Nt, 217. Montag, 22. September 1890. 109. Jahrgang. Aitmcher Zeitung. ">M,A !, °"splt. Im llomploir: . Nein^'.i ' halbjährig st. 5'5<>. ^i!r die Zustellung !ü« Hau« ganzjährig fi, l, - InserilonsnebÜr: fliir ^ '"»>'r!, hi« ,„ 4 ^<,^ 2b lr.. „rökere ver Neile N lr.: del ösleren Wifdechnlunssen per Zeile » lr, ' D »nb Feiertage, Die Nbminlftlall»« befind,'« sich grrlsp!atz ll, die Redaction Aahnhosgasje »4, Sprechstunden der Medartion tüglich von l<1 bi« lL Uhr oonniltag«, — Unfranlierte Vrirse werden nicht angenommen und Mnnulrripte nicht zurüclgestellt. Amtlicher Hheil. Haches Patent vom 15. September 1890, Halma? ^'^ Einberufung der Landtage von Böhmen, teick , ?' ^"lizien und Lodomerien mit Krakau. Oester« Kilmp « "?b ob der Enns. Salzbllrg. Steiermark. Voi2^°l"' Vukovina, Mähren, Schlesien, Tirol. ""°erg. Istrien, Görz und Gradiska. dann des ^ Landtages von Trieft mit seinem Gebiete. y^I^anzIoseph derOrste, ililni Gnaden Kaiser von Oesterreich, tien^" Ungarn und Böhmen, König von Dalma-U^'^ien. Slavonien, Galizien, Lodomericn und dest^ ', "^nig voll Jerusalem :c.; Erzherzog von httloa^' Gwßherzog von Toscana und Krakau; liraii,,. ^^thriligen. von Salzburg, Steycr, Kärnten, ^rf,! c "" Bukovina; Grußfürst von Siebenbürgen; ^chle P """ Mähren; Herzog von Ober- undNieder-s^"r". von Modena, Parma, Piacenza und Gua-^gusa,"^"schwiy llnd Zator, von Teschen. Friaul, ^ol s, ^ra; gcfürstcter Graf von Habsburg und Ttien't,? Awg, Görz und Gradiska; Fürst von ^lsik , .^"len; Markgraf von Ober- und Nieder-^ Nr '" Istrien; Graf von Hohenembs, Feld-V^ ^. Sonncnberg?c.; Herr von Trieft, von "nd auf der windischen Mark; Großwojwod An f.,^ " Wojwodschaft Serbien :c. !c. lc., P^""b Zu wissen: ^ien ni> "^ ^ v°" Dalmatien, Galizien und Lodo» ^lzbula 3"kau, Oesterreich unter und ob der Enns, Mhtf«^' Steiermark. Kärnten, Krain, Bukovina, ^ Grc>^^""' ^'"l. Vorarlberg, Istrien. Görz i en» Gel! ' .^"" der Landtag von Trieft mit ^ct»s> i^ ^ .^" ^^^ ""'^ Session für den ^lllfez, ^ ^" ^^ gesetzlichen Versammlungsorte 3"l"tt l3.Ä^ben Tag wird auch der im Grunde f'chaa ^"W'ehung vom 27. Mai 1890 vertagte 'At in f - ^lihmen zur Wiederaufnahme seiner Thä-, Genpf, ^" geschlichen Versammlungsort berufen. ^°l« " " Szökelyhid am 15. September im ^eil,^ «^hundert neunzigsten, Unserer Reiche im "erzWen Jahre. Z'aff, ^ Franz Josef m. p. ^a I, p- Falkenhayn m. p. ^nVie^p- Welsersheimbm.p. ^cqn'^sli m.,,. Oautsch m.p. ""^yem m.p. Schönborn m. p. ^^^ ^aleski m. n. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Hof. und Ge> richtsadvocaten in Wien Dr. Arnold Rapoport den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» und dem Prä-dicate «Porada» allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. September d. I. dem beim Hmlptsteueramte in Oraz in Verwendung stehen-den Steueramtscoutrolor Karl Prevenh ueber in Anerkennung seiner vieljährigen sehr ersprießlichen Dienst' leistung den Titel und Charakter eines Steuereinneh« mers allergnädigst zu verleihen geruht. Dunajewsli m. p. Nichtamtlicher Weil, Unsere Armee. Wien, 20, September. In den Kreisen der Armee und weit über diese hinaus hat die weise Kritik, welche der Allerhöchste Kriegsherr aus Anlass der jüngsten großen Corps» manöver in Ostungarn geübt, mächtigen Eindruck gemacht. Sie beweist aufs neue, mit welch lebhafter und unermüdlicher Fürsorge der Monarch die Entwicklung uud Entfaltung der modernen Armee verfolgt, mit welch klarem und scharfem Blicke er jedes Detail ihrer Ausbildimg und Leistungen erkennt. Man weiß in der Armee, dass dem Auge des Kaisers nichts entgeht, dass ihm kein Vorzug und keine Unvolllommenheit verhüllt bleibt, und deshalb wiegt schlier das Wort, das er am Schlüsse großer undbedeutsa«er Uebungen zu den versammelten Commandanten zu sprechen gewohnt ist. In der Gestaltung der Manöver, welche ja ge-wissermaßen die Krönung der militärischen Arbeit eines ganzen Jahres bedeuten, ist in den letzten Jahrzehnten eine ebenso große Aenderung, ein ebenso großer Fort« schritt zu beobachten gewesen, wie in der Entwicklung des modernen Heerwesens überhaupt. Die alten Parade-Manöver sind eiu überwundener Standpunkt. Sie boten dem Auge mehr Ergötzung, sie wickelten sich ruhiger und glatter ab, als die heutigen großen Uebungen unserer Armeen. Man liebte es in der guten alten Zeit, eine Felbübung vor Allerhöchsten Herrschaften bis auf das I Tüpfelchen genau festzustellen; man hatte einen Gegner, der in jedem Falle geschlagen werden musste, und ein Programm, von dem in keinem Falle abgewichen werden durfte. Alles gieng wie auf dem Exercierplahe; Terrainschwierigkeiten. unvorher« gesehene Störungen, Verpflegsrücksichten u. s. w. durften keine Rolle spielen, wenn die Schönheit des Gefechts« bildes nicht leiben, das volle Gelingen nicht beeinträch» tigt werben sollte. Die starre Norm war die Hauptsache, der selbständigen Entschließung war nur der engste Spielraum gewährt. Damit soll keineswegs gesagt werden, dass die in diesem Sinne geübten Armeen schlechte Armeen gewesen seien, weiß man doch. dass beispielsweise das im starrsten Formendienst gedrillte, auf dem Exercierplatze großgezogene Preußenheer, welches Friedrich II. von seinem Vater, dem strengen Soldatenkönig. übernommen hatte, auch auf dem Schlachtfelde vortrefflich zu exercieren verstand, kennt man doch die Großthaten unserer eigenen Heere, welche unter Daun und Laubon dieser Armee, unter Erzherzog Karl. Schwarzenberg und anderen den Franzosen, unter Radetzky den Piemontesen gegenüberstanden. Die Lebensbedingungen dieser Heere, ihre Größe, ihre Bewaffnung, die Communicationsmittel, die Länge der Dienstzeit, kurz. alles und jedes war eben gründlich anders als heute. Das schönste Friedens« Heer vermochte sich bei tüchtiger Führung, eherner Disciplin und gutem Geiste rasch zum tüchtigsten Kriegs» Heer emporzuschwingen. Mit den neuen Zeiten sind auch neue Verhältnisse für die Armeen eingetreten. Die Heere Radchky's würden heute nur ein EorpS der modernen Armee repläfentieren. Wir rechnen nicht mehr mit Zehntausenben, sondern mit Hunderttausenden, ja mit Millionen; die Feuerwaffe ist zu einer unendlichen Vollkommenheit gediehen; sie schießt unendlich rascher und weiter als ehedem, der Nahlampf. mit dem man ehemals so gern rechnete und welcher die eigentliche Schlachtenpoesie bedeutete, ist heute in vielen Fällen nahezu ausgeschlossen. Die Reiterei, welche ehedem in der brillanten Attaque das ideale Ziel ihrer Ausbildung erblickte, sieht sich in unserer Zeit vor neue und schwierige Aufgaben gestellt, die Artillerie ist mit der Infanterie hinsichtlich der Bewaffnung unheimlich weit vorgeschritten, die technischen Truppen haben mit zahl-losen Erfindungen und Errungenschaften zu rechnen: Eisenbahn. Telegraphen, Telephon sind in den Dienst der Kriegswissenschaft getreten, der Train und da« Verpslegswesen haben eine dem Millionenheere entspre-chende Bedeutung gewonnen. Wir befinden uns in der Nera des Volksheeres, des Repetiergewehres, des rauchlosen Pulvers, und dieser Zeit ist die moderne Armee angepasst. Aufgabe einer weisen Heeresleitung ist es. die Armee für jene große gewaltige Aufgabe vorzubereiten, die ihr im Kriegsfalle unter allen diesen Lebens» und Wirkungs-bedingungen zufällt; die ganze Erziehung des Soldaten, der nicht mehr wie ehedem acht oder vierzehn Jahre Jeuisseton. NlUo c>^°"^'Clavierlchllle." ?'? EisÜF°"^s «Klavierschule« von der wir schon Mte^'"en des dritten Heftes im verflossenen 1. Hit d^ ^ nehmen willkommenen Anlass fanden, i > Aar.^" u"s vorliegenden Hefte zur Voll-3>W^- Vollendet liegt also das Werk vor uns <>n^n man immer zu Xn° l »Na,,?' über alles erhält man Auskunft; wo 'n Mich«. 3°k ^"ch aufschlägt, überall trifft man ^°er lnlwnlv"' "°" der Abbildung der Claviatur z^'N im N'Uummen Tonreihe, bis zur äußersten ^.e^thselb^ s^brauche. vom leeren Notenplane bis v^.rich biz .'"' dynamischen Zeichen, vom ersten tllf, °er pnn,L" rhythmisch compliciertesten Taktart, W ^"anw "'"sie» Berührung der Tasten bis zum horchen lN' v°ln einfachsten Vorschlage bis zur kt, ° saints v^z, v°m Einklänge bis zur Enhar- - kurz. der l°Ivi^" Cl^l . ' der einem bei Erinnerung von ^e ? ClaVu''de bis zum Verlassen der °b-^ck^^ebam."^ule vor den Augen schwebt, er lst Vc^ssende N leW f^li^ ^sichtig geschieden, Chilli >e Fre>,k7"'"l""llen wieder verschlungen; man ^^angerus/n °" ^W' harmlosen Gnomen, die. ' ^iia^ ' "' em Zauberreich erschließen. " 'Glasbena Matica. in üaibach. «Grau sl'i alle Theorie», drsscn entsann sich der Verfasser der Klavierschule und betitelte sein Buch als ein theoretisch-praktisches. Dem Titel entspricht auch der Iuhalt. Das Hauptgewicht ruht auf der Fingertechnik, dieser Glundbedingung exacten Clavierspieles. Sind die Finger einmal jeder für sich, dann zusammen und paarweise folgsam geworden, so werden sie getrennt, gegeneinander gehetzt, der schwächere dem kräftigen entgegengestellt, einer und der andere wird während der übrigen Thätigkeit zur Ruhe verwiesen, bis zur Erzielung der vollsten Freiheit und Unabhängigkeit vor einander und von der gegenseitigen Partei, se» sie nun die rechte oder die linke Gruppe; eiu Liberalismus wird da. unbeschadet der Zufriedenheit und Eintracht aller Glieder, groß« gezogen, um den der Claviermeister von allen Staats-lenleru zu beneiden ist. Das Geheimnis dieses realen Liberalismus liegt in der einheitlich, aber auch bis aufs Aeußerste verfolgten Cons^queuz der Fingerübungen. Der Hang zur gleichzeitigen Bewegung des Nachbar, fingers wird gründlich ausgerottet uud fo der freie, mehrstimmige Vortrag vorbereitet. Die theoretischen Weisungen, die der Schüler er< halten hat. zeigen sich in der richtigen Auffassung des Clavierstückes, in der verständnisvollen Wiedergabe und im correcten Vortrage. Die Fülle der kunstgerecht zusammengestellten musikalischen Zeichen zeigt ihre wohl« thätigen Wirkungen in der feinen Nuancierung des Gespielten, in der Art, wie die Tonfärbung und der Schmelz dem Instrumente entlockt wird. mit einem Worte m dem zielbewussten Spiele zum Unterschiebe vom mechanischen Herabklimpern der Musikstücks. Die Combination in der Musik ist unerschöpflich, daher geistvolle Musiker immer noch etwas Neues zu schaffen in der Lage sind. Auch dieser Ueberzeugung hat unser Claviermeister Rechnung getragen. Ein und dasselbe Thema kommt in wechselvollen Wendungen zur Uebung, die Folge davon ist der überraschende Phantasiereich-lhum, den wir am Schüler beobachten; lein Wunder bei solcher Anzahl von Impulsen, angeregt durch wohl erfundene Combination der Etüden. Mit äußerster Befriedigung nehmen wir in der Clavierschule ein gutes Stück Harmonielehre wahr, ein Moment, das nicht hoch genug anaeschlagen werden kann. Soll drr Clavirrspieler selbst Freude haben an seinen musikalischen Kenntnissen, so muss er auch ohne Nutenblatt etwas aufspielen löimen, was er mcht vorher zum Ueberdrusse gespielt hat. bis er es sich dem Gedächtnisse einprägte. Da greift nun die Harmonie« lehre ein, man weiß etwas von einer und von mehreren Stimmen, von Nccorden, von Drei« und Vierklängen, von deren Verbindnugen; die Auflösungen hat man in den prattischen Uebuilgsnummern zur Genüge kennen gelernt, flugs wird man ein kleiner Tondichter. Wie sehr es Foerster darum zu thun war. seinen Zögling auf den reellen Boden der Harmonie, die das ganze musikalische Leben durchweht, zu stellen, davon legt beispielsweise die Etude Nr. 14? ein beredtes Zeugnis ab; daraus wird die Lehre offenbar, daft die Lllibacher Zeitung 3K. 217. 1800 22. September 1890. bei der Fahne dient, sondern nur einen drei-, mitunter sogar einjährigen und noch kürzeren militärischen Cnrsus durchläuft, möglichst rasch, anschaulich und deutlich für den Ernstfall vorzubereiten; dies geschieht am besten bei den kriegsmäßig veranstalteten großen Manövern. Hier lernt der Soldat, so weit es der schwache Frie» densstand unseres Heeres erlaubt, die Umstände und Bedingungen kennen, unter denen er einem ernsten Feinde gegenüber zu kämpfen berufen ist. Darum spielen sich diese Manöver wohl selbstverständlich nach gewissen, vom Eeneralstabe vorbereiteten leitenden Ideen, aber vollkommen selbständig in der Durchführung ab. Man kann begreiflicherweise keine solche Entwicklung der Uebung zulassen, welche einen der Zeit nach unabseh. baren Friedensfeldzug zur Folge hätte. Man muss sich an eine gewisse feste Zeitdauer, an ein abgegrenztes Uebungsterrain halten; innerhalb diefer Grenzen aber ist den höheren Führern und den einzelnen Truppen« commandanten reichlich Gelegenheit geboten, ihr individuelles Können, Initiative, Geistesgegenwart, Energie und die freie Verwertung des in der lriegswissenschaft-lichen Theorie Erlernten darzulegen. Mit warmen Worten hat der Kaiser nach den Uebungen bei SMlyhid die großen Vorzüge und Fortschritte anerkannt, deren sich alle Waffengattungen unserer modernen Armee rühmen dürfen. Mit Freude und Beruhigung hat ihn das Beobachtete erfüllt. Es hat seinem Herzen wohlgethan, einen so guten Geist bei allen Truppen der gemeinsamen Armee und der ungarischen Landwehr vorzufinden. Einzelne Leistungen bei den oberösterreichischen, schlesischen und ungarischen Manövern haben die Bewunderung aller competenten Beurtheiler und in erster Linie auch des Monarchen gefunden; dagegen hat sich aber auch das Auge des Kaisers nicht der natürlichen Thatsache verschlossen, dass noch manches in der Durchführung der Manöo?r nicht so ganz den Bedingungen des Ernstfalles an« gepasst war, wie es zu fordern gewesen wäre. Diese Wahrnehmungen bedeuten, wie der Kaiser betonte, keinen Tadel, sie dienen aber zur Beherzigung und mahnen alle Führer, bei den Friedensübuugen sich stets die Einwirkungen eines ernsten Kampfes gegenwärtig zu halten. Das ist nicht so einfach, wie man vielleicht glaubt, weil das rauchloseste Pulver und das sichertreffendste Gewehr im Frieden keinen Schaden anrichtet, im Kriege aber die vernichtende Salve die praktische Wirkung schon selbst äußert, die man sich im Frieden mit einer gewissen praktischen Phantasie erst construieren muss. Die Worte des Kaisers entsprechen eben nur dem Principe der vollkommen kriegsgemäßen Anlage und Durchführung moderner Truppenmanöver, welche die wirksamste Vorbereitung für den Ernstfall sind. Die Güte und Tüchtigkeit unseres Heeres selbst, dem sich die beiderseitigen Landwehren immer vollkommener angliedern, erkennt der Monarch mit freudigem Herzen an; sie hat lebhafte Bewunderung auch bei allen fremd« ländischen Gästen gefunden, welche den jüngsten Ma« növern angewohnt haben und unerschöpflich in dem Ruhme aller Waffengattungen und aller Factoren unserer Armee gewesen sind. Findet diese Armee im Vaterlande jederzeit jene wirksame und kräftige Unterstützung, welche die Heere anderer Militärmächte erfahren, so hat sie den Vergleich mit keimr Armee zu scheuen. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück und weist eine Fülle glänzender Erfolge, ruhmwürdiger Thaten auf. Diese Geschichte und den Geist der alten kaiserlichen Armee hat das gegenwärtige österreichisch - ungarische Heer geerbt und wird stolz darauf sein, in rastloser Arbeit, wie sie in den letzten 24 Jahren entfaltet wurde, jederzeit das Lob des Monarchen zu verdienen, durch die That die Fürsorge zu vergelten, die er in weiser Kritik wie in jeder Hinsicht seiner getreuen Armee widmet. Politische Ueberficht. (Allerhöchstes Handschreiben.) Seine Majestät der Kaiser erlieh ein Handschreiben aus SMlyhid vom 16. September an Erzherzog Ramer, worin er anlässlich des Abschlusses der Manöver in Vöcklabruck und Teschen die Haltung und die innere Ordnung der Landwehrtrupften, ihre Detailausbildung und Führung in kleineren wie größeren Verbänden, ihre Marsch, leistungen und ihr Geschick, sich auch in einem theilweise ungewohnten Terrain zu orientieren und zu bewegen, lobend hervorhebt, die rastlose Mühewaltung des Erzherzogs erneuert dankbarst anerkennt und denselben beauftragt, allen Landwehr-Commandanten und den Truppen die kaiserliche Zufriedenheit bekanntzugeben. (Hochwasser-Kata strophe inBöhme n.) Statthalter Graf Thun wurde auf seiner weiteren In-sp'ctionsfahrt im Ueberschwemmungs-Gebiete der Elbe überall von der Bevölkerung mit Sympathiekundgebungen begrüßt. Besonders festlich gestaltete sich der Empfang in den Orten Aussig. Bodenbach, Herruskretschen und Tetschen. Der Statthalter besichtigte von Haus zu Haus die vom Hochwasser angerichteten Schäden und begab sich dann in Begleitung des Bezirkshauptmannes und des Bürgermeisters zum Bahnhofe, um nach Prag zurückzukehren. (Die Einberufung der Lan dtage.) Das Reichsgcsetzblatt publiciert das kaiserliche Patent, wo-mit die Landtage von Böhmen, Dalmatien. Galizien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg. Steiermark, Kärnten, Kram, Bukovina, Mähren. Schlesien. Tirol. Vorarlberg, Istrien, Görz und Trieft für den 14ten October in ihre Versammlungsorte einberufen werden. Wohl selten wurde dem Zusammuüritte der Landtage mit größerem Interesse entgengesehen, als diesmal. Ist doch die Mehrzahl derselben aus Neuwahlen hervorgegangen, die für die Zusammensetzung einzelner Landtage von besonderer Bedeutung geworden sind. Im Vorder» gründe des Interesses stehen die Landtage von Nieder« österreich und Böhmen. Geräuschvoll dürften sich die Ver< Handlungen im böhmischen Landtage gestalten, der seine am 27. Mai unterbrochene Discussion über den Ausgleich fortsetzen soll. Welche Wandlungen mittlerweile in den böhmischen, speciell in den czechischen Parteiverhältnissen vorgefallen, sind jedermann bekannt. (Die Wiener Antisemiten) haben für die Innere Stadt die folgenden Landtagscandidaten nominiert: Freiherr von Berger (Sohn des ehemaligen Ministers vou Verger), Florian Hostnig. Dr. Ludwig Psenner. Hosrath Ritter von Spaun und l^. Albert Wiesinger. Der sechste Candidat wird später nommiert werden. (Von der czechischen Akademie.) Die Wahl des Baurathes Josef Hlavka zum Präsidenten der czechischen Akademie der Wissenschaften in Prag hat, wie amtlich Verlautbart, die kaiserliche BestätlM erhalten. Baurath Hlavka hat bekanntlich durch "N Mlluificente Spende die Geldmittel zur Errichtung ve Akademie beigestellt, deren erster Präsident er MM ge< worden ist. , (Die Zweitheilung Tirols.) Im«Pop^ Trentino» ist zu lesen, dass die italienischen NeW raths- und Landtagsabgeordneten von Südtirol " einigen Tagen ihre Forderungen bezüglich der Autonom des «Trentino > definitiv präcisiert und stilisiert We"' Das Elaborat befindet sich zur Zeit schnn im Lanw auöschusse zu Innsbruck. Es ist von einem lei«" Memoriale begleitet, in welchem die Abgeordneten MA si> seicn jeder nach neuerlichen Studien nur noch um überzeugt, «dass nur die vollständige Autonomie o Verhältnissen und Bedürfnissen des von ihnen ve tretenen Landeslheiles genügen könne». y, c, (Der Oberste'G eri chtshof) hat unter M Hebung einer Entscheidung des Lrmberger Oberlan gerchtes das wichtige Princip ausgesprochen, das» von dem Landeöausschuss ungesetzlich gegebener A"!'^ in Bez>ig auf Straßenpflege im Wege einer Klage dem Civilrichter angefochten wecden kann. ;.^ (Aus Ungarn.) Ein officiöses CommN"^ führt aus. der Gebrauch der deutschen Spraye dringenden vertraulichen Angelegenheiten, in we einzelne uugarische Minister direct mit den ^ ^z reichte demselben das Großkreuz des Stefan«'" .^ in Brillanten, gleichzeitig empfieng der deutsche ^ den Grafen Kälnoky. Aus Liegnitz wird unterm^ gestrigen telegraphisch gemeldet: Kaiser Franz ^ und Kaiser Wilhelm zogen unter stürmische" ^ des Volkes um 12'/. Uhr in die Stadt ein. ^^ porationen, Gewerke und die Schuljugend bildete ,e lier; Fabrilsarbeiter hielten aus Laub ge"." F Buchstaben empor, welche die Worte bildeten- ^ lebe Franz Josef und Wilhelm.» Kaiser F"U,Hbereist um halb 3 Uhr, der Kaiser um V.3 Uhr ab-^p< endigtem Manöver sprach Kaiser Wilhelm vor der ^ penfront Sr. Majestät dem Kaiser Franz ^"H; ec Dank für das Beiwohnen an den Manövern " ^ hoffe, dass Kaiser Franz Josef die Ueberzeugung wonnen, dass die deutschen Truppen jetzt eben" ^ seien, wie zur Zeit Wilhelms I., und er '"^M-dadurch die Festigkeit uud Stärke der Waffen ^e schaft garantiert zu sehen. Kaiser Franz.3°"^^ für das Gesehene und sagte, er sei stolz, einen ^^pe» genossen zu besitzen, der über so vorzügliche ^c verfüge. Die Verabschiedung der drei Mmw^ sich eine herzinnigste. Besonders herzlich verüMk M, Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich "^^1^ Die längs des Bahnhofes angesammelte ^°. „^ begleitete mit stürmischen Hochrufen die ? ^ise^ einander abreisenden Monarchen. ^ «lleltv^! zusammenkunft in Rohnstock findet l^inabe ^^^ Musik in allen Theilen gewissen, man möchte sagen physikalischen Gesetzen folgt, dass sie in allen ihren tauseudfältigen Umschreibungen harmonischen Bestand in sich birgt. Zügellose Willkür darf auch in der Tonkunst nicht herrschen. Frau Musica lässt sich in ihrer angebornen Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit von den ungezählten, mehr oder minder begnadeten Anbetern und Verehrern zwar alles Mögliche sagen und anthun; eine Grenze aber gibt es, über die hinaus sich niemand nähern darf, um nicht die allerdringendsten Nnstands- und Sittlichkeitsregeln arg zu verletzen und von der hehren Gefeierten für immer abgewiesen zu werden, soll sie nicht aus ihren höheren Himmels« sphären hinabsinken in die zweideutigen Niederungen der Halbwelt. Es wäre» nun angemessen, eine gedrängte Uebersicht des technischen Inhaltes des Gesammtwerkes zu bieten; wir unterlassen es. Komm, lieber Leser, ge« schätzte Leserin, und folge mir in die Clavierstunde zurück. Sehen wir einmal, wie es bei diesem mühseligen Studium mit der Untelhaltung bestellt ist, wo Foerster unterrichtet. Es ist köstlich, was man da alles hört: Kinderlieber, das kindliche Frohlocken, Klagen, den Trost, das Morgenlied, am Tage wird das «Heide-röslein» aufgesucht, dann kommt das Abendlied, das Notturno; durch Iagdmusil, Hussitengesang, Rhapsodie wird für Aufregung gesorgt; Zufriedenheit, Idylles Gavotte verschafft dann wieder Beruhigung; es er«^ Nwgen anmuthige Lieder aller Nationen. Nlcht minder ertönt em andächtiger Vuitrag. ein Choral, ein Canon, ^ur,« m.^" ^."'^" 5° moderne Jugend tanzt Ma-N«?rn^n,«' ?"«""' 3'w'e. 5°g°r Walzer, Kolo.> Bolero, nun. e« ch nur Kmderball; die Kleinen haben sich nicht echauffiert, sie fpielen ja «nach dem Balle» auch, und ihre Hauptstärke machen doch die Kinder« spiele aus: sie reiten fleißig «Steckenpferd.» exercieren als «kleine Recruten» ; aber auch hier regt sich schon der Held, im festen Marschtempo macht er den großen Soldaten nach; die aufblühende Jungfrau hingegen spielt die «spinnende Braut», sinnt und spinnt blaue Gedanken ins Ungewisse, Unbekannte, kaum Geahnte. Brechen wir ab im Liebestraume, denken wir daran, dass wir vor allem gute Patrioten sein wollen, stimmen wir die schöne österreichische Vulkshymne an, vergleichen sie mit der englischen, deutschen und russischen; die schönste ist doch die österreichische, spielen wir sie noch einmal! Wer sind denn der Töne Meister, die dem kleinen Pianisten das Lernen mit Zucker bestreuen? Mit ganz respectablen Namen wird man da bekannt: Haydn, Bach, Beethoven, Mozart, Schubert. Mendelssohn, Becker. Hummel. Schmitt, Clementi, Kücken, Tomäsek. Musiöl; es fehlen auch heimische Künstler nicht, Nedved, Elze, Gerbic. und die namenlosen Clavierstücke, das ist so die Nebenbrut des Vaters des Gesammtwerkes, brav und artig, neckisch und ausgelassen, wie es eben der Zweck erheischt. Es ist allbekannt, dass der tüchtigste Lehrer bei der Anordnung des Lehrstoffes in Verlegenheit geräth. Hält er sich streng an das System, so leidet darunter die Methode, lässt er dieser die Obtthand. dann schafft er sich für den systematischen Bau eine Menge Gerölle in den Weg. So ist es systematisch unrichtig, Doppelgriffe vor den Aaßnoten zu behandeln, methodisch mag das Umgekehrte ein Fehlgriff sein; dergleichen Verhältnis besteht zwischen der Lchre von den Intervallen und von der Tonleiter, in dieser selbst bei der Erklärung von der " Molltonart. . .„ ^ Eine zunächst praktische Methode h" " ; hsl fasser dem besprochenen Werke aufgeprägt. V^te^ er aber das planmäßige Fortschreiten ""' . ^ Elementarbegriffen zu den schwer fasM" "z ^ bündigen Definition sich entziehenden keinesnieu ^>F acht gelassen. Eingesprengte Bemerkungen, " ^d si^' störend, in der Folge aber fördernd und a'^Detss fallen schon durch ihre Form a»f. so dass ste "" hlB . nicht schaden, systematische Sprünge hingegen M M' Eines aber dürfen wir nicht verschw"g'^ V^ Clavierschule ist nichts weniger als für pr'M , M Hältnisse berechnet; sie setzt ernstes S"M!' Tüchtigkeit in der Musik voraus, hat M^iN ^, talische Wohlhabenheit im Ziele. Auch " ^fe f.rtigkeit. auf den ausgebildeten lp"' ,.h lN^.M während des Spielens verlassen könne» »'^ ^«"^ der entwickelten Auffassung und der Umgehe" he"' Vortragsweise beim zweiten, dritten ^" ffeN y Stückes die richtige Wiedergabe schon ^ Wbllchei Zeitung Nr. 217.___________________________________ 1801 22. September 1890. ^außerhalb der zum Dreibunde geeinten Reiche, die ^'^Würdigung als ein neuer augenfälliger Beweis der Elchen Freundschaftsbeziehungen'der beiden erlauchten sicher und der unetschütttrlichen Ftstigkeit des '"'l'tlschen Bündnisses ihrer beiden Reiche. H V" esterreich - Ungarn und Serbie u.) ^ "n «Nemzet» veröffentlichtes Communique" be» 3la?'^ ^'^ ""6 einer Belgrader Quelle stammende Eckw ' w"""ch bie ungarische Regierung das serbische Meme - Einfuhrverbot bedingungslos zurückgezogen " . ' °^ vollständig unwahr. Zwischen der ungarischen banks ^u^chen Regierung seien gegenwärtig nur Ver-^nownqen im Zuge, inwieferne der Schweine.Einfuhr «n Serbien Erleichterungen gemährt werden könnten. "utV'"m ^nzlichen Aufhebuug des Verbotes könne , me Rede sein, wenn die Gründe behoben sein wer '.welche seinerzeit den Erlass des Verbotes noth. """dig machten. .„^Italien.) Eine der «Pol. Eorr.» aus Rom zMende Meldung bestätigt, dass es das Verhalten Nllnk?' " Finanzministers Seismit-Doda auf dem j^,, . ln Udine war, wo derselbe gegen die gehal-tG" '"edentistischrn Trintsprüche nichl sofort' pro-wp, ^ welches in erster Reihe die Annahme zwisck. ""'^swn zur Folge hatte. Allerdings hätten Cu? Snsmit.Doda und dem Ministerpräsidenten den k' "^ schliche Meinungsverschiedenheiten bestan-^j'.'^.!^och erst in zweiter Linie in Betracht kamen. DklM^l'^ Regierung habe durch die Aunahme der dwll ^^ Finanzministers in unzweideutiger Weise Dlei?^°^"' bass sie für die Aufrechthaltung des schloNp, ? ""e ebenso große Energie zu entfalten ent< ">wnk i ^ ^ Opposition bei deren Bekämpfung N»nd!>^?^" Schweiz.) Zu der vorgestrigen einaetr tt lWbung 'st ""ch Bundescommissär Künzli die er s"' Derselbe berichtete über die Lage iu Tefsin. !i>lt nl«^ "" allgemeinen unveräudert bezeichuete. Es V°llö.'"! Kuchengebete zuerst den Namen des Mbrtp ' "^ ^" ^^ Königs von Serbien bei w. s, ^ Der Artillerie^Oberst Stanojevii wurde handelt ^ """ ^'"" Räuberbande überfallen, miss- '"nd ausgeplündert. der ^" der holländischen Kammer) legte daz I^b ^"^ster ^^ ^"^et der Niederlande für ^hysH?^,^91 vor. welches im Ordinarium einen ^'«l??' Ueberschuss von zwei Millionen ans. "esein ^^, '"^'«ung beabsichtigt nicht, das Silber in ,^ayre ^ßer Cour« zu setzen. "! (^ n !^""' Minister seien aber noch nicht bekannt. ^tral. !7^le) gährt es wie in den anderen ^tletun . sübamerikanischen Staaten. Die Volks'. ^ Vli, s<^^ den Präsidenten Valmaceda zwingen, ^ft^!^rilim zu entlassen, was dieser verweigert. Tagesnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die griechisch katholische Schule zu Aranyos-Szent-Miklös und die evangelische Schule zu Alsü-Huska je 150 st. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Osservatore Triestino» mittheilt, zur inneren Ausschmückung der St. Helena »Kirche zu Pinguente in Istrien 50 fl. zu spenden geruht. — (Am Sarge des Kronprinzen.) Freitag vormittags um "/411 Uhr fuhren in zehn Equipagen 40 Osficiere des neu in Wien eingerückten Infanterie-Regiments Franz Ferdinand von Oesterreich-Este Nr. 19 am Eingänge zur Kapuzinergruft vor. Die Herren, Oberst v. Schaffer, Stabsofsiciere, Hauplleute, Subalterne, Aerzte und Beamte, waren ou paraäo mit Feldbinde und überbrachten einen Kranz für den unvergeßlichen Inhaber deS Regiments, weiland Kronprinzen Rudolf, dessen Namen die Truppe von seiner Geburt bis zu seinem Tode. 1858 bis 1889, trug. Gruftmeister I'. Hubert geleitete die Deputation in die Gruft, wo der Kranz auf den Sarg des Kronprinzen niedergelegt wurde. — (Pferdefälschung.) In dem von Dr. van Hamel Roos in Amsterdam herausgegebenen «Monats-blatt gegen Verfälschungen» findet sich in der neuesten Nummer eine Mittheilung über die Verfälschung von — Pferden. In Arkansas scheint nämlich bei den dortigen Pferdedieben ein Mittel in Schwung zu sein, durch welches die gestohlenen Thiere unkenntlich gemacht und dann verkauft werden. Ein Zufall veranlasste die Entdeckung diefes Industriezweiges. Bei einer Schlägerei zwischen den Mitgliedern der Diebsbande hatte es blutige Köpfe geseht, und es musste deshalb ein Arzt geholt werden. Dieser scheint aber zu sehr ungelegener Z?it gekommen zu sein. denn er kam gerade dazu, wie man damit beschäftigt war, ein Pferd zu «bleichen», d. h. dasselbe mit Schwefel» dämpfen zu behandeln, wobei es mit einer Guttapercha-decke bedeckt wurde. Eine Frau, welche diese Behandlung«' weise erfunden und zuerst Versuche an ihrem eigenen Haare angestellt hatte, leitete und überwachte da« Verfahren. In der That kann durch diefes Mittel jeder Rappe oder Fuchs in einen Schimmel oder Aftfelfchimmel verwandelt werden, und wenn die Pferdediebe dabei noch die Vorsicht gebrauchen. Mähnen und Schwanz zu stutzen, so wird selbst ein langjähriger Eigenthümer sein Pferd nicht mehr erkennen. In Amsterdam kam vor einigen Jahren ein ähnlicher Fall der Pf«defälschung vor, indem der Verlauf eines Pferdes vom Gerichte für nichlig erklärt wurde, weil der Verläufer seiner alten Rofinante durch einen Zahnarzt ein ganz neues Gebiss hatte einsehen lassen. — (Selbstmord einer Irrsinnigen.) Der Leiter der Krankenwärteranstalt in Trieft wurde Donnerstag nachmittags ersucht, die in Via Fonderic, Nr. 4 wohnhafte Gertrude Rochliher, eine 43 Jahre alte Dame au« Veldes, in das Spital zu bringen, da sie dem Ausspruche der Aerzte zufolge an Irrsinn leide und nicht mehr ohne Gefahr für ihre Umgebung in der Wohnung belassen werden lönne. Herr Rochliher entfernte sich früher vom Hause, da er bei der Ueberführung seiner Frau nicht anwesend sein wollte, und ließ diese allein in der Wohnung zurück. Als nun Herr Treves mit mehreren Krankenwärtern um 4 Uhr vor der Wohnung der Be» dauernswerten erschien, fanden sie trotz wiederholten Läuten« M ^ Fachen es nicht ohne Ueberzeugung aus, ^ehlethg.^lavirrschule, vou strenger, unnachgiebiger s> Elavi f^anohabt, epochemachend sein wild für U den „"lplel unserer Jugend. Mau vergegenwärtige Mkbr^altigen Unterschied zwischen oberflächlicher ^heilen !-' "" Piano und einer gründlichen, alle ^iichtniK Agenden Vortragsweife. man rufe sich ins »n^ die «Hudeleien.,'die man bei Schluss-^u'gkrit ?"^ "gelmäßig zu hören bekommt, um die 5" der n^ °"fa.estellten Behauptung zu ermessen. .^ famose <7!""' taktierten Ingend aber liegt es. i.""d s, m""^l sich zumiv zu machen, indem 3 und da. ^"l"wng uud Weisuug die Verlässlich-a len Selbstvertrauen M gewinnen sucht, alleu ^"retfll??l!lkeiten "" Salonflügel muthig ent-,. E»<,l„ lohnen. 3?5e ^ra?"' wir. wird das durch Foersters Clavier-Itende u,?'^"e Verfahren beim Klavierunterrichte ^ ^rnüä'« ^""nde befriedigen, beiderseits Ehre ^ tv^^.nerelten. In Anpreisungen wollen wir ?l°lwn u3 ^Uehe". "m nicht den Verdacht dcr ü?"' h'er f?i ^Inspiration zu erregen; viele Vorzüge d)^^büt""^.Wortes gewürdigt worden sein, dafür '"N dez k,c""r auch nicht, dass die wirkliche An-2 daran ,. '^enen Lehrmittels keinerlei Schallen-te5""'n,eluH hecken j„ der Lage sein wud. Die "l, ^ Nie ' °"l d.eser Welt ist et>n st^ts nur eine «ll5 ^ dieses "bsolute. also eigentlich gar t-ine. <""l"auHh,7Vff fiir Menschenwerte von Haus l"°l. "n U^' Nlemand steht auf, der sage.« lö.mte: «" ah "U darüber gibt's nichts. He.'te v.elle.cht, ""gelt. K?" du durch besseres Schaffen schon we,t ""lg handelt daher der Schöpser, der der Zeit ein wenig vorgreift und sich so bleibende Verdienste erwirbt um die Gesellschaft. Wir haben schon gesagt, dass Foersters Klavierschule mit eiuem gewissen Reichthum rechnet, der auf die Erziehnng d^r I»gend verwendet wird; dieses jedoch nur in Arzug auf die Höhe der schliehlichen Ent» wickluugsstufe, nicht gleichfalls beim Preisansatze. Wir reden da ganz nüchtern von dem leidigen nei-vu« rsrum, indem wir den Kostenstand der Clavierschule berühren. Der Preis der ersten znm Hefte belauft sich auf je 90 Kreuzer, das dritte Heft kommt auf I fl. 10 kr., das vierte auf 1 fl, 30 kr. Versuche es jemand, die in der Klavierschule enthaltenen Perlen einzeln zu sammeln, er wird den Gesamm'gestehuugspreis gar bald erreichen. Wir wünschen es daher im Interesse der Sache, dass mm zum Beginne des Schuljahres iu da« Verzeichnis der Lehrmittel, die für die lcrngierigen Myrmidonen angeschafft werden, Foerstcrs «Klavierschule» Aufnahme finde. Hat sie sich einmal bei diesen eingebürgert, danu ist ihr die lebhafteste Nachfrage ge» sichert, weil ihr die volle Anerkennung seitens des Pnblicums nicht versagt werden wird. Dirse Freude soll die aufopfernde Thätigkeit des Verfassers reichlich belohnen, denn es mag ihn keine geringe Mühe gekostet haben, den behandelten Stoff so übersichtlich zu ordnen und in der Aufnahme emes zweisprachig, Textes die sprachlichen Schwierigkeiten mit viel Geschick ^u beseitigen. Den baldigen Vergriff des letzten Heftes aber wünschen wir umsomehr. damit bei Erneuerung der Auflage demselben ein Inhaltsverzeichnis aller vier hefte und das gewijs schwer vermisste Sachregister beigegeben werde. —». leinen Einlass, weshalb man die Thüre von einem Schlosser aufsperren ließ. Den Eintretenden bot sich nun, wie die «Triester Zeitung, berichtet, ein schrecklicher Anblick dar: die Irrsinnige hatte sich mittels eines Strickes, der von der Mitte des Küchenplafonds herabhieng. erhenlt. Der alsbald herbeigerufene Arzt, Herr Dr. Sterle, konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod constatieren. Die Selbstmörderin hatte sich frisch angezogen; unter ihr lag ein umgeworfener Sessel auf dem Voden. — (Zum Brande in der Alhambra.) Wie aus Madrid telegraphisch gemeldet wird, ist bereit« von dort ein von der spanischen Regierung entsendeter Architekt nach Granada abgegangen, um Vorschläge inbetreff der Wiederherstellung der durch den lehten Brand zerstörten und beschädigten Theile der Alhambra zu erstatten. Da das Element erfreulicherweise die berühmtesten Theile des Vauwetkrs verschont hat, hofft man, die Reconstruction ohne allzu große Opfer bewerkstelligen zu können. — (Nihilistenbewegung.) Seit lurzem macht sich wieder unter den Nihilisten außerhalb Russlands eine lehaflere Agitation geltend. Auf diese Weise soll in Russland wieder eine größere Erregung hervorgerufen werden. In dem bevorstehenden Nihilistenproresse in Petersburg ist die Hauplangellagte Marie Günzbura. die nebst einigen Genossen mit den Züricher Vomben'Fabri» kanten und den Pariser Nihilisten in Verbindung stand. — (Schiffskatastrophen.) Das bei Hiogo in Japan untergegangene türlische Kriegspanzerschiff «Er« togroul» war aus der Rückfahrt von Japan begriffen. Ertrunken ist die ganze Bemannung des Schisses, 587 Mann, darunter Vice>Admiral Osman Pascha, der Gesandte des Sultans an den Mikado. Nur 6 Officieren und 57 Mann gelang es, sich zu retten. Ferner ist der japanische Postdampfer «Musashi Maru» mit seiner ganzen Bemannung, ausgenommen einen Japaner, untergegangen. — (Auszeichnung.) Dem Buch- und Kunsthändler Herrn Hugo Hölzel, Chef des geographischen Institutes von Ed. Hölzel in Wien, wurde vom Herzoge von Sachsen-Meiningen das Verdienstlreuz sür Kunst und Wissenschaft verliehen. — (Brand der Stadt Iablunkau.) In der schon durch eine Vrandkalastrophe vor einer Woche furchtbar heimgesuchten Stadt Iablunlau in Schlesien brach Samstag mittags um 1 Uhr abermals Feuer aus, welches in wenigen Stunden wieder einen ganzen Stabttheil in Asche legte. Erst um 4 Uhr war der Brand localisiert. Ueber sechzig Häuser mit vielen Nebengebäuden sind ein Trümmerhaufen; Tausende Menschen sind obdachlos und brotlos. Schnelle und ausgiebige Hilfe thut dringend noth. — (Die Influenza in Brasilien) grassiert in erschreckendem Maß?. Die Zeitungen von Ende Juli und Anfang August enthalten kaum etwas anderes, als spaltenlange Berichte über die Tausende von Erkrankungen, welche in den Staaten Rio de Janeiro, MinaeS. Geraes und Sao Paulo gemeldet werden. Juli und August sind auf der südlichen Halbkugel die lüttesten Monate, so dass der diesjährige «Winter» in Südamerika dem lehten Winter an Influenza-Qualen nicht nachsteht. Auch ist man in Brasilien der Ansicht, dass sich die Epidemie noch einige Monate bort aufhalten wirb, so dass sie gar leicht während der Herbstmonate wieder nach Europa gebracht werden könnte, um die alte Welt noch einmal mit ihren Freuden zu beglücken. — (Eiserne Segelschiffe in Fiume.) Im Hafen von Fiume sind vor lurzem zwei große deutsche Segler von Eisen mit Reisladungen von Rangoon für die dortige ReiSschälfabril angekommen. Das eine der Schiffe, der «Ferdinand Fischer», hat 172« Tonnen Tragfähigkeit und brachte 25.89tt Sack Reis; er brauchte zur Reise von Rangoon bis Lissabon 166 Tage und von da nach Fiume 54 Tage, zusammen also 240 Tage. DaS andere, der «Albebaaran». von 1836 Tonnen, brachte 26.908 Tack und war 197 Tage auf dem Wege. — (Im Sarge geboren.) Ein erschütternder Fall wird aus Szegedin gemeldet: Die Kovacshazaer Insassin Frau Michael Gonba starb in gesegnetem Zustande unter der Hand der Geburtshelferin Rosalia Müller. Nachdem der Todtenbeschauer Dr. Kuti den Eintritt des Todes constatiert hatte, wurde Frau Gonba begraben. Auf eine Anzeige deS Gatten aber wurde die Leiche exhumiert, und man fand diefelbe mit zusammen-gfzogenei, Gliedern auf der Seite liegen, den Mund von blutiaem Schaum umgeben, im Schoße die Leiche eines im Sarge geborenen Säuglings. Der Arzt behauptet, dass die Frau im todten Zustande geboren hat; wahrscheinlicher jedoch ist, dass sie bloß scheintodt gewesen, als sie begraben wurde. — (Die Eingeborenen von den Karo-linen'Inseln) revoltierten und griffen Ponape, wo die spanische Garnison ein neues Fort baute, an; sie tödteten 32 Spanier. E« werden weitere Metzeleien befürchtet. Spanische Kriegsschiffe sind nach den Karolinen» Inseln abgegangen. — (Die billigste Eisenbahn-Fahr. karte) im deutschen Reiche dürste die Berlin'Potsdam-Magdcburger Bahn ausgeben. Diese Karte lostet drei Xaibllch« Zeituna Nr. 217. 1802 22. September 1890. Pfennige und ist zu haben für Schulkinder, welche die Eisenbahn zwischen Friedenau und Schöneberg benutzen. — (Ein furchtbarer Wirbel stürm) suchte am vergangenen Freitag Iowa heim und richtete all» entHalben großen Schaden an. Die Stadt Maning ist fast gänzlich zerstört, zwölf Personen wurden getödtet, vierzig verletzt. — (Reblaus.) In der Ortschaft Longera im Territorium von Trieft ist das Auftreten der Phylloxera amtlich erhoben worden. Der Stadtmagistrat hat die vom Gesetze vom 3. April 1875 für die Bekämpfung der Phylloxera vorgeschriebenen Maßregeln ergriffen. — (Selbstmord eines Sportsman«.) Wie aus Berlin telegraphiert wird. hat sich Freitag einer der bekanntesten Sportsmen Berlins, der als Herrenreiter vielgenannte Graf Schlei nitz, wegen misslicher Vermögensverhältnisse in einem dortigen Hotel erschossen. — (So oder so.) Lehrer: «So etwas hinplappern lann ein jeder, aber Sie sollen denken, ernstlich nachdenken.» — Schüler (stotternd): «Ja, ich, dachte...» Lehrer: «Ach was, dachte! Sie sollen nicht denken, gar nichts haben Sie zu denken...» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Im Südbahn-Hotel «Toblach» ist Se. königliche Hoheit Wilhelm Herzog von Württemberg, commandierender General in Graz, zu längerem Aufenthalte angekommen. — (Quecksilberfund in Krain.) Kürzlich verbreitete sich die Nachricht von der Entdeckung eines reichen Quecksilbervorkommens in Mautsche bei Wipftach. Ueber den Sachverhalt dieser interessanten Entdeckung schreibt ein Fachmann: Vor ungefähr 20 Jahren halten Kinder beim Spielen nächst der Ortschaft Mautsche bei Wippach im fruchtbaren Thale gleichen Namens «flüssiges Silber» in einem Wasserrisse gefunden. Nicht lange da« rauf hat man auch in einem Keller der Ortschaft Queck» filber in größerer Menge vorgefunden, das nach länger andauerndem Regen aus den Gesteinen ausgewaschen wurde. Auch die Einwohner des Marktfleckens Wippach erzählen häufig von Quecksilbcrsunden, die sich nach Hoch' Wasser in der Wippach einstellten. Dieser bekannten That» sache schenkte man jedoch bis nun wenig Glaubwürdigkeit, bis Herr Karl Dolenz in Wippach geleg°ntlich der An» Wesenheit des Bergingenieurs Kautschitz aus Cilli auf das Vorkommen von Quecksilber bei Mautsche aufmerksam machte. Am 12. d. M. hatten die vorgenannten Herren an jener Stelle, wo zuerst Kinder dieses flüssige Metall sahen, Schürfungen vorgenommen, welche das Vor« handensein eines reichen Quecksilbervorkommens constatierten. Tagsdarauf unternahm nun eine Gefellschaft, bestehend auS den Herren Karl Graf Lanthieri, Forstmeister Schwickert, Postmeister Eduard Do lenz und Professor Dr. L. Karl Moser aus Trieft, eine Excursion nach jener Stelle, und es gelang ihr. in kürzester Zeit flüssiges Metall zu heben. Der Abbau des Metalls dürfte mittels Tagbauen vorgenommen werden können, da dasselbe bereits in einer Tiefe von 1 Meter ansteht. Vom geologischen Standpunkte aus betrachtet, ist das Vorlom« men dieses flüssigen Metalls «in seltsames, umsomehr, da es aus einer so jungen Formation herrührt. — (Zum Theaterbau.) Der Bau des neuen Landestheaters, mit dem bekanntlich erst Ende Juli begonnen worden ist, schreitet rüstig vorwärts, und wenn die Witterung günstig bleibt, dürfte derselbe in der ersten halste des November im Rohbaue bis zur Dachgleiche gedeihen. Die FundamentierungSarbeiten sind bereits voll» endet, die Sockelhöhe wird beim ganzen Umfange des Baues in wenigen Tagen erreicht sein. — (Von den hiesigen Gymnasien.) Wie wir erfahren, zählen das k. k. Obergymnasium und das k. k. Untergymnasium in Laibach in dem soeben begonnenen Schuljahre 922 Schüler, und zwar entfallen auf das erstere 575, auf das letztere 347 Schüler. Auf die einzelnen Classen vertheilt sich die Schülerzahl Wie folgt: In dem unter der Direction des Herrn Andreas Sene-kovic stehenden k. k. Staats - Obergymnasium zählt die erste a-Classe 39, die erste WElasse 69 Schüler, die zweite a 30, die zweite d 34, die dritte a 22, die dritte d 39, die vierte 2 24, die vierte d 39, die fünfte 2 47, die fünfte d 46, die sechste a 42, die sechste b 41, die siebente 60 und die achte Classe 43 Schüler. In dem unter der Direction des Herrn Franz Wiesthaler stehenden k. k. Staats » Untergymnasium zählt die erste Classe in zwei Abtheilungen je 67 Schüler, die zweite Classe in zwei Abtheilungen je 41, die dritte in zwei Abtheilungen je 45 und die vierte Classe 41 Schüler. Am k. k. Ober - Gymnasium sind in den unteren vier Classen die »-Abtheilungen deutsch, die d Abtheilungen slovenisch. — Die Lehrkörper beider Anstalten machten am vergangenen Donnerstag dem neuen Landes-Tchulinspector Herrn I. A u m a n ihre Aufwartung und werden sich an emem der nächsten Tage vom gewesenen Land««-Schulmwect°r Herrn I. Smolej verabschieden. ^er nach RudoNswert übersehte Processor k>err <^n. nung am hesigen Ohergymnastum. — (Inspicierung.) Herr Oberstaatsanwalt Dr. Leitmayer inspicierte in den letzten Tagen die Männer' Strafanstalt am hiesigen Schlossberge und die Weiber-Strafanstalt in Vigaun. — (Localbahnproject in Kärnten.) Ein Interessenten-Consortium bewirbt sich um die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine von der Station Arnoldstein der österreichischen Staatsbahnen abzweigende, über Feistritz, Nötsch, Förnlach nach Hermagor im Gailthale führende schmalspurige Localbahn. — (Ernennung) Der Administrations-Adjunct der Direction der Güter des Bukovinaer griechisch-orientalischen Religionsfonds Herr Anton Tsch 0 pp wurde zum Ministerial - Concipisten im Ackerbauministeril'm ernannt. — (Blühender Aft fell, a um.) Herr Straßen-, meister Josef Koutny sendet uns in vollster Blüte stehende Zweiglein eines an der Triester Straße beim Kilometer 3 - 3 befindlichen Apfelbaumes. An den Zweigen hängen neben den Blüten und neuer Fruchtbildungen vollkommen reife Früchte. Auch aus anderen Theilen des Landes erhalten wir Mittheilungen, dass verschiedene Bäume infolge der abnormen Witterung frische Blatt-triebe, Knospen und Blüten zeigen. — (Un glucks fall.) Wie man uns meldet, wurde am 17. September der beim Besitzer Michael Verbic in Oberlaibach als Knecht bedienstet gewesene 66 Jahre alte Thomas Rode vor dem Stalle seines Dienstgebers im Hofe mit zerschmettertem Kopse todt aufgefunden. Derselbe schlief auf dem Stalle im Heu gerade neben der offen gelassenen Thüre und wollte in der Früh vom Stalle hinabsteigen. Da aber bei dieser Thüre sich keine Leiter befand, fiel derselbe vom Stalle circa vier Meter tief auf den Kopf herab und blieb mit zerschmetterter Hirnschale todt liegen. — (Process gegen den Todtengräber Rabl.) Der wegen einunddreißig strafbarer Handlungen, darunter wegen Gattenmordes, Brudermordes, Raubmordes und Brandlegung, angeklagte Todtengräber Franz Rabl aus Ilz wurde von den Geschwornen in allen Punkten schuldig gesprochen und zum Tode durch den Strang verurtheilt. Ein Begnadigungsantrag wurde, wie verlautet, nicht gestellt. — (Von der hiesigen Oberrealschule.) Die k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach zählt in dem soeben begonnenen Schuljahre 378 Schüler. — (Ernennungen im Iustizdienste.) Das Oberlandesgericht für Steiermark, Kärnten und Krain hat den steiermärlischen Auscultanten Jakob Iarc und den Rechtspraktilanten in Vischoflack Max Logar zu Auscultanten für Krain ernannt. — (Vom Wetter.) Da nach den letzten Depeschen das Centrum der Depression noch außerhalb deS Continents liegt, ist in unseren Gegenden in den nächsten Tagen bei südlichen Winden noch heiteres und warmes Wetter zu erwarten, doch dürfte dann ehestens ein Ueber« gang zu trüber, feuchter, jedoch gleichfalls warmer Witterung zu gewärtigen fein. — (K. k. privilegierte Südbahngesellschaft.) Mit dem vorgestrigen Tage trat auf den Linien der Südbahn die Herbst-Fahrordnung in Wirksamkeit. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 21. September. Se. Majestät der Kaiser ist in Begleitung des Grafen Kälnoty und des Gefolges um Mitternacht wieder in Wien eingetroffen und hat sich nach Schönbrunn begeben. Ministerpräsident Graf Taaffe ist aus Ellischau hier angekommen. Berlin, 20. September. Ein heute ausgegebener Marinebefehl publiciert die Cabinetsordre vom 2. September, wodurch Erzherzog Stefan ü, la 8ui»,6 der Maline gestellt wird. Kiel, 21. September. Heute früh sprang das Kesselrohr des Panzerschiffes «Kronprinz Rudolf» der österreichisch-ungarischen Escadre. Wegen der nöthigen Reparatur ist die Abfahrt des Geschwaders auf zwei Tage verfchoben worden. Nom, 21. September. Der zwanzigste Jahrestag des Einzuges der italienischen Truppen in Rom wurde hier, in den Provinzen und den Colonien festlich begangen. Ein königlicher Commissär legte mit einer Deputation der Armee einen Kranz am Grabe Victor Emanuels. sodann namens der Stadt Mom anWer Porta Pia nieder. Vern, 21. September. Der Vundesrath beschloss einen neuerlichen Versuch zu machen, um einen Aus-gleich herbeizuführen, und die Vertrauensmänner beider Parteien in Tcssin zu einer Conferenz einzuberufe». Paris, 21. September. Aus Madrid wird Hieher gemeldet, dass die Republikaner eine öffentliche Kund« gebima. für Portugal gegen England zu veranstalten beabsichtigen. Athen, 21. September. Der durch seinen Wohl-thätiqkeitssinn bekannte Banquier Syngros nahm cs auf sich. die durch den Brand in Salonichi zerstörten Ec« bäude der griechischen Gemeinde wieder aufbauen zu lassm. Lissabon. 21. September. Wie mehrere BlM melden, wird das englisch . portugiesische AbkoinM' wegen der gegenwärtigen Vorgänge vorderhand n y nicht ratificiert werden. ,. Calais, 20. September. Achtzig Tüllfabrikant" schlössen infolge von Differenzen mit den Albener ihre Werkstätten. 5000 Arbeiter sind arbeitslos. , Newyork, 20. September. Der österreichisch""^" sch? Consul hat Sammlungen für die UeberschwemM" in Oesterreich angeregt.________________ ^^-? Anqelommene Fremde. 'Am 20. September, ^,,^. Hotel Stadt Wien. Herling und Wcinreb. Kaufleute - W'"' holler, Wien. - Horiak. Graz. — Kuschel s. Bruder, PW Stirne. Gottschee. — Santner, Vez!rls'Schulinspector, 2«ul ^ Reiniger, ssorstverwalter. Knin. — Lovisan, llcrM« , Hotel (Nefllllt. Wilhelm und Johann Saute!. Van««"'^ und Beck. Ägram. Waller. Haan und Kuh. 2«'^, Dr. Pellegrini, Trieft. — Sommer, Oberlimtenant, !- '' ^ Graz. — von Depens, Vezirkscommissär, u. Petschar, « ., — Venedini s. Tochter. Knittelseld. — Schweinbach, ^ rath. Salzburg. - Wenzel s. ssrau, Schönlinde. -^ Ah, Stein. ^- Gracic, Nagusa, - Conti, Udine. - O'"'s ^ Prag. - von Reviezky, Sectionsrath, s. Frau, Äudape,>' Wonizla, Tarvis. ,. .W, Gasthof «aiser von Oesterreich. Lince, Beamter, T>aW°" — Lmze. Graz, - Lelmn. Görz. - Fleischer. 2»'bA ^ Hotel Tiidbahnhof. Normali. Villach. — Matetic, Adelst» Niklas. Vitis, — Sanoll. Villach. — Dr. Herdegen 1> « Professor, Erlangen, ___________ Verstorbene. „z. Den 19. September. Johann Vrankar, " Sohn. 1 Monat. Kolesiagasse 26, Lebensschwäche. , ^ Den 20. September. Johann Petric, 2°«°" 37 I,, Resselstraße 23. Lungenentzündung ^---' Lailmch, 20, September. Auf dem heutigen Markt«: s!"d ^^h, neu: 12 Wagen mit Getreide, 18 Wagen mit Heu M'0 24 Wagen und 4 Schiffe mit Holz. _________Durchschnitts'Preile._______^s^ «',lr, n,,,r, -^63^ Weizen pr. yeltolit. 6 50 6 69 Vutter pr. Kilo. . ^^ ^ -" Korn » 4 55 4 «4 Tier pr. Stück . > ^ y ^ Gerste . 4 6 4 16 Nilch pr. Liter . . "" ^ ^-" Hafer . 2 7tt 2,73 Rindfleisch pr. Kilo '^ ^ halbfrucht .-------5 30 Kalbfleisch ' ß6^'" Heiden » 4 Zy 4 62 Schweinefleisch » ^gg^-' Hirse » 455 4 77 Schöpsenfleisch » ^55^ Kukuruz » 5 4 5 24 hähndel pr. Stück ^,"ß ^ Erdäpfel 100 Ki!>' 2 23-------Tauben » ^!^4^^ Linsen pr. Heltolit iß —-------Heu pr. M.-Vtr. - ^g^"' Erbsen » 12 —-------Stroh » - - ^ ssisolcn » 8-----------holz, hartes, pc- .^^ Nindöschmalz Kilo — 90------- Klaft" ^A^ Schweineschmalz» —70-------—weiches, » ^-8^ Speck, frisch, » — 64-------Wein,roth,,100Üit. ^ ^ Z4^ — geräuchert « — 70-------— Weiher. » Mtoziehung vom 2tt. September. Linz: 78 64 22 19 ^' ^ Trieft: 48 41 47 79^^ McteoroloMc Beoblichtlin^n in^5^>^ —"--------------------^---------------!-----------------!--- «Ht " 7A"Mg^?42' 8"^ 6^4 " '^wiMill"' ^Abel g.l>» 20,2 . 3i, 741 7 19 2 O. schwach ^l" 9 .^ 742-1 l^3^___O. schwach !^,W^^^ 7Ü.Mg! 742 5" 7'8 windstill ', lN^ " 21, 2 . N. 741' 0 22-2 W. schwach bewo/ 9 . Ab. > 741-1 13-4 W. schwach ,th"l" ^ sck< Den 20. September dichter Morgcnucbel. °a ^ z,ia , warmer Tag, gegen Abend etwas bewiW; >.^ ^ilbe," he» Den 21. Morgcnnebel, vormittags heiter, nach«""- ^ aN .^ Aufheiterung. — Das Tagcsmittel der Tcn'P"« y.g"' beiden Tagen 12 9 und 14 5, beziehungsweise "" und 0 7 über dem Normale._____________^^^— ^ Nerantworllicher Redacteur^I^Na^l^^^ W Schmerzgebeugt geben wir dle traurige' ^^r, M dass unser lieber Gatte, beziehungswe'I' Schwiegervater und Großvater, Herr > Anton Lenarcic M l. l. Hauptsteuereinnehmer im Ruhest" W Leide"' W gestern abends '/<9 Uhr nach langwieriges ^stB W versehen mit den heil. Sterbesacromenten, ^ '"' M Jahre seines Lebens sanft im Herrn ""'"I"' M" W Das Leichenbegängnis findet Montag, h^e M September, um 5 Uhr nachmittags vom M St. Peters.Maut alls statt. ^ ^ W Der theure Verblichene wird dem ," denken und Gebete empfohlen. W Laibach am 21. September l89>1. ^ D Pantine «enarüiü geb. Schulter, "^unb W «„ton Lcnaröiö, l, l. Finanz<^tt ^<,rv W Johann «cuarüiü, > «euarüiü geb, Mathian, Tchnncge" » M Paul Lenarüiü, Enkel. 1803 Course an der Wiener Dorse nom 20. September 1890. «°«b». »««,<».« «°»r»u«... _. «elb War, Etlllltij-Nnithen. >^4?I^, ^....... 88 bo 8»?!, lw V^°"«l°'e, «knfi. ,ni.-,3,.s.o >»°Nei V" ' W»t 5lM st. 137 k« s»« _. ^°"'Mbr..,«,,/«^^II^^ «««ldvtlwrtibun»«. --------- «" ° loo fl, „g ^ „g.^ Geld Wars GrundenN.«Obliglltionnl «ür 100 ft, «Vl.), 5»/„ gal«,,!cke...... 105 7,, 104 80 b°/„ mährische...... ,Ug.z„ —-- z°/° «raw u»d NlNlenlllnd . . ^.^. — - ^ nlebeiösterreicliische . . . <,<>_ — — 5«/, steirischc...... _._ .. _ k°/° lll>atisch<> und slavllnUch, . «»z«. lnli^o »"/» ftet>enbül°i,chc .... II.^ _>«. 5°/„ Ieme,^ ,.«, ^^ Vörisnüa»»ülewn vrr!»«. 5°/« "g'. "9,^ Pfnndtilitle n 1UU fl.). «w^r,°ll«.est.^/« 1,8,.. 1,4 s... bt°.Plüm.'.Vchulbver,chr.'8°/ö ,Al "3^" Prwritllts-Obliglltloneu (fiil 100 ft,). sslidinandt Norbbahn ltm. 188» »»«n ,^n «s, »alizi,che lknrl.^ubw!« «°hn " »M, ,8X, 8W ft, V. 4'/.°,. . gg.zz yz, 50 «tlb Wave ^rr^Äl°rb»estbllhn . . . ,05 «y ,0k'4s. Lüdbahn ^ 3°/«' .^ ' .^ . ^^I^H Un«'N°li,. V°dn loo 70 1M 1.' Diverse Lose , «rebttlose IN» fi..... ,84 7« <8vbn «larv^Lost 40 fl......kk-l.. ii« 50 4"/. Do!,ll»l»llmpfsch, lN» ff. . «8«-.- lg»'. Llllbackrt Präm.-«nleh. 2N ft. z,-?5 2,75 Osener Los, 40 fi.....5775 «... P°Iffy..Lc>!e 4« fi......55-_ ".. Rudolph L°!e 10 fi. . , . "^ l?b" K°lm.L°lr40fi. . , . , Z'^ ^».1 Vt.°Os»oi«-L°sc 40 ft. , , , ° .'" n;..,. Walbstf,,..l>o!e «0 ft. . "."' "^/' WindilchVräh-Lose 2« fl, . '"," °°.H «cw.'Lch. d.»"/n Präm..Vchuld. " vlrlch b. Vobencrebilanstal» ,7._ W _ vllnt. Uctlen nbllNl «00 ss......»4» 25 L48 75 Verlthrsbanl. Nll«. l4v fi, , lSi) 50 i«ll»<» Nctlen von Transport» Unternehmungen. . Weftbahn «00 ss.. . - »44, _ A I_ »uschttehlober »is. Ü0U fi. «N <<,„ ,„. bl° ll"'»,)»0"5. . .«,<»"" Donau»»»»pflchWllhlt. «el.. "' " ^"^ " Oefterr. btt« fi. «W. . . ,,_, , ». Dr°u.»i,.sV..Db..H.)»0Nst.<2. '^." '^.^ Dul'«°benl>, «Ns'V. i<00 fl. E. ^.^ ^. fferblnllndl'Norbb. 1000 fl. IM. _^._ ,«> «al.»arl.Ludw..«.»oofi.«M. "'«' '^' Ulovb.»ft,-ung,.Trleftb(>afi.x> fi. Lilbrr ,"' ,. „?„ «. Südwlin »00 fl, Vilber . . ?««,?, 7^ 3üb'N°ibd.«erb.°«.»00fl.»0N fi. Bilbtl ,^ ^. ,,g,_ ««lb War, Ung Nlllblllibahn »ON fl. Vllber I95'!><» ,?« — UngWeftb s«alll,.»rllz)»c»0fl,Z 194 75 195 Lb Hnlmltrie.Actlen (V« 3tü, «äuge!., «lllg. Oefi. 100 ss. «l zo »,>«, «aybler «kisen« unb Ttahl.Inb. in «i, Vrllger <«Ien-Inb.'«tl, »M> fi, 4«. .,» ^» 3°l°o.L°r!, Gteinlohltn »0 fl, ". ^ " °I «Echlbzlmühl», P»Pler<. »00 fl, ,94 _ ,9« ^ »Vteylernlülil».Pllvn........ ,l« — l i> lb v»«» «4 3«. 44 »7, Valnteu. Ducaten........ 55z »z? »o.Flllncl'Vtücke..... 8 90 g», Deutsche Ne