Nummer 39. pttlau, Dfii 20. Sept-mder 1897. VIII. Jahrgang erscheint jeden Sonntag. Prci» für Pellau mit Zustellung in» Hau«: Biertcljührig st, t.LV, halbjährig st. 2,40, ganzjähriß sl 4.80, mit Postve»1endung im Jnlande: virrteljthrig st- 1 -W. Jmtbiäbria jl. 2.80, ganzjährig fl. 6.60. — «i-zel« SRummnn 10 fr. Schriftleiter: Jisrf Felöuer, Allerheilige»gass« 14. — kerwaltv»» und Verlag: W. vlaite, Buchhandlung, Hauptplay Str. 0. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge sind envanscht und wollen längsten« bi« Freitag jed«r Woche eingesandt werden. Die Fortsetzung. Der zweite Akt der historisäi-politischen Komödie .Graf Kasimir mit der eiserne» Hand" hat begonnen. Ohne Sang und Klang. Am 23. September gieng der Vorhang zum zweiten Mal in die Höhe und sofort begann der Lärm, genau wieder da, wo er vor sechs Monaten auf. urtjört hotte. ES sind dieselbe» Personen, dieselben Regisseure, dieselbe Dictio». dieselbe Mimik, die-selben Akteure. Auch die Haudltim, ist dieselbe' Mkerversöhimiig aus Kosten der Deutsche». Nur dic Gruppierung ist eiuc andere. Bor sechs Mvnate» hoffte der österreichisch..' Ministerpräsident, sich in der langen Pause eint-Majorität zusammen,;»fchweiße>>, aus die er sich »erlassen könne. Als Pole hoffte er, seine Lands» leiite »n Polenelnb werden so vernünftig sein und den fördera listische» Adreßentwurs an die Krone fallen lassen, ,veil leibst ei» Man» vo» der Snupellosigkeit d»'? Grase» Badeui es nicht ivagte, diesen Adrcßenlwurf gutzuheißen und an seine Adresse zu befördern. Alle«» selbst seine LandSlenle. seit Jahren da« beslgehStschelte Volk in Österreich, ließen ihn im Stiche und beschlossen einen Tag vor Er» ösfnuugdeS ReichSraiheS, «an den Grundsätzen de» ÄdreßentwuifeS festzuhalten. Umsonst hat er die tschechische» Poliziste» »ach Egec geschickt. um dc» Juugtschecl>e» z» betveisen, dass er ganz damit einverstanden sei, wenn die DenlsclM vo» ihre» LandSlenten in die Pfanne gehauen würden. Die Tschechen wollte» einmal dic „weitgehendste Autonomie" und dic „Gleichberechtigung mit anderen VolkSstämmen der Monarchie", wobei sie. da sie mit den VulkSstämme» in Österreich ohnehin gleichberechtigt sind, an die Ungarn denken und Feuilleton. „Sein, i'der nicht sein? Das ist die Frage" — declamirte Kasimir der Eiserne in Busk und zog eine» Ganzen, nni der Entscheidung näher zu loinmen, ob die Verbindung der Jnngtschechrn, Polen und Cleriealcn oder die akadem techu. Ferial Verbindung „Germania" zur Bekämpfung der Obstrnetio» geeigneter sei. Wen» ich sei» guter Engel wäre, würde ich ihm entschieden rathen, die Verbindung „Germania" vorzuziehen nnd den ReichSrath in den Pcltaner Stadtpark einznbe-nifen, der deutschen Minorität von den deutsche» Damen einen Frühschoppen arrangire» zn lasse» und dic gemischtsprachige Majorität würde ich der-weile zum Sludium der Frage i» die Keller E. Fürst & Söhne, Franz Kaiser, Josef Kravagna und zum Judeunatzl schicke». Bis dic wicdcr IjeraiiSkäme», wärc Österreich schon lange gerettet und mit Ausnahme i» den Quartieren der p. t. Volksvertreter, die Ordnung wieder hergestellt. Die ganz Uuversöhnlicheit erhielten GraliS-Rnnd-reisebillcts für sämmtliche Bahnen, ans denen im beurigen Sommer keine Ziifammtilstöße oder Entgleisungen vor^ekoinmen sind. Bis sie eine solche fänden, wäre ihre MandatSdauer längst zu Ende inid fo könnten sie mit der Versicherung des Präsidenten heimgeschickt werden, dass sie ihrer hohen Aufgabe. alS Volksvertreter zum Wohle des Reiches »oll und ganz geiiügt habe». Du liebe Zeit, es um jeden Zweifel auszuschließen, ihr böhmisches ! SiaalSrecht forder». Die Spracheuvei Ordnungen, welche ihnen Graf Badeni als erste Rate ihrer Forderungen, als Drangeld für ihre Unterstützung gab. sind ihnen viel zu wenig; sie wollen ihr „Königreich Böhme» mit böhmischem „StaatSrecht" und einen in Prag gekrönten böhmischen König habe», der dort ebenso oft zu residiere» hätte ivie i» Wien oder Ofen-Pest. Und da ihnen der öfter-reichliche Ministerpräsident daü nicht für ganz gewiß verspreche» sonnte, so halten auch sie au den „Grundsätzen de» AdreßeutwiirfeS fest." — Die Südjlave» wollen zuerst die Einverleibung Dal-matienS in Keoatien. D.mn wllujchen sie alles Land südlich der Deau bis an daS Meer, sür sich allein mit der Hauptstadt Laibach. Wenn Kroatien mit Dulmatien vereint die eine Hilste unter dem Könige von Ungarn und dic Länder südlich der Drau b>S an den Qnarnero auch vereint unter den, Kaiser von Österreich sind, dann ivird e« nicht mehr schwer sein, den östliche» mit dem westliche» Theile zu einem Reiche z» vereinige». Auf einmal geht daS nicht uuo so verlangen sie einst» weilen die Dnrchsührnng des Programmes. welches vor kurzem in Laibach festgestellt wurde. Und weil Graf Bade»! nicht sofort den Wüuicheu entsprechen kann, so Halten auch die Südslave» an den Grund' satzen des AdreßentwurieS fest. Äieilx-u noch die Alpenländer und i» diesen wollen die Clericalen «»beschränkte Herren sein. Tirol vorn Brenner, Käriiteu und Sleiermark vo» der Drau — oder vom ulitere» Murthale? — aufwärts S>ilzb»rg. Ober- und Niederösterreich, müssen ihnen vollständig in ihre fromme Huth gegeben werden, sonst — halte» ailch sie au den Grundsätzen de« Adrcßentwurses der Majorität fest. Der Majorität? gibt schr viele solche Volksvertreter, die den größeren Theil ihrer Mandalsdaner mit Hin- und H.'r-reise» zwischen Wie» ii»d ihrer HeiiNat ausfülle» und weil sie daheii» entweder ihr Beruf oder ihre Alte nicht ruhen läßt, sich jedesmal i» Wie» ansfchlafe». Auf ein paar mehr oder weniger kommt'S wirklich nicht mehr an. Diese schreckliche» Eisenbahnunglücke! Man fürchtet sich förmlich die B.'hnübersetznng zu über-schreiten, denn wie leicht kann eS passieren, dass der Wiener Ciirierzug infolge unrichtiger Weichen-stelliing in Pragerhof abschwenkt, aus Pettau zu loSsaust und weil» er mit seinen rothen Auge» diese doppclsprachige „Ölacuna pri Kmetu" am Erle'sche» Hause steht, vor Entsetze» entgleist. Eine Reise pr. Bahn nach Graz. um sich das Haar schneiden zu lassen, ist ein Wagnis, zu welchem man sich am beste» gleich daheim den Todtenschein löst, für den Fall als man zerquetscht, zermalmt »iid zerrissen wird und dic einzelne» Theile irgendwo zwischen Cgydi-Tunnel und Messendorl herumliege», weil bei solcher Vorsicht die Behörde weniger Scherereien mit der Fest-stelluiig der Identität und die trostlose Witwe gleich das nöthigste Docunient für ihre Wieder-verrhelichiing bei der Hand hat. Aber woher kommen all diese Unglücksfälle a»f den Bahne», die sich Heuer i» so erschreckender Weise mehren, dass demnächst eine neue Rubrik i« den Zeitungen eröffnet werden ivird —, unter Ja in der Majorität sind die Slaven und Cleri« calen einstweilen noch, nicht groß ist tu« PluS, aber es besteht heute. Eine Majorität hat Graf Badeui, aber keine RegiernngSniajorität! Drei Gruppen, die bl»S der glühende Haß gegen die Deutschen zusammeuhält. G'läuge es heute, die deutsche Opposition niederzuringen, io lägen sich schon morgen diese drei Gruppe» der Majorität i» de» Haare». E» gibt im österreichischen Abgeord»ele»hause eine Majorität, aber es gibt keine Regierungspartei und daher stimmt die Rechnn«., des Ministerpiäsidenten nicht. 0)er? stimmt sie doch? Wen» der oben angedeutete Fall eintreten sollte, glmtbt Graf Badeni etwa, das« sich da»» eine and.'rc Gruppierung herauskrystallisieren könnte? Das» es eines Tages eine Majorität gebe» könnte, die ihm gegen annehmbare Eoncesfione» beistünde, sich der wilden Haisite» nid der schleichenden Clericalen z» erwehren, die zudringliche» Süd. slaven zurücki»w ise-i? halte er vielleicht dieses Recheuexempel ausgestellt, da er mit den Italienern zu uutei handeln begann, den Ansatz z»r Lösung einer Gleichnng mit zwei Uttb.'kannten gemacht? Vielleicht, denn aus seiner Heimat hat er sicher die Routine sür solche Geschäfte mitgebracht und die HandelSverbiiiduugeu. die er mit den Italienern anknüpfte, macht«« dic Majorität sofort »crvös. Aber diese Rechuuug dürste noch weniger stimmen, denn die Deutschen sind keine polnischen Juden, die »ach einem Fußtritte lächelnd lagen: .Werden »ter machen ä anderes Mal ä Geschäft! geuedigster Herr Graf!" Die Deutschen werden wirklich und ganz sicher „den Beriuch weiter fortsetzen, den Parlamentarismus zum Stillstaude zu bringen nnd der Staatsmaschiue all? coustitutioncÜen der Spitzmarke: „Bahiinachrichtc». — Der 411er langte heute zur sahrplanmässige» Zeit wohlbehalten hier ein. Im Zuge alles wohl," — diefe Entgleisungen »nd Zusammenstöße, wo-bei so viele Maschinen verstümmelt und so viele Waggons auf eine entsetzliche Weise zugrunde gehen, kommt bloS von der Überbürdnug der BcrwaltuugSräthe. die bei einer geradezu elenden Entlohiniug stundenlange berathe» müsse», wie viel Perz-ot Dividende die Aktionäre erhalten werden. Wie gut habe» eS dagegen die Verkehrs-bedieusteten! Die brauchen sich den blauen Teufel darum zu kümmern, ob die Prioritäten steige» oder falle», die brauchen bloS alle Tage vierund-zwanzig Stundeu Dienst zu thun, dürfen im Dienste eine rothe Kappe tragen und haben einen Schippel Kinder, während so eine arme Verwal-tungSräthin jahrelang zwischen RcuhauS und FranzeuSbad herumreise» muß, ehe sie den rich» tigen Storch findet, der sich ihre Adresse merkt. ES ist eine kritisch? Zeit. Am 16. war Schulanfang, am 22. Herbstanfang, an« 23. RcichS-rathSbegin». am 26. ist ei» kritischer Tag erster Orduung. RangSiiiimmer 3 gewesen und da-zwischen lag der Festcommers der „Germania", der Frühschoppen, die Ezkneipe in Frieda», der Berbandstay der Gastwirte und der Kellerbesuch mit de» vielen Entgleisungen und Zusammen-stoße» in der finsteren Brinnerallee. aus welcher "Wege jii verlege»-, wo» ein geradezu kindisch-naiver Offiziös»? vo« den gescheidte» Deutscheu gar nicht glauben will, weil — der Gescheidtere immer nachgibt. Sie werden ti umso schneidiger thu» können, al« heute da« ganze Volk geschlossen in der besten B«rtheidigung«stellu»g steht, während die bu«t zusammengewürfelte» Heerhausen der Mehrheit mit jedem Schritte zum Angriffe ein andere«, zu Recht bestehende»' Gesetz unter die Füße treten. „Nachgeben? Lächerliche Zumnthung! hätten die Deutschen aus lauter Rücksicht auf die Staats-Nothwendigkeiten nicht immer nachgegeben, sie stünden heute nicht vor der bitteren Nothwendig-keit, den harten Kamps nm die eigene Existenz kämpfen zn müssen. Wochenschau. Am 21. September im Jahre deS Heiles, da ma» schrieb da« 1807. Jahr, trat zum letzten Male d'? sogenannte parlamentarische Commission der Majorität zusammen, nm kurz vor Eröffnung deS ReichSraiheS darüber zu berathen, was bei der allgemeinen Rathlosigkeit am rathsamste» wäre, um die deutsche Opposition unschädlich zu machen. ES war eine sehr gemischte Gesellschaft. Der tschechische Großgrundbesitz schickte die Grafen Zedtwitz und Palsfyj der Polenclub schickte den Grafen Dzie-duSzycki und die Ritter vo» JaworSki. Zendrze-jowicz »ud die Dvctoren v. MadejSki u»d Ru-towtki. DaS Centrum, so genannt weil daS Centrum gewöhnlich schwarz ist. sandten den Grasen Falken-hay» nnd den Abt TreninfelS; die katholische Volkspartei schickte die Herren Dr. v. Fuch». Karlon und Zehetmayer; der Tschechenclub die Doctoren Engel, Strantky, Pacak Brzorad. Taczek und Herren Kastan; der Südslavenclnb die Herren Schusterschic, v. Bukowc, Laginja und der Rumäne Popovici und der" Ruthene Bar« winski waren auch da^ei. Wenn die Aschantineger in Österreich heimatberechtigt wären, würde die parlamentarische Commission der „Majorität" jedenfalls auch deren Häuptling zur Sitzung ge-laden haben, damit der Farbeneffekt noch schöner «ewirkt hätte, denn um den Effekt warS der Kommission vor allem zu thun. Fe»dale, Cleri-cale, Polen, Tschechen, Croaten. Slooenen. Ru-thene». Rumänen. Grasen. Ritter. Doctoren. Äbte und Prälat?» beriethen darüber, wie die Vertreter deS deutschen Volkes geknebelt werden könnten, mindestens so lange, bis sich die Sprachenverord-nnngen eingelebt hätten, der Ebenhochsche Schul-antrag Gesetz geworden wäre nnd der ungarische irgend ein Gauner daS ganze Beleuchtung»-fystem gestohlen hatte. Und zum ganzen Elende beginnen mit der Serbst-Tag- und Nachtgleiche auch noch die quinoctialstürme »nd die Stürme im Abgeord-nctenhanse, die langen Abende und die langen Sitzungen in den Stammkneipe» «nd die langen Gardinenpredigten, wegen Überschreitug der Sperr-stunde. Alles zieht sich in die Länge, nur die Taglänge und die Größe der Kaisersemmeln nehmen täglich ab. Infolge der letzteren Natur-erscheinung wüthete auch unter den Gastwirt«., Eaffeesieder-. Greisler- und anderen Genossen-schastc» schon vor Beginn der Tag- und Nacht-gleiche ein Cyclvn in Graz. dessen letzte Wirkungen sogar am BerbandStag in Pettan fühlbar waren, denn dem Bäckertrnst in Graz wurde in Pettau eine EntrüstnngSavrefse votirt, die er sicher schwerer verdauen wird als seine Batzenlaibeln. Sturm überall, wo man hinsieht und hin-horcht, denn auch durch alle Rede» weht regel-mäßig der beka»nte Sturm der Entrüstung, nur mit dcni Unterschiede, dass er in dentschen Reden dem frischen, kalten, die Luft reinigenden Nord-wind gleicht, während durch die gegnerischen Reden zumeist „fauler Sirocco" streicht, der alle Miasmen aufwühlt, Fieber und Sträuchen er« zeugt, fo dass es nicht Wunder nehmen kann, wenn die Majorität völlig verschnupft inS Abgeordnetenhaus einzieht nnd Graf Badcni de» niesenden Herren ein „Helf Gott!" um daS andere zuruft. Ausgleich gemacht, das Budget bewilligt, da« . Bankpnmlegium perfekt nnd da« Ministerium ' Badeni heilig gesprochen sei» würde, nachdem e« von der „Reichswehr" u»d anderen Reptilien schon längst in den siebenten Himmel gehoben wurde. Allein diese parlamentarische Commission brachte nicht mehr zuwege als folgende» Beschluß: „Die Majorität de» Abgeordnetenhauses, treu ihren in dem Ardreßentwurfe ausgesprochenen Grundsätzen, hält e« für ihre Pflicht, die feierliche E?kläru»g abzugeben, dass sie sest entschlossen ist, mit aller Hingebung und Entschiedenheit, welche da« Ansehen de» Staate«, die Würde de» Parla-menteS und de» Parlamentarismus überhaupt ge-bieterifch erheischen, sür eine ernst« und ersprießlich« Erfüllung der unaufschiebbaren Bedürfnisse de» Staates und der Bevölkerung ei»z»tr«te»." Na also, »nd zu diesem Bierschwefel habe» die Herren sechs Monate gebraucht, um ihn zu con-zipieren? Für eine ernste nnd ersprießliche Er-füllung der unaufschiebbaren Bedürfniffe de» Staate» wollen sie eintreten? Man erfüllt Pflichten. Bedürfnisse befriediget man. Aber sie sprechen von keiner anderen Pflicht, al» die seier-lich« Erklärung abzugeben, das» sie an dem in dem berüchtigten Adreßentwurfe aufgestellten Grund-sätzen festhalten wollen! Und dainit ist auch die ganu Regier»»g«kui»st de» Grafen Badeni al« vollständig bankerott erklärt, denn der Hauptgrund, we»halb er de» ReichSrath vor 6 Monate» heim-geschickt hat. waren die in dem Adreßentwurfe unter einem W»st von gleißend loyalen und pa-triotiSmuStriefenden Phrasen direkt an die Krone gerichteten Forderungen der Erweiterung der Autonomie der einzelnen Kronländer bi» hart an die Grenze, wo da» Kaiserthum Österreich auf-hört und der Föd«rali»mu» anfängt. Und zu diesem Zwecke vereinigten sich die Feudalen und Clericalen, die sich selbst bei jeder Gelegenheit die festesten Stützen der Dynastie und des Throne» nennen mit den offenen Gegnern der StaatSein-heit, um die Vertreter de» deutschen Volke», de» einzigen, welche» sich gegen die Auflösung de» Einheitsstaate« in «in los«S Conglomerat von Äindergrnppen. die beim ersten Stoße von a»ßen her auSeinanderfalltn würden, zur Wehre setzt, um die Vertreter diese» Volke» mundtodt zn mache»? Wahrlich, die Geschichte wird einst richten über diese Verräther am eigenen Volkithume. denen nicht» beilig ist von allem dem. wa» andere Völker, selbst varbarische. zu jeder Zeit hochhalten! (Der erste tag am 23. September.) Vormittag» versammelte sich um 10 Uhr die parlamentarische Commission der Rechten, um über die Wenn zwei Winde an« verschiedenen Rich-tungen wehen, entsteht am Treffpunkte ein Wirbel-wind. der. wie bekannt, nicht blo« einzelne Bäume, sonder» manchesmal auch ganze R«gierung«n ent-wurzelt. Ich bin nicht schadenfroh nnd gönne den Excellenzen ein längere« Leben al« die Tschechen und Clericalen. die vorsichtiger Weise gegen eine Änderung der Geschäftsordnung sind, weil sie die heutige selber einmal brauchen werden, w«nn «in jäher politischer Wetternnischlag eintreten sollte, denn dem Ministerium Badeni ist gelungen, was noch keinem anderen gelang, die Deutsche» Oster-reich« zu einigen. Da» war zwar nicht seine Ab-sicht. allein da« macht nicht«. Und wenn e» noch eine Zeitlang am Ruder bleibt, dann wird da« Licht der Jfbtt vom Nutzen der Einigkeit der Deutschen Osterreich« möglicherweise sogar bi» in die Köpfe der Wähler Eben hoch». Karlon», Kaltenegger« und anderer frommer Leute dringen, die heute noch lange keine Gefahr für ihr Volk«-thum wittern, weil der „SonntagSbote" noch in deutscher Sprache gedruckt erscheinen darf. Wenn dir Herbststürme im Abgeordneten-hause aber doch unter den Excellenzen einige Verheerungen anrichten sollten, werde ich auch keinen schwarzen Flor tragen, denn Minister und Butterbrode fallen stet« auf die fette Seite und eine Ministerpension reicht immerhin au«, um zu-sammen mit einem kleinen Nebenverdienste, etwa al» Präsident irgend einer großen Aktiengesellschaft, etwas bester leben zu können. Wenn ich das Unglück hätte in dieser kri- . Wahl de« Präsidium« endgiltig schlüssig zu werden. i Wie au« guter Quelle verlautet, hat man sich nun doch auf die alte Liste: Kathrein Präsident, Abrahamowicz erster Vicepräsident. Kramarsch, zweiter Vicepräsident. geeinigt. In diesem Sinne wird nun auch der Vorschlag an die Mehrheit laute». Auch die Deutsche VolkSpartei hielt »och eine kurze Sitzung ab. wobei die Vorstandswahl vorgenommen wurde. Die Einmüthiakeit in den Reihen der Obstruktion ist vollständig. — Aor dem Parlament bot sich ein sehr lebhafte« Bild, welche« zeigte, das« die Bevölkerung ein bedeuten-deS Interesse an den politischen Vorgängen i» Österreich nimmt. Zahlreich« Personen beiderlei Geschlechte« waren schon seit 9 Uhr früh vor dem „hohen Hau«" versammelt und versuchten. Ein-laß in den BerathnngSsaal z» erlangen, doch nur ei» ganz kleiner Theil konnt« eingelassen werden, da bekanntlich die Plätze a»f da» bescheidenste Maß beschränkt wnrden. Aus dem Platze vor dem Reich»rath»gtbäude sieht mau auch zahlreiche Sicherheit«wachmänner, theil« hoch zu Roß, theil» zu Fuß, um die Ordnung aufrecht zu halten. Die Eröffnung. Um »/,12 Uhr betreten die Minister den Saal mit den Grafen Badeni an der Spitz«. Al« di« Minister ihre Plätze einge-nomnien hatten, riefen di« Mitglieder der Partei Schönere«: „Hoch Badeni! Hoch Badeni! Ein Hoch dein Gründer der deutschen Einigkeit!" (Starke Bewegung recht«. Lebhafter Beifall und Händeklatschen link«.) Gras Badeni erhebt sich und verkündet die Einberufung de« Reich»rathe». Er ladet hierauf den Abg. Zurkau ein. der ihm al» Altertpräsident bezeichnet würd«, d«n Vorsitz «in-zunehmen. Abg. Zurkan dankt für die aus ihn gefallen« Wahl und erklärt, «r werde sein« Pflicht getreulich erfüllen. Er betont die ernsten politischen Verhältnisse und begrüßt die Abgeordneten, indem er zugleich um deren Nachsicht bittet. (Beifall.) ES sei ihm eine wahre Freude, di« »eue parlamentarische Aera zu erleben (große Heiterkeit), wo alle Claffe» und Schichten der Bevölkerung zur Theilnahme an der Gesetzgebung berufen würden. Redner schildert dann die traurigen wirtschastlichen Verhältnisse, verwies auf den großen Nothstand in Osterreich (Rufe link»: „Ja durch die Sprachen-zwangiverordnungen!"), appelliert an die Linke, den unfruchtbare» Streit und Kampf fallen zu laste» (Große Heiterkeit link«) und weiter« an die Vaterlandsliebe der Abgeordneten (Rufe link»! „Die Regierung ist nicht patriotisch!") Mit ver-einten Kräften, schließt Zurkan, wolle» wir wirken. Gott wird un« unsere Arbeit lohne». Dan» ver-spricht er auch, die Geschäftsordnung ganz objectiv tischen Zeit österreichischer Ministerpräsident zu sein, ich thät's sofort. Denn die Wetterprognosen für die voraussichtliche Witterung im Abgeord-netenhause lauten «och trübseliger als die Fald'lchen; seitdem man von einer Änderung der Geschäft»-ordnung abgekommen ist, weil sich diese f f f deutsche Opposition auch vor solchen Abänderungen nicht fürchtet, wird die RegierungSmajorität „die Felsblöcke, welche ihr im Wege liegen, weder umgehen, noch überklettere, sondern sie mit Energie au« dem Wege räumen" sagen die „Narodni Liaty" — Wacker! wenn die Rechte solch« Ar-Seiten übernehmen will, so kann sie ja, sobald sie da« Geleise im Abgeordnetenhause frei gemacht hat, parthienweise in die vom Hochwasser ver-murrten Gegenden »iehen und den Steuerträgern, au« deren Säckel die Diäten bezahlt werden, die verschütteten Felder frei machen und da die Steirer auch ziemlich viel für di« galizischen Flnßregu-lierungen mitzählen müssen, so wäre e« blos ein Akt der Gerechtigkeit, wenn so eine Patthie gali-zischer Abgeordneter sich auch an den Draurcgu^ lierungSarbeite» thätig betheiligen und nebenbei ein paar hundert Kubikmeter Draukiesel köpfen wollten, daS wäre eine Arbeit, viel vortheilhaftcr für die wirthschaftlichen Verhältnisse Pettaus. alS wenn sich die Herren in den Kopf setzen, mit den anderen deutschen Abgeordneten der Opposition auch den unseren abzumurksen. z» handhaben. (TBeifutl. Ruf? link«: „Die alte oder die neue?") Nnu erkürt der Vorsitzende, a» die Sonst ituieruug deS Hause« zu schreiten und bringt ein Hoch aus den Kaiser au«, in da« alle Abgeordneten einstimmen.Abg. Schönerer ruft: „Und das deutsche Volk lebe dreimal hoch!" (Die Linke bringt »un ei» dieifache« Hoch au«.) Abg. Wolf ruft: „Nieder mit Badeni!" (Die ganze Linke ruft: „Nieder mit Badeni!" Grober Tumult im ganzen Hause.) Nun werden die Schriftführer de-rufen. Adgeordneter Schönerer: Lassen Sie un« lieber zum Schluß der Sitzung schreiten. (Heiter-keit link«. Starke« Murren recht«.) Der neu ge-wählte Abg. Eichhorn leistet die Angelobnng. Abg. Pergelt bittet um« Wort zur Gejchüft«ord» »ung und fragt den Altersvorsitzenden, wie e« denn mit der Handhabung de« Gesetzes über die Geschäftsordnung beschaffen sei, die nicht nur die feierliche Eröffnung de« ReichSratlxS der Re-girrung zur Pflicht macht, sondern auch eine Prärogative de« Parlamentes bildet. (Sehr gut link« und Ruje: Da« weiß ja die Regierung selbst nicht! Lärm. Scharfe Ruse de« Proteste« rrcht«. Unruhe.) Der Alterspräsident erklärt, nach seiner Auffassung wäre e« ein Vorrecht der Krone, aber keine Pflicht der Regierung, den ReichSrath feierlich »u eröffnen. (Oho-Ruie link«. Unruhe recht«.) übriger« gehöre diese Angelegenheit gar nicht in den Pflichtenkrei« de« Alterspräsidenten, denn er habe bloß die Eonstituierung vorzunehmen. Abg. Pergelt verlangt da« Wort. Abg. Zurkan weigert sich, e« ihm zu ertheile». Abg. Gregorig ruft: ES ist zu meiner Kenntnis gelangt, das« 16 al« Diener maskierte Polizisten hier Aufstellung genommen haben. (Rufe link«: Hört, hört! Polizeistaat! DaS ist gesetzwidrig. Ungeheur?r Lärm. R>'fe recht«: Ruhe, Ruhel) Abg. Gregvrig: Dieser Vorgang ist gesetzwidrig und ich ersuche den Alterspräsidenten. Ansklärung zu gebe«! (Unruhe.) Der Alterspräsident bleibt die Antwort schuldig. !Neuerliche Unruhe.) Mau will zur Wahl de« Präsidium« schreiten. Aus der Linken schwillt nun der Lärm immer höher an. Die Bewegung theilt sich dem ganze» Hause mit. Die Linke erklärt stürmisch, sie lasse nicht zu, das« die Präsidenten-wähl vorgenommen wird, ehe der Alterspräsident auf die ihm vorgelegte Frage nicht die nöthige Antwort ertheilt. (Ungeheurer Lärm.) Während dieses Tumulte» nimmt die Mehrheit die Präsidentenwahl vor. Gr. Tgbl. Pettauer Wochenbericht. (Schnldrginu.) Seit dem 16. d. M. ist e« wieder lebhafter in den Gaffen und Straßen der Stadt, den» der Unterricht am LandeS-Untergymnasinm und den städtischen Volksschulen hat wieder de. gönnen, nachdem am Morgen die hl. Geistmesfe celebrirt und nicht blos von de» Schülern und Schülerinnen, sondern auch von erwachsenen An-dächtige» zahlreich besucht worden war. Er ist ja sür viele, nicht blos für die Kleinen, sondern auch sür die Großen, sür die Eltern und für sonstige Angehörige ein wichtiger Tag, wenn Nesthäckchen zum erste» Male sehr selbstbewußt mit dem Schul-ranzen dahintrippelt. Sehr selbstbewußt, denn nur sehr wenige gibt e«. die apathisch oder gar furcht-sam den ersten Schritt in« wirkliche Leben thun. Sie sind sich dessen mehr bewußt, als man an-nimmt, denn auf die Frage „Wohin?" folgt die stolze Antwort: „In die Schule! Aber nicht in die Kintxrschule!" womit der Kindergarten ge-meint ist, in dem sie da» A und O einer guten Schnlzucht bereit« gelernt haben, die Schuldi«-ciplin. Und auch die „Aufgestiegenen" sind stolz auf ihre Erfolge. Bei dem Leichenbegängnisse de« verstorbenen Lehrer« I. Oberhauser bemerkte einer der Theilnehmer, als die Schüler an ihn vorbei-zogen: „Da» ist die erste Classe", aber sofort erhielt er von einem kleinen Siebenkäsehoch die schneidig gegebene Berichtigung: „Bitte, da» ist die zweite Classe!" War da» etwa vorlaut? Gerade da« Gegentheil, e» war der Ausdruck de« Selbstbewußtseins, des Stolzes auf den Erfolg feiner Mühen und seine» Fleiße» in der ersten Claffe. Da» ist ein edler Stolz »nd dieser wird dem wackeren Jungen mehr Ansporn sein, auch nächste» Jahr wieder „aufzusteigen", al« starrer Zwang. Ehrgefühl und Ehrgeiz, e» den Besten gleichzuthun. wirkt mehr al« Tadel und Ruthe, wenn di, richtige Temperatur erhalte» wird. Ehrgeiz erzeugt Fleiß, Ehrgefühl ist die Basi« für gute Sitte». Sie habe» da« gleiche Recht, a»f die Erfolge ihrer Mühen und ihre« Fleiße« stolz zu sei», diese kleinen Menschenkinder, wie die Großen. Lebhaster ist'« wieder in den Gassen und Straßen und lustiger auch, denn wer wird ihnen ein bitchen Übermuth verargen? Manche« Baar-süßlein, da« lustig lärmend dahinfpringt, findet daheim mit ein spärliche« Mittagmahl und geht Nachmittag kaum halbsatt wieder in die Schule. Wer hat da« Herz, ihm da« bische» Frohsinn zu wehren, wenn e» mit aiidere» tollt und springt? Wie lange dauert e» noch »nd de»> armen Schelm vergeht alle Lust zu springen und zu tollen, wenn er in schlechte» Schuhe» und dünnem Röcklein durch de» Schnee stapfen muß? Mitleidiae Herzen sorgen alljährlich dafür, das» sich diese Schulkinder wenigsten» einmal im Tage sattesse» und ein Paar gute Schuhe nnd bessere Kleider erhalten, al» sie am Leibe tragen, denn der Sin» für Wohlthätigkeit ist tief gewurzelt i» der Bürgerschaft Pettan« Viele Familien halten Mnsternng unter der Garderobe ihrer Kinder zur beginnende» Herbstzeit und manche« brauch' bare Stück wird ausgemustert, als nicht mehr paffend für die Lieblinge. Mögen die Hausfrauen dabei derer gedenken, die nicht« anSmnstcrn können, weil sie. wie man sagt, nur einen Rock und einen Gott haben. Ein „Vergelts Gott" da« für wird von einem armen Kinde die eigenen lehren, sür da« beffere mindesten« so dankbar zu sein, wie der arme Mitschüler für da« abgelegte Kleid nnd da« ist der andere Gotteslohn. (9ae krichrnbegiingni») deS verstorbenen Lehrer Veteranen, Johann Oberhauser,am 16.d.M. gestaltete sich zu, einer erhebenden Trauerkund-gebung für den Todten. Bor 5 Uhr sammelten sich Leidtragende an« allen Stände» der Bevöl» keniug. Unter den Trauergästen war die Ber-tretung der Stadt mit dem Bürgermeister Josef Ornig an der Spitze, die k. k. BezirkShauptmann-schaft durdf den Herrn Obercommiffär Franz v. Bonvard vertreten, Vertreter deS Bezirk«.Au«-schuffe« Petta» und die Lehrkörper der Laubes-Mittelschule sowie der beiden städt. und der Um-gebung«-Volk«schule gaben dem Todten daS letzte Geleite. Die Schüler der beiden städtischen Volks-schulen mit ihren Classenlehrern nnd Claffenlehrer-innen nahmen Aufstellung i» der Nähe deS TrauerhauseS. Die Priester beider Pfarren unter Führung deS ChormeisterS nnd Stadtpfarrvicar» Hw. Herrn Zalamon, nahmen die kirchlichen Fuuc-tionen vor. Roch der Einsegnung der Leiche vor dem Trauerhause sangen die zahlreich erschienenen Mitglieder de» Pettauer Männergesang-VereineS da« alte Lied: „ES ist bestimmt in GotteS Rath" in einer so ergreisende» Weise, das« die meisten der anwesende» Damen und anch mancher grau-bärtige Mann, deffen Lehrer der Todte einst ge-wesen, die Thränen nicht mehr zurückhalten konnten. Nach Beendigung de« Trauerliede» setzte sich der t»g unter dem Vorantritte der Kapelle de» ettaiier Miisikvereine». die den herrlichen Trauer-marsch von L.v.Beethoven intonirte. über den Haupt-platz, die Kirchgasse, den Florianiplatz, die Färber-und Bahnhofgasse in Bewegung nach dem Fried-Hofe. Den Leichenwagen zierten »eben andere» die prachtvollen Kränze der Stadtgemeinde und der „Schüler de» Verstorbenen." Nach der Einseg-»ung am Grabe sang der Männergesang-Verein da» Grablied: „Ruhe sanft" und dann wurde der Sorg in die Erde gebettet. Möge sie dem Verstorbenen, an deffen Grabe drei Generationen seiner einstigen Schüler und Schülerinnen vertreten waren, leicht sein. (Wahlen i» die Sleiiercommission.) Am 20. September wurde in der Steuerabtheilung der k. k. BezirkShauptmannschast die Wahl der Mitglieder in die Steuercommiffion der IV. Er- werb»classk für den Steuer bezirk Pettau Land vorgenommen und wurden hiebei 53 giltige Stimmzettel abgegeben und zwar entfielen auf den lyer>cht«bezirk Pettau 29, Friedau 15 u. Rohitsch 9 Stimmen. Gewählt wurden mit je 37 Stimmen die Heiren: Franz Kose r, Gastwirt in Jnrschinzen, Marti» Cech, Gastwirt in St. Marxen bei Petto» und Johann Koüevar, Holzhändler in Polstra«. Zu Stellvertreter» wurden gewählt die Herren: Johann T u r k o s ch, Lederer in Mon«. berg, Leopold Petovar in Jvankofzen u. M. M u r f ch e tz, Handelsmann in Ternovetzdors. (Allerlei wünsche and Stschwerden.) Wenn die Leute ihre verschiedenen Wünsche und Be-schwerde» am gehörigen Orte nicht selbst anbringen wollen, kommen sie damit zu de» Redaktionen, welche »ach ihrer Meinung die verfluchte Pflicht und Schuldigkeit haben, alle Übelstände zu rügen und alle Wünsche zur Kenntnis derjenigen zu bringen, welche sie erfüllen könnten, sollten oder müßten. Da macht man »nS aufmerksam, das» auf den neue» Bnefeinwurskästen die Angabe der Stunden fehle, zu welchen die Briefe regelmäßig auSgehobe» werden. Wir wisse» nicht, ob daS vorgeschrieben ist, aber sehr praktisch und vielerlei Frage» am Postamte vermeidend, waren die Stundenpläne für die BricfauShrbuug auf den alte» Briefkästen sicher. Wir habe» die Wünschenden darauf vertröstet, das« diese Stundenpläne vielleicht nach Erscheinen der Winterfahrordnung der Süd-bahn an den Briefkäste» angebracht werde». Al« praktisch und viele Zeit ersparend habe» sich diese kleinen Stundenpläne auf den alten Brief-kästen bewährt. Und wen» man bedenkt, wa« für bittere Folgen ost a«S der verspäteten Aufgabe eine« Pumpschreiben« oder Liebesbriefe« für den Absender erwachsen, so wäre die Erfüllung dieses Wunsches vieler auch gerechtfertigt. Die vorgebrachten Beschwerden drehen sich um „recht-zeitig ausgegebenes aber in Pettau leider „nicht eingelangte" Ansichtskarte». Denn dass, wenn sie beim hiesigen k. k. Postamte einlange», diese oft sehr sehnsüchtig erwarteten Ansichtskarte» auch pünktlich zugestellt werden, ist außer allem Zweifel. „Mir hat meine Cousine eine AnsichtS-karte auS Agram gesendet, die einzige mit deutschem Texte, die zu habe» war. Ich habe mich nicht bedankt dafür, ietzt schmollt sie! Dass ich die Karte nie erhalten habe, glaubt sie nicht! Aber ich werde dem Handelsminister schreiben!" So geht» fort in verschiedene» Variationen. Denn der fehlenden Ansichtskarten uud der darob erhobenen Beschwerden sind schon mehr als ei» halbe« Dutzend. Das» mancher Absender in der Eile, mit der Bier- und Ansichtskarten an Ort und Stelle geschrieben werden, auf daS Schreiben der Adresse vergißt, daran denken die entrüsteten Cousins und Cousinen nicht. (Das Lande« Untkraymnafinm in pettau) zählt im lanfenden Schuljahre 113 Schüler. Da-von ist einer Magyar, 48 sind Deutsche, 64 Slo-venen. Die 1. Claffe zählt 36. die 2. 21, die 3. 32 und die 4. Classe 24 Schüler. iHaitpl-Versammlullg.) Die Ortsgruppe Pettau deS deutschen Echulvereine» hielt am 20. d. M. im Sonderzimmer de» Hotel» Osterberger ihre diesjährige Hauptversammlung ab. die von doppelt so vielen Mitglieder» als im Vorjahre besucht war. Auf der TageS-Ordnnng stand: 1. Verlesung deS Berichtes über die letzte ordentliche Jahre»-Versammlung. 2. Bericht über den Stand der Ortsgruppe im Jahre 1896 und Gebahrung»-»achweis. 3. Neuwahl des GruppeuvorstaudeS. 4. Wahl der Abgeordneten zur Hauptversammlung. 5. Allsällige Anträge. Der Obmann Herr Simon Hutter begrüßte die Anwesenden, stellte die Be-schlnßsähigkeit fest und ertheilte dem Schriftführer Herrn Jakob Matzun da» Wort zum Vortrage de» Rechenschaftsberichte». Au» demselben geht bervor, dass die Beschlüsse der letzten Haupt-Ber-sammlnng durchgeführt wurden. Dankend erwähnt der Bericht, dass die Stadtgemeinde Pettau auf den vorjährigen Beschluß der Hauptversainmlnng, eine Gedenktafel an den Stifter deS Kaiser Josef-Monumente» im Stadtparke anzubringen, daS Monument selbst in einer Weise renoviert-» ließ. da!S das schöne Deukinal heute eine Zierde der Stadt sei. (Beifall.) Dankend gedenkt der Bericht auch der Ha»ptLeituiig. welche über Anregung der OrtSur»ppe»leit»»g die Musikschule deS Pettauer Musik-iLereine» mit dem Betrage von 200 sl, subventioniert l»abe. (Beifall.) Den kurzen Nachruf an die verstorbenen Mitgliider lzalt der Vorsitzcude und wird das Beileid durch Erheben von &tu Zitzen au«g,drückt Die Mitgliederzahl stieg um drei und beträgt dermale» 121. Den Rechenschaftsbericht trägt der Säckelmrister Herr Er.ist Schalo»! vor. Darnach beiragen Ende 1896 die ^mpsangSposte» an Mitgliederbeiträgeu 135 fl., anGründerbeilragvom VerschöncriiugSveleiu 20 fl., au Spenden zusammen 4!) fl. »nd zwar von: Herr» Max Berger. Warasdin 5 fl.. Frau Jos. Lafferl, Peltau 10 sl., Herrn Jakob Matzun, Pelta» 5 fl., dic Herren Bruder Maurelter, E. Schalo», Max Ctt, Jak. Ferk je 1 fl., Hr. S Hutler 10 fl.. Hm» Jg. Behrbalk 5 fl.. Herrn Bietor Schulsiuk 5 fl., Herrn Dr. HanS Michelitsch 5 fl, Fr. Jos.fiue Lasierl pr. 1807 10 fl. Sammel-ergebuiS bei ver HauptBersammlniig 5 fl. 50 kr. Die AuSgabeposten für Drucksorten. Poiti ic. 10 fl. Kl kr An die Hauptleitung ab>>esührt 193 fl. Pro 1897 wurden bereit« ebenfalls 120 fl. ab-gefühlt. Ta die RechunngSgebahrnng seitens der Hauplleiiung geprüft wird, so wird dem Herrn Erust Schalo» von der Versammlung der Dank sür sei: e Mühewaltung ausgedrückt. Die Neu-wählen in die OitSgrnppenleituug iverden über Antrag durch Borschläge und Zuruf vorge-nommeu und ergaben folgendes Resultat: Ob-matt»: Herr Simon Hutter, Stellvertreter Herr Ernst Eckl. Schristiührer Herr Jakob Matzuu, Stellvertreter Herr Jgnaz Behibalk. Säckelmeister Herr Ernst Schalo», Stellvertreter .Herr Wilhelm Blanke. Zu Abgeordnete» für dic am 3. October in Wie» tagende Haupt-Versammlnug des deutschen SchulvereiucS werden die Herren Dr. Jos. Miche» lltsch, Jakob Matzun und Victor Schulfink ge-wählt. Zn Punkt 5 der Tagei-Ordnung spreche» die Herren: Dr. Josef Michelitsch. oer die Laiiheit inbczug ans den Besuch der Hauptversammlungeii ziemlich scharf apostrophirt. B. Schnlfink, der zu-erst der Lrtsgruppenleitnug dafür dankt, dass sie die Subvention an die Musikschule erwirkt, dann der Hauptleitung, dass diese die Subvention ge-währt habe. H. Großauer, der beantragt, dass die Delegierten bei der Hauptversainmlnng die Wahl einer stcirischen Stadt für die nächste Hauptver-samnilnug des deutschen SchulvereiueS anregen mögen. (Angenommen.) W. PiSk, der eutschirdcne Schritte zn thnn beantragt, welche geeignet seien, der Ortsgruppe neue Mitglieder zuzuführen. Darüber wird berathen und ein zehngliedrigeS Coinitö gewählt, welches mit der Ortsgruppen-Icitung das Geeignete zu veranlassen habe. Der Antrag des Herrn Großauer. im nächsten Jahre ein Fest zu veranstalten, dessen ReiuerträgniS dem „deutschen Schulverciue" zugute kommen solle, wird angenommen. Sodann erfolgt Schluß der Sitzung. l/rnerlirrritschaft drr frriuiilligrn ^eiit» wrhr ^ F»r die lausende Woche hält drr I. Zug uud die II. Rotte Fcurrbireitschast. ZugSsührcr Lorenlschtt>ch, Rottsührer Prantuer und acht Man». Fenermeldnngcn sind auf der Eeutral-station in der SicherhcitStvachstnbe im Ralhhau» zu machen. Vermischte Nachrichten. Hstrrreichischcr Sund der Dogrlsrrundr.) Dieser au Erfolgen reiche» Vereinigung ist eS bereits gelungen, in mehreren kleineren Orten das Tragen ausgestopfter Vögel als Hutschmuck gäuzlich zu beseitigen. Nunmehr hat der Bund seine Thätigkeit auf Wien gerichtet und daselbst einige hundert Aufrufe plakatieren lassen, welche in Wien großes Aufsehen nnd »ugetheilte Anerkennung finden. Der neue Äusruf, dessen Behe» zigllNg wir nuseren Aboimentinnen anläßlich deS Beschaffen» vou Herbst- und Wintcrhülcn warm empfehlen, hat sollende» Wortlaut: „Herzzer-reißend lauten die Klagen unserer einsichtsvolle» Forstmänner, Gärtner und Landleute über die erschreckende Abnahme der Bögel. In kleinen Städten und Märkten, wo bisher fast jedes HauS sein fröhlich zivitscherndes Schwalbenpaar besaß, ist eS still uud öde geworden und in viele» Waldungen vernimmt man keinen Bogelsaiig mehr. Die Ursachen dieser erschreckenden Erscheinung sind größtentheils in dein Umstände zu suchen, dass leider infolge de» thörichten Mode-brauches. ausgestopfte V-.n'lbäl.,? als Hutjchmuck zn trage», jedes Jahr 130 Millionen Bögel sür Modezwecke benöthigt werde». Die Unsitte hat binnen zwei Jahrzehnten 2000 Millionen Vögel erfordert nnd besteht sie noch einige Jahrzehnte, so sind die schönsten und nützlichste» Bögel auf Erde» ausgerottet. Bei einem derartigen Vergehe» an der Schöpfung fällt dann aber unseren Frauen uud Mädchen die Schuld zu, die bei ruhiger Überlegung einsehen werde», welchen enorme» Schaden sie unserer Laudwirtschast und unsere» Landwirte» zufüge». Und deshalb: Man trage keine ausgestopfte» Bogelbälge inchr! Man be-reichert ja damit ohnehin nur die gewissenlosen englischen »nd französische» Großspeuilanten! Man entferne die Bögel vo» de» Hüten, inan kaufe keine Hüte mehr mit Bogelleiche», sonder» nur solche mit Blume». Bändern. Perlen und man wird dadurch auch der heunischeu Industrie nützen. Niemand verhalte sich in dieser Angelegenheit gleichgiltig, sie ist von weitgehender Wichtigkeit. Darum ergeht im Bertrauen auf daS gute Herz der österreichischen Damen au alle edlen Franen »nd Mädchen unserer Monarchie der eindringliche Ruf uud dic herzinnige Bitte: Schließet euch unS an, agitiert in euren Kreisen, stehet sest und un« erschütterlich zusammen l Fort mit den Bogelleiche» aus den Hüten!" (Znlrrnatioualr XlX. Zahrrs»isktll»lig in London.) Lant einer der Handels- und Gewerbe-kammer Graz im Wege deS k. k. HandelSmini-steriums am 13. September d. I. zugekommenen Mittheilung findet in der Zeit vom 30. Oktober bis 5. November l. I i» Lodon die internationale XIX. JahreSauSitellnug für Brauer, Mälzer, Mineralwasserfabrikanten, Destillateure, Wein-Händler. Hotelier». Restaurateure u. s. w. statt. Das Programm dieser Ausstellung liegt im Bureau der Handel»- uud Geiverbekainiuer^Graz (Hau» der Kanfmauiischast) zur Einsichtnahme auf. ve>ge,chuitte» und ist sofort gesunken. Bei der Katastrophe sind »»gesähr jünsundzwanzig Personen ums Lebe» gekommen. Aber das Unglück ist viel größer. DaS i» den Grund gerannte Pasfagierfchifs „Zka" hatte mehr Personen am Bord, von oenen nur wenige gerettet wurde». Die ämtliche Meldung lautet: Der auS Cirk-venira konimcnde Dampfer „Jka" der ungarisch, eroatislhen SchiffS-Gesellschaft wurde bei der Ein* fahrt in den Hafen von Fiunie von dem den Hafen verlassenden britischen Dampser „Thyria" angerannt. „Jka" führte ungefähr fünfzig Passagiere, Wiener, Agramer und Budapest« Gäste. „Jka" sank binnen zwei Minute». Infolge deS Regenwetters uud der dichten Finsternis konnten nur ivenige gerettet werden. Über 35 ertranken, 14 Passagiere und die ganze Schiffsmannschaft sammt den Eapitä» wurden gerettet. Über die Ursache des Zusammenstoßes konnte der verhaftete Eapitäu des „Jka" keinerlei Aufklärung gebe». Weshalb man die „Thyrrn" weiter fahren liess, anstatt sie svsort zu saisiereu u»d de» Capitän sicher zu nehmen ist »»erfiiidlich, de»» alle Welt kennt die Rücksichtslosigkeiten »»d Unverschämt-heiten englischer Mereantil-Eapitäne >»id ma» er-innert sich wohl »och de» Unterganges der „Elbe", die ebenfalls von einein Engländer angerannt und ihrem Schicksale überlassen wnrde. Bis 22. d. M. waren 22 Gerettete »nd 10 Leichen geborgen. Man „hofft", dass die Zahl der Opser 70 nicht erreiche» werde! Mau hofft!' Aber „man" thut »ichtS. um dc» sich bis ins Ungeheuerliche mehren-den Eisenbahn- und SchiffSks>tastrophe». an» Un-geschick, Leichtsi»» nnd Unachtsamkeit entstände», ein Ziel zu setze», während „man" sonst seine Nase in Alles steckt. Landwirtschaftliches. (Gbstbaum-Pflanj-Akgrln.) Recht zeitgemäß veröffentlicht der praktische Rathgeber im Lbst-nnd Gartenbau au der Spitze seiner »niesten Nummer folgende Pflanz-Regel«, die auch nnsern Leser« vielfach von Nutze» sein können: Pflanze — 5 — ikmaft einen Obstbauin an eine Stelle, an der >aben. Der Boden u'i dort „inilbe", da» heißt l)«t dic Stoffe a» den iiutieren Stanim abgegeben, deren der neue zum iri)||lid)cii Wachst!»»in dringend bedarf. Kaufe ^cllnse«. >nit bewurzelte»' Pflanzmaterial: auS einem schwächlichen, schlecht entwickelten, jungen Mime mit schlechter, unregelmäßiger Krone und Achten Wurzeln wird niemals ein guter Obst-tonnt. Prüfe sorgfältig, welche Sorte Du pflanzen isllft. Sich Dich in der Umgegend um, welche Mit Sorten dort gilt gedeihen, und die pflanze. Lasse Dich nicht aus Versuche ei», die viel kvsten „ch meistens mißlinge». Pflanze möglichst wenige jorten! DaS ist der Krebsschaden der deutschen tbslverwertung, dass jeder zuviel Sorten hat und it den großen ObstveriverlungSfabriken. Obstkel. lereirn unmöglich gem.ichr ist. an einer Stelle zlößere Massen derselde» Obstsorte zn kaufen. Da» ist aber nöthig zur Erzielung eine» ^leichmäßigeu Produktes. Pflaume nlfv wenige, in Deiner Äegend »rbreitete, gute Sorten. Bündelte vor der Pflan-uing Drinru Bodeu g t! oJr.ibc ihn lief um, ihre in Dungstoffe» d^ i jungen Banme Rah.ung j: und bedenke, dass dir .iaiu,« und Faserwiuzeln. vlche den Baum nähren und kräftigen sollen, ;i)t nur unmittelbar am Stainme liege»! Pflanze ht a» Stelle», wo der Bodeu zu »aß ist, da» Kl-lttdwasfer zn flach steht. Leite oder uudurch-kiügliche Schichten den Wurzeln Widerstand listen. I» solche» Lagen gedeiht kein Obstbau»! ui. Prüfe Deinen Boden auf Kali und wenn r kalkarm ist, sichre ihni Kalk zu. Ohne Kalt kein viidigrt Wach^ihiim der Obstbäume! Jede ein-Ine dieser Regel» will beobachtet sein! Verstößt !u gegen eine, nutzt Dir Dein Pflanzen nicht» — ;n kannst niemals Ertrag von Deinen Obst-iimien erzielen! (OH «ic praktische Serbcffernitg) hat dic Firma Maggi l^-sührt, htVm sie jedem Original-Flüschchen der aus-nichneten Znppen-Würze „Maggi" den k. k. vriv. irze-Eparer gratis beigib», welcher bi« tropfenweise ver-ia der tttUry crmSqlicht und auf diese Weise da» rial schädlich« „Zuviel" oerhindert. Marbnrg. Eine neue Clavier-Riederlage errichtete hier ! staatlich geprüfte Tlavierlebrerm Frau Bertha Bolck->k. Ein reiche» Lager von Mgnon-, Stutz-, Salon- und ncertflügeln. Pianino» und Harntonium« erster Firmen, itunttt Meister Ehrbar'S neueste Modelle out gebogenem «ize, mit ihrem weichen, lange anhaltenden Tone, al» be-idere Specialität zu bezeichnen, ferner da» allgemeine ttrouen. welches dem junge» Unternehmen schon vom njange entgegengebracht wird, sichern demselben eine liitlich, Ziitunst, umsomehr aber, als es in Marburg bi» ite an eine»« derartigen Unternehmen mangelte. i (über landwirthschaftliche Maschinen.) Der Saaten-md lautet den un» zutoinmenden Berichten nach günstig, it brnützen daher die Gelegenheit, die landwilihschastliche ciölkerung wiederholt auf die Vortheile guier und erster landwirthschaftlicher Maschinen aufmerksam zu chen Bei Anschaffung solcher Maschinen ist in erster 'he die in unserer Äegcnd besten« eingeführte Firma Heller, II. Prateistraße 4», in Berücksichtigung zu ziehen, f benannte Firma übernimmt volle Garantie rücksichtlich ^nng»sähigkcit ihrer Maschinen und da die Preist der mm auch al» sehe mäßig zu bezeichnen sind, we.lde man d vertrauensvoll an dieselbe, denn die Firma ertheilt in ^gentonimendster Weise auch Auskünfte und Aufklärungen Angelegenheiten, ivelcht auf den maschinellen Betrieb > dessen Vortheile Bezug haben, lataloge in allen irichen stehen Jedermann zur Verfügung. IZeit ist Geld! Tüchtige Per fönen, welche ihre freie Zeit vortheilhaft auszunützen wünschen, belieben Adresse unter: ..Zeit ist Geld" a» die «nnoncen-Sxped. »ed. Selialek, Wien, zur Weiterbeförderung aufzugeben. u. nK*»rti u mrt > Rttattlra DN 8«0*1 NOft»i>|«r UlrnMatt mit Ma et (•■•rrtaik" a. >Jb »"»lg, Miti». H-ft I# *0 (illn fürt u. . tnlHIt i»e«n rtnrr K1I0|I CO. »0 Illlt- GGGGGGGG «ktne echte wahrhaft volkstümliche^ UntttgaltullgS-ZcttWftt^ IrifÜ >J I |M»rsl(J| fts^nuin 28 *«fU. pro.'MI Zd beziehen dorcb die Bachb. W. Blanke in Pettan. 00000000 Annonce» tn ollen Ziitunfrn und FstchieiUchrifton, Cotjrebnrher »lo. buorft rasch unH r.uverlilevlg xa ilen roTfhei'hafieeten Be-dinftwicen «ti> Annoneon-Exiwlittovi von Iludoif Momm; dieeelb« liefert kotteiianaelrii&ec. Entwürfe fUr zweckn)*»-•J|« und |0 i'lim.ickiollo Anzeign, so.rio Innert»i>n«-Tarl/o koaluiml. ZE^VLclolf Ivlosse Wien I.. Seilerstätte 2. Prag, Graben 14. ■•ril«, BiNUa, Or»ld«n, Frankfurt » Mimöurg, Killn, Lalpi'C. Stgdeburj, Sittichen. »Urnberg, St»llj»rt, ZUrloh. In Mujio II. Mfar'.iiiaim's l»r~ Mlv.rlMH I« 1 t>*.mlnlkllner* Ii'-I I IV. rrliü'üiri! imi (Junta siksien IIinlrnMina 6w rt*umriiri ncticR: Der Prolilifchr ^andwirtii. Matt. ■Mit» _________ I 8cjiT(n.gonn;t 9jn||IMla fl Bist» link», geiluili fir ittum. TÜnbct I»»4. »tldjtini Sitntug tu l*t. fl I. Der Oekonom «i»<« • nur '■», / •3oufM.h tei; .luü'nrff ' * »■'- Welt i| Kür die ^vonnentc»! 3»n [frrliif ifu:l.'jlt-r: Dii A'.rtnnfcöe von i:ut» Itcfne Pose ci*»» dorren Don z»«ul »eitttUBM. — Aedea Ntatt nur 1 Mark, zzz i> Jfliflf iHnürirlt Faiaiiltll-Akits.'hnfi mit Cmndiirilagra in lijünrtilhndi. Otr Die Ciibltripilanlllflt mit btui Utti:n;iirn crflt« fc«ll »itt H» l«l>nt Bi«(lbia:iifi »It aus Otttrnintn net» in? *-r eet. S»t XUfcmua («r ,.3I:iNrirl«n 21«tt" u,d jnr Xtsoramtf Ui Nibtu Xunft- taunr M W. Blanke, Pettau. lanc». Volk» - Zeillinz, »rgtiilidlt I»7«. Sifitiritit ha I. u. Ift. itbm OloBatl I« Gt.>ei»iI»n|o |o |o |o Unterrichts - Cnrse fUr Erwachsene 8 r a z, II. Bezirk, Mondsohelngasse I, II. Stock. VII. Jahrgang. Lehrplan und Lehrmittel gtnsR »ach der »«(ttrritymttn Dresdner Handel s-A k a d e m i e IN DI»rct»r Oskar Kiemich. Tages- und Abend- Curie. Damm separat »«d Herren separat. Baglnn mit 27. Saptembar. Lehrgegenstände: a) Wechsellehre »ab Weohselrecht. b) Schönschreiben, benifch, last in anb Zierschrist. ej Correapondenz, kanfminnische d) Reohnen, fanfminnische» *) Stenographie. Sabeltbrrger Methabe. f) Buchführung, einfache anb doppelt». g) Sprachen, Utilienisch, franxöaich, englisch. DU ClaaeSrtlkM i.n Mia Uslteli v.n 10—11 Ukr vannlttaae, II. Sei., ft.ltaohalaaaae Sr. 14, Aafpsai Se»<»o»«I^M«e Nr. I, Kl. Iteck, statt, «eiertet ill.a Über. nMtoetkellt wer/ea «M. FUr Wechwilehr* „ Schttnwhreiben „ Curraepondeni >, Rochiwn . ,, Stenographie . „ BuchfOhrung „ It.Urnich , „ Fiajuu U h . „ Engliach . pro Mooat Krnom u. «anmali«. R«<| ilatteu-trtvc Krun* n Z iitmmüo Kronen » — 4.— 11 — l» — 6.— 18.— K.— 4 — lt.— 6.— I.— fl.— 5.— Se- 1».— it.— S4 — 10,— » — 15 — 10.— ».— 15.- 10 — ft — 15 — Bei einviartel- uder halbjähriger Var*«»b«ahlt)M entsprechender Nachla tue 53 e ndrittel l'rncenl von 15 Proocnt, rapac- »»« m » mmuei rructai. Bei Beauch von aSmmtlirhen 0 I.ah'gegenibinden bei moiiallicJiar Vorausbezahlung Kr, 40.— und an lieqnltitenbellraft ein für allem» Kr 80 —, zuummrn Kr. *" —. Bei eisviertrl* cxkr balhjlhfif r V.ira'ebaiahloo* findet obiger N» «litt. Bai Baanch von dn L hrpegmaiinden ad I inclsaire 6, bei monatlich r Vnrsi. Zahlung Kr. 10.— > nd in Reqtii.itenlieltrag Kr. SO.—, luiammen Kr. 40 —. Bai eioTlertel oder halbjlhii|er Vorauib. tahiui g ikid,t obiger Nachlau Hatt. Die Direction Mayr. Allein-Verkauf der beliebten, echten, wasserdichten Kameelb&ar- Tiroler Wettermäntel ausschliesslich nur der besten Qualität der Welt, jede Männergrös» stets lagernd in B Qualitäten 10 fl.. 18 fl., 16 fl. — Zur Erteich' terung des Kaufes gewähren wir sehr günstige Ratenzahlungen nsci Übereinkommen. Wir machen noch die P. T. Kunden betondtn aufmerksam, dass die Qualität, wie Preise jede Concurreu leid übertreffen. £ BRÜDER SLAWITSCH, Pettau, Floriiulplatz. ^mr-1 m mAf mmr i i Offert-Ausschreibung. Die LeichenbestattuugS-Anstalt der Stadt Pettau vergiebt in Offertwege dic Lieferung der Hvlzsärge auf die Dauer von 3 Jahre». T« Offerte sind längstens bis ß. Dctcbcr bei dem Stadtmitte Petlau z« überreichen. Die näheren Bedingungen sind bei dem Stadtamte ju erhebe». EtoW* s m © © l@! m Ö Ü W j@ I® I® l@i »lud« niir lingum, schäumt leicht, lii^lsdii ohn» m naugrtiln und |^»r eisen «ngimhinw 6frudi. (kl unf#rstütxt di« Reinigung ^ der Wäsche in lohnender Weis« durch Ersparnis an Seife und Zait. Beide Wascharhkel sind arhälllich bei: A. Jurza & Söhne, Josef Kasimir, Brüder Mauretter, Josef Ornlg;, Justine Remis, J. Riegelbauer, V. Schulünk in Pettau. Klosterneuburger Mostwagen genau geprüft, mit und ohne Meßcylinder, nach Babo und Wagner, sin vorräthig und billigst zu habe» bei Josef Gspalt, Pettau. 0> Sm. S. Sltnkiaaaa'. l.wa>lnrlM iaWloa, S. (rtAtisrs isk tlases ergtn >iat«iliR« kr« »«I»»« ,,,« <»u,ch »I. p»»I»ar«afi, »»,« P^a»»»ilss,> »rissatttrt »ttKo: Wiener LandWlrthschastliche Zeiwng «rötzte allae«»!»t ilnltrlri« Srltnnt flr Sie »etarnrnte Caabatn^4s(t »ijtuam i»si. ötldinui f(ulB.ii) an» k-ml-g in gli,-T»lia Ga»tjt>its st. IS. vierteljährig . Oesterreichischc Forst-Zeitung. Mloemelnc ifludrinc ZeIIn»a lür ftarfitsirltlAntt nnk «»ltb«nb<(, i>o!iiatuOu»,t OlartiSbrio st- *■ = eralennnisietn aas OerUnica gratis nnk Iran«*. ;=r langer Handinaschine..............fl. 24 — Singer A, hocharmig mit Verschlusskasten........30.— jinger A, hocharmig, deutsches Fabrikat, mit Perlmutter- Kasten und Luxusausstattung...........40.— inger Meditim, mit Verschlusskaaten..........42.— inger Medium, deutsches Fabrikat...........60.— inger Titania, gross«, für Schneider..........50.— inger Titania. grosse, für Schneider, deutsches Fabrikat „ ßO.— feOtf & Wilson, Berliner Fabrikat, beste Nähmaschine für Wei88nftherei..................42.— Howe C für Schneider und Schuster.........fl. 42.— Beste deutsche Ringschiffchen für Familien......„ 60.— Beste deutsche Ringschiftchen f. Schneider u. Schuster „ 75.— Beste Cylinder-Elastik f. Schuster m. längst Arm und kleinst. Kopf, ringsherum transport., au( Bockgestell „ 85.— r«hl.|.lll«|. lod.lt IW7, an d«r nibmaeekla»«- »< Fahrrt««r-Fakrlk- ranrrauor, AetiM-OMoiiMhan. Axruaat m*im runui. Elegantes Tourenrad..............fl. 150.— Sehr elegantes Halbrennrad.............170.— Hochelegantes Halbrennrad......„ 180.— Fahr- Unterricht gratis. Wir machen die P. T. Kunden auf die notirten Preise besonders aufmerksam, indem die Preise der anerkannten, beliebten Fabrikate jede Concurrenz leicht übertreffen. Verkaufslocal und llejmraturtcerkaiütte im Hause des Herrn Josef Hlubek, Färbergasse. Sämmtliche angeführten Sorten sind stets lagernd. — Preise netto Cassa. — Preise auf Raten nach Übereinkommen. T. W. S. * DampfcSi Du B»d im Hau» tat du tut Ist Mittel, um den gr< «»rn (ietal rcn. welch« au« der Voinachtkaalgung Iea KOrpera geg. n alle Krkkltung»- und Fiaberkrankhritm «nd »uralt auch pg* gegen »II« Epidemien von gronsfr Wichtigkeit »Indt Om Triumph-Wiegenbad Schauke n >ind aber auch für Jadta Hauekalt «la »»«»-«akutaa Bade-Apparate, denn 1. bMnepru. han »je «ehr wenig Wa-«er — 2 Ilaier gaeig«» »ekoa ta »leern WtlltitHO { f. »le einl bucht und handlich — laltil »•»« »etiweche Paeaaa kann ala apIalaM aatlaaraa «nd traaapartlaraa; I. nehmen »1« la t keinen Platt ein — »I» wardt« »tafMk aa «la Waa« gabt« Di» Triumph imph^vEecen denn dar Hu [enbad-Bchaukeln »ind tu« einer aa»«rwl*tlloh«ai Daaerfcaftlgkalt umpl iat aa, «la«« Stack getert gt and lotolgedexnu «akr billig flrftege und Frei«« dar Triumph-Wleqenbnd-Schnukeln: Nr . 0 I I 8 4 & Länge: 1 Triumph-Wiegenbad Schaukel k i.tet: 1 Sohwiu-Eiiv ichtong dazu koetet: tlJ_ 160 » U - IS IM M I« 171 181 188 an. 88 SO 38 Golden lt 1» 1» • D» Praiee rer-tehen «ich eiruchliatalkh Kracht und Emballage, al»? «ha« weiter« t««»en I Zu beziehen duroh jedei beetere Spengler-, Heue- u. KUohenqerMthe-*4er Elaenwaren-flceohift; wenn nicht erhältlich, direct durch die Erste Österreich -ungarische Blech- u. Lackirwarenfabrik JOSEF KUTZER in PRAG-SMICHOW. (Veraandt gegen Nachnahme oder vorherig« Ca**a.) I Uu.tr irir (VufKt« und iVeieUefrit gratis nnd fr«im Palentirt In faat allen Culturitaatan! Vor Nachahmungen wird gewarnt! ki Anfrage und (Stellungen wird gebeten, auf diese* Blatt Bezug zu nehmen. B Ines mit den hüchatin Preisen prlmiirtea 1 Thomas-Phosphatmehl aus icti böhmische» nnb deutschen Thomasiverkeo ist das wirksamste u. billigste phosphorsiiure-Vungemittel. Garanlitter GeHall von 13—17 perzent cilrallöslicher Phosphorlaure nnd 85—100 peyeat Feinmrhl. Für alle Bodenarten. Jur *«r arten, i Hopfen« vorzüglich geeignet. Übertrifft mit Rücksicht aus nachhaltige Wirkung alle Superphotphate. Etwa fehlende« Quantum an citratlöölicher PhoSphorsture wird rückvergütet. PreiSanstellungen, Fachschriften und jede gewünschte Auf« Mrung stehen zu Diensten. Anfragen und Bestellungen sind zu richten an da» Phosphatmehl-Verkaufs-Bureau der böhmischen Thomas werke in Prag, Marlangassa Mr. II« Lager: Landwirtschaftlicher Verein, Pettau. Bnchhandlnngs-I«elirllmg aus gutem Hause, der deutschen und slovenischen Sprache kundig, mit Zeugnissen der unteren Classen einer Mittelschule oder einer Bürgerschule, wird sofort ausgenommen in der Buch- und Papierhandlung W. Blanke In Pattau. >, !h. a. llo e zi. r ei Damen-ijemdcu K!n»« kr. Damen - Gla^i - Hand- frtiiih» lo »ll«n Farben, Irüher lUJUIlt |.n, jiuitifl) kr. damen Zwirnhandschuhe, •chwurx oder flrbi«, früher 30 kr.. Jetzt nur IS kr. 1 Lt. «raftleinwand^,?. früher li. 8.60, Jetxt nur fl. J.IS. 131. «ilheMÄWS früher I. *.40, Jetit nur fl »M. 1 Lt. Settqradl wate. i«. nur IS kr. Jetzt w«Im, eue ■terkem nur II I M. Herren hemden, " Chiffon, früher (1.1 60, Jrtit Herren Hemden, oder reich geatickter Bruet, früher > SSO. jaurt nur II. 1.4«. beetem , JeUt nur SS kr. ohne kr. Herrrn-Unlerhosen Kreft Orudl, frh. tt. 1.90, JeUt nur U Herren-IZäger-Htmde«.h Krugen, früher *6 kr., Jetxt nur 41 Herren-Tonristen "'^.7- »l»u o. guetr,, fr. n. 1.60, Jetit 79 |,r Herren-Taschentücher. flrlilg, per DuU. fr. Q. 160 > ttkr HerreaSrägen,'^'^ Dutxd. früher n. 1 *0, Jetxt nur «| kr Herren-Manchetten^W per elnvtertel Dalxend früher II. 1 w>' Jetxt nur 69 kr. Herren-Aocken, — JeUt nur I» kr. ■MA, oornpletl SO Ellen, früher 1. lt.—, Jetst eur fl. 1.75. 1 St. Chiffon Ä« « lt.—, jMxt nur II. «.71. Nur so lange der Vorrath reloht im „Hundsthurmer Waarenhaus", Wien, V. Bezirk, Hundsthurmerstrasse Nr. 135. Provinz-Aufträg-e werden per Postnachnahme ausgeführt. kr., !®J !®l I®! I@l I®! I©! I® m l® l@l I®! Ü m Allein-Verkauf «Irr beliebten, eclileu, wasserdichten Kameclliaatv Tiroler Wettermäntel ausschliesslich mir der beaten Qualität der Welt, jede Mftnnergrtkse stets lugertnl in ;l Qualitäten 10 fl.. 1H fl., 16 fl. — Zur Ertfieh-Irrung Hos Kaufe* gewähren wir »ehr günstige Ratenzahlungen nach Lberetnkouniien. Wir machen noch die P. T. Kunden besonders aufmerksam. BRÜDER SLAWITSCH, Pettau, Florianlplili I i EöW? * m erwasent litch whr lanjMm, »däumt ladil, lidlt die Wische ohne sie enzugreifm und Heih>] Ihr einen in^rnahmen Geruch. unterstütz! die Reinigung der Wische in lohnender Weise durch Ersparnis «n Seife und ZaeK Beide Wascharhkel sind erhältlich bei: A. Jur^n & Sühne, Josef Kasimir, Brüder Mauretter, Josef Ornip, Justine Remiz, J. Riegelbauer, V. Schulfink in Pettau. A. F. Hickl, Pettau empfiehlt sein gut sortirtes Lager an fertigen Wiener Herren- und Knaben-Kleidern, sowie Wintar-Überziehern und besonders seine echten, wasserdichten Wettermäntel zu fl. 10.50. Klosterneuburger Mostwagen, genau geprüft, mit und ohne Meßcylinder, nach Babo und Wagner, sind vorräthig und billigst zu haben bei Josef Gspaltl, Pettau. o )o )o |o jo |o |o |o |o |o |o |o |o |ü |o | gttonf4«nt, riht nsrt>t|$r Bettfedern. tSIr lMTfrnbra loBfiet. gtgnt «ach». ()rbe4 brUfMjt Onetibtn) «Ute neue vettfrdern ».r nt». f. 60 «lt.. 80 un.. 1«?. 1«. 25 etj un» 1 ». 40 «it i A«tne krtma Valtdauneu 1 «. 60«tt.un» 1 er. 80wt.i Polar •söcrnj tialbwrltz 2«. vettz 2 m ZV»«». un» 2 «. 50«fgj CiUeriveikeBettfedernA« Am 50 vu. I 6 W.| fttiwr, Echt djittciifrtje WmiJ#«ttnflt (ie»t rouwiiit) 2 n. 5p vt,. und 3 M i echt oorvtiche Polarvaiiiien mir 4n, 5m ««patfunj »u* »ojint» rirl't. — det Bciräjm »on «Infrr'lcnt 76 R. 6 *L Kasatt «ichlatJüHrndft irwiwiaiB« lurüif|i«noinmtit. Fecher & Co. in Herford t« v°s>'°l«>i. v«ai>tw»>Ilickrr «dtcifilriirr: Iofcs {Ulenrr. Druck und Rrrlog: W. Blankr. Pettoa.