^HT^ Mittwoch, 31. August 189k_________________Jahrgang 117. Nbacher Zeitung. l,/^"^-—»^.________ ^ V-!^'l.Aij..?^ Nostveislndun«: ganzjährig ,l. 1b, h»lbj«hrig fl. 7 5U. Im Vomptolr: ^^ ^"!ttate b« "v'.^Il. 5 50. Für die Zustellung ln« Hau« ganzjährig sl. ,. — InsertlonSatbür: Für zu 4 Zeilen 2li fr., grützere per geile « lr,! bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Die »Laib. Ztg,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Eonn- und sstieitage. Die Ndwlnlstlarlon befindet sich «longressplah 3tr. L, die i»«d»cllon Varmherzlgergasse Nr. 15. Sprechstunden bei Uedaction von 8 bi» li Uhr vor« mittags. Unfranlierte Briefe werden nicht angenommen, Wanuscripte nicht zurückgestellt. "»m». ^ ^ September "N n«ue, «honnemlnt »ul die ,, ^ Laibacher Zeitung. ^llind.^U'nerations-Bedingungen bleiben ">it z°»».! ""^ betragen: V^g ' ? ^ ^1 lr. ganzjährig . . ,» fl. - tr. !l^. lähriz, « "0 » halbjährig . . » . »0 . ^.« ' » . 7ll . vierteljährig . 2.7»« . ^ eisernen Krone dritter Classe ^ Pro^sl. " f^'e und dem mit dem Titel eines !l^" Nn ' «3.^..^kleideten Privatdocenten an der it? des ^"'"" Dr. Ludwig Ebner das Ritter- ^" geruh" "ö->zosef-Ordens allergnädigst zu ver- ^°dig/ ""^ k. Apostolische Majestät geruhten ^^llntcr^""g des Obersten Adolf Bulla, ^s,^gel)nils^?""s Erzherzog Ernst Nr. 48, nach ^"'uglH,.? Superarbitrierung als derzeit ? «nzuord,, . ^"^Mbür auf die Dauer emes "^u/Kbung ^ Oberstlieutenants Edgar „ /dnZarc^'"'wheitsrücksichtell vou dein Commando '^'Mordn^''^ Erzherzog Franz Salvator ^^Nlsbu^""'"" ^'ch^b Ritter Henike b>l>ll^tolLh°im^'« des Dragonerregiments Freiherr ^' zuin Commandanten des >>ti >> Piaior c> herzog Franz Sawator Nr. 15; V Gmi" "'""z Mandry, des Geniestabes, ^!^^Ulit^°" ln Pola, zum Lehrer au den ^^^Zachcursen. , ! Der Ackerbauminister hat die Kanzlei-Officiale Gustav Casagranda und Eduard Witoszynski zu Kaiizlei-Adjuncten bei der Forst- und Domänen« Direction in Innsbruck, beziehungsweise bei der Forst-und Domänen-Direction in Lemberg ernannt. Ven 27. August 1898 wurde in der t. l. Hof- und Staats« druckerei das Xl^Il. Stück der kroatischen, das XI^IV. Stilck der ruthenischen, das Xl^.V. Stück der lroatischen und das XI.VII. Stück der ftolnifchen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Eine Friedensbotschaft. Die Kundgebung des Kaisers Nikolaus II., durch welche eine allgemeine Abrüstung und eine europäische Friedensconferenz angeregt wird, ruft in dn- Presse einen außerordentlichen Eindruck hervor. Die Action des Zaren wird mit sehr warmen Worten und mit lebhaften Hoffnungen begrüßt. Das «Fremdenblatt» fagt: «Der Beherrscher des größten Reiches der Erde stellt sich damit in den erhabenen Dienst der Friedensmission. Der hochherzige Appell wird sicherlich auf die wärmste Aufnahme rechnen können.» Die «Neue Freie Presse» schreibt: Der Zar mit dem Oelzweige in der Hand als Friedensbote ist eine neue Erscheinung in der Geschichte. Lässt sich diese großartige Idee verwirklichen, so werde eine neue Culturevoche für Europa anbrechen. Der Name des gegenwärtigen Zaren werde auf einem der schönsten Blätter der Geschichte zu verzeichnen sein, schon deshalb, dass er den Vorschlag zu einer internationalen Conferenz zur Sicherung des Weltfriedens überhaupt machte. Das «Neue Wiener Tagblatt» erklärt, der ideale Zug dieser Kundgebung werde bei allen Völkern freudige Aufnahme finden. Wenn man auch nicht gleich an einen großen Erfolg der einzuberufenden Weltfriedensconferenz zu glauben brauche, so werde dennoch die ganze Welt ein Gefühl der Sicherheit durchziehen, dass eine so große Idee von so mächtiger Seite ergriffen und dass gerade die jetzige Zeit für günstig gehalten wurde, um zur allgemeinen Einschränkung der ungeheueren Militärlasten zu schreiten, um dcu Frieden dauernd zu gestalten und zahllose Kräfte cultureller Wirksamkeit zuzuführen. Es fei ein schweres Werk, an das der Zar sich wagt, ein Problem, an dessen Lösung die Besten aller Zeiten hätten arbeiten müssen. Das «Wiener Tagblatt» ist überzeugt, dass die Conferenz zustande kommen wird, ja es sei fast sicher zu vermuthen, dass dieselbe im freundschaftlichen Einvernehmen schon vor der Veröffentlichung dieser grandiosen Kundgebung gesichert war. «Und wenn das Große, Letzte auch nicht gleich gelingt, ganz können wir nicht mehr in die alte Barbarei verfallen. Die Kundmachung Nikolaus II. weist der Weltgeschichte neue Bahnen.» Das «Vaterland» betont, dass ein großer und hochherziger Gedanke aus dieser Kundgebung spreche. Aber bei allen Hoffnungen, welche die kühne Initiative des russischen Selbstherrschers erwecke, mache doch der Zweifel sich rege, ob nicht die Discussion des allgemeinen Friedens neuen Zwiespalt erzeugen wird. Die «Reichswehr» bezeichnet die Idee als edel und der vornehmen Denkungsart des Zaren entsprechend, bezweifelt aber die Realisierbarkeit und meint, der Congress werde erweisen, dass man einer Illusion nachstrebe. Das «Neue Wiener Journal» erklärt, man müsse diese Kundgebung des jugendlichen Zaren mit größter Genugthuung begrüßen. Die Macht Russlands und seine politische Situation seien derart beschaffen, dass gerade von dem Beherrscher dieses Reiches eine solche Anregung kommen konnte, ohne missverstanden zu werden. Ob dieser ideale Zarentraum von einem waffenbefreiten Europa in Erfüllung gehen wird — wer würde diese schicksalsschwere Frage jetzt zu beantworten wagen? Das «Illustr. Wiener Extrablatt» meint, es könne nicht bezweifelt werden, dafs die Mächte der Friedens-confercnz zustimme». «Ob sie aber zu dem ihr gesteckten Ziele so bald gelangen wird, ob wir noch in diesem, oder zu Beginn des nächsten Jahrhunderts, ob wir überhaupt jemals die allgemeine Abrüstung erleben werden, die Frage möchten wir nicht so ohne-weiters zu bejahen wagen.» Man werde gut thun, von vornherein keine gar zu sanguinischen Hoffnungen in diefer Richtung zu hegen. Die «Oesterreichische Volkszcitung» erblickt darin eine erwärmende, richtunggebende große That, die der Weltcultur nützlichste That vielleicht, die je von Russland ausgegangen, und sagt von ihr, sie könne einen geschichtlichen Wendepunkt bedeuten. Die «Arbeiter-Zeitung» setzt der Conferenz Skepsis entgegen, indem sie sagt, «Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube», sie anerkennt jedoch, dass jedes Wort der Botschaft wahr und treffend sei und dass sie in allen Theilen der Welt einen mächtigen Wiederhall erwecken werde. Feuilleton. seichn Hände . . . "ungeu von Hermann Heiberg. dlkb "w Hände! ?>L>''«ch drn N^'N' "sten Ansatz zum Thätig-l" d^"' wch 3""gw der jungen Mutter, nach ^lle/ Hon t^- ' ""s die kleinen Fingerchen . 'ranger entwickelten Nägeln fassen °>^^ bas feste Zugreifen >sN n Hand.>l^' und erst, als ihr das Kind, I^tm^ n, «ach ihren von Mutterfreude ^ich^"lze,, U" Zmft, da hebt sie ihr Erstgeborenes ^ '3,i^ridch,>,, ! , ""t "Hm Armschleifen ge-^ weh "Hl doch, mein Anneten, thust ja ä^^lawX^" Tintenflecken, die bcim N ^ 'Um K" Exercitium entstanden sind, k> " >veich,/"bens in dem Futter der Jacke ^ibh ' häuf'sollen, schlägt er eudlich die lir^und^ "uf die darunter geschichteten ^ nichk befreit auf. ^» aber er denlt den sich immer wiederholenden Satz: «Gott sei Dank!» macht die für alles verwendbare Hand min auch zur Bürste für die bestaubte Jacke und Hose und stürmt hinaus. Er benutzt wieder beide, um an dem Geländer der Haustreppe hinabzugleiteu, streichelt im Vorübcrjagen mit der Rechten den sich ihm im Galopp anschließenden, treuen Spitz, und stiegt endlich dem Spielplatze seiner Kameraden zu. Und dann, nach einer Weile, zucken vier zu Fäusten geballte Knabenhände durch die Luft. Ein Streit ist entstanden, uud dieselbe Rechte, die vordem so liebevoll den Kopf des Haushundes berührt hat, fährt gegen Stirn und Auge des Widersachers, dass er schreiend und blutend zusammenstürzt. >!° Hände, sanfte, harte, rothe, steißige Hände! Nun ist der letzte Nadelstich gethan. Das kleine Mädchen im halblangen Kleide streicht über die Stickerei hin, bringt das Kunstwerk, an dem sich ihre fleißigen Hände feit Monaten gemüht haben, in angemessener Entfernung nochmals prüfend vor die Augen, und legt das Werk ihres Fleißes in die feinen, weißen Hände der Achtzigjährigen. .Für dich, Grußmutter, zu deinem goldenen Hochzeitstage —» sagt sie, und zugleich beugt sie sich herab und drückt einen herzlichen Kuss auf die Handfläche der alten Frau. Und die alte Dame umfasst mit der zitternden Rechten und Linken den Kopf ihrer Enkelin und gibt die Zärtlichkeit durch eine Berührung der weichen Lippen zurück. -!< Orgelklang! Chorgesang! Lauter Gemeindegesangl Endliches Verrauschen der letzten brausenden Töne von oben, und nun die Ceremonie . . . Aller Augen sind gerichtet auf den Geistlichen, vor ihm die Kinder. Es ist Palmsonntag und Confirmation. Nach Ansprache und abermaligem Anheben einer sanften Musik vom Chor erhält jeder Confirmand einen Lebensspruch. «Dir sage ich: Evangelium Lulas 12, Vers 37: Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wach findet!» «So führe ein reines Leben, denke fromm und handle gerecht, mein Kind!» Uud indem der Geistliche so spricht, legt er dle Hände auf den Scheitel des Knaben, und während sie dort ruhen, fliegt ein heiliger Schauer durch des Gesegneten Seele. Die Hand drückt auf den Klingelknopf. Ein Ausdruck glücklicher Ungeduld liegt in den Mienen. Nun wird ihm geöffnet. Er eilt ins Gemach; rasch zerren seine Hände an dem Packete, das er mitgebracht hat, uud er nimmt alles heraus, was in dem Papiere vorhanden ist; zuletzt ein Paar wundervolle, in einer Schachtel geborgene Rosen, eine weihe und eine rothe. Laibacher Zeitung Nr. 197. 1584 31. Augusts Die Vudapester Blätter besprechen die Botschaft des Kaisers Nikolaus in sehr sympathischer Weise. «Egyetertes» schreibt: «Noch nie ist dem Kopfe eines Herrschers ein erhabenerer und edlerer Gedanke entsprossen als dieser, mit dem der russische Kaiser jetzt die Welt überrascht. Das Hosianna von Millionen von Völkern tönt ihm hicfür entgegen. Jedes Zivilisierte Land begrüßt mit Dank die großartige Idee, die furtwährenden Rüstungen einzustellen, von den Schultern der Völker die fürchterliche Last zu nehmen, einzustellen das ewige Zittern vor den Schrecken des Blutvergießens. Gibt es einen erhabeneren Gedanken als diesen? Wahrlich, derselbe ist eines Fürsten wert!» «Orszagos Hirlap» veröffentlicht einen Artikel, in welchem er die Bürgertugenden des russischen Kaisers preist, seiner Ueberraschung über die Kundmachung des «Regierungsboten» Ausdruck gibt und unter anderem sagt: «Morgen wird man behaupten, dass Kaiser Nikolaus II. die Weltordnung umgestürzt und den Anfang des künftigen Jahrhunderts aus deu heutigen Tag gesetzt hat. Wer könnte den großen Segen ermessen, welchen die Action des Zaren, wenn sie verwirklicht würde, der Welt darbieten würde?» Der «Pester Lloyd» schreibt: Von Russland ist eine Initiative von ganz außerordentlicher Bedeutung und Tragweite ergangen: Der Zar hat den Zusammentritt einer europäischen Abrüstnngs-Eonferenz augeregt. Der Vorschlag an sich, zu dessen Begründung man nicht viel Worte zu verlieren braucht, da ja der bewaffnete Friede nut seinen ungeheuren und stets wachsenden Lasten am eindringlichsten für ihn spricht, bietet ein rühmliches Zeugnis der hochherzigen Gesinnung des Kaisers von Russlaud, und kaum eiu anderer Souverän kann gleich ihm, völlig frei von der Besorgnis, dass seine Absichten missdeutet werden könnten, die Propaganda für die großartige Idee auf den Boden der gegenwärtigen Politik stellen. Die «Berliner National-Zeitung» sagt inbetreff der Kundmachung des «Regicrungsbuten»: Der Zar und seine Minister werden sich keiner Selbsttäuschung hinzugeben haben, dass durch die Murawjew'sche Note zunächst keine Ursachen aus der Welt geschafft werden, wodurch die steigenden Rüstungen seit Jahrzehnten herbeigeführt werden. Hat die Regierung einer Großmacht trotzdem eine Aufforderung an andere Regierungen gerichtet, so muss mau dieselbe überall als einer Prüfuug würdig erkennen. Die «Times» sagen: Der Vorschlag des Zaren sei ein großes politisches Ereignis, das, wenn es auch zu einem unmittelbaren Erfolge nicht führen sollte, große Ehre seinem Namen und seiner Regierung bringen werde. Der «Standard» meint, solange England Grund zu der Auuahme habe, dass seine Handelsinteressen bedroht seien, werde es von seinen Anstrengungen nicht ablassen, um sich den Vorsprung zu erhalten, den es vor seinen Nebenbuhlern habe. Die französischen Blätter begrüßen den edlen, großmüthigen und humanitüreu Aet des Kaisers Nikolaus und zweifeln nicht daran, dass der Plan der Einberufuug einer Eutwaffnungs - Eonferenz schon die Zustimmung der Mächte erhalten habe; verhalten sich jedoch im allgemeinen skeptisch bezüglich der Ergebnisse derselben. «Figaro» sagt, die Mittheilung des Zaren sei bereits seit mehr als vier Tagen an die Cabinettc gelangt. Weun dieselbe eine besümmte Zurückweisung er° fahren hätte, so wäre sie in den Schubladen des kaiserlichen Kanzleramtes liegen geblieben. Die «Autorin» würdigt und erkennt die Intention des Zaren an. Das «Journal» wirft die Frage auf, ob der Vorschlag des Zaren nichts als Zustimmung und Beruhigung hervorrufen werde. Das «Petit Journal» hofft, dass von der in Aussicht gestellten Eonferenz die grundlegenden Fragen, deren Lösung bisher ein Hindernis für den Frieden bildete, nach dem unvertürzbaren Rechte der Völker und Länder geregelt werden. Die russischen Blätter feiern die hehre Bedeutung der gestrigen Kundmachung des «Regierungsboten», welche dazu angethan sei, einen Wendepunkt in der Geschichte zu bilden. «Nowosti» sagt, es sei selbstredend, dass die Ab-rüstungsfrage nicht ohne vorherige Aufklärung und Beseitigung der Motive lösbar sei, welche den Richtungen der Gegellwart zu, Grunde liegen. Die Eonserenz der Mächte werde die gegenseitigen Fragen genau feststellen und die Mittel für ein friedliches Abkommen vorschlage«. Vielleicht erfolge am Schlufse des 19. Jahrhunderts noch die Liquidation der gegenwärtigen, an Unruhen und Gefahren reichen internationalen Politik. Möge es der Menschheit gelingen, in das 20. Jahrhundert einzutreten als selbständige Herren der sittlichen und physischen Kräfte, der geistigen uud materiellen Reichthümer, welche keine andere Au-wenduug finden, als die zur Sicherung des allgemeinen Wohlstandes. Die «Deutsche St. Petersburger Zeitung» ist überzeugt, Kaiser Wilhelm werde sich freudig dem Plane seines erhabenen Freundes anschließen. Kaiser Wilhelm habe nicht bloß immer Friedensliebe, sondern auch Friedfertigkeit und Besonnenheit gegen die größten Gegner bewiesen._________________________________ Politische Uebersicht. Lail, ach. 30. August. Die Zahl der hohen Gäste des Hofes, die aus Aulass des fünfzigjährigen Regieruugs-Jubiläums S r. Majestät des Kaisers nach Wien kommen, dürfte größer sein, als ursprünglich erwartet wurde. Es ist deshalb die Bequartierung eine der wichtigsten Vorbereitungen. In der Hofburg selbst können nur der deutsche Kaiser, der Zar und König Albert vuu Sachsen mit ihrem Gefolge bequartictt werden. Außer den großen Hotels in der Stadt sind auch mehrere Palais in der Nähe der Hofburg ausersehen, hohe Gäste während der Iubiläumsfelerlich-teiteu zu beherbergen. Unter denselben befinden sich das Palais des regierenden Fürsten Liechtenstein, sowie das Ministerpräsidialgebäude. Se. Majestät der Kaiser hat Sonntag den k. und t. Botschafter in Eonftantinopel, Freiherrn von Ealiee, in längerer Audienz empfangen. Wie die «Neue Freie Presse» berichtet, beabsichtigt die Regierung von der ihr durch das Gesetz eingeräumten Besuguis Gebrauch zu machen und das Pateutgesetz schon am 1. Jänner 18W in Wirksamkeit treten zu lassen. Der deutsche Reichstag wird sich vielleicht schon in der nächsten Session mit einem Gesetzentwurf über eiuc einheitliche Regelung des Verlagsrechtes zu beschäftigen haben. Damit würde, so schreiben die «B. P. N.», abgesehen voll unwesentlicheren Dingen, der Reformplan, den der Staatssecretä'r ^ ^ justizamtes Nieberding in der NeichstagMM 21. März 1895 als die nächste Aufgabe o»^ tages im Bereiche der Thätigkeit des NclW^, ^ bezeichnete, bis auf die einheitliche Regclul'g ^i sicherungsrechtes, welches aus dein bürgewy ^.' buche ausgeschieden ist, erfüllt sein. Es daN ^ als ziemlich wahrscheinlich angesehen ""„ ^' schon in naher Zeit ein anf das VeriM ^ bezüglicher Gesetzentwurf die gesetzgebclldc" "^> des Reiches beschäftigen wird. Die Dura),"^^ Planes hat eine etwas längere Zeit m ^I^ nummen, als Staatsseeretär Nieberding ^ ^i' Anssicht genominen hatte. Er hoffte dmnals,^ Vorbereitungen für alle an das bürgerliche ^ s/ fich anschließenden gesetzgeberischen Arbeite" ^> Schlüsse der vorigen Legislaturperiode sp"t > ^> zu sein und die letzten Entwürfe schon ^ dem Reichstage unterbreiten zu tonnen. .^5 Nach einer aus Rom zugehenden Ml S es nunmehr officiell bestätigt, dass K"^Al^ h e l m II. in Venedig, wo er sich M' ^ M Palästina einschiffen soll, eine Begegnung "... ,^ Humbert haben wird. Aus diesem W^^ sich auch Ministerpräsident Pelloul, "^ des Aeußern Eauevaro, der italiemM ^ in Berlin, General Lanza, nach ^N^ Im Gefolge des deutschen Kaisers wird >A^' der deutsche Staatsseerctär Herr von ^ <^' finden. — Eine weitere aus R o m zuMN^.^ bezeichnet das Gerücht, dass der Papjt ^ l', dem vom Mailänder Kriegsgericht s" ^,5,' jährigen Kerkerstrafe verurtheilt gewesene" ^l! «Osservatore Eattolico», Don "l ^ ! im nächsten Eonsistorium die Eardinalsw" ,'^,> , leihen, als eine Erfindung. Es sei wohl ,^ , Dun Albertario im Vatiean, wo er vor "" ^, > vollständig in Ungnade gefallen war, ^^ , Sympathien genieße, die eben infolge pnci ^ ! noch wärmer geworden seien, davon ^ ^.„i^ ^ daran denken sollte, ihm durch Erhebung s" .^ ' eine Satisfaetion zubieten, könne veri" ^?, absolut keine Rede sein. cde^" Der spanische MinisterPr a! ^ ^ ' gast a erklärte in einem Interview, b^" elh^ während der Dauer der Friedens ^. lung en sich darauf beschränken "MN' i^ Stande der für den Frieden wichtige" "Del» richtet zu werden, dass sie aber tell"," 5^ gefährlichen Debatten hierüber führen d" ^a^ . die Eortes die Mittheilung der auf "' ,/< befestigten Plätze und die Vernichtung or ^,,. Geschwaders bezüglichen Doeumente ^ ^, könnte die Regierung diesem Begehren " ^c' ^ Beendigung der von dem obersten ^"^^ i, und Marine eröffneten Untersuchung el"!^^^. Eine aus Salonichi zugehende ^' ^ statiert, dass hier keine Action des ^p ,,,^, nischen Eomitts behufs Beunruhigung^s ^ ^ nisch-bulgarischen Grenzgeb^ ^^. ^ zunehmen sei. Es sei nicht nchtlg, ^,,,,W^ eine bewaffnete Bande der Bulgaren ". ^ ^ über die Grenze zu dringen, überhaupt 1 ^ ^ ^ feit Monaten herrschende Ruhe nicht ^'^i' .^ x Die Nachricht, dass die türkischen O"'" ^ ,^ bulgarischen Grenze verstärkt worden > > st« '"cht. ^--^ ^ Und alles wird auf den Geburtstagstifch der jungcu Frau ausgebreitet, bis auf die Blumen, die er in der Hand behält. Nun öffnet fich die Thür — «Meine kleine, einzige Frau! Da hast du deine Ebenbilder, deine Schwestern, die die Sehnsucht treibt, dir Glück zu wüuschcu —» spricht er weich und neckisch uud heftet ihr die Rosen an die Brust. Und sie, voll Rühruug, drückt seiue Rechte immer wieder und wieder, während sie an die übrigen kleinen Wunder auf dem Tifche herantritt. 5 * 5 Das tobt und pfeift und zifcht, als ob der Weltuntergang nahe fei. Hoch oben auf dem Kamm der Wellen tanzt das Schiff, und jäh in die Tiefe sinkt's wieder hinab, als ob es nun mit allem, was es birgt, für immer auf den Meeresgruild gebettet werden soll. Ulid so fort und so fort unter dem fürchterlichen Aufruhr der entfesselten Elemente, unter dem Zu-sammenschlicßen von Himmel uud Wasser, das seinen Gischt schier hcranspritzt an die Gestirne. Und zerschellt und verlöre« wäre das Fahrzeug, wenn nicht eine Eiseufaust das Steuer regierte. Männerhäude, kuochige, derbe, urkrästlge, gewohnt anzufassen, zu halten, die Finger zu gebrauchen wie Mammcrn, Hände, dle erst kraftlos sich lösen, wenn dcr Tod ruh lachend die sich allmächtig dünkende Creawr zu Stand macht. Zer Grautn votn Kol.de. Roman von Drmanos Vandor. (91. Fortsetzung.) «Ja, Gott sei gelobt, das wird sie!» erwiderte Theodor warm. «Uebrigens will ich dir keine Vor-schriften machen. Aber ich möchte doch deine Aufmerksamkeit darauf lenken, dass der Name einer Frau Bartholdy noch nie so viel m der Leute Mund war, wie es eben zur Zeit der deine ist. Ein altes Sprichwort aber sagt: Je welliger über eine Frau gesprochen wird, desto reiner ist sie, und es liegt viel Wahrheit darin. Hüte dlch, Eliza! Es ist ein eigen Ding um die Ehre einer Frau! Jede Frau soll die Wächterin ihrer eigenen Ehre sein. Wo aber, wie in diesem Falle, deine Ehre zugleich auch mit derjenigen unseres Hauses verschmolzen ist, da werden auch wir die Augen offen zu halten wifsen, dessen darfst du überzeugt sein!» Eliza zuckte die Achseln. «Ich weiß nicht, was ihr wollt!» sagte sie. «Was habe ich denn gethan? Herr Hcllmut ist erst vor kurzer Zeit durch einen Bekannten meines Vaters bei mir eingeführt worden. Wir musicieren seitdem gelegentlich zusammen. Was tanu dabei sein? Dass ich heute ein wenig früher hätte Licht anstecken können — wahrhaftig, Theodor, in dir hätte ich keinen so kleinlichen Nörgler gesucht. Ueber die Klatschereien müßiger Zungen hielt ich dich erhaben!» Theodor sah nachdenklich vor sich nieder. Seine Schwägerin gefiel ihm immer weniger, aber er lentte —ü^—- ^ el>l ^ ll, nach einer Weile die Unterhaltung cm, ^l' ^ tritlfches Gebiet. Nach einer Weile hol" , 5 die Thürglocke anschlagen. . . , mern die meinen!» ^ >» Theodor schüttelte den Kopf. .. F^ K «Ich bedaure euch!» sagte er ernl». ? 5 ihr euch denn geheiratet?» ^' ^ «Ich glaube, ich theilte dir bew s ^ ^ Y welche Beweggründe Ferdiuaud leite ^.s. .^.' meine Hand anhielt,» versetzte Eliza 1^. ^I , eine reiche Partie zu machen -^ ^" L ^ l)°"l'"l. nicktet «Und du, Eliza?» Theodor blM F gerin fest an. «Weshalb wurdest du F"" ,, 5 ^ Aus Neigung doch ebenfalls wohl tau" ^ l Eliza fpielte nervös mit dcn bre" l Aermels. ^ ^!^r Zeitung Nr. 197. ___________________1585___________________________________________31. August 1898. >l^di d'e "nglo - egyptische Sudan- ^ie U,.,," geht aus Kairo folgeude Melduug ^ der N'??'"^ ^" auglo-cgyptischeu Heeresleitung. nicht halten, sondern seine b"rch >,j' ^ m Omdurman concentrieren werde, ZMen3.M'n Botschaften, die an die anglo- 7'st wa^?"^" 9^'langt sind, bestätigt worden. .^ Ee2"''lch' dass der Angriff auf Omdurman ^" ist m.n ^ginnen wird. Im anglo-egyptischen !°?'^'w dr5^'''cszuversicht und man'hofft, ' ^ Es wi?, slgem Kampfe Olndurman zu er. ) dies^« '^o schon jetzt angekündigt, dass alsbald ^iter^ ""^ ^e Flotille auf dem Weihen ^"orial?". "'^' "'" '" ben ehemaligen ^>n. D?^" ^^^lo-egyptische Fahne auf- ^ ^,. "°s erste Ziel dieser Operation wird Fa- ^ Tagesneuigleiten. ^^29^l,n" Moskau.) Im Hofe des Kreml ^lcheni Ner/ . ""chmlttags ein Festmahl abgehalten, '" ^org^r^""" ^ Landbevölkerung, sowie die mit üi!? Alle ^ ,, ""erten Soldaten eingeladen worden > ?'" zum 3""h'ner crhiclteu das benutzte Tafel-5 feister ""^"kcn. Beini Festmahle hielt der ' 2^°" ^ eine Ansprache an das Knabe, ^"ifener ^teservist mit einem vier-^ttegi^""^"H"nd in die Kaserne des 45. In-^ l ^" andenu^"^ "^""" "uf die Aufforderung, den > >H ^", dcr",.f """'Zubringen, Folgendes «Ich habe "' Paris „ ^"^ acht geben konnte. Wenn i ^lberu un^ li? ^^^, "ürde es auf der Straße 'ü'/'"^ Dienst f ^ streiche verüben. Sie zwingen ' l ^it? Zachen "^ ^^ '"^ daran hindert, über mein 'l^ können U ""ziehe mich "icht dieser Psticht, »^."unter^? """ ">ir "erlangen, dass mein ^' >? ^lltns ? s " leidet!» Gegen diese Logik des "''u,id nia„, , s'ch bci,n beste» Willen nichts ein- ^ ^'enapf ."Nand sich lachend dazu, dem Bürschchen ? "°«nziM,, "n Bett anzuweisen, damit es die "^iben l» Uebungszeit mit seinem Vater zu- " ^'Nlid in '^ ^" einer Menagerie.) Ueber ! '"gender ^^ "'"^'"e von Cross in Liverpool ^"^nnten n c ^'' ^^ Ieu" entstand aus < !^^btheilu.,. '^'" "'" ^ Uhr morgens in ^ ^3/^r Löw?/ i'' .""cher sich in verschiedenen 5 ^^" Tiger ! l""l Leoparden, ein prachtvoller '^?,»^"zes Oi'„l" Jaguar, ein erwachsener Puma, >>^ und .^""ll- Schließlich erstickte sie jedoch ^^„ ^"n,cn in den Flammen um. Die .^en^chlecht r'M wählte Ferdinand, weil er / ^isen, " musZ^-W- als meine anderen Bewerber, The nachgerade doch eine Wahl ', '^ ^tand auf. ^e?'^ W^" °uch cinuial zu Ferdinand hin- ^!. ächter ^kichl. .I„ 'der That bin ich <^ ' ^"^^ sür dich! Guten Abend, ?l?b naÄ^" in besserer Laune!» rief sie K^lchivan" ^"" ihrem Schwager geschlossen ^ >" 'ln-e, F ^s Lächeln und der heitere Missmuthig setzte sie sich ' '^ ^' best, d,'^lnete "n Schubfach und kramte .^Ä".ach^ s«"'. Ich weiß, was ll"ben im? ^'lbe'.. murmelte sie. Z ^.""erträali/'^^ 'hrcs Gatten wurde ihr ' ^'" H? ^l^- Nicht um der Persou ihres . r '° vi / lie als ? ^norierte sie vollständig — !? ^i! ftos^. pecuniä. ^,Ferdinand Bartholdy nicht ! ^ ^ 5e "3' Mittel zu verfügen hatte, wie ^ ^>^'' wN°?°gende Sprühe tonnte sie ?> ^ ^" lH '^ Zur Führung des Haus- - ^ t>en" "len 3^ "^ machen und obgleich sie !' ^'^n /'sorderu^" li"t'' sehlte es ihr dennoch ' >e^z. »uge ^"'Mitteln, ihren kostspieligen '"ll' ^sie,.'^ fübl? "^gesprochenen Hang zur Ver- '? A^>" se i/!Z,. unglücklich, lveml sie das V,^r?' ve."^ schätzen gelernt hatte, nichl mit l X^sich d u? konnte. Sparsamkeit oder ! begriff, ^^hültnissen Anpassen waren Lage, in welcher man die verkohlten Ueberreste der Löwen fand, beweist, dass sie die verzweifeltsten Anstrengungen machten, zu entfliehen. Allem die Käfige waren viel zu stark dazu, und die in der Umgebung ausgebrochenc Panik erwies sich glücklicherweise als grundlos. Außer den geuauntcu Thieren kamen noch viele andere in den theilwcise verbrannten Nebenabtheilungen durch Rauch uud Feuer um, während eine Anzahl schwere Brandwunden davontrug. So fand man, nachdem die Feuers-brunst gelöscht war, dass drei Hyänen erheblich an den Köpfen verbrannt waren. Eine davon schien wahnsinnig vor Schmerz und biss wie toll um sich. Man beschloss, sie schnell zu todten, uud öffnete deshalb vorsichtig die Mfigthür, um ihr eine Schlinge um den Hals zu werfe». Mchdem dies geschehen, biss sich jedoch das wüthende Thier plötzlich los und sprang zum Entsetzen einer ganzen Anzahl in dem Zimmer befindlicher Personen aus den: Käfig. Ene schreckliche Katastrophe schien unvermeidlich — da ergriff einer der Wärter mit großer Geistesgegenwart die Bestie bei den Hinterbeinen und hielt sie mit Lebensgefahr so lange fest, bis man ihr die Schlinge um den Hals gelegt uud ihren Qualen fchnell ein Ende bereitet hatte. — (A strono men-Congress.) Im Monate September findet eine Versammlung der internationalen astronomischen Gesellschaft statt, und zwar tagen die Astronomen diesmal gemäß dem Beschlusse der im Jahre 1896 zu Vamberg abgehaltenen Versammlung in Budapest. Für die voraussichtlich zahlreichen fachwissen-schaftlicheu Vortrage der Mitglieder uud für die Erörterung der Angelegenheiten der Gesellschaft, unter welchen insbesondere die großartige, sich ihrem Abschlüsse nähernde Katalogisierung aller auf der Nordhalbkugel der Erde sichtbaren Sterne bis zur neunten Grüßenclafse hervorzuheben ist, sind drei Tage: der ^4., 20. und der 27. September, in Ausficht genommen. Ant 25. September erfolgt ein Ausflug der Eongrcsstheilnehmer nach O'Gyalla bei Komorn, wo sich ein Observatorium der königlich ungarische» meteorologischen Anstalt sowie die Privat-Sternwarte des Directors des vorgenannten Instituts, Herrn Dr. Nikolaus v. Konkoly, befindet. Außerdem ist die Besichtigung der wissenschaftlichen Institute ill Budapest in Aussicht genommen. — (Lüftung des Gotthard-Tunnels.) Wie das Luzerner «Vaterland» berichtet, ist die Direction der Gotthard-Aahn feit einiger Zeit mit dem Stu-oium eiues sehr interessanten Werkes beschäftigt; es ist dies die Anlage einer Druckluftleitung zur Durchlüftung des großen Tunnels durch den Gotthard. Zwar sind die Ventilations-Verhältnisse wenigstens für den Reisenden bisher sehr leidliche. Wer sein Coups' gut abschließt, der wird vom Rauch uicht oder nur wenig belästigt und die Temperatur steigt nur um wenig Grade. Auch ein zwangsweiser längerer Aufenthalt im Tnnnel hätte für die Reisenden absolut keine Gefährlichkeit. Nicht ganz so leidlich sind die Verhältnisse für das im Tunnel sich aufhaltende Würterpersonal, Man sagte dem Gewährsmanne des Blattes, dass dieser Dienst ein fo aufregender sei, dass trotz der nnr kurzen Arbeitszeit der kräftigste Mann auf eiue längere Dauer uicht stand halte. Eine Auslüftung des Tuunels/ wozu ja die Reuß genügend Kräfte liefert, würde alfo in erster Linie diesen Arbeitern zugute kommen. — (Aus dem Leben einer Bienenkönigin) machte kürzlich ein gelehrter Geistlicher — die Lattdgeistlichen haben ja der Bienenkunde schon viele der wertvollsten Beiträge geliefert — vor der wissenschaftlichen Gesellschaft der Grafschaft Preston in Süd-England einen a»ziehe»den Vortrug. Die Bienenkönigin hat bekanntlich die einzige Pflicht, für die Fortpflanzung ihres Geschlechtes zu sorgen, und sie kommt dieser Psticht mit einem ganz erstaunliche» Eifer nach. Während des Sommers legt sie durchschnittlich in jeder Minute zwei Eier imd in: Laufe eines Tages fo viele, dass deren Gewicht anderthalbmal größer ist als dasjenige des ganzen übrigen Körpers des Insects. Während ihres ganzen Lebens, das freilich vier bis fünf Jahre währen kann, und alfo viel länger ist als das der anderen Bienen, legt sie der Schätzung nach 1^/, Millionen Eier. Be-»achtheiligt ist sie im Verhältnisse zu den übrige» Bienen hinsichtlich ihrer Augen, die auffallend klein sind; sie vrancht dieselben auch kaum, da sie ihr ganzes Leben innerhalb des Bienenstockes verbringt. Bemerkenswert ist noch, was Pater Brown über den Stachel der Biene sagt. Es ist ein Instrument von seltener Vollkommenheit, von einem äußerst feinen Canal durchzogen, durch den das Gift herausfließt. Der Durchmesser eines Bienenstichs hat etwa '/.oo des Durchmessers einer Steck-nadcl. Gewöhnlich lässt die Biene ihren Stachel in der Wunde und muss dann sterben. Lässt man ihr aber Zeit dazu, so dreht sie den Stachel vorsichtig wicder heraus und rettet so ihr Leben. ^. (In der Pariser « Bibliothek uc Nationale») machte man jüngst eine die Kunstkreise im höchsten Grade betrübende Entdeckung. Es waren da jnt längerer Zeit wertvolle Stiche, die Meisterwerke der verschiedenste» Schulen, nnter Glas ausgestellt. Bei emer Inspection machte man nun die Wahrnehmung, dass die Kunstwerke, von den Sonnenstrahlen und der Feuchtigkeit ganz zerfressen, in Staub zerfallen sind. Der dadnrch angerichtete materielle Schaden — der künstlerische ist überhaupt unschätzbar — soll über 1,000.000 Francs betragen. Für die Zukuuft ist daher die Altordnung getroffen, alle Stiche u»d Mauuscriptc uutcr strengem Verschlüsse zu halten. (Hllifischfang in Parcnzo.) Im Hafen von Parenzo fiengen drei zwölfjährige Fischerjungen einen beinahe 2 Meter langen Haifisch, der sich im Netzc so verstrickt hatte, dass er noch im Wasser erstickte. Dies war ei» Glück für die Jungen, die fönst bei ihre» schwache» Kräften im klei»en Nuderboote dem sicheren Verderben entgegengegangen wären. Local- und Provinzial-Nachrichten. * Kaiserfest des krainischen Militär - Veteranen-Corps. Sonntag den 28. August wurde eine echt patriotifche, erhebende Feierlichkeit anlässlich des Allerhöchsten Geburts-festes Seiner Majestät des Kaisers seitens des krainischen Militär-Veteranen-Eorps veranstaltet. Das krainische Militär-Veteranen-Corps marschierte um halb 4 Uhr unter Vorantritt der Domschaler Musikkapelle ill voller Stärke vom Quartierorte durch die Prescherugasse, Franz Josef-Straße und die Lattermann-Allee nach dem Festplatze ab. Der schöne geräumige Garten prangte in reichem Flaggeuschmuck, mail sah Fahnen in den kaiserlichen, Reichs-, Landes- und Stadt-farben, dann die Wappenschilder aller Krollländer. Bald nach dem Einrücken der Veteranen füllten zahlreiche Gönner und Freunde unserer braven Veteranen den Festgarten. Das Fest beehrten als Vertreter der Landesregierung der k. k. Regicruugsrath Herr Reinhold Ruling Edler von Rüdingen, ferner k. l. Bezirtscommissär Karl Graf Küuigl, t. k. Oberstlieutenant im Ruhestand Herr Rudolf Tormlu, Ehrenmitglied des Corps, und andere illustre Gäste, die vom Commandanten Herrn G. Mihalic zuvortommcndst empfangen wurden, mit ihrem Besuche. Um 5 Uhr erhob sich der Commandant Herr Georg Mihalic und hielt die Festrede. Redner besprach in slovenischer und deutscher Sprache Seiner Majestät des geliebten Kaisers Franz Josef I. Erhabenheit, Weisheit, väterliche Fürsorge und unerreichbare Edelherzigkcit, erinnerte die Veteranen an ihren Fahneneid als Soldaten, an ihr Gelöbnis zu ihrer Corpsfahne, hob die Psticht zur Dankschuldigteit hervor, erwähnte die von hohen Vertretungen, den Vertretungen der Landeshauptstädte und verschiedener Körperschaften und Vereine manifestierten loyal-patriotischen Kundgebnngen, welchen sich Millionen getreuer Oesterreicher mit wahrer Herzensfreude in Treue, Verehrung und Liebe znm ritterlichen Kaiser, unserem erhabenen Monarchen, anschließen und schloss mit folgenden Worten: «Wir leben in voller Erkenntnis dieser geschichtlichen Wahrheit und deshalb thront in unseren Herzen tiefempfuudeue Dankbarkeit und der Herzenswunfch: Gott erhalte uud befchütze Seine Majestät unseren geliebten Kaiser und Herrn Franz Josef 1. Zivio! Hoch!» Die Fcsttheilnehmcr und Veteranen schlössen sich mit dreifachen begeisterten Zivio- und Hoch-Rufe» der patriotischen Kundgebuug alt, die Musikkapelle intonierte die Volkshynme, welche voll de» Anwesenden entblößten Hauptes stehend angehört wurde. Es waltete wahre Festesfreude und herzerquickendes Vergnügen während der ganzen Veranstaltung. Iubclude» Anklang fanden weitere Toaste auf die Festtheilnehmer, auf die ruhmgekrö'nte k. u. k. Armee und die Veteranen. Bei Einbruch der Dunkelheit erstrahlte ein schönes, großes Transparent, das Kaiserbild, in glänzender Beleuchtung uud zahlreiche Prachtlampions mit dem Kaiser-bildnissc uud der Regierungsjubiläums - Jahreszahl, mit Reichsadlern, in Reichs-, Landes- und Stadtfarben gehalten, dere» Gruppierung große» Effect machte, gaben dem Garten ein wunderschönes Aussehen. Um das Arrangement hat sich das Comite, insbesondere der Corpsrechnungsführer Herr Jakob Vmolc, dem alle Anerkennung gebürt, verdient gemacht. Das in schönster Ordnung verlaufene patrwllsche Kaiserfcst, welches unseren Veteranen zur Ehre gereicht, endete um 10 Uhr abends und wird allen Festtheilnehmern als eine erhebende Fcicr des Allerhöchste» Gcburtsfches und des fünfzigjährigen Regieruugsjubilämns Sr. Majchat des geliebten Kaisers Franz Josef I. m angenehmer Erinnerung verbleiben. — (Zum fünfzigjährigen Ncgierungs-jnbiläum Seiner Majestät des Kaisers.) Der Gemeinderath von Klagcnfurt hat in seiner vertraulichen Sitznng vom 23. d. M. auf Antrag des Bürgermeisters beschlossen, dein Landcspräsidinm zu berichten, dass die Stadtgemcinde verschiedene gemeinnützige In-stitutioucn geschaffen hat, um das fünfzigjährige Rcgie-rungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers sür alle Zeiten zu erhalten. In den Jahren 1894 uud 1895 erbaute die Stadtgemcinde mit einem Kostenauswande vou 150.000 ft. das Erzherzogin Mark Valcrie-Sicchenhaus. Weiter wurde em Blmdensond zur Errichtung eines Laibacher tteituna Nr. 197. 1586 31. August 1^ Vlindeninstituts gesammelt, der eine Höhe von 135.000 fl. erreichte. Ferner hat die Swdtgemeinde seinerzeit den Beschluss gefasst, dem Landes-Siechenfonds den Betrag von 6000 fl. zn widmen und weiter beschlossen: 1.) Es fei Seiner Majestät aus Aulass Allerhüchstfeines fünfzig-jährigen Regierungsjubiläums durch das gesammte Kaiser« jubiläumscomM eine kunstvoll ausgeführte Huldigungs-adresse zu überreichen. 2.) Am 2. December soll eine all-gemeine Speisung der Stadtarmen erfolgen und es wird hiefür der Betrag vou 300 st. gewidmet. 3.) Am felben Tage wird die ganze Stadt festlich beflaggt und wird abends eine Illumination veranlafst werden. 4.) Sammt-liche Schulkinder werden am 2. December 1898 mit einem Kaiserjubilänmsbilde betheilt. — (Aus dem Verordnungsblatte für das k. u. k. Heer.) In den Präsenzstand wurde über-seht der Hauptmann erster Classe,Luoomir Ritter von Zadurowicz (mit Wartegebür beurlaubt — Urlaubsort Herzoghof, Kürnten) des Infanterieregiments Nr. 17. — In das Verhältnis «außer Dienst» wurde versetzt der Lieutenant in der Reserve Simon Kolarik, Doctor der Rechte, des Infanterieregiments Nr. 27, als zum Truppendienste im Heere untauglich, zu Localdiensten geeignet, unter Vormerkung für die Verwendung bei Militärbehörden und höheren Commanden, Festungsstäben und Platzcommanden im Mobilisierungsfalle. — Die an-gefuchte Ablegung der Officiers-Chargc wurde bewilligt den Lieutenants in der Reserve Adolf Marx des Infanterieregiments Nr. .27 und Prokop Polat des Trainregiments Nr. 3. — (Ernennungen im Iustizdicuste.) Die Rechtspraktikanten beim Grazer Landesgerichte Richard Nenda und Stefan Ku schier und die Rechtspraktikanten beim Kreisaerichte in Rudolfswert Method Dolenc und Michael S t e r l j wurden zu Auscultanten für den Grazer Oberlandesgerichts-Sprengel ernannt. — (Belohnung für Lebensrettung.) Die Landesregierung hat dem Nesitzersfohne Johann Hrastar aus St. Michael anlässlich der von ihm am 16. Juni l. I. bewirkten Rettung des achtjährigen Knaben Stefan Turk aus St. Michael vom Tode des Ertrinkens im Schwerenbache eine Belohnung von 15 fl. bewilligt. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern ist Herr Professor Dr. Julius Pacher, Mitarbeiter des Prof. Vicentini, von der Univcrsttät Padua hier eingetroffen, um die Aufstellung eines von ihm selbst erfundenen Apparates zur Messung der verticalen Componente vorzunehmen, wodurch die Erdbebenwarte, dank dem freundlichen Entgegenkommen ihrer Gründerin, der krainischen Sparcasse, eine kostbare Bereicherung erfahren wird. Ais zur Beendigung der Anf-stelluug des neucu Apparates wird nur der Seismograph und ein Horizontalpcndel in Thätigkeit sein. Bis zur Vollendung der Arbeiten, die etwa vierzehn Tage in Anspruch nehmen dürften, kann die Erdbebenwarte nicht besichtigt werden. — (Wald brand.) Wie uns mitgetheilt wird, brach am 20. August im Waldantheilc «Draga» des Besitzers Franz Vcrbic dadurch Feuer aus, dass dortselbst eine Menge trockener Neste von jemandem angezündet wurde. Dieses Feuer hat jedoch der bald herbeigetommeue Besitzer Andreas Dcbevc aus Padcz angeblich vollkommen gelöscht, dasselbe kam in der Nacht wieder zum Ausbruche, da der Wald mit dichtem Heidekraut bewachsen .uar und muthmaßlich in demselben noch unbemerkte Glut vorhanden war. Dieser neuerliche Araud wurde erst tags-darauf nachmittags wahrgenommen und von Besitzern aus PokaMe und Padez in Anwesenheit einer Gendarmerie-Patronillc erst in der Nacht, zu welcher Zeit auch ein ziemlich starker Regen niedcrgieng, vollends gelöscht. Der Schade wird auf 50 fl. bewertet. —o. * (Blitzschlag.) Am 29. o. M. vormittags schlug der Blitz in den Thurm der Filialkirchc in Osolnit, politischer Bezirk Umgebung Laibach, und äscherte trotz des angebrachten Blitzableiters den Dachstuhl und das Dach des Thurmes ein. Der Schade beträgt 700 fl. und ist nur theilweise durch Versicherung gedeckt, da Kirche sammt Thurm nur mit 600 fl. versichert waren. —r. — (Beim Pöllerschießcn getüotet.) Anlässlich des am 28. d. M. in Dvorje bei Zirtlach in Oberkrain stattgehabten Kirchweihfestes wurde iu der nahegelegenen Waldung mit 16 Pöllern geschossen. Zum Abfeuern wurde der mit dem Pöllerschießen gut vertraute Besitzcrssohu Alexander Poojcd bestimmt, welchem sich auch die je 19 Jahre alten Besitzerssöhne Andreas Bevsck und Johann Auman, alle von Dvorje, anschlössen. Um 8 Uhr vormittags, als Podjed mit dem Einschütten des Pulvers beschäftigt war, entzündete sich, wahrscheinlich infolge des noch zu wcuig abgekühlten Pöllcrs, das in denselben eingeschüttete sowie das dancbcnstehcnde, in einer hölzernen Kiste aufbewahrte Pulver und explodierte. Bei dieser Explosion erlitt Alexander Podjed derartige Brandwunden im Gesichte, an den Händen und an der Brust, dass er infolgedessen trotz schneller Hilfe in einer Viertelstunde verschied. Die Besitzcrssühne Andreas Aevsel und Johann Auman sind an den Händen und an der Ärust schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt und wnrdvn noch am Mm Tage ins Landessftital nach Laidach Wrchchrt. ^ — (Bonder Südbahn.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. k. Eisenbahnministerium das Project für die Aufstellung einer Waggonbrückenwage von 20 t Tragfähigkeit in der Station St. Peter der Linie Wien-Triest zur Ausführung genehmigt. —o. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 28. auf deu 29. d. M. wurden neun Verhaftungen vorgenommen, uud zwar eine wegen Bcttelns von Haus zu Haus, zwei wegen Trunkenheit und Unterstandslosigteit, drei wegen Vacierens, zwei wegen nächtlicher Ruhestörung und eine wegen Verdachtes des Einbruchsdicbstahls. —i. * (Einbruchsdieb stähle.) Aus Tscheruembl wird uns gemeldet: In der letzten Zeit wurden im dortigen politischen Bezirke seitens unbekannter Thäter zur Nachtzeit mehrere Einbruchsdiebstähle verübt, wobei nachfolgenden Personen Kleidungsstücke entwendet wurden, und zwar in der Nacht vom 21. auf den 22. d. M. bei Martin Simonöic in Amtmannsdorf im Werte von 92 fl,, bei Johann Aadivurek in Winkel im Werte von 13 fl. und bei Martin Klobucar in Kocevje im Werte von 128 fl.; ferner in der Nacht vom 23. auf den 24. d. M. bei der Anna Pezdirc in Vojnavas im Werte von 48 fl. und bei Michael Evetic in Tanzberg im Werte von 37 fl. Die Invigilierung nach den unbekannten Thätern wird eifrigst gepflogen. Die Aufstellung von Nachtwachen wurde von der k. k. Bezirkshauptmannschaft verfügt. —r. Merarisches. «Mein Vaterland, mein Oesterreich!» Unter diesem Titel hat Heinrich Herb eine stattliche Sammluug österreichisch-patriotischer Citate und Dichtungen herausgegeben, die im Verlage der Buchhandlung Leopold Weiß in Wien erschienen ist. In den drei Abschnitten: ^Herrscher und Land», «Krieg, Ruhm und Tapferkeit», «Friede und ^cgen» ist eine Fülle von erhebenden, fchwungoollen und finnigen Gedichten aneinandergereiht. Eine «Kaiser-Iubiläums-Hymne» ist dem Buche als Einleitung vorangestellt. Von allen großen Dichtern, die Oesterreich und sein Herrscherhaus besuugen, finden wir Gedichte. Besonders ist Grillparzer reich vertreten. Aber auch minder berühmte Namen finden sich mit klangvollen Strophen ein. Schwungvolle Verse Robert Hamerlings, edel empfundene Gedichte von Karl Grafen Coronini, I. von Eichendorff, Karl Egon Ebert, Friedrich Marx, Ferdinand von Saar, I. G. Seidl, Albert Grafen Wicken-bnrg schmücken den Band. Auch Walther von der Vogcl-wcidc ist vertreten mit seinem Sprüchlein: «Die Hab' des Herrn von Oesterreich — Erfreuet, süßem Regen gleich — Sowohl die Leute, wie das Land.» Inhalt der Wiener Hausfrauen-Zeitung Nr. 35: Lebensweisheit. Von Lothar Freimuth. — Der «Liebling». Von Hermine Hahn. — Fragen uud Antworten. — Correspondenz der Redaction. — Graphologischer Briefkasten. — Für Haus uud Küche. — Speisezettel für ein bürgerliches Haus. — Am Arbeitstische. — Literatur. — Album der Poesie: Thränen. Von F. Reimer. Glutaugen. Von Edm. O. Ehrenfreund. Du bist die Nacht . . . Von Richard Wilhelm. — Räthsel-Zeitung. — Schach-Zeitung. Redigiert von Karl Schlechter. — Erlebnisse einer Stecknadel. Von M. N. Schenck. — Feuilleton: Von einem halbvergessenen Buche. Von Ottilie Bondy. — Inserate. — Preis halb-jährig 2 fl. 50 kr.________________________________ Ausweis über den Stand der Thierseuchen in Kraill für die Zeit vom 18. bis 28. August 1698. Es ist herrschend: die Schweinepest im Bezirke Gurlfeld in den Gemeinden Großdolina (4 H.), Landstraß (? H.), Zirkle (3 H.); im Nezirle Littai in der Gemeinde Großgaber (1 b)i im Bezirle NudolfMert in den Gemeinden Ambruö (5i H,), Tübeinil (6 H.), Hiwigstein (3 H.), St. Michael-Stopic' (2 H,), Seisenberg (4H,); im Bezirke Lscheinembl in den Gemeinden Adleschitz (1 H.), Lola (1 H.), Suchor (1 H.), Tschcrnemdl (i b): der NläSchenausschlag bei Iuchtrindern im Bezirle Gurt» feld in der Gemeinde Grußdolina (5 H.); der Mothlanf bei Vchweinen in, Bezirle Rudülfswert in der Gemeinde Giohlacl (1 H.). Erloschen: der Milzbrand beim Rinde im Bezirle Nudolfswert in der Gemeinde St. Michael-Stopik; der Rauschbrand beim Rinde im Bezirle Gurlfeld in der Gemeinde St. Varthlmä; der Rothlaus bei Tchweinen im Bezirke itrainbnrg in den Gemeinden Altlack und St. Georgen; im Bezirke Laibach in der Gemeinde Oberlaibach; im Bezirke Nadmaunsdors in der Gemeinde Gürjach; im Bezzrle Nudolfswcrt in der Gemeinde Seisenberg. Neueste Nachrichten. Zur inneren Lage. (Origlnal'Itleglammt.) Wien, 30. August. Die «Wiener Abendpost» meldet: Die Verhand» lungen, welche zwischen der österreichischen und der ungarischen Regierung in der letzten Zeit geführt wurden, fanden heute in der unter dem Vorsitze Seiner Majestät des Kaisers stattgehabten Confen'nz ihren Abschluss. Diese Verhandlungen waren mit der am 6. d. M. in Wien abgehalte^^ sprechung der ungarischen Minister Varon ^F und Dr. v. Lukacs mit dm die VerhaM' ».^ österreichischer Seite führenden Ministern Mo,^,^ Dr. Kaizl und Dr. Vaernreithe r '" scheidendes Stadium getreten. ,His^ Nach der getroffenen Verabredung p^, ,c sodann beide Theüe ihren Standpunkt W^,,, ss nächst die ungarische Negierung in einer an ^ rcichischen Mimsterpräsidenteu gerichteten ^ ^B 10. d. M., und hierauf die österreichische ^,,5 indem sie in einer an den ungarische .^ Präsidenten adressierten Note vom 17- b- -" > ih^ ungarischen Propositionen Stellung nahm ^ ^ eigenen Standpunkt darlegte. Dazwischen I ^ Audienzen der Minister am Allerhöchste"^^ und wiederholte Begegnungen derselben "? ^i^'. 15. d. M. in Ischl. Die Noten der beiden ^, ^ bildeten die Grundlage der hierauf ""' B ' 25. d.M. in Budapest fortgesetzten VeratY"'^ Nach der Rückkehr Sr. Majestät °^M nach Wien kam es iu den Tagen vom ^'^'ü ^ d.M. neuerdings zu wiederholten 6Mp?"^ Minister und zu Begegnungen derselben . ^ ander und am 30. d. M. gelangten, '" A^ Berathungen dermalen zu einem Abschluß ^ ss stand der Conferenzen bildete die ganze ^ ^ei^ Materien, welche in dein Rahmen des "!.,^ ungarischen Ausgleiches fallen und Ml "7^^ Inhalt nach als nach der Form. Die uervn'" p> des ungarischen Gesetzartikels I voiN.l^ > gierungen allerdings nicht umhin, auch ^.^M'ck) ' ins Auge zu fafsen, dass die rechtzeitige p"i .^.„ ^ l Erledigung des Ausgleiches auf Sch'"'^^» Die für diesen Fall iu Aussicht s" ,^' Modalitäten bildeten des weiteren eM ^ - > Gegenstand der Erörterungen. Im L""l ^. wierigcn Verhandlungen ist es gelungen, ^.^ einstimmung in den Ansichten der beide' ^„^ , jene Principien herzustellen, nach dene' ^.,.'i', zugehen wäre, wenn die Umstände lvlc M^F^> , sein sollten, für welche diese Eventual^ ^ Auge gefasst erscheint. Für alle 3"" Regierungen gerüstet. ' Das Rescript des Zare"» ^ ! (ortglnal'leleuramme.» zH^"" ^ Berlin, 30. August. Die <^o" ^ gemeine Zeitung, bespricht das Nesc"p^chil . ' und sagt: Deutschland, welches die ^css 5 Friedens stets allen anderen Zielen """', 5>^ , wird die dargebotene Hand gerne elg"N^,,i/.> idealen Bestreben, die Uebelstände gen'"^^^ winden, würden die beiden Kaiserinä'chte l,^^.' seitigm Beziehungen neuen Gewinn '^isN ' es auch nur in der unzweifelhaften ^ ^Hl ! wertvollen Einsicht, dass weder RuM'^ » . land, noch Deutschland für Russland ^' auf dem Wege bilden soll, der zum M"' ^ , tölmte. ^, .« Hamburg, 30. - Correspondent» bringt folgendes ^A'^ „c i, i aus Petersburg: Der GedankcnaM"^ 0.' , Kaiser Wilhelm und Kaiser Nikolans ' ^ f , stellung eines dauernden FriedcnszUI ^, ft ^. ^ Identität der Wünsche der beiden 3M""Hc ^ , R 0 m, 30. August. Der «Osse^,ig^'c^ ' veröffentlicht folgende Note: Die hoW^ d^ des Kaifers Nikolaus verdient Mlfeu. ^<< vollste Verehrung und aufrichtigstes ^D^ oiefen Gefühlen auch aus dem O"M0e ^,^,,, die friedlichen Absichten des jung"» ^ d"V) s vollständig mit jenen decken, "^,1^^. ^ wiederholt feitens des Papstes lunW^,i?' , , dcr lebhaft den Frieden uuter den VoU^ .,. ^ 5 wünscht. .q SO. schwach , Nebel , 0 0 ^""^lN Nonn l gestrigen Temperatur 14 8°, um ^"'toortli^^'----------------------------------------------- ^ ^dacteur: Julius Ohm-Ianuschowsltt ^ü^^^Nltte, von Wissehrad. ^ll^" V""lM.'' ^^! solches darf der als schmerzstillende, '^n l°ntwe " "ll'aMoe Einreibung bestbelannte «Molls "!« den anders ^ «"en, der bei Glieder- l'^,/^e Anwenl,. ".°^"l von Erlaltunacn allgemeinste und ^eis einer Flasche 90 kr. Täg- kl°ln,^l!tfetan.^°^ Nachnahme durch Apotheker A. Moll, '«^"°nge man „"'^"chlauben 8. In den Depots der >I^llc und Nn? .ausdrücklich Molls Präparat mit dessen "-^^^"luerjchnft. (2?i) 7—4 '^^^""M Limbach i.S. ist eine höhere Lehr- schern aus',.. 3°^' gemacht hat. junge Leute in tech. ^ ^e U^"""'Ud,Iden. ^ ^ ^'efba> ^n^ " "'er Abtheilungen, näinlich in die »W °'^r Abtl^ '^"'"" «nd elektrotechnische Abtheilung. ^enn ^^lend d, l 2k" wird von je einem ssachvorstand ^ liegt. «^lammte Oberleitung in den Handen des diese Anstalt reichlich mit ^ "atoriu,.,?.? ""b ist namentlich das eleltrotech« ^ütl!^ Untenickt?,?/ "'^ ^" nöthigen Apparaten versehen. ''h!lk>>. rnden vnni 3," '"^ nach den weitverbreiteten und ? , ertheil" '""" herausgegebenen technischen Unter« ^es 31. a\rgusta ob (5. uri popoldne iz hiše ža-losti Kongresni trg hiš. št. 7. Svete üaduSne maze se bodo brale v župui cerkvi Marijinega oznanenja. Dragega pokojnika priporoèamo v molitev in blag spomin. V Ljubljani dn6 30. avgusta 1898. Franja Meriol roj. Svetel, soproga. — Leopoldina in Štefanija, hèerki. Course an der Wiener Börse vom 30. August 1898. n«ch ^m 0^^« C°ursbwtte. ">«i!^°'''^lr!itn. ««"» Ware VeN» Ware ««» Staat« znr gaylnn« »bernommtnt lkiscnb.'Prlor.» Obligatluntn. «ll,°bet!,bal», «X> u. 3000 «. 4»/„ ab 10«/,. », St, , . . 1lü'5c» lit!-,«, «ll,ab.ll,l>llhn, 400 ». «N00 M. ^^ ^ ^^ ^ Fl°^I°seU,,'<5i,. l8«. >,^ »» «5 wu «5 diverse Stüse 4»/„ . . , . W « ioa 4b Vurarlberger Vnhn, Em. l884, i"/„ (div. St,) S., f. !U0 fl. N. 99 »ä lW'3b Una, Voldrent« 4°/, p« ««ss« »20 75 12a 3b bto. bto, per Ultimo .... i2U'?ü 1^95 dto. Rente lu KioncnwHhr., 4°/„ steuerfrei sür LUU Kronen No». >»»'«« ss'3C 4«/„ dto, blo, per Ultimo . > »»'«<> »g-W dto St.E, M,E°ld1U«sl.,4V,°^ N«'?0 l!j« 70 bto. bto, Silber 1N0 fl,. 4>/,"/, 1^'- 1»U «0 bt», Staals-Oblig, (Ung. 0stb.) v. I. l»?e, b°/,..... 12N— l!il- dt°.4V»°/nSchll>llr<>8al°«bl,-Obl. U'W «»'W bto, Piüm.'«l>», l^ l0U fl, ». W. lül — ,6i! - bto, bto. il bo fl. s. W. Il!0'b« lk^ü« lhcih'Rt«..Lole 4»/. «u ft. . 14U'7.'> I41'7b Grund»nU.»Vt>liaMone» Ml t«) »l. CM.). «. »n«arl" ««leben der Slabt Oürz . . l>8'— — -- «nleyrn b. Otablgeml'mbe Win, ,«5^!» l<>« 40 Uuleyn, b. Stlld^füiciüd»' Wie, (Lllber ober Gold) ... 1^5, — ii<5 ?o PrHmie«-Nnl, b. Stadtssm. Mei« ,7« 5« l?4 50 V«rleba», I. Em. i^u h« ii!l üv blo. dlo. »"/«, Illkm. 11775 ,1850 N, östrrr, LandrsHyp. Anst, 4°/, 99^0 lO0'80 Oest,-,,»». Nn»l verl. ^«/„ . . ,«« zo 101 2« bto. d!o, bojähi. „ 4°/„ . . im 20 101 »u ßpllrcllsle.l.öst., 3UI.b'/,°/,vl. il)ü50 -- Priolitätü'Vllligationen (für 100 in:l>V»^ssrcs.5U0p,St. —-— — - Lüdblll)» .^"/„ tt ssrc«, b0U p, St. 18C'«« i»i !>0 dto l>"/<> ll '^W fl. p. 10a st. l27'4» H0 wu 3U — Aank'Alllen (per Stlls). «n«loest, Banl200fl.»N°/.«. 1b« 25 l57 ^b Bai,ll!eit!n, Wiener, 100 st. . »6» - 26850 «obcr, «lnst,Ofst,,200sl,E.4O»/, 448'— 4t«1 - Crdl .Anst. f. Hand, u. 7 — 3»? bu Deposilenbanl, Ällg,, 20« sl, . 222 75 LL5 — Vocoinptc^Gcl,, NbrOst,, üNN fl. ?!»<,'— 7bb — Giro« >i, Tasse»«,, Wienev, Ü0»fl. Lb?— 258 — HyVotliclb,,Oest,, »ONfl.lib»/««. »2— 83 — Lüuderbaxl, Oest., 20U sl. . . 22b 50 226 — Oestcrr.-uugar, Naill, «0« st. » 907 — 910 — Unlonbanl 20« fl.....< 2Nb üü «9« — «NlHlUXMl. «,.. «AO U. » 172 ÖN 173 25 Velb Ware Attien »«« Transport« Knternehmungen (per Stllil). Aussig Trpl, Cisenb, 300 fl. . 1«10 1626 «üb«. Nordbah» -2emb,'Czer»ow,- Iassy - Nisenb.« «eftllschaft 20« fl. S. . . 294 — 295'bl) Lloyd, Oest., Trieft, 5»o fl.TM. 443 — 44b.— vesterr. Nordwrstb. lioo fl. S. 248 — 243-— bto, bto, slit. U) 200 fl. S. 2«c> b<) 2«6 — Pran'Dnxsr E,se»b. 150 fl. O. . »d'7ü U6 50 Otaatscisl'ndalin 200 sl. s. . 2l>« 35 358 «5 Südbalin Ä»U fl. V..... ?«'bO 7si?b Lüdnordd. Verb..«. 20« fl, LVl. 207 25 208 2b Ira!»way'Ges,,Wr,,I7Ufl,«,W. —>— —-— dto. Gin, 1887, 20U sl. . 507'üN 509 — Tramway Äos.. Ncne Wr,, Pri». ritits-Uctien 100 fl. . . . 11^50 1145») Ung'naliz, Eisrnb, 2«ofl. Silber 213 75 214 i>0 Uug W»stl>,(»iaaIi.Graz)li00fl,S. z,K) 7z 211 75 «icner Uacaldahne». «ct.-««s. —— — — Industsit'Actien (per Stück). Vauges., «llg. Oft., 10« fl. . . nn 5« ,12 50 ««ybier :.0 Viscnblll/nw. L^iha,, lkrste, 8«fl. 137»— l.iU' — ,,«Ibem!!l>l". Papiers. >l. «, O «l — «»— Liestüsser Vra»!>«i U><> fl. , . 15U 2b 1b?'— Montan-Grscllsch,, Ossl, ^alpine 1L4 Uü isö'I5 Präger «iise» I»d. Gls, 2«!» sl. 734-—?Zk'— «algo»larj. Tniolulilen 60 fl, «20-—622 — „Schlöalmühl", Papiers, 2«« fl. z>l3 — '«i,^ — „stey«r«.", Papiers, u, N«<», i?5 75 176'5U <»eld Ware Trifall« »oliIenw,°VeI, ?N sl. ^«»'— 1»!» 5U «zaffcnf,.O,.Ocsl.inWirn,1N«fI. ^b- «2? — WangoiLLelhanst., Mg., inPest. «u fl......... 647-— 5k»o-— «ür. Vaugefellschaft 10» fl. . . 107 2b lnil — MtNtiberger ij!eael'Acl3 — 2«4- «lary.Lose 4« sl. CM. , . «1— st»-— 4°^Do,!llN'Dllmpfsch. lonfl.VM, 16b— i?b — vfener Uose 40 fl..... 6225 «»'25, Palssy'llose 40 fl, LM. . . 65 ü<' ! Ventsch, Platz«......^ ^^i be« i»2^ Bonbon........"«' t«'^ «„„ ........4755 47 6« Hl. V«»4^ L)eutsch<- Nl-iäwbanlnot«« . . b»'8' i» «7^ gtaütüisch,' Banknote!, ... 44 «<> 4» -!<» V«pl«r>l«uHeI . . ! . l 27,,,, 1»7,„ Präs. 10.0U2. >.'L^ Kundmachung^^" ^O«« ^ a nb "^ betanntgeumcht. ^?''kie>^riaN^^ "clchem mit > > ^??''"ch e ?°'« 17. Juni 189«, ^e> °,z"«rg^^ !"ledun!i von Lnttcu-^ i^b? ^t°tar :^^t worden ist, von l«,^> /^e,"l," "uttenberg mit dem ^^ Hta^i ^""'n'chtigtwurdo, ^Mst1998^ (3322) Z. 12.393. Kundmachung. Mit Rücksicht auf den dermaligen Stand der Schweinepest in Krain hat die k. l. Statt-haltcrci in Prag das Einfuhrverbot für Vorstellthiere «ach Nöhmen auf die politischen Aezirkc Gurtfeld, Rndolfswert uud Tjchernembl eingeschränkt. Dies wird unter Behebung der hierortia.en Kundmachung vom 20. August l. I., g. 12.199, verlautbart. K. l. Landesregierung fiir Kraiu. Laibach am 29. August 1698. Št. 12.393. Razglas. Z ozirom na zdanje stanje svinjske kuge na Kranjakem je c. kr. namesttiiälvo v Pragi uvozno .prepoved za praälöe na Ceiko omejilo na politiène ukraje KrškO, Budolfovo iu Crnomelj. To se razglaSa ter ob enem razveljavlja tuuradni razglas z dn6 20. avgusta 1898, St. 12.199. C. kr. deželna vlada za Kranjako. V Ljubljaai dne 29. avgusta 1898. (3163) 3-2 Z. 679 V. Sch. R. Lehrstelle. Nie Oberlehrerstellc an der zweiclassigeu Volksschule in Littai ist definitiv, eventuell pro-visorisch, zu besetzen. Mit dieser Stelle sind die normalmähMN Geliüreu und die Natllralwoh-uilng verbunden. Vewcrber um diese Stelle wollen ihre lie» legten Gesuche im vorgeschriebenen Wc^e bis 10. September 1898 hicramts einbringen. K. l. Bezirksschulrat!) Mai am 13ten August 1998.