MbacherG Zeitung. W. 344. Prän>lmer«tionepr«i«: Im «omptoir ganzj. si. il, halbj. 5..5U. hiir die Zustellim« in« Hau« yalbj. 50 lr. Mit d« Post «an,j. fi. 1i, yalbj- si ?.b«. Montag, 26. Ottober Vnst»tlon»get>ln pr. Zeile » k. 1874. Amtlicher Theil. . h^3^. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-dF, ^schlleßung vom U>. Oktober d. I. allergnä-?M°« .^statten geruht, daß dem Ministerialrathe im «'nzmlnifterium, Dr. Eduard Schön. auS Anlaß der lifys,/"" °us Gesundheitsrücksichten gestelltes Ansuchen c°tnmiss ^bung von der Stelle des kaiserlichen Vanl« liu« ?"L ^^ d" priv. österr. Nationalbanl der Aus. von ib .öderen Allerhöchsten Zufriedenheit mit den Dienn.« ^'." ^^" Eigenschaft geleisteten vorzüglichen '"" bekannt gegeben weide. höchste?^'.l""b k' Apostolische Majestät haben mit Aller-fttrilllr ^ '^^^ung "°m ^- ^ltober d. I. den Mini-o. W "^ "" Ilnanzministerium Karl Ritter Schwabe bei d« !, - ^""b ^m laiserlichen Banlcommissär Ntnntn «.1!^ ^«r- Nationalbank allergnüdigst zu er-^^^t. Pretis m. p. Nichtamtlicher Theil. ^^ournalftimmen vom Tage. lchUthUch ^"^^^ Blätter beschäftigen sich fast aus-?"^Nvo«l '" Abgeordnetenhause eingebrachten "s Herrn ^i ^ lür 1875 und mit dem Exposu vor dem Vtair.^^sttrs. Die rechtzeitige, also noch sung des Vor« l^" Finanzperiode erfolgende Elnbrin-«ls ein dicken ^es wird als ein Fortschritt und begluckwülM, ."""alen VerfassungSlebenS begrüßt und " den Indal!", lsen gibt die Mehrzahl der Vlätter ^"llg kund 5> ^ Vudgelvorlage eine düstere Stim-"e einer '°s, " ^nsiuß der wirlhschaftlichen Krisis ^tistnt», Ä^men Calamitüt aus das ein Deficit ^vllhrer,^?" "l" "°hl gewürdiget, e« sehen ^M,ll.. "Gutter, wie die ..N. fr. Presse", da« t '"tig" ' ^ «Vorstadlzeitung" und die „Deutsche ^"ltepolin, ^ ^as ^Fremdenblatt" die verfehlte Wirth-«angl ^ ". "S mitschuldig an dem Wohlstandsrück. ^t"»st «s, dem Ntffen und Erben deines ^ zu sa»en?" "did?«? ""b. b"r. t« ist der Beseht deines Onkels," c D°«",<^ll°" achselzuckenb. ^"lln Auftra """' ^urte l Ich lomme von ihm, in l'^tA? "^', Herr, um hier in sicherm Gewahrsam !" ^rief de« ^l vs?^"' lie« selbst." Gr reichte Dlmitty 5"t«n mit der letztm Post er- .Castellan, ^ "' unter irgend einem Vorwande in das wohlverwahrte Thurmzimmer zu locken und zwar ohne seine Waffen. Dort wird ihm jede Oequemlichlelt gestattet. Ausgenommen: Vriefe, Schreibmaterialien, Waffen oder Vesuch, kannst du ihm jeden billigen Wunsch gewäh. ren, der mit der Entziehung seiner Freiheit vereinbar ist. Er bleibt so lange Dein Gesungener, bis ich selbst komme, ihn zu befreien. Iwan Alexiowilsch." «Ha. unerhört!" knirschte Dlmitiy. „DaS gilt dir, Nadeschal Um mich von dir zu trennen, wurde dieser tückische Plan ersonnen, und — ich Tyor! — auf das gleißnerische Wort eines Mannes vertrauend, dem MS Mittel gerecht ist, wenn er nur zum Ziele führt, ging selbst in die Falle. Aber gibt eS denn kein Mlttel. den Verrath unschädlich zu machen? Du greiser Schurke," rief er dem Castellan zu, ..du läßt dich also willig finden, die Gewalt deines Herrn an deinem künftigen Gebieter auszuüben?" „Daran, Varin, magst du erkennen, wie ich meinem derzeitigen Gebieter diene. Mir geziemt es, zu gehorchen, nicht zu klügeln." „Und fürchtest du nicht, baß ich diese Eisenstäbe zerbreche, wie dürres Holz?" „Das wirft du nicht. h«r. wenn du nicht ein zweiter Slmson bist; fie find von massivem Eisen, vier Zoll dick, und in den Voden eingemauert." „Er hat recht." sagte Dimitly bitter, nachdem er bei genauer Untersuchung die Wahrheit des Gesagten einsah. „Aber Mann," fuhr er gegen den Castellan ge. wendet fort, „bist du nicht mit Geld zu gewinnen? Ich gebe dlr ein solche« Schloß, von welchem du nur (5a-ftellan bift. als Eigenthum, und alle sleoenuen, die dir gestatten, wie ein Edelmann zu leben, wenn du mich zlthen läßt." „Das würbe mir wenig helfen, Herr, denn der Fürst liehe mich an dem Thoiflügel desselben aufhängen." „Laß' sehen, bift du nicht« al« nur ein willenlofer Sklave? Haft du lein Herz in der Vruft? Fmdet lein menschliches Gefühl Eingang bei dir? Es gilt zwei Menschenleben, die iiy retten muß; nur daß man fie ungehindert hinwürgen könne, nahm man mich gefangen." „Das hat der zu verantworten, welcher die Macht hat — ich wafche meine Hände —" „Es find auch Leibeigene, wie du, die ich retten will und muß — es find deine Vrüder." „Um so viel mehr Recht über ihr tteben hat ihr Gebieter," antwortete der Castellan unerschütterlich." „So fahre hin, du Stlavenseele l" rief Dlmitty. „Da sieht man die Moral der Sklaverei, fie tilgt sogar die Vruderllebe, welche doch den wilden Vollern heili, ist. Geh' mir auS den Augen!" rief ^er im bitlern Tone dem Castellan zu. „Dein Anblick könnte mich die schönste Mission meines Lebens, einft au« Sklaven Menfchen z» machen, bereuen lassen." Als der Alte fich entfernt hatte, untersuchte Dl-milty mit Sorgfalt alle Räume und Wände, aber ach! da war leine Aussicht zur möglichen Flucht vorhanden. DaS Zimmer befand fich im dritten Stock eines hohen Thurmes. ES hatte nur einen Alkoven, worin eln Vett stand. Die Fenster waren mit starken Stäben vergittert und die Fußbohlen vom dicken Eichenholz genau in ein« ander gefügt. Eine Seile des Thurme« befpülte dle Moskwa, deren Wellen man gegen die Mauern rauilbe« hörte. " «Hier ist alle Anstrengung vergebens." leuUe Dl. °"ly; «durch Gewalt ift nicht zu entlommm. ich »»ß auf U fi°n«n. Mir ahnt ein schreckliche« Unglück D« alte Wüstling wird sein« VrutaMt in da, Ha«, ve" ____1752 hinler d«m factischen Erfolge dts Jahr«« 1873 zuriick-bltlbt. Die bisher bekannten GebahrungSergebnisse der ersten acht Monate des Jahres 1874 berechtigen sowohl iubezug auf die directen Steuern als inbezug auf die indirecten Abgaben zu der Annahme, baß die Sähe des Voran» schlageS des heurigen Budgets sich als richtig gegriffen erweisen »erden. Das Prüliminare der indirecten Abgaben für das Jahr 1875, mit der Bruttoziffer von 206W0.000 fl. bleibt mit ungefähr 900.000 fl. gtgen dasjenige des laufenden Jahres zurück; nach Bilanzierung der Einnahmen und Ausgaben ermäßigt sich die Summe auf 600.000 fl. Die Annahme, daß die seit einer Reihe von Jahren zunehmende, fortgesetzte Steigerung derVer-zehrungSsteuererträgnlfse vorübergehend ?inc übrigens auch schon im Budget des lausenden Jahre« berücksichtigte Ermäßigung erfahren werde, bedarf wohl keiner näheren Erklärung; auch der Ertrag des Tabalgefälles muß geringer angesetzt werben, ebenso derjenige der Taxgefälle und der Gebühren von Rechtsgeschäften, bei welchen letzteren allein trotz der in dem Boranschlage für das Jahr 1874 bei dieser Einnahmsuost angenommenen Elmäßiauug ein Minderertrag von anderthalb Millionen in Aussicht genommen »ird. Wenn der Voranschlag für das Jahr 1875 die Reineinnahmen der wüirecten Abgabm mit 162.489.000fl. beziffert und daher mit 10.348.000 fi. hinter den är-folgcn des Jahres 1873 zurückbleibt, demnach also mit Rücksicht auf die schon bet den directm Steuern hervorgehobene Differenz aus diesen bciden Hauptfactoren der Staatseinnahmen ein Mindereittiigni« um 14.426.000 ft. gegen das thatsächliche Ergebnis des Jahres 1873 angesetzt wird, so dürfte damit wehl dem Gebote der Vor« ficht Gcnüge geschehen sein. Das nach den Allerhöchst sanctionierten DelegationS-beschlüssen mit 21.326.600 fl. ewaestellte Zollerlrägnis ist gegen das Jahr 1874 um 2 552,200 fl. geringer. Im laufenden Jahre find dle Zollelnnahm wohl bedeutend hinter dem Voranfchlage zurückgeblieben, eine Erscheinung. Velche nicht nur in Oesterreich, sondern auch in anderen Bändern zutage getreten ist. Ich glaube aber nicht, daß es sanguinisch ist, zu erwarten, daß die ohnehin gegen den Voranschlag des Jahres 1874 so bedeutend reducierten Zolleinnahmen den factischen Erfolgen des Jahres 1875 entsprechen werden. Bei der allgemeinen Kassen vlrwaltung wird sich die VeoeckungSpoft um 345.000 fl. vermindern, weil die Ab-rechnung der cumulaliven Waisenfonds allmälig vorschreitet, die Ueberschiisse daher abnehmen und auf 'Activzinsen laum mit Sicherheit gerechnet werden lann. Dagegen sind in der allgemeinen Kassenverwaltung die ersten fällig »erbenden Rückzahlungsraten jener Vorschüsse eingestellt, welche auf Grund der Gesitze vom 16. Juli 1871 und 10. Juni 1872 anläßlich der Ueberschwemmungen im Königreiche Böhmen gewährt wurden. (Schluß folllt,) Zur Militär-Versorgung. Dem österreichischen ReichSrathe liegt nun auch die Militär-Velsorgungsfrage zur Entscheidung vor. Der bezügliche Gesetzentwurf enthält folgende Punkte: 1. Eine Gemessung der Ruhegehalte auf Grundlage der wirklich bezogenen und vollen NctioitätS-Gebühren und zwar so, daß die Pension nach 10 Jahren 7,, nach 15i Jahren '/« des Gehalts betrage; vom sechzehnten Unschuld tragen, und wehe den armen Opfern, wenn sie fich »idersetzen! Er »ird fie seine Hand schwer fühlen lassen — und ich sitze hier gefangen! Ha, ich muß, ich «uß zu ihr! Sie hofft auf meinen Beistand — meine Nadescha wir gemartert — gelödttt vielleicht! So folterte fich Dimitty in nutzloser Angst, und ersann die oerz»eifeltften Mittel, seinem Gefängnisse zu entkommen. Ueber eine Woche schlich unter vergeblichem Brüten dahin, und leine Kunde kam zu Dimittys Ohr, denn Haroieu« Vrief, den der treue Freund noch vor seiner Nbreise geschickt hatte, »urde von dem Castellan zurück« behalten. Der alte Sklave blieb sich immer gleich, so viele Versuche Dimitry auch machte, ihn in seiner Pflicht zum Wanken zu bringen. Dimittys Z»ftand war unerträglich und nur mit großer Anstrengung behauptete er eine stolze, kalte Ruhe dem Eaftellan gegenüber, denn er sah wohl ein, daß er nur auf diese Weise dem alten Fuchs imponieren könne. Eine« Tage« redete er ihn auf folgende Weise an: ,Du entziehst mir alle «riefe, die für mich ein. treffen, doch du selbst erfährst vielleicht manche Neuigkeit au« der Residenz, di« mich interessieren könnte. Erzähle doch, denn so viel ich weiß, steht lein Verbot dieser Art in dc» «riefe meine« Onkels." „Herr, alles, was ich neues erfahren, will ich dir gern mittheilen. Gestern traf hier ein Feldjäger aus Petersburg «in. Von ihm erfahre ich gesprächsweise, nicht °WcKll. daß der Fürst Iwan Alexiowilsch schwer erkrankt '"-.5"«y«l»t in Petersburg das Gerücht, du seiest von »»ii»«^^^?"' l°st- wegen der Ungnade des »»^««, d« w u«!«n Ta»m y« in M,«tau erwartet Dimitry. dem aus dieser Erzählung des Alten einige Hoffnung dämmerte, seine Befreiung zu erwirken, bestärkte ihn in dem Glauben an die Ungnade des Kaisers, und erklärte die Ursache derselben durch ein Duell. „Es ist so, wie man sagt, Alter", erwiderte Dl. mitry. „und hierdurch läßt fich jetzt meines Onkels übergroße Besorgnis, mich hier festzuhalten, erklären. Er will mich nicht eher frei lassen, bis er den Kaiser ver. söhnt hat. Das ist zwar sehr gut von ihm, allein er bedenkt nicht, daß ich zugleich Soldat bin, und daß ich als Deserteur vor ein Kriegsgericht gestellt werde, wenn ich über die Zeit meines Urlaubs ausbleibe. Laß' mich daher ziehen, Freund, oder. wenn du da« nicht wagst, so liefere mich an die nächste Wache aus." ..Das darf ich nicht, Herr", versetzte bedädtig der Kastellan. Ich muh den Befehl meines Gebieters buch. stäblich vollstrecken." „Du sagst ja aber selbst", rief Dimitry bringend, „daß er krank ist. Wie lann er also kommen und mich befreien?" „Er könnte »ir aber schreiben, einen Voten sen-den —" ,Er ist vielleicht schon tobt — dann bin ich dein Gebieter! Auf deine eigene Verantwortung hältst du mich länger hin." ..Herr", sagte verblüfft der Castellan, .ich »erde Erkundigungen einziehen, so lange gedulde dich." Darauf entfernte er fich, „no Dimitty war nicht ganz ohne Hoffnung, daß sein letztes Argument auf die Sllavenseele gewirkt habe. Er trat an d»S Fenster der Landseite, um, »ie er seit vielen Tagen «ethan. die Vorüblrgthlnden zu mustern. (Fortsetzn,« folgt.) Jahre angefangen werden für jedes weilcrt Dienstjahr ii^ Percent der Gage zu den drei Achteln derselben zugc» rechnet, derart, daß nach 40 Dienstjahren die volle Acti«! vltätSgebühr als Pension entfällt. Hlenach würde sich der Ruhegehalt eines HauvtmannS mit 25 Dlenstjahren (bis jetzt 477 fl.) auf 562 fl., jener eines Generals mit 30 Dienstjahren (2100 fl.) auf 3150 fl. steigern. Höhere Dienstzeiten dürften angesichts der aufreibenden Militärdienst'Strapazen selten vorkommen. 2. Eine besondere Begünstigung der Offiziere, welche infolge fchwerer Verwundungen invalid geworden sind. Die speziellen Ruhegehaltszulagen für Offiziere dieser Kategorie sind dem neuen Gesetzentwürfe zufolge: bei fchweren Verwundungen 200 fl., bei Verlust einer Hand oder eineS Fußes 400 fl., bei Verlust von zwei Glied-maßen oder des Nußenlichte« 900 fi. 3. Inoalidenhaus-Versorgungen sür Offiziere. Die in Invalidenhausern aus besonders berückstchttgungswerlhen Gründen untergebrachten Offiziere beziehen außer freier Wohnung eine Gage, die mit 90 Percent der letztbe-zogenen Acti ltätsgage bemessen wird. 4. Invaliden-Versorgungen für die Mannschaft.! Soldaten, die durch volle 10 Jahre activ gedient haben, ^ erhalten den bedingten, Unteroffiziere mit achtzehnjähriger Dienstzeit den unbedingten Anspruch auf die bleibende Invaliden,Pension. Verwundungszulagen sind mit 96 und 144fl. normiert. Soldaten mit dreißigjähriger Dienstzeit, oder mit so schweren Verwundungen und Gebrechen, daß eine besondere Pflege und Aufsicht geboten erscheint, finden in Invalibenhäusern dauernde Untctlunft. Das ungarische Parlament hat am 24. o. seine Sitzungen wieder aufgenommen. Ueber die ersten Agenden des Abgeordnetenhauses schreibt „Pefti Naplo": „Die crste Sitzung wird natürlich blos eine formelle sein und zum größten Theile von den Einlaufen in Anspruch genommen werden. Anfangs der nächsten Woche werden die Wahlen vorgenommen, zu deren Besprechung wahrscheinlich am Sonntag eine Con-ferenz der Deut-Partei abgehalten wird. Neu zu wählen sind: die Vicepläsidenten, die Schriftführer, der Quästor und die ständigen Ausschüsse, während die in Special-angelegenhelten entsendeten Commissionen wahrscheinlich weiter belassen werden. Nach Vollzug dieser Wahlen wird daS Abgeordnetenhaus wahrscheinlich vor allem jene Gesetzentwürfe verhandeln, an welchen daS Oberhaus Modifikationen vorgenommen hat, und zwar die Wahl-novclle, den IncompatibilitiitS'Entwurf, die Advocaten-und die Notariatsordnuna. Wenn daS Haus diese Vor« lagen, beziehungsweise Modifications erledigt hat, waS während 4 bis 5 Tagen geschehen kann, wirb wahrscheinlich der Antrag eingebracht werden, das Haus möge, während die Commissionen arbeiten, keine Plenarsitzungen halten. Viele Rücksichten empfehlen daS, vor allem der Umstand, daß nahezu 150 Abgeordnete in den Commissionen occupiert sind, so daß, falls daS Haus Plenarsitzungen halten wollte, die Arbeiten in den Commis. fionen nur langsam gefördert werden könnten, wodurch auch die Berathung über daS Vudget verzögert würde. Wenn das Hau« aber mittlerweile pausiert, ist Hoffnung vorhanden, daS Vudget in den Sectlonen in zwei Wochen zu erledigen; auch andere Vorlagen würden wesentlich gefördert, so daß das Haus in der zweiten Hälfte de« November mit voller Kraft an die Plenarsitzungen gehen könnte. Se. Exc. der Herr Finanzminister Koloman Ohyczy wirb seine Steuervorlagen wahrscheinlich Mlttt der nächsten Woche nach Vollzug der Commissionswahlen lim Hause einreichen." Zur Action in Deutschland bemetlt die .Mroo. Allg. Ztg.": ,Die deutschePolilll ist seit längerer Zeit Gegenstand von Verleumdungen, die so absurd sind, daß es nicht ganz leicht ift, sie ernst zu behandeln. Algoabai, Portorico, Curasao, Helgoland, Incorporierung von Dänemark, Sulu-Inseln und seit der Ermordung des HauptmannS Schmidt Intervention, sogar Gebietserweiterung in Spanien, bilden abwechselnd den Gegenstand von Sensation^ artileln in Deutschland feindseligem Sinne und M Verzerrung der Consequenzen des Schmidl'schen FcB findet sich sogar in der Presse von Staaten, die, ^ einem ihrer Angehörigen im Auslande eine Unbill^ derfahren, sehr energisch Satisfaction zu verlaO eventuell zu nehmen pflegen. Deutfchland hat je^ in diesem Falle sein Verhalten nicht nach der oft »" anderen Staaten geübten Praxis geregelt; während" nahe gelegen hätte, unbedingte Reparation von ^ factisch bestehenden Regierung in Madrid zu vell»»' gen oder selbst so oder so Genugthuung zu verschaff hat das deutsche Reich auf friedlichstem Wege alle« "' reicht, waS die Ehre der Nation und das Interesse ^ europäischen Friedens verlangte. Indem cS in AlM jene« Conflictes nicht allein die spanische RegieB« anerkannte, sondern auch die Anerkennung seitens del übrigen Mächte anregte und erlangte, war es Deull^ lands Wunsch und Verdienst, auf diesem friedlichen 2W was an stattlichen Kräften in Spanien vorhanden, l" erhalten, zu consolidieren und zu stärken. Um ^ jeden Anlaß zu Misdeutungen zu vlrmelden, wurde" zwei kleine Schiffe für den Dienst an der spamW Küste gesendet und als diese von den Carllften ruehle' beschossen wurden, hat man sich mit der Erwidert dlS Feuers begnügt, nicht in Madrid reclamiert. O^ gleichwohl angesehene Blätter des Auslandes auch ^ noch auf den Verdacht einer Intervention zurucklouin^ l so scheint das den Mangel an gutem Willen zu beweise"« offenkundigen Thatsachen, sobald sie zu unseren gu"^ sprechen, gerecht zu werden." Politische Uebersicht. «aibach, 25. Oktober. Im abgelaufenen Sommer erfolgte an den >e"^, j schen Bundes rath im Auftrage der Delegie^" j fammlung norddeutscher Handels- und Seestädte <'" Eingabe der vremer Handelskammer wegen HerbciM^ einer Verständigung zwischen den Seemächten übel ' internationales Seegesetzbuch. Die Eingabe lv"l damals den Ausschüssen zur Berathung überwiesen, ^. daß diese Angelegenheit bis jetzt zur Besprechung «"«"" wäre. Wie die .Mg. Ztg." ersährt, wird dies n«",. nächster Zeit der Fall sein, obgleich die ablehnendes tung. welche England schon seinerzeit auf der brüst^ Conferenz dieser Frage gegenüber einnahm, gerade "^ dazu ermuthigt, die Verhandlungen behufs FeB",« eines internationalen SeegesetzbucheS in die H"" nehmen. h,ß Der „Pester Lloyd" widerspricht der MelbB^l auch Frankreich sich entschlossen habe, das ^ Serbiens und Rumäniens auf selbständige V delsverträge zu befürworten. .Mil« Der belgische „Moniteur" brachte untern»^ d. M. ein vom 18. datiertes königliches Decret, ?° „-das Königreich Belgien in zwei Militärbezirke ("^ A-8ci'iMou« miiitairo«) theilt, deren jeder von ei«el"^, nerallleulenant commandiert wird. Der erste ^^hlll! faßt die Provinzen «ntwerpen und dle beiden M ^, mit dem Hauptorle Antwerpen, der zweite ^z'" ^ faßt die Provinzen Vrabant, Hennegau. gütlich, ^^, Luxemburg unt» Namur mit dem Hauvlorte /" ^l Jede Provinz zerfällt in Militärbezirke und diese >" tu Mililärcantone. . „., ^ Dle Carliften haben die Provinzen «ll"Nl ^ Murcia verlassen. Don Alphons, welcher >"»" ^ versuchte, den Ebro zu Überschreiten, wurde h«"" ^c hindert und lebhaft vetfolgt. — Die Auch«" A« spanischen Regierung gestalten sich 9"nM Aeces neue Reserve rückt allmälig in die siechen l>"^ ein, in der carliftischen Armee dagegen nehm" ^ ^c tracht und Desertion überHand. Dorregaray >o" pgl-ungnädigsten Weise von Don Carlos verabMl. ^ den sein. Ob er sich bereit« in Frankreich °li ^ze ungewiß. Nach bayonner Berichten soll er ^MlN noch nicht überschritten haben; nach anderen "g erfung der angrenzenden Staaten ist ein den? °l"l' daß die Atchlnesen ihre verzweifelte Lage oetföl ^°^"' ^ Einverleibunq wird das Bestreben kl?"» d« Atchinefen zu civilisieren. Der General dtff,n « »naMs nicht eine Vtilanyerung des Krieges, .^«folg der Parttigelst nicht schmälern sollte. Ngesuemglieiten. pM?" ^Da« November-Avancement) wurde htll«,' '„°"sklbe ist das umfassendste unter allen bis-I3m"_ ^uannt wurden 9 Feldmarschall. lieutenants, Vt^ ""lmaioie, 27 Obeche, 3? Oberstlieutenant«, 56 ?z °,l "" der Insanttrie 4(1 Hauplleute erster Klasse, ^"p"eu,e, 280 ObeilieutenantS. 196 Lieutenant«, ^nzlich Beförderungen zweiter Kategorie unterblieben h« V?«^"^.) Wie die „Agra«er Ztg." mittheilt, "lc ble'3n ^ ^" hochwürdigfte Erzbifchof Michalo-lpendelen »l ^"^ des fur die lroalifche Universität ge-der lii» L?«! "2es, nemlich 15.000 st., in barem Gelde ^l" Titel °""^"ung ^" ^3"ul' übergeben. Unter glei-^iibenden,^ ^"" seichen Zwecke hat die hochwürdige strung hi, Elation des agramer Domcapitels der Re-"bligalwnen üb ""° "°" ^^^ ^ " GrundentlaftungS- "" ^n^V dinner uug.) Die Denkmünze, welche '^°ld, tzH«r .gramer UniversitälS-Elöffnungsfeier in ^"«sleilt da, ^.^°"ze geprägt wurde, trägt auf der "°e hochei^h "^ «wer Vlla (Fee), welche in einer Hand dreieinigen K«ni ^' in der anderen da« Wappen de« "^ViuV lu?^" "agt. Die Umschrift lautet: ^sindet sich lle » il^"l l;oliüum." Auf der Reversfeile ^ Uttolälum "^^ ^^uua NL/urauiü uuivorsi-^l poMj ^ ?^U^ aucwr« Lppo. «. 3. 8tr088- ^^^Hv^^" ^rabin ^ 1^. XIV. Xai. Nov. ^^Nttli?^^ Taufchinsli in Graz.) Die ^i lvtr? ^aalSanwaltes gingen dahin, Dr. Tau- ^ Wegen >, "^en des Verbrechens der Religionsftörung "fgeseke ^ ^"gehens der Geheiwbündelei nach dem ^ttler E.sV" ^ U« 5 Jahren unter Geltendmachung l^laglen '?"""ugsglünde oerurlhellt. Fur die übrigen 5, p"live we«.""Ü^" ^" StaalSanwalt wegen Stiftung, ?"«rtheil»»a " 7^lnahme au einem Gehcimbunde die " l0l°»at°n bi^« ? Strafgesehe von fech«, refpeclive I!^bah,llliif.H./"l'chehandelstag) berieth über die l?^« Vr^^ l°ß.e nach lang« Debatte mit F"« iur b^ Der Handels.ag er. l^"°hr b a si^ ""Wndlg. die Ausführung der für > den «°'^"^" ^«ifreform zn vertagen und beauf. i^". die »«n1"^"lch..ß, das Reich«ei,enbahuamt zu .<"' blaulli^ '^^" d" HandelsstandeS über da« adop- .Men und^ durch einberufene Delegierte k ^"^gln ^° bei de» Reichslanzleramte sowie bei den «N" zeltend '" ^" einzelnen Staaten seinen Einfluß . '^Ul»2«l u. ^" "achcn, daß dle bereits erfolgten Tarif. c,^^,y° guziehung d» Interessenten einer sorgsäl- ^lUhtt «yj/ ""erzogen, auf «m verständige« Maß zurück- ^""se alg "« auf Grund dies« Revision aufgestellten ?' Unter "tschreilbare Maximallarife eingeführt wer. u°tdet«ng f«°"" Umständen jei an der gerechlferliglen ^stllz./^"halten, daß die Gisenbahnverwallungen die " tarittl Ü"' innerhalb der Morimaljähe die Vildung ^s m> "a^ freie« Lrmlssen vmzunehmen. "letlsi^°ngelhafleVolt«btldung.) IurCha. ^tli^ ""2 der U^dung in der englischen »cm« dient ein H^üL k, «lchlenener Bericht, dem zusolge von ^ »War , " 1H724 weder lesen noch schreiben und 2 -^ ?««'"' °ber nicht schreiben tonnten. » ^alit^ in ernte.) A^ch ein reiche« Weinjahr heu« ^""ttwzl, ^"ftrtert eine Kundmachung der italienischen ^ttl, y^, 3°2, nach welcher wegen starten Tranbentran«, d^^ge bl ^° ^°g«"« Güter für die Volthardbahn loan«, " ch ö"" Transporte nicht angenommen »er. Welche« Gewicht in den t."' "nfta.i'. ? .^°"en dem Inseralenwesen beigelegt Ü"" btM " '°l2"der ««icht: «Die Ungto.American ^Hchil^"" die in den Vereinigten «" l V"H"7 '"°"gabt wird. mit40.500.000 U °"." 3«a°c«? d?e «" .^?"" °°"° °"^l zehn dl« "°ll«" wi«d Die N? ^°° i"" ^« londoner .Times" le5. "^?y°rt Tim^e>7N^«« """" ' ^llionen, 2'vß«, Blau bat ,l«.?. ^m« jHh^ich ein: '" ein« Inserattndttanz ^er b00,000 Franc»; dagegen nehmen die Wochenblätter zusammen ! nicht über 2.500,000 Franc« ein. gu den bedeutendsten Inserenten gehblen die Herren: Stewarts mit 2,500,000 Franc«, Lord und Toylor mit 1.145.000 Fruncs, der Seifen, fabrilant Vebbitt 1.115,000 Franc«, Robert Vonner eine Million Franc«, Arnold und Constable 875.000 Francs und der belaunle Varnum mehr als 2 Millionen. In Newport allein werden für Maueranschläge und für Nn. fchläge an Schiffswänden jährlich über 25 Millionen Francs verausgabt. Locales. Zu den Gisenbahnfragen. lSchluß.) So wenig aber der Va» der Pontebabahn aufgeschobtn lverden darf, bi« die königlich italienische Regierung in die Lage lommt, die österreichische Regierung zur Wahrung eines österreichischen Interesses zu drängen, ebensowenig soll dieser Vau abhängjg gemach» werden von dem Schicksale anderer von der l. l. Regierung patronisierter Eisenbahn-Project«. Vonseile der laiserlichen Regierung ist noch immer die Herstellung einer Eilenbahn von Tarvis über den Predil nach Vülz in Nuesicht genommen. Durch eine Abzweigung von Carfreit üb« Cividale foll dann auch eine Verbindung mit Udine hergestellt werden. De« österreichischen Interesse würde es aber nimmermehr entsprechen, den niedrigen und ohne jede Schwierig" teil zu pulsierenden Uebergang bei Saisnih abseits liegen zu lassen, um den Warenverkehr über den Predil zu lenlen, der erst durch jahrelange Arbeit mit ungeheueren Kosten burchgeftollt werden tonnte. Schon die Höhe des Anlage, tapilals müßte — abgesehen von dem schwierigen und kostspieligen Velriebe — eine Verlheuerung der Fracht zur Folge haben, welche durch die Uu«suhr»ng der Pontebabahn vermieden würde. Allerdings kann es auch der kaiserlichen Regierung nlchl entgehen, baß dutch die Existenz der Ponlebabahn der größte Theil jener Argumente hinfällig wird, die heule zur Rechlsertigung deS Predilprojectes gellend gemacht werden. ES wäre aber ein bedauerlicher Irrthum, fall« aus diesem Grunde de« Inftandelommen der Pontebabahn Widerstand entgegengesetzt werden wollte. Die l. l. Regierung beabsichtigt durch die Herstellung einer Eisenbahn über den Piedil zugleich dem oft betonten und auch von der hohen NnchSvertrelung llnerlannlen Ve» dürfuisse einer zweiten selbständigen Bahn nach Trieft Be. friedigung zu gewähren. Kärnteu hat unzweifelhaft ein hervorragende« Inter, esse daran, durch die Fortsetzung der Kronprinz Rudolf«, bahn nach Trieft der Berlehr mit diese» wichtigen Hafen, platze erleichtert und de« Aufschwünge desselben neue An. regung gegeben werde. Trotzdem muß der Landtag de« herzogthums Kärnten auch heule seine Ueberzeugung auesprechen, daß er nicht in dem Baue der Prebilbahn da« geeignete Mittel erblickt, den angestrebten Zweck in der förderlichsten Weife zu erreichen. Die Herstellung einer Eifenbahn von Tarvi« bis Görz wäre eine Halbheit, höchstens ausreichend, locale Wünsche zn befriedigen j die Fortsetzung von Görz nach Trieft würde eine Parallelbahu der Südbahn durch steriles Land und auf mit fchweren Opfern dem Meere abgerungenen Vo. den fein. Wenn die Herstellung der Eisenbahn von Tarvis über Ponteba nach Udine zur Folge haben wird, daß die Predil, bahn noch weniger, als es ohnedies der Fall »st, eine Berechtigung für sich in Anfpruch nehmen kann, dann darf es wohl al« ganz verfehlt, den finanziellen und wirth. schaftlichen Interessen de« Staate« widerstrebend bezeichnet werden, wenn deshalb die k. l. Regierung es unterläßt, den fo oft und so eindringlich wieberholten Vitlen um Au«, führung d« Ponlebabahn Gehör zu scheuten. Man taun doch den Bau der drei Meilen langen, ohne Belastung de« Staatsschätze« auszuführenden Eisenbahn von Tarvt« nach Ponleba nicht au« de« Grunde verwei. gern, »eil dadurch etwa auch demjenigen, der sich in den Gegenstand weniger vertieft, greifbar gemacht wurde, daß es Ubetftüssig ist, für die Predilbahn mindesten« vierzig Millionen auszugeben. Die Nahn von Tarvi, über Görz nach Trieft in ihrer ganzen Ausdehnung würde aber wegen ihrer großen Nnlageloften und wegen der Schwierigleil der Bellied«, verhälmlsse dem Handel leine btlllgere Fracht in Aussicht stellen, sie würde deshalb und wegen der ungünstigen Hafen, anlag« in Trieft leine wlrlfame Concurrenz für die Süd. Hahn bieten, sie würde endlich die österreichischen Finanzen in doppelter Weife belasten, einmal durch die hohe Summe de« Naulaplllll« und dann durch die Lahmlegung be« ver. lehre« auf der Strecke Laibach. Tarvi« der Kronprmz Rudolfbahn, für welche der^Staat die giufengaranlie gewährt hat. Der lärntnerifche Landtag befürwortet daher die Fort. setzung der Kronprinz Rudolfsbahn zum Meere von jene» Punkte an«, welcher Trieft am nächsten gelegen ist — das »ft in der Abzweigung von h« Station Lack, weil der Va» diefer Bahn mit den geringsten Kosten, m der lür, zeften gelt und mit der mindesten Belastung de« Staat«, jchatze« au«gesührl werden lann. G» sind nicht provinzielle Sonderlnleressen, welche den Landtag bestimmen, fur die Vahn Vack.Servola- Trieft Partei zn, nehmen; diese Nahn berührt nicht lärnlnerischen Boden, wie dies bei der Prebübahn allerdings der Fall wäre; der Landtag gibt seiner Ueberzeugung Ausdruck, geleitel von den Rücksichten sür die Allgemeinheil, durchdrungen von dem Bestreben, die Steuerträger Oesterreichs vor einer Ubermä^gen und leicht vermeiolichen Belastung zu bewahren und sich wohl bewußt, baß sein Sland-punlt Tendenzen widerstreitet, die sich leider auch heute noch »ächtigen Schuhes erfreuen. Möge die hohe Reichsvertrcluug diese Angelegenheit so schlichten, wie e« den Slaatsinteressen entspricht! Wenn der lärntuerische Landtag schließlich noch ans die dringende Nothwendigkeit hinweist, einen bi« jetzt von jeder Bahnverbindung ausgeschlossenen Lanoestheil durch die Herstellung einer Eisenbahn von der Gesahr wirthlchaft-lichen Befalles zu reuen, Dividende zu bezahlen und diese mit ein« solchen von 3 pZt. sich begnügen «ußten, beeilte sich die V««»ll«ng m ihre« Rechenschaftsberichte zu versichern, daß die Verhältnisse der Südbahn eln« fortschreitenden Vesseruug ent« gegeugehen, und daß namentlich »lt de« Schwinden des enormen Vilb«->Agio's in Oesterreich, da« damals »och 20 pgt. betrug, auch die grlrägulsse der Gtidbahn-Aclieu sich erhöhen würden. Da« öfterreichifche Silber-Agio hat fich namhaft reduciert; nichtsdestoweniger fcheint es der Verwaltung der Südbahu schwer zu fallen, den Actionären auch nur 3 pZt., d. i. 15 Franc« per Nctie z« bezahlen. Alle« deutet darauf hin, als müßte der Complabilität der löblichen Gesellschaft neue Gewalt angethan werden, um auch nur die erwähnten 3 pgt. für das laufende Jahr heraus« zurechnen. Selbstverständlich wird der zweite Coupon für 1874 auch «ur mit höchstens 7>/, Francs eingelöst werden löuuen. — (Für Mitglieder des Alpenoereines.) Das eben erschienene erste heft des sünften Nande« der „Zeit» fchrift des deutschen und österreichischen Alpenvereines" (München 1874) enthält auch einige Mittheilungen Über Alpen« fahrten in Sleiermarl, Kärnten und K rain. O. Schück ans Wien schildert die von ihm ausgeführte Vefteigung des Thorftein« (9330) W. F.) in der Dachfteingruppe; Rudolf Waizer beschreibt den durch seine herrlichen Wasser» fälle und großartigen Felspartien ausgezeichneten Gößgraben in Kärnten und Petersen aus Frankfurt berichtet über die von ihm am 13. Juli 1873 unternommene Vefteigung des Triglau mit dem directen Abstieg ins Isonzothal. '— (Theater.) Die Direction Kohly hat beim vorgestrigen Kasse-Abschluß volle Uebelzeugung gewinnen müssen, daß die Operette eine mächtige Zugkraft auf das hiesige Public«m ausübt. Obgleich Offenbachs Mau, barl" hier bereits oft und gut gehört wurde, fanden sich doch aus allen Gesellschaft«- insbesondere aus Militärlreisen viele Verehrer im hause ein. Die Aufführung des ersten Altes W2r eine „Ttunde der Täuschung"; die ungenügenden Leistungen des »Blaubart" (Herr Knoller) und des gemischten — namentlich aber des Frauenchores stimmte unsere Hoffnung auf eine gute Operette gänzlich herab. Die Misftimmung gab sich bei Schluß des ersten Altes omch laulca Zischen lund. Vom 2. Vilde angefangen wurde die Situation eine veränderte, eine freundliche; der Beifall des Hauses erwachte und hielt bis nach Schluß der Ope, rette lebhaft an. Das urnalürliche, ungezwungene, muntere, ja unbändige Wlfen, die gelungen ausgeführten Ve, sangspiecen der „Voulolte" wirllen elektrisch und zündend; Fräulein Ianuschowsly erfüllte in Spiel, Gesang und Toilette ihre Aufgabe vollständig, erntete stürmischen Vei-fall und unzählige huvorrufe, errang einen glänzenden Sieg. Herr Indra war ein superb« König „Bob6che", elegant und fein, hochlomisch in Wort und Spiel. Frl. trent ini (hermia) sah recht anmuthig aus. Die Herren hajel (Graf Ostar) und Weiß (Popolany) gaben ihre Parte wohl gut; aber die sogenannte vi8 comics, welche in der Operette fprudelu und den Darsteller begechern soll, vermißten wir. Herr Knoller mag immerhin eine schätzenswenhe zweite Gesangslraft für die Oper und Operette fein, aber der Part des „Blaubart" fordert jugendliches, fympathisches Exterieur, eine tüchtige erste Ge« fangslraft und lebhaftes, feines Spiel. An die Direction tritt ohne weiteren Zwe»fel die Pflicht heran, die Operette wohl zu pflegen und fich das Engagement eme« geeigneten ersten Operettentenors, auch einiger tüchtig« Mitglieder für den Dameuchor dringend angelegen fein zu lassen. Neueste Post. Pest, 24. Oktober. Beide Häuser hielten heute Eröffnungssitzungen. Das Abgeoronttenhaus wird Montag Eommisslonslvahlcn vornehmen. Berlin, 24. Oktober. Das Obertribunal hat Arnims Beschwerte über seine Verhaftung ebenfalls ab-lehnend beschieden. Paris, 24. Oktober. Die .Correspond»«.« Li-b6rale" meldet, daß gegen den Herzog von Grammonl ebenfalls ein Prozeß in Aussicht ftände, um den Herzog zur Herausgabe diplomatischer Aclenstücke zu verhalten. Telegraphischer Wechftlcurs vom 24. Oltober Pnvier««ente «9 80. - Mlber.Ueute 74-10. — ««" «»«»«.«nlthm 108-—. — V»nl«Nctien 976. - «redit.«ltie» 23? —. — London 110 30. — Vilber 104 55. — K. l. «Nun,»»»' eateu. — Napoltonsd'or 885. Wien, 24. Oktober. « Uhr. Schlußcurse: Credit 2«?'"' Auglo 157-50, Umon 124 75. Mrancobanl 6150, Handel«»» 73-, Vercinebanl 17 - , Hypothelarrentenbanl 14--, allgemtMl Vaugcsellschaft 49'—, Wiener Vaubanl 56 50. Unionbaubanl 3d ^' Wechslerbaubaut 16'—. Vrigittenauer 16 —. Staat«bahn 3M't", Lombarden 14050, Communallose —. Befestigt. Kandel und MkswirUchlljWes, Laiback, 24. Oktober, «uf dem heutigen Marlte sind"" fchienen: 18 Wagen mil Getreide, 6 Wagen mit Heu und M" (Heu 5«, Stroh 23 Ztr.), 30 Wagen und 2 Schiffe (18 M" mit Holz. Durch schnitts - Preise. ^, st.!lr.!ft.!lr. si, Weizen pr. Metzen 5 -> 5 75 Nutter pr. Pfund —^4!-!^, Korn „ 3 ^ 3 75 Eier Pr. Stück - 2 ' Gerste ^ 2 80 3 7« Mllch pr. Maß -10^ Hafer „ 2 - 2 20 «indste,sch pr. Pfd. - 30 ^ Hlllbfrucht ^ -------4 23 Kalbfleisch „ — 3s^^ Heiden „ 2 60 3 27i Schweinefleisch „ ^ ^ " ^ Hirse „ 2 W 3 20 Lämmernes „ ^ ^^^ «lllurutz „ -------4 — Hähndel pr. Sllltl — 40 - ^ Eldlipfel „ 1 80------! Tauben „ — 1s "^ Linsen „ 5 80------Heu pr. Zentner 12ü -^ Erlisen ,. 560-------Stroh ,. "^^,g Fisolen „ 5 80-------Hol,, hart.. pr.Klft. - ^ °«g Nlndeschmalz Psb. — 54------ — weiche«, 22" - ^ ' ,. Schweineschmalz „ - 50 — -, Wein, roth., Eimer — -^ ^^. Speck, frisch „ - 3!)-------! — weißer, „ — .- U — geräuchert „ —^42------! Angekommene Fremde. «m 24. Ottober. U»t«> «e»«»< NV««,«. Coffou, Weiuhandler, OM,^ Jacobs, «fm., Vrllssel. — Vrob, Kfm.. Triest. — H»"^. Sec-Ofsizier. Graz. — Wimmer, Reisender, Wien. ' ^ Kaufmann, Gotlschee. ^ »»»«> «»«s»>»». Paul, Hauptm.; Spacil, Matausch", ^ surla, OberlieutenanlS, und Dr. Henih, Oberarzt, Agrow' v. Lllienheim, Triest. ^ »»<«R «««»»p». Vcnesch «ntonia und Fabiani, ssw^ Hoertel, «aufm., «erliu. z.l, IN»»,^««. Winbclli. Privatier, Graz. - Schuber, Ha"' Trifail. , ^/ U»»««»»««»»S^ »l»s. Ndlcschih, Wippach. — ljorzl,, nedig. — italtcneMr. Ried. — Raffe mit Familie, TNH, G»«^««'»^»«. itave« und Vasiö, Krainbura. - M"^ Grllnblhof. .zch, li.«»«««»' von »«»«««»r«««»,. Rantlj. «aufm., ^ graz. — Globoinil, Poljane. — Ieller, Radmannsdols Lottoziehung vom 24. Oktober. Trieft: 57 15 53 40 13 Theater. Heute: Traviata, Oper in 4 Auszüge», ^» Meteorologische Beobachtungen in Laiba^ ' ^ M , ' , ?° D SÜ^Mg. 786 20 4- 2« »indftill Nebel o«« 24. 2 „ N. 739ü« -4- 8.» O. schwach heiter 10 „ Ab. 743,44 "i^i » wmoM heiter ,, ,^^^ 6 U. Mg.i '746,2? ^—^V "windstill " Nebel ! ^ 25. 2 „ N. 746 z«) > 4- 8.. wlndstill heiler 10^ Nb. 748.45 I-l- 1« windstill I heiter ,. ^l-Den 29 ' Tagesmlltti der Wärme an beiden Tagen -j- 4 ii" "»o ^ beziehungsweise um 5 4" und 64" unter dem Normale« H»Hvi>t»<»vickl «ten, 23. Oltober. Durch fortgesetzt ungilnstw Slimmungsberichte au« Verliu wurde ein weitere« Wticheu fast sämmtlicher Eulse um f« leichter veranlähtT^^'" <<^VIlkvrzzU/z« «use nur,n untergeordneter Ausdehnung stattfinden und d« Speculatlon sich als fchwach «wiesen hat. ^ ' ' ' "^ ,«»«,».», Veld Ware tzl»rn«.j "'"' <.....«975 6985 III«»».) «,^__.^. < . . . 7390 7405 lost, 183».......271 - 273 - . ,854.......100-50 10!-- , I860.......10815 1^8 35 . I860 p, 100 ft. ... 11220 11240 , 1864...... 124 b0 134 75 Domllnen«Pf»ndbritft ... lili'— — — Prilmimanlehm der «tadl Vleu 10150 102 — G«n»U'Negnllmmg«»L«ll. . . 9750 38- U«,. «iftllbayn.»»^ .... 9720 9740 Un,. Pr»witu.«nl..... 82 — 82 50 W»«»er lo«nmu»«l»Unleh« . . 88 — d825 Actieu von Bauken. «««, » . Geld Ware ««.X' -.......;«'b »b«- Vyb«Nlr«diu»nft»lt' ' ' ^"V^. ".' Veld Ware, «lreditanstalt, nngar.....228-22850 Depositenbank........— .__ ««compttlmftalt......920 — 930 — Franco.Vnul......6125 6150 Hondelcianl....... 74"- 7450 Nlltionalbanl ...... »77— 97V — Otfterr. allg. V«ml .... — ^ - — Oefterr. V«,l»ch«ch«ft . . . 195— 197 -Uai°2z»! . . . . . 124 25 124 50 »ernn,5«^.......16 75 17.. «trlthr««nk.......108-108 50 Aetieu von Ir«n«po«t»Unternehmungen. Oelb Ware NlM'Vahn.......136 - 137 — «arl.Ludwil,.Vahn . . . i - 24150 24175 V»n«n.«»»m»lschiff.««ts««fch«ft 447- ^»-«lls»btth.«eftbahu. ... . 18850 189-«lis«btlh,V»hn l2ini»vnd»tis« Gtrellt) . ....."" "'^ FerdinandS-Norbbahu. . . 1922 — 1927-ßranz-Ioseph-Vahn . . . 184'— 1»5 - i!emb.-Czlrn.-IassY-V»hu . ------- '-'" Lloyd««eftllsch. .... 44b— 450- vchnr. «,rb»»^lchn I4s b0 144b0 Gelb Ware Rudolfs.Vahu.....15150 152 50 Gtaatsbahn......»0N50 391 - Güdbahn........140 2^ 140 75 Tht,ß.V»h».......13350 19450 Ung»r,sche 3torl>«jU«chn . . . 115— 116 -l Ungarische Oftbahn .... 56 50 56 75 Tr»»w«»y.Vestllsth.. ... ... -.- VaugeseUschaften. »llz. öfterr. »ulll^ellschllft . . 49 75 50 — «inlir V«>estlllchl>ft. . . . L650 5675 Vfandbriefe. »llge». »ft«rr. V«duler«dlt . . 95 50 96 50 bt». :« 2li s«h«u 87— 67 25 «»tt«n,lb«l «. »..... 357b 3385 Un«. V«>tn??tdit..... 8b'80 SS - Prioritäten. «ilisabeth.-V. 1. Em.....93 75 94 — Fcrd.-Nordb. S.....104-75 105 ssillnz-Ioseph-V......10040 1006^ »°l. «arl-i?udwig-V., 1. Vm. . 106^l> 1t/6 7b vtsttri. Nordweft-V. ... 95 b0 9b 70^ «itblnbllrger 81- 81 sb Vla»t,b»bu . i3Sb0iL7- Küdbahn z»',......""^ ^ Vüdbnhn, Voul '.'.!!« 2^^ ^'^ Un,. 0stl>«hn..... " Privstlose. ,40 l^gß Lsndon.......' 4Z90 "" P«i»........' Geldsorte«. ^rc ^ V°c°t» . . - b st. ^ ". b ^ ,. Napoleonsb'or . . 8 - lB " 1 ^" ^ Prenß. «»ffwschewe 1 '^bll- ^ , ?" «Ub« ... 104 » 60 -^ «rnwische «rmldenllastuns^^Ns ^"^' «ri!»«>tu«t^nna? Geld »b bO, "