,MheIt, Wihllla»», str Alte." Kr «SS Mittwoch 4. November tSßtS. ^11. Jahrgang «ischtint jed«« Eo«»>ag> Mittwoch luid Kkiilog. Preise — s,ir Mardiir»: ganzjährig S fl>> haldjähng Sfl>, vierkliühiig Ist. SV kr: für Suftellunli ' «.»'w-nd'-il- wird bei nnma»«.. Einsch»u«..g Zill jchichtl! ile»; Tan?»;. Die Delegationen sind also demts aus den 12. d. M. nnch Ptft einbcruftn. Dirse Nachricht ist wohl teinc überraschende zu nennrn. denn srit Monate» wissen wir schon. daß der Bej,i«n der Dele. Kationen, «venu nicht am 10.. doch mindestens nicht zu ferne diesem Tage stattfinden werdt. Wenn aber auch die Elnkerufungsakte keine besondere Ü berraschung enthalten, so wäre doch auS, sehr iiaheliegenden Gründen z» wünschen, daß die DelegationsN selbst es diesmal den Völkern Oester, leichs nicht an überraschenden Beschlüssen fehlen lassen, gür dai? Jahr 1868 waren bcdeutrnde Ersparnisse und Berminderun^^sn der Ausgäbet, von den Delegationen kaum mehr zu erwarten ; denn die Zeit — hies; — war ja schon zu weit vorgerückt und die BerwaltnngSmaschine lasse sich nicht so in jedem belieliig n Antienblicke vkrwohls.il^rn. Für 18öv jedoch hätte die Vcrivallu«g kine l,inreichende Frist vor sich, um der „ZivangSlagc" nnd den „Berhältttissen" nicht abcrm^'IS dcraltit,e Zu-gesländnisse auf Kosten des Ctcuersäckc!» machen zu müssen. Wir wollen also twfs^u. die Delcgirtcn wcrden diesmal mit gut zugeknöpfl«^n TaschkN in die SiKung kommen, denn sowol)l im kleinen Akademiesaalc wie im Muscumsaal«! in Pest werden diese Herren übkr manche AuSgabepost zu stolpern haben, die sich wohl leichtir aus dem Wege räurnrn. ats tiquidiren lüßt. Die Erklärung der „P e te r s b ur g er Z e i t u n g". daß Rußland im Falle einet Krieges z«vlschen Preußen und Frankreich Polens wegen für die erstcre Macht eintretcu würde, scheint m Pa,iS großes Aufsehen erregt zu haben. Zum mindesten schließt man dies auS der Sprache der Pariser Blätter. Da der „Moniteur" von jener Erklärung, keine Kenntniß genommen, forderten die unabhlin,iigru Organe die Regie« rung aus, sich dorübrr zu äußern, indem sie ihr Erstaunen ausdrücklen. daß das amtliche Blatt troh einer so bedeutenden Kundgebung schweige Die ^France" antwortet nun. der „Moniteur" habe sich bis jetzt deSt)alb nicht geäußert, „w il der Wortlaut deS betreffenden Artikels noch nicht vorliege" — eine sonderbare AuSrede. ds ja doch schon der telegraphische AuSjug aus dem Artiket deS russischen BlatteS an Deutlichkeit nichts zu wünschen übriti ließ. Während die republikanische Partei in Spanien nch organisirt. schleicht sich der Zwist in die Reihen ihrer Gegner. An-schlußpartei und FortschrittSmänner haben sich verschmolzen; allein die demokratische Partei,'j die man mit der republikanischen nicht vertvechseln muß. hielt sich ferigj^jUNd man fragte sich, nach welcher Seite sie ihre Kräfte wenden wütM^Die Frage ist zwar noch nicht entschieden, aber dcr Schritt, welch.u die Führer dcr demokratischen Partei iuthan. scheint einen Bruch mit der Regierung herbeiführen zu sollen. In der That ljiden die Demokraten, die Miti^lieder der Verschiedenen Municipalitätcn sind ^eS gibt eine Mnnicipalität für jeden Distrikt), ohne sich noch über die Frailt: ob Monarchie, ob Republik, auszusprechen, ihren Tadel gegen die Regierung sormnlirt. weil dieselbe eine amtliche Meinung über die von den KorteS zn entschkidende RegierungSform kundgegeben. Wird dieser Antrag zum Beschluß erhoben, so ist eS klar, daß die Demokraten in den Reiheii der republikanlsten Opposition ihren Platz nehmen werden. Au bemerken ist aber, daß die Antragsteller sich selbst über die RegierungS« form Nicht aussprechen; sie gebrn sich weder für Monarchisten noch Repub-likaner auS. sie begnügen sich mit der Erklärung, daß die Regierung llnrecht gethan. mrt ilirer Meinung hervorzutreten. Um die Tragweite dieses Schrittes, dcr von BolkSkundgebungen nnterstützt werden soll, zu würdigen, muß man wiffen. daß die demokratische Partei, obgleich sie sich weder mit den Monarchisten noch mit den Republikanern identifizirt. in Wirklichkeit auS sel^r sreisinnigen Monarchisten und gemäßigten Republikanern besteht. Es ist eine flottirende, unentschiedene Masie. die wahrscheinlich die Mitte der künftigen verfussunggebenden Versammlung bilden wird. Vermischte Rachrichten. (Schulivesen.) In Rewyork sind 1867 für daS gesammte Schulwesen drei Millionen Dollar ausgegeben ivorden. (Spanien.) Die Statistik dieses Landes beweist, daß die Zalil jener, welche dort lesen und schreiben können, im Grunde größer ist. alS man aus dtu ersten Blick anzunelimen geneigt sein möchte. Nach der Zählung von 1860 gab eS unter einer Gesammtbevölkerung von über Zlatinka Tatakanoff. iSo» /r. L. (6 Fortsetzung) „Ich tvill Euch deS SpaßeS wegen nur eine Beschreibung der prächtigen Wege machen, die ich biS zu diesem Asyle zurücklegen muß. natür-lich allein, damit ich die Täuschung aufrecht erhalte, als tvünschte Niemand Mehr als ich daS Geheimniß der Prinzeß vor aller Welt gesichert zu sehen," redete der Graf nnd schilderte den Weg zu Bona's Villa auf eine eben so qer,ane als rr.lößliche Weis«^. mit den Worten schließend: „Kein Tourist !n ganz Europa wird gkirissettt)aster seine Krenz- und Quelsprünge beschreiben können, als ich. Mlint Ihr nicht?" Der Gesandte bejallte lachend. „Die römische Luft tro^net Seele »»nd Leib auS. ich fühle wieder biennenden Durs^t. Ich bin kein Frrund vom Wasstrtrinkcn. aber ich sehe mich genöthigt. die Frische Enres Springbrunnens zu prüfen." sprach Orloff. nachdem sie sich znm Fortgrticn anschickten. „Als Wasser kann ich Cnch denselben mit gutem Geivissen empfehlen, Herr Gras. ^tes.) In deu geheimen Archiven des Vatikans befindet sich eine Rei!»e von Denkschriften, von welchen ein spanischer Gesandter sich Abschriftrn zu verschaffen gewußt, die in den Archiven von SimankaS hinterlegt sino. Es sind dt»s meist Abbandlungen aus dtM sechzehnten Jahrljnndert, von angesehenku Theo-logen und Kirchenrechtsgrltlirten des Heilige« Kollegiums brrrührend. welche die verschiedensten Gegenstände betiandeln. Eines dieser Aktenstücke beschäftigt sich mit der Frage, ob die Wahl des Papstes vo»» Gott einge-geben ist. Die Antwort lautet natürlich bejahend, aber die Beiveissührung ist eine nnerwartele. Die Wahlen der Papste muffen natürlich von Gott tingeftößt werden, da die meisten derselben weni^t tangen. Gott ist all gerecht und die Menschheit ist schlecht, sie bekommt also solche Päpste, die sie verdient. Da aber Gott zugleich c»Utiütig und allbarmherzig ist. läßt er es zuweilen geschehen, daß auch ein guter Papst geivahlt wird. (Zu r A rb eiterfrage.) Auch Schiveden hat seine Arbeiterbewegung. Der Maschinen Arbeiter g G. Bjorc?, der an der Spitzt eines großen ArbeitelvereincS steht, hat einen PctitionSentivurf mit nach-stehenden Fordtkungen in Umlauf gesetzt: 1) Allgemeines unmittelbares Stimmrecht in allen Staats« und Genieindeaugelegenheitkn und Wählbar-keit zum Mitglird deS Reichstages für jeden unbescholtenen Lteuerzaljlenden; S) allgemrine Wehrpflicht ; 3) Verbesserung der Volksschulen im ganzen Lande; 4) Maßregeln SeiteitS der Regierung. u»n daS Branntwein-trinken auszurotten; 5) Verminderung deS Beamtenstandes nnd des Gott nur dkßhalb zum Olirenzeugen dieses Gehtimnisses gelnacht, daß ich die beabsichtigte Schandthat geschehen lallen sollte, ohne sie zu vereiteln zu suchen?" sprach er zu sich. „Das lviU ich und der Himmel wird mir seinen Beistand dazu nicht veisagen, die Unglückliche zu retten anS der Schlinge dieses TeuselS." Kedor Gagarin verließ Grotte und Rondell, abei die Aufregung, die sich seiner bemächtigt hatte, wich nicht so leicht aus seinem Geiste. „Welche sonderbare Berschlingungen der Ideen drängen sich uns gewaltsam mit den Iahren auf!" redete er vor sich hin. „AlS ich ein Knabe »var und man mir mittheilte, daß mein Großgroßvater, der als Geueraltjouverneur von Sibirien deu Plan gefaßt hatte, l)it Gelrgenheit zn ergreifen, ivo Peter der Große mit dem schwedischen zwölften Karl in Krieg verwickelt war. Sibirien von Rußland zn trennen und sich dort eine eigene Dynastie ju gründen, von Peter aber, dern dieser Plan verrathen worden, nach Petersburg gUockt. in Unteisuchnng gezogen, gefoltert nnd unter den Fenstern des Senatg»büudcö gelichtet tvurde, ti»eil er das ihm vom öar am Tage vorher angebotene Leben und den Besitz seines unvcrmeßlichen Vermögens, wenn er sich nur der Unterschlagung lchuld g bekcnnen wollte, ausgeschlagen und lieber den Tod alS Cntetirung unscreS sürstlichen Namens durch ein nicdrigcS Beilirechen vorgezogen linbe. schwor ich in meinem Herzen dem Hause Romanoiv (das russische Herrscherhaus) Rache; ich veidoppelte den Schwur. cilS man mir erzählte, daß der Sohn deS Gerichteten, mein Großvater, der zur srlben Zeit von einer Reise durch Europa nach Petersburg zurückkehrte, zum gemeinen Matrosen degradirt wurde. HkUte leitete mich der Himmel zur Mitlvifsenschast eines Ge-heimniffeS. durch dessen Vereitelung ich den Racheschwur «n den Abkömm-lingen Romanoiv'S ersüllrn kann — ich will nicht taub sür diesen Wink des Geschickes sein." Mit diesem ernsten Entschlüsse begab sich der junge Gesandtschaftsattache in die Villa. IV. Das kleine Landhaus deS sehr ehrwürdigen Notars ti)ar in vollem Sinne deS Wortes ein Asyl stillen verschwiegenen Glückes. Katinka Tarakanosf. »velche. seitdem sie unter dem Schutze deS greisrn Bona lebte. Gehaltes der Beaintrn. damit die letzteren ..keine Geißel dcs Volkes" iverden können; 6) alle Beamten, von dem liöchsi n liiS znm geringsten, sollen nur auf 5 Z.'hre gewählt iiierdei»; 7) eine allgemeine PensionSkaffe für die ganze Bevölkerung des Lande»; 9) Feststellung einer bestimmten täglichen Arbeitszeit, die in Schweden 14. 16 und selbst 18 Stunden l»elrägt. durch das Gesetz. (Most in P«t r o l e u in f ä sie r n.) Vor Kurzem starb in Greßthal im Odentvald ein Ortsbewohner, nachdem er Birnmost. welcher in einem Petroleumfafsc aufbeivaljrt war. getrunken, trotzdem das Faß vorher gebrüht und gereinigt woedeu. Da es in diesem Orte üblich ist, daß Vitt' Nachbarn daS Genb auszuschaufeln liav>n. kain es nach Veen« vigung dieser Aibcit dazu, daß auch diese vier Männer von dein erwähnten Birnmost tranken, lvosaushin der eine ebenfalls seinen Geist aufgal) und die andern drei mehr oder >veni;;er erkrankten. --Wir übergeben diesen traurigen Thatbestand der Oessentlichkeit in der Absicht, daß sich Jedermann sür c'^ie Folge hüten möge, irgend etwas Trink- und Eßb.'rcS in einem Petroleuinfasse aufzubewahren, ivenn es auch noch so gereinigt woiden liiäre. da eS sowohl sür Meiischen lvie auch Thiere von den niichlheiligsten Felgen sein muß. (D o u a u b r ü ck e n ) Die neue Eiseubahnbrücke übe» die Donau bei Ingolstadt ist to reit vollendet, daß d«s Eisenvrt anfßeleßt weröeij kann. Diese Brücke ist die ilebente Eisenbahnbrßcke. welche über Donau fühit; voran gingen: Mm. DonanivAkitz, Uegensburz, A»z. Wien. Pcst. ! (SittsaineS ans Pest.) Der WilthschaftsauSschuß der Pestei! Stadtvertretnttg hat dein Ansuchen eincS dvrtigeu Kaffecivjrthes um die Bewilliguug zum Bau rines „OlplieninS" nach Art drs in Wien und Berlin bestehenden die Genehmiguiig verweigert da euie solche Anstalt der Unsittlichkeit iin „höchsten Grude" Borschud l,iste. Mtlrburger Berichte. (Einbruch.) Auf der Besitzung des H.rrn Pauer (Gutenhaag) in ^t. Peter haben am 28 Oktober Nacht» mehr«re Gauner den Keller erbrochen Nnd dein Wiiizer Pet^r Tschrrntschitsch. seiner Ehefrau, ztv-i Söhncn und ei,irr Tochter Klkid.r und Kleiderstoffe im Werthe von 62 fl. 7V kr. gestohlen tSpieler^ Franz Schnnkoivitsch. Grundbesitzer in Maria Reustist. fuhr am 3!. Oktol)er uach Mai bürg, uu» doit Wein zum Kauf anzubieten. P., aus der Graz r Gegend, ein gerichtSbekannler Spieler, gesellte sich in Ät. Magdalrna zn Schunkowitsch und erklärte im Verlauf der Besplechung. duß cr Mlt ihm ein Geschäft abschließen wolle. Beide gin;lkn in eine Schenk.^. ii»o zw^i „Frenndt" dtS P. saßen. Es tvulde mit Karten gespielt — M't zwei schivarzen und einer rothen; iver aus die rothe grsetzt hatte, geivann. P. bcschnitt heimlich eine Karte, zeigte dem Sch., daß eS eine rothe sei. mischte und legte auf. Schunkotvilsch setzte aus die vermeintliche Glückbringerin zuerst zehn Kreuzer, dann nach längerem Sträuben fünf und endlich füusundztvanzig Gulden, »lerlor aber jedesmal — P. spielte falsch. Als Schuuko>vitsch daS Geld znrück-sori'ette. verließen P. und seine Freunde die Schenke. Dem Grundbesitzer gelang ls jeooch P.. festzunehmen nnd dein UntersuchungSgerichte ju übergeben. (Getverbe.) Im Verflossenen Monat haben bei dem hiesigen Stadtamt Getverbe angerneldet; Petlek Johann. .Schneiderei (Stadt. Domgasst). Geißler Franziska. Schneidcru tSrazer-Borstadt), tschernko Franz. Greislerei (Stadt. Burggasle). Steinko Andreas. Schneiderei (Stadt den Namen Annnneiata führte und die tiefe Einsamkeit des Landhauses bisher als ein Grab ihrer schönen Iuziend betrachtet hatte, schaute dieselbe jetzt aus einem ganz anderen GestchtSpnnkt an. In idr hatte sie die iljre reine, jnngfräuliche Seele ganz crfülknde Seligkeit dei^ Liebe gefunden — diest ,var ein großes wunderbares Glück, welches il»r Alles, was sie umgab, ln einrM wonnigen Rosenschimmer erschcitttN ließ. Pietro war der Liebesbote. der zwischeu ihr und Al.jiS Orlosf kielne Billets beförderte. I.', sie liebte den Grafen mit der vollen Glut eines unver-dorbenen HerzenS. sie hatte keine Ahnung, daß selbst daS heiligste aller Gefühle, die Liebe, zum Deckmantel eincs verabschcuuugSivürdigen Verbrechens entheiligt «verde« könne, in ihrer Seele flammten die drei Him« Melslichtcr: Glant't, Hoffnung. Liebe in nnentweihtetn Glänze, darum auch konnte sie mit der Inbrunst eines arglolen und heiteren Herzens sich der Wonlte dieser ihr ganzes Wesen beglückenden Empfindung hingeben. Und diese eine Neigung ivurde vorzüglich durch die Eikenntniffe unterstützt, daß ihr treuer solgsamer Schützer, der greise Bol»a. den sie in kindlicher Dankbarkeit V-ter nannte, nnd der ivürdige Pater Allodini. sein Freund, d^r Mitwisser ihres GeburtS GeheimnisicS. dem Manne ihrer Liebe volles Ve« trauen schenkteil. Die gute alte 3lvanowna war voll LobeS. ivrnn auf Alexis Orloff die Rede kam. Er liatte die alle Frau durch sei» freundliches Wesen geivoniten. Sie. die Russin, fand in demselben einen so großen wesentlichen Unterschied gegen daS ihr be« kannte überstolze Benehnien der Grosien ihreS Vaterlandes ge,,en Unter-gebetle. daß eö gar nicht audtrs icin konnte, als d.>ß sie diesen gütigen Herrn, der auch ihr eine Geltung einiänmt«', als ein Musterb.ld eines Kavaliers betrachtete und ivenn Kaiinka seinen Namen nannte, ihn Mit der Geschwätzigkeit ihres Geschlechtes biS zmn Himmel erhob. Alexis Orloff ivar ein Meister in der Kunst zu täuschen. Er ver-rirth durch kein Wort, daß er Katinka's Geheimniß kannte, für ihn schien sie nur daS zu sein, ivosür der greise Notar sie auSgab. seine Nichte, und eben dadurch, daß er ihr als solcher Liebe heuchelte, flößte er ihr daS süße Bewußtsein ein. um ihrer selbst willen von ihm geliebt zu tverden. DieS Bewußtsein ivar zu beseligend für Katinka, als daß es nicht laut in ihrem Herzen gesprochen hätte und den schönen Eindruck, welchen seine HtNtNgofseV Sodetz Moria. Handel mit LebenSmitieln. (Stadt. Pfarr-hofgasse). DreLln Karl. Druckfärbcrti (Grazrr Borstadl). Koslj.^t Franz. Sikbmacher (Stadt. Burgplatz). (Schüblinge.) Im Ottober wurden 44 Schüblinge, darunter 11 wtiblichtn Geschlechts und 6 Kinder von hier weiter geführt. (A u s h i l f S k a ss t.) Ende Septrmbtt blieben 760 fl. 14 kr. in der Kasse. Im verfloffenen Monat wurdln 1ö20 fl. 44 kr rmgenommen. 2Z2b st. 1v kr. ausgegeben nnd 6 Wechsel im Betrage von 1070 fl vrr-lüngert. Der Kaffarest beläuft sich auf öö fl. 43 kr. Drei Mltgl«eder sind dem Berein beigetreten. (Schaubühne.) In Friedrich Halms dramatischem Gedichte: „Wildfener" zeigte sich die Tr.igerin der Titelrolle (graulein Engel) wieder .ils eine sehr gcwandtc Schauspielcrin; besonders gelungen war die Kußszene. jedenfalls die spannendste und poetisch vollendetslc deS gan-zen Stückes. Herr Schuhmann (Mareel) sprach langsamer und dcntlicher. als in früheren Darstellungen; der beharrliche Eifer dleseS Künstlers dürfte auch die eine Schwierigkeit beim Bortrage in gebundener Rede noch überwinden und die Zuhörer nicht Merken lussen. dah Verse gc-sproäztn werben. Herrn KößlerS Beltrand war mehr ein adeliger Gecke aus dei^ Rokokozeit. als eiu kharatter. ausgefaßt und durchgeführt im Geist« des vierzehute» IahrhuNderts. Arüulei» Nedlinger (Margot) be» s»i«Dißte j« Nllß,«ei»e» u?d störte Rur das überlaute Splechen: eS ist ti»e sulsch« Außcht, die allerbiußs vo» sehr viele» Schauspitlerinnen gc-ttz^iit »ird. daß »ä«lich „ein VanernmAdchrn" auch die stimmlichen Mittel besonders erproben müsse. Die übrigen Darsteller haben sich durch ihr gusammtnspiel um den Erfolg veidient gemacht. (Für die Armen) Die milden Gaben, welche am l. d. M. Von Befucheru der hiesigen Friedhöfe zu Gunsten der Ortl^aimen grspeudet ivorden. betragen ö6 fl 37 kr; davon entfalle» auf den Stadtfricdhof 4Z fl. 10 tr.. auf St. Magdalena 14 fl. 27 kr. Die Opfertische wartn der Obhut der Herren: Franz Wösting und Dom. Girftmayr anvertraut. (Ernennung.) Herr Finanzkomnussiir Kronig und Herr Dr. Duchatfch sind in der letzten Hauptversammlung des Grazer Männer-gesangvereines einstimmig zu Ehrenmilglit einem Kcipilale Von fl. 4000 in berritS vartlkrücktem Alter versichert l)nttc uud zlvnr mit Gewinnst' nnllieil. Llliielt dieies )nhr auS dem lehtlin^^lfülutc,, Tit.l eine Dividende von sl. 137 und einigen Krcuzern; t'n nun seine Jtil)rtSei«lngc niätt ganz fl. 200 lietrüj^t und er <^urch 6 I.ihre tingcztil)lt htUte. so verzinst sich dnS von ilim eiNt^rzlililte K«ipital von fl. 1200 mit 16'/g Perzent. wobei daS bei dessen Ableben an die Berechti,^ten auszuzahlende Kapital uugesrhmälcrt bleibt. AllerditlgS entfällt nicht jedeS Jahr elne gleich hohe Dividende, tveil dieS von den (Ergebnissen der Bilanz ablzängt. die ihrerseits durch die größere oder gkrintiere Sterblichkeit bediNj^t ist. ja es kann „elchthrn. daß ein oder das andere Jahr bei besonders ungünstigen SttlbllchkeitSverhältnissen g<,r keine Dlvivende ausgezahlt werden kann; über andercrseitS nimmt die Gesellschaft auch dln etwaigen Verliest allein auf sich, so daß von einer Daraufzahlung nie die Rede sein kann. Der Betrag, um welchen die ZahreSprämie bei der Versicherung mit Gewinnst-anllieil gtj^en die Versicherung ohne denselben erhöht wird. erscheint wahrhaft unbedeutend. Wir überlassen eS jed,m Familienvater, sich selbst auszurechnen, in wieweit er auf billigere Art seinen Erben ein Kapital hinlrriegen und seine Zahlung vortheilhaster verinler^ssiren tonne, und glaubtN, deßhalb s die Lebensversicherung bei einer Geseltschast. welche die Versicherung mit Oeivinsttinilzeil ermö.tlicht. empfehlen zu können. Der Rechnungsabschluß ob^^enaunter Anstalt, welcher bei der kürzlich staltges«^Mn>kn General-Versammlung den Aktionaren bekannt gegeben wurd«. ergibt für daS Gejchäftsjahr 1867 ein n Gewinn von fl. 117.716, 94 kr. ________________________-V- *) Die Hauptagentschaft dieser Anstalt für Marburg und llmgebnng befindet sich bei Herrn Nitolau» Koller. Die von der Iraavschmigische« Ntgittllug ansgegebenen und von dem Handlungshause Isidor DoUnVitstr in Fraitkfttt a. M. im heutigen Blatte empfohlenen PrämitN-zoost finden sehr starken Absatz. Die Vortheile. tvelche dem Publikum entstehen, tvenn es sich bei dem Bezug dieser Loose der direkten Vermittlung eines soliden HauseS, zu denen das oben-genannte anerkannter Maßen gehört, bedient, sind so bekannt, daß man nicht besonders daranf hinzuweisen braucht. Geld zu S (für HauS- und Grundbesißer) 0! (600 auf lange Zeit, gegen Rückzahlung in halbjährigen Raten, verschafft Llvlu» am Domplaß im Wibmer'fchen Haufe, 2. Stock. (Sprechstunden: von 10—12 Uhr Vormittags. Kirchenwein«Lizitation z« Ki^tsch bei Marburg. Am November 1868 werden zu Kötsch und zivar Vormittags um 10 Uhr im Kirchenkeller zu St. Leonhard 8 Startin und Nachmittags um 2 Uhr im Kirchenkeller am Gliunik 12 Startin. und Tags darauf im Kirchenkeller der Filiale St. Nikolai in Tepsau 8 Startin Kirchenlveine heuriger Fechfung sammt Gebinde gegen sogleich bare Bezahlung lizitando verkauft. (659 Zither - UnterrW. Der ergebeiist Gefertigte beginnt in Marburg auf mehrseitiges Verlangen mit Anfang dieses MonatcS den Unterricht in der Schlag- nnd Streichzither. Näheres aus Gefälligkeit im Comptoir dieses Blattes. ^kSl Josef Omuletz. Eine Parterre-Loge ist für jeden zweiten Theaterabend zu vergeben. Näheres itn Coinptoir dieses Blattes. (ßßi 17 Startni 1868tr Kirchenlveine werden ani Z. November bei der Pfarre St. Andrä in Leskovetz lizitando verkauft werden. (650 Wohnungs - Anzeige. Im neuen Schmiederer'schen Hause in der Grazer-Vorstadt ist eine ebenerdige sonnseitige Wohnung, bestehend auS drei Zimmern, Küche und sonstigem Zugehör. soaleich zu vermiethen. Auskunft in der Notariatskanzlei des Dr. Mulle. (644 Zu vermiethen: Eine schöne Wohnting bestehend ans 3 Zimmern. Sparherdküche Keller und Dachboden Antheil. Das Nähere b.i Alleestraße Nr. 167. Z. 12155. Edikt. (637 Bon dem k. k. ^^e^irkSgerichte in Marbnrg wird bekannt gemaebt: Es werde a m tK. N 0 veinber lVormittags von t 1 bis Uhr in der Gemeinde Roth schützen die bewilligte freie öffentliche Versteigerung der znm Verlasse nach dem dort verstorbenen Grnndbtsitzkr Jofef Pack gehörigen Realität Urb. Nr. tl»'/g »c! Pößnihhofen, bestehend ans einer verfallenen Keusche und Grundstücken, darunter anch Weingarten, im GesammtflAchenmaße von 8 Joch Onnd. Ktft. im inventarischen LchähnngSwerthe von 019 fl. vorgenommen werden. Jeder Lizitant hat vor dem Slnbote ein 10 0/^ Vadium nnd der Ers^eher mit EinsrdlnK desselben den vierten Theil deS MeistboteS zn Händen der LizltationSkommiffion zn erlegen. Die übrigen weitern Lizi-tationsbedingnisse können Hiergerichts eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Marbnrg am 9. Oktober »8KS. Kirchemem-Lizitatio». An« Montag den A. November werden 17 Startin süße heurige Weine loeo Ober - St. Knnigund sammt Halbgebinden lizitando verkauft. (K56 Kirchenvorstehnug Ober - St. Kuuiguud, SV. Oktob. 1868. Z. 12742. Edikt. 662 Vom k. k. Bezirksgerichte Marbnrg wird bekannt gemacht: ES sei die freiwillige Versteigerung der dem Herrn Mai? von SuSkovilsch gehörigen, in Wolföberg gelegenen Realitäten Berg Nr. 79 und 80 all Ehrenhansen bewilliget, und zu deren Vornahme eine einzige Tagsatznng auf den 18. November 1868 Vormittags von lt bis 12 Uhr im Orte der Realität in WolsSberg angeordnet worden. Diese Realität, welche nach dem stabilen Kataster an: l. Banarea 2l Quadr. Klftr., 2. Acker l3ll»''/zg Onadr. Klftr., 3. Wiesen l Joch Quadr. Klftr., 4. Garten '^5V»v Quadr. Klftr., d. Weingärten 2 I. Quadr. Klftr., 6. Weide mit Obst 40^/^^ Quadr. Klftr., 7. Weide Quadr. Klftr., daher ein Flächenmaß per 4 Joch 1b93^/,g Qn'idr. Klftr. hat, wozu noch die Weideparzelle Nr. 644 per 624^/,g gehört, wird um 3l09 fl. anSgerufeu und unter diesem AnSrufS-preise nicht hintangegeben werden. Die Lijttationsbedingnisse, wornach jeder Lizitant, bevor er einen Anboth macht, ein Vadium per 300 fl. in Baarem, steierm. Sparkassa^ büchelu oder ös?crr. StaatSpapieren zu Händen der Gerichtskommission zu erlegen hat, das Schätznngöprvtokoll und der GrundbucliSertrakt können entweder bei diesem Gerichte, oder in der Kt>nzlei des k. k. Notars, Herrn Dr. Radey hier eingesehen werden. Marbnrg am Zl. Oktober 1868. Rur 14 Gntden kostet ein viertel Origiaal-Ztaats-Lol»», keine Promesse, fl. 3'/g ein lialbes und fl. 7 — ö. W. ein ganzeS LooS. zu der in aller Kürze am 10. kommenden Monats beginnenden, vom Aaate Araukschveig errichtete» und garavtirten große» Ztaatsgewina Veriolisvng. Die Einrichtung dieses Unternehmens, bei welchem in den statt-findenden Ziehungen »veit über die Hälfte der Loose mit Gewinnen von ev T l !«« «««.«« TV««, 4« «««. ISß»««. ««««, S««O. 4OQQ. »«««, «O0O. IV«Q ze. tt. gezogt« werden mWu, ist eine wirklich so vortheilhaste und die Aussicht auf Erfolg eine so grobe, wie sie nicht leicht geboten wird. Bestellungen auf die vou dtt Negiernng avßgeftellte» Vriainil-Lssse lverden gegen Einsendnng des Betrages in Bantnoten sofort ausgeführt, und wird der Unterzeichnete nicht allein die amtlichen Ge. winnlisten nach jedesmalijzer Ziehung den Laos Inhabern prompt über. Mitteln, sondern auch VerIoosu''gs'Ptäne jeder Bestellung gratis beifügen. Die Gewinne werden sowohl nach jedem Orte versandt, als auch auf Wunsch, durch Vermittlung des unterzeichneten Hauses in allen größeren Städten Oesterreichs ausbezahlt. Durch den direeten Bezug der Lol)se genießt man somit alle Vor-theile, und da bei den massenhaft eingehenden Bestellungen die noch vorrathigen Loose rasch vergriffen sein dürften, so bittet man geneigte Aufträ.ie vertrauensvoll baldigst gelangen zu lassen an ö z) ItnttONH» I«srr, Bank- und Wechselgeschiist in Frankfurt a. M. Eisenbahn-Fahrordnullg für Marburg. Nlich Wien: Ntich Trieft: Abfahrt: 6 Uhr 25 Min Friih. Abfahrt: ö Uhr 14 Min. Fnil). 7 Nhr ij Min Abend». 3 Uhr 48 Min. Abends. Nach Vitlach: Abfal)rt: 9 M,r KriU). Die Eilziige verkehren täglich zwischen Wien nnd Trieft. Nach Wien: Nach Trieft: Abfahrt: 2 Uhr 46 Min. Mittags. Abfahrt: 1 Uhr 52 Min. Mittags^ Die gemischten Züge verkehren täglich in der Richtung nach Wien: Trieft: Abfahrt: 12 Uhr 34 Min. Mittag». Abfahrt: 1 Ulzr 32 Min. Mittags. Nach Blei bürg jeden SamStag. Abfahrt: 2 Uhr 20 Min. Mittag». Nerantwortlicher Redaktenr: Kranz WieSthater. S. «. Gt. G. Drnck nnd Nerlag von Eduard Janfchi^ in Marburg.