Lmllllcher str. 190. Plünumeratlonspiei«: Im T?mptoli «an^j. ft. i,. hnlbj. f>. ^.ll«. ifllr die.^uNeNunss ins Hnu« yalbl.",0 lr. Mit bcv Post «anzj. ss, )5, halbj. si. 7.50. Dl'!me,'st«g, 20. August 3n1«rtl°n«>glbühr bis !0 Feilcn: Ima! N0 II., »m.«0Ur., ?m.1fi.!lonss pr.«c!le In<. l>. 1868. Amtlicher Theil. . ^cr Minister für Enltns und Unterricht hat über ,kn Vorschlag des bischöflichen Ordinariates zu Linz dcn ^tlgcn Eoopcrator, Wcltpricsicr Jakob Parzcr zum ^issionslchrcr für dic vier uutcicn Classen am Linzcr ^)nniaslum ernannt. Der Iustizminister hat für dic nach dem Gesetze ^ 11. Juni 1808, R. G. V. Z. 59, neu orga Kitten Bezirksgerichte zu Adjuuctcu ernannt, ^zwnr: Im Herzogthumc Stcicrnmrt: l.li!r Ursels dcn Äczirksamtsadjuucten Dr. Alois, . "»mann und dcn Bczirksnmtsactuar Anton Ko-^,U' für Brück dcn Vczirksamtoadjuncleu Anton von ^,'l'nbüt nnd dcn Bezirksamtsactnar Georg Nictz, ^' Deutschlandsbcrg den Bczirk^amtsaclnar Joseph ^"hcr, für Drachcnbcrg die Bezilksgerichtsactllarci «^"z^Peharz nnd dcn Bczirksamtsactuar Jakobs ^'cö, für Eibiswald dcn Bczirtsamtsaclnar Angnst h Hlcgcl, für ?Fchring dcn Bczirlsamlsaclnar Theo» :^' Smcfchkall, für Feldbach dcn Bczirksamtsad-^'5cn Alois Ncsch, dann dic Bcznkscnnlsaclnarc >°^ph Trummcr nnd Maximilian Went, fnr ^?"z dcn Vczirksamtsadjunctcn Joseph Rizzi, für ^edcni den Bezirksamtsadjunctcn Ednnrd Rittcr von , °'l>ani, für Frohnlcitcn dcn Bczirtsrichter 3tai-c>!'^ Nonak unter Bclassuug seines gegcuwärtigcu z. /^'slcharactcrs, für Fürstcufclo dcn Vezirtsamtsadjunc-^' "lbcrt Koschnll, für Glcisdorf dcn Bczirlsamts- Uüictcn Joseph Untcrwclz nnd dcn Äczirksamts-üi^" ?"dinand Gaffer, für Gonobitz dcn Brzirks- "^djunctcn Ignaz Reitter und den Bezirksamts ^!'nr Gcorg Wagner, für Hartberg dcn Aczirks-^'"I^adjnnttcn Äiichacl Hcrmauu und dcu Vezirks-,'lsmnar Michel Rcnncr, für Irdning dcn Vc-^^Mtsadjnnetcn Joseph Waldkirch, für Indcn-'^ ^^ Vczirksaintsactnare Leopold Häusler lind «ciu ^ ^ öniugcr, für Kindbcrg dcn Bczirksamts-i»ü ^ ^'l ^nug, für 5^irchbach dcn Bezirksamtsad-«>m«" ^'""' Payncr, für Kniltclfcld dcn Bezirks-zi^tunr Wilhelm Stricker, für Leibnitz dic Be-i^'ntsadjunctcn Alms Trunk nnd Mathias Sec-G "".' dann dcn Bczirksgcrichtsacluar Dr. Raimund Odi lschcbcr, für Fichtenwald dcn Aczirksgcrichts-^ll>a"?^°^un Nnsko, für Liezcn den Bezirksamts-^c-i l ^^"' Steinsdorfcr, für ^nttenberg dcn reiih.^llcrlchtsadjn!!ctcn I^cph Hüttncr, für Mah-filr m! ^u Bczirksamtsadjnnetcn Anton Kappn s, b^ /^'l)nrg dcn Bc;irksgcrichlsadjnnetcn Jakob Vaß-^jili, f "'^ ^'^^ Äraul, crgcr, dcn Bczirlsamts-Octl,«^ ' ^^'^ Schaln m u n, dann die Bezirksamts-hc»,„ ^ "dninnd Schrcy von N c dl werth nnd Io-^. ^clpin, für Mman den Äezirksamtsactnar °ckw' ^' "- Köpf, für Mnrcck dic Bezirksamts-Vi^., .Gustav Budik uuo Franz Müller, für b^.^'>>chlag dcn Bczirksamtsadjunctcn Anton S ch n - ^ '^'»k ^^ ^cumartt dcn Anscnltantcn Dr. Gnioo ^ll^', u'r Obcrbnrg den Bczirtsamtsactnar Äioriz' ^!i Ir/'^"ig, fi^> Pctwn dcn Bezirtsamtsadjnnc-)'ckj "Uz ^lrcnnz, den Gcrichtsadjnnctcn Leopold ^rfe«Nll' dcn Aezirtsamtsactnar Nobcrt Grci. Hese/ "nd dcn Bezirlsgcrichtsactnar Philipp Wn-^'hcrrl ^'^ Pöllau dcn Aczirtsamtsadjnnetcn Alois i'N^, " "- Jaburncgg, für Nadtersbnrg den A.-">"ts^:^ctunr Gustav 5) ofcr, für Rann dic Bezirks-!^„,/'"tcu Joseph Drcnig nnd Eduard Hoff-^' fi'i ^^itsä, dcn Bezirlsamtsattnar Franz B n-3>z '> ^' ^utlenmann dcn Comltatssscrichtsadjnnctcn ^-S^s ^u^ für Stainz dic Bezirlsamtsaclnarc u^r <^^ 'in, H ohcnburacr nnd Rudolf )t a preth, ^tzbe'cf """linrd dic Äczirksamtsadjunctcn Joseph »,,^'stri»^ Johann Paul ich, sür St. Marcin ^ ^ntm, «"^^^irksamtsadjuuetcn.Ncinrich Thnrn jl, ^ tt '^°^' für Tüfscr den Bczirtsainisaclnar .''"c!, ^ ^'zl, für Voitsbcrg dcn Bezirlsamlsad-I, ^"lia, ^'U"' v. Plapftart, dann dic Bezirks ^'Ui>ilc^ ^Uhclm S ch w a ch nnd Joseph Tl, al -bll^udi ^'K dcn Vezillsamtsadjnnclcn Joseph ^i? ° r. fn,'«, ^u Bczirksamtsacinar Moriz Vclls -^e> ' lür Nv ^" ^" H)ezittsan!tsactuar Ludwig ^dev ^U'dlsch-Fcistritz dcn Bczirtsamtsadjunetcn "logh und dcn Bczirksamtsaclnar Ema-! nucl ^iovotuy, für Windisch-Grntz dcu Gerichtsad-junctcn Franz Schönwctter; im Herzogthume Kärnten: für Mthofcn dcn Vczirksamtsadjunctcn Karl Kan-dclbergcr, für Bleibnrg dcu Vczirtsamtsactnar Cgid )aulllig, für Fcldlirchcn dcn Bezirksrichtcr Jakob Bancr-Hansel nntcr Belassnng seines gegenwärtigen Dicnstcharaktcrs und dcn Vczirtsanitsactiiar Joseph Iberer, für Fricöach dcu Bc^irksamtöad-juucteu Ecrafin Ritter v. Koschackcr, für Gnrk dcn Bczirlslllütsactuar Dr. Joseph v. S ch allcr, für Her-inagor dcn Be^irksgcrichtsattnar Joseph Colcn v. We-bcuau, sür itrtschach dcn Vczirksamtsacluar Johann Klcc, für Obcr-Vcllach dcn Bczirksamtsaelnar Franz Polci, für Patcrniou deu Auscnltanlen Joseph Mo-rak, für Spital dcn Bczirlsaml-sadjnncten Ednaro Aigner, für St. Lconhardt dcn Bezillsamtsactuar N^ori; Plaichiugcr, für St. Paul den Bezirks-amlsadjüNttei, Georg N^etz, für St. Vcit den Bezirks-anUsadinncten Paul ^i cpozitek und dcn Bezirksamts-actnar Anton Bleißmayr, für Tarvis dcn Bczirks-ainls.utnar Joseph Schwaiger, für Billach dic Be« zirksamtsadjnnttcn Joseph Wozelta nnd Pctcr Rn-dolfi. sür Völtcrmarll dic Bcznksamtsadjnnctcn Johann Potocnik uud Gustav v. Glauuach, für Wolfsberg dcn Vcznksamlsactnar Dr. Ottoin Hciß uud dcn Anscnltanten Jakob Müller; im HcrzoaMlme Kiain: für Adclsbcrg dcn Gcrichtsadjnnclcn Jakob i)t o y uud den Bczirksgcrichtsaetuar Georg Voleie, für Tschcrnembl dcn Bczirksgcrichtsadjnnctcn Johann Hudoucrnig, für Egg dcu Bczirksmutsadjnnttcn Joseph Pölz, für Fcistriz dcn Vezirksgcrichtsadjnneten Matlhäns Rcß-m a:', u nnd den Bczirksgcrichtsactnar Dr. Heinrich Dulcnz, für Gottschcc dic Bczirksgcrichtsadjuuelcu Anton Lcskovic und Gottfried Brnnncr, für Großlaschitz dcn Bczirksgcrichtsaetnar Johann Schc-tiua, für Gurkfcld die Äczirksgcrichtsactnarc Johann Vric und Andreas Knlavic, für Idria den Vc-zirksgcrichtsactnar Grcgor Schcrian, für Krainburg dieBezivtsgcrichtsl-ldjnnttcn Johann S ch eg a nnd Grcgor Kcrzic, für Lack dcn Bczirtsgcrichtsactnar Eona.d Stcßka, für Laas dcn Vczirlsgerichtsattnar Frau; stneß, fiir Littai den Bczirlsgcrichtsactuar Julius Lcdcuigg. für Mottling dcn Bczirksgcrichtsadjnnctcn Anton Roschnik, für Nasscnfnß dcu Bezirksgerichts-aelnar Dr. Joseph Gallc,', für Oberlaibach dcn Bc-zirksgerichtsaetnar Loren; 9t a tick, für Planina dic Bczirksgcrichtsactnarc Eduard De» und Dr. Adalbert Kraus;, für Radmannsdorf dcn Bczirksgcrichtsadjnnc-ten Heilirich Haync, fnr Ratschach dcn Bczirkogcrichts adjnnetcn Franz Th oman n, sür Ilcifniz dcn Bczirts-gcrichtsacluar Franz A«' a c n n , für Seiscnbcrg den Ac-ziitsgcrichtsactnar Joseph Martinak, für Stem dcn Beznksgcrichtsadjnnctcn Ednard Valleuta und dcn Aczirtsgcrichtsactuar Johann Pogorclz, für Trcf-fcu den Bczirksgcrichtsadjlinctcu Joseph Podboj, fiir WciM'urg dcn Bczivksgcrichlsaetnar Wilhelm Ätar-tinak, für Wippach dcn Vczirksgerichtsadjuuctcn Io^ hanu Suftpanz. Nichtaintlichcr Theil. Laibach, !<.'. August. Die ElöjftuW dcr Lundt^jc wird in wcuigcn Tagcu dem öffentlichen Leben cincn neuen Rciz verleihen. Es find zwar vorwiegend Angc-lcgcnhciteu gcschäftlichcr Natnr, wclchc dicsc'.dcu bcschäf- ^ tigcn werden, allein in einigen Provinzen bestehen bcson- 'dcrc Verhältnisse, welche einige Abwechslung in die geschäftliche Monotonie zu bringen versprechen. In Böbmcn ist noch immer die Frage eine unentschiedene, ob dic Fcndal-Ultramontancn und dic Czcchcn ^den Landtag bcsnchcn wcrden oder nicht nnd ob sic im crstcrcn Falle an den Vcrhandlnügen bis zu deren Schlnssc thcilnchmcn, oder nach Erhebung cincs lahmcn Protestes gegen dic Bcschlüssc des Landtags, dessen Legalität sie selbst längst lhalsächlich anerkannt haben, dcn Berathnngs-saal verlassen wcrdcn. Kommen die Czcchen und ihr Anhang nicht, so wird man sie ganz einfach ignorircn. Im gcgcnthciligcn Falle könnte es stürmische Auftritte gcben, wic dcrcn so cbcu dic Telcgrainmc vun dcu ! Meetings melden. Sicher ist es, das; man diesen Ans' schrcitnngcn mit Ernst entgegentreten und daß das An-schcn dcr Behörde gewahrt wcrdcn wird. Indessen ist im böhmischen Landtage dic Majorität für dic Verfassnngspartci für jeden Fall gesichert, und fo wird die Scsiiou wohl dic gewünschten Ncsnltate liefern. In Tirol wird cs vielleicht unfruchtbare Proteste dcr Clcricalen gegen dic confcssioncllcn Gcsctzc gcben. Das energische Vorgehen dcr Regierung zur Dnrchfüh' rung derselben wird übrigens diesen Protesten die Spitze abbrechen. Schlicf'lich wcrdcn auch dic Clcricalcn, wie sic ja dies in Bclgien, Frankreich und anderwärts gethan, sich auf dcu Bodcu der Verfassung stellen müssen. In Galizicn ftchcn alle Parteien, selbst jene, welche einschneidende Aenderungen an dcr gegenwärtigen Ord-nnng der Dinge wünschen, ans dem Boden der Verfas-snng. Dic „Debatte" sagt über dic Haltung Galizicns: „So handeln besonnene Politiker, und ohne in die Intentionen dcr Regierung irgendwie eingeweiht zu sciu, blos culf Grund unfcrcr Kenntniß der Pcrhältuifse und in Erkenntniß dcr Wirknngcn, wclchc ans dcn vorhandenen Ursachen fließen müssen, können wir anch dic Per-sicherung gcben, das; sich alls Grund der Verfassung manches wird erreichen lassen, waS noch jetzt einem ent-schicdcncn „'lin»:,,-," dcr Ncgicrungsmänucr begegnen würdc." In dic Absichten dcr Führer des krainischen Landtags sind wir zwar nicht eingeweiht, aber in der lctztcn Zcit hatten wir so manche Symptome zu vcr-zeichnen, welche ans ciue Annäherung au die Haltung dcr übrigcn alicrbländischcn Landtage hiudentcu. Vei richtiger Erkenntniß der Bedürfnisse und Wünsche des" Landes, wird dcr Landtag z. B. in der Schulfrage hoffentlich anch dcn Wcg dcr rcchtcu Mitte finden, dcr aus dcm Labyrinth cxclnsiucr Nationalitätsschwärmcrei her-austeilet. Bcachtcuswerth düukt uns schließlich nachstehende Aeußerung der Debatte in ihrem gestrigen Leitartikel: Die cine Frage bleibt noch offen, ob dcnn cwifi die Möglichkeit fortdauern soll, daß Proviuzial-VcrsamM' lungcn, selbst solche, denen die Geschichte seit Iahrhuu-dcrten jede Bcfngniß dazu abspricht, au dcn staatSrccht' lichen Einrichtnngcu des Reiches und damit an dcm Rcichc selbst sollen rütteln können. Wir wären geneigt, cinc verneinende Antwort zn ertheilen uud eriuucrn warucnd au den classischen Spruch- „(Ilüll, (üivül l-,,^-,>!»^ »um vi ^( <)lu!ln<» datircndc nnd noch nicht reparirlc Störung des Gleichgewichts und beschleunigt dcn Zusammenstoß. Dcu cigcncn Interessen ent« spricht aber dic Neutralität, d. h. die Vermeidung einer Entscheidung sür daö rinc oder andere Lager am besten; dcnu die Gcmcinsainkcit dcr österreichischen uud französische» Jutcresscu im Orient drängt Oesterreich, sich dort Frankreich anzuschließen, währcud. wcun man nuch auf dic Wicdergcwiuuung ciner Stellung in Dcntsch' land verzichten will, sich doch der Zusammenhang der Dcntsch - Oesterrcichcr mit Deutschland uicht leugnen läßt nnd cs allcin schon uumöglich machen würdc, daß Oesterreich im Falle cincs Krieges zwischen Preußen und Frankreich in Deutschland cinc andere Position, als die an dcr Seite Preußens einnähme. Aus dicscr doppelten Strömuug ergibt sich dic Haltung unseres Ea-bincts, welches sich durch deu Fricdcn dic Neutralität, durch die Neutralität dcu Fricdcn sichcru will. Was dic Gleichgewichlsfrage anlangt, so erblickt man in Wicn in dcn Gerüchten von abgeschlossenen odcr ab^ schlicßcndcn Verträgen zwischen Frankreich und Belgien. 1402 und Holland - Gerüchten, welchen man in gnt unterrichteten kreisen trotz des Pariser Dementi's Glanbcn schenkt — lein beunruhigendes Symptom; man ist vielmehr geneigt, in diesen Verträgen ein Mittel znr Her» slcllnng des gestörten Gleichgewichts zn erblicken, indem man glaubt, Napoleon bezwecke mit diesen Verträgen nichts andcrcö, als ein Gegengewicht gegenüber den Schutz - »nd Trutzbündniss>,'u Preußens mit den süd-dcnlschcn Staaten, würde sich aber anch m>t der durch den Abschllih erzielten Herstellnug dcs Gleichgenuchts in den Machlvcrhältnisscu bcgnngcn, und man habe daher cbcn so wenig zn besorgen, daß Frankreich die Verträge zu Stnfrn sür eine Annexion im Norden, als Preußen die Schutz- und Trntzbündnissc zn Annexionen im Süden benutzen wcrdc, daß also, so lange der Präger Fric-den aufrecht erhalten bleibt, diese Verträge leine Besorgnisse einzustoßen brauchen. Man glaubt in Wien, daß auch England dieser Ansicht sei. Zwar mögen dic Gerüchte von diesen Verträgen die Veranlassung gewesen sein, weshalb Lord Stanley an der Seile der Königin Victoria nach Frankreich geeilt sei, denn England würde ja dnrch cine Altering dcr Neutralität Belgiens zn-nächst in seinen politischen und dnrch eine Veränderung in der Haltung Hollands in seinen commcrcicllcu Interessen berührt; allein dem Lord Stanley sei in Paris Gelegenheit geboten worden, sich von der Grundlosigkeit jeder auf die frauzösisch'bclgisch-holläudlschcu Verhaus lnngcn zurückzuführcudcu Besorgnisse zn üderzeugcu, nnd nichts stehe den von wohlnnterrichtctcr Seite der Königin Victoria vindieirtcn versöhnlichen Versuchen im Wege, welchen durch dic Beruhigung Englands über die Tendenz der sranzösisch-bclgisch-holläudischcn Verhandlungen gerade Vorschnb geleistet worden sei. Eröffnung ticö lliMMHschastlichcu Wllmci-lmlMmscs in Wicn. Der sechswöchcullichc vorbcrciicndc Eurs snr Volks-schul-Lchrcr ist am Sanistag im großen Eaale der Landwirthschasts-Gcscllschaft feierlich eröffnet worden. Abt Helscrstaffcr erinnerte die in der Zahl von fast 200 versammelten Lehrer in einer Ansprache nntcr nn-derm, wie nothwendig es sei, daß der gute Christ sich mit dem gnten, nützlichen Staatsbürger verbinde, denn zu dem Belcu gehöre anch das Arbeiten. Der Herr "Minister Graf Potocki hielt hierauf folgende Anrede: „Meine Herren! Sie find heute zusammcugctrctcn zu einem wichtigen uno folgenschweren Werke, dem der Segen des Himmels, den cbcn ein beredter Mund darauf hcrabgcflcht hat, nicht fehlen wird, auf daß es gnte Früchte bringe bis anf entfernte Geschlechter. Sie sind gctommcn aus allen Theilen des Vaterlandes, um sich nach Thuulichleit auszubilden in der naturwissenschaftlichen Bcgrüudiiüg der Landwirthschaft, welche Sie dereinst wiederum der ländlichcu Iugeuo einimpfen sollen. Es ist nicht die Ncdc davon, Sie in der turzcu Frist des EurscS zu Naturforschern oder zu Landwirthcn auszubilden ; es soll Ihnen nur der Weg gezeigt nnd cröff net werden, auf welchem Sie das schöne Ziel der vollen .Kenntniß der edelsten nnd besten aller Erwerbsthätigkeiten erreichen können durch Eifer uud treue Pflichterfüllung. Zu dem Ende hat eine wackere Zahl der tüchtigsten Kräft'e sich frendig erboten, Ihnen Führer zu sein. Diese Männer, deren Namcu sämmtlich vom besten klänge in der Wissenschaft sind, bringen dem schönen Zwecke das schwere Opfer ihrer Ferien nach ciner angestrengten zchnmonatlichcn Lchrerthätiglcit. Ich kann überhaupt nicht umhin, hervorzuheben, welche An-crkenuuug und Unterstützung der landwirthschaftlichc Fortbildungscurs von allen Seiten gcfnndcn hat. Sein Plan ist in meinem Ministerium vom Miuistcrinlrath Dr. Hamm ausgearbeitet worden; die iu Ihrcu Häu-dcn befindliche Denkschrift sagt Ihnen deutlich, was wir wollen uud erwarten. Von Seiten des hohe» Untcr-richtsiniuistcrinius ist uuscrcm Unternehmen rege Theil-ualuuc uno Förderung geworden: ich bitte den anwesenden Herrn Inslizministcr, als Vertreter des Uutcr-riclitsmin isters, dem letzteren meinen verbindlichen lank dafür auszusprecheu. Dic Laudcsbchörden und Statt-haltercicu, die Gmicindcvcrlrctuua. der Stadt Wicu, die nicdcrosterrcichischc Laudwirlhschasts-Gcsellschast, die Vorsteher des Polytechuicums und der Handcls-Aladcmic sind lmscren Bestrebungen in der liberalsten Weise cnt-gegcngelommcn, alich ihnen allen spreche ich meinen herzlichen Da»t ans. Es ist ein Versuch, ein erster Schritt, den wir machen; von Ihncn, meine Herren Lehrer aus deu verschiedenen Grönländern, wird es abhängen, ob er gelingen, weiter führen wird. Sie follen von hier hin-anstrctcn als die Apostel nnd Vorkämpfer der Wissenschaft, der Sie Bahn brechen sollen ins Volk, damit auf ihrer sichcrcn Grundlage sich nicht allein die materielle Wohlfahrt, sondern auch Religiosität uud Sittlichkeit, mit einem Worte die allgemeine Bildung hebe. DaS sei Ihr, das unser aller Ziel, dem wir entgegen-streben wollen mit Eifer, Ernst, Gewissenhaftigkeit nnd treuer Vaterlandsliebe unter der schirmenden Huld unseres allem Guten und Edleu geweihten Monarchen, dem ich Sie auffordere, ein begeistertes Hoch auszubringen. Sc. Majestät der Kaiser, er lcbc hoch!" Nachdem die Versammlung iu das Hoch lebhaft ciu-gcstimlitt, nahm der Herr Iustizministcr Dr. Herbst daS Wort und erwähnte in Vcrtrclnng des Herrn Un-tcrrichtsmiuislcrs dic bevorstehende Reform der Volks-schul-Gcsctzgcbung. Das Unterrichtsministerium habe sich gcru der vom Ackerbanministerium ergriffenen Initiative zn dein landwirtschaftlichen Fortbilduugs-Unter-richtc augcschlosscu: es stimme derselbe vollkommen mit seinen Intentionen übcrcin und cr werde bei der Reform die thnnlichstc Förderung finden. Herr Baron Doblhoff sagte, cr könuc zwar uur für dic nieder-österrcichischc Landwirthschafts-Gesellschaft fprcchcn, glaube aber auch die Mcinnng aller anderen landwirthschaftli-chcu Vereine wiedcrzngcbcn, wenn cr sich mit der hcntc inaugurirtcn Institution vollkommen einverstanden erkläre. Herr Hofsccrctär Dr. Lorenz berührte demnächst den geschäftlichen Theil nnd stellte die anwesenden Professoren vor. Herr Professor F n ch s sicherte für sich nnd dic Lchrer ain Polytcchnicum die willfährigste Unterstützung der Herren Lchrer zn. Herr Director Iancschitz, vom Pädagogium in Marburg, gab dcu dankbaren Gefühlen der Lehrer Ausdruck, und schließlich trat noch ein Tiroler Schullchrcr in der grauen Lo-dcnjacke, den mit Edelweiß gezierten Hnt in der Hand - sein Aauchgnrt trng den Namen Edcr — vor, um in ciner offenbar improvisirtcn kräftigen Nedc ebenfalls den Dank der Lehrer nnd ihr unbegrenztes Vertrauen zu dem leitenden Ministerium auszusprcchcu. Im Namen der Eltern wie im Namen der Kinder danke cr snr den hcute eröffneten Weg. Als der Herr Minister Graf Potocki beim Fortgehen durch die Reihcu fchritt, wurden ihm uud dein Ministerinn! wiederholte Hoch's ausgebracht. Oesterreich. Wien, 18. August. (DasAllcrhö ch st c Oc -burtsfcst Sr. Majestät des 5kaifers) wurde heule iu der feierlichsten Weise begangen. Um II Uhr Vormittags cclcbrirtc in der Metropolitankirchc zn St. Stephan Sc. Eminenz der Herr Eardinal Fürst-Erzbischof von Wicn das Hochamt, welchem Ihre Excellenzen die hier ammseuden Herren Minister, die Vorstände sämmtlicher Behörden, der Bürgermeister, viclc Gemeindet älhc, dic Vcrtretnngcn zahlreicher ziörperschaf-tcn, so wc cinc große Anzahl anderer Andächtigen beiwohnten, nm dic heißcu Segenswünsche für das Wohl Sr, Majestät und des Allerhöchsten Kaiserhauses an heiliger Stätte zum Himmel zu scudcu. Anch in allen anderen Kirchen fand ein feierlicher Gottesdienst statt und in den Tempeln und Bclhäuscru der israelitischen Eultnsgcmeiude wurde bei der gottcöoicnstlichcu Fcicr das Gebet sür die Erhaltimg und das Wohl Sr. Majestät vor offener Buudeöladc gesprochen, Zur Feier des TagcS wurden von einer auf dem Paradevlatzc aufgestellten Batterie lim 5> Uhr Morgens 24 Kanonenschüsse gelöst und vou sämmtlichen in Wicu bcfiudlichcu Mi-litärcapclleu ciuc Tagreveillc gehalten. Um 8 Uhr rückten alle dicustfrcicn Truppcuabtheilnngcn ailf dcn Pa-radcplatz znr Fcldmcssc aus, die jedoch der ungünstigen Witterung wegen in der Eapclle der Mscrcascrnc stattfand. Anf dem Arscual und dcr Franz-IosephsEascrnc waren dcn Tag über die Flaggen aufgehißt. — 18. August. (Die Gerüchte über Gras Taaffe dcmcntirt.) Die „Wr. Abdpst." schreibt: Dic jüngste Anwesenheit des Herrn Ministcrpräsiocntcn-stcllvcrtrclcrs Grafen Taaffc in Prag hat zu mannigfachen Gerüchten Anlaß gegeben, welche mit den entsprechenden Eommcutarcu auch iu hiesige Blätter Eingang gcfuudcn haben. UuS scheint die Thatsache, daß Sc. Excellenz sowohl den Herrn Ministerpräsidenten, als anch dcn auf Urlaub abwesenden Herrn Minister des Innern vertritt, nnd daß ihm angesichts der bevorstehenden Landtagscröffnuug cinc Vcsprcchnng mit dem Herrn Statthalter von Böhmen und die persönliche Ein-sichtsuahme in die Verhältnisse nothwendig erscheinen mußte, zur Erklärung der Ncise des Herrn Ministers völlig ausreichend. Jedenfalls aber mnß gegenüber einigen an die Reise gcluüpftcn Insinuationen mit aller Bestimmtheit hervorgehoben wcrdcu, daß Herr Graf von Tcwffc so wie alle seine Eollcgcu sich der nothwendigen Solidarität aller Mitglieder dcs Eabiucts vollständig bewußt ist und daß es ihm so wenig als cincm anderen der Herren Minister auch uur im entferntesten in dcn Siuu kommen louute au irgcud cincm Ortc individuelle Politik in Sccuc zu sctzcu. /^ Trieft, 17. August. (Orig. - Co rr.) Der Umstand, daß vor einigen Wochen in nnscrcr Stadt Unterschriften zu einer Petition um Auflösung des Tcr-ritorialbataillons gesammelt wurden, — daß ferner auch der Sladtralh in seinem bekannten, dem Herrn Minister dcs Innern überreichten Memorandum die Aeußerung machte, daß die bewaffneten Territorialen als eine beständige Drohnng Seitens der Stadtbewohner anzusehen seien, — daß endlich anch für den bevorstehenden Landtag eine Motion vorbereitet ist, welche die Auflösung des Territorial-Vataillous bezwecken will, — dies alles bestimmte die Bewohner der Umgebung Tricsl's, ciuc Petition zn verfassen, wclchc, mit 3500 Unterschriften verfchcn, vorgestern dem Herrn Statthcillcrci-chef FML. v. Möring mit der Bitte eingehändigt wor^ den ist, dieselbe Seiner Majestät dem Kaiser unterbreiten zu wollen. In der Petition selbst wird hervorgehoben, wic daS Tcrritorialbataillon Jahrhunderte hindurch dcn Vorfahren Seiner Majestät stets lrc» nnd ergeben gedient habe, uud als die letzten Kriegs stürme das Reich durchschnttertcn, sci demselben für sci"t ersprießlichen Dienstleistungen auch die allerhöchste Z^ fricdcnhcit ansgcdrückt worden. Bei dcu letzten traliN' gen Ereignissen in Trieft habe sich dic Territoriallnilii nicht das Mindeste zu Schulden kommcu lasscu, >>"° wcuu Beschwerden gegen dieselbe erhöbe» worden se^' so rühren solche einzig und allein von ciner winzige" Partei her, wclchc Anstrengungen mache, um das M' taillou iu sciucr Ehrc zu uulergrabcu. Die PcliM schließt mit der Bitte, Seine Majestät möge anzubc' fchlcu geruhen, daß das Tcrritorialbalaillou iu allen» uud Jedem so verbleibe, wie es gegcuwärtig ist. -^ Morgen sollen die Territorialen ebenfalls znr Paradt anläßlich der Ocbnrtsfcicr Seiner Majestät dcs Kaisc^ ausrücken. Der „Eitladino" befürchtet, daß das 6r-fchcincn der bewaffneten Territorialen Anlaß zur Wie-ocrholuug vou Ruhcstörnngcu bielel» könnte; ciuc AnsiG die von der Militärbehörde nicht getheilt wird. "" Anläßlich der h. Gcbnrtsfcicr dcs Kaisers, hat der HcN ^tatthaltcrcichef 200 fl. dem Magistrat zugesendet, »B dicsen Betrag nntcr die Armen der Stadt vertheilen^ lassen. Zu dem gleichen Zwecke hat dic Stadtbchö^ 1000 fl. bestimmt. — Der Eröffnung der Landtags' Session am 22. d. wird ein Hochamt voransgchcn, d"' vom hochw. Herrn Bischof Legat in der Eathcdralc ^ tebrirt werden soll. — Mit dem Vcrguüguugszugc s'»° Samstag viele Fremde eingetroffen, von denen circ« l50 mit cincul Llvyddampfcr nach Venedig fuhren. "" Oic hiesigen Buchdrucker-Gehilfen haben sich — nach' dem ihre Statutcu die Gcuehmigung dcs h. Niinistcrill!^ erhielten — zu einem Vereine couslituirt uud HcM' Dr. Kandier zum Präsidenten desselben ernannt.^ Anch Herr Euprin, Redacteur dcs Vollsblattcs ,.!.' <""^' c!«ll' !>!!,,ix« eröffnet nächsten Monat eine neue MM druckerci. — Seit vielen Jahren hatte uuscr M^''' nicht soviel Obst anfzuweiscii wic hcucr, das zn ^' uicdrigstcn Preisen offerirt wird. Auch die Wcinl^ verspricht sehr ergiebig auszufallen, weshalb die attc>' Weiuprcise bedeutend gesunken sind. Gottlob, wir s^ hcucr von dcr üblichen Traubcnkranlhcit ganz vcrsch^ geblieben, sowie auch vou cincr Epidemie hcucr gliicw chcrwcisc keine Splir vorhanden ist. Iuntzbvuck, 10, Angust. (L ch rc l b i l d n "g^, schule.) Zur Rcguliruug der k. k. Lchrcrbildungssch^ iu Iunsbrnck lnit Bcgiuu dcs nächsten Schuljahr 1368/09 hat dcr Unterrichtsministcr die nöthigen ^ sonal-ErncnlNlna.cn vorgeuomlncu. Die Art der ^! wcuduug des ucu bestellten Lehrcrpcrsonnls sowohl ^ dcr Bildnlig der Lchramtscaudidaten als in den cin^' ncn Elasscn dcr Uebungsschulc uach dem Gruiidsatzc^ stimmt, daß in dcr Lehrerbildungsanstalt nebst dem ^', rector uud dem Catcchctcn immer nur die tüchtis!^ Lehrer mitzuwirken haben, wurde dcr cntschcidcndcu Mn^ Handlung dcr k. k. Slatthallcrci init dcr Auffordei'"^ übcrlasscn, dcu alljährlich von dem Director zu ciill^ senden Dctail-Lchrplan immer rechtzeitig vor dein ^ ginn dcs Echnljahrcs festzustellen, nnd dessen ^.!'° Befolgung durch dcn f. f. Voltsschulcn-Inspcstor >'" , wachen zu lassen. Hicrbci ist insbesondere bcgriU'^ ^, Rücksichten anf die Eouccutriruug dcr Lchrcrbildl»'l! aufgäbe stcchnung zu tragen. Uusland. Vcnedi,^ 17.August. (Gcme i u dcra thsa"^ lösung.) Das Dccrct, welches dic Auftösnug ^ ^, mciudcrnthcs verfügt, soll vom Könige schon m'tcl'5 .^ net sein. Dic Wahl dcs Rcgicrnngs - Eominissa^ ^, ziemlich große Schwierigkeiten geboten. Mehreren -< bilitätcn wurde dicscr Posten ohne Erfolg cn'gcv . in letzter Stunde soll sich, wic dcr „Tempo" ^. hjc dcr Viccpräscct Lauriu in Udinc entschlossen haben, Erncnnnng zum Rcgicrungs-Eommissär anzlil,ehn>^'^ Vern, 17. Augnst. (Der Auudcsrath) ^, wortclc über cinc Aufrage cincs schweizerischen b>^.^„> lischcn Agenten über die Stellung dcr Schweiz l>ci ^ ^ß allfülligcn d cu t s ch - f r an z ö f i f ch c n Kricac, ^z< die französische Regierung keinerlei Schritte zn ^M^' litärischcn nnd commcrziellcn Allianz mit der ^ ^ ! gethan habe; wcuu dies geschehen sollte, so sci d> ! lchnuug vou Seite dcr Vuudcsbchörde sicher. ^z,il' wariS, 17. August. (Dementis. ^/^"! sterrath.) Dic „Patrie" uud der „Ctcndard .„al tircu gewisse böswillige Bchaufttungcn des "^lte^ dc Paris" betreffend die am 14. Angnst lN'8^^ Revue. — Morgen findet iu Foutaiucblcau n» sitz dcs Kaisers ein Ministcrrath stall. .^is^^ — (Dic Zusammenkunft dcS "° ,^< vun Nnßland mit dem Könige vo n > ^e"^ ßcn) beginnt die französische Presse z" beun^^nl Ein Eorrcspondcnt des „Temps" weiß s^^'^^cl'^ geuicldct, gcnancre Anfschlüsse über den Zwcck «- ^^ c>> sammculnnst zn geben, aus dcr nichts lucn'gl . ^,^ Trutz- nnd Schntzbündniß zwischen Prcußc» "^,,, .^ land sich cnlpuppcu soll. Darauf erwiedert ^ „,c>! „Fraucc" in cincr gerciztcn Weise, daß man ^^^ jeder Znsammcuknnft gekrönter Hänptcr cm ,^ a» Bedeutung zuschreiben dürfe, da in uM" ^3 Ztcl die Könige gehcu uud kommcu, wic gcwöh>u> ^-l > ichc. Die „France" schließt ihren Abwehr" 1403 ber Versicherung, daß der Zusammenkunft des Königs ^on Preußen mit dem itaiscr von Rußland mit aller ^stiiuiuthcit nicht die Tendenzen inucwohncu, die man M zumnthcn will. Erscheint, daß die „France" dicHcr-iui und Nieren der Souveräne ganz genau zu prüfen ln der ^agc ist, da sie mit so überwältigender Vcslimutt-^lt ss^- h!^. Tendcuzlosigkcit der Ziisammcukunst in Schwalbach eintritt. Ucbrigcns dürfte auch dcm „Tcmps" Ulcht mehr bekannt sein, als der „France," — (Griechische Banden.) Die „Corr. dn >"ord-Est" bringt nähere ^Nachrichten über einen drohcn-°k>l Einfall griechischer Banden anf türkisches Gebiet. Danach sollen griechische Frcischaarcn bestrebt sein, nach ^hcssalicn nnd Epirns zu dringen, nm hier die Ge-^Dsbcwohncr zur Insurrection zn bewegen. Die tnr° ^>chc Regierung sandte anf die erste iiunde von dicfcn Umtrieben eine änßerst energische Note nach Athen, iu lvclchcr anch der griechischen Regierung erklärt wird, daß Man in Coustantinopcl sehr genau über die Ausgangs fünfte dieser Insnrrcclionsfädcn unterrichtet ist nnd ^ich uicht ermangeln werde, demgemäß energisch uorzu-schreitcn. — Der „Evening Standart" bringt Ärachrich-^n, welche die Berichte der „Corr. dn Nordist" ihrem "^escn nach bestätigen. — In Lissabon verbreitete sich neuerdings das frucht von einer bevorstehenden Min iste rkri siS. ^cit einiger Zeit macht sich nämlich in Portugal die frische Partei wieder geltend, welche eine Vereinigung Spaniens nnd Portugals beabsichtigt. In einer der 'Mn Sitzungen der portngicsischcn Pairslammcr nun U'terpcllirte der Marquis von Mallada den Minister "ks Innern, was es denn eigentlich für ein Vcwandt-">b mit diesen Bcstrcbnugcn habe und wie sich die Nehrung zu denselben zn stellen gedenke. Der Minister °ks Innern erwiderte, daß ihm diesbezügliche Pläne "liliel'mmt seien, daß er aber, falls sie eine fcsle Gestalt ^nehmen sollten, die Unabhängigkeit Portugals mit lulcr Macht wahren werde. Der Marquis von Mallada ^lt als Hanpt der iberischen Partei in Portngal, die W in diesem Lande so stark vertrelcn sein soll, daß '"an als Folge der abweisenden Antwort dcS Ministers ^ Innern eine Miuisterkrisis zu befürchten begann. Hastesnemgkeiten. — (V e r si ch er un g s we s e n.1 Die zu ermattende "Fassung au^Iändischrr Velsicherungs-Gestllschaflcn in bester« ^'lb hat bereits mehrere inländische Weeuranz-Auslalten ver^ ^^aßt, an line Reorganisation zu denken, und wie dic «"dlsen-Zllluu^" hurt, sind bereils von den Gesellschaften "Gceeha^" und „Anker" in Wien und .>l!l,c:'<'»,»<,!»! «lil, ' ^!ss,„. ^^ (Russisch.) Derselbe General Potapom, der den ^lnischsn Bewohnern Lütaucns bei G.Id- und Gefängniß-^s^ verboten bat, sich in ihren eigenen Häusern der Mut-^U'rache z„ bedienen, wird in del Moskauer P,ssje nlc' ^lcnfvlund verdächtigt, weil cr die Beibehaltung der pol» ,'s.chen Sprache sür den lalholischen Gottesdienst zugc-'°'!en hab«.. y -^ (Ein Ali«; aus heiterem Himrnel.) Aus /"bschiih ^Preubisch-Scklesicn) lch-cidt man der „Schief. ^." unterm IU. d. M.: Line ungewöhnliche N^turcrschci-. "3 hat heute unsere Stadt in gewcilligc Allfregung ver-. ^' Früh halh neun Uhr, ohne das, sich ein Remitter cnt-^. ""d unter leinen anderen Erscheinnngcn, als denen s.^ ^'üclrnden Eckwüle, hdrtcn wir bei ganz heilerem „c^^. ^"^ """' ^li>; ui'miltllbar ein so furchtbare?, don-. "bnlichcs Krachen, dah Jeder glaubte, in dei unmittel-nick?^ ^^ ^^" ganze Häusciieiben zuscimmengestülzt. Auch ^ ^'n Tropfen R»gcn war gssallcn. B.'lb darauf ver« ei,/ ^^ ^' d'e Schreclenskunde, der Blitz halte in ein Hans ^Hklchlagcn u»d viele unweit davon unter einer gewalligen Ki^.^ "^ Fadrilsarbnl befchäsligle Leute, worunter auch b^ ^! ^'k" ^^'u Vlii, artrosfen und betäubt worden Als' h^, ^'^"' drei Aerzte au die Stätte t.s Unglück.' nnd ^" Vollöls zu th>m, den Nngl^ctlichen Hilfe zu Kisten. !chüd' ^^'^uen waren vom Vli^ m-hc oder weniger be-"una^ ^"^en, worunter zwei mit lebensgefährlichen (5'ische>.-^kn tt^l^ ^^chllosigklit und Klampfen ' andere waien an Vuih. '^n^bcn wie mrscngt. Glüctücherwlise ist Hcffnung ty§^ ^, das; Sämmtliche mit dem Ledcu davonkommen Vocale s. Vi ll i^7s, ..^ ll r Geburtstagsfeier a. l). Gr. ^chhai ^ 5laiscrs) find wir in der'.'age, im t>c>, ^ lle zu dein gestern gebrachten Berichte, nachstehend ^°t>Vll^ ^ ^ ^°" ^'" '^"'^^ ^andcspräsidcnlcn ^'"chtt'!, ^ Eybcsfeld bei dem Fcstdiner ausgc-l'cii Tons<'"^ ^'"' allgemeinsten Veifalle anfgcnommc- ^?cö mitzutheilen: dcr"ci>/ " "'^ dersaminclt znr Fcicr des Tagcs, Ul^ Ka '^'^ "cbcnSjahr unsercS allcrgnädigslcn Herrn an acsck'^^. ^'^litct. Reich an Crinucrnngcn, reich ^ahv D '^^" Gedcnkblältcrn war das vergangene ^l'c ssri '^'" ^"'^' ^oll' daß auf dicscn Blättern '^(Kschmss^ leine blutigen Opscr verzeich- net sind, sondern nnr Werke friedlichen Fortschrittes. Gewiß aber ist anf jedem dieser Blätter verzeichnet die edelste, großmüthigste Absicht nnstrcö erhabenen Monarchen, seinen Völkern Glück zn bringen, ihre Wohlfahrt nnd Freiheit zn erhöhen nnd zn befördern! — (5s ist ein wunderbar mächtiges Gefühl in den Herzen der Böller, das Gefühl der Trcnc für ein altangcstammtes Herrscherhaus, das Gefühl dankbarer Verehrung für einen edlen, großmüthigen Fürsten ans diesem Hanse - cö ist ein Gefühl, so mächtig, daß cs Jahrhunderte überdauert und sich ncn belebt und verjüngt an den mannigfachsten Ereignissen der Zeit; nnd je freier das Volk ist, je mehr cs sich an die Freiheit gewöhnt und ihrer würdig fühlt, desto tiefere Wurzeln schlägt dieses Gefühl in seinem Herzen. 6s hat anch schon in dcu Räumen dieses Saales wiederholt Ausdruck gefnndcn in dem Hoch zn Ehren Sr. Majestät, dargebracht von dcn° Vertretern des Landes, des altöstcrrcichischcn immer getreuen Bandes Kram. Ich bin überzeugt, auch heule tönt in allen Thälern, wo lraincrisch gedacht.und traincrisch gc-,surochcu wird, der alte Ruf: „Zivil, u-,« >nv5vi!li O>!>>-!" durch alle Herzen wic ein feierlicher Choral. Lassen wir diesen Ruf ein lautes Echo lici nns finden, indem wir hicmit ausrufen ein: „Hoch dein Kaiser!" — Unter den am Festbankct Thcilnchmcnden befanden sich Ec. fürstbischöflichc Gnaden Dr. Widmcr, die Herren Generäle Aormann nnd Räuber, die Herren Kämmerer Baron Otto Ap saltern uud Graf Wnrmbrand, Herr Landeshauptmann Dr. Karl Wnrzbach v. Tanucnbcrg, Fiuanzdircctor von Felsen brunn, Regierungsräthc Lascban, Dr. S ch öppl. Rcichsralhsabgem'dneter Dr. Toman, Baron Michael Zois, Haudclskammcrvräsident V. C. Snftan, Aduocatculanilncrfträsidcut Dr. Supan-lschitsch, Bürgermeister Dr. Eosta, Viccbürgcrmcistcr Dr. Snppa n. — (Landtagsnachrichten.) In der vorigen Woche hat der Laudesausschuß mehrere Sitzungen abgehalten, in welchen der demnächst zn erstattende Rechen^ schaftsbericht und einige Landtagsuorlagcn berathen wnr-den. Der Landcsansschnß wird iiu Ganzen über fünfzig Landtagsvorlagcn machen, wornntcr wir hervorheben: Die Anträge wegen Aenderung der Landtagswahlordnnng, wegen Uebernahme mehrerer Iuvalidcu-, Studenten-, Mädchcuvcrsorgnugs-, Taubstummen- nud Blindenstif-tnngsfonds, znsaunncn mit einem Stammcapital von 400.000 st., in dic Verwaltung der Landcsvertrctung; wegen Erweiterung des Glavar'schcn Armcnsftitals nnd Sicchcnhauscs in Eommcnda St. Peter nnd sliftsbrief-mähigcr Verwendung des diesfälligcu Stiftliugserträg. nifscs; wegen 3tegelung des Findelwcscns; wcgcn eines Erweiterungsbaues nnd wegen Einführung von Reformen im Irrcnhansc; wegen Reformen im LandcszwaugS« arbcitshanse nud Errichtung einer Abtheilung für wcib lichc Zwäuglingc; dcu Bericht wcgcn der küustigeu zwecke entsprechenderen Unterbringung der R^calschnle; wegen der zn errichtenden landwirthschaftlichcu Fachschulen; wcgcn der Durchführung der nationalen Glcichbcrechti-guug in Schule und Amt; den Autrag auf Erlassung eines Landcsgcsctzes in Betreff der Einführung einer Hundesteuer in allen Stadt' und Landgemeinden Krains, dann verschiedener Taxen für gewisse Amtshandlungen der Gemeindeämter; den Antrag auf angcmesseue Snbvcn-tioniruug der im Banc befindlichen Obergiirk- uud Groß^ lupper Bezirksstraßc; die Vorlage der Präliminarien aller vom Landcsausschnfsc, administrirten Fonds pro 18t)8 und 1^0^! nnd dic Rechnungsabschlüsse dieser Foudc pro lß^l, nnd ^I8<)7 n. s. w. Die Vcrhaudlnugcn werden diesmal schon iin neuen Laudlagssaalc (iin ständischen, sogenannten Rcdontcugcbändc am St. Iakobsplatze) stattsiudcu. Zu dem Behufe ist dieser Saal zwar einfach nud ohuc Luxus, jedoch dcm Anstaudc und dem Zwecke cnlsprccheud eingerichtet worden. Die Sitze nud Pulte für das Präsidium des hohen Hauses uud den Schriftführer, für den Herrn l. f. Commisfär und dessen Ad-latns, sowie cinc Rcdncrbühne wurden auf ciucr Tri-büue hergestellt. Diese Tribüne wurde nach einer Zeich nung der Ingenieure Bcdsnicck nud Brunncr vom hiesigen Tischlermeister Vinccnz Hansel aus Eichcnhol; mit Scknil^,vcrk, malt in Oel geschliffen, in sorgfältiger und folidcr Weise ausgeführt. Dic Sitze uud Tische für die Herren Abgcorduclcu sind in zwei großen Halbbogen angebracht. Für das distingnirtc Pnblicum ist der durch ciuc Barriere abgegrenzte östliche Raum des Saales (das große Podium) rcscrvirt nnd für ciuc hiurcichcudc Anzahl von Sitzplätzen, wie für die erforderlichen Iourua-listcmischc gesorgt. Für dicscn rcscrvirtcn Znhörcrraum werden in der Kanzlei dcs Landcsausschnsscs Eintrittskarten ausgegeben, welche für die ganze Scssiou Giltig-leit haben. Auf die Galerie des Landtagssaalcs dagegen wird dem Pnblicum der frcie Eintritt ohne Karten gestattet. Da die Ncbcnlocalitäten des Landtagssaalcs nicht sehr gcräumig sind nnd cbcn nur als Garderobe-, Versammlung^- nnd Eonfcrcnzchnmcr für die Herren Abgeorductcu aus reichen, so erscheint die Eommunscation dcS Pliblicnmö dnrch diese ohnehin beschränkten Räume nicht lhuulich, uud cs wnrdc daher für den Anfgang des Publicums die zweite, schon ehemals zur Zeit der Schwur-Gerichtsverhandlungen in Gcbranch gewesene Slicgc wie-dcr eröffnet. Diesem nach wird alfo das Pudlicum aufmerksam gemacht, daß der Zugang in den Zuschauer« räum nicht über die Hauptsticgc vou Seite des IatobS-platzcs, sondern dnrch das ständische Haus Nr. 137 am alten Markte stattfindet. — (Fest schießen,) Am 23. uud 24, d. M., das ist Sonntag und Montaq, findet anlöhlich des Geburts« festes Sr. MajK schlug u,'d die Scku^suchende lübtete. — (Vlitz schlag.) Am 18. d. M. früh um^Ü Uhr schlug der Al>l;stsahl in den nordösllichcu Tbeil der Veoa° ckung des SchloßgibäudeS in Sittich ober bcr VezirtsrichterS. Wohnung ein, worin er aus zwei Seilen eindrang, der eine von der Netirade gegen südwärts durch sÄmmlliche Locali' lätcn der Aezilksrichterswohnung durchging, die Verbindungs« maucr auf mehreren Seiten durchschlug, im Tafelzimmer die beiden F>ustel ganz zertlümmeUe und sodann vom letzten Zimmer in den unteren Traet des ersten Stockwerkes, na-men!l,ch in die Gerichtstanzlci und das Vureau des Bezirks-richters eindrang und nachdem er mehrere Risse in der Mmicc hin u„d her und Fenster und Thüren beschädigt,, »ach unten in die Holzlege und sobin in die Erde sich vel> lor, Während ein zweiter zugleich erfolgter Schlag die nüid» liche Richtung unhm, zuerst von oben in die Steueramts, tänzln lindrang, da die Mauer uebst einem Schreibtisch bc-schärigle und dann durch den Plafond den am Gange be-fixdüchen Gloclenzugdraht erreichte und nach demselben die Richtung bis zur Haupteingangsstiege verfolgte und nach der Drahtleituna, bis zur ebenerdigen Tienelöwohnung drang. Zinn glößten Gltlcke fiel gleich darauf ein wollenbiuchartiger Guß cin und Leule aus der nächsten Umgebung waren bei der Hand, daß dem Feuer gleich beim Entstehen Einhalt gethan werden konnte. — (Im Bade K ravi n a-Tövlih) find nach der lltzten Curliste bis zum l3. August 1484 Curgüste eiw gctrosfen. Correspoudenz. ^ Rudolfswcrth, 17. Juli. Schon am 17. b. M., als am Vorabende des a l l e r h ö ch st e n G e b u r t s f e sl e s, fand von der Mxfikbanbe des hiesigen unisoimilten Vürger-Corps cin großen Zapfenslccich statt, wobei dieselbe dem Ve< ziiIN)auplman„e, mit der Volkshymnc beginnend, ein SlHnd' chcn brachte, w^s auch später bei dem l. l. Herrn Obelsten Nitler Friedrich v. Schwab des hier garuisonirendcn k. l. I I. Feldjäqer.-Aataillons der Fall war. Am 18. l. M. dulchzog srüh um 5 Uhr eine uoi, del besagten Musikbande ausgeführte Tageö-3i>>vtille dle Hauplgassen der Stadt, welche, begleitet mit Püllerschilssen, der Bevölkerung die' Bedeutung dieses hohen Festes ver-kündcle. Um 10 Uhr wurde wegen den i» der Stadlpfarrlirche stallsindendcn Arlssiellungöarbeitcn eines neuen Hochaltars in der hiesigen Franziölanertirche cin feierliches Hochamt mit Tedrum unter zahlreicher Assistenz und der Betheiligung der k. l. Militär- und Civilbchördcn, des Gemeindevo,stand« Stellvertreters und vieler Andächtigen aus allen Ständen vom hoHwiudigen Herrn Pröpsten und Sladtpfarrer Varllmä Arlo abgehalten, wobei die üblichen Salven von dcm <'U I'ui'n.Il» ausgerückten t. k. 11. Fclojägci-Vataillon und dem llniformirten hiesigen Vrlrgercoips abgegeben wurden, wcl« chcn Pöllcischüsse nachfolgten. N^ch blendeten» Gottesdienste erfolgte die Desilirung der obcrwähi'lcn Truppentürper vor dem Vezirlshauplmanne uni) dem cbkrwähnten Herrn Obersten und Bataillons Commandanten. Mittags wurde die Mannschaft des besagten 1!. Feld« jägel-Bataillons vom Obe.jägcr abwärts mit Wein, Vrol, Fleisch und Reis über Anregung der hiesigen Stadtvor« stehung bewirthet und Nachmittags schloß ein, von der hie« sigen bürgerlichen SHü^ngesellschafl auf der mit der laljer« lichen F^hne festlich beflaggten Schießstätte veranlaßtes F.s<-schieß.n, wobei von dcr Musikeapelle mehrere Piecen sehr brav ausgeführt wurde», die Feier des für die Voller Ocsler-nichs so frohen Tages. 1404 Neueste Psst. Wien, 10. August. (Tr. Ztg.) Die heutige „Pr." meldet: Das Miuistcrinm dcS Acnßcr»'. beschränkte Angesichts der drohenden Lage im Orient, cinucrnchmlich mit dem cis- und trauslcithanischen ^audcsocrthcidigungs-Ministerium, die Ans- und Durchfuhr von Waffen und Munition nach Serbien, Nnmänicn und Bosnien. Vci großen Munitions- nud Waffen-Lieferungen nach diesen Ländern ist der Geleilschcin erst nach crfolgtcr Zustimmung der betreffenden Regierung zu ertheile!,. — Der „Reuen Freien Presse" zngclommcnc Nachrichten ans der Moldan bestätigen, daß ein neuer Donanübcrgang nud ein neuer Putsch in Bulgarien unter den Augen der rumänischen Regierung organisirt wird. Brunn, 18. August. Gestern früh 9 Uhr ist iu Prcrau sscucr ausgcbrochcn, welches bis Abends bei 200 Häuser in Asche legte, darnntcr das Bczirlsamts-gcbäudc. Obwohl die meisten Gcbändc assccurirt sind, dürfte fich der Gcsammtschadc auf mehr als 200.000 fl. belaufen. München, l8. Angust. Der König bcglück-- wünschte gestern Mittags in Garatshauscn Sc. M a j c-stiit den 5i^aiscr uon Oesterreich znm heutigen Geburtstage und verabschiedete sich wegen eines Gcbirgsausflugcs. Telegraphisch? 3ttecl»selcourse vom 19. August. bprrc. Metalliauss 58.40. — f.pnc. Melalliqnes mil Mai- und Noucinber-Ziuse» 58,60. —5perc. National Änlehn, 62 20.--1860ei Staatßllnlcd^' 83,8<>. — Gnnlnctien 731. — Ereditactien 21l.-London N4,95. - S llü-r N2 50, — K. I Ducateu 5.45. Handel und Uolkswirtljschastliches. ^l'iiback, !l>. Anbist Änf dem hentlgcn Marlie ^lno erschienen : 25 Wagen niit Getreide, 5 Wagen mit Hcu und Stroh z „ — 45------Wein, rother, pr. ! ! Speck, frisch, „—36 — — Eimer -10 — — «.^räuchert „ —40 — —, — weißer „ ——z12 — Angekommene Fremde. Am 17. August. 2tadt Vl>icn. Tie Herren: Pa^lottiiii, l. t. Hofrath, von Trieft." Horwalh, Kaufiu, »on Marlnirg. - Kreun, Kanfni., von Goltscher. — Moos, k. t. Vezirt^richler. von Krainluirg. - Wirth, vun Pelrina. -- Irrgang, Kaufm , und Heize!, ?lgen!, von Wien — Mallon, Prof./von Parii«. — Fr. Gröl- ler, von Klagenfurt. Glefant. 3ie Herren: Leuqicl, voil Kanischc». — Holzapfel, Privatier, von Otocac. — i'holta, Kausin., uud Fr. HerdliVla, von Wie». 3)tol)r.u. Herr Schreiner, Vahulieamtcr, von Sleinbriick. Mell'M'lUoulscllv ^eoliaclilullssell ill Lnitiucsz. u cl. ^l«, <^5.« -l-I2„ w,ndstlll ^ Nedel ^ 19, 2 „ N. 325..,) >>1!)2 W schmach ! haldheitcr ^." '0 ,. Ad, 5>2!V?.! ! -j-15.0 W. schwach ! Regen , " ^" Nachlö heiter. Morgens Nebel. Angenehme Kühle untertags, schwach benagte i.'nfl aus N. Nachm,Nagi« Negenwolken Wetterleuchten in O, 3iO., OS. Da« Tageeniittrl der Warlnc um 04° l>der dem Normale. Conesjwndellz der Ädminislrulmll. Herrn Iah. Ovin in Radmannsdorf: Die Inserlionögcbilhr filr Ihre Einsendung beträgt 5 st, 12 tr,, welche Sie dahcr gefälligst einsenden wollen, niornach dic Aufnahme sofort erfolgen »vird. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz u. Klciuma l) r. Lllntlllirthschastliches. Ueber Obstbau und wie solcher die bedeutendste Erwerbsquelle für Kvaiu werden könnte. Von Kaminciral!) (5. vtto in Wcinegg, (Schluß,) Indem außer der Güte auch von der Größe der höhere Preiö abhängt, so liegt die Frage nahe: wie sind größere Zwctschcn zu erzielen? Obwohl ich in Dcntsch^ land uon gnt gehaltenen Väumeu, welche in gut gedüngtem Gartcnlandc standen, Zwetschcn erhalten habe, welche au Große denjenigen von gepfropften Bäumen gleich tamcn, so ist es doch zur Erzieluug größerer Zwctschcn sicherer, Zwctschenbäume anznpslanzcn, welche man vor-her mit einer süßen, großen Sorte veredelt hat, zumal cö von unserem gemeinen Zwctschcnbaum verschiedene Varietäten giebt. Da jedoch ein Ertrag ctwaö wcitanS-schend erscheint, welchen min uon erst anznpflanzcndcn Bäumen zu erwarten hat, da ohnedies es schwierig erscheint, den traiuerischcu Sandmann znm Pfropfen der Hiuctschcnbäume zu bcwcgeu, auch so viele alle Zwct-schcnbänme nicht mehr veredelt werden tonnen, so möchte, um auch vou den bereits vorhandenen oder noch anzu-pflanzcudcu veredelten Zwetschcnbäumen bcsscrc uud größere Flüchte zu erhalten, zugleich anzurathen sein: l,)bci juugcu Bäumen, daß man solche stets versetzt, uud zwar ans einen geeigneten Boden, indem dieser, obwohl der Zwctschcnbaum mit ciucm mittelmäßigen Äodcu vorlicb nimmt, doch ciuc warme ^age, frei von allzn großer Nässe und Trockenheit haben muß; daß mau dcu Bänm-chcn solange die ersten Triebe abnimmt nud Acstc aus Sommcrlatteu erzieht, bis sie keine Stachel mehr zeigen; !<) bei älteren Bänmcn, daß man sie, um den Emfluß der Sonne für sie zu gewinnen, einzeln stellt, daß man sie von den Anöwüchscn lind Moosen befreit, dnrch Abnahme älterer, abgetragener Aestc sie zu verjüngen sucht, znwcilcn um den Stamm aufhackt und düngt. Sollte letzteres mit Ianchc geschehen, so müßte diese vorher gehörig verdünnt werden. Da ich gebrannte Erde, welche ich aus der Umwallnng eineö Kaltofens hatte nehmen lassen, beim Versetzen von Bäumen besonders wirtsam gefunden habe, so möchte solche auch zur Düngung alte« rcr Bäume zu empfehlen sein. Auch BreclMhncn, fowie der beim Putzen des Getreides verbleibende Stanb werden als wirksamer Dünger für Bänmc empfohlen. Würde auf diese Weise auch nicht erreicht, besonders große Zwetschen zu erzielen, so würde die bemerkte Behandlung doch gewiß erheblichen Einfluß ans Güte und Größe habcu. Die vorzügliche Güte des hicsigcu Products möchte indessen anch etwas ausgleichen, was an Größe fehlt. Um gnt getrocknete Zmctschcn zu erhalten, möchte nachstehendes zu befolgen fein i 1. Die Zwclschcu müssen möglichst lange am Baume häugcn bleiben und den möglichsten Grad der Reise erlangt haben. Diese Hochrcifc haben sie erreicht, wenn die sonst glatte Haut am Stiel zusammenschrumpft nnd runzlich wird. Das Abthun darf nur nach abgetrocknetem Thau bei gutem, trockenem Wetter geschehen. Beim Auflesen vom Boden, darf mau angefaulte, zertretene oder angestochene, noch nicht völlig reise nnd sehr tlciuc Zwetschcn nickt unter die guten bringen, man lasse diese in einen bcsondcrcu Korbe lrsen uud ucrwcudc sie zu Slivowitz. Ebenso lasse ich hicrzn die wurmstichigen vcrwcuden, dahcr, damit solche abfallen, die Bäume schwach geschüttelt werden. 2. Ist man geh,ndcrt, die Zwclschcn sogleich anf dic Darre zu bringen, so müssen sie auf Gurdcn (Holz-walzcu mit Weiden durchflochtcu) oder Tücher düuu ausgebreitet wcrdcu, damit sic nicht schmierig werden uud faulcu. 3. DaS Dörren kann zwar in Backöfen gcschrlM allein mehr leistet ciuc mit Vuftziigcn versehene, gut eingerichtete Obstdarre. Die anfangs bei mäM Hitze sich entwickelnde große Menge von Dünsten lW man mäßig ausströmen, da die Wandungen hier »M, wie im Backofen die Feuchtigkeit absorbircn und iu «ut Feuchtigkeit erfüllter Lnft daS Trocknen nicht uorwärtS geht. Zu starker Luftzug verursacht, daß die Zwetschcu bei«' Kochen hart bleiben, während eine mäßige ^nftändcnmg, bei welcher warme, trockene ^uft zuströmt uud die Fcuckte austreibt, das Aufspringen der Früchte wcscullich verhütet uud ihr Abwelken schr fördert. Dabei ist zn beachten, daß die Zwctschcn durch den sie umgebenden Dampf am bcstcn weich gekocht werden. Nachdem die Zwctschcn dnrch 5-6 Stunden bei 35 bis 45" Wärme abgekocht sind. vermehre man die Hitze und vermindere den Lnftdurch^ug, dcr zuletzt ganz nntcrbrochcn wcrdcu tanu. Die stark erhitzten nud noch schwitzenden Zwctschcn werden, wen" sie schnell herauskommen uud an der Lust erkalten, '" Farbe, Glanz nnd sonstigem Ansehen, sowie im Gewicht' von sehr guter Qualität. Hochrcifc Zwctschcn dmrcu, wcnn sie einige Tage an der Lust abwelkten, bei gut eingerichteten Darren i" 22-^5 Stuudcu. Gewöhnlich wird abcr jc nach dc«' Grade dcS Trocknens dic ^agc gewechselt, dic länger >" dcr Darre befindlichen kommen in die wärmsten mittt" steu, die ncn hinzukommenden in die obersten Gi'rdc"' Hierdurch dauert das Trocknen etwas länger, allein cs wird an Fcucrmatcrial erspart und ist ohnedies bei ss^' ßercn Darren solcher Wechsel auch deshalb uöthig, lvcn soust die in den oberen Gnrdcn liegenden Früchte c»> ganz mattes, unscheinbares Ausehcn behalten würden. 4. Da nach dem Hcrauöuchmcn und Mühle" die Zwctschcn wieder clwas Feuchtigkeit ans dcr M' anziehen, so uniß mau sie an dcr Sounc nnd Luft l>ocl) ciuigc Tagc nachtrockncn lassen. Dic Befolgung dicscr Rathschläge möchte bei d"' jetzigen Aussicht anf eine sehr ergiebige Zwctschcncrüte schon einen baldigen nud erheblichen Mehrerlös hos' sen lassen. Indem ich die Aupflauzuiig des Zwetschcnbanines für Kram empfehle nnd dessen hiesige" Frncht so "^ züglich finde, so ist dies dagegen nicht bci derjenigen dco ApfclbanmcS der Fall. Sowie ich den hicsigcu Apf^ bäum schon bedeutend kleiner fiude, als den in Dcutsn^ land wachsenden (was ich der Beschaffenheit des Bodc"^ zuschreibe, da dcr Apfcibauni immcr mehr dcn Feucht^ ikcit haltenden Boden liebt), so finde ich auch dcu hic^ gen Apfel minder aromatisch. Ich möchte anch c>»'' ansgedchnte Anpflanzung des Apfelbanmcs aus dc'" Grnndc nicht cmpfchlcn, weil dcr Absatz dcr Frücl^ schwierig ist nnd diese umso wcrthloscr werden, jc mcy' solche wachsen. Obgleich in Dcntschlaud dic Acpfel nB' rcnthcils zn dem daselbst schr beliebten Obstwein vtt' wendet werden, so erinnere ich mich doch ans dem din'") feinen Obstsegcn ausgezeichneten Iahrc 1847, daß ^ ^mals die Acpfel ganz wcrthloö waren. Ein großer AcPl". scgcu, wie z. B. jetzt zu hoffen ist, bringt micl, s^ !wcgcu dessen Verwerthung in Verlegenheit. Gcdiitt^ Acpfel, wcnn solche geschält, schön gelb, ohne KerM" uud rauchfrei siud, finden im Export zwar ebenfalls''" satz, abcr in wcit geringerer Quantität, nnd Aussc»dl>^ gen siud mit großer Vorsicht zu machen, da Norda>" rika cinc schr schöne nud billige Waare in viclc M^ liefert. Dcr Absatz von frifchcn Acpfcln in das ^ land möchte nnr für diejenigen Orte, welche einer E'!^ bahnstation nahe siud nnd uon Sorten gntcr W>>'^ äpfcl von Vortheil ftiu. Ucbcrhaupt ist'bci Äüp!^, zungcn von Aepfclbänmcu anf die Sorten besondere 9>" sicht zn nehmen, zumal in rauhcu Gcgcudcn. ^ '^c ncn anch in einer solchen Gegcnd manche Sortcil g Erträge liefern, während andere Sorten nicht dlN'i" ^ rathen, dahcr man leicht zn dcr Ansicht konmicn l".. es gcralhc überhaupt kein Obst darin. Einc ^^^, uung dcr Obstsorten, wclchc sich für dic rauhcw' ^ gcudcn Krains eignen, wäre dcchcr gewiß fth^ w'V , wic z. B. ciuc solche für dcu preußischen Regi"'""!' bezirk Arnsbcrg uon I. A. Dietrich erfolgt ist. Weine gg im August Itt8>l() .^.5» detlo mit Mai-Coup. „ 5 „ 58.5>0 s,8 W dello.....„ 4i„ 52 75 s.'j-. Mit Verlos, v. 1.1839 . . . 169—170.— „ ,, „ „ 1854 . . . 77.75 78,25 „ „ „ 1^60 zu 500si. 84.- 84 10 „ „ „ „ 1860 „100,, 92 50 93.— „ „ „ 1864 „100.. 96.- 961<» Tomo-Ncutensch. zu 42 I.. «uzt. 23 50 51.— Domaüieli 5pcrc in Silber 105 75 106.— 8. der Kronläilder (für 100 sl.) Gr.-Eiill.-Oblig. Yiiederöslerreich . zn 5°/, 85.75 86 25 OlieMcrnich . „ 5 „ W.— 89.- Salzburg .... „ 5 „ 87.^-, 88. - Geld Waare Böhmen .... zu 57» 92.25 93.- Mähren....., 5 „ 89.50 90.- Schlesien .... „5 „ 88.— l-8 50 I Steiermart ... „ 5 „ 87.— 88.— Ungarn.....„ 5 „ 76.50 77.— Tcmeser-Banat . . „5„ 73.50 74.— Crnatieu und Slavonien „ 5 „ 75,— 76.— Galizml .... „ 5 „ 6<;.50 67.— Siebenbürgen ... « 5 „ 71.25 72.— Bntovina .... „5 „ 66.50 67.— Ung. m. d. A.-C. 1867 „ 5 „ 73.— 73.50 Tcm.B.m,d.V.-E. 1867,, b „ 71.75 72.25 Actten (pr. Stllck). Naliollalbaul...... 733,— 735 — Kaiser Feroinanoo-Nordbllhn zu 1,X>0 fl. ö. W.....1862—186?.. Kredit-Anstalt ,u 200 fl. ö. W, 211 70 211.50 N, ö. Et«eom.-Ges.zu500fl.ö.W. 635 — 63?.— Slcneeiscnli.-Ges. zu 200 sl.EM. oder 500 Fr...... ^45 g(> 345.70 Kais. Elis. Bahn zn 200 si. EM. 162 50 !«3— Süd-uordd,Vcr,-B.200.. „ 149— 149.50 Süd.St.:,l.-vcu.u.z.-i.C.200si. ü. W. oder 500 Fr. ... 182.50 182.75 Geld Waare Olll. Karl-l'nd.-V. z. 200 st. CM. 209..'0 209 75 Vühm. Wcst^llhn zu 200 sl. . 153— 153 50 Oest,Don.-Dampfsch,-Grs. «^ 5Z10 — 242 — Wien.DamPfm.-Actg. . . . 380.— 385.— Pester Kettenbrücke .... ^8 — ^42 — Anglo-Austria-Vant zu 20» fl. 1^7. _. ^7 50 Lemlierg Lzernowi^er Acticu . 188—188 50 Versicher.-Ocscllschaft Donau . 258- 260^- Pfandbriefe (fiir 100 fl.) National- ^ banl auf ^ verlosbar zu 5"/, l'8 20 98.50 , Nationalb.anfö.W.uerlosb.5 „ ' 93 60 93 80 Ung. Bod.-Ered.-Anst. zu 57, „ 92 - 92 50 Allg. öst, Boden-Crcdit-?lnstall vcrlosliar zu 5"/^ iu Silber 101. - 101 50 llose (pr. Gtitck.) Ercd.-N.f.H.u.G.z.100fl.ij.W. 1^(^75 ,3?.^ Dol:.-Dmpfsch.-G.z.100fl.EM< 94.- 94,50 Sladtssem. Ofen „ 40 „ ü. W. 31 .. 32 — Esterhazy zu 40 sl. CM. 163.— 172.— Galm ,. 40 ^ „ . 37^_ uy. __ St. Geiwiö „ 40 „ „ - ^l,' " 8l-' WinoisckMlltz „ 20 „ „ . -t>'" Z^^ Waldstrin „ 20 „ „ . ^ ^ il'^ Kec,le>,ich ", 10 " „ . I"" i5^> Rudolf-Stiftung 10..... "^,.att') W e ch s e l. (" ^ ^.l0 Augsburg fllr 100 fl, sildd. W. ^ ^ 9öH Frülltfiirt a.M. 100 fl. delto ^'" ß'l'A Hainbnrg. fitr 100 Marl Vanko d4 ^ ,^.> London für 10 Pf. Sterling . ^-l^ ^-" Paris fiir 100 Frantö . . . ^''' (5o,lrS der ^eldsorte" ^ Geld ii'tt. K. Mün;-Ducaw: . 5 fl. 4l lr. 'g',.'1?^ NapolronSd'or . . 9 „ 13 ,- ä „ 9/ ' Nnsf. Imperialt! . 9 „ 35 „ ' " ^i ' Vereinslhalcr . . 1 .. 68 „ ' 50 ' Silber . . 1l2 „ 25 „ N" ^, Krainische GruudeullaNnnlls -^bllga"^,<> uatnnlirnng: 86,50 Geld, -'"