^mbacheMZeU^) -1«> Dienstag den 9. Mär^ 1829. NM i e n. -^ie k. k. vereinte Hofkanzlci hat die durch die Beförderung des Friedrich Ritter vonKreizberg, zum Gubernial-Secretär erledigte erste Kreis-Com-wissär.Stellc inIllyrien, dem zweiten Kreis-Kommissär, Johann Ritter von Znaimwerth, die dadurch erledigte zweite Krcis-tZommisfärs-Stelle dem dritten Kreis-Commissar, Anton von Laufenstein, und d.ie dadurch in Erledigung kommende dritte Kreis-Eommiffärs-Stelle, dem Gubcrnial-Eoncipistcn ' in Laibach, Bernard Vessel, zu verleihen befunden. Sl. k. k. Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Februar d. I., die erledigte PräsidentcnstcNe des Tnester Mercantile uno Weck» selgcrichtcs, dem Iliner« Österreichisch-Küstenlän., ' dischenAppcllations« Rathe, Doctor Joseph Bogou, allergnadigst zu verleihen geruhet. Sonntag, den 22. Februar, hatte der väpstli-che Nuncius, Herr Marchese Spinola, die Ehre, Sr. Majestät in einer Privat-Audienz das Notifications-Schreiben des Cardinal-Kollegiums über das Ableben Sr. Heiligkeit des Papstes Leo XII. zu überreichen. Aus Anlaß dieses Todfalles ist auf Allerhöchste Anordnung am Samstage, den 21.d.M., dasher, kömmlicheSeclcnamt, und gestern das mit dem Gebete «m cinen glücklichen Auögang des bevorstehenden Conclave verbundene Hochamt, in der Hofburg-Pfarrkirche abgehalten worden. (W. Z.) Kachrichten vom Kriegsschauplätze. ZuBukurest ist am i5. Februar nachstehendes Bulletin bekannt gemacht wcrdln; Mir erhalten in diesem Augenblicke die Nachricht von der Übergabe von Turno, welches vorgestern capitulirt hat; der Commandant dieser Festung, Ayan Ahmet Selim hat die Schlüssel derselben dem Herrn Grafen v. Lang er on übergeben. In weniger als drei Wochen hat dieser General eine Festung (Kale) mit Sturm nehmen lassen, eine andere (Tu?no) zurEapitul-ationge^ nöthiget, 98 Kanonen, L Fahnen erobert, und 55oo Türken getödtet oder gefangen genommen." «Obwohl das Erdreich mit fußticfcm Sck'nee bedeckt ist, und,die Kältebeständig 5, 10 und 12 Grad betragen hat, haben dennoch dk' russischen Truppen, welche mit ibren Anführern im Bivouac lagen, durch ihren Eifer und ihre Standhaf« tigkeit über die Strenge derIahreszeit gesiegt, wie ihre Bajonette über die Säbel der Türken gesiegt haben." Schreiben aus Bu kürest vom 25. Februar. In Folge der am n. d. M. abgeschlossenen Kapitulation ist der auf i5oo Mann angegebenen Be» satzung von Turno der freie Abzug nebst Waffen und Effecten, nach der Türkei bewilliget worden. Graf Lang er on hatte gleich nacb seiner Ankunft vor Turno eine Zusammenhaust mit dem türkl< schcn Commandanten Achmed Selim «Aaa, vormaligem Basck« Beschli.Aga der Wallachci, in Folge deren letzterer, yller Hoffnung auf Entsatz beraubt, in die ihm gemachten Eapituwtions-Vor-fchläge willigte. — Nachdem früher der große Di« van der Wallachci, der von der russischen Regierung VIV2N juckcisirR benannt wird, eingesetzt worden, ist nun auch zur Ernennung des Divan cxoculil (wie in der Molyau) geschritten worden> 70 dftMleich für die Vcrpstcgnng der russischen Ar. '^V zu sorgen hctt. (Qest. B.) Brau» schweig, »o. Februar, Die Nachricht, daß Baiern und Würtemderg im Begriff sieheu, eineil Handelsvertrag mit Preußen abzuschließen, Hai die lebhafteste Hceude del Denen erregt, welche elwaä über TeutschlandZ Lage nachsinnen. (5s folgt dann natürlich der Kasseler Bund nach, und nimmt den Impuls der drei den teutschen Handel dirigirenden Staaten an. Dann wird England nachgeben unv unsern Produtten freieren Abzug gestatten müssen, als bisher, oder eine Kontinentalsperre gewärtigen können, die dieseämal volts-thümlichcr ware, alö in der Periode der Berliner und Mailänder Detrete. — Vielleicht füyrt der Bund der drei Höfe auch zu einerlei Münze, Maaß und Gewicht mi verbündeten Teutschlano. Buchholz haue doch woyl so ganz Unrecht nicht, wenn er meinte, daß Preußen Mittel finden könne, die Staaten des Kasseler (Zongresseä zum Theil zu seinem Sy^ein deö HandelöwefenZ zu bestimmen. (Korresp. v. u. f. D.) Bremen, vom 2Ü. Jänner. Von unserer so berüchtigten Giftmifcherinn (Gesina Timm) läßt sich noch nicht) WettereH sagen. Ihr Prozeß ist immer unentschieden, und die Vech^rprotol'olle werden nicht bekannt gemacht; eK l'n^'coleibt dieß, wie man sagt, auö sehr rveo'en, lcbenswerthen, und allgemein geachteten Gründen unserer Negierung. Die Gefangene soll na°nkH noch sehr viele Personen, alt und jung, genannt haben, welchen sie angeblich auf verschiedene Art °>.Zist beizubringen Gelegenheit fand: bei Vicl?n zeigt es sich, wie man versichert, in der That, fHon mehr'oder weniger wirksam, bei Ewigen soll aber durchaus noch keine Spur davon zu entdecken seyn. Ob es nun grausame Boäheit der fürchterlichen Ver-!zr- --> 1 ist, daß sie diese Personen genannt hat, ^ !, ecst so viel später wirksam wird, oder ob eK gan; ohne VrfolZ bleibt, dieß sind Hragen, über tzie man noch keinen sichernAussHluß hat; allerdings w'ttde aber m.inch?5 Individuum, und Äott weiß, wi? viele Familien, fürchterlich geängstigt werden, wenn alle die Namen, welche die Verworfene an» gegeben haben soll, öffentlich genannt und bekannt würden. Dieß daher die Ursache der strengen Verschwiegenheit der Protokolle, denn obgleich man mutymaht, die Verbrecherinn ohne Gleichen, habe hier vielleicht blsß, weil eä für sie eine Wollust seyn mag, mehr ausgesagtals wahr ist , so kann man auf diese Vermuthung hin doch nicht die Acten bekannt machen, denn wer gibt Sicherheit, d^ß dabei nicht Menschen geopfert werden könnten. (Agr. Z.) V r e u ß e n. Der großhcrzoglich Sachsen-Weimarschewirkliche geheime Rath und General - Major Freiherr von Gg g l 0 ff st e i n, hat Sr. Majestät dem König die Nachricht überbracht, daß die feierliche Verlobung Sr. königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm, Sohn Sr. Majestät, mit der Prinzessinn Auguste, Herzoginn von Sachsen-Weimar Hoheit, am iü. d. M. zu Weimar Statt gefunden hat. , (Oest. B.) Väpstliche Ata a ten. Rom, den 14. Februar. Sobald der Kardinal Galessi, Schatzmeister der h. röm. Kirche vom Tode Sr. HeUlgkcit ^eo ^i.t. Nachricht erhalten haue, ver,ammctte er sogleich das Tribunal der apostolischen Kammer, und begab sich mit demselben am 10. in den VaMan, und in das dimmer, wo dec H. Vater verschieden war, um den Leichnam des Verewigten, dcsscn Gesicht zwei Kammer-Adjutanten enthüllten, zu re-cognoZcireil) dan^ begab er sich zn den Füßen des Bet? tes, empfing vom .N.it.'5tr<> cli (^nnel-H den Fischerring, und der Notar Kammerftcretar las mit gebogs* nen Knien das hierüber verfaßte Instrument ab,, worauf der Kardinal-Schatzmeister, von der Schweizer.-. G«de begleitet, in seinen Pcnlast zurückkehrte, wo di« Kammer-Kleriker durchs Loos zu verschiedenem Geschäft ten bestimmt wurden, welche sie im Vatikan, so lcm-ge die deiche des Papstes sich daselbst befindet, zu versehen haben. Um die 22. Stunde verkündeten die große Glocke des Kapitols und 'aller Kirchen der Hauptstadt dem römischen Volke den traurigen Verlust des Oder-Hauptes der Kirche. — Am 11.„Abends wurde die Uc-ne mit den C'inge!v?iden des verstorbenen Papstes m einer Kutsche, in Ölleitung seines Schleppträgerö und zweier Stallmeister mit brennenden Kerzen nach dar. Pfarrkirche St. Vincenzo und Anastasio zu Trcvi übev-bracht, und dort die gewöhnliche Sterb-Absolution «--theilt. Am 12. wurde der Leichnam Tr. Heiligkeit, nachdem m,Nl ihn vorher einbalsamirt, und mit dem langen weißen Unterkleids mit rothem Kragen und Kappe bekleidet hatte, auf einem Paradeoette unter einem rothm Thronhimmel in ocr Sixtinischen Kapelle im Vatikan ausgese^t. An den E>ken hrannten Zu Kerzen,, und vier Nobelgarden standen herum. Die Pönitentia -re sttzcen ihre Gebote fort. Dem Volke wurde dec Eintritt in die Kapelle gestattet. Am 13. d. hielten die Hrn. Hrn. Kardinale im Vatikan in der Par,v.ne^ tenkammer die erste ellgemeine Congregation, in wel-> cher die Constitu^oaen der Päpste gelesen, Md dann. von jedem Kardinal einzeln beschworen wurden. Hinauf zerbrach der Präfect der Zeremonien w Gtgen7s:W< allcr Kardinäle den ^ischerring, uad vernichtete da^ bleierne Siegel de« apostolischen Kanzlei. Der Untec-datar nahm das versiegeln Kästchen der Bittschriften rmd «in Beamter des Vrsven - H^ruariüN das edzn- 7» falls versiegelte Kästchen mit Brcven in seine Vcrwah- t rung. Alsdann wurden Monstgnor Capcttetti als Goll- ^ verncur von Rom bestellt, und die Kardinäle Galeff;, ^ Falzacappa und Rivarola als Dcpunne zum Bau des Conclave im Qmrinal gewählt. Die Hrn. Hm. Kar- ^ dinäle verfügten sich sodann in dieSirliniiche Kapelle, ^ wo der Leichnam des Pustes ausgcftttr war. 0ahm ^ heaab sich auch der Klerus der Natir'anMche, deren .Oe-kan im Pluvial die Absolution über die ^?iche gab, ' welche alsdann im päpstlichen Ornat gekleidet, ausge- s Hoden, und in di« Petersrirche getragen wurde. DerKlc- , rus trac voraus mit dem Kreuz und brennenden Wachs' , kcrzen; acht Kaplanc in Chorröcken trugen den Sarg, ' und eben so viele Kanoniker hielten die Franzen des Bahrtuches. Dcn Sarg umgaben die Nobel- und Schweizergärden, ihr folgten alle Hrn. Hrn. Kardinäle. Die Leiche wurde im großen Schisse der Kirche auf einem hohen Paradebette niedergcsicllt, und von Monsignor dalla Porta, Patriarchen von Konstantino-pel, Vicegerenten und Kanoniker der St. Pcterskirche die Sterbabsolution wiederholt, vorauf die Kardinäle sich entfernten. Der Lcich'.-.am des h. Vaters wurde alsdann in diß Kapelle des allcrb. Sacrammts getragen, und dort ans Gitter hingestellt, daß das in unendlicher Zahl zuströmend.) Volk ihm die Füße küssen kIinue.Am i'l. begannen in der Vatikankirche die neuntägigen Exeauien, so wie in allen Kirchen der Hauptstadt die Gebete für dis Seele des verewigten Papstes. (B> v. T.) Frankreich. DevKönighatdcm russischen Bothschaftcr Gia-ftn Pozzo di B o r g o eine Privat - Audienz ertheilt. Der Fürst von Polignac hatte am ,i4. seine Abschieds ^Audienz beim 5<önigc, und ist am fslgo-nden Tage nach London abgereist. (Oest. B.) Lissabon, Ii. Jänner. M.ni spr:6)t mit Bestimmtheit von dem Austrittc dcs Grafen Rio Pardo aus dem Knegümimsterwm. Gr soll mit 5em ViccnUe Santarcm ins Ausland reisen, und der Herzog v. (Zadaual rann das Kriegsministcrimn erhalten. Man spricht auch von der Abreise-mehrerer andern Personen, unter andern des Finanz-ministers und des Generals Silveira. — Don Miguel hat mit seinen zwei Schwestern die Kathedra!-ta'che besucht. Er war von zwn Mikrons Kaval« leric begleitet. Er hat sich nicht sehr verändert, und sieht nur noch etwas blaß ans. An der Kircbe ward er v!)n dem versammelten Volke mit dcm Rufe: Es lebe der König! empfangen. Auf den Straßen herMtc überall Stille. Nachher dcgad er sich in den Pallast Necessttades, rcs er nun wieder von seiner Mutter getrennt lebt. , (Mg. Z.) Großbritannien. Die Blockade von Ta nger durch die zwei dnt« tischen Kriegsschiffe Orestes von l8, iIa^,,,-, Reynolds, und Meteor, Capitän Hope, ist^nn i9. Jänner in Folge von Befehlen, welche aus Eng. land eingctrofftn waren, plötzlich aufgehoben, und dem marokkanischen Gouverneur der Stadt durch den lZapitän Hope angezeigt worden, dahder Hafen offen sei. Der dnttische Eonsul erhielt die Weisung, die großbritannische Flagge wieder auf dcm Consulatsgebaude ausziehen zu lassen, worauf der Orestes eine Salve von 21 Kanonenschüssen abfeuerte, welche von dcn Forts desPlahes erwiedert wurde. Die beiden lZapitäns Hove und Reynolds begaben sich später ans Land, um den Go^ vcrneur ihre Aufwartung zu machen, der sie mit Kassch u. s. f. bewirthete. Der Orestes segelte hierauf nach (Zork, wo er am 7. Februar ankam, und der Meteor nach der Insel M alta ad. ! (Oest. B.> ^ Paris den 6. Februar. Man vernimmt auK l guter Quelle, das brittische Kabinett habe mehreren ' auswärtigen Höfen seinen festen Entschluß anzeigen - lassen, so lange keinen feindlichen Schritt der An« Hänger der Königinn Dona Maria gegen Portugal zu gestatten, bis der Vater dieser Monarchinn Strei> - träfte zum Behufe der Niedereroberung dcs Thro- - nes seiner Tochter nach Europa geschickt haben würde. London den 7. Februar. Die iunge Köm-1 ginn von Portugal ist von l^cer Unpäßlichkeit wieder hergestellt, und hat berms cme> Spazierfahrt gemacht. , (Prag. Z.) Der Melville von 74 Kanonen ist ill Ports^ t mouth von Gibraltar, wo er am 19. v. M. ays?-0 gelte, angekommen. Gin russisches Linienschiff se>-! gclte am 6. und eine Fregatte mit zwei Briggs am r i5. Jänner bei Gibraltar vorüber ins Mittcllneir a ein. Der Melville ist das erste Schiff, wclch?z - wieder mit reinem Gesundheitspaß von Gibraltar ,- abgegangen, ist aber gleichwohl noch unter Qua- - rnntame gelegt worden. (Oesi. B.) Ssriechenlanv. ^ Der Präsident von Griechenland war, am 2«. d December Nachmittags von Porös,' nachdem die d Botschafter der drei verbündeten Mächte diese In-^z sel verlassen hatten, nach Ägina zurückgekehrt, n — Der dort erscheinenden ^.dMe Qrec^ue vom ,n 20, und 23. December zufolge hatten die Türken n Karpenißi am 5. December verlassen, und sich gegen Thessalien zurückgezogen, wohin sie von den Ehiliarchen Strato, Rango, Tsavella und t- dem General Dentzel eine Strecke weit verfolgt 72 worden seien. — Der griechischen Biene zufolge sollen die Griechen die Thermopylen be-setzt haben. (Och. B.) B a r V a m e r i k a. New-Vork 5cn 2. Januar. In der Nähe c^ nes Dorfes Namens Lowille soll eine Silbermine entdeckt worden seyn, von der man sich reiche Ausbeute verspricht; auch heißt es habe sich bereits eine Gesellschaft gebildet, die in einigen Wochen anfangen will, diese Mine zu bearbeiten. >— Ferner hat man nicht weit vom Dorfe Martinsburg eine Bleimine entdeckt, die gleichfalls gute Aussichten darbieten soll. Der Gouverneur von Virginien hat durch ämtliche Bekanntmachung eine Belohnung von 200 Dollars auf die Verhaftung eines Mannes aufgeboten, der vor Kurzem eine Negersclavinn zu Tode geprügelt hatte. In einem Schreiben aus Alexandrien, nahebei Washington, vom 16. v. M. heißt es: „Sie wer. den ohne Zweifel von dem großen Werke gehört haben, das die Regierung beabsichtiget? nämlich den Chesapeake mit dem Ohio vermittelst eines Ka» nals zu vereinigen. Dieses Unternehmen schreitet nun vorwärts, und große Summen liegen zu des.-sen Ausführung bereit. Bei Gcorgi-Towcn soll ein großes Bassin gegraben, und von dort aus ein Verbindungs,Kanal nach dem Kanal geleitet werden, der jetzt Washington durchschneidet und bis zu den Marine «Magazinen am östlichen Arme des Potomä's geht. Ferner wird aus dem nämlichen Bassin, mit Hilfe einer, oberhalb George«Town über den Potomä, da, wo er schmal ist und hohe felsige Ufer hat, zu erbauende'« Wasserleitung eine Wasserverbindung von George-Town bis Aleran-drien, mitten durch das Gebiet des Ohio, und von dort, vermittelst Kanäle, an denen bereits gearbeitet wird, bis zu den Seen von Canada, eröffnet werden, und mit ihr zugleich ein neuer Handelsweg für die Bewohner von Gebieten, die i5aa englische Meilen im Innern liegen^ und die alsdann ihre Güter ganz zu Wasser bis zum Teegesiade werden trans-portiren tonnen. Die.Kosten dieses Unternehmens werden auf ZoMill'wncn Dollars angeschlagen; was ist das aber für eine Nation, die m wenigen Jahren ihre ganze Schuld wird abgetragen haben? Ubcr-dem vermehrt das für jene Anlage verwendete Geld die Cirkulation, indem es bis zur Vollendung des Ganzen, was wohl gegen 10 Jahre dauern dürfte, Tausenden Beschäftigung und Unterhalt verschafft." (Prag. Z.) Die neuesten Nachrichten aus Ncw-Vork, die man aus London erhalten hatte, reichen bis zum 9. Jänner. Die Gemahlinn des zum Präsidenten gewählten Generals Jackson, ist am 22. December in Northville mit Tode abgegangen. (Ocsi. B.) verschiedenes. Der naturhisiorische Maler des Kronprinzen von Osterreich, Hr. Leopold Stoll, hat ein Gelegen-hcitsiück auf den Fall von Varna gemalt, nämlich: einen Kranz aus solchen Blumen, welche bedeu-tungvoll durch die Anfangs-Buchstaben dcr botani-schen Benennung, den Namen Sr. Majestät des Kaisers Nicoi^llF ?KINII8 bilden. Diese Guir- ' lande, deren beide Enden mit einem Lorbcrzweige verflochten sind, umschließt eine Blumcngruppe. welche den Namen V^I5N,X darstellt. Obenher verbreiten sich, von dein Kranze aus, Lichtstrahl len über alle Gegenstände rundum. Der Künstler hat das Glück gehabt, dieses Bild allerhöchsten Ortes einer huldreichen Aufnahme gewürdigt zu sehcn und von Ihrer Maj. der Kaiserinn einen kostbare« Brillantring zu erhalten. Neue Oper. Scribe's neueste Oper: „die Braut" mit Musik von Aubcr, macht zu Parii Furore, Man rühmt Text und Musik gleich sehr. Die beide Dichter wechseln so sinnig in ihrem Wirken ab, d^ß in den letzten Akten, wo Auberö Musik schwächer wird, das Interesse der Handlung m gleichem Grade steigt. Eine Schauspieler - Truppe, unter dcn Befehlen der Herren Armand - Vcrteml,Mcmrm un> Troy, gibt in diesem Augenblick auf der Insel Guadeloupe Vorstellungen. Sie hat ein Pnvile' gium von drei Jahren für diese Insel, wie für Mav^ tinique und St» Thomas erwirkt. Diese Gesell, schaft ist sehr wohl aufgenommen worden, und scheint dort einen Schauplatz gefunden zu haben^ der mehr Ausbeute verspricht, als die meisten europäischen Theater jeho mehr geben. Ein Journal kündigt an, daß Rossini, sobald er die Musik von Wilhelm TeN für die französische Büh-ne wird beendiget haben, sich nach Bologna zurück^ ziehen und dort im Schatten seiner grün-goldenen Lorbcren ausruhen wird. Redacteur: Fr. Vav. Keinrich. Verleger: Mnaz Al EMr v. Uleinm^r.