Schriftleitn mi: «athausgaffe Skr S Telephon ftt. tl, titlfrittbai. 6 re»Kii»»»! I^igNch t»i! I,»»«»me brr »«»«» ». Kei«r« l>>,e! vea II—ltlltzr vor». $®»»!Artibe0«ille» «ebllhre» e»>a-ze». — Bei Wiebeidoluoge» »»Sl«ß. Die »Deullae Bo4t" erlcheinl leben Vhttu och urb C.-.mfiaj »den»«. ipofj'Mrtoiff c.jfoat» jo fiHO- Verwaltiulg: Rathausqasse Skr. 5 Iele»5»» Kt. tl, interutboo BezugSdedillguiiliell DinH bie Psli deziqe»; «icTtetiaSeij . . , i 3 20 S-ltjiihriii . ... K «-40 täJoiul b«9 • • . . K it-M Ftlr 8 i 111 mit Z»K«!I»», in« H»»«-M«»»Ilich . . . . « ,»1» «ieeteljötzng . . . K J — 4>oIbiä»ri« . . . K r— «amiibria . ... * it.— RAH ■itUnb erhöhe» Kch bie vez»t«gebli>ie» um He tötnea J»nlnvbBao«-«rtä»tfB. äittjein!ttr HHa-nnetn «elleil bt* mt VMKftcOun). Kr. 80 Mi. Mittwoch, 6 Kktoßer 1909. 34. Iatjrgank. Slowenische Stimnien zur Lex Kolisko-Axman». Am Dienstag hätte am niederösterreichischen Landtage der Statthalter die Erklärung abgeben sollen, daß der vom Landtage beschlossene Gesetzentwurf betreffend die Festlegung der deutschen Unterrichtssprache in dem genannten Kronlande nicht der kaiserlichen Sanktion unter-breitet werden könne; diese Regierungserklärung wurde aber auf Freitag verschoben. Die Frage der Lex Kolisko-Axmann ist für uns eine Lebensfrage und es wird gewiß interessieren, wie sich die Slowenen, die sich immer, wenn die Deutschen einen Borstoß der Tschechen abwehren, mit letzteren solidorisch er-klären, dieser Angelegenheit gegenüberstellen. Der in Cilli erscheinende „Narodni dnevnik" bespricht in seiner Blattsolg: vom 4. ds. die Lex Kolisko-Aßmann und sogt u. a. folgendes: „Die LexKoliSko Axmann ist im Kampfe der österreichischen Nationen die wichtigste An-gelegenheit, da sich in derselben das ganze un-geschmückte Pharisäertum der Deutschen wieder-spiegelt, welche der ganzen Welt und vor allem ihren Wählern beweisen wollen, daß das deutsche Element in Oesterreich verfolgt, von den Sla-wen an die Wand gedrückt wird, so daß eS sich nicht frei entfalten kann. Diese« Pharisäertum zeigte sich auch in dem Augenblicke, als sie ihre Forderung der Sanktion der Lex Kolisko Axmann erneuerten .... Wenn alle öfter-reichischen Landtage dieS nachmachen würden, müßt: der böhmische Landtag dies für Böhmen, Manama Bon Desider Urai. Autorisierte Uebersetzung von E. 93. I. In einem der höchsten Wolkenkratzer der Stadt New-Dork saßen die schöne Maud und der stellen-lose Reporter WorkinS beisammen. „Ich muß einen großen Gaunerstreich begehen. liebeMaud, denn sonst können wir nicht fortkommen und ich kann dich nicht zum Traualtar führen," sagte WorkinS in zärtlichem Tone. Maud blickte den schönen jungen Mann liebe-voll an, der in Ermangelung eines Stuhles zu ihren Füßen seine kurze Pfeife schmauchte, und sagte zu-stimmend: „Irgend eine Spitzbüberei, die viel ein« bringt, denn schließlich können wir nicht so ins Eheleben treten: i«b mit einer Nagelfeile, du mit einer kurzen Pfeife . . „Pardon, meine Manschettenknöpse. . .....find drei Cent wert, wenn sich überhaupt jemand trifft, der alte Manschettenknöpse kauft." „Was sollen wir machen? Man sagt, daß materieller Notstand die beste Bürgschaft für das Eheglück ist." „Und ich will glücklich sein." „All right! Du wirst glücklücklich sein!" Maud ging zur Probe des SingchorS und WorkinS machte sich auf den Weg, um eine Sen-sation auszuspüren. der krainische sür Krain, der galizische für Galizien verlangen......Selbstverständlich würden sich die Deutschen in Böhmen oder sagen wir in Krain mit aller Macht dagegen wehren .... Der Artikel führt weiter aus-Es wäre gerecht, wenn sich die Deutschen nur wehren würden gegen den Andrang der Tsche» chcn auf die Privatfchulen — wer könne eS ihnen verübeln. Was anderes aber sei eS, wenn den Tschechen die nicht erst seit gestern sondern seit Dezenien in Niederösterreich eingt-bürgert sind, die Möglichkeit genommen wird, ihre Sinder in eine Schule zu schicken, in welcher in ihrer Muttersprache der Unterricht erteilt wird. Die Bermehrung der Tschechen i n N i e d e r ö st e r r e i ch werden d i e D e u t» scheu niemals verhindern können. Ihre Zahl wird immer größer werden. Diesen Prozeß werden die Deutschen nicht aushalten können und wenn sie kein andere« Mittel hie-für wissen, al« di? drakonischen Bestimmungen der Lex Kolisko- Axmonn, dann ist e« am besten, daß sie den faktischen Standpunkt ein« sehen und — sich ergeben. Der Artikelschreiber nimmt auch die Christlichsozialen besonder« her, die mit dieser Angelegenheit nur ein „Geschäft" machen wollen. I» ähnlicher Weise drückt sich auch die wiudischklerikale Presse au« und wir sehen auch hier wieder, daß liberale und klerikale Slowenen, wenn sie sich mich sonst wie Hund und Katze befehden, brüderlich sich die Hände reichen, wenn es gegen die Deutschen geht. Umsomehr ist diese Angelegenheit in ihrem ganzen vollen Ernste auszufasseu. können wir II. Mister Theodor, der Schriftleiter der „New Herald," blickt einen gutgekleideten, ruhig drein-blickenden Gentleman streng an, der mit höllischer Ruhe in den Taschen herumstöbert. „Nun, mein Herr, ich möchte endlich die ver-sprochene Sensation sehen! Ich bin auf die riesige, kolossale, die Welt erschütternde Sensation neu-gierig." Mister Theodor war ein Deutscher von Ge-burt, der in erster Reihe Schlauheit von den Amerikanern gelernt hatte. Er brachte au« seiner Heimat die berühmte deutsche Gründlichkeit mit, mit der die deutschen Schulmeister seinen Tournister voll-gefüllt hatten. Auch jetzt nahm er mit spöttischer Geringschätzung die sensationelle Neuigkeit aus, von der er noch nicht einmal wußte, worin sie bestand, und dabei arbeitete der amerikanische Verleger in ihm, der immer bereit ist. wieder Tiger zum Sprnnge, eine einträgliche Neuigkeit zu ergattern. „Nun, Mister Workins. Zeit ist Geld. Wenn Sie im Besitze eines SchürfunaSrechtes sind, so üben Sie es nicht in Ihren Taschen aus, sondern gehen Sie auf die Goldfelder." WorkinS mit dem mädchenhasten Gesichte und den heiter funkelnden Augen konnte so impertinent lächeln, daß das Blut in dem nerviösen Manne zu kochen anfing. Er stöberte ruhig weiter in den Taschen und sah den Schriftleiter Theodor, der neroiöS auf dem Schreibtische trommelte, lächelnd an. „Ich überreiche Ihnen sofort das Manuskript, mein Herr. Ich muß die Taschen wieder der Reihe nach durchstöpern . . ." doch gewärtig sein, daß wir in dieser hochwich» tigen Angelegenheit, in der e« sich um nicht« andere al« um die Auslieferung des bisher deutschen Stammlande« der Monarchie handelt, da« ganz« Slawentum gegen un« haben werden. E« heißt zwar, daß in der Erkenntnis de« Ernstes der Frage sich die Parteiführer von 4 Landtagen zusammensetzen wollen, um eine einheitliche Aktion in der Schulsprachenfrage einzuleiten, jedenfalls hat man aber wieder einige Monate in dieser äußerst dringlichen An-gelegenheit vertrödelt. Dir Deutschen und der böhmische Landtag. Die BermittlungSaktion des Oberstlandmar-schalls Prinzen Lobkowitz znm Zwecke der Flott-machnng des böhmischen Landtages ist an dem Widerstande der Jungtfchechen gejcheitert. Die letzteren haben in der Vollversammlung, welcher die Jung-tschechen und tschechischen Agrarier beiwohnten. eS durchgesetzt, daß einer Erklärung, die Abg. Doktor Skarda dem Abg. Dr. Eppinger abgegeben hatte, zugestimmt wurde. Diese Erklärung besagt, die Tschechen beständen aus der Forderung, daß in der nächsten Landtagssitzung zuerst die Neuwahl des LaudesauSschusseS und sodann die Beschlußfassung über die Einsetzung von Kommissionen ersolgen müßte; in der zweitnächsten Sitzung wären dann auch die Wahlen der Mitglieder dieser Kommissionen, deren Zahl vier bis fünf betragen würden, vorzu-nehmen. Die Vollversammlung der deutschen Abge-ordneten hat über Antrag des Vorstandes einmütig diese Forderung der Tschechen abgelehnt. „Um Gottes willen," sagte der Schriftleiter, „Sie machen mich mit Ihrem Phlegma wahnsinnig. Sagen Sie mir, was Sie wollen, geben Sie mir das Manuskript her. wenn Sie eineS gebracht haben, und dann lassen Sie mich allein." „Well," sagte Workins lächelnd und steckte die Hände bis an die Knöcheln in die Taschen. „Was suchen Sie denn eigentlich. Sie Un-glücksmensch?" „Ein geschlossenes Kouvert." „Haben Sie es denn wirklich eingesteckt, als Sie fortgingen?" „Sie haben recht, Mister", bemerkte Workins. „Ich habe es wirklich nicht in die Tasche gesteckt, sondern unter — das Hutfutter, damit man eS mir nicht unterwegs stehle." Der Feuerrote kleine Schriftleiter wollte auf-springen, aber er überwand seine Nervosität, denn aus dem Hutfutter kam das Kouvert zum Borschein. Es war ein einfaches, weißes, geschlossenes Kouvert, daS mit Schriften voll gespickt war. Mister Theodor übernahm es anscheinend ruhig. „Mister Theodor", sagte WorkinS, „in diesem Kvuvert sind Aktenstücke, die die Regierung schwer kompromitieren. Von einem ungeheueren Skandal reißen wir den Schleier herunter. Bis zum Präsi-denten der Republik hinauf ist jeder in einer schönen Sauce. Auf. der ganzen Linie wird ein Gestank losgehen, von dem es ihnen schwindlig werden wird." „Ueberlassen Sie mir die Aktenstücke, junger Man«, und wenn fie etwas wert sind, so publi« zieren wir sie." Deutsche Wacht Nummer 80 Der Oberstlandmarschall begab sich am Donners-tag in die Wohnung des Landtagsabgeordneten Dr. Urban, den er ersuchte, den deutschen Abgeordneten von dem Scheitern seiner BermittlungSaktion Kennt-niS zu gebe« und ihnen offiziell mitzuteilen, es werde überhaupt keine Sitzung des Landtages mehr stattfinden; die Regierung sei bereits davon verständigt. Die in Prag weilenden deutschen Abgeord-neun erörterten am Donnerstag abends die durch die Halsstarrigkeit der Tschechen entstandene Situation, welche weitere Beratung der deutschen Parteien gegen-standslos macht. Die Tschechen tragen nun die Berantwortung für die Folgen ihres Beschlusses. Die Deutschen haben nur konsequent gehandelt, in-dem sie die Forderungen der Tschechen ablehnten, welche dahin gehen, für die nächste Sitzung außer Wahlberichten und Angelobungen die Wahl des Landesausschusses und als nächsten Programmspunkt den Beschluß auf Einsetzung von vier bis fünf Kom? Missionen und die Wahl dieser Kommissionen sofort nach der Haussitzung vorzunehmen. Wie man auS dieser Forderung sieht, sind die Tschechen völlig umgefallen und haben nun den unduldsamsten Stand-punkt eingenommen, der denkbar ist. Ueber die Stellungnahme der Regierung ange-sichts der Lage in Böhmen wird aus Wien vom 30. v. M. berichtet: Ministerpräsident Freih. von Bienerth hatte gestern nachmittags eine längere tele-phonische Unterredung mit dem in Brunn weilenden tschechischen Landsmannminister Dr. Zacek. Ihr Ergebnis war, daß Dr. Zacek heute früh nach Prag abreiste, wo er mit den tschechischen Parteiführern wichtige Beratungen abhielt und ihnen neue Propo-sitionen wegen der Flottmachung des Landtages stellte. Die Annahme daß die Vertagung des Land-tages bereits ausgesprochen sei, ist unzutreffend, v.el-mehr werden seitens der Regierung noch energische Versuche unternommen, um im böhmischen Landtage normale Verhandlungen zu erzielen. — Ob diese Versuche von Erfolg fein werden, ist mehr als zweifelhaft. _ politische Rundschau. Treffende Worte. Nachdem das VerständignngSspiel in Böhmen kläglich mißlungen ist, läßt die Regierung Bienerth durch die Offiziösen mit der Auflösung des Abge-vrdnetenhauseS drohen. Darauf kommt R. R.-Abg. Dobernig in dem Sonntag-Leitauffatze der Wiener „Ostdeutschen Rundschau" eingehend zu sprechen und führt da u. a. treffend aus: „Die Regierung lasse eS sich gesagt sein: Die Auflösung ist wohl das für sie bequemste Mittel, um sich über die Verlegenheiten des Tages hinwegzuhelsen, aber kein Mittel, um eine länger dauernde Gesundung zu erzielen. Eine Regierung, die im Parlamente nichts vorwärts bringt, hat zu demissionieren. Vielleicht ist eine andere glück- „Lieber Mister Theodor, Sie spielen da die Rolle eines fischblütigen Fremden, obgleich Sie die Neugierde unendlich plagt. Gut, Sie können tun, was Sie wollen, ich habe nichts dagegen. Die Aktenstücke lasse ich da, aber bis morgen dürsen Sie keinen Gebrauch von ihnen machen, denn ein wichtige« Aktenstück muß ich mir noch verschaffen, damit die Kette vollständig sei. Morgen bekomme ich die Schrift, dann habe ich nichts dagegen, wenn Sie morgen die welterschütterndc Neuigkeit Ihren Lesern auftischen." „Die Schriften können Sie bis dahin bei mir lassen," bemerkte Theodor besorgt. „Wenn Sie es wünschen können sie da bleiben." Sie versiegelten das Kouvert und Mister Theodor legte es in den Geldschrein. „Schauen Sie her, ich lege eS in ein beson-deres Abteil. Morgen nehmen wir es zusammen da heraus." Workins ging fort, aber am nächsten Tage er-schien er wieder zur selben Stunde in der Schrift-leitung des „New Herald." „Mister Theodor nehmen wir die Aktenstücke heraus. Ich habe auch die noch fehlende Schrift gebracht." Der Schriftleiter ging mit schlecht verhüllter Erregung zum Schrein und öffnete die schweren Türen. Er öffnete das Abteil, schaute hinein und schrie aus: „Das Kouvert ist verschwunden." Im leeren Abteil faud sich nur ein kleiner Haufen schwarzer Papierasche vor. „Wo sind meine Akten?" schrie WorkinS. „Der Teufel mag mich holen, wenn ich sie an- licher, oder wenn nicht das, wenigstens doch mehr beflissen, mit Hilfe der arbeitswilligen Parteien Ordnung zu machen. Die gegenwärtige Regierung steht aus dem Standpunkte der „Wurschtigkeit^. Sie hat keine Initiative gezeigt und gefiel sich in der Posse der Teilnahmslosigkeit, so lange das Parlament beisammen war, ihre wenigen Lebensäußerungen waren, wie die samosen Stenervorschläge Bilinskis, nicht danach, ihren Anhang zu vermehren. Und mit ihrer „Deutfchfreundlichkeit" ist eS nicht so weit her, als män glauben machen will. Die Tatsachen be-weisen vielmehr, daß auch diese Regierung nach be rühmten Mustern gerade jene hätschelt, die ihr im Parlament nur Schwierigkeiten bereiten. Ihre Güte ist unbegrenzt für alle Nichtdeutschen, schrumpft aber zur Engherzigkeit zusammen, wo es sich um die Ersüllung alter Zusagen an deutsche Bezirke. Ge-meinwesen und Körperschaften handelt. Viele Maß-nahmen, darunter solch: ans dem Gebiete des Unter-richtswesenS, sind geradezu dentschfeindlich und ge-eignet, die jahrelange Schutzarbeit deutscher Abge-ordnet« zu zerstören; anderseits läßt man die slawische Nebenregierung im Eisenbahnministerinm nach Belieben schalte» und walten . . Aus dem windischen Lager. In der am vergangenen Sonntag stattgefundeuen Hauptversammlung des Bauernbundes für Laibach und Umgebung erstattete Abg. Snstersic Bericht über die politische Lage, die er als äußerst kritisch be-zeichnete. Ob der Reichsrat. der den neuesten Nach-richten zusolge für den 20. d. M. einberusen wird, wirklich arbeitsfähig sein wird, kann man heute noch nicht sagen. Darüber werden die slawischen Parteien gemäß dem bekannten Beschluß der Slawi-scheu Union erst nach der Einberufung Beschluß fassen. Auf jeden Fall werde» die slowenischen Abge^ ordneten treu zu den Vertretern des tschechischen Volkes stehen und jederzeit mit ihnen gemeinsam vorgehen. Das slovenische Volk ist gerüstet (!), un, allen Eventualitäten ruhig ins Auge sehen zu können. (!) Das Ministerium Bicnerti? hat nnsreiwillig für die Solidarität der österreichischen Slawen Großes ge-leistet. Die Verschärfung der nationalen Gegensätze ist zwar im Interesse der Gesammtheit zu bedauern, ist aber heute eine reale Tatsache, mit welcher sowohl die Regierung als auch die Parteien rechnen müssen. Am 17. d. M. findet in Laibach eine Vertrauens-männerversammlung der slowenischen Volkspartei statt, an welcher Vertrauensmänner der Partei ans Krain, Görz, Trieft und Jstrien, sowie, die Vertrauens-Männer des slowenischen Bauernbundes aus Steier-mark und des Christlich.slowenischen Vereines aus Kärnten teilnehmen werden. In der Versammlung soll die Proklamierung einer allslowenischen Volks-partei erfolgen. Den politischen Bericht wird Abg. Snstersic erstatten. Auch die übrigen slowenischen Abgeordneten haben ihr Erscheinen zu der Ver-fammlung zngesagt. gerührt habe," stammelte der Schriftleiter totenbleich. „Wer hat die Dokumente verbrannt?" Denn daß sie verbrannt sind, das ist sicher. Da ist die Asche und da ist eine Klammer, mit der die Akten zusammengehalten waren." „Ich schwöre Ihnen, daß ich die Sache nicht verstehe. Gestern habe ich vor ihren Augen den Schrein versperrt und seither habe ich ihn nicht ge-öffnet. Er ist nicht angebohrt, äußerlich sieht man keine Spur von einem gewaltigen Eingriff und meine Papiere sind unversehrt . . .Nur meine Akten sind verbrannt. Sonderbar . . . Wir werden schon auf die Spur kommen, wenn nicht ich, so die Polizei." Ein grandiose polizeiliche Untersuchung war die Folge der Anzeige. Workins gab nur an, es seien wichtige Dokumente gewesen, aber Theodor ließ ver-lauten, daß eS Schriften waren, die die Regierung schwer kompromitieren. Die amerikanischen Blätter benutzten die Gelegenheit und der Zeitungskrieg brach aus. Die Reporter bestürmten Workins, er möge verraten, welcher Minister der Paaamist sei und wo der Hund begraben liege. VolkSversamm-hingen forderten, daß WorkinS die schlauen Minister entlarvt. Am fünften Tage fingen die Leitartikler an, in verschiedener, aber entschiedener Richtung An-spielungen zu machen und beinahe jedes Blatt klopfte anderwärts an. Die Sammtfauteuils schwankten, der Präsident der Republik war schrecklich erbittert. ES dauerte Wochenlang, bis sich die öffentliche Mei-nung wieder beruhigte. Steirischer Landtag. 10. Sitzung. — 1. Oktober. Die Petitionen werden den HauSausschüssen zugewiesen. (Abgeordneter Wagner (klerikal) beantragt die Einführung einer Elementarfchadenversicherung, der jeder Grimdstcnerträger angehören muß. Der Antrag wird dem kombinierten Finanz- und Landesknltur-auSschusse zur Vorberatung zugewiesen. Abgeordneter Dr. v. Kaan (deutschnational) verweist bei Begründung seines Antrages aus Ver-einfachung der Geschäftsordnung darauf, daß ihn vier Fünftel der Mitglieder des Hanfes unterzeichnet haben. Deshalb wolle er nichts weiter über die posi-tive Seite des Antrages sagen, da eine kurze Be-gründung ohnehin gedruckt vorliege. Er wolle aber aus das verweisen, was der Anttag nicht beabsich tigt. Er enthalte keine Spitze gegen irgend eine Partei, es sei damit kein Hausknechtparagraph zum „Mundlotmachen" geplant. Man wolle nur den überflüssigen Ballast an Formelkram abwerfen, der sich der gedeihlichen Arbeit hindernd in den Weg stellt. Abgeordneter Dr. Kukovec ,'slowenischliberal) bemängelt es, daß der Antrag keine bestimmte Tex-tiernng enthält. Er sei daher gegen die Zuweisung. Abgeordneter Resel (Sozialdemokrat) hat gegen die Zuweisung nichts einzuwenden, da die Sozial-demokraten ebenfalls für eine Vereinfachung der Geschäftsordnung feien. Abgeordneter Dr. Korosec erklärt, die Slo-wenen seien gegen die Zuweisung. Der Antrag Dr. v. KaanS wird hierauf dem politischen AuSschusse zugewiesen. Abgeordneter Hilari (Sozialdemokrat) begründet seinen Antrag betreffend die Beschleunigung der Erledigung des Gesetzentwnrses betreffend vom 3. No-vember 1908 über die Sozialversicherung. Der An-trag wird dem politischen Ausschusse zugewiesen. Abgeordneter Wagner (klerikal) begründet seinen Antrag, betreffend die Anwendung geeigneter Mittel zur Einschränkung der Landflucht. Abgeordneter Größwang (deutschnational) be-gründe« seinen Dringlichkeitsantrag, betreffend die sofortige Inangriffnahme der notwendigen Uferschutz-bauten an dem Paltenbache bei Rottenmann und Selztal. Abgeordneter Hagenhofer (klerikal) begründet seinen Antrag, betreffend den ehesten Ausbau der Bahnstrecke Hartberg—Gleisdorf. Damit ist die Tagesordnnug erledigt. Folgende Anträge wurden eingebracht: Antrag der Abgeordneten Brandl und Genoffen, betreffend die Abänderung des Gesetzes für Waffer-reguliernngsbauten in Steiermark. Antrag des Abgeordneten Brandl und Genossen, betreffend eine Notstandsangelegenheit (St. Oswald und Möderbrugg). III. In dem vornehmsten Hotel von Venedig saß WorkinS und Maud beisammen. Sie waren schon verheiratet nnd so reich, daß sie anch noch die Moskitostiche mit Champagner kurierten. „Du Tom," sagte die junge Frau, „du hast dich gewiß eines großen Gaunerstreiches schuldig ge-macht, daß du so viel Geld hast. Verrate mir die Spitzbüberei, die dir so viel Geld getragen hat." Workins lächelte. „Nun meine Akten . . . Als es bekant wurde, ich habe von einer Panama Kenntnis, ließ mich jeder Minister im geheimen rufen und ich schleppte das Geld in hellen Haufen von ihnen heim. Als Gegendienst verlangten sie nur Diskretion von mir nnd daß ich sofort abreise.* „Du, Tom" sagte sie schmeichelnd, „mir kannst du sagen, wer der Panamist war. Lieber Tom, sag's mir." „Der Panamist, liebes Kind, war ich. In dem Kouvert waren nur alte Zeitungspapiere und ein Phosphorpräparat, das meine Akten in Flammen steckte, als es im Schrein trocken wurde." Die schöne Frau lachte herzlich. „Du lieber Gauner ..." Tom blieb ernst. „Ich wußte nichts," sagte er, „und wie erschrocken waren alle. O! wie viele Panamageschichten müssen sich da wirklich zutragen. Wenn ich nur eine einzige kennen würde, hätte ich Geld wie Mist . . Und er blickte sehnsuchtsvoll in der Richtung des DoradoS. Nummer 80 Antrag der Abgeordnete» Brandl. Pierer und Genossen, betreffend Gewährung einer Snbvention für den Obersteirischen Geflügelzuchtverein in Levben. Antrag der Abgeordneten Pierer nnd Genossen, betreffend den Notstand, der durch Hagelfchlag und Dürre im politischen Bezirke Brock (Gemeinde Breiten au, Pernegg, Brnck, Sberaich. Picheldorf, Kapfen-berg, Hasendorf. Frauenberg, Parfchlng, St. Marein, St. Loreuzen und St. Sebastian im Bezirke Maria-Zell) hervorgerufen wurde. Antrag des Abgeordneten Dr. Kukovec auf Trennung des Landesschulrates in eine Abteilung für das deutsche und in eine Abteilung für das slowenische Gebiet Steiermarks. Schluß der Sitzung um II Uhr 45 Minuten. Nächste Sitzung am 5. Oktober. (11. Sitzung. — 5. Oktober.) Zu Beginn der Sitzung begründete Abgeord-neter Wastian seinen Antrag aus Unterstützung des Bahnbaues Marburg —Wies aus Landesmitteln. Aufmerksam folgte das HauS seinen Worten und Beifall folgte den Ausführungen, womit Abgeord-neter Wastian in sympathischer Weise die Interessen seiner Wähler vertrat. Nach der Begründung zweier slowenischer Anträge kam Abgeordneter Dr. Hofmann v. Wellenhos zu Worte und besprach unter allge-meiner Zustimmung des Landtages die schweren Schäden der geplante» Erhöhung der Frachtentarife der Südbahn und die Ungerechtigkeit, die in einer solchen einseitigen Belastung der Alpenländer liegt. Abgeordneter Einspinne? begründete seinen An-trag ans Errichtung einer Staatsbahndirektion in Steiermark und verlangte die Unterstützung des Statthalters. Nach zweiwöchiger Tagungszeit kam der Land-tag zu den zweiten Lesungen, d. i. zur endgiltigen Beschlußfassung über eine Reihe von Berichten des Laudesausschusse». Zum erstenmale bestiege» die Berichterstatter der La»dtagsa»sfchüsse die Bericht-erstattertribüne zum Zeichen, daß der Mechanismus des Landtages produktiv zu arbeiten beginnt. Der erste endgiltige Beschluß des Landtages war eine ehrende Kundgebung für den Landrat und Kauzleidirektorstellvertreter Dr. Heinrich Cafper. Nachdem der Obmann des Finanzausschusses, Frei-Herr v. KellerSperg, als Berichterstatter den Antrag deS LandeSausschufseS, Herrn Dr Cafper die zweite Gehaltsstufe der sechsten Rangsklasse vorzeitig znzn-erkennen, warm empfohlen hatte, drückten Abgeord-neter Dr. v. Kaan namens der Mehrheit und Ab-geordneter Riegler namens der Minderheiten ihre Zustimmung zu dem Antrage aus, woraus der An-trag einstimmig angenommen wurde. Anträge wurden solgende eingebracht: Antrag der Abgeordneten Otter, Reiter, Wastian. Gerlitz Fehler und Genoffen, betreffend die Neuregelung der Bezüge der Volks- und Bürgerfchullehrer und -lehrerinnen, sowie der Handarbeitslehrerinnen in Steiermark. Kscine Lauöe Der Statistiker beim Mittagessen. „Es ist ja richtig. Doris, daß der normale Mensch jährlich 15 Pfund Salz zu sich nehmen soll, aber aus einmal soll er das doch nicht tun." Auch ein Erfolg. Kritiker: „Hat sich Ihr letztes Stück lange gehalten?" — Dramatiker: „Na, es ging ... um sieben habe» s' angefangen, und um neun war's noch nich. durchgefallen." Aus der Zahnklinik. Professor: »Sehr zu Unrecht, meine Herren, führt der dritte Mahl-zahn den Namen des WeiSheitSzahnes, kommt er doch auch beim weiblichen Geschlechte vor!" In der Sächsischen Schweiz. „Wie heißt denn der Hügel dort drüben?" „Ei seh'n Se, den heeßt man n sächsischen Gaurisanker. un der kleene Tümpel is' Sie das sogenannte sächsische Weltmeer!"j Sichere Erkenntniszeichen. „Bon welcher Nationalität mag der junge Herr dort wohl sein?" fragte ein Ausländer einen anderen. „Er kopiert in seinem Aeußeren den Engländer, spricht perfekt französisch, schwärmt von den alten Griechen und Römern, also ist es ein Deutscher!" Kindermund. Der kleine Heinz hat sich tagsüber tüchtig müde gespielt; halb schlaftrunken spricht er abends sein Nachtgebet: „Müde bin ich, geh' zur Ruh. schließe meine Augen zu, Müllers Esel, das bist du." Deutsche Wacht Antrag der Abgeordneten Wastian. Neger nnd Genossen ans Errichtung einer vierten Bürgerschul, klaffe in Marburg. Antrag der Abgeordneten Fehler und Genoffen, betreffend die Errichtung einer Knabenbürgerschule in Leibnitz. Antrag der Abgeordneten Dr. Schachert und Genossen auf Errichtung einer LandeS-Doppelbürger-schule in der Gemeinde Donawitz. Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. (Schluß.) In einem AmtSvorschlage des StadtamteS wird die Vermehrung des Standes der städtischen Sicher-heitöwache um einen Machführer und mindestens zwei Wachmänner beantragt. Der Berichterstatter verliest sowohl den Amtsbericht wie die Aeußerung des StadtwachtmeisterS Franz Mahr und erklärt, daß der Rechtsausschuß der Ansicht sei. daß der Amtsvorschlag auf Vermehrung der städtischen Sicher-heitswache vollkommen begründet sei, doch habe sich der Unterausschuß bei Erwägung dieser Angelegen-heit von dem Standpunkte der Geldlage der Stadt-gemeinde leiten laffen nnd stelle daher den Antrag den Stand der SicherheitSwache vorderhand nm einen Wachmann zu vermehren. An der hierüber eröffneten Wechselrede b.teiligten sich die Gemeinde-ansfchüfse Arthur Charawt, Anton Neu brunner, Dr. Gregor Jeseuko und Dr. Fritz Zangger. Der Au» trag ivird einstimmig angenommen. Dr. Joses Kowatschitsch teilt als Testaments-Vollstrecker des k. k. Majors Pokorny mit, daß der Verstorbene für die Armen der Stadt Cilli den Betrag von 200 Kronen vermacht habe, welcher Betrag jedoch durch die letztwillige Verfügung des Erblassers einen Abzug erleiden wird. Der Berichterstatter stellt den Antrag, es jei das Legat auch anzunehmen, wenn es einen Abzug erleidet. (Wird angenommen.) Für den Unterausschuß 2 (Unterricht) berichtet Herr Dr. Gregor Jesenko über eine Eingabe des Präsidiums des dentschösterreichifchen Bürgerschul-lehrerbundeS um Fassung eines Beschlusses dahin-gehend, daß die österreichischen Bürgerschulen ver-staatlicht werden solle» und um Absendnng einer diesbezüglichen Abschrift der Bittschrift an das k. k. Ministerium für KuliuS und Unterricht und an den Reichsratsabgeordneten der Stadt Cilli. Der Bericht-erstatter erörtert die Angelegenheit und sagt, der Unterausschuß sei der Ansicht, daß man die Bestre-düngen dieses Vereines in weitgehendster Weise unterstützen soll, doch könne das Eingehen in den vorliegenden Gesetzenttvurf nicht geraten werden, weil durch die Verstaatlichung der Bürgerschulen, dort wo der völkische Kampf droht, eine Schädigung des Deutschtums eintreten würde, weshalb der Unter-ansschuß den Antrag stellt, eS sei die Absendung der Bittschrift im Sinne des deutschösterreichischen Bürgerschullehrerbnndes abzulehnen. (Der Antrag wird angenommen.) Für den Unterausschuß 3 (Bauausschuß) berichtet dessen Obmann Gemeindeausschuß Robert Zangger. Der Berichterstatter erörtert eine Eingabe des Hausbesitzers Franz Kuder um Herstellung eines Kanales vor den Häusern 7 und 9 in der Schul-gaffe. An der Hand des Gutachtens des Stadtinge-nieurs und der bezüglichen Skizzen bespricht er die Angelegenheit und weist daraus hin, daß die Her-stellung eines 100 Meter langen Kanales einen Kostenaufwand von 3386 Kronen erfordern ivürde, dagegen würde die Herstellung einer Sickergmbe nnr 125 Kronen beanspruchen. Es würde sich em-pfehlen, die Sickergrube so herzustellen, daß sie jeder-zeit zu einem RevisionSfchachte umgebaut werden könnte. Der Unterausschuß beantragt, es sei die Herstellung der Sickergmbe zu bewilligt», wobei die Anrainer zur Bezahlung deS gesetzmäßigen Teiles heranzuziehen seien. Gemeindeausschuß Neubrunner weist auf die schlechte Pflasterung in der Schulgaffe hin und ersucht, daß auch in dieser Richtung das geeignete veranlaßt werde. Der Antrag des Unter-ansschusses wird angenommen und der Bürgermeister erklärt, daß auch bezüglich der Pflasterung der Schnl-gaffe etwa# geschehen werde. Bürgermeisterstell vertret er Max Rauscher be-richtet für den Finanzausschuß als dessen Obmann Das Ansuchen der städtischen Kanzleigehilsen Franz Kollenz, Anton Stryeck und Anton Supantschitsch um Bewilligung der Uebernahme der von ihnen an die allgemeine Pensionsanstalt zu entrichtenden Ver- Seite 3 sicherungsprämien mm zusammen 132 Kronen wird bewilligt. Ebenso werden die Gesuche der verehelichten SicherheitSwachmäuner. deS StadtamtSdieuerS Georg Sdoutz, des AmtsdienerS i. R. Franz Topolofchek, der Manteinnehmer Max Benefch, Viktor Fasching und der Rosa Resar um Heitzmateriale bewilligt. Der Bund deutscher Arbeiter Germania ersucht um Unterstützung für das Jahr 1910. Es wird ihm eiu Betrag von 20 Kronen bewilligt. Das Ansuchen des steiermärkischen Komitees für die erste internationale JagdauSstellung im Jahre 1910 nm Unterstützung der Veranstaltung durch Widmung eines Betrages von 200 Kronen wird über Antrag des Unterausschusses abgelehnt. Ueber eine Eingabe des UnterstützungSvereineS der deutschen Schule in Hochenegg stellt der Unter-ansschnß den Antrag den Betrag von 25 Kronen zu bewilligen. Der Antrag wird angenommen. Die Eingabe wegen Bestellung eines eigenen Heizers für das Mädchenbürgerschulgebände wird als «och nicht sprnchreis von der Tagesordnung ab-gesetzt. Für den Unterausschuß 5 i Gewerbe), berichtet dessen Obmann Gemeindeausschuß Karl Mörtl. Da« Ansuchen der Theresia Skerbinek um Bewilligung eines Standplatzes zum Verkaufe von Krämerwaren an der Ecke der Grazer- und Ringstraße wird ab-gewiesen. Das Ansuchen des Anton Gajschek um Bewilligung der Verpachtung seiner Gasthauskonzession an Florian Roitz wird über Antrag des UnterauS-schuffes behufs weiterer Erhebungen au das Stadt-amt zurückgewiesen. Ueber das Ansuchen der Firma Goricar und Leskovsek um Verleihung der Konzession zum Verkaufe von G«betbüchern. Schulbüchern, Heiligenbildern. Kalendern und so weiter, spricht sich der Unterausschuß dahin aus, daß der Orts-bedarf hiesür absolut nicht vorhanden ist uud stellt den Antrag auf Abweisnng dieses Ansuchens, welcher Antrag angenommen wnrde. Das Ansuchen des SelchermeisterS Ludwig Junger um Bewilligung eines Standplatzes zum Verkaufe feiner Selchwaren am Hauptplatze, wird dahin erledigt, daß dem Gesuch, steller ein Standplatz anschließend an die Fleisch-stände unter der Bedingung bewilligt wird, daß er Nch den für die Fleischerftände vorgeschriebenen Be-dingungen unterwerfe und daß sich der Gemeinde-ausschnß das Recht der Kontrolle vorbehalte. Der WafferleituugSausschuß berichtet über einen Erlaß der k. k. Statthalterei, mit welchen» der vor-gelegte Entwurf einer WafferleitnngSordnung für die Stadt Cilli im Einvernehmen mit dem steier-märkischen Landesansschuffe zurückgestellt wird, da dieser Entwurf in der vorliegenden Fassung nicht zur Genehmigung geeignet erscheine und daß er der in dem Erlasse enthaltenen Abänderungen und Er-gSnzungen bedars. Ueber diesen Gegenstand berichtet der Bürgermeister. Er teilt die hauptsächlich stilistischen Aenderungen mit, verliest die im Sinne dieses ErlaffeS abgeänderte WafferleitnngSordnung für die Stadt Cilli und beantragt, sie in der jetzigen zum Vortrage gelangten Fassung zn genehmigen und der Statt-halterei zur Vorlage zu bringen. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Eine Eingabe des Theater- und Orchesterunter-nehmens um Erhöhung eines Billetzuschlages von 4 Heller für die Parterre- und Logensitze wird als dringlich auf die Tagesordnung gesetzt. Ueber diese Eingabe berichtet der Obmann des TheaterauSfchusfes GemeiudeauSschuß Fritz Rasch. Sein Antrag aus Bewilligung des Ansuchens wird ohne Wechselnde angenommen. Hierauf schließt der Bürgermeister die öffent-liche Sitzung, welcher eine vertrauliche folgt. Die erste Million. Die Erreichung deS fünfhundertsten Bausteines, und damit der ersten Mibion, empfinde ich als das sichere Gelingen un-seres Werkes. Die Deutschen werden weiter helfen. Ich nehme das kurze Rasten auf halbem Wege wahr, um der „Ostdeutschen Rundschau" und allen Blättern die bisher mitgewirkt haben, zn danken. Nicht in meinem Namen zu danken, denn mich geht die Sache nicht mehr an als jeden anderen Deutschen, und eS hat mich nicht gerade erbaut, wenn manchmal zu hören war, als täte man es dem „Rosegger" zu Gefallen. Jeder Spender tut es sich selbst, den Seinen und seinen Nachkommen zu Gefallen. Im Namen von uns allen, und wenn es nicht zu anmaßend klänge, im Namen deS deutschen Volkes in Oester-reich danke ich heute, und in diesem Namen bitte ich, großmütig die Schutzstistung zum Ziel führen zu helfen. ES war ja rührend lind erhebend bisher, wie reich und arm, jung und alt in begeistertem Wettkampf mitwirkten und opferten zu dieser Stiftung, Seite 4 die ein nationales Werk, ein Lulturwerk und ein Friedenswerk ist. Nicht zu Trutz anderen Böllern, nur zu Schutz des eigenen ist dieses Werk erdacht. Und wenn die Nachbarsvölker auch ihrerseits Schulen gründen an den Grenzen, um so besser. Wenn die Schulen ant sind, so kommt es doch vielleicht einmal dazu, daß die daraus hervorgel)e»dkn Bürger einer besseren Zeit sich über die Grenze die Freundeshand reichen zur gemeinsamen Kulturarbeit. Sc, lange aber wie heute der nationale Krieg entbrennt, ist es u-'ch das wenigste, was wir tun können, an den Grenzen Wacht zu halten. Rosegger. Zusammenkunft der deutschen Volks-räte. Im Lauf« des Monates November finde« aus Anregung des untersteirischen Deutschen Bolkä-raieS in Klagenfurt eine Zusammenkunft der deutschen Bolksräte von Unterfteiennark, Kärnte» und Krain statt. Aus dieser Tagung, der auch die Reichsrats-abgeordneten der bedrohten südlichen Sprachgebiete beiwohnen werden, sollen Schutzmaßregeln gegen die slowenischen Vorstöße an den südlichen Sprachgrenzen beschloss!'» werden. Der Deutsche Bolksrat sür Kärn-ten wird außerdem Besprechungen mit der Südmark-Hauptleitung in Borschlag bringen, wobei es sich vor allem andern um den wirksamen Schutz deutschen Besitztums an den kärntnerischen Sprachgrenzen, be-ziehungSweise der gemischtsprachigen Gebiete Kärntens handeln wird. Ein schönes Familienfest in Mahren-berg. Hente den 6. Oktober nachmittags seien in Mahrenberg der dortige Bürgermeisterstellvertreter Aanfmantz Herr Joses Schober, welcher bei der ge-samten deutschen Bevölkerung des Unterlandes die höchste Wertschätzung genießt, mit seiner Gattin Frau Sophie Schober das Fest der silberneu Hochzeit. Zugleich findet die Vermählung der ältesten Tochter des mit acht Kindern gesegneten Ehepaares, des Frl. Ulrike Schober, mit dem Mahrenberger Kauf-mann Herrn Max Bauer statt. Als Beistände werden hiebei walten der Bruder des Brautvaters, Herr Alexander Schober, Privat in Graz und der Schwager des Herrn Josef Schober, der k. k. Steuerverwalter Herr Karl Rudel in Marburg. Die Vermählung wird in der evangelischen Kirche zu Mahrenberg stattfinden. Cillier Turnverein. Der Turnrat hat be-schlössen, im Monate Dezember eine Julfeier im großen Stile zu veranstalten. Das RcinerträgniS fließt dem Bausteine der Cillier Vereine sür die Rofeggersliflung zu. Weinlesefest. DaS vom Verbände deutscher Arbeiter im BerdandSheime (Gasthaus Krell) veranstaltete Weinlesefest »ahm einen sehr hübschen Ver-lauf. Trotz der Ungunst deS WetterS war der Be-such ein sehr guter. Die oberen und unteren Räume waren in einen Weingarten umgewandelt, in dem schmucke Winzeunnen, Gmoanwachter und Gemeinde-diener ihres AmteS walteten. Der Sitzgarten war durch ein Zeltdach vor dem Himmelsnaß geschützt. DaS kühle Wetter zog aber alles in die inneren Räume, wo ein bessere» Naß auS dem Keller des Gastwirtes winkte. Die vorzügliche Güte desselben hob auch alSbald die Stimmung d«r Anwesenden und als der „Burgamoasta" mit dem Gmoanschreiber feinen Umzug hielt und die lakonischen Gesetze der „Smoau" verlas, war bereits alles in frohtftrr Laune. Der „Gmoankotter" war stets besetzt, den» die Gmoan» vrdnung war streug und die Gmoanwachter paßten scharf auf. Wehe dem Weintraubendieb oder jenem, der einer Winzerin zu tief in die Augeu schaute! Er mußte sofort in den .Kotier". Auch der Tanz-boden war selbstverständlich stetS gut besucht. DaS * fröhliche Treiben währte bis in die frühen Morgen-stunden und dem Verbände der deutschen Arbeiter floß ein hübscher Reinertrag zu, den wir ihm vom Herzen gönnen. Benefizkonzert. Im großen Saale des Deutschen Hause«, der diesmal wohl etwas voller hätte sein können, fand am 3 Oktober 1909 daS Benefizkonzert des Herrn Kapellmeisters Moriz Schachenhofer statt. In der sehr gefällig zu-sammengestellten VortragSordnung war dem gemüt-lichen Charakter deS AbendS entsprechend der leichten Muse der Vortritt eingeräumt. Fall, Kalman, Oskar Strauß, Lehar, die neuen Könige der Operette, trie-den ein gar lustig Spiel. Man muß es Echachenhoser lassen, daß nicht bald einer diese Musik so schmissig und nett — wir möchten fagen, so stilgerecht — herauszubringen versteht, wie gerade Schachenhofer Eine urmusikalische Natur und ein feuriges Tempe-rament verbinden sich in Schhchenhofer auf das glück-lichste. Jede Bewegung deS Tast stocke« zeigt, wie Schachenhofer ganz in der Musik aufgeht und mit unfehlbarer Sicherheit stellt sich, wenn er am Pulte steht, zwischen dem Dirigenten einerseits und den Deutsche Aacht Musikern wie Zuhörern anderseits jene gewisse zauber-hafte Wechselwirkung ein, die wir bei jeder wirklich gelungenen musikalischen Veranstaltung deutlich verspüren. Schachenhofer wird nur manchmal elwaS zu feurig, und dann nimmt er wie dieSmal in den Schlußstücken deS Konzertes ein zu schnelles Zeitmaß Von den vorgetragenen Stücken müssen wir mit wärmster Anerkennung besonders der ent-zückenden „Sommernachtstraum"- Onverture von Mendelssohn gedenken, die von dem verstärkten Or-chester sehr gut gespkrlt wurde. Diese Musik ist „Herr-lich" wie am erstenTage. da sie der blutjunge Mendels-söhn der Welt schenkte. Unter allen den schönen Ouverturen Mendelssohns ist der „Sommernachts-trauti" doch die allerschönste. und wir begreifen die Vorliebe WagnerS, der sonst nicht besonders gut aus Mendelssohn zu sprechen war. fiir dieses wunder-volle echtdeutsche Tonstück. Eine überaus willkommene „Sensation" des Konzeites war ein Cellovortrag deS Herrn Dr. Kallr.b. der von feiner Frau Gemahlin vorzüglich begleitet wurde. Dr. Kallab spielte das Andante auS dem H moll-Konzerte op. 3 von Srr-vaiS und die Mazurka op 51 von David Popper. Und Dr. Kallab spielte so echt musikalisch, daß man wieder einmal sagen durf>e: „Gott sei dank, eS gibt doch auch bei un« noch Leute, die eS mit der Musik ernst meinen." Dr. Kallab ist ein solcher Musiker, der e« mit der Musik sehr einst meint, der aber auch kann. waS er will, er ist wirklich ein Künst-ler. Diese» Gesühl halten auch am Sonntag alle und der reiche Beisoll, der dem verehrten Ehepaar Kallab entgegengebracht wurde, kam vom Herzen. Auch sonst kargte die Zuhörerschaft nicht mit ihrem Beifall und Kapellmeister Schachenhofer feierte eine» rechten E h r e n a b e n d. Das 20jährige Jubiläum feiner Tätigkeit als Kabinetsmeister der Goldwaren-Fabiik Franz Pacchiaffo in Cilli feierte am Samstag den 2. d. Herr Johann Strahl, eine nicht allein in der Stadt allgemein beliebte, sonder» auch unter seinen Mit-arbeiten! hochgeehrte Persönlichkeit. Ans diesem seltenen Anlasse versammelte sich der größte Teil der Kollegen im Klubzimmer des Hotels zur Stadt Wien, um demselben eine eigenS zu diesem Zwecke angefertigte Goldkette zn überreichen, nnd damit dem Jubilar die Beweise ihrer Anhänglichkeit zum Ausdruck zu bringen. Herr Franz Pacchiaffo. welcher auch an diesem Hefte teilnahm, hatte durch eine Ansprache Gelegenheit, die Verdienste feines treuen, langjährigen Mitarbeiters besonders hervorzuheben, was von den Anwesenden mit Jubel begrüßt wurde. Es wäre zu wünschen, daß sich solche ähnliche Feste in diesem Unternehmen noch öfter wiederholen mögen. Kaisers Namenstag. Das Namensiest deS Kaisers wurde hier in üblicher Weise gestiert. Um 9 Uhr vormittags fand in der Stadtkirche ein Hoch-amt statt, an dem die Gemeindevertretung und die Spitzen der Behörden und die Offiziere der Garnison teilnahmen. Die öffentlichen Gebäude trugen Flaggen-schmuck Theaternachricht. SamStag den 9. d. M. wird die heurige Spielzeit mit dem Schwank „Glück bei Frauen" von Alexander Engel und JnliuS Horst eröffnet. Anfang halb 6 Uhr. Sonntag den 10. d. gelangt die Operette die „Geschiedene Frau" von Viktor Leon, Musik von Leo Fall, zur Aufführung. Anfang 6 Uhr nachmittags. Staatsbeamtentag in Cilli. Der Zentral-verband des österreichischen StaatSbeamttnvereines in Wien beruft für Sonntag den 10. Oktober 1909 in allen größeren Orten ganz Oesterreichs einen allgemeinen Staatsbeamtentag ein, auf welchem noch-mals die bereit» vor Jahren, sowohl in der Thron, rede, wie von der Regierung zugesagte Dienstprag-matik und da» Zeitavaneement besprochen werden soll. In Cilli findet dieser StaatSbeamtentag. u. zw. für Untersteiermark, im Hotel zur goldenen Krotie, 4 Uhr nachmittags statt. Die Teilnahme an diesem Beamtentag ist Ehrenpflicht eines jeden Staats-beamten. Vortrag über bodenständige Bau-weise. Gestern hielt der Professor der k. k. Staats-gewerbeschule in Graz. Herr Adols Ritter v. Ins-feld im Deutschen Hause einen Vortrag über den ideellen und praktischen Wert der Fortentwicklung heimischer Bauweise. Die namentlich für Fachkreise hochinteressanten AuSsühiungen des Herr» v. Jnffeld fußten aus dem Grundsätze, daß auch in der ^au-weise, in der Sprache und Ausdrucksweise des deut-scheu Volkes weiter gearbeitet werden müsse. Er besprach eingehend die alte und moderne Bauweise, die modernen Städtedilder und gab beherzigenswerte Anregungen. Seine lichtvollen Ausführungen unter-stützte er durch Vorweisung von Lichtbildern. Dem Nummer 30 Vortragenden wurde der Dank der Anwesenden zum Ausdrucke gebracht. Besitzwechsel. Herr Hans Woschnagg in Schönstein kaufte daS HanS des Herrn Karl Ferjen n der Grazerstraße. — DaS Herrn Bichl gehörige HauS in der Laibacherstraße, ehemals Regula, ging samt der Bäckerei in den Besitz deS Herrn Kürbisch n Neuhaus über. Bürgerliche Schützengesellschaft. Die Herren Schützen werden ausmerksam gemacht daß morgen, Donnerstag, dos Benschießen auf der bürge»-lichen Schießftälte sortgesetzt wird. Der Oberlehrer der slowenischen Umgebungsschule Armin Gradischnik ist in Disziplinaruntermchung und daher vom Amte suspendiert worden. Ins deutsche Haus der Schuloereins-Kalender. Der Kalender des Deutschen Schul-Vereines ist als erster unter den SchutzvereinS-Jahr-bücherii wieder erschienen. Jeder, der sich ein gutes deutsches Familienbuch in künstlerischer Ausstattung und mit gediegenem literarischen Inhalt, woran die bekanntesten deutschen Schriftsteller mitarbeiteten, anschaffen will, bestelle ehestens den Kalender 1910, und wirke auch in seinem Bekanntenkreise für Be-stellnngen, nmsomehr er dadurch eine gute deutsche Sache wesentlich fördert. Der Kalender 1910 (über 200 Seiten stark, gebunden in Rotleinen nm K 1.30) ist vom Deutschen Schulverein in Wien, I. Brauner-straße 9, in jeder Menge zu beziehen. Bestschieben der bürgerlichen Schützen-gesellschast. Jnsolge deS schlechien WetterS an den ersten Tagen deS Bestschießens hat der Ausschuß beschlossen, dieses am 14. und 17. Oktober sortzu-setzen. Da« Schießen schließt am 17. Oktober um 5 Uhr nachmittags, die Preisverteilung findet an diesem Abende nm 8 Uhr abends im Deutschen Hause unter Mitwirkung der Cillier Musikvereins-kapelle statt. Weiters hat der Ausschuß beschlossen, die Bestimmungen für die Festscheibe dahin abzuändern, daß jeder Schütze außer der Schußkarte zu 2 Kronen sür den erste» Schuß noch weitere Karten zu einer Krone für zwei Schliffe löse« kann, und zwar so langt bis dos Blätichen getroffen ist. Wir mache» daher die Herren Schützen au» diese Btstimmungen aufmerksam. Nix deutsch. In das Gasthaus zur Stadt Graz" kamen vor einigen Tagen drei Gäste und verlangten deutsch einen halben Liter Wein. Die Kellnerin erklärte, daß in diesem Gasthause nur slo-wenisch gesprochen werde und daß, wer etwas habe» wolle, dasselbe slowenisch bestellen müffe. Erst als einer der Gäste, selbst ei» Slowene, der Kellnerin den Standpnnkt in eneigischer Weist klar machte, bequemte sich die windische Hebe dazu, das Verlangte zu bringe». Unsere deutschen Volksgenossen aus Cilli und dem Unterlande mögen sich dieses Gasthaus gut merken. Eine kirchliche Feier. Dieser Tage wurde in der Kapuzinerkirche das Fest der 300jährigen Feier der Gründung deS Klosters und die 700jährige Gedächtnisseier der OrdenSstiflung durch Franziskus begangen. Zur Feier, welche ein durchaus windisch-nationales Gepräge trug, ist auch der Bischof aus Marburg erschiene» und unter Glockengeläute und wahnsinnigem Pöllergeknalle in die Stadt eingtzoge». Am Bahnhof erwartete ihn die neugierige Jugend, die noch keinen Bischof gesehen hat und natürlich eine Menge deutscher Frauen und Mädchen, denen eS durchaus nicht« ma-dt, wenn sie bei einer kirch-lichen Feier kein deut'ches Wort hören und bei der eine Priesterschaft mitwirkt, die für die Deutschen nur Worte des HasseS hat. Nette Zustände auf der Wöllaner Bahn. Ans den Kreisen unserer Leser, die ge-zwungen sind, die im Betriebe der österreichische» StaaiSbahnen befindliche Landesbahnstrecke Cilli— Wöllan zu benützen. kommt uns die Bitte zu. jene Zustände im Betri.be, welche um baldigste Abhilfe und Besserung geradezu schreien, öffentlich näher zu beleuchten. Dies wollen wir auch hiermit tun, da bisher alle Bitten, Reklamationen und Vorstellungen des reisenden Publikums um ein besseres Entgegen-kommen wirkungslos im Winde verhallten und die Betriebsveihälinisse genau dieselben geblieben sind wie srüher und müssen wir hier ausdrücklich fett' stellen, daß die Reifenden zu jener Zeit, als sich die Strtcke noch in der Betriebsverwaliung der Südbah»-gesellschast befand, tatsächlich besser gefah'en sind. Die Fahrzeiten der Prrsonenzüge von Wöllan nach C'lli werden derart schlecht eingehalten, daß die Reisenden den Anschluß nach Graz und Laibach ver-säumen müssen; für viele derselben bedeuiet dieS einen kaum ersetzlichen Verlust an Zeit und an pe-kuniären Kosten. Trotzdem jahrau« und jahrem in Nummer 80 . d. wurde hier ein Gauner verhaftet, der sich darauf verlegt, in Geschäften einige Kleinigkeiten zu kaufen, mit einer größeren Note zu bezahlen und dann mit dem Wechselgelde und der Rote in einem unbewachten Momente sich au« dem Stande zu machen. Am ge» nannten Tage kam er um \'6 Uhr abends in den Konditorladen des Herr» Petricek am Hauptplatze und kauste einige Kleinigkeiten und zahlte mit einer Zehnkronennote. Während des Umwechselgeschäftes suchte er die Kassien» durch Bestellung anderer Kleinigkeiten von dem Laden, auf welchem die Note und das Kleingeld lagen, fernzuhalten. In dem Augenblicke, als die Kasiieri» eine andere Kundschaft bediente, entfernte er sich mit der Note und dem Kleingelde (y Kronen). Die Kasfierin bemerkte sofort den Betrug, da sie früher feist Papiergeld in der Geldlade hatte und verständigte fofort die Sicher-heitswache. Eine Frau, die sich zur Zeit de« ge-schilderten Voifalles im Zuckerbäckerladen befand, sah den Gauner dann später in der Nähe des Bah»-Hofes, erkannte ihn sofort und bezeichnete ihn der Sicherheitswache, welche ihn festnahm Unm ttelbar vorht' hatte er einen ähnlichen Betrug in der Zuckerbäckerei in der Bahnhosgasfe versucht. AnsangS leugnete der Gauner, gestand aber dann seine Tat. Er heißt angeblich Sandor Bichler, ist 2l Jahre alt und in Budapest geboren. Er dürfte noch anderes am Kerbholze haben. Nann. (R a u b.) Der Besitzer Johann Rez mann auS Gaberje verkaufte am Markte ein paar Ochsen um 424 Kronen und verwahrte das Geld in e'ner Brieftasche. Als er den Heimweg antrat, veifolgten ihn zwei Burschen, welche den Geldbesitz bemerkt hatten. AlS Rezmann um 4 Uhr nachmittag« einen Wald passierte, sprangen die Burschen auf ihn los, packten ihn am Halse warfen ihn zu Boden und während ihn einer der Burschen mit einer Hand am Boden festhielt, mit der anderen dessen Augen verdeckte, entwendete ihm der andere die Britslasche mit dem Gelde. Den Tätern kam man aus die Spur und sie wnrdeu verhaltet; doch fand man den Raub nicht mehr in ihrem Besitze. Windischfeistritz. (Liedertafel.) Win. dischfeistriy hat schon manche schöne Feste abgehalten. «§s ist eine bekannt gastfreundliche Stadt. Die am 26. v. M. in NeuholdS GasthauS abgehaltene Lieder-tafel der Südbahn-Liedertafel in Marburg zu Gun-sten unserer bauschen Schule aber war eine mächtige Kundgebung nationalen Sinne«. Gegen 80 deutscht Frauen, Mädchen und Herren fanden sich au« Mar-bürg hier ein. Für u»S Windisch Feistritzer, die wir auf hartumstrittenem Boden einen schweren Kampf um unsere nationale und wirtschaftliche Existenz kämpfen, war der Festtag ein Stahlbad. Schon lange vor Beginn der Borträge waren beide Säle von deutsche» Volksgenossen au« Stadt und Land gefüllt. Nach der Begrüßungsrede des Obmannes der Orts-gruppe des Deutschen Schulvereine«, Dr. Mühleisen, begann die Liedertafel mit Richard Wagner« »Einzug der Sänger aus die Wartburg", gebracht vom vor-züglichen Vereinsquiulelt. bestehend auS den Herren Bühl. Pug'chitz, Füllekruß F-isch und Ei«. Die Sänger leiteten ihre Vorträge mit Marschnei« „Liedesfreihet" ein. Die gebotenen Perlen aus den reichen Musik- und Liederschätzen fanden so stürmischen Beifall, daß sich die Vortragenden immer wieder zu Zugaben entschließen mußten. Es fehlt un» an Wollen, die trefflichen Leistungen zu beleuchie» Der tosende Beisall dürste unseren lieben Gästen bewiesen haben, daß wir von den Vorträgt» entzückt waren. Nun ist der Festjubel vorüber, aber die Freude an dem Gelingen und die Erinnerung an alt das Er-lebte bleibt den Veranstaltern und Teilnehmern Wir Deutsche in Windischfeistritz. namentlich jene, die da oft verzweifeln und den Mut sinken lassen wollen, wollen aus dem Feste neuen Mut schöpfen. Nur der ist verlöre», der sich verloren gibt. Unsere Brüder und Schwestern aus Marburg haben u»S gezeigt, daß ihre Sympathien voll und ganz unser sind, daß sie un« nie verlassen werden. Sie erwarten aber von un«, daß wir treue Wacht an der Feistritz halten, wie bisher, so immerdar. fit Ansprache des Vorstande» der Südb ihu-Liedertafel. Herrn Bühl, wirkte auf die Windischseistritzer besonder* wohltuend. Er dankte für den herzlichen Empfang „Der ernsten Zeit gedenkend, in der wir leben," sagte er. „haben ötc Marb arger Säuger mit Freuden den Gedanken, einen AuSstug. zu den bedrängten Brüdern zu ver-anstalten, aufgegriffen, den» der Verein, der heute L. te 6 Deutsche Wacht dt«3lX£T 80 ?ii» weilt, fördert nicht nur den deutschen Gesang, andern ist bestrebt, die nationale Zusammengehörig-keil und daS nationale Bewußtsein iu den Reihen der deutschen Eisenbahner zu pflegen. Darum haben sich die Sänger mit Freude» in den Dienst der deutschen Schule gestellt und der Aufenthalt in Win-dischfeistritz wird ihnen in günstiger Erinnerung blei-ben." Herr Bürgermeister Stiger erwiderte und dankte sür die warmen Worte und die Unterstützung im harte» Kampfe um unsere Scholle. Die deulsche Schule erhielt ei» hübsches Sümmchen und auch der Deutsche Schulverein kam durch eine vom SangeS-bruder Strabl eingeleitete Sammlung aus seine Rechnung. Heil den deutschen Eisenbahnern Marburg«! Wind.-Feistritz. (Bon der deutschen Volksschule. — AnS dem deutschen Ver-eiuS-Kindergarten. — Schauturnen.) Die Schule besuchen dermalen 261 Kiuder; hievon entfallen aus den Schulsprengel der Stadt 183 und 78 auf die benachbarten Schulgemeinden. Im Vor-jähre wurde die Schule von 2ö5 Schülern besucht. Wie im Vorjahre, so mußten auch Heuer wegen Platzmangel sehr viele Schüler der Umgebung be» dauerlicherweise abgewiesen werden. Trotz der offeut-lichen und versteckte» Hetze einiger slowenischer Heiß-sporne ist die Schülerzahl vom Stadtsprengel um 13 Schüler zugewachsen. Geschäftsleute und Bürger wurden mit der gesellschaftlichen und wirt-schastlichen Sperre bedroht, wenn sie ihre Kinder in die deulsche Schule geben wollten. Kindern wnrde täglich eine Krone versprochen, wenn sie sich gegen den Besuch der deutschen Schule weigerten nnd es gab so wackere Knaben, die gerne auf die Spende verzichteten. Kinder weinten tagelang, als man ihnen zn verstehen gab, sie nicht in die deutsche Schule schicken zu wollen. Solche ähnliche Beispiele könnten an die Dutzend ausgezählt iverdeu. An dem gesunden Sinn der deutschen und deutschfreundlichen Bewohner prallte» alle Hctzversuche der Pervaken ab und mit Stolz sehen wir unsere deutsche Volksschule, die nun in das zweite Jahr ihres Bestandes tritt, unter der trefflichen Leitung des Oberlehrers Schiestl blühen, wachsen und gedeihen. — Diese Anstalt, welche wieder unter der erprobten Leitung des Fräulein Sträub steht, weist Heuer 44 Zöglinge auf und sind hievon 13 neu eingetreten. — Der Deutsche Turnverein, der jederzeit bemüht ist, nebst Körperübuugeu auch das völkische Zusammengehörigkeitsgefühl zu pflegen, hat Sonntag im Turnsaale der Umgebungsschule Beweise seiner Tüchtigkeit auf dem Gebiete des Turn-wesens unter der bewährten Leitung des Turnwartes Herrn Arsenschegg abgelegt. Die Jugendriegc hat sich recht stramm gehalten und wir können stolz sei», einen tüchtigen deutschen Nachwuchs in ihr zu finden. Nach getaner harter jArbcit versammelte sich die Turnerschar und viele Gäste in Werhoscheggs Gast-Haus in Oberseistritz, wo bei Liedersang und tnr-nerischen Darbietungen eine Art Nachfeier abgehalten wurde. Lichtenwald. (Evangelischer GotteS-dienst.) Am nächsten Sonniag 10. d. M, findet in der Wohnung des Herrn Dr. Wienerroiiher in Lichtenwald um 4 Uhr nachmittags ein öffentlicher evaxgelischer Gottesdienst, verbunden mit einer Tauf« feier, statt. Der Herbst ist da. die Abende werden fchon erheblich kürzer un» vor allem kühler und nian muß sie schon mit Vorsicht genießen. Zur Vorsicht gehört, daß man sich vor Erkältungen hütet und vorhandene Erkältungen nicht alt werden läßt, und in beide» Fäll:n rühmt man Fays echte Sodener Mineral-Pastille» geradezu glänzende Ersolge noch. Wir hoffen vielen unserer Leser mit einem Hinweis auf die Pastille» einen Dienst zu erweise». Schrifttum. In Nr. 40 der Wochenschrift „Urania" gibt Professor M. Lamberg, der sich durch etwa zwanzig Jahre in Brasilien aufgehalten hat, eine anschauliche Beschreibung einer Fahrt auf dem Amazonenstrom, schildert das Treiben der Gummisammler und die eigentümlichen, in ManaoS am Rio Negro Herr« schenden Verhältnisse. — Hugo Piffl gibt eine Zu-fammenstellung von mühevoll gesammelten Höhen» augabeu besonders hoher Bauwerke. — Frau Elara von Petrin Forcher weist auf den Nutzen der Koch-kisten hin, die sich überall dort von Nutzen erweisen, wo sparsam gekocht, oder Gekochtes durch längere Zeit ivarm gehalten werden soll. — Professor Stein-acker setzt seine interessanten Ausführungen über die Geschichte und Vorgeschichte der orientalischen Frage sort und streift dabei die Geschichte der Slawen am Balkan. Inhalt: Aus dem Amazonenstrom. Von M. Lamberg. Mit 4 Abbildungen. — Ueber einige der höchsten Bauwerke der Welt. Von Hugo Piffl. — Der Wert der Kochkiste». Von Clara v. Petrin-Forcher. — Aus den historischen Wissenschaften: Aus der Geschichte und Vorgeschichte der Orientali-scheu Frage. Von Univ.-Prof. Dr. Harold Stein-acker. — Kleine Mitteilung. Ei» origineller Schmuck. — Verschiedenes. — Mitteilungen der Wiener Urania. — Woche» - Repertoire der Wiener Urania. Die Administration der Wochenschrift „Urania", Wien, I. Opernring 3, sendet Probenummern gratis und franko. Vermischtes. Neues über den Schreib kramp f. Wie vermeidet nian den Schreibkrampf? Mit dieser Frage beschäftigt 'sich ein französischer Arzt in einem inte-ressauten Aussatze, den er in der „Nature" veröyent-licht. ES scheint, daß der Schreibkrampf immer häufiger wird. Die Untersuchungen über die Ent-stehuug dieser Krankheit haben gezeigt, daß bei der physischen Uebermüdung und Ueberanstrengnng der Handmnskeln auch der seelische Zustand des Schrei-benden eine wesentliche Rolle spielt. Die Hast, die rasch dahingleitenden Gedanken schriftlich zn fixieren, treibt den «schreibenden dazu, die Bewegungen der Hand immer mehr zn beschlennigen, und damit verändert er die Bedingungen, unter denen die Muskeln beim Schreiben ihren Dienst versehen. Jeder Mensch bringt je nach seiner Handschrift eine bestimmte Muskelgruppe der Hand in eine bestimmte Tätigkeits-form; die Art, die Feder zu halten, die Handschrist die Form des Arbeitstisches, die Haltung des Unter-armes, all das ist von wesentlichem Einfluß darauf, welche Handknöchel und Armmnskel angestrengt werden. Um nun das Schreiben weniger anstrengend zu machen, kommt alles darauf au, die Arbeit unter den Muskeln soviel als möglich zu verteilen und zu wechseln, damit jeder Anstrengung auch eine Ruhe-pause folgt. Daß dies nicht geschieht, daß ist die Ursache des SchreibkrampfeS. Und daraus erklärt sich auch, daß alle Mittel gegen den Schreibkrampf, Massage, Elektrizität »sw., nie dauernde Abhilfe schaffen. „Wenig, langsam, rund, groß, steil", das sind die fünf Worte, die jeder im Auge haben foll, der täglich längere Zeit zn schreiben hat. Wer unter dem Schreibkrampf zu leiden hat, soll wenig schreiben, d. h. nach einer Weile eine kleine Pause machen, um den Muskeln Erholung zu gönnen. DaS rasche Schreiben wird oft zum Anlaß des KrampseS, weil die hastigen Bewegungen gewaltsame Muskelkon-traktionen herbeiführen. Mit dem Worte „rund" ist genieint, daß man scharfe Ecken in der Schrift soviel als möglich vermeiden soll. In allen eckigen Schriften zeigen die Schriftlichen eine viel genauere und größere Aehulichkeit als in den anderen: d. h. daß die Muskelbewegung stets die gleiche bleibt. Groß schreiben soll man deshalb, weil die Musketn um so mehr ausruheu, je großer die Buchstaben sind. Ueber die Vorzüge der Steilschrift ist in letzter Zeit viel gesprochen worden. Bei ihr liegt die Hand etwas einwärts gebeugt, während sie sich bei der Schrägschrift nach anßen abbiegt; zahlreiche Versuche sollen gezeigt haben, daß die Einwärtsstellung der Hand ungleich ,veniger anstrengend Ist als die andere Haltung. _ Aus aller Welt. (Dynamit in einer Zigarette.) Der Fischer Malosevic in Eavtat rauchte vor einigen Tagen eine Dalmatinerzigarette. Plötzlich erfolgte ein heftiger Knall und Malosevic wurde zu Boden geschleudert Die Zigarette war mit Dynamit gefüllt. Malosevic erhielt mehrere schwere Verletzungen im Gesichte und brach sich beim Fall eine Hand. Er wurde i»S Spital gebracht. (Verhaftung von B a n d i t e n.) Die Lcm-berger Polizei nahm dieser Tage in Kleparow die Verhaftung zweier berüchtigter Banditen vor. die das Juweliergeschäft der Firma Weinstock erbrachen und ausraubten. Der Einbrecher Michael Szyszka flüchtete aus das Dach und schoß von dort aus mit einem Revolver auf die Polizisten, glücklicherweise ohne jemand zu treffen. Erst als die Polizisten Szyszka drohten, ihn vom Dache herunterzuschießen kletterte er vom Dache herab und ließ sich verhaften. (130 Juweliere verhaftet.) In einer Konditorei in Warschau, wo sich die sogenannte Iu-welierbörse befindet, erschien ein Polizeikommiffär mit eine- großen Anzahl von Töachleuten und ver» hastete sämtliche >30 anwesenden Juweliere nnd ließ sie ins Gefängnis abführe», weil durch eine anonyme Anonyme Anzeige die Juwelenhändler ver« dächligl worden waren, daß sie sich mit dem Handel geraubter Wertsachen besassen nnd anch eine geheime Pnnzieranstalt besitzen sollen. Erst nachdem sich die völlige Grundlosigkeit dieser Verdächtigungen heraus-stellte, wurden die Verhafteten wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Stricknadeln klirren, die lassen klappern, und die Dame» unterhalten sich eifrig, was sie b«i Erkältungen der HauöangebSrigen »un. Und als Uebereinstimmung ergibt sich, daß sie alle vorbeugend Fay4 echte Sodener Mineral Pastillen gebrauch«», daß sie wied.r nur FayS eckt« Eoden,r verwenden, wenn eS gilt, eine plötzlich auftretende latarrhatische Erscheinung aus der Welt ju schaffen. Man saust Fay» echte Sodener in jeder 4|iotli(>kc, Drogerie oder nkiicrulwUNwcrbttudluiig;, für Ä 1.25 die Schachtel. Nachahmungen «eile min aber entschieden zurück. Generalrepräscntaaz für Oesterreich-Ungarn: W. Th. Guntzerl, Wien 1V/1, Große Neugasse 17. SAXLEHNEFC^NATÜRLICHES BITTERWASSER Mild abführende Wirkung.Vorzüglich Gegen C onsti r*tio n.Gest ökteVerdauung .Congestionen. etc. A it s w eis über die im städt. Schlachthaus? in der Woche vom 27. September bis 3. Oktober 1909 vorgenommene» Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleische«. R am e rinarfubttr« i» ,«»,-» (ctiitf-r eingeführtes Fleisch in Kilogramm m des Fleischer» L tS H £ c c A 1 ■e *5" ■6 5 £ B 6 •g ^5 £ e « ■s e c «o . *3 TZ I s 1 g s? c li> U o; «? et OQ «5 U « « oo Rutschet Jakob .... 2 1 * . _ _ I- — _ — Grenta Johann .... — 8 - — 20 — - Janicket Martin . . . — — 1 I I 1 - — — - - — — — — Junger........ — 2 — — — — — — — — — — Hnc«........ - •» Kosiär Ludwig .... - - " I 8 1 — — — — — — — — Lesloschet Jatob.... — 2 - Payer Samuel .... Plani», Zran» .... — — — I 2 Friedrich . ...... Pleiersty....... — 1 - — — — — — - - Rebeuichegg Josef . . . — 11 Sellat Fran«..... - 2 Stelzer....... . 1 1 1 Suppan....... - 4 — — — — — — — — — Uu>egg Rudolf .... — — — 1 4 1 VoUgruber Franz . . . - 1 14 Gastwirte....... - — - _ 4 n — — — — — — «— Private....... _ _ " 24 1" 1 I Nummer 80 Denische Wacht Seite 7 Holzkohle von Constantiasctiacht in Petschounig bei Cilli. zirka 5000 Kilogramm werden sofort abgegeben Vollständig von A—Z ist erschienen: Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage 20 Blinde In Halbleder geb. zu Je 10 PTOspek te u. Probehefte liefert Jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts InLsIpzig Zu haben Bei: FRITZ RASCH, Buchhandlung. Cilli. Futterbereitungs-Maschinen IlScksler, Riibenschneider, Schrotmühlen, Futterdämpfer, Kesselöfen, Jauchepumpen, fabrizieren und liefern in neuester und bewährter Konstruktion F>li. Mayfarth. tfc Oo. 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Da ich bestrebt sein wirde, nieinen geehrten Kundeu nur mit bester Ware ra dienen, bitte i«h um geneigten Zuspruch ar-d empfehle mich Hochachtungsvoll 16857 Ludwig Junger, Selchermeister. Kundmachung. Für die gefertigte Anstalt wird hiemit pro 1910 die Lieferung vou Fleisch, Mehl, Gebäck, Milch. Spezerei- u. Kolonialwaren, Hülsenfrüchten, Bier, Holz, Steinkohlen, Bettenstroh, Totensärgen und die Beistellung ton Wirtschaftsfuhren im Offertwege ausgeschrieben. Die mit einem 1 Kronenstempel versehenen Offerte sind unter An-fflhrung des Namens des Offerenten und des offerierten Artikels am Umschlage des Offertes geschlossen bis längstens 31. Oktober 1909 bei der gefertigten Verwaltung zu Überreichen. Hievon ergeht die allgemeine Bekanntgabe mit der Einladung zur Beteiligung mit dem Bemerken, dass die Lieferungsbedingnisse, welche für die Lieferanten, deren Offerte angenommen werden, in allen darin enthaltenen Punkten unbedingt bindend sind, bei der gefertigten Verwaltung eingesehen werden können. , Landes Siechenanstaltsverwaltung in Hochenegg b. Cilli am 1. Oktober 1909. 15889 Die neuen MODELLE 10 und 11 der Remington-Schreibmaschinen vereinen In sich alle Vorzüge der früheren REMINGTON-SCHREIBMASCHINEN, alle Vorzüge, die existierende SCHREIBMASCHINEN überhaupt besitzen, neue Vorzüge, die keine andere Schreibmaschine je auszuweisen hatte. GLOGOWSKI & C2 kL \x. 3c. HofU.sfsraa.te3a. Zentrale: Wien, >. Franz Josefs-Kai 15 u. 17. Filialen In Oesterreich: Brönn, Graz, Lemberg, Klagenfort, Prag, Reichenberg, Sarajevo, Tepliti, TrlesL ist bit 6$riftltitung verantwortlich: Guido Schiblo. Drucker, Bnltgkr, Hnausgeber: «ertinibuchbrudem „CMtja- in Cilli.