Sonntag, den 4. AM 187t. Äahrg»«g. Die ^«asburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise für Marburg: ganzjährig V fl.. halbjährig S fl., vierteljährig 1 fi. 50 kr: für Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., viertelsährig Z fl. Insertionsgedichr 6 tr. pr. Seil». Sustell»«g KW Kriegsvoranschtag vsn fünWn MMonen. Marburg, 3. Juni. Der Ariegsvoranschlag voi» hundert und fünf Millionen für das Laudheer im nächste«» Jahre — in einem Jahre des Friedens — ist doch wohl geeignet, auch die Vemüthlichften aus ihrem Dusel emporzurülteln und zu „wahrhast Sster-reichischem Belvußtsein" zu bringen. Lehrt Andere die Noth beten, so lehre fie uns denken und rechnen. Gründliche Abhilfe schafft uns nur die grundsätzliche Aenderun» der Wehrordnung, schafft uns nur der volle GegeN' satz des stehenden Heeres — die Boltslvehr. Hätte» »vir eine solche Wehr nach dem mufterglltigen Borbilde der Schweizer und wäre die Zahl aus eine runde Million festgesetzt, so würde unser Kriegsvoranschlag jährlich nur fünf-zehn Millionen Vulden bktragen. Filnfzehn Million» n nur! und es gäbe ein Kritgsheer: gut verpstegt. trefflich betvaffnet und geüt»t und ausgerüstet tiut jenem genge. daS lvir gegenwärtig nicht bejltzen und nicht besil»en können — aus. geritstet mit tvertthätiger Vaterlandsliebe, mit tr»uer Hingebung, mit ausdauernder Begeisterung für den freien Staat... ei» Kriegsheer mit einer Reserve, die wir jetzt nicht besitzen jUnd nicht besttzeu können — mit einem Volke, das opser-fähig, opferfreudig ist, wie kaum ein anderes. Ein ^^olksheer mit der Streiterzahl von einer Million — und dafür jährlich nur fünfzehn Millionen Auslagen! Wäre Oksterretch-Ungarn mit einer solchen Wehrordnun,, gesegnet, so beliefe sich die Erspar-Nitz l« nächsten Aahre allein schon auf neunzig Millionen. Neunzig Millionen! tvrlche Erleichterung für die vesttuerten — welche Möglich' keit. jur Nothwendiges und Nützliches zu sorgen — welche Befriedigung in der lSegenivart und tvelchc Ansstcht in dle Zukunft! Neunzig Millionen! Seid Ihr nicht empfänglich sür höhere Ziele, o! so werft doch min destens einen Vlick auf die veräußerten Staats-güttr, auf die leere Staatskasse, in die Steuerbüchlein der Pflichtigen und wenn schon Men-schenrecht und Bürgerfreiheit Euch nicht zu be-eistet« virmügen, so lajt doch mindestens die nackten Zahlen sprechen, anerkennt doch den ziff,r-mäßigen Veweis der Wahrheit. Und die Wahlheit, die wir diesen Gegnern der Bolkhwehr zu bedenken geben, ist: daß uns dlt Güsten für oas stehende Heer »virthschaftlich zu Grunde richten — daß vur die Bolkswehr uns tior dttn lvirthschaftlichen Niedergänge rettet nnr sie den wirthschaftlichen Aufschivung in Staat und Gesellschaft dauernd verbürgt. Einhundert und fünf Millionen — oder nur fünfzehn Millionen «riegsvoranschlag in einem Friedenejahr l Wühlt! Jur Anstiefemng potttifcher Alüchttinge. Die französische Regierung hat sich bekannt-h auch an die Schweiz gkwandt, um von ihr die unbedingte Auslieferung der Pariser Flucht linge zu fordern. Auf den Bericht und Antrag, des Justiz- ^nd Polizeidepartements ist nun vom Uundesrath beschloffen lvorden. auch diesen Flüchtlingen gegenüber fich an den Auslieferungsvertrag ju halten und denselben eine Zustucht nur in so ferne zn verweigern, als dieser Bertrag eS bestimmt: eine Auslieferung wegen politischer Verbrecht« ist aber dadurch ausgeschlossen. Jenes Blatt in der Schweiz, welches die Ansichten und Meinungen des Bundesrathes vertritt — der Berner „Bund" — schreibt über diese Frage: „Kein Staat soll überhaupt der politischen Partei eine» anderen Handlangerdienste leisten gegen andere Part'ien; der betreffende Borbehalt in dtn AuslieferungS-Vertragen ist eine lvohlver-standeue und wohlbegründete Konsequenz des Nicht-Intervention» Prinzips. Mit dieser völkerrechtlichen Auffaffung lväre die Auslieferung einer ganzen flüchtigen polilischen Partei geradezn unverträglich; tvenn man heute die Pariser Kommunisten ausliefert. könnle man morgen in dengall kommen, auch Reputklitaner und Legitimisten atisliefern zu müssen; immer wäre die Partli, die im Nachbarstaat zufällig am Ruder ist. berechtigt, unsere guten Dienste sür ihre Sonderzwecke »u Anspruch zu nehmen; diese rrniedrigende Stellung hat die Schweiz von jeher entschirden von der Hand ges Wielen, und sie dars darum auch heute nicht ein Präjudiz sür dieselbe aufkommen lassen. Das Prinzip der Nichtintervention in das Parteilebeu der anderm Staaten erfordert denn auch, daß nicht der Staat, tvelcher die Auslieferung verlangt, sondern derjenige, welcher sie ge-lvähren soll, darüber zu entscheiden hat, ob iM gegebentn Falle ein gemein eS oder ein p o-li tisch es Bergehen vorliege. Würde das Urlhtil hierüber dein Staate, der die Auslieferung fordert, zugtstonden, so würde die Partei zum Rich-ter gemacht uitd der ganze Zweck des Ausschlusses der polilischen AuSiveisungen tvärc vereitelt. Die fremde Regierung soll vor deiu Forum des Territorialherr»». von dessen Territorium sie einen angeblichen Verbrecher rkklamirt. nichl anders und besser dastehen, als eine beweissührende Prozeß-Partei. Wir glauben nicht, daß der Bundesrath solche Flüchtlinge, lvelchen die Berübung gemeiner Berbrechei» durch ein gerichtliches Urthell oder in anderer Weise nach Maßgabe des AuslieferungS-BertrageS intividuell zur Last gelegt werden kann, schützen und mit dem Asylrecht der verdienten Straje entziehen wird; in dieser Richtung wird er alle« Zumuthungen, die von eztremer politijcher Seite Mit dem Drucke von Volksversammlungen und Petitionen tt. an ihn gerlchtet werden möchten. mit Festigkeit entgegentreten. Andererseits ivirderaber ivegen der dloßen Theilnahme am Aufslaude in Paris Niemanden ausliefern; diese Theilnahme ist nach i!»rer Molivirung »vie als Thatsache elne politische Handlung, die sich an und sür sich durchaus Nicht als ein gemeines Bergehen qualificirt. Ali der scht,übervollen Berlvüstung der Stadt haben im Straßen- und Barrikadenkampf wohl beide Parteien gsarbeitet. Der Kampfeude, dcr sich mit allen Mitteln, die ihm zu Äebote stellen, für seine Ezislenz wehrt, ist kein gemeiner Verbrecher. mag er aus dieser oder jener Seite stehen. Jene, welche mit teuflischem Vorbedachte die Mittel zu planmäßiger BerlvüsluRg aufhäuften und diese durchführten, nicht in der Nothwehr, sondern aus verzweifelter Luft am Mordeu «ad Brennen; Verbrecher flnd die Mörder der ««glücklichen Geiseln, die. welche Petrolenm i« die Kellerlucken goffen u. s. w. Mit dem Schutze solcher Leute wird die Schweiz ihr Wlrecht nicht eat« weihen »vollen; aber dieser Mordbrenuerbande ivegen auch alle anderen flüchtigen A«häager der Kommnne auszutreiben, daS wäre kaum weniger schmachvoll." Im Hefchichte des Hages. Das Abgeordnetenhaus hat also am Freitag die Antwort des Kaisers auf die Adreffe vernommen; es weiß nun vou Amtswegen. d^ß das Ministerium das vollste Ber. trauen des Herrschers besitze. Was werden die Abgeordneten nun beginnen? Das läßt sich denken und werden wir's vom nächsten Dienstage an tvohl hören! Was haben unsere Vertreter aber am Freitaa gethan nach dem üblichen drei -maligen „Hochruf" ? — gar nichts, als de« Beschluß gefaßt, die Sitzung zu schließen ««d die nächste am Dienstag, wenn's gut geht. Mittags um halb 12 Uhr. zu eröffnen. Die änßerfte Rechte im deutscheu Reichstage will die Redefreiheit der Allgeord-neten beschränken; sie beabsichtigt in Folge der letzten Rede des Sozialdemokraten Bebel den Autrag zu stellen: .Der Reichstag sei in Zukunft berechtigt, solchen Rednern, deren Aenßerungen mit der Uebernahme eineS Mandates im Widerfpenche stehen oder, außerhalb des Reichstages gesprochen, ein Bergeheu, beziehungsweise Verbrechen invol-viret» lvürden. einen Verweis zu ertheilen oder sie auszuschließen." — Dieser Antrag stößt aus lebhaften Widerspruch bci den Mitgliedern der übrigen Parteien: die Annahme desselben wäre daS Grab deS parlamentarisch freicn Wortes. Pari« ist ruhig. Das Pfeife« der Kugeln, welche Haupt und Herz der Gefangenen treffen, stört nicht im Leben der Rieseustadt — die frischen Gräber der Erschossene« sind um so stiller, je tiefer fle ausgeschaufelt worden — die Haussuchungen und Verhaftungen werden geräuschlos vorgenommen. Seit der Bartholomäus-Nacht- hat keine solche Ordnung in Paris geherrscht ! Vermischte Stachrichte«. (Aus dem nordamerikanischen Rechtslebeu.) Ein merkwürdiger RechtSsall beschäftigt den Gerichtshof ln Ulster lNew-Aork.) Bor einem Jahre ermordete der «eger Levi ivondim seinen Dienstgeber Daniel Hasbronck, einen reichen Pächter und »vurde verhaftet. Es waltet kein Zweifel über die verbrecherische Zhat ob. und man Hütte glauben sollen, daß kurzer Prozesz Mit dem Mörder gemacht würde. Aber zufälligerweise ist Levi Bodim taubstumm. Daz« kommt, daß er nie daS Taubstummen-Alphabet l^elernt h.tt, somit seinen Bertheidiger nicht ver-stehen kann. Sollte er des MordeS angeklagt ... . . werden, so würde er keine Gelegenheit haben, sich Fluch- und strafivürdige Verbrecher sind dagegenjvertheidigen zu können, und der Richter bekennt eine natürliche Abneigung, ihn nngehlrt henken z« lasse». Emmal war Hoffnung vorhanden, daß er alt wahafinnig erklärt werden solle, ader er scheint im Tegentheile ungewöhnlich geifteSkrisch z« sein. n-gerichtet worden. Die Menge der «Sesangenen wirb mit 27000 beziffert. « , (Btl düng« Wesen >» Italien.) Der italienische «riegtminister gab in der Abge-»rdxtentammer eine trauiiqe Schilderung der vildung, welch« er «nter den iOffizurin getrofsen! er ««»«e einige Hundert ausscheiden, weil sie nicht im Staude loare«. verständliche Berichte zu schreiben. Roch schlimmer sieht e» mit der Volt« biid««a im Mgemeiae«; nach de» Ausschinisen, welche der Minister bei dieser Gelegenheit .rth-'lt. haben von den sünsundzw-nzig Millionen lS>»-wohnern Italien« nur drei Millionen die «ennl-ni» de« Lesen» ««d Schreiben« sich erworben — da« heißt mit anderen Woiten: von hundert Sin. wohnern können siebenuadachtzig nicht lese» und schreibe«.^, hbuch.) Z« Rothbuche, welche« der Miuilter det Aeußeru deu Delegation-n vorgelegt, fehl,« je«« «kie«s>>»cke, die sich au, die römische A-cige benebea. veslerreichische nnd unga,isa»e Btatter bringe« nun darüber die haidamiliche Mmh..lu»g -Die Unterdrüikung «er betreffenden Aktenjiucke, die iraeud welchen prinzipielle« Werth oiinehi« nicht haben, sondern einsach die Anwendung de. feststehenden Prinzipien aus einen gegebeae« eii,-le nen Fall enthalte«, ist l-d.glich deßdald erfolgt, um niÄ nach rech«« »d-r n^ch i'nk« iieue Hoff-«unaen oder «esürchiniigen wachzurusen an» einer iedensalt« «»befangenen «nd enhlgeren Wur-diau«a der offen »0iliege»den Thaljache« «ichi vor,«greise«-" Der „P-si-r Lloyd" I°g> dazn: Auf eine Kritik der liier a«geiuhrlen .lllolive, «m dere«twil>e» dir aus die römischr grage de-»üaliche« Aktenstücke «nnterdrülll" wurde», wolle« wir vorläufig nicht eingehen, ko'we» aber Mit Bestimmtheit melden, daß Äraj Beu>l hieiuber in der »lelegation interpellirt nnd liche B«rla>,e dieser .unlerdrückte» Alien,lacke sehr energisch ersucht werden wird." (Zur staatSbürgerli ch en G »^ laj- b e t e ch t i a u n g der ö st e r r t i ch l s ch - u " ll- rischtn Ossi zierk.) Die Bevolmu«^""U, untkr welcher unsere Offiziere stehen, hat die merk-lvilrdigsten Borschristen zur Folge. Wir können heute über zwei Bero.dnungen berichten, deren eine den „Geldbeutc!," die andere das „Herz" betrifft. Den Offizieren war eS bisher verboten. Schulden auf Ehrenwort zu machen. DaS Kriegs-ministcrium ist endlich zur Einsicht gelangt, daß es den Offizlkrcn der Armee ost zur dringenden Nothwendigkeit wird, Darlehen auszunehmen, und hat, um die mit der Verpfändung des Offiziers-ehrenworteS bisher vetbundcnen Aolgen wenigstens theilmeise zu mildern, angeordnet, da^» Offiziere, welche dernrt ihr Wort verpfänden, nur dann strafbar erscheinen und vor ein Elirengericht gestellt werden könnet', wenn der Schuldbetrag entweder ihre Gage oder ihr Privalvermögen über« steigt. Zur ganzlichen Ausliebung deS Verbotes hat man sich also noch immer nicht entschließen können! Eine andere Verordnung, welche nicht das Kriegöministerium, sondern nur einzelne Truppenkommandanten erlassen haben> legt den jilngst be-sördertcn Offizieren die Pflicht auf. einen Revers darüber auszustellen, daß sie nicht im Kon tu-binate leben. Wird man denn nicht einmal auch daran gehen, jene Schwicri^kelten zu beseitigen, welche so ost den Offizieren daS Eingehen einer Heirat unmöglich machen? Min Gegner der U n s e h l b.1 r t e it.) Prosesior Kozenn, ein glkborner Steiermärker. ist dits.r Ta.;e in Wien gestorben. Kozenn wer em Mann von wissenschaftlicher Thaligkeit und sandeu leine Kartenwerke und Atlasse den größten Bei« fall; er war auch der erste katholische Priester, der sich in einer Wählerversammlung zu Olmütz gegen die Lehre von der papstlichen Unsehlbarkeit erklärte. Marburger Berichte (V 0 mBlitze g e t r 0 f fe n.) Am 21. Mai zog ein Gelvitter über die Gegend von RoginS-tadors. Der Grundeiguer Anton SupaneK, der am Fenster ieiner Stube saß. wurde von einem WKjchlage an der linken Se»tc getroffen und stürzte belvußttos zu Boden. Aerztliche Hllse ward augenblicklich und mit bestem Erfolge an-gewandt und sieht der Kranke seiner vollständigen Gcn.sung entgegen. (Selbstmord.) Der Taglöhner Georg Zui schnit in Frei heiin bei W. Fe»slriß zeigte häufig Spuren deS Irrsinns; am 24. v. M. fanden mehrere Hirtcu im nahen Walde die Leiche deSlelben au einem Baume hängen. Man aiaubt. Jnrjchntk habe sich in einem Anfall von Zrrslnn das Lcbcn genommen. (Z rrNttni g.) Zehenter. Steuerbeam-ter der Gemeinde Wien, befand sich vorige Woche aus Urlaub in Cilli; am 30. Mai badeie er im Freien und brgab sich dann nach seiner Wohnung IN die Stadt — nur mit der Schwimmhose be« kleidet und den Spazierstock in der rechten Hand. Der plößliche Irrsinn des beliebten Mannes wild allgemein beklagt. (Gewerbe.) 2m verfloffenen Monat lvuiden beim Stadtamt solgende Gewerbe ange« meldet: glelschhauerei. Grazer-Borstadt. Julius Burghardt — Handcl mit Lebensmitteln und Brodverjchleiß. Stadt. Äurggasse. Martin Go-riupp — Hutmach crei. Stadt, Hauptplatz, Johann Piebcrmaan — GreiSlerei, Kärntncr-Bor-stadt. Joseph Planing — Barbiergeschäst, Gra-zer-VorltaN. Johann Dorizio. (A u f d e m S ch u be.) Die Zigeuntt Joseph Philipp und Joseph Zshne, die als Schub-linge an die Grenze gebracht werden sollten, entsprangen aus dem Wege zwischen Pragerhof und Pcttau ihrem Bcglttter. nachdelu sie de»»selben lcbenSgtsährlich bedroht und leicht vertvundet. (Aus dem Gerichtssaale). Aus der Schönwetter'schen Hube in Roßbach dient eine Magd. Namen» Theresia ^)l.. die bereits Mutter von zivei erlvachsenen unehlichen Kindern ist und Ijeht ivegkN Abtreiliung ... in Untersuchung ^steht. Tl)eresia R. bekannte sich anfangs schnlt^ig. nun aber läugnet sie. Der I Gegenstand des^ Verbrechens ist noch nicht aufgefunden. Ueber dos Mittel zu ihrem Zwecke befragt, gab Theresia R. im ersten Verhöre an: sie habe dasselbe von der Mogd deS Nachbars, Elisabeth V. empsaagen. welche das Gleiche gethan; später widerrief sie und erklärte, ihr Geliebt?r. l)en sie aber nicht nenne, habe ihr das Mittel verschafft. Die An gäbe ln Betreff der Nachbarmagd veranlaßte den Richter, die Untersuchung auch gegen diese einzuleiten. Elisabeth B. stellt die Anschuldigung in Abrede und behauptet das Kind sei todt gebo« ren tvorden. Das gerichtsärztliche Gutachten lau» tet aber: Da» Kind sei vollkommen reif geive-sen und Halle nach der Geburl gelebt. Die Untersuchung gegen Elisabeth B. wird nun ivegen Kindsmordes geführt. (Wasserscheu.) Vor drei Monaten ward der GrundbesiKer Franz Brodnjak in Olier-Pristova von einem wüthendcu Hund gebissen; kürzlich erkraliktc derselbe und stirb den 26. v. M. im allgemeinen Krankenhause zu Pettau an der Wasserscheu. (Schadensen er.) Donnerstag Abends 7^4 Uhr gaben die hiesigen Thürmer daS Feuer-zeichen — eS brannte in St. Magdalena bei den Herren Weitzel und Habermann. Das Feuer war auf dem Dachboden des Stalles ausgebrochen und kennt man die Ursache noch nicht. Einge-äschert wur!>en: die WirthschafSgebäude des Herrn Weitzel und der Stall I)eS Herrn Habermann; letzterem ist auch der Dachstuhl des Wageugebäu-des theilweise beschädigt worden. Stroh und 150 Zentner Heu sind mitverbrannt und Mehl im Betrage von 200 ft. ist unbrauchbar geivorden. Der Schaden belauft sich auf mehr als 1700 fl. Hilfe ward rasch und ersolgreich geleistet. Die große Stadtspritze vermochte das Wasser nicht gut zu talten; die kleine Spritze von St. Mag-daltna tvirkte vorzüglich, am meisten jedoch wird die Spritze der Südbahniverkstatten gerühmt. Mit großer Auszeichnung betheiligten sich die städtischen Wachmänner Joseph Kneser unl> Joseph Wisiak. Auch Dienstmänner waren sehr eifrig. Di< Mann-schast vom Regiment Härtung blieb unter der Führung des Herrn OberlieuteuantS Appeltauer bis zum srühcn Morgen aus der Brandstätte. Dte Herren Weitzet und Habermann erklären, daß sie nur den vereinten Anstrengungen der Genauuten die Rettung ihrer Wohnhäuser verdanken. Die Vorräthe waren bei der „Providentia" versichert, die Gebäude aber bei der Krak.>uer Ge« seUschaft. Die „Providentia" ist leider schon zah-ungsunfähig geivorden. (Schulgesetze.) Ein Aussatz des „Slo-venski Rarod" aus der Feder eines kraintrischen Lehrers verwahrt sich gegen die Haltung der Klerikalen in der Schulsrage; die Gegnerschast dersellien widerspreche der öffentlichen Meinung der gebildeten slovenischen Bevölkerung. (Feuerversicherung.) Die letzten Feuersbrünste haben einen um so empfindlicheren Schaden verursacht, als dic Betroffenen theils gar Nicht oder bei einer Anstalt versichert waren, die ihren Berpfiichtungen nicht nachzukommen vermag. Es dürfte daher vielen Lesern die Ueber-ficht, l)etreffend die Garantiefonds der verschiedenen BerficherungSaustalten. eine willkommene Bei-läge sein. (Je su i t en a n s i edlu n g.) Ja Marburg verbreitet sich das Gerücht, daß die Jesuiten Brunnsee und Weinburg angekaust habeu und sollte die Räumung schon anfangs dieses Monats stattfinden. In St Andrä befinden sich einem ve»läßlichen Gewährsmann zufolge hun-dertzweiundvil^rzig Jesuiten. (ArbciterbildungSverei n.) Heute Nachmittag l Uhr findet iM Gasthause deiS Herrn Tscheligi am H niptplatz eine Versaminlnng deS ArbeiteibildllngövcrtineS statt, in tvelcher der Bortrag deS OliinanneS Franz WieSthaler „über die altkatholische Bewegung" sortgesetzt wird. (Vom Mannergesangverein.) Wie bereits gcMlldet. sind die neuen Satzungen diesei^ Vereins von der Statthalterei zur Kenntniß ge-nommcn. Aus dielcm Grunde legten die Mit- glieber des bisherigen Aasschluffes ihre Stellen nieder und wurde in der Hauptversammlung vom 2. Juni zur Neuwahl geichrittcn; die BereinS-leitung bilden jetzt folgende Herren: Dr. Mat-thäus Reiser. Vorstand — Dr. Stöger. Stell-Vertreter — Neckheim. erster Chormeister — Dr. Johann Stepischnegg. zweiter Lhormeister — Anton Lantus. Stkretär — Albert Großbauer. Stell-Vertreter — «otoschinegg, Kassier — Franz Pseiser, Archivar — Scheitl, Oetonom. Sammt« liche Herren ertlartm, die Wahl anzunehmen. Der Berein wird demnächst den Z 1 der Satzungen in Ausführung bringen und die Gründung eines Damen-ChorS anstreben. Hoffentlich wird dieses löbliche Unternrlimen Anklang finden und die schöne Welt von Marburg zahlreich zum Beitritt sich entschlteben. Die fünfundzwanzigjährige Jubelfeier soll im August oder September abge-lialten werden. Am. 11. d. M. findet im Garten des Herrn Tl)omas Götz einc Sommerliedertasel statt -- wenn eS nicht regnet. (Bahn Wesen.) Aus Windisch-Graz be-richtet man diesem Blatte: „Es scheint insoferne doch Ernst werde» zu wollen mit der Schieuen-straße, als Ingenieure hier sind, utn Borcrhebun-gen zu pstegen; Viele tchmeichelu sich anch schon damit, daß man in Kürze von hier nach Kon-stantinoprl fahren wird. In nächster Aussicht ist die Linie Zeltweg-Windisch-Traz.Ztiprrsitz, wie schon in öffentlichen 'blättern angedeutet worden; allein damit soll auch die kürzeste Verbinduug zwischen Salonichi und London hergestellt werden. Obwohl die Hoffnungen, die wir 1854 ge-hejjt, so schnell zu Wassec geworden und das Drauthal den Vorzug erhalten, so tvünschen wir uns doch mit der früheren Sehnsucht die Eisenbahn und eine Station herbn. Möge dieser Wunsch erfüllt »Verden." «cht- Post. Der Regierung wird die Abficht zuge-fchriebe», fie wolle nach Auflösung deS Abgeordnetenhauses einen neuen ReichSrath behufs Aenverung der Berfaffung berufen und hvs^e, auch die Tschechen fitr die Be-schiSung desselben zu gewinnen Die Ttatthalterei in Prag hat auS den Tatzungen des GauturnverbandS, welcher für die deutschen Bezirke deS nordwestlichen Böhmens gegründet worden, bei dem Absätze: „Zweck des ÄerbandeS^^ die Bezeichnung deutsch" gestrichen. Vater Hyazinth stellt fich i« Rom än die Spitze der Bewegung gegen die Lehre von der Unfehlbarkeit und gründet zu diesem Zwecke ein besonderes Blatt. Die Nationalversammluug will ihre Sitzungen in Paris fortsetzen. Prinz Napoleon erklart, daß keiue Xe gieruug in Frankreich errichtet werden kann, ohne daß früher dir Meinung deS gesammten Volkes eingeholt worden. Marburg, 3. Juni. Wocheamarktsbericht.^ Weizen fl. 5.35. Korii fl. S.75. Gerste fl. 8.50. Hafer fl. 2 20. Kuklmih N. 3.65. Hirse st. 0.—. Hirsebrein fl. 6.10. Helden fl. 0.—. Erdäpfel fl. 1.80. Bohnen fl. 4.— or.Med. Welzengri^ fl. 13.—. Mundmehl fl. 11.—. Semmelmehl fl. 9.- Weißpohlmehl fl. 8.-. Schwarzpohlmehl fl. 6.—. Kukurntzmehl sl. 6.50 pr. Cnt. Heu fl. 0.-. Laaerstrod 2.^. Kutterstroh fl. 1.10. Streustroh fl. 1.10 pr. Cent. Rtndflktsch24^28. Kalbfleisch23. Schweinfleisch ,una23. Lammflelsch 20.Speck, frisch 36. Rindschmalz 56. Schwein-schmatz 44. Schmeer4^, Butter 50. Topfenkäse 7. Zwiebel S. Knoblauch 2^1, Krenn 10. Kümmel 40 kr. pr. Pf. Tiervr Stück 2 kr. «ilch ftische iZ tr. pr. Hol,/bar, IS« ^ hart fl. 0.50. dto. weich N. 0.35 pr. Metze«. Wegen des schon seit 24 Stunden anhaltenden Regenwetters war der Wochenmarkt schwach besucht und mit Ausnahme einiger Wagenladungen Weizen, ltukurutz und Z>er Aiamantenfiändler. Bon vehuikt. (Fortsetzung). An der einen Wand derselben entlang gehend, stemmte er sich plötzlich mit dem Rücken gegen das Gestein und dieses gab nach; er besaud sich in einer Höhle, in die ein schwacher Mondschimmer drang. Ein leises freudiges Wiehern bewies, daß er hier sein Pferd verborgen hatte. Aus einer Ecke »ahm er hierauf ein Gefäß mit Waffer und reichte «S dem Thi«rt, welches be-gierig trank, dann tränt er selber und setzte dem Pferde eine Schale mit Maiskörnern vor. Während es fraß, warf er sich auf eine Strohmatte. Sobald eS den MaiS vertilgt, zog er die in dem Felsen angebrachte Thür mit gewaltiger Anstrengung nach sich und ließ «in lei« ses Pfeifen ertönen. Gelehrig folgte daS Pferd, indem es sich in dem engen Raum geschickt umwandte und aus der Thür in die FclSs^paltc trat, aus der es sich in die Schlucht hinauf arbeitete. Alt folgte ihm und zog die Felsenthür n<,ch sich, die so geschickt gearbeitet »var. day ilzr Borhan-denjein jedem Spährrblick entgehen muhte. Auf den wildesten GebirgSpfaden, die nur ein scharfes Auge erkennen und ein Fuß mit eisernen Muskeln und Sehnen beschreiten konnte, ging hierauf der Löwentödtrr tief in das steiler und steiler werdende Gebirg voran, während sein Pfttd ihm gehorsam wie ein Hund folgte. An manchen Stellen war er geuöthigt. das» selbe Abhänge hinauf zu ziehen oder ihm beim Hinnntersteigen in Schluchten zu helfen. Ueberall legten Roß und Reiter Proben einer bewunderns» werthen Geschicklichkeit und gegenseitigen Verständnisse» ab. Auf dem ganzen Wege bestieg Ali das Pferd nicht, auch tväre dies kaum an irgend einer Stelle möglich gew«sen. Endlich, nachdem er stundenlang gewandert, kam er an eine Szenerie von schauerlicher romantischer Pracht. Ein GebirgStvasser, desskN Rauschen schon längere Zeit hörbar gewesen, bildete einen don-nernden Fall in eine bedeutende Tiefe und lvurde von einem einzelnen phantastisch gestalteten gel-sen. dem tinige Cedern noch ein besonders malerisches Aussehen gaben, in zwei Arme getheilt, welche in einer tiesln und breiten Schlucht sich verliefen. Der Felseu lvar vollkommcn unzugänglich, da er auf der dem Wasserfalle abgewandten Aeuillets«. Seite iu einer fast senkrechten glatleu Wand ab-stürzte. Der Mond stand eben im Zenith und über' strahlte mit vollem Lichte diese Landschaft von einer majestätisch wilden Poesie. Das Pferd lirp wieder ein lcises Gewieher hören, als »volle eö andeuten, dap eö am Ziele angelangt sei. Der ILöwentödter klopfte ihm leise auf den schwarzen glänzenden Nacken und legte einen Augenblick jchlver athmend selne brenuenve Stirn au den Hals des ThlereS. Dann führte er dasselbe aus einem ziernlich breiten Pfade in eme weite Schlucht, dle dicht am Wasjerf^lle lag. klopfte ihm noch ünmal aus den Rücken und das Pferd verschtvand in derselben. Hierauf legte er beide Hände an den Mund und psiff in einer eigenthumlichen, schril» len Weise. Es dauerte eiite kurze Zeit, dann erschien ein Ltcht aus der entgegengesetzten Veite und et« langer, hagerer Manu ln europäischem Kostüm «vard sichlbllr. Cr hob eine Lampe, die er trug, in die Höhe und man kouute deutlich seine Zuge sehcu. Diese Zuge waren, ai)g(rechnet tao iveipe Haar, welches uns tin i)öhercs Alter deutete. Kaitz du MortoilS, t>es Bruders der bloudeu Lady. Dte Wangen zeigten diejeliie !)ti)lhe. atirr der Äackeubart Halle rbciisaUö die weiße Fartie des Haares. Der Manu setzte die Lampe aus einen Fel-senvorjprung, wo sie mit ruhigec Flamme brannte, dann zog er aus einer Ecke ein langes skhr solides Brett und schob eö nicht ohne einige An-strengung so. daß Ali es auf der andern Seite fttssen konnte. So loar eine Brücke über d?n in dunkler Tiefe rauschenden B>zch gebildet, die freilich nur von einem Menschen mit starten Nerven und schwindelfreiem Kopse beschritten werden konnte. „Immer pünktlich. Ali!" sagte der Andere, ihm die Hand reichend. „Wie Dn Herr," eiltgegnetc Ali. „Ich fürchtete schon, die verdammten Druseu Hütten Dir den Wcg verlegt." „Das thaten sie allerdings, al)cr Du weißt Herr. Ali ist eS gewohnt, über ihre Leichen w^g-zuschreiten." ,.Bla'.?er Vursch. Hütten die Maroniten nur ein paar Tausend Tapfere wie Du, sie ivürden die Drusen ir'ie heulende Hunde in ihre Berge zurückjagen und ditse würden nur wagen, nächt-licherweisk wie Mölse dartUiS hcrvorzuschleichen. um ein paar Schafe zu stehlen." „Die Maroniten sind tapfer, aber sie haben eine weiße Seele, sie wollen Frieden und Er-lvech; die Drusen haben eine rothe, sie wollen Krieg und Raub." „Sehr richtig, mein weiser Ali; doch ohne Zweifel hast Du mir wichtige Nachrichten mitzu-theileu 7" ° „Allerdings. Nachrichten von der äußersten Wichtigkeit und ich wäre in Verztveiflung gewesen, Herr, hätte ich Dich hier nicht angetroffen." „Dann laß uns eintreten in unser Felseu-jchloh, mein Freund, eS plaudert sich besser beim Tschibuk und der Tasse Kaffee." ..Du wirst wohl wieder nach Deiner Ge-wohnheit^ Dich und Dein Roß ivacker angestrengt htiben. ^chon der Ritt von Deir-el-Aamar hier-her ist, wie ich selber weiß, eine heillose An-strengung." „Nicht für mich, Herr." sagte Ali, indem rr dem Manne folgte, der mit der Lampe ihm voranging. Sie traten durch eine Oeffnung im Felsen IN eiiten engen Gang, der sich aUmählig zu einer Höhle erweiterte, die fast die Form eineS Kreises hatte und über das Gestein sich kuppelartia wölbte. Eine Ampel von Bronze erhellte den Raum. Der Boden war mit Teppichen belegt und Di-vanö boten sich zum Sitzen dar. Mehrere Gegenstände häuslicher Bequemlichkeit fanden sich in einer in den Felsen einge-sprengten Nische, wo auch eine Vorrichtung zum Feueranmachen war. Der Mann tnit dem tveißen Haar und dem rolhen Gelichte setzte sich auf einen Divan und deutete nach der Nische. „Ich habe bereilS für Kaffee gesorgt, Ali." sagte er. den Schlauch eines Tschibuk's au deu Mund setzend und den Tabak in Brand brin-gknd. ^Bediene Dich, und dann berichte!" Als Ali rauchend sich aus dem Divan nie-dergelafsen h.ittc, erzählte er umständlich AlleS, was bis auf die Eintelir der Gesellschast, tvelche er in Esaa'S HauS geführt, paffirt lvar. „Hm! Hm!" dampfte der Andere uach-denklict), „mein toller Neffe und meine verschrobene Nichte sind lvahrhaftig zu einer schlimmen Stunde angekotninen. Aller es läßt sich mcht Alles voraussehen." „UebrigenS halben Beide starte Nerven und der Scheich lvird eö nicht wagen, En^,ländern, noch dazu Berivandlen von mir, ein Haar zu krümmen." Forlsetzutt(^ folgt. Sirsh w d«« abrizm Gttteideartikl« gar nicht vertteten, auch an He» fehltt es aSnzlich. Am meisten war der Te» müsemarN mit derlei «aaren besett und mit Käufern gefüllt. Die Preise find bei allen Marktartitel» ziemlich gleichgeblieben. «ch. ettau, 2. Juni. (Wochenmarktsbericht.) weiten si. ».45, «orn ?. S.7N, Gerste st. 8.20, Hafer fl. 2.15. Kuturutz st. 2.6l), Hirse st. Heiden st. 2.90, SrdSpfel st. 1.50 pr. Metz. Aisole» 11 kr., Linsen 2S. Erbsen 2«, Hirsebretn 17 kr. pr. Blaß. «indschmaU 50, Echweivschmalz 44. Speck, srisch 88. geräuchert 46, Lutter frisch 40, «indsteisch 27. Kalbfleisch 26. Schweinsteisch 2S kr. pr. Psd. Milch, frische 12 kr. pr. Maß. Holz 36" hart sl. 11.—. weich st. 8.— pr. Klafter. Holzkohlen hart 60, weich 50 kr. pr. Metz. Heu fl. 1.90, Stroh, Lager si. 1.80. Streu st. 1.20 pr. Sentner. Warum nicht erschientn? Erwarte bis 6. k. M. unter bekannter Adresse schriftliche Nachricht^_(318) r. r. Die billigste» Nghr- llud Zkljhstlsel empfiehlt (330 Kkvi x Svsselfsbnl! in der Domqaffe._ Oeffentlicher Dank. Wir sprechen hjemit unfern aufrichligften Dank au< an Alle, welche unS im Brandunglücke beigestanden; «vir haben eS nur diesen Bemü« Hungen zuzuschreiben, daß die Wohngebüude ge-rettet worden sind. Marburg, S. Juni 1871. (327 Friedrich Habermann. Karl Weitzel. „Grazer Zeitung". Man priinumerirt auf die „Grazer Zeitung" in Marburg Sei der Mate, Kduard Janschih, NuchönuKereiSesttzer in der Postgaff,. Pränumerationsprcis: Monatlich Morgen-, Amts- und Abendblatt mit nur 73 kr. Zustellung ins Haus lS Kr. Einzelnverkauf Morgenblatt mit AmtS- anzeiger 3 Kr. Abendblatt l kr., so?) »on»vl> «las dilligste klatt in Ttslvniuu'lc. Auch werden hier Inserate angenominen und auf das Billigste berechnet. Äss WWSxss w MrhUrK^ HereenU«»»«, «vliv» « »a» W? III. Gekauft werden: Kleinere und größere Besitzungen bis znr Höhe »on 1V0.»^0V st. gegen sogleiche varzahlung. Schön gelegene Weingärten mit guter Susuhr in nächster Umgegend von Marburg. Aint- und Wohnhäuser in und bei der Stadt Marburg._ Verkauft werdm : 500 Eimer Wein von bester Qualität. Eine veingart'Nealität mit 2 Winzereien, Herrenhaus, Rebengebäude,e. Preis 12.000 fl. Ein landtäflich es Gut. zwischen Marburg und Ehrenhausen gelegen, mit solio gebautem Herrschaftshause, mehreren Nebengebäuden, Glashaus ««d Gärten mit schönen Aulagen, dann über 90 Joch Grundstücke, größtentheils Weingärten mit Wnzereien. Preis sammt kuuäu» »»»»truotu» 52.000 fl. Ein schönes neugebautes Eckhaus in der Mitte einer Stadt, mit Obfi- und Gemüfegäiten, sehr «nserträglich. Preis . . . 28.000 fl. Ein schöner Weingarten mit guter Zufuhr, bei 12 Joch Rebeugruud und nnderen Arund-stücken, Obst- und Semüsegarten, in einer schönen reizenden Lage. Preis .... 16.000 fl. Drei Stubenmädchen, welche stristren, nähen und waschen können. Ein Gärtner, zugleich Kutscher. Ein Wcinqart«Lohuer. der praktischeKennt-Nisse im Weinbau, Faßbinden und in der Weinbehaudlung hat, stch über Treue und gute Moralität ausweisen kauu. des Lesens, Schreibens und Rechnens, dann der deutschen und windischen Sprache vollkommen mächtig ist. Zahreslohn '.isv st. nebst Kellerrecht nnd sreie Zu pachten gesucht: Ein größeres Gasthaus in der Umgegend von Morbus. Eine Greislerei. Kaffeeschank oder sonst ähnliches Geschäft. Ein Wirthsgeschäft in der Nmgebuug von Marburg, Pettau, Keistritz le. Eine kleine Realität bei Marburg oder Pettau ganz in der Ebene, mit einem loliden Wohn« aebäude aus 2 oder 3 Zimmern 2—3 Joch Grund und schönem Garten. Verpachtet wird: Ein schönes Gasthans in der Tegetthoff« steaße fammt Einrichtung zur Ablösung. Eine Greislerei auf gutem Posten._ Aufgenommen wird: Ei« Hausmeister, der Maurerprofeffion kundig und kinderlos. Eine Gasthausköchin. Ein Gasthaus-Stubenmädchen. Zwei Hausknechte, »velche lesen und schreibe» können und der deutsche» und windischen Sprache kundig find. Eine verläßliche Kühe» und Schweinemagd. Ein Kellerbursch mit 40-50 st. Kantion. Ein Kilche nmädchen. Eine verläßliche Kellnerin, welche Lokalkennt. niste von Marburg befitzt. Dienstantriige: Ein Förster mit guten Zeuaniffen wünscht in seiner Eiftknscht,ft, oder auch als Öekouom, Jäger, «nshilfsbeamter oder Wirthschafter u. dgl. sogleich plaeirt zu werden. Ein 20jähriges Mädchen aus besserem Hause wüuscht bei einer Familie, allwo die Frau die Küche leitet, als Küchen- oder Stubenmädchen unterzukontmen. Drei junge, gut erzogeneMädchen, 15 und 18 Jahre alt. wünschen zu Familieu als Stuben» Mädchen in Dienst zn tleten. Als Wirthfchafterin eine Person in gesetzten ^ Jahre«« mit guten Zeugnissen. Ein Unteroffizier als Kntfcher oder Schwimm-meifter._ Zu miethen wird gesucht: Eine schöne Wohuung mit 4 Zimmern. Kabinet sammt Zugehör in der Stadt. Eine schöne gassenseitige Wohnung mit 2 bis 3 Zimmern ohne Küche und ohne sonstiges Zugehör in einer der belebtesten Gassen oder am srequentesten Platze, mit Ausschluß der Grazer-V orstadt. Bermiethet wird: Ein sehr solid gebautes Haus mit 6 theils parquetirten Zimmern. 2 Kammern. Äüche, Stal-lttNL, Wagen-Remise ». Jahreszins 480 st. Ein Gewölbe sammt einem großem und kleinen Zimmer. Sparherdkiiche und Keller. Eine schöne Wohuung mit 2 gassenfeitigen und 1 riickwärtigen Zimmer ,c. in der belebtesten Straße an eine kinderlose Familie. Abzulösen ist: Ein 5«/, P u pillar-Kop ital pr.570st , welches auf einem Hause der Lladt verfichert ist, sogleich lie«ei> «'/, V«r,iiil»i>g._ Zu vergeben: Kapitalien mit 4000 st. und 700 fl. gegen pupillar-mäßige Sicherheit und 6"/, Verzinsung. Mündliche Auskunft wird unentgeltlich, schriftliche nur gegen Einschluß von 50 kr. in Briefe oder Stempelmarken ertheilt. vanllsagling. k'ür Zis korLlioks, »tlou Vvrvav^tvv nQa Lölrnnv^a vützrvuü äe» üraolrevlasor«, «o ivio uuok »liev ^ovs», volodv nok »a äem lvtstsu lZvIoitv uviorsr uvvsrg^ssslioden Butter, uaü Vr^o»»- muttvr, äsr k'rau^» >o »adlroiok bstksilizstsn, «»xt noekmal» äon dsr»1jod tief-xstülilteu Dank äio trausrvÄ diatvrdUedoav S29) Aergheer's Theater mit Geister- und Gespespererscheimiigtit, errichtet auf de« Tosilenplatzr. Die Norstellumge« werden «och einige Tage fortgefetzt. Watich, a«ch bei »«Mftiger UiUeriiua Z2S) Abt«»', halb 8 ilhr. Wegen Abreise wird noch billigst verkauft eine sehr schöne Leder-Garnitur, I Fauteuil. 6 Sessel. 1 Toilett-Spiegel, 1 Nähtisch nnd 1 Kleiderstock. Eine Wohnung in der Postgasse mit 2 Zimmern ist sogleich zu vermiethen. Auskünfte hierüber werden im Comptoir diese« VlatteS ertheilt. (^rösstes I^aKvr s kvrtiL^vr üerrenkleider »u . M. Abends. Abfahrt 6 U. 31 M. Früh nnd 7 U. 7 M. «bends. Bou Wie» nach Trieft: «nkunft 8 n. 8 M. Fnil, und 8 ll. 4t M. «l'tnd«. Abfahrt 8 ll. 20 M. Früh und 3 N. ü6 M. Abeuds. Gemischte Attge. Don Mtirzznfchlag nach Adelsberg: Ankunft l llhr 6 Min. Rachmittag. Abfahrt l Uhr 20 Min. Rachmittag. Verantwortliche lNedattion, H'ruck und iiierlag von Eduard Aanjchitz i« Mnrburg. /. ttt. tt.