Mbachm Nr. 185. Plänumerat!on«preisi Im Comptoir N<», Mittwoch, 13. August. Insertion«g«bilr: Ml Nnne Inserat« bi» zu « Zeilen «5 fr., größere per Zeile S tr.; bei öfteren Wiederholungen per Zcile » lr. 1879. Amtlicher Theil. Der Iustizminister hat den Landcsgerichtsadjuncten in Vraz Dr. Carl Scherübl zum Bezirksrichter in «Mdberg ernannt. 3ilchtal!,tlicher Theil. Unsere handelspolitische Stellungnahme. Die tiefgehende Bewegung, welche die neu inau-M.erte deutsche Zoll- und Handelspolitik in allen yWon zunächst berührten Staaten hervoraerufeu hat. mmmt mtt jedem Tage größere Dimensionen an. In Schweden wie in Dänen.ark, in Holland wie in Bel-3>m. in der ^chluciz wie in Frankreich rüstet man stch zu ent,precheuoeu Reprcssivmaßregelu, und selbst d.s hochschutzzullnerische Rußland z.eht bereits Mah- mV" ^57/^' "" der bevorstchenden Erschwe-2 )",'^MM Rohprodkutenemf.ihr nach Demsch- ? nt N'^ 'u gege.lgewnlt werden tö.mte. Man mmm cn^eu b.stinimt n Han ^ef^7ü ^es"' Staate-unentwegt bis in senle iw e sten ^ ,,^ ' " ^" auch folgen pslcgt. Beweis d d, n^?^'^'" ^"^"/ Bismarck sich teineweas d,.mt ', '^"^' datz Fürst über ^mm.^' °usgeiprochenen Bestrebungen gegen-Öester? ^ n"""^' "^n^.^? ?^"' H°f"'"rk V'schoflack 14 Kärntner „. 1-^Ä^'' im ganzen also 108 dentsche Hnben U/ .!,Ä Slavenhuben; die Besiedlung Goltschee's ist beka ^""tische Familien zu Zeiten' K. Carl IV. Q.-l«^ ^"" daher nicht überraschen, daß denlsche "l snamcu in Kram schon in den ältesten Urkunden " Me en, welche uns überliefert stud, i>r^wm «in-!,.",. "^'" ""viilin ttowam (8A>), pwollium, ;i^. 7° o^wilum V(Ma» (1004, 1011), Ninsa. fpater Ninsazze, Nensaezze 1291, "l«) bei Bischoflack. Herzugenbach (I0Ü8) u. s. w. TVi.^'"^"k Ortsnamen denlen anch ausdrücklich auf " " l^ als ursprüngliche Ansiedler hin, so Deutsch-U, t v? ^"« iwvl,) iu der Wochein, Ober< nnd ^/ z^'^schau (<^ol-(,m^ I.olili. und NoilMll, I.oka) feld v ^"' Dentschberg (Aom^u «oru) bei Gnrk-Gurtfcld ^Kedenen Dcutschdorf ^""' "'" K"st, Neifuiz, Laas Seifen- z l8pi.^ s^ /' ^""u die verschiedenen Gesieze, Gesics ^ew), heutzutage in Geschieh verunstaltet, so Luter- geschicß (I.iiwrÜ6 8ew) bei Nudolfswerth, das ungefähr Lndgcresgesiezze gelautet haben dürste. Rappclgcschieß (1iu<^o 8ow) mit einer offenbaren Beziehung auf jenen Eomes Rapoto, welcher I0l>2 in einer Urkunde als Grundbesitzer m der Nähe von Obcrgurk erscheint, Mannsburg (Nou^), das ehedem H»ieingozpurch lautete, Gotendorf u. dgl. m. Ueber die Herkunft der deutschen Ansiedler in Kram erfahren wir aus den heute üblichen Ortsnamen ^'m"?< denn Weiler Schwabon (Hvildovo) bei St Barthelma in Unterkrain enthält sicherlich keinen -kollsnamen, sondern nnr eine Veziehnng auf den Per-soncnnamen Schwab. Es wäre da höchstens Karner^ veuach (Kow^^ I^^lu) in Oberkram, Karndorf (Xo-l^ka v^) bei Nndolsswerlh ilild Xoro^o bei Laas als Hmdeutung auf Ansicdlnngcn deutscher Kärntner zu nennen, deren Huben ja auch in den Freisinger Urbaren von den Aaiern nnd Slaven abgesondert "'l'N"hrt werden. Der fränkischen Abstammung der Gottschcer haben wir schon gedacht; die Mehrzahl der oeutMll Eulonen waren aber nachweislich Aaiern ^eremM werden auch Tiroler als freisingischc Hörige m Kraiu eriuähnt; apliä luäi^c-iu», bei den Inni« chenern. heißt es in den Urbaren von 1291 nnd 1318, ""b ""a) die Bewohner dcK Hochthals Zarz (80liell, i^.N: Zauritz)sl)lleu von den Tirolern abstammen. ^crmger ist der Antheil, welcher dem Italiener be, der Urbarmachung von Kram zugefallen ist. Dem Dorfe Welsch-Gercnth'(I^ki Iluvl)in der Wochcin konnte^ noch l^ko bei Selzach zur Seite gestellt werden, ^fin Freisinger Urbar von 1291 werden überdies Vlach bei Hotavlje (heute wol Volaka) als Ortschaft und Dom6UL8 I^omdui-liu« als hörige Pcrfölllichteit angeführt. Bedeutender wurden die Ansiedlungen von Italienern erst seit den Tagen Ferdinand 1. imd U., als das romanische Element einerseits zur Belebung der Industrie (Eisengcwcrkschaften, Messingfabriten u. dgl.) ins Land gezogen wurde und es andererseits nach Durchführung der Gegenreformation in die Lücken des Adels und des Bürgerstandes eintrat, welche durch den Abzug der protestantischen Kmincr entstanden waren. Die Zahl der deutschen Hörigen war in Kram während des Mittclalters nicht unbedeutend, allein da sie weder geschlossene Bezirke bewohnten noch auf die Erhaltung der Nationalität ein Gewicht gelegt wurde, so trat ans dem flachen Lande im Laufe der Generationen eine vollkommene Slavisicrung der deutschen Eolonien ein. Nur die Familiennamen geben zuweilen noch Kunde von der Herkunft des Stammvaters. Es sind darum die ältern Urbare in Kram nicht selten ziemlich reich an deutschen Familiennamen. Ich hebe beispielsweise aus einem Urbar dcs Frauen-klosters Mlchelstetten vom Jahre 1458 (dess"' Or" ginal sich in, hiesigen Museum befindet) Mchsn Taschli-Han. Die Pioniere arbeiten unermüdlich, attch die Bevölkerung, die sich wcnig an der Rettung bc-theiligte, wird requiriert. Militärpatrouillen besorgen den Sicherheitsdienst, da auch Diebstähle vorkommen. Die Abgebrannten sind großentheils in bitterer Noth' läge, sie retteten kaum das Hemd am Leibe. Außer der kaiserlichen Spende von 10.000 fl. gab Herzog von Württemberg 1000 fl. Das Hilfscomitc ist in voller Action. Die Haltung der Bevölkerung ist gut, obwol Besorgnisse herrschten und am ersten Tage das 4lste Regiment consigniert war. Rasche Hilfe thut noth- Zur Situation im Oriente. Die heutige Lage der Diuge im Oriente legt vor allem die eine Erwägung nahe, daß auch die kürzeste Kriegsarbeit lange uud angestrengte Friedensarbeit erheischt. Es sind nuumehr inehr als anderthalb Jahre, daß der Fall von Plewna das militärische SchiW der Türkei entschied, und eilt volles Jahr, daß der Berliner Congreß ihre politische Zukunft fixierte. ^ bedürfte dieser langen Fristen, um aus den Trümmern, welche der Krieg übrig gelassen hatte, zum mindeste" die Grundformen für die neue Gestaltung der Verhalt' nisse des europäischen Ostens zu construieren. Selbsl eine so einfache Thatsache, wie die der Räumung ^ besetzten türkischen Gebiete durch die russischen Tr^ pen, vollzog sich nicht ohne Schwierigkeiten nnd Hc>^ mungen der mannigfachsten Art. Mit nm so größerel Befriedigung also darf constatiert werden, daß del Berliner Vertrag in allen wesentlichen Bestimmung^ zur Wahrheit geworden ist. Die theoretischen Gestal-tnngen des Pactes von San Stefano sind durch die realen Schöpfungen des Friedens von Berlin erseht Der Vertrag von Sail Slefano schuf ein großes ein-heitliches Bulgarien. Heute existiert das durch ^e europäische Kommission autouomisierte, im übrigen aber der Suuveränetät der Pforte zurückgegebene OstrumelieN, lind getrennt davon und in seiner staatsrechtlichen Stel-lnng ein eigenes Donau-Bulgarien. Der Vertrag von San Stefano ließ die künftigen Schicksale Bosniens nnd der Herzegowina völlig unberührt. Heute weht die österreichische Fahne von den Zinnen aller bos' nischen Städte und bezeichnet die neue Machtstellung, welche sich Oesterreich-Ungarn znr Wahrung seiner Interessen und zur Beherrschung aller Fragen der Zu' kunft auf diesem vielbestrittenen Boden errungen. Die Zweifel an der Durchführbarkeit des'Verlinel Vertrages sind geschwunden, und nicht ohne Selbst-gefühl vermochte Lord Beaconsfielo, einer der vor-nehmsten Schöpfer desselben, auf diese Thatsache hiü-zuweisen. Daß die Feststellungen des Berliner CoN" gresses die großen Probleme des Orients weder e^ schöpft noch für alle Zeiteil endgiltig gelöst haben, wird niemand bestreiten, daß sie aber durchaus pral-tische Grundlagen für die nächste Ordnung der M^ hältniffe geschaffen haben, welche allen Bedürfniss^ einer ruhigen uud stetigen Entwicklung dieser Vclha^ nisse genügen, ist hente schon erwiesen. Der ParM Vertrag wurde seinerzeit von einem großen Theile ber öffentlichen Meinung nicht günstiger beurtheilt. Äu^ er genoß den Ruf des Unpraktischen und UndllrH' führbaren. Und dennoch war es ausreichend, de" Oriente den Frieden durch nahezu zwanzig Jahre 3 erhallen, und wenn endlich gewaltsame Stör»»^, diesen Friedenszustaud zertrümmerten, so lagen "^. Griiüde davon uicht in den Bestimmungen des 2!^ ttages, sondern außerhalb desselben. Mit der staa" männischen Einsicht, welche die Verhandlungen "^ Pariser Eongresses leitete, werden sich Einsicht u/> Erfahrung auf dein Eongresse von Berlin wol mF dürfen. Allerdings reduciert sich das Resultat ^ letzteren nur auf eiu großes Compromiß. Aber radical und auf Jahrhunderte nachwirkender Entscheidung hat sich die moderne europäische Diplomatie von von herein so wenig vermessen, als der Feststellung ewigen Friedens. ,H- Allerdings sollte insbesondere die österreiaMH ungarische Politik diesen befriedigenden ^A,,, der Dinge nicht ohne ganz nnvcrhällnismäßige ^ strengnngen erkauft haben. Noch jüngst wurde .^ Politik des Grafen Audrassy mit jener des ^M,^ Buul verglichen, die einer resnltailusen Anfstcllung , Rumänien das Fünffache dessen, was die Occupy, Bosniens uud der Herzegowina gekostet, an fin^^l und das vielleicht Zwanzigfache an Aufwand ^. Menschen aufgeopfert hat. Als das Ergebn" ^ Politik des gegenwärtigen Ministers des ^Hrte wurde in letzter Linie die positive und kaum "ws^st Feiudschaft Rußlands, die unverlähliche Fr"'"'" aller anderen Mächte hingestellt. Wir wüßten '"^B bemelkt hiezu die „Mont.-Rev.', deren AussM"^ wir hier wiedergeben, — was weniger mit ^^ ^i-lichen Lage der Dinge vereinbar wäre. Unsere " ^h schen Beziehnngcn zu Deutschland nnd EnglaNv ,^ enger und fester geknüpft aus den mannigfachen ^ dieser letzten Jahre hervorgegangen. Vor alle» ,5.'.tti^^ ^^' 6Mottw" zu treten. Ich habe an sämmtliche Häuptlinge Voten gesandt und dieselben anf ordern lassen, mich daselbst am w. August zn treffen, um über die Beruhigung des Landes schlüssig zu werden. Die Truppe» uuter Vater Russell overmen m der Richtung vom schwarzeu Umvnloosifluß, von Intabantawa ans, in Gemeiuschaft mit Oham, welcher weiter nördlich sich befindet und iu seinen Rechen enilge Burghers zählt; Swazis wird unter dem Obersten Villiers weiter nördlich den Pvngolo-Nutz uberfchreiten; ,n seiner Begleitung befindet sich dcr Mlt.sche Agent Maclead. Ich glanbe, daß wir Ichl mehr Truppen, als nöthig sind, besitzen: ich stche daher im Äegrlff, die erste Division nnd Kavallerie. Mlgad, ausznlöjen nnd die Generale Crealock uud ^ arschall nebst Stab nach Hause zu schicken. Ich de Dre.zehner-, Vieruudzwauziger- und die Sieb-za)!,er-Lailelers(ohne Pferde) nach'Hause und Ellersby's ^la terie nach St. Hclena. Trenilett befindet fich in ^apeiowil und entläßt mehrere 6olonialcorps. Die f7"U'eongade schifft sich heute ein. Lor/(5heln,s-^ ^?^ "'^'""t hat, kehrt mit seiuem persön-2^s ^^n <7^ ^""land znrück. General Word ""d Oberst Vuller lehren zurück, mn sich zu erhole.,, was beiden ,ehr nöthig ist. Alle überflüjsigeu Stabs, uud sonstige Offiziere kehren nach England zurück. Aie Ansstchtcn auf einen baldigen Frieden nnd eine Beruhigung dcs Landes sind meiner Ansicht nach ant." Der Spezialtorrespondcnt des „Staudard" meldet "us Dnrban: „Die Küstenlinie N M vullstaudig beruhigt uud das Bereisen derselben >o ge,ahrlos, wie eine Reise in Natal. Ich bin mit enmn einzigen Reisebegleiter von St. Paul hierher Hl?.. ^.)^'" die geriugste Gefahr oder Aelästiguuq. 3 Mittwoch hatte ich eine Besprechung mit Sir ^""" W°lseley. Er hält den Krieg für thatfächlich ""ldlgt; Lord 6hel>n5ford. General Wood und Oberst ""ler lehren nach England zurück. Die öffentliche AU'ung strht si.h^ i„i Widersprnch zn den Ansichten ^lr Gmn^. die Kolunisleu sind der Meinung, daß er " ncy ^»me hastige Action die Resultate des Krieges ^," ''' Auch die Meinung der Eingebornen geht U . >/ ^ Resultat unseres übeleiltei, 'Rückzuges von "m w,^ o^. Entlass^^ der Freiwilligen und der Vor-sulss l?? für die Heimkehr unserer Truppeu war ein um s'^unmes, daß Sir Garnet Wolseley genöthigt H ies.M einer aberinaligen Besetzung Ulüudi's zu lana ^?Ä"^ der Eingeborncu der ganzeu Küste ent-uij uroyen keine weiteren Gefahren. Sie erklären! einstimmig, über die britische Macht getäuscht worden zn sein, und werden sich nie wieder dazu verleiten lassen, die Waffen gegen uns zu ergreifen. Nie ist eine lange Zeit, allein immerhin dürfte es Jahre währen, ehe man neue Unruhen dafclbst zu höreu bekommen wird. Die Leute sind nach ihren Kraals zurückgekehrt und gehen ihren früheren friedlichen Beschäftigungen nach Gleich nachdem die Swazies und Amawngas die Nachricht von der Schlacht von Ulundi erhalten hatten, fchickten sie Boten ein, um ihre vollständige Unterwerfung anzninelden; es lanfen jedoch Gerüchte um, daß unser Rückzug von Ulundi nnd die unerklärliche Zersplitterung nnscrer Streitlräfte sie abermals unschlüssig gemacht haben." Eügesnemgkeiten. — (900jiihrigcs Gründungsfest der Stadt Steyr.) Auf Antrag des Gemeinderathes Wickhoff wurde ein Comite eingesetzt, welches Vorschläge darüber zu machen hat, inwieferne das WOjährige Gründungsfest der Stadt Steyr mit dem 500jährigen Jubiläum der Vürgergarde dortselbst in Verbindung zu bringen sei. In der nächsten Gcmcindcrathssitzung wird dieses Comite seinen Bericht über diese Feier erstatten. — (Verleihung des Duktorti tcls.) Die kais, Lcupoldinische Carolinische deutsche Akademie der Naturforscher hat nntcrm 12. Juli d, I. nachstehende Personen zu Doktoren der Philosophie ernannt: Julius Payer, wegen seiner nach dem übrreiustimmcudcn Urtheile der herliorragendstc» Gelehrten außerordentlichen Vcrdieüstc um die Naturwissenschaft, weil er auf den höchsten Höhen dcr Alpen nnd in dc>, entlegensten Nordpolregionen die Form uud die Natur der mit ewigem Schure bedeckten Länder beschrieb und vorher ungelaunte Gebiete als der Erste entdeckte und damit die Kenntnis über die entlegensten Erdgebictc außerordentlich vermehrt hat; — Carl Wryprccht, wegen seiner nach dem übereinstimmenden Urtheile der ersten Männer der Wissenschaft bcwiescuci, außerordentlichen Kenntnisse der Natur-wissclischastcn, weil er au den entlegensten Gestade,, des Eismeeres die Form und die Natur der mit ewigem Schnee bedeckten Regionen emsig durchforscht, bisher unbekannte Länder als der Erste entdeckte m,d dadurch die Kenntnis über die entlegensten Regionen in außerordentlicher Wrife vermehrt hat. Die Akademie ist sich bewußt, daß sir ihre Auszeichnungen desto höher stellen darf und umsomchr im Sinne ihrer Stifter ertheilt, je selteneren und je gerechteren Gebrauch sie von ihrem Rechte macht. — (Fluchtversuch im Karthauser Straf-hause.) Die in der Strafanstalt in Karthaus iichaf-ticrten Sträflinge bcnlisichtiaten diescrtagc einen neuer-lichrn Fluchtversuch, drr jedoch noch rechtzeitig entdeckt und vereitelt wurde. Die Präger „Politik" thcilt hierüber folgendes mit: „34 Sträflinge der Karthauscr An-talt hatten sich verabredet. Samstag nachts gemein-chastllch zu entfliehe», was lediglich durch den Verrath ^u,cs aus ,hrer Mitte vereitelt wurde. An den Vorbereitungen zur Flucht hatten sie längere Zeit gearbeitet, namentlich wurde in dem Fußboden einer Zclle ein so großes Loch durchgesägt, daß ein Mann bequem durch dasselbe durchschlüpfen konnte. Man spricht sogar da, von. daß der Fußboden unterminiert war. Die Erde aus diesem Loch wurde täglich früh in den hinlänglich bekannten Kübeln hinausgetragen und in den Abort geschüttet. Nach und „ach wurde, ohne daß die Wächter es bemerkt hätten, ein ganzer unterirdischer Gang bis zn dem in der äußersten Ringmauer des Strafhcmses mündenden Kanal, wo kein Nachtposten steht, hergestellt. Anf dirscm Wege hätte die Flucht aa»z grränschlu» er-sula.cn können. Bemerkenswerth ist der Umstand, daß gerade in dem Flügel, wo die sich zur Flucht rüstenden Sträflinge wohnten, der Aufbewahrungsort für die Zivilklridrr sich befindet. Die unzureichende Aussicht ermüglichtr dirse Vorbereitung zur Flucht. Die Sträf-lmgr Wichten auch vom Abzüge drr Gitschincr Garnison zn den Mauövern und wollten dirs benutzen." ^ ^./^" ^"lb ""s ocr Wanderung.) In der Nahe des Dorfes Imgny in Savoyrn liegt ein -ocra., dchen südlicher Abhang mit einem Walde iu """" Umfange von zwei Kilometer im Quadrat be-dcclt ,st. Unweit dieses Berges fließt die Iscre, die aber vor cmiaeu Wochcu infolge der anhaltrndcn Regengüsse aus ihrcu Uferu getreten ist. Die Gewässer dicjes Flussrs uuterwaschrn mm fortwährend diesen -«erg. so daß der südliche Abhang dcssclbcu mit dem ^alde zu rutsche,, begouncn hat uud auf diese Art drm Horse Eutrrmunt immer näher kommt. Die Regierung yat daher die schleunige Dislocierung der Bcwohucr dlcscs Norses angeordnet, da dasselbe jeden Augenblick „, Gefahr ,st, y^n dem rutschcudcu Berge verschüttet zu wcrdcu. u >^ a ^ (Ueber die jüugsteu Hiurichtuugeu "«,' /^") schreibt ein Augenzeuge iu dem dortige» „lltlcvljauiu" folgendes: „Am 30. Juli um 10 Uhr ruh wurden die zum Tode vcrurtheilten Fedoroff. worsti ,„,o Viltschcmsli auf oiucm offrncu Schandwagen aus dem Gefängnishof herausgeführt. Die Delinquenten Men >u eiuer Reihe auf einem hohru schwarzen Gerüste, mit den Rückeu deu Pferden zugrkchrt. Am Halse emcs Ml, derselbe» hing ciu Brcttchen mit der Auf- schrift: „Prestupnik" (Verbrecher). Der Zug bewegte sich höchst laugsam der Nichtstätte zu. brgleitet von einer unzählige,, Menschrnmenge. Die Delinquenten warfen während dieser gonzen Zeit mit drn Händen hin und her. verbeugten sich stets zum Volle und hielten an dieses mit gellender Stimmr, in abgerissenen Phrasen Reden, welche jedoch vm, dem Trommelwirbel übertönt wurdeu und nicht gehört werden lonntrn. Von dem Volke antwortete uiemand auf diese Verbeugungen und Reden, uud die Verurthcilten mußtcu sich überzeugen, daß das Volk mit denselben nichts gemein haben will. Fast auf derselben Stelle, wo die früheren gewesen, standen auch jetzt drei schwarzangestrichene Galgen in Gestalt eines halben I'. Bei derselben Ruhe und Ordnung der Menge fand auch die Iustificierung eines Delinquenten »ach dem anderen statt. Kurze Zeit darauf wurden die Leichen von den Galgeu heruntergenommen und au Ort und Stelle in die Erde verscharrt. Der Erstgenannte der Hingerichteten war ein Russe und die beiden Letzten Poleu." fokales. — (Der Herr Landesvräsident Ritter v. Kallina) hat zugunsten der durch die Feuersbrunft vom l. d. M. verunglückten Bewohuer von Brunudorf deu Betrag von fünfzig Guldru gespendet. — (Zum Brande iu Kuzarje.) Ueber die angebliche Entstehlmgsursachc des jüngsten Brandes in Kozarje bei Laibach kommt uns uachstehende. etwas wunderlich klingende Mittheilung zu: „Sonntag den 3. d. M. um 2 Uhr nachmittags entstand bekanntlich in Kozarje ein großer Brand, welcher die sämmtlichen Wirtschaftsgebäude von vier Grundbesitzern einäscherte. Das Feuer ist auf höchst sonderbare Weise entstanden. Eine alte Frau las nämlich mit ihren großen kreisrunden Augengläsern in einem Gebetbuche. Durch die Hitze matt gemacht, lcgte sie die Brille» auf das »eben ihr vom Dreschen hrr lose hingeworfene Stroh. Nach einiger Zeit erwachte sie und fand alles Stroh um sich brennend, so baß sie kaum durch rasche Flucht der Ver brenmmgsgefahr entging. Da die Sonue zu jener Stunde nahezu im Zrnilhc stand, su hatte sic, wie man aunch-mr» muß, aus die Brenugläscr gewirkt und das Stroh entzündet, welches das Feuer sodann weiter verbreitete." — ko U0N u Verdi, l! den Irovkwrk! — (Steinadler.) In dem Carl Gallc'schen Jagdrevier der Herrschaft Freudenthal wurde am Nen d. M, vom Iagdhüter Debenc ciu juuger Steinadler mit riner Flügelspanuwcite von 2 Meter 2 2 Centimeter aus dem Horste geschossen. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) In der gesteru beim hiesige» Landrsgerichte stattgefundeuen Schwurgerichtsvcrha»0l»»g wurde dcr Angeklagte Jakob Kubal dcs Verbrechens des Todtschlagcs schuldig er-lanut und vom Gerichtshöfe zu sechsjähriger schwerer Kerkcrstrase vcrurthcilt. Des gleichen Verbrechens wegen wurde in der montiigigen Verhandlung über den an-aeklagtcu Martin Arhcr eine dreijährige schwere Kerker-strafr verhängt. — Am Samstag hatte sich vor den Geschworne» Lukas Bole des Vrrbrrchens der Brandlegung zu verautwurtc». Per Angeklagte wurde trotz beharrlichen Ableugncus drr verbrecherische» That überführt uud vo» den Geschworne» schuldig gesprochen. i»v folge dessen ihm der Gerichtshof eine schwere Kerler-strafe i» der Dauer von zehn Jahren zuertanute. — Außer den für de» heutige» und die kommende» zwei Lage bereits ausgeschriebeucn Strafverhandlungeu wurde» für dir gegenwärtige Seffion „och folgende zwei Fälle zur Verhandlung anberaumt: Samstag den Niten und Monwg den 18. d. M. gegen Iohauu und Helene Bumr wMl, Verbrechens des Betruges und Dinstac, dr» !<.1, gcge» Antou Zupaur, wegen Verbrechens des versuchte» Meuchelmordes. Der letztgcuannte Fall betrifft jrneu kaufmännischen Lehrling aus Ahling. der in eiuer Nacht des heurige» Faschings die in ihrem Bette schlafende Dienstmagd sciucs Lchrhcrrn mit einer Haue überfalle» n»d meuchliugs zu tönten versucht hatte. Die erste, schu» iu dcr lrtztvrrflossenen Scssw» hierüber stattgehabte Schwurgerichtsverhandlung, über welche wir seinerzeit des Näheren berichteten, wurde bekanntlich vertagt, da drr jugendliche Verbrecher über Antrag der Vertheidigung behufs Feststellung sriurs Geisteszustandes der gerichtsärztliche» Bcobachtuug übrrgebe» wurde. Wie wir vernehmen, soll lehtrre leinen Anhaltsplintt ergebe» habe», der die geistige Ulizurechnungssähigleit des Augctlagten auuehmen ließe. ^ (Schwindler mit Nähmaschinen.) Seit einiger Zeit treiben sich Individuen auf drin Lande m Krnin herum, wclchc insbesondere in dr» kleineren Städten und Märkten Nähmaschinen zu den splittbillig-strn Prrisr» anbiete», D.cse Schwindler sind mit nachgedruckte» Prciscourcmts. Grbranchsanwe'sungen u, dgl. Wohl versrhr» und vrlsichrrn drn Kundschaften o,e lnll.g-ste» Prrise wenn sie eine größere A»zah nng leisten. Schon melnere Parteien vom Lmide smd beim hiesigen Vertreter der amerikanische» Nähmaschinenfawl Howe crschirnrn uud haben sich daselbst angefragt, wann denn endlich die bestellte Nähmaschine, für welche man den Agenlcn schon sr't Wochen eine ü Coutozahlung von 10 bis 2l> fl. gleistet habe. eintreffe» werde. Erst vor wenigen Tagen ist in der erwähnten hiesigen Nähmaschinen- 1592 Niederlage eine arme Frau vom Lande erschienen, welche bereits vor zwei Monaten ein Angeld von 30 si. geleistet hat und sich nun darnach erkundigte, wo sie die Nähmaschine beziehen könne. Als man ihr die Aufklärung gab, daß man die Person des Agenten sowic die Firma nicht kenne, war des Iammerns und Weinens der armen Frau, die um ihr sauer erworbenes Geld betrogen wurde, kein Ende. Nicht besser treiben es einzelne Agenten in anderer Weise durch den Verkauf von schlechten, imitierten Fabrikaten. Hat sich eine Partei nachträglich von der Unsolidität der Ware durch einen besser Unterrichteten informieren lassen und die Bestellung abgesagt, so droht man derselben mit der Klage. Erst kürzlich hat eine solche Firma, wie uns mitgetheilt wird, einer Partei in Krain, welche drei Tage nach crfolgter Bestellung letztere widerrief, da sie von befreundeter Seite auf die Unsolidität der bestellten Maschine aufmcrksam gemacht worden war, zugeschrieben, sie werde dieselbe, wenn sie ihr nicht sofort 20 st. Neugeld einsende, gerichtlich belangen. Wir glauben nur unsere Pflicht zu erfüllen, wenn wir das Publikum aufmerksam machen, bei derartigen Bestellungen mit größter Vorsicht vorzugehen. — (Aufgefundene Leiche.) Bei Oberftirnitsch, Ortsgemeindc St. Martin im Bezirke Umgebung Laibach, wurde am 25. v. M. eine noch frische unbekannte männliche Leiche an das Save-Ufer geschwemmt. Dieselbe war mit ziemlich schadhaften und ärmlichen Kleidungsstücken bekleidet und die eines jungen, kaum 24 Jahre alten Mannes. Da am Kopfe der Leiche drei scharfkantige Wunden und am rechten Oberschenkel ein complicierter Splitterbruch, endlich auch die zweite rechte Nippe gebrochen vorgefunden wurden, so liegt die Vermuthung nahe, daß man es hier mit dem unglücklichen unbekannten Opfer eines bisher noch nicht eruierteu Verbrechens zu thun hat. — (Ein Kind als Brandstifter.) Abermals kommt uns einer jener in Krain leider an der Tagesordnung stehenden bedauerlichen Fälle zur Kenntnis, in denen Eltern durch die Unvorsichtigkeit ihrer schlecht oder gar nicht beaufsichtigten Kinder in empfindlicher Weise an ihrem Hab und Gut geschädigt werden. In der Ortschaft Krehniz, im politischen Bezirke Littai, kam nämlich am 6. d. M. gegen 1 Uhr nachmittags durch einen vierjährigen, unter einer Harpfe mit Zündhölzchen spielenden Knaben, den Sohn des dortigen Inwohners Iohanu Orehek, Feuer zum Ausbruche, welches nicht nur die erwähnte, ixm Grundbesitzer Johann Kos in Krehniz gehörige Harpfe, sondern auch dessen Wohnhaus. Kellergebäude und Getreidetasten vollständig einäscherte und dem bedauernswerthen Besitzer einen nicht versicherten Schaden von 1200 st. zufügte. Auch der Vater des unglücklichen Knaben, der im Hause des Grundbesitzers Kos als Inwohner lebt, erlitt durch die Vernichtung seiner Effekten einen Schaden von 200 st. Zur Bewältigung des Brandes war die Spritze der Südbahnstatiou Kreßniz auf dem Brandplatzc erschienen und verhütete weiteres Unglück. — (Bad Töpliz.) Wie man uns aus Töpliz in Unterkrain fchreibt, hat das dortige Bad schon seit Jahren keinen so zahlreichen Besuch auszuweisen wie heuer. Sowol die eigentliche Badeanstalt selbst als auch die übrigen zur Unterbringung von Gästen dienenden Häuser sind feit vorigem Monate in allen verfügbaren Näumen vollauf besetzt, so daß neu angemeldete Gäste mitunter auf die Abreise anderer vertröstet werden müssen. Die Zahl der täglich Badenden belauft sich im Mittelbad auf 60 bis 70 und im Fürstenbad auf 40 bis 50 Perfunen. Die Gesammtzahl der bis 8. August d. I. in Tüpliz eingctroffenen Kurgäste beträgt bereits 720. Unser Korrespondent gibt schließlich dnn Bedauern Ausdruck, daß Tüpliz teine im Orte anwesende Gemcinde-vorstehung besitzt und daß sich dieselbe, da sie zwei gute Wegstunden vom eigentlichen Badeorte entfernt ist. der Interessen des letzteren so viel wie gar mcht annimmt, so daß die Last der Herrichtuugen und Verschönerungen lediglich nur auf den Schultern des Nadepächters ruht. — (Gemeindewahl in Jauchen.) Bei der im vorigen Monate stattgehabten Neuwahl des Vorstandes der Ortsgemeinde Jauchen sind nachbenannte Functionäre gewählt worden: zum Gemeindevorsteher Jakob Lozar, Grundbesitzer in Kleinlack; zu Gemeinde-räthcn: die Grundbesitzer Johann Kolalj von Goropetsch und Johann Groselj von Bischze. — (Wcinbaucongreß.) Um den Ausstellern von Wein bei der im September d. I. in Wien stattfindenden Wein> und Weinbau-Ausstellung Gelegenheit zu geben, ihre ausgestellten Weine auch dem größeren Publikum bekannt zu machen, ist Vonseite des Central-ausschusses des zweiten Weinbaucongresscs in Verbindung mit der Ausstellung die Errichtung einer Kosthalle beschlossen worden. Diese Kosthalle umfaßt circa 30 Logen, in welchen die Weine in ^/^ Litergläsern verabreicht werden. Neueste Poft. Originul'Telegramme der „Laib. Zei tung." Wien, 13. August. Die heutige „Wiener Zeitung" veröffentlicht kaiserliche Handschreiben au den Vorsitzenden des Ministerraths, Herrn o. Stremayr, und den Minister des Innern, Grafen Taaffe, datiert: München am 10. August, mittelst welchen der Kaiser die am 1l. Juli erbetene Amtsdemisswn des cis-leithanischcn Gesammtmillisteriums annimmt, den Grafen Taaffe mit der Hildung eines neuen Ministeriums beauftragt und dessen Anträgen ehestens cntgrgensicht. Gastein, 12. August. Der deutsche Kaiser ist nachmittags abgereist; dem Bürgermeister gegenüber drückte der Kaiser seine Zufriedenheit über die gelungene Kur und über das Zusammentreffen mit dem österreichischen Kaiser, seinem lieben Neffen, aus. Serajcwo, 12. August. Der Gesammtverlust an ärarischem Gute beim Brande hat nach den bisherigen Erhebungen einen Werth voil beiläufig hunderttausend Gulden, andere Angaben erscheinen übertrieben. Pest, 11. August. Graf Andrassy ist heute früh hier angelangt und sofort nach Tereues abgereist. Serazewo, II. August. (Frdbl.) Der Brand im Taschli-Han dauert bei angestrengter, unermüdeter Arbeit der Pioimiere und Jäger fort. Der Bach wurde in den Hofraum geleitet. Ungeheuere Vorräthe an Kaffee, Zucker, Tabak, Fett lc., zum Theile in ärari-schen Magazinen, zumeist jedoch in Moscheen untergebracht, brannten ab. Der approximative Werth der zugrunde gegangenen Artikel wird auf zwei Millionen Gulden geschätzt. Bergrath Dr. Herbisch verlor sämmtliche Studien und Instrumente, der Theatcronektor Pelesch alles. Eine Menge Beamter ist ohne Wohnungen, die Unterbringung der Bevölkerung beginnt. Das Militär wird aus den Privathäusern in Lager gezogen. Serajewo, 11. August. (N. fr. Pr.) Gegen Mittag wurde Besistan geöffnet. Die Vertaufsläden blieben unversehrt. Der Magistrat schätzte den Schaden in einer Eingabe an die Landesregierung ouf ungefähr 23 Millionen Gulden. Die serbischen Gros^ Händler berechnen ihren Verlust allein auf drei Mü-lionen Dukaten. Große Mengen bares Geld und Goldschmuck von Frauen verbrannten. Das deutsche Konsulat amtiert in den Ruinen des Konsulatsgebäudes. Der Schaden ist um so empfindlicher, als absolut niemand versichert war. Das Feuer sah mau auf die Entfernung bis Vetrcnica - Planina oberhalb Zenica nnd bis Lnkavica. Bis Trebeuu war alles taghell erleuchtet. Den Brandgeruch verspürte mau über Blaznj hinaus. Von der Bevölkerung werden viele vermißt. Angeblich bestand die Absicht der Regierung, einen Theil der Regierungsbehörden uach Trcwnit zu verlegen. Diese Absicht dürfte jetzt aufgegeben sein. Massenhafte Gerüchte wegen Ausbruches von Unruhen und neuen Bränden in Nogatica und Travnik kursieren in der Stadt. Sicher ist nur, daß vor einigen Tagen bei Rogatica ein großer Waldbrand entstand. Das Militär hält andauernd Bereitschaft. — Die Verhandlungen mit Husni Pascha sind vorläufig sistiert worden. Paris, 11.August. (N. fr. Pr.) In den Departements macht sich ein starker Abfall von der bonapartistischen Sache bemerkbar. Die Bonapartisten entsendeten daher ein Mitglied der Partei nach Trouville, um den Prinzen Jerome zum Handeln aufzufordern. Dieser erklärte, er werde bis zum Ende der Saison in Trouville bleiben. Er wolle seine reservierte Haltung nicht aufgeben, sondern die Klärung der Meinung des Volkes abwarten. Rom, 11. August. Der „Osservatore Romano" schreibt: Wir können versichern, daß das in einem Posener Telegramme der „Nordd. Allg. Ztg." enthaltene Dementi der Nachricht, daß dem Kardinal Ledo-chowski durch Vermittlung der deutscheu Botschaft in Rom eine weitere Strafvorladung der preußischen Gerichte zugestellt wurde, falsch ist. Telegrafischer Wechselkurs vom 12. August. Papier - Rente 66 85. — Silber - üiente 68 68. — Gold» Nente?«95, 1860er Staats.Anlehen 125 20, — Bank^Äctien 827. - Kredit-Acticn 269 70, — London 116 60. — Silber ^ —. K. l. Münz-Dulaten 5 48^/,., - 20 - Franken ° Stücke 9 29. 100-Neichsmart 57 10. Wien. 12. August, 2'/, Uhr nachmittags. (Tchluhlulsc.) ttrcditactien 26930, 1860er Lose 12,V . 1864er Lose 158'-, österreichische Ncnle in Papier 66 80. Staatsbahn 274 50, Norlibahn 220'—, 20-Franlcnslnc?c 9 29, ungar. Kledilacne« 25625, österreichische ssrancobanl —'—, österreichische Au^Ioba»! 12650, Lombarden 89 75. Unio!lbank87 50, Lloi^daclicn 579-, türkische Lose 20'30. Kommunal-Änlichen 111 30. EaWtische-^, Gulorcutc 7890, ungarische Ooldrente 9225. Schwächer. Handel nnd Der letzte Wochenansweis der l. l. priv. österreichisch' ungarischen Bank weist im Verhältnisse zn dem der Vorwoche sol' gcnoe Veränderungen auf: Mclallschcch fl. I58,09l»,29"., Zu" nähme sl.32.723;' in Metall zahlbare Wechsel fl. 20,537.413, Zunahme fl.065.958; eöcumpticrte Wechsel und (Mtten Müden ',16.846,022, Znnahmc sl, 530,074; Darlehen gegen Handpfai'd fl,2:l.l4?,200. Abnahme fl.453,600; Staatsnoten sl. 1.487,214, Zunahme fl. 291,719; Hypothekar - Darlehen sl. 106,11 l,865, Zunahme sl, 60.473; bürsrninäßig angekaufte Pfandbriefe oer Vant sl.5.226/,61. Abnahme fl. 63,242; Effekten ocs Nescrlie-sundö sl. 17.212,679, Abnahme fl. 306.23^; Banlnutciiumlculs fl. 2^'>.647M(). 'Abnahme fl. 1.729,620; Giro-Einlagen fl.46,115, Zunahme fl. 13.852; Pfandbriefe im Umlaufe st. I04.ll90.5i0, Zunahme sl. 118,000. Htllgeko,»,,lene Fremde. Am 11. August. Hotel Stadt Wien. v. Hochstettcr, Hosralh, und Szombathy, Assistent am t. l. natur-histor, Hosmusemn, Wien. — Lauds' bcrgcr, Verliu. Hotel Elefant. Nhodus, Kfm., Berlin. - Znlal, Beamter; Wichtl und Bermann, Wien. — Spisa, l. l, Gerichtspräsident, und Marusii, Priester, Gürz. — Dr. Stciubach, Zara. - hajnal s. Frau, Fiumc. Hotel Europa. Dr, Smatla, l. k. Rcgimentsarzt, Laibach. "" Dr, v, Pcrnhoffcr. Wien. Pctronie, Trieft. Äaierifchcr Hof. Äcnigar, t. l. Professor, Agram. - Koch, Ne- dactonr, Zürich, Kaiser von Oesterreich. Neichelt. Lehrer, f. Frau, Graz. Sternwarte. Germ Angela, Wien. Mohren. Wisemlin FranMa, Gradisla. — Illih Demeter, Vclgrad. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. T^ll.'N^ 735 l!3 ^10-6 "windstill 1"H?ebes 12, 2 ., N. 73376 ^22-4 SO. schwach heiter «'00 9 .. Äb. 733 40 ^15 1 O. schwach heiter Angenehmer, heiterer Tag. Das Tagesmittel der WiirN«e -j- 160", um 38' unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: OltomarVambera.. ^H'^.s^,»l^,'>^<- Wien, 11. August. (1 Uhr.) Anfangs drückte Contreminc, uud die Stimmuna, war eher matt. Später trat eiuc Erholung ein. Devisen und Valuten tendieren ii VMirNvrNHl. „och steif. __________ «elb Wate Papierrente........ 6660 6670 Silberrente........ 6820 «880 Goldrente......... 78 45 78 55 Lose. 1854........ 115 25 11575 I860........ 125 - 125 50 " 1860 (zu 100 fi.) . - > 127 75 128 - ' 1864........ 15825 15850 Una. Prämien.Nnl..... 101 80 102 - Kredit-L.......... 168- 168 - «udolss-L......... 18- 1850 Prämienanl. der Stadt Wien 110 80 111' - DonaU'Regulierungs'Lose . . 108— 10825 Domänen»Pfandbriefe . . . 145— —^ vesterr. Schahscheine 1381 rück» zahlbar ....... 10080 101 - Oestcrr. Schahscheine 1882 rück» zahlbar ...... 100 80 101 - Ungarische Goldrente .... 9180 9190 llnaarischc Eisenbabn-Anleihe . 118— 113 25 Ungarische EiscnbahN'Anlcihc. Cumulativstücke...... 11230 11260 Ungarische Schahanw. vom I. l8?4.......... '— — ^ ?!>ilchcn der Stadtgemeinde Wien in N. «...... 9950 99 70 Veld Ware ! Vrundentlaftungs Obligationen. ^ Böhmen......... 102 50 ' - Niederosterrcich...... 105 - — - Galizien......... 90 75 9150 Siebenbürgen....... 8475 85-50 Temeser Banal...... 85 8550 Ungarn.......... 8ss- 8? - «lctieu vou Vanlen. Gelb Wal? Anglo-österr. Bank..... 125 60 «25 80 Kreditanstalt ....... 26820 26849 Depositenbank....... — - -------- Kreditanstalt, unqar ... 25525 25550 Ocsterreichisch-ungarische Bank 825 - 827 Unionbanl . ... 8650 8675 Vcrkehrsbant . 116— 116 50 Wiener Bankverein..... 12650 12?' klctien von TransportNuteruel,-mungeu. «eld Ware Alföld'Bahn .......136 50 137' . Donau.Dampfschiff.Gesellschllft 572 574' Elisabeth.Wcstbalin.....181 182- ! »elb Wal« Ferdinands.Nordbahn. . . .2200 —2205 — Franz-Ioseph-Aalin .... 14525 14550 Galizische Karl «Ludwig . Bahn 285 75 236 — Kaschau.Oderberger Nahn . . 112 25 112 75 Lembcrg'Czernowiher Bahn . 13575 136-25 Lloyd - Gesellschaft.....573 - 574 - Oesterr. Nordwestbahn .... 126 50 126 75 Rudolss'Nahn.......13375 l34 - Staatsbahn........271 50 272 Sndbahn.........88 75 89- Theiß.Bahn........214 — 214 50 Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 103 50 104 Ungarische Nordostbahn . . 12675 127 — Wiener Tramway.Gcscllschaft 188 50 189- Pfandbriefe. Alla.öst.Nodentreditanst.li.Gd.) 116- - « ., , (i.B.-V.) 99 80 10010 Oesterrcichisch. ungarische Bank 10150 101 65 Ung. Bodcntrcdit.Inst. (Ä..V.) 10125 101 75 Prloritäts Dbll»atisnen. Elisabeth°B. 1. Em.....9650 97- Ferd.-Nordb. in Silber . . . 104— 105-ssranz-Ioseph.Aahn ... 9480 95' s«al. Karl-Ludwig'V. 1. (im. 104— 104'A Oestcrr. Nordwest-Bahn . . 96 70 96 A Siebcnbürger Nahn .... 7230 72"" Staatsbahn l. Em..... 169 - 171^ Südbahn »3-/....... 121 - '2>'A 5°/....... 102-75 103^ Devisen. Auf deutsche Plätze..... 56 95 5? ^ London, kurze Sichl .... 11695 1 '^ London, lange Sicht .... ll?05 « <" Paris.......... 4620 46^ «eldlsrten. Dukaten .... 5 fl. 49 kr. 5 fl- 51 ^ Napoleousd'or . 9 ^ 31V, „ ^ ^ "" Deutsche Reichs- « ^ Noten .... 5? . 3b . 57 . " ^ Silberauldcn . . 100 . — , 100 - .Krainischc Gruudcntlasluuqs.Obligat'""^'' Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 66 60 bis 6S'70. Silberrente 6820 bls 68 30. Goldrente 7860 bis 78 65. Kredit 268 50 bis 268 75. Anglo I^'^' 126—. London N6-95 oi« 117 20. Napoleons V31V, bis 9 32'/,. Silber 100— bis 100 -.