LmbllcherMMtllllg. Nr. 273 Plänumeratlonsprel«: Im Comptoir ganzj. fl. n, halbj. ss. 5.N«. st»? die Zusscllung in« Hauö halbj.5«Il. MitdcrPoft«an,j.fi.i5, halbj.fi.7.50. Mittwoch, 27. November Änl«rtl,»«gebüht bis lu feilen: lm»I«l>lr., 2m. 80lr., 3m. i st.; sonst pr. Zeile im.«li„ Lm. »ll., 2m. ^0 Ir. n. s. tt>. Inscrl,on«stcmpel jcdc»m.30l^. 1867 Mit 1. December beginnt cin ncucs Abouncmcnt ans die iFllilillchcr Zeitung." Der Prännmcrations-Preiö beträgt für "e Zeit voin 1. bis Ende December 1807: ^'n Comptoir osfen....... - ft. ')2 tr. I>n Comptoir uutcr Couvcrt . . . . 1 „ — „ Au' ^aibach ins Hans zngcstcllt . . . 1 „ — „ ""tt Post ltntcr Schleifen..... 1 „ 25 ,. Anitlicher Theil. Rchh vom 15. Uovmllcr ^867 über das Vrrslttlmlullgsrcchtj ^'^sllii, sjir Böhnicu, Dalmaticn. Gali,;ie>l und Llidomcrieil mit '"lala». Oesterreich Killer ü»d ol> der EimS. Ealzdiirg. Strirr-^l,'l, tarnten, Krain. Vilt>noiiui. !Diiilncn, Schlesien, Tirol mid Vorarlberg, Istrieo, Gur; mid Gradiöca. dam, dic Sladt Trieft mit ihrem Gebiete. Mit Zustimmnng bcidcr Häuser AicincS RcichS-l"thcö finde Ich zu verordnen, wie folgt: ., § 1. Vcrsamnllnngcn find nach Maßgabe dcr Bc« >t«nunungcn dicscs Gcsctzcs gcstattcl. 8 2. Wer einc Vollsvcrsammlnng odcr überhaupt ^'"c allgemein zugängliche Vcrsaiumluug ohne Bcschrän- ""Ü nuf geladene Gäste ucranstaltcu will, muß dies ^'ügstcus drei Tage vor dcr beabsichtigten Abhaltung ^^' Angabe dcs Zweckes, des Ortes und der Zeit dcr ^'sannniuug dcr Bchördc (8 Ili) schriftlich anzeigen. . , Die Vchördc hat über die Anzeige sofort eine Bc- ^cinigung zu crthcilcu. . . 8 A. Zur Abhaltung von Versammlungen unter N'eicm Hi:nincl ist dic vorausgehende Gcnchmignuq dcr >''chördc (3 ! i„ t) am Sitze dcr Politischen ^andcsstellc, wenn sich daselbst leine lnndcsfürstlichc Sichcrhcitsbchörde bo findet, die Kandcsstcllc; l) nn allen anderen Orten die pplitischc Bezirks-bchörde. 8 17. Bei dringender (Hefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit ist jedoch auch jede andere Behörde, welche für dcreu Aufrechthaltnug zu sorgen hat, berechtigt, eine Versammlung, welche gcgcu die Vor-schrifttn dieses Gesetzes veranstaltet oder abgehalten wird, zu nutci-slM'u oder aufzulösen, movm, die unch 8 l. Verletzungen dieses Gesetzes sind, insofcrnc das allgemeine Strafgesetz daranf keine Anwendung findet, von den Gerichten als Ucbcrtrctungcn mit Arrest bis zu sechs Wochen oder mit Geldstrafen bis zn 200 fl. zu ahnden. 8 2<». Im Falle eines Krieges oder innerer Unruhen tönucn die Bestimmungen dieses Gesetzes von dcr Regierung zeitweilig und örtlich außer Wirksamkeit gesetzt werden. tz 21. Die Minister des Innern und der Justiz sind mit dem Vollzüge dieses Gesetzes beauftragt. Wicu, am 15. November 1^!7. Fran; Joseph in. i>. Beust m. ,,. Taaffe m. i>. Hyc „>. ,,. Brckc >», >>. John m. p., FMV. Vcsch vom 14. Mlicmbrr 18ll7 bctreffcud die Stcucrfrcijahrc bei Neu«, Um. nnd Zn. bantcn; wich'am sin Böhmen, Dalmnlic,,, Gali;ieil und Lodnmerie» mit itralau, Oesterreich unter »üd ob der (5>mi<. Sa!,;dlilg. Slcermnrf, KiiriXeii. Krnii,, Blilowina. Äiäl,re», Schlesien. Istric», Giir; und Oradiöca. Ueber Antrag der beiden Häuser Meines Ncichs- rathcö finde' Ich zn verordnen, wic folgt': ^ 8 1. Dic mit Allerhöchster Entschließung vom lOtcn Fcbru'ar 1^'> l'ftoflanzlcidccrct vom 24. Februar 1835, Nr. 502) gewährte zeitliche Befreiung von dcr Haus«' zins. nnd Hausclasscustcuer sammt Staatszuschlägcn wird ails alle dcr Hanszmsstcncr uutcrlicgcudcn Ortschaften und einzelnen Gebäude in dcr Art ansgcdclint, daß für dic in dieser Allerhöchsten Entschließung angc< führten Fülle >">> .^ (Neubauten) eine Befreiung von fünfzehn, in dem Falle »"!» " (Umbauten) und >»!i <.! (Anbauten) eine Befreiung von zwölf Jahren stattfindet. 8 2. Diese Vcfrcinng hat nnr für jene Gebäude Geltung, welche vom Tage dcr Kundmachnng dcs gcgcn-wärtigcn Gesetzes bis Cudc dcs Jahres 1800 nach den bestehenden Bauordnnngcu uollcndct nnd benutzbar gemacht wcrden. tz 3. Dic durch Bauführungeu oder sür bcstlmmle Objecte bereits crworbcucn, so wic in den Allerhöchsten Entschließungen vom li. December 1782 und vom 16ten Februar 183« für die Festungen Thcresienstadt und Iosephstadt, vom 18. Jänner 1840 für Dalmatien in den «u!> ». ,,. Auf Allerhöchste Auordnnng: Bernhard Ritter v. Meyer m. n. Nichtamtlicher Theil. vaibach. 26. November. Entgegen dcr von mehreren Blättern ausgcsprocho ucn Ansicht, daß man an das Zustandekommen dcr in Vorschlag gebrachten Conferenz selbst in diplomatischen Kreisen nicht mehr ernstlich denke, behauptet dns „Memorial diplomatique," daß höchst wahrschciulich ver Zusammentritt dieser Coufcrcnz binnen ganz lnrzer Hcit stattfinden werdc. Frcilich verhehle sich niemand die i-chwicrigtcitcn dcr Lösung dcr dcr Confcrenz vorzule< gcndcn Frage, doch werde von sämmtlichen Kabinetten einstimmig anerkannt, daß einc gemeinsame Berathung über diesen Gcgcustand zeitgemäß sei. und die französische Regierung habc somit allen Grnnd zu denken, onß ihr Vorschlag mit nächstem zum Ziele führen werde. Wenn nun dicjc Konferenz zusammcntritl. so wird ihr nicht eine im voraus gefaßte Ueberciulunft über die Grunt-lagcu eiucr Ncgeluug der römische» Fragc vorhergehen, da dieselbe, bei den verschiedenen Ansichten, welche über die Frage an dcu verschicdcncn Höfe,, hcrrschcu, äußerst schwierig sein dürslc. (>in Punkt nbcr. meint das . Memorial," würde von katholischen nnd protestantischen Höfcn zngcgebcn wcrdcn, nämlich die factischc Existenz dcr päpstlichcn Souvcränetät, die durch dic Vertrüge von 1815 anerkannt und dnrch die letzten Ercignissc bestätigt sei. Was den Ort dcs Znsammcntrittcs dcr Eonfcrcnz betrifft, so sci nnzunchmcn. daß die verschiedenen Für' sten ans Ertcnntlichtcit für die freundliche Aufnahme die fie während der Ausstellung in Paris gefunden, dar' über cinig sein würden, in dieser Stndt die Verhand. lungcn des Congresses zu coneentriren. Das . Mcmo. rial" will ferner noch wissen, daß die päpstliche Regie-rnllg keineswegs in ofsicicllcr Weift ihre Wcigcrnna m, dcr in Vorschlag gebrachten Eoüfcieu; thcilzunehlncn kund gegeben habe. Dcr Papst hubc in dieser Sache bis jetzt noch leinen definitiven Beschluß gefaßt. Indessen versichert die „France," daß dcr Papst der Eonfcrcnz in, Princip beigctrctcn sei, und dies wird nuch ans Wien bestätigt. ^ Auö dem Haag vernimmt die „Patric," daß nnch die großhcrzoglich luremburgischc Rcgierung eine Ein-laduug zur Theilnahme an dcr Eonfcrcnz iiber dic ri>, inische Frage crhaltcn habe. - Die Abscudung ciner Einladung an Sachsen von Seiten Frankreichs ^,r Theil^ nähme au der Eoufercnz wird drr „Patric" von Berlin aus als dic natürliche Eousegnenz dcr Beibehaltung einer französischen Vertretung in Dresden erklärt. Diese Ein. ladnng dürfe keineswegs als cinc Vcrkcnnuua. dcr Rechte des norddeutschen Bnndcs uud dcr Bundcsvormacht Vreu ßcu angcschcn wcrdcn. Auch dcr schwcizerBuudesrath ist von der fran:ösisllicn Regierung zur Theilnahme an drr Eonfcrcnz cinacladen worden. Dcr „Bund" änßcrt slch nbcr dicsc Einlad»n^ Es ist das zweite mal, daß die Schwel: :,. pi^ curopä,scheu Berathung mit eingeladen wird ^«5 <-mal war dies dcr Fall, als Napoleon !!l ei,',.-".< "'^ zur Revision dcr Wiener Verträge vorschlnn ^> !!?"^ ! dcsrath hat damals die Einladung mm ?,'« ^"" ciuc Vertretung zugesagt. Mit Rccltt ^ "" ""b ist das von Napoleon lll. eingeschlag ^ ".^l """^^ nur d,c Großnlächtc, sondern a lc c r^ -?^"''' "^^ znr Mitbcratliang europäischer" ..^''^" Staaten den, - cin demokratisch r^'!^"^"'heiten cinu'lc,. Staatcnlreisc, den zn unters?.' ^" '"' "'"p"^» Staaten ein qroßcs^nt I , l^ ^""" ^ic kleinen die factifche Vernichtn m!' ^^'^ ^'^«rseitö ist durch das europäisch "PZ?bcr ,^'l"" Vert.äae, welche darslclltcll !? ^, ""'^l, d.c eu.opnische Verfassung ' züglich dcr türtischcu Angelegenheiten bestehen die Noten auf materiellen Reformen in der Türkei. Die letzte Note Bourse's vom 6. November constatirt den lebhaften Eindruck, welchen die Ucbcrrcichnng dcr anf die krctifche Angelegenheit bezüglichen Declaration anf die Minister dcs Sultans hervorgebracht hat; sie fangen aber an sich zu beruhigen und scheinen zu bcgreifeu, daß dicsc Forderung die Eonscquenz der früheren Ereignisse war, nnd daß ihre Zurückweisung uns nöthigte, unsere Vcr« antwortlichkcit frei zu machen. Die Pforte folgt dcr Ansicht, daß, wenn sie unseren früher abgelehnten Bei' stand nicht fordern kann, wir aber auch uicht die Absicht haben, die Schwierigkeiten ihrer Lage zn vermehren. Nourr<'>c constatirt weiter, daß fic Justiz», Administrations» und Untcrrichts-Neformen verfolge. London. (Ueber die Hinrichtung der u erurth c i l ten Fc n ier) liegt folgendes Telegramm aus Manchester, 23. November vor: „Heute Morgens während der Hinrichtung war die Menschenmenge wenig bedeutend. Der Nebcl entzog die Ansicht dcö Schaffotcs in einiger Entfernung von wenigen Metres. Gonld ging mit großer Festigkeit in den Tod. Larlin zeigte Schwäche, man mnßtc ihn nach dem Schaffot führen, wo er in Ohnmacht fiel. Vor dcr Hinrichtung umarmte Gould Allen. Allen starb sogleich. Die beiden anderen scheinen einen schlimmen Todcstampf gehabt zu haben." — Aus London meldet ein Telegramm uutcrm 23. d. M.: „Eiu fcuischer Aufruhr hat in dcr letzten Nacht in Birmingham stattgefunden. Die Menge wurde vou den Irländcrn angegriffen. Die Polizei hat die Ordnung wieder hergestellt." Niga, 4. November. (Der anßerordcnt-lichc livländische Landtag) wurde heute Mittag eröffnet. Um 12 Uhr versammelten sich die Glieder der Ritter- uud Landschaft auf dcm Ritterhaus und begaben sich sodann unter dem Vortritt deS LandmarschallS G. v. Lilicnfeld in die St. Iakobikirche, wo dcr General-superintendent Dr. Christian! die Landtagsftrcdigt hielt über die Tcrtworte 1. Könige 8, 57 und 58: ..Der Herr nnser Gott sci mit uns, wie er gewesen ist mit unseren Vätern; er verlasse uns nicht, und ziehe die Hand nicht ab von unS: zu neigen unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebote, Sitten nnd Rechte, die er unseren Vätern gebo< ten hat." Zweierlei sei, wie dcr Redner ausführte, zur Wohlfahrt eines Landes und eines Volles erforderlich; daß Gott sich zu uns bekenne, uud daß wir uns zu ihm > bekennen. Gott sei mit unS, so lange sein Evangelium! und seine Tacramente in reiner Lehre unS gespendet würden; an unS sci cS, im Glauben zu ihm zu stehen, die Aeußerung aber dcs Glaubens sci die Treue, mit welcher an dcr Väter Brauch, Sprache, Sitte und Nccht wir zu halten haben. Die Stadt Riga war durch Bürgermeister Hernmarck uud Rathshcrrn Faltin vertreten, dic estläudischc Ritterschaft durch dcn Herrn A. v. Lilie"' fcld. Dcr livl. Ciuilgouverneur Dr. A. v. OettinFi wohnte dcm Gottesdienste bei. Nach demselben begaben sich die Glieder der Ritter- und Landschaft in das M' tcrhaus zurück, woselbst dcr Landmarschall dcn Landtag eröffnete. ____^ Die Katastrophe in St. Thmnas. London, 22. November. Selten wohl ist oer A>>-lunft eines Schiffes mit so gespannter Erwartung cnlgeae»' gesehen woiden, als dies bei dem gestern Abend in W' moulh eingetroffenen westindischen Postdampfer der Fall war Schrecklich und lurz waren die Nachrichten, die der Telegraf von New-York aus über die fürchterliche Katastrophe in Sl. Thomas hiniibergesendet halte. Schon hatte man auch >" den letzten Tagen den „Douro" verloren gesagt, und »ie Mischung von Furcht und Hoffnung unter denjenigen, dtt auf die AestHtigung einer Trauerbotschaft harrte», war bil zum höchsten Grade der Aufregung gesteigert, da wurde plötzlich die Flagge mit dem rothen Kreuze und ver Kio'" über dem Gebäude der Dampfelgesellschaft aufgezogen u"d zeigte an, daß das Postschiff in Sicht sri. Eine schreckliche Ungewißheit war somit gehoben u»» manche« Herz athmete wieder freier auf, aber manchem wal auch das Bitterste noch ausbehalten. Alsbald nach Anlunst des „Douro" wurden in den Bureaus der Gesellschaft l>>< Listen über die Geretteten ausgeschrieben und draußen a« geschlagen, wo sich alsbald Hunderte hinzudiüngtcn, um l«c Namen ihrer Angehörigen darunter zu suchen. Dann lamen die Nachrichlen über den Umfang b«< Unglückes und die Erzählung der Schreckens'Katastrophe. M 29. October, so hören wir. war das Wetter Morgens M» 9 Uhr bei starlem Nordwinde so drohend, dah der CapitÜ" des Dampfers „Conway," der neben der „Rhone bei der kleinen Peters'Inscl lag — die „Rhone" hatte sich dcs F>c' ders wegen dorthin zurückgezogen und verkehrte mit St. Tb^ mas durch die llnneren Dampfer der Gesellschaft — dc" Eapitän dc« letzteren consultirte, ob es nicht besser sei, °»! die hohe See hinauszudampfrn. Man machlc die nülhige" Vorkehrungen dazu, aber daS Barometer firl zu gleicher Zl'l beträchtlich, uno gegen II Uhr tam ein fürchteilicher Slui" von Nordnordwest zum Ausbruch. Die „Rhone" uüv a"' t>ere Schiffe hielten gegen diesen ersten Anprall Stand unü steuelttn seewärts. Gegen halb 1 Uhr trat bann eine Stille ein, aber nicht auf lange. Schon eine Viertelstunde sp^ entlud sich eill neues, gewaltiges Unwetter, diesmal au« d" gerade entgegengesetzten Richtung, aus Südsüdost, hcfl'^ als das vorhergehende und viel zerstörender in seinen M' tungen. Was bei dem ersten Orcan noch dem jähen M' derben entronnen war, wurde jetzt desto sicherer ereilt. ^ „Nhon,," auf ein Riff geschleudert, brach alsbald ausel"' ander. Von einer Bemannung von 125 Mann blichen "^ 25 am Leben. Der „Wyl," einer der zwischen St. TIM^ und dec „Rhone" hin- und hergehenden kleineren Dampfs wurde, wahrend er das offene Meer zu gewinnen s«^ ersaht und an die Buckinfrl geworfen, wo auch er alsb^ zerlrllmmerte und von seinen 80 Mann an Bord nur ^ ihr Leben rettete». Den im Hafen liegenden „Derives stürzten die entfesselten Elemente hoch und trocken ans ^ Küste. Am besten lamen dk> Dampfer „Conway," „DM und „Solent" davon, Ersterer wurde an die Küste get^ ben und verlor lheilweise die Masten und Schlot, und leh<^ dielten an ihren Ankern auS und erlitten ähnliche Havai'k" wir der „Eonway." Der „Solent" lag i» nächster Nähe von Tortola, und w'^ von dem Capilän desselben die Ucberschwcmmung dieser I^ in Abrede gestellt. Sie sii auch von dcm Olcan hcima.es"" worden wie St. Thomas, berichtet dieser Officicr, nnv el>"" 100 Personen sollen dabei durch den Einsturz von Gcdl"' den umgekommen sein. Außer den genannten Dampfern mußten auch ""'^ achtzig Segelschiffe im Hafen die Wuth deS Orcanes einpl^' den. Von üeulschen Fahrzeugen sind die Vrigg „A"^ (nicht angegeben woher), die Vrigg „Johanne" au« Vtt"' ^ und die preußische Brigg „Treffer" gesunken und die Al'gü „Helios" und „Edward" auf den Strand geworfen wolde ' Auf dem Lanve hatte das Unwetter nicht minder f"^ bar getobt. Von 1 bis gegen 4 Uhr brüllte dcr Stl" und peitfchte Ströme von Regen und Gischt üb" die ! > mit nächtlicher Finsterniß bedeckte Insel dahin, '"o^ ^ Boden von mehrfachen Erdstößen erzitterte. Häuser >vl"° von ihrem Orte gerissen und später anderöwc stehe'" ^ funden. Einen ganzen Speisesaal trug der Qrcan in " entfernten Garten, ohne Lampen und Gläser zu zelb"^ und in einem benachbarten Gäßchen fand man >p ,^ unter Massen zerbrochenen Holzrs einen Anker, "M ^ dene Karrenläder, ein Pianoforte und verschiedene ^^ Marmor bunt zusammengeworfen. Wo derartige ^ j .^ umhelfliegcn, da ist die Zerstörung unuermcidlick, "" ,^> bot am 30., al« der „Douro" an einem sonnenhelle", rU!^ Morgen die Stadt anlief, St. Thoma« ein Vild ^" vt> Wüstung, trauriger und trostloser als eine bombarviltc ^ Die Weifte gänzlich zerstört, die Stadt in Trümmern, ^ Vaumvflanzungrn nichl« als der Rinde entkleidete Stumpf ^ >die Einwohner beschäftigt, silr 292 Leiche», die " ! dahin aufgefunden, Gräber zu grclic,,. 1859 Ueber Tortola gelangt aus dem Colonial-Ministerium die elsle ossicielle Mittheilung in die Oeffcntlichtcit. Es ist ein Vcricht des Gouverneurs Sir Arthur Numbold, der ebenfalls mit dem „Touro" hieherlommt. Nach demselben dauerte der Orcan dort von I I bis 3 Uhr und war von 12 bis 2 Uhr am slärlstcn. In diesem kurzen Zeiträume Wurden zwei Dntlcl der Wohnungen der Sladt, Gefängniß, Kirche, Hospital, Schule, Capcllen, Armenhaus und die Lan-dungswerfte zerstört und von dem Wohnhause deS Gouver» neurZ das Dach hinweggerissen. Den Frucht« und anderen Naumpflanzungen wie dem bestellten Lande war enormer schaden zugefügt worden, so dah die Bevölkerung bereits am Vorabende einer Hungersnot!) stand, ohne das; die Ne» gicrung, in deren Cassc nicht 50 Pfd. St. waren, belfen und unterstützen konnte. Daö einzige Mchlmagazin der Insel war zerstört, ebenso wie die meisten Fahrzeuge, so dah der Gouverneur bei Abfassung scincö Berichtes nicht muhte, wie er denselben nach St. Thomas schaffen sollte. An Linsamm» lung der eben fällig gewordenen Steuern war bei der allgc-weinen Noth nicht zu denken; der Gouverneur ruft im Gegen» Heile die Hilfe des Colonialministers und die Sympathie des englischen Volles an. Die Todesfälle auf Toitola scheinen selbsl in der letzten Angabe mit 100 noch zu hoch gegriffen zu sein. Gouverneur Numbold spricht von 22 in der Hauptstadt. (N. Fr. Pr.) Locales. — (Gefunden.) In dcr vorigen Woche wurde in der Polana-Vorstadl der Obertheil eines Fraucnlleidcö u»d "'" Hauptplcche nn Stllct Zwilch gefunden. Die Verlustiger wollcn sich dichsalls bcim Stadtmagistratc anfragen. — (Verloren.) Gestern wurde am Cona.rchplahe l'l»e Narschast von ^i0 fl. veiloren, die im Voisiniung'l' sc'lle beim Stadtmagistrate abgegeben weroen wolle. — (Theater.) Dic gestrige Venefizvorslcllung war ziemlich gut besucht. Dcr Schwant: Romeo auf dem Bureau" '"'wsiigte'durch das wirlsame launige Spiel dc6 Bencsizianten Hcrrn Kori tz (Willert). Cine hoch«t crgMche F'gur war Herr .ssrosset c>ls Gerichtsdiener. Herr Axt als Iujlizrath '"lsprach volllomwe». Wir wünschten Herrn Aft dcn wir v°n der vorigen Saison her alb einen sehr verwendbaren Schauspieler leimen, einmal in bedtulcndcren Rollen zu begegnen. D'e Operette- Mozart und Schikaneder" wurde mit jener Pietät ausgenommen, welche man dem Nanun Mozart duldet, aber man fühlte doch hie und da classliche Langc-weil?, 'uebrigcns wurde die Operette gut gelben. Zwar 'v" der Wiener Tialclt Niemandem geläufig, als höchstens H"rn ,ssrehl, der auch das Couplet: „Die Welt will be-^°ge» sm," recht hübsch sang, abc^ dafür waren die glsang-, l'chen Leistungen volllommcn befriedigend. Unsere beiden Primadonnen wetteiferte» im „assoluten und colurirtcn" Gcnlc. Das Publicum amusnte sick recht gut. — Heute wird „Egla»> line" wicdciholt. Das Stllct bat l>ci der ersten Auffilh-tung sehr angssp'ocbn,, und da e-5 gewissermahel, ein Pro> birstcin sür die Elaste unsercÄ Schauspiels isl, so werden wir heule Abend wohl lein lccrcs hauü zu verzeichnen habcn. Morqe» soll „Traviata" wiederholt wc'.den. Diese Oper findet bei den strengen Anhängern des Classiclömus leine Gnade, andererseits dürfen wir aber nicht vcllcnnen, das, unser Publicum nicht so „classisch" ist um sich nicht gern cm der hcNcrcn Must! Verdi's zu ergötzen. Dcr dnlte Act der Oper ist von ernsterem Inhalt. Frl. Mo räta und Herr Podhor sty haben sehr dankbare Pcntien, die sie !>'hr zufrievcnslcllcnd durchführen, und wir glauben daher. dc>b die Neplisl,' der „Trauiata" gut aufgenommen werden '"Nd. was um so mehr zu wünschen ist. als dcr Besuch des Katers bei den große» Opfern, welche Herr Zöllner btingt. um ein allseits cMs Ensemble herzuslrllcn, noch immer uicl zu gering ist, um ihn auch nur vor Verlusten l" sichern. (Korrespondenz. l- Idria, 25, November. Zur Flier dcr h. Cäcilia ^urde hier aesler» cin solennes Hochamt in dcr Barbaralirche "^gehalten. Hicbci lam eine »cue, vom hicsigcu Organisten ^- G» ezda componirtc Mchc, mit slovcnischnn Tezle, zur Ausführung. Das Ganze taun als sehr gelungen bezeichnet ^"dcn. Am Abende haben sich »odann lämmlliche Hctrcn ^ k. Werks- und Bezirtsbcamtcn, sowie die Honoratioren der j ^tadt und Umgebung zu einer gemüthlichen Abcnvunterbal-^Ung im Gaslhausc „zum schwartn Adler" versammelt. Die gliche Stimmung, wclche hicbei hcllschte, aher wurde be-Inders noch durch die Anwesenheit dcä Herrn l. l. Bcrg-^uplrnanncs Josef Trinker und des Directors dcr Gc-, Ortschaft Sagor, Hcrrn Friedrich Langer, gehoben. Juristische Gesellschaft in Laibach. Prot o lt o!! °" I.Vll. Versammlung, welche Freitag den 15, November ^67 voi, 5 hjz 8 Uhr Abends im Gesellschaslslocale abge-^ halten wurre. ^"sitzender: Der Präsident Herr Finanzrath Dr. u. Kalten« eIIcr. ._ Schnftführel: Dcr zw.ite Srcrclär Dr. v. Sckrcy. — 14 Mitglieder. I- Dcr Herr Präsident eröffnet dic Versammlung unter ""er kurzen Darstellung der Gründe, welche eine längere, ""lcrbnchung dcr Vcrcinsucrsammlungcn zur Folge hallen. ^ ss""lbc theilt weitcrs mit, daß daö Velcinsprüsioium d,e ^" battc, dem neu ernannten Herrn Landeöpräsidcnle" 3'^'und (5,„^ ^ Sy^öfcld am 1l. Mai IK67 se.ne ""'wa"ung z« machen, welcher seiner Theilnahme für den Verein durch seinen Beitritt als Vercinsmitglicd Ausdruck gegeben hat. — Die Versammlung gab ihre Befriedigung hierüber durch Aufstehen von den Sitzen zu erkennen. Der Herr Präsident eröffnete ferner, daß der Herr Bürgermeister Dr. E. H. Costa mit Schreiben vom I0ten August 1807 scine Stelle als erster Secictär dcr juristischen Gesellschaft wegen anderweitiger Gesckäftsüberhäufung nicDcr-gelegt, und das; das Präsidium nach Fruchtlosigkeit der an Herrn Dr. Costa gemachten Vorstellungen die Geschäftsübcr-gabe bis auf weiteres an den zweiten Secretär verfügt, zugleich mittelst besondern Schreibens dem um das Entstehen und Gedeihen dcr juristischen Gesellschaft so hochverdienten Hcrrn Secretäl Dr. Costa das lebhafte Bedauern über seinen Rücktritt und den wärmsten Dank für seine erfolgreiche und aufopfernde Thätigkeit ausgesprochen habe. — Die Versammlung erhob sich zum Zeichen ihrer Zustimmung. 2. Der zweite Sccretär theilte mehrere Einlaufe mit. 3. Der Herr Vorsitzende theilte mit, daß das Verems-mitglico Herr Notar Dr. W. Nibitsch in Nudolfswcrth der juristischen Gesellschaft seine Abhandlung „Ueber die Reform des Notariates" mit dem Wunfche, daß dieselbe im Vereine einer Besprechung unterzogen werde, übermittelt habe. Nachdem das 3lesum Dr. Schaffer die formelle Behandlung des Gegenstandes dnn Ermessen des Präsidiums überlassen wissen wollten, Herr v. Formacker aber sich ausdrücklich für die Zusammenstellung eines Comite's aufsprach, wuldc übcr Antrag dcö Herrn Dr. E. H. Costa beschlossen, die fragliche Abhandlung in den Vcleinsmillhei-liingen abzudrucken, zugleich an die in Laibach domicilirende» Mitglieder Eeparcitabdrücke zu vertheilen, und nachdem auf diefe Weise die Mitglieder von dem Inhalt der Abhandlung in Kenntniß gekommen sein werden, den Gegenstand aus die Tagesordnung einer der nächsten Versammlungen zu stellen. (Schluß folgt) Ginladung zur gcmcmschüftlichcll Äiolmtvcrsammlling dcö Mlscnl- und des historischen Bcrcüio am nächsten Donnerstag den 26. Noucmlicr um ;'» Uhr Abends im historischen Vcrcinslocalc, Cchnlgcdäudc, clieucroig lints. Tagesordnung: 1, Mitthcilnng des (äinlaufcs; 2. Vortrüge von Seite des MnsealvereincS. Karl Dcschmann.- ->) Neue Bcittügc zur Flora dcr an (5roatien anarenzcndcu ^cgcndcn NntcrlrainS; <>) über cilicn nicrl-würdigcn Standort dcS Edelweißes in dcr Kraindnrgcr (älicnc; <-) iwcr eine von organischen Substanzen herrührende rothe Färbung dcr Kallfclscn, ncl'st anderen kleineren mUnrhislorischcn und topographischen N'otizcn. ^ailiach, 27. ^oueindcr 1^07. Vom Aussch ussc des Mu sc al vc rein s für Kr a in. HtuejkHA Wien, 2»'. November. Dcr Ansglcichsanöschuß nahm die nenc RcgicrnngMorlagc übcr dic Staatsschnld-quotc mit meist unwesentlichen Mändcrungcn an, und beauftragte das Sulicomit« mit der Redaction des Gesetzes. P c st, 2ö. November. (Sitzung dcr D c ft n-tirtentafcl.) Haszago intcrpcllirt dcn I n st izmi n i-st er, wann dic vcstchcndcn (5iuillicsctzc in Siebenbürgen durch das nngqrischc crsctzt, überhaupt wann die ungarischen Rechtsverhältnisse auch auf Siebenbürgen aus-gedehnt wcrdcn sollen. Der Iustizministcr verweist auf die obschwcbcndcn (äodificationsbcralhnngcn; die ncucn Gcscl/e wcrdc» für Siclicnbüra.cn cbcn so giltig sein, wic sür Ungarn. Dic sicbcnbürgiichcn Ncchtsuclhältnissc provisorisch nuizugcstaltcn würc unhcilsmn - Dcr Niini-stcrpräsidcnt meldct, Ihre Majestät die Küuigin halic dic 'Namcusfcstqraliillltion dankend angenommen. Das Hans nimmt die Millhciluug n.it lautem „Eljcn"°Nnfcn ans. Sodann beginnt Anton Cscngcry scitcnö dcr Ccntral-cominissioil dcs Hauses über dcn Qnotcngesctzcntwurf zu refcrircn. Paris, 2i>. November. (Wr. Tagbl.) Marquis dc Mousticr hat au die Vertreter Franircichs in London, Berlin und Petersburg, sowie an einigen deutsche» Höfcu eine Weisung erlassen, nm sic in dcn Stand zu sctzcu, die gegen das (5onfcrcn,;projcct erhobenen Vcdcn-ten zu widerlegen und zn erklären, daß dic französischen Truppen dcn Kirchenstaat verlassen würden, sobald die Verhandlungen beginnen. „^^^. Telegramme. Pest, 36. November. Dcr Kaiscr ist eingetroffen und würd/ am Bahnhof vom Minister des Innern, dem ^andcs-Comiimlidircndc!!, dcn Bürgermeistern nnd Stadt^ hauptmänncrn empfangen. Paris, 26, 'November. Die „France" schreibt: Rußland, Oesterreich, Spanien, dic Schweiz, Haiern. Württemberg, Portugal, Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Vadcn sind ohne Reserve dcr Conferenz bei-getreten. Preußen's Zustimmung ist sicher, England's Zustimmung wird als wahrscheinlich betrachtet. — Die „Patric" sagt. Privattelegramme bestätigen Rom's Zustimmung zur Confcrenz und fügen hinzu, Antonelli er-klärte mündlich und in dcn Instrnctioncn an dcn Nuntius in Paris die ^onfercnzannahmc ohne Vorbedingun. gen. Italien's Zustimmung ist officiell noch nicht angezeigt, der Conferenzort unbestimmt, Telegraphische Wechselcourfr ! nom 26. November. > bperc. Metalliqne« ü(i.W. — 5>psrc. MetalliqueS mit Mai- und ! Novcmbrr-Ziuscu58.75.—5>fterc. National.Nulrhcu 6ll.30, -. Vanl-! actieu 6><3, — Ereditactim I«4. - 18«0er Vtallt«ll>llel>tn «3 lX> ^ Silber 118,75. — London 121.15. — K. l. Ducatrn 5.75. Geschäfts-Zeitung. In Kufstein tagte am 21. und 22. d. M. eine auß Ver , lrctern dcr bairrischcu und der österreichischen Eisendahn- und Zollverwaltung zusammengesetzte Lommissiou. um ein möglichst rasche« Inemaüderssreifen dcr bairrischm und der öslerreichlsclim Eisenbahn- uud Zollorgane in Knfstcm hrlbeizuflihreii n»b das lange Liegenbleiben von (Men, in gcnnnnlrr Grelizstalioii zu ver-meiden. Ls wurden bestimmte Verabredungen getroffen, wie di? Manipulationen dcr einzelnen Organe ineinander zu greifen haben nm dcn llnficstrevlen Zwccl zu erreichen. Beispielsweise wurde festgesetzt, das; fcischcß Obst und cmbcre lcich, dein Vsrdcrbm u„: terUegende Gegenstände, auch wenn sir inir alö gewöhnliches Frachl, ! stiit aufgegeben wnrden, slrtö längsteni« iini^rhalli -^4 Btnndrn ix Kufstein abgefertigt werden müssen, Für die einzelnen Mauipi^ lalicmen dcr Eisenbahn- und der Zollämter windru besiimmle Fristen als Maximum sestgeschl, und dic geeigneten Maßnahn«-,, getroffen, um die Manipulationen selbst zu beschleunigen und ab-zulilrzen. Krainburg, 25. November. Auf dem heutigen Marltc sind erschienen : 5rchschnitts-Pr eise. ^__^. ^"^7 Weizen pr. Mcheu « 8« Butter ftr. Pfund . — !'gt)' Korn „ 4 K, Eier pr, Sllict . ... ^ ii Gerste .. — — Milch pr. Mas, . — ,'» Hnscr .. 2 1<» Nmdfleisch pr. Pfd. — ,« Hallifnichi ,. - — Kalbfleisch ,. ... 21 Heide» ., ?j 78 Schweinefleisch „ — 19 Hirse ., 3 - Schöpsenfleisch „ — 12 Klitunch „ 4 .,.. Hiihndel pr. Stücl — 2" > Erdäpfel ., I 20 Tauben „ __ is, ^'lttsrn „ — — Heu pr. Zentner . - 85 Clliscn „ -.. . Stroh ,. . __ hy ^'so>^» .. 1 10 Holz, hartes, pr. Klft 5 .> ^Rindtzschmalz pr. Psd. ^- 45 —weiche», „ 335 Vchwciueschmalz „ — 42 Wein, rother, pr. Eimer 8 ' — Speck, frisch, „ — ! 2l'n»t,a. Advocni. l>on R'ad!lin!ii!tvi!-. Postmeister, und Podobnis ! von ^dria, Pogac'ar. Commit, von Riidolsswerth - Eichel' ter. Velgverwall!'!'. lwu Trifnil. — >i'!n>°har. Kcmsm und Podinlfcher, von Wien. - Poleno, vo» Treoiso ssllrol von Augsburg, " Theater.^^ H cute Mitt N' 0 ch : ., — 0 5 NO, milbig l,sil„. ,. ^)„ Ab. 329.N. -3« NO.schw. z.H«lftedew. Untertags wechselnde Vewöllnug, Tic ,flnllr und de.r imr^ östliche Woltcnzng anhaltend Baromelcc im Fallel,. Land- und /orstwilthschllstlichcs. Die Waldraubwirthschaft. Bon F. Schollmayv. Mancher erlaubt sich an dcr Natur, die sich :., scincm Gcnnssc darbietet, zu stnmmcln nnd zu stutzen um cutwcdcr scin Vergnügen zu befriedigen oder einen momentanen Vortheil zu erzielen. Dicsc Reflexion will ich hicr natürlich nur auf ka« Laub- und hauptsächlich Nadelholz angewendet linden Jeder vou dcn gcchrtcn ^csern wird sich wohl selbst d ' Ueberzeugung verschafft haben, wic bcleidiacnd sclm« l das Ange cinc derartige Wirthschaft ist, wo die ^! '^ bäninc ;nm ssnttcr und das Nadclhol' -,,r ^ winnnna, gcschneidelt lgcschnattct ^ H^^"^ schncidcn) wcrdcn; nnd nicht selten findet .. ' ^"" sigcn, humusarmcn. besonders aber nn ,^ c! " "" ^l< Lagcn, wo daö ..Schneideln" achandli^ '^" ^'^'chen Horste in kränkelndem, dem AdstM, ^ «°"ic Daß da die Negcncriruna eincs 3 ^ "^" ^"stände, licgt alls dcr Hand. Mln «>> "'Niöglich ist, dicscm Uebel dic hockaclii^ ." ""'»" leiden an Kämme des Mittclacbir^ i ' ^'" Gebirgsrücken nnd und t« !»„„ „ich, „^, «,„ '^.,^°^,,^,,, ,.,ch ^l ^,,, 1860 der Satz: „Daß die Urkraft der Natur rastlos fortwirkt für unscrc Zwecke, wenn ihr der Mensch die wahre Richtung zu geben versteht und sich nicht gegen das Naturgesetz selbst ucrsündigt", nicht angewendet werden. Stellt man nun dieser Erscheinung im Haushalte der Holzpflauzen - Natur dic Anforderungen gegenüber, welche der Gebirgsbewohner besonders an die Nadelholz« bäume macht, so tritt die Sachlage nur zu deutlich und der natürliche nachthcilige Einfluß ganz unverkennbar hervor. Im angewiesenen Waldboden, welchen die GebirgS-forstc meist bilden, handelt eS sich besonders um die Erhaltung der Holzftroduction ans eigener Kraft mit der größtmöglichsten nnd brauchbarsten Massenerzengung auf dem beschränktesten Raume in der kürzesten Zeit gerade dort, wo die natürliche Exposition der Erreichung dieser Absichten beinahe oft unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellt. Gerade hier ist die Erhaltung der Wal» düngen in erste Linie zu stellen. Sie sollen aus sich selbst die fruchtbare Erdoberfläche bilden und ihre traf« tigc Nachkommenschaft dadurch sichern. Die Gebirgsbewohner würdigen jedoch diesen Hanptzwcck dcS Waldes nicht, sie wirkcn nur consnmircnd so, daß der Holzwuchs einem wenn auch sehr wichtigen Nebenzwecke, der Streu-gcwinnung, zum Opfer gebracht wird. Es ist nicht zu verkennen, daß den meisten Bergbewohnern die hinlängliche Fläche an Acker- uud Wicsengrund fehlt, oder auch, wenn dics der Fall nicht ist, daß ihnen die nöthige Kenntniß M- Bcwirthschaftung ihrer Forst« und Landwirthschaft bis dato gänzlich mangelte und sie sich auf den bequemeren Stand setzten, auf Kosten des volls-wirthschafllichen Waldes — Viehzucht zn treiben. Daß mineralische Erde ohne Äcimcnguug von vegetabilischen und animalischen Stoffen unfruchtbar ist, ist cinc längst erkannte Thatsache. Nnr von dem Grade der Beimengung verwester organischer Stoffe hängt die Fruchtbarkeit des Bodens ab; und hier steht der Land-und Forstwirth auf Einer Linie. Ist der Bodcn so erschöpft, daß er kein Holz ;u crzcugcu vermag, so hört der Wald und mit ihm alle Forstwirthschaft auf, — ebensowenig kann der Landwirth seine Producte erzielen, wenn er die Mittel nicht besitzt, dem Boden den entzogenen Huinnögehalt wieder zu ersetzen. Schöpft er dieses Mittel auo seinem Forste, dann erfordert es sein eigenes Interesse, die Quelle der Fruchtbarkeit fließend zu erhalten, und je mehr er den Ackerbau von dem Waldstreubezuge abhängig erachtet, desto näher liegt ihm die Pflicht der Sorge für nachhaltigen Bczug. Die strenbedürftigcn Landwirthc werfen in der Regel den Forstwirthen einseitiges Festhalten an übertriebener Bcsorglichkcit und Mangel au Rücksicht für die Bedürfnisse des Ackerbaues vor. Wärc dieses im allgemeinen begründet, dann müßte es auch in Kram, wo das Ttrcurcchen uud Gewinnen so gang und gebe ist, um die Wälder besser stehen, als der Augenschein gibt. Leider habe ich auf meinen Bereifungen nur zu häusig Gelegenheit, die traurige Erfahrung zu machen, wie der Waldbodcn auf weiten Stre« ckcn in Kaltlcrrainen durch fortgesetzte maßlose Entzieh» ung der Streu eiucn so hohen Grad der Unfruchtbarkeit erreicht hat, daß er nur noch verkrüppeltes spärlich uor^ kommendes Gestrüppe zn prodncircn vermag. Der Karst vou Inncrtrain hat seine Ausgabe schon gelüst, und ans jenem, der sich schon in schönster Ausbildung befindet sich meine die Stcucrgcmcindcn St. Ambruß, Birkcnthal, Weisel, Schwörz, 'I'odtübor, Potiskonz »nd thcilwcisc auch Kompalc, ZdcnSwvas, Cesta) geht der Holzwnchs mit Riesenschritten seinem Ende zu. Daß der Landwirth ans scincm Walde Streu nch- ^ men soll, stellt niemand in Abrede, nur soll er dies in' einem Maße mit Rücksicht anf Boden, Lage, Holz und! Betriebsart thun. Unser Forstgcsetz hat wohl theilwcise lsicfür vorgcsorgt. WaS ist aber nnscr Forstgcsctz sammt seinen so manchen gnten Paragraphen, wenn cS, von dem Waldbesitzer nicht befolgt wird, nnd niemand von Seite der Regierung oder des Landes hiczn anfgestcllt ist, der es versteht, dieses fachkundig uud kräftig durchzuführen ? ^ Hier mnß ich auf die Broschüre des Herrn k. k. Försters Ludwig Diemitz nachdrücklichst hinweisen, deren Geachtung wohl für das Laud eine Wohlthat wärc. Der hohe Landtag wird zuversichtlich in der nächsten Session diesem Gegenstände die gebührende Berücksichtigung schenken. Land» und Forstwirthschast wird jedoch in einem Lande nicht blos durch Reglements und Gesetze gehoben, sondern durch die Volksbildung in einer oder der andern Art, die jedoch bei uns noch in den Kinderschuhen sich befindet. Es gibt wenige Provinzen in Oesterreich, die nicht eine oder mehrere Ackerbau- und Forstschnlen hätten, in Krain geht cS trotz aller Anläufe nicht vorwärts in dieser Richtung. Unverantwortlich ist es von denen, die daran die Schuld tragen. Nach den v. Licbig'schen Bemerkungen über die Erschöpfung des Bodens müßte nicht nur jede Streu« nutzung, sondern selbst die Holznutznng, da mit ihr cinc nicht unbedeutende Menge von Aschcnbestandthcilcn dein Boden entzogen wird, allmälig zu einer Verarmung dcS WaldbodcnS führen; allein es ist diese Lehre natürlich nur „ „ .. .. 100 .. Ficht. o. Tannen '.).1Ü .. .. 100 „ Hasclnußholzaschc 12. .. .. ., 100 .. Eichenholzaschc 4. 5 „ enthält, und auf 1 Joch, das mit 1000 Stämmen 0 Etr. und beim zweiten Falk 20 Etr. Humus, wovon jeder Centner obige Anzahl Thcilc phoSphorsaurc Salze in sich enthält, die ansonst unbedingt dem Walde zu gute gekommen wären, obstra^ Hirt von dem Schaden, welcher durch die Streugewin-nung an dem Holzcrtrage vor sich gegangen ist. Die preußische, baierischc uud sächsische Regierung hat in ihren Provinzen dermalen Versnchsstellrn in den Staatswalduugcn bestimmen lassen, welche für vcrschie> dcnc Modalitäten der Strengewinnnng die Einwirkung anf den Waldcrtrag nachzuweisen haben wcrdcu. Bii< jetzt fehlen noch brauchbare Zahlen in der Forststatistil. welche nachweifeü die Mindcruug des Streu- nnd Holz ertragcs bei fortgesetzter Strcunntznng, um durch solche noch schlagfertigere Beweise liefern zu können. Weder dcr tz 12 des Forstgesctzcs vom .'j. Decent bcr 1852, noch die Verordnnng vom Jahre I85l der Tiroler Forstdircction hat das Schnei deln, wcdcr hier noch dort modificirt, nud es geschieht jetzt gerade uoch so, wie um Maria Theresia's Zeiten, die zuerst da-gegen mit Strafvcrordnungen auftrat. Es ist schwer, Ge» setze durchzuführen, die ^cgcu das materielle Interesse des nicht gehörig belehrten Volkes gerichtet sind. Die Rcchstrcu, welche ans dem Laube, Nadeln und Moosdcckc besteht, wird nicht so schädlich, ja nützlich in gewissen Fällen, wenn sclbc mit wissender Hand gewonnen wird. Ist in einem Fichtenwaldc der MooS' Polster zu hoch oder in Bnchenbeständcn die Laubdcckc zu stark, welche die Vcrmoderung der Buchcln bewirkt uud anf dic Bestandcsvcrjüngung nachtheilig wirkt, so mnß diesc entfernt werden; daß dieses aber in einem 5- bis »»jährigen Turnus zu geschehen hat, ist selbstverständlich, da sonst die Schwächung des Bodens bedeutend übcrhand nimmt. Der Hei d chi e b, mit welchem nicht nnr dic Hcidcpflanzc sammt den Wurzeln, sondern auch die obl'rc Dammcrdschichic periodisch weggcnomincn wird, führt bald znr gänzlichen Sterilität des WaldbodciiS, bis endlich das Hungcrmoos den erschöpften Boden bedeckt. Krain ist gewiß cin schönes Ländchcn, hat auch viel schöner Waldflächc. nnd ficht sich diese aus der Vogel' perspective für manchen Hcrrn beim grünen Tisch, grün an — darum ist es nicht nöthig, writers sclbc in Schul) zu nchmcn. Es lebe der Karst! Großlaschitz, im November 1867. Verantwortlicher Ntdacteur: Iana, v. K l f i „ m n u r. N^l'<»nl,«,?»«4,t ^»en, 25. Noucindcr. Der EffMemuartt uertchrle ilieilimisc zur mculerm, theilwcisc ;nr höheren Nonruua,, nnd Dcuism im) Valntcn wurden billiaer abacaclic». Ocld MllllllNNU)l. flüssig. Gcschäft limiün. Oessentliche Tchuld. ä. des Staate« (flir 100 fl) Geld Waare In ö. W. zu 5pCt. fiir 100 fl 55.70 53 «5 In iisterr. Währung steuerfrei s>7 70 57.90 ". Stcueraul. iu ö. W. v. I. 1864 zu 5pEt. rückzahlbar . 88,8« 89.- Silbcr-Anlchcn vmi 1864 . . - . - 73.— Silbcranl. 1865 (ssrcs,) ri!ll;.ihlb m 37 Jahr. zu 5 pEt. 100 fl. 79 50 80. Nat.-Aul.mlt Iän.-Loup. zu ü",„ 66.5<> N6 90 ,. ,. ., Äpr.-Eoup. ., 5 „ 66.l>0 66.70 Metallique« ...... 5, „ 56.80 56.90 detto mit Mai-Houp. „ 5 „ .')h,7(> 5,8.90 delto.....„ 4, 5,<>5^ 50.75, Mit Vcrlos. u. 1.1839 . . . 149.-- 14!« 5.0 „ ^ ., „ 1854 , , . 75 x,-> 7.'>.l'0 „ „ „ I860 zu 500 si. ,^^ g^.^ „ ^ „I860,. WO „ 91.75 '.!>,- ., „ „ 1864 „ 100 „ ?fi,i5 75 .^ Homo-Ncutcnsch. zu 42 I.. ->u«t. z, ?,. 2^.25 Vomaiueu 5perc, iu S'lbcr 10<,.. 107.50 U. der Krouläuder (für 100 fl.) Gr.-Eutl,.Oblig. NiederäNcrreich . zu 5«/° A 50 l'0.- vberüsterrcich , ^ 5 „ t"." »"-— Geld Waare Salzburg , . . . zu 5'/, 86.5>» 87.50 Bähmcu . . . . „ 5 „ 89.- 90.— Mähreu .... „ 5 „ ft7.-> «tt.— Schlcsicu .... „ 5 „ 87.- 88. - Sleiermarl ... ,, 5 „ 89.50 90.— Ungarn......, 5 „ 7'..- 72.- Teiuescr - Bauat . . „ 5 „ 71.— 71.50 Ernattcu uud Slavonien „ 5 „ 71.50 72.50 Galizicn .... „ 5 „ 65.— 65».50 Siebcubilrgcn . . . „ 5 „ <>4.7ü 65.25 Bufoviua .... „ 5 „ !)5.i>0 >Ü6,— Uug. m. d. V.-E. 1867 „ 5 „ 68.50 68,75 Tcni.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 67.5" <;8.- Actien lpr. Stiitl). Natioualbanl (ohn? Dividende) 6ft4.— 685.— K.Ferd.-N°rdb.;u 1000fl. Ü.M. 17<»5.- 1708 — Kredit-Anstalt zn 200 fl. 0. W, 1.'<2.70 182.^0 N.ü. Lscom.-Ges.zi'500fl.ü.N. 614.- 61 tt.— S..E.-G.zu200si.TM,o.50s)Fr. ^4290 243,-- H°is. Elis. Bahn zu 200 fl. CM. 138.— 1^8.50 Sttd,-nordd,Ptr.-N.200„ « 128.25 128.50 SUd,St.-,l..Utn,u.z.-i.. 24.— 24.50 Lsterhazy „ 40 „ EM. 106.— —.— Salm „ 40 ,. „ . «0.50 31.50 P°llssy .. 40 ,. „ . 23.- 23.50 (Äcld Wal-^' Hraulfurta.M l00 fl. dctto 101.70 K'^ Hamburg, silr 100 Mar! Vanlo 89 90 !^'^, London filr 10 Pf. Slerliua . 122,- 1^.^. Paris f,!r NX» Franks . . . 48.4« 4^ (5ours der Geldsorten Geld Waan K. Muuz-Ducattn 5 fl. 80 lr. 5 ft.^! ^ Nllpolcünad'or . . 9 .. 75 .. 9 .. vatnotiruug: 87.50 Geld, 8d Waa«-