Mr. 84. Sonntag, den 19. chctover 1879. IV. Jahrgang. Cillirr }t itung. Prinumeratioiu-Bedingungen. Für Sill«: Mit Post. «•MtiMi ... -m Versendung: ir.mrliättto . . 1.M Pi«ti,„4jii( . . i.«o tSJÜifcP ■ • • ! ~ ... ».*o tftatmdfeviq. . . $aiuj<*btt0 . . . S.4S s««»l ^«ste>«NG Einielne Nummern 1 kr. S==---L Erscheint zeden Donnrrstag und Sonatag Morgens. Inssrsko v/si'ijen sngsnommnn t» Cm»iti»n »" ..fiOirr H-r. tttlSofl« 9lt. I <»»s»»ri!ij-rci »»» Zodail» «»»»««). R»«»ärl« utma 3nsttm fSr »>« ■J'Unua" »» «I. «iofl« >» «nt nflm d«d«»l,»d<» eidttca #• 11»»liii«»».'. Jof. «im. rnchi» «"I. «. Oppkl.k »nd «»,„> k ü»ntt>. in Sich. d- 9M' • K|<«tuc ,» » - -» Politische Rundschau. Uilli, 18 Oclober. Die Iungc^echln meldeten ihren Parteigenossen nach Piag, daß ihr Austritt aus dem gemein» samen Club bevorstehe, da sie durch den Grafen Elam Mar.imtz von jeder Commission ausgeschlossen würden. Die czechischen Mitglieder «klärten im Av-reß-Ausschusse te« Abgcordnete»hauseS. daß s^e durch ihren Eint'itt in den Reichsrath nichts von ihrer RchtSüberzeugnng aufgegeben, aber doch die Angelobung auf die Beifassung geleistet haben und ihr Gelößniß auch halten werden. Nach einer Meldung deS „Pokrok" wartet Traf Taasfe da« Ergebniß der Avreßzebatte ad, um nach deren Beendigung dem Kaiser Borschläge bezüg'ich der Ergänznug de» Ministerium» zu machen. Seit einiger Zeit widmet das deutsche „Mi-litär-Wochenblatt" dem französischen Heerwesen seine besondere Aufmerksamkeit. Au« den belrcfsenten Artikeln geht, nie ter „Frkf. Zig," geschrieben wird — und die „Germania" nachdruckt — ganz klar hervor, daß Deutschland bei Zeiten sich da-rauf vorbereiten müsse, sei« Arineedudget ent-sprechend zu erhöhen, um mit der franzvsis^en Arme bezüglich der Stärke und technischen Aus-bildung gleichen Schrill zu halten. So schreibt das „Militär-Wochenbl." in seiner neuesten Nummer u. A.: „Die bei den Berathungen über da« Krieg«-dudgct in der französischen Arme in den gesetzt ebenden Körpern geführten Verhandlungen erregen ^o« militärische Interesse um so mehr, al« sie besonder« dazu geeignet find, einen Einblick in die immer noch nicht abgeschlossene Militärorganisation eine« Landes zu gestatten, dessen Bolksveitretuna seil der Reorganisation bei jeder Gelegenheit den Bewei« geliefert, da« sie für die Vervollkommnung ihrer neu geschaffenen Armee jedes Opfer zu dringen bereit ist, und daß das Interesse, welches sie allen die Armee betreffenden Verhältnissen widmet, mit dieser Opferfreu^igkeit gleichen Schritt hält.' Es wird nachher an anderer Stelle noch der Gefügigkeit der französischen Volksvertretung ge-dacht, sobald e« sich um Bewilligungen für die französische Armee handele. Es kann al» sicher gelten, daß die Motivirung. mit welcher die deutsche Armeeverwallung die bevorstehende Erhöhung de« MilitäretatS vor die Volksvertretung de« Reiches bringen wird, nicht bloß auf die vermehrte französische Artillerie, sondern auch auf die bedeutende Augmentation der russischen Armee hinweisen wir?. Gelegentlich eine« von dem bekannten ultra> montanen Grafen Mun in Lyon gehaltenen Vor-trage« kam e« zu einer antiklerikale» Demonstration, die zu einer Rauferei und zur Verhaftung von zwei Personen führte, welche indeß wieder auf freien Fuß gestellt wurden. Die französische Regierung beginnt energisch gegen diejenigen Beomtcn vorzugehen, welche sich an gegen die Republik gerichteten öffentlichen Kundgebungen bethätigen, «o wurden 23 Maire» »nd Adjuncten. welche den legitimistischen Ban« ketten und zwei, welche dem Blanqui Bankette beigewohnt hatten, enihoben. Wie ein italienische« Journal meldet, soll am 26. p. in Neapel ein Meeting zu Gunsten einer gleichzeitigen, theilweisen verhältnißmüßigen Abrüstung der europäische» Mächte in Gemäßheit de-. von Dr. Fischhof und Mitgliedern des deut« sche > Parlamente« gemachten Vorschläge stattfinden. Alle FriedenS-Vereingungen Italien«, England«, Frankreich« und Deutschland« sind zur Theilnahme an dem Meeting geladen, welchem auch mehrere italienische Deputirte beiwohnen werden. E« schein», al» ob in Belgien neben den so hestig aus dem Gebiete de« UntenichtSwesen« entbrannten Kampfe auch noch socialistische Unruhen zu Tage treten sollten. Ein partieller Arbeiter» strike, welcher vor einigen Tagen in dem Kohlen-decken voo Eharleroi begann, ist an Umfang ge» wachsen und scheint noch größere Ausdehnung an-nehmen zu wollen. — Wa« den . Culturkamps" betrifft, so hat — einer Meldung der „Italie" zufolge — im Batican die Thalsache nicht ange» nehm überrascht, daß trotz aller clericalen Agitation von 20,000 Lehrern und Lehrerinnen 17,500 in ihren Stellunzen an StaatSichulcn geblieben und kiuin 2500 den Drohungen und Versprechungen dc« ElrruS gefolgt sink. Mgr. Vanutelli, der al» Nuntius von Brüssel nach Wien versetzt ist, hat vom Vitican die Anweiinng erhalten, so lange auf seinem Brüsseler Posten auSzuharre», bi« Me Depatirtenkamm.r da» Budget des AuSwänigen berathen hat. Man fürchtet nämlich im Batican, daß die BolkSl>enreluug dos Gehalt de« belgisä en Gesandten bei dem päpstlichen Stuhle streichen könnte, un) so auf diese Weise die Vertretung abgeschafft würde. Die Engländer werden in Afghanistan an-scheinend noch ernsthiistc Arbeit bekommen, ehe sie den Ausstand vollständig gesämpst haben; mit der Besetzung Kabut's ist die Angelegenheit noch lange Feuilleton. Zu spät: Ein VesetlschastSbild. Roman von W. Hofier. (12. Sortierung.) Ihre Blicke durchflogen da« Inhaltsverzeichnis Sie sah, ohne zu lesen. Da schlug Tante Regine mit der flachen Hand aus da« Buch und klappte e« wieder zusammen. — Heute Abend kann nicht gelesen werden, sagte fie herrsch. Ägncs muß die Wäsche sortiren und einweichen, da« geht vor. Eden so wenig kann sie die künftigen Montag- und Freitagabende mit Dir vertändeln. Ich brauche sie für den Hau«-stand. Tant» Amalie nahm ihr Buch an sich, wie eine furchtsame Henne die Küchlein bedeckt, wenn der Habicht am Horizont erscheint. — Für den Hausstand? wiederholte sie zor-nig. Damit die Unglückliche weltlich und geizig werde, wie Du e« bist? — Da» ist immer noch besser al« fromm und . . , verschwenderisch, wie Du? — Ich verschwenderisch? Barmherziger Gott, worin denn? t Tante Regine zählte an den Fingern. — Innere Mi sion . . . Bidelverein . . . Verein sür Heidenbetkhrung ... Aistervorfer-Anstalten, Kirchenopfer, Armenbüchfe... Nico-lai-Thurmbau . . . Amalie schlug vor Entsetzen 'die Hände m« einander. — Vater im Himmel, da« nennt die Un-glückliche Verschwendung! — Gewiß thue tch da«. Man gibt einen Schilling, wenn gerade gesammelt wird, und den auch nur, weil sonst die Leute darüber raisoniren ! Aber Du trägst ja Hunderte jährlich den fromme» Bereinen zu, al« wolltest Du über den Nicolai-thurm hinweg direkt in den Himmel hineinklettcrn, oder als lägen Dir anderer Leute blödsinnige Linder mindesten» eben so schwer am Herzen, wie der bissige Köter, der Fidel, den ich nächsten» au« der Küche hinavStreiben werde, daß er da« Wiederkommen vergißt. Erst heute hat er meiner armen, harmlosen Assi) da« Ohr zerbissen, diese« kleine hinterlistige Scheusal! Amalie rettete mit schneller Bewegung jetzt auch ihren '»«drohten Hund. — Fidel haßt Dich, rief sie. weil Du ihn hungern läßt; Dein Geiz vergönnt ihm keine Mahlzeit. Tante Regine lachte. — Füttere ihn mit den Gottseligkeit«-Schers-1 lein, die Da austheilst, dann weißt Du wenig- sten«. wer es bekommt. Uns das ist bei rec Eollecten-macherei nicht allemal der Fall. Tante Amalie entfloh mit Fidel und ihrem Gebetbuch au« dem Zimmer. Ein „Bater. vergieb ihr; sie weiß nicht, was sie thut!" erscholl noch in der geöffneten Thüre, dann waren Tante Regine und Agne« allein. — Mach' fort, herrschte Erstere, verdrießlich, daß sie sich in Gegenwart ihrer Nichte hinreißen ließ, den altgewohnten Zwist bi« zum Wortwechsel ausarten zu lassen. Du sollst Wäsche sortiren . .. hörst Du nicht? Agne« stand vom Sitze auf. Sie freute sich im innersten verbitterten Herzen der Niederlage, welch« ihre Beleidigerin erlitte», aber dennoch glüht« ein lodernder Zorn auch gegen die andere Tante in ihren dunkeln Augen. Dieser Abend sollte entscheiden. Mit zusammengepreßten Lippen, todtenblaß und schwer athmend ging sie hinau« in den Laden. Einer der Lehrlinge schlug Zucker und der andere klebte Düten, Ernst Orthloss stand am Pult, und neben ihm ein junger Mann von hübschem Aeußeren und sehr gebildeten Manieren. Dieser Letztere beobachtete heimlich forschend da« Mädchen. Er zupfte den Buchhalter am Arm und deutele verstohltn aus die Eintretende. — Wer ist da« ? Ernst Orthloff winkte ihm. nicht zu Ende. RaK cin.m Telegramm aus Simla Vom Dienstag wurde da» englische Lager bei A>ik» heil von groben Streitkrüfttn der benachbarten eingeborenen Stämme angegriffen. Der Angriff wurde aber abgeschlagen, die englischen Truppen machten ttaen A isfall und zerstreu ei> den Feind, welcher 2% Todte zuritcklieg. Die englischen Truppen hatten 5 Verwundete. Nnman'k» hat nicht bloß mit der leidigen Jude: fragezu känpstn. sondern auch mit materieller Roth; das» der ^materielle Nothstand in vielen Gegenden »e» Lande« bereits eine bedenkliche Höhe erreich: Haien wich, beweist folgende M eldung aus Bukarest: „Auf Wunsch der Regierung ver-sammelte sich heute die Kammer in. den Sektionen, um den vorgelegten Gesetzentwurf. betreffend die Unterstützung der nolhleidcnden Landbewohner, in dringliche Berathung zu ziehen. Cogalniceano er-klärte, es gebe Gemei den. wo kein Körnchen Mais mehr vo> Handen sei; der Mais ab.r bildet ein fast ausschließliches Nahrungsmi'tel der länd' lichtn Bevölkerung. Am 14. d. M. erhielt der Commandant der serbischen @nn|»aite bei Kurschamlje die Nachricht, daß über 100 Arnauten im Anzüge seien, um auf serbischem Gebiete zu plündern. Die serbischen Truppen wurden in einem Hinter-halte postirl und rieben den ganzen Anmuten-trupp auf. Älcinc Chroilik. Cilli, 18 Oktober. (Freiwillige Feuerwehr ) Wie wir vernehmen, wurde in der gestrig?» Bersammlung d,s Ausschusses der Ciltier Gemeinde-Sparkasse beschlossen, der hiesige» frei-willigen Feuerwehr zur Anschaffung von Schläuchen vorbehaltlich der Genehmigung der k. k. Slatlhalterei. einen Betrog von 500 fl. zu widmen. (Reduktion.) Wie von mehreren Seiten gemeldet wirb, sind die Truppenrommandantc« angewiesen worden, den effektiven Stand einer jeden Compagnie durch die Beurlaubung von 10 bis 15 Man» auf die Dauer der Wintermonate zu redu-deren. (Theater.) In der Montag hier statt-findenden Boriiellung wird der GesangS-Soudrelte und den Komikern Gelegenheit geboten sich bei dem hiesigen Theaterpublikum einzuführen. Zur Aufführung gelangen: „Eine verfolgte Unschuld," Posse von Anton langer, „List und Dumheit" ein Schwank welcher den Komiker Nedelko zum Bet-sasser hat. Den Anfang macht Hugo Müllers ein-actiges Lustspiel: .Im Warlesalon erster Klasse," in dem Dirmor Bollmann die Rolle des Baron Wallbach spielen wird. — Spater! Dann ging er bi« zu der Stelle, wo Agne» stand. — Kann ich Ihnen in irgend einer Weise dienen, Fräulein Tu» lach? Sie sah ihn nichl an. Ihr blaßeS, starre« Gesicht blieb unbeweglich wie früher. — Ich möchte Papier haben und ein Eou-vert . . . eine Groschenmarke. Ja, unv auch Schreibzerüth I — Nein, nein, ich will Alle« kausen, setzte sie rasch hinzu, als ihr der Buchhalter eine Feder und das Tmtensaß von- seinem Pulte darbot. Ich will AlleS kaufen! Er beobachtete unruhig da« Aussehen der Hcimlichgeliebtcn. Schon die lautgesprochene» Worte im Wohnzimmer hatten ihn einen Berdruß ahn-n lassen. Nachdem sie alle« Schreibmaterial baar be-zahlt, ging da« junge Mädchen durch den Laden, um auf die Bordiele zu gelangen, und von da zur Treppe. Auf diesem Wege mußte sie hart au dem'Platz de« Fremden vorüver. Dieser hatte sie fortwährend im Auge be-halten. Jetzt, in dem Moment, wo sie vor ihm stand, wandte er den Kopf. Höflich grüßend bot er ihr ein prachtvolle« Treibhausiwuquct. das er bisher in der Hand gehalten. (Katholifcker Aushilssverein.) Sonntag, den 13. Okt. d. I. findet im Hause de« Herrn KruSir. Aadgajse Nr. 130 um '/•4 Uhr Nachmittag ciiK allgemeine Bersammlung veS „katholischen AuShikf«vereineS statt, zu welcher alle P. T. Mitglieder höflichst eingeladen werden. Die Taqesordnm'g i't folgende: 1) Ansprache de»' Odmanne«, 2) Bericht des Schriftführer« ü>er die Thätigkeit leo Ausschusses, A.BerichtdesKassieis über d.-iiKasfasta»?, 4) Berathung über den Antrag, für arme Schülerinnen in der Prinalmädchenschule einen C.iristdaum zu veranstalten, 5) Berathung und Beschlußfassung darüber, wann da» erste BereinS-jähr zu enden hat, 6) Anträge der P. T. Mit-glieder. („Sancta" simplicitas!) Die Nummer 42 d-s „Slov. Gofpodar" bringt nachstehende Notiz: „Herr Baron G ö d e l der „slovenische" Abgeordnete der Landwahl bezirke Marburg, W.-Feistriv, Gonobitz, W.-Graz und Maheenberg wurde im Reichsrathe zum Bize-Präside, ten er-wühlt. Schiwiol Slaiva! Der Cillier Adgeord-nete Dr. Forcgg er hatte gelächelt, als Baron G ö d e l dem erhabenen Kaiser zu Haade« deS Bo sitzenden feierlichst gleich anderer slovenische» Abgeordneten sein Gelöbniß in >loventichcr Sprache ablegte, sprechend: »obljubiin." Nun aber wird Dr. For eg ger den Herrn Baron Gödel schön bitten müssen, falls er im RcichSrathe wird sprechen o er halivar seine cillier'schen liberalen tenischthümelnten und sreimaarer'schen Kleien knüpfen wollen/ — Wir haben viele Gedankenblitze der reinen Ber-nunft de« „Slov. Gosposar" bereit« leuchten ge-sehen und zumeist in christlicher Bescheidenheit die Augen zugedrückt. Wir können auch diese kristal-lifirtc Albernheit unglofsiit vorüber gehen lasse», denn so naiv der Leserkreis des „Jlov. Gospoc>ar" auch sein mag, obige Reflexion dürfte ihm denn doch sonderbar erscheinen. Bezeichnend für die DeukungSart de« .Slov. Gofpodar- bleibt es aber, daß er dem Bicepräfidenten des Abgeordnetenhauses Baron G ö d e l, als so parteiisch in vorhinein hinstellt, daß ihn ein Abgeordneter der Gegenpartei schön bitten werde müssen, wenn e« solchem beifallen sollte zu sprecht«. — Der „Slov. Gospodar" ist übrigens bekannterweise in seinen Bthauptunaen wenig rigoros und dle Worte Goethet : „Denn el en wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein." werden von ihm in der umfangreichsten Weise ausgenützt, mag auch immerhin die beabsichtigte Berdüchtigung eine reimlose Albern-heil sein. — Wir haben uu« nicht die Mühe vcibatßeii lassen einen seinerzeit vom „Slov. Gospodar" citirten Artikel der „Deutschen Zeitung* aufzusuchen. m.ch welchem BiSmarck im Jahre 1866 die ungarischen „Freimaurer' quasi in Sold genommen und zu LanoeSver» räthcrn gemacht ^aben soll. Ta fanden wir nun — Mein Fräuieüt, Sie tragen Trauer-kleider. .. Sie scheinen erregt und bekümmert... gestatten Sie es mir, Ihnen diese Blumen anzubieten. ES kann denselben keine höhere Bestim-»hing zu Theil werden, als für einen Augenbltck ein trauriges Herz mit ihrer sanften Schönheit zu trösten. Agne« blieb st.hen und sah verwirrt empor. Sie hatte offenvar den Sinn dcs Gesagten nur halb verstanden. — Blumen? wiederholte sie zögernd. Mein Herr, ich weiß nicht. . . — Bitte, drängte der Fremde, nehmen Sie das Bonquet! Agne« streckte die Hand aus. Eine plötzliche Erinnerung durchzuckte sie, und ließ klare Thränen in ihre Augen treten. Der Kranz, welchen das Bild ihrer Mutter an diesem Tage empfing,' sollte schöner und glänzender sein als jemals vorher. — Ich danke Ihnen, mein Herr, sagte sie mit unsicherer Stimme. Ihre Blumen werden eine g heiligte Bestimmung erhalten, an einem Altar sterben. Ich danke Ihnen! Die beiden junge» Leute sahen noch, wie Thräne um Thräne herabfiel in den Kelch der weiße' Camellie . . . Dann war da« Mädchen fortgeeilt. in der Nummer vom 15. Februar 1872 eine Notiz, welche erzählt, in Ungarn hake sich im Jahre 1866 ein „Freicorp«" unter Klapka gebildet, welche« preußischen Tendeizen dienen wollte. Später sei über d'e Geldoer-.echnuni ein Scaada'.proceß entstanden. Da« Wort „Freimaurerei" kommt in* ganz.» Artikel nicht vor, n>cht einmal die engerm eile Anspielung deutet au? cii'k Berddt'ung der Frritnanrtici mir der Sache hin. Also da« Won „ireicorp»" hibendie hochgebi deten Redacteure des „Gospadar" mit „Freimaurer" iibers'yt. — weil es ihn.» gerade so in den Kramm paßte. (Die^ettauerTschitalniza) hadert be-reit« wieder in einer diese« Bereites sehr wür-digen Weise. Diesmal si»d es der Musik», Casino-und FortschrillS-Berein. die sich den Zorn der T'chiialnica zugezogen haben und wurden auch be» reiu einige Persönlichkeiten im „Sloa. Nar." in der gewohnten Art angegriffen, ten Anlaß zu diesen Zivistigkeiten gab nachstehender Borsall. Die GasthauSioka'itäten des Herrn Franz ü)l u r» schitz in Pettau wurden im abgelaufenen Jahre wesentlich vergrößert. ES wurde auch ein zweiter Saal gebaut und dadurch ein hübsche« bequeme« Lokale für größere Unterhaltungen geschaffen. Die« veranlaßte auch die P-tlauer Vereiue. sich in diesem schönen Lokale gemeinsamer Galligkeit hinzugeben. Anläßlich der Eröffnung gad auch der Musikverein daselbst eine sehr gelungene Soire, die äußerst zahlreich besucht und sehr animirt war. Allein der Umstand, daß durch ven M u s i k-verein die Eröffnung stattfand, stieg der „Tschita!niza." die mittlerweile dort zwei Zimmer gr miethet hatte und für den 21. September auch schon eine heoße „Bescta" vorbereitete, gewaltig zu Kopse und die gewählten Berdauung»beschw.roen traten wieder ein. Um zu zeigen, daß die „Tschitalnica'' dennoch den ersten Platz im Hause einnehme uns sich daselbst in oominirender Auto-rität befinde, erschien alsbald zur großen Ueber-raschnng der übrigen Vereine, an der Stirnwand des Hiuse« die Inschrift: „Tschitalnica." Dieser eigenthümliche Kastengeist und die hervorgekehrte dominjrende Stellung den anderen Vereinen gegenüber, veranlaßte viele Mitglieder ieS Munk-, Casino- und ZortschritlS-Bereine«, bei den Ber-einslcitungen die Erklärung abzugeben, daß inso-langc diese Aufschrift nicht beseiltgl erscheine, ihrer-seits da« Gastha s nicht mehr betreten werde. Selbstredend vaucn nun die BereinSleitungen diesbe,üblich in der ruhigsten Art und Weise intervcnirt, allein an der Starrköpsigkeit te« Tschila!n>za Ausschusses muß« jeder Borschlag scheitern. Da üderkann in jüngster Zeit den Wirth selbst der Einfall, der Tschitalniza etwas weiß zu machen. Ohne viel zu fragen ließ er die Auf» schritt übertünchen und io versch.vand dieselbe, vielleicht für immer an diesem Hause. — Darob Ernst Orthlaff sah ärgerlrch zu dem Fremd«" hinüber. — Findest Du e« nichl sehr keck, einer un-bekannten Dame ein Geschenk anzubieten, Ber-ning ? fi agie er. Der Andere lächelte. — Eifersüchtig, mein Bester? Ader Scherz bei Seite! Blumen find kein Geschenk, sie be-sitzen einen Passe-Partout in alle LebenSverhält-nisfe hinein. Ueberdie« ist eine kecke Huldigung diesen hübschen kleinen Kätzchen heimlich sehr an» genehm! Sie fürchten den Stürmer und werden sich ihrer Schwäche sogleich vcwußt, sage ich Dir! Und nun heraus damit, w.r ist die Kleine? Der Buchhalter wurde immer kälter, je sorg» loser Berning sprach. — Fräulein Turchlach ist die Nichte meiner Prinzipalinnen. antwortete er. — Ah I. .. Eine Erdnichte natürlich! Das wäre ber Mühe werth, für Dich sowohl al« für mich, Orthloff. Freilich, wenn Du bereits Rechte besitzest, altes Hau«, dann will ich . . . — Bewahre! unterbrach nfch »er Buchhalter. Wie sollte ich? Ueberdie» ist die junge Dame erst seit kaum vierzehn Tagen hier im Haus e. Der Andere sah mit komischem Entsetzen zu den schiefen Balken der Decke empor. — B'erzehn Tage! Du heiliger Amor, wie nun selbstverständlich langt und saure Gesichter aus der einen und ein allgemeines Halloh auf der anderen Seite. (Der erftr Schnee.) Genau wie vor zclin Jahre» trat auch Heuer am 16. Oktober ein stgrk-r Schnecfall ein. der den Landwirthen einen um so größeren Schaden zufliüte, al« zumeist die ^eltfriichte noch nicht eingebracht worden sind, «m . mpfindlichsten schädigte da? vorzeitige elemcn tare Ereigniß die Baumpflarnuugcn. Die roch zum Theile start belaubten Zweige fingen den Schnee in größeren Maßen aus und brachen dann unter der Schwere desselben. In wie weit der Schnee das Weinlescrergebniß schädigte läßt sich heute noch nicht absehen. (Ein Mittel gegen DiphtheritiS) gibt Herr Ä. Mitankovice, Lehrer in Pancfova, der Redaction de« „Horn" an. Es fall ries der A?fud einer gewissen Pflanze sein, die man in der dortigen Gegen? auch gegen Krebsschädei, anzuwen» den pfl'gt. Her, M. will mit Pieseui Mittel schon fünftel)" an Diphlherit'S erkrankten Kindern da» L»eden gerettet Hoden und hu von seiner Entteck>»-g »lsterium des Jnnirn Anzeige gcmackt. (Unvorsichtigkeit.) Der Bergknappe Ignatz sW k f o ( ö I c von Xrifoit wurde am 14. d. im Gasthaufe deS Cebin m Sag«,, durch e'ne» bekannt«'», der ans llnoorfidifiitfrit ein Gew.hr oogeschoisei' hatte am linken Ärme schwer verletzt. (Unter die Rader gerathen.) Am 15. Oktober Nachmittag« '/,4 Uhr kehrte Josef ftunkelj von Pfarje, Gemeinte St. Christof, Sez. Tnffcr mit seiner Mutter Maria Fu»ktlj von EiUi. woh >i sie Holz gefttvrt hallen, mit lerre» Ä'agcn nach Hiuie. Unweit vom Haufe stiegen beide ab »iu gerieth lieb« die Mutter so unglücklich u» er die Wagenräder, daß ihr dieselben üver den Äopf und die Knie gingen. Die Frau starb äugen-bildlich an den erlittenen Verletzungen. Vsluöuiirtfrtinft, Handel, Industrie. (DtierauctiilN.) Die aus der Staats' siibventlon zur Veredlung der einheimisch^ Race angekaufien Mltrzrhaler und Maiiahofer Stiert ivnrdcn hier Dienstag den 14. d. verauctioniit. Tro^em die Visitation um -9 Uhr anaciagt wvroen war und erst um 3 Uhr ?iach«iittn, daß ume^e Rindviehzüchier da« grdßte Gewicht auf die Mür^thaler-Race legen. — Die «uciion hätte ,» piunglich am Dienstag in Andeuachl rer Piäser-vaiivmaßregel» gegen tit Viehseuche unterbleiben sollen. Ueber eine dieSbejllgliche telegrafi che «»»läge a» die k. k. Slattbalterei. stellte der Herr Statthalter e« dem k. k. Statthatte» ei-Rath Herr« Vezirkshauptmann H a a« anheim, die Äuctivn abzuhalten oder nicht. Es begab sich t»aher eine manche, Irchtelmechlel habe ich in vierzehn Tagen angeknüpft und auch schon wieder gelöst! Hute Dich, bldder Schwer, ich lause Dir im Eoncur-re-,z.A»genvrrdrchkii den Nang ab. Uebrigen« wäre mir eine Erbuichie willkommen, »ie ein Moiregen. Die verflucht» Manichaer zirkeln mich jetzt schon in einige engbegrenzte «t>uße» hinem . . . alle« U:brige ist versperrt durch ihre lauern« den Blicke und ihre Hände, die wie Üneipzange» herausfahren, um sich an meine RockknSpfe zu klammer». E» geht zu Ende mit Verning und Eomp., wenn nicht bald Mose« und die Propheten flüssig werden. Der Buchhalter sah erstaunt in da» hübsche sorglose Gesicht seine« Bekannten. — Und das sagst Du so leichthin. Bcrning? Ein Eoncur« ist für den Kaufmann, däucht' mir, ärger al« der Tod! — Mensch! Du bift wahrhaft um hu >dert Jihre ,u spät auf die Welt gekommen. Ich sage Dir, ein Eoncur« ist oft ein ganz hübscher An-fang für den späteren AuferstehurgSproceß unseres Wohlstandes. Der meinige bietet dazu keinerlei Aussicht. Veergebrannt ist die Stätte! O-thloff läuitt halb wieder Willen, tnb mehr Otröchilich als belustigt. (Sortierung folgt.) Deputation zum Stattkalterei-Rathe und derselbe. — der für landwirchschaftliche Fragen ei» große« Interesse und Verständniß besitzt, gestattete — navidem die Thiere gesund, befunden und die vor-oesch'itdenrn Vorsichtsmaßregeln angewendet worden waren, auf Grund der Experten, daß gesunde« A!pel>vieh selbst in seuchenverdächtigen Orten die Epizootie nicht verbreite» könne, — mit kleine» Beschränkungen die Auktion. Ein große« Verdienst um das Zustandekommen, so wie da« erfreuliche Resultat der Visitation ist aber auch vor Allem den Bemühungen Dr. Langn s und der Tüffrer Deputation zuzuschreiben. (Jahrmärkte) vom 21. bi« 24. Ok« Am 21. EtUi. Fichtenwald, Kr.M., Gt. Peter bei Königsberg, Bez. Draitenburg. — Am 22. Trennenberg, Bez. Gonobitz. — Am 24. Kr-kowitz. Bez. Pe'tan. iWieuer Frucht- und MeblbSrse vom li^. Qct. on st. 14,55—15-80, Theib ichweren von st. 13 9»- 14,55, Elovakücher von st. l t.---15.25. Mo. icho. oon ft, J3.30—14.—. Marchfelber von st. 14,50—1Z.»0,Wa!a° chifcher von st .--, Usanee pro Frühjahr von st 15.75- 15 90, R »ggen Nyirer- und Peslerbnix'« n.m st 10.50— 11.19. Elovl'kis^r von st. 10.70—11.30 Anderer »»aarischer von st.l—.lOgO.Oesterreichischer von st, 0 70—11.30 Gersle Slovaiiiche von st, l<)3cz— 11 4», ^derunqarisd»e von st, 0--1.60, Deslffichifdei von st 9 ——10.70, Auttergerste von st. —.-— Mai« Banaler oder Tbeitz von st. --.—. Jnlei nationaler von st. 7.9>—7.00, . (5inquamin von st. —.- --, aus Lieferung pro Frähsahr von st.---- --. Hafer ungarischer M.'reanlil oon st. 7.1" 7.35, dto. gereutert von il. V.2.—7.50, Böhmiicher oder Mäbri'ckier von st. .-----. Umnce pro Frilhjahr von st. 7.8«.—7.85 Nev» Rubser Juli - Auguii von st. 12.-12.75,- «ölst Augu i-Skpiemder von st. 12,^0 — 12.90. H a l! t»f r fl 41 e: Haidekorn vonfl. «.«0— Lins?» von st. 1>-,—.20— Erdie» von fl lv — Bohnen von st, 12—'14.—; tJltlli stil: Sarfinirt prompt von st. —:I2 \0. Pro Iä»»ner, ?lpril von st —,------ Pro öepiember, Deeember von st 32.50—3'J.57. E pirilu«: Roher prompt oon fl. 152.75 —33.—. Jänner, April von st. —.--. Mai, Au stuft von st. —.--.— Weizenmehl per l<>0-Äiloflra'nm: Nummer» 0 von st. 20.---27.— . Nummero l von fl. 21.--22.—, Nummer» 2 von fl 19.30—20ÜV, Nummer» 3 von st. 17.30—18.30. N o q genmehl pr. 100 Kilogramm: Nummeio 1 von fl. IS--1.7— Nummeio 2 von st. 14.---15.—. Buntes. (KÜ'iflinge.) Der seltene Fall, daß Fünf, linge geovren werden und am ^ebe» bleiben, hat sich i» BolmarflUu ereignet. Die grau eine« FabrikSbesitzer« biocht! »amlich Fünfliuge zur W lt, welche sämmtlich lebe», gesund sind und .ernt« cie Taufe eiupfangen haben. Auch die Mutter bisinlel sich den Umständen nach wohl. (Auo der Chronik des zweiten Kaiserreiches.) Die Pariser .Vsnter'ie" brin,t in ihrer reu sie» Nummer eine fon'crdare Eni-hiillung, nrmlich da« Ficsimilie einer von der Poti,e,prafectur 1861 uuoge'tiUien Ermächtigung für etc Demo seile Margueritle BeUanger, aus Gcsundheil«riicksichten, laut Zeugniß te« Arzte», in männlicher Kleidung au-zugehen. Das Acten, stück ist nach einem gediuckteu Formular ausge-gestillt, wohl ein Beweis, daß mehrere solcher Ermächtigungen ausgegeben wurden. Ä>e e« um cie Rücksichten für die Gesundheit gestanden haben mag, erbillt wohl am Besten daraus, daß besagte Marguerite BeUanger dieselbe zweifelhafte Person ist. deren Eorrefponde»; mit Napoleon 111. »i dc» Tuilerien aufgefu»?en wurde, und deren Ver> öffenllichung gar sonderbare Schlaglichter aus die Zustände linier dem ttaiserre'ch geworfen, «ie ging also in männlicher Kleidung in den Tuilerien unbehindert ein und auö, und die Behörden, ein Arzt verschafften ihr dazu die nöthige Erlaubniß. Welch' herrlicher Stoff für die frauzöfiichen Dra» matiker! ksremden • Ver;eichniß. Vom 15. bi« 18. Oktober. Hotel Erzherzog Johann. Johann Propst. Äastwiith. Liauist. — Anton Mse-wischeg, Nealitätenbesiyer. Uebelbach. Henrielle Sie«. Direelorsgattin s. Fomilie, Anlon Twvrkievie,. t. t. Mililär-Bezirks'Pfarrer, Franz Baron AichelbuiA, Privat, ®raz. — Andrea« Jutanie, l k Militär«flaplan, .Klagenfurt. — Johann Knesiä, Aausmann. Banjaluta. Hotel Ochsen. Josef Höhn, k k. Oberfinanzrath, Marburg. — Moritz epiletn. gränz Dernjalsch Josef Her». Reifende. Wie». — Bernhard Einstein, Reisender, München, — Josef Schwarz, Geschäftsmann, Graz. Hotel goldenen Löwen. Richard Schneider, Ingenieur aus Dresden. Course der wiener Aörse. vom 18. Oktober 187». Aolvrente...........81. Einheitliche Staatsschuld in Noten . . OK 10 „ »in Silber . 69 35 IrttiOer Staa'.s-Anlehenslose .... 126.90 Saukactieu ........... 837.— Eresitacticn . .......... 263 80 London ............117.15 1iar>oleonh'or.......... 9.33'/, k f. Muuzdu-atea........ 5.59 100 Reichsmark.........57.85 Bade > Anstalt CiKL liio "»in/»/'-, Ihm ehr- «nil II ««• nrnbtiilrf stehen ton 7 I hr Frtlli l>is Al>tn>.— an frane» Wien, llewhrei-bungen und Zeicbnnn^eti s>ancu und grutü. Agentur, erwünscht. 331 10 Ph. Mayfahrth 6. C» Maschintn-Fabrik in Frnnl'.fnrt a. M. »n«i I-Mdm Sei' Stadt Wien itt Wien. Diamant - Hhrgevänge in viold- und Sitber-Isassnng 1 kloin« moderne Faeon) von 30 fl. bi* 60 fl. und hüber bei F, Pacchiaffo Cilli, Hanptplatz 113 Juwelen-, Gold- u. Silberwarenlagsr. Complett eingerichtete Cassetten filr 0 Personen, echt 13-löth. geprobte» Silber von fl. 76*— aufwärts. Einkauf und Eintausch von Juwelen und alten Gold- und Silber-i regen ständen m den höchsten Preisen. Reparaturen werden billigst und schnellst ii» verfertigt. 284 Auftrag«« nach Aufwärt« werden prompt «ffiectuirt. Für Magenleidende! Oriovac |Dankschreiben älteren Datum»). Die mir zum Versuche gegen i-inen viuljährigen Magenhusten gesendeten HotTuchen Brunt-MnUbonbon8, nur in liUneiu Papier mit der Schut/marke des Erfinders Johann Hoff, haben eine UhnraDB «olilllititige Erleichterung verschafft, das« es mir xuiu angenehmen Bedürfniss wird, Sie wiederholt um Einsendung von t! Pucketen 2U ersuchen. Henris tlmtiilir k. k". Wajor des Annee»tandef. An ilen Hoflieferanten der meisten Souveiiini-Europas. Herrn Jaliami ll«»IT. k. k. Rath Heaitxer de» gnld. Verdienst kreuze» mit der Krone. Ritter hoher preussisch fi- »»! deutscher Orden, Wien, (inlKii, IJrünner-8tr«8Sü Nr. S. In Cilli zu haben hei.!. Kupserscfcmid. Kundmachung. Der mit dem Ursula Jahrmarkt« in Cüli gewöhnlich verbundene Viehmarkt findet am ,i X. wegeu Ausbrucho* der Viehseuche in den Nachharbezirkeo nloht statt. Slafltamt Cilli, am 12. Octotier 1879. Der Bürgermeister: Dr. Neckermann. Yabilo Vtero napravi narodna £ltaln.ica, r t elji t neäßljo ine 19. ottobra 1879 t vrtnl sobani pri „zlatein Im". Pri „Besedi" bo tudi svirala godba celjskega muzikalnega druStva. Zaöetek oc 8 nri zveier. T8*C Vstopnina: Za posamezne neude citalnicne 50 kr. — Za cele druiine 1 gld. 20 kr. Jede Nähmaschine die einer Reparatur bedarf, ebenso jeder mechanische Gegenstand, wird gründlich und billig reparirt unter Girantie bei Friedrich f'ifffntrtkff 4Y7 Mechaniker, Herrengasne 9. Klnladukiir Kur Ileihelllcnnc »ii den Gewinn-Chancen der Tom Staate Hamburg g.rantirten grossen Geldlotterie, in welcher 8 MiII. 940,000 R.-Mark rom 10. December 187!t bis 14. Mai 1880 sieber gewonnen werden mttssen. Der neue in 7 Classen eiLgetheilte Spielplan enthält unter 94,000 Looscn 49,000 Ceniiuir und zwar ev. 400,000 Reichs-Mark speciell aber 1 Gew. ä M. 2SOOOO ü Gew. ä M. HO00 1 ä M. 150000 2 ä M. 6000 1 a M. 100000 54 ä M 5000 l a M. 60000 6 ä M. 4000 l a M. 50000 65 ä M. 3000 ' u M. 10000 213 ä M. 2000 2 a M. .1000» 12 ä M. 1500 A a M. 25000 2 a M. 1200 .» a M. 20000 681 ä M. 1000 U ä M. 15000 773 . ä M. 500 1 a M. 12000 950 9 a M. »00 21 ' a X. 10000 26,450 etc. ' S M. I3H etc. Die Gewinnzifhungeti sind planmiUsig amtlich f stgesetzt. Ztir nächsten ernten Gewinniiehung dieser grossen Geldverlosung kostet: das jfanie Originales nur 6 Mark oder fl. 8'/, das halbe » ,3 » » » l*/t das viertel , , 1 */• » » 90 kr, und werden diese vom Staate garantirten Ori-ginull<>.«e (keine verbotenen Promessen) gegen Kinsendung de» Betrage» oder Posteinsahlnng nach den entferntesten liegenden von mir franeo versandt. Kleine Beträge können auch in Postmarken eingesandt werden. Das llaus Stelnderker hat binnen kurzer Zeit Kresse Gewinne von Mark 125000, NOOOO, 30000, 20000, mehrere von 10000 u. i. w. an seine Interessenten ausbezahlt und dadurch viel zum Glücke zahlreicher Familien beigetragen. Die Einlagen sird im Verhältnis« der grossen Chancen »ehr unbedeutend und kann ein GlBekver-Mtch nur empfohlen werden. Jeder Theitnehhier erhält bei Bestellung den iimtiichen Plan und nach der Ziehung die officiellen Gewinnlisten. Die Auszahlung oder Versendung der Gewinne (rfolgt planmässig and nach Wunsch der glücklichen Gewinner. 100 10 Aufträge beliebe man umgebend und jedenfalls vor dem 30ten ds. Mt». vertrauensvoll zu richten aa die bewahrte alte Firma Jos. Steindecker, Dammtiiorslrasse Bank- & Weohselgeschäft, Hamburg. P. H. Das Hau» .»trlnderker — Überall »<>l!d und reel bekannt — hat besondere Keela-men nicht nöthig; es unterbleiben solche daher, « orauf verehrt. Publikum aufmerksam gemacht wird. Anzeige. Der Gefertigte zeigt hiemit an, dass er vom Gasthause zum „Annenhos" ausgezogen ist und mit heutigem Tage in TJntsrköttlng das Gasthaus zum eröffnet hat und erlaubt sich zu recht zahlreichem Besuche ergebenst einzuladen. Unterktftting, am 16. October 1879. Franz Jessernik Gastwirth. zu billigsten Preisen bei 425 D. Rakusch, Cilli. » Ein Ciavier wird an miethen gesucht. Auskunft in der Exp. Güter, Villen, Hftnser, Oekonomien, Weingärten, industrielle Unternehmungen, etc. etc. werden durch dConsect. Dr. August Sehneditz i 2 wohnt Wienerstrasse Nr. 31, 2. Stock, (Ferjen'sches § Haus) und ordinirt wie bisher von 3 bis 4 Uhr Nachm \ Bezirks-Arzt 4-54 3 5 O s 1 © n © r i © s. Seiner WoHIgeboren Herrn vsoar Stlherstein, Fabrikant chemischer Produkte und SrNnder des Breslauc'r Universums zu BreSlau. Ich freue mich unendlich. Ihnen, verbriefter Herr! mittheilen zu (ftnneit, bnfe ich durch hie Äur be« Breslauer Universums — wunderbar von meinem dreißigjährigen namenlosen, schmerzhaften Kichtleiden, ob den srüher schon so viel angewendeten unzähligen unnützen .Heilmitteln aller Art, nun ganz befreit bin. Ich hatte schon am achten Tage nach dem Gebrauche Ihres unwtberrusiich sicheren Heilmittels, des Breslauer Universum«, da« ange»ehme Wefühl am ganzen Körper verspürt, daß die heftigen Schmerzen nicht allein ' nachgelassen haben, sondern daß sich die unzähligen schlaflose» Nächte in so ruhige verwandelten, auch baß ich von jenem Tage an jede Nacht 7—8 stunden, sage sieben bis acht EMllben. wieder m einem Stück! fort schlafen sonnte: auch find nach den ersten Tagen des Gebrauches des Universums alle natürlichen Bedürfnisse ungezwungen und ohne Rachhilfe geregelt von stalten gegangen, was srüher gar nie der Fall war. Wie gesagt, ich fühle mich nun ganz wohl, und kann nicht Worte de» Tanke» genug finden, sie Ihnen, geehrtester Heir! für die!« Errnngenschast darzubringen. Eine neue Lebenskraft ist in mir erwacht, wodurch mein ganzes Dasein verherrlicht würbe. Gott der All-mächtige ieone Ihr eifriges Sireben, das sie der ganzen leidenden 'Menschheit und so auch mir gewidmet haden. Zch wünsche nun auch, daß alle Leidenden sich nicht länger »ehr besinnen mächten und umgehend diese» so heilsame Universum ergreifen, um ihre Genesung wieder zu erhalten, wa« ganz gewiß erfolgt, wenn man pünktlich sich an die Gebrauchs Ämoeiiung hält Ihr,in ferneren Wohlwollen und freundlichen Gesinnungen mich bestens empfehlend, geharret in wahrer Verehrung und eifrigster, innigster Dankbarkeit Ihr ganz ergebenster A. Freiherr »«»« Hu/sin «nwr, königlich baierischer Kammerjunker, Hofkavalier weiland Sr. kdn»glichen Hoheit des Herrn Herzog» Wilhelm in Baiern in Aibling in Cberbaiern. Aumerkung. Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelte Krankheiten aller Art, insbesonbere dicht und Rheumatismus Lähmungen, Brust-, Lungen- uns Magenleiden, Hämorrholden. Krobssohäden. Knooheofrass, Flechten und sonstige Haataussohläge, Frauenkrankheiten u f. w. bei welchen bisher jede ärztlich« Behandlung ohne Erfolg geblieben ist, werden durch den Geb,auch des Blut- and Säfterelnigangsm lttels BRESLAUER TJHrVERBTJM für Immer beseitigt. — Bei veralteten Uebeln sind zwei, sonst nur eine Flasche zur vollständigen Heilang ausreichend 275 Das BrrSlauer Universum ist per Flasche zu 2 fl.. zum («ebrauche auf 6 Wochen ausreichend, zu haben: in Cilli bei Kupft'i'NCliiMi«!. Apotheker. Druck und Verlag von Johftnn Kakusch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Beso.zzi