Lailmchtl Leitung. Nr. 228. Präiüimerntionsprci«: Im <5ompto,r m si.il, halvj. fl. 5.5«. stül die Zuftettunl, m« ^, l>albj.5Ulr. Mit bc» Post ganzj.si. 15,, halb,.si. Dounerstaa, ä. Oktober Inseitionsgcbiihi b>« U) Zeilen: imnl «<» lr., i>m. »<)lr., 3m. I fi.; sonst Pl. Zeitc lm.«l>., 2m. 8li., Um. 10 k. u. f. w. Inicrtionsftlmpel jcbesm. 30 lr. 18«5. Ämllichel Theil. ! ade. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller- ^ höchster Entschließung vom 29. September d. I. den ^ bisherigen Obergespan des Zempliner KomitatcS Ladis-laus von Lehoczty zum Beisitzer der königl. nnga-rischeu Septemviraltafel allergnädigst zn ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließnng vom 23. September d. I. den Pfarrer in Torre NikolanS Pajalich znm Domherrn an dem Kathedralkapitcl zn Parenzo allergnädigst zu ernennen gernht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben dem Ober-lientcuant im Graf Iellacic li!>. Infanterieregimente Arpad Freiherrn von Paszthory die k. l. Kämme« rerswürde allergnädigst zn verleihen geruht. Richlalilllicher Theil. Laibach, 5>. Oktober. Die Wahlbcwcgnng in Ungarn nnd die Programme, welche einige der bckannlcsttn Parteiführer veröffentlicht habcn, werden von den Blättern mit der größten Ansmcrtsamkcit verfolgt. Der bedeutendste nnter den bisher genannten Namen ist wohl Baron EötvüS, nicht minder auf literarischem als auf politischem Felde geschätzt und neben Dcak Führer der gemäßigten libe. ralen Partei Ungarns. Baron Eötvös sagt: Unser Jahrhundert fordert nicht Trennung, sondern Vereinigug, aber nicht dnrch Willkür, sondern dnrch freien Willen. Separation bringt nnS n n r U n g l N ck nnd wir können nnr in der Verbindung mit Oesterreich unser Heil finden. Durch solche Worte ist gewiß der gutc Wille zum AnSalcichc mcmi, fcstirl. Baron EütuüS erkennt die Zusammen < gehöri gleit mit dcu, Neichc in allen Folgen an und sein loyales Entgegenkommen findet UNgcthciltcn Beifall. Die ..Osld. Post" wünscht nur, daß dieses Programm daö Ungarns werde nnd daß es auch in seinem eigentlichen Sinne verwirklicht werde. Freilich kann das Blatt dabei seinen gewohnten Skcp-tiziSmns nicht verläugncn. Die „Presse" ficht in dem Programm einen schätzenswcrthcn Veitrag zur Verständigung. Das „Fremdenblalt" unterschätzt nicht die Bedeutung der freimüthigen Ansprache, womit die Führer der Ungarn ihren ernsten Willen darthuu, im eigenen Interesse ihres Vaterlandes die Machtstellung Oestcr» reichs zn wahren nnd die verfassungsmäßige Freiheit der nicht ungarischen Länder zu fördern, Ucberhanvt erkennt daS Blatt an, daß in der politischen Aktion Ungarns ein beachtcnswerther Geist der Loyalität nnd des nationalen Gcmeinsinnes sich kundgibt. Es bedauert Angesichts dieser Erscheinung nm so mehr die Zerfahren« heit in den denlsch.slavischen Ländern. Heißt dies aber nicht sich selbst aufgeben? — Man kann, sagt die „Debatte," auch in der Rede des Baron Eötvüs manches Häkchen finden, daS Wesen derselben aber kann nur ermnlhigend nnd bernhigend wirken. Der Satz „Oesterreich ist anch nnser Ncich so gut wic das Eure" umschließt cm ganzes Programm, das von dem richtigsten Verständnisse der Interessen Ungarns und der Gesammtmonarchic dittirt ist. Größere Schwierigkeit bietet augenblicklich daS Verhältniß Ungarns zu seinen Annexen Kroatien, Siebenbürgen und überhaupt zu den n'cht magyarischen Völkerschaften dar. „Die Ungarn, unk il "A°rst..Ztg." treffend, zcntralisircn ihre Kraft u^d n^'.-^c"' Sie streben darnach. Siebenbürgen din Platz in! ,"" ^ i" zieh"', dessen Vertretern sie Die Unaarn « !!?7''^" Reichstage vorbehalten haben, aber Ales w««^"'' '^ mögliche iwihcit, entfernen de"2es b^ ."'d dic Einheit Komitat volllonnncu c!" ''"' ^" ">'"" ''l b"s diplomatische nnd '"> ^dst, aber dic und dies sowohl im La. k? '^'^^ ''< d" nngar.sche .'Vorst.Ztg',. ak e ürt d 7von uu''" ^"''?'" 5?" wl znr .achahnnmg fü! ^'^^ ^,2^^1,^co^ Preußln den ?,„i,,^ ,:„ / „ ,,, " vcftc,,c,chcr ,„>d «mm, wo,» '°m„ !^ ^ H"w>",^ zci»., ^ ,",' '">n)l!gs a»^schen wer« den. Sie werden von den liberalen Blättern Deutschlands deSavouirt, und cS wird der Emsi"ß Preußens und Oesterreichs in Deutschland nach wie vor der Herr» schcnde sein. Daß übrigens Oesterreich stch von Preu< ßen in dcr schlcSwig. holsteinischen Frage "'cht >nS Schlepptau werde nehmen lassen, bewiesen vcrlaylichc Mitthcilnngcn dcS „Memorial divlomatiqnc" und der ..France/' wenn die Ncgicrnng ihre legale Tendenz mcht schon wiederholt zum Aufdrucke gebracht hätte und daS Provisorium uicht schon an und für sich darauf hinden-ten würde, daß Oesterreich sich nie die Händc binden lasfcn wollte. Oesterreich. Wie«, 2. Ottbr. lFrdblt) Soeben geht uns die wich» tigc Nachricht zn, daß vergangene Woche die vorzüglich, sten Parteiführer dcr Romaxen Siebenbürgens in Bla-kendorf eine Versammlung ubhiclten, in welcher cmc sehr energische Adresse an den Metropoliten Schagnna beschlossen uud abgefaßt wurde, mittelst welcher derselbe aufgefordert wird, einen romanischen Nalionallongrcß auf den 20. Oktober ciuznbelnfcn, ans dem dann be-antragt nnd beschlossen werden soll, sich an den Land. tagSwahlcn nicht zn belheiligcn resp. den Landtag nicht zn beschicken. — Schciguna ist als Metropolit zur Ein. bcrufuug eines solchen NationalkongrcsscS berechtigt. -— 2. Oktober. . Der Landtag nnd die Wahlen." Unter diesem Titel brachte ", Pcsti Raplo" in seiner letzten Sonntagsnuunncr einen Artikel, dessen Antcr-schaft in Pest'allgemein Deal selbst zugeschrieben wird. Es wird darin nachgewiesen daß die Situation gebiete, ! sich nicht in ParteitFl-llltionen zn zersplittern. ..ES ist I klar." heißt es, „daß es eine sogenannte Adreß< nnd Beschlußpartci uicht mehr geben könne." Bezüglich der Altkonservaliven wird gezeigt, daß anch sie daS leben» digste Interesse haben, sich dem Programme „dcr ein-z^cn großen nationalen Partei" anzuschließen. Am Schlüsse wird vor übermäßigem Ncdecifer gewarnt; „es sci den Wahlen eine ernslc Nichtnng zn geben, damit slc »icht z»m Spiele nroßcr Kinder werden." Der slrtilel, dessen Wesentliche« wir hiemit trcll wicdcrae. gcbcn liclbcn, schließt mit den Worten.- „Bei dem Man^ gcl sich schroff gcgenijbcrstchcndcr Parteien ist übrigens zu hoffen, daß die Wahlen ruhiger ablaufen werden, als je feit vierzig Jahren." — 2. Oktober. Dcr Herzog von Grammout, der erst vor Knrzcm, vor Ablauf seines Urlanbcs, in Wien eintraf, hat sogleich nach seiner Anknnft nnscrcm der« maligcn Leiter dcr auswärtigen Angelegenheiten gegenüber sich über daS Manifest vom 20. September ans-gesprochen. Seine Aeußerungen bei dicfcr Gelegenheit sollen nicht blos höchst schmeichelhaft gewesen sein, sondern anch das Gepräge an sich getragen habcn, daß sie ans offizieller Inspiration hervorgehen. Der Hcrzog drückte nicht bloß im Allgemeinen die Befriedigung ans, welche Frankreich über die Absichten dcr österreichischen Regierung fühle; er soll besonders hervorgehoben habcn, daß Oesterreich im Interesse Enropa's handle, wenn eS die eingeschlagene Bahn dcr Versöhnung im Innern konsequent verfolge nnd dadurch jene Stellung sich erwerbe, welche ihm znnächst in Dentschland, dann aber in Enropa zntommc. Ischl, 1. Oktober. Gestern nm li Uhr Abends lst ln dem Nolhauer Zlegchtadcl in Kaltcnbach ans un-bekannter Ursache Feuer anögcbrochen, welches sich glück» lichcr Weise anf den Stadel beschränkte, ohne daß für den Kurort Ischl, bei dcr größeren Entfernung, eine Gefahr zu besorgen war. Dcr Brand wnrdc bald dmch die Anstrengnngcn der nnverwcilt zur Stelle gc-wcscnen Löschanstaltm gedämpft. Se. Mai., der Kaiser nnd Sc. l. Hoheit dcr Großzog, von Toscana er» schienen sogleich am Arandvlatzc und gernhten dort län» gcre Hcit zu verbleiben. Ucbcr die in Marbuv,, kürzlich staltgcfuudcne Slom^l-Feier wird dcr „N. Fr. Pr." Folgendes bc. richtet: Dr. Naölag wollte eine Art Vertrauensvotum für das »cue Mimst"»"»! crwirlcn, wogegen sich in dcr Versammlung lebhafte Opposition crhob. Ein Marbur-gcr war es, dcr den Mnth hatte, daran zu mahnen, übcr dein Streben, das nationale Interesse zu wahrcu, dcr Freiheit nicht zn vergessen, dcö großen gemeinsamen Interesses, das alle Völlcr, alle Nationalitäten Ocstcr. rcichs in gleicher Wcisc habcn, und welcher mit Rück» ficht darauf ein Vertrauensvotum als zum Mindesten verfrüht erklärte. Anf d,csc Gegenrede crhob sich eine sehr bewegte Debatte, die Vcrsammlnng zeigte sich als eine getheilte, der Ni!< wnr nicht mehr zn verbergen nnd die Diskussion nahm eine Heftigkeit an, die bereits an persönliche Angriffe mahnte, bis Dr. Toman derselben durch deu Ruf: „Scheiden wir lieber nls Freunde, bevor wir als Fciude beisammen bleiben," ein Ende machte. Es hat sich bei dieser Gelegenheit nur aufs Neue bestätigt, daß die Mehrheit der Slovcnen, so sehr sie die berechtigten Forderungen der Rationalität in ehrenhafter Weise zu fördern bestrebt ist, sich nicht zu blindem Fa-natismnS hinreißen läßt. Der bisherige k. k. Statthalter von Tirol, ssiirft Lobkowitz, hat einen mchrmonallichen Urlaub genommen. Als Motiv für diese Thatsache werden zwar Gesundheitsrücksichten vorgeschützt, indeß ist man, der „A. A.-I Htg." zufolge, vollkommen darüber einig, daß cS politische Gründe sind, die den Fürsten, welcher sich in seiner Stellung die allgemeine Hochachtung erworben hat, zn einem Rücktritt zwingen. Die Grundsätze, welche Fürst Lobkowitz bisher vertreten, weichen von den Prinzipien des jetzigen Ministeriums ab, und der Statthalter von Tirol kann sich nicht entschließen, die seinigen au.fzna.eben. Deshalb dcr zeitweilige Urlaub, dein wahrscheinlich ein Ausscheiden aus dem Staatsdienste folgen dürfte. Prag, 2. Oktober. Statt Ringofrr nnd Porlheim > wurden in Smichow, trog der czechischen Agitation, Dr. Kint zum Bürgermeister, Eorda zn dessen Stell« verlreter gewählt. Beide Gewählte sind Deutsche. Pest, I. Oktober. (Frdbll.) In einem fast vier Spalten langen „dcr Landtag uud die Wahlen" über-schricbcnen Artitcl des heutigen „Raplo" läßt sich eine augeuscheinlich tonangebende Stimme aus der Partei dieses Organes übcr die wahrscheinliche Gestaltung der Parteien auf dem nächsten Landlag vernehmen, die in jeder Beziehnng hohe Beachtnng verdient. AnSgehend von den Prämissen dieses Landtages, welcher denselben nach dem Verfasser „allen Stoff zu Gravamina fast ganz entzogen," findet er, daß dieser Landtag ciu gesetzgebender und kein remonstrirender werden wird. Dieser veränderte, scil fust vier Jahrhunderten in der ungarischen Geschichte beispiellos da» stchcndc Charakter des Landtage« bedinge aber auch nothwendig dic Stellung der Parteien. Bon einer ?ldrcß< odcr Beschlußparlei wird mehr keine Nede sein onncn. da das a. h. September-Manifest und der ganze letzte Vorgang der Regierung gegen Ungar», einer der-artigen Partcldlstinklion den Boden völlig entzogen hat Anch den Parlciunterschicd zwischen liberal und konservativ hofft dcr Verfasser, im Hinblick auf die stetS natlvnalc und im eigentlichen Sinne nie reaktionäre Haltung dcr ungarischcn Aristokratie, nicht allzn schroff hervortreten zu sehen und schließt dem Allen nach, baß der 1860er Landtag mehr eine ruhige, geordneten par? lamcntarischcn Verhältnissen entsprechende Wirksamkeit entfalten wcrdc, an welchen die Geschäfte im Großen schon in den Kommissionen vorgearbeitet sein werden nnd fulminanten Ovationen fast gar leine Gelegenheit geboten wird. Gran, 2. Oktober. Die KomitatSsitzung wurde heute uutcr Vorsitz des Administrators Grafen Forgach um 10 Uhr, bei fchr großem Enthusiasmus nnd vvllig vertrauensvoller Stimmung, eröffnet nnd abgehalten. Der Saal war znm Erdrücken voll. Eine Danl« und Hnldignngs»Adresse an Se. Majestät wurde einstimmig beschlossen. Nach Feststellung der Wahlbezirke nnd Ein. sctzuug des unter Vorsitz des jetzigen VizegespanS zu fuugircudcn Zenlralwählerlomilce'S nnd Beeidigung dcr Mitglieder desselben, wurde die Kongregation mn 1l Uhr mit enthusiastischem Rnfe: Es lebe der König! beendet. Hermannstadt. 2<^. September. (Frobll.) Die Sitzuugcu dcr sächsischen Nations.Universität werden am 9. Oktober d. I. eröffnet; die Wahl Seitens der Stadt Hcrmannstadt dahin zn entsendender Konfluf-Deputirlen findet am 3. Oktober statt. Professor Heinrich Schmidt hat die ihm angebotene Kandidatur zum Konflw> Dcpnlirtcn angeschlagen. In der die Vornahme der ^'andtaaSwahlen betreffenden Inslrnllion deS l. Gnberninms vom 12. d. M, werden die Vorstände drr städtischen Behörde unter slreugcr Verantwortlichkeit beauftragt, jedweder Agitation nnd Demonstration auf daS Entschiedenste entgegen zu treten, die auf die Hcrbciführnng von Demonstrationen abzielenden Versuche zu vereiteln uud überhaupt darauf zu achten, daß die öffentliche Nnhe und Ordnuua in leiner Weise gestört werde. — Das Henttal-Komi,» des Aranlioscr.Stnhle« ist auf den 4 Oktober nach ^"^'<.^,'"^".^^"^"^'^" Komilates auf den s.. desselben Monates nach Klausenburg einberufe., 912 worden. — Dic uencrnanutcn und realtiviltcn Obcr» beamten haben die Leitung der betreffenden Munizipien von den bishcrigeu prov. Vorständen bereits übernommen. — Bischof Fogarasfy hat seinen Sitz als Gubcr-uialrath am 2 weis für die Festigkeit dcs Einvernehmens. Floren;, W. September. Die italienische „Generalkorrespondenz" meldet, daß die Franzosen die Räumung Roms binnen einigen Wochen beginnen wer« den. Die päpstlichen Trnppen werden die französischen an den neapolitanischen Grenzen ersetzen. Die frau^ zösische Regierung habe daS italienische Gonucrncmcnt offiziell hitvon verständigt. AuS Noln wird geschrieben: Die Anwerbungen nehmen jetzt einen besseren Fortgang, und in ruenin.cn Tagen haden sich mehr als 2(X) Retrutcu ans den päpstlichen Provinzen anwerben lassen. Dem Tages» befehl dcs Hcrru v. Merode zufolge kommt ein Rekrut auf 41 Scndi 22 B. zu stehen. Unter den Kosten figuriren anch 10 Scudi „für die Zustimmung der El' tern." Das Nähere hierüber enthält ß. 3 jenes Tages» vefehls, welcher lautet: „Da es häufig vorkommt, daß Jünglinge von ihren Eltern nicht die Erlaubniß cihal» ten können, sich anwerben zu lassen, wie sie es wüu-scheu, wegen der änßerstcn Armnth derselben, in welcher sie eine Stütze an ihrem Sohn finden, so wird in sol« chcn Fällen den Eltern der Rekruten eine Gratifilation von 10 Scudi bewilligt werden, von welcher in dem Konsense derselben und in dcm Auwerbc-Alte Erwäh» nung geschehen wird." Für die armen Baucru der Eampagna sind 10 Scndi ein lockender Reichthum nud geeignet, dein Papste viele Soldaten zu verschaffen. PariS, 30. September. Man spricht davon, daß der Bruder deS Königs von Spanien, der Infant Don ! Enrico, die Prinzessin Anna Murat heiraten wird. Graf Salm, österreichischer Offizier nnd der Gesandtschaft in ! Madrid zugetheilt, wild sich mit der Eomtesse Scla» , fani, einer Eonsinc der Kaiserin Eugenic, vermählen, welche der Vrant ein prachtvolles Diadem ans Ärillan» ten zum Geschenke gemacht hat. Belgrad, 2<>. September. (Frdblt.) Ich kann Ihnen auf Grnnd positiver Wahrnchmungcn mitlhcilcn, daß zwischen Fürst Michael und dcm Fürsten Knsa cinc Art Schutz« nud Trutzbündniß unter Nnspizien Nnß» lands thatsächlich abgeschlossen und zunächst Bulgarien zum Schauplatz anscrschcn ist, auf welchem dcn Zielen dieser Allianz vorgearbeitet wcrdcu soll. In Bukarest hat sich unter dem Präsidium dcs bekannten Agitators RakovSli cin geheimes, ans vierzehn Personen bestellen» dcs Bulgaren-Komit^ gegründet. Fürst Michael wollte zwar Aufaugö direkt durch Agenten in Bnlgarien wir« ten lassen, doch diese kehrten von ihren deshalb unter-nommcncn Rciscn unvcrrichtctcr Snchc zurück, indem ohnc Rakowski Niemand zn Unternehmungen hcrbci wollte. In Folge dessen wnrden Unterhandlungen cingcleitc! nnd R«lovsky erhielt durch den Bevollmächtigten Mi< chacls, Dr. Paczcl, dic Snmmc von 20s)0 Dukalcn ausbezahlt, untcr dcnl Porwandc, cs sci dies cinc Subvention für dic von ihm herauszugebende Zeitung. — Des Weiteren hörc ich, daß jcucs Bulgaren-KonM, au dcsscn Sitzungen hänfig auch cin Sekretär dcs rus» sischcn Konsulates Thcil u mmt, unlängst von Nnßland 12 000 Dnkatcu erhielt, und daß im nächsten Winter rnssischc Wuffcnscndungcn für Vulgaricu bcuorstcheu. Speziell Serbicu anlangend kaun ich Ihnen melden, das wegen dcr thcilwciscn Untcrstcllnng dcr Kreis« chcfs untcr Garaschanin, zwischen diesem und dem Mi° nistcr dcs Inncrn, Nikola Ehristicö, Differenzen allö-gcbrochcn sind. Garaschanin, angeblich kränklich, hält fast täglich Minister-Konferenzen in scincr Wohnnng, denen stets dcr Truppcu^Kumnmnoat Oreschkovics bci< wohnt, bei dcncn jedoch Ehrislics nie erscheint. Orcsch« kovics sucht dcn Fürsten gewaltsam zur Aktion zn dräu-gcu, und unlängst fand bci dcr Tante dcs Fürsten, Frau Thomania ObrcnovicS lGroßmnltcr des präsum» tivcu Thronerben) eiu Diner statt, dci welchem Oresch» kovics osfcu auösprach. der Fürst müsse dcn Kricg mit dcn Türken beginnen, sonst „fällt cr." — Gegenwärtig macht dcr Fürst wicdcr cinc Rnudrcisc im Landc, und besucht auch daS Schwefelbad Smrdanbania um dort dic Bauten zu inspiziren, da für diesen Badeort, sowie für Kissclawoda zur Ausführung derselben 25.lXX) St. Dukaten bewilligt wurden. Der bekannte Polizciscklions-chef Krchtics ist mit Gehaltserhöhung znm Beisitzer des obersten Gerichtshofes avcmcirt. Mexiko. Die eben eingelangten offiziellen Rc» lationen dcs Generals Grafen Thun an dcn Kaiser Maximilian verzeichnen neuerdings cinc Serie von Gc-fechten, in welchen die österreichische Legion im Venme mit mexikanischen Auxiliartruvpcn sich mit Ruhm l>c-deckte und dcm Feinde namhaflc Verlnstc beibrachte. DaS Resultat dieser Kämpfe war folgendes: ES wurde in Folge der Einnahme lind militari' schen Bcsetznng dcr EumbreS dc Apulco die VcrbmdlM!) mit drr Tierra Tcmplada hergestellt. Die mehrtässissc Bcsctznng und schließlich die Zcrstörnng Xochiapnlco'^ zwang dcn Feind, sich in die ganz unzugänglichen Berge am linken Apnlco-Ufcr zui ückznzichen, wo ihm die S»l>' sislcnz schr schwer wird. Durch dic Einnahme und Besetzung Tclcla dcl Oro's und Ahuacatlaus wurden die dorligcu feindliche» Stlcillräftc zersprengt nud deren Ucbcrrcste untcr Iu<>" Mcudez uud dcu bcidcu Ioziis übcr dcu Rio Tecol«^ gcworfcu. Die ganze iünic von Tcttla bis ins D""^ dcr Ticrra Tcmplada wurde hicdurch vom FciM ^' reinigt, dic Kommunikation mit Xochitlan, Huahuü^ und Zacaftoaxlla vollkommen hergestellt nnd gcsichtll' uud was hier als moralischer Vortheil betrachtet!vll' den muß, daS ist, daß in mehreren dcm Feinde bcigl' brachten Niederlagen Ortega persönlich kommunM' Letzterer wagte cS eben so wenig, ernstlichen Widers^ zu lcistcu, und zog sich, dnrch die Vorrückuug der bci' dcn Kolonnen unter Hauptmann Delta Sala 5M» Xopala und Major Hotzc gegen S. Pedro gczwulllO libcr den Rio Grande oe S. Pedro zurück, wodlll^ anch dieser Üanoesthcil als vom Feinde gesäubert^ scheiut. Im Msstmeinen war gegen die Banden in ^ Ticrra calicnlc, dcr Küstengegcnd, in dicscr Pcl>°^ nichtS Ernstliches zn unternehmen. Die während ^ Regenzeit dort herrschenden Epidemien machen cinel' ll>"' gercn Aufenthalt unmöglich. Der größte Erfolg, dcr aber durch die letzt"' Kämpfe erreicht wnrdc, ist, daß die Bevölkerungen i"" Bewußtsein ihrer Kraft gekommen sind und sich mit ^ folg an denselben bctheilicjtn. In dcr Affaire bei Tla^ cantla ain 24. Angnst halle dic 300 Mann starke ^ lonne mexikanischer Freiwilligen unter Kapitän l9"'!'!!« cincm mehr alö doppelt überlegenen Feinde rüh^' Stand gehalten und vier Stürme abacschlügen; 1^ europäische» Truppe wnrdc diese Waffenthat zur ^)U gereichen. Diese Elemente nnn zu benutzen nnd so z" o'ga' nisircn, daß sie auch in dcr Lage blcibcn, die errnngc. ucn Vortheile zu behaupten — daS ist die Ansgalic, die hicr noch zu lösen bleibt. (Wr. Abdpst.) Hassesneuisskeiten. Zufolge Verordnung deö l. l. Kriegtiiuiinstcriums ">«'"" ,"^ dcr l. l, Ärmec folgende A c n d c r u u g c n in der Ädj»! ' ruug Platz greifen. Sämmtliche Uhlmirn» Regimenter ^l>a die Ndjnstirung dc« srilher srciwilligeit 1!^, Uhlancn - sleg'NUNv -polnische Hosen, Kmcsliefel und die Kouföderalla mit dcl "l>« fcdcr T>5 cinzelncn Rcgimcnler werden sich von einander dm^ dcn Aufschlag nnl'ischeidcn. Bei sämmtlichen berittenen Tn'p!" fällt die ungarische Paclnug weg, und c<< wird der Saltcl "^ Nrt der englischen Pritschen cingefM,rt mit der Snltelhanl °" Schwcint>lcder, N'ic sclde dercitS lici dmi hicr garnifon!rc»° 10. Hnßarcn - Regiment eingeführt ist, Ebenso beabsichtigt l"° ^emlletoll. Drei Kaiser in den „drei Kronen." Line Kongreß-Lrinnerung. (Schluß.) Alexander lachte herzlich darüber und antwortete: „Ich will Ihnen dafür mein heutiges Frühstücks müsse. Alexander verlangte nun nochmals t" ^ ^ schcn und dcr Seeoffizier übergab sie diesmal ^ Umstände. . „-, ,,,, Am sclbeu Tage erhielt der Offizier cmc 6"' dung zur laiscrlichcu Tafel „als Neuanche sm . splendide Bcwirlhuug im Hotel „z" dcn drei ino» ' und das Zusammentreffen war lein unaluckllllicv « nennen, da dcr Held dicscS Abenteuers noch heute ' der bekanntesten Generäle des rnssischm Ka.serrc,ch - ' 913 e wollenen Sitzdeckm ssänzlich zn beseitigen und statt derselben, lalog der italienischen Arinec, Sitzdccleu ans Gutlapcrcharizhrelt l verwenden. — Der Stand der Finauzwn ch m anusch aft soll anf ic Hälfte der bisher i,n Dienste befindlichen Amahl herabgesetzt erden. — Präsident Ritter v, Schmerling hat am 2. d. M. die eitnng dcü obersten Gericht!?hofei< übernommen — Am 30. v. M. hat sich in Graz nm halb 1!i Uhr !ormittagö der pcusionirtc Oberst Eusseu Varon S i m b s ch e n urch einen Pistolenschuß entleibt. Kiirz znvor hatte er sich mit :mer Fran und einigen Äelanntcn unterhalten, ninss dann in as Nebenzimmer und uollsührle den Sclbmord, dessen Motiv ine seit längerer Zeit durch Kränllichlcit bcrvoracrufcnc Mclan-hollt war. — Die Marbu, ger Ausstellung wurde während ,er letzten acht Tage von beiläufig 20 000 Fremden besucht. Am l. Oll. war der Andrang von Reifenden in Marbnra, fo groß, daß ,on dort Abends ein Separating noch Graz abgehen mnßtc. Mlt »csem und dem Abcndftostzngc' sind von Marburg über 1000 Menschen nordwärts abgereist. — Der „Klagcnfnrlcr Zeitung" znfolge wnrde der Haupl° reffcr der Krcditlofe bei der letzten Ziehung von Herrn blasinS Pufitsch in Klagenfnrt gewonnen. — Das a 1 tc N csiocnzsch lo h dcrBifchllfe von Vurl, Straßb nrq, ist, wie der „Klgft. Ztg." mitgetheilt wird, dem i.'nndci"erdcn bereit? die Erhebnngen gepflogen, inwicfernc sich dasselbe zur Errichtung einer i,'anoe?irrcnanstalt eignet, inn drin bevorstehenden Landtage die daranf bezügliche Borlage machen zu lünucu. Straßburg ist bekanntlich cincö dcr interessantesten nnd wllhlcrhaltcusteu Schlösser in Kärntcn, hat eine schöne, gesunde Lage und dürfte dem obcrwähnlen Zwecke wahrscheinlich entsprechen. — Die l and w irth s ch a ftli ch c Ausstellung in Klagenfnrt ist während ihrer viertägigen Dancr einer approximativen Schätzung nach von nahezu 10.000 Menschen besucht worden. — Der LandtaaMbgeoi'ductc filr die Orte St. Veit und Fcldlirchen, Hcrr Johann Icssernigg, hat sein Mandat nice dcrgelcgt und ist die Vornahinc der ?ienwahl auf den 1!>. No-vtMbcr in St. Veit an^gcfchricbcn >vordcn. — Die Z entralsanität«: Kommission in Trieft veröffentlicht, daß vom 28. v. M. bi« . Abends nm 10'/, Uhr in Perugia fllnf aufeinanderfolgende Erdstöße. die von einem starken unterirdischen Rollen begleitet waren, verspürt hat. Einige Dächer nnd viele Schornsteine erlitten Beschädigung!,',!. In der nahe gelegenen Stadt Ka-stello stürzten mehrere Häuser ein. Die Bevölkerung ist in der größten Angst vor der stärkeren Wicdcrü'hr deö Erdbebens. Die meisten Leuten lagern anf freiem Felde. — Der „Bote für Tirol" meldet vom 30. September: Ge-slern Mittags erfolgte in dcm Eiscnbahnban - Tunnel im Ahrncr Walde cm theilweiscr Einsturz, wobei einige Arbeiter, wie man! glaubt fünf an der Zahl, verschüttet wurden. Bis grgen Abend gelang eö erst, zwei der Verschültctcn, jedoch bereit« leblos, zu Tage zn fordern. Lokalbericht und Korrespondenzen. Die Direktion der Philharmonischen Gesellschaft hat in ihrer lwraestrigen Sitznng den hier rühmlichst bekannten Klaviervirtnosen Oerrn Josef Zohrer znm zweiten Pereiuölehrer für den Klavierunterricht an" der Grscllschastöschnle ernannt. — Wie wir erfahren, hält die hiesige SanitätSlommission anläßlich der jüngst i>' Trieft vorgekommenen Eholerasälle morgen Sitzung. Die gestern riiig/trettne Temperatur- und Witterungö-! Veränderung diirftc hoffentlich den gefurchtsten Gast von Laibach und nnscrm Lande überhaupt fern hallen. Uebrigenö hat Laibach auch bei der lehteu Cholcraepidcmie im Verhältniß znm flachen Lande wenig gelitten, eö lamm im Ganzen in runder Summe 100 Todesfälle vor. ^. Nächste,, Sonntag werden abermals bei 100 Mitglieder des „,Iu^!!i ,o!iu!" vom Photographen Pogurrlz in einer Gruppe aufgenommen. Eö sind dicö diejenige Mitglieder, welche sich bei der ersten Aufnahme nicht bctheiligt halten. — Den 20. Oktober beabsichtigt der „,!li5.üi ^Kol" feierlich »u begehen, ° — An^ Unterlra, u erfahren wir, daß am 3. b. M, das 2. Bataillon von Baron (Äerstncr Infanterie - Regiment in Nenstadtl eiugerüclt ist. Nachmittag fand eine Platzmnsik der be/ beulend verstärkten Viirqcrgardekapclle statt, Abend« Zapfenstreich von ebenderselben. — Die Weinernte ist nnnmchr beendet, die Quantität ist zwar geringer alö vergangenes Jahr, aber die Qualität vorzüglich. PenuWe Uachrichten. Am 30. v. M, Abend« 7 Uhr erregte nächst der Manahilfcr-Liuic Wicnö ein Hnnd allgemeineö'Aufsehen, welcher hinter tmrm von vier Todtengräbern getragenen Sarqc laut hcnlcud l?!,"^ i?'".^« ^^ ""gelaugt, sprang der Hund wiederholt dem ^cna, in dic Grube nach und war vm> >^^», ,«,«s^>is,,^>, nicht fortzubringen. Der Verblichene war e n hon , kon, 5r Kansmaun ans Arad. der den Hund schon wo f N, s^ — In einem Befehl an oje Truppe» des ^..-^ cs.>-, .„ zu en.,che>deu geruht, daß diese Erlaubniß auch °„f d?^,^ " ausgedehnt werden könne, wobei jedoch folgende V di. ^.^'!' beobachten se.en : 1. Die Offiziere haben sich Polizei in Betreff der Orte n fügen, an welchen ^K^ verboten ,st; 2 die Offiziere dürfen nicht °n öffentlichen I n «lchen,^wllchcn sie uu Paradcauzuge erscheinen, und .8. haben sie den Vorgesetzten die vorgeschriebenen H°"""'r« 3'' machen^ Den llntcroffizireu und Eoldaten bleibt das Rauchen aus der 6'"°'. H «'»7»?,"w°rd^,ch,,.b«.- °l«r ,.,,I'r.r>,M«m. schcn Baueru benutzte die Abwesenheit eines 'lld'Mn, ocr Synagoge betenden Ehepaars, «m d"". °re.^'^ einen Sact zn nähen, mit der Absicht, es m d. D° "n u ° r , f,„. Sein Borhaben wnrde glncllicherwe.se . d " ^°n'«^ vereitelt, als er sich eben anschielte, das Kind zn bericht gebracht, erklärte der Mann, d°5 ""^' ^ .^/H ." der Eholera zu schützen, sei, ein jüdische« Kmd der Fluth zu übergeben. Telegramme. «Pest, 3. Oktober. Ncnlc um 9'/. Uhr Vornnt. tags wmdc nnlcr dcm Vorsitze des ObcrdürgcrmclstcrS dic clstc Generalversammlung der im ^^" ^di gc< wählten städtischen Ncftmscnlanten eröffnet. Der ^ber. bürgcrmcistcr schloß cinc lnrzc Ansprache über den Fwea der Generalversammlung mit emcm Eljeu auf Seme Majestät den Kaiser, in wclchcö die versammelten <1ic. präseutantcn enthusiastisch einstimmten. Hierauf wurde die Wahl dcS Notars aus dcr Versammlung vorgenommen. Nach Verlesung dcS EmbcrufuugSschrclbeuS wurde zur Feststellung der Wahlbezirke und Wahl der Ausschüsse geschritten und lnernach die Sitznng geschlo,. sen. Dcr Olicrbürgcrmcister forderte die Versammlung auf, morgen zur Feier des laifcrlichcn NamtnssesteS bei dcm Fcstgotttodieuslc z« erscheinen. Die Einladung wurdc mit einem enthusiastischeu Cljen anfgenommcn. Pest, 3. Oktober (N Fr Pr.) Dic heutige Slz-zuug dcr Stadt. Rcprüsentauz verlief schr ruhig; es wurdc beschlossen, nugcachtel dcs nicht gcsctzllchcn Ms-nahulszustandcs den ergänzten Zentral.W^hlcnaus,chuß anzuertcnnen; zum Präsidenten wurdc Dr. Haoas gewählt. Vukovar, 3. Oktober. (Agr. Ztg) Die stürmisch begonnene Kongregation hatte einen friedlichen Charakter angenommen und wnrdc heute glücklich beendet. Die National-Opposition Hal loyal gehandelt und die nnga» rischeu Tendenzen wurden nicht berücksichtigt. München, 2. Oktober Durch lo'uigllchc Vcr-ordnuug wird der BercitschaftSstand des HcercS auf den Friedenssuß zurückgeführt 6S tritt hicdurch emc bedeutende Reduktion dcr Cliaraen, Mannfchaften und Pferde ein. Berlin, 3. Oktober Dic preußische Banl hat den Diskont auf 0 pCt., den Lombardzinsfuß für Nicht-kauflentc für Waaren« und Effcttcndarlchcn auf 6, für Kauflcntc bei Effcttcndarlcheu auf 6'/, pCt. erhöht. Kassel, 3. Oktober. In dcr hcutigcn Ständesiz« zung wurde in dcm von dem bleibenden StändeauS« fchussc über dic VcrtagungSzcit erstatteten Vcrichte lon» statirt, daß daS Mimstcrimn dcS Intlcrl, scit 28. ^cp« tcmdl.r ganz ohnc Burstand sci. Der BclfasslmgSauS» schliß wird beauftragt, über dic ivliltel z»,r Abstellung dieses verfassungswidrigen Zustaildcö in nlöbaldigc Äc-lllthung zu lrctcn. Pari«, l>. Ollober. Der „Moniteur" meldet: Der Bcy von Tunis hat den von Frankreich erhobenen Reklamationen wcgen dcr gegen französische und algier-sche, in dcr Regentschaft Tnnis lcdendc Korallenfischer verübten Gewaltthätigkeiten Folge gegeben. Lissabon, 2. Oltobcr. Dcr König ist, begleitet von drci französischen Fregatten, in der Richtung gegen Bordeaux abgereist. Kopenhagen, 1. Oktober. Der morgen zusam-mcntrctcudc Rcichötag wird bis znm 20. November vertagt. ______^ Das Hamburger Postdampfschisf „Borussia," Ka-Pitän Schwcnscn, ging, ej.pcdirt von Herrn August Volten, William Millers Nachf., am 30. September von Hamuurg nach Ncw-?)mk nd. Außer einer starken Brief, und Packclpost halle dasselbe volle Ladung und Passagicrzahl an Bord. cheschästS'Zeitung. Verlosungen. Bei der am 2. d. stattgehabten Verlosung dcr alten Staatsschuld wurden dic bcidcu Scricn Nr. 322 und Nr. 359 gezogen. Bei dcr am 2. d. stattgehabten 22. Verlosung der Gcwittnst-Nummcrn dcs Lotloanlchcus vom Jahre 1854 wurden gczogcn: S.3?«« ^r. H? gcw ttO.tttttt fl. S. »Att» Nr. 3" gcwlnnt 3».ftß>ft si. S. 3349 Nr. 3, S. 347 Nr. 46, S. 3142 Nr. 50, S. 3898 Nr 1, S. 3449 Nr-27 gcwinucu je 5l)00 st., S.3716 Nr. 43, S. 2430 Nr. 32, S. 3349 Nr. 16, S. 71 Nr. 19, S. 2034 Nr. ^6 gewinnen je 1000 ft. Die übrigen gezogenen Nummern gcwinucu je 300 und 200 fl. , _, ^ Bci dcr Vcrlosuug der Rudolf-LpitalS^ose wur-den folacudc Scricn gczogcu: S. 2400, 2081, 818, 3514, 2482, 594, '""/ W5, ^^ 213, 3117, 2037, 3849, 1244, 938,^89, 1772, 452. Auf dicfe Scricn cutfallcn folgende ^rcMr: S. V»U Mr. 5» gcw. HH.ttOo st- S. 3^14 )lr. 15 gew. 4000 fl., S. 213 Nr. 18 gcw. 2000 fl., S. 2589 Nr. 25 und S. 2482 Nr. 22 gcw. je 500 fl., E. 594 Nr. l, S. 1479 Nr. 31, S. 818 Nr. 17 gew. je 300 f!., S. 3849 Nr 8, S. 938 Nr. 27, S. 549 Nr. 36, S. 805 Nr. 44, S. 2482 Nr. 7, S. 3117 Nr. 31, gew. je 100 fl., S. 938 Nr. 20, S. 594 N.. 11, S. 3849 Nr. 41, S. 1479 Nr. 46, S. 805 Nr. 45, S. 452 Nr. 45, S. 594 Nr. 39, S. 213 Nr. 3, S. 3849 Nr. 45, S. 213 Nr. 43, S. 2037 Nr. 13 gewinnen je 50 fl., Serie 2037 Nr. 50, S. 2081 Nr. 48, S. 805 Nr. 14, S. 3514 Nr. 6, S. 818 Nr. 47, S. 2774 Nr. 23, S. 2774 Nr. 4, S. 818 Nr. 40, S. 2482 Nr. 49, S. 2460 Nr. 15, S. 594 Nr. 15, S. 2081 Nr. 14, S. 213 Nr. 41, S. 805 Nr. 17, S. 1479 Nr. 20, S. 2466 Nr. 9, S. 3117 Nr. 41, S. 452 Nr. 19, S. 1479 Nr. 40, S. 2037 Nr. 3, S. 1244 Nr. 47, S. 2774 Nr. 7. S. 213 Nr. 28, S. 213 Nr. 35, und S. 805 Nr. 16, ge. winuen je 30 fl. Alle übrigen in dcn gezogenen Serien enthaltenen Nummeru gewinnen jc 12 fi. Gegen Ende dcr Ziehung ereignete sich dcr Unfall, daß das Glas des Glücksrades, auS welchem die Gewinu-Nummern gezogen wurden, zerbrach, und mußte die beschädigte Stelle nothdürftig mit Papier überzogen werden, damit die Zichuug zu Ende geführt wcrdcu tonnte. Bci der Vcrlosuug der Kreditlose wurden folgende Serien gezogen: Serie 1903, 2791, 811, 3501, 3102, 2044, 1832, 1730, 3254, 3748, 140, 1359, 1998, 1529, 885, 370, 953, 2485. Anf diese Serien entfielen folgende Treffer: Serie 85H Nr. «3 gewinnen HOtt.tttt»fl., S. »73aNs.O3 gcw 4«>.«»«»fl. S. 3501 Nr. 38 gew. 20.000 ft., S. 3254 Nr. 36 und S. 1998 Nr. 12 gcw. je 5000fi. S.1736 Nr. 70, S. 370 Nr. 58 gewinnen je 2000 fl. <3. 953 Nr. KX>, S. 1736 Nr. 67, S. 1359 Nr. 98 gewinnen je 1500 fl. S. 1736 Nr. 6, S. 2485 Nr. 94, S. 1998 Nr. 50 gcwiuncn je 1000 fl. S. 2644 Nr. 50, T. 370 Nr. 57, S. 2485 Nr. 93, S. 3748 Nr. 46, S. 40 Nr. 95, S. 2644 Nr. 31, S. 3254 Nr. 76, S. 953 Nr. 18, S. 2644 Nr. 55, S, 3748 Nr. 18, S. 3561 Nr. 65, S. 1998 Nr. 33, S. 811 Nr. 84, S. 2044 Nr. 74, S. 2485 Nr. 56, S. 1529 Nr. 4, S. 3561 Nr. 41, S. 40 Nr. 22, S. 885 Nr. 33, S. 1736 Nr. 18, S. 370 Nr. 12, S. 3102 Nr. 72, S. 1529 Nr. 70, S. 370 Nr. 68, S. 3561 Nr. 13, S. 2044 Nr. 45, S. 3561 Nr. 16, S. 3748 Nr. 96, S. 1903 Nr. 89, S. 1832 Nr. 21, S. 2485 Nr. 21, S. 2791 Nr. 72, S. 1903 Nr. 74, S. 1832 Nr. 61, S. 1998, Nr. 10. S. 3254 Nr. 75, S. 885 Nr. 3 gewinnen je 400 fl. Uaiback, 4. Oktober. Auf dem heutigen Martte sind erschienen: 6 Wagen mil Hen nnb Stroh (Hen 15» Ztr. 21 Pfd.. Stroh 94 Ztr. öl Pfd.. 45 Nagen und tt Schisse M Klafter) mit Holz. DurchschnittSlPrtise. Mlt.' Mgi-° Mll.' Mgz.- fl. ,r. sl. ll. fi. ll. sl. tl. Weiden Pr. Metze» — — 8 :»A Butter pr. Pfund - 45____ Korn „ ------2N5 it<>r pr, Sliict — 2 — — <^,, ! Speck, frifch, „-38-------^ Linier____i^_ - geräuchert „ —!44-------,< — weißer ..____^ _ Neustadt!, 8. Oltolier. Die DnrchschnittS.Preise fielltm sich cms dcm heutigen Marltt, wie folgt: l 5 ll fi. 5. Weizen pr. Mchen 4 «0 Vutter Pr. Pfund . — > 45° >5orn „ 3 3«) Eier pr. Sllict . . — 1 G"'ste ,. 2 30 Milch pr. Maß . __ ly Hafer ,. I 30 Rmofleisch pr. Pfd. — 14 ,>?all.'srncht ,. 3 50 Kalbfleisch „ __ 20 -Vc'dcn „ 3 50 Schweinefleisch „ —! — 'Vn'st „ ii 80 Schöpfenflrifch „ —15» Kulnrntz „ 2 70 Hahndel pr, Stiitt — !iü Eroäpfel „ I 5/) Tauben „ ^-1« ^'lnfen „ 4 ^0 Hell pr. Zentner . 2 5«) Erbsen « 4 1« Stroh ,. . I 60 Fisolen „ 4 ^0 Holz, harte?, pr. Klft. «20 Nindbschmah pr. Pfd. — 40. — weiche?, „ — -. Schweineschmali ,. —40^ Wein, rother, pr.llimer 4 — Speck, frifch, „ — ^ — , — weißer ,. 3 — — gcränchert, „ . - 35 j^ > Theater. H e u t e D 0 u n c r s t a a. 0 c n 5. O t t 0 b e r: Englisch. Lustspiel in 2 Auszügen vun O. Görner. Hierauf: Der Ehemann vor der Thür. Operette ,n 1 Aufzug nach dcm Französischen von Karl Trenn«,«,!. Musil von I. Offenbach. Ateleorolossische Neaßachlunssen in LaWach. ------^- V«'°n»°°rMcher NedaNmr: Ig„«z,. «lcinmayi. Dr„'/, Mctalliquc« fi. die dem Letzteren gehörigen, auf 2<»N si. ge< schätzten, all Grundbuch Kommenda Lail?ach «„!> Urb.'Nr. ««4^ ^'aln. VN. I?<,I. l?t und Urd.-Nr. «ti^ ^om. Vll. ^ol, 25>' klitiue öffentliche Versteigern!,^ der dcm Lchtern gehörige», im Ormldbuche dcr Herrschaft Pöllcmd "ul> Urb. luln Herrn Axtou Norre in Unterloic zu^ gestellt worden isl. K. k, Vezittsantt Planina als Gerich!, am 19. September 1W5. (2035) Aviso. Gefertigter gibt bekannt, daß dcr Om-nibus-Wagcu sowohl beim Tage alö auch bei der Nacht beim Anlangen dcr Zügc auf dcr Eisenbahn-Station zur Aufnahme dcr Passagiere zur Disposition gestellt wird, und werden dic betreffenden Herren an Ort und Stelle loco Laibach ftcr Pcrsou um 10 tr. ö. W. befördert; — bci der Nacht ist die Gebühr um 5 kr. erhöht, nur tommt von dcr allcnfallsia.cn Aagagc extra 10 kr. zu entrichten. Wcitcrs wird besagter Wagcn in dcr Stcrnallcc (nächst dcm (üasino) täglich cinc halbe Stunde uor Abgangözcit dcr Pcr-sonenzüge zur Förderung dcr ^. '1'. Hcrrcn auf die Eisenbahn um dic uämlichcu Fahrpreise anfgestellt. Laibach, am 5. Oktober 1865. Giuseppe Eimidori. '^ 1. November 18l!5 sind Lose zur groszen, reich ausgestatteten Effekten-Mme ;n Gimslcii gchrilt eiitlasscucr Gcistcölraiitcn, N>o-siiran Geschcntcn Ihrer k. t. Majestäten ". «00,.,^i"°°°.,1tt000st. eingegangen sind nnd wobei l Los nur 5Q kr. kostet, niit der Acgil n st i g n ii g z n haben, daß A b nch ni er uon .H Losen « Gratislos rrhalll'il, welche Gratiolose anf alle Gewinne dcr Hanptzichnna, fpiclcn n»d noch überdies in separater Zichnng Tilbergegenstnnde gewiiincii. '^Q»1. 0. 8ot^6n in >Vien (1921—4) a in Graben. Dcrlci Lose sind zu habcn bei Joii.Ev.Wutselier. (2020-^) Ez,^ Theater-Loge ist an allen geraden Thcatcrtagcu zu vergeben. Auskunft im Zeitungs-Komptoir. (1W1—3) Ein Monlltg^mmer, mödlirt, ist in der St. Peters-Vorstadt Nr. 10^ (Deschmann-schcs Haus) gleich zu vermiethen. (ä010-2) Ausgleichsverfahren des Handelsmannes Albert Trinker, Inhabers einer protokollirten Schnitt- und .Modewaarenhandl lunss in laibach. In Folge der von dem k. k. Landesgerichte Laibach mit Dekret vom 25. September 1^tt5, Z. 51 !4, bewilligten Einleitung des Ausgleichsverfahrens über das Vermögen des Handelsmannes Albert Trinker, Inhabers einer protokollirten Schnitt- und Modewaarenhandlung in Laibach, werden in Gemäßheit des Gesetzes vom I7ten Dezember,5tt2, R.G.V. Nr. !>7, die Herren Gläubiger hiemit eingeladen, zur Wahl des definitiven Gläubigerausschusses am Ki. Oktober 1UU5, früh !> Uhr, in der Amtskanzlei drs ! gefertigten Gerichts - Kommissart', Stadt'Nr. 1«1, entweder persönlich oder durch mit legalisirter Vollmacht versehene Machthaber zu erscheinen, oder aber sich an der Wahl mittelst einer mit beglaubigter Unterschrift versehenen Erklärung zu betheiligen. Laibach, am 25. Sevt. 1^' Dr. Jul. Itebitsch. k. t. Notar. alsBerglcichslcittl' Danksagung. Fnr die zahlreiche Betheiligung am Veichenbcgängnissc unserer unvergeßlichen Tochter Ida B i r a t z k y sprechen wir allerseits unseren tiefgefühlten Dank aus. (2042) Anton und Josefa Pirahky. EH GimMer AnZverlms! "^B Der seit 28. September begonnene Ausverkauf sämmtlicher Schnitt-, Kurck" und Vtod ewaaren wird von niln an unter gefälliger Mitwirkung des Hr. I. TY^ zu bedcutcud herabgesetzten Fabriksprciseu forlgesetzt. Joli. Kraschowitft Hauptplatz Nr. 240 >» ^'ail)ach>. (2036-1) Die Kanzlei des Hos- nnd Gerichtsaduokaten Vr. Ant. Nranitsch befindet sich vom «. Oktober l. I. a» am Hauplplaye im GrsglMn H<">! (1987—0) Nr. «3« im >. Stock. " Zengniß. Ich litt durch längere Zeit an rheumatischen Zahnlcidcn, verbmiben w' heftigem Ohren- und Kopfschmerz, wo alle versuchten Mittel ohne Erfolg w"'"^ endlich versnchte ich das Anathcrin - Mundwasser *), worauf ich in cnüM ^"« uon dicscm Uebel gänzlich befreit wnrvc; daher tann ich dieses Mittel allen 1" Leidenden, welche mit einem solchen ?ciden behaftet sind, bestens anempfehlen. NU" /ran) Whl, Nl. p. K, l. Kassier. . >«.ill Zu haben: In Laib.ich lxi Ant, Krlsper — Ioh. Kraschovih — Karl V , z. „,,»» Chmlsm" Petri«',! <^ H P < vler und Kraschowi h's Witws; i» .ssrainburg ^ ^ Krisver; in Vltibur« l'ci H c l b st, Apotheker; iu WaraSdin bei Halter, ?Ipl,'.»»««. Jede Tchachtel der vo>. mir erleugte.» Teidlift-Pnwec und jeden« die einzelne PulverdofiS umschließenden «paftler »ft meiue ämtlich defto,nrte Schutzmarke aufaedri«5t. Meis einer verlieaelten Ormmalschachtel 1 fl. 25 kr. Ast. W. — Gcwinchs-Anweisuua. in allen Sprachen. ^ Dies/Pulver "eh^ ihre außerordentliche, in be,, manmqfaltWen Mllm erprobte Wirtsau.tett un«bFl belannten Hau«ar,e„eien unbestritten den ersten Rang; wie denn viele Tansende au« allen The.len des aroßeu Kaiserreiches uns v , licqende Danlsaquuqsschrciben die detaillirten Nachwci,unc;cn darb.eten daß d.cjelbeu be. habNneller Verstopfung U'v' danlichleit m'd Sodbrennen, serncr l'ei Kriimpfen. Nlerenlraulhe.ten. Nerven eldeu. H"''' °pttu u vö'^ Kovfschmer,cn Vlutcouacstioucu. aichtartigeu Ol,cdcr-A ectionen, endlich be, Anlac,c zur Hysterie. -V^iP«^' diie. audauerudem W mit dem besteu Lrfolss angewendet werden nnd die nachhaltigen Heilresnltatc lu-se.tt»' ??lk^kl'I^N( in Laibach bei Herrn ^Vi«>'t?I»> 51»^«.'?, Apotheker „zum goldenen Hirschen." Görz: /<'«tt2^'/' Gurkfeld: /<>,>,/. /i<)m,/t^.v. Gotts6)ee: ./«.?. /^eu. Krainburss: ^/>. ^t/ta«"^ Apotheker. Vleustadtl: /)"M. /l,'22t,/i und ./n.fe/' tt^^mann. Wippach: ^n^. /)^/^^ ' Durch obic,e Firma ist auch zu beziehen das _, ^, ^ ^ ^ ^^ , Gchte Dor^ch-Lebeethran-Kel. Die reinste und wirtsamste Sorte Medicinalthrau ans Versseu iu 9torwea.ru. Jede Voutcillc ist zum Unterschied vou andern Lebnthransorten mit meiner Schntzmarle versehen. Prel^ einer qauzcu Äontcillc nebst Oebranchsanweisnnss , fl. ^> tr., einer halben , fl. Ust. W. ,.,.,,ll,eite", Das echte Dorsch - «eberthran - Vel wird mit dem besten Erfolc, anstewcndet w Brust- nnd i u''Neull"'l^ l^. Scrophelu und Mach itiS. (5i< heilt die veraltetsten G'chl- nnd rhenm at,scheu ^c.dcn . ° w,e "1"'''^ H° l""°'^rsch-Diese reinste und wirksamste aller Leberthran-Sorten wird durch die sorMtinstc E'nsammlnnss und ^n^scheiduuss " rNthal-sischen aewonneu. jedoch durchaui« keiner chemischen Vehandluuss unterzogen, indem die ,u den Orlglualflaic,,e' ^ ^^. true Flüssigkeit sich ganz in demselben nngcschwächten primitiven Zustande beflndet, wie ,,r Hand der Natnr nnmi'ttclbar hervorging. (95_3?) Apotheker und chemischer Prodnlleu-Fabrllant '" Hiezu ein halber Vo^en Amts« und Intelligenzblatt.