Nr. 3. Mittwoch, 4. Jänner 1899. Jahrgang 118. Mbacher M Mum. Prännmrr«tlonsprei«: Mil PostVersendung: ganzjährig fl. lü, halbjährig sl. 7 b<». Im Comptoir: ^ Die «Laib. gta.» erscheint täglich, mlt «u«nahme ber Eoim- unb FeieNage, Die Nvmlniftratton befindet stch «anzjabrlg sl. il, halbjährig fl. 5 50. Für die ftustellun,, in« Hau« ganzjährig si. 1. — Insertionsaebür. Für X «oügressplatz Nr. », die «edactlon Varmherzlgergasse «r. lb. Sprechstunden der «edactill» vo» 8 bl« lO Uhr vor» Neine Inserate bi« zu 4 Zellen 25 tr,, gröhere per Zeile S tr,; bet öslere» Wled?lholu»g!'!i per Zeile 3 lr, '?' mittags. Uüsianlieite Griefe werden nicht angenommen, Manuscript? nicht zurückgestellt^ Amtlicher Theil. Kaiserliche Verordnung uom AO. December 1898, betreffend die Gewährung von Unterstützungen aus Staatsmitteln zur Bekämpfung des Nothstandes. Auf Grund des 8 14 des Staatsgrundgesetzes vom 21. December 1867, R. G. Bl. Nr. 141, finde Ich anzuordnen, wie folgt: § 1. Meine Regierung wird ermächtigt, zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Bevölkerung in den durch Hagelschläge im Jahre 1898 heimgesuchten oder anlässllch anderer Elementarereignissc vom Nothstande betroffenen oder bedrohten Gegenden innerhalb des Gesammtgebietes der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder Beträge aus Staatsmitteln bis zum Belaufe von 1,600.000 fl. nach Maßgabe des Bedarfes gegen Rechnungslegung zu verausgaben. § 8. Dieser Credit ist im allgemeinen zur Gewährung nicht zurückzuzahlender Unterstützungen bestimmt, welche insbesondere auch zur Beschaffung von Lebensmitteln, Saatgut, Viehfutter und dergleichen, dann zur Wiederherstellung zerstörter oder beschädigter Objecte sowie zur Ausführung gemeinnütziger öffentlicher Arbeiten und Sicherheitsvorlehrungen an hilfsbedürftige Beschädigte, an Gemeinden, Bezirke, Genossenschaften und Concurrenzen verabfolgt werden können. In ganz ausnahmsweifen Fällen können auch einzelnen Gemeinden unter Haftung der Landesfonde zum Zwecke der Behebung von Elementarschädeu mäßige unverzinsliche Vorschüsse aus diesem Credite bewilligt werden, welche vom 1. Jänner 1901 angefangen binnen längstens 20 Jahren ratenweife zurückzuzahlen sein werden. § 3. Die Vertheilung der Unterstützungen und Vorschüsse hat durch die Staatsbehörden, und zwar hinsichtlich der Vorschüsse im Einvernehmen mit den Laudesausschüsseu zu erfolgen. 8 4. Rechtsurkunden, Eingaben und Amtshandlungen bezüglich der in dieser Verordnung erwähnten Unterstützungen und Vorschüsse, insbesondere auch in-betreff der Sicherstellung der letzteren, dann bezüglich der aus Sammelgeldern und Spenden zugewendeten Beträge sind stempel- und gebürcnfrei. 8 5. Mit dem Vollzuge dieser Verordnung, welche mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind Meine Minister des Innern, der Finanzen und des Ackerbaues beauftragt. ^ Wien, 30. December 1898. Franz Joseph m. p. T h u n m. p. Welfersheiinb m. p. Wittek m. p. Ruber m. p. Bylandtm. p. Kastm. p. Kaizl in. p. Iedrzejowicz in. zi. Di Pauli m. v. Sbine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 25. December d. I. dem Minister für Kroatien-Slavonien-Dalmatien Erwin von Cseh, dem Mitgliede des ungarischen Magnatenhauses Mla Freiherrn Piret de Bihain, dem Gouverneur von Fiume und des ungarisch-kroatischen Küstenlandes Ladislaus Grafen Szäpäry sowie dem Mitgliede des ungarischen Magnatenhauses Albert Frei Herrn von Wodianer die Würde eines Geheimen Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ackerbauminister hat den Aergarzt Doctor Johann Otverak zum Oberbergarzt und den Assistenten der l. k. Hebanimeuschule in Laibach Doctor Franz Karfil zum Bergarzte bei der k. k. Berg-direction in Idria ernannt. Das k. k. Oberlandesgericht für Steiermark, Kärnten und Kram hat den Rechtspraktikanten beim l. k. Kreisgericht in Cilli, Dr. Franz Cvetko, zum Auscultanten für den Grazer Oberlandesgerichtsfprengel ernannt. Den 31. December 1898 wurde in der k. l. Hof' und Staatsdruclerci das 1.XXXV.. I.XXXVI., l.XXXVll.. I.XXXVllI.. I.XXXIX. und Xd Stück der deutschen, das l.XVIII. Stück der ruthenischeu, das l^XXl. Stück der böhmischen, das i^XXVI. Stück der polnischen und das I^XXVIl. Stück der italienischen Ausgabe des Äeichsaesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Zeitullgsschau. Die Neujahrsbetrachtungeu der Wiener Blätter klingen im allgemeinen ziemlich düster. Die Ereignisse des abgelaufenen Jahres werfen einen trüben Schatten auf das anbrechende Jahr und nur die Erinnerung an das Kaiserjubiläum gibt der Charakteristik des vergangenen Jahres ein freundlicheres Gepräge. Doch dringt aus einzelnen Zeitungsstimmen auch mancher Hoffnungsgedanke heraus, dafs' es gelingen werde, im Jahre 1899 die Gegensätze auszugleichen. Das «Frcmdenblatt» erinnert daran, dass dem abgelaufenen Jahre noch hart vor feinem Schlüsse durch die Jubelfeier unferes Kaifers und die Huldigungen der Völker eine kurze leuchtende Farbenpracht beschieden war. Aus den Herzen von Millionen sprach die Gemeinsamkeit des Bewusstseins und die Gemeinsamkeit des Empfindens. Das Reich stand wieder hochaufgerichtet und von den Völkern beneidet. An diefe Ireudentage müsse man denken, an all ihre Erscheinungen, an all die zahllosen Werke der Liebe, die sich an sie knüpfen, um angesichts der Schwierigkeiten, die das abgelaufene Jahr beherrscht haben und die durch die Pforte des neuen Jahres auf uns wieder eindringen, an der Zuversicht in eine Aufhellung unferer inneren Verhältnisse festzuhalten. Die «Neue Freie Presse» weist darauf hin, dass beide Reichshälften aus den gesetzlichen Bahnen ihrer Elitwickelung geworfen feien und knüpft hieran die Versicherung, dass die Vernunft es nicht zulasfe, die Krise für unentwirrbar zu halte». Der Staat ist ein Lebendiges, und der unausrottbare Trieb in allem Lebendigen, sein Dasein zu erhalten und zu bethätigen, müsse den Weg zur Entwirrung zeigen. Das «Vaterland» gibt der Hoffnung Ausdruck, «dass es dem kaiserlichen Herrn, dessen Weisheit sich unter den schwierigsten Umständen stets am glänzendsten bewährte, gelingen werde, alle Hindernisse zu besiegen, welche die Zwietracht der Parteien dem allgemeinen Wohle entgegenthürmt, den Frieden zurückzuführen in unser Reich und ihn dauernd zu befestigen. Dazu nach bestem Gewissen und Können in Geduld und Ausdauer mitzuwirken, werde jeder getreue Oesterreicher als seine oberste patriotische Pflicht erkennen. Und dem vereinten Anstürme aller Gutgesinnten werde der allmächtige Gott den Sieg über den Geist des Hochmuthes, des Hasses und Neides nicht versagen. Beginnen wir also das neue Jahr mit dem Rufe: Mit Gott für Kaiser und Vaterland!'» Das «Neue Wiener Tagblatt» verknüpft fein Urtheil über das alte Jahr mit emem Wunsche für das neue, indem es schreibt: Wenn über dieses neue Jahr, welches heute anbricht, gute Geister und gütige Feuilleton. Frauz X. Gabelsberger. Ein Gedenlblatt zum 4. Jänner 1899. Heute vor 50 Jahren starb zu München, nur wenige Wochen vor Vollendung seines 60. Lebens-iahres, der Erfinder der deutschen Stenographie, der baierische Ministerialsecretär Franz X. Gabelsbergcr. Em mühe« und sorgeuvolles, aber auch ein thatcn-relches Leben fand mit dem Heimgänge dieses emfachen, bescheidenen, und doch wieder so bedeutenden Mannes seinen Abschluss. Kaum drei Jahre alt, verlor er den Vater, und die Mutter, unvermögend den Jungen, wie er wünschte, studieren zu lassen, bestimmte ihn zum Handwerk. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass er sich gleichwohl dem Studium widmen tonnte, ein weiterer Zufall, die Aufhebung der Klöster, wollte es, dass er nicht Theolog wurde, und ein widriges Geschick wollte es, dass er an der Schwelle der alwa inawr halt machen, dass er ans tägliche Brot denken musste. Vorerst Kanzlist bei der königl. Kreis-regierung z» München, wurde er 1813 an die tönig-ncye Central-Stiftungscasse versetzt und 1823 znm ^ecretär und geheimen Kanzlisten im königl. Staats-Ministerium befördert. Mit dem Regierungsantritte ^ K°mgs Ludwig I. übernahm er eine Stellung im MUMjclM Bureau, die er bis zu seinem Tode be- k^, demerger hatte zunächst, 1817, nur den Ge-vnmen gehabt, eine kürzere Schrift herzustellen, um sich seine Berufsarbeit in der Kanzlei zu erleichtern; als indefsen Baiern durch König Max seine Verfassung erhielt und die Landstände einberufen wurden, kam ihm die Idee, seine Schrift zum Nachschreiben der dort gehaltenen Reden zn vervollkommnen. Und wie glücklich er diese Aufgabe gelöst hat, was feine Erfindung der Nachwelt geworden, wie fie immer weitere Kreise ziehend sich erfolgreich Bahn gebrochen, wie sie heute in alle Zweige der Eulturentwickclung unterstützend eingreift, das dürfte hinreichend auch denjenigen bekannt sein, die der Stenographie als solcher noch nicht nahe getreten sind. Im Parlament, in den politischen und volkswirtschaftlichen, in den wissenschaftlichen Kämpfen des öffentlichen Lebens, im Gerichtssaale, im Dienste der Presse, im Studierzimmer des Gelehrten, m den Schreibstuben der Juristen, im Bureau des Kaufmanns und des Beamten nnd in vielen anderen Zweigen des öffentlichen und privaten Lebens findet die Stenographie die vielseitigste Vcrwcndnng, für viele geradezu unentbehrlich geworden und segensreich mithelfend im Kampfe ums Dafein. Gabelsbergers geniales Meisterwerk ist der Vorn geworden, aus dein alle nach ihm kommenden Systemerfinder geschöpft haben und heute noch schöpfen; die von ihm gegebenen Grundlagen haben sich bis auf drn heutigen Tag als natnr-nothwendig und unantastliar erwiesen. Sie halien gegenüber den Grundsätzen der älteren Systeme dcn Weg gezeigt, auf dem eine Schnellschrift auch als Verkehrsschrift dem Volke zugänglich gemacht werden kann, und thatsächlich hat sich von Jahr zu Jahr die Ausbreitung seines Vermächtnisses, des nach ihm benannten Stenographiesystems, unterstützt durch die Einführung desselben in den Schulen Vaicrns, Sachsens, Oldenburgs, Sachsen-Weimars, Gothas und der österreichischen Staaten einen bei Lebzeiten Gabelsbergers un-geahnten Umfang angenommen. Weit über taufend Vereine mit mehr als 50.000 Mitgliedern pflegen allein in deutschen Ländern das Gabelsberger'jche System uud die Zahl der jährlich Unterrichteten betrug im Zähljahre 1896/97 55.000, eine Zahl. die von den nach Gabelsberger entstandenen Systemen zusammengenommen noch nicht erreicht wird. Das Gabelsberger'sche System hat Uebertragungen auf 14 Sprachen aufzuweisen und wird zur Zeit mit wenig Ausnahmen in den meisten parlamentarischen Körperschaften zur stenographischen Aufnahme der Verhandlungen benutzt; es hat sozusagen seinen Weg über den ganzen Erdkreis gefunden. «Nicht selten schreitet über Große auch Die Welt dahin, gleichailtig, imd erfährt Was sie besessen, erst durch den Verlust.» Das gilt auch für Oabelsbcrgcr, der, von feinen Zeitgenossen in seinen Bestrebungen oftmals verkannt, es nur seinem unermüdlichen Flriße und seiner un« besiegbaren Ausdauer verdankte, dass cr das angefangene Werk auf jene Höhe brachte, die feinen Schülern und Anhängern zur festen Grundlage einer rationellen Schnclljchrift wurde. Sie haben das Vermächtnis ihres Meisters treu gepflegt, in seinem Sinne weiter gebaut und setzen auch heute ihre Kraft und Ueberzeugungstreue dafür ein, die Hoffnung des Meisters zu er-füllen, «dafs die Stenographie Gemeingut aller Gebildeten wird,» dankbar eingedenk des Dichterwortes: «Was dem Mann das Aeben Nur halb gewährt, soll ganz die Nachwelt geben!. Laibacher Zeitung Nr. 3. __________________________________18______________________________________ 4. Jänner 1899. Genien schweben, dann ist ihre Arbeit, ins Gleichgewicht zu bringen, was das abgelaufene Jahr ins Wanten gebracht hat, eine schier unermessliche. Das «Wiener Tagblatt» sagt: «Ein Jahr der Dürre liegt hinter uns. Zwölf Monate sind dahingegangen , dem Winter ist der Sommer gefolgt, dem Sommer wieder der Winter, und kein Hälmchen sprießt aus dem weiten Brachfelde, nur Stoppelu trägt der aufgewühlte Boden uud zwischen den Furchen wuchert das Unkraut.» Die ^Reichswehr» widmet dem abgelaufenen Jahre folgenden Nachruf: «Wenn mau objectiv ist und sich nicht einredet, was mal, wünscht und will, dann muss man sagen, es ist um nichts besser geworden im abgelaufenen Jahre. Es war vielleicht das einzige erfreuliche Moment, dass durch das Regierungsjubiläum des Kaisers dargethan wurde, der dynastische Gedanke sei trotz aller schweren Stürme unversehrt hervorgegangen. Wie sehr man das Hirn auch anstrengt, man vermag sonst nichts zu entdecken, was als eine Besserung gedeutet werden könnte. Ueberall der alte Jammer l» Das «Neue Wiener Journal» charakterisiert das alte Jahr mit folgenden Worten: «Fünfzig Jahre sind verflossen, seitdem Kaiser Franz Josef den Thron be° stieg, welcher dies Reich schrittweise dem Constitntio-nalismus zuführte. Als Iubilaumsjahr sollte das Jahr 1898 in der Geschichte Oesterreichs festgehalten werden, aber dieser Sonnenschimmer des Optimismus, welcher die düstere Gegenwart für einige Zeit zu erhellen vermocht hätte, er ist von trüben Wolken erstickt worden. Die Hoffnungen, mit welchen man diesem Jahre entgegensah, haben sich nicht erfüllt.» Das «Illustrierte Wiener Extrablatt» lässt seine Neujahrsbetrachtungen in den Wunsch ausllingen: «Was noththut, schleunigst noththut, das ist Einkehr der oppositionellen Parteien in sich und Rückkehr zur parlamentarischen Raison. Einkehr und Rückkehr hüben und drüben. Wenn die bessere Einsicht nicht bald siegt, hier und dort siegt, dann ist die Gefahr eine eminente, dass die blutgedüngte Ernte des Völlerfrühlings vom Jahre 1848 verloren geht. Die fluchschwere Verantwortung dafür würde jene belasten, deren blinde Leidenschaftlichkeit die beklagenswerten Zustände herbeigeführt hat.» Politische Uebersicht. Laibach, 3. Jänner. Anlässlich der jüngst erfolgten Escomptierung von zehn Millionen Gulden Steuerwechseln ließ sich die Staatscentralca sse bei der Oester»! reichisch-un garischen Bank ein Giroconto er»! öffnen, was dahin gedeutet wird, dass damit ein erster Schritt zur Centralisierung der Staatscassenbestände, bei dem Noteninstitute gemacht worden sei. ! Wie die «Schlesische Zeitung» mittheilt, hat die preußische Staatsregierung allgemeine Ermittelungen über erfolgte Ausweisungen angeordnet, uud zwar sollen bei den bezüglichen Feststellungen nach neuerer Verordnung auch noch folgende Punkte berücksichtigt werden: Es ist die Zahl der gegenwärtig in den einzelnen landräthlichen Kreisen lebenden An°^ gehörigen der österreichisch-ungarischen Monarchie mitzutheilen. Der Behauptung gegenüber, dass bei der Bemessung der Abzugssristen nicht die erforderliche Rücksicht auf die individuellen Verhältnisse genommen werde, wird besonderer Wert ge- legt auf die Mittheilung des in jedem einzelnen Falle von der Zustellung der Ausweisungsverfügung bis zur Verwirklichung des Abzugs gewährten Längst' zeitraumes. Die Grundsätze, nach welchen hinsichtlich der Zulassung und der Abweisung der österreichischungarischen Staatsangehörigen in den einzelnen Kreisen in den letzten Jahren verfahren worden ist, sind dar-zulegeu. Außerdem aber sind für jeden einzelnen Fall der in den Jahren 1893. 1895, 1897 und 1898 erfolgten Ausweisungen die veranlassenden Gründe zu erörtern. Auch das bei diesen Ausweisungen beobachtete Verfahren bedarf einer Darlegung. Schließlich ist noch anzugeben, in welchen Fällen der Ausweisung es sich um neuzugezogene Angehörige der österreichisch-ungarischen Monarchie gehandelt hat, in welchen Fällen dagegen Personen betroffen worden sind, die sich in Preußen schon längere Zeit aufgehalten hatten. Diese Mittheilung ist jedoch auf diejenigen Ausweisungen zu beschränken, welche lediglich wegen polnischer, czechischer oder mährischer Nationalität der Ausländer verfügt worden sind. Die in der Landwirtschaft oder Industrie beschäftigten Saisonarbeiter aus Oesterreich-Ungarn sind bei der Berichterstattung außeracht zu lassen. Der auf Kreta zu schaffende Administration s r a t h soll aus sechs Leitern der Departements der Verwaltung, Justiz, Finanzen, des Unter» richtes, der öffentlichen Bauteu und des Handels zusammengesetzt werden. Man hoffe, dass die neue Verwaltung mit dem 1./I3. Jänner ins Leben treten werde. Bei der Besetzung der Posten der Souschefs dieser Departements beabsichtige der Obercommissär Fachmänner aus dem Auslande heranzuziehen. Für die in der nächsten Zeit einzusetzenden Gerichtshöfe foll eine Anzahl von Richtern proviforisch aus Griechenland herangezogen werden. Wie man der «P. C.» aus Sofia meldet, steht das dortige macedonische Comite' dem Projecte, betreffend die Einberufung eines fogenannten mace-donischen Congresses nach Genf, ferne. Urheber dieses Planes seien im Auslande weilende Bulgaren, welche die Erlangung einer Autonomie für Macedonien nach Art derjenigen von Kreta, unter der Suzeränetät des Sultaus, anstreben. Wie die Meldung hinzufügt, dürfte das Sofianer macedonische Comitt, falls der Congress stattfinden follte, woran noch gezweifelt werde, denselben nicht beschicken. Die macc-donischen Serben sollen gleichfalls nicht geneigt fein, sich an dem geplanten Congresse zu betheiligen. Die in den letzten Tagen aus Madrid wiederholt eingelangten Meldungen über Zusammenkünfte von zehn fpanischen Generalen ließen vermuthen, dass es sich da um Vorbereitungen für eine nicht näher bekannte, aber für den Bestand der gegenwärtigen Verhältnisse nicht ungefährliche Action handle. Die «Reforme» erklärt, dass diesen Zusammenkünften keinerlei Bedeutung beizulegen fei, da die Zeit der Pronunciamientos vorüber sei. Die Ränmung der durch den spanisch-amerikanischen Friedensoertrag für Spanien verloren gegangenen Colonien feitens der spanischen Truppen, welche schon mit Ablauf des Jahres 1898 hätte vollzogen sein sollen, schreitet so langsam vorwärts, dass eine Hinausschiebung des Termines bereits thatsächlich eingetreten ist. Auf Cuba allein scheinen noch 30.000 Mann spanische Truppen der Einschiffung in die Heimat zu harren. Die spanische Regierung beschloss daher, einen Credit von 33 Millionen für die Rückbeförderung der Spanier aus Cuba und den Philippinen nach der Heimat zu eröffnen. Der Minister des Aeußern Herzog von Almodovar richtete an das Cabinet in Washington eine Note, in welcher er an die von den Amerikanern eingegangene Verpflichtung, die Freilassung der Gefangenen auf den Philippinen zu erwirken, erinnert. Tagesneuigleiten. — (Vom Zuge des Todes.) Nachstehend benannte bedeutende Schriftsteller, Dichter und Journalisten sind in dem abgelaufenen Jahre verstorben: Hans Wachenhufen, belletristischer und Reiseschriftstcller, nahm am Krimtriege und am deutsch-französischen Kriege als Kriegsberichterstatter theil, f 23. März in Marburg, 70 Jahre alt. — William Schumann, mit E. von Wolzogen Verfasser des Lustspiels «Die Kinder der Excellenz», f 1. Mai in Berlin, 47 Jahre alt. — Edward Bellamy, amerikanischer Schriftsteller, berühmt durch seine Romane «Rückblick aus dem Jahre 2000» und «Gleichheit», f 22. Mai in Chicopee Falls (Massachusetts), 48 Jahre alt. — Jakob Audorf, der Dichter der Arbeiter-Marseillaise, f 20. Juni in Hamburg, 63 Jahre alt. — Prof. Dr. Georg Ebers, Egyptologe und Romanschriftsteller, f 7. August in Tutzing (Baiern), 61 Jahre alt. — Stephane Mallarme', einer der hervorragendsten französischcu Decadents, f 10. September in Paris, 56 Jahre alt. — Theodor Fontane, der bekannte Dichter und Romanschriftsteller der Mark, f 20. Septbr. in Berliu, 7l) Jahre alt. — Max Heinzcl, bekannter fchlesischer Dialectdichter, f 1. November in Schweidnitz, 65 Jahre alt. — Konrad Ferdinand Meyer, berühmter Schweizer Lyriker und Novellist, f 28. November in Kilchberg bei Zürich, 73 Jahre alt. — Moriz v. Egidy. Verfasser von «Ernste Gedanken», «Einiges Christenthum» u. s. w., s 29. December in Berlin, 51 Jahre alt. — (Amerikanisch) Ein Berliner Blatt bringt folgende, einem amerikanischen Humbug stark ähnlich sehende Nachricht: Ein amerikanischer Verleger habe dem deutschen Kaiser einen Check auf 5000 Dollars mit der Vitte gesandt, ihm dafür einen Artikel zu fenden, in welchem er seine Ansicht über den letzten spanisch-amerikanischen Krieg darlegen möge. Der Check sei natürlich alsbald durch die deutsche Votschaft in Washington dem Verleger zurückgestellt worden, da der Kaiser vorläufig weder Ieit noch Lust habe, unter die Journalisten zu gehen. — (Ein Zimmer des Zaren.) Jar Nikolaus II. soll, wie man sich am englischen Hofe erzählt, ein Zimmer besitzen, das er vollständig mit Caricaturzeichnungen von sich felbst tapezieren ließ. Man hörte schon früher von seiner Vorliebe für dergleichen Bilder, an deren Herstellung die Kaiserin, seine Gemahlin, ein besonderes Vergnügen findet und wofür sie auch ein geradezu überraschendes Talent besitzt. Der Zar hat den Auftrag gegeben, dass man ihm alle Zeichnungen sendet, die in ausländischen Witzblättern und wo sonst auch über ihn veröffentlicht wurden, und er freut sich über jedes gelungene Porträt, weun man den Ausdruck auf solche Zerrbilder anwenden kann. — (Incognito.) Was neueste Heft von «Ladys Pictorial» stellt eine Liste darüber auf, wie sich gekrönte Häupter auf Reisen zu nennen pflegen, wenn sie ihr Incognito wahren: Königin Victoria betitelt sich Gräfin von Balmoral, die Königin-Regentin von Spanien Gräfin von Toledo, der König von Portugal Graf von Barcellos und seine Gemahlin Marqnise de Villacosa. Fürst Ferdinand von Bulgarien nennt sich Graf Murany, der König von Z)er Zoctov. Roman aus dem Leben von L. Ideler. 2. Fortsetzung. Rössing griff an die Mütze. «HerrBahnmeister haben zu bestimmen.» sagteer. Der Vorgesetzte grüßte freundlich, und jeder gieng an seine Arbeit. Währenddessen stürmte Krause dem Norden der Stadt zu, bis sich die lange Weißenburgcrstrahe vor seinem Blick ausbreitete. Wilhelm, der neben ihm hertrabte, konnte kaum mit dem aufgeregten Manne Schritt halten. In den Thorweg eines gewaltig großen Haufes, einer sogenannten Mietskaserne, lief der Arbeiter hinein; eine Treppe nach der anderen eilte er in die Höhe, bis er den fünften Stock erreicht hatte. Er riß die Thür zu seiner Wohnung auf und stand in einem ärmlich ausgestatteten Raum. Weuige schlechte Möbel füllten das große niedrige Zimmer mit den graugetünchten Wänden nicht aus; es machte einen unwirtlichen, ungemüthlichen Eindruck. In der Mitte des Zimmers stand eine Wiege mit rothgestreiftem Bettchen darin und in den Kissen lag die Leiche eines kleinen, abgezehrt aussehenden Kindes. Eine blasse Frau stand weinend daneben. Neugierige Nachbarn waren hinzugekommen, die mit vorgestreckten Hälsen auf die Wiege starrten, und in der Thür, die der eintretende Vater hinter sich in der Erregung offen gelassen hatte, tauchte die Uuiform eines Schutzmannes auf, den man ebenfalls benachrichtigt hatte. Am Kopfende der Wiege, der weinenden Frau gegenüber, stand ein blonder juuger Mann mit einem todtenblassen Gesicht, aus dem jeder Blutstropfen gewichen schien; seine Hände zitterten wie im Fieber und mit starren, angstvollen Augen blickte er auf ein Recept, das er selbst geschrieben hatte und auf das ihn der Apotheker, der es abgefertigt hatte, ein älterer, verständiger Herr, foeben aufmerksam machte. «Sie haben die doppelte Dosis Morphium verschrieben, Herr Doctor,» sagte er halblaut. «Ich muss gestehen, ich wunderte mich über das Quantum. Aber ich wusste nicht, für wen es fein follte; für einen erwachsenen, kräftigen Menschen wäre es nicht zuviel gewesen; freilich, dem schwachen, kleinen Kinde hat es den Tod gebracht.» «Ich habe mich verschrieben!» entgegnete Doctor Rauenthal tonlos. «Ich wollte die Hälfte Morphium geben lassen. Es ist meine Schuld!» Er blickte fassungslos auf den kleinen Körper in den Kissen. «Das Kind wäre ja doch gestorben! So ein Würmchen, wie das von Anfang an war!» bemerkte eine Nachbarin, der die Verzweiflung des jungen Arztes das mitleidige Herz rührte, halblaut zu einer anderen Frau. Diefe nickte. «Das sag' ich auch!» erwiderte sie. «Das Kind wäre doch gestorben!» sagte mit starker Betonung seiner Worte ein Arzt aus der Nach- barschaft, den man noch hinzugezogen hatte. «Ich habe das Kind auch ab und zu behandelt, weil ich im Neben« Hanfe wohne. Der kleine Knabe hatte einen organischen Fehler, der den Lebensfaden doch durchschnitten hätte. Er war immer krank. Sonst wäre es auch nicht möglich gewesen, dass diese Dosis Morphium ihn schon getüdtet hätte!» «Dieses Zeugnis eines Sachverständigen wäre von großem Wert für den Angeschuldigten, Herr Sanitäts-rath,» bemerkte der Apotheker mit einem Blick auf den jungen Arzt halblaut. Doctor Rauenthal raffte sich aus seiner Be« täubung auf. «Ich wusste, dass der Kleine sehr elend uud schwächlich war,» sagte er leise, aber mit klarer Stimme, die durch den ganzen Raum gehört wurde. «Aber ich have mich verschrieben! Ich muss das Bewusstsein auf mich nehmen, ein Menschenleben vernichtet zu habeu, und will mich der Strafe nicht entziehen!» «Nehmen Sie die Sache nicht so furchtbar fchwer, College!» tröstete der Sanitätsrath gutmüthig. «Ein solcher Missgriff kann dem gewissenhaftesten von uns Aerzten jeden Tag passieren. Und ich wiederhole es als Sachverständiger: einem gesunden, kräftigen Kinde hätte diese Dosis noch gar nicht geschadet.» Dann wandte sich der alte freundliche Herr an die weinende Mutter: «Ihr Kind ist sanft und schmerzlos eingeschlafen und feine fchweren Leiden sind verkürzt. Sonst hätte e» noch viel aushalten müssen.» Laibacher Zeitung Nr. 3. ___________ 19 4. Jänner 1899. Veigien .Gras Ravenstei. Dass Kaiserin Friedrich als Gräfin Lingen reist, ist allgemein bekannt. Als Comtesse de Pierrefonds betritt die Exkaiserin Eugenie den Boden Frankreichs. Ihre Leidensgefährtin, die Exkönigin von Neapel, nennt sich Herzogin de Castro. Nach feinem Schlosse Drottningholm nennt sich König Oskar von Schweden Graf von Drottningholm, sein Sohn, der Kronprinz, Graf Karlsberg. Prinz Victor Napoleon ver. wandelt seinen Namen in Graf Moncalieri; fo heißt das Schloss seiner Mutter. Der Prinz von Wales bedient sich mehrerer Namen: Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay, Earl of Chester. — (Die Elektricität als Kälte-Er-zeugungs mittet.) Vor einiger Zeit verbreitete sich das Gerücht, dass der Physiker Lyons aus Glasgow eine Methode entdeckt habe, mittelst welcher man Kälte durch Elektricität ohne Zuhilfenahme irgend einrr Maschine er-zeugen könnte. Man hörte jedoch später nichts weiter von der Sache. Wie wir nun einer diesbezüglichen Mittheilung des technischen Bureaus I. Fischer in Wien entnehmen, hat sich jetzt ein amerikanischer Erfinder gefunden, der zwar nicht ganz fo weit geht wie Herr Lyons, der jedoch ebenfalls Kälte durch Elektricität erzeugen will. Er hat vor kurzem Schreibell an einige große elektrische Betriebe in Amerika gerichtet, in welchen er die einfache Methode seiner Külte-Erzeuguug darstellt. Mit Hilfe eines einfachen Motors und einer Vorrichtung, die er genau beschreibt, lann sich jeder nach dieser Darstellung selbst Kälte erzeugen. Local- Mld Prouinzial-Nachrichten. — (Militärisches.) Seine t. und k. Apostolische Majestät geruhten u. a. zu Lieutenanten in der Reserve allergnädigst zu ernennen: Vincenz Schwegel, des Infanterieregiments Leopold 11. König der Belgier Nr. 27; Hugo Lassbacher, des Infanterieregiments von Milde Nr. 1?- Alexander Strzelba, des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Ludwig Zwirn und Franz Wimmer — beide des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Josef Rozic, des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Johann Cukale, des Otocaucr Infanterieregiments Graf Iellaci^ Nr. 79, bei Eintheilnng zur Dienstleistung beim bosnisch-hercegovinijchen Infanterieregiment Nr. 2; Iofef Fortit, des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Franz Gerstenmaycr, des Warasdiner Infanterieregiments Freiherr von Giesl Nr. Kl, bei Eintheilung zur Dienstleistung bcinl bosnisch-hercegovinischen Infanterieregiment Nr. 2; Konrad Voouset, des Infanterieregiments Leopold 11. König der Belgier Nr. 27; Karl Pollack, des Infanterieregiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27; Anton Mulej, des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Oga Bucar, des Infanterieregiments Freiherr von Bcct Nr. 47, bei Eintheilung zur Dienstleistung beim bosnisch-hercegovinischen Infanterieregiment Nr. 2; Karl Klemcnc, eingetheilt zur Dienstleistung beim bosnisch-hercegovinischcn Infanterieregiment Nr. 2; Lambert Budan, des Fcldjäger-bataillons Nr. 7; Josef Zenkl, des Infanterieregiments von Milde Nr. 17; Aladar Pollal, des Infanterieregiments von Kovacs Nr. 12, beim Infanterieregiment Freiherr von Salis - Soglio Nr. 76; Heinrich Pollat, des Infanterieregiments Humbert 1. König von Italien Nr. 2«; Karl Lcstovic, des Infanterieregiments Leopold 11. König der Belgier Nr. 27. -- (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 28. v. M. unter zahlreicher Betheiligung der Vereinsmitglieder feine ordentliche Plenarverfammlung ab. Der Schriftführer Dr. Högler erstattete den Bericht »Er war ja immer krank,» antwortete die junge Frau, auf die die Worte des Arztes einen sichtlichen Andruck machten. «Er schrie immerfort, und um die schmerzen zu stillen, gab der Herr Doctor ihm ja eben das Morphium.. «Nun ist ihm wohl!» sagte der alte Herr sanft. «Und auch Sie werden sich wieder beruhigen, liebe tMu!» In diesem Augenblicke wurde die Menschengruppe, die um die kleine Leiche stand, rücksichtslos ausemandergestohen und der Vater des todten Kindes, der Arbetter Krause, trat zwischen die Zurück-weichenden. Er bot einen erschreckenden Anblick. Der brandrothe Bart schien zu flammen, die Augen waren blutunterlaufen, in maßlosem Jähzorn erhob er die geballten Fäuste. «Wer spricht hier von .beruhigen'?» rief er. «Sollen sich etwa die Eltern beruhigen, denen mall webe» das Kind gemordet hat? Ich hörte es schon auf der Treppe, wer schuld daran ist! Freilich!, ^r lachte höhnisch auf. «So ein vornehmer Doctor vraucht ja bei einem Arbeitstinde nicht aufzupassen! «wenn das dann auch stirbt! Wo ist der Doctor Rauenthal?» «Hier!» erwiderte der Angeredete. M .^ trat dem wüthenden Manne entgegen) keine Muslel zuckte in dem regelmäßigen, marmoroleichen (Fortsetzung folgt.) über d»e wissenschaftlichen und anderen Vorkommnisse des Jahres; der Bericht wurde genehmigend zur Kenntnis genommen. Der Aereinscassier, Herr Primararzt Doctor Gregoric, trug den Rechnungsabschluss vor, der mit einem Cassareste von rund 90 fl. abschließt, aus welchem der Betrag von 20 fl. für die Witwe eines Arztes, der nicht Mitglied des Vereines war, ausnahmsweise ausgeschieden wurde. Desgleichen schließt das Präliminare für das kommende Jahr mit einem kleinen Ueberschusse. Die Löschnerstiftung für Witwen und Waisen von Vcr-einsmitgliedcrn beziffert sich auf rund 9000 fl. Im ab-gelanfenen Jahre gelangten 900 fl. zur Vertheilung, was nur durch die großmüthige Subvention der lrainifchen Sparcafse mit 300 fl., des Landtages mit 100 fl., der Stadtgemeinde mit 50 fl. und durch den Umstand ermöglicht wurde, dass die Vereinsmitglieder unter sich durch freiwillige Gaben den Betrag von 200 fl. aufbrachten. Die Verthcilnng im heurigen Jahre findet erst im Februar slatt. Hierauf wurden die zu haltenden Zeitschriften bestimmt. Nachdem Sanitätsrath Primarius Dr. Bock der Versammlung unter Zustimmung den Dank und die An-crtennnng für ihre Mühewaltung ausgesprochen, wurde zur Neuwahl der Vereinsleitung geschritten. Zum Vorsitzenden wurde der l. l. Landesregicrungsrath Dr. Friedrich Neesbachcr, zu dessen Stellvertreter Sanitätsrath Pri« marius Dr. Eduard Olajmer, zum Eassier Primarius Dr. Vincenz Grcgoric, zum Bibliothekar Spitalsarzt Dr. Johann Icuko wieder und zum Schriftführer an Stelle des Dr. Hans Högler, der auf eine Wiederwahl verzichtete, der t. l. Oberbezirksarzt Dr. Stanislaus Sterger neugewählt. Nachdem der Vorsitzende für das der Ver« einslcitung neuerlich ausgesprochene Vertrauen den Dank ausgesprochen hatte, wurde über Antrag des Landesregierungsrathes Dr. Zupanc der Beschluss gefasst, der Verein habe als solcher der Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege in Wien als Mitglied beizutreten. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. — (Vom Zwa ngsa r beits hause.) In der hiesigen Zwangsarbeitsanstalt fand am Sylvesterabend eine kleine Unterhaltung der Zwänglinge statt. Vorerst producierte sich eine Gruppe schwarzlockiger Zigeuner mit Fidel, Zither und Guitare; hierauf folgten Declamationen, artistische Proouctionen jeglicher Art, eine Iägerpantomime ulld zum Schlnsse die dramatische Darstellung der bekannten Genoveva-Geschichte. Das Äewuuderuugswerte war selbstredend nicht etwa in den Leistungen der Zwänglinge, sondern darin zu suche», dass denselben überhaupt der nöthige gute Wille hatte beigebracht werden können. Jedenfalls mufs diesbezüglich der ebenso umsichtigen als kraftvollen Leitung fowie dem Walten des Seelsorgers, der Beamten und des Lehrers volle Anerkennung gezollt werden. — (Das Weihnachtsfest des christlich« socialen Eisenbahner-Vereines in Laibach.) Laut einer uns zugekommenen Einladung wird seitens des obgenannten Vereines Freitag den 6. Jänner in der alten Schießstätte unter Mitwirkung der hiesigen Regimentskapelle und des slovenische» katholischen Arbeiter-Oejauguereines «Zvon» ein Weihnachtsabend veranstaltet werden. Anfang um 7 Uhr abends. — (K. t. Eentralcom miss ion für Kun stund historische Denkmale.) Aus dem Sitzungsprotokolle vom 16. December 1898: Der unermüdliche Pfadfinder auf archäologischem Gebiete Bartholomews Pecnit berichtet über die Ausgrabungen in dein Weingebirge zu Weißkirchen, welche sehr beachtenswerte Erfolge auswiesen. Außer feinem erst näher festzustellenden Gräberfeldc der La Tene-Zeit wurde ein zweites, angeblich dem 6. christlichen Jahrhundert angehörigcs Gräberfeld entdeckt und uuterfucht. (Referent Herr Regierungsrath Dr. M u ch.) — (Personalnachricht.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde der Gemeinde-Arzt in Fianona in Istrien, Herr Dr. Ioh. Portik, zum landschaftlichen Districts-arzte für Großlafchitz ernannt. —o. * (Schadenfeuer.) Am 16. December v. I. kam in der mit dein Stall in Verbindung stehenden Strohschupfe des Kaifchlers Johann Pahle in Planina Nr. 26, Gemeinde Gurtfeld, Feuer zum Ausbruche, welches in Kürze die erwähnte Strohfchupfe fammt dem Stalle, das Wohngcbäude nnd einen Weinteller des Johann Pahle fowie die Kaische des Nachbars Matthias Pahle einäscherte. Durch das Feuer giengen dem Johann Pahle ein Paar Ochsen und eine Kuh zugruude; außerdem verbrannten den beiden Kaischlern sämmtliche Getreide- nlld Futtervorrüthe sowie die Einrichtungsgegenstände. Johann Pahle, respective dessen Gattin Maria, erlitt einen Gesammtschaden von 800 fl., Matthias Pahle einen solchen von 170 sl. Ersterer war bei der wechselseitigen Versicherungs-Gesellschaft in Graz um 200 fl., letzterer hingegen gar nicht versichert. Das Feuer wurde durch aufsichtslose Kinder des Besitzers Johann Pahlc verursacht. —^ — (Unglücksfall.) Man schreibt uns aus Bischoflack: An, Sylvesterabende spielte der fünfzehn-jährige Müllcrssohn Franz Kala» aus Bischoflack nnt einem Gewehre, welches er ungeladen glaubte. Dle aufgelegten Kapseln lnallten dreimal, ohne dass die Waffe losIegangen wäre; beim vierten Knalle aber gieng das Gewehr los und die Schrotkörner trafen den im Haushofe stehenden neunzehnjährigen Knecht Primus Kolalj zutode, so dass er am 2. Jänner seinen Verletzungen erlag. Die Unvorsichtigkeit des Knaben forderte jedoch noch zwei weitere Opfer, denn fowohl dessen Schwester Ursllla als die in der Mühle bedienstcte Magd Anna Kouat wurden, erstere schwer, letztere leicht verletzt. -»- — (Ueberfall.) Am Neujahrsabende zechten die Burschen Anton Ursic, Johann Zeleznitar, Johann Mozek und Johann Markun im Gasthause des Gemeinde« rathcs Toni in Brunudorf. Bevor sie aufbrachen, bezahlte der dort anwesende Bursche Franz Otrulelj seine Zeche utld verließ mit mehreren Freunden etwas früher die Schenke als die erstgenannten. Dann lauerte er denselben mit drei Burschen aus der Straße auf und überfiel sie. Johann Ursic erhielt bei diefer Gelegenheit eine 4 ciu lange, 1 cm breite und ziemlich tiefe Schlagwunde an der rechten Kopfseite und eine solche auf dem Oberhaupte, die, schwerer Natur, sogar lebensgefährlich fein dürfte, sowie auch mehrere Verletzungen am Rücken. Johann Heleznitar hingegen erhielt eine 4 «in lange, 1 ein breite und ziemlich tiefe Schlagwunde auf dem Oberhaupt und Johann Mojet mehrere Schlagwunden am Kopfe. Die Verletzungen der beiden letzteren sind leichterer Natur. Da nur Johann Otrutelj unter den vier bewaffneten Burfchen als der Thäter erkannt worden war, fo wurde derfelbe vom Gcndarmerieposten arretiert und an das k. k. Landesgericht Laibach eingeliefert. —I. — (Einbruch auf Einbruch.) Man fchreibt uns aus St. Martin bei Littai: Seit einigen Wochen werden die Insassen von St. Martin und Umgebung von einer Diebsbande bennruhiget. Bisher drang die-felbe beim Realitätenbesitzer Ignaz Zorc in Schwarzen-bach ein, wofelbst sie sich nach gründlicher Hausdurch» suchung mit einigen seidenen Kopftüchern begnügte. In Grbin beim Gutsbesitzer Strzelba holte sie sich einen Schöps, den man im Laube abgestochen auffand. Im Gefchäfts-locale des Herrn I. Wakonigg riss man die Eisenthür auf, um in dasfelbe einzudringen. Mehrere Opferstöcke, der in der Umgebung befindlichen Kapellen wurden ihres Inhaltes beraubt. Selbst der Littaier Schule wurde ein Besuch abgestattet. Die k. l. B^zirlshailptmannschaft oo-ncte deshalb Nachtpatrouillen au. —r.— - — (Die Schulleitung von St. Martin bei Littai) suchte um Errichtung einer gewerblichen Fortbildungsschule an. Der Gemeinde-Ausschuss daselbst sowie der krainische Landesausschuss votierten bereits Unterstützuugen. — a— — (Der juridische Verein «Pravnik») hält am 9. d. M. um 8 Uhr abends im kleinen Saale des «Narodni Dom» seine Generalversammlung mit der üblichen Programmordnung ab. Die Frage der Wasserversorgung für Krainburg und Umgebung. (Schluss.) Dem gegenüber bezweckt das Project von Professor Hrasly eine Gravitations«Hochquellell- Wasserleitung. Es sollen die Cemsenikar-Quellen im Kantergebiete ge« fafst werden, wofelbst aus den Hallstütterschichten mehrere krystallhelle, 7 bis 9" (I kalte, nie versiegende Quellen iu einer Höhe bis zu 300 m über dem Hochplateau von Krainburg entspringen. Die Quellen sollen hier durch Draingräbcn mit glasierten Steinzeugröhren gesammelt ulld von einer Wasscrkammer aus mittelst gusseisernen Röhren in ein 150 ni^ fassendes Reservoir bei Tupaliöe geleitet werden. Vom Tupaliöer Reservoir führt die Leitung an der Neichsstrahe durch die Ortschaften Tupalice, Hotemaze und Visolo uud zweigt daselbst mit einem Rohre zu dem Thurmreservoir bei St. Nadegund ab, von wo aus eine Leitung über Srednjavas nach St. Georgen führt, während die andere Luze mit Wasser versorgen soll. — Die Fortsetzung des Haufttstranges von Visolo bildet eine Rohrleitnng, welche die Ortschaften Milje, Frithof, Gorenje und Primstan mit Wasser versorgt und ins Thurillreservoir bei Krainburg einmündet. Von diesem Hauptstrauge zweigt vor der eisernen Kanterbrücke ein Strang nach Klanec und Huje, vom Krainburger Reservoir aber, das an der Strahenabzweigung nach Eisenkappel gedacht ist, die locale Leitung für Krainburg ab. — Die Wasserversorgung nach diesem Plane würde also außer Krainburg (mit 2062 Einwohnern) noch 12 Ortschaften (»lit zusammen 2978 Einwohnern) umfassen. — Das Wasser der Lcmsenikar-Quellen ist durch die chemischen und bacteriologischen Analysen, die in Laibach nnd in Wien vorgenommen wurden, als ein Hochqucllenwasser von idealer Reinheit und Güte befunden worden. Die einzige Schattenseite dieses Projectes ist die, dass die Quellenfafsnng in einer Entfernung von circa 14 Kni vorgenommen werden müfste, welcher Umstand eben die verhältnismäßig großen Kosten im Gcsammtausmaße von 270.000 fl. bedingt. Es sei aber gleich bemerkt, dass das Wert auf der weiteren Annahme basiert, es werde ein 50proc. Staatsbeitrag und eine 25proccntige Unterstützung aus Landesmitteln bewilligt werden. Somit entfiele auf Krainburg und die 12 Ort« schuften nur der Lbproc. Theilbetraa im Ausmaße voll 67.500 fl. Laibacher Zeitung Nr. 5____________________________________________20_____________________ 4. Ig^ner 1899. Infolge Beschlusses des Gemeindeausschusses vou Krainburg wurden beide Wasserwerksprojecte einer Enquete von drei technischen Experten (den Herren k. k. Ingenieur Fr. Pavlin, Landesingenicur I. Sbrizaj und k. k. Ober-ingenieur i. R. I. Huzek) und dem k. k. Landes-Sanitäts-rathe zur Ueberprüfung und Begutachtung vorgelegt, und von beiden Seiten sind die betreffenden Gutachten bereits herabgelangt. Sowohl die technische Enquete als auch der k. k. Landcs-Sanitätsrath haben sich nun nach eingehender Begründung einstimmig gegen das Project der Actiengesellschaft und für das Project Hraskys ausgesprochen. Die technische Enquete bezeichnet das Project der Actiengesellschaft geradezu als jeder reellen Grundlage entbehrend. Auf die ausführliche Begründung in diesen Gutachten können wir uns hier nicht näher einlassen. Der von einer Seite gemachte Versuch, das Project der Actiengescllschaft durch eine Broschüre («Hsva^vunju vreänn, ^ojülmiln K voäovo^nimn, projyIvtoiNA in68tu kran^») zu retten, muss als misslungen bezeichnet werden, uud es war der Wasserleitnngscommission ein leichtes, durch eine Gegenbroschüre («Voäovoä ^lnenta Xranja in neicatyi-ili va,3lj o!>öin kroäoglj«, öynöur in Vo^'o», erschienen bereits in 2. Auflage) die völlige Haltlosigkeit der in der genannten Schrift enthaltenen Argumentation zu erweifen. Soweit wäre nun alles iu Ordnung. Aber es häufen sich wieder andere Schwierigkeiten. Obwohl die Wafserleitungs-Commission in ihrer sehr klar disponierten und populär geschriebenen Broschüre den Nachweis erbracht hat, dass die für die beabsichtigte Wasserleitung zu! entrichtenden Beiträge in den genannten umliegenden Dörfern geringer wären, als sich die Auslagen für die bisherige Wasserbeschaffung belaufen, so sind die Leute doch in Anbetracht ihres angeborenen Conservatismus und des daraus resultierenden Misstrauens gegen alle Neuerungen soweit in Verwirrung gebracht, dass sie die offenkundigsten Wahrheiten nur mit dem größten Skepticismus betrachten und kaum dazu zu bringen sind, zur Rcalisieruug des für ihre eigene Wohlfahrt so wichtigen Wasserwerks-Projectcs auch nur die ersten, nicht verbindlichen Schritte zu unternehmen. Es wäre wohl jammerschade, wenn das schöne Wert an dem Starrsinne einzelner Personen und dem «Iusta-mentnicht» der Gcgenagitatoren scheitern würde! m. p. Theater, Kunst und Literatur. — (Concert des I. öst err. Damen-Quartettes.) Wie bereits erwähnt, findet Freitag den 6. Jänner, abends um halb 8 Uhr, ein Concert des österreichischen Damenquartettes (Nosina Ederet, Emilie Schreiber, Amanda Braudl, Marie von Tonazza) uuter Mitwirkung des Claviervirtuosen Herrn Karl Freund statt. Auf dem Programme stehen Compositions von Wagner-Liszt, Kienzl, Alex. Wolf, Schumann, Nackemann, Nubinstein und Brahms. Ueber das Auftreten der genannten Damen gegen Ende November v. I. in Graz liegt uus eine Besprechung der «Tagespost» vor, worin es u. a. heißt: «Die beiden günstig wirtenden Mittelstimmen der Damen Schreiber und Brandt wurden von dem hellen, kräftigen Sopran der Frau Ederet und dem sonoren, tiefen Alt des Fräuleins v. Tonazza eingerahmt. — Die Sängerinnen, deren zu den besten Hoffnungen berechtigende Darbietungen durch gewinnende äußere Erscheiuung unterstützt wurden, brachten auf Verlangen zwei der vorgetragenen Gesänge zur Wiederholung und wurden nach den einzelnen Vorträgen durch lebhaften Beifall ausgezeichnet». — Die Preise der Plätze zu dem voraussichtlich interessanten Concerte sind aus den Placateu ersichtlich. — (Das zweite Concert der «Glas-bena Matica») findet unter gefälliger Mitwirkung der Frau Miroslava Kul ich - D r. üin h a rt und des Herrn Iofip Nolli am hl. Dreiköuigstage, 6. d. M., nachmittags um 5 Uhr im Sokolsaale des «Narodni Dom» statt. Auf der Vortragsordnuug stehen: 1.) Peter Ilj. Cajkovsky, Fünfte Symphonie, des großen rnssischen Meisters fasslichstes symphonisches Werk. Der Eindruck, den dieses Tonhcroen tt. Symphonie jüngst auf das Publicum der philharmonischen Coucerte gemacht, steht noch in frischer Erinneruug. Die Nummern 2 und 4, «Serbische Volkslieder», arrangiert von St. Mokranjac, werden mit ihrer rhythmischen Feinheit und ihrer melodischen Frische wieder dem Chore der «Glasbena Matica» Gelegenheit zu einem seiner bekannten Paradestückc bieten. Mit einer Arie aus Dvoraks «Geisterbraut» tritt Frau Kulich - Dr. Linhart, gewesene Primadouna der Frankfurter Oper, zum erstenmale vor das Laibachcr Publicum. Den Beschluss macht Dvoraks «Tcdeum», ein eigenartiges, gewaltiges Tonstück, compouiert im Jahre 1892 zur vierhuudertjährigen Jubelfeier der Entdeckung von Amerika. Es ist dies kein Tedcum im landläufigen Sinne, sondern sozusagen ein Symphonicsatz mit Hinzuziehung menschlicher Stimmen. Der einleitende Hauptsatz ist helles Iubclgcläute im Chor und Orchester. Auch die weitere Durchführung ist bei der lnnstuollsten und com-pliciertesten Polyphonic im Orchester (aufgebaut auf eitlem Motiv in der fremden äolischen Tonart) von leicht verständlicher und einschmeichelnder Melodik im Vocalen Theile. In streng kirchlichem Tone sind nur die abstract dogmatischen Stellen gehalten; alles andere hat der Tondichter dem Hörer menschlich näher zu bringen gesucht. Der zweite Theil hat nahezu Pastoralen Charakter; im Weiteren steigert sich das inbrünstige Gebet in der Stelle vom jüngsten Tage zu hochdramatischer Düsterkeit, um dann zum Schluss in ein freudiges Alleluja auszuklingeu. — Wir haben diese einleitenden Worte hinzugefügt, um das Verstäudnis des befremdenden Werkes zu erleichtern, (5 Die 0 st e r r e i ch i s ch«u n g a r i s ch e M 0 n« archie in Wort und Bild.») Von diesem Pracht-Werke liegt uns die 315. Lieferuug vor, iu welcher das Kronland Bukowina behandelt wird. Inhalt: Landschaft« lichc Schilderung, Vorgeschichte, Landesgeschichte bis 1775,, Dem Hefte sind zahlreiche künstlerisch ausgeführte Illu-stratiouen von Ehrmanns, Charlemont und Bernt bei-gegebcn. Neueste Nachrichten. Landtage. (Origiiinl-Telesiramme,) Wien, 3. Jänner. (Niederösterreichischer Landtag.) Der Statthalter beantwortet eine Interpellation wegen des Fehlens der Formel «Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt Wien» bei dem kaiserlichen Rescript an die Landtage und betont, dass diese Formel bisher nur bei kaiserlichen Patenten, Diplomen :c., überhaupt nur bei solchen Staatsacten angewendet wurde, mit welchen kaiserliche Anordnungen in besonders feierlicher Form getroffen wurden. Der Statthalter weist auf das Manifest vom 22. October 1860 und die kaiferliche Botfchaft an die Landtage vom Jahre 1870, sowie auf die Botschaft an den böhmischen Landtag vom Jahre 1871 hin, welche sämmtlich die Datierung tragen «Wien» oder «Gegeben zu Wien am «.» Hieraus ist ersichtlich, dass die vom Interpellanten vorausgesetzte Uebung thatsächlich seit der Einführung der constitutionellen Formen in dem behaupteten Umfange nicht bestand, und dass sich die in der Allerhöchsten Votschaft vom 22. December 1898 gebrauchte Form der Datierung genau an die in den früheren gleichartigen Allerhöchste»! Kundgebungen angewendete Form der Datierung anschließt. Somit fehle für den Statthalter ein Anlass, auf die in der Interpellation gezogenen Folgerungen einzugehen. Nächste Sitzung morgen. » Trieft, 3. Jänner. Die slavischen Abgeordneten sind nicht erschienen. Eine Resolution zur Wahrung der nationalen Rechte anlässlich der Errichtung eines kroatischen Gymnasiums in Pisino wurde unter Beifall einstimmig angenommen. Der Negierungsver-treter wies energisch die gegen die Regierung erhobenen Angriffe zurück und erklärte, die Errichtung eines flovenischen Gymnasiums in Istrien entspreche der Billigkeit, ohne dass darin eine Schädigung der Interessen der italienischen Nationalität erblickt werden könne.' Die Gallene wurde wegen wiederholter lärmender Unterbrechungen des Rcgierungsvertreters geräumt und die Session vertagt. Ziehungen. (Original-Telegramme.) Trieft, 3. Jänner. Vei der gestrigen Ziehung der Communalanleihe der Stadt Trieft vom Jahre 1860 siel der Haupttreffer von 10.000 st. auf Nr. 18.716. Wien, 3. Jänner. Bei der Ziehung der Innsbrucker Lose fiel der Haupttreffer von 15.000 fl. auf Nr. 25.380, 2000 fl. gewinnt Nr. 46.578. Die Lage in Ungarn. (Origiiilll'Telrgrammc,) Budapest, 3. Jänner. Auch heute leistete eine große Anzahl Parteien ihre Steuerschuldigkeit, wobei zahlreiche Parteien die Steuer für das ganze Jahr entrichteten, so dass die Steuereiugänge die Einnahmen des entsprechenden Tages des Vorjahres übersteigen. Fogaras, 3. Jänner. Die Congregation des Fogaraser Comitats beschloss in einer hcutc abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung mit großer Majorität cine Resolution, in welcher die Obstruction streng verurthcilt wird. Ferner wurde beschlossen, eine Depesche in diesem Sinne an die Regierung zu richten. Ungarisches Abgeordnetenhaus. (OriginnlTelegrammr,) Budapest, 3. Jänner. Welduug des ungar. Tel.-Corresp.-Vureaus.) Die Eröffnung der Sitzung verzog sich, weil dic Abgeordneten in den Couloirs in Erwartung des Ausgangcs des Duells zwischen dem Ministerpräsidenten Baron Vanffy und dem Abg. Horanszky erregte Besprechungen abhielten. Um halb 12 Uhr eröffnete Alterspräsident Madarasz die Sitzung. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen. Abg. Sima beaustäudet die Aufnahme der Rede des Ministerpräsidenten in das stenographische Protokoll und verlangt deren Streichung sowie den Vermerk der Streichung im Protokolle. Es entspinnt sich eine kurze Hausordnungsdebatte, worauf die Opposition namentliche Abstimmung über den Antrag Simas verlangt, welche der Alterspräsident anordnet. Der Antrag Simas wird mit 153 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Hierauf stellt die Opposition den Alltrag, diese Frage an den Ausschnss für die Ueberprüfung des Diariums zu leiten und dcnfelben aufzufordern, Erhebungen zu pflegen und dem Haufe Bericht zu erstatten. Nach längerer Debatte verlangt die Opposition namentliche Abstimmung und die Vertagung derfelben auf morgen, welchem Verlangen, da es geschäfts-ordnungsmäßig unterstützt wird, Folge gegeben wird. Nach Verlesung des Einlallfes wird das Allerhöchste Handfchreiben betreffs der Quote verlefen. Abg. Geza Polonyi ergreift das Wort. Derselbe erklärt, das Handschreiben entspreche nicht den gesetzlichen Anforderungen und er beantragt, dasfelbe nicht zur Kenntnis zu nehmen. Darüber wird die Debatte eröffnet. Die Abgeordneten Apponyi, Hollo und Molnar unterstützen den Antrag des Abgeordneten Polonyi. Finanzminifter Lukacs erklärt, wiewohl es ihm leicht wäre, die auf vollständig falscher Basis beruhenden Einwendungen gegen die Gesetzlichkeit des Hand« schreibens zu entkräften, stehe die Regierung auf dem Standpunkte, infolange in keine meritorischen Verhand« lungen einzutreten, als der neue Präsident nicht ge-wählt ist. — Die Verhandlung wird morgen fortgesetzt. Budapest, 3. Jänner. Am Schlüsse der Sitzung des Abgeordnetenhauses überreichte der Finanzminister den Bericht, betreffend die Verfügungen der Regierung bezüglich der einzelnen Gefetzentwürfe, welche bis Ende 1898 nicht Gesetzeskraft erlangen konnten. Sonach verfügt die Regierung die weitere Geltungsdauer der im 1898er Budget fowie der fönst im Gefetzeswege festgestellten Staatseinnahmen und Staatsausgaben, wogegen die executive Eintreibung der öffentlichen Steuern und fonstigen ärarischen Forderungen vorläufig bis auf weitere Verfügungen eingestellt wird. Weitere Bestimmungen betreffen die Regelung gewifser Fragen des Zoll- und Bankwesens. Bezüglich des Spirituscontin-gents wird keine weitere Verfügung getroffen, da die Alkoholmenge, welche nach den geringeren Steuersätzen produciert werden kann, bereits zu Beginn der Pro« ductionscampagne unter die einzelnen Vrantweinbren-nereien repartiert wurde, die Productionscampagne aber noch nicht beendigt ist. Die Bestimmungen über die Zuckerexportprämien erfahren im Interesse der heimischen Zuckerindustrie keinerlei Abänderung. Bezüglich der Zuckersteucr verständigte der Minister die Zuckerfabriken, dafs der Zuckelsteuersatz ab 1. Iäuner 1899 zwar nur lift, beträgt, die Zuckerfabriken jedoch gehalten fein werden, für den ab 1. Jänner 1899 aus den Fabriken wegtransportierten Zucker 2 st. Steuerzuschlag per Meter-centncr nachträglich zu bezahlen. Die Feststellung des Beitrages zu den gemeinsamen Ausgaben wurde durch das Allerhöchste Handschreiben geregelt. Weitere Verfügungen betreffen die Erstreckung des finanziellen Uebereinkommens mit Kroatien und Slavonien sowie die fernere Wirksamkeit des Staatsrechnungshofes. Duell Banffn-Ooranozky. ,Orig!>ml'Te!»'!iiamm.) Budapest, 3. Jänner. Vei dem Duell zwischen dem Ministerpräsidenten Banffu und dem Abgeordneten Horanszky, das in der hiesigen Honved-Neitertascrne stattfand, war Abgeordneter Gajary als erster auf dem Schauplatz anwesend, um die Vorbereitungen zu treffen. Sodann fanden sich Varon Uechtritz und die Aerzte ein. Banffy traf in Begleitung des Ministers Fejervary einige Minuten vor 11 Uhr eiu. Auf Seite Banffys verfah Stabsarzt Dr. Neuber, auf Seite Horanszkys Docent Dr. Farlas den ärztlichen Dienst. Die Duellbedingungen waren: 25 Schritte Distanz, zweimaliger Kugelwechsel, gezogene Pistolen und Platzwechsel nach dem ersten Schnss. Als erster schoss Varon Vanffy, traf jedoch nicht. Hierauf schoss Abgeordneter Horanszky, dessen Kugel ebenfalls fehlgieng. Die zweiten Schüfst erfolgten fast gleichzeitig. Veide Gegner blieben unverfehrt. Ohne einander die Hände zu reichen, verließen die Gegner unversöhnt den Schauplatz des Duells. Duell-Leiter war Varon Fejervary. Viele Abgeordnete warteten vor der Honveokaferne auf den Ausgang des Duells. __________ Kreta. (Original Telegramm.) Kanea, 3. Jänner. Die Christen von Apo-torona haben die Waffen abgeliefert. Die Einberufung der Nationalversammlung scheint einen Aufschub zu erleiden. Der Obercommissär Prinz Georg conferierte gestern mit seillein Vertrauensmann, dem griechischen Gencralconsul in Salonichi Papadiamcmtopulos, und mit Sphakianatis. Loibacher Zeitung Nr, 8,_____________________________________21____________________________4, Jänner 188«, Die Philippinen. (vligwlll.Ielegramme) Madrid, 3. Jänner. Eine Depesche des Generals Rios aus Manilla meldet, dass die Spanier auf Valabac überfallen wurden. Sämmtliche Männer seien niedergemetzelt worden, für die Weiber werde ein Lösegeld verlangt. Der spanische Marinebefehls-Haber auf Cuba befahl, dass heute sämmtliche kleinen Kriegsfahrzeuge, die sich bisher noch bei der Insel befanden, abgehen. London, 3. Jänner. Wie «Standard» und «Morningpost' aus Washington melden, beschleunigt! die amerikanische Regierung die Absendung von Verstärkungen nach den Philippinen in der Weise, dass binnen vierzehn Tagen sechs Regimenter dorthin abgehen sollen. Gelegrannne. Wien, 3. Jänner. (Orig.-Tel.) Der Kaiser em-^ Pfieng heute in viertelstündiger besonderer Audienz den ^ japanischen Gesandten Takahira, welcher das goldene, ^ mit Edelsteinen verzierte Collier des Chrysanthemum-Ordens überreichte. Wien, 3. Jänner. (Orig.-Tel.) Wie verlautet/ richtete der Gesandte von Japan bei der Ueberreichung der Colane des Chrysanthemum-Ordens an den Kaiser eine Ansprache, wonach der Kaiser von Japan dem Kaiser von Oesterreich die Colane anlässlich des fünfzigjährigen Regierungsjubiläums des Kaisers sowie als Zeichen der Freundschaft und Hochachtung, welche er für den Kaiser von Oesterreich stets hegte, übersendet. Der Kaiser dankte mit warmen Worten. Oedenburg, 3. Jänner. Im Officiersfechtcurse bes in Oedenburg garnisonierenden 18. Honved-Infanterie-Regiments hielten nach der Fechtstunde noch Oberlieutenant Dionys Murvay und sein Freund Lieutenant Andreas Szaboty Fechtübungen. Trotz der vorgeschriebenen Gesichtsmaske, welche die Fechter benutzten, drang die Degenspitze Szabotys in die Augen des Oberlieutenants Murvay, welcher blutüberströmt zu Boden fiel. Der herbeigerufene Arzt constatierte, dass di>: Degenspitze durch das Auge in das Gehirn eindrang und einen halbseitigen Schlaganfall herbeiführte. Murvay ist nach zwei Stunden, ohne die Besinnung erlangt zu haben, gestorben. Potsdam, 3. Jänner. (Orig.-Tel.) Die Besserung im Befinden des Kaisers Wilhelm hält an. Zur völligen Reconvalescenz bedarf der Kaiser noch einige Tage Schonung. Verstorbene. Am 1. Jänner. Paulina Kastelic, Weichenwächters.Witwe, 74 I., Radetzlystraße 1, ^poplexia cerebri. Am 2. Jänner. Ialob Kopac, pens. Amtsdiener, 7b I., Kirchengasse 9, Lmpll^semk rnron. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. __________________Seehöhe 306-2 m.________ L LZ >H«li 5Z! «„stcht KHZ ^^TN7 717^6 3^ OTWväch^cheUw. bew. " 8 ^ Ab^ 722-2 -14 ^ SW. mäßig >___Nebel_______j 4. i 7 u. Mg. I "728-3 , -4-4 j SSO. mäßig , heiter ! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 0 5", Nor» male-^7°. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtek. ! llWt lles!l. l>. !<. L8llßl«l8tilll8'l(Mil. l Maßstab 1 : 7b 000. Preis per Blatt 50 lr., in Taschenformat ! auf Leinwand gespannt 60 lr. ^ Jg. u. Kleinmayr . t. ^^t>o«,l^iUt<3iF der «Laibacher Zeitung») bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-numeration t>»1t1«ß5l-»t zu erneuern, um die Expedition ununterbrochen veranlassen zu köunen. Fanöestyeater in Faibach. 59. Vorstellung. Ungerade. Mittwoch den 4. Jänner Neuheit l Zum erstenmale: Neuheit l Vie Kinder der Vühne. Lebensbild in fünf Acten von O. Hoyer. Aus dem Dänischen von R. Jones. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Vi„ Nollsmittel. Als solches darf der als schmerzstillende, Muskel und Nerven kräftigende Einreibung bestbelannte «Molls Franzbrantwein und Salz» gelten, der bei Glieder-reißen und den anderen Folgen von Erkältungen allgemeinste und erfolgreichste Anwendung findet. Preis einer Flasche 90 lr. Täg« licher Versandt grgen Postie ""* einem Stern SBejeidjneten ljaben ftd) audj b"n Kamen«, unb Geburtstags« Gratulationen ložgefauft. ^08?. J. Lonöar s soprogo. * J. Polec s soprogo. * dr. Alojzij Kokalj s soprogo. * Lovrenc Zdešar. * Ivan Gorup. * M. Leustek s soprogo. * nolar Plantan s soprogo. * Anton Janežiè, c. kr. iinanèni koncipist. ¦tral? i««z'«ohen Hause Reisel-¦traa.e Wr. l ist eine Wohnung l7en- (41) 3-1 Anzufragen bei Joi. Leuz daaelbst. Ein älteres Fräulein sucht Stelle als Stütze der Hausfrau oder als Cassierin. Anträge an die Administration dieser Zeitung erbeten. (39) 3—1 5; Darlehen :g von 500 fl. aufwärts dlaoret. Aufragen unter «W. P. 5543> an Bndols Bloaie, Wien. (40) Mcteiap (31) gut erhaltene, kauft sofort 3—1 Jobannesthaler Kohlenbergbau Laibach, Marienplatz Nr. 1. sl _._ Laibacher deutscher Turnverein. | s e -*^ inladung I • t zu der j Freitag den 13. Jänner 1899, abends 8 Uhr j j§ in der Glashalle des Casino ! \ l stattfindenden C ordentlichen Haupt-Versammlung | !i Tagresoidaua^: C 5 1. Berichte Über das Jahr 1898. - 2. Neuwahl des Turnrathes. f | | '*• Allfällige Antrüge. § i («,,_, OntH«U! f ^ l>ev Turnrath. | Arainische Sparcasse. Kundmachung. Im abgelaufenen Monate December wurden bei der kraittischen Sparcaffe von 1902 Parteien......fl. 38tt.9tt7'— eingelegt und an 1989 Interessenten.....» ft24.491'53 rückbezahlt. Zum Zwecke der Erlangung von Hypothekar-Darlehen sind im verflossenen Quartale 42 Gesuche, mit welchen die Summe vou . st. 13V.71tt'— beansprucht wurde, überreicht worden; 35 Gesnche wurden durch Bewilligung vou ...» 8ft.7fttt'— ganz oder theilwcise berücksichtigt uud 7 Bittsteller wegen Mangels statutenmäßiger Deckung abgewiesen. Bei dem Pfandamte wurden im Monate December 1343 Pfänder gegen Darlehen von........... st. ft.1tt8'— eingelegt, uud 1394 Pfänder um....... > 7.791'— ausgelöst. Im gleichen Monate des Vorjahres waren 1352 Pfänder um........... > 8.997'— eiugelegt und 1155 Pfänder um...... . » O.5tt2'— ausgelöst wordeu. Staud Ende December 1898: 11.615 Pfänder mit.......... » 8O.737'— Stand Ende December 1897: 10.050 Pfänder mit........... O8.2O2'— Laib ach am 2. Jänner 1899. (42) Die Direction. Razglas. ,7 Meseca decembra Iota 1898. uložilo je v inest no hranilnico Ijubljansko 907 strank.............444.307 gold. 76 kr. 635 strank pa uzdignilo............457.624 > 47 » V èetrtem èefriletju se je 206 sirankam dovolilo posoiil v yn^v,, 255.690 gold. F J /nesKu Ravnateljstvo mestne hranilnice ljubljanske. Laibacher Zeitung Nr. 3. 22 4. Iünner 1899. Course an der Wiener Börse vom 3. Jänner 1899. ^« dm. oM^n Coursblatte. Vtld Ware ztaat«'Anlehen. «^/« Einheitliche Nente <» Noten «rz. Mai.Nuvember , . . 10l«o 10>s5 ln Noten uerz.Fcbruar-Annlist ^01 55 101 75 ..Silber verz Jänner Juli lUl 50 I0l 70 ., „ „April-Octoder ldl bb 101 ?t l«54«l 4»/, Staatslose 2,'>« fl, — ^ " - 18Svei b«/« „ ganzr ÜUU st. ">> 20 14,2(> l860er ü»/„ „ Fiiuflel 10« st. l59 5l> löu ,' «64er Vtaat«l°f« . , 100 fi. 193 i>0 194 50 dto. ., . . 50 st. 193 Ü0 19450 <^/« Dom..Pfandbr, k 120 st. "9 - '«5« «»/. vesterr, «olbrente, steuerfret l2« ,b »2« 5b 4°/» bto, Nente l» Kronenwähr,, steilerfrei fiir LU0 Kronen Noin. l01 8» «08 — bto, dto, per Ultimo . . !0, 89 W2 -»V,°/<> östeir, Iiwestitiliüs-Rente für 20« Kronen Nom, . . »" ^ »0 2« «isenbahn.Tiaat3schuldvep> schrelbnngen. »lisllbelhbahn in G., steuerfrel . ,,«,.„ (blv. St,), für 100 st. O. 4"/„ ^' « ll8 50 Franz-Joses-Nahn in Silber ,^..« „g. (diu El.) f. lO0 fl, Nom. b'/<°/, ^. i>0 12U - Nudolfsbahn 4"/« ln Kconenm. Feuers. (bi°. St.). ,Ur 200 Kr. „,«. .^ Vorarlbergbahn 4°/, i, Kronen«' fteuerf., 400 u, 2000 lrr. f. ^...^.^ »00 »r. Nom..... 90 00 100 »0 Zu Staatsschuldverfchreibun« genabgtstemp.Elsenb.'Actitn. «illsabethbahn 200 si. CM, l>'/.°/. von L0U0 st, ü, W, pr, Slüll . »26 - «5» — bto. Llnz'Vudlueis 200 fi. ö. W. ü'///n........ 23tz»«»5'da dt«. Slllzb.'Xir, LW fl. ö. W. 5»/, »50 - 2»0 75 »»l..»arl°Lud«..V.«00ll.CM. »lü >l0 »11 10 eN> war« «»m Gt««te znr Zahlung übernommene (klsenb.'Prlor.» Obliyatwnen. Elilabethbahü eou u, 3000 Vt. ... ., .,^, 4»/^ ab 10°/,, », ^ diverse LtNcke 4°/« , . , . 98 30,00 1, «orarlberg« Äahu, Elil. l«84, 4"/« !,d!U, Tt,) E,, f. 100 fl, N, l»U ^ l0U' - Ung, Eoldrente 4"/„ per Cass» lü« 0' lw 2> btu. dt«. per Ultimo .... 'lt > 05 1«,i 2^ dto, Nente in Krmn'nwahr., 4"/^ steiirrl»visürüc»Nvu»cüNum, U7Sü 9S-0! 4°/„ dtu dto, per Ullimu , . «7's5 9» 0i dtu,St, E, «I,Oolb1»0s!,,4'/,/nSchanlrell.al-Ubl,°Obl lN0'2b «niül bto. Vrüm-Aul. il 100 fl. ö, W, 159 — 160' bto, dto, k bO sl. «, W. 1ü8ü^iö9ü< Theib'Reg.'Loft t«/, 100 sl. . 138 - '39 — Hrundentl. - Obligationen (für 10« fl. CM.). e»^> unßllillcht (100 sl. e, W.). s5 50 >!« i>c v/, lll»tilcht und slavonisch« . 9?-— 9s'- Andere Vffentl. Anlehen. D«mlU.«e«.'Los« »°,». . . . 129 — 190- dt«. 'Anleihe 18?» . . lW — 109- «nleheii der Stadt M«r» . . 112'- — - Anleben d, Stud^eim-inde Wien l04 30 105 -«lnleven d, Stlldlne,!leindc Wie» (Sllber oder Ooll» .... 12g HU 1li?'!>« Prämien slnl. d, Gtadtgin. Wien i?b- z?5?^ U«rset»u—. 9« — bto. Präm.«Schlbv, 8°/^ I, (, dto, bto. 3«/„, ll.ltm 11? h,> li» 2?> N üsterr, La»deKHyP,-A»st, 4°/, 89 80 100 su Oest, nun, Vmil den. 4^ , . IN0 10 1011« dto, dlo, l'Ujähr, „ 4"/« . . loO'io 101 10 Lparcasse, i.usl., 2NI,ü'/,°/ovl. 10550 — - ^rloliliitü'Gbligntlonen (,'iu !<>0 fl). Ferdinand« Nurbbahn Vm, 1N86 ion 5« 1UU 90 ^esicrr, Novdweslbahn . , . 110- - 110 ?< 3la»tsl>nl»i>!"/^ffrcs,50Up,!2t. «20- —'- Lüdbal)!, »'Vn il Frcs. bv« P, öt, ,8" bo »81-. dto. 5"/„ll!iU0fl. p. IW fl. Ii!U— -'-. Ung, gc>l>,z, Ällhn..... 10^31 10s'»' ^>/« Uutlllrainer Bahne« . . - — — — Kank'Actitn (per Stücl). «Nglo-Oest, Äai!l200fl.«N«/°«. ,155'- 158 - iUanluerein, Wiener, 1»0 fl. . »b« ?b 26? »5 «obci,°Allst,,OG..200sl,E,4«°/o >4?!» ÜN 4W- > Lrdt-slnst, f, Hand, n, G, Kwst. liU0 6ö!26« «f> bto, d!o, per Ultimo Slptbr. ««»'16 3«2-so Creditlianl, «Illg, ung., Ü0U sl. . ZHV »0 890— Depositenbank, Alia.., 200 fl. . 22l 5») 222 50 «tijcumpte Gl's,. «bröst,. 500 fl. 740 —741 - Giru u. Caswiu., Wiener, ^00fl. 2s»'- »»4- - Hl!pMM,,Ocst,.20Ufl,25"/„,ba»t, Oest., 200 fl. . . »3v'5N 240 — Oesterr.-ungar, Van», S0« fl. . 9»> —3«' - Unionbant 200 fl..... 2»? 2ü »9? 50 »«ckhißbanl, «ll«., «0 ll. . I?t«11?^ö0 «elb Ware Hliien von Transport' Unternehmungen (per 2<ücl), «llfsig.Tepl. Eisend. 300 fl. "I«! lNLK- Vöbm. Nordbayn 150 fl. . . »50 — 25, b< Uuschtiehrader Eis. 500 fl, CM ^^0 chcr9 2?» «58 ?i Prag Dnxor Visenb. 150 fl. S. , Ü0l- „„iös Slaatseisenliahn 200 fl, O. . »«4 — 3»4 ö< Ciidbnhn 2»0 sl, S. . . . e^» 81 üü Lüdnordb, Vrrb,-Ä. 2«0 fl. «M. 20« ^5 309 '!»l,al,-Ges.,Wr..17Ufl.ö.W.----------------------^'- bto, Em, 1887, 200 fl, . . "ÜÜ — 5U6--Tramway-Ges,, Ncue Wr,, Prio. ritätS Actien 100 fl. , . . >2?-bl> >2!) — Un«,°«aliz, «ise»b,««0fl, Silber 21420 2,4 70 Un8-Westb,(Raab-OrazM0sl.Z. 213 50 2l4b0 Wiener Lacalbahnen» Act, Gef. —-^ — — Industrie'Hrtien (per Stück). »ansses.. Allg, Üst,, lU0 sl. . . '"'üb ll« — ««ybirr Eisen- und Stahl-Inb. in Wien 100 fl..... 9.' Ü0 97K0 Eisenbahnw-lleihg,, Trste, »0 fl. lU«' 0 ,27 b0 „«lbemühl". Papierf. u, «, G. L»-?ü 9» Üicsinger Brauerei 100 fl. . . lt!7 —- 168 b>' Montan Oesellsch. Oest,-alpine l8«'20 >9<> - Präger Eisen ^„dGes, 200 fl. 928-— »«« — Oalgo-Tarj, Sleixlulilen 6<» fl. 610 —«14^ „Schl»gl«ühl", Papiers, 200 fl. «>?»'—«08 - ,^»«tz«».", P^pierf. ». «.^». lS2 b!> »S3 50 »elb ««,,« Irifailer Kohlenw.-Ges. 70 N. >?s — 178 t>0 Waffenf..«.,ecsl.lu Wirn,1onfi. ,9z — I9ü -Wllggon-Lelhanst.,«ilg,,inPest, «r. Baug'esellschafs l00 f'l, ' ' ^7^ ,^'^ Uieuerberger Zi.'l,el «elien'««,. ,??,_ »^..1 Diverse Lose (per Stsüt), Kubaptst-Vaslllca (Dombau) . «-?<> ?.__ Lrebitlose 100 fl...... 197 «.<» ,9^.^ «Donau-Dampfsch. i00fl,TM. i?n— ,80 — Vfener Lose 4« fl..... «g.^ «4 zh Palssy-Lose 40 fl. CM. . . . A5° A" RotbenKreuz, lüest.O«s,v,,10fl. zg^o z^.^. Lothen lireuz, Unn.Ves, >l»fl. ,(,-5« ,1 ,„ «llbolph-Lose 10 sl, , . . z>^._ z^.'. kalm Lose 40 fl. CM . . g« .5 „ zz e>.-Gen°i«.Lose 40 fl. CM. . «4?ü 85»z Waldstein-Lose 20 fl. «M. . . «5'_ «4 -«ewinstsch. d. 3"/„ Pr.'Schuldt,, d. Vobencrebitanstalt, I. Vm, ,»?« i^?>^ dto. bto. II. V,n. 1889 . . i3" ,;.zZ «uibacher L°s«...... .".H ^.^ Devise«. «msterdam....... 9»L0 »9 6H Deutsche Platze...... 5892, l>»'10 Lmibon........ l«0 4» »20 65 Pari» ........ 4?'??, 4? S»» «.Petersburg .... -- - — Valulen. Vncaten......, . z»?» z»?z 2» ssranc« Stücke ..... »'54, 8'5< Deutsche Nrichslianlnoten . . b8'i^58 3?» Italltüische Äantnuleu . . . 44 32^ »4 4^ !i«pler.«ub«l . . . i . . ,27„!j,»?,.»