Nl. 294. Dienstag, 22. December 1896. Jahrgang 115. fl»nn«trat,°n«pltls: M!t P u slvers <- nd uny: ganzjahrig fi, «b. halbjäkrio fi, 7 Ü0. Im ^ ° °> p t ° < r: ^ D!« .L°ib M« » erschewt tä„ ch. mmmen, Manuliripte nicht zuril, Durch freiwilliges Aufgeben des Aufenthalls in "" ^meinde wird die begonnene zehnjährige Auf-2, Mksnst unterbrochen. Als eine Unterbrechung des Mnthalts wird jedoch eine freiwillige Entfernung M angesehen, wenn aus den Umständen nnter Elchen sie erfolgt, die Absicht erhellt, den Aufenthalt "^behalten. 5 . Die in einer Gemeinde begonnene Erfitzung des Outrechts wird durch eine lediglich infolge der Füllung der geschlichen Wehrpflicht bedingte Ab° "«eit weder gehemmt noch unterbrochen. Dagegen, r"?l während der Dauer einer anderwcltlgm un-3"villigen Abwesenheit der Laus der zehnjährigen z. . Der Bewerber darf fcrner während der festgesetzten ^fenthaltsfrist der öffentlichen Almenversorgung mcht anheimfallen. Die Befreiung vom Schulgelde hinsichtlich der eine Schule besuchenden Kinder, sowie der Genujs eines Stipendiums, endlich eine nur vorübergehend gewährte Unterstützung sind nicht als Acle der Armenversorgung anzusehen. § 3. Zur Geltendmachung des in Gemäßheit des ^ 2 dieses Gesetzes erworbenen Anspruchs auf die ausdrückliche Aufnahme in den Heimatoerband sind nicht bloß der Auspruchi berechtigte selbst, beziehungsweise seine Nachfolger im Hcimatrechte. das heißt jene Personen, welche gemäß der Bestimmungen der 88 6, 7. 11. 12 und 13 des Gesetzes vom 3. December 1863. R. G. Vl. Nr. 105, ihr Heimatrecht von jenem des Anspruchs« berechtigten ableiten, sondern auch die bisherige Heimatgemeinde, und falls es sich um einen Heimatlosen handelt, jene Gemeinde berechtigt, welcher der Heimatlose auf Grund der Bestimmungen des III. Abschnitts des Heimatgesetzls zugewesen worden ist. Eine jede Gemeinde ist verpflichtet, von der auf Grund des § 1 oder 2 erfolgten Aufnahme einer Person in den Heimatverband die bisherige Heimatgemeinde zu verständigen. 8 4. Hat ein österreichischer Staatsbürger seinen Aufenthalt in der Gemeinde, in welcher er gemäß H 2 dieses Gesetzes den Anspruch auf Aufnahme in den Heimatvcrband derselben erworben hat, aufgegeben oder das Gebiet der Gemeinde unfreiwillig verlassen, so kann dieser Anspruch von dem Berechtigten selbst oder seinem Nachfolger im Heimatrechte nur binnen zwei Jahren, von dessen Heimatgemeinde daa/gen binnen fünf Jahren nach dem Aufhören des Aufenthalts in der Gemeinde! geltend gemacht werden. l Die in Gemäßheit der 8s 2, 3 und 5 einzubrin» genden Gesuche zur Gellendmachung deS Anspruchs auf ausdrückliche Aufnahme in den Heimatverband sind als gebürenfrei zu behandeln. 8 5. Ausländer und Personen, deren Staatsbürgerschaft nicht nachweisbar ist, erlangen unter den im § 2 festgesetzten Bedingungen den Anspruch auf Zusicherung der Aufnahme in den Heimatverband einer österreichischen Gemeinde; die Aufnahme wird jedoch erst dann wirksam, wenn die Betreffenden das österreichische Staatsbürgerrecht erlangt haben. 8 6. Wenn die Aufenthallsgemeinde es unterlässt, über den geltend gemachten Anspruch auf die Aufnahme in den Heimatverband (§8 2, 3 und 4), beziehungsweise die Zusicherung desselben (8 5) innerhalb einer Frist von sechs Monaten, von der Ein- bringung des Anspruchsgesuchs an gerechnet, zu ent-scheiden, fällt die Entscheidung der vorgesetzten poli-tischen Behörde zu. Dieselbe Behörde entscheidet im Falle der Berufung, wmn die Aufnahme in den Heimatoerband, beziehunas-weise die Zusicherung derselben in den Fällen oer HH 2 bis 4, beziehungsweise 5. von der Aufenthlllts-gemeinde verweigert wurde. 8 7. Außer den in den §8 2 bis 4, beziehungsweise 5, bezeichneten Fällen entscheidet über Ansuchen um ausdrückliche Aufnahme in den Heimatverband mit Ausschluss jeder Berufung die Gemeinde. 8 8. Die Aufnahme in den heimatverband darf wedrr auf eine bestimmte Zeit beschränkt, noch unter einer den gesetzlichen Folgen des Heimatrechts ab» träglichen Vcdingung ertheilt werden. Jede solche Beschränkung oder Bedingung ist nichtig und als nicht beigeseht zu betrachten. 8 9. Zur Einführung einer Gebür für die freiwillige Aufnahme in den Heimatverband, sowie zur Erhöhung solcher Gebüren ift ein Landesgesch erforderlich. Diese Gebüren haben in die Gemeindecasse ein-zuflifßen. Für die Aufnahme in den Heimatverband, welche auf Grund der Bestimmungen der U 2 bis 4 dieses Gesetzes erfolgt, darf eine Gebür nicht erhoben werden. 8 10. Definitiv angestellte Hof-, Staats-, Landes., Gemeinde-, Bezirkivertretungs- und öffentliche Fonds-Beamte und Diener, Geistliche und öffentliche Lehr-Personen, endlich die k. l. Notare erlangen mit dem Antritte ihres Amtes das Heimatrecht in der Gemeinde, in welcher denselben ihr ständiger Amtssitz angewiesen wurde. Artikel ll. ! Dieses Gesetz tritt mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit. Der Beginn des Laufes der im Artikel I, 8 2 festgesetzten Fristen wird auf den 1. Jänner 1891 festgesetzt. Artikel III. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist Mein Mi» nister des Innern beauftragt. Wien am 5. December 1896. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Feuilleton. Musilnlischc Strcislichter. in. 5 Wir haben früher erwähnt, wie glücklich es dem Mponisten gelungen ist. die Aufmerksamkeit des Zu-z.""s bis zum Schlüsse wach zu erhalten; auch der .Ausbau der Scenen sowie die Verarbeitung der Conflicte 5? Schlussact ist recht geschickt. Die lebensprühendste , ummer der Oper bildet das Schnitterfrst zn Begmn m «ritten Actes. Eine der Wirklichkeit abgelauschte UWcene entfaltet sich in anziehenden Bildern. Dem /"'"gen Schnittsrchure folgen im Wechstlgesang anbinde Volkslieder, deren unmuthiger, frischer Ton den »rer entzückt. Die Scene schließt mit einem vom ,.^re gesungenen feurigen Nationalliede, dem ein Volks« solcher Tanz mit rauschender Orchestervegleitung fiil. ^ Wirkung dieser Scene war bei den Auf-lZungen nicht zu überbieten und cs ereignete sich der New sZ^ll' dass über stürmischen Beifall der ganze '"Me Chor wiederholt erscheinen musste, zeick ausgezeichnet Foerster das Humoristische ten I'."' brweiöt auch das folgende komische Mä"Ner-^", das von großem Heiterkeitserfolge begleitet war. Tt, !^ "°ll das Orchester das Foppen durch keck? l ils^ °"s' die in der Blech- und Holzharmonie teF ' V°n schöner musikalischer Empfindung und <^°n interessanten musikalischen Details, natürlich «us l Situation fließend, wenn auch etwas zu weit ^^Wonnen, ist das große Duett zwischen Mutter " Tochter; Melodie und Orchester, in dem die Hörner eine hübsche Rolle spielen, gehen frei nebeneinander. Nach einer schönen Arie des Franz kommt das französische Ehepaar mit allen andern Betheiligten zusammen und es entwickelt sich eine Gerichtsscene heiterster Laune. Die Anklage des Verwalters geht in lustigem Menuettschritt, mit' dem Gesang contrapunktlich des Fagott einher. Das Endresultat der ganzen Hochnoth-peinlichen humorvollen Verhandlung besteht darin, dass der Franzose als eine Art Mädchenhändler ausgewiesen werden soll. Mit vollem Recht wirft der weichherzige Franzose in einer schänemvfundenen Scene der «Nachtigall» und ! ihrer Mutter schwarzen Undank vor. In einem geist« voll harmonisierten Vocal»Octrtt kommt Wr Conflict, der alle bewegt, zum Ausdrucke. Es kommen nun einige liebenswürdige und warmherzige Einezlnheiten, die auf die befriedigende Lösung des Widerstreits vorbereiten, so ein canonisch gehaltenes Terzett, ein frischer Zwie-gesang zwischen Wirt und Franz. Ein Trinklied, das Franz zur Versöhnung anstimmt und dessen Refrain der gemischte Chor auflnimmt, regt durch seinen feurigen Schwung an und verkündet fröhlich das Ende des Missverständnisses. Ein reizvolles musikalisches Stimmungsbild ist das «Ave Maria», das in sinnige Weise das Werk als Perle der Partitur krönt. In großen Zügen haben wir den Versuch unternommen, ein ungefähres Bild der Oper zu entwerfen. Allerdings zeigt sich ein solches Bild naturgemäß in sehr verschwommenen Umrissen, und manche Einzelnheit, in der sich Foerster als feiner, musikalischer Charakter-maler erweist, konnte hier nicht deutlich genug zur Geltung kommen. In Bezug auf melodische Empfindung nach der rhythmischen und chromischen Seite hin, bei dem lebhaften Tonfarbensinn und der Beherrschung des Satzes haben wir es mit einem Werke zu thun, daS hohe Beachtung verdient, unb sicherlich auch seinen Weg über andere Bühnen mit großem Erfolge machen wird. Jedenfalls hält die Oper vor einer fachmännifchen, unbefangenen ästhetischen Analyse Stich und zweifellos ist sie das beste und bedeutendste Werk. das bisher von heimischen Componisten geschaffen wurde. Dem aufstrebenden Concertwesen unserer Stadt haben wir von Fall zu Fall eingehende Besprechungen gewidmet Eines vermissen wir jedoch seit zwei Jahren, auswärtige Künstler von Ruf. Seinerzeit war Laibach eine gastfreundliche Stätte, die gerne und häufig von Kunstgrößen aufgesucht wurde, und auch das Publicum ließ es an Entgegenkommen nicht fehl-n und hieß freudig die fremden Gäste willkommen. Der Stillstand, der in den Darbietungen von Concerten fahrender Künstler eingetreten, war durch di- Verhältnisse bedingt und erklärlich. Hoffentlich wird der Stillstand nicht Jahre danern. und wir sprechen im Sinne drs Publicums den Wunsch aus, es mögen sich wieder Unternehmer für die Vermittelung von musikalischen Gastvorstellungen finden ; an Zuspruch seitens der Kunstfreunde wird's gewiss nicht fehlen. Sonderbar muss es aber auf jeden Fall den Kenner unserer Musik» Verhältnisse berühren, wenn in benachbarten kleineren Städten, die bei weitem nicht auf der Höhe der künft. lerischen Entwickelung stehen, hervorragende Musilgrdhe.1 concertieren, ohne auch nur den Versuch zu wagen, Laibach mit ihrer Gegenwart zu beehren. ,1. Laibacher Zeitung Nr. 294. 2530 22. December 1896. Nichtamtlicher Theil. Aus dem Abgeordnetenhause. Ueber die Arbeitsleistung des Abgeordnetenhauses im gegenwärtigen Sessionsabschnitte veröffentlicht die «Neue Freie Presse» eine Zusammenstellung, der wir Folgendes entnehmen: Regierungsvorlagen: «Meeraugen»«Frage. Recrutengesetz, Budget, Convertierung der Investitionsschulden und Ausgabe einer Investitionsrente, Unterstützungen für Nothstand, Heimatsgesetz, Veräußerung der Wiener Kasernengründe. Bestellung von Bezirks« Ober-Commissären bei den Bezirkshauptmannschaften, Abänderung der Reichsraths-Wahlordnung, Gerichts-Organisation, Steuerbefreiung für die Wiener Kasernen« gründe, Gebürenbegünftigungen für Anlehen des Königreichs Böhmen, unbehobene Beträge aus Verlosungen von Wertpapieren, Baurechnung der Linie Schrambach-Kernhof, Gewerbenovelle, Gebürenbefreiung für Nssanierungsbauten in Königgrätz, Pariser Welt« ausstellungscredit, Credit für den Anlauf eines Aich-amtsgebüudes in Brunn, Gebürenbegünstigung für Assanierungsbauten in Graz, Beamtengehalts»Regulie' rung, Regelung der Stellung der Assistenten an den Hochschulen, Notariatsprüfung in Dalmatien, Czurto« rysli'sches Fideicommiss, Börsensteuer, Veräußerung zweier Kasernen in Prag, Bau der Eisenbahn Stry-Chodorow, Budget'Provisorium, Versorgungsgenüsse der Gendarmerie, Verbilligung von Viehsalz. Dringlichleitsanträge: Betreffend die nationalen Verhältnisse in Böhmen (Pergelt und Herold), Schuh der Immunität (Pacal), Reform der Gewerbe«Ordnung (Kaltenegger und Vrzeznovsky), Schutz der politischen Rechte der galizischen Bevölkerung (Lewalowsli), Staatsbeitrag für die Tisenstrahe (Erb), Uebernahme der Kärntner Eisenwerke durch den Staat (Dobernig), Einberufung der Landtage zur Berathung über directe Wahlen in den Landgemeinden (Hauck), Nachlass der Beiträge bei Witmenpensionen (Schle» singer), Berechtigung der Vorschussvereine, auch von Nichtmitgliedern Spareinlagen anzunehmen (Austersic), Gewährleistung des Coalitionsrechts für Eisenbahnbedienstete (Pernerstorfer), Sprachenfrage bei den Staats« und Landesbehürden in Böhmen (Pacak), Gesetz zum Schuhe der Wahlfreiheit (Vareuther). Einlösung der Nordwestbahn (Kaizl), Gebüren-Nequivalent für Fideicommisse (Vaschaty). Kündigung des Zoll- und Handelsbündnisses mit Ungarn (Patlai), Aeußerungen des Vezirlshauptmanns Schaffgotsch in Feldkiich (Nitsche), strafrechtliche Bestimmungen zum Schuhe des Versammlungsrechts (Kronawetter), Aufhebung des Zeitungsstempels und Zulassung der Colportage (Ruß), Bekämpfung der Typhus - Epidemie in Pola (Laginja). Anträge: Beschränkung des Terminhandels (Parish), Verhütung von Unglücksfällen in den Alpen (Roser), Eröffnung der Debatte über die Interpellations-Beantwortung, betreffend die Begrüßung des Salz« burger Katholikentags (Kuenburg), Pensionsoerhältnisfe der Bergarbeiter (Pacak), Crlassung eines Kunstwein-Gesetzes (Rigler), Grundzüge für die Gesetzgebung für Feuerversicherung (Wurmbrand), Gebarungsüberschüsse der Waisencassen (Rigl«r), Steuerbefreiung für Assa- nierungsbauten in Trieft (Burgstaller), Regelung des Depositenwesens (Pacal). Politische Uebersicht. Laibach, 21. December. ImHandels-Ministerium ist der «Reichs-wehr» zufolge eine neue Geschäftseintheilung festgesetzt worden, welche mit dem 1. Jänner in Wirksamkeit 'treten soll. Nach dieser wird dieses Ministerium aus drei Sectionen bestehen. Die erste Section, für Gewerbewesen, Inlandshandel und Seeschiffahrt, an deren ! Spitze Sectionschef Freiherr v. Weia/lsperg steht, um ' fasst die Departements für Patentwesen, Marken« und Musterschutz, Gewetbewesen, Seeschiffahrt, Gewerbliches, ! Ausstellungswksen und Statistik; die zweite Section für handelspolitische Agenden, Zoll- und Binnenschiff-^ fahrts-Angelegenheiten, an deren Spitze Mmisterialrath , Dr. Stibral steht, umfasst als wichtiges Departement jenes für Binnenschiffahrt und öffentliche Lagerhäuser sowie das Departement für die Angelegenheiten des internationalen Handels, der Zollgesetzgebung und der Handelsverträge, das Cartellwesen und Eisenbahn-An-^ gelegenheiten. Die dritte Section endlich für Post- und Telegraphen «Angelegenheiten, welche von dem Sections« chef und Generaldirector Dr. Neubauer geleitet wird, umfasst die Departements für die Post- und Tele-graphen-Angelegenheiten sowie das Rechtsdepartement. Das «Fremdenblatt» schreibt: Es wird uns bestätigt, dass für mehrere Landtage das Präsidium bereits ernannt worden ist. Es wurden ernannt für Niederöfterreich Josef Freiherr von Gudenus zum Landmarschall, Bürgermeister Strobach zum Stellvertreter ; für Steiermark Gundaker Graf Wurmbrand, zu dessen Stellvertreter Dr. Sernec; für Mähren Graf Vetter von der Lilie, zu defsen Stellvertreter Abt Korcian; für Schlesien Graf Larisch, dessen Stellver« treter Cardinal Fürstbischof Dr. Kopp. — In dem an Se. Excellenz den Grafen Wurmbrand gerichteten Allerhöchsten Handschreiben findet dessen frühere Wirk« samkeit als Landeshauptmann die besondere kaiserliche Anerkennung. Das Abgeordnetenhaus des ungarischen Reichstags setzte am 19. d. M. die Adressdebatte fort. Die nächste Sitzung findet heute statt. Der Finanz« ausschuss des Abgeordnetenhauses setzte die Berathung des Voranschlags für das Jahr 1897 fort und nahm den Voranschlag des Finanzministeriums unverändert an. Sodann wurden die Gesetzentwürfe, betreffend den Verkauf billigeren Viehsalzes und betreffend einen Nach» tragscredit zu den gemeinsamen Ausgaben der Jahre 1895 und 1896, unverändert angenommen. Die neunte Gerichtscommission des Abgeordnetenhauses verkündete am 19. d. M. das Urtheil in Angelegenheit der Petition gegen das Iaszbere'nyer Mandat des Grafen Appouyi. Demzufolge wurde die Wahl für endgiltig verisiciert erklärt. Die Commissson verificierte weiter die im Wege einer Petition angegriffene Wahl des Anton Tibad. Der kroatische Landtag nahm nach leb« hafter Debatte, an welcher sich Mitglieder aller Parteien und von Seite der Regierung der Vanus und Sectionsrath Mallin betheiligten, das Gesetz, betreffend den Ankauf des Gutes Bozjalovina mit allen gegen 5 Stimmen als Grundlage der Specialdebatte an. Das Gesetz wurde sodann auch in den Details ohne Debatte genehmigt. Nächste Sitzung heute. Der deutsche Reichstag hat bekanntlichMN mit 17. d. M. seine Weihnachtsferien angetreten uno sich bis 12. Jänner 1897 vertagt. Nach den Fenen wird seine Hauptarbeit beginnen; von größeren Mt« würfen liegt dem Reichstage zunächst die Novelle zu den Unfallversicherungs'Gtsehen vor. Nachdem Preußen, Bai ern und die anderen Nundesstaaten dieConvertierung der 4procentlgen Consols beschlossen haben, sagt die «Norddeutsche allgemeine Zeitung», dass es zu erwarten sei, der ReM' tag werde sich nach der Weihnachtspause mit der «or' läge beschäftigen, welche eine gleiche Maßnahme für t»e Reichsanleihe vorsieht. — Staatbsecretär Freiherr vo' Marschall erschien am 19. d. M. zum erstenmale nach seiner Erkrankung wieder in seinem Bureau im aus' wärtigen Amte. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugeh^ den Meldung verlautet daselbst, dass der Vatican nm einigen europäischen Cabinetten in Fühlung getreten je«, um sich im Hinblick auf mögliche Zwischenfälle lw Orient für einen wirksamen Schutz der dorM" Christen zu verwenden. ,, In der französische n Kammer bean» mn 19. d. M. Dejeante (Socialist) eine Motion, wM die Regierung auffordert, eine internationale Consew' der Mächte behufs allgemeiner Abrüstung einzuberul'' und verlangt die Dringlichkeit hiefür. MinisterprMe" MMne sprach gegen die Dringlichkeit, welche abge ^ wird. In fortgesetzter Budgetdebatte wurden sA!"!U. Capitel des Kriegsbudgets angenommen. — ^i"'?eil Präsident Miline verlas ein Decret, welches " Schluss der Session auespricht. Die Sitzung «M hierauf aufgehoben. Die socialistischen Deputierten "^ ! teten an die Landwirte Frankreichs ein Circular, welchem sie dieselben auffordern, mit Rücksicht aus in der Kammer demnächst stattfindende Debatte « die landwirtschaftliche Krise ein die Forderungen Landwirte umfassendes Programm einzusenden. . § Wie die Agence Balcanique meldet, benety " bulgarische Sob r a nje in seiner vorgel"'^ Sitzung den Adressentwurf zur Beantwortung « Thronrede. Die Oppositions-Redner polemisierten > ausschließlich gegen die Stelle der Thronrede, H ^ von der Freiheit der Wahlen spricht. Mehrere ^"^ der Majorität, darunter Geschow und AbrasM^ kämpften an der Hand officieller Berichte "^5 ^, hauptungen der Opposition. Nach der mit M'I^Mlit genommenen Rede Nbraschews ergriff MinisterPl^^l Stoi low das Wort und wies energisch A ^ede der Opposition gegen den Inhalt der ^M hite zurück. Der Ministerpräsident führt die S^Hn absolute Pressfreiheit als Bedingung für freie ^?^ an und hebt hervor, dass die Öppositionspresse ^. Lage war, für die Wahlen zu wirken. Ueberdle» § statiert Redner die außerordentliche Betheiligung H ^ der Wähler, wie sie nie zuvor stattfand. Tt)"Nhlell es, dass gegen mehr als vierzig verificierte .^. nicht ein einziger Protest erfolgt sei. Der ^" ^ss Präsident erklärt den jetzigen Wahlerfolg da"" ^.^-die Regierung einen großen Theil ihres ^, Programms erfüllt habe. Die Regierung wen^^ Unerbittlich Oericht. Roman von K. Klinck. (67. Fortsetzung.) Was für Heinz von Hohenlandau ausreichend »ar, Herbert Grüner mit einem schweren Verdachte zu belasten, würde einer Behörde gewiss nicht als An-haltspunlt dienen können, nach irgend einer Seite hin Nachforschungen anzustellen. So zog er es vor, seinen Weg fortzusetzen, ohne dass es ihm indessen gelang, den Aufruhr seiner Ge-danken zu beschwichtigen. Sie wirkten weiter an einem Gewebe, das in seiner Vollendung dem Zuschauer ein grauenvolles Bild entrollen würde, und er fasste den Entschluss, alles zu versuchen, um die Ueberzeugung zu gewinnen, dass Vorurtheil und Phantasie ihn irregeleitet, damit er selbst zur Ruhe gelange. Inzwischen halte Herbert Grüner den Bruder in sein Arbeitszimmer geführt. Er war vor Schrecken gleichsam wie erstarrt. Nachdem so lange Zeit vergangen, ohne dass der gefürchtete Besuch bei ihm sich eingestellt, hatte er sich der Hoffnung hinzugeben begonnen, dass es doch vielleicht nicht Julius sei, der ihn aufgesucht. Tausend Gründe waren ihm behilflich gewesen, diese Hoffnung zu stützen, und die plötzliche Vernichtung derselben schmetterte ihn vollends zu Boden. Noch immer stand er. den Bruder finsteren Blickes betrachtend, während dieser ihn mit einem spöttischen Lächeln von oben bis unten maß. Gröhrre Gegensähe, als an diesen beiden Menschen sich bemerkbar machten, ließen sich kaum denken. Selbst o« »leich« Körperläng« änderte daran nichts. Herbert Grüner machte den Eindruck eines vornehmen Mannes, der Bruder in seiner gegenwärtigen Kleidung den eines Vagabunden. War der erstere eine männliche Erscheinung von kräftiger Gestalt, so erschien Julius schmächtig; der leicht vorgebeugte Kopf ließ Kinn und Nase auffallend spitz erscheinen und in dem ganzen Gesichtsausdruck lag etwas Raubvogelartiges. Neben dem Spott, der in seinen Zügen sich bemerkbar machte, sah Herbert Grüner auch das Bemühen, eine große Unruhe zu verbergen. «Du hast es gewagt, thatsächlich gewagt, noch einmal den europäischen Boden zu betreten?» kam es endlich unsicher über Herbert Gruners Lippen. «Warum nicht? Welche Gründe könnte« mich zwingen, demselben fern zu bleiben?» lautete die Hühnende Entgegnung. «Was willst du von mir?» «Eine Frage, die du dir selbst beantworten kannst. Ich brauche Geld!» «Natürlich! Wieviel brauchst du?» Cr nannte eine bedeutende Summe. «Was willst du damit?» «Wechsel decken.» «Natürlich falsche Wechsel?. «Du bist sehr freundlich, mir eine Auseinandersetzung zu erleichtern.» Herbert Grüner durchkreuzte mit knappen, kurzen Schritten das Gemach. Einen flüchtigen Augenblick regte sich in ihm der Gedanke, den Bruder seines Weges gehen zu heißen und ihn an die Schwester zu verweisen. Dann trat die Erinnerung an die Unterredung, welche er mit Lora Hartner gehabt, ihm vor die Seele, und — er schwieg. «Wann kamst du nach Europa?» «Vor drei Monaten.» «Ah! Und seitdem?» «Ich war in Belgien.» «Was triebst du dort?» «^ M «Es dürfte dich wenig interessieren. ^ Europa wieder verlassen.» «Um nach Newyorl zurückzukehren?» . sltt «Was soll ich dort? Mit Harkort ist es " ^ allemal vorbei, Hermme hat nicht viel gerettet. ^? mich etwa mit der tollen Irene in Verbindung >.^ Ich habe Aussicht, mich in Australien an emem u^A bringenden Unternehmen zu betheiligen. Dazu ich Geld.» ^ ..^r st'" Und wieder durchkreuzte Herbert Grunr Gemach mit ruhelosen Schritten. hgss et Ihm wurde es in diesem Augenblicke llar, ^ sich in der Stunde der Noth auf dle Y'lf ^ Bruders verlassen musste, dessen Entfernung ° gb- dringend wü»schte. und so zwang er stcy, ' ^ vor neigung zu verbergen. Nach einer Welle v"«- Julius stehen. «Haft du einen P^ss?» fragte er. «Natürlich.» , ^«d?» « «Einen Pass, auf deinen Namen laut n«, A„ft-«Allerdings, aber auch noch emen zwe»« ' weilen lebe ich als Inhaber des letzteren^ ^ ^cy «Bis zu dem Augenblick, in welchem Australien abreisen wirst?» «So dachte ich.» „.Mllen, """ «Aber deine Kleidung? Es muss ausl"" du in diesem Aufzuge zu mir kommst.» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 294. _______________________________2531_________________________________________2^ December 1896. geachtet der Angriffe der Opposition, auf dieser Bahn «harren, indem sie sich das Wohl Bulgariens vor ««gen hält. Die Kammer nahm sodann den Ndress« entlvuif mit großer Majorität an. . Aus Constantinopel wird gemeldet: Be-Mich der Verhandlungen der Botschafter wurde die Geheimhaltung ihres Verlaufs vereinbart. Alle Meldungen über den Umfang und die Einzelheiten der Vorschläge sind verfrüht. — Der deutsche Dampfer 'Samos. brachte aus Griechenland 120 Armenier. Die Pforte verbot die Ausschiffung. Der Dampfer Mg nach Warna ab. Aus Newyork meldet man: Das Vorgehen des Tenatsausschusses für die auswärtigen Angelegenheiten in der cubanischen Angelegenheit rief ^ der Fondsbörse eine gewisse Panil hervor und vttllnlasste schwere Verluste in verschiedenen Werten. ^ Die «Times» melden aus Newyorl: Die Gouver-llkure vieler Staaten hätten in Telegrammen an die "etvyorker Morgenlbätter ihre Bereitwilligkeit aus« Ablochen, Cuba anzuerkennen und Freiwillige zum «ampfe gegen Spanien aufzubieten. Dieses Zeichen herrschender Erregung machte sich besonders im Westen ««Merkbar. — Staatssecretär Olney erklärte in einem Interview, die Resolution Cameron würde, felbst wenn An beiden Kammern angenommen, leinen legislativen ^ert haben und nur der Ausdruck der Meinung des Kongresses sein. DaS Recht, die sogenannte Republik ^uba als unabhängigen Staat anzuerkennen, stehe Ausschließlich der Executive zu. Daher werde die ^"solution, wenn sie angenommen würde, die Haltung ber Regierung gegenüber beiden feindlichen Parteien ^us Cuba nicht ändern. Der Erklärung des Staats-Aretärs wird hier große Bedeutung beigemessen, -"tan erwartet einen Conflict zwischen der legislativen und executive« Gewalt, falls die Resolution angenommen würde. Tagesneuigleiten. — (Neujahrs-Vratulationen.) Die Neu« lahrs.Gratulationen für Ihre l. und l. Majestäten werden Donnerstag, den 31. December d. I., von 8 bis W Uhr abend« in der Hofburg zu Wien gemeinsam burch Ge. Durchlaucht den Herrn Ersten Obersthosmeister llVlL. Prinzen zu Liechtenstein und durch Ihre Excellenz d!e Palastdame Ihrer Majestät Frau Marie Gräfin ^ziraly, geborenen Gräfin Esterhazy, entgegengenommen Melden. Die Zufahrt findet bei der Votschasterstiege statt. ^ — (Ausstellung ln Wien.) Für die ln ^ im Jahre 1898 zu veranstaltende Ausstellung hat l, ^«lerbauminifterium angemeldet, das« e» unbeschadet !""" VMwirlung an der landwirtschaftlichen Ausstellung, ^ °n der Gruppe b «lt einer vollständigen Collection ?" im Velrlebe des Ministeriums erzeugten berg. und hüttenmännischen Producte bethelllgen wird. -- (Südpol-Expedition.) Julius Payer. ^" bei der geplanten österreichisch.ungarischen Südpol-Spedition eine leitende Stelle zugedacht war. berichtet in ^l «Neuen freien Presse», dass nächsten Sommer von Melbourne au» eine Vorexpedition entsendet wird. Die-'"be überwintert im Victoria-Land zu Vorstudien, von °«en Ergebnis die große Expedition abhängt, a, ^(Die Gruben! ata strop he in Reschitza.) ^°n Stunde zu Stunde erhöht sich die Zahl der Opser ^" Explosion. Bis jetzt wurden 42 todte und 19 schwer, vttwunbete Arbeiter geborgen; 26 Bergleute werden noch ^lnisst. man ums« leider auch diese sür verloren geben, ^le Flammen griffen so rapid um fich. dass die Lust-Faschine und die Signalapparate im Nu zerstört wurden. Betriebsleiter Lercher dran« mit den Ingenieuren Vleber ""/> Kulul todesmuthig in die liele, um Rötung zu fingen. Veim Schachte spielen sich furchtbare Scenen des ^mmers ab. Die Entstehung der Katastrophe ist noch "Hl bekannt, m -^ (Die Betheiligung Ungarn« an der -"'riser Weltausstellung.) Am 19. b. M. fand unter dem Vorsitze des Handelsministers Freiherrn von Daniel in Angelegenheit der Betheiligung Ungarns an °" Pariser Weltausstellung eine Tonferenz statt, an '«lcher zahlreiche Vertreter des Handels, der Industrie "nd aller culturellen Gebiete theilnahmen. Der Handels- "'nifter theilte mit, dass sür die wichtige Stelle eines ""gierungscommissärs der geheime Rail) Vela v. Lulac« ^°nnen wurde. Das Ergebnis der Discussion war. dass le Tonferenz einmüthlg die Betheiligung Ungarns an der ^rlser Weltausstellung billigte. Der Handelsminister gab " Ueberzeugung Ausdruck, dass sowohl die Landwirte «auch die Industriellen lein Opfer scheuen werden, "N"t Ungarn bei der Ausstellung würdig vertreten sei. 2-, — (Ein räthselhafter Vorfall.) Aus "«st wird gemeldet: Die bisherigen Erhebungen haben "Nelhan, das« die Annahme, der Tod der vier Fischer °n Santa Eroce sei aus einen Rache.Nct der Chioggioten Zurückzuführen, geringe Wahrscheinlichkeit habe, und man »u< , "un an einen Unglückssall. Die Anordnung, der '">°Ige die chioggiollschen Fischer zur Verfügung der Ve» ""den in Trieft verbleiben musllen, wurde bereit« aus- — (Negus Menelik) lässt bei dem russischen Maler Poljaloff ein Gemälde anfertigen, das über ein und einen halben Meter lang und eben so breit ist und «Die Schlacht von Ndua» darstellt. E« soll die Legende versinnbildlichen, der heilige Georg habe den Abessynlern zum Siege verholfen. Da« Bild zeigt die auseinander» gesprengten Carre's der Italiener; an der Spitze der aus sie eindringenden Abessynier erblickt man den «Sieg» bringer Georg.. Das Vllb ist sür den Palast des Negus bestimmt. — (Typhus.) In Flume wurden fünf Matrosen des Kriegsschiff« «Pelikan», welche an Typhus erkrankt waren, ins Spital gebracht. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Kleinbahn in Laibach.) Wie uns mitgetheilt wird, hat da« k. l. Glsenbahnministerium die der lrainischen Baugesellschast auf sechs Monate ertheilte Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine Kleinbahn von der hiesigen Südbahnstation durch da« Stadtgebiet zu den Vororten Unterschischla. Waitsch und Hühnerdors aus weitere sechs Monate verlängert. —0. — (Localbahn Üaibach-Oberlaibach.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge find die D:tail» plane für die genannte Localbahn bereits fertiggestellt und harren derzeit der höheren Begutachtung. U. — (Weihnachtsferien.) Einer uns zugehen» den Mittheilung zufolge hat die Anordnung de« l. l. Ministerium» für Eultu« und Unterricht, betreffend die ausnahmsweise verlängerte Dauer der heurigen Weih» nachtsferien auch auf sämmtliche gewerbliche Lehranstalten und commercielle Tagesschulen Anwendung zu finden. —0. — (Das Mitwirken der Schuljugend bei Theatervorstellungen) ist laut eines dies» fall« vom l. l. Landesschulrathe ergangen«« Erlasses streng untersagt. x. — (Sitzung de« Laibacher Gemeinberath».) Die Lagesorbnung der heute um b Uhr abends im städtischen Ralhssaale stattfindenden Vemeinberath«-Sitzung lautet: 1.) Bericht des Präsidium«. 2) Verlesung und Vetificierung des Protokoll« über die letzte Sitzung. 3.) Berichte der Personal- und Rechtssectlon: u) über die Wahl dreier Mitglieder in den Nusschuss zur Beaufsichtigung des Bürgerfonbs; d) über Zusammenstellung einer Commission sür das Strafverfahren gegen Magistrats-beamte und Diener; «) über die Zuschrift der l. l. Landesregierung, betreffend die Vrenzumänberung zwischen der Ortsgemeinbe Moste und der Stadt Laibach; ä) über da« Gesuch de« städtischen Gärtner« u« Ueberlassung eine« Theile« der Heumahd i« Tlvoliparle. 4.) Verichte der Finanzsection: u,) über den städtischen Voranschlag pro 1897; d) über die Versicherung der städtischen Gebäude; 0) über die Ueberschceitung d?» genehmigten Credits bei einigen Posten des heurigen Voranschlags sür den städtischen Fond. 5.) Verichte der Vauseclion: ») über den vom hochwürdigsten Herrn Fürstbischof von Laibach geäußerten Wunsch inbelreff der Verlegung der projectierten Straße über den bischöflichen Meierhofgrund; d) über den Bau und die Canalifierung der verlängerten Nonnen» ftraß? zwischen der Triefterstraße und der Südbahnftrecke. 6) Verichte der Polizeisection: a) über die an die Süd-bahndirection geri.lete Eingabe der Laibacher Bewohner, betreffend die durch die Waggonverfchiebung an der Kreuzung der Wienerftraße verursachten Verkehrshindernisse; I)) über die Vermehrung der Beleuchtung an der Triester-straße; ch über den Antrag de» Bürgermeisters um Er» richtung von zwei Fiakerstandplähen in der Nähe der städtischen Infanterie«Kaserne; ä) betreffend die Unfall« Versicherung der städtischen Polizeiorgane; 6) über Benennung einiger Gassen und Straßen; l) über den Einspruch de» August Weber gegen die magiftratliche Entscheidung, betreffend das Versehen seines Hundes mit einem Maullorbe; ß) über die Form der neuen Gassen» und Straßentaseln. 7.) Verichte der Schulsection: ») über die Verleihung zweier Stiftungen für Gewerbefachschulen; d) über jene von zwei Kaiserftipendien an Realschüler. 8.) Verlcht der Finanzsection über den Antrag des Bürgermeister« um Gewährung von Remunerationen an einige Magistratsbeamte für außcramtliche Dienstleistungen. — (Die Handels» und Gewerbelam mer für Kr a in) hält heule um 2 Uhr nachmittags im Magistratssaale eine öffentliche Sitzung mit nachfolgender Tagesordnung: 1.) Voilage des Protokolls der letzten Sitzung; 2.) Mittheilungen des Präsidiums; 3.) Bericht über die Gewerberechte der Kupferschmiede und Spengler; 4.) Verleihung von Stipendien an Schüler der Korbflechl-Abtheilung an der l. l. Fachschule für Holzindustrie in Uaibach; b.) Bericht über die Gewerberechte der Lrder-melfter; 6,) Bericht über den Marltgebllrcntarlf der Ge-meinde Sagor a. b. Save; 7.) Verlcht über den Tarif der Brückenwage in Ratschllch; 8.) Verleihung von Iu« biläums'Stlftungen für erwerbsunfähige Gewerbetreibende; 9.) Bericht über die Statuten der Gewerbegenossenschaften in Neumarltl und Tschernembl; 10.) Bericht über das Gesuch der Gemeinde Glogowih um Bewilligung von Mitten; 11.) Belicht über den Tur« für Zeichenlehrer an der l. k. Etaats-Vewerbeschule ln Graz. —(Krainischer Lande«- Feuerwehr-Ver band.) Nm 26. d. M. um 2 Uhr nachmittag« findet im Eenlral-Depot der Laibacher freiwilligen Feuer» wehr eine Sitzung des Landesseuerwehr»Verbandsausschusses mit folgender Tagesordnung statt: Begrüßung durch den Obmann;.Verificierung de« Protokolls vom Verbands» tage; Besprechung über die Beschlüsse dls Verbandstags; Einlaufe und Gewährung von Unterstützungen; Bericht über den österreichischen Feuerwehrtag in Klagenfurt; Wahl des Obmann«, Stellvertreters, sassier« und Schrift-fiihrers; allfüllige Antrüge. — (Zur Gründung eine« Feuerwehr« Vereins aus demKarolinengrunde.) Wie verlautet, ist für die im Stadtpomörlum von Haibach liegenden Ortschaften de« Moorgrunds die Gründung einer frei-willigen Feuerwehr im Zuge. x. — (DasneueOarnisonsspitalgebüude.) Wie verlautet, sollen maßgebendenorts die Baugründe in Udmat, gegenüber dem neuen Landesspilal, sür bik Errichtung des neuen Varnlsonsspltal« in Ausficht genommen worden sein; die diesbezüglichen Verhandlungen dürsten demnächst beendet werden. x. — (Weihnachlsbetrachlung.) E« ist schon ganz recht, das« man sich über die gewaltigen Errungen» schaflen der modernen Lultuiperiode freut, sind fi« doch auf all den verschiedenen Gebieten, auf dem der Industrie, der Wissenschaft und der Kunst so imposant?, dass man blind und taub sein müsste, wollte «an fie nicht anerkennen. Aber dennoch kommt es eine« oft so vor — besonder« wenn man älter wird l — al« ob früher manches viel schöner, finniger und anheimelnder gewesen sei. Natürlich, die junge Welt, die nur da« heute kennt, und sich schon viel weiser dünkt al« die Aelteren, lächelt darüber und bedenkt gar nicht, das« auch sür fie einmal die Zeit kommt, da fie mit eine« gewissen Gesühle der Wehmuth auf die Vergangenheit zurückblicken und fich fragen wird: «war e« damal« nicht doch viel schvner?» Nun, «an braucht deshalb nicht gleich sentimental zu werden und die neue Zeit zu schmähen; hat doch jede Zeit ihre besonderen Reize und Vorzüge. Die Errungenschaften der modernen Cultur erstrecken fich jedoch nicht nur — wie wir neulich erwühnt — aus den Christbaumschmuck, Spielwaren und dergleichen, sondern auch auf die Verlheuerung aller Lebensmittel, deren Preise in der letzteren Zelt in einer Weise hinaus» geschraubt werben, das« der sorgsamen Hausfrau, die gerne etwas von ihrem Kostgelde zum Anlaufe von kleinen Ehristgeschenlen erübrigen möchte, Hören und Gehen vergeht. Und welche Feiertage stehen erst den Armen bei den gegenwärtigen Verhältnissen bevor! Nenn »an all da» Elend in seiner verschiedenen Art kundgab-, wie viele von den Wohlhabenderen würden sagen: «Ja, das habe ich gar nicht gewus«t. das» es so viel Armut gibt, unter Leuten von verhältnismäßig guter Bildung.» So mancher llagt über schlechte Zeiten, weil er fich einen Luxus ver-sagen «usste, den unsere Armen kaum de« Namen nach kennen, während Hunderte fich scheuen, di, Hände Hilfe-flehend auszustrecken! Wir »ollen oft Gesagtes nicht neuerlich wiederholen und fassen unseren Aufruf an die Mildherzigleit in dem schönen Nusspruche Wielanbs zusammen: «Ein jeder Mensch hat, um einen gerechten Anspruch aus Wohlwollen, Mitleiden und Hilfe von Seite eine« jeden anderen Menschen zu haben, leinen anderen Titel vonnöthen, al« das« er eben — ein Mensch ist!» * (Deutsches Theater.) Trotzdem die Weih-nachtszeit nicht allein ln Laibach, sondern auch anderswo stets beeinträchtigend auf den Besuch wirkt, fand fich zur , gestrigen Benefizvorftellung de» Herrn Fritz Müller ein > recht zahlreiches Publicum ein, das dem beliebten, viel» seillg begabten und pflichlgetreuen Künstler die dankbare Anerkennung in schmeichelhastefter Welse durch einen un-gemein ehrenden G«pfang, durch wiederholte lebhafte Hervorrufe und Widmung eine» schönen Lorbeerlranze» zum Ausdrucke brachte. Damit ward ein neuerlicher Beweis erbracht, das« unser Publicum fich weder an Zeit noch Verhältnisse lehrt, wenn es gilt, da» Verdienst zu ehren, und das« man auf seine Dankbarkeit unter allen Umständen rechnen lann. Uebrigens halten auch gestern die Theaterbesucher leine Ursache, ihre Nufmerlsamlelt zu bereuen, denn der Abend zählte zu den anregendsten der Spielzeit, die Wahl de« Stückes war die denkbar glück-lichfts, die Darstellung vortrefflich. Wir haben in kurzem Zwischenraum drei Schöpfungen der Firma Schönlhan« ttoppel-Gllseld kennen gelernt, nämlich: «Eomtesse Guckerl», «Die goldene Eva» und gestern «Renaissance». Da» letztere Stück beherrscht bekanntlich seit längerer gelt da» Berliner Theater, während der «golden«'« Eoa» da« Ge» schick weniger günstig war. Offcn grstanden. theilen auch wir die Anficht des Berliner Publicums—«Renaissance» sselangt erst in nächster Zelt in Wien zur Aufführung — und ziehen das ältere Vers» Lust spiel dem jüngeren ichwantartigen vor; wobei wir aber billigerweife dankbar der vergnügten Stunden gedenken, die uns letztere« eben» falls bereitet. Inwiefern da« Wiederaufleben von Kunst und Wissenschaft in dem gestern aufgeführten reizenden Stücke in Betracht kommt, wollen wir hier unerörtert lassen, da Wir annehmen, das« den Dichtern al« Grund» gedanle hauptsächlich die Wiederbelebung des Philiströsen durch die allmächtige Liebe vorschwebte. Die Knnft al» Laibacher Feitung Nr. 294. 2532_____________22. December 1896^ Lthtmeifter der Liebe, oder die Liebe als Lehlmeifter der Kunst im renaissanceverllilrten Albanergebirge, mit klingenden Versen, schallhasten Wendungen, geschicktem, scenischem Ausbaue hat uns in angenehmster Weise über manche verblüffende Nehnlichleit mit einem einst so gern gesehenen Stücke hinweggetäuscht, denn die Erinnerungen an «Wlldfeuer» werden in einigen Stellen ziemlich lebhaft in« Gedächtnis zurückgerufen. Eine weitere, eingehcndere Vesftrechung de« Reimspiel« Würe, wie wir bei ähnlichen Anlässen wiederholt betonten, eine undank-bare, weil zwecklose Aufgabe: Gerade die besten und erfolgreichsten Komödien verschwanden nach einmaliger Aufführung, ungeachtet unferer »armen Veurtheilung, vom Splelplane-; vielleicht erfährt die gestern mit so großem Beijall ausgenommene Lustspielneuheit doch eine «Renaissance». Die Hauptrolle im Stücke, einen halbwüchsigen, wilden aber gemüthswarmen Knaben, hatte Fräulein Vrauer inne. Die junge Dame bot eine ungemein packende Leistung und es ist nur zu bedauern, das« soviel schauspielerisches Temperament und darstellerische Vegabung in unrichtiger Weise zersplittert wurde. Wir haben das Talent von Fräulein Brauer von Anbeginn richtig beurtheilt; die frische Ungezwungenheit im ganzen Wesen, die lebhaften Vewegungen, das ausdrucksvolle Mienenspiel sowie das laute fast lnabenhafte Organ der jungen, hübschen Dame eignen sie vorzüglich sür bestimmte Rollen. Jedenfalls ist die Rolle des Villorino sür die Künstlerin wie geschaffen und Fräulein Brauer hat sich gestern im Sturme das Publicum erobert; man »ird sie daher künftighin auch in Vackfischrolleu hinnehmen. Zu den schauspielerischen Ehren des Abend« trug Fräulein Horal durch ihr schönes Spiel voll warmer Empfindung wesentlich bei. Die komische Rolle de« Stückes, einen in humanistischem Formenlram erstarrten Magister, der schließlich doch durch die Liebe kirre gemacht wird, charakterisierte Herr Müller, wie gewöhnlich besonders gelungen in Maske, in tresslicher Weise. Mit liebenswürdige« Humor gab Herr Felix einen gemüthlichen Venedictinerpater, Fräulein Gigl recht hübsch ein er. oberungsluftiges, junges Mädchen. Iu besonderer Höhe gelangte eine Sc^ne durch das ausgezeichnete Spiel von Fräulein Vlchler, die gestern zeigte, was »an aus Nebenrollen machen kann. Besondere Bewunderung erregte auch das stilgerechte, reiche Eostüm der be» liebten Künstlerin, die durch besonderen Beifall geehrt wurde. Herr Siege spielte den Maler Silvio im all« gemeinen recht angenehm, entwickelte aber viel zu wenig Feuer und sprach, rollenunficher, zumelft in Prosa. Uebrigen« fand der Künstler für manchen Moment einen schönen Ausdruck; viell-icht wächst er bei einer Wieder» holung mehr in die Rolle hinein. Zu erwähnen ist schliißllch Fräulein von Beck, die sich einer unbedeutenden Rolle wie immer mit Liebe annahm. Da« Scenische war zwar sehr geschmackvoll angeordnet, aber beileibe nicht im Renaissance.Ttile. , ^. * (Feuer.) Am 15. l. Ml«, früh ist in der dem Grundbesitzer Matthäu« Kuchar von Nelapet, polit. Bezirk Stein, gehörigen, ungefähr 500 Schritte vom Wohnhaus« entfernten Mühle im Snomsligraben durch Selbstentzündung Feuer ausgebrochen, das die Mühle einäscherte. Matthäus Kuchar, welcher das Nrandobject nicht versichert halte, erleidet einen Schaben von 400 Gulden. —r. — (Abbazia.) Die «N. Fr. Pr.» schreibt: Auch Nbbazia, welches im Gegensatze zu den Alpen-lündern im heurigen Sommer so schönes Wetter hatte, war von den herbftftürmen, welche zur geit der großen Ortane in Nizza und Trieft ihren Culmlnationspunll erreichten, nicht verschont geblieben, und da« Unwetter hat insbesondere am nördlichen Strandwege erheblichen Schaden angerichtet, dessen Spuren jedoch, dank der Für» sorge der Eurcowmifsion, bald verschwunden sein werden. Den diesjährigen Wintergüften Aovazias steht line er» fteullche Ueberraschung bevor, indem die Curcommission, außer der kürzlich von der Gemeinde durchgeführten elektrischen Beleuchtung der Straßen, nunmehr im Begriffe steht, den Park mit elektrischen Bogenlampen zu beleuchten, so dass man w Kürze von der Slatina bis zur Villa Angiolina für die dunlleu Abendstunden des Winter« eine herrlich beleuchtete Promenade haben wird. Im kommenden Jahre wird auch die innere Beleuchtung der Eüdbahnelablisscments mit elektrischem Lichte durchgeführt Werden. Die Wintersaison lässt sich jetzt schon recht gut an; die meisten Villen find vermietet und für die Hotel« zahlreiche Wohnungen angemeldet. Pie Theater« Vorstellungen, deren Leitung dem Director des Laibache^ Landcslhcaters, Herrn Adolf Oppenheim, übertragen wurde, beginnen mit dem 1. Jänner 1897. In der gegenwärtigen Saison bilden die zweimal wöchentlich unter der Direction de« Herrn F. Schmidt ftatlfindenoen Abend« concert« der Curlapelle im großen Saale des «Hotels Stefanie» eine genussreiche Abwechslung. Wie alljährlich, wirb auch in diesem Winter (wahrscheinlich schon im Jänner) die durchlauchtigste Frau Kronptinzess«n«Witwe Stefanie mit ihrer Tochter, Erzherzogin Elisabeth, ,n Nbbazia längeren Aufenthalt nehmen. — (Durchstochene Ohrläppchen.) Die «Wiener allgemein« getlung» meldet: Visher wurde das Tulchfttchtn d«r Ohrläppchen — «ine sehr häufige, wen« auch nicht unbedingt nothwendige Operation, denn man muss nicht unbedingt Ohrgehänge tragen — von Laien vorgenommen, am häufigsten von Goldarbeltern, welche beim Verkaufe ihrer Ohrgehänge den betreffenden jungen Damen gratis die Ohrläppchen durchstechen. Das soll nun aufhören. Die Function des Durchstechen« wird als chiruo gische Operation aufgesasst und soll von nun an nur mehr von Aerzten vnrgenommen werdeu dürfen. Die politische Behörde hatte die Aerztelammern aufgefordert, sich hierüber zu äußern und die Gutachten der letzteren bestätigen die Anficht der Sanitätsbehörde, dass da« Durchstechen der Ohrläppchen nur Aerzten anvertraut werden dürfe. Denn es sind schon wenn auch sehr selten, schwere Verletzungen und In-fectionen durch Vornahme dieser kleinen Operationen durch Laien vorgekommen. Ein anderer, den Aerzlelammern zugekommener Eclass fordert die letzteren auf, die Behörden bei der Erforschung jener Personen zu unterstützen, welche unbefugt und ohne medicimsche Vorlenntnisse Zweige der ärztlichen Thätigkeit ausüben. Mit einem kurzen Worte nennt man das «Curpfuscher», und die Aerzte werden nicht zögern, nun diese ihre Toncurrenten der forschenden Behörde bekanntzugeben. — (Der Laibachflus«) ist im Laufe der letzten 48 Stunden u» 1'80m über dem Normale angewachsen, x. — (Vom Theater.) Nachdem das Luftspiel «Renaissance» gestern außerordentlich gefallen hat, wird dasselbe über vielseitiges Verlangen morgen wiederholt. — (Eur - 2 iste.) In der Zeit vom 8. bis 17. December sind in Abbazia 12« Eurgäfte an« gekommen. — (Berichtigung.) Dem Berichte über die Versammlung des deutschen Sprachvereins sind mehrere finnstörende Druckfehler unterlaufen; unter anderem soll es lauten: Statt da» lithauische äu üü, statt der Vorsilbe 2st ^6r, statt Zeilwurzel Zeilwortwurzel, statt das ahd. ointrakt sintratt, statt ahd. <1wuku,n «Ivvablm, statt liken bleiben libkn, statt also Also, ftatt Andkeuu Iu bkrau, statt Pt^«^ Pt^«?. Neueste Nachrichten. Die Vorgänge in der Türkei. (Oilglnal-Itlegiamme.) Eonstantinopel, 21. December. Botschafter v. Nelidov hob in der gestrigen Audienz die Noth« wendigkeit ernster Reformen hervor und sprach bezüg« lich der Amnestie seine Meinung aus, es sei angezeigt, einige Ausnahmen zu statuieren. Der Sultan sagte für die nächsten Tage den Amnestie.Erlass zu, ausgenommen für gemeine Verbrecher. Das armenische Patriarchat ist bemüht, eine allgemeine Amnestie zu erlangen. Gerücht« weise verlautet, der Patriarch, der sich krank meldete, beabsichtige im entgegengesetzten Falle zu demissionieren. Es verlautet, das jungtürlische Comity bereite ein neues Manifest an die Mächte vor, worin es fordert, die Reformoorschläge sollen nicht allein die Christen, sondern auch die Muhamedaner berücksichtigen und die Wiedereinführung der aufgehobenen Constitution beantragen. ___________ Gelegranrtne. Wien, 21. December. (Orig.'Tel.) Es verlautet, dass sich Se. Majestät der Kaiser am 24. d. M. nach Lichtenegg begibt, um bei der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie den heil. Abend zu verbringen. Se. Majestät der Kaiser reist von dort zum Besuche der Prinzessin Gisela von Baiern nach München und trifft am 28. d. M. wieder in Wien ein. Wien, 21. December. (Orig.-Tel.) Beim Herrn Ministerpräsidenten Grafen Badeni fanden gestern und heute Diners statt, woran die Minister und Mitglieder der beiden Häuser des Reichsraths theil-nahmen. Wien, 21. December. (Orig.«Tel.) Die «P. E.» meldet: Im Ministerium des Aeußern fand heute nachmittags die Unterzeichnung des Handelsvertrags zwischen Oesterreich«Ungarn und Bulgarien statt. Wien, 21. December. (Orig.-Tel.) An der heutigen Hoftafel nahmen Nuntius Taliani, die Botschafter Deutschlands und Spaniens sowie die Gesandten von Sachsen, Rumänien. Amerika, Niederlande, Serbien, Schweden und Japan theil. Ioachimsthal, 21. December. (Orig.-Tel.) Heute fand in Gegenwart des Eisenbahnministers die fril-r-liche Eröffnung der Localbahn Schlackenwert'Ioachims-thal statt. Lienz, 21. December. (Orig.-Tel.) Bei der heute stattgehabten Landtags'Ergä'nzungswahl au« dem hiesigen Landgemeindmbezirke wurde Josef Schraffl, Bürgermeister in Silian, zum Abgeordneten gewählt. Budapest. 21. December. (Orig.'Tel) Nach offi. ciellen Berichten sind bei der Reschihaer Gruben-tatastrophe von 125 eingefahrenen Grubenarbeitern bisher 2« Todte und 15 Schwerverwundete zutage gefördert worden. 30 sind wohlerhalten ausgefahren, 54 werden noch vermisst. An der Bergung der letzteren wird rastlos gearbeitet. Budapest, 21. December. (Orig.-Tel.) Das Abgeordnetenhaus nahm den Adressentwurf in der Fassung des Adreisausschllsses an. Pola, 21. December. (Orig.-Tel.) Der Sanitätsreferent im Ministerium des Innern, Ministenalraty v. Kusy. ist mit dem Statthaltereirathe Vohata heute zur sanitätspolizeilichen Inspection anlässlich der Typhus-epidemic hier eingetroffen. Die Revision des Ministerial' raths Kusy hat die zweckmäßige Anlage des neuen, von der Gemeinde Pola mit großen Kosten nach modernen Grundsätzen errichteten Spitals sowie dessen guten Betrieb constatiert. welcher zur wesentlichen Eindämmung der bereits abnehmenden Epidemie beiträgt. Trieft, 21. December. (Orig.-Tel.) Gestern abends war hier ein heftiges Gewitter. — Aus Norditalien werden heftige Schneestürme gemeldet. Mehrere Tele-graphmlinien sind unterbrochen. — In Görz herrschte ein starter Sirocco mit Gewitter. — Arco und Rwa sind in tiefem Schnee. Berlin, 21. December. (Orig.°Tel.) Aus Tanger wird gemeldet: Eine Bande spanischer Verbrecher, welcher mehrfache Ueberfälle auf Ortschaften zugeschrieben werden, ist der Ermorduug des deutschen Kaufmanns Häßner dringend verdächtig. Es gelang heute der Polizei, gewisse Anhaltspunlte zu erhalten, die Räuber zu entdecken. Conftanz. 21. December. (Orig.'Tel.) Die vom langjährigen kaufmännischen Agenten der Reichsbam, Hagele, bei der hiesigen Nebenstelle der Reichsbam veruntreute Gesammtsumme beträgt 610.000 Vlarl. wovon Hagele 260,000 Mark bei sich führen dürfte. Der Rest von 350.000 Mark wurde von Hagele m der Weise unterschlagen, dass er diesen Betrag wahrscheinlich unter dem Vorwande, Gegenwerte in Wen-papieren empfangen zu haben, flüssig machte. Hagele unternahm auf eigene Rechnung Börsen»Spmil^ tionen bei Berliner Firmen, dmm seine Eigenschaft als Agent der Reichsbanl unbekannt war. Wahl' scheinlich führte sein Verlust aus diesem Geschäfte z« der Veruntreuung. Die Unterschlagung wnrde im Laufe der vorigen Woche in Karlsruhe entdeckt. Hagele, dew sein Posten für den 1. Februar gekündigt worden war, flüchtete Freitag vormittags in die Schweiz. Verlin, 21. December. (Orig.-Tel.) Die «Nord« deutsche Allgemeine Zeitung» meldet: Reichskanzler Fürst Hohenlohe und Gemahlin werden Dienstag naH Podiebrad reisen, um die Weihnachten beim älteste" Sohne zu verbringen, worauf die Rückkehr nach M"'" erfolgt. Rom, 21. December. (Orig.'Tel.) Die Kam"" genehmigte einen Gesetzentwurf, durch welchen die ^ gierung ermächtigt wird, das provisorische Handels übereinkommen zwischen Italien und Bulgarien zu ^ längern. — Der Senat berieth heute den OeseY" entwurf betreffs Bewilligung einer Apanage in der Höhe von einer Million Lire für den Prinzen von Neapel. Der Iustizminister theilte unter allgemeine'" lebhaftem Beifalle mit, dass der König beschlossen h«^ an den Schatz die correspondierende Summe zu bezahle». Ueber Antrag des Berichterstatters beauftragte 0" Senat den Präsidenten, dem Könige den Dank oe Senats als Dolmetsch der Nation auszusprechen. (^° hafter Beifall.) Der Gesetzentwurf wurde ohne Deba»«-angenommen. Sofia, 21. December. (Orig.'Tel.) Heute begatt" der Process qegen die Mörder Stambulovs. 130 Zeuge» sind vorgeladen. Newyork, 21. December. (Orig.-Tel.) Ei"" Meldung des «Newyork Herald» zufolge, billige Pr° sident Cleveland die Haltung des StaatssecreM" Olney gegen den BeschlMsantrag llameron. Ein ^ glied des Senatsausschusses für auswärtige Angelegel» heiten, das den Antrag unterstützt hatte, sprach "> Ueberzeugung aus, dass der Antrag als gescheitert a, zusehen sei. Ausweis über den Stand der Thierseuchen in Krain für die Zeit vom 10. bis 17. December 1896. Es ist herrschend: die Maul« und Klauenseuche im Nezirle Laibach-Umgebung in der Gemeinde Oberlaibach (Gut Freudenthal); die «otzlranlheit bei Pferden im Bezirke Laibach'Umgev in der Gemeinde Vrnnndorf (1 H.); . ^ die Nlatternseuche bei Schafen im Nezirle Loitsch "' Gemeinde Idria (1 H.) und Unteridria (l H.); . . die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Ge""" ' Gottschee (4 H.), St. Gregor (9 H)' GroßMand ^ ^ ^ Hintcrbera (7 H.), Inrowih (3 H.), de" Neifnitz (3 H.). Soderjchiy (« H.). im Aezirle Gurt e ° ^.„. Gemeinden Arch (1 H.) und Zirkle (2 H.); un Vezn^ ^ bur« in den Gemeinden Fliidnig (5 H.), St. Georgen ^ ,,„ Hrastje (3 H.), Maucic (3 H,) und Bezirke Lllidach Angekommene Fremde. Hotel Elefant. q, Am 1«. December. Nohrmann, Kfm., Stauden. - Buschbecl, M. Essern. Kflte.- Fleischer, Iahn, Private. Wien. - «en-3»«. kfl,,.. Linz. - Maffelsveraer s. Oenmhl.n, K >«., Salzburg, ^"drcy, Hf„, ^ ^.^.jch „ ^ajdii, Private. Iaröe. - Pollat, ^e. Noglar.' — Walfisch, Private, Fünflirchen.__________ Verstorbene. ' ^, ^ln, 18. December. Apollonia Olep, Mchin, l»2 I., ^Mbstiittgasse t;. ^l^^mu«. — Iofef Tabernil, Arbeiter, 14^., ^«elstraße :^5», ^enii^iti«. ^ „ ^ »s, ^l m l U. Decc m b e r. Olga Kregar, Nesiherstochter, b ^., ^"msstraße Zl. l^ritanili«. — Lucas Iuvaniil', Inwohner, <^-> Nadchlystraße II, I^l^ra»n.un. ^___________ Meteorologische BeolmchluuzM iu ^aibach. il, ^tt.N. ?3b'0 7 4 NNO. schwach theilw. heiter ^ 9 . Ab, 735 4 60 EW. mäßig bewölkt "l?n M«., 7W-1! 4 6!STO. schwach! bewölkt > 0-0 v,,. Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 6 0°. um Kber dem Normale. ___________________^. Ol,m.I°n«l«ow«lv Ritter von Wislelzrab. Aandestheater in Aaibach-! b2. Vorstellung. Im Abonnement. Ungerader Tag. Mittwoch den 23. December ! Die mit fo großem Beifall aufgenommene Lustfpiel»Neuheit > Renaissance ^ Lustspiel in drei Aufzügen von Fr. v. SclMthan. ' Anfang präcise halb 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. ! Der heutigen «Laibacher Zeitung» liegt für die p. 'l. Stadt» Abonnenten ein Prospect bei über ! Meners ^ Biftonslsl-OeograBls^mZslllk-Kalmller auf das Jahr 1897. Preis incl. Stempel und Ioll ft. 1 14. Vorräthig in der Buchhandlung Jg. u. Kleinmayr K Fed. Kamberg _______iu Laibach. _________________! Das Tolaher Vtadtwappen ist nicht mit andern Phantasie-Wappen zu verwechseln. Es ist ein deutliches Schlangen» lreuz auf drei Bergen, umgeben von einem rothen Kroii'Mantel. DieseS Tokayer Stadtwappen ist die registrierte Schutzmarke der Ersten Tokayer Cognac-Fabrik in Tolay und ist auf jeder Etiquette, Kapsel und dem Kork deutlich sichtbar. Wenn dieses obige Stadt» wappen fehlt, ist die Ware nicht aus To lay, daher nur eine wertlose Imitation, vor der wir alle Käufer und Wiederverkäufe in ihrem Interesse warnen. Tokayer Cognac ist nur echt. wenn er das Tokayer Stadtwappen, Schlangentrcuz aus drei Bergen, ans jcdem Stiicl der Flaschenadjustierunss trägt. Danksagung. Die (Vesertigten danten aus diesem Wl'ge allen ehrten Frrul dcu u»d Bekannten, die auf welche Weise immer ihr Beileid anlässlich des Hinschridrus des uns nnvergcsslichen Herrru Audwig Weber l. t. Steuereinnehmers ausgedrückt haben, iusbessndere der hochwürbigen Oeistlichleit, den Herren l. k. Beamten des Bezirks» gcrichts und Stcueramts in Laas, den Herren Bc< amten des Outes Schneebcrg, den Herren Sängern für den ergreifenden Gesang, dem löblichen Feuerwehr» verein und allen jenen, die sich an den» Leichen» brgängnisse betheiligt haben. Altenmarlt b. Laas, den 19. December 1896. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Unterzeichneten geben hiemit allen Per» wandten, Freunden und Bekannten die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgeliebten, unvergesslichen Gattin, bezichungs» weise Mutler, Schwieger» und Großmutter, der wohlgeborenen Frau Ullele Posck ^. PfajfmMler welche nach langem, schmerzvollem Leiden, versehen mit den heil. Sterbcsacramenten, heute srüh um 6 Uhr in ihrem 66. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der theuren Verblichenen wirb Dienstag den 22. d, M. um 4 Uhr nachmittags im Trauerhause Karlstädterstraße Nr. 1b feierlichst ein» gesegnet und sodann auf dem Friedhofe zu Sanct Christoph im eigenen Grabe zur ewigen Ruhe bestattet. Die heil. Seelenmessen werden in der Stadt» Pfarrkirche zu St. Jakob gelesen werden. Die theure Verblichene wird dem frommen Andenken und Gebet empfohlen. Laibach am 21. December 1896. Tiegsried Poich, Gatte. — Ferdinand Pofch, llarl Posch, Söhur -^ «ntonie Posch, hen riette Posch, «uguste Posch, Töchter — Nie» torine Posch, Isa Posch, Schwiegertöchter. — Unton Tchülcr, Schwiegersohn. Constantinquelle n • . Boi HuMen, Helsei kt-it, Uacbftu- 3 ^, tüj % S unc* Naneu-Cfttnrrb; mit oder c *= © ,,-a g obne Milch t,u ivinken. o ?3 .-GLEICHENBERGER - ¦2 —4 Quellsoole I I^liliviln» antiarthritifcher, antirhcumatischer Blut reinigungs-Thee von Franz Wilhelm, Apotheker zu Neunlirchen in Niederösterreich, ist durch alle Apotheken zum Preise von ö. W. ft. I'— per Palet zu beziehen. Engros in Laibach bei Herrn Peter Vaßnil. Course an der Wiener Börse vom 2l. December 1896. «««^ o^ellen T°ursbl°tte . slllUt,.Anl,h,n. «"b «°" !«z>'^"M°demb»l , . . 101-35 lOI'bb ' .. tzi^'"'«» ssebruarNunuN ,01^^01'4<» >li'1», « «prtt'0ct°ber ini bN l0,?c> ^n 3°^°^"<«l!>!e. »ü» st, ^gl»«'»^»^ !^»tt 3°° » «<"«e bvo st. ,« - l44 - ^ «i" " 3^'»'I '<" st- 1b5'«:'lbk',<» !>,>, «'all!,,»,» , . !OU h. ,»» K0 18« 5" "/. >., ,, . . IM st. ,8« ÜN 189 zu ""»-«Mr. b ,A, N. , . ,b«- lb? - ! »>, "° 0,? .^"»>«"lc. steu«frt! ,28 3Ü 193 55 'l "° w "''"Ml. "euerfr,,-------------' ^"'!ur«(»>Nru»s«N!»,,. 1N0 8« 101 -u>°. drr U>tim° . . 100'80 1<>I — ^, '«»»ibnnnen. .lHWllhn i» «.. steueitrc« ^«° " b"»" Vah» InVNb., °d>" >'"""" '"«> st, «°m! -'-----------— "" «I. s, UM, »i, N°«. . »».- S0»0 j,^ '»"t«V.«ls.nb..«lt»ln. "°.H" s ü, W. »'I, T.i»,' " »z?- 2«a- >i^,,, -......,37'1U239 10 ''1!,.,°'', 5>r,«cw st,8, W,5»/„ 23150 il?« »« >^^" > l,'„d,.> ,«,,^!,<, s>,«^!, »,?—>!ii7'75 ndtr»°«m'»esi,t»i..Vri°r.. vblln«tto»t». HWM ''2- . Pr«m.»kchld». »"/„l.Ku,. n?— 1775 bto. bto, 8°/», II. 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Verb..«. «<>l> fi. «Vl. 2I5-— »1«-- Iramway Ves.,Wl.,1 <0fl.b.W. 4«0 — 4<»z — !>tu. ltm.i»«7.»Wll. , . —'— —-— lr. »00 si. KUb« »0? ?b »08,b Un«.«efti>.l«»»b-»r»z)»00fl.T. «o» — >U8l^ «iener Uocolbahnnxllct.»»«!. S4— --— zndujm,»ßlii»n (p« Vtüll). Vaugcl.. «ll«. ist., 100 st. . . »4--. 95— ««°>» !»<; t>l» Liefinger ittrauere! 100 st. . . i»o — i»i>30 Mv5»«n»<»e!'ll!H., Orft.»»lplnt 8590 88 40 Pragn «jtn.Ind..Ves. »00 st. »5»— «b» — Vlllgo»Ta?<. Steinloblen «0 st. »05 — «nu — ,,Vchlzal»ühl". Papiers., 200 st. »07 — »10 — „Vteurerm.", Papiers, n. V..G. ie» 50 i«9 — Irijaller llohltn».. «e>. 70 st. I5N-.158 — w»ffens.-G.,t)fst.!nWitN,100n. »08 — 311 — Wall,l»N'Le 9»«0 D»ul>ch, Plä»e...... 5» 9» 5897^ Uonbo«........ »19 9»1»0 1U Pari«......... 47 50 47'«7, L». PelerOburg..... — — — — z»l«l»n. Ducale»........ 5NV 5 70 2N°ssr