufolge sich wieder einmal schwer und drückend in die Wagschale der Entscheidung legen. Wie wir aber die Opportunität noch zu jeder Zeit und an jedem Orte bekämpft, so thun wir dies auch heute und hier wieder. Ein Bedürfnib, die fragliche BeHürde zu „kreiren", haben wir nicht im Geringsten. Ein solche» Bedürfnib könnte nur au« dem Wesen des Heeres selbll entspringen, hat sich jedoch uns gegenüber noch nicht fühlbar gemacht, hat sogar den Begründern der jetzigen Wehrordnung, den Leitern des Heeres früher nie sich gezeigt und doch besteht diese Wehrordnung schon seit zwölf Jahren l Das österreichisch-ungarische Heer hat sich bis zur Stunde beHolsen ohne solche Kontrol-behörde, es kann und wird sich auch künstig sortbehelfen — um so leichter, als man ja ohnehin genug kontrolirt, ohnehin zu viel die Feder führt. Das Interesse de« militärischen Dienstes fordert die Errichtung einer obersten Kontrol deHörde nicht. Ueberflüffige« schadet aber nicht nur der Organisation, sondern auch der Staatskasse und Allen, die verpslichtet stnd, für diese Kaffe zu sorgen. Das Heerwesen beansprucht ohnedem schon den größten Theil der Staatseinnahmen. Sin nen wir rastlos, wie diese Ausgaben sich ver mindern ließen, dann wahrlich begreifen wir nicht, dab man „Opportunitäter" sein und erwägen kann, ob nicht eine neue und kostbare Behörde geschaffen werden soll — geschaffen in so großer Roth, »velche unS doch millionen-stitnmia ins Gewissen redet, die ganze Vaterlands-Wehr einfacher, wohlfeiler, volksmäßiger zu gestalten. Franz Wiesthaler. Zur Geschichte des Tu^zes. Seit einem vollen Jahre ist das Ver-söhnungSministerium Ta äffe in seinem Amte. Die Hetzblätter der nationalen Gegner zeigen, wie h^rlich weit wir es gebracht und wenn ein Stwhl der Hoffnung in diese Nacht hineinleuchtet,^so ist es die Gewißheit, daß die Deutschen Oesterreichs nun ihres Rechtes bewußt zu werden beginnen und ihres staatlichen Berufes. Der Vatikan, dessen Reich von dieser Welt ist, braucht wieder Geld und soll die Sammlung des Peterspfennigs neu geordnet werden. Eine Gefellschaft hat stch zu diesem Zwecke gebildet, welche beabsichtigt, überall Zahl« stellen behufs Einziehung der Beiträge zu er, richten. Die Pforte hat scheitrbar ihren Entschluß plötzlich geändert und will nicht Duleigno. sondern das Zemgebiet mit Tusi an Montenegro abtreten. Die Ausführung ist aber hier noch schwieriger, weil die Bevölkerung feindseliger, die Wehrmacht des Albanierblmdes größer. Die Türkei findet wieder Gelegenheit zur Verhandlung und Verzögerung und will Zeit gewinnen, bis die Großmächte uneinig werden. Der „Diktator Frankreichs" hat wieder von der Aufrichtung durch das Heer gesprochen, von der Vergeltung und von der Gerechtigkeit. Alle Versuche, diese Worte ftied lich zu deuten, können Deutschland nicht dar- über täuschen, daß der Gedanke an Rache noch immer lebendig ist jenseits der Vogesen. Vermischte Kachrichten. (Aus dem Vorleben GambettaS.) Albert Wolf erzählt in „Figaro" über da« Vorleben Gambetta'a und schreibt u. A.: „Der junge Advokat war immer schlecht gekleidet, schlecht gekämmt und schlecht gebürstet, sein Bart wild, sein Haar struppig, sein Rock nie in den Knöpfen vollzählig, seine Kravatte schief umgebunden, die Schleife im Rücken, die Masche fleckig und so stellte Gambetta den Typus des Boheme der Boulevards dar. Wenn ich Boheme sage, so meine ich nur die Außenseite; denn auch in seinem l^ewegten, einer festen Stütze entbehrenden Leben, am Anfang seiner Lausbahn, war Gambetta immer und in allen Dingen ein Muster der Rechtschaffenheit und Geradheit. Sein Ansehen in dieser Gruppe von Schriftstellern und Nachtwandlern war unge-Heuer und unbestritten. Er war nicht einer jener Schwätzer hinter dem Wirthstisch, die in die Kreuz und Quer über Politik sprachen, und man sagte von ihm: dieser junge Mensch kennt die Politik. Man dachte, daß er es weit bringen würde; es gewährte Vergnügen, ihn sprechen zu hören und mit ihm zu plaudern; gar oft wurden diese Unterhaltungen nach dem Schluß der Käses noch auf dem Asphalt fortgefetzt. Als wir später aus dem „Käse Veron" nach dem „Kafe Riche" übersiedelten, zog Gambetta mit UNS; ^r sprach immer und man unterbrach ihn niemals. Um 1 Uhr schloß Bignon unerbittlich; er ließ das Gas löschen: dies war seine äußerste Maßregel, wenn wir trotz der eisigen Nachtlust, welche durch die offenen Fenster hereinströmte, Gambetta noch zuhörten. Ich erinnere mich sogar eines Abends, wo wir UN« gegen Bignon verschworen hatten. Im Augenblicke, da die Kellner mitten in einem Vortrage Gambetta's das Gas löschten, zog Kcl» i ^t o »l. Ein Nkvolutionür. Bon Julius Grosse. (Kortsej»ung.) AglatZ — ein eitles Weib, gab Alles preis, was sie wußte — sei eS um die Ehre, auch dem Mächtigsten Frankreichs sich interessant und unentbehrlich zu machen, sei es in der Hoffnung, sich eine glänzendere Zukunft dadurch zu versichern, als durch ihre Verbindung mit Verschwörern. Vlelleicht auch hatte sie nicht einmal eine Ahnung, vaß sie durch ihre Mittheilungen das Verderben über ihre Freunde heraufbeschwor, und Viktor Deville erkannte jetzt mit heißem Danke die Vorsicht Cadoudal's, daß er ihn als Engländer bei der Schönen eingeführt hatte. Er selbst war momentan noch außer aller Gefahr, aber der Boden brannte ihm unter den Füßen, so schnell als möglich dies Haus zu verlassen, und die Bedrohten so schnell als möglich zur Flucht zu bestimmen. Das verbre» cherische Unternehmen — die ganze Konspiration war verrathen, da bereits alle Fäden in Napoleons Händen waren, der durch Grazie und List weiter kam als sein allwissender Polizeiminister sein gezähmter Cerberus, wie er ihn selhft nannte. Allein wie war zu entkommen? Viktor, der inzwischen zu dem Entresol hinabgestiegen war, öffnete das Fenster, um die Höhe desselben und die Möglichkeit eines Sprunges zu messen. Aber ehe er diesen Ausweg noch erwogen, zuckte ein neuer Gedanke durch sein Hirn. Wie? — wenn er jetzt seinen guten Dolch packte — und er griff nach der Mordwaffe in seiner Brusttasche. Wenn er jetzt mit einem Sprunge sich auf den Mann aus Korsika stürzte, die Brusl des Ueber-raschten. Wehrlosen, in der Einsamkeit ihm völlig Preisgegebenen durchbohrte, und so mit einem Schlage das Ziel der Verschwörung erreichte, nachdem sie selbst bereits verloren schien. Und wie unermeßlich konnten die Folgen sein. Heute fiel der Konsul — morgen Paris iin Ausstand für die Freiheit — Moreau, Pichegru besreit aus dem Kerker, und in zwei Tagen war der Thron für den Herzog von Enghien erobert, das Königthum von Frankreich wieder aufgerichtet. Warum sollen Brutus und Cassius warten, bis Eäfar mitten im Senate stand oder an der Spitze seiner Legionen — wenn sie ihn Nachts bei der Kleopctra überraschen konnten. War das Leben der Freunde — die eigene Sicherheit — die Freiheit Frankreichs — die Erwartung Englands die Erschütterung und der Frieden Europa« — war das Alles nichts, um ihn nicht vielmehr wie mit hunderttausend Stimmen zu einer That zu rufen, die kaum mißlingen konnte. Das Haar sträubte sich ihm bei diefem blitzähnlichen Gedanken. Der starke Mann sland geblendet und durchschauert von der Sonnen» weite dieses Einsalls. — Und als ob ein Dä« mon der Hi>lle seine Gedanken verstanden hätte und ihm die Hand führen wollte zur Aussah-rung, hörte jetzt Viktor einen lauten, gellenden Schrei über feinem Haupte. Es mochten kaum fül>f Minuten vergangen sein, seit er jenes Kabinet verlassen hatte, und doch war es ihm, wie wenn Stunden dazwischen lägen, als plötzlich die schöne Schauspielerin — die Haare ausgelöst — ein Bild der höchsten Verwirrung und des höchsten Entsetzens die Treppe herabgestürzt kam und ihm mit halb-erstickter Stimme zurief: „Um Gottes und aller Heiligen willen, kommen Sie zu Hilfe. — Er stirbt!" „Wer stirbt — was ist geschehen?" „O, fragen Sie nur jetzt nicht, nur jetzt nicht, ich bin verloren, wenn ein Unglück ge-fchieht. Schnell, schnell. Er hat wieder seine Zusälle." „Wer? Napoleon! — so rusen Sie seinen Diener." „Um keinen Preis, er hat es mir auf das Strengste verboten, Jemanden von feinen oder ein Jeder von uns ein Wachslicht aus der Tasche, stellte es aus die Marmorplatte und bei dieser improvilirten Beleuchtung suhr Gam-betta zu sprechen fort. Das Alles liegt, wie bereits gesagt, in weiter Ferne, noch vor dem Prozeß Baudin, und ich spreche nur davon, um unumstößlich darzuthun, daß dieser Boheme, dieser Unbekannte, der einem glänzenden Geschick entgegenging, schon im Anbeginn seines Pariser Lebens sür seine kleine Gruppe, die er durch sein Wort beherrschte, wie er die Staatsmänner seiner Zeit gegenwärtig beherrscht, Jemand war. Gambetta machte sich überall geltend, nicht nur in den Kaffeehäusern des Quartier Latin, sondern sogar im Justizpalaste, bei den unter der Toque ergrauten Ziichtern. Zch sah ihn beim Zuchtpolizeigerichte, wo die Journalisten des „Figaro" unter dem Kaiserreich öfter als billig erschienen, bei der Arbeit. Wir wußten immer im voraus, daß wir ver-urtheilt wlirden. Villemessant resumirte eines Tages die Lage, indem er zu dem berüchtigten Delesvaux sagte: „Herr Präsident, ich werde so oft vor die Schranken geladen, daß ich die sechste Kammer bald als mein Heim ansehen werde; einen dieser Tage werde ich Ihnen meinen Tapezirer schicken, um sie nach meinem Geschmacke zu möbliren. Wir wußten also immer, was wir von dem Zuchtpolizeigerichte zu erwarten hatten. Ich selbst verdankte ihm zwei Monate Gesängniß; sechs Tage das ersie-mal, einen Monat das zweite und eine Zulage von einem Monat für die Schläge, die ich in Folge des inkriminirten Artikels ausgetheilt hatte. Wir jungen Journalisten, die wir uns nicht selbst vertheidigen konnten, liefen gewöhnlich zu Gambetta, nicht, weil wir etwas von seiner Beredtsamkeit erhofften, sondern um die Richter zu ärgern. Mit einer wilden Freude weckten wir ihn um die Mittagsstunde in seinem bescheidenen Quartier der Rue Bonaparte, nach dem Dejeuner bei Magny nahm man Rendezvous im Justiz-Palast. Der erste Eindruck war immer derselbe. Sobald der Präsident Gambetta erblickte, der trotz der Befehle den Schnurrbart stehen lieb, maß er ihn mit ernster Miene; irgend ein Anderer hätte einer Strafpredigt sicher sein können. Aber die Autorität Gam-betta's, des klientlosen Advokaten, war schon so groß, daß er selbst dem Präsidenten impo-nirte. Man mußte sehen, wie er vor den Schranken stand, die Toque über dem Ohre, mit zerzaustem Haar und vem Holz gewaltige Faustschläge versetzte; man mußte sein leiden, jchastliches und furchtbares Wort hören, das vor keiner Unvorsichtigkeit zurückschrack. Während er sprach, wurde da» Gesicht des Präsidenten vor Zorn immer röther, aber er lieh dem jungen Mann sein Ohr, als wäre er ein berühmter Advokat." meinen Leuten zu rufen. Vielleicht ist es nur ein vorübergehender Anfall. — Ich bin ollein, helfen Sie mir!" „Und mich — mich rufen Sie dazu?- „Sie sind ein Fremder, er kennt Sie nicht." Von einem Sturm der seltsamsten Empfindungen bewegt, betrat Viktor an der Seite der Schauspielerin wieder den Salon. — „O, ich habe es nie glauben wollen", sagte sie noch unterwegs — „daß dieser Kriegsheld an demselben Uebel leidet wie sein Vorbild Julius Cäsar, aber er muß sich überanstrengt haben. — Er kam mir gleich anfangs fieberhaft ausgeregt vor — die Truppen-Revue, die Deputationen — o und die unaufhörlichen Sorgen vor der Verschwörung — das hat ihn ganz darniedergeworfen." Als sie eintraten, lag der erste Konsul noch bewußtlos halb aus dem Fauteuil, halb aus dem Teppich des Bodens. Sein Antlitz glich völlig dem eines Todten. Die Halsbinde war noch im letzten Augenblick herabgerisien und ließ die offene Brust sehen, seine Hände waren kramps-hast geballt. Viktor Deville, jetzt an nichts anderes denkend, hob den Ohnmächtigen vorsichtig auf das Svpha, eilte zurück in das Kabinet, wo er eine Krystallstasche frischen Wassers bemerkt hatte und spritzte es ihm (Der Fasten Monat und die tür-kische Polizei.) Letzten Samstag begann iy der mohammedanischen Welt der Fasten'Monat Ramazan. Gelegentlich dieses Ereignisies wurde nun von Seite des Polizei-Direktors von Konstantinopel in den dortigen türkischen Blättern die Ermahnung an die Gläubigen gerichtet, während der angebrochenen heiligen Zeit, in der es doch so leicht ist, sich ein Anrecht auf das Paradies mit allen seinen himmlischen Vergnügungen zu erwerben, nur ja recht stcißig und andächtig zu beten und dabei auch ordent« lich zu fasten. Den jungen Leuten beiderlei Geschlechtes wird ans Herz gelegt, in ihren Gesprächen stets sittlich und bescheiden zu sein und sich gegen die Vorschriften eines keuschen Lebens nicht zu vergehen. Die verheirateten Frauen werden aufgefordert, fo wenig als möglich spazieren zu gehen, damit ihr möglicherweise verführerischer Anblick die Männer nicht in den zu erwartenden frommen Betrachtungen störe, und die Männer werden beschworen, sich ihre ehelichen Tugenden in voller Reinheit zu bewahren. Fälle, welche darlegen sollten, daß dieser väterliche Zuspruch der Polizei-Direktion nichts gefruchtet habe, werden strenge bestraft. (Nordenskjöld.) Die Berliner Zeitungen schildern den berühmten Nordpol-Fahrer: „Nor-denskjöld ist eine kräftige, gedrungene Erfcheinung, oie allen Anstrengungen der arktischen Reisen widerstehen zu können scheint. Dem Aeußern nach macht er den Eindruck eines Offiziers in Civil. Das Gesicht ist etwas länglich, mit ziemlich breiter, Klugheit und Energie verrathender Stirn. Sein Auge ist blau; wenn er spricht und von seinem Gegenstande ergriffen wird, dann erglänzt es und zeigt jugendliches Feuer. Er trägt ein Pinee-nez. Der Mund ist von einem schmalen Schnurrbart beschattet und verbirgt den echt männlichen Zug an den Mundwinkeln; die Nase ist krästig geformt; das sympathische Gesicht, welches selten zum Lächeln sich verzieht, is^ von kurzem, blondem Haar, das schon stark zu grauen beginnt, umrahmt. Er spricht gebrochen deutsch mit schwedischem Accent. (Aus dem Jahresberichte desHan» delsMinisteriums.) Der amtliche Bericht über die GeschäftSthätigkeit des Handelsministeriums im Jahre 1879 ist nun ausgegeben worden. Mehrere Kapitel werden nicht ohne Interesse gelefen. Es soll damit nicht gesagt werden, daß wir mit Allem und Jedem in dem Buche einverstanden sind. So muß e« wohl einigermaßen komisch berühren, wenn darin bei Besprechung der Gewerbe-Ordnungs-Resorm gegenüber dem Verlangen des Abgeordnetenhauses, daß eine volle und ganze Resorm-Vor« läge statt eines Stückwerkes eingebracht werden sollte, gesagt wird: „Die Regierung wäre ganz in das Gesicht, während Aglaö mehrere Flacons mit fpirituosen Essenzen herbeibrachte. Lange schienen alle Bemühungen vergeblich zu sein. Da aber — während Viktor wie ein Bruder um den Leidenden bemüht war -- während der Ohnmächtige wehrlos und leblos unter seinen Händen auf dem Sopha lag, kamen wieder jene furchtbaren Gedanken. Siehe, das Schicksal hat ihn Dir in die Hand gegeben. Erfülle Deine Pflicht und Frankreich ist gerettet. — Wie vom wildesten Fieber gefchttttelt, griff Viktor in die Brusttasche und packte seinen Dolch, packte ihn fester und fester und seltsam, die Hand versagte den Dienst, ihn hervorzuziehen. Starren Blickes, wie die Schlange und das Raubthier der Wildniß ihr niedergeworfenes Opfer betrachten, blieb er über ihn gebeugt — einen Riesenkampf mit sich felber kämpfend. ^ Dafür alle Opser» alle Mühen, alle wohlerwogenen Pläne — alle verzweifelten Entschlüsse, alle blutigen Schwüre — dasür das Herzklopsen des besiegten Gewissens, das kalte Blut weiter Berechnungen, die todverachtende Kühnheit allen Gefahren zu trotzen, dafür selbst die Aussicht auf das Schaffot für nichts anzuschlagen und hier lachte ihm der Ruhm, die Freiheit, die Wendung aller Schicksale entgegen, eine Arm-bewegung -- ein Stoß, und das ungeheuere in der Lage gewesen, dem neu zusammentretenden Reichsrathe den vollständigen Gewerbgesetz-Ent-wurf zur Berathung vorzutegen." Das heißt doch, den Abgeordneten lange Zähne machen, ohne ihrem also gereizten Appetit die Befriedigung zu gönnen. Und warum nicht? „Der Grund hiefür liegt in der Erwägung, daß immerhin ein unmittelbares Bedürfniß nach einer Revision des ganzen Gewerbegesetzes nicht hervorgetreten war." Es sei richtiger erschienen, „der Zeit noch einigen Spielraum sür ihren vermittelnden und klärenden Einfluß zu lassen." Welche Ausdehnung das betreffende Departement des Handelsministeriums diesem „Spielraum" zumißt, darüber fehlt in dem Geschäftsbericht leider jede Andeutung. Bedeutendes Interesse gewähren die Kapitel über die im Jahre 1879 stattgefundene Erweiterung des allgemeinen österreichisch-ungarischen Zollgebietes um Dal-matien, Jstrien, Bosnien uno die Herzegowina, dann über die Handelsverträge und über die Interpretation einzelner HandelsvertragS«Be-stimmungen. Die betreffende Darstellung erhebt sich durchaus über das Niveau bloßer Mittheilungen und zeigt die der Aktion zu Grunde liegenden Ideen. Ueber die Zukunft DalmatienS, in Verbindung mit dessen nunmehr zollpolitisch zu Oesterreich gehörenden Hinterlande spricht sich der Bericht ziemlich entschieden und nicht eben pessimistisch aus. Bezüglich der handelspolitischen Stellung zu Deutschland weicht derselbe vorsichtig jeder Vorhersage für die nächste Folge aus, sich auf die Darstellung des bisher Veranlajzten beschränkend. In Betreff Italiens findet sich eine eingehende Schilderung der zahlreichen Differenzen, welche die Handhabung des Vertrages vom 27. Dezember 1678 mit sich bringt, von' denen keinesweg alle im Sinne der österreichischerseits erhobenen Reklamationen beglichen werden konnten. Eine ebenso detaillirte Darstellung wird den handelspolitischen Differenzen mit Rumänien gewidmet. Bezüglich Serbien« sei hier die Erklärung konstatirt, daß das Handelsministerium die Herstellung der vollen Zoll-Union als das eigentlich Wünschens-werthe hinstellt, jedoch unter den gegenwärtigen Verhältnissen für kaum realisirbar hält. (Länderkunde. Die Wasserversorgung auf dem Karste.) Vom Bergrath Heinrich Wolf, der stch bekanntlich um die Auffindung der ver-stegten Quellen von Teplitz hervorragende Verdienste erworben, ist in Trieft über die Wasserversorgung aus dem Karst eine Denkschrist erschienen. Der Versaffer weist zunächst vom geologischen Standpunkte die sterile Beschaffenheit eines großen Theiles des Bodens von Jstrien, Görz, Gradiska u. s. w/nach und folgert daraus, daß die Bevölkerung der dortigen Gegend dem größten Wassermangel ausgesetzt ist und mit schlechtem Brunnenwasser vorlieb nehmen Werk war gethan, ohne weitere Opfer und dennochs^und dennoch ^ was hemmte nur den eigensinnigen Arm, die treulose Hand? — o hätte er ihm nicht Waffer gereicht — ihm nicht brüderlich beigestanden, ihn nicht in mensch--lichem Elend gesehen — aber so — einen Wehrlosen schlachten wie ein gebundenes Opserthier. schien ihm plötzlich ehrlos und infam; — selbst einem verurthetlten Mörder schickt mau nicht im Schwfe den Henker. Nein, in der Mitte seiner Garden sollte er vom Todesstoß getroffen werden — wenn es noch möglich war. Anders nicht! Kraftlos und widerwillig löste sich die Hand von der Mordwaffe und sank zurück. Er konnte, er wollte die That nicht ausführen — und wenn es ihm sein Chef und die Hölle befohlen hätte, hier zum Erftenmale begann sein Widerstand. Gleichzeitig bewegte ein leises Zucken Napoleons Züge, die Augenlider öffneten sich, ein schwerer Athemzug hob die Brust des zum Bewußtsein Erwachenden — das Leben war zurückgekehrt. Mit dem Ruse — „Er ist gerettet!" sprang Viktor aus, und einen Augenblick später eilte er die Treppe hinunter und zum Hause hinaus in die schirmende Nacht, als flüchte er vor tausend Dämonen, die ihn mit Allgewalt zurückziehen wollten zu dem versäumten Werke. muß. Die Lastthiere müssen oft in welter Entfernung zu den Trinkqiiellen fleführt merve»», welche ülierdieS oft versiegen und vuüttocknen, so dab die Bewohner jener unwirthllchen Gegenden sozusagen sich aus steler Suche nach trinkbaren! Wasser befinden. Wenn es möglich gewesen, Trieft mit gutem Trinkwasser zu versorgen, so mltsse diesfalls auch für die anderen, einem weitaus empfindlicheren Wassermangel ausgesetzten Theile des Landes vorgesorgt werden. Trieft ist. Dank seiner großen Bevölkerung und der Wohlhabenheit der Einwohner, in der Lage, sich das nothwendige Trinkwasser zu verschaffen, sei es, dab die dortige Kommune die Wafferversorgung in eigene Regie nimmt oder dieselbe einer Gesellschaft gegen mäßigen Gewinn überläßt. Aber die anderen, kleineren Gemeinden des Landes befinden sich schon vermöge ihrer Armuth nicht in dieser glücklichen Lage. Der Verfasser pladirt nun dafür, daß ein Gesetz erlassen werde zur Negulirung der Flüsse und dab die Kosten derselben theils aus Landes-, theils aus Neichsmilteln bestritten werden sollen. Vor Allem sei aber eine geologische Durchforschmig des Bodens erforderlich. Die gründlichen Borarbeiten der Geologischen Neichsanstalt in Wien würden diesfalls jedem mit obiger Mission betrauten Geologen seine Aufgabe wesentlich erleichtern. Schon die Veröffentlichung eines einfachen Berichtes über die lokalen Verschiedenheiten des Lauses der Gewässer könne mit Hilfe einer geologischen Karte, in welcher Hinsicht in der Denkschrift auf die verdienstvollen Leistungen Franz Hauer's hingewiesen wird, einem vermögenden Manne oder einer bemittelten Gemeinde oder endlich einem Ingenieur die Möglichkeit bieten, solche Werke zu schaffen, welche geeignet erscheinen, das von der Natur gebotene Wasser Nr das allgemeine Beste nutzbar zu machen. Bergrath Wolf wird sich schon in den nächsten Tagen nach dem Karst begeben, um die Vorarbeiten zur Realistrung seiner Idee zu beginnen. (Landesausstellung.) Die Jnstalla-tionsarbeiten auf dem AusstellungSplatze haben bereits begonnen und mehrere Objekte sind schon aufgestellt worden. Ueberall herrfcht die lebhafteste Thätigkeit, um die Ausstellung bis zum bestimmten Tage fertig zu bringen. Die eine AusstellungSrestauration ist mit elektrifchem Lichte und zwar mit Differentiallampen von Siemens und Halska beleuchtet und allabendlich versammelt sich in ihren Räumen ein zahlreiches Publikum, um dieser in Graz zum ersten Male gesehenen Beleuchtungsart den lebhastesten Beifall zu zollen. Zahlreiche in den letzten Tagen eingelaufene Gesuche um Zuweisung von Raum konnten keine Berücksichtigung mehr finden. Für die temporären Ausstellungen werden noch Anmeldungen entgegengenommen, insbesondere Nur zwei Gedanken erfüllten jetzt seine Seele, zwei Pflichten zu erfüllen war ihm noch aufbehalten. d'Enghien war verrathen und schwebte in Todesgefahr, er mußte gewarnt, mußte gerettet werden — Leonie war als Ver-rätherin enthüllt, sie mußte bestraft und gerichtet werden, wie er es geschworen hatte. Er selbst und seine Liebesraserei, seine Verblendung, ihr damals zu viel gesagt zu haben, war die Ursache von allem Unheil. Sollte er feig aus Paris entfliehen, ohne sie noch eiimial zu fehen. Nein — sehen mußte er sie noch einmal und wenn sie schuldig war, mußte sie mit ihm sterben. VII. Verantwortungen. Jener Besuch bei der schönen Aglaö hatte in der Nacht vom siebenten zum achten Mürz statt, also noch eine Woche vor jenen verhäng, nißvollen Jden des Märzes, an denen die „That" geschehen sollte. Cadoudal war außer sich vor Wuth, als er am folgenden Tage von Deville erfuhr, welche Nolle die Verrätherin spielte. In der ersten Hltze der Leidenfchast beschloß er, sie zu ermorden, aber ihre Villa in der Chaussee d'Antin war jetzt öde und leer. Die schöne für die Ausstellung von Geflügel und Hunden ist der Aitnl.^loungslermin bis 31. d. M. hin-auSgerückt worden und steht eine zahlreiche Beschickung, besonders mit Hunden auch aus dem Auslande in Aussicht. Mit der Ausstellung ist eine Lotterie von Ausstellungsgegenständen verbunden, deren Ziehung am 29. September stattfinden wird. Zitlirbiili^er lierichte. (Zum sünfzigsten Geburtstage des Kaifers.) Das Dilettantentheater in Mahrenberg bringt am Dienstag (im neuen Theaterlokale des Herrn Johann Wrentschur) bei festlicher Beleuchtung des äußeren Schauplatzes zur Aufführung: „Doppeltes Fiasko", Lustfpiel in 1 Akt von Bauermeister — und: „Der Flügelmann, oder: Er muß sie heiraten", Lustspiel in 2 Akten von Karl MeiSl. Der Neinertrag ist für die Schule bestimmt. (Spende.) Der Kaiser hat den durch Hagel beschädigten Gemeinden der Steiermark dreitausend Gulden gespendet. (Erzherzog Albrecht.) Am IS. d. M. Vormittag hat Se. kaiserliche Hoheit Erzherzog Albrecht in Begleitung des Landeskommandiren-den Freiherrn von Kuhn, eines Obersten und eines Majors die hiesigen Truppen inspizirt und einem Manöver am rechten Drauufer beigewohnt. Am Diner im Hotel Wohlfchlager nahmen fünfundzwanzig Personen theil, darunter die Herren: Bezirkshauptmann Seeder, Bürgermeister Dr. Reiser. Vice-Vürgermeister Stampfl, Fürstbischof Dr. Stepifchnegg. (Für die Ha gel beschädigten.) Die steiermärkifche Sparkasse hat den Gemeinden Frauheim, Nantsche, Polana . . ., welche am 13. Juli durch Hagel und Wolkenbruch schwer gelitten, fünftausend Gulden gewidmet. (Fünf Brände.) Am 10. d. M. sind bei Arnsels acht Kornhiefel und eine Scheuer mit dreihundert Zentner Heu abgebrannt, eine unbewohnte Winzerkeufche zu Altenbach und zwei WirthschaftSgebäude zu Ponkratzen in Flammen aufgegangen. Diese fünf Brände sind gelegt worden. (Rechenschaft.) Am 11. d. M. hat der Neichsraths-Abgeordnete Dr. Foregger in Wei-tenstein den Wählern Bericht erstattet aber seine parlamentarische Thätigkeit. (Untersteirische Bäder.) In Sauerbrunn bei Rohitfch stnd bisher 1837 Badegäste angekommen. Das Konzert, welches dort zum Besten der Hagelbeschädigten in Pregrada und Kostelj gegeben worden, war gut besucht und belies stch der Reinertag auf 260 fl. Der „Kaiserball", welcher heute in Sauerbrunn stattfindet, verspricht zahlreich besucht zu werden, denn es wurden aus weitem Umkreise Zimmer bestellt. Schlange war verschwunden, ob aus eigener Vorsicht oder auf Rath des ersten Konsuls, war nicht zu entscheiden. Einstweilen wurde auch ihr Name aus die Proskriptionsliste gesetzt. Am meisten Sorge flößte den Häuptern der Verschwörung die drohende Gefahr des Herzogs von Enghien ein. Ihn durch Briefe zu warnen und zu beschwören, seinen jetzigen Ausenthalt zu ändern, erschien mißlich. Cadoudal beschloß, selbst aus einige Tage Paris zu ver-laffen und sich zum Herzog zu begeben. Er fürchtete hauptsächlich, daß Napoleon sofort eine Ordre nach Strasburg geschickt, um eine Ge-waltthat gegen seinen gesährlichsten Gegner zu unternehmen, den er jetzt als KronPräten-denten zu fürchten hatte; aber Cadoudal hoffte noch früher nach Ettenheim im Badischen zu kommen. In dieser Absicht fuhr er gegen Abend in Gesellschaft Deville's, der zu Pferde war, in einem Kabriolet über die Place db la Bastille nach Faubourg St. Antoine, fuhr weiter durch die Rue de Montreuil und war bereits der Barriere nahe, als der Wagen von einigen Polizeiagenten angehalten wurde. Cadoudal, fchnell entschlossen, schoß den Einen nieder, verwundete den Andern lebensgesährlich und nahm bereits die Flucht, aber ein Fleischer eilte ihm nach und bemächtigte stch seiner mit den andern (Kandidatur.) Herr Dr. Joseph Schmi-derec kandidirt für die Abgeord.ielei.stclle im Wahlkreife Marburg (^lädte uno Märkte). (Aus dem tschechischen Lager.) Die ^Politik" wendet sich an das Ministerium, es soll bei den bevorstehenden Ergänzuiigswahlen für den Neichsrath feinen vollen Einfluß dahin geltend machen, daß die Kandidaten der „Auto-nomisten" gewählt werden. Namentlich ist es die Wahl in Marburg, welche das tschechische Blatt der Negierung auf's eindringlichste an's Herz legt. „Wenn man den zentralistifchen Kandidaten in dieser Gruppe zum Falle bringen will", schreibt die „Politik", muß man die Aufstellung eines hohen Negiernng-Beamten als Kandidaten befürworten, wie es auch die slovenischen Blätter thun. Dann darf es aber die Negierung bei der bloßen Aufstellung des Kandidaten nicht bewendet sein lassen, sie muß auch dafür Sorge tragen, daß er durchdringt. Und dies dürfte ihr gar nicht schwer fallen. In den genannten Städten und Märkten gibt es eine Anzahl k. k. Beamten, welche bisher immer konsequent für den zentralistifchen Kandidaten gestimmt haben. Die Regierung sollte dafür Sorge tragen, daß den slovenischen Beamten die Freiheit, nach ihrer Ueberzeugung zu wählen, gewahrt bleibe, oder, um verständlicher zu reden, die Negierung sollte den slovenischen Beamten eine Gewähr geben, daß sie, wenn sie dem Regierungs-Kandidaten ihre Stimme geben, keine wie immer beschaffenen Maßnahmen seitens ihrer andersgesinnten Vorgesetzten zu befürchten haben. Das klingt paradox — aber es ist traurige Wahrheit. Was die deutschen Beamten anbelangt, gibt es unter ihnen sicherlich gar Viele, welche, wenn ihnen in dieser Beziehung der Wunsch der Negierrmg nahegelegt würde, entweder für den Regierungs-Kandidaten stimmen, oder aber sich der Wahl enthalten würden." Cynischer als es hier geschieht, ist wohl noch nie der Ruf nach Komman-dirung der Beamten zur Wahl-Urne erhoben worden. Wir geben uns indessen der zuversichtlichen Erwartung hin, daß die deutschen Beamten ihre politische Ueberzeugung, welche hier gleichbedeutend mit Manneswürde ist, zu wahren wissen werden. Letzte?>ost. Bei Pistno wird im September eine Volks. Versammlung statthaben, um für Jstrien die Einführung der slavifchen Sprache in den Mittelschulen und in den Staatsämtern zu fordern. Die Handelskammer in Kronstadt ist aufgelöst worden, weil sie sich weigert, die Ge--.werbefchule in St. Györgl) (Tißa's Wahlort) drei Jahre lang mit je 200 fl. zu unterstützen. Agenten. Cadoudal wurde gebunden und nach der Stadt zurückgebracht. Viktor Deville hatte sofort fein Pferd gewendet, als er den Freund verloren fah und sprengte durch die Nue St. Maur und dann ttnks durch die Nue de Charonne zu den Boulevards zurück, welche sich vom Platz der Ba-stille aus nach Norden unl die innere Stadt zu ziehen. Sein nächster Weg ging zum Cafü Chartres im Palais Royal, um dort den übrigen Verschworenen die Schreckenskunde mitzu-theilen — allein er fand Nieniand mehr, auch die Mehrzahl der Uebrigen — Lajolaiö, Lozier, die Polignac, Gaillard, Riviöre u. f. w. waren am selben Tage Nachmittag in die Hände der Polizei gefallen. Offenbar war die Negierung bereits im vollen Besitz des Geheimnisses mit allen Einzel« heiten. Die Zahl der Spione fchien verzehn» facht. Ganz Paris, welches jetzt erst genauere Kunde von der Ausdehnung der Verschwörung erhielt, war in Bestürzung. Viktor allein schien mit der Schlauheit eines Fuchses bislier die Versolger getäuscht zu haben; aber er fühlte, daß feine Minuten in Paris gezählt waren. EortseKung folgt.) Rußland wird auf der Durchführung des Griechenland betreffenden Konferenzbeschlusses bestehen und soll bereits mit Rumänien eine Vereinbarung wegen des Truppendurchzuges getroffen haben. Die katholischen Stämme Albaniens werden von der Pforte mit Hinterladern betheilt. Zwanzig Offiziere der türkischen Militärschule gehen zu ihrer weiteren Ausbildung nach Deutschland. Einem Theile der heutigen Nummer dieses Blattes ist eine Anzeige des Optikers Herrn Franz Fasching in Graz beilielegt._ kv x). u. uäom, äa doäo V l8. t. I. V maridvrZlce^' öitalvici (öl)8 V 8lavo petöosetletnioe Kj. veliöan8ivs osZai-ja 55»' s pIosow, k Icteroinu ul^uäuo va!)! SS SiUlldrImls-Silll». Heute Sonntag dcn 15. August 1360: von der voljständit^cn s9<)7 Südkahll-Werkstätten-ZttuMkapelle unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeister» Herrn ^olinnn IlkNlil. Ansang hall» 7 Uhr. Entree 20 kr. Bei ungünstiger Witterung im Salon. Anfang halb S Uhr. Ein tüchtiger Schloffer wird sofort aufgenommen: Vadgasse Nr. 9. (902 Fortsetzung der Rechnung über die Empfänge und Ausgabe:: bei Ntestaurirung der Kirche St. Josef. Mit !j1. Juli l. I. verblieb ein uu- fl. kr. gedeckter Kassarest pr. . . . . . 872 75 Hiezll konunen: 4 Fah Zement ib 4 fl. als Beigabe zum Zementverputz, welcher nur theilweise aus Zement accordirt worden war.....16 — für 200 Dachziegel ä. 1 fl. 60 . . 3 20 der Accordbetrag für den inneren und äußeren Zementverputz des Thllrmes 400 — verbleibt mit 11. Allgust l. I. ein ungedeckter Kostenrest pr. . . . 1291 95 Zur Deckung diefts Kostenrestes geruhten huldvollst zu spenden: 1. Aus NothWein die Herren: Verpflegsverwalter Parz 1 k. Johann Leschnik 1 fl. Alois Worittk 1 fl. Josef Germ 19 kr. Schlauer S0 kr. Lontscharitsch 20 kr. Pachler K0 kr. Brodar 1b kr. Mandl 1 fl. BreSnik 50 kr. Pschun-der 1 fl. Traschitsch 40 kr. Vichar 20 kr. Schlamberger 20 kr. Anuplesch 20 kr. Stefan Leschnik 40 kr. Kerle 1 fl. Oreschnik 20 kr. Zebe 40 kr. Eduard Hohlenthaner 40 kr. Zegnar 1 fl. Spure 2 fl. Gsellmann 1 fl. Braunek 1 fl. (Satschnik 1 fl. BreSnlk 1 fl. Hehl 20 kr. Leschnik Anton 50 kr. Perschon 20 kr. Leschnik Georg 20 kr. Baumann, F. B. Gutsadministrator 5 fl. Doberschek 40 kr. Pototschnik 10 kr. Boschne 10 kr. Schmaleker 40 kr. GaiSriegler 10 kr. Ribitsch 20 kr. Wretzl. Realttätenbesitzer 5 fl. Schebeder Johann 1 fl. Kotzmuth 7 kr. Obrecht 40 kr. Leber S0 kr. Putschko 50 kr. Ritoni 69 kr. Schebeder And. 2 fl. Wur. zinger 20 kr. Hrastnik 20 kr. Stolza 10 kr. Hriberschek 1 fl. Mäher 1 fl. Die Frauen: AgneS und Margar. Tertinek 40 kr. Schlager 1 fl. Heller 30 kr. Leßjak 50 kr. Butjchar 1 fl. Lobnig 1 fl. Amalia Lobnig 1 fl. Kutscher 1 fl. Sima 50 kr. Jartschitsch 20 kr. Anna Jartschitsch 20 kr. Prauhard 65 kr. Schocher Maria 3 fl. Schantl 1 fl. WreSnik 20 kr. Werneg 10 kr. Golob 10 kr. Belak 10 kr. Wochel 10 kr. Bikautjchitsch 10 kr. Maria Senekovitsch 12 kr. Reschmann 10 kr. Prebolschek 15 kr. Marinz 20 kr. Ieschofnik 20 kr. Spure 1 fl. Kutscher 1 fl. Summe der Empfänge auS Rothwein bis 11. August l. 2. 59 fl. 63 kr. 2. Aus ^oberfch die Herreu: Grill 1 fl. Derkusch 50 kr. Roiko 1 si. Riedl 1 fl. Ungenannt 5 fl. Neubauer 20 kr. Heller 30 kr. Gerschounik 10 kr. Reibeuschuh Joh. 50 kr. Schmirmaul 1 fl. ReiSmann 20 kr. Mickl 1 fl. Grohmann 21 kr. Melacher 30 kr. Wallner 20 kr. Jank 30 kr. Puckl 1 fl. Kren 30 kr. Petelinz 40 kr. Höhl 20 kr. Rath 50 kr. Macher 1 fl. Kummer 10 kr. Robaß 4 kr. Rapoh 1 fl. Tschernko 20 kr. Amon 10 kr. Edelthon 1 fl. Kokol 30 kr. Krauner 20 kr. Jakob Puckl 20 kr. LabeS 30 kr. Nipitsch 1 fl. Jermann 10 kr. Sager 24 kr. — Die Frauen: Modritsch 10 kr. Stum 1 fl. Kurnik 1 fl. Luneschnlg 1 fl. Maria Moser 20 kr. Weber 40 kr. Mor-nik 20 kr. Kokl 1 fl. Anna Wahr 10 kr. Summe der Empfänge auS Poberjch bis 11. August l. I. 27 fl. 40 kr. 3. Aus der Magdatena-Aorstadt die Herren: Lach 1 fl. Schmirmaul 20 kr. Ungenannt 1 fl. Sagaischek 2 fl. Golob 40 kr. Robitsch 10 kr. Maierseidl 2 fl. Krainz 20 kr. Zieserl 2 fl. Hren 70 kr. Holzknecht 1 fl. Stelzt 1 fl. Rohr-bacher 1 fl. Bogrin 20 kr. Größlinger 1 fl. Trobey 30 kr. Mautz 5 kr. Lucardi 1 fl. Nebleiß, Gastwirth 1 fl. Uebleih, HauSbefljser 2 fl. Schnut 1 fl. Gorinschek 5 fl. Nendl 60 kr. Hai 1 fl. Hartberger 30 kr. Omelko 1 fl. Leschnig, Gast-wirth 1 fl. Sadnik 10 kr. Maier 50 kr. Wittek 10 kr. Mali 50 kr. WreSnig 3 fl. Kokol 1 fl. Laufer 1 fl. Druck-Müller 1 fl. KriegSeiS 1 fl. 10 kr. Lacheiner 50 kr. Pre. log 50 kr. Ungenannt 20 kr. Rottner 2 fl. Ornig 2 fl. Laub 1 fl. Pristou 5 kr. Lipert 10 kr. Valent 40 kr. UebleiS, GreiSler 50 kr. Weselli 3 fl. Koroscheh 5 fl. Kohurek 2 fl. Arledter, Jng. und R.'Beflher 1 fl. Baron Max von Rast 5 fl. — Die Frauen: Reinisch 50 kr. Koscheh 1 fl. Juliana Wittek 1 fl. Lorber 1 fl. Verbolchek 60 kr. Miklautschitsch d fl. Walburga Schebeder 5 fl. Go-rischek 2 fl. Eder 1 fl. Maritschnik 1 fl. Damm 2 fl. Schirgi 50 kr. Koschel 1 fl. Sirak 1 fl. Macher 2 fl. Preißler 80 kr. Kmetitsch 5 fl. Maninger 2 fl. Werdonik 1 fl. Kopriva 20 kr. Fuhrmann 20 kr. Klampfer S0 kr. Sich 20 kr. Mog 20 kt. Seidl 40 kr. Simonitfch 50 kr. Radl 10 kr. Neureiter 50 kr. Häubl 10 kr. Jäger 10 kr. Wiudisch 1 fl. Koschoruk 20 kr. Tomschitsch 1 sl. Macho-ritsch 5 fl. Jaritsch 1 fl. Kirchaäfsner 1 fl. Sorschak 60 kr. Schocher 3 fl. Gerner 50 kr. Droll 20 kr. Kremayer 2fl. Summe der Empfänge allS der Magdalena-Vorstadt bis II. August l. I. III fl. 30 kr. 4. Aus Arunndorf die Herren: Bauer 1 fl. Kolnik 2 fl. Petz 10 fi. Ungenannt 4 kr. Glavatsch 1 sl. Nekrep 5 fl. Scherbaum 5 fl. Bader 1 fl. Martschitsch 2 fl. Gra-cher 4fl. Martin 40 kr. Stanzer 5 fl. Hofmann I fl. 20kr. Gratzer 50 kr. Rottner 50 kr. Klemenfcheg 1 fl. Ertl 20 kr. Muster 2 fl. Baumgartner 5 fl. Peter Stumpf 1 fl. 40 kr. Schauperl 1 fl. Jagoditsch 30 kr. Maichenitsch, Bahmvagner 50 kr. Fischereder 10 kr. Mattel 1 fl. Beloglave^ 1 fl. Welker 1 fl. Papesch 3 fl. Peter Stumpf 5 fl. Jauk 5 fl. Treßler 1 fl. Sabati 2 fl. Speditschek 2 fl. Josef Maichenitsch 10 fl. Schmigouz 20 kr. Sorez 10 fl. Meßgol 40 kr. Mlaker 20 kr. Ungenannt 5 fl. Puckl 1 fl. Wimmer 20 kr. Jager 20 kr. Orosel 1 fl. Koß 1 fi. Walland 2 fl. Anton Sorez 40 kr. Josef Sorez 5 fl. — Die Frauen: Schmid 50 fl. Schepetauz 20 kr. Wahek 50 kr. Schenker 10 kr. Schocher 5 fl. Kossar 1 fl. 40 kr. Jodl 1 fl. 20 kr. Trepsche 1 fl. Anna Martin 40 kr. Maria Wochl 10 fl., deren Tochter Maria Wochl 10 fl. BeSnik 20 kr. WagneS 20 kr. Maria Kumm 20 kr. Schunko 40 kr. Anderlitsch 1 fl. Summe der Empfänge aus Brunndorf bis 11. August l. I. 139 fl. 74 kr. 5. Hr. Kranz Kokol, Bahnschmied 1 fl., Tlipsteter 20 kr. 1 fi. 20 kr. 6. Opfer am Magdalena-Feste 15 fl. 71 kr. 7. Der in der Magdalena-Vorstadtpfarrkirche filr die Tochter- tirche St. Josef aufgestellte Opferstock ergab bis 11. August l. I. 6 fl. 40 kr. Zusammenziehung der Empfänge vom 31. Juli bis 11. August l. I. fl. kr. Von der lijblichen Gemeinde Rothlvein ... 59 63 „ „ „ Pobersch .... 27 40 « ^ Magdalena-Vorstadt III I0 » « „ „ Brunndorf ... 189 74 Vou den Herreu Franz Kokol und Glipsteter . 1 20 Opfer am Magdalena-Feste.......15 71 Opferstock geleert....................6 40 Summe der Empfänge vom 31. Jutt bis 11. Aug. 411 88 Wird von dem Kostenreste ddo. 11. Augnst per 1291 95 die Summe der Empfänge vom 31. Juli bis 11. August per.........411 38 abgezogen, so verbleibt ein noch zu deckender Kostenrest per.......... 830 57 An die Großmuth eines hochgeehrten?. r. Publikums appellirend, zeichnet mit wärmstem Danke für die bisherigen Spenden St. Magdalena in Marburg am 11. August 1330. Die Kirchenvorstehung. Montag den 16. August 1830 in Mtirnrr's Vaflhaus, Whlgajst Ke^kuß^c!ieiöeu utul Ae^oert^eikung. Um zahlreichen Bcsuch bittet 903 Joh. Engelbogen. Wohnung Hmellgajse Nr. 4 ist sogleich zu vergeben. Selbe besteht auS 4 Zimmern, ist voll-kommen separirt und neu hergerichtet. (901 Schöne Wohuung im 1. Stock des Hauses Nr. 5, Schulgaffe, bestehend aus 4 Zinlmern, Küche, Speise, Keller und Holzlage, ist vom 1. Oktober an zu ver-miethen. (665 Anfrage bei M. Trethan daselbst. Eine Wohnung mit 3 Zlmmern, Küche, Keller, Bodm und Gartenantheil ist mit 1. Oktober zu beziehen. Anzufragen Wielandgaffe Nr. 8. (904 Benachrichtige alle Jntkrrsienten, daß ich mit 1. September 1680 nach Graz überstedlr und dehhalb vor der Abreise meine Angelegen-l)eiten ordnen lvill. (906 __Färbergass, Str. 3 iöeschSsts-Ltöffsmg. Gefertigte zeigt den geehrten ?. I. Damen ergebenst an, daß sie im Haufe Nr. RS in der TegetthoffstraHe ein Illsrellaittle ckv - kosekükt eröffnet hat, und wird bemüht sein durch guten Geschmack und Billigkeit sich daS volle Vertrauen zu ertverben, bittet daher um recht zahlreiche Aufträge. Hochachtungsvollst sov) Amalie. Eine sreandliche Wohnung zu vermiethen (644 inl ersten Stock Cafinogasie Nr. 1. Anzufragen in der Tabaktrafik. Wohnnngen! Große und kleine, Gassen- und Hofseite, parterre oder 1. Stock, sammt allem Zugehör, mit oder ohne Gartenantheil billig zu vergeben. Ebenso das Gastgeschäft mit 1. September zu verpachten oder einer verläßlichen Person gegen Kaution auf Rechnung. Mühlgasse Nr. 7. (905 391) « e r i»H a iR >»'» NW-SommersproffenSeife'WV zur vollständigen Entfernung der Sommersprossen empfiehlt «. Stück 45 kr. Ziöuig's Äpothekl', Zruzcrvorfladt. VorsiodtiK! soll mau IQ Zsr SN wauodsr Laodsr» ssin, »der — avlK io äsr öillsr xutsv äa ia uvusst^vi' 80 viölv SN» sssxriössu vsräsa. — Viv voi'/.UßxllvUstvn uuä dIIIiK«tvn Allttsvliiaen »Nvr liefsrt vsit sinsm .laliro «Iis inaseUInvu IVivilerlax«: L, ull6 2var goKsa monat-Nekv k«ivN2aItIu»Z von S N , oknv äass eills ^vKabv dei LsvtsUuuA äsr ÄlasOdins su bö^adlsli värs, unä virä orVun.irlutt8'8 UumI- u»li« j^iiixlüliii« liii' IIiii!«!«!l >iii«I Iiiiiiiüliie in s-kiiil Iie^innt mit 16. Lvptvmdei' ü. ilir aekt?. otiutss I)iv Anstalt destellt aug I^^aoliselmlen, der I^nut'milnniseken und Knut- und sor^t t'ür^e^iieAeve tdevretiselle undiiilllvtisclje diläun^ der8tudiei'en(1ell Die ^d8vlveutei^villiKen-^x!lm<;n. ^uk kllle Antragen, ketreisend 1/? ete. ertlieilt ^usl^uvst und lmsküdrliede l^rosxelcte llie kirvktittli llei' äkallemie siis llüNllel lmtl Ilnlustrie in lZfax. virelitor. L8 Iiiltt keine Nllrlitsedreierei melir! indcin inaii jeht die beste» und l'itligsten Peudel-Nhrcn mit Gewicht und SchnMarke versehen, um fl. !«.- und Taschen-Uhren von fl. 8.S« kr. aufwärts in der NhrenfabrikS-Niederlage Domgaffe Nr. K bekomnic» kann. Daß der Gefertigte nur gute Waare am Lager führt, beweist sein durch eme Reihe von Jahren bestehendes Ratengeschäft, wobei man wirklich nur daS Beste den ?. 1'. Herren Kunden unter Garantie bieten darf, und ivird stets bemiiht bleiben, durch eine reiche Answahl Jedermanns Gefchmacke gerecht zu lverden. Gleichzeitig spricht derselbe seinen wärmsten Dank aiiS für das ihm bisher geschenkte Vertrauen und bittet, seine Bemühungen auch fernerhin dnrch einen lebhaften Zuspruch niiterstschen zu wollen. Weparaturen von jeder Art Uhren 'MW werden stets angenommen und in seiner eigenen Werkstiitte dauerhaft nud billig ausgeführt, wofür bürgt der ergebenste: 857 Annft- nnd Ährtnhändlcr. Neu ersandtnts patentirtes G lvglische» lllieiiiie»! kl«i>I VI» Lvllo«»t»iii»vll Sc vo.!«I-onäoii. Sicherstes und völlig unschädliches Mittel zur Bernichtung jeglichen Ungeziefers Iiei Schafen, Schweinen, Rindern :t., sowie zur schnelle« und griindlichen Heilung der Rinderpest, Klauenseuche, Krätze, Räude uud aller äiißcrcii ansteckenden Krankheiten dieser Thiere. Gibt bei Schafen ange- wendet der Wolle ein weiches seidenartiges Aussehen, und ist ganz besonders empfohlen vom königl. Schäfereid irektor Knefe in Königsberg. — Biele belobigende Zeugniffe von Landwirthen des In- nnd Auslandes liegen vor. Allciuigcs Lager für Stkicrmark, KSrntkn. Krain «iid Kroalira b i in wo auch Prospekte und Gebrauchsanweisungen zu haben sind. 'ZZs 5^ ^ s aj ^ a) ^ voS ^ .L? «, a> . ^ L L« s S Z? « 'Z'S i « o ^ S Z IZ -WZ" ZL kZ S.L" ^ " 'SAAL.. s L .2 «i ^ .»c, --iixioa ^ LI e/z a- ^ e/) ? IS« L ö « ^ ^ ^ ^ ci ' Z ^ ^ . rz..,. «ZZ >, e Z .s » a' L ^ Q-«'» 'Z oL? I«I«iK li» vorauf 4 NlUIioikvi» KlKktÄVi» Ii» Ik»»r I 1. OmnpL- nnä (Llr«Va83er unä I^avä; 5». lmt' Valoi'vZi, c!. j. Lsväungev von >VerUi-?apiersll aller ^rt uvä öaargelä per ?08t i?n uvä i:u ^asssr; s,. nnf 6^8 cles ^Ikuseksu, suk Kapiti^Iisv mit unä vimo antivipativor I?ak1unA der vorsiel^ertov Lummv, aus livntvn, I^vusion«» uvä ^UZSwttuuAen. Vu3 deäeutevZe ^ktievkapitlll Zevilkrt 6en Vsrsiekertöll V0ll8t!i.liäiß56 Oarantiv. Vorlcoinmenäe Loltüäsa ^veräkn xrompd unä eoulant adZevielcelt unci auLde^Mt, ebenso ^versl^n (!l?n IV VersielierunAssuekLnäen 610 ^vsitAedenäZtvn LeZünstigungsn eingeräumt. V0rk>je1tei'uv^8-^ntrll^s werden entZeZeuAonomnivn unä aUe Lvvvünsetiten ^ut'Wrun^en orltieilt so^vokl dei der getorti^tsn (^eneral-^KentZvImt't, ^Is auo!^ dei äor llaupt-^Aent-seliult in der ?i0vin7. unä Iiei den Kps/.ill.I-^Aenturen in allen Orten de3 I^ande3. Viv konsfal /^gontsekaft für Ltvisi'mai'k, Kärnten unä Krain in Kra?. 527) ^alcol) 8)^2, Iiadet2lczsstra3ss I^sr. g. Oie IlttUpt-^Kentsoliskt kür UarburZ unä ilmKebunK betinäet siek bei Herrn ^eAettliotkstrasse. 0» ^ariAZöllsr I/la^Zöii-Iroxksii, vortrefflich wirkendes Mittel liti allen Krank!)eittn des Magens, und untlbertroffen bei Appetitlosigkeit, Schwache des Magens, übelriechendem Athem, Blähungen, saurem Aufstoßen, Kolik, Magenkalarrh, Sodbrennen, Bildung von Sand und Gries, übermäßiger Schleim-produktioi^, Gelbsucht, Eckel und Erbrechen, Kopfschmerz (salls er vom Magen herrührt j. Magenkrampf, Hartleibigkeit oder Versto-psllng, Ueberladung des Magens mit Speisen und Getränken, Würmer, Milz-, Leber- ultd Hämorrhoidalleiden. Z^reis eines Ktäfchchens sammt Gebrauchs- Anweisung 35 Kr. (620 Zn haben in ß/Iarliurg bei Herrn Apotljkkcr 1o3. ?i088 und Herrn 8. l-uearäi, Kaufm. ^Vnrnun^! Da in lehterer Zeit nnscr Erzeu^^nch nachgeahmt und gefälscht »vi>d, ersuchen wir, icloes bloS aus einem der ovgenannten Depots zu de-ziehen, hauptsächlich jedocl» aus folgende Kennzeichen der t^chtheit z»t achten: Auf dem Glase milssen die Worte: Echte Mariazeller Mageutropfen —^Brady ck Dvstal — Äpoli)eser — ausgeprägt sein, die Flasche muß mit unserem Originalsiegel gesiegelt sein, auf der Gelirauchö-inuveisuug sowohl wie auf der mit dem Bildnisse der l)til. MuttergvtteS von Mariazell tieesehenen Emballage muß sich der Alidruck unserer gerichtlich hinterlegten Kchul)mart!e nelien denr Bildnisse befinden, die Em-dalllige sellzst muß mit unserer Schutzmarke verschlos-srnlseiu. Erzeuguisse ähulicheu vdcr gleichen Namens, die diese Merkmale der Echtheit uicht tragen, sind als Fälschungen zuriickzuweisen nnd bitten wir, uns derlei Halle behufs gerichtlicher Abstrafuug sofort anzuzeigeu. c/e« ^>67?tsi6?'. nssnAx. Das wegen feiner fchnelren und gründlichen Ae-seltiguug von Schweryörigkett» temporärer HauV-yeit, Hyrensausen und Hyrenffuss, Hhrenstechen und Hyren-Katarrh b.'nihmt gewordene und vor wie nach unübertroffene (6l)9 Wbcrftabsiirzt Dr. V. Schmidt's KMr-Vvl ist nnr echt, wcnn anf der rothen Papierumtzüllunt, ntbtnstthende Schuhmarke vorhanden! Anderenfalls hat man es mit unechtem Fal>ritat zu thun! ZM^Ein ^verbessertes" Ober-stabsarü Dr. Schmidt'sches Gehör-Gel gibt es nicht'HW — dagegen ein „vlrbessertrs Falltfikat", welches fälscklickermeil'e für Dr. Schmldt-eldett sl. 5 00. Erdäpfel fl. 3.—, Fisoleu 14 kr. pr. Ägr. Linsen 24, Ertisen 21 kr. pr. Kgr. Hirsebrein 12 kr. pr. Ltr. Weizengries 28kr. Mundmehl 2L,.Semmelmehl 22, Polentamehl 14, Rindschmalz fl. 1.20, Schweinschmalz 74, Speck fnjch 60, geräuchert 72 kr., Butter fl. 1.05 pr.Älgr. Eier 1 St. 2 kr. Rindsteisch 52, Kaltiflosch 54, Schweinflelsch jung 52 kr. pr. Klgr. Milch fr. 12 kr., abger. 10 kr. pr. Liier. Holz hart geschwemmt fl. L.—, ungeschwemmt fl. :!.20, weich gelchwcmmt fl. 2.30, ungeschwemmt ft. 2.50 pr. Meter. Holzkohleu hart fl. 0.70, weich 50 kr. pr. Hltltr. Heu fl. 1.90, Stroh Lager fl. 1.70, Streu 1.— pr. 100 Klgr. Pettau, 13. August. sWvlyenmarktspreise.) Weizen fl. 7.15, Korn sl. 5.70, Gerste fl. 3.90, Hafer st. 2.50, Ättkurnh fl. 5-85, Htrfe fl. 0'—, Heiden fl. 5.30, Erdäpfel fl. v'—, Fisolen fl. 0.— per Hektoltr.