Echristlettusq: VUtfttstgtfffc Nr. S (fftni# H«,».) Tii»ii» (alt ntttnäm tat , Bficr- !»»'! Ms U—U B» »ml öoctl*i(it(D mfcfa nuW (ilWliL waraloH «n-'i»»»ii,e, iriiX bfrüdputtgt. la t • ntt|d igrn •HOBl die 8ntt*Ihmi gtg<« t ?! 1 rtt, m» 9*ttkm ratofa«. »•(. tDirrn,o:injobiert. Booie » «gesetzt und festaezerr». Kurze Zeu da,auf flatterte auf dem Flottillen, sahrzeug da« Eimal: «Anker lichte».'", und nach, dem d»,S auSsi'führi worden war. folgten di» Boote in große«. Bogen io, Kielwasser de« FührerbooteS. Sobald die Boote den schütz! nden Hafen verlassen « *) Die Schilderung, die dem „Leipziger Tagbl." e«t> nommkn ist. ist völlig wahrheitsgetreu nach dem eigenen Erlebnis de» Verfassers. da« englisch-französische Bündni« neu auf den Plan. Die Schlußfolgerung»«, die d»r Verfass«r zieht, gipfeln darin, daß Deutschland seine angriff«, luftige Haltung in eine zuwartende nur «mgewan» delt habe, weil e» dre Ueberzeugung gewonnen, daß seine Echnellfeuertanonen nicht« tauge« und seine Au«rüstung überhaupt nicht sür den Krieg vollendet sei. daß aber Deutschland an Frankreich de« Krieg «klären werde, sobald e« sich bereit weiß. Da« Buch schließt mit den Worte«: „Der Krieg bleibt drohend." Auch England hat seinen militärische« Roman-schriftsteller in der Person d»S Mr. Le Qneux, der in dem gelefensten Blatte, nämlich in der .Daily Mail" zum Worte kommt. Le Qaeux beachtet da« horazische mecliam in rem. In de« Augenblicke, wo die Geschichte beginnt, kurz nach Tage«grauen a« Sonntag den 2. September 1910, sind die Deutschen bereit« «ehr»re Stunde« gelandet und London weiß nicht« davon. Wir sind im Telephon-Au«tauscha«t; wir sehen zu. wie eine Telegraphen» und Telephonlinie um die ander« versagt, wie die Beamten allmählich inn« weiden, daß die ganze Norfolk« und Suffolkkuste völlig isoliert sind. Während sie über die Ursachen dieser seltsamen Er. scheinung grübeln, kommt plötzlich au« Beccle« die kurze Telephonmeldung, daß hunoerte von deutschen Soldaten in den Ort eindringe«. Die Sache ist aufgeklärt; die Deutschen sind iu Lowestost gelandet! Der anwesende Redakteur der .Weekly Di«paich" stürzt nach seiner Redaktion zurück, um eine Extra» au«gabe seine« Blatte« zu veranstalten, und bereit« um halb 9 Uhr brüllen die Zeitung«buben: „Weekly DiSpaich l Exiraautgabe! Invasion England« heute morgen«! Die Deutschen in Suffolt! Schreckliche Panik. Ertrablatt!" Der Zweck diese« Roman« ist wohl kein anderer, al« unier der englischen Be» völkerung Stimmung sür neue Rüstungen gegen einen eventuellen Krieg mit Deutschland zu machen. batte«, wurde aus Signal die leichter zu fahrende Normalstellung eingenommen. Da« Gro« der feindlichen Flotte sollte in un-bestuimier Entfernung östlich von Helgoland vor Anker liegen, geschützt durch eine Kette patrouillierender Kreuzer. Durch dies« unbemerkt hindurch aus da« Gro« erfolgreich zu«, Angriff zu kommen, war die Aufgabe, die gelöst weiden sollte. Scharf würd» überall ausgesehen, um nichi unversehens von einem der unaufhörlich da« Geschwader umflleichenden Kreuzer bemerk« oder gar in den Grund gerannt zu werden; denn im Ernstfälle war «ne Ueber-rofchung des Gro« vollständig unmöglich, da die Kceuz.r alle« nur im geiiagsten verdächtig Er. scheinende mit ihren Scheinwerfern beleuchtet«, und dann mit »in paar Tuyend eherner Grüße bewill» kommneten. Da hieß e« also auspassen. Die Feuer dürfe« nicht gerührt werden, um keine Funke« zu erzeuge«, die Keueriüre« werden mögl chst offen ge-halten, um starker Rauchentwicklung vorzubeugen. Alle« L cht und die Position«laternen sind abge« blende», und insolgedHen überall rabenschwarze Nacht. Brennende Liternen, die für den Notfall klar gehaltxn werden müssen, stehen in Puyen (Eimern) und noch von oben zugedeckt, damit nirgend «in Lichtschein hinfällt. Glei» Gespenstern huschen die Gestalten der Besatzungen läna« Deck, gegenseiiig sich nur am Tonsall der Sprache er. kennend. Kein Stern am Himmel, kein Mondschein, alle« stockfinster, solch »ine Nacht ist den u heim. Schließlich ist nun auch Oesterreich durch die wagemutige Feder eine« Romancier« in ein«n Zuk«nft»krieg verwickelt worden. Während wir un« «it der Wahlrefor«. der Sprachenfrag», der ungarischen Krise und sonstig«« in»«roen Kleinigkeiten beschäftigen, toben von Fortsetzung z» Fort« setzung die schrecklichsten Schlachten zu Wasser und zu Lande, die „La guerra fanta" (der heilige Kueq) «it sich gebracht hat. So betitelt sich nä«lick em in der illustrierten römischen Zeitschrift .Giornale bei Viaggi" in Fortsetzungen erscheinender Roman, der ein Zukunst«bild de« de« Verfasser, Herrn Antonio Quatttini, unvermeidlich scheinenden Kriege« zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien entwirft. E« ist selbstverständlich, daß Otsterreich-Ungarn> trotz hrlden«ütig«r G»g«nwrhr, der Feder d.« Signor Quattrini unterliegen muß. Dies« Feder bohrt erbar«ung«lo» unsere Kriegsschiffe und Torpedoboote in den Grund und, allgegenwärtig, vernichtet sie gleichzeüig zu Lande ein ganze« Armee-korp«. Wie der heilige Krieg au«gehl, wissen wir noch nicht, da di« betreffend« Fortsetzung noch nicht gefolgt ist. aber ollem Anschein nach werden wir un« von den furchtbaren Streichen, di« schon bi«her sortfetzung«weis« gtgen un« geführt wurden, lange nicht erholen können. Angefangen hat nach Quattrini der heilige Krieg etwa folgendermaßen: Der Dreibund hat natürlich zu existieren ausgthört. In Oesterreich regiert Kaiser Franz Ferdinand, und nach wie v«r herrschen eklige innerpolitische Verhältnisse. Da fällt in der italienischen Kammer von einem Mit-glied der Regierung der Au«druck: „Trento noftro". Die österreichische Regierung, froh, die Aufmerk-sa«keit von den inneren Wirren abzulenken, fordert Genugtuung für diesen A»«druck. I« Senat hält Senator Perducci eine zündende Red», in der er zu« Kampf gegen den Erbfeind auffordert. Ganz Italien sei dafür. Auch da« Volk verlangt den lichen Ges llen recht willkommen sür einen Ueberfall feindlicher Geschwader. Komoiando« werden möglichst leise gegebe«, damit kein Lau« nach außen dringt. So steht alle« gespannt und wartet aus da« Kommando. Da taucht au« der finsteren Nacht ei« großer, dunkler, in der Finstern»« gigantisch erscheinender Schatten auf. Gänzich abgeblendet, schleicht ein großer Panzerkreuzer, nördliche« Kur« steuernd, an der schwarzen Schar vorbei, die er zu« Glück in der Dunkelheit nicht bemerkt ha». „Stopp!" klingeln leise verhallend die Maschinen» telegraphen, und lautlose, fast beängstigend» Stille herrsch». .Er sieht un« nicht! Laßt ch« vorbei, und wenn er un« nicht bemerkt, dann dinier «hm durch, ostwäit« aus da« feindliche Gro«!" Kaum ist der Kreuzer au« Sicht, so aeht et mit .großer F >hrt" osiwäri«. um durchzukommen, eh« der nächste Patrouilleur kommt, bei dem man vielleicht weniger Glück hären dürfte. Jetzt muß da« feindliche Gro« gesucht werden. Ader wo ist eS auf Gölte« weiter See? Schars wird nach alle« Seiten hin Au«guck gehalten, alle Nachigläser sind nach vorn gerichtet, um de« Feind zu erspähen. Di« Bed>enung«mami° schalten der Toipedo-Au«stoßrohrr stehe« klar an ihren Rohre«, um diese sofort i« Schußstellung zu schwenken, sobald der Feind gesichtet wird. .? cnu Da meldet der am Ruder stehend« Unterosftzin. >-> daß »r rechi« oorau« »lwaS Dunkle« s»h». Mit äuß»rster Anstrengung versuchen Oifiziere und Seite 2 Krieg. Große Demonstrationen für — „La guerra futa". Die sozialistischen Redaktionen, die vor de« Kriege warnen, werden demoliert. Fieberhafte Rüstungen zu Wasser und zu Land beginnen. Die italienische Mittelme«e«kadre erhält den Befehl, in die Adria abzudampfen. Die Mobilisierung der Landarmee schreitet überraschend schnell fort, nur an der Ostgrenze schein, nicht alle« glatt zu gehen. Und nun beschreibt »in Seeoffizier in Briefen an sein« Frau die krirgtrischen Ereignisse. O, e« geht fthr rasch und gründlich. Bei Messina wird zunächst am 7. April ein österreichische« Minen-schiff in den Grund gebohrt, ein zweite« genommen. Am Abend desselben Tage« wird eine österreichische Torpedoslottille vernichtet, fünf Boote werdrn zum Sinken gebracht, drri zur Ueb«rgabe gezwungen. Am nächsten Morgen wird da« große Kriegsschiff »Karl VI." gerammt und sinkt binnen sieben Minuten. Die« vorläufig die Erfolge der Mittelmeer» etkadre. Während diese nun zum Unwillen der Bevölkerung auf ihren Lorbeeren au«ruht, wird am 27. April ein großer Seesieg der Italiener bei — Liffa gemeldet, und gleichzeitig kommt die Nach» richt, daß die Garibaldi.Freiwilligen zusammen mit dem „Jrredenten"-Ba,aillon in Mailand ein österreichisch»« Korps v»rnichl»t haben. Fortsetzung folgt, heißt es hier gerade im spannendsten Augenblick zu unserem lebhaften Be-dauern. Wir bätien gar zu gerne enahr-n, welche« Instrument in dieser Zukunst«mufik die Balkan, f l a o e n und die S ü d s l a v e n d»r hab«» burgischen Erblande spielen. Geschichte des Zuriwereines HMi. Von Turnlehrer F. Porsche. 6. Die L«rcincht drüben auf, «in Scheinwerfer ist's, dessen Bemannung vielleicht etwas Verdächtiges bemerkt hat. aber noch nicht weiß, wo fie den Feind suchen soll, weit über die Division weg leuchtet der Scheinwerfer am Horizont entlang und sucht dort im Kreise umher, vorsichtig die eigenen Schiffe vermeidend. Jetzt senkt sich der Licht- „K-«tsch- W«cht" sowie viele Gäste. Das Mitglied des Turnrates Al«oslechner eröffn«« di« Feier mit «in« schwungvollen Rede, in welcher er über die Ent» stehung und Entwicklung des Turnverein«» sprach und den Zusammenhang «it de« Gesangvereine und der Feuerwehr betonte. Der Bürgermeister der Stadt Cilli Dr. I. N e ck e r « a n n wurde sür die tätig« Förderung dn Turnsache zu« Ehrenmitglied« ernannt und ihm in dank« barer Anerkennung seiner vielen V«dienste, eine kunstvoll ausgestattete Ehrenurkunde unter dem Jubel und Beifall aller Anwesenden überreicht.» Gleichzeitig wurde die neu angeschaffte Vereinsfahne entrollt und dem Bereine übergeben. Der Rede des Säckelwarts Almoslechner entnehmen wir folgende»: „DaS beste Zeichen der Z u f a m m e n g e-Hörigkeit ist die Fahne. Möge jeder Turner beim Anblicke der Fahne dessen eingedenk sem, wa« ihre Farben und Zeichen bedeuten. Sie steh» i« Schmucke der Landesfarben vor Euch und fordert Euch damit aus, treue Söhne der herrlichen Steiermark zu sein, treue Bürger diese« Lande« zu werden, ausgezeichnet durch Vaterlandsliebe. Ge«einsinn und schaffende Arbeit. Sie trägt die geschichtlichen Farben deS deutschen Volke«, um Euch an di« Zufam» mengehörigkeit mit den Turnnn jenseit« der Greozpfäle zu «innern. Sie trägt da« Wappen der t u r n f r e u i, d l i ch e n Stadt Cilli, »« Euch an die Pflicht der Dankbarkeit zu ermähnen, sie trägt endlich i« Eichenkranze, dem Sinn» bilde deutsch« Kraft und Treue, unferen Wahl» s p r u ch : „M anne « kraft und deutscher Sinn, ist deS Turners Hochgewinn l" Nach der Fahnenüb»rgabe fand in der Turn» halle ein Schauturnen statt. Nach diese« wurde dem um den Verein hochverdienten Turn« lehr« Tisch i« engeren Kreis« vom Turn«r Almoslechner für sein ersprießliches zwölf jäh» rigeS Wirken als VereinSturnlehrer gedankt und ihm als Zeichen der allgemeinen Lieb« und Achtunq «in vom Turner Martini höchst gelungen ausgeführte« Bild, das die Lichtbild« sämtlich«! Turner «»thielt, und «in kunstvoll gearbeiteter silberner Ehrenbecher überreicht. Ein Ausflug nach Tüff« und ein sich daran schließendes Kränzchen beendigte in würdig« Weise daS seltene D o p p e l f e st. Au« der Vereinstätigkeit d. I. sei noch fol» gendes erwähnt. Am 27. Mai fand ein Bezirk«, turnen in Wntdisch-Feistritz statt, bei welchem der Vorturner E. Mariin Achitsch den I. Sieg errang. Ihm zu Ehren wurde am 25. Juni eine Versammlung abgehalten, in welcher ihm die SiegeSurkunde überreich! wurde. Zu Ehren de« oft genannten und vielv-r» dienten Säckelwarte« Almoslechner wurde am 5. Juli t ein großer Turnerabend veranstaltet. kegel langsam, um auch die nächste Umgebung ab» zusuchen. Da tauch« plötzlich im Lichtschein da« weiß aufschäumende Bugw sser d« heransausenven Torpedoboot«-Division aus und nun wird'S plötzlich wie mit einem Zauberschlag lebendig. Bon allen Seilen blitzen ungeheuer« Scheinwerfer auf, welche die bisher an die größte Finsternis gewöhnte Mann-fchaf« der Torpedoboote vollständig blenden. Kom-mandoruse, schrille Pfiffe der Offiziere ertönen und nun erhebt sich ein Höllenlärm, wie er schrecklich« nicht gedacht werden kann. Di« 8-8 Zentimeter Schnellladekanonen feuern mit größter Geschwindig-kei«, dazwischen knaitern die 3 7Zenta,< der großen Hochseeboote, da« letzte i» d r Staffel zum Glück, ist mit äußerster Krafl gegen da« nich, beleuchtete Heck eine« der Linien,chiffe gerann«. Der Anprall war furchlbar, alle« stürzte kopfüber läng« Deck, in der Maschine kugelt« aus den platten Flinplatten alles durch«inand« und land sich an der hintersten Scholiwand wieder. Der Bug des Bootes brach 19 Meier von vorn voll-ständig nach Steuerbord um, bis zu« Fillreep des Schiffes schob sich das Boot entlang; dann kam es zum Siehe», Schraubenschutz. Davils, Fallreep wie Glas zersplittert. Allmächtig« Gott! denkt alles an Bord^ sind da Menschen. Kameraden in dem zerschmetterten Bug des BootS gewesen k Und alle« stürzt nach vorn. Aber schon ist einer der Offiziere zuvorgekommM. Bon der Kommandobrücke herab nach d?m Niedergang zum Mairofenzwischendeck ist der Oberleutnant geeilt. Doch da gurgelt und brande, die See, wo früher der wohnliche Raum der Malrosen war. Da dringen au« der Tiefe menschliche Laute empor, hinein also, und richtig, e« ist ei» Mensch, der bi« an den Hal« im Wasser hängt. Im Nu ist er emporciezogen und an Dick von den Unteroffizieren in Empfang genommen. Nummer 24 D»«tfcke Macht- Seite 3 D«r Verein beteiligt» sich zu Pfingsten a« Bezirk«turn»n in Pkttau. Am Froh»l»ichna««tag» würd» »in Ausflug nach Triiail unternommen, wo gleichzeitig «in Zusammentreffen «it den taibach« Turnern stattfand. (Schluß folgt.) ^otttische Rundschau. |>it deutsche Hreuzfefte $Uan. Wie wir an anderer Stelle ausführlich berichten, wurden bei den Gemeindewahle» in Rann in allen drei Wahlkörpern die deulfchen Wahlwerb»? ge» wählt. Dir Sloo»»»n zogen »« vor, der Wahlurne fernzubleiben. Der hocherfreuliche Wahlrrfolg und seine Begleitumstände, da« völlige Darniederliegen der Gegnerschaft, die sich nicht einmal zu einem Mahlgange aufzuraffen vermag, stellen den Ranner Bolk«genoffen und ihr«r entschlossenen Abwehr, in welcher sich Manneszucht mit straffer Organisation paart, ein glänzend»« Zeugni« au«. Unf»re Glück« wünsch» den wkhrhafltn Brüdern an der Saoe. Aus de» Abg. Wastion und Gtnoffe» intnpellierte» den L»it»r de« Justiz» Ministerium« in Angelegenheit der Sprachenproxi« beim Grundbuchamt de« KreiSgerichte« in Mar» bürg. Die Jnt«rp»llanien bezieh»» sich auf di» An» frag» der Abg. Robic und Genossen an den Leiter de« Justizministerium«, in welcher wegen der an-geblichen Nich«au«folgung slovenischer Grundbuch«--au«züge bei den zuständigen Aemtern in Marburg Beschwerde geführt wurde. De« gegenüber müsse die Tatsache hervorgehoben werden, daß d»« Grund« buch«führer de« KreiSgerichte« Maiburg, einem neuen, feinen Dienst ftrrng «»«füllend»» Beamten, währ»nd feiner «ehr al« vierzigjährigen Dienstzeit nicht ein einziaer Fall vorgekommen ist, wo Eign,-tümer oder Berechtigte ein» slav fche Eintragung iu da« Grundbuch verlangt hätten. Dagegen haben sich oft viele Besitzer in der Marburger Umgebung darüber bitter beklagt, daß ihnen flovenische. für st« gar nicht verständliche Erledigungen zugestellt worden sind. Oft feien auch Besitzer mit slowenischen Schriftstücken in da« GrundbuchSamt gekommen und haben Dort um die Uebersetzung d»r Schrift-stücke in« Deutsche gebeten. Di« Verfügung der Prazakschrn Sprachenoerordnung vom Jahre 1886, die lediglich über Anregung zweier slovenischer Führer iu Strirrmark die grundbücherliche Ein-lragung in slovenischer Sprache verlangt hat, sollt» zu« Besten d»r ohnehin armen Bevölkeruno, die z. B. bei Darlehen«bewerbung oft sehr überflüssiae Ueberfetzunc>«kosten bezahlen muß, abgeschafft werden. Die Unterzeichnete» stellen an den Leiter de« Justizministerium« die Aufrage, ob er g»n»igt sei. zugunsten der Bevölkerung dir sprachliche Ein-hat de« Grundbucht« beim Kr»i«gerichte Marburg durch Aushebung der erwähnten Prazakschen Ver-fügung zu vtranlaffen. Slavische Ketzer im Hfriellerkkide. Der slodeuisch-klerikale Abgeordnete R. v. Berk« hat e«ne Interpellation, an den Zustizminister gerichtet, Seine Verletzungen sind zu« Glück nicht gefäbrlich, aber der Schreck de« au« liefftem Schlaf plötzlich zwischen sich aufrollend»» Eisenplatten, krachenden Planken und hereinstürzendem Waffer geratene» Matrosen bat diesen vollständig jeder Fähigkeit de« Denken« und Handeln« beraubt. Er dreht sich fort» während um sich selbst, bi« er von einem Kameraden in« Karten hau« und spüter in« Lazarett de« Linien-schiffe« gebracht wurde, wo ihm erst nach drei Tagen klar wurde. wo er war, und wa« passiert war. An Deck herrschte einen Augenblick ein wirre« Durcheinander, doch nur einen Augenblick, dann ertönte von der Brücke mit größter Ruhe da« Kommando »Klar bei Schwimmwesten" durch da« C?ao«. Und wie beim Rollenex rzieren. so wied»r« holt jtver den Ruf und eilt an fein» für ihn be» stimmt» Schwimmweste, um sich dieselbe umzuhängen, die Schuhbänder zu lösen und dann bei dem ihm rollenmäßig zug»wi»s«n»n Booie klar gemacht zum Aussetzen und dann aus Befehl zur Musterung angetreten. Meldung, wer fehlt? D»r di» Meldung «r-staittnd» Obermaat zählt und zählt nochmals, »S fehlen immer drei Mann. Wer sind sie? Da er» tönen vom Achterdeck de« Linienschiffes Rufe hinüber: „Torpedoboot, hier sind drei Man» von Ihnen!' Gott fei dank I denkt j»d»r für sich, e« hat doch w tnigsten« kein Menschenleben gekostet, und atmet » rleichttrt auf. Einer der drei Matrosen war der au; dem Zvishui'eck gerettete, der andere war ein di» »in»n Erlab der t. k. Statthalterei in Graz an den Bischof Napotnik von Marburg zum Gegen» stände bat. Diese« amtliche Schriftstück, da« in greller Weise die slavisierendcn Bestrebungen de« katholischen Kleru« beleuchtet, stellt zunächst fest, daß da« Pfarramt in St. Judok a« Kozjak „die Amtshandlung auf Grund deutscher Anweisung«» blankeite für Anzeigen außerehelicher Geburten ver» weigert". Weiter« «achte die Statthalterei den Bischof Napotnik bezüglich der bei de» Bezirk«» »»richten Schönst»,» und Gonobitz »iageriff«n»n Ungehörigkeiten darauf aufmrrlfa«, .daß oll» den amtlichen Verkehr der Gerichte mit den Pfarr» ämtern betreffenden Drucksorten, den bestehenden Sprachenoerordnungen entsprechend, «»«schließlich in deutsch»? Spracht aufg»l»gt sind und daß von den Gerichten im ganzen Sprengel nur di« vo« Justizministerium genehmigten Formularien in deutscher Sprache verwendet werden dürfen". Bischof Napotnik. der amtSgemäß auch für di« deutsch«« Katholiken dt« Unterlande« Kirchenhirte sein soll, fiel t« nicht ein. diesem Erlasse Folgt zu geben, sondern er übergab idn, wohl um sein« peroalisch« D»utschenhetz» im Rahmen de« Gesetz»« forlsttzen zu köunen. dem Abg. Berk« zur Jnter» pellation. Die Früchte bischöflicher Verh»tzung«taktik werden nicht ausbleiben. Die klerikalen „Allyrier" Zur Erhärtung unserer in de« Leitartikel der letzten Blattfolge auf» gestellten Behauptung, daß di» klerikalen Eüdslaven unverbefferlichen Schwärmer für dir politische V »r» einigung «it d»n Balkansladen sind und daß ihr ganze« Orsterreicherium, mit dem sie vor den Wiener Staatsmännern und den dnttfch-konservativen Parteien paradieren, «in «itl«S Gaukel-spiel ist, bringen wir folgende«, dem klerikalen Haupt-organe der Slovenen auS Belgrad zug»«ittrlt»S Schreiben, welche« da« Blatt in der bezüglichen südslavischen Rubrik an »rftrr Stelle v»röff»ntlicht: „Verehrliche Schristleitung! E« gerricht un« zur Ehr», Ihnen «itteilrn zu können, daß die F r e u n d « der südslaoischen Jd«e in B«lgrad eine« Bürgerklub und Lesehalle: Der „slavische Süden' gegründet haben, u« aus dies»Weife die auf die Vereinigung der Südslaven ab-zielenden Bestrebungen zu organisier»» und »in»» H»rd zu schassen, an welchem diese himmlische, selig» machende Idee, der immer neue Bekenn« zuströmen, gepflegt werden kann. Die Eiöffnung der Lesehalle findet am 25. d. M. statt, wovon wir Sie al« den Freund und Gönner der Idee, der zu lieb wir un« organisiert haben, benachrichtigen. Mit brüderlichem Grug: der Au«schuß." In der gleichen Blattsolge macht der Slovenec, diese« Organ der »getreuen Stützen' und Günstlinge de« Donaustaate« Reklame sür die zweite südsla vische Kunstausstellung in Sofia, von der e« sagt, daß sich alle Südslaven hiefür begeistern. Wie Slovenec ferner mitteilt, werden die serbischen SiaatSbahnen in verständnisinniger Förd«rung der mit di«f«r Ausstellung verbundenen füdflavifchen Hochziele die Fahrgebühren für Reisende auf die Hälfte herabsetzen und Ausstellungsstücke gänzlich Odermatrol». drr sich vorn« auf d«r Bock aufge» halten hatt« und durch den fürchterlich«» Anprall dir«kt auf di« Schanze des Panzerschiffe« geflogen war. Aber wer ist der dritte? Ein junger Ober» mairost war es. der sich am Abend krank fühlte und sich >» feine Hängematte legte, welche gerade an der Stelle hing, mit welcher da« Torpedoboot kollidierte. Schwerverletzt trieb der Unglückliche aus seiner Hängemane jenseits des Linienschiffe«; doch nur einige Sekunden, denn sofort stürzten sich drei Offiziere, zwei Unteroffiziere und »in Matrose unter völliger Hintansetzung de« eigenen Ich« von der hohen Bordwand de« Sch>ffe« bei Nacht in die heftig strömenden Gewässer der Nordsee, um den Kameradin vom Tode d»« Ertrinken« zu retten. Und eS glückte; in kurzer Zeit lag d»r Schwer-verletzte aus der Schanze de« Linienschiffes, jedoch nur. um nach wenige» Augenblicken infolge der erlittenen Verletzungen fein junge« Leben au«zu» hauchen. Rasch tritt der Tod den Menschen an! Nirgend« wohl hat diese» Wort so sein« Wahrheit brwiesen als bei d.m Seemann. Eben nach dem süßen Schlummer der Jugend, viellticht träumend von Htimat una Vaterhau«, von der allen Mutttr, fern in Süsdeutschland, deren Stolz und Stütze er war. und wenige Augenblicke später al« Toier aus der Schanze eines Panz»rschiffeS, bedeckt von der Kriegt flagge. Währenddessen sind in kürzester Zeit von allen Seiten Rettungsboote herbeigeeilt, um «vintuell die kostenlos befördern. Den füdflavifchen Wallfahrern aus Oesterreich nach dem füdflavifchen M'kka kommen jedeufall« die Fahrt begünstig una en durch d«n serbische» Staat auch zu gut». So «ach« man unter d«n Augen d«r Regierung in südslavischrr .I r r « d »n t a". Aber von d»m schläfrige« Goluchow«ki. der sich noch dazu al« Slave fühlt, haben di» rührigen Agitatoren sür da« „illyrisch« Reich der Zukunft' wohl nicht« zu besorgen. Fie deutsch«» Kolonien i» Südruhland. Einem Berichte au« Peier«burg zufolge macht sich in den deutschen Kolonien i» Südrußland eine erfreuliche Kräsiigung de« Deutschbewußtsein« und der politischen Energie der bäuerlichen Kolonisten bk««rlbar. Auch hier hat di« gkmeinsam« Not da» G«sühl der Zusammenhörigkei« gestärkt. In Odessa ist eine vorlaufig zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung „Deutfche« L«b«n' gegründet worden, die durch Pflege der Geschichte de« russischen Deutsch» tu««, durch Stellungnah«» zu den politisch»» Gegenwarttftrömunge» vom dtutsche» Interessen-standpunkt au« pnd in«besondere durch Förderung der deutschen Schul- und Voltsbildung da« Be-wußtsein der Zusammengehörigkeit oller russisch»» Deutsche» stärken will, um sie zu gemeinsamer Vertretung ihrer nationalen und kulturellen Sonder-iuteresse» innerhalb d»« russische» Rrich»« zu organisieren. DaS teutsche Bauernkolonisteutum in Rußland zählt fast zwei Millionen Seelen. Äus Stadt und Land. Ernennung. Der Professor an der Staat«« Realschule in Mariahi'f in Wien. vr. Karl Rosen-berg, würd» zum Land«Sschulinsp«klor ernannt uno den LandkSfchulrät«» für Eteiermark und Körnten zugewiesen. Der Aerband deutscher Kochschüler ßiilis laßt an seine ordentlichen Mitglieder die Ausforderuug ergehen, b«i de« a« Montag d«n 26. d. M. «« Hottl „Stadt Wirn' stattfindend«» VoriragSobend? der Sektion Eilli de« deutschen und österreichischen Alpenvereine« vollzählig zu erscheinen. Zlis«arckfeier. Donnerstag adrnd« hatt» der au« V«rtr«tern sämtlich«? völkischen Vereine be-strhende Festausschuß für die am 31. d. M. im Hotel „Mohr" stattfindende BiSmarkftier «ine Sitzung, bti wrlcher beschloss n wurbt, dir Feier in größrrrm Stil» zu d»g»hen. An d»rselbrn werden alle völkischen V»r»in» teilnehmen. Di» Festrede wird Hrrr Franko Heu halte». GefangSvorträoe sowie Borträge der vollständigen Cillier Musik-verrin«kap«lle find vom Festausschüsse in Au«sicht genommen. Der Eintritt ist frei. E« ist jeder deutfche Bolk«genoffe herzlich willkommen; auch der Besuch der deutschen Frauen und Mädchen erscheint sehr willkommen. Di» Feier beginnt genau 8 Uhr. Kuangelische Hemeiude. Heute Sonntag u« 1V Uhr vor«itiag« findet in d»m eoang. Küchlein in drr Gariengass» ein öff»utlich»r Gotte«dienst statt. Um 11 Uhr KindergotttSdieaft. Mannschaft zu bergen. Doch ist die« nicht nötig, da da« Boot trotz seiner geradezu furchtbaren Verletzung tadello« schwimmt und auch absolut kein Wasser macht. Gewiß »in vorzüglicher Bewei« für die vortrefflich» Ausführung und die Stiftung«« fähigkeil drr Bauwerst. Bewundern«wert erscheint ferner, daß sich bei dem furchtbaren Anprall infolge de« Brhacrung«vermöztn« nicht dit Kessel i» ihren Fundamtnttn gelöst haben, denn dann wäre da« Unglück unabsehbar gewordrn. Bei einem Nachgeben der Fundamente wäre wohl ein Reiße» d«r Dampf« rohrltiiung und damit ein Platzen der Kessel oder doch wenigsten« ei» Verbrühen de« auf Wache be» findliche» Maschinenpersonal« unoermtidlich gewesen. Doch nichi« von alledem. Da« Boot wurde nun von eine« anderen Hoch» seeboot in« Schlepptau genomnitn, und zwar über d»n Achlersteven, da ein andere« Befestige» der Schlepptrosse unmöglich war. Am anderen Morgen wurde e« dann hinter einem Wersidampser im Süd» basen von Htlgoland glücklich mit Heckltinen vertäut. Kurz darauf brachie ein Dampfbeiboot die er» schülternd» Kund« von dem Tod« de« jungen Ober» Matrosen und dit nähtren Einzelheiten dt« Unfälle« an Bord und dämpftt dit Fctudt über den glück» licht» Au«gang der Kollision. Langsam senkten sich die Fahnm aus Halbstock. Von Helgoland aus trat dann da« Boot feine Fahrt rückwärt« unter Assistenz eine« Werfifchlepper« nach Wilhelm«hafen an. Seite 4 in*e - Nummer 24 Meiyefek der Hlocke« der evaag. Kirche iu Kitki. Freitag den 23. d. M. fand da« Weih«-feft v«r Glocken der eoang. Christutkirche in Cill slail. Vom Turme der schmuck«« Kirche wehte inmitten der Fahnen in den Lande»« und Reich«-färben da« deutsche Dreifarb herab. Wenn man die geliebten Farben da so herabgrüßen sah, da ward in jedem Cillier, der die Sotoleinfälle mitgemacht hat. die Erinnerung wachgerufen an die Zeit, ta auch von den Spitzen der Kirchtürme auf dem Josefiberge nationale Fahnen herabflatterten, aller-ding« waren e» bei der römischen Kirche Fahnen in den Farben rot-blau-weiß. Obwohl zur Zeit der Feier vor der Christu«kirche, die dem Cillier Villen-viertel in so bohem Maße zur Zierde gereich», eine Art Salzburger Schnürlregen niederging, hatte sich doch eine große Zahl von Teilnehmern eingesunden, darunter auch Vertreter verschiedener Behörden und Aemter. Sehr groß war auch die Anzahl der Katholiken, die zum Teil aufrichtige Mitfreude, zum Teil unoerhobleoe Neugierde zur Stell, geführt hatte. Auch in der Stadt und in der Umgebung lauschte man um die fech«te Stunde, da die ersten Glocken töne angekündigt waren, wie un« von ver-schiedenir Seite berichtet wird, «it hoher Spannung Die Feier nahm ihren Beginn mit einer An-spräche de« Herrn Pfarrer« May, der vor dem «it Tannenreisern geschmückten Portale der Kirche stand und mit seiner von Herzen kommenden Rede auch den Weg zu jedermann« Herzen sand. Den Redner selbst hatte die weihevolle Stunde sichtlich ergriffen, und auch manchem treuen Protestanten feuchtete sich da« Auge, da man da« Werk so weit gefördert sah. Die Ansprache hatte folgenden Wortlaut: Meine Lieben ! Wir treten da hinau« von den Stufen diese« Go>te«hause« und schauen umher, da stehen die Berge ring«um, wie stille, treue Wächter der Ostmark. Sie künden Gotte« Herrlichkeit. Da werden in wenigen Tagen im Sonnenstrahlen««! 0(8 Frühling« die Wiesen und Auen im Tale wie bunte Teppiche vor uns au«gebreitet liegen, durch-zogen vo« Silberband unserer fröhlich plätsch?rnden Sann und sie predigen un« von Gotte« Liebe und Güte. Und heben wir de« Nacht« unseren Blick empor zum Himmelszelt, so lobm auch bort droben der Mond und der Chor der Sterne den Herrn der Welt. Aber diese« Lob Gotte« in der Natur ist doch klanglo« und stu«m. Doch von da droben, vo« Turme unserer Christu«kirche wollen uns heute zum ersten Male unsere Glocken grüßen, von de« Meister« Hand geformt. Sie sind zwar von tote« Metall gegossen, aber mit lebendigen, kraftvollen Klängen sprechen sie zu un« unv wer ihre Sprache versteht, der weiß es, was sie meinen. Sie tönen wohl hernieder, aber sie rufen hinauf au« der Eitelkeit und Vergänalichkeit dieser Welt und weisen zu« ewigen, treuen Gott. An jedem Morgen, da die Sonne am Him-mel«zelt aussteigt, oft sich «ühsam hindurchringend durch mächtige Wolkenbänke, sollen sie un« erin-nern an Mühsal und Kamps diese« Leben« und un« zurufen: Carpe diem! Nütze den Tag! und wenn die Königin de« Tage« untergehend hinter den Berxen wie verblutend versink«, dann wollen sie un« erinnern daran, daß ein Tagwerk wieder vollbracht ist. daß keine Ewigkeit zurückgieb«, wa« wir der Sekunde »»«geschlagen. Und wenn der Sonntagmorgen naht, da stiller köstlicher Friede au«gegoffen ist über Stadt und Laad, da e« lei« durch unsere Seele zittert, da« alte Lied: „Da« ist der Tag des Herrn', da werden sie un« nun bald, wenn unser liebe« Gotte«hau« vollendet sein wird, einladen, un« lo«-zureißen von der Treibjagd de« Alltaa«leben«, Erquickung und Stärkung zu suchen bei den Füßen de« Heiland«, bei der Rose, die am Kreuze er-blaßt, dem Frieden nachzujagen und festzuhalten, nach dem unser Geschlech« mit brennendem Auge und klopfenden Herzen au«fchau«. Und wieder werden sie freudevoll erbrausen, wenn so manche unier un« im festlichen Hochzeit«-zuge über diese Schwelle schreiten werden, um vor Gotte« Angesicht sich da« Treuwort unverbrüch-licher Lied« zu geben und in unsere Bitte und Flehen: Jesu« geh voran aus der Leb«n»b.,hn! da werden die Glock«n hineinjubeln: .Du Herr hast alle« wohlgemacht". Und wenn wir unsere Kinder zur Taufe bringen, daß der Herr sie anf-nehme und segne unv wenn sie selbst am Tage ihrer Konfirmation »hr« Hände in Gottethand legen und rufen: „Laß mich Dein fein und bleiben l*. dann werden wieder unsere Glocken wie ein« Stimme vom Himmel antworten: Fürchtet «uch nicht, «r hat euch erlö«t, er hat «uch bei eure« Na«en gerufen, ihr feid sei»! Aber auch trübe und bange werden sie er» schallt», wenn sie un« di« böse Kund« bringen sollen, daß ein lieber Brudtr durch dtn Tod von un« geschitden ist, wenn sie den Wanderer auf feiner letzten Fahrt begleiten und wenn u« offene Gräber Wittwen und Waisen stehen, die sich nicht wollen «rösten lassen. O möcht?« sie doch dann sür Menschenleid den Go«te«trost verkünde«: Der Tod ist verschlungen in den Sieg! und wenn dann die Tieferschütterten nachsinnen über die Nähe unsere« eigenen Tode«, reden von dem. der «eben un« stehen will, wenn alle uns verlassen, dessen Na«e in unsere Tode«nacht hineinfunkeln, dessen Kreuze«-bild unsere Todesnot durchleuchten soll! So sei uns denn gegrüßt du evangelische Glockenpredig« in unserer Stadt und künde un« immer wieder, daß hier noch evangelische Christen wohnen. Aber freilich e« gab schon einmal hier ein evangelische« Glockengeläut, al« Cilli noch eine evangelische Stadt war und auch da« Sanntal besser um die B-bel al« um da« Meßbuch Bescheid wußte. Freilich damal« vor 300 Jahren haben Dragonersäbel die Predigt vom Evangelium ver-stummen gemacht uns Pulver und Feuer hat unsere Kirche in Scharsenau bei Sachsenfeld in einen Trümmerhausen verwandelt. Ader die evangelischen Glocken sind nicht verstummt. Unsere Gegner rühmen sich, daß ja unsere Glocken »un vom Turme der römischen Kirche in Gutendors erklingen müssen. Sei« »ena l Wir aber freue!» uns, daß. auf der einen dieser Glocken die prophetischen Worte stehen: „Gottes Wort bleibt in Ewigkeit I" Man hat da« Evangelium erschlagen wollen, aber die Toten stehen aus. Ueber den Grundstein, den wir un« von unserer einstigen Kirche geholt, erhebt sich nun unser stattliche« Gotie«hau« uns evange-lischt Glocken, sie sollen« heute und sür immer binau«rusen. mächtig, siegreich. sturme«gewaltig: O Land. Land! höre de« Herrn Wort: Gölte« Wor« bleibt in Ewigkeit! Möge sich aber auch erfüllen, wa« unsere Väter auf die andere Glocke geschrieben: »Ruhmreicher König, komm mit Dein?« himmlischen Frieden!* Möge nach Kamps und Streit, nach heißem Ringen um das Höchste» wa« Menschen ihr eigen nennen, der S,eg un« lachen und Gotte« Friede einkehren in unsere Herzen und Geister in unser Volk und Land. In diese« Sinne wünschen wir jetz« unseren Glocken: „Friede sei ihr erst Geläuit!* Und nun mögen unsere Glocken selber zu uoS reden. * Du Matfchikglocke. die wir genannt haben de« treuen Diener und Prediger de« Evangelium«, de« vttformator Cilli« und dt« Viertel« Cilli Georg Malfchik zu Ehren, du sollst zuerst un« grüßen uns un« predigen von vtrgangtntr Herr-lichktit und Schmach und al« Gedenkglocke un« immer wieder zurufen: .Gedenket der vorigen Tagt!* Und du Gustav Adols-Glocke, die wir ge-schmückt haben mit dem ruhmreichen Namen de« Schwtdtnkönig«, dtr in dtr Stunde der Not dem »eutschtn Protestant!«»»« zu Hilfe geeilt ist und ein Ltben dafür gtgtbtn hat. du sollst un« stet« erinnern an die zahlreichen Beweise der brüder. lichen Liebe, die in den Zeiten unserer Rot unsere reichSdeuischen Brüder, vor allem der Gustav lldols Verein und unsere Freunde in Halle un« »aben zuteil werden lassen, sollst un« al« Trostglocke, wenn unS will bange werden, zurufen: „Verzage nicht v Haustein klein l" Und du Lutherglocke, die du den Helden-namen Luther« trägst, de« großen Werkzeuge« in Gölte« Hand zur Ausrichtung seiner Wahrheit, du ollst al« Sitge«glocke in Kamps und Sireil, in Verfolgung und Trübsal in« Herz un« hinein-rufen: „Da« Reich muß un« doch bleibend Drr Reiht nach wurden nun dit drri von H,rrn Schlossermeister Gottfried Grabt mit viel Umficht und Geschick montierten Glocken zum Läuten gebracht, v ie erste zu E?ren de« Reformator« de« Cillier Viertel« Georg Matfchik. bje Matfchikglocke genannt, ist dit kltinste und im Tone höchste, dann folgte die Gustav Adolf-Glocke und envlich mit mächtigem Klänge die Lutherglocke. E« wursen Au«rufe aufrichtiger Bewunderung lau«. Die leise Besorgni«, e« könnte sich der Eig.nion de« Stahle« störend einmischen, die Glocken stammen bekanntlich au« dt« großen berühmt«« Bochumer SiahlwtrktN, »wie« sich in keiner Weise al« bertchligt, im Gegenteil, man mußte der Schönheit und der Klangfülle de« Geläute« laute Bewunderung zollen. Besonder« der Zusammenklang gefiel außerordemlich und die wahr-nthmbart« Obertöne erweckten geradezu den Schein, al« klängen vier Glocken zusammen. Wie wir ver-nehmen, dringt der Schall der Glock n bi« weit hinein in« Sanntal. Am Abend sand im Hotel „Stadt Wien' ein Fa«ilie«abend statt, der sich eine« guten Besuche« erfreute und an welche« der eoang. Pfarrer von Laibach, Herr Dr. Hegernaun. eine fesselnde Rede hielt, die Kraft uns Begeisterung at«ete. In einer selten schönen, gewählten Sprache bot Herr l)r. Hegemann einen geschichtlich«» Rück-blick auf die Bedrängnisse der Reformation«zeiten, hiebei zur Nacheiferunz der evangelischen Glauben«-htldi» und Tatenunnschen anspornend. Seine« Wonen folgte der Jubel der Begeisterung. Den Dank der Versammlung bekundete in einer warme« Dankrede an den Laibacher Gast Herr Pfarrer May. Auch Herr Pre«byter Georg Adler sprach zur Versammlung und kleidete die Freude, die der Tag gebracht, in zündende Worte, denen reicher Beisoll folgte. Sehr sinnig erwies sich der Bortrag von Schiller« Glockenliede durch Fräulein Mariha Sager. Mit lautem und anhaltende« Beifall ward der jungen Dame für ihre schöne. au«druck«oolle Darbietung gedankt. Die frohe Laune und Feste«-freude hielt die Versammelten bei dem Klänge evangelischer und deutschvölkischer Schutz- und Trutz-lieber recht lange beieinander. Wir aber beglück-wünschen unsere evangelischen Mitbürger zu de« schönen Feste, das im Zeiche» de« Ausstrtbe»« und B.üht»« der Cilli» evangelischen Gemeinde stand. Khttlttt.Hlachricht. Dienltag, den 27. d. M. ab'nd« 7,8 Uhr findet zu Gunsten de« Cbor-personal« die Aufführung von Schiller« .Räuber»" statt. Völkische ZZücherspeuden Dem .Deutsch-völkischen Gehitsenoerbande' u«o dem Verein „S ü d m a rk* sind unter de« Deck-»a«en „Teutwart W e d e" namhafte Bücherspende« zugekommen. Möge da« Beispiel Nachahmung finde«. K. I. Lu«dwirtsch«fts-Gesellschaft Sonn-tag den 25. d. Mi«, finde« um 3 Uhr nachmittag« im Saale de« Hotel« Mohr die Generalversamm-lung der Filiale Eilli der k. k. Landwinschas««-Gesellschaft für Steiermark statt, mit folgender Tage«ordnung: 1. Tätigkeitsbericht de« Ausschüsse«. 2. Kassabericht de« Zahlmeister« über da« adge-lausene BereinSjahr. 3. Neuwahl de« Verein«au«. schusseS. 4. Wahl zweier Rechnungsprüfer. 5. Vor-«rag de« Generalsekretär« der k. k. Landwinschas««-Gesellschaft Herrn Franz Juvan über: Zoll- und Handelspolitik und wirtschaftliche Trennung von Ungarn. 6. Freie Anträge. Gäste sind willko«men. B«i de« Umstand', al« der Borlrag dt« General-sekretär« Herrn F. Juvan die sür unS Deutsche so hochwichtig« ungarisch« Ausgleich«- b«zi«hungS-Trtnnungsfrage bthandel», dar» wohl «i« de« Besuche aller jener, die den großen, bewegende« polnischen Fragen ihr Augenmerk zuwenden und »ich« teilnahmtloS in den Tag hineinltbe», gerechnet «erden. Sr«e«uu»g im ?ojIdie»Se. Die Admini-stratori» Olga Weklitsch in Slockendoi in Gassen wurde zur Posthilfsbtamtin in provisorisch» Eigenschaft erster BtsoldungSstust für Rann «r-nannt. Sch-rfAe-Migasge«. Vom k. k. Revierberg-amt« Cilli würd« Herrn Otto Baron Bolfchwing, Gut«desitzer in Graz, Schützenhosgosse 20. die Schurfbewilligung für den Revierberga»t«bezirk Cilli erteilt, und zwar auf die Dauer eine« Jahre«, da« ist bi« zum 9. März 1907. — Eine weitere Schurfbewilligung (bi« 12. März 1907^ wurde «rtrilt de« Herrn Joses Hledec, Rechnung«sühier der österr.-ital. Kohlenindustrie-Aktiengesellschast ^Mome Promina" in Siveric. Hi« Berserker. Von den nordischen Volk«-stämmen de« Alierlum« wird berichtet, daß sie sich durch einen au« den giftigen Fliegenfchwämme« bereiteten Trank in einen Zustand der Raserei ver-setzten, in welchem sie alle« krumm und klein schlugen und aller Wunden nicht achteten. Man will dem Worte sogar entnehmen, daß solch ei« Berserker .bar eine« jeden Kleidung«stücke«*, auf den Feind losstürmten. Ein Verserkerstückchen, aller-ding« in Kleinern, vollsührle dieser Tage der Zink, sabrik«arbeiter Anion Pangerl au« Dornbüchel bei BischofSSorf. Schwerbeladen schwankte er durch die Straßen her Stadt, bi« ihn endlich die Raserei de« Berserker« zückte und er wie ein Amokläufer sei« Taschenmesser packte und damit einen idm entgegen-kommenden Schlosserlehrling, namens Dezecho ohne Kummer 24 Hv«cht- Seite 5 frjV-'-f ^TV,r ^(erbabnys tliierphisphirigsaurcr Dieser seit 36 Jahren eingeführte, von vielen A«men betteiu h*cut»cMete un* empfohlene Bracnirnp wirkt •chlelmiöMtid buataaatlllcnd. Durch den Oehitt in Bittennitleln wirkt er 3(alk-£isen-Sirup von vielen Aerrteu beeteiui I Form enthalten; Mich M er durch leinen OehalC an lehrn Phoephor-KalU Salien bei »chwlchlkhen Kindern be*oaden für dt» Knoehenbildune »ehr nttxllch. Prellt 1 Flasche Herbabnya Kalk-ClMn-SIrui ygiuinaatawYwnft auf den Appetit Ernlbnin«. I wichtige Elaen tot In diesen Sirup w leicht anregend befördernd »nf die und die Verdauung, und »omK lihrunff. Du für die Blutbltdnnf to ..... Imillerbarer Claen-Slmp K 2.5«, per Post 40 Halter mehr für Packung, Depot! in den meisten Apotheken. »> ■HSIS-"*' ])r. ^cllmanns Apotheke „*nr Barmherzigkeit44, Depot bei den Berran Apothekern : in Cilli M. Kauncker, 0. Schwan i Cle.; ßrataeh-Landit>rI g: O. Dtffhostr; Keldbaeh! 3. Ktilc Gonobitai J. Poapiichii Krben; Brei: Apotheke der Barmhertlgen Brüder, K. Fletiche», F. F ranne, K. I'aal: Rindberg: O. Knlcbet, Laibaeh: M. Mardetachlicer, J. Ua.rr, O. Ptccoii. t". r. Trnk6oif; Llriei: O.Qril» waote; Barbar?: T. Koban. \V. KSniffi Erben F. Prall. E. Taaorikl; Jfarerk: F.. Reieho; Pettaa: J. Behrhalk, H. Molitor . iladker»-hltt. M. Lcjrrei; Rann: B. Srhnldcraehiteb; Wlmlinrh Feiitrits: Fr. Petaolt; Windlaeb-rral: K. Rebul: Wolbbtrc: A. Huth: IL44I jeden Anlaß bedrohte. Und nun begann die Grazer-straße eritatta eine roiloc Jag». Der bedrohte ffnabe flüchtete sich endlich in die Wohnung de« Taalöhner« Johann ffolkchek in dem Hause Nr. 22 her Grazerstraße. Doch auch dorihin folgte ihm der gefährliche Mensch und versetzte ihm hier zwei wuchtige Slläge in« Geficht. Nun griff ein Organist, namen« Nepu«lan, ein und beschützte den Lehrling vor weiteren Mißhandlungen d»« Wütench«, der nunmehr mit einem Sessel aus die Bewohner der Wohnung lo«ging. Mit einem kühnen Satze flüchtete der L hrling durch« Fenster, Pangerl zog neuerding« se.n Taschenmesser, um so dem Flücht gen nachtu» ietzen. Dem Hausmeister Godetz, der in Güte mu dem Berauschten «»«zukommen suchte, und 5er ihm den Weg v-rstellte, dankt« er die Be-mübüngrn damit, daß er dessen Tochter mit Tät-lrchteiten bedroht«. Dem widerlichen und in gleiche« Maße ausregenden Schauspiele ward durch da« Dazwischentreten der Polizei ein Ende bereitet. Pangerl nah« zwar auch gegen den ihm die Belastung verkündenden Wachmann Kalischnigg eine drohende Haltung an, warf sich zu Boden »nv leistete so verzmeiselien unD wilde» Widerstand, daß «S der Belhilse von noch zwei Sicher-deiiSwachmännern bedurft«, um idn von d«r Stelle za schassen. In der Wachstube mußte dem Wüte-„ch, au« dem die Trunkenheit ein wilde« Tier c'macht hatte, die Zwangsjacke angelegt werden. Hinbruchsdiebstahl. Am 17. d. M., ab-nd« um 8 Übe bemerkte der Hausknecht im Hotel Post, in seine neben der südlichen Hoseinsahrl ge-legnen Wohnung eingebrochen worden war. Die schlecht schließende Türe war aufgesprengt und au« einem Tische, nach Abhebung der Tischplatte, eine Lade herautgenommen worden, in welcher sich 160 K Bargeld befanden. Der Bestohlene erstattete sofort die Anzeige bei der Sicherhe»i«wache. Der Wachmann Gollob sand die Lade in der hinter pf« Hotel vorbeigehenden Wogleino. Der Ber-dacht der Täterschaft lenkte sich sosort auf den 26jährigen Taglöhner Michael R o z m a n n au« Lava, der unmittelbar vor drr Tat den be» stohlenen Hau«knecht in seiner Wohnung aufsuchte und um einen Dienst ansprach. Rozmann trieb sich auch um die kritische Zeit mit einem sehr übel-beleumundeten, oft vorbestraften und bereit« in einer Besserungsanstalt untergebrachten Jndivivium mmenS Michael Lednig in dtr Nähe deS Hotel« Post herum. Al« die beiden Verdächtigen von der EicherheitSwache vernommen wurden, verwickelten sie sich bezüglich ihre« Alioi« in Widersprüche. Sie wurden in Haft genommen und dem KreiSgerichte ««geliefert. NücktrUt des Statthalters grasen ßlary T Wie die „ff. Korrefp." meldet, soll der Statthalter von Steiermark. Manfred Graf Elan), demnächst von seinem Posten zurücktreten. Al« sein Nach« ivlger wird der erste SettionSches im Ministerium de« Innern, Viktor Freiherr von Hein, genannt, der vor seiner Beiusung in da« Ministerium al« Lanbe«prästdent in Krain fungiert hatte. Mard au eine« Hffizier. Au« Agra«, 20. d.. wird telegraphiert: Heute vormittag« ver» breitete sich hier da« Gerücht, daß ein Offizier deS 16. Infanterie-Regiment« auf der Schnepfen-;agd bei Eisset unter mysteriösen Umständen ver» unglückt sei. Nachmittag« erfuhr da« Gerücht seine Bestätigung. ES wurde nämlich festgestellt, daß bei Lekenik der Oberleutnant und Bataillon«- adjutant Friedrich Kreuliisch to« aufgefunden wurde, ffreulitsch war ein passionierter Jäger und hatte mit einigen Kameraden ein Jagdrevier ge-pachtet. Er war 34 Jahre alt und stammte au« Rann in Steiermark. Anfang« glaubte man. daß er einem Unfall zum Ovier gefallen sei. Di-Untersuchuni hat jesoch festgestellt, daß ein Mord vorliege. Wer der Täter ist, darüber ist nicht« bekannt. — Die Leiche wurde gestern nach Rann überführt, wo die Beerdigung erfolgt. Den angesehenen deutschen Rann»r Familien ffreulitsch und Del Eott wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Ein Bruder des Verblichenen ist der Kapimlar de« Stifte« Rein. Pate? Bruno Kreulitsch. gine Lokalbahn Aaun —Audolfswert k DaS Eisenbahnminlktirium hat dem Stephan v. Dau-bachy in Arnm die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten sür eine normalspurige Lokalbahn von der Station Rann d«r Südbahn über Landstraß nach RudolsSwert auf die Dauer eines Jahres erteilt. 3Uuu. (Vier Brände auf einmal.) Am 19. d. herrschte in der breiten Ebene Rann-Gurkfeld ein heftiger Wind. Nachmittags sah man auf vier Seiten Schadenfeuer, und zwar in Heil. Kreuz in Krain. in Glodolo, dann war in Truje ein Waldbrand und in Artitsch ist dem Besitzer Josef Levak daS WirtschastSgebäude und dem Besitzer Fran, Pjenicnik da« ganze Anweien abgebrannt. Da« Feuer wurde zuerst dein* Wirtschaftsgebäude de« Levak. welche« an einer gut fr quemierten Siraße lieg», wahrgenommen Die Insassen waren in der Kirche und so geschah e«, daß man da« Feuer, irotzkem e« sosort wahrgenommen wurde, bei dem herrschenden heftigen Winde nicht sosort lokalisieren konnte. Man vermute«, daß ein Raucher ein brennenbe« Zündhölzchen weggeworfen und so den Schaden, welcher üder^OOO Kronen beträgt, verursacht hat. Zlauuer Hemeindewahle«. Am 20. d. fand in Rann die Gemeindeau«schußwahl statt. E« wurden folgende Herren gewählt, und zwar im dritten Wablkörper: Karl Del Colt, Kaufmann; Heinrich Klabutichar, Speriglermeister; Anton Wimpolschek. Wagner; Johann Zechner, Hau«» besitz« al« AuSschußmänner; und al« Ersatz-Männer: Franz Warletz. Gastwirt; Josef Kla-butschar. Tischler; im zweiten Wahlkörper: Bmzenz Grebenz, Besitzer; Johann Ornik. Oberlebrer; Johann Schmied«, pensionierter Postmeister; HanS Schniderfchitsch, Apotheker in den Ausschuß; und alS Ersatzmänner; Frmz Bogowitsch. Bäckermeister ; Fritz Kalb, Saitleim-ist-r: im ersten Wahlkörper: August FaleSchini, Bürgermeister; Adolf Gabritz, Gastwirt; Franz MatheiS, Kaus-mann; Ignatz Prickelmayer, pensionierter Bahn-inspekior und al« Ersatzmänner Johann Pinteritich, Kaufmann, Adolf de Costa, Kausmann. Die Slo» venen haben sich an der Wahl nicht beteilig. Küffer. (JabreShauptversammlukg de«Männergesang«vereineS„Tüsferer Liedertafel*.) Am 23. d. M. dielt di« „Tüfferer Liedertafel- im Hotel Henke ihre Jahre«haupl-Versammlung, welche außerordentlich gut besucht war, ub. Der Ob«ann deS Vereines Herr Dr. Mrawlag erstattete nach Begrüßung der vollzählig erschienenen Sange«brüver den Jahresbericht, de« wir u. o. folgende» entnehmen: Die Vereinstätigkeit war eine recht rege, unier den Veranstaltungen de« Vereines sind besonder« hervorzuheben die HeringSschmau«- liedertafel, die F-stliederiafel zu Gunsten de< deutschen Schuloerein«, welche einen Markstein i« völtisch-n Leben Tüsser« bildet, ferner die Sylvester-liedertasel, bei der sich die oesa«te deutsche Be° völkerung Tüfferö und der Umgebung beteiligte; da« K?änzi>en nahm einen glänzenden V.rlauf und war von Volksgenossen von nah und sern besucht. Mit Worten der Anerkennung gedachte er der musterhasten GeschäfiSsührung deS Vereines sowie deS unentwegten Eintreten» der wackeren Sänger-fchar für die völkische Sache. An Stelle deS au« dem Vereine geschiedenen Säckelwar>e« Herrn Kreßnik erstattete Sangwart Herr Oberiehrer Sermtz den Kassenbericht, welcher geprüft und genehmigt wurde. Die hieraus ersolglen Neuwahlen hatten folgeaseS Ergebn!«: Odmann Notar Dr. Adolf Mrawlag, Stellvertreter SteueramlSkontrollor Josef Stibenega, 1. Sangwart Oberlehrer Joses S er netz. 2. Sanawart Oberlehrer Karl Walentinitsch, 1 Schriftführer K. Bezdovschek, 2. Schriftführer Konrad Loschdorfe r, I. Säckelwart Dr. Han« P r e m s ch a k, 2. Säckel-wart Richard Lopitsch, I.Notenwart Eduard H o r i a k, 2. Notenwart Franz ff o f ch i e r. Bei dem Punkie „allfälliae Anträge* wurde der Be-fchluß gefaßt, eine FrühlingSliedertasel in Kürze z» veranstalten. Bei diesem Punkt« würd« auch allgemein zum Ausdrucke gebracht, daß da« stete Wachten und Ausblühen de« Vereine« auch der werktätigen Mithilfe und Aufmunterung durch die strammen Volksgenossen von Cilli, Steinbrück. Hrastnik, Trisail u. f. w. *u danken sei. Krdvebe» ohne Anterlak Um die dritte NachmittakSslunde deS Sam«iaj, ward in Agra« ein heftige« Erdbeben verspürt. Schaubühne. Der vorige Donner«tag brachte un« em Gastspiel deS italienische» Verwandlung«-künstler« Francardi au« Mailand. Wir können Herrn Francardi nicht die Anerkennung versagen, daß er al« Berwandlung«künstler selbst Gediegene« geboten hat und in der Blitzesschnelle mit der er den Wandel der Erscheinungen vornimmt, den Eingesendet. Behufs Vermeidung von weiteren Verwechslungen wird zur Kenntnis gebracht, dass das von Herrn Eduard Knppanr. in Pristova betriebene Landesprodukteniiesr.häfl unter der Firma Ed. Suppatiz handelsgerichtlich protokolliert ist und daher dieses Geschäft, sowie das in Pöltschach bestehende Einlagerungsmagazin nur unter der Firma Ed. Suppanz geführt wird, andererseits das von Frau Thercse Suppanz in Pöltschach betriebene Landesprodukten- und Eierexportgeschäft untej der Firma And. Snppanz handelsgerichtlichtlich protokolliert und daher Frau Theresia Suppanz allein zur Führung der Firma And. Suppanz berechtigt ist. Therese Suppanz m. p. Eduard Suppanz m. p. als Inhaberin der Firma And. Suppanz. als Inhaber der Firma Ed. Suppanz. Met Kopfzerbrechen. Viel Kopfzerbrechen verursacht, namentlich jüngeren Müttern, welche die praktische Schule der Auserziehung eines Kindes noch nicht durcbqemacht, oft das Schreien der Kinder, da« qanz unvermittelt und anscheinend ohne irgend eine erkennbare Ursache losbricht. Verzweifelt macht die >unge Mutter alle möglichen BkschwtchttgunASversuche und vergebens bemüht sie sich, die Ursache der schmerzen ihres LiebUngS zu ergründen, bis endlich der Arzt oder «ine er-fahren« >reundin sie dahin austtärt, daß das Kind infolge allzureichlichen Genusse» unverdünnter Milch Schmerzen leide. Tie unverdünnte Milch besitzt nämlich einen überaus zrohen Gehalt an Käsestoff, welcher die grob« Serinnung der Kuhmilch im Magen veranlaßt und durch Gärungen im Darme das Zwerchfell in die Höhe treibt, wodurch sich die Kinder belästigt fühlen. Dieser Erscheinung lann man aber ganz leicht dadurch vorbeugen, daß man der Milch einen Zusatz von Kusete» Kindermehl deiqibt, welche» sowohl die grob stockige Gerinnung bei Käseftofies sowie auch die Gä-rangen im Darme vermindert, so daß dann der Stuhlgang weiter leickiter erfolgt. — Der Wert dieses ausgezeichneten Nährmittels, das für die Säugling« und Kinder im zarten Alter von der Aerzteichast des In- und Auslandes längst in nachdrücklichster Weije anerkannt ist, verdient auch nach anderer Richtung hin beleuchtet zu werden. — Gerade jetzt, wo die ersten warmen,>rahlingsskahlen die junge und die iüngftte Welt aus der Kinderstube herauslocken, sieht man in den öffentlichen Gärten und aus den Promenaden so viele Kinder, die an der sogenannten „englischen KrnnfVü" leiden. Diese schon deim Säugling austretende Krankheit bewirkt, besonders bei nicht rationeller Ernährung, sehr oft ein bedeutendes Zurückbleiben der Eniwicklung der Arme und Beine im Verhältnis zu dem großen Kopse. Auch hier hilft KufekeS Kindermeql, denn durch Zusatz desselben zur Kuhmilch kann man die Entwicklung der Knochenbildung und des MuskelfteischeS aufs günstigste beeinflussen. Kusete« Kindermehl besitzt nämlich die in der Muttermilch enthaltenen Nährstosse im richtigen Verhältnisse: eS enthält ansreichende Mengen von Mineratstossen zur Knochen- und Fleischbildung sowie von Eiweißstoffen zur Bildung der MuSkelsudstanj und bildet durch diese Eigenschasten ein wirksames Palliativ gegen die englische Krankheit. Gerte 6 »Ae«t-7ch- WRcht- Nummer 24 Die herrorragend&ten n.eduini»chen Autoritäten verwmle® Rohiischer „Si/riaquelle" b« ehrofl. Kehlkops- o. Broncbialiatarrhen. (Sinen Besuch an Nachmittag mit Raffet zu bewirte«, »ütbe mit Recht für veraltet gelten, denn der fir« o'clock Te» hat den Kaffee längst verdrängt Feiner Zhee wirkt aufheiternd und erquickend! ein wohlschmeckende», bekomm-lichereS Getränk als j. B. die von der bekannten Thee firma M e ß m e r Frankfurt a. M.) importierten Lhoie. l^pi»v« Lovcbooe und Kaiserlhee kann nicht geboten werden. yrhältUch bei Franz Zanqger und Gustav Stiger. k> Dannt CniHn ™" *»■»• »>« f. IIJ» ».»«.i« alle» DrdUl'OClUo Krans» in» schon verteilt in» ©in« , «liefert. Weich« *fi..litt ineiuah! um- letdrn-Fabrlkt. Hrnnrbfpf, ZArlcH. Besten seiner Ar, gleichkommt. JnSbesonder« bot er al« I^iane de Poögy eine hübsche Uederraschung und auch die Treue der Nachahmung, die er bei de« Strauße berühmter Komponistevtöpse erzielte, muß rühmend hervorgehoben werden; damit standen jedoch die übrigen Darbietungen, da« Spiel aus dem Xylophon vielleicht ausgenommen, nicht aus gleicher Höhe. Da« Austspiel: „Die Schulreiterin-, la« mit seinen drolligen Verwechslungen angenehm über die Zeit biniveghilst und der bekannte Schwank„3» Cioill", der seinen Berns redlich «rsüllie und laute Heitnkeit«au«brüche entsefst», vervollständigten den im großen Ganzen genuß» reichen Abend. Vorsicht» gnädigst* Frau, beim Einkauf! Tah Bohnenkaffee, diese» »Nervengist«, wie ihn erfahrene Hvgieniker nennen. der Aesunddeit nicht zuträglich ist, wiidIlme« sicher bekannt sein. Sie verwenden daher gewiß, wie bereits die meisten unserer Hausfrauen, mit dem Bolmenksffee den drwüdrtefien Zusah, Kathreiner? Sneipp Malzkaffee, der allein Aroma nndSefchni^ck de» Bohnenkaffees besitzt und sich ungleich als einzig entsprechender Srioy sür den Bohnenkuffee. wo dieser ärztlich ganz unter» sagt wird, erwiesen hat. Wenn Sie aber, verehrte gnädigste Frau, denn Einkauf nur einfach Äalzkaffee ver-langen, erhalten Sie nicht immer den echten, so allgemein beliebten »athreiner. Betonen Sie daher, bitte, ausdrücklich dielen Namen und nehmen Sie nur die_ verschlossenen Lriginalpakete an mit der Überschrift: «Kathreiner» Kneivp Mal Kaffee« und dem Bild Pfarrer Kneipv alt Schuft-marke. Nur f« kaufen Sie gut! Mettartikel Aekelinus! In unserem heutigen Inseratenteil machen wir unsere geschätzten Leser aus ein neue« bi« jetzt unüb«trejfliche» Putzmittel besonder« aufmerksam. Musikautomaten, siehe heutige« Inserat der I^irma Ludwig Hupfeld Att.«Ses,, Wien V/., Mariahilserstraße 7—9. Die Firma, die bedeutendste ihrer Art aus dem Kontinent, legt seit jeher Wert darauf, die Musik mechanisch selbstspielender Musik-werke immer zu verfeinern, scdoß sie auch da« musikalische Ohr nicht meh» beleidigen. Tatsächlich hat die Firma auch Werke geschaffen, wir erwähnen nur Phonoli«zi. die da« Wort Automat oder mechanisch nicht mehr verdienen, da« Spiel ist viel-mehr da«jenige eine« musikalisch feinfühlenden und gebildeten Klaoiervirtuose»! Du mit dleter Marke geiehillit« Keller Pflan«ett.Eaaen»e«-Fliitd bebebt floaten, Heiterkeit. Nereoeltdl Bihnupfen, Hslt-tebmentn. Btnst-, (lelenkurbmerxen. Müdigkeit. Schwäche. 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Aber warum gehen Sie nicht nach dem Post« amt. und erkundigen sich nach der Telephoiinummer. die Sie angerufen hat?' Die Frage schien David großen Spaß zu machen, denn seine Lippen verzogen sich zum Lächeln. .AlS ich sozusagen wieder zu mir kam. tat ich das,' versetzte er. „Aus meine Frage, wer mich bei jener ver-hängniSvollen Gelegenheit angeklingelt, erfuhr ich, es wäre Nr. 0017 Keusington und . . .' .Gates eigene Nummer in PriuceS Gates?' rief Bell, „die Sache vernickelt sich - »Ja. das tut sie in der Tat,' bestätigte David ; düster. »Ich suchte GatcS Haus auf, und man spricht Au mir iu so feierlichem Tone, da>; ich fast darauf ! schwören möchte, ich wäre vorher nie hier gewesen. Die ganze verrückte Expedition wurde durch das Telephon eines vornehmen und geachteten, wenn auch prosaischen Bürgers eingeleitet. Einem bestimmten Jemand fällt der ' Entwurf meiner Geschichten in die Hände. Gott weiß, wie.' .Nun das ist ziemlich einfach. Der Entwurf war vermutlich kurz?' „Nur ein paar Zeilen, vielleicht tausend Worte auf einem Stück Papier. Meine Schrift ist sehr klein, ich hatte daS Ding in ein offenes Kuvert gesteckt und als Drucksache mit einem halben Penny beklebt. — ein gewöhnliches Zeitunaskuvert. Daraus stand GeschäftSpapiere — dringend. Außerdem lagen noch die Korrekturen einer kurzen Geschichte in dem Umschlag.- „Httt das Kuvert seineu Bestimmungsort erreicht?' „®o viel ich heute Morgen gehört habe, ja. Aber, wie in aller Welt —" .Ach, daS ist ganz einsach DaS gan >e Ding ist in ein größeres, offenes Kuvert hineingerutschi, vielleicht iu ein Zirkular oder einen Ka! .log. wie sie große Firmen gleichzeitig mit Mustern verschicke». Die ©iche ist der Frau in dir Hände gefallen, die diese ganze Geschichte hier dirigiert, und sie l*at den Entwurf aus r.i»er Neu-gierde gelesen. Der Fall paßte zu ihrem Fall, d i haben ?ie die Geschichte. Ich sage nicht, daß die Geschichte sich wirklich so abgespielt hat, aber sie könnte sich so abgespielt haben. Wann haben Sie den Bries zur Post gegeben?' , „DaS Datum kann ich Ihnen nicht angeben — Sagen wir vor zehn Tagen." „Und Sie verlangten keine schnelle Antwort?' fragte Bell nachdenklich. „Sie halten sich in dieser Hinsicht iiber nichts zu beNagen? Uebrigeus brauchte die Frau, die das Kuvert gefunden, es ja nicht länger als eine einzige Post zu behalten, was in London nictit mehr als eine Stunde ausmacht. Wenn wir weitergehen, findn, wir, daß Geld in dieser Geschichte keine Rolle spielt, daö beweist das Anerbieten von tausend P'und und d,e sorgfältige und zweifellos teuer« Erkundigung nach Ihrer Lage, lsteel, die Sache macht mir Span." »Nun, amüsieren Sie sich darüber nur so viel Sie wollen,' versetzte David ärgerlich. »Was mich betrifft, so kann ich nichts Komisches daran entdecken. Aber ist daS nicht das Bureau, das Sie suchen?' Bell nickte und verschwaud, um gleich darauf mit zwei äußerst rostigen Schlüsseln ,zurückzukehren, die mit einem Stück Zeug zusammengebunden waren. Er schlenkerte sie au seinem lange», dünnen Zeigefinger, mit augeuscheinlich vergnügter Miene hin und her. .Kommen Sie jetzt,' sagte er. »Ich komme mir vor. .' wte ein Junge, der iu einem Vogelnest etwas Seltenes entdeckt Hat. Wir wollen jetzt nach BrniSwik Squar« genau aus demselben Wege zurückkehren, den Sie in der Nacht des großen Abenteuers zurückgelegt habe«.' 9. Kapitel. Die Hausnummer. Sehen Sie etwas Besonderes an der Art, wie mau eine Straße betritt?' fragte David. »In der größten Kleinigkeit kann man etwas Be-sonderes entdecke»,' versetzte Bell, selbst in den Woneu des Geistesgestörten. Ich habe zuweilen wunderbare Resultate erzielt, wenn ich den einzelnen Bemerkungen eines Pa Heuten folgte. Außerdem sollen Sie sich an dem be-treffenden Abend dem Hause von der Zeeseue her ge-nähert haben.' ..Mag sein,* versetzte Steel. »Aber wir sind an unserem Bestimmungsorte angelangt. Die Zahlen über den Gaslaternen gehe» von 187 auswärts, und zwar bis zu 2 IS in schräger Richtung. Um ein Uhr morgens dürste jedeS HauS dunlel sein. Haben Sie das auch gemerkt?' .Ich habe nirgends ein Licht erblickt, ehe ich 219 erreichte.' .Also gut. Sie haben die Nr. 219 nur vermittelst des Lichtes über der Tür entdeckt. Selbstverständlich haben Sie auf andere Nummern gar nicht geachtet. Hier ist 218, ich mache Ihnen den Borschlag, hineinzugehen, zu diesem Zwecke habe ich mir die Schlüssel geben lassen. Kommen Sie." David folgt verwundert. Die Häuser auf dem BrunSwick Sqnäre sind was ihre Bauart anbetrifft, etwas unregelmäßig, und nur 218 und 21» ähnelten sich. Tie beiden Borsäle. bezw. daS Treppenhaus, lagen sozusagen Rücken an Rücken, und ein Torweg führte von einem zum andern. Die düstere und traurige Ber-lasseuheit eines leeren HanseS trat hier ganz besonders stark in die Erscheinung, merkwürdiger Äeise aber lag kein Staub auf der Erde, während au den Decken und an den Wänden braune Spinneweben heruuihingeu. ' Bell lächelte zustimmend, als David Steel ihn lx>-rauf aufmerksam machte. .Ist Ihnen sonst noch etwas aufgefallen?' fragte der Erstere. .Nein,' versetzte David nachdenklich. „Doch halt, die beiden Seiteusenster des Erkers sind geschlossen, und im Mittelfenster befindet sich derselbe scharfrote Vorhang. Auch die Farbe der Wände ist genau dieselbe.' »Das ist in der Tat das Zimmer, iu welchen, Sie neulich Nacht gewesen sind.' erklärte Bell ruhig. »Unmöglich,' rief Steel. »Der Lorhaug kann ei» Zufall fein, aber das Mobiliar, die Bilder, kurz, das ganze Drum und Dran —" »Lassen sich recht wohl erklären, man muß nur mit der u-jtigen Geduld vorgehen.' »Können wir auch die Nummer über der Tür mit der nötigen Geduld erklären?' »Dahin komme ich jetzt gerade. Ich habe in dem Hinteren Wohnzimnier einen Tritt bemerkt. Wollen 2i« so gut sein, ihn für mich an die Laterne stellen?' f David kam dem Wunsche bereitwillig nach. Die Sache interessierte ihn unwillkürlich. Aus Bells Auf-fordermig stellte er den Tritt vor die Laterne und stieg selbst mit hinauf. Ueber seinem Haupte war die Zahl 2l8 in länglicher Gestalt aus weißem Porzellan zu sehen. MM. Blätter zur Unterhaltung und Velehruug für Haus und Familie. 5»»«tagsveilage de? „pentschea Wacht ^ in KilN. tt\ 11 «Di» Sslbmart" ers pathie mit dem lieblichen Geschöpf, das so verzweifelt vor ihm stand. „Sagen Sie bitte nicht« weiter/ rief er, nahm die ausgestreckte Hand in die seine und siihrte sie an die Lippen. .Ich will Sie nicht überstürzen; Hast wäre in der Tat Aejnhrlich. Wir haben ja auch reichlich Zeit. Ich will Sie auch nicht drängen. Doch Sie werden in Kurzem einen Schlüssel zu dem Rätsel finden und mir die Auslösung liesern, ohne von Ihrer Ergebenheii gegen andere das Geringste zu opfern. Ich möchte Sie um alle Well nicht betrüben, Mig Gates. . . DaS war eine recht merkwürdige Unterredung, finden Sie nicht ?" Die Tränen zitterten wie Diamanten an den langen Wimper» des Madchens, nnd ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Die plötzliche Wandlung war ganz entzückend. .Sie können sie recht gut eine unglaubliche Unter» reduug nennen/ versetzte sie lächelnd, „umsomehr, als Sie unmöglich früher lner gewesen sein können.' ,AlS ich vor zwei Nächten in diesem Zimmer war," protestierte David, .sah ich, —" .Mich etwa? Wenn das nicht der Fall war, können Sie nicht hier gewesen sein." Eine kleine, mißgestaltete Figur mit dem Gesicht eines Byrog Apollo auf der Büfte eines Satyr — kam durch die Tür des dahinter liegenden Zimmers mit einigen Briefen in der Hand. Die dunklen, scharfen Augen deS Fremden waren forschend auf Steel gerichtet. „58?ll." rief der Letztere, „Hatherly Bell, Sie haben gelaustht?" * Der kleine Mann mit dem Götterkopf gab die Tat» sache kühl und ruhig zu. Er hatte in dem Hinterer» Zimmer einige Briefe geschrieben, und ein Entrinnen war ihm unmöglich gewesen. .Nomisch, ich wollte Sie heute aufsuchen/ sagte er. .Sie haben mir einmal erntn großen Dienst erwiesen, und ich sehnte mich danach, ihn Ihnen zu vergelten. -Ich kam hierher, um meinem Freunde Gates m einem großen philantropischen Unternehmen. daS er beabsichtigt, meinen Rat und Beistand angedeihen zu lassen, und hörte, während ich da drüben Briefe schrieb, Ihre merk» würdige Unterredimg. Kann ich Ihnen helfen, Steel?" .Mein lieber Freund/ rief David, .wenn Sie mir alle klugen Geister Europas znr Verfügung stellten, ich würde keinen so freudig wählen, als den Ihren." .Geben Sie mir darauf die Hand. Ui,d jetzt muß ich Ihre Ansichten gleich erschüttern, ich höne nämlich, wie Sie bestimmt behaupteten, Sie wären vor zwei Nächten in diesem Zimmer gewesen.". .Ich will die Tatsache eidlich bekräftigen, mein lieber Bell." „Sehr gut, wollen Sie mir gefälligst die Stunde nennen?" .Gewiß, ich war hier von ein Uhr — sagen wir zwischen eins lind zwei." .Ich auch. Bon elf bis zwei war ich in demselben Zimmer und rechnete an diesem nämlichen Tisch, bei meiner Studierlampe, da kein anderes Licht im Zimmer, ja, so viel ich weiß, nicht einmal im Hause ist. Es ist eine Marotte von mir — wie Narren es nennen, in einem großen dunklen Zimmer mit nur einem Licht zn arbeiten. Darum können Sie in der fraglichen Nacht nicht im Hause, geschweige denn in diesem Zimmer gewesen sein." David nickte schwach. Gegen BellS Behauptung ließ sich nicht ankämpsen. .Ich vermute, daß das hier No. 219 ist?" fragte er. .Gewiß," versetzteMiß GateS, .darüber sind wir einig." .Ich habe die Nummer nämlich beim Lichte der Laterne gelesen/ erklärte Steel. »Ich bin auf Ber- abredung hierher gekommen, und es war alles, wie ich eS jetzt jehe. Bell, Sie müsse» mich entweder von die>e Täuschung heilen oder mir logisch beweisen, daß ich u geirrt habe, Jetzt komme ich mir v»r wie ein Kind, iu. mit dein Alphabet känipst.' .Ihr Wille geschehe/ sagte Bell, .kommen Sie " Steel erhob sich nicht allzu willig. Er wäre gern noch länger bei Ruth geblieben. _ Sie streckte ihre Hand auS, es lag ein warmes, fröhliches Lächeln auf Ihrem Gesicht. .Möge» Sie Glück haben/ flüsterte sie . . . .Be« suchen Sie inich wieder, denn ich möchte Sie gern — sehr gern näher kennen lernen. Und ich habe ja auch Schuld, — ach, wenn Sie wüßten." .Also ich darf wiederkommen?' fragte David eifrig. Ein weiteres Lächeln und ein warmer Höndedriick waren die einzige Antwort. Gleich daraus stand Steel draußen mit Bell ans der Straße. Der letztere blickte nach dem Hanse auf der anderen Seite von 21S, die größeren Häuser waren vermietet, das dem See ant nächsten gelegene — 218 — war leer. Ein Zettel am Fenster besagte, daß das Gebäude von den Herren Wallace und Ärown, Station Quadrant, zu vermieten war, wo man sich auch die Schlüssel holen konnte. .Wir wollen einen kleinen Spaziergauq machen," sagte Bell, .kommen Sie.' .Wo gehen Sie hin?" fragte Steel. .Zn den Herren Wallace und Brown. Augenblicklich biu ich ein Herr, der ein HauS zu mieten sucht und habe eine eigentümliche Schwäche für den Brunswick Square, namentlich für No. 218. Wenn ich mich nicht sehr irre, werde ich Ihnen jetzt etwas zeigen, was selbst den hartgesotteristenKriniinalschriftsteller verblüffen würde." 8. Kapitel. H a t h e r l y Bell. D ie seltsame Mißgestalt, die an»Steels Seite dabin-schritt, hätte überall Aufmerksamkeit erregt, und tatsächlich war Bell schon seit seinen Schuljahren eine interessante Persönlichkeit gewesen. Ein seltsames Gemisch von Eitelkeit nnd glänzende» geistigen Fähigkeiten, hatte Bell ebenso viele Freunde wie Feinde. Trotz der außergewöhnlichen Schönheit seines Gesichts war er über seine Figur tief« unglücklich, und eS brachte ihn fast zum Wahnsinn, wenn mau ihn bemitleidete oder auch nur Sympathie mit ihm empsand. Dabei gab es viele Frauen, die fein Los gern geteilt hätten. Sein wunderbar gemeißeltes Gesicht wies Strenge und Schönheit ans. Es war das Gesicht eines MamieS. der herrlich« GeisteSgabeu besaß, und seine AnziehungS» kraft war nicht geringer, weil die Haut so glatt wie die einer Frau, die Äugen so klar wie die eines Kindes und das schöne Haar vollständig weiß war. Das Gesicht eines Mannes, der stolz und lange gelitten, ein Gesicht, das einen großen Kummer verbarg. Es gab eme Zeit, wo man Bell in ärztlichen Kreisen zu den ersten Operateuren gezählt, aber auch auf dem Gebiete der Geisteskrankheiten und Gemütsstörungen hatte er sich ausgezeichnet. Er besaß ein wunderbares Talent für psychologische Forschungen, und ging in seinen Er» klärungen soweit, daß er behauptete, Wahnsinn wäre mehr eine Unpäßlichkeit und eben so zu heilen, wie jede andere Krankheit. .Wenn Bell so fortfährt, wie er an-gefangen," erklärte einstmals ein großer, deutscher Spezialiit, .so wird er ohne Zweifel der größte Wohltäter seit Be-ginn der Welt werden.' Bell galt allgemein als der kommende Mann. Dami aber war er plötzlich verschwunden, wie ein Stern, der vom Zenith fällt, es hatten sich dunkle Ge-rüchte von einem schreckliche» Skandal geltend gemacht, eine Unteritlchuug war einaeleitet worden, die ein starler. per,änlicher (Sinfliis unterdrückt. geheimnisvolle Notizen in den Zeitungen, und das Verschwinden des NamenS Hatherly Bell ans der Reihe der großen Aerzte. Nie-inand schien etwas genaues zu wissen, doch Bell wurde von »alle» fallen gelassen, bis ans einige wenige Freunde, und widmete von nun an seine Anfmerksamkeit der Krimi-»alogie und der Eiiiwicklungstheorie des Verbrechens. Bell rühmte sich, er könne zwölf Männer auss Gerade-wohlanb einer Masse herausgreifen und ohne weiteres ihre Fehler und Vorzüge angeben. Er war in dieser Beziehung wunderbar begabt. Au weilig Leute schloß er sich an, darunter an Gilead Gates JDer Millionär imö Philantrop brauchte jemand, der die'Schafe von den Böcken sonderte, und Bell irrte sich »ie. David Steel hatte den, Spezialisteu vor ein oder zwei Iahren einige kleine Dienste erwiesen, und Bell war ihm dafür sehr verpflichtet. „Sie sind ein tüchtiger Fußgänger?" sagte David. „Ich gehe schnell, weil ich schnell denke/ versetzte Bell. „Steel, Sie sind in großer Sorge?" .Um das zu sehen, bedars es keiner großen An-streugung," verletzte David bitter. .Außerdem haben Sie ja eine ganze Menge gehört, als Sie ... Sie —" «Alö ich lauschte," ergänzte Bell kühl. „Natürlich hatte ich nicht die Absicht, den Horcher zu spielen, und keine Ahnung, wer der Mr. Steel war, der Miß Gates zu sprechen wünschte. Aber trotzdem habe ich aus Ihrem Gespräch mit Miß Gates nicht ersehen können, worin Ihre Sorgen eigentlich bestehen." „Sie nicht, aber Miß Gates weiß es ganz genau." „Es ist ein Vergnügen, einem scharfsinnigen Manne, wie Sie es find, zu helfen." sagte Bell, mit dem Kopse nickend. „Sie gehen gerade auf das Geschwür los und schneide» alles Ueberflussige weg. Die Unterhaltung, die ich vorhin mit angehört, hat mich sehr interessiert. Sie sind in großer Sorge, und diese Sorge hängt mit dem Hause Nr. 219 Brunswick Square' zusammen — ein Haus, in dem Sie vorher nie gewesen sind." „Mein lieber Freund, ich war vor zwei Nächten in diesem Zimmer. Nichts wird mich von der Ueber-zeuguim abbringen, daß ..." „Sie irren sich, den» ich werde Ihnen das Gegenteil beweisen. Sie möge» lächeln und den iiops schütteln, aber bevor eine Stunde vergangen ist, werde ich Sie über-zeuge», daß Sie nie in 219 gewesen sind." „Worte, Worte." murmelte David. „Nun, eine Stunde ist ja keine lange Zeit." „Nein, aber Sie müssen mich aufkläre», wenn ich Ihnen helfen soll. Wie gejagt, die Sache interessiert mich sehr. Sie kommen in verzweifelter Stimmung in das Haus meines Freundes. Miß Gates ist Ihnen eine vollftänii^z fremde, und doch versetzt sie die Nennung Ihres w peinlichste Aufregung. Obwohl Sie vorher nie % lil» gewesen sind, sind Sie ziemlich sicher nnd ich bin eS auch, daß Miß Ruth Gates von den Sie betreffenden Angelegenheiten eine ganze Menge weis;. Ich dagegen weiß nichts darüber. Wollen Sie mich nicht ins Geheimnis ziehen?" „Zum Teil ja," versetzte Steel. „Nehmen wir an, man hätte mich gewählt, um einer Tame einen Dienst zu erweisen, die Brunswick Square Nr. 219 wohnt. Nehmen wir ferner an, daß die Unterhaltung. Die mich zu der schmeichelhaften Ausgabe führte, tele-phoniich stattfand. Sie sand nämlich tatsächlich tele» phonisch statt. Die Sache war so geheimnisvoll einge-leitet, daß ich natürlich zögerte. Man bot mir tausend Pfund für meine Dienste, auch machte mich die Sprecherin darauf aufmerksam, daß ich diese» Geld dringend brauchte." „Ja, brauchten Sie e» denn dringend?" .Lieber Kreuud. ich bätte vielleicht einen Einbruchs- diebstahl begangen, um es zu bekomenm. Und wer hatte ich nichts weiter zu tun, als eine Dame geheimnisvoll mitten in der Nacht in Nr. 21» aufzusuchen und ihr zu sagen, wie sie aus einem gewissen Dilemma heraus-kam. DaS Ganze war mit dem Entwurf eines neuen RomanS von mir verquickt, . . . aber ich will Ihnen lieber die Sache ganz eingehend schildern." David tat es denn auch, und Bell, der einen Arm unter den seines Begleiters geschoben hatte, folgte der Erzählung mit größtem Interesse. ».Sehr seltsam und sehr packend," sagte er schließ-sich- „Ich werd« eingehend darüber nachdenken. Aber fahren Sie fort." „Ich komme jetzt zu dem springenden Punkt. Ich hatte das Geld, ich hatte die reizende Zigarrentasche, und schließlich fand ich auch den zeritochenen und blutigen Menschen in meinem Salon. Die Zigarrentasche lag im Salon aus der Erde. Merken Sie sich daS wohl; ich hatte sie wahrscheinlich vom Tische gefegt, als ich ans Telephon stürzte, um die Polizei zu rufen. Als Marley kam, fragte er mich, ob die Zigarrentasche mir gehörte, ich sagte zuerst nein, weil „Ja. ich versteht schon, fahren Sie nur fort." .Diese Zigarrentasche verlor ich also. Ich ließ sie im Kontor von Mossa. d«m ich etwa tausend Pfund schuldig war. Um mich zu ärgern, bringt oder schickt Mossa die Tasch« zur Polizei, die deswegen ohne zu wisse«, daß sie mir gehört, in der Zeitung annonziert. Sie werden gleich sehen, warum sie überhaupt amion-zierte." „Weil sie dem verletzten Mann gehörte, wie?" David stutzte und blickte seinen Gefährten verblüfft an. „Wie, um Himmelswillen," stöhnte er, „Sie wollen doch nicht etwa sagen, daß Sie wissen . . ." .Bis jetzt weiß ich gar nichts, das kann ich Sie ver-sichern," erklärte^ Bell kühl. „Nennen Sie es Ein-aebung, wenn Sie wollen. Ich nenne es lieber das Resultat eines logischen Denkprozesses. Ich habe natür-lich recht?" „Gewiß haben Sie recht. Ich reklamierte diese Tasche als mein Eigentum. Ich hatte meine Anfangs-buchstaben hineingekratzt, die ich Marley zeigte, als ich nach Ver Polizeiwache kam. Dann sagte mir Marley. daß ich Mossa ca. tausend Pftfnd bezahlt, und das Geld in kürzester Frist in meine Hände gekommen fein müsse. Es wäre sehr häßlich für mich, wenn ich für den Besitz des Geldes keinen triftigen Grund angeben könnte; aber eS kam noch weit schlimmer. In den Taschen deS verwundeten ManneS fand sich eilte Quittung über eine mit Diamanten besetzte Zigarrentasche, die am Tage des Mordversuches gekauft worden, und der In-welier Walen hat zweifellos bewiesen, daß die von mir reklamierte Tasche in seinem Laden gekauft worden war." Bell nickte ernst mit dem klopfe. „Dadurch sind Sie m eine sehr bedenkliche Lage ge-kommen." meinte er. „Eine recht milde Ausdrucksweise," versetzte David. „Wenn dieser Mensch stirbt, hat die Polizei genug Be-weise gegen mich, um mich zu hängen. Und worin besteht meine Verteidigung? In der Geschichte meines Besuches in Nr. 21». Und wer würde diese Geschichte glauben? Noch dazu, wo dieses Drama sich in dem Hause eines Ehvenmannes, wie Gilead Gates, ab-gespielt hat.' „Es ist nicht sein HauS," versetzte Bell, „er hat eS nur gemietet - „Bei jedem anderen würde ich Ihre Bemerkung für kindisch halten." sagte David gereizt. „Die Bemerkung hat vielleicht' eine tiefere Bedeutung, als Sie jetzt ahnen," emgegnete Bell. „Ihre Lage in mir ganz klar. Natürlich würde Ihnen kein Mensch Nummer 24 Eeile 7 Südmärkische Volksbank Grass, Radetzkystrasse Nr. 1, l. Stock--Hpareiiilagen zu 4% auch von Nichtmitgliedern, verzinst vom Werktage nach Erlag bis zur Behebung, in der Regel kündigungäsrei. Die Rentensteuer tragt die Bank. Auswärtige Einleger erhalten Postsparkasse-Erlagscheine. Kontokorrent- Einlagen ru 4*/0 - Bürgschaft*- jk Weclisel- Darlelien «SSL Escoropte und -Kredit. Belehnung von Wertpapieren. Bestellung vonBau- undLIeferungs-Kautionen. 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