79. lalirfmig Ersdwäil wAeboillkh leekfmal (mit Ausmünne der Feien agej. Schrift-|0i«iiafk TtrwAiliiiii ond Bueli4nick«rm T«l. 25-67, aM8 luid QM». Marlkor. RopalUka ullea 6^ Mamiskripte werden nicht retotnniiert. Anft'HW ROckporte beUefni, Nr. 49 MHtvrech, d*n 1. Müra 19S9 Inseraten- und Abonnenients-.\nnahme in Maribor, Kopali&ka ulica 6 (Verwallunfl). Bezugspreise: Abholen monatlich 23nin^ zustellen 21 Din, (^urch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland uionatlich 33 Din. Einzelnumnier und 2 Diu. Pr«ta Dkt 1*50 Inriliom ötitnng ^raiitreictid iStapital in Sttt^ofteuropa In der letzten Zeit hat die franiOsidche Regierung mit südosteuropäischen Un* dem HandetovertrAge abge^chtoMon, d>e eine wahre RevoluÄonferung der franzö' sischen Handelspolitik luf dem Gebiete der PrAferenzzöIle, Sonderkontingente, der Einfuhrkontr^e, der Preiskontrolle, der Zahlung von Preisen über der Welt-marktpantät darstellten. Solche Verträge hat Prankreich mi^ Jugoslawien, Bulga* rien und Rumlnien zum Abschluß gebracht. Daß die französische Regierung vor allem p o 1 i 111 e h ■ Momente im Auge behielt, als sie sich zum Abschluß dieser Handelsverträge entichloB. braucht wohl nicht besonders betont zu werden. Es ist vollkommen klar» daS Frankreich die verlorenen politischen Positionen im europaischen Südosten durch wirtschaftliche Beeinflussung wettzumachen versucht, um dk beiden Achsenmttohte wenigstes teilweise aus ihren Positionen zu verdringen. Die Polltk der französischen Regierung mit ^hren Engagements im Südosten steht aber In einem zweifelhaften Verhältnis zu der Politik, die das französische Privatkapital in Jugoslawien betreibt. Hinreichend bekannt dürfte es sein, daß die beiden führenden französischen Institute für die Abwicklung von Geschäften im Dn-taubecken — die Un'on Europ^enne und die Binq|je de Pays da TEurop^ Centrale liquidieren mtts* seil. Das zweitgenannte Institut mußte anläßlich der Rückgliederung der Ostmark sein wichtigstes Aktivum, d. 1. die Wiener Ulnderba^^k, aufgeben. So blieb ihm lediglich die Prager Länderbank übrig, deren Zukunft sehr pessimistisch beurteilt wird, ferner noch minderheitliche Engagements in polnischen, rumänischen, ungarischen und jugoslawischen Gesellschaften, vor allem in Banken. Die Bank konnte Jedoch, seitdem sie die Wiener Fi» liale aufgab, die Geschäfte nur auf stark eingeengter Basis fortsetzen. Die Union EuropÄenne — eine Hol-d ng-Gesellschaft, In der der Schneider-u. Creuzot-Waffenkonzern dominiert — hat ihren Anteil bei den Skoda-Werken, bestehend aus 280.000 Aktien, der Prager halbstaatlichen Angio-Bank um 320 Millionen Franken abgetreten. Die Union Europeenne w'll außerdem ihre Engagement® bei den einstigen tschechischen Mines et Forges verkaufen, die jetzt haupt sächlich in Polen liegen, ebenso die Engagements bei der Huta Bankowa u. bei der Allgemeinen Ungarischen Kreditanstalt. Stößt die Union Europienne diese Werte ab, so würde Ihre Existenz im Süd Osten noch weniger begründet erscheinen als die der Banque des Pays de l'Eu-fope Centrale. Sollten die beiden Banken aus irgendeinem Grunde noch weiter tätig bleiben, dann w'rd sich in der Geschäftsgebarung i^it dem Donaubecken nur mehr die Ban-fiue des Pays de l'Europe Centrale zu af-i'rm eren vermögen. In diesem Falle wür-ci" sie ihren Hauptstützpunkt weniger in tier französ schen als in der englischen Wirtschaft beziehen, die in ihr engagiert Töot öer Uebergabe OHoDriDd 100.000 OftenWdtn ftirrn in Surgo« <$rnrrQl 9ran(0 / TlotfpanifdN <$rnrräle Iwr 6tr Qlbreife in< Hluelanö / Sie Qinerfennunii Sranco« ftUend $ranlrei(O0 MHom / England folgt Mr na(Dniiltage / ®ir QSrreinlsten etaaten mat&en nod^ ISorMimite Burgoe, 28. Feber. (Avala.) Ueber 100.000 Menschen deflttert^ gestern in ei nem Slegesfakkelzug an der i^ldenz dea Ofoerala Franco vorüber, der aus Ka-talonico nach Burgoa zurückgekehrt war, um den Sieger über Rotspanien zu begrü-Otn. Qeneril franco hielt an die b^ei-•t«rte Menge der vielen zelmtauaende vom Mkon seines Palaatea eine Rede, in der er tt. a. sagte, die nationalspanische Wehrmacht sei heute stärker denn je zuvor und er sei stolz darauf, Oenerallssimua ^Ueser hsrrlkhen Armee n sein. Noch vor einigen Tafen habe ein QroOtell der Welt die Rote« als die legalen Vertreter Spaniens anerkannt Erst der glorreiche Sieg der nattonalen Trappen habe diese Welt fitierseugeo müssen, In wessen Lager Spa nien heute steht. Jetzt beeile man sich mit der Anerkennung der Regierung in Barges. Vorgest^ sei es Argentinien gewesen, nun seien Frankreich und England ge folgt Dies sei der schlagendste Beweis für den Sieg, den das natkmale Spanien nidit nur Üter die lntematk>nale Freimaurerei, sondern aueh gegen Kommunismus und Anarchismus davongetragen habe. Ea sei der Sieg, den die fange spanische Generation an ihre Fahnen geheftet habe. Oeneral Franco dankte ganz besonders Portugal, Italien und Deutschland, die den Sieg Spaniens ermöglichten. Er schloß mit einem »Arrlba Espanal« in welchen Ruf die Menge begeistert einstimmte und sich unter Abslngung der Falanga-Hymne allmählich zerstreute, Paris, 28, Feber. (Avala). Heute er-seMen das amtliche Kommunk|uee, welches die de facto- und de iure-Anerken-ming des Generals Franco durch die französische Regierung in alter Form feet-stellt. Burg OS, 28. Feber. (Avala), In hiesigen militärischen Kreisen verlautet, daß sich die Dhige nunmehr viel rascher abspielen, als man ursprünglich angenommen habe. Für den Einmarsch in Madrid seien alle operativen Einzelheiten beendet. Der Einmarsch sei hi allernächster Zeit zu erwarten. Vor Madrid sind die Lebens-mittebnagazine bereits aufgefüllt, so daß die natkmalen Truppen in dem Moment der Übernahme der Stadt die ausgehungerte Zivilbevölkerung sofort mit Lebensmittel versorgen können. In al'en Städten Natlonalspanlens werden bereits Beiträge j für das JMadrlder Hilfswerk gesammelt. I Barcelona, 28. Feber, (Feber). Wie aus Valencia berichtet wfrd, berichten die , dortigen Btttler, daß dem Verteidiger von Mad^, Oeneral M i a J a, und noch wei« .teren acht rotspanischen Generälen auf , Orund ehies Dekrets die Bewilligung zum Verlassen spanischen TerritorHims erteflt worden sei. In Barcelona herrscht allgemein die Auffassung vor, daß der voll-ständige Zusammenbruch der rotspanischen Herrschaft nun lawinenartig vor sich gehen werde. London, 28. Faber. (Avalia). Nach Behauptungen in hiesigen informierten Kreisen wird Sir George Mousry, ein hoher Beamter der allgemeinen polltischen AbteHimg des Foreign Office, zum ersten Botschafter Englands bei der natkinal-sfianisciien Regierung In Burgos ernannt werden, im Laufe des heutigen Tages wird der Herzog von Alba als diplomatischer Vertreter Oeneral Francos seine Akkreditive überreichen. Washington, 28. Fet»er. (Avala). Die Vereinigten Staaten beeilen sich nicht mit der Anerkennung der nationalspani-Khen Regierung. Hiefür werden zwei Gründe ins Treffen getiracht; 1. wollen die USA die Politik General Francos gegen-üt>sr den südamerikanischen Staaten abwarten. Jeder Versach, von Spanien als einem kulturell verwandten Lande aus politische Propaganda nach Südamerika zu tragen ,würde auf den Widerstand der USA stoßen. 2. Die Vereinigten Staaten wollen abwarten, wie General Franco mit seinen Gegnern verfahren werde. Die USA wünschen eine milde Behandlung der Bürgerkriegsgegner des Generals Franco. London, 28. Feber. Premierminister Chamberlain erldärte in der gestrigen Sitzung des Unterhauses, daß auch die englische Regierung in Kürze die Regierung des Generals Franco de Iure anerkennen werde, und zwar ohne jegliche Bedingung, Die Regierunq^ wünsche jedoch, daß sich das Unterhaus mit dieser Frage heute nachmittags befaßt. General Franco habe einen großen Teil Spaniens In seinen Händen. Jede Verlängerung der Kfimpfe wäre nur sinnloses Blutvergießen. Die rote Regierung sei vollkommen zer-sclitegen und stelle keine Souveränität mehr da. »Wir haben deshalb alles für die Anerkennung vorbereitet« Auflösung des Prager Zentralparlaments. Prag, 28. Feber. (Avala). Ministerpräsident Heran hatte gestern eine längere Unterredung mit dem Vorsitzenden ds Abgeordnetenhauses M a 1 y p e t r. Wie es heißt, steht die Auflösung des Prager Zentralparlaments bevor. Das Ab-geordi>etenhaus wird im März zusammen treten, um da« Aufiöeungsdekret zur Kenntnis zu nehmen. Aus Rache das Elternhaus In Brand gesteckt In PloderSnica bei Maribor gingen das Haus und das angeschlossene Wirtschats gebäude des Besitzers Franz Sab e der in Flammen auf. In den Flammen, die sich rasch ausbreiteten, wurden auch eine Kuh, eine Kalbin und drei Schweine vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf etwa 10.000 Dinar. Den Brand sollen die drei Kinder des Besitzers, Karl, Franz und Franziska, gelegt haben, da sie den Vater nicht davon hatten abbringen können, den Besitz zu verkaufen. Alle drei wurden festgenommen und dem Gerichte überstellt. Sie leugnen zwar die Tat, doch werden sie von den Zeugen stark belastet. Blutiges Ende eJnes Lietyesromanes. Paris, 28. Feber. In der Avenue de Neullly hat ein langjähriger Liiebesroman einen blutigen Abschluß gefunden. Die 36 jährige Jeanne Franc, die im Modelhaus des 53 jährigen Albert Parmentter als Mannequin beschäftigt war und mit ihrem Chef seit Jahren intime Beziehungen hatte, obwohl Parmentier verheiTatet und Vater zweier Kinder war, hatte den Entschluß gefaßt, diesen Beziehungen eiri Ende zu machen. Parmentier suchte seine Geliebte umzustimmen, als ihm dies aber nicht gelang, bat er sie um eine letzte Aussprache in ihrer Wohnung. Im Verlaufe dieser Aussprache zog Parmentier eieutf(l^e ü>nfe fttr Oie 3n5uflrit bn eiotDQM Prag, 28. Feber. Gestern ist eine slowakische Wirtschaftabordnung nach Ber-sin abgereist, um unter Führung des Ministers Turßansky mit maßgeblichen deutschen Stellen ülier Wirtschaftsproblc-me der Slowakei zu verhandeln. Die Abordnung wird auch von Generalfeldniar-schall G ö r i n g empfangen werden. Die Gerüchte Über die Aufnahme einer Anleihe für die Slowakei werden dementiert, wohl aber ist die slowakische Regierung bemüht, die deutsche Industrie für den Aufbau in der Slowakei zu gewinnen. Ausgehverbot für Araber in Haifa. Jerusalem, 27. Feber. In Haifa kam es gestern zu Unruhen, die .ein Ausgehverbot für Araber zur Folge hatten. Generalresident von Marokko in Paris. Paris, 27. Feber. Der französische Gc-neralresident in Marokko, der einige Tage in Algerien geweilt hatte, reiste gestern nach Paris weiter, wo er heute eintrlff^ über den Zweck seiner Reise konnte bisher nichts in Erfahrung gebracht werden. Deutsch-polnische Mlnderheitenverhanci lungen. Berlin, 28. Feber. In Berlin begannei' gestern die polnisch-deutschen Verhandlungen über die Regelung der Problenu' der deutschen Minderheit in Polen und der polnischen Minderheit in Deutschland. Grundsätzlich sind diese Verhandlungen gelegentlich des jüngsten Warschauer Besuches des Reichsaußenministers v. R i b c n t r 0 p beschlossen worden. Litauen anerlcennt General Franco K 0 w n 0, 28. Feber. Die litauische Rc-gierung hat beschlossen, die nationalspj-nlsche Regierung des General Franco ii Burgos anzuerkennen. Die Witwe Lenins gestorben. Moskau, 28. Feber. Die K r u p s k a-j a, die Witwe Lenin s, ist gestern im Alter von 70 Jahren gestorben. In den letzten Jahren stand die Krupskaja, die aus Ihren Sympathien für die Richtung Trotz-kis keinen Hehl gemacht und sich sogar für Sinowjew und Kamenjew eingenommen hatte, unter der ständigen AufsicM der Tscheka und durfte ihre Wohnum: nicht verlassen. Von Räubern niedergeschossen. Bukarest, 27. Feber. In der Gemeinde Prisicareni (Bukowina) wurdi; ein Kaufmann und sein Sahn, während beide beim Abendessen sa;^sen, von drei maskierten Banditen überfallen und nie- Mmwoch. den I. Mira 1090 9 >Mariborfr Ztitung« Nummer 49. 4frTt£hotMii. Auf dl« StluiftdttoiiaHoii Un wartfi N«chb«r«fi iMriMigeeilt und dre MOrder vtncheticlit, dit, ohne i^id-ftwM 111 ffbftitfii, PtacM er-and b'tliir aktit wegHorsdit vmdm komitca« 2^au Dt^roOt Ne asautrn Oel ftopribn'tca K 0 p r i v'n f c a, 28. Feber, Zwischen den OemeJtidfn Dm je tind Hleblne, brök-Iwft die Drau aoch tieoef Immer mehr Erd-reteh vom rechten Ufer ^b, besonders in fliehst^ Nähe des Dorfes Koma^fca, wo bereits hn Vorjahre dre! BÄuern fhre H*u» ser -'■"tfloHeren und sl^ neuen Sledlungs« bqden suchen mußten. Eine Otputation ist na^ "Zagreb geefft» un4'der ßanatsverwa!-tun^ dJe DrIngÜchkcft von Regtifiertings-maßtiahmen vorratragen, doch wurde den I>Uttin erklflrt, man sehe' diese N^wen-digkeit zwar ein, besitze al^r hieftir keine MöP'H''hketteB. Nun sind weitere vier Gehöfte In größter Gefahr, von der Drau unterspUit zu werden, wenn nicht eiligst Hiife organisiert wird. 3lutt)ab in Paläftitta HÖLLCNMASCHM IN HAITA PORDEKTE 32 MENSCHENLCBEN UND 52 VERLETZE — SCHWERE ZUSAMMENSTÖSSE ZV/ISCHEN JUDEN UND ARABERN IN TEL AWIW Jerusalem, 28. Feber. Die rasciie Entwicklung der Dinge auf der Londoner i^alästina-Konferenz hat eine neue Tcr-' rorwelle' in Palästina zur Folge. Diesmal sind es die Juden, die in ihrer Erbitterung über die Vorteile, die die Araber bereits erreicht haben, Gewaltakte unternehmen. So explodierte in Haifa im" Arabervjertei dne von Jüdischer Hand gelegte Höllenmaschine, die 32 Tote iii den Reihen der Aral>er forderte. 52 Araber wurden schwer oder leicht verletzt,. Jn. Jaffa und in Tel Awiw kam es in diesem Zusammenhange zu schweren Zusamme'nstössen zwischen Juden und Arabern. Wie eriilärt wird, sind die TerroraIMit Faust und Schwert erkämpften wir unsere Unabhängigkeit«. Die Juden veranstalteten im ganzen Lande Versammlungen, in denen dagegen protestiert wurde, daß die Juden in die Lage einer Minderheit versetzt würden. !Di( l^onbtreffungtn für Oa« StonVlatie in ?tom DK Dlnko Trinajstld gestorben. G r i k V e n i c a, 28. Feber, Hier ist der Senator Dr. Dinko T r i n a j s 116 in sei- ' nem 81. Lebensjahre gestorben. Vor dem I Kriege war der Verstorbene Vertreter der ■ Kroaten im Landtag von Istrien. Nach ! dem Kriege zog sich der für sein Volk verdienstvolle Politiker aus dem politi"-1 sehen Leben zurück. Die Beisetzung des ! Verstorbenen wird In Vrbnik auf der Insel ^ Krk, seinem Geburtsort, stattfinden. Dr. Slavko Mlcliel gfttort)efl. O s 1 j e k, 27 Februar. In Osljek verschied im Alter von 55 Jahren der Oslje-ker Rechtsanwalt Dr. Slavko Michel. Oer Verstorebne spielte Im Osljeker politischen und gesellschaftlichen Leben eine bedeutende Rolle. Wiederholt war er Oe-meinderat, eine Zeitlung auch Vizcbürger-meister. Selbstmord ehies Arzks. K'010 r, 27. Februar. Der Arzt Dr. An-ion Stör, Spezialist für Ohren- und Nasenleiden, entleibte sich in einem Wäldchen auf dem Tivater Feld durch einen Revolverschuß. Die Leiche wurde tags darauf von einer Hirtin gefunden. Was Dr. Stor, der In den Vierzigerjahren stand, in den Tod getrieben hat, weiß man nicht. Er hinterläßt neben der Witwe ein zehnjähriges Söhnchen. 20 bis 25 Eier lim 10 Dinar. V a r a i d I n, 28. Feber. In Varaidln und Umgebung sind die Preise für Eier bedeutend gefalfen. In den letzten Tagen wurden 20 bfs 25 Stück um 10 Dinar verlauft. Man nimmt an, daß beim Eintreten wärmerer Witterung die Preise noch weiterfallen werden. Serbokroatischkurs der Jugoslawisch-deutschen Oesellschaft In Beograd. Die Einschreibung in den Serbokroa-tisch-Kurs den die Jugoslawisch- deutsche Oesellschaft in Beograd veranstaltet, wurde bis zum ersten März verlängert. Der Kurs dauert drei Monate (drei Stunden in der Woche). Abendunterricht ab 19 Uhr im Zweiten Knabengvmnasium. Der Kurs verfolgt in erster Linie rein praktische Ziele und ist vornehmlich dem Studium der serbokroatischen Umgangssprache ge widmet. Der ganze Kurs kostet 160.— Dinar. Anmeldunnten in der Kanzlei der Gesellschaft Prestoionaslednikov trg. 38, L, Telephon 28-137. Elsenbnhnztispmmens^oB Im Tunnel London, 25. Feber, In einem Tunnel in der Nähe von Olas'^ow ere'gnete sich ein fo'?;enschweres Eisenbahnunglück. Zwei Personenzüge stießen infolge falscher We'chenstellung in voller Fahrt zusammen. Der Zusammenstoß war katastrophal. E'nige Waggons wurden vollkommen zertrümmert und wie Zündholzschachteln aufe nander,'' getürmt, andere wieder enttjle'sten und verlegten den Bahnkörper, so daß der Verkehr nur durch Umle tung der Züge aufrechterhalten werden konnte. Zwei Reisende fanden den Tod. dreißig andere erH«tten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Am 1. Mflrz beginnen In der Slxtinlschen Kapelle in der Vatikanstadt die Wahlversammlungen der Kardinäle aus der ganzen Welt, Die Zimmerleute sind mit den Arbelten für die Sitzreihen in der Ka- pelle beschäftigt. Srttuentaufff) smeier SreunDe Beograd, 27, Febef. Eine sonderbare Hochzelt wurde dieser Tage in Kosovska Mltrovlca gefeiert. Zwei gulc Freunde, die vor nicht langer Zeit ihre Frauen getauscht hatten, feierten mit ihren »neuerworbenen« Ehegattinnen in Überaus festlicher Weise Hochzeit, um gleich darauf in ungetrübter Freundschaft voneinander herzlichen Abschied zu nehmen. Die beiden Männer Hussein Ramadano-vi«5 und Selim Sumberovic waren schon viele Jahre befreundet. Sie führten gemein sam eine Fiakerei und brachten es dabei bald so weit, daß sie daran denken konnten, sich auf die Suche nach ihren zukünftigen Lebensgefährtinnen zu begeben. Vor her teilten sie ihr gemeinsam erworbenes Vermögen unter sich, um sich mit ihren Frauen vollkommen getrennte Haushalte zu gründen. Hussein erstand seine Frau, die bildhübsche 16jährige Aischa, um den Preis von 4500 Dinar, während Selim für seine Braut Biserka einen Kaufschilling von etwa 3000 Dinar zu entrichten hatte. Die beiden Ehepaare lebten einige Zeit in glücklichster Ehe. Aber* schon nach einigen Monaten trat eine Wendung ein. Hussein begab sich eines Tages in einen entfernteren Ort auf Arbeitssuche, und da er dabei seine junge Frau nicht mitnehmtn konnte, wandte er sich an seinen Freund Selim mit der Bitte, die kleine Aischa für einige Tage in sein Haus aufzunehmen. Während der Abwesenheit Husseins verliebte sich nun Selim in die schöne Frau seines Freundes, die den Liebeswerbungen bald Gehör schenkte. Als Hussein von seiner Qeschättsreise zurückkehrte, war es Sellms jetzt vernachlässigte Frau Biserka, die Hussein von der ehelichen Untreue seiner Gattin Aischa in Kenntnis setzte; Und nun erfolgte die zweite Wendung in dieser sonderbaren Ehegeschichte; Auch' Hussein verliebte sich in die Frau seines guten Freundes und Biserka ist damit einver-stanoen. Schließlich kommen die beidün Männer überein, die gegenseitigen Ehe-konfiikte ganz einfach durch den Tausch der beiden Frauen aus der Welt zu schaffen .. . Auch die »materielle« Seite des Falles war bald gelöst. Da Hussein für seine Frau den Betrag von 4500, Selim hingegen nur 3000 Dinar gezahlt hatte, tauschten die beiden Freunde auch ihre Zugtiere: Hussein erhielt von Selim einen Maulesel, der 2800 Dinar gekostet hatte, und Selim von Hussein ein Pferd, das man seinerzeit um 1000 Dinar gekauft hatte. So fand die zunächst etwas verwickelt aussehende Angelegenheit ein für alle Beteiligten glückliches Ende. Sräutinam fftrrhtet l)a§ J^a»©ort Er floh zweimal vom Standesamt in die Wildnis. In den Wäldern bei Angers landen fran zösische Gendarmen den halberfrorenen Tagiühner Genneteau, der aus Angst vor dem Jawort seiner Braut zweimal kurz vor der Eheschließung davongelaufen war. Louis Genneteau lebte jahrelang als Taglöhner in einem kleinen französischen Dorfe. Er war nicht schön und auch nicht wohlhabend, aber auch nicht abstoßend und nicht erwerbslos, kurz, in keiner Weise außerordentlich, l^iemals sprachen die Dörfler von seinem Lebenswandel, der sich in keiner Weise von dem anderer Tag lühner unterschied, bis eines Tages aus einer Liebschaft mit einer braven wohlhabenden und hübschen Bauerstochter ernst werden sollte. „ Jedermann im Dorfe gratulierte dem glücklichen Bräutigam, der bestimmt war, eine bemittelte Dorfschönheit heimführen und in eine wohlhabende Familie einheiraten zu können. Allein Genneteau verlor buchstäblich sein ganzes seelisches Gleich rjewicht, als er daran gehen sollte, sich •für das ganze Leben zu binden. Zweimal stand er dicht vor dem Jawort am Tisch des Standesbeamten und zweimal nahm er im wahrsten Sinne Reißaus vor dem Kuß am Traualtar und dem Wechseln der Eheringe. Die erste Flucht fand im Dezember am Vorabend des Hochzeitstages statt. Die Familie der Braut hatte alte Vorbereitungen für eine lustige Hochieitsfeier getroffen; Verwandte und Freunde im Dnrf-^ erwarteten einen großen Ta'^. Wie ein Blitz aus heiterem Hinuncl traf am Hocli/eit-.-morgen die Braut und die Brauteltern die Nachricht, daß Louis sang- und khnglos verschwunden war. Man kann sich die Verzweiflung der Braut vorstellen, denn sie hatte ihrem zukünftigen Gatten nicht den gringsten Anlaß zum Zweifel an ihrer Liebe gegeben. Umgekehrt wußte sie und jedermann im Dorfe, daß l.ouis' Herz niemand anders als ihr gehörte. Nach vier Tagen Ungewißlieit gelang CS der Gendarmerie den »Ausreißerx wieder cinzufangen. Man fand ihn versteckt im Unterholz des nahen Waldes. Die tapfere Braut brachte es fertig, über den Vor fall hinwegzusehen und die Liebe von einst zur alten Glut wieder anzufachen. Man beschloß am 7. Februar abermals zu heiraten, und Genneteau versprach, diesmal standhaft bc'ni Standesamt zu sein. Aber wiederum überschätzten Braut und Branteltern die Charaklerstiirke des merkwürdigen Mannes; er schicn buehstübiicli von einer panischen Angst vor dem Jawort erfaßt zu sein. Als er mit seiner sch'i nen Braut hochzeitsiesilich i^ekleidet vor dem Standesamte vorfiihr, geriet er in eine schreckliche Verwirnin;^, behauptete, er habe einen Ausweis für die Trauung vergessen und verscliwand, die Hochzeitsgäste in bestürzter Ungewißheit lassend. Diesmal wurde der Flüchtling nicht sr» schnell wieder gefunden. Es dauerte 14 Tage, bis eine Spur die Gendarmerie auf die Fährte des Ausreißers führte. Wieder entdeckte man ihn in der Nähe eines großen Waldes, und zwar als er vor Iirschöii fung dem Hungertode nah einen Förster um eine Tasse Kaffee bat, 14 Tage hatte er dort als freiwilliger Eremit gelebt, Quellwasser getrunken und nichts anderes als Wurzeln u;id Runkelrüben verspeist. Beide Beine waren nahezu erfroren. Man kann sich die Beschämung denken, die Genneteau befiel, als er in sein Heimatdorf zurückgebracht wurde. Seine Braul: will natürlich nichts mehr von ihm wissen. Vorläufig, so sagen die Bauern, Schließlich hat die zweimalige Flucht Gen neteau nur doppelt interessant gemacht, und niemand weiß, auf welch seltsame Wege die Liebe die beiden unglücklichen Leutr noch führen kann. Ver8topft<:*n, regelwidrige Gärungsvorgänge im Dickdarm, schlechte Verdauung sowie Kopfschmerzen Infolge Stuhlverhaltung werden durch das natürliche »Franz-Josefct-Bitterwasscr — ein Glas voll auf nüchternen Magen — rasch behoben. Reg. S, br. 15.4S5'35. !>la&'o}o6" Int ^luto K'n tragischer Unglücksfall ereignete sich dieser Tage in Schweden. In der Nähe der Stadt Hvalstrand bemerkte ein Spaziergänger am Straßenraiide ein geschlossenes Auto, in dem ein junger Mann und ei'n junges Madchen seltsam starr und unbeweglich sassen, Sic hatten s cli an der Hand gefaßt und schienen zu lächeln, aber sie rührten sich nicht, so da(S der Passant endlich an das Anto herantrat, klopfte und schließlich die Tür öffnete. Aus dem Auto schlug ihm ein seltsamer Dunst entgegen, der ihm für einen Augenblick die Besinnung rauhte. Er schlug die Tür wieder zu und benachrichtigte die Pol'zei, die sehr bald eintraf. Sie stellte fest, daß das junge Paar in dem Auto bereits seit einigen Stunden tot war. Zunächst dachte man an Selbstmord, aber diese Vermutung ließ sicli nicht aufrechterhallen. Da kam ein Polizeioffizier. der in seinen Mussestunden aus Passion Chemiker war, auf die Idee, den Rundfunkapparat zu prüfen, der im Innern des Autos angebracht war. Auf Grund genauer Analysen konnte er feststellen, daß der Besitzer des Autos, um d'e Wirksamkeit seines Apparates zu verstärken, zu der Schwefelsäure der Batterie eine gewisse Menge einer Verbindung von Zink und Arsen hinzugefugt hatte. Beim Zusammentreffen beider Stoffe entwickelte s'ch daraus Arsen-Wasserstoff, der in geschlossenen Räumen, tödliche Wirkungen hat. Im Innern des geschlossenen .Autos war dieses Gas dem jungen Paar zum Verhängnis geworden. Mari borer Zeitung« Numn>er 40. 4 Mittwoch, den T. März 1939 » Sin moöeriKr ObfifHoe in TRoribor GRÜNDUNG EINER GENOSSENSCHAFT ZUM BAU EINES GROSSEN OBSTKELLERS. — LOBENSWERTE INITIATIVE DER BANATSVERWALTUNG. Im Saale der »Zadruzna gospodarska bankac fand gestern vormittags eine Aus-^.prache zwischen Vertretern der am Obst-l>au interessierten Kreise sowie der 'Bali atsverwalhjng statt. Anwesend war auch Minister Snoj, der vormittags aus Gor-nja Radgona eingetroffen war. An der Aus-sprache beteiligten sicli u. a. für die Bajiatsverwaltung der Sektionschef für Landwirtschaft Ing. Podgornik mit d'eni Leiter der Sektion für Ackerbau Incj. Muri und dem Fachrefereiiten Pus, der Direklor der Wein- und Obstbauschule -^*riol, der Lei'fer der Landwirtschaftlichen Versuchs- und Kontrollstation Ing. H e r 1 i c, ferner Senator Dr. Schau-b a c h und die Abgeordnelen Vizebürgcr-ineister 2 e b o t und S p i n d 1 c r. Zweck der Aussprache war die Initiative der Banatsverwaltung, in Maribor einen großen und modernst eingerichteten Silos für die Einlagerung des in Nord-.•ilowenien produzierten Obstes, für die lachmännische Behandlung und Sortierung sowie für die richtige Verpackung zu errichten. Zu diesem Zweck soll eine Z e n t r a 1 g e n 0 s s e n s c h ü f t, die ganz Nordslowtnien umfassen würde, ins Leben gerufen werden. Diese Genossenschaft soll dann den Silos bauen. Die Lagerräume sollen sich nicht nur die Obstbautreibenden, sondern auch die Obsthändler und -exporteure bedienen. Die ganze Aktion ist keineswegs gegen die Händler gerichtet, sondern das Obstlagerhaus soll sie vielmehr unterstütreu, da ja unser Obst nur dann im Auslände den entsprechenden Preis erzielen kann, wenn die Ware richtig behandelt und vor allem sortiert und typisiert wird. Der große Vorteil liegt auch darin, daß das Obst nicht gleich nach der Ernte rasch ausgeführt zu werden braucht, wobei mit Rücksicht auf die große Konkurrenz nicht der volle Preis erzielt werden kann, es wird vielmehr eingelagert und womöglich erst im Frühjahr auf den Markt geworfen, als die Preise bedeutend höher sind. Die Vertreter der an der Aktion interessierten Kreise nahmen die Ausführungen der Repräsentanten der Banatsverwaltung mit Genugtuung zur Kenntnis und gaben das Versprechen ab, sie mit allen ihnen zu Gebote stehenden Kräfte zu untertstützen. ^Ql^rMtaguno öt« ORarii^orrr currsttbrreinee Zahlreich versammelt, hielten gestern ^ibends im Hotel x^Orel« die im Mariborcr Arzteverein vereinigten Arzte ihre Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende Obmann Dr. P i h I a r verwies in seinem Jahresbericht auf die wichtigsten Ereig-jiisse des abgelaufenen Jahres. Die weiteren Berichte erstatteten Schriftführer Dr. Rozinan und Kassier Dr. Velkef, worauf das von Dr. K a c in Vorschlag gebrachte Absolutoriuni einstimmig angenommen wurde. Die Neuwahlen zeitigten folgendes Ergebnis: Obmann Dr. P i Ii 1 a r, Obmannstcllvertreter Dr. W e i x 1, Ausschußmitglieder Dr. Rozman, Dr. Velker, Dr. Müavec, Dr. Hronovsky, Dr. PavUr;, Dr. Skalicky, Dr. PotrC und Dr. Klasinc, Stellvertreter Dr. Koklic und Dr. Galle. In ilen Aufsichtsausschuß wurden Dr. Novak und Dr. Jureöko gewählt. Bei den Allfälligkeiten wurde beschlossen, den Sterbefond zu liquidieren, da die Ärztekammer über einen eigenen diesbezüglichen Fond verfügt. Künftinghin werden allmonatlich wissenschaftliche Demonstrationsabende sowie auch gesellschaftliche Zusammenkünfte stattfinden, ferner soll ein intensiveres Zusammenwirken mit der Tages-presse gefördert werden. ?ltari&oitr Sleifd^l^aurr j^oHen Die Vereinigung der Fleischhauer und Selcher in Maribor, die zurzeit 204 Mitglieder zählt, hielt gestern in der Gambri-nushalle ihre Jahrestagung ab. Nach den Berichten des Vorsitzenden Fidler und des Schriftführers Bender wurden die Wahlen durchgeführt. An der Spitze des Vorstandes verbleibt auch weiterhin der Obmann Bartholomäus Fidler. Zu Obmann-Stellvertreter wurde Josef Draz gewählt, während sich der übrige Ausschuß aus den Fleischermeistern Zokaly, Polanec, Pir§, (Jebeleis, Filipif, Skerlec, Brglez, Pernat, Pave^ic und Benzin zusammensetzt. Revisoren sind Smode, Ley-rer und Berlic (Ptuj). Einer eingehenden Diskussion wurde das Projekt der neuen Markthalle unterzogen, wobei sich die SHciMofl, 26.9(&ruar Fleischhauer einmütig gegen den Plan der Stadtgemeinde, den Fleischmarkt auf die Lend zu verlegen, aussprachen und sich für den Bau der Markthalle am Taviiar-Besitz in der Kopaliska ullca einsetzten. Der Tagung wohnten u. a. auch Gewerbereferent Dr. S e n ^ o v i c, Kammerrat B u-r e s sowie Genossenschaftsinspektor K a-s t e 1 i c für den Verband der Gewerbe-vereinigungen In Ljubljana bei. 3aöre«l)i(ans kr f^rtfenrinnnnn Einführung jährlicher Dotationen für das künftige Oewerbeheim. Die Mariborer Friseurinnung hielt gestern nachmittags im Saale des Hotels »Novi sve4« ihre Jahreshauptversammlung ab, die einen zufriedenstellenden Besuch aufwies. Anwesend waren u. a. Ge-werberefercnt Dr. S e n k o v i c für die Stadtgemeinde und Kammerrat S o j 6 für die Wirtschaftskammer. Den Vorsitz führ te der langjährige und überaus agile Obmann Franjo Novak, der in seinem über sichtlichen Bericht die Bestrebungen der Organisation zur Besserstellung des Friseurgewerbes aufzeigte. Er erwähnte, die Neu« HUTE •lnf9«langtl In neuester Fa^on und Modefarben, in größter Auswahl im neuen Modesfeschäft Attfust Hediet» Maribor, AldisaBdrov« cmIa 9 Frage der Mindestpreise sei im Vorjahr durch die Einführung des allgemein verbandlichen Tarifs für Ondulation geregelt worden, u. zw. gesondert für Stadt, Peripherie und Umgebung. Die Arbeitgeber könnten einem Kollektivvertrag mit den Gehilfen nur dann beitreten, wenn die Be hörde den Preistarif schützt sowie eine Verletzung desselben und die illoyale Kon kurrenz verhindert. Dem Bericht der Schriftführerin Frau F e 11 i c h - F r a n k h e i m ist zu entnehmen, daß die Innung 165 ordentliche Mitglieder, daunter 23 Meisterinnen, (mit 151 Gehilfen und 79 Gehilfinnen sowie 43 Lehrlingen und 95 Lehrmädchen) zählt. Der Kassier Stefan Dobaj berichtete über den Vermögensstand der Innung, der sich zufriedenstellend entwickelt. Der neue .\usschuß ist folgendermaßen zusammengesetzt: Obmann Franjo N o-vak, Vizeobmann Drago Juratic. Ausschußmitglieder: Maria Fettich-Frankheim, Stefan Dobaj, Hieronymus DoboSic, Cvetko Marin. Anton Veselko, Rudolf und Josef Kocpek sowie Max Draxler. — Aufsichtsausschuß: Vekoslav Gjurin, Anna ZakrajSek und Franz Kölker. — Vertrau-trauensmänner für die Prozmz: Friedrich Fassotto (GuSatanj), Julius Gjurasek (Ptuj) und Kolonian Gumilar (Murska Sobota). Das Wort ergriffen sodann Gewerber*.-ferent Dr. SenkoviC und Kammerat Sojö, worauf die Frage der obligatorischen Alterversicherung der Gewerbetreibenden angeschnitten wurde, wobei man den Standpunkt der übrigen Gewerbetreibenden bifligte. Den mehr als 60 Jahre alten Mitgliedern wird der Mitgliedsbeitrag nachgesehen. Aufsehen erregte der Antrag des Friseumeisters Juratic, wonach die In nung alljährlich einen Betrag von mindestens 1000 Dinar in den Voranschlag einzustellen hat, der dem Bau des in Aussicht genommenen Gewerb eheimes in Maribor zugute kommen soll. Der Antrag wurde mit großem Beifall aufgenommen und der Wunsch ausgesprochen, daß auch die übrigen Organisationen der Gewerbetreibenden diesem Beispiel folgen mögen 3autmregeln bom intär} Ist Kunigunde (3.) tränenschwer, dann bleibt gar oft die Scheune leer. — Mär-zenstaub ist's Pfund einen Taler wert. — Gertraud (17.) den Garten baut. — Treck ner März, April naß, Mai luftig und von beiden was, bringt Korn in den Sack und Wein in das Faß. — Ist Marien (25.) schön und rein, wird das Jahr sehr fruchtbar sein. — Joseph (19.) klar gibt ein gutes Honigjahr. — Auf Märzendon-ner folgt ein fruchtbar Jahr, viel Frost und Regen bringt Gefahr. — Trockne Fasten, gutes Jahr. — Regen zu Anfang oder zu .End', der März sein Gift send't. — Mariechen (25.) pt^stet das Licht aus; und Michel (20. September) steckt es wieder an. — Zu frühes Säen ist nicht gut, zu spätes Säen auch übel tut. — Aui Märzenregen folgt kein Sommersegen. — Wie die vierzig Ritter (9.) das Wetter gestalten, so wird es noch vierzig Tage anhalten. — Märzenregen zeigen an, daß große Winde ziehn heran. — Märzenregen bringt keinen Segen, feuchter Mär/. der Bauern Schmerz. UM im Tltfirs Im dritten Monat wächst der lichtc Tag zusehends! Ging die Sonne am 1-Jänner 8 Uhr 11 Minuten und am 1. Fe-ber 7 Uhr 43 Minuten auf, so erscheint sie am 1. März bereits 6 Uhr 49 Minuten auf der Bildfläche, um bis 17 Uhr 37 Mi-nuten zu scheinen. Und am 31. März sehen wir sie bereits 5 Uhr 39 Minuten, sie geht aber erst 18 Uhr 30 Minuten unter"! Am 21. März 13 Uhr 29 Minuten tritt die Sonne in das Zeichen des Widders, er* reicht den Aequator und macht zum er* sten Male im Jahre Tag und Nacht einander gleich, d. h. es beginnt der Früh* ling. — Der Mond zeigt im März vier Phasen; Vollmond haben wir am 5., letztes Viertel am 12., Neumond am 21. una erstes Vierte! am 28. März. — Von def :3)ie OllärsrnDädcfien dlin^rln DER MONAT DES VORFRÜHLINGS ÖFFNET DIE TORE — WIE WÄR'S MIT EINER KLEINEN FRÜHLINGSKUR? — ALTE WETTERREGELN FÜR DIE LAND ARBEIT Märzcnhäschen sind etwas ganz Rei-/.ondes. Aber wenn man etwa in Baden von einer Frau sagt: »Sie ist kein Märzen haschen mehr!«, so heißt das, daß diese Frau sich jünger gibt oder stellt, als sie ist. Denn echte Märzenhäschen müssen jung sein — so jung wie der Frühling, in der Gegend um Kaufbeuren gibt es noch die alte Sage von den »drei Märzenfräulein«, si'e wohnten in einem wunderschönen Schloß, das; einmal auf dem »Märzenberg« stand — heute ist es längst verschwunden . . . Der März zieht ins Land! Der erste Frühlingsmonat ist da — der alte Winter nimmt seinen Abschied. Kein Wunder, daß von alters her die Menschen den Ein zug des ersten Frühlingsmonats besonders froh gefeiert haben. Die alten Römer begingen am 1. März feierlicli den Jahresanfang, darum hatte früher dieser Tag viele Sitten, die mit dem Jahreswech fei zusammenhingen. Später wurde er, besonders In den germanischen Ländern, ein ausgesprochenes Frühlingsfcst. Kin- der zogen, mit Weidenkätzchenzweigen und den erten Frühlingsblumen, durch das Dorf, und viele alte Kampfspiele zwi sehen Winter und Frühling fanden an diesem Tage statt. Sehr beliebt war die Sitte des Pertschens und Schlagens, ein alter Fruchtbarkeitszauber! Am 21. März ist Frühlingsanfang, da brennen die Frühlings- und Sonnwendfeuer auf den Bergen und leuchten weit übers Land. Dieser Monat war früher die Zeit der großen Totenfeste bei den Griechen und Römern. Im Mittelalter hieß es, der 1. März sei der Tag der Hexenver-sammlungen, und in Thüringen sagt man noch heute, daß die Hexen auf Besen reiten, die im März geschnitten sein müssen. Im März kann das Wetter manchmal genau so wetterwendisch sein wie im April, es heißt, er bringe Gefahren für die Gesundheit, besonders den allen Leuten. In Schwaben geht in diesem Monat nach altem Glauben der Tod um, der x^Märzc, der eine Sichel trägt. Kinder, die schon im März barfuß laufen, hackt er damit. Auch im Böhmerwald lebt der Glaube, daß in diesem Monat der Tod Ernte halte: »Der Märzen hält den Leuten die Ker zenc' — nämlich die Sterbekerzen! Und im Plattdeutschen sagt man, daß der März die alten Leute »beim Sterz« kriegt. Eine wichtige Rolle hat der erste Früh-lingsmonat seit alten Zeiten in der Volks medi2nn gespielt. Märzenwasser ist unrein — man soll es niemals trinken! Dagegen ist Märzenwasser zum Boden gesund ~ früher waren solche Badekuren eine Art Frühlingskurl Es ist eine günsti ge Zeit zur Gewinnung von Heilmitteln. Eins davon ist die »gemeine Nelkenwurz« die als Gewürz- und Heilpflanze früher berühmt war, man nennt sie auch »März-kraut« oder »Benediktenkraut«, weil die Wurzel am 21. März (Benedikt) gesammelt werden soll. Wenn man ein Säckchen mit getrockneten Märzveilchen oder »Märzblümeli« erhitzt und auflegt, so erweist sich dies als gutes Mittel gegen Zahngeschwüre, Mit der Märzsonne soll man vorsichtig sein. Es heißt, sie sei der Gesundheit abträglich. Bekannt ist jedenfalls, daß Märzensonne besonders bräunt. Da früher einmal der bleiche, weiße Teint als besonderes Schönheitszerchen galt, so heißt .es noch in einem alten Vers »Wer sich hüt't vor Märzenluft und Aprilsonn', der bleibt so weiß als wie e Nonn!« Für den Bauern beginnt im Monat März die Landarbeit. Es ist darum erklär lieh, daß er gerade in diesem Monat besonders auf das Wetter achtet und Schlüsse auf die weitere Entwicklung des Sommers und damit auf den Ausfall der Ernte zieht. Aus allen alten Wetterregeln geht hervor, daß das ideale Märzwetter trocken sein soll. Da heißt es zum Beispiel: Märzenstaub bringt Gras und Laub! oder: März trocken, Mai naß Füllet Scheuer, Keller und Faß! Trockener März, nasser .^pril, kühler Mai füllt die Schrein' und macht die Ställe voll Heu! Ein feuchter, fauler März Ist des Bauern Schmerz. Dieser Monat schenkt uns den Frühling. Schon sind die Tage wieder erheblich länger, viele unserer Singvögel kehren in diesen Wochen aus dem Süden heim und ihre frohen Stimmen erfüllen die Wälder und Gärten. Ein erster licht-grüner Hauch aber fliegt über die Sträucher, der zaghafte Beginn des Frühlings! MHtwoch, den 1. Ml« 1096 Sichtbarkeit unserer Planeten ist zu sagen; Der Merkur kann vom 5. bis 27. März bis zu 45 Minuten am Abendhimmel gesehen werden. — Die Venus ist Morgenstern. Sie ist am Anfang des Monats von 5 Uhr ab, am Monatsende von 4 Uhr 40 Minuten ab sichtbar. — Der Mars geht am 1. März um 2 Uhr 45 Minuten, am 31. um 2 Uhr 5 Minuten auf und kann bis zum Verschwinden in der Morgendämmerung wahrgenommen werden. — Der Jupiter i«t nicht sichtbar. — Dagegen ist der Saturn am Anfang des Monats vom Erscheinen in der Abenddämmerung bis 20 Uhr 55 Minuten zu sehen. Die Dauer der Sichtbarkeit nimmt im Laufe des Monats ab, und vom 20. März ab ist der Saturn nicht mehr sichtbar. »Marlborrr 7!e1tiing« en^iritrt 3Ddttrtoor(>trfaae Für Mbz ISSt Dieser Monat beginnt mit reichlichen Niederschlägen, die von einer warmen Schönwetterperiode um den 5., 6. und 10. unterbrochen ' werden. Nachher wieder Niederschläge und Wind bis zum 13., hierauf im allgemeinen schön und warm bis zum 18., der Temperaturfall, Regen und Schnee bringt. Das letzte Drittel ist durchschnittlich wärmer und trockener; Niederschläge um den 23. und 24. und am Monatsende. Josef Schaffler, Oberwölz, Stmk, Ostmark 20 3aftre ^'iuftföereiii Unter den Mariborer Kulturorganlsatio-ncn nimmt der Musikverein unserer Eisenbahner »D r a v a«, der heuer das 20jäh-rige Jubiläum seiner emsigen Wirksamkeit begeht, einen der vordersten Plätze ein. Die gestern abends im »Narodni dom« stattgefundene, ausgezeichnet besuchte Jahrestagung des Vereines stand auch ganz im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums, das heuer gleichzeitig mit der Enthüllung des Vereinsbanners gefeiert werden wird. Der Verein, der gegenwärtig 845 Mitglieder zählt, umfaßt drei Sektionen' (Chor, Kapelle und Tamburaschen), die von Albin Horvat, Alois 2ekar und Rudolf P i v k a in vorbildlicher Welse geleitet wurden, sowie eine Musikschule mit 226 Zöglingen, deren umsichtiger Leiter der bekannte Musikpädagoge Professor D r u z 0 V i ö ist. Der Vorsitzende Obmann V o k a ö sprach allen Mitwirkenden seinen Dank aus und überreichte den Mitgliedern Vidovi2, Koktifi und M1 i n a r i £ anläßlich ihrer zehnjährigen ununterbrochenen Vereinsarbeit schöne Diplome. Das Wort ergriffen auch der Vertreter des Verbandes der Nationalen Eisenbahnerschaft R o p r c t, Inspektor R o z m a n fUr die Bahndirektion, Prof. Mirk für den Ipavic-Sängergau, Kralj für den Gesangverein »Jadran«, Ing. Zc-1 c n k o für den Ljubljanaer Musikverein »Sloga« u. a. m. In würdiger Weise wurde auch das Andenken des dieser Tage verstorbenen slowenischen Tondichters Zor-ko Prelovec geehrt. Schließlich wurden die Wahlen durchgeführt. Die neue Ver-elhsleitung setzt sich wie folgt zusammen: Obmann V o k a ö, Obmannstellvertreter Hübl, Schriftführer Albin Äivko, Kassier Paar, Zeugwart Orbanic, Ausschußmitglieder SkaCej, HodSar, Veras, Jurgec, Ve-selko, Rijavec, Muraus, Durjava, Horvat und Prof. Druzoviö, Mitglieder der Sektionsausschüsse Mordej, Furlan, NovSak, Zekar, Baßnik, Rafold, Pivka, Gomzl, DruskoviC, 2upanöiö, Maljcev und Ropret. m. Evangelisches. Dienstag, den 28. um 8 Uhr wird im Gemeindesaale im Rahmen eines kirchlichen Abends Herr Pfarrer Dr. B 0 r n i k ö i aus Beograd einen Vortrag über die Notwendigkeit der christlichen Gemeinde in der Volksgemein Schaft halten. Alle Glaubensgenossen sind hinzu herzlichts eingeladen. ni. Todesfall. Im Alter von 67 Jahren ?st gestern die Lokomotivführerswitwe Frau Marie Kern gestorben. Friede ihrer Aschel Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileidl m. Aus dem Bahndienst. Zur verkehrs-l%ommerziellen Abteilung der Bahndirektion in Ljubljana wurden die bisher in Ma rlbor stafionicrfen Kontrollorgane Inspek-tiji" Franz R o z in a n und OI)erkontroUor blutiges €Bebrama DIE EHEGATTIN SCHWER VERLETZT, FENSCHUSS Die Kette der bltttigen Dramen i will scheinbar kein Ende nehmen. Noch ist die Erinnerang an den tödlichen Schuß nicht ausgetilgt, mit dem sich der Schmiedgehilfe Franz Stupan auf dem Grabe seiner Mutter in Kamnica das Leben nahm und schon ist die Stadt wieder Schauplatz eines blutigen Ehedramas geworden. Gestern gegen halb 4 Uhr betrat der in der Textilfabrik Hutter bedienstete 26jährige Schlosser Franz C o k a n die Fabrik und begab sich direkt in den Raum, in welchem seine 23jährigc, von ihm getrennt lebende Gattin Maria arbeitete. Cokan wechselte mit seiner Gattin zunächst einige Worte und richtete dann die entschiedene Frage an sie, ob sie zu ihm zurückkehren wolle. Auf die entschiedene Anfrage folgte auch eine ebenso entschlossene negative Antwort der Frau, die bei den Eltern wohnte. Cokan mußte einen innerlichen Wutanfall erlitten haben, da er im nächsten Moment einen Revolver zog und vor den übrigen schreckgelähmten Arbeiterinnen zwei Schüsse auf seine Gattin abfeuerte. Der eine Schuß war ein Bauchschuß, das zweite Projektil drang Ihr In die Schulter ein. Bevor Irgendjemand etwas tun konnte, richtete Cokan die Waffe gegen seine Schläfe und feuerte SICH SELBST DURCH EINEN SCHLÄ-OETÖTET. im nächsten Bruciitei! einer Sekunde den tödlichen Schuß gegen sich selbst ab. Die schwerverletzte Gattin, um die sich die Arbeiterinnen so gut wie eben es ging, bemühten, wurde rasch ins Allgemeine Krankenhaus überführt, wo sich die Ärzte jetzt bemühen, sie am Leben zu erhalten. Trotz der schweren Verletzung scheint eine direkte Lebensgefahr für die Mutter zweier Kinder nicht vorhanden zu sein. Cokan« Leiche wurde in die Totenkam-nier nach Pobrezjc Uberführt. Der dramatische Vorfall hat sowohl in der Fabrik, als außerhalb derselben Aufsehen und Anteilnahme ausgelöst. Zwischen den beiden Gatten sollen während der drei Jahre dauernden Ehe immer Zwistlgkeiten geherrscht haben, da Cokan dem Trinken ergeben war, wodurch eine immer größere Entfremdung eintrat. Als alle Vorstellungen der Frau nichts halfen, verließ sie ihn mit ihren Kindern und übersiedelte zu ihren Eltern. Cokan weigerte sich jedoch, irgendwelche Alimente zu zahlen. Da das Verdienst der Frau nicht reichte, um die Kinder zu erhalten, versuchte sie einen Teil seines Verdienstes zu pfänden. Diese Tatsache dürfte ihn auch zu dem gräßlichen Beschluß bewogen haben. Maei/aeet TUeoiet Ferdinand 2 u 2 c k versetzt. Ferner wur den transferiert die Verkehrsbeamten Josef Zagorc von BIed nach Pragersko, Jakob V r e ö k 0 von Borovnica nach Bre-zno-Rlbnica und Kontrollor Franz J a n e-z i C von Brezno-Ribnica nach Pragersko. m. Vermählung. In der evangelischen Christuskirchc wurde dieser Tage der hiesige Kaufmann Herr Hans Karbeutz mit der Zahnatelier-Jnhaberin Frau Grete Schutt a-K u § a r getraut. Trauzeugen waren Kaufmann PIpo P e t e 1 n und Rechtsanwalt Dr. BuCar, während den Trauungsakt Pfarrer Baron vollzog. Dem allseits gescliätzten Ehepaar auch unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Aus der »Olasbena Matica«. Die nächste Orchesterprobe findet ajn Mittwoch, den 1. März um 20 Uhr statt. Alle Mitglieder mögen zuverläßig erscheinen. m .Den Band fürs Leben schlössen der Privatbeamte Johann G o 1 o b aus Maribor und die Restaurateurin Frl. Marica H a b j a n i C aus Kamnik. Wir gratulieren! m. Mariborer Schauspieler in Sv. Lov-renc. Eine Gruppe der bekanntesten Schauspieler des Mariborer Theaters gastiert am Samstag, den 4. März abends und bringt die unterhaltende Komödie »Straßenlied« zur Aufführung. m über romanische und gotische Kunst in Krotaien sprach gestern der Zagreber Universitätsassistent Dr. 2eljko J i ro u-§ek in der Volksunievrsität. Nach emer kurzen Einführung entwarf er ein Bild der geschichtlichen Grundlagen der beiden Kunstrichtungen in Kroatien und zeigte einige besonders charakteristische Baudenkmale, die er eingehend erklärte. m. Ffir das heaHge Gastspiel hn Theater, bei dem Frau AnCica M i t r o v i 6 und Fil, Vera M a j d i ä in der Verdi'schen Oper »Aida« mitwirken, stehen noch einige Plätze im Parterre, am Balkon und auf der Galerie zur Verfügung, m. Ein zweitägiger Kursus für Obst-baufflpflanzung, Obstbaumschnitt, Obstbaumpflege, Obstbaumdöngung und das Umpfrop^ von Obstbäamen findet an der hiesigen Obst- und Weinbauschule am 3. und 4. März d. J. statt. Der Kurs ist unentegeltlich, (theoretisch und praktisch) und dauert von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr Verpflegung und Nächtlgwng besorgen sich die Kursteilnehmer selbst. ni. ISJahre für Kindesmord: Das Krcis-gericht in Ljubljana verurteilte den 31-jäh rigen Landwirt Alois T e 1 b a n aus Ose-lica wegen Ermordung seines unehelichen Kindes, des vier Monate alten Johann Sla-be, zu dreizehn Jahren schweren Kerker. Der Angeklagte hatte in der Nacht auf den 26. Juli v. J. dem Kinde eine Dosis Strychnin in den Mund gesteckt. Der Tod des Kindes erfolgte in anderthalb Stun- den. Die Vertiertheit Telbans erhellt insbesondere aus der Tatsach, daß er das Kind am kritischen Abend vor seinem Weggange und nach der Vcriibung seiner bestialischen Tat küßte. m Im Voranschlag der Umgebungsgemeinde Studenci für das nächste Jahr wurden die Zuschläge zu den direkten Steuern in der kürzlich stattgefundenen Gemeindesitzung mit 59 Prozent festgesetzt. * Moderne Ktichenuhren von 85 Dinar aufwärts, auch auf Teilzahlung ohne Preiszuschlag bei M, Ilgcrjev sin, Juwelier, Gosposka 15. 399 m. Neue Millionäre . . . Wie bereits mehrfach berichtet wurde, steht die Auslosung der Millionentreffer der laufenden Spielrunde der staatlichen Klassenlotterie vor der Türe. Seit gestern findet die Haupt Ziehung der Klassenlotterie in Sarajevo statt und dauert nun ohne Unterlaß noch bis 9. März. Da die größten Treffer erst gegen Schluß der Hauptziehung gezogen werden, ist man jetzt noch in der Lage, sich durch raschen Ankauf eines Klassenloses in unserer Glücksstelte und Haupt-kollektur der Staatsklassenlotterie Bankgeschäft B c z j a k, Maribor, Gosposka ulica 25 (Tel. 20-97), die Teilnahme am großen Millionentreffer-Rummel zu sichern. Die letzten Ziehungstage bringen uns neue Millionäre und zahlreiche andere über Nacht reich gewordene Leute, sorgt also rechtzeitig dafür, daß Ihr vom bevorstehenden Wettrennen um das Glück nicht ausgeschloss'^n bleibt? in Theateraufführung. Der Rotkreuz-verein in Kröevina bringt Sonntag, den 5. März um 18.30 Uhr in der dortigen Volksschule das Bühnenstück »Pegg, mein Herz« zur Aufführung. Der Reinertrag fst für die Unterstützung armer Schulkinder bestimmt, weshalb mit einem zufriedenstellenden Besuch gerechnet wird. — Sonntag, den 12. März um 15 Uhr wird das Stück in St. Mj wiederholt. m Ein Fahrrad in der Drau. In Melje wurde ein Damen fahrrad mit der Fabriks nummemr 4,401.465 aus der Drau gezogen. Das Vorderrad fehlt. m Vier Hühner vergiftet. Am Vojas-niäki trg fand die Musikergattin Christine K a u d i iS vier Hennen vergiftet vor. Die Polizei fahndet nach dem Täter. m. Zwei blutige Ueberfälle. In Studenci versetzte gestern abends dem 22|ährigen Hilfsarbeiter Franz S v e n § e k, als er nichts schlimmes ahnend nach Hause ging, ein ihm entgegenkommender Mann einen Messerstich in den Hals. — In Spod. Duplek wurde der 20jährige Besitzerssohn Viktor D a n k 0 von einem Manne grund- REPERTOIRE. Dienstag, 28. Februar um 20 Uhr: »Aidac. Ab. D. Gastspiel Frau An^ica Mitroil'i und Fräulein Majdi£. (Blocke nicht). Mittwoch, 1. März uin 2ü Uhr: »Aidt*.«. Gastspiel Aniiica Mitrovic^ und Vera Majdid. Ab B. Donnerstag, 2. März um 20 Uhr; .-üIj Schachpartie«. Ab. A. ^olfÄuntöcrfität Montag, 27. Feber: Dr. 2eljko J 1 r o ii-Sek (Zagreb) spricht über die ronian • sehe und gotischc Kunst in Kroatien. ICH-HtM Esplanade-Tonkino. Bis einschließlicli Mittwoch der orstklassige Film »Der Liebhaber auf Bestellung« »Diskretion Ehrensache) das erfolgreichste Lustspiel dieser Saison. Die Mitwirkenden Ralph A. Roberts, Heli Finkenzellcr, Theo Lingeii, Ida Wüst und Hans Holt bürgen ftlr dns gelungene Stück voller Komik, PikantiTie, Schlagermusik und Tänze. — Es folgt der große Gesangi-Schlager »Sie und ihr« 100« mit der charmanten Sängerin Deana Durbin und dem Jazzkönig Leopold Stok-küvsky mit seinem Orchester. Burg-Tonkino. Bis einschließlich Uicns tag der spannende Großfilni »Gibraltar«. Der Kampf der englischen Flotte gegc-it die Manöver der internationalen Spiona-ge. — Am Mittwoch .Adolf Wohlbrück in der Titelrolle des Abenteuerfilms »Apachenkönig«. — Es folgt »Konzert in Tirol.« Union-Tonkino. Bis einschließlich l)n(t nerstag »Herzen in Ekstase«. Eine bekanii te und komische Schlageroperette mit dcri Pariser Lieblingen Pills und Tahet in den Hauptrollen. Der Film ist nach der b'.-* rühmten Operette »Toi c'est moi« gedreht und bringt eine ganze Reihe lustiger und pikanter Verwicklungen. Jedermann wird sich köstlich unterhalten. — Es folgt: Ücr originelle Gangsterfilm »Das Gespenst ur« Mittemacht« mit Boris Karloff in d«" Hauptrolle. Haäa-pAafiOiHtH Mittwoch, 1. März, Ljubljana, 12 PI. 13.20 Volkslieder, IS FUr die Jugend. 18.30 Literar. Vortrag. Nachr., Natioialvortrag. 20 Konzertübe;'-iragung. — Beograd, 17.50 Konzert. 10.30 Balkankonzert (aus Wien). — Beromun-ster, 19 Hörspiel. 20.15 Konzert. — Budapest, 17.10 Zigeunerniusik. 1S.15 Hörspiel. 20.10 Konzert. — Prag, 1S.25 Konzert. 19.30 »Die TeufelswandOper von Sme-tana. -— Paris, 18.30 Konzort. 20 Klavierkonzert. — Straßburg, 19.30 PI. 20.30 Sinfoniekonzert. — Mailand, 17.20 Konzert. 21 »Fedra«, Oper von Pizetti. — Rom, 19.30 Militärmusik. 21 Lustspiel. — 18.45 Klaviermusik. 19.30 Balkankonzerl (aus . ien). —- London, 20 Schlagerliedcr. 21.15 Sinfoniekonzert. — Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 15.30 Jugendstunde. 1(> Konzert. 18.20 PI. 19 Vortrag. 20.10 Balkankonzert. — Berlin, 18 Lustige Weisen. 19 Tanzmusik. 20.30 Opernmusik. — Leipzig, 18 Gesang. 19 Abendmusik. 20.10 Bunter Abend, —München, 18 Vortrag. 19 Reisevortrag. 20,10 PI. 21.30 Orgelkonzert. los überfallen und mit einer Stange am Kopfe schwer verletzt. — Beide wurden ins Mariborer Krankenhaus überführt. * Hotel »Orel«, Weinkostprot)e. Ljuto-merer Auslese. 1742 ni. Vom Monat März. Bis zum Jahre 153 V. Chr. war der Monat Mär» der erste Monat im Jalire. Die Abstammung des Lenzmonats kommt von der lateinischen Bezeichnung Martins — >Hlem Kriegsgott Mars heilig«; der altdeutsche Nanie ist »Lenzinmanoth«, Lenzenniond, Frühlings mond. Lenzen bedeutet »länger werdeno:, imd ila die Tage jetzt deutlich zunehmen, trägt der Monat diesen Nam6rrlrOrer Stfo TRo^orfot Der 6dDIo$(Dronif M @iti 0tä(f $eiinotoefd)i(t)te (Fortsetzung.) Vfl. Die SchloBkapelle. In kirchlicher Beziehung gehört Raöc zur Pfarre Slivnica. Die Pfarrei ist uralt. Schon in einer Urkunde aus dem Jahre 1173 wird ein Guntherus genannt als ple banus de Slunx. 1245 war plebanus (Pfar rer) in Sliuniz ein Weinherus. Dieser war Anhänger des exkommunizierten Kaisers Friedrich II. und wurde ebenfalls exkommuniziert. 1252 war sein Nachfolger ein Livpold. In der Pfarrkirche zu Slivnica befindet sich oberhalb des Sakristei-Ausganges eine kleine Empore, mit Wappen geschmückt. Diese Wappen sind jedoch bereits vielfach mit Tünche überzogen und unkenntlich. Diese Empore war für die Herrschaft RaCe reserviert. Wie nun die ganze Pfarrkirche eng, winkelig und unpraktisch gebaut ist, so ist auch jene Empore unbequem und bietet kaum für drei Personen Platz, so daß sie wohl selten, vielleicht nur bei außerordentlichen Anlässen benützt wurde. Es war daher der Gedanke naheliegend und natürlich, eine eigene Kapelle mit Gottesdienst im Schlosse zu haben, wie dies in vielen anderen Schlössern schon der Fall war. Die Beweggründe mögen folgende gewesen sein: 1. Die herrschafliche Familie selbst wünschte sich regelmäßig am Gottesdien ste zu beteiligen, ohne allsonntäglich in die enge Pfarrkirche gehen zu müssen. 2. Besonders aber wünschte man für die Dienerschaft und auch für die außerhalb des Schlosses wohnenden Untertanen, Arbeiter und Meier zuhause Gottesdienste veranstalten zu können, da man sie aus verschiedenen Gründen nicht gar zu oft zur Pfarrkirche ziehen ließ. " Und diesem zweifachen Zwecke diente vortrefflich die hiesige Schloßkapelle. Sie ist geräumig, zu ebener Erde, bestimmt für das Volk überhaupt. Der Zugang ist von der Straße aus durch den zweiten Schloßhof, Ganz getrennt von diesem unteren Räume, aber wie ein Kirchenchor, darüber ist das Oratorium für die Herrschaft, mit bequemem Zugange aus dem Schlosse. Die Kapelle ist dem hl, Johann von Ne-pomuk geweiht und befindet sich dessen Bild hoch oben auf dem Altar. Unter diesem Bild befindet sich ein zweites größeres, darstellend den Abschied Jesu von seiner Mutter Maria. Auf dem Seitenaltar (Epistelseite) befindet sich ein Bild, darstellend den Tod des hl. Josef, Auf derselben Seite liegt auch die geräumige, recht praktische Sakristei. Neben der Sakristei befindet sich eine Wohnung für den Schloßkaplan. Nicht zu vergessen der zwei Glocken, die hoch oben im Wachturm hängen. Die Kapelle ist mit allem Notwendigen gut versehen. Bemerkenswert ist ein weißes Meßgewand, durchaus Handarbeit, mit der Inschrift »Von der Hoch- u. Wohlgebor. Maria Anna Gräfin von At-tems geborenen Gräfin von • Wurmbrand, gearbeitet und gegeben .Anno 1763«, Der seinerzeitige Besitzer Jos. K a 1-1 a s c h hat die Schloßkapelle gründlich und sehr schön -renoviert durch neue Aus malung, .neue farbige Fenster, neue Kirchenbänke, neue-Orgel .usw.- und erfolgte die Neueinweihung namentlich auch der neuangeschafften .Paramentc am 31. März 1898 (Pfingstmontag) durch den hochw. Herrn Hauptpfarrer und Dechant von HoCe, Martin Strajnsakan Ort und Stelle. Es drängt sicii nun vor allem die Frage auf: Wer ist der Erbauer dieser Kapelle? Ganz natürlich wäre es, anzunehmen, daß Gregor Regal aus- Raöe ihr Erbauer ist, der überhaupt diesen zweiten Schloßhof, in den sich die Kapelle so praktisch einfügt, erbaut hat. - Doch in Büchern und Schriften wird ausdrücklich behauptet: »Die Schloßkapelle zum hl. Jochannes von Nepomuk in RaCe wurde im Jahre 1729 neu erbaut von Josef Ludwig Freiherrn von Wcrdenberg fWarthenburg). Sein (irabstein befindet sich in der Pfarrkirche zu Slivnica im Chor südseitig; ebenda ist der Grabsteinseiner Gemahlin.« Es muß also bei dem bleiben und angenommen werden, daß v. Werdenberg Räume des Regal'schen Baues dazu verwendet und umgebaut hat. Es muß auch zugestanden werden, daß dem Baumeister die Arbeit vortrefflich gelungen ist, denn sie fügt sich so in den Bau hinein, als wenn die Kapelle schon ursprünglich projektiert gewesen wäre. Eine zweite wichtige Frage ist die nach den Rechtsverhältnissen der SchloBkapelle. Unbestritten und immer geübt war das Jus osservandi Sanctissi; mum: das Recht, das Allerheiligste im Hauptaltare aufzubewahren. Die ganze Anlage dieses Altars samt dem ganz korrekten Tabernakel ist schon derart eingerichtet. Die Werdenbergs waren aber eine fromme Familie und wandten sich gewiß auch nach Rom um möglichst erweiterte Befugnisse für ihre Schloßkapelle, und haben dieselben gewiß auch erhalten. Nur ist das praktische Indult, das also sicher auch vorhanden war, verloren gegangen. Gegenwärtig gilt daher die Kapelle als Oratorium privatum und hat sich ganz nach dem Diözesan- IDirektorium iu richten, welches im Tex-'te sieben Hauptfeste des Jahres (Drei Kö n ge, Ostersonntag, Christi * Himmelfahrt, Weihnachten) als solche Tage bezeichnet, an welchen die hl. Messe m Pnvat-Oratorien verboten ist. Dir Zweck dieser kirchlichen Verfügung ist der, ' daß die Leute wenigstens an den Hauptfesten in die Pfarrkirche gehen und derselben nicht ganz entfremdet werden. Uebngens kann aber auch an diesen genannten Tagen die hh Messe in Privat-Oratorien stattfinden, wenn man sich von Fall zu Fall mit einem motivierten Bittgesuch an das f.-b. Ordinariat wendet. Endlich ist die Kapelle ausschließliches Privateigentum des Schloßherrn. Niemand hat ein Recht, den Schlüssel zur Kapelle zu -verlangen. Man kann nur vom Schloßherm eingeladen werden oder Über vorheriges Ansuchen' die Bewill gung erhalten, einzutreten. Sonst aber gilt Vertrag oder Verabredung, die jederzeit künd bar sind. Als Erinnerung an alte Zeiten wird, wenn ein Priester vorhanden ist. in der Schloßkapelle in bescheidener' Weise auch noch das' Erntefest, und z.war am Sonntag nach Theresia, begangen. (Fortsetzung folgt.) Aus Cefk eddufitousl - Oer Inetfl! Es fängt schon schön an! Die Anschrif tenschreiber waren im besten Schwung, als plötzlich der Hilfsschriftwart meldete: »Die Einladungen sind ausgegangen.« Schöne Bescherung das, aber di« Anforderungen für die Tschakos, diese Erinnerung an die selige Kinderzeit, waren so groß, daß etwa 50 unserer ständigen Ballbesucher mit den originellen Einladun gen erst nach einigen Tagen beteilt werden können. Deshalb versäume es trotzdem nimand, seine »Kurze« in Wichs zu bringen und seiner besseren Hälfte das reizendste Dirndl anzuschaffen. Für diese 50, die die Einladungen zum Skiball »Einmal ganz verrückt« am 4. März im Gasthof »Grüne Wiese« erst nachträglich erhalten, bringen wir eine kleine Kostprobe aus diesem gefalteten Tschako der Ueberraschungen. Schon die Ueberschrift ist eine davon und sie mutet bestimmt nicht schlecht an. So wurde noch niemand eingeladen, eine Festivität zu besuchen, aber auch noch niemand in dieser heiteren Form auf die leidige Kleiderfragc bei Bäiien gedrängt: Auf etwas gib besonders acht, Es kommen alle in Dirndl und Tracht. Kommt einer im Smoking oder Frack, So ist er kein Steifrer und hat sein Lack!« Und weiter geht's in der Form. »Musik wie ima-|tulli und-prima« und das ist bei einer pfundigen Unterhaltung, wie' es der Skiball'wird, schließlich die Hauptsache. Diesmal wurde eme ganz schneidige Kapelle verpflichtet, die alle Tanzbeine heben-wird. Alle, besonders-die der Frauen und' Mütter, denen am Skiball schon seit jeher das Recht zusteht,- Herrenrechte auszuüben. Verrückt? Vielleicht — aber bestimmt gerecht, denn warum sollen nicht einmal im Jahr auch .. die Frauen hemmungslos und unbeschwert in den Morgen hinein.tanzen können.und auf die zweifelhafte, Gnade der. Herren der Schöpfung angewiesen sein? Daß kein böswilliger Eindringling die Fröhlichkeit trübt, dafür sorgt die markige Empfangsmannschaft, die Jeden Unbekannten aufs Korn nimmt und so er-nicht im Besitze einer Einladung ist, unbarmherzig Kehrt n^achen läßt. Somit gi'U auch fernerhin für den Skiball der Grund satz: Zutritt haben nur Geladene oder Sportkameraden. — Damit ist natürlich nicht gesagt, daß dieser oder jener, der zu unserer Zunft gehört, keiiien Einlaß findet. Es komme jeder, der zur Skifah-repgilde gehört, Keiner schmolle, dem ei- ne Einladung nicht zugeschickt wurde, denn wir haben leider noch nicht alle Ski fahrer erfaßt; Sind aber dankbar für. jede Anschrift! Darum jede und jeder unserer schönen Zunft, kommt am 4. März nach Celje zum Skiball »Einmal ganz verrückt« und bringt jene niit, die einen pfundigen Hüttenzauber im Tal erleben wollen! c. 60. Wiegenfest Am 27. Feber feierte die langjährige Schatzmeisterin des evangelischen Frauenvereines Frau Josephine Hoppe, Dentistensgattin in Celje, in voller Frische an der Seite ihres Gatten ihren 60. Geburtstag, Wir beglückwünschen diese aufrichtig und edle Danie unseres gesch. Mitarbeiters aufs herzlichste! c Zur Orfindung eines Kfinstlerklubs. Wie gemeldet, wurde am 31. Januar in Celje ein Kulturverein gegründet, dem aber keinesfalls alle slowenischen kulturellen Arbeiter Ceijes angehören, sondern nur die einer ganz bestimmten Parteizugehörigkeit. Das erbitterte die gegnerischen Parteigänger, die sich nun auf einer kürzlich abgehaltenen Sitzung zusammen fanden, um ihrerseits die Gründung einer Ortsgruppe Celje des Mariborer Künstlerklubs ins Auge' zu' fassen. Die Sitzung leitete in Vertretung des Regierungsrates Emil L i I e k Frau Ella K a I a n. Es wurde ein Vorbereitungsausschuß gebildet, dem die Herren Fran Ro§, Prof. Dr. S i-janec und'akad. Maler Prof. Albert Sirk angehören; c Schöner Erfolg. Im Rahmen des Preis ausschreibens für neue Wandbilder zur Ausschmückung der Räume des Ban-schaftshauses in Ljubljana wurde auch ein Bild vom akademischen Maler Prof. Albert Sirk in Celje angeworben. c. Kino Unioii. Dienstag und Mittwocii der große Abenteuerfilm »Der uns chtbare Feind«, schreckliche Erlebnisse von elf englischen Soldaten in den Sandwüsten Mesopotamiens. In den Hauptrollen Viktor Langlen und B. Karloff. c Wieder einmal ganz verrückt sind die Tage dieses Februars. Gestern hätte das große internationale Skispringen in Lisce stattfinden sollen, dieweilen aber wanderten wir beseligt über trockene Wege und spürten ganz tief das Glück des kommenden Frühlings, Ja, der Frühling liegt bereits in der Luft. So verrückt ist der Witterungsverlauf dieses W'nter-monats Februar, daß unser Skiklub seinen herkömmlichen und beliebten Skiball am 4. März unter dem Wahlspruch »Einmal ganz verrückt« in Szene gehen läßt. Der gestrige Sprunglauf mußte leider abgesagt werden, der Skiball aber bleibt bestehen, einerlei, ob es regnet oder schneit. / Miittwoch, Jen 1. Mürz 1930 7 Mariborer Zeitung« Nummer 40 3)ir ^B^HlDorenniärnr MITTEILUNGEN DES HAMBURGIS CHEN WELTWIRTSCHAFTSARCHIVS Baumwolle Nach vorliegenden Meldungen ist in dieser Saison nicht mehr damit zu rechnen, daß die Verwaltung ihre BaumwoH-bcstände auf den Markt bringt. Gleichzeitig wird aber auch berichtet, daß die Besteliungsarbeiten in den Baumwoltge-bi(?ten gut vorankommen und mit einer zwischen 25 und 27 Mlll, acres schwankenden Anbaufläche zu rechnen ist. — Von China wurde im vergangenen Jahre dreimal soviel Baumwolle exportiert als 1937, was offenbar auf den Dtuck der Nationalregierung hin erfolgte» Die vorläufige Regierung beabsichtigt besondere . Planungsstellen einzurichten, um die chinesische (unter japanischer Kontrolle stehende) Erzeugung in einem Neunjahresplan auf 10 Miil. Pikuls zu bringen. Jute Die Zufuhren aus der Ernte IÖ38-1938 in Kalkutta betrugen bis zum 31. Dezem ber 1938 6.02 Mi«. Ballen gegenüber 6.21 Mill. Ballen in der entsprechenden Zelt des Vorjahres. Insgesamt erwartet man für diese Ernte eine Anlieferung von 8.5 Miil, Ballen. Getreide Der Mitte Jänner 1939 vom beratenden Internationalen Weizcnausschuß einge-^ictzte vorbereitende Ausschuß für die Weltweteenkonkurrenz hat sich vertagt, ohne das Programm für die geplante Weltweizenkonferenz auszuarbeiten. Der Ausschuß wird vermutlich erst am 15. April wieder zusammentreten. Verlautbarungen Uber die bisherigen Arbeiten sind nicht erfolgt, so daß anzunehmen ist, daß sich bei dei Beratungen noch Gegensätze /.wischen den Vertretern der verschiedenen Länder gezeigt haben. Der Ckicagocr Weizenpreis hat sich kaum verändert, Uebrigens zeigte sich auf dem Oetreide-markt in Chicago noch eine befestigende Tendenz dadurch, daß der beabsichtigte Tausch zwischen amerikanischem Getreide und deutschen Industrieerzeugnissen offenbar zu verwirklichen ist. — Die erste Schätzung der argentinischen Maisanbaufläche für 1938-39 stellt sich auf 5.4 Mill. ha, das sind fast 13% weniger als 1937-38. Das Ergebnis liegt auch um 12.3% unter demjenigen des letzten Jahrzehnts. — Die australische Weizenernte wird auf 143.7 Mlll. bushels geschätzt. Kotonialwaren Der internationale Teeausschuß wird am 2. März zusammentreten, um die Aus fuhrquote für die Saison 1939-40 festzusetzen. Man erwartet eine Senkung der Quote auf 90 oder sogar 87.5%. — Nach der neuesten Schätzung wird die K a-kaoernte an der Goldküste sich auf 260.000 t stellen. Die vorläufige Schätzung, die man im übrigen noch als zu hoch angenommen hatte, belief sich auf 250.000 t. Infolgedessen haben sich am Markt stärkere Preisrückschläge bemerkbar gemacht. Im allgemeinen wird die Lage des Kakaomarktes in Bahia wenig günstig beurteilt. Es wird insbesondere darauf hingewiesen, daß eine Abwesen-hei't Deutschlands vom brasilianischen Ka kaomarkt sich nachhaltig auf dessen Preisgestaltung auswirkt. Metalle Die Verkaufstätlgkeit war auf der Lon doner Metallbörse in der vergangenen Woche gering. Die Preise für K u p f e r haben sei-t Anfang Feber unter Schwankungen nachgegeben. Während noch am 6. Feber für Elektrolytkupfer notiert wurde, schwankte der Preis in der letzten Woche zwischen 47 und 48. Beson-dvs durch die Bekanntgabe Her ameri-tcanischen Kupferstatistik setzte ein zeitweiliger starker Preisf.ill zwischen 12 bis fast 14 sh ein. Trotz der rückläufigen Er zeugung im Jänner 1939 gegenüber Dezember 1938 haben sich die Bestände auf 506.000 gegen 457.200 sh. t erhöht, was insbesondere auf den gesunkenen Verbrauch in den Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. — Auch am Z i n n-markt herrschte eine gedrückte Stimmung vor. Der Preis ging von fast 216 vor 14 Tagen auf 212,^ bis 2!2>; am 22, Feber zurück. Die Abschwächung ist in erster Linie auf die rückläufigen Preise in den Straits Settlements zurückzuführen, da die Verhütter gerne ihre umfangreichen Vorräte vermindern wollen.Durch Vermittlung des Pufferpools sollen den Verhüttern jczt Kredite gegeben werden. — Am B l e i m a r k t herrschte sowohl in der Nachfrage als auch heim Angebot ausgesprochene Stille. Die Prei'se haben sich aber einigt rmaßen behauptet. Mit der vrunshnirnden Bautätigkeit erwartet man auch wieder einen zunehmenden Bleibedarf. — Aehnliches gilt auch für den Z i ti k mark t, wo man durch neue Luflschutzaufträge mit einer Erhöhung ci^s Verbrauchs rcvhr.e;. (Sinfftttfcr 70 Staaten Die Leipziger Messe in Vorbereitung. Berlin, 27. Feber, Die grcißte und älteste Me«se der Welt, die in jedem Frühjahr stattfindet, wird zur Zeit vorbereitet. Rund 30 Länder werden nach den bisherigen Anmeldungen die Erzeugnissv' ihres Bodens und ihrer Industrie ausstollen, und aus rund 70 Staaten, das heißt aus der ganzen Welt haben Einkäufer ihro Ankunft angekündigt. Alle fünf Kontinente schicken gegenwärtig Waren nach Leipzig, wo in Hundertlausenden von Mustern aus fast allen Wirtschaftszweigen den Kauflcuten Verglelchsmöglichkeiren geboten werden. Sowohl die Mustermessen al^ auch die räumlich getrennt stattfindende technische Messe, die jährlich einen Querschnitt über die Neuerungen auf dem \\a-schinenmarkt der Welt gibt, sind gegenüber den Vorjahren entsprechend dem gestiegenen Andrang von Käu lern und Ausstellern vergrößert worden. Soweit es sich bisher übersehen läßt, werden die zahlreichen neuen Werkstoffe Deutsehlands wie in den vergangenen Jahren im Rahmen des Vierjahresplanes weitgehend aas Bild der Mustermesse bestimmen. Selbstverständlich werden in großem Umfange auch die alten und bekannten Lrztugnis;se eine Zentralorganisation, was allenthalben daneben ausgestellt. Der ab\3r bereits 193S als ein fühlbarer Mangel empfunden wird. Gd^tDierioe 3eroung«inan6i)er bei dem aufgeioufrnrn il-a)oot „euntlfO" hervorgetretene Wunsch u.ei micrnaiiüna-ien Käuferschaft nach Neueriingen dürfte diesmal in besonderer Weise beiriedi'^t werden. Das ist umsoniehr der Fali, als zahlreiche ausländische Prod'Jiotnen gleichartige Erzeugungen aufgenommen haben. Es ist dabei nur an die Waren mi'.s Zeilwolle zu erinnern, die 1937 zum ersicn Male in größerem Umfange ausgcstcilt wurden, 193S bereits einen wesentlichen Raum des Messegeländes beanspruchte;! und 1939 entscheidend das .Aussehen der TextiU)eständc bestimmen werden. Die deutsche Zellwolle-Erzeugung hat im J;ili-rc 1938 etwa 200.DOC) Tonnen erreicht gegenüber 30.000 Tonnen im Jahre 1932. Deutsche Wirtschaftskreise zeigen sicli besonders befrieüifj:t darüber, daß die klassischen Woll- und Baiimwoll-Länder beginnen, selbst liie noch vor nicht zu langer Zeit als »Ersatz- gi'kennzeichnete,i Waren dem Publikum anzubieten. So wichtig <'jn sich die Textilmesse, die Keramik-,Ausstellungen, die Mobelhestände mit mehr als lO.OTK) Modellen und alle die anderen Zweige der Oebranchsgijterindu-strien sind, so wird das Schwergewicht der Leipziger Frühjahrsmesse jedoch auch dieses Mal auf den Darbietungen der Technik liegen. Es ist eine bekannte Tatsache, daß in diesem Jahre die jjroßen Maschinenfabriken aus aller Welt Beobachter nach Leipzig schicken, um sich über die Neuerungen in anderen Ländern zu unterrichten. Das altbekannte Bild, daß viele .Aussteller besonders wertvolle Ma-schinenaggregate mit Zeltbahnen verdecken und nur ernsthaften Käufern einen Einblick gestatten, um sich so gegen Pa-fentdiebstahl usw. zu schützen, wird sich auch in wenigen Wochen wiederum in Leipzig bieten. X Die Ausfuhr nach Italien wird nach Be(}gr:ider Meldungen schon in kürzester Zeit auf eine völlig neue Grundlage gestellt und bedeutend erweitert werden. Angeblich sollen schon demnächst Besprechungen zwischen den beiderseitigen Delegationen eingeleitet werden. Es handelt sich darum, Jugoslawien die Möglichkeil zu geben, die ihm eingeräumten Kontingente restlos auszunützen, da der jugoslawische Clearingsaldo überaus klein ist. Auch bemüht sich Italien, seine Produkte soweit als möglich nach Jugoslawien auszuführen, um mit der Einfuhr womöglich Schritt zu halten. >C Die Organisation der jugoslawischen Holzindustrie ist noch inuner nicht zur Gänze durchgeführt. Es gibt wohl Verbände und einzelne Sektionen, doch fehlt Allgemein herrscht die Ansicht vor, daß die Holzwirtschaft Sloweniens andere Interessen hat als gtwa jene in Kroatien oder Bosnien. Bei uns gibt es größtenteils kleine Betriebe, die unter anderen Bedingungen arbeiten als die jiroßcn Unternehmungen. Deshalb kann die Organisation nicht einheitlich alle Betriebe im Staate utnfas-sen, sondern kann nur eine Dachorganisation ins Leben gerufen werden, der ilie einzelnen lokalen Bindungen als Mitglieder angehören würden. >' Ober die Wirtschaftslage Jugoslawiens im abgelaufenen Jahr veröffentliclit die Nationalbank einen au>führlichen Bericht, wie dies alljährlich vor der Generalversammlung, die diesmal für den 5. März angesetzt ist, der Fall ist. Der Bericht ist optimistisch gehalten. 35örtenl>eri(ötf Ljubljana, 27. d. Devisen: Berlin 17.56.Ei—1773.88, Zürich 9t)5—KXJo, London 204.80 -208, Newyork 4347.75-4406,75, Paris 115.45—117.75, Pra,i; 149.75 --151.25, Triest 229.95— 233.05; deutsche Clearing^checks 13.80, engl. Pfnnd 238, im freien X'erkehr 258. Zagreb, 27. d.M. Staatswerte: 2 Kriegsschaden 475—477, per Mal—Juni 0—474, 4% Agnjr öl.50—62.50, 4% Nord-agrar 61.25—-61,50, 6^, Begluk 90.50- • 91.5<), 6% dalmatinische .\grar 90,50— 1K).75, 1^! Stabilisationsanleilie 5i<).25--0, 7% liivcstitionsanleilie 101—101.50, 7% Seligman 100— 0, 7^^ Blair 95—95,50, 8-;, Blair 101.50—102: Agrarbank 22S--23t). Nationalbank 7800—0. t' auf oilm Oltterm (Suropoe Von unserem Dr. Fa.-Mitartieiter (Berlin). Fünf große Ozeanschiffe fahren ständi;.'. — Sommer und Winter — für die NS-Oe-nieinschaft »Kraft durch Freude«.'. Ueb'.'r 5000 .Arbeiter aus Betrieben jeglicher .Art sind in .Ablösung dauernd unterwegs auf den Meeren, sehen die mächtige Insel- u. Küstennatur des Nordens und gehen :>n den bunten Gestaden des Südens an Land, Diese fünf Schiffe, Eigentum der Deutschen Arbeitsfront, sind der Grundstock eines Scefahrtprograninjes geworden» d-js heute bereits alle Meere Europas einbezieht und in bözug auf Reichhaltigkeit nicht übertroften werden kann. .Anfang .Mai werden fünf Jahre vergri;;-gen sein, seit die ersten KdF.-Schiffe, die »Dresden<; des Norddeutschen Lloyd und die »Monte Olivia der Hamburg-Süd, die deutschen Nordseehafen verließen, um jnit einem kühnen Beginn eine großartige Entwicklung einzuleiten. Insgesamt sind bisher 11 O^eanschifie für Kraft durch Freude gefahren. Es sind altes Schiffe, die im internationalen Seereiseverkehr einen guten Klang liabca. In wenigen Wochen wird nun der zweite Neubau der Deutschen .Xrbcitsfront, das Schiff v'^Robert Leye vollendet sein. Neben dent »Wilhelm (iiistlofff; wird dics^^s Schiff, das in einigen Einzelheiten weitere Neuerungen aufweist, die restlose Verwirklichung der .Ansprüche sein, die an die Gestaltung von Gemeinschaftsreisen zu stellen sind. Fast 70fX) .\rbeiter werden vom kommenden Frühjahr an immer auf den Kfd.-Schiffen unterwegs sein. Weit über 600.00«) Urlauber aus allen Teilen des Reichcs sinu seit 1934 auf die Meere hinausgefahrc.). Mehr als Hunderttausend von ihnen sahen den bunten, sonnigen Süden; Lissabon u. Madeira, Gibraltar und Tripolis; Genua u. Neapel, Palenno und Venedig, neuerdings gehören auch Jugoslawien und Griechenland zu den ständigen Reisezielen von KdF. Dazu kommen im Norden die wunderbaren Fjorde der skandinavischen Westküste, der ganze Ostsecraum mit Finnland und Schweden, Reval, Rign. — Dieser Aktionsradius der KdF.-Flottc Ist ohne Zweilei eine der bedeutsamsten Leistungen des neuen [)eutschlands; er i^t einmalig in der Welt. In der Sandow-Bucht vor der Insel Wight waren zwei englische U-Boole der Schwertfisch-Klasse durch die schwere Brandung von ihrer Verankerung losgerissen und auf eine seichte Stelle geworfen worden. Während das eine U-Boot nach fünfstündigen Bemühungen wieder flottgemacht werden konnte, gelang es nicht, das andere U-Boot »Sunfish abzuschlep-pen. Beim Anzug riß das an seinem Bug befestigte Schleppseil d. ßergungsdanipfer die unser Bild im Hintergrund zeigt. Cranim fährt nach Ägypten. Berlin. 27. Februar. (.Avala). Wie verlautet, wird sich der einstige deutsche Tennisweltmeister v o n Cr a ni m demnächst nach .Ale.\andrien begeben. Im .April wird von Gramm aus .Ägypten nach Berlin zurückkehren, um der Hochzeit seines Bruders beizuwohnen, um S(t-dann eiiK Nordanierikareise anzutivt»cn. tMarlborcr Zeitung« Nnnimtr 40. MHtwocIl, d«« I. Min 103% Sport €raolff — rumfinilcdcr An den rumänischen Skimeistersciiaften in Prcdal in den Tcanssilvanisciien Alpen beteiligten sich, auch mehrere jugoslawische Skiläufer, mit Europameister Franz Smolej an der Spitze. Smolej war auch diesmal im Langlauf über 18 Kilometer der Beste^tind siegte in 1:33.25, An zweiter Stclk» folgte Alois Klanönik und an dritter ^ e m V a. Vierter wurde der <'outsche Repräsentant Obermann, 3)fe tnaiionailigo flartet Am kommenden Sonntag werden wiederum die-Punktekämpfe der ersten Liga um die jugoslawische Fußballmi-sterschaft aufgenommen. Zur Durchführung kommt d'e XVI. Runde der Saison 1938/1939, die folgende Treffen vors'eht: in Split tritt der Vertreter des Draubanats »Ljub-1 j a n a« gegen den dortigen »H a j d u k« an, in Zagreb spielen »Q r a d j a n s k i« und die Vara2d;ner »Slavija«, In Sarajevo treffen die dortige »S1 a v i j a « und der Zagreber a § k« aufeinander, in Zemun sind der :»S K Z e ni u n« und »G r a d j a n s k aus Skoplje die Gegner, während 'n Beograd die Spiele »J e-d i n s t V 0«—B S K und BAS u-g 0 s 1 a V i i a« in Szene gehen, [werden Jugoslawiens Skifltrferlnnen auf ! der Roica die erste Staatst!rt4«fefsrtraft ht der alpinen Kombination bestreiten. Hoffentlich werden diesen Veranstaltung«:?) noch weitere folgen. ©flläu'fr'n''en om ©'art | Im jugoslawischen Skisport spielen die Frauen eine wenig erfreuliche I^olle. Seit| den schönen Erfolgen vor nahezu einem Jahrzehnt sind die Vertreterinnen des schwachen Geschlechts fast ganz von der Startliste skisportlicher Veranstaltungen verschwunden. Es gab wohl einige Ausnahmen, die sich auch in den alpinen Disziplinen durchzusetzen versuchten, doch blieb es bei vereinzelten Vörsuchen. Nach dem Lehrgang des Ministeriums für Kör-pcrertüchtigung hat nun auch der Skiklub ^Ljubljana« einen Damenspezlalkurs auf der Pokljukä veranstaltet und dlewn mit einem Rennen abgeschlossen. Es gab einige recht gute Leistungen und zwar stach im Slalom Ftl; Vida Tanclg hervor, während in 'der Abfahrt def Sieg an Frl. Ljuba F i 1 i p i ö fiel. Am 4. und 5. März !I>a0 3:2 bon Strlin im 0pirgti (tr 6nilfIhre Mutter lebt allein?« »Ja, mein Vater ist vor vier Jahren gestorben, an einer Infektion, Er war Arzt, und es war der Wunsch seines Lebens, daß auch ich diesen Beruf ergreifen sollte. Ich hatte ml<;h nie endgültig entschließen können; aber an seinem Sterbelager habe ich es ihm versprochen — es war die letzte große Freude, die ihm ge-schenk wurde.« »Und nun wollen Sie sich durch den ersten Mißerfolg entmutigen lassen? Lieben Sie Ihren Beruf nicht?« »Doch, sehr! Es g'bt nichts Schöneres! Aber — ich glaube, daß merne Fähigkeiten nicht auereichen, ich . ,. ach, Herr Doktor, es ist furchtbar, furchtbar-- »Welches Fachgebiet?« »Kinderkrankheiten, Auch mein Vater war Kinderarzt.« »Na, das ist ja auch mein Gebiet — Frauen- und Kinderkrankheiten, Wenn es Ihnen recht ist, komme ich" mal nach Feierabend zu Ihnen, und dann werden wir ja sehen, ob Sie wirklich Grund haben, die Flinte ms Korn zu werfen. Ich kann es mir eigentlich nicht recht vorstellen, denn Sie sehen mir eher nach dem Gegenteil aus.« MHtwoch, den 1. Mirz 193Ö anzügen, Pantoffeln und Nachtmützen herum, Damen im Unterrock und Pelzmantel darüber. Ein prachtvoller, frühlingswarmer Morgen blaute über der Rlviera. Ein Stück Landschaft, so lachend und lebensheiter, als sei der Himmel auf die Erde gefallen — war in einen Trümmerhaufen oder ein wüstes Chaos verwandelt worden. In den Straßen herrschte fieberhaftes Hin und Her, aber ganz anderer Art als noch wenige Stunden vorher. Die Menschen waren wie ausgewechselt und anstatt des frohen Lachens hörte man jetzt ängstliche Rufe und das Schreien, Wimmern und Weinen der Frauen und Kinder. Eine Massenfhicht der Bevölikerung, wie sie in diesen gottbegnadigten Gebieten noch nie zu verzeichnen war, setzte ein. Die Kranken wurden ans Meeresufer getragen, während die, die es sich leisten konnten, Hals über Kopf aus der Gefahrenzone flüchteten. Zwei- und vierspännige Reisewagen verließen hoch bepackt in schnellster Fahrt Nizza und die anderen Städte der Riviera, in der Furcht vor einer Flutwelle, wie sie bei schweren Erdbeben an 4SfT Küste vorzukommen pflegte. Viele flohen in die Berge hinauf, wohin die Flut nicht ansteigen konnte. Für selbst kune Fahrten wurden phantasti-.'iche Preise gefordert und bezahlt. Fiaker, Omnibusse, Landauer, vollgestopft mit Menschen und Gepäck, jagten in Richtung zu den Bahnhöfen oder ins Land-Innere. In fieberhafter Eile wurden Extra-2üge organisiert. 15.000 Menschen verließen auf diese Welse innerhalb von 2 Tagen Nizza, besonders Furchtsame glaubten ihr Leben am Allersichersten, in dem sie sich Omnibusse mieteten und mit disem aufs freie Gelände fuhren. Selbst Eisenbahnwagen waren bevölkert und auch Schiffe nahmen Flüchtlinge auf, doch wurden auf diesen die Erdstösse nicht minder wahrgenommen als auf den Straßen. Auf allen öffentlichen Plätzen von Nizza, am Strande, auf der berühmten Promenade des Anglais wurden Zelte aufgeschlagen. Wo anderes Material fehlte, wurden Teppiche, Bettücher und Soge! aufgespannt. Auf der Promenade des Anglais und in den breiteren Straßen standen ganze Reihen von eleganten Wagen und Omnibussen, die alle als Wohn-und Schlafstätten hergerichtet worden waren. Nizza glich in diesen Tagen einem riesigen Zigeunerlager. Auch im Spielkasino hatte man hajuptsächlich Frau en und Kinder untergebracht. In Nizza und Umgebung wurden insbesondere an den zierlichen Bauten ungeheure Zerstörungen angerichtet. Fassaden und Dacheinfassungen waren in Trümmer gegangen, hunderte von Gebäuden wiesen große Risse und Sprünge auf, zahlreiche Häuser waren eingestürzt. Auch ein Teil der Kirche Sanct Augustin war zum Einsturz gebracht worden, doch fanden von den in der Kirche versammelten Andächtigen nur zwei den Tod, während die übrigen rechtzeitig ins Freie zu gelangen vermochten. Während Cannes vom Erdbeben ziemlich verschont blieb, wurden schwere, Verwüstungen in Mentone angerichtet. Der Stadteil zwischen den Flüssen Karer und Borigo wurde am ärgsten in Mittleidenschaft gezogen. Kein Gebäude, das nicht Risse und Sprünge aufwies. Zahlreiche Fabri'ken und Schornsteine waren eingestürzt, desgfleichen eine Reihe Öffentlicher und privater Gebäude. Todesopfer waren in Menione aber nicht zu beklagen, nur Verletzte. Fürchterliche Folgen hatte das Erdbeben in Ligurien. Zahlreiche Städte und Dörfer waren in Trümmer gelegt worden, Das Städtchen Dianomarlno, der bedeutendste Ölplatz Liguriens, wurde dem Erd boden gleichgemacht, 700 Personen teils getötet, teils verletzt. In einem Hause, in dem bis zum frühen Morgen getanzt wurde, wurden sämtliche Bewohner unter den Trümmern begraben. In der Gemeinde Bajardo wurden 300 Menschen während des Gottesdienstes von den einstürzenden Mauern größtenteils getötet. Ähnliche Schreckensszenen ereigneten sicli in Castellaro, Bussano, Diano Castello, Arve. Oneglia, Cer*ana u. a. In Genua, wo die Erderschütterungcn von einem dumpfen, unterirdischen Donnergrollen begleitet waren, wurde nur geringer Sachschaden angerichtet. Der Wauptstoß erfolgte, während mehrere Per sonen noch bei der Redoute im Teatro Sie hielt ihrHandtuch SrSB V.VM Kann denn ein friscligewa-schenes Handtuch so grau wirken? Ja, wenn es nicht richtig sauber geworden ist, dann wird es neben radionweisser Wäsche schmutzig erscheinen. Denn Radion wäscht vollliommen rein. Getrieben von den Sauerstoffbläschen strömt die waschkräftige und doch so milde Radionlösung beim Kochen unaufhörlich durch das Gewebe und vertreibt allen Schmutz. Innen und aussen wird die Wäsche blendend rein, unvergleichlich weiss • radionweiss. RADION KEIN REINERES WEISS ALS RADIONWEISS Felice versammelt waren. Es entstand eine fürchterliche Aufregung, doch konnte eine Panik verhindert werden. Kleinere Erdstöße waren in den folgenden 24 Stunden des öfteren wahrzunehmen, doch wurden durch sie nur geringe Zerstörungen hervorgerufen. Auch in der Schweiz wurde das Erdbeben durch Risse und Sprünge in den Mauern, Krachen jim Gepälk und herabfallender Gegenstän-jde wahrgenommen. Selbst in Griechenland registrlete man leichtere Erdstöße. Die Zahl der Menschopfer an der Rivie-re war verhältnismäßig gering und belief sich auf 10. Dagegen fielen in Ligurien rund 1000 Personen der Erdbebenkatastrophe zum Opfer. Das viel gelästerte Monte Carlo war von der Naturkatastrophe weit nachsichtsvoller behandelt wor-'den als so manche Dorfkirche Liguriens. Nicht ein einziges Todesopfer war liier [und luinderte von Monsolicn ums leben zu beklagen. Während die Erde bebte, |kamen — wurde in Monte Carlo ruh4g während Häuser und Kirchen einstürzten iwcitergespielt. CK Leipziger Frühjahrsmesse 1939 mit großer Technischen Messe und Baumesse vom 5. bis 15. hffln Mle Auskünlte enteilt: losei Bcziak ehrenamtilchep Vertreter der Lcp-tig«r Messe, MaHbon, Gospo^iia ulica 25 Tel 20-25 (ng. G* Tönnis Liub'iana. TyrSeva 33 T^i. Li7-62 60"/,j Fahrpreisemii-ßigung auf den deti-i9chen Reichsbahn« strecken und auf den übrigen Strecken bit 53«. oder die Oeschäflsstelle des Leipziger MessMnits tür den Salkan« Beoqrad, Knez: Mihailcva 33, Tel. 24.311 Mariborer Zeitung« Nummer 49. 10 MHtwtch, dM t. MJlrz lf39 Ausstellung der Staatl. Teppichweberei. Sarajevo im Ho.el Za«orc vom 7. I>ls ty. Mllra «ttSO Langfristige Tetlaahhoixen 1792 erniedrigte Preise. Wir bit en um BesIchMwng. hintritt frei durch Ho «I Zamorc oiutobjs, an guter Slraßa. Anzufragen Säger. Zg. Rad-| vanie 58. 17551 in koufik fttiukt Kaufe altes Gold. Silber* krönen falsche Zähne tu Hüclilicrep zur letsten Ruhestätte begleitet haben, allen Spendern der vielen Kränee und Blumen, dem Kath. frauenverein und allen, welche uos in unserem Schmerze um die unvergeftliche teijre Heimgegangene. Trostworte haben zukommen laeaen, herzlicniten Dank. Mari bor, 37. Feber 1939. 1786 In tiefer Trauer: Familie Nekrep. WIENER MESSE Inte s natle nal« PrQhlahrsmesio von la. Mi 11 März 1939 Teclnilaelit Maaia Ua 19. Märs. Bedeutende Fahrpreiaermiaiigungen auf allen Bahnen* Pjanlno >»I3remitz«c, wenig ge* Reinet, sounigesi inöbl. und spielt, hillig zu verkaufen*' separ. Zimmer aibsugeben. Alclrer, Copova 5. 17871 Sodna 25. 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Jugoslaviii, Maribor, TTe Svobode, »Mariborski Qrad«, LjubIJanska kreditna banka, podruSnica Marmor — Prva hrvatska iHedionlca, podniinica Celle, Tourist Office »Putnik« A. D.i Celje, Ateksandrov tri I — Zven sa tujtki pro-met V Stovenlii »Putnik«, Llubljana, Qajeva ulica (Neboti£nik) und alle Filialen der >Putnik«-Ge- selischaft in Jugoslawien. MÄRIBOR/KA ri/KARNA S; Hsribor. Kopmllik» ufica 6 Vom ttffsten Schmerze erfüllt geben w r allen Verwandten, teilnehmenden freunien und Bekannten die höchstoetrübende Nachricht von detw uneraezl chen Verluste der innigstgelieoten, unvergeßlichen Mutleri Großmutter. Schwiegermutter, Tan e u. s. w, der Frau Maria Kern, g«b. Spitt Lokom#ttvHlhrertwltwe welche Montag, den Vf. Februar um Vi® früh nach langem, a ehwerem leiden, veraenen mit den heil Sterbesakramenten im Ö7. Lebensahre santi verschieden Ist, „ k/ Die entaeelte Hülle der teuren Verblichenen wird Mittwoch, d en 1, Marz um 16 Uhr m Familiengrabe in Pobrelje beioeseizi Die heil, Seelenmesse wird Donnerstag, den 2. März um T Unr Irüh in der Magdaienenkirche gelesen werden* Maribor, am 27. Februar 1W9. 17g4 Die Ueftreuernd Hinterbliebenen, : u Chclredaklcur und für die Redaktion veranlwortlich: vcranlworllicb Direktor STANKO Uivj UDO KASPER. - Druck d» „Mariborska tltkama" tn Warlbor. — Für den Herausgeber und den Druck vlßLA. -............ üeide wotmbatl io MaHbor \ \