Ar. 65. Sonntag, den 14. Zngnl? 1881. VI. Jahrgang. Cillier Jfiliuta. Pränumerations-Bedingungen. Mit Post-«crfciitnufl: »Icrttliäbtig . . t.«0 ffür Killi: .»• — M Meneiiahrig . ♦ l.fto • • • i " Halbjshr,a ■ feuauabrtQ. . . 6. «Aa^jahrrg sammt Zustellung ] (9in;elne Nummern 7 fr. 3.»» «.4b Erscheint zeden Donnerstag und Sonntag Morgens. lnsorsts vvvrävn angonommon i» >rr Sxvedill»» der „ClDirc Jper- «t. « (8i»»r« «nUDiiil» i»bm»e»t«. Jo(. »>«»- | reich i» «Ar»,, ck. Ovvtllk «nd R»l!>> fc Zo»p ti iöifit. A. SIBUe:. ;t«iuiij4• «aemut in * Z>er Landtag in Kram und die Slovenen. Dir Anomalie, daß in einem Lande wie Lroin, wo doch nach den geflügelten Worten der nationalen Blatter jede« deutsche Wort die Luft verpestet, ein Landtag mit deutschlideraler Majorität seine Beschlüsse zum Wohle dc« Landes säße, hat den diversen Heißspornen schon manch schlaflose Nacht verursacht. In regelmüßigen Pausen, wie tic Melodien einer Drehorgel, wechselten daher auch die Bitten, Forderungen and Schmerzen»-schreie der Nalional-Clericalen, endlich einmal diesem Zustande ein Ende zu machen und den Landlag aufzulösen. Der Ausfall der letzten ReichSrathtS-, Gemeinde» und Handelskammer-Wahlen hat diesem Begehren einen um so ver» hindere» Reiz verliehen; mit wenig Berechtigung aber großem TerroriSmu« müßte ja bei Neuwahlen der Sieg unzweifelhaft sein und der großslovenische GloduS würde Eontouren bekommen. Die Weigerung oder vielleicht auch nur Zögerung des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe, konnte die Sehnsuchtswünsche deS Nationalstolze« nicht ersticken, im Gegentheil sie flammten lichter-loh auf, als der verfassungstreue Landeshaupt-mann nach Wien berufen wurde und man seinen Nachfolger in der Person des Pater Alun zu er-bliesen wähnte. Der krainerische Landtag ist mittlerweile auf den 24. September einberufen. Neuwahlen sind »orläusiz ins Fabelbuch geschrieben und auch über die Person des Landeshauptmanns ist man völlig im Unklaren. Die Hoffnung, daß derselbe der »alional-clericalen Partei angehören werde, ist zu Wasser geworden, und wie der Fuchs die Trauben, die ihm zu doch hingen, für sauer erklärte, so er« klären auch jetzt die nationalen Matadore in ihren Blättern, daß bei der derzeitigen liberalen Majori-tät des Krainer Landtages keiner der slovenischen LandtagSabgeordneten diesen Posten annehmen könne. In den nächsten Tagen soll nun, wie Wiener Blätter melden, in Laidach eine Versammlung der nationalen LandtagSabgeordneten statlfinden. Der Beschluß dieser Versammlung soll für die Theil-nähme an den Arbeiten des Landtages maßgebend fein. Man sieht hieraus wieder zur Evidenz, wie sehr diesen Herren daS Wohl und Weh ihrer Heimath am Herzen liegt, wie leichthin sie die LandtagSsession nehme». Weil die döse» Liberalen nichl geneigt scheinen zu dem nationalen VeitSlanz die Flöte zu spielen, finden e» die Eiferer auch nicht der Mühe werth an den rein volkSwirth-fchafllichen Arbeiten zu participiren. ES muß eben demonstrirt werden, vielleicht füllt dann irgend ein Eonctssiönchtn gezeitigt in den Schoß. Ob diese BolkSveglücker, denen wohl nur Parteiinler-essen, doch nie und nimmer das Wohl des Landes am Herzen liegt, füglich in den Landtag kommen oder nicht, dürfte für die Verhandlungen selbst ganz gleichgültig sei», ja im Falle des Nichterscheinens dürfte manch turbulente Scene unterbleiben und das ArbeitSmateriale um so rascher erschöpft werden. Jedenfalls wird ihr Fernbleiben ebensowenig den Verhandlungen schaden, als ihr Erscheinen denselben nützen würde. Bezüglich de» neuen Landeshauptmann strengt sich der ReichSrathSabgeordttNe E. Alun in sein:m Blätthen an, den GrafenTura für diesen Posten vor« zuschlagen. Der Genannte, schreibt „Slovenec", sei einer von den Gemäßigten der Verfassung«-partei und kein Feind der Slovenen, wie Baron Apfaltrern, der nur zu gerne auf die größten Gegner der Slovenen höre. Das Blatt fordert die trainischen adeligen Großgrundbesitzer auf, unter Führung deS Grafen Thurn eine unabhängige Partei zu bilden, welche ganz selbststündig, weder von den VerfassungS-treuen noch den Nationalclericalen, noch von der Rt-gierung abhängig wäre. Einem.aus diesem Kreise entnommenen Landeshauptmann werde die natio-nale Partei stets mit Freuden begrüßen. — Herr Klun vergißt in seinem Sirenenliede, daß der Adel KrainS deutsch ist, und zu einsichtsvoll ist, um die Folgen eine« EomprommifseS nicht zu überseher. Politische Rundschau. Cilli. 13. August. In Deutschland namentlich an der pommerisch westpreußischen Grenze sind Iudenkravalle an der TageSordnunz. Der preusische Minister dc« Inneren sah sich daher veranlaßt die Regierungspräsidenten von Pommern und Westpreußcn anzuweisen, den Ausschreitungen gegen die Juden und den Agita-tionen in Versammlungen mit allen gesetzlichen Mitteln entgegen zu tretten. In Frankreich haben sich Gamdetta und Ferry ausgesöhnt oder besser: Lezterer beugte sich der zwingenden Macht des ersteren. Bei einer Bankett« rede äußerte Ministerpräsident Ferry, die Wähle» würden gemäßigte sein ; man müsse die Socialisten, deren Bestrebungen bekannt seien, verabscheue?. Da« Ministerium sei ein progressistische«, wie die« auch die Ausweisung der Eongregationen beweise Feuilleton. In den Gewittern der Zeit. Roman von Max Vogler. (34. Jortje»ung.) ES war entsetzlich, die steinerne Ruine neben diesem ergreifenden Schauspiel der lebendigen Gegen-»art stehen zu sehen, deren rascher Gang sv manches Opfer erheischt, und deren verworrenem Epiel auch dieser reichbegabte junge Mann er-legen . . . Mit ruhiger Miene gebot er, die Ohn-mächtige in da« Hau« zu tragen, während er einen Boten nach der Stadt sandte, um da« Ge-richt zur Aushebung des Leichnams zu veranlassen. Mao trug Margarethe von dannen; er ging lang-siunen Schrittes hinter der Sänfte her . . . Es nur in der That eine Ohnmächtige ia das Haus getragen worden. Ader sie erwachte wieder aus dieser Ohnmacht »nd brütete Tag und Nacht über dem Räthsel, welchen Umstände» der Geliebte zum Ovfer gefallen. So viel Mühe sie sich auch gab, der hartherzigen Erklärung de« Vater«, über die sie nun durch diese« selbst unterrichtet worden, afltin die Schuld beizumcssen, jener kalten finstern Erklärung, die Bruno von ihr fortgetrieben, jener seltsame» Bedingung, an die der Vater ihre Vcr-heirathung mit ihm geknüpft ... sie vermochte e« nicht. Sie konnte diese Thatsache nicht allein al« die einzige Veranlassung zum Selbstmord er« kennen; ja, denn noch wäre so Viele« zu ändern gewesen, »och hätte ja Alle« gut werden können! Nun sitzt sie mit einsamer Seele daheim oder irrt mit gebrochenem Herzen durch den Park und weilt stundenlang an der Stelle, da er sich den Tod gegeben, und pflegt die Blumen, die dort alle Jahre — wie damals — aufs Neue in bunten Schmuck der Erde entsprossen, und sieht mit traurigen, sehnsüchtigen Blick nach dem kleinen, stillen tiefe» Weiher zur Seile, und ihre Wangen sind todtenblcich geworden. Ganz im Geheimen nur hat sie eine» duftigen Kranz nach dem Grade des Geliebten gesendet; sie hatte ihn auf dem Wege zur letzten Ruhestätte begleiten wollen, aber der Vater hatte es ihr aas'« Strengste untersagt. Eine unaussüllbare Klust ist zwischen ihr Herz und das seine getreten, obwohl sie eS kaum weiß. Schon manch' Mal hat man sie still vor der Kapelle des alten von Pahlsen'schen Schlosst« stehen gesehen, worinnen Bruno begraben liegt. Wenn Ihr an Lindenschlag vorbeigeht, so könnt Ihr von den ephenbeschatteten Fenstern der großen Wohnstube her, oder au« einem weinlaub-umrauschten Kämmerlei», oder von den alte» Bäume» de« Parke« herüber, oder auf den weiten Fluren ringsum ein traurige« Lied hören, und e« ist, als schleppe sich ein arme«, verwundete« Täubchen mit gebrochenem Flügel auf dieser Stätte umher, dem stillen Plätzchen zu, wo ein ewiger Schlaf all' das namenlose Weh, all' den Kummer und herzfressenden Gram von ihr nimmt. Es ist Margarethen's Lied, und da« schöne, bleiche Mädchen ist da» verwundete Täubchea, und jene« stille kühle Plätzchen ist das Grab . . . Der Vater schaut zuweilen mit besorgtem Blick die langsam dahinwelkende Tochter an. Dann liegt wieder die alte, starre Kruste über seiner vertrockneten Seele, und er sitzt tagelang allein in dem dunklen, unfreundlichen Zimmer mit den düsteren Gardinen und dem alterthümlichen Geräth, an dem eichenen geschnitzten Schreibtisch, bei seinen Tabakspfeifen und den dicken, morschen Bänden und verstaubten Archiven. Jene» Grundstück nahe der Stadt hat er übrigen« doch zur Benutzung al« Exercirplatz her-geben müssen. Man fand fein andere« geeignete« Terrain in der Nähe, da« mit so wenig Mühe zu jenem Zwecke umgestaltet werden konnte. Herr von Waldstedt erhielt die Summe, auf welche da» Grundstück nach vorgenommener Prüfung geschätzt worden war; aber erst, als sei» RechtSanwaU selbst auf daS Bestimmteste erklärte, daß unter diese» Umstände» ein Proceß die reine Geldver- welche die Intrasigenten gewiß nicht gewagt haben würden. DaS Meeting gegen die Garantiegesetze hat am 7. d. zu Rom stattgefunden. Der wüste an Rohheiten reiche Verlauf desselben rechtfertigt die Zurückhaltung der nicht republikanischen Parteien sehr wol und selbst erbitterte Gegner des Papst-thumS müssen sich von dieser Art des Kampfe« gegen dasselbe mit Widerwillen abwenden. Die italienische Regierung ließ übrigens sämmtliche Blätter, welche die auf dem Meeting gehaltenen Reden mittheilten, mit Beschlag belegen. Gegen Alberto Mario, der mit beißenden Sarka^men die Artikel deS Garantiegefetze« commentirte, erhob der StaatSanwalt die Anklagt. Die von dtr Po-lizei nicht zu wörtlicher Verlesung zugelassene Motion lautet: „In Anbetracht, daß das Papstthum und die italienische Einheit ein politisch hi« storischer Widerspruch sind, daß die Päpste 35 Mal Fremdlinge nav Italien riefen, daß das göttliche Recht, worauf das Papstthum fußt, mit dem italienischen VolkSrecht unverträglich ist, daß das Papstthum al« religiöse Institution im Geist, im Princip und im Zweck die Sklbststündigkeit der Vernunft und des Gewissen« verneint, jedem modernen Rechtsbegriff widerspricht und sich im Dunkel de« Mittelalters verliert, daß das Ga-rantiegesetz al« Stützpunkt der souveränen Autorität der Nation jene« Dunkel mit allen Folgen neu belebt, in Anbetracht alle« dessen verlangt da« römische Volk die Abschaffung der Garantiegefetze und die Besitznahme aller apostolischen Paläste." England hat sich auf eine Anfrage des Pap-sie« bereit erklärt, demselben ein Asyl auf der Insel Malta zu gewähren. Es hat ihm auch zugleich volle Sicherheit seiner Person versprochen. In Rußland wurde dem gebildeten Publikum ein neuer Schlag in« Gesicht versetzt. Unmittelbar nach der Rückkehr de« Hofe« von Moskau nach der Sommerrefidenz Peterhof wurde da« hervor-ragendste Petersburger Blatt, der „Golos", auf sechs Monate suSpendirt. Es ist dies hauptsächlich ein Werk der Panslavisten Katkow und Aksakow, welche emsig bemüht sind, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft von den brennenden Tagesfragen ab-zuwenden und irrezuführen. Ueber die anläßlich der „Eroberung von Sfax" durch die Franzosen vorgefallene Plünderung des dortigen spanischen Konsulates seitens franzö-sischer Soldaten erhält die „Polit. Korr.* au« Madrid nachstehende Mittheilungen : Zwei Tage nach der Einnahme von Sfax brach, ohne eine bisher aufgeklärte Ursache, ein Trupp französischer Soldaten in das spanische Konsulat ein, riß die spanische Flagge von dem Eonfulatgedäude herunter, zertrümmerte da« Mobiliar und durchwühlte und zeistörte die Archive. Die spinische Regierung hat sich damit begnügt, wegen diese« Vorfalle« vom französischen Eabinet Aufklärungen zu verlangen, indem sie von der Anficht ausgeht, die Regierung schwendung und verlorene Mühe sein würde, ver-zichtete er auf einen solchen. Sein Haß ist darum nur noch größer ge-worden. Er schimpft über „preußische Art", über rohe Gewalt, Brutalität, Diebstahl, Räuberei. . . Ob er wohl jemals ein Anderer werden wird? . . . xvn. Unabänderlich und unliarinl>cr?ig. Doris? Sie sah den Vorbereitungen zu Willibald'S Hochzeit bangend zu. Es war schon seit Langem bestimmt, daß da« Fest in den letzten Tagen dc« Mai auf der Villa der Familie am Rhein gefeiert werden sollte. Die Nachricht von dem Selbstmord Bruno von Pahl-sen« hatte die Begehung desselben wieder um einige Tage verzögert. Der junge Graf war der Familie zu lange und zu sehr vertraut gewesen al« daß sein plötzlicher Tod in derselben ohne alle Wirkung hätte bleiben können. WaS Bruno in den Tod getrieben, darüber befand man sich völlig im Dunklen. Bei der Vermuthung der Mutter, daß, wie der Ort de« Selbstmordes anzudeuten scheine, wohl seine alte Liebe wieder erwacht sei und er sich iu einem An« fall von Schwermuth den Tod gegeben, zog Herr LiSwendl sen. der nun alle seine kühnen Hoffnungen vereitelt sah, die Augenbrauen ärgerlich zusammen der Republik werde, schon im Interesse der Ehre und der Disciplin der französischen Armee, die durch diesen Fall gebotenen Maßregeln mit aller Strengt zur Anwendung bringen. Konobitz, II. Juli. (Or-Corr) Eine Gonobitzer Original-Eorrefpondenz, in der letzten Nummer der „Südsteir. Post", beschäftiget sich mit dem undankbaren Geschäfte der Mohrenwäsche. Wir dürsten nicht fehlen, wenn wir annehmen, daß sich in dieser Correspondenz die beiden Mohren selbst waschen: denn sie ist ein Cabinelsstück von Niederträchtigkeit. Bekanntlich sprach Herr Kummer in seiner Replik gegen Dr. Pruß die Absicht aus, demselben nicht mehr zu erwiedern und in der That replicirte Herr Kummer nur mehr mit der Forderung zum Zweikampfe. Dieses öffentlich ausgesprochene Gutdünken wird nun von den beiden Ehren-meuchlern srisch und keck zu einem Ehrenworte gestempelt und Herrn Kummer noch dazu vorgeworfen, er habe es gebrochen. Es gibt wirklich nichts Erbärmlicheres als die Feigheit, welche sich in ihre Höhle verkriecht, um von da aus ungefährdet ihren eklen Geifer auszuspritzen. Als Triumph des Jesuitismu» kann die Stelle bezeichnet werden, welche Dr. Pruß'« Angriff aus Kummer» Ossi-cierScharakler reinzuwaschen sucht. Bekanntlich war in Gonobitz schon lange vor dem 'berüchtigten Eingesendet in der „Eüdsteir. Post" die sichere Nachricht »«.breitet, Dr. Pruß wolle Herrn Kummer als Lifttier angreisen um dessen Forderung hernach dem Gerichte anzuzeigen. Was sagt nun die südsteirische CorreSspondenz? „Kummer gibt selbst zu, daß er wußte, die beiden Tocloren werden ihn auf feinen LfficierS.Charakter aufmerksam mache n." Das ist doch der „Ehrenjesuit", wie er leibt und lebt! Endlich behauptet die CorreSspondenz, Dr. Pruß habe die Forderung deshalb abgelehnt, weil Herr Kummer —■ satissaktionsunsähig sei. Da haben wir's! ES ist die alte Geschichte! Für die Feigheit gibt es übelhaupt keine SaliSfactionssähigteit. Der Einwurs des Ehrenmannes Dr. Pruß ist nämlich die bequemste Art sich der Klinge zu entziehen. Mag das Wort „satiS-sactionsunsähig" auch in einzelnen Fallen mit Berech-tigung angewendet werden, wie z. B. gegenwärtig den Ehrenmanuem Dr. Carl und Dr. Anton Pruß gegen-über — es ist zuerst ganz gewiß von einem Feigling ausgesprochen worden. Uebrigens sind wir in der Lage folgend« interessante Details der Affaire nachzutragen. Advokat Dr. Pruß, der des Sängers Fluch bereit« ahnte, halt« am 26. Juli das Weite gesucht und wurde erst so in 27. von Kummer'S Sekundanten glücklich er-wischt. Med. Dr. Pruß acceptirte am 26. Morgens tremoliread die Forderung. Zwei Stunden daraus äu-ßerte er sich aber zu einem hiesigen Bürger, dessen Namen wir eventuell nennen können: Jetzt haben wir ih n in derFalle: jetzt wird er eingesperrt." Um die Mittagszeit dieses Tages erhielten Kummers Secundanten von Dr. Pruß die Mittheilung, daß er die Forderung nicht annehme und dieselbe bei Gericht anzeigen werde. Hieraus wurde Dr. Pruß auf daS Ritterlich« seiner Handlungsweise ausmertsam gemacht und es wurde ihm iu coulantester Weise eine neu« Frist ge- und nannte bei sich selbst den jungen Grafen einen schwachsinnigen Schwärmer, einen blöden Thoren. Pah I . . . Wegen einer „Licbcständelei" schießt man sich noch den Anschauungen von Leuten wie Herr Liswendt keine Kugel durch den Kops I Am meisten Verständniß für die That besaß noch der mild urtheilende Willibald. Ja, e« mußte dem jungen Grafen, den der Tod seine« Vater« aus einem heißen Rausch der trunkenen Sinne aufgescheucht e« mußte ihm bei klarer Ueberlegung deutlich genug geworden sein, welch' ungeheuerer Unterschied zwischen der ganz in dem Flimmer und Schimmer der Außenwelt aufgehenden Luzia und der tiefen, reizvollen Innerlichkeit Marga-reihen'« bestand. Er hatte die Letztere nur ein einzige« Mal, bei jenem Banquet in der Stadt, wo auch Bruno sie kennen gelernt, gesehen, war aber sofort auf diesen Grundzug ihre« Wesen« hingelenkt worden . . . und bei wem hätte die schönt Einsiedlerin von Lindenschlag mit ihrem ätherischen Antlitz einen andern Eindruck hervor« gerufen ? Ueber die näheren Umstände, die bei der Vollziehung der That mit wilder Gewalt auf Bruno'« Seele eingewirkt, konnte freilich auch er nicht unterrichtet sein. Doris kannte Margarethe gar nicht, und den jungen Grafen zu wenig, als daß sie das Borge« g«ben, seine Zeugen zu schicke», welch- am 27. Morgens freilich vergeblich ablief. Al« Kummers Secundanten Herrn Dr. Pruß suchten um mit ihm ein letztes Wort zu reden, war der edle Held aus Gonobitz spurlos ver-schwunden. Wir bemerken, daß wir diesen Sachverhalt dem von Kummers Secunbanlea aufgenommenen Prolo-kolle entnehmen, in da» uns Herr Kummer gütigst Ein-ficht nehmen ließ. DaS ist die Heldengeschichte der beiden Gentlemans von Gonoditz; ;hr Geschoß ist der wackere Echimpf, ihre Brustwehr die .Südsteir, Post." —o— «onobitz, ll. Juli. lLr. Corr.) Die Berufung des k. k. Beurksrich'ers Lcvitschnik zur Dienstleistung in das Justizministerium wird hier als ein höchst un-günstiges politisches Symptom gedeutet. Herr Levi'schnik gilt in der juristischen Gesellschaf Unlersteiermarks als Kapacität, in den politischen Kreisen als enragirter Klovene. Daß seine Berufung in der Sera Taaffe-Prazak nicht nur eine Anerkennung seiner juristisch-administra-tiven Befähigung bedeutet, sondern vorzüglich zu poli-tischen Zwecken erfolgt sein muß, ist natürlich. Herr Levitschnik war bisher durch fein« richterliche Stellung genöthigt, sein politisch«» Temperament zurückzustaucn. Nun wird er als Experte über den Fortschritt der Ver-söhnung in Untersteiermark vernommen werden und er wird voraussichtlich sein Votum im Sinne einer ener-gischen Slovenisirung abgeben. Herr Levitschnik gilt als ein bedeutende» Talent und er verdient schon deshalb, daß man sich mit ihm beschäftige; aber seine Berufung ist vor Allem von großer symptomatisch«! Bedeutung. Anzeichen diefer Art b«w«isen. daß die Regierung mo-bilisin, um demnächst auch an den Usern der Trau und Sann die Versöhnung mit jener Intensität zu de-treiben, wie sie sich in den Ländern mit deutscher und tschechischer BevoUerung so segensroll äußerte. An die Deuischen Untersteiermarks tritt überhaupt die Mahrung heran „scharfe Wacht' zu halten Da» deutsch« Element in unseren Gauen äußert seit einiger Zeit allerdings eine erhöhte Regsamkeit; aber diese genügt noch keineswegs, um als Garantie sür eine siegreich« Zukunst gelten zu können. Leider gibt es ich immer zu viel der Launen und eS muß umsomehr die Ausgab« der politisch Reg-famen sein, ihre Stammesbruder aus dem durch die tSewohnheit erzeugten, dumpfen und rrügerifchen Gefühle der Sicherheit aufzurütteln, ihnen klar zu stellen, daß der eiserne Gang histonicher Wandlungen nun auch die Teutschen Unterfteiermark» vor die Forderung gestellt hab«, im Kampfe um die nationale Existenz die Berech-tigung dc.selben nachzuweisen. Wir haben diesem Kainps« allerdings noch die Erfüllung einer sehr wichtigen For-derung entgegenzubringen: Wir haben genug lange ge-kämpft, um einsehen zu können, daß nur klare und be-stimmt begrenzte politische Ideen und ein decidirtes Eintreten für dieselben von Erfolg begleitet sein können. Wir berufen uns auf diesen Satz der politischen Er» sahrung, der sich bei unseren Freunden vom Ttamme Lechs und ArvadS so vortrefflich bewährte, indem wir uns der schon so oft ausgesprochenen Fo.derung an-schließen, daß dieDeutfchenUnteiermark» 3s Fortsetzung im Einlageblatt. ~&G fallene richtig zu beurtheilen vermocht hätte. Wär« sie aber mit den Verhältnissen vertraut gewesen ... sie würde wobt am Besten Bruno'« Seelen» zustand, in w:la>em er den Selbstmord vollzog, begriffen und in mancher Beziehung auch nachge-fühlt haben. Welche Gefühle nun Luzia bei der Kunde von dem jähen Ende dc« „Btrlodttn" empfand? Ob sie scherzte, ob sie bang», ob sie weinte? O, Ihr werdet der schönen Diebin keine Thräne zutrauen, wenigsten« keine Thräne, die mau im Verborgenen weint! . . . Aber sie bangte. Diese Nachricht hm ihr ja gar so unerwartet in ihre schönen Träume, in ihre Siegesgewißbeit hinein! Aber da« Bangen im Herzen Luzia'« war nicht allzuheflig und währte nicht allzulange. Sie befaß bei ihrem Egoismus genug prac« tischen Sinn, um bald deutlich zu erkennen, waS sie unter diesen Umständen zu thun habe. ES ging wenige Tage, nachdem sie die Nach» richt von Bruno'« Tode erhalten hatte, ein in entschiedener Sprache redender Brief an die Ihren ab, worin sie in Bezug auf den Diedstahl die beleidigte Unschuld spielte und erklärte „unter allen Umständen" vor Weihnachten nicht wieder in da« elterliche Hau« zurückkehren zu wollen . . . Herr Liswendt vor Allem war mit diesem Entschlüsse der liebenswerthm Tochter ganz einverstanden; sie Beilage zur Nr. 65 der „Cillier Zeitung". sich mit Entschied« nh«it auf den deutsch-national« n S t a n d p u n t t stellen UnS ist die schöne Mission zugetheilt, im sonnigen Silben den deut-schen Namen zu erhalten; aber die erschrecklich fortschreitende Einschränkung unseres sprachlichen Gebietes in den letzten zwanzig Jahren, l eixeift unS, daß wir bisher zu wenig gethan haben. Der Ernst dieser Thal-sache wird durch die Erkenntnisse gesteigert, daß eine Zeit herangebrochen ist, in der sich der Teutsche in Oe-sierreich nur aus seine eigen« Ärast stützen kann. Wir müssen unsere Wid«rslandssähigkeit erhöhen und wir werden unsere volle Srast nur in dem Bewußtsein un-ferr« nationalen Werthes und unserer historischen Mis-sion gegenüber dem SlaviSmuS finden, welcher «in« eminent« Gesahr für die europäisch« Civilisation bedeutet. Hochenegg, 12. August. (Orig. - Corr.) Noch war das liberale slovenische Zukunstsblatt nur ein Projekt, das öffentliche Anregung sand, als in dcn Reihen unserer Gegner schon die Ahnung auftaucht«, daß zwar ein pa-pierener, aber trotzdem mächtiger F«ind im Anzug« sei. der nichts G«ring«rcs im Schilde führt, al» g«g«n di« monotone P«rbl«ndungS-Tact t der bis jetzt in Action ft«h«nden slovenifchen Zeitungen ofscnsiv aufzutreten. Was war natürlicher, alS daß die Bedrohten im Der. «in« mit d«r Marburger Echlaumayerin ihren sinkenden Ruth unter dem Deckmantel sarkastischer Sorglosigkeit an den Tag legten, um den herannahenden Feind wenigstens zum Scheine mannhaft und smchtloS zu empfangen Run, da die „Grazer Tagespost" — die ihnen ja auch ein Dom im Auge ist — schon von «tn«m Comite zu erzählen wußte, das über reichliä« Geldmittel zu diesem Zweck« verfügen soll, beginnt man im f«ind< lichtn Lager schon die BesestigungSarbeiten energisch in Angriff zu nehmen. Da werden von maßgebender Seite Person«», die man sicher an der L«in« weiß und bei dtnen man vermuthet, daß sie bei ihren Nachbarn und Mitbewohnern eine g«wiß« Autorität besitzen, dafür be-nützt, dem Bauer begreiflich zu machen, wie demorali-strend es aus dcn Leser wukt, wenn er sich Druckschriften zur Lectür« wählt, die nicht vom geweihten Redacteur fanctionirt sind. Selbstverständlich sind da nach dem bekannten Principe der Clericalen Glaub«nsabtrünigk«it, Fr«imau«rei u. dgl. an d«r Tagesordnung und di« best«« Handhaben als AbschreckungSb«ispiel. Doch wir armen Menschenkinder haben einmal den natürlichen Hang in uns. nach verbotener Frucht zu haichen. Darum nur gemach, die nächste Zukunft wird unS lehren, ob die Lüg« der Wahrheit di« Wage zu halt«» vermag. Doch nun sällt mir eben nun ein Eilat ein: „Junge" — sprach ein alter Krebs zu seinem Sohne, d>r immer rückwäUs Koch, „wirft Du nicht endlich einmal vorwärts gehen?" »Nur voran I" antwortete der Bube, „ ich werde folgen." Ihr Herren Sittenrichter! Ich bitte, merkt Euch« . . . mochte nun büßen, nachdem sie ihm nicht mehr al» Werkzeug jur Erfüllung eine« seiner heißesten Wünsche dienen konnte! Und sie würde büßen; kam sie vermißte gewiß die Theater, Concerte »nd Bälle der Hauptstadt beim Eintritt dcö Herbstes schwer genug . . . So verweilte Luzia noch einige Wochen bei ihren Verwandten an der Ostsee; dann reiste sie von dort weg, indem sie vorgab, eine Freundin besuchen zu wollen. Niemand wußte mehrere Monate lang, wo sie weilte; die wenigen Briefe, die sie schrieb, trugen den Stempel eine» andern Postamtes, als den ihres Aufenthaltsortes. Margarethe von Waldstedt erhielt allmälig Kunde von dem Verhältniß zwischen Bruno und Luzia: Sie verstand die Berirrung de« Geliebten; sie zürnte ihm mit keinem Gedanken; er hatte schwer genug gebüßt. Nur manch' Mal empfand Luzia einen bittern lerger darüber, daß sie nicht Frau Gräfin von Pahlsen hieß, und sie war mißgestimmt, weil sie ihrer Genußwuth nicht so fiöh.ien konnte, wie sie t» wünschte. J.rveß wird sie einen andern finden, dem sie die Schlinge schmeichelnd um den Hals Birst, und der wird sicher für immer gefangen. Ich mag über sie kein Wort mehr sagen. Wesen itrrr Art giebt eS in der Kaiserstadl zu Dutzenden, zu Hunderten . . . nur, daß sich der Leichtsinn und die Genußsucht nicht immer mit Kleine Chronik. Cilli. IS. August. (K. k. Gymnasium.) Der Unterricht«-minister hat den Professor am Mädchen-Lyceum in Graz Lorenz Kristof als Lehrer für das hiesige k. k. Gymnasium bestimmt. (Evangelischer Gottesdienst.) Morgen, Sonntag den 14. d., um 10 Uhr Bor-mittag, findet in der hiesigen evangelischen Kirche ein Gottesdienst statt. (Die hiesige Garnison) marschirte gestern früh vier Uhr unter dcm klingendem Spiele der MusikvereinSkapelle zu dcn Truppenübungen nach Laibach. Die Nückehr erfolgt in circa fünf Woche». (Btrfas^ungSvereio.) Der Verfas-fungSverein, dessen Versammlung vom 15. Juni d. I. wir als die vermuthlich letzte bezeichneten, wurde nun mit Erlaß der Statthallerei vom 10. August ausgelöst. Die Auflösung wird folgermaßcn motivirt: „Nachdem eine statutenmäßige Vereins-thätigkeit gar nicht existirt und der Verein auch aller materiellen Mittel entbehrt, derselbe sonach weder rücksichtlich seiner Organisation und Leitung, noch rücksichtlich seiner Thätigkeit den Bedingungen seine» rechtlichen Bestandes entspricht, so erscheint die behö:bliche Auflösung desselben mit Rückficht auf § 24 deS Vereinsgesetzes vom 15. Novem-der 1867 vollkommen begründet." (Das tschechische Nationaltheater.) Die stolzeste Errungenschaft tschechischer Opferwillig-seit das Nationaltheater ging gestern in Flammen auf. Welch niede-.fchinetterndlr Eindruck dieses Unglück hervorrief, zeigt am deutlichsten der Um-stand, daß weinende Menschen die Flammenfäulen des erst vor kurzen eröffneten Tempels der Kunst und der nationalen Eitelkeit umstanden. (K a i s e r b a 11.) Zu Ehren deS GeburtS-festes Sr. Majestät des Kaisers findet am 17. d. im Bade NeuhauS ein Ball statt. (DasV. steirischeSängerbunde«-f e st) wird am 18. und 19. September in Graz stattfinden. An demselben werden sich 23 Gesang-vereine, darunter auch der hiesige Männergesang -verein betheiligen. (Aus H r a st n i g g) wird der „TageSvost" geschrieben, daß in Folge eine« bedauerlichen Zwi-schensalleS ;sich Herr Georg Goßleth Ritter von Werkstätten sich veranlaßt sah, seine Stelle als Obmann des OrtfchulraiheS und als Ort» schulausseher von Hrastnigg zurückzulegen. Seit dem Bestehen einer Volksschule daselbst war der Genannte in hervorragender Weise für den Volks-schulunterricht thätig, zunächst durch die Errichtung einer Privatschule, die von den industriellen Unter« i.ehmungen der Gesellschaft der chemischen und der Glasfabrik unterhalten wurde und die der ge-fammlen Bevölkerung zu Nutzen kam. Wenn einem so hohen Grade verwegener Entschosseuheit paart, wie es bei Luzia Liswendt der Fall war . . . der Fall ist. Die freche Schauspielerin stö te doch nun durch ihre Anwesenheit die weihevolle Feier nicht, die am letzten Maitage in der LiSwendt'schen Villa am Rhein stattfand. Die ganze Familie ge-dachte die Sommermonate auf dem herrlichen Landsitze zu verleben, mit Ausnahme de» Herrn Liswendt senior, der vorläufig nur zwei Tage lang den Geschäften fern bleiben dürfte. Schon seit Wochen wir da» Dienstpersonal nach der Villa abgereist, um Alle» zum Empfang der Familie vorzubereiten. Es wu'de gefegt und geputzt, gewaschen und gescheuert, um auch da» kleinste Zimmer in die musterhafteste Ordnung zu bringen, und die Gärtner arbeiteten in den sich bis zu den Wellen hinabgehenden Parkanlagen, daß ihnen der 6 chweiß auf der Stirne perlte . .. Nun konnten sie kommen; eS befand sich Alles in einem untadelhaften Zustand. Sie kamen, und ein wunberherrlicher Maimorgen lag über den glitzernden, blitzenden Wellen des „grüngoldigen Stromes", als Willibald und seine Braut zum Altar treten sollten. ES war nur eine geringe Anzahl von Freunden und Verwandten geladen: Willibald war nicht der Mann, der durch lautes Gepränge die Poesie seine« Hochzeitstage» entweihen wollte. Hrastnigg heute eine vierclassige öffentliche Schule besitzt, die in einem ansehnlichen Neudaue untergebracht ist, dem weitaus schönsten Schulgebäude im gai'zen Bezirke, so ist dies neben der Muni-ficcnz der Jndustriennternehmungen, die auch deute noch die Schule vielfad dotiren, in erster Linie der Energie und dem scharfen Blicke des gewesenen ObmanneSdeS OrtfchulratheS zu danken, dessen Austritt allgemein bedauert wird. Bei der großen Liebe, die derselbe. Mühe und Zeitaufwand nicht scheuen» bisher der Schule zugewendet hat, steht sicher zu erwarten, daß derselbe der Schule auch fernerhin zugethan bleiben wird. (Neue Erfindung.) Der Fabrikant Josef Erlach in Fürnitz (kärnthen) hat eine neue Art dreirädriger „Draisinen" erfunden, mit welchen man ohne größere Anstrengung als sie da« Gehen auf einer guten harten Straße bietet 8 Kilometer in 30 Minuten zurücklegen kann. Der Preis einer solchen „Draisine" beträgt loco Fürnitz ohne Verpackung 95 fl. (C u r l i fi e.) Im landschaftlichen Bade NeuhauS sind bis inclossive 12. August 800 Curgäst« eingetroffen. (A ch t M e n s ch e n verbrannt.) Die Eheleute Maser in Rodendorf, Gemeinde St. Ge-orgen ob Morau hatten vorige Woche eine Wall» fahrt angetreten. Mittlerweile wurde zu Haufe ihr Wirthschaftgebäude und 8 Menschen, darunter 5 Kinder der Besitzer, ein Raub der Flammen. (Prost Mahlzeit!) Einem hiesigen Gastwirthe wurden vor einigen Tagen 150 Solo-krebsen aus einem in der Wogieina befindlichen Behälter gestohlen. Möge sich der langfingrige Feinschmecker nicht an ihnen den Magen verderben! Aus dem Gerichtssaale. (G e s ch w o r e n e n - L i st e.) Für die am 19. September d. I. beginnen« V. Schwur-gerichtSperiode wurden folgende Herren als Haupt-geschworene ausgelost: Heinrich Schleicher, Weiahändler, AloiS Frohm, Hausbesitzer, Carl Hausner, Hausbesitzer, Gustav Varena, Duector der EScompiebank, Carl Dworschag, Hausbesitzer, Joses Pelikan. Hausbesitzer, Heinrich Kurnik, Hausbesitzer und AloiS Stelzl, Hausbesitzer, sämmtlich in Marburg. Carl v. Negroni, k. k. BezirkSvorsteher i. P., Johann Winkler, Hausbesitzer und Foto-gras, Simon Maier, Hulmacher und Josef Kräder, Maler, sämmtlich in Pettau. Philipp Mravlag, f. k. Notar in St. Leonhndt W. B. Carl Wenigeiholz, Grundbesitzer und Färber in Polstrau. Mathias Semlitsch, Handelsmann in Luttenderg. Anton Winkelsett, GewerkSinhaber in Hohen-maulhen. Josef Suyer, Bürgermeister in Lutten-berg. Ferdinand Graf BrandiS, Gutsbesitzer in Freistem. Stefan Rudolf, Realitätenbesitzer in Unterpulsgau. Anton Senitza, Besitzer in Polana. Johann Winkler, Fleischer und Wirth in Unter- Thüren, Treppen, Fenster und Wände der Villa waren mit bunten Blumen und grünen Guirlanden geschmückt, und ein balsamischer Wohl-geruch durchathmete daS Haus. Vor den offenen Fenstern lispelte das weilherabhängende, frische Weinlau!», und schmeichelnde Lüfte trugen mit dem tausendstimmigen Gesang munterer Vögel densüßen Blüthenduft herein, der draußen die Welt durch-w.'hte Cr war so recht ein Tag, um Hochzeit zu feiern . . . Eine rege Geschäftigkeit herrschte im Hause; die Diener flogen eilig die Treppen auf und ad. In dem größten, von umfangreichen, präch-tigen Bildern künstlerisch geschmückten Sa'on der Villa war die Tafel aufgetragen. Alle Delikatessen der Saison waren daraus zu sehen, und der gol-dene Rheinivein perlte uns rieselte in den eine lange Reihe bildenden Flaschen, ungeduldig, seine Fesseln zu sprengen und das helle Sonnenlicht in sich hinein zu saugen. Doris befand sich im Nebenzimmer, noch Dies und Jene« zu ordnen bemüht. Es wurde ihr schwer, sehr schwer, die Hände zu regen; ihre Stirne brannte heiß, und eine ver-zehrende Glut ging durch ihr Herz. Er schloß heute das Band, daS ihn für alle Ewigkeit fest an eine Andere kettete, und sie. die ihn mit allen Gluthen ihrer Seele liebte, sie sollte zusehen. mauthen. Andrea» Mohoritfch, Gastwirth in Höll-dorf. Josef Lie«thaler jun., Gastwirlh in Trester« uitz. Franz Weingerl, Grundbesitzer in Unter-rothwein. Caspar Skafa, Realitätenbesitzer und Kaufmann in Wöllan. Michiel Gollob, Wirth u. Fleischer in Schönstein. Josef Musy, Besitzer in Franz. Ferdinand Rathey, Fleischer und Wirth in St. Lorenzen a. d. K. B. Franz Leicht, Schneider' meister in Mahrenberg. Rudolf Tomasi, Reali-tätenbesitzer und Kaufman in Reifnig. Adolf Gabriö, Hausbesitzer in Rann. Martin Kosodere, Hutmach» in St. Lorenzen a. D. Andrea» Brentfchitsch. Grundbesitzer in Neudorf. Josef Winkler, Kaufmann in Wind.»Graz. Friedrich Fehr, Realitütenbesitzer in Drachenburg. Franz Woschnig, Grundbesitzer und Gemeinde-Vorstand in Freidegg. Al» Ersatzgeschworene die Herren: Andrea» Praller, Gastwirth, Adalbert Deschmann, Gymnasial.Professor, Josef Kupfer« fchmidt, Apotheker, Moriz Unger, Schlossermeister und Gustav Stiger, Kaufmann, sämmtlich in Cilli. Johann Bürgel, Gewerkt- und Vergingen, in Peöounik. Constantin Trapp, Kaminfeg-rmeister und Carl Weber, Lederer und Hausbesitzer in Tüffer. Anton Johann Sager, Grundbesitzer in Sachsens«!». Buntes. (Wa « sich au» einem Kalbe Alle» m a ch e n l ü ß t.) Die soeben bei I. I. Weder in Leipzig erschienene 5. Lieferung de» „Universal-Lexikons der Kochkunst" enthält nicht weniger al« 178 Recepte und Artikel über diese» nützliche Thier und seine zahlreichen Beraendungen; 178 verschiedene Carrieren stehen also einem Kalbe selbst nach seinem Tode noch offen. (Standesgemäße TodeSarten.) Die deutsche Sprache ist in ihren Redensarten so mannigfaltig, daß sie jedem Menschen den Luxus erlaubt, feinen Tod seinem Lcdenslaust gemäß zu wühlen. So z. B. erbleicht der Färber, der Schlosser schließt die Augen, dem Gendarm ent-flieht die Seele, dem Uhrmacher läuft die Zeit ob, dem Thürmer sch'ägt die letzte Stunde, der Pfarrer segnet das Zeitliche, dem Böcker ist das letzte Brod gebacken, der Schneider hat da» letzte Futter im Leibe, der Musikant pfeift au» dem letzten Loche, in die Grude führt der Bergmann, der Buchhalter schließt da» Leben ad. da» Zeit« liche mit dem Ewigen wechselt der Bankier, der Chemiker verscheidet, da» Äuge bricht dem Glaser, die Laufbahn endet der Briefträger, der Alhnn geht dem Trompeter aus, heim geht der Bummler, abgerutscht ist der Dachdecker, in'» bessere Land geht der Deserteur, zu Asche wird der Seifen-sieder, zum Abdnicken kommt der Jäger, in» Gra» sinkt der Zecher, zur Erde kehrt die Mag», der LebenSfaden reißt der Näherin, das Irdische verläßt der Töpfer, die Hillle streift der Schinder ab, zum Schatten wird der Maler, den Geist gibt auf der Branntweinbrenner, da« Leben geht auf die Neige dem Wirth, die Seele gibt der Pfandleihe? zurück, in'« Gra« beißt der Botaniker, den Leib zieht der Zahnarzt au», Überstanden hat e« die Schildwachc, da» Wirken endet der Posa-mentierer, die Lebenswage sinkt dem Kausmanne, da« TodeSlo« fällt dem Lotteriecollecteur zu, da« Leben erlischt dem Lampenputzer, mit Tod gehl der Bote ab, abgefahren ist der Kutscher, au«ge> rungen hat die Waschfrau, den Lauf vollendet der Büchsenmacher u. f. w. Fremden - Verzeichnis vom 10. bis 13. August. Hotel Erzherzog Johann: Liebich. k. I. Baurat!, Graz. — Dr. Mally. Stadtarzt Marburg. — Dr. Suranyi, Theologicprofessor Raab. £o'el Elefant: Baron Dr. Schenk. Cbemiktr u. Ingen. Fünftirchen. — Stmbach. t. f. Schiffslieut. Beides. — Nemling. k. l. Schiffslieut. Pola — Dr Oberndorfer Arzt Steyr — Schimo, IMilitär-Eurat Budapest. — Edl.'v. Fröhlich, Privat Paris. — Siber, t. t. Lieutenant Warasdin. — Kokoschinegg, Kaufmann Meilenstein. Hotel weißer Ochs: Rit. v. Phönnies, f. f. Oberstlieut. Lemberg. — Schwab, Prof., Bayer, t. k. Jnfp.. Gra». — Dr Fischer. Arzt Wien. — Halm, l Telkgrafen-Offteial Agram. — Bu-loscheg, Gastoirth Peilenstein. EisenöaVn- Iabrordnllng. Richtung W i e n - T r i t st. Ankunft Abfahrt Taaes-Eilzug................ 3.40 3.42 Nachm. Nacht-Eilzug................. 3.31 3.3« Nachts. Postzuq.....................11.32 11.42 Mitlag. toftzug.....................11.42 11.47 Nachts. emischter Zug.............. 5 22 5.30 Nachm. Richtung T r i e st - W i t o. Ankunft At fahrt Tage» Cilzuq................ 1 12 1.14 Nachm. Nacht. Eilzug.................12.24 12.2« Nachts. Postzug..................... 3.55 4.01 Frtih. Postzug..................... 4.2« 4.:i2 Nachm. Gemischter Zug.............. 9.11 9.19 Borm. Secundärzug ab Cilli K Uhr Früh ?lnk. Laibach 9 Uhr 24 M. Borm. ab Laibach ö Uhr 45 M. Äbds. Ank. Cilli 9Uhr IM. Abd». Äbsahrt der Wollen von Cilli nach: Sachseuseld, St. Peter, St. Paul. Frau;. Möttniq, Troja»«, Lukuwetz, Dom^ale, Laibach um 5 Ubr Früh. Frafslau. Praßberg, Laufen, Lberburz um 5 Uhr Früh. , Wolla«, Tchliostei«, Mißling, Wiirdifchzra; um 5 Uhr F-^ük. NeuhauS um 7 Uhr Früh, 12 Uhr Mittag«. Hohenegg, Weitensteili um 12 Uhr Mittags, «achfenfeld, St. Peler, St. Paul, Franz um 12 Uhr Mittag. Aeßerkcht »er meteorologischen Beobachtungen an den Sta tionen Cilli, Tüffer und Neuhau«. Monat Juni 1881 Cilli 7» 1» 8" Tüffer 7" 1- 9" Neuhau» 7» 2" 9" Luftdruck bei 0" in Millimetern: Monatmittel . . . 73864 741-00 — Maximum am (25.) 744.9 747-2 _ Minimum am (8. 7.) 725 7 Temperatur nach (Eel- , 727-2 - jiuS: Monatmittel . . . -j-18"°81 +18-"21 +17#10 Max am (24.) (23.)«) -j-31«6 +32*2 -f2r,l>8 Min. am (11.)**) . —t «V -l-o-'b -f-8'5 Tunftdruck in Milli- metern, Mittel. . 102 114 — Feuchtigkeit in Per- centen, Mittel . . «»9 74 2 — geringste am ( 2.11.) 27 32 — Niederschlag in Mil- limelern, Summe. 127-2 111.3 160-4 größter binnen 24 St. am (26.14.-15.) . . 42 2 34.4 370 Monatmittel der Be> wölkung (0— 1V). 6*3 53 5-7 Zahl der Tage mit: Meßbaren Nieder. schlagen .... 13 15 18 4 15 0 0 0 0 Stürmen .... I 1 1 Gewittern .... 7 13 « Hagel mit Regen in Tüffer am 9. u. >4., in Neu-haus am 4. und 26. *) In T0fi«r nach dem Max - Thermometer, i« Cilli und Neubaus nach unmittelbarer Beobachtung. **) In Cilli u. Tüffer nach dem Min.-Thennom., in NeuhauS nach unmittelbarer Beobachmng- Eonrse der Wiener Aörse vom >'!. August 1881. Goldrenle...........94.30 Cinhritlich« Staatsschuld in Noten . 77.95 „ , in Silber . 78.70 18L0er Staa'.S'Anlehtnslose .... 131.90 Bankaktien........... 834.— Creditact ien..........368.20 London............117.70 Napoieond'or.......... 9.34'/,z k. k. Münzducaten........ 5.54 100 Reichsmark.........57.40 Bisher hatte sie e« immer und immer wieder versucht, alle diese Gluthen zurückzudrängen; aber sie waren eben nur zurückgedrängt worden und brannten und siedeten fort in der geheimsten Tiefe de« Herzen«, und heute, wo sie dieselben für immer ersticken sollte, stürmten sie mit wilder Ge-walt empor und schwollen und drängten in heiß-sten Wogen zum letzten, verzweifelten Kampf. Ernst und traurig begleitete ihr Blick die Vorbereitungen zum Kirchgang und e« kastele ihr die größte Ueberwindung, Willibald, der bei dem gerirgfügigsten Anlaß sich stet« so zärtlich besorgt um sie zeigte, die tiefe Betrübniß ihrer Seele zu verbergen, um keine Schatten in die selige Freude zu werfen, die so sonnenhell .heute über seinem Herzen lag und in jenem Z.ige seines frischen Gesicht«, in jencm Blick seiner sanften Augen sich ausdrückte. Sie lief und sprang und hüpfit hin und her, um bald hier, bald da zu helfen oder die letzte ordnende Hand anzulegen, unv ai« die liebliche Braut im langen, weißen kleide, das wohlgefällige hübsche Gesicht vom milden Lächeln übergössen, vor ihr stand und ihr Doris den wallenden Schleier im blumendurchmundenen Haar befestigte und Willibald, in innersttr Seele zufrieden, zu-stimmend nickend hinzutrat: da überkam daS edle Mädchen tin Hauch innigsten Entzücken« und selbst-losester Freude über da« Glück der Briden, und mit halb freudigem, halb wehmüthigem Blick sah sie ihnen in süßem Selbstvergessen nach, al» sie. Arm in Arm gelegt, über den weichen Tcppich zum Zimmer hinausschritten . . . Unten an der gleichfalls bekränzten Pforte deS Garten« drückte Willibald noch einen leisen Kuß auf den Mund der lieblichen Braut; der nicht allzuzahlreiche, sich dem Piar anschließende Zug trat den Weg zur Kirche an. Don« ging von der Schwelle des Zimmer«, in dcm sie sich befand, zurück unv begab sich hinaus auf den langen, von Blumen umwundenen Balcon der in der Milte am meisten hervortretend, sich an der Hiup:front des Landhauses hinzieht. Bon diesem Balcon au» eröffnet sich ein weiter, freier Blick über die entzückend schöne Landschaft. Man sieht hinab auf da» ganz in einem duftenden Obstbaumwald versteckte Dörfchen, hinter dessen zerstreut im Thalt gelegenen Häusern di« klaren Wellen de« herrlichsten Stromes, durch da« üppige Blätter- und Blüthengewirr leuchtend und schimmernd, vorllbertilen. Bom andern Ufer winken die frischgrünen Weinberge herüber, über die hier und da eine alte, majestätische Burg lange, schwere Schatten wirft. Weiter im Thal hinaus vermag da« Auge den sich fernhindehncruen, unverhüllten Spiegel de« Strome« zu schauen, über welchen dann und wann ein stolzer Dampfer rauscht oter ein zierlicher Kahn schaukelnd dahin- gleitet, und mit Entzücken auf all' den gründlichen, von schimmerndem Blüthenschner umwallten Ort-schaften weinduftenden Namen« zu weilen, di« sich meist von einer altersgrauen Ruine oder von einem restanrirten Schloß überragt, meilenweit am User hinziehen. Ein feierlicher Choral, von einem kleinen aber volltönenden Musikchor geblasen, erklingt im Garten drunten und sendet seine weihevollen Klänge dem Brautzug« nach. Doris hat sich fest auf di« Brüstung de« Balcon« gelehnt und folgt mit starrem Blick dem Zuze, welcher sich auf der hellschimmernden Straße langsam in da« Dorf hinunterbewegt. Ji I Blicke uns spähe nur immer zu. Du arme« verwaiste« Mädchen! Es wird doch nicht anders! Er, dem Dein Herz in heißer Liede entzegenfchlägt. er ist's, der dort an der Seit« einer holden Braut zum Traualtar schreitet, und Du bleibst, was Du bist: ein verlassene« vergessene« Wai'enkind ... Nun wird er Dir entrissen für immer, und wenn je eine leifr Hoffnung in Deiner Seel« gewebt, nun muß sie verfchweben und ersterben. (Schluß folgt.) r 9. v - Bauer, Förderer und Säuberer ii.it juten Zeugn iss e n erhalten beim Richard Ritter m Dräsche sehen Bergbau in Seegrabes bei Leoben nflcich Arbeit. Dachziegel, gut cebrannt, bester Qualität, sowie auch Hohl-. Mauercad Pflasterziegel, empfiehlt zur geneigten Abnahme Ergebenst Ziegelei-Besitzer, Cilli. in (IraK, Albrechtsgasse Nr. 5, l inpti' blt sich zur schnellen und billigen Re-ser^UDg aller im In- und Au-Iande erschienenen Bücher, Zeitachristen. Broschüren et« , kathol. Tendens. Ant' Tuten werden gerne Ansicht»- nnd Auswahlsendungen sranco effec-tairt nnd findet jeder, auch der kleinste Auftrag sorgfältigste Erledigung. ; Hl-1. ganz nenn» Hyutrm, ohn«* Ruml-ffang erfordern wenig Raum rur Aufstellung, prm*rn in /UstWstim^ doppelter Geschwindigkeit als \JYt_Ilt I 11J frühere Keltern. iind lelchi r» »jah»ftcitch<«. fernst «at vdritutnij aOex i(fiKrm Staat« und de« rfotiaftciiu». Haupt-Depot: J. WEIS. Mohren Avolhckr. Wien. Tur hin Ultra Nr. J7. Kraz: Jan, Piircleltnrr. 500 Gulden 411—13 all!' ich dem, der beim Gebrauch von RüslerV Zahn-Huud ti axxrr » Flasche 35 kr. jemals wieder iiiinschiuerten bekommt, oder aus dem Munde riecht. Hllh, Kn«ler> Äed'e, >Vi«n, I. Regierung»-(M*e 4. Kur echt In Cilli bei J. Kupserachmid, Apotheker. ilfldj surfjrilD, durchstiegt mancher Iränh die Zeitungen, sich tragend, welcher der »iflfit Heilmittel Annoncen kann man vertrauen? Ziese oder jen Anzeige imvonirt durch ihre Größe z er wählt und wohl in den meisten Fällen gerade da» —Unrichtige! Wer solche Enttäuschungen ver-meiden und sein Geld Hubt unnütz ausgeben will, dem rathen wir, sich von flarl «orischrk, ,fi. fl. llmverstttuo-Buchhdlg, Wien, I. Stefansplav 6 >>t Broschüre „Krankenfreund" kommen zu lassen, kfim in diesem Lchriftchen werden die bewährtesten Heilmittel ausführlich und sachgemäß besprochen, 'o fc-aft jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und das veste iür sich auswählen kann. Die obige, bereits in 450. Austag« erschienene Broschüre wird gratis und sranco versandt, eS entstehen also dem Be-ittiler weiter keine Kosten, als 2 kr. für feine kotllarlen. A. Vidal & Gomp. k. k. priv. Kaffee-Surrogat-Fabrik HhMlcrdorf «Tirol» Bttfeasbarf lwütttrmberg) empfehlen ausser den bisher erzeugten bestrenommirt«n 873—20 FEIGEN- Ii AFFEE nun auch, ganz reinen, echten CICHORIEJN-KAFFEE, in Packeten oder Cartons in allen-Specerei- und Delicatessen-Handlungen zu haben Die Überraschend günstige Aufnahme unseres neuesten Erzeugnisses beweist, dass es gelungen ist, dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche nach einem ebenso guten als billigen Kaffee-feurrogate vollständig zu entsprechen und bitten wir stets ausdrücklich Vidal'» Keigenkaffe© o. Vidal'» CichorienkafTee zn verlangen und auf unsere Unterschrift oder Schutzmarke zu achten. Twrmr Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich, Wien, GiselastraNge l. im Ilause der Gesellschaft. Recheiischai'l « - Bericht vom I. Juli «MtM IiIh Ind. SO. Juni 1-7». Activa ....................................fr. 6Ö.57G.023-90 Jahreseinkommen aus Prämien nnd Zinsen..................... 13,628.70"42 Auszahlungen für Versicherung»- «nd Rentenverträge, Böckkäufe etc. seit 1848 ..... 96,843.890*— In der letzten zwölfmonatlichen Geschäftsperiode und bei der Gesellschaft für...... 58,810.800.— neue Anträge eingereicht, wodurch der Gcsemratbetrflg der in den letzten 26 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als................... 915,000.000,— stellt. • Vom 1. Juli f«?9 hin Inel. 30 Juni l&SO. Activa.....................................fr. 70,023.179.50 Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen............_.......... 14,077.985.10 Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge Rückkäufe etc. seit 1848 ..... „105,349.013.85 In der letzten zwölfmonatlichen Gcschäft«periode wurden bei der Gesellschaft für . . . . „ 58,733.650.— neue Anträge eingereicht, wodurch der Gcsainmtbctrag der in den letzten 27 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als ...........-.......1.003,700.000'— stellt. 0 Die Gesellschaft übernimmt zu f&ten Prämien-Versicherungen auf den TodesfaU mit 8 Percent Gewinnanteil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte nnd auf verbundene Leben; schliesst Renten- und Ausstattung*-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der l'olizen den Rüekkauf für Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt für Polizei auf Todt-s-fall nach dreijähric m und für Au -teuer-Versicherung, n nach fünfjährigem Bestehen reduzirte Polizen ]aus-, für welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. 64- I l*- Prospekte nnd alle weiteren Ausschlösse werden ertheilt, durch die Herren Agenten und von dem GenmibAyentcn Inr Krniu iiikI Hndstcierimirk. Valentin Zeschko, Tritfatf-r-Straiwa Xr. 8 in Lafhtch. Die besten und billigsten sind zu haben in der nmmi n „eisernen Cilli, Hauptplatz 104. Preis-C'ourants und Zeichnungen gratis und sranco. Mathematische Uliterrichtsbriefe. Fiir das Selbststudium Erwachsener. Probel>riefe ä ÖO kr, Ö.-W. z=; Durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Diese, mit besonderer Berücksichtigung der angewandten Mathematik und unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner und Gelehrten von W. Bnrck-hanlt bearbeiteten Unterriclits-Briefe werden Vielen, namentlich den Angehörigen praktischer Berul'szweige hochwillkommen sein. Sie sind der erste Versuch, ein Selbst-Unterrichtswerk der mathematischen Disciplinen zu schaffen, und für ihre VortrefÜichkeit spricht die einstimmige lobende Anerkennung sowohl der Presse als der raasgebenden wissenschaftlichen Autoritäten. Das Privatstudium der Mathematik, welches bisher nur durch reitraubende und kostspielige Unterrichtsstunden möglich war und dcsshalb ein Privilegium einer bevorzugten Kaste blieb, ist durch dieses Werk zum Gemeingut des ganzen Volkes gemacht worden. Bibliographisch-artistische Anstalt zu Leipzig. Correspondenz. Jene« hübsche Fräulein, welche« Donnerstag Nachmittag bei „Milchmarjandl" in Ober-Tflffer 4 Portionen sauere Milch verspeiste und mit Sehnsucht ans die sanfte Portion wartete, wird von dem «m Neben-tische befindlichen jungen Herrn, welcher ihr guten Appetit wünschte, uui ein Lebenszeichen ersucht unter „Sauere Milch" post. rat Tüffer. 426—1 Allen meinen Freunden und Bekannten sage ich anl&sslich des Scheiden« von dem mir ao lieb gewordenen Cilli ein herzliche» Lebewohl! ItvfGirtin. Hodevar, 4S0—1 k. k. Postotticial und Amt.sleiter. Die Kanzlei des Advocaten Dr. Einard Glantscliiec befindet sich vom 1, September d. J. angefangen im Hause des Herrn L. Wambrechtsamer in der Balinhosgsasse in Cilli, 1. Stock, Hofseite. y Das 429—1 Haas in fler Herrenpsse Nr. 21 im besten Zustande, ist wegen Abreise aus freier Hand zu verkaufen. Näheres b. d. Eigenthümer™ im 1. Stock. Zwei möblirte Zimmer sind vom 1. September an zu beziehen Ebenerdig Im Hause Nr. 7, Wienerstrasse. 420—8 Eine grosse Wohnung-, Hauptplatz 101, der ganze 2. Stock allein: 3 grosse nnd 2 mittlere Zimmer sammt Allem, auch Karten-antheil um 8&0 ä. jährlich vom 1. October 1881 an zu vormiethen. Ebenerdig, hofseitig. ist ein grosses Zimmer sogleich zu vermiethen. Anfrage: Wolf. 340— Eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, 1 Kabinet und Küche im I. Stocke, nebst Benützung eines Gartens ist am 1. October zu beziehen. Anfrage bei F. PacchiafTo, Hauptplatz Nr. 103. Wohnung im Kamav'sehen Hause, bestehend aus 2 Zimmern. Kabinet, ist mit oder ohne Möbel sogleich zu vermiethen. Näheres bei F. Kapos. Güter, Villen, Häuser, Oeconomien, Weingärten, industrielle Unternehmungen etc. etc. werden durch das concessionirte Vermittlnnas-Biirean Plaotz. Cilli zu den billigsten Preisen angeboten, woselbst auch diesbezügliche Auskünfte gerne ertheilt werden, ao auch C'es in mein Fach einschlagende Geschäft reellst orgt wird. 276—4 Ursula Lang 304-12 empfiehlt ihre Msibeihandlung in der Herreng&eae Kr. 125 einem gütigen Zusprnche. da in derselben alle Gattungen Möbel und Bettfoarnitnren sich in stets grosser Auswahl am Lager befinden. Ein Ltfajiift der deutschen wie slavischen Sprache mächtig und der sich mit guten Sehulzeugnissen ausweisen kann, wird in der Gemischt»Waarenhandlung und Landes» prodocten-Gcschjist des Carl Tischler in Wöllan sofort aufgenommen 432—1 Ein viersitziger schöner Glaswagen ist wegen Platzmangel sogleich billig zu verkaufen. Anfrage bei R. Jaklin, Neuhaus. 414—3 Bergmann's Sommersprossen-Seife nur vollständigen Entfernung der Sommersprossen, cnipf. ä StQck 45 kr. Apotheke Baumbach'» Erben. 147 Die mit den neuesten nnd modernsten Lettern und vorzüglichsten Maschinen ausgestattete BncMrncM empfiehlt sich zur Uebernahme vonDrnckarbeiten aller Art bei schneller und schöner Ausführung sowie massiger Preise. Dringende kleinere Aufträge innerhalb Tages» srist. JOH. RAKÜSCH CILLI, Herrengasse No. 6. Leib-Bibliothek Über 3000 Bände, enthält schöne Humane. Cataloge stehen hierüber zu Diensten. —— » ____ 5 VerlajMdiit enthält Drucksorten für Gemeinde-, Kireh- und Pfarrämter. Schulen, Handels- und Gewerbetreibende. Daselbst werden auch Abonnements nnd Ins«- | rate fUr die Graier j „Tagespost" und die j „Wiener Allgemeine I Zeitung" entgegenge- II nommen. Für Familien und Ccfeeirfd, Bibliotheken, yvilels, Cafes und Restaurationen. Probe-Nummern gratis und sranco Abonnement;«preis vierteljährlich 6 Mark. — Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und postanstalten. Expedition der Illustrirten Zeitung in teipzig. Oio nnA»risod-kr»n2ösi«o!is Versicherungs-Actien-Gesellsehaft (Franco-Hongroise) Actiencapital von 8 Millionen Gulden in Gold versichert: 1. gegen Fener-, Blitz-, Dampf- und Gaa-Kxplotiions-Sch&den: 2. gegen Chrömage, d. h Schäden durch Arbeitseinstellung oder Entgang des Einkommen* in Folge Brandes oder Eiplosion ; 3. gegen Bruch von Spiegelglas; 4. gegen Trnnsportschiideii zu Wasser und zu Land; 5. auf Valoren, d. i. Sendungen von Werth-Papieren aller Art und Baargeld per Post zu Land und zu Wasser: 6. auf das Leben des Menseben, auf Capitalien mit und ohne anticipativer Zahlung der versicherten Summe auf Renten, Pensionen und Ausstattungen. Das bedeutende Actien-Capital gewährt den Versicherten vollständige Garantie. Vorkommende Schaden werden prompt, conlant abgewickelt nnd ausbezahlt, ebenso werden den P. T. Ver-sicherungsuebenden die weitgehendsten Begünstigungen eingeräumt. Versicherungs»Anträge werden entgegengenommen und alle gewünschten Aufklärungen ertheilt sowohl bei der gefertigten General-Agentschaft, als auch bei den In nllon Orten des Landes. ^eservefond. 1 ^Tl'Uoaa. Fraocs. Die Gesellschaft anerkennt im Sinne der Policen-Bedingungen für alle in Cisleithanien übernommenen Versicherungen das Forum der k. k. ordentlichen Gerichte des Ortes, wo die Police, beziehungsweise der Erneuerungschein ausgestellt worden ist. Die General-Agentschaft f&r Stsiennark, Karaten nnd Erain in Graz, Radetzkystrass« 8 iarob Syr. m/p. Die Jlnutitf&mturhftst für Cillf 4~ I ntf/t-Oiin« befindet sich bei Herrn tlumtar tlntütHfh. in (VW. 272—6 Die gefertigte Repräsentanz beehrt sich die P. T. Herren Landwirthe höflich aufmerksam zu machen, dass sie nebst Versicherungen auf Gebinde, Mobilar aller Art, Vorräthe, Vieh etc., auch die Versicherung der Feld- und Wiasenfrnchte gegen Brandschaden zu möglichst günstigen Bedingungen übernimmt. Bezügliche Auskünfte werden bereitwilligst im Bnreau der Repräsentanz, sowie bei den Agentschaften ertheilt und Versicherungs-Anträge entgegengenommen. General-Direction in Graz der ung.-französ. Versicherungs-Gesellschast. Herr Gust. Gollitsch, Hauptplatz in Cilli, ertheilt bereitwilligst bezügliche Auskünste und nimmt Versicherungsanträge entgegen. Druck und Verlag von Johann IUkiuch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max BesozxL