Lmlmchcr^Mtllng. 3lt. Z.?^ si. ,,. ho.bj.fi. 5.5<». Mr d!5/<..ß5U«nn .„«H««, ^Vl)l!^M >^ ^l zu ernennen geruht. Der Mmister des Innern hat den Polizciacluar ^nlllii Abramoolch zum Polizeicommissär in Trieft ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der licllajsungöclub bcs Üsterreichischtn Abgeordnelcnhauscs Hal in seiner am ll». d. abgehaltenen Sitzung nachfolgende Slalulen an» genommen - Eingang: Die unterzeichneten Abgeordneten begründen hllmil den Club der Vclfassungsparlei und vcr-pflichten sich durch ihre Unterschrift, ihr verhalten im 0lub und ,m Hause m Gcmaßhcit der nachfolgenden Clubstaluten zu rcgcln. t< 1. Dcr Club wählt in der Cluboersammlung jedes Monats ein Bureau, bestehend aus einem Obmann, einem Obmann-Vlellvcrlreler und vier Schnst-suhrern. Der Obmann hat die PfUchl, die Sitzungen des Club« emzulierufen und die Verhandlungen zu lc,ten. Die Schrifljuhrer haben die Pflicht, die Beschlüsse dlS Klubs zu Prolololi zu liringenl Oas Bureau hat die 21tll, le.lun« der Clulibcfchli.,se an allc M.lgl.cder. sowic die M, lhc.lung der zur Bcliisscnlllchung qcc.gnclen Clubverhandlungen und Beschluss« an die Journale zu veranlassen und die etwa nolhlgcn sonstlgcn Schrljl. stücke zu besorgen. Es hat bis zur nächsten Neuwahl zu sungircn. tz ^. Wenn ein Abgeordneter nach Gründung des Clubs dcmlclbcn bcilrclcn will. muß seine Ausnahme von einem Clubmltgllcde vorgeschlagen und von der ab-jolulcn Majorität c>ncr iln Sione dcs ^ l bcschluh« fähigen Clubversammlung »u geheimer Abstlnnuung angenommen werden. Der AuSlillt aus dcm Club ist dem Obmann! schlljlllch anzuzeigen. Ueber Beschluß der Mitgliederversammlung hat dcr Obmann Mitglieder dcr Regierung, die nichl Clubnnl. glildcr sind, zur Theilnahme an einer oder mehreren Clubsitzungln einzuladm. Dieselben habcn dann das Rcchl, an dcn Bcralhungcn. n,chl aber an dcn Abstimmungen thcilzunchmcn. t^ .'^. Vor jeder wichtigen Sitzung des Nbgeordne. lenhause«, uno wenigsten« emmal ,u j^der Woche wäh lend der Z«>t, wo das Hau« lagt. Hal eine Clubsitzung slaltzuslndtn. Der Obmann ist oc»pstichlct. eine Club-litzung einzuberufen, wenn mindesten« zehn Mitglieder dlce verlangen. 8 i. Zu bindenden Beschlüssen im Sinne del titz ^.';'i, 7 l,l dil Anwesenheit von mindestm« dc' Hüllte der Anzahl läinmlllcher Klubmitglieder nothwe» dlg. Cin« Abstimmung bei geringercr Anzahl der an« wtsenoen Clubmilglleder hat leine verbindende Kraft. tz -'. ^edlS Clubmilglitd ist verpfllchlel, bti Wah« ^______________________^___________.^ len aus dem ganzen Hause für die aus dcr Probewahl hervorgegangenen Clubcandidalen zu stimmen. tz dolph Gras Dubsly, Nilolans Dumba. Dr. MaxCol-bachcr, Joseph Freiherr Cichtz,ft. Ctzrisl'an «ltter d'El. verl, Dr. Igna; v. Figuly. Iosrph Fürtl,. Johann Fux, Dr. Karl Gislra. Jullu« Gomperz. Dr. Franz Groß, Rudolph Freihcrr Halclberg, Dr. Herman Hall» wich, Dr. Ferdinand Hanisch, Johann G. Hasllngleh» ner, Dr. Cd. Hcrbst. Georg Hufcher, Dr. Nmdro« Ja« nowsli, Gabrlcl Jesscrnigg, Dr. Ignaz Kaiser, Gcla Graf Kalnoly, Dr. Franz Keil. Karl Freiherr Klcl-mannscgg. Christian Graf Kmssy, Ol. Franz Klier. Dr. Alfred Knoll, Anton ssochano»«l>. Anton Kynwa. lln, Mlif Fllihcrr Kübel, Dr. ^gnaz Kuranda, Huao Graf Vambcrg, Joseph ^ar, Fried. Rlncr ^eitc, ' Alfred ^cnz. ?lnlon Vcydold. Joseph ^lcbl, ^'ipp. Franz Rillcr Mayrhoser, Leopold v. Mende, Dr. Maf Mcngcr, Dr. Franz Müller, Wenzil Neumann. Cduard Obcrlcilhner, «lbcrl Ritter Panz, Johann Paul Pauer. Dr. Heinrich o. "7 ?r. itarl Pictcrl. Her» mann Frcihcrr PillcrSloi , Freiherr Pino, Dr. Ignaz o. Plen«. Dr. Karl Rechbaucr, Albert «ldl-Hammer. Karl Reulter. Valerius Rülcr. Mo,iz Rohr mann. Or. Victor Ruß, Dr. Wilhelm Schaup. Anton Schönbach, Franz Schürcr. Konrad Scidl. Camillo Graf Slarhcmberg, Dr. Bruno Steinbrlchcr, Friedrich Graf Slockau, Dr. Karl van der Ktraß. Gustav Freiherr Sullner, Jalob Svz, Hyazinlh Graf Thurn, Karl Freiherr Tint,. Johann Tomanet. Conslanlin Tomaez-czul. Dr. Nnlon Waldert, vr, «ugust Wccbcr. Or. Johann Wcgschcider. ftranz Wickhoff, Karl Wel5 Abzcllrdnellnhaufts. Wien. l ', Jünnss. Pläsidcnt R. v. Hovjcn llöffnct dic Sitzung um l l Uhr .',() Min. Aus dcr Minislcrdal'l.- Se. Durchlaucht dcr Herr Miliistclpiüjidclil Fürst Adolf Auersperg. Ihre . die Aushebung dcr Rccrutcnconlingenle für das Jahr !672. Hierauf folgt eine lurze Unterbrechung behxf« Vor» nähme des Srruliniums. Für dic Wahl in dci, eisten Tlusschllh wniden l(»7 Slimmjtlle! al'gcacbcn. Gewühlt wurden. Anlonielti, Vidul'ch, Vojnooil. Czcrlawsli, van der Straß, Hanijch, Keil, Sttinbrcchcr, Müller. Als in dcn zweiten »usschuh gewählt erscheinen -D'Clvcrl. Pfciscs. Menbc. Mcnger, Wegschcider. Zaillner. Blihfcld. Dumbo, Kn«U; endlich in dcn dritten Aus» scduh. (lcs„l. >/>opo1t». Hactelbcrg. Kinsli, Scidl, Starhemberg. Lmolla, Flguly, Schürcr. 4 ^icssoren an dem vom Staate erhaltenen technischen Hochschulen, an der Handel«- und nautischen Akademie in Trieft nnd an der« übrigen naulischcn Schulen über Antrag dc? A^ v, Pcrqcr dcin Finanzausschüsse zu» ge»icjcn. Der Oesetzcntwllls betreffend die Orsauisirung des Wiener PoltUcchmcums' der lVescdcnlwurf zur «heil» weis' i und - '" «timmungen dcs «etzts vol. »liner der Glsltzcntwurj betreffend d,c Bljuiqüng dc« Religions-unterrich'ls u, den Kffenllichin Volls- und Mittelschulen und den ttost.liainwnno fnr dcnselbcn; dann der Gcsetz' enlwuls m Beliefs der Nlnechniinq dcr an cincm Poly» lcchnicum zugcbsachlcn Di^nst^tt b'un Nrftlrlstttc on einc Univcrfilal; endlich ^ .nd >ie Rcgelnnq bcr Bezüge dcs >.^,. ^,,.,» .. «., l.cl, wil dcn staatlichen ^chrerbildungAanflallln v:rbundenen. au« Slaal«millcln erhaltenen Ucl'lll'gsichulen: werden über «nlrug des «bg. Dr. Ruh tlncm au« dem ganzen Hauje zu wählenden Ausschüsse von !-'> M'la'iedern z»l^cw,cscn. Der Gcjctzentwurs btlr,fslnl> b'e Vrilc,. hun« von «nftllluna.cn im öffentlichen D'enslc an aus. a,cd.c„tc Untcrosficitsc aclanat über Aiitrall. dc« Ubze-lirdnetcn Dr Walbert an llnen bc,ondcren. aus dem aan«n Hanjc ,u wählmden i'lu'sctmß "on !' Mitglil' ^sn <5^,!.^ wct^n dic Gcsctzsl,l»,i!ijt über dk Voll« ^ifhuna cn ,n C'nzelhasl die nnd«' rufllche ^.n<...,'> >, ^. ^lräjlingc nnd die Veftellung r»o„ ftül'dialn Strafvollzugslommissionen über Nnlrag dcs «t»^. Dr. o. Pergtl tlncm au« dcm yarizcn Hause zu wählenden Ausschussc von '.< Milglildern zugewiesen. In bcn Nusschuh »ur Vorberalhun, d«s «e,i«' runnsoorlaqc ' s ^ sttllung von ausge? dienten Unlc: 'üähll! D' Hlocrl, Konvalina, Mayrhojel. ^ >r. Waldert. Wez. ^cheiber. Venz, Seidl, Vad^ .. ^. .ch in den «u«schuh zur Vorberalhung der drei Iuslizvorlagcn erscheinen ,<ß 11s gewühlt: Edlbacher. Knoll. Ruß, Pauer. Schürer, Steinbrecher. Tomaszczul, Iasin«ly, Weed«. Schließlich folgen Wahlberichte de« Legitimations« ausschufseS über die im Königreiche Böhmen vorgcnom-menen Wahlen; dieselben werden ohne Debatte genehmigt. Schluß der Sitzung 1 Uhr. Nüchsle Sitzung Dinstag I I Uhr. Politische Uebersicht. lsaibach, 21. Jänner. Die ..Indepenoance belge" erblickt in der Ernen» nung des Freiherrn o. Holzgethan zum Reichsfinanz-minister einen neuen Beweis des Vertrauens, das Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph ..in diesen hochge« stellten Beamten setze, der Beweise großer finanzieller Befähigung und pollllschcr Gesinnung gegeben habe." Die Wiener Presse beschäftigt vorwiegend das neueste Stadium, in welches die ungarlsH«croa-tische Angelegenheit getreten ist. Die „Deutsche Feltung" sprlcht dle Meinung auS, daß die jüngsten Meldungen aus Pest die Möglichkeit eines glücklichen Erfolges der Ausglelchsoerhandlungen noch immer offen hlelten, dle Hoffnung auf einen solchen aber schon um dessentwlllcn mcyl aufgegeben werden dürfte, we,l der Ausgleich zwischen Partelen verhandelt werde, die einen gemeinsamen AuSgangspunll. den des bestehenden Gesetzes hatten. Politisch möglich sei alles, was auf die geicylichc Umbildung eincs zwischen den dissentirenden Parteien in voller Geltung und «rast ausrechlslehcnden Gesetzes hlnauslaust. Das ..Fremdenblatt" conslatirt den guten Willen der Ungarn, den Ausgleich mit Kroatien zu Stande zu bringen, auch werde von ungarischer Seile d« croatische Frage sicherlich nicht mehr aus dem Auge gelassen weld.n. Dcr Regierung stehe der Appell von den Wortführern an das Voll zu Gebote. D,e nationalen Ultras würden aus der parlamentarischen Arena durch Neuwahlen beseitigt werden. Die Wege. welche jetzt die innere Polltit in dcn diesseitigen Königreichen und Mündern wandle, die volle VerfassungSmäßigteit der Action des Ministeriums Aucrsperg würden hiebei der ungarischen Sache sicherlich zustattenlommen. Die „Tages« presse" greift nun an leitender Stelle auf den Passus der Allerhöchsten Thronrede zurück, welcher die Verbesserung der materiellen Lage dcr niederen katholischen Geistlichkeit bezweckt, um der Ueberzeugung Auedruck zu geben, daß der niedere LleruS «rmerllch hoch erfreut sein würde, wenn Regierung und Reichsralh jeinc nicht ganz freiwilligen Resignationen ignoriren und die Verbesserung seiner materiellen ^age ernstlich ins Auge fassen würden. Auch die Pester Oppositioiis-Blätler wenden sich gegen die croalische Nallonal«Partei. „Hon" sagt, man dürfe die Unionisten der National-Partei nicht prelsgeben. „Ellenör" sagt: Wenn die Regierung gegenüber der Maßlosigkeit der Nationalen mit der constltutionellen und glsehlichen Macht auftritt, werde sie von allen Patrioten unlcrstüfft werden. Am 1^'. d. sand unter Vorsitz des lünigl. ungarischen Ministerpräsidenten Lonyay die bereit« in Aus» sicht gestellte Conferenz in Angelegenheit der Linien Temesvar-Orsooa und Kitinda-Pancsova statt, an welcher außer dcn Ministern des Handel«, der Communication und der Finanzen die von uns bereits erwähnten Vertreter der Slaatsbahn und der Theihbahn theilnahmcn. Wie wir aus verläßlicher Duelle erfahren, »urde zwischen den b«»den Gesellschaften ein Ausgleich zu Stande gebracht. - Das vom Dealclub zur Die« cutirung des Wahlgesetz-Entwurfes eingesetzte 18« Eomil6 hielt am 17. d. seine erst« Sitzung. Vor Allem wurde, wie „P. N." berichtet, der Entwurf einer aUgememen Berathung unterzogen. Allgemein wurde betont, daß der Wahlzensus, wie er in den 4^er Ge« sehen geregelt ist, mtacl zu belassen sei und daß nur bezüglich Siebenbürgen« die «endermig Platz zu gleisen hülle, wonach das Wahlrecht der Honoratioren m den Üomitaten anerkannt wurde. — len Kern des vom 25«r Eomil^ dem Club der Tinten unterbreiteten Gutachten« bezüglich der Parleiorganisirung im ganzen Lande, bildet nach „Ell." der in der letzten Clublonserenz zum Beschluß erhobene Antrag, am 20. Februar eine Oeueraloersam.nlung abzubalten und die Partei im ganzen Lande aufzufordern, für diese Versammlung Bevollmächtigte zu wühlen und nach Pest zu senden, wovon die Parteigenossen in sämmtlichen Eo-mitat«. und städtischen Wahlkreisen zu verständigen wären. Die Budget» Commission in Berlin berieth am 17. d. Abend« den Gesetzentwurf betreffs dcr Ver« Wendung der 1872 für Preußen flüssig werdenden Sleuer.Eredite zur Tilgung der StaatS-Rentenschuld Die Regierung hat aus «ine diesfällige Frage schriftlich, erwidert, sie werde wegen der Verwendung der vom Reiche zu Leihhilsen an Landwehrleute und Reservisten «verwiesenen Summen den Landlage einen Rechenschaft«« bericht vorlegen. Jene Summen bedürften emer kleinen Ergänzung, wofür sie die Mittel au« dem Haupl. Eflra«Ordlnarium zu entnehmen beabsichtigte. Der Ersatz für Kritgslelstungen der Communen sei Rcichssache. Da der Landtag die Regierung zu Ru«gaden nicht zwingen l«mn, so würd« troß kr unbefriedigenden srllürunß die Zustimmung beschlossen. Die „National. Zeitung" schreibt: Oer König hat am !« d. Abends die Ent< lassung des Kultusministers vollzogen; er behielt sich vor, von den Diensten des Minister« später noch Gebrauch zu machen. Die Ernennung eine« Nachfolgers stehe noch au«. Die französische Regierung hat in der Sitzung der Nationalversammlung vom 18. d. aus Discussion der Ruhmaler ial - Steuerfra a.« gedrungen. Die in denfüdlichen Departements von den Gegnern desRegierungs« Projectes provocirten ^villre-Manifestationen und De» monstrationen dauern fort. Ein Circular des französischen Minister« des Innern an die Präfccten eröffnet denselben, daß von den für die Entschädigung dcr von dem Kriege heimgesuchten Departement« bewilligten hundert Millionen m>t Rücksicht auf die Bedrängnisse des Staatsschätze« einstweilen nur 20 Millionen zur Verlheilung gelangen könnten, der Rest aber erst in vier Raten von zwei zu zwei Monaten verfügbar sein werde. Die Präfecten sollten daher die Berechtigten je nach Maßgabe der Dringlichkeit ihre« Bedürfnisses in fünf Kategorien theilen und zunächst nur die Allerbedürfligsten befriedigen. Der König unterzeichnete am ltt. d. in Rom den neuen Plan der Regulirung der Marine. Die Handelsmarine erhält eine eigene Direction. Der Ma« lmeminisler befahl die sofortige Inangriffnahme der Befestigung von Elba, Sardinien und Sicilien. Dr „Russische Regierungsbote" bringt in seiner Nummer vom l. sl^.) d. M. eine Ueberschau der Ereignisse des angelaufenen Jahres; es werde in dcn Annalen der Menschheit einen hervorragenden Platz einnehmen, denn es habe inmitten eine« blutigen Kriege« begonnen und inmitten der Segnungen des Friedens geendigt. Nach diesen Eingangsworten werden die markantesten Gegebenheiten, wie sie in der bezeichneten Zeitfrist in beiden Hemisphären zu Tage getreten, kurz signalisirt; von Frankreich heißt es, daß ihm Ruhe und Sammlung nolhthue. um dereinst wieder die frühere Stellung unter den europäischen Staaten einnehmen zu können; es wird ferner die Genugthuung hervorgehoben, welche Rußland in den Londoner Konferenzen anläßlich dcr ..Frage des Schwarzen Meeres" zu Theil gcwor« den, und bli diesem Anlasse darauf hingewiesen, daß aller Orten und so auch in Oesterreich die öffentliche Meinung und die Presse sich weit günstiger über die Tendenzen Rußland« aussprechen, als es im Beginn des Jahres 157! der Fall gewesen. Da« officielle Blatt conslatirt ferner, d lassen. H ^ lautet: Z»r unentgeltlichen Erlheilung de« Religionsunterrichtes an Mittelschulen sind die Religion«. Genossenschaften nicht verpflichtet. Für jede Confession, welcher nach einem dreijährigen Durchschnitte wenigsten« ein Drittheil der gesammten Schülerzahl angehört, ist entweder «in Vleligi«n, jedoch in jedem Falle mit der betreffenden confcssionellen Ober» behörde das Einvernehmen zu pflegen und als Religions' lehrer nur ein solcher Bewerber anzustellen, welchen die betreffende confcsftonelle Oberbehörde als hiezu besähigl erklärt hat. Zur Civilproccßordnung. Der Ausschuh dcr niederösterreichischen Aovocaten« Kammer hat beschlossen, bei dem Bestände der gegen« wärligen Gerichtsordnung ein Proceßverfab/cli an» zuregen, welches sich in den meisten auswärtigen Slaa» ten bewährte und nach seiner Ansicht auch m Oesterreich bei Einführung der neuen Elvilproceß«Ordnung eingeführt werdcn sollte, nämlich die Instruction des Processes durch die Adoocalen ohne Intervention dcr Gerichte und die Mittheilung der Acten von Hand zu Hand. E« werden diesfall« den Kammernntgliedern nachstehende Vorschlüge gemacht: 1. Die Klage wäre bei Gericht zu überreichen und in derselben auch dann, wenn sich der Gegenstand zum schriftlichen Verfahren eignet, die Einleitung des mündlichen Verfahrens zu beantragen. ^. Wendel sich der Geklagte an einen Aooocaten, fo hätte Letzlerer dem Vertreter des Klägers die Uebernahme der Verlretuug unter Mittheilung einer Vollmachte - Abschrift sogleich anzu zeigen und sich mit ihm über die Fristen zu einigen, innerhalb welcher das Excipiendum, Replicandum u»d Duplicandum außergerichtlich communicirt werden sollen. Ueber diese Mittheilung der Vertretung«. Uebernahme und über die Vereinbarung dieser Fristen wäre eine Be« schciniglmg zu ertheilen; die bei Gericht über die Klage angeordnete Tagsatzung wäre jedoch nur in dem äalle zu verrichten, wenn einer der beiden Theile ein recht« liches Interesse daran hat, daß die Tagsatzung oerrlchlet werde. 3. Die Mittheilung dcr Proceßreden erfolgt von Hand zu Hand gegen Bescheinigung. . Die Recognos« cirung der Beilagen soll innerhalb dcr gesetzlichen Frist außergerichtlich geschehen u»d eine schriftliche Erllärung erledigt werden. <>. Sobald alle Procehreden gegenseitig mitgetheilt sind, suchen beide Theile einocrständllch um Neassumirung der Tagsatzung an, bei welcher die in Form von Protokollen gewechselten Reden und Acten zum Spruche eingelegt werden. 7. Nach diesen Grund» sahen sind auch summarische Processe und Nebenstreitig' kellen über die Einwendung der Inkompetenz, über den Rückellag der Klage und die Sicherslellung der Gerichts losten :c. zu behandeln. «. Im Rechnungsprocesse und nach Schöpfung de« erstrichtcrlichen Urlheile« in den übrigen Processen hätte e« bei dem gewöhnlichen Ver» fahren zu verbleiben, doch wird der Wunsch ausaesvro« chen, daß Flislerwtiterungen nur au« höchst wichtigen Gründen angesucht werden. Weltausstellung 1873. Vom hoben Präsidium der kaiserlichen Wcltaus« stellung«commission wurde da« Specialprogramm sür die Beiträge zur Geschichte der Preise (adbiliontlle Ausstellung Nr. 5.) ve,sendet, welchem wir Nachstehen, de« entnehmen: „DaS Gesetz, nach welchem der Preis einer Waare sich regelt, ist in seiner Fassuna bekanntlich eine« der einfachsten, nach dem ihm zu Grunde liegenden Ele« menlen aber eine« der verwickellslen der Vollmilch« schaflslehre. Al5 numerischer Ausdruck de« Marllwcrches, lediglich da« Ergebniß dc« Verhältnisse« nur zweier Größen, deren jede durch eine Reihe von Elementen beeinflußt wird, erscheint der Preis thalsächlich alv die Resultlrende von sehr vielen, nach entgegengesetzten Rich« tungen wirkenden Kräften. Wer könnte angesichts dessen den an sich trockenen, scheinbar irchiltsarmen Zahlen, in welchen uns die wirthschastlichen Güter bei ihrem Erscheinen im Verkehr entstegliitreten, eine liefe cullurhistorische Bedeutung ab-sprechen? Es ist daher erklärlich, daß die Geschichte des Preises einzelner Bertehrsgüler. d. h. eine begründete und streng kritische Prüfung de« wechselnden Preisstandes der wichtigsten Vedarfsobjecle. ein hohe« Interesse zu erregen^vermag und daß eine Wellan«stellung. wllche chren Schwelpunkt in die Betonung des instruclioen Element« verlegt, gerade diese« Thema in den Dar' stellungslrei« zu ziehen sich sehr versucht fühlen muß. So leicht e« aber fällt, die Bildung diefer Gruppe zu rechtfertigen, so schwer wird e« dagegen, die «"' ordnung und die Durchführung dieser addilionellei, Aus stellung zu bestimmen, die Objecte zu bezeichnen, welche ____________________________________________.^ 1 l7 thru, Inhalt bilden sollen, und die Quellen anzugeben, aus welchen geschöpft werden soll. Kein Gegenstand für sich allein bietet un« den Hall. den un« z. V. die pflanze zur Vergleichung der llunatischen Berhältnisfe von Jetzt und Einst oder ;ur Beurtheilung des iHlnsluss«.« der verschiedenen Greiten bietet. Dennoch kann und darf der Persuch nicht fallen gelassen werden. läin Maßstab, der zwar nicht jeden Irrthum ausschließt, aber doch eine hohe Wahrscheinlichkeit gestattet, dürfte sich aus der ^omdmallmi lmhrcre lölemcnte ergeben, und zwar aus dcm Preise des bezüglichen Arti» lels, dem Ourchschnitlslohne einer gewissen mittleren Leistung materieller Natur und dem Preise der oorwic« senden Brotfrucht. Diese Combination zeigt die jewei« lige Kauflraft deS OcldcS und legt uns, waS noch hoher anzuschlagen ist, die sociale Veoeutung des Prei« les dar. ltine nicht geringere Wichtigkeit wie die Frage des Maßstabe« hat jene, ob die Preise, selbstverständlich derselben Gegenstände, räumlich oder zeilllch zu vcrglci-chtn seien. Die Darstellung des Nebeneinander gestaltet sich offenbar zu einem Veitrüge zur läulturstatislit, jene des Nacheinander zu einem solchen zur Cullurgeschichtc. Unzweifelhaft erscheinen beide Darstellungen gleich inter» tssant, gleich inhaltsvoll und lehrreich. Wird uns durch jene ein Einblick in die wirthschafllichen Zustände der verschiedenen Staaten der Jetztzeit eröffnet, so entrollt diese ein Vild der Entwicklung desselben Gemein« Wesens. wird jedoch berücksichtigt, daß die Weltausstellung ihren Inhalt vorwiegend der Gegenwart entnimmt, daß namentlich eine der Darstellung des Welthandels gewidmete addilionelle Ausstellung mit ihren graphischen ".illi lull,, die Preisstände der den großen Verkehr bc« lebenden Arlilel vergleichend vorzuführen sich zur Aus. gabc macht; so wird man eS für wichtig genug hallen, das nur in oereinzcltcn Gruppen berücksichtigte hlstori» sche Moment auch hier thunlichst zu betonen, (is sollen demnach den Gegenstand dieser additionellen Äusstclluna bilden: 1. die Preisangabe der für den Bclkehr des be« treffenden Bandes wichtigsten Artikel in verschiedenen, in ihrem Ausgangspunkte lhunlich weit zurückgehenden Heil. räumen, ausgedrückt in Geld; 2. die ilngabe der gleichzeltig bestandenen Lohnhöhe, und zwar sür materielle Dlensle, welche ein gelinge« Maß geistiger Kraft erfordern und das durchschnillllche PWsche Kraflmaß de^ erwachsenen Mannes n«cht über° lltlgen; 3. die Angabe deS Preises der im gleichen Zeit» laume meist verbrauchten Vrotfrucht; 4. die Anführung schriftlicher lilklürungen der von l bis ausschließlich 7. angeführten Daten und des Grün« des ihrer Btlanderung. Im ersteren Falle werden natürlich die Productions-, Transports« und lionsumtionsoerhältnifsc und die Handelspolitik, im zweiten FaUe die wichtigsten so« cialen Erscheinungen, dle politischen Veränderungen, die ie gewerberechtliche Gesetzgebung die wichtigsten Erllürung«. gründe zu bilden haben. Au« ber Natur oeffen, was in den Inhalt dieser SpecialauSstellung gezogen werden soll, erhellt die un. bedingte Nothwendigkeit der Mtwiilung von möglichst vielen Männern der Wissenschaft. Da« hohe Interesse, das gerade dieser Theil zu bieten vermag, und der Um> stand, daß hierdurch dasjenige. waS Forfcher in Vüchern niederlegten, gemeinverständlich gemacht wird, so daß dem Bolle ein Hmbllck in ein scheinbar willlülliches, dennoch aber strengen Gesetzen gehorchendes Gebiet der zUollswillhschllsl eröffnet wird. berechtigt zur Hoffnung, daß auch dielt«, Theile der »usslellun, da» internationale Zusammenwltlcn zugulclommen werde, welche« zum Gelingen derselben überhaupt nothwendig ist. Das Autorrecht an diesen, wie nicht geleugnet werden soll, schwierigen, aber sicherlich höchst verdienst, vollen Darstellungen wird durch Angabe des Namen« des Verfassers und all der von demselben gewünschten Daten auf dem NuSstcllungsobjecle und im Kataloge zur Geltung gebracht werden." Von der Türkei und ihren Dependenzen hat, wie schon aus früheren Verichten hervorgegangen, die Aus' stellung eine Betheiligung zu erwarten, welche der hohen Vedeutung entspricht, dle man schon im voraus der orientalischen Abtheilung der Exposition beimißt. Ganz besondere Vorgsalt wird nun, den neuesten Meldungen zufolge, von der Pforte auf die Darstellung oiienlali» scher Vaudtnlmale lm Parte gelegt. So soll die schon einmal erwähnte Fontaine Sultan Nchmed lll., eines der schönsten Denkmale tüllischer Baukunst, in Origi-nalgtilß« und zwar in einer Weise hergestellt werden, daß dieses monumentale Gauwerl dauernd sür W,en er« hallen bleibe. An die Fontaine sollen sich andele Muster, stücke türkischer Baukunst, ein biirgerliches Wohnhan« »it einem schönen, in Marmor ausgeführten Bade nach einem Muster Tsch'ragan«, e,n türkische« Bauernhau« Mit Allem, was dazu gehört, eine Sammlung türkischer Vraosteine. einen kleinen ürledhof darstellend und end. Uch ein echt lütl.schtS 6ai>, anschließen. Mll der !cn l'cüaut. Unter diesen wild bcscmdcr« ein antike« Grab nach dem Muster der Gräber von Vem-Hassan einen hervorragenden Platz einnehmen. Diese« Grab soll mit in egyplischer Malerei ausgeführten Fresken. S«. nen au« dem gewöhnlichen veben der alten Ägypter darstellend, geschmückt werden, ssür die AuSsührung dieser Arbeiten ist von Seite löayptenS eine halbe Million Francs bewillig worden. Vchon mit Beginn deS Früh. jahres sollen die mit den Bauten betrauten Personen zur Inangriffnahme der Vorarbeiten nach Wien gcsen< del werden. — Wie au« Mannheim gemeldet wird. hat daselbst am 1l. d. M. über Einladung der dorligcu Handelskammer eine Versammlung von Industriellen stallgefunden, um über die Betheiligung an der Well. ausstellung zu berathen. Die Versammlung bestellte ein SpccialcomilV?, zu dessen Präsidenten der österreichisch-ungarische Generalkonsul in Mannheim. Herr Theodor Gärtner einstimmig gewählt worden. Herr Gärtner wird sich demnächst nach dem Schwarzwalde begeben, um per» sönlich die dortige Hausindustrie zur regen Betheiligung an der Ausstellung anzueifern. Hagesneuigkeiten. — Ihre Majestät die Kaiserin, welche vor eini. gen Tagen an einer Grippe erkrankten, befinden sich woh» lcr und werden wahrscheinlich in der nächsten Woche nach Meran abreisen liw»en. — Se. Majestät der Kaiser haben am 18. d.M. Audienzen ertheilt, und u. A. den Dichter Bauernfeld empfangen. - ^Eidesleistung.) Am 19. d. Vormittag« 10 Uhr haben Freiherr Ludwig Holzgethan al« Reich». Finanzminifter unter Intervenirung des Minister» de» lai» scrlichen Hause« und des Ncußern, Grasen Andrassv, de« Odersllämmerers FHM Grasen Crenneville und de« Hof» rathes im Ministerium de« kaiserlichen Hause« und des tleu-Hern, Freiherr« v. Hammer, sodann Freiherr S i s i n i? v. Preti« al« Finanzministcr silr die im Neich«rathe vertretenen Königreiche und Bändern unter Interveniruna de« Minister.Präsibenlen FUrsten «uer«perg. de« Oberst-tämmeles FZM. Grasen (5renneville und de» Ministerial» rathe« in der Präsidial-Kanzlei de« Ministerrathe«, v, Ar» tu«, und endlich der Landeshauptmann Adalbert Freiherr v. Wid mann als wirtliher Weheimer Nalh den Eid in die Hand Sr. Majestät des Kaiser« abgelegt. (Offerlau« schrei bung.) Da» hohe l. k. Ministerium des Innern hat mit Ellaß vom !». Jänner 1872 die Abtragung der ^öwelbastei (sogenannten Para. die«»cyarte») in Wien angeordnet und e« wurde ^ur Ver» gebung der damit verbundenen Arbeitsleistungen eine allgemeine Offertverhandlung ««»geschrieben. — (Keine st meldct ein sürchterlics" k au« der ^ chasl Bmndar In der ^ dore flogen die Mllilär Pulve! »n die ^uf», wo« durch der 3od von 7l> di« ,..,.nen, sc»wle die Zer. ftörung von Eigenthum im Werth von xU, Pf. St. verursacht wurde. Da« Nnglllck h«, große Bestürzung unler den ltmgebornen der Sladl herrolgerufen. Locales. — (lagesvrdnung) der am 23. d. ftattfi»de»-den Gemeinderathefihung: i. vortrage der Fi-nanzsection: ») Prlilimmare der Stabtgemeinde fllr da» Jahr 1872; b) Nechnung über die Kanzleierforbernisse i« October, November und December 1871; c) Subvention für da« Msavelh'Kinder.Spital; c!) Tagllengelder fUr die Stadtwachmannschaft im 4. Quartal. Vortrage der Vau-section: «) i.'icitation«ergebniß der Schotter» und Deck, malerial'Lieferung slir da« Iah« 1H72; d) ^citation«-ergebnitz der Bau- und Schnittholzlieferung lir da« Jahr 1872; <) Beschotterung der Sonneggerftraße; ) Aufforderung de« l. l. ^anbe»schulrathe« wegen sogleicher Inangriffnahmen de« städt Schulhausbaue« — (Schlußrc rhandl un g.» Heute beginnt, wie das ,^'ab. Tagdl." vom 2l>. d. meldet, bei dem hiesigen Lau» de«gerich«e vor eine» Wnsrichtercollegiüm d« Schlußverhand, lung gegen Dr. Valentin Preuz. Ndvocal in Krainburg, wegen Verbrechen de« Betrüge« unter Hinbeziehung der Verhand» lung gegen Karl Dollar, wegen Uebertretung öe« Velruge«. Den Vorsitz fuhrt i»V«. «o«e, die Slaatsbehvrbe venntt St.'A.'S. Koc'evar. — (Aus dem Amtsblatt e.) Kundmachung Über die Orte und Tage der diesjährigen Hauptftellung der Wehrpflichtigen in Kram. — Dr. Dlelrich'fche Armen« slistung zu verlechul. — Die Vezirlsrichterstelle zu Tscher« nembl ist zu besetzen, vewerbungen di« 5. Februar an das Krei«gerichl«präsidium zu Rubolf«werth. - (F asch i ng«chron i l) Der Ausschuß de« hie. sigen Forlbllbung«vcrelne« fllr Buchdrucker veranstaltet S»««-lag den 27. Jänner im Hotel Elefant ein „Typographen-Klänzchen," dessen ReiueniHg der Kraule«» und Inl>ali»e»» UnlerstUtzungslasse des genannten Vereines gewidmet ist. Cmttülslarlen ii 50 kr., sur Familien ., 1 fl, werden in den Buchhandlungen der Herren Izn. v. Kleinmayr k Fed. Bamberg und des Herrn Klerr und Abend« an der Kaff« abgegeben. Mit Rlicksicht ans den humanen H»eck dürfte der Vesuch ein recht zahlreicher sein. - Das gestrige Vurger-Kranzchen war sehr zahlreich defuchl. ltin Kranz hübscher Damen in eleganter Toilette fchmlickle den Tanzsaal, mehr al« neunzig Paare schwebten bei den Quadrillen aus den spiegelglatten Parquellen, die Konversation war heiler, die Tanzlust groß. die Musik h»be«d, und der sogar mit einigen werthvollen Gewinnftgegenstän. den ausgestattete Mück«hasen gab dem gestrigen Kränz, chen einen höheren sieiz. Im Gluck«hasen befanden sich ^2 Gegenstände, darunter ein Epelseservice, eine Salon» hänglampe, ei« Reifeloffer u. s w. Die wewinnfte fielen aus die Nummern 6«. 110, 134, 142, 27^, 4.81, bb7, ?tt2. 805.. '.'8.'.. <<<»2, I, 1335, 1^3«, 1452, 145?, 1470. ,5,'"», l<<2". 2944 Die geft«rn nicht erhobenen Gewinnfte erfolgt gegen Abgabe de« betreffenden i*ofe« Herr Popovitfch Die tanzenden und >»ch die der Augenweide huldigenden Gast, sprachen sich einstimmig dahin c,u«, dc>ß da? gestrige Kränzchen einer der schönsten unter den bi«her hver abgehaltenen Tanzvergnk. gungsabenden war. — Der gestern im Hotel itiesanl sloll« gefundene Arbeilerbildung«.Vereinsball ver-sammelte die jugendliche tanzlustige Well; an de« gemllth' lichen Tänzen nahmen aber auch d>e gewöhnlichen täg» lichen Stammgäste be» Hause« 3he,l. Unler den lAKften befand sich auch Vingermelster Deschmann. Tanznlw« P»«e zählten wir 30 ; der Vall dauerte bi« Über 5 Uhr heule Morgen«. . finden n?,r gerechlsertig«, da sonst die Thecxerlaffe bei den großen »««lagen unmög. lich »hre ^echnNng ft" ^ «" gute ('^ > ' '- ^er. selben um somehr zu wären, al« sä! ,2h. men durch lange Zeit l-elcil« an der 3c>ge«^ci>uii.j ,:chen. — (')/eue Sparlasse.) Die Wienei „Tage«pr." meldet die ' 60 Centner Stroh, «ckergerälhschafle,. der l>,' die Dachungen de» Slalle« und Keller«, endlich d« harpje des Genannten ei« Raub der Flammen geworde« fl«V. 118 — (Theaterbericht.) Bei der vorgestrigen »uffllhrung de« Blum'schen Lustspieles Mirandolina" el«ttrisirte un« da« lebendige, ja «uthwillige Spiel de« Fräulein Kragel (Mirandolina) und die meistelhafte Darstellung des verliebten, alten Herrn durch Herrn Director Wal burg, der die Nolle de« Reisenden gab. Da« ziemlich gut besuchte Hau« spendete den genannten beiden Triigern der Hauptrollen reichen Velfall und unzählige Hervorrufe. — Die hierauf folgende Operette „Die schöne Pumfia" ruht, wie in der Regel alle Operellen, auf feichter komischer Grundlage. Der zfönig eines wilden Bolle« desiyt eine reizende Tochter, bei deren Anblick die Männerwelt „närrisch" wird. Der König läßt aus Europa einen Photographen rufen; letzterer legt Proben seiner Kunst ab, wird ab,r beim Anblicke der reizenden Königstochter auch ein — Narr. Der Gehilfe des Photographen erwirbt sich die Gunst des König«, wird in den Ministerrath aufgenommen, beantragt die Einführung deS Institutes der Hhe in dem Hanmbalenreiche und dle Heilung des närrisch gewordenen Photographen durch dessen Heirat mit der Königstochter, welche schließlich auch voNzogen wird. Da« närrische Sujet wlrd durch Anspielungen auf die po« litischen Zustände in europäischen Bändern einigermaßen gespickt. Der musila lisch« Theil ist der bessere dieser Operette- Ven6e hat originelle Melodien und Instrument-rnng niedergellgt. Die Parte de« Königs (Herr Ehrenfest) und Zaruli (Herr Schulz) verlangen geschulte mu« filalische Kräfte. Fräulein Eberhard! (Pumsia), die H«ren Schle singer (Kali) und ^öc« (Albumin) er. fUlllen ihre Aufgbe. Eine« lauten Beifalles lann sich die erfte Aufführung diefer neuen, freundlichen Operette nicht rühmen. — Die slovenische Vühnegab gestern Ne« strop's „Lumpaci Vagabund»«." Das ,liederliche Kleeblatt" wurde durch die Herren Musters ic (Schneider) und Nolli (Schuster) recht gut, nnndcr gut durch Herrn Je» lolnil ^Tischler) reprälenllrt. Herr Ietovec sagte durch' au« nicht zu, die Couplets enthielten bereits Abgedroschenes, Gedächlnlßfehler wurden bemerll u. s. w. Ta« in denRäu« men de« Parterre und der Galerie zahlreich) anwesende Pu. blicnm spendete dessenungeachtet reichen Veifall; ein großer theil der Logen war leer. — (Die »Illust rille Zeitung"), Verlag von I. I. Weber in Leipzig, bringt auf 24 Folioseilen in iyrer Neujahrsnummer emen so reichhaltigen und mannig-falligen Stoff, w« er in telnem ähnlichen Unternehmen zu finden ist. Die Fülle des Gebotenen erstreckt sich aus alle Zweige de« polmschen und socialen Leben«, der Wis. fenschajl nnd Knnst, Dem Verständniß des Textes gehen di« vorzüglichst«» Illustiationcn (jährlich über 1000 Ab. bildungtN), welche nicht, w« bei ähnlich«« Unternehmungen, anderen Journalen entlehnt, sondern nach Origmalzeichnun' gen geschnitten sind, ergänzend zur Han v Die Anregung, UnlelhaUung und Belehrung, welche die „Illustrirte Zel« lung" f«r alle Krelse dielet, empfiehlt ihre Anschaffung nicht nur Lesegesellschaften, Museen, öffentlichen Bibliotheken, Hotels und Konditoreien, sondern auch einer jeden gebildeten Familie, und ist ihre Anschaffung durch den vtlyüllnißmaßig billigen Preis jvierttljährig 2 Thaler) «klchtlN. Wir wollen mit diesen Zeilen die Aufmerlsam-leil unserer geehrten Leser auf diese dem Inhalte und der Unsstallung nach hervorragende Zeitung lenlen und nur noch beifügen, daß eme weitere Anempfchlung überflüssig ist, mde» schon der erste Blick in diese Blätter deren Bor» treffUchleit zu Genüge cvnftalirl. Zur Bequemlichkeit de« k. 'l. Publicum« werden Abonnement« in der Buchhandlung )g. v. Kleinmayr «l Fed. Bamberg angenommen. Oingesexvet null olule loztbll, ^evHle«cii« llu L^rr^ van I.ollHan. Tie delikate Hcllnahru»g tt«v,,!,>^>»:s^ >^^ Il-o-i-v beseitlgt all^ Kranlycitcn, die der Medici» Widerslehen; nämlich Magen-, Nerven», «vrusl-, Lullgein, ^tber>, Drusen-, Schleimhaut-, Athem-, vl»sen- und Nierenleiden, Tubcrculose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, husten, Unverbanlichleit, Verstopfung, Fieber, Gchwin-del, Glutaufsteigeu, Ol>elllnausen. Uebelleil und Erbrechen selbst ln der Schwangerschast, Diabete«, Hielancholie, Äbmagerung, Rheumatismus, Oicht. Oleichsucht. — Auszug aus 72.0>»0 ,l so gut, daß ich leiner Brille bedarf; mein Magen ist start, als wäre ich 30 3ahre alt. Kurz, ich fllhle mich verengt; ich predige, ich höre Veichte, ich besuche ätranle. ich mache ziemlich lanl,e Reisen zu Fuß, »ch fühle meinen Verstand llar und meiu Gedächtniß erfrischt. Ich ersucht Sie, dlese lirllärung zu veröffentlichen, wo und wie Sie e« wlln-schen. Ihr ganz ergebener Abb.« Peter Lastelli, ü»cd. ^-'I^ftnl. und Pfarrer ;u Prunetlo. iv»!'',<^i-« bei Erwachsenen lind iliubein 50 Mal ihren Preis in Arzneien. In Vlechlmchfcn von ,' Pfuno fl 1.50. I Pfund fl. 2.50, 2 Pfund ft. 4.50, 5 Pfund st. 10, 12 Pfund st. 20, 24 Pfund ft. 3K. li«v,!«»<-ie!-e <^o<:ol->l^« in Pnlver und in Tabletten fur »2 Tassen ft. I..», 24 Tassen ft, 2 50. 4« Tassen ft. 4.50, in Pulver fllr 120 Tassen st. 10, fllr 288 Tassen st. 20. fllr 57« Tassen st, 36. Zn beziehen dnrch Varry du Varry 4 Comp. in ^i«n, ^VzM2«<:l»«^«»« llr. », tn Q^»d^<:l» Ed Mahr, m Marburg F. «olletnlg, in itlagenfurt P. Virndacher. iu Vraz Oebrllder Ot'erranzmayr, >n Innsbruck siecht! ä Frans. ,n Vln^ Haselmayer, ,n Pest Türül, in Prag I. FN r st, iu Vrunn F. 2der, fowie in allen Städten bei guten «polhlleru und Hpecereihändlern; auch versendet da« Wiener Hau» nach allen Oegenoen gegen Postanweisung oder Nachnahme. Ucuejlc Post. (Oriainal'Telegramme der „Laibacher Heilung.") siom, H>, Jänner. Der österreichische (Gesandte (yraf Tvllnpsen wurde in feierlicher Audienz vom Könige empfangen und über» reichte sein Beglaubigungsschreiben. Versai lles, ül> Jänner. )n der Tams« tagsAffemblee zeigt Thiers in einer Botschaft an. daft er und die Vlinister demissioniren Die Assemblee nah»n die Tagesordnung an. wornach die Demission abgelehnt und an den Patriotismus Thiers appellirt wird; die ;u Thiers entsendete Deputation brachte beruhi« gende Antwort. Paris, H« Jänner. „Journal osficiell" meldet: Ätachdem die Iltlnister in dem von der statlonalversammlung dem Präsidenten der sicpubllk ausgesprochenen Vertrauensvotum mit,nbegr»ffen sind. so »ibernehmen die» selben über legirlen des rechl«n Centrums machten dabei geltend, daß es sich in dem vocliegendeu Falle leineswegs um eine Meinungsverschiedenheit politischer, sondern blos ütonomlsch.finllnjielltr Natur handle. Versailles. 20. Jänner. 4 Uhr 10 Minuten Nachmittags. (Bihung der Nationalversammlung.) 6« wird eine Votschaft Thiers' verlesen, in welcher er seine Demission als Präsident der Rcpublil. so wie die De< mission der Minister anzeigt. Valbie setzt namens der Rechten und des rechten Centrums auseinander, daß das gestrige Votum lein Mißtrauensvotum gewesen; er verlangt den Zusammentritt der Asscmbl6e«Buleauf behufs der Ernennung cmcr (iommisfion, welche eine Versöhnung zu versuchen und Thiers von seiner De» Mission abzubringen hätte. 3ür den Fall des Mißlin» gens dieser Ausgabe halte die Commission zu unter« suchen, welche Maßnahmen alsdann zu ergreifen wären. In der Versammlung gibt sich eine lebhafte Nufrt' gung kund. Die Linle und das linlc Centrum scheinen zu wünschen, daß ein Veschluß hierüber in öffentlicher Sitzung gefaßt werde. H>lear«pb»s«»»e» Wechselsour4 nom 20 Jänner. Kperc. Metallic,»«« »;». ^ 5p,rc Metallique» m«l llliol» und November-Zinsen K.'l. — f,perc Villtional - Nnlehen 75. l««0er stllal«-«nlehen IM». — Va,>l-«s«!,n ei«l, . «cli,n3.''»I.8N - i'oudon l l5».3<». - silber ll4.2.'». — !li Passagieren von Hambnrq >!» Haore nach Neni^orl ab. Kandel und Wolkswirthschastliches. Valbacl», 20. Jänner. Aus dem heutige» Martt, sind er-. schienen: 0 Wagen Mit Oelreibe. 2 Wagen mit Heu i27 ?l------------- welche«, 22"____ü z<) Schweineschmalz,, — 4»,------- Wein, rmy.. H,mer - !4 - 3pe. Jänner. Trieft: :l2 <) <>:', ?!<» 0<>>. Meteorologische Ueoliachlullssell l>l l^Müch. Z 'i tt N i z- M «U'Vlg, 727^ -^ 1« windstill »egen , 20. 2 ^ N. 7^.7, —3, »mdM lrUbe ''" l0 „ «b., 731.« -z-^ windstill trübe "^" « U Mg. 733 5, -j- !.« ' windstill Nebel 21 2 ,. 3t. 734..^, ^- l., windstill Nebel 0...« w» Ab. 73b,l den ganzen Tag anhaltend. Da« vorgestrige laqesmiltel der Wärme j 2 1", da« gestrige > 0 7«; um 4 l nnd u>„ 2?' llber dem Normale. verantworllicher Nedactenr: Ignaz v. Kleinm » Ur GW Gärtner wlrd gesucht Nähere« W..unstsaße Nr, 4, Nnslenket'i^t Wie», 19, Jänner. Tie «ür!e war entschieden fest und bcnnlliqte unveränderte, thellwelse auch erhühte Preise fllr St.,al«fonb« und andere «nlagewerthe. Die Mehrzahl HßütllUvlllHz. der Vanlpapiere erzielte wieder Avancen Da« charter,stischc Mamcnt lag in der außsrordeutllchen Veachtung der Lollerie-Lffecten und den »ctien tiniger Hypolyelell« 3«schast«n; von dicjcn letzteren sind Hypolhetar-Rentenbant' und astcrr. Hypothelendanl besondel« zu erwähnen. K. «Ugemein« «t««tsschuld. «Ur 100 st. ««lb W«r, «inheilliche Gta<,t«fchuld ,« b plt.: in Noten verzin«» Ma»'N«,vemdtl 6310 63.20 ,5 » ssebruar-Nugllft 6310 6^ 20 5 «ilber ^ Iänner-Iul, 73 10 ?.<25 ^ 5 »pr»l-0ctobtl . 73 »0 73.^5 l,se,1.1»3»......214.- »16.- ' . 1854 (4',) z° »50 fl. ^.-10)- I I I860 zu 500 fi. . . 10U.- 109,25 I I ,860 ,u 100 fi. . - 126.50 127.50 I I 1864,., 100 fi. . . 15 t- 151.25 »»«»»«.Domänen-Pfandbriefe ,u 120 ft. ü W. m Sllbtr . . 121— ILI..^' »». «»n»>,utlastung«'vbligattonen. FUr 100 st. Waare «»hm« .... .n bp«l 3750 38,-Galizitn . . . . , h . 75.25 7575 ßlieder-Otfierreich. . ^ z ^ 95.5<) 96.-Ober Oesterreich . . » 5 » 93- 94 — «iebenbUrgen ... ^ h . 77i>0 78 — Gtt«rrm»r» ... ^b. 80 - 31 — Ungarn ... » 5 „ »025 81 — l. Andere Kssentilche «nlehe». Donauregulirullg«losc zu 5 pCt. ^,:'»0 W,7ü Ul «. Elscnbahnanlehen zu 120 st. ,. «. Silber 5', pr. StUck 110,7b 111. U»g Prämienaulttz» zn 100 st. t«.i?bll.«i»M.)pr.SM< 112.- 113«. Wiener Communalanlehtll, rilck- Gel» «?«««, zahlbar b ptt. ftlr 100 fi. . . 89- 83.50 , ». «etl«, »on Nauklustituteu. M«ll» Waare «nglo-yfterr. Vant.....348.50 349 — «antoercin ....... 3l4 50 315- Voden-Creditanstalt .... 2K7.— 2d3 — >ired,tanN°ll f Handel u. Ve». . 346,50 346 «0 «tlebltllnftall, alldem, ungar. . . 136.— 137.25 ««comptt.<3tsell l37.25 »X. Uctien »on Aransportunlerneh. mung«n. Velb Vaar» «lföldchiumaner Vahn . . . 185.— 186 - Vöhm Weftbahn.....264.— — — tarl-i!udw!g:>vahn.....^63 75 264.— Donau'Tampfschifff. seftllsch. . 640. - 643. - Elisabeth'Wefibahn.....247.50 248.- «lisabeth-Wtftbahn (Lmz - Vnd- w«ser Otreck).....214 t« 215.— Ferdmand«-««rdbahu . . . «225 2230 — znusluchtn.V«eslr.V»tzn . . Ivl- 1V2- Geld l»««r, 5r»ni.5«seVh«.V»bu . . . . 207 50 20« — lembtll>:lzl^..Iafsyer,Vahn . 164 11«;.- Lloyd, üsterr........4t,5.— 4n7.— Oefterr. Nordwestbahn . . . 225— 227 — Nud°lf«-V»hn......163- I6'^.50 SiebenbUrger «ahn . . . .173—180.- Ktaatsbahn.......413 — 414.— Glldbahn........214 20 214 50 G^. Vfandbrlefe ll«r 100 fi ) 111«, zst Vobm-CreditAnftall «»ld Nlaar, »?rll>«bar ,u 5 p«t, m Kilber 106 ^ l<^6 50 to.,n33I.rli^r, «! Äm. 13? lit) !»<<..^ VUdb.« 3^, »5^X»Frc, pr GtU«l1l4 5)0 Il4 75 SUdb.-«.»2<)0fi.,. 5"„fllr K)0fi. 36 60 97» »Udb.'Von« «'. (1870^74) t 5,00 Frc« pr. EltUH . . —.— ..._ ling. Oftbahn fUr 100 fi. . . ><7._^ ^'20 ». Vrl»atl,se ip»r Vmck.j lreditanstalt f.Hanbtl n.Vtw. «,ld W««e zu 100 ft. » U.....«3225- 19250 «udoll-Gliftuna. zu 10 fi. . . 14.50 1b,b0 «Uechsel (3Mon) »elb Waa« «ugsbur, sUr 100 ft