wilmcher Nl. 99, Plännm,t»t!on«prei«. Im «onpt»»» g«n»l. st ll, halbj. ft. L5<>. yllr d!t i, kin,i, «,it d« '<<,<» «an,i, ft. ,5, salbj, 7 «). Samstag, I.Mai. « Zeilen »5 s».. glößin p» Z««l« « l»., b«l «ft«« «Vitberholnngen pr> .<!' ^"^ ^" ^^"" ^^ Reichsaesetzblattes. vor-leiibtt, ""' deutschen ?lnsgabe, ausgegeben und vel> «l?Me enthält u„ter n»'!i^!!"^""^urkundc vom 9. März 1880 für die Loco-Ronllw ^" "°" bcr Station Haslau über Ilcl, nach na^ 3. ^" Zawmlch mit einer Abzwcissuna von Elowitz ^^^undButschi^ 1°c>s> "uudmachlinss des Finanzministeiillms vom 20. April Eviel, ^"'l'lnd dir Einfühlunn der Abstempekilln der dem ?- ^^ '"'^ "urm zwüifarbi^r» Stempclzeichc» dci ^.abnt- und Stemftelvcrschleissmagazine in Prag, (..Wr. Ztg." Nr. 98 vom 29. April 1830.) H Erkenntnis. ^l»tran ^, , ^ ^audcsgericht in Strafsachen in Lemberss hat ans "April i»u,'/ 2tnat<3an>ullltschaft mit dem Erlcnntnissc vom ^inio-,, ,','l ^2l, die Weilcrvelbreituna der Zcitschrist lei» .,X«3/"^^" Ar. ' vom 10. April 1880 wea.es dcö «rti-!"^!iiiü"?z" , "^'"- s>odi-omil. <>. llviewi»" von ..r^uä Men. " «"" "äpa^ioäxinlno»«!" nach § 30U St. G, ver- Nichtamtlicher Theil. ^ie Eteuerbesreiung der Siidbahn. lchGz,.'!'^t nuninehr der Belicht des Stelleralls' ^Nttei. I ^"'' P^ltwnen vor. welche beim Abge-^ech., ''^ flegln die Erstreckung der Einkommen-t^ttken«?'^ b"' Siidbahn ciligelaufen sind. Es ist Ms '^". U! welcher accentuierten Weise der Aus. «ttichi l«?.ble Steuerbefreiung Front macht. Der ^??, Steuerausschusse wurde eine Anzahl Pe-Melch' ^. Berathung zugewiesen, sämmtlich dahin m ZM,','n '^ die k. k. priv. Südbahngesellschaft von «b njch "2 der Einkommensteuer vom i. Jänner 1880 " durck?^ ^1"^ werde." Diese Petitionen wer-^lkeiunll , Hinweis auf die traurige Lage der Be-!? welcher s^ "^"' ""s die geradezu verzweifelte Lage, ^llich, ^ Oesterreichs Landwirte, besonders die ^«Nig h^evölkerung, befindet, deren Nothstand gegen« ^senen V?', ^W in den früher wohlhabend ge-^^'solvi/Ü "' d'e bedenklichsten Symptom,» an« ^ ^icitlltisi« ^ den ferl,ere» Hinweis motiviert, dass °'e wahr, Q?' "»d Vxecutionen, die den Bauernstand, ^^>wtze des Staates, an den Bettelstab brin- gen, wohl laut genug gegen einen Act schreien, der, wie die weitere Tinkommensteuelbefreiung der Süd-bahn, dic einem Geschenke seitens des Staates von 20 bis 30 Millionen gleichkommt, doch nur einer Anzahl von vielen Millionen besitzenden Caftilalistcn zugute käme, und dass, wenn man dem kleinen Grundbesitzer wegen eines schuldigen Minimalstcuerbettages Haus und Hof verlauft, man doch unmöglich einer solchen Gesellschaft 20 Millionen nachsehen und nicht wieder durch zehn Jahre auf jährliche zwei bis drei Millionen verzichten könne, während der Soldat sich mit ciner Fleischration von 1W Grammen täglich begnügen müsse, weil eine Erhöhung von nur zehn Grammen eine halbe Million mehr kosten würde, die nicht disponibel ist, und gerade darunter die Landwirtschaft abermals so sehr leidet, da das beste Material während der Militärdicnstleistung durch Krankheit und Siechthum entrissen wird. Diese Petitionen wurden durch Zei-tungsmitlheilnngen hervorgerufen, nach welchen sich die k. k. privilegierte Südbahngcsellschast um eine neuer-liche Steuerbefreiung an die l. l. Regierung gewendet haben soll. Eingeholten Informationen zufolge ist die Einkommensteuer der k. k. privilegierten Südbahngesell-fchaft auch wirklich in das Budget pro 1880 nicht aufgenommen, obwol nach dem Gesetze vom 27. Juli 1869 die Steuerbefreiung, und zwar die wiederholte Steuerbefreiung, mit Ende des Jahres 1879 ausgeht. Nach erhaltener Auskunft seitens der Negierung >st die Steuer der Südbahn ans dem Grunde noch nicht in das Budget pro 1880 eingestellt worden, weil jede Einkommensteuer nach dem Durchschniltserträg-nisse der letzten drei Jahre bemessen;wird, das Er-trägnis der Südbahn pro 1879 der hohen Regierung aber noch nicht bekannt ist. Die Südbahn»nternehmung kann nach einer weit verbreiteten Beurtheilung, was die Anlage und Ausrüstung der Bnhnorganisation und Betriebsleitung betrifft, unter den bestgeleileten Ve» kchrsmlstaltcn genannt werden; dafür sprechen auch statistische Daten, nachdem die Entwicklung ihrer Vcr-kehre fortschreitet und sich ihre Einnahmen continuicr-lich steigern. Nichtsdestoweniger ist die finanzielle Lage der Siidbahn durchaus keine günstige. Die Verlegenheiten der Südbahn datieren schon von der Zeit, als der österreichische und italienische Theil vereint im Besitze der Südbahngesellschaft war, und zwar angeblich aus dem Grunde, weil die italienische.Strecke die reichlichen Ueberschüsse der österreichischen consumierte. Die Er- wartung schien begründet, eine Sanierung der misslichen Verhältnisse durch den Verkauf der italienischen St>ecke herbeizuführen; es erwies sich aber diese Voraussetzung schließlich doch als falsch. Wenn die verschiedenen, die nochmalige Stenerbesreiung der Südbahn vertretenden Broschüren die politischen Verhältnisse als Hauptgrund der misslichen Lage der Südbahn anführen wollen uud hervorheben, dass die gegenwärtige und zukünftige Verlegenheit der Südbahn wegen ihrer unbestreitbaren verlehrspolitischen und national-ökonomischen Bedeutung auf den ganzen Slaatsorganismus einen mehr oder minder nachtheiligen Einfluss üben werde, so scheint der Hauptgrund der nachhaltigen Verlegenheilen der Süddahngesellschaft doch unbestreitbar und allein in ihrer Ainancierung zu liegen, einer Finanzierung, die auch em an uud für sich sehr lucratives Unternehmen schädigen muss; daher dürfte es durchaus als nicht unbillig erscheinen, wenn zu dem Zwecke, um für die staatliche Einkommensteuer aufzukommen, die Obliga-tionenbcsitzer einen verhältnismäßig nur kleinen Eoupon-abzug erleiden, und zwar umfoweniger unbillig, als die Sübbahngesellschaft zugunsten der italienischen Einkommensteuer diese Procedur bereits unternommen hat. Da, wie schon früher gesagt wurde, die Regierung nur deshalb die Elnlommensteuer der Südbahn noch nicht in das Budget pro 1880 aufgenommen hat. weil die Regierung die Erlragsziffer des Jahres l 879 noch nicht kennt und im Ausschufse die Erklärung abge-geben hat. dass es nicht in der Absicht der Regierung liege, die Südbahn zur Steuerzahlung nicht heranzuziehen, so stellt der Steuerausschuss bei, Antrag: „Es werden die Petitionen der Regierung zur eingehenden Würdigung abgetreten mit der Erwartung, dass schou pro 1880 die Einkommensteuer der Südbahn bemessen und eingehoben werde." Oefterreichischer NeichSrath. 84. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 29. April. Der Präsident Coronini eröffnet die Sitzung um I I Uhr. Am Ministertische: Taaffe, Ziemiallowsli. Korb. Weidenheim, Eonrab. Die Verhandlung über das M i li tärt axgesetz wird bei den HH 5, tt und 7 fortgesetzt. Minister Dr. Ziemialkowfki widerlegt die gestern gegen das Gesetz vorgebrachten hauptsächlichsten Feuilleton. Etlichen Gesundheitssragen der Stadt Laibach. ^"" Dr. Friedrich KeeSbacher. IX. Schlusswort. ^ienisH^' den Entschluss fassten, die vorliegende ^°"te!i „ c dlc niederzuschreiben, ist uns ein großes °>> öffeimMelaucht. Da nämlich bei der Besprechung "l< S A" Gesundheitsflagen Uebelstände, die in Me„ ?^ bestehen, ans Licht der Oeffentlichkeit s° schien es nns gewisser- l'blchn UN H' "b in einer so offenen uud rück-^Eilde ,i w'echung bestehender Uebelstände nicht « al« kwe, Schädigung des guten Rufes unserer V „^ ^linder Aufenthalt erblickt werden könnte, .'schloss 'Mm Delibericren haben wir uns doch »Ü zwei' diese Besprechung zu veröffentlichen, hiebci gehend. ""s dünkt, gesunden Gesichtspunkten ^^nH^^elben ist unsere Ueberzeugung, dass bestehender Urbelstände und die t"!, das «N!'oe localpatriotische Absicht, zu bessern, d^ender ^ ."'" '"^" ^t «xttu rnuro» viel be-!2"'2Ü>n 5 dass da vertuscht wird. Das Todt- K / "ze at m/l'"^"' "ss"' 5"l"ae liegender Uebcl- t^". ? Mlsstrauen. und ist dieses einmal wach- HwNlnd b?"" '""" salbst da noch Unrath, wo kl- NW, p« ..ö" vorhanden ist. Sicht das Publicum, Fl' s° derl!!. 7 dm factischeu Zustand im klaren 2"ch M.H 5' es scm Misstranen, sieht es aber als sN dass man ernsten Willens ist, das, was , >Mcht erkannt hat, auch zu bessern, so ge- winnt es direct Vertrauen, und hat die Behörde dieses einmal für sich. so ist das schon die halbe Arbeit. Der zweite Gesichtspunkt aber ist die aus dem Vorhergehenden sich selbst aufdrängende beruhigende Ueberzeugung, dass Laibach vermöge seiner geographi» schen nnd topographischen Lage, vermöge seiner nielcoro logischen nnd klimatischen Verhältnisse, seiner Boden-construction, seiner Approvisionicrung eine der mcist< begüustigten Landeshauptstädte in Oesterreich ist. Seine pittoreske Lage, sei„e reizvolle nähere und weitere Umgebung, der herrliche Kranz dreier Hoch' alpcnzüge, die es malerisch umrahmen, seine srcie, sonnige, gut venlilicrte Umgsbungsrbene. mit ihrer reichen Vodenlultur, der gesunde Schotterboden, aus dem es großcnlheils steht, seine südliche und im ganzen daher wärmere Lust. der allerdings nicht constant mil-dcre Winter und die herrlichen Parkanlagen, die Nähe von Wald und Berg geben Laibach vor sehr vielen nördlicher gelegene» Städten den Vorzng nnd lassen es mit seinem im ganzen conservative» und gesunden Klima als Anfenlhaltsort für Menschen geeignet er-scheinen, die Naturgenuss und qesundes Klima dem geräuschvolleren Leben größerer Städte vorziehen. Aber eben deshalb, weil Laibach vermöge seiner natürlichen Verhältnisse eine gesunde Stadt ist, ^bcn deswegen wäre es jammerschade, wenn es diesen guten und ver» diente» Ruf nicht bewahren würde dadurch, oafs es alle jene Verhältnisse, die seine Gesundheit ernstlich be« drohen, mit dem ganzen Aufgebote seiner Kräfte be. kämpfen sollte. Was an Laibach ungesund ist. ist mit wenigen Ausnahmen Kunstproduct, betrifft also Verhältnisse, deren Aenderung in die Hand der Laibacher gelegt ist. Wir sehen, unser Lustkreis ist vermöge seiner Dichtigkeit und Druckgröße und seiner übrigen Eigenschaften gesund und rein, nur sorgen wir zu wenig dafür, ihn rein zu halten; herrliche Quellen rieseln von den um- liegenden ?'.rgen nieder, wir versäumen es nur, sie in unsere Stadt zu führen oder doch gut erhalten hereinzuleiten; unser Boden ist gesund, nur imprägniere» wir dellselbe» mit unseren schlecht verwahrte» Ab« fallstoffen; unser Fluss und Bach liefern uns guteb nnd weiches Nutzwasser, aber wir sorgen nicht dafür, dass auch dahinein nicht letztere kommen; unser Kanalnetz ist schon ein sehr ausgebieileles und complicierles, aber wir führen Mehrung darinnen, anstatt Wasser oder doch nur Meteorwasser; wir haben eine gut ge< baute Stadt mit meist breiten, luftige» Gassen, an deren Fronten glücklicherweise meist zwei-, öfter nur einstöckige Häuser stehen, aber wir entlasten diese nicht der Ueberzahl der Bewohner; wir haben gule und gesunde Marktgesetze. aber wir sorgen zu wenig für deren stritte Durchführung; wir haben einen fieberhaft thäligen, umsichtigen Stadlphysiler. aber wir hören sei»«,' Rathschlag.» „icht; er liefert uns alljährlich eine tüchtige Verwertlma. des gcsundheitS'statistische» Materials, aber wir achten nicht auf die Lehren, die uns a,ls den Z'ffern cnlgegcnsprechen. Also Vahn gebrochen der Erkenntnis unserer Fehler, Bah» gebroche» dem gute» Willen, das Erkannte zu bessern und zu reformieren — dies die Ab« sicht des Gesagte»! Wir schließen mit den Worten des Hygienikers Dr. Reich, der so treffend über de» Einfluss der Ge« sundhcit ans die Wohlfahrt des Gemeinwesens Folgendes sagt: „Das Endziel aller Bestrebungen auf dem Gebiete des WissenL und auf dem des Könnens ist der Mensch und seine Wohlfahrt. Man will leben, man will qesnnd und glücklich leben, man will gesunde und glückliche Nachkommen ins L ben rufen. Gesundheit, Tugend und Glückscliq^it siild die Pfs'lei. auf denen das Gebäude der menschliche» Gesellschaft ruht, wo diese Pfeiler morsch werden, verfällt der Äliu und mit ihm das Oetueinwifln." — 824 Einwendungen und bemerkt speciell bezüglich deL Cm» wandes, dass durch das Gesetz das Vudgetrecht des Parlamentes illusorisch gemacht wird, es wäre unmöglich, die Familien der Hilfsbedürftigen im Falle einer Mobilisierung gehörig zu unterstützen, wenn die Erträgnisse der Militärtaxe etwa in das Vudaet des Landes-vertheidigungsMinisteriums fließen würden, wo ihnen lein Erfordernis gegenüberstünde. Nur wenn ein eigener Aond gebildet wird, wenn die einfliehenden Gelder ge-lammelt werden, sei drr Zweck des Gesetzes zu erreichen. Das Eontrolrecht des Parlaments ist übrigens nicht im geringsten verletzt, es wird in der Lage sein, zu beurtheilen, ob die Gelder, welche dem Fonde zufließen, dem Gesetze gemäß verwaltet und verausgabt wurden. Der Minister ersucht um Ablehnung des Antrages Weeber und Annahme der H§ 5, 6 und 7 in der Fassung des Ausschusses. Abg. Skene erklärt, er werde gegen das Gesetz stimmen, weil dasselbe allen finanzwissenschaftlichen Grundsähen widerspreche und eine Verletzung der Rechte des Parlaments enthalte. Abg. Kronawetter beantragt einen Zusatz, wonach sowohl das Präliminare als auch dev Rechnungs« abschluss des Militärfonds jährlich dem Reichsrathe zur Genehmigung vorzulegen ist und das Verfügungsrecht über den Fond dem Landcsvertheidigungs-Minister im Einvernehmen mit dem Kriegsminister zusteht. Abg. Au spitz bemerkt gegenüber dem Minister, dass es noch niemandem eingefallen ist, die Prälimi-nierung der Staatsausgaben als eine leere Formalität zu betrachten. Er bespricht die Schwierigkeiten, welche sich der Bildung eines Fonds entgegenstellen, der bei der schwierigsten Lage des Geldmarktes im Kriegsfalle flüssig gemacht werden muss. Der Fond würde in solchen Momenten unberechenbare Verluste erleiden, falls er aus Staatsvavieren :c. bestände. Es sei daher gerathen, den größten Theil des Fonds unfructificiert bei der Nationalbauk m deponieren und nur einen Theil der Militärtaxe, nämlich jenen für die Aufbesserung der Invaliden., Witwen- und Waisenuersorgung, fruchtbringend anzulegen. Abg. Dr. Tomaizczuk betont, dass der Fond aus einer Steuer gebildet werde. Das Gesetz sei mit den» Äudgetrechte unvereinbar, weil nach constitutio-nellen Begriffen die Einnahmen und Ausgaben des Staates alljährlich von der Reichsvertretung festzustellen sind. Nach seiner Ansicht wäre zur Votierung des H l> Zweidrittel-Majori^ät nothwendig, weil derselbe em verfassungsmäßiges Recht des Parlamentes aufhebt. Die Bildung des Fondes sei überhaupt zwecklos ; denn da er bis zur Erschöpfung verwendet werden kann, könne es vorkommen, dass im Kriegsfalle ein Theil wenig erhält und ein anderer ganz leer ausgeht. (Lebhafter Beifall.) Abg. Graf Hohen wart stellt den Antrag, sämmtliche Anträge zu den §H b, 6 und 7 an den i'.usschusH mit dem Auftrage zurückzuweisen, in der nächsten Sitzung neuerlich Bericht zu erstatten. Nach dem Schlussworte des Referenten wird zur Abstimmung geschritten und der Antrag Hohenwarts angenommen. Da die nachfolgenden 88 8 bis 15 mit den an den Ausschuss zurückgewiesenen im sachlichen Zusammenhange stehen, werden sie m 8U3p6N8o gelassen. Es wird hierauf § 16 in Verhandlung gezogen, welcher die Höhe der Militärtaxe und die Art der Cinreihung in dieselbe enthält. Abg. Meng er erklärt diesen Paragraphen für ein ganz verfehltes legislatorifches Werk, welches drr Willkür der Behörden Thür und Thor öffne. Abg. Freiherr v. Dipauli lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Berücksichtigung elemen« tarer Unglücksfälle, Missernten lc. bei der Einreihung in die Klassen. In formeller Beziehung beantragt er die Rückweisung des § 16 an den Ausschuss. Abg. Dr. Kronawetter beantragt eine stilistische Aenderung des letzten Alinea. Abg. Ritter v. Grocholski schlägt eine neue Stilisierung dieses Alinea vor. Abg. Fux beantragt eine Herabminderung der Taxe von 25 auf 10 Procent der Steuerschuldigkeit. Abg. Dr. Herbst weist die Nothwendigkeit d?r Zurückweisung des 8 16 an den AusschusZ nach, indem er die Cardinalgebrechen desselben, namentlich die un> gerechtfertigte Zahlungspflicht der Eltern und Groß-eltern hervorhebt. Zugleich beantragt er die Drucklegung der neuen Ausschussanträge. Nachdem noch der Referent gesprochen, wird der Antrag Dipauli auf Rückweifung an den Ausfchuss angenommen. Nächste Sitzung übermorgen. Vorgänge in Frankreich. Die jüngsten Vorfälle inLille beschäftigen noch immer die Pariser Alütter. Das „Journal des Debats" wälzt die ganze Verantwortlichkeit für die vorgekommenen Unordnungen auf die clericale Partei, welche dieselben provociert habe. Die clericale Partei — sagen die „Debats" — hat solche Leichtfertigkeiten be« reits häufig genug gebüsst. Allerdings sei die Zeit der augenblicklichen und gewaltthätigen Repressalien vorüber, es sei jedoch gefährlich, mit dem Feuer zu spielen, und darum mögen sich die Clericalen der Warnung des Evangeliums für jene, welche sich in die Gefahr begeben erinnern. Ernsterer Natur ist der Process, welcher dem Herzog von Padua, Abgeordneten von Corsica und ehemaligem kaiserlichen Minister, bevorsteht; derselbe soll wegen eines Vergehens gegen das Wahlgesetz zur Rechenschaft gezogen werden, indem man nachweisen will, dass er im Laufe des letzte» Jahres in zwei verschiedenen Wahlbezirken gestimmt hat, im Seine-et« Oise für den Bonapartisten Maurice Richard und in Paris für den Bonapartisten Godelle. Dieses Vergehen ist mit einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zwei Jahren, mit dem Verlust der staatsbürgerlichen Rechte und einer Geldbuße von 200 bis 2000 Francs bedroht. Dasselbe wurde durch die Revidierung der betreffenden Wahllisten entdeckt. Der Minister des Innern, welchem die Anzeige hierüber erstattet worden ist, übersendete die Acten an den Iustizminister. Letzterer wird nun die Kammer bitten, gegen den Herzog von Padua die strafgerichtliche Untersuchung einleiten zu dürfen. Die Angelegenheit gehört zur Competenz des Pariser Appellhofes, da der Herzog Grohofficier der Ehrenlegion ist. In der letzten Zeit war es in Paris mehrmals vorgekommen, dass radicale Freidenker nach Vollziehung von Civiltrauungen noch länger in dem Saale der Mairie verweilten und eine kleine Feier veranstalteten. Die Bürger Lepelletier und Clovis Hugues fungierten so vor einigen Tagen in der Mairie des 20. Arron-disiements. llnd die Bürgerin Hubertine Auclert apostrophierte in der Mairie des 10. Arrondisscments eine Neuvermählte und machte ihr in diesem höchst passenden Augenblicke den Standpunkt der Frauen-Emancipation klar! Der Scine-Präfect Herold sieht sich daher veranlasst, an die Maires von Paris ein Rundschreiben zu richten, in welchem er ausführt, dass die Ausartung der Trauungsfeierlichkeiten durchaus verhindert werden müsste. Nicht jedermann hätte das Recht, bei einer Civiltrauung das Wort zu ergreifen; dieses bliebe nach dem Gesetze dem Staatsbeamten allein und den an dem Acte direct Betheiligten vorbehalten. Doch dürfte jener einem Freunde oder Verwandten der Familie erlauben, die Feier durch eine Ansprache zu erhöhen. Angesichts der eingerissenen Mlssbränche ermähne er nun die Maires, mit dieser Erlaubnis höchst vorsichtig umzugehen, sie nur solchen Personen zu ertheilen, von denen sie wussten, dass sie nicht imstande wären, die Würde des Ortes zu com-Promittieren, und fordere sie auf, solchen Nachspielen immer in Person beizuwohnen. (Der Mane des zehnten Arrondissements hatte nämlich den Saal verlassen, als die Bürgerin Hubertine Auclert Miene machte, ihm im Amte 5u folgen.) „Dank dieser einfachen Vorsichtsmaßregel — schließt Herr Herold — bin ich versichert, dass Sie unangenehme Verwicklungen vermeiden werden. S>e besitzen alle das Vertrauen der Bürgelschaft nnd verdienen es. Die Ehrfurcht vor der Schärpe des Municipalbeamten besteht noch in Frankreich trotz der Versuche, die in gewissen Zeiten gemacht werden, um das Princip, welches sie vertrilt, zu untergraben. Ich hege daher die Znvelsicht, dass in den wenigen schwierigen Fällen, die sich darbieten können, die angedeutete Maßnahme die erwartete Wirkung üben wird. Indem ich Ihnen diese Winke ertheile, bin ich überzeugt, den Wünschen mehrerer unter Ihnen zu entsprechen, da Sie über Ihr Verhalten nicht im Zweifel sein können, aber sich gern auf eine bestimmte Regel stützen wollen. Ich stelle Ihrem bewährten Eifer, Ihrer patriotischen Hingebung und republikanischen Gesinnung die Anwendung dieser Regeln anheim, welche die Vorschriften dcs Gesetzes selbst sind." Die Heeresbudgetdebatte im italienischen Parlamente. Die italienische Abgeordnetenkammer sehte am 26. v. M. die Verhandlungen über die außerordentlichen Heeresausgaben fort. Es wurde für die Jahre 1861 und 1882 die Summe von 11'/, Millionen Lire zur Anschaffung neuer Gewehre und der entsprechenden Munition bewilligt, ferner 22^ Millionen Lire zur Anschaffung von neuem Geschützmaterial sowohl für die Feld- als die Festungsartillerie, !'/, Millionen Lire für die Ausrüstung einer nenen Waffenfabrik in Terni. Berichterstatter war der Abgeordnete General Berlolö-Viale, früherer Kriegsminister. Er bemerkte unter anderem, die Budgetcommission habe wohl die von dem Abgeordneten Tcnani hervorgehobene Nothwendigkeit erkannt, den Patronenvorrath zu vermehren, auch wenn dafür 5 Millionen Lire aus« gegeben werden muffen, der Kriegsminister glaube jedoch mit einem Bestände von 250 Patronen per Mann das Auslangen zu finden. Im Kriegsfalle lasse sich ja auch der Vorrath rasch genug ergänzen und vermehren. Die Befestigung der Alpenpässe und die Vermehrung der Alpencompagnien legt General Ber-tolü'Viale namens der Budgetcommission dem Kriegsminister dringend ans Herz. Bezüglich der Festung Verona ist die Commission der Ansicht, dass dieselbe m lhrem gegenwärtigen als ein Schutz für das Land fei; dieselbe MlMc weder ein großer Waffenplatz oder demoliert n> Etwas müsse geschehen, und zwar bald. darum ^ der Kriegsminister die Gefahren wohl bedelMi, über datz Land kommen könnten, wenn dlele'"'" Angelegenheit noch länger im Ungewissen vle o - , Der Kriegsminister Bonelli erwiderte. ^°'" in seiner Wehrhaftmachung weit genug vorge^ .,. um nicht allein seine Einheit und Integnt« ^^ digen zu können, sondern auch seiner Ehre l^,,^ geben zu müssen. Bezüglich könne man sich nicht ausschließlich für das VM ^. Passsperren oder das der Forts entscheiden: "'^ schiedenheit der Oertlichkeiten erfordere ver^ ^ heiten im Vertheidigungswesen, im allgemenn ^ seien die Passsperren für die italienische» ^n" ^ sehr angemessen. Was Verona betreffe, so »^ ^ sich die Verhältnisse denken, wie sie sich gest" "«^ den, wenn Verona nicht befestigt wäre und ^''" „. auf dasselbe vorrückte. Da würde sich d»e ^ ^^ digkeit ergeben. d:e die Stadt beherrschen"" ^„ schon um des Schutzes der lombardischcn ^^"I.,<„O zu halten. Mit Rücksicht auf die Vode,,velY° ,^. und Wasserläufe im Etschgebiete glaubt d" ' ^ minister, dass die Festungswerke von Verona "'„^ linken Etschufer erhalten und verbessert ""den "^, doch will er die Fmge noch von Fachmännern ^ suchen lassen. Was die Nüstungsvorräthe oel' > ^ seien 110 Millionen Patronen. 500,(M " >M, gewehre und was sonst noch zur Ausrüstung u vorhanden. Tagesneuigkeiten. ^ - (Die Bilanz des Carrokssel^ ^ durch das Cnrroussel erzielte Reingewinn konnte, ^, mehrere Conti ausständig und auch noch bssonve ^,,,, den zu erwarten sind. bisher nicht fest^!'"" > he» Einschließlich der ei.lgcgangellen Vcträge Sr> -" ,^ be-Kaisers »md der Mitglieder der leserlichen^" I,i Tagen einzuberufenden Sitzung vorgelegt .^.^gdec dieser Sitzung wird auch bezüglich der Vera"ß ^ ^l-Kostüme und Rüstungen endgiltig Beschluss s^M' oe». Ob auch die Kostilme der Damen und ^e", welche von denselben auf eigene Kosten beschäl! ^M» dem wohlthätigen Iwecke gewidmet werde», '!' ^htt"' noch in der Schwebe. Es ist interessant, z" ^ ^ dass der Anschaffungspreis fast eines je^n ,^^ stüme 1000 fl. weit übersteigt. Das E°"0" ^3"" wird den erzielten Neingewinn dem Minist"l^^M nern mit dem Ersuchen übermitteln, die ^^ der Geldbeträge an die nothleidenden Provmz nehmen. 'lssel')?« -(Zur Sängerfahrt Bezirksschulräte) hat in liberaler Welse '".^ a" Lehrern, welche dem Wiener Männergesangev ,F" gehören und die Sängerfahrt nach Brüssel ^K wollen, einen Urlaub vom 10. bis 26. A" B In gleicher Weise haben EisenbahngeseUlcy^,^ sonstige Unternehmungen ihren Veamteil, dle . ^ e des Männergesangsvereins find, die Sang möglicht. ... si^a - (Die Svendenvertheilung '^the^ o i n.) Am 3. Mai findet in Szegedi" die ^t e^ der für die unglückliche Stadt aus der ga«^ g "' geflossenen reichen Spenden statt. Die Verly ^M in allen Stadttheile», gleichzeitig beginnen un ^ »r zu Gasse geh?.,. Es sind zu diesem owA^^ theilungscomitcs gebildet worden, und zwar ' ^de» ^ »nation der Parteien, zur Anweisung der ^gesa"^ zur Auszahlung derselben. An Spenden '"'°. M^» , 2.002,000 st. eingeflossen i nach Abzug der , ^(M gen Reservefonds verbleiben zur Verthe,lu"g ^ Ops" Das Maximum der zu vertheileudeu emz"' ^b", ist für Imnwbilienschädcn auf 4200 ^,'"^e''^,,, schaden auf 3000 fl. fixiert worden. ^' ^ „ei thrilung dürfte einen ganzen Monat m n»,^ ^ l - (Grüner Druck für Vuch^" „ dl»^,. lisches Fachblatt befürwortet die Einfuyru'A.,Md. g, grünem Druck als für die Augen sehr w^e 0^, Philadelphia erscheint bereits eine grün gco ^^ Medison im Staate Iowa in Amerika 1" Aild". ^s,e wie eine dortige Zeitung berichtet, acy ^Z ^ schwister, fünf Mädchen und drei Kna^ '^, an ^ 16 Jahre alt. aus ihrer Heimat m SH" glclt"'>ss men, ohne irgend einen Erwachsenen z»" sch"e" lF" habt zu haben. Sie hatten in Wiirttenw ^ ve ^ eiuandcr Vater und Mutter durch ^' ,VolB" t ^ und machten sich dann auf. um z" 'y^ A, ^^itü" Verwandten in Amerika auszuwandern. ^i« ^ gleitete sie bis zum Seehase., wo ^ ^ ^r ^ bestens empfahl, während sie m 3tcw^ ^ch <^' die deutsche Gesellschaft übernommen "^ hlse'" ,fa"^ fördert wurden, wo sie im beste» "^^fBh" und bei ihren Verwandten die licbrelctM 825 Locales. Aus dem Gemeinderathe. Laibach, 30. April. Bürgermeister Laschan; Schrift- Kalisch. Anwesend 28 Ge- . ' '°.""ye Zu Verificatoren des heutigen Sitzung«. der Bürgermeister die Gemeinde- D K^' A""" "üb Dr. Dero. Die Gemeinderäthe Vo.'l3^"!.l" und Petriiic' haben ihr Ausbleiben """heutigen Sitzung in correcter Weise entschuldigt. aem^" Bürgermeister begrüßt die wieder. Gn,?i? "5""Gemeinderäthe sowie dmneuqewählten Nna v"'^ D'' Derc' und erbittet sich die Ermächti- sil 7 ,°k" ausgeschiedenen Gemeiuderathe Dr. Ahazhizh wtr. "spuehliches Wirken den Dank der Gemeinde- do,, ""'s "ltzutheilen. (Die Versammlung erhebt sich section ^.Dl. Suppan beantragt namens der Finanz-^nit ,!.. °'^^ezüge des Bürgermeisters wie bisher Qulln Hunctionsgebür per 1600 fl. und einem ^rd 2,"^ ,p" ^ si. festzusehe«. Der Antrag "ine Debatte e'nstimmig angenommen, alz ^'„Vorsitzende ersucht den GR. Potocnik, lich ?>/ m!^^ Mitglied des Gemeinderathes, anläss- M/'^^rmeisterwahl den Vorsitz zu übernehmen. Alter« ^,l"^"ik "sucht, dieses Vorrecht seines ^ aviehueli ^ h..^^ ^^ ^. ^.^^ ^j^,^^ dgsK "euerl.^^ ^ "^ brei Jahren geschehen sei — Alter« ^'l'" Kartei-Organen ob seiner Leitung als 3ich,,7°!^nt in abfällilM Weise kritisiert werde. PliM<.. ' ^'" nächstültcstcn Gcmeinderathe das ? "l übertragen. ihn, k/v - Suppantschitsch bemerkt, es könnte U'tt't,, ?'^'" letzteren Falle als Alterspräsident zu fun-""e>>! N H ^'^ gcschl'hen. dass er in irgend lein m^b . nlifalllg beurtheilt würde, doch sei dies statm' V^dender Grund, eine durch das Gemeinde- uMctragene Function abzulehnen. NajuriA fl' Nltter v. Kaltenegger erklärt, die ^uenia w-^ ^""einderathes identificiere sich eben-lNa„M j?ll die Minorität mit den Journalen, welche ^lan bie dieöfällige Aufforderung des fehr !"l Mich"""' Alterspräsidenten, dass ich die soeben M der ^lallene Wahl zum Bürgermeister, welche Mrs b^l?nädigsten Bestätigung 'Sr. Majestät des ^btil a,,,.,,"'' unter ehrfurchtsvoller Erbittung der- ^ener V?' ^ ist das drittem al in ununter-3^ die i< Infolge, dafs der hochgeehrte Gemeinde-Mt>e lent M b"- städtischen Geschäfte in meine V". das« - ""r gestattet, daraus den Schluss zu ^ Win !n,l-"^ derselbe seincs Vertrauens wert hält. ^"en du"'M bemüht sein, dieses ehrenvolle Ver-I'chten ,,7 ^olle Hingebung an die Erfüllung der M,l„q °" erwidern, welche mit der mir übertragenen ^'Nei^ "funden sind. Indem ich den hochverehrten 3i^ebe„ ! ?."'" die gütige Unterstützung in meinem ö^". dan/'- d"n öffentlichen Wohle der Stadt zu w?re. die "" !^ ""s tiefsten, Herzen für die hohe "lgerl^."" durch diese neuerliche Wiederwahl zum ll Es .^" erwiesen worden ist." (Lebhafter Beifall ) Wahl des Vicebürgermei-d^lnels^ c^" ""d wird hiebei der bisherige Vice-tz ^ 18 D^" Gemeinderath Leopold Biirger ^tt'"e en»tt, "»men wiedergewählt. Eine "Nlnzette,'I! ?"' H"rn Gemeinderath Dreo, nelln >l». Aicel,,?"^" l"r abgegeben, di Ärenbe Nl^^"^ster Bürger erklärt, die dtt^sichenln. . - °'"'"^'""l' "'dem er gleichzeitig ^lnmm' «l)lnzufügt, thatkräftig für das Interesse l«n 7^r N - "»zustehen. °r s^^biirqermI.''' ''?f/ begrüßt den wieoergewähl- ''ch wie l)?«""lter, de ftn freundliche Unterstützuug ^ ^ls^. "U" e» bittet. ^ ^ «"3 der ack^"'^'^ b" Tagesordnung wird die 7" ll)er?>? - """derathssectionen vorgenommen; ^ ^aaift/". ^gender Weise zusammengesetzt: «; dieV ^"^lection: Obmann der Aüraer- ' ^fferer^'^eräthe: Doberlet. Horak, Lahnil, '^lte'n '^onal- und Rechtssection: Dr. R. vu'l (Obmann), v. Zhuber (Obmann-Stellver- treter), Franz R. v. Gariboldi. Dr. Pfefferer, Dr. Sup^ pan, Dr. Suppantschitsch, Dr. Zarnik. III. Finanzsection: Dr. Suppan (Obmann). Dr. v. Schrey (ObmanN'Stellvertreter), Bürger. Desch-mann, Dreo, Leskovic. Luckmann. Petri^, Potoönik. IV. Baus ection: Ziegler (Obmann), Bürger (Obmann-Stellvertreter), Doberlet, Keesbacher, Laßnik, Luckmann, Potoc'nik, Regali, Dr. v. Schrey. V. Armensection : Obmann der Bürgermeister, Dr. Dero, Deschmann, Dreo, Gorsic, Lahnil, Les. kovic, Pirker. VI. Polizeisection: Dr. Keesbacher (Obmann), v. Zhuber (Obmann.Stellvertreter). Dr. Blei-weis. Dr. Deri. Doberlet. Franz Ritter v. Gariboldi. Anton Ritter v. Gariboldi. Leskovic. Dr. Schaffer. VII. Schulfect ion: Pirter (Obmann), Dr. Suppan (Obmannstellvertretcr), Dr. Bleiweis. Desch. mann, Iurcic. Dr. Ritter v. Kaltenegger, Dr. Kees-bacher. Dr. Schaffer. VIII. Tivolicomite: Dr. v. Schrey (Ob« manu). Laßnik (Obmannstellvertreter). Ämger, Luckmann, Peterca. Hierauf wird die Sitzung geschlossen. Zur Morast-Ezpertis^. (Schluss.) Ich erlaube mir ferner, meine unmaßgebende An. stcht uetreffs des Vorganges bei der Expertise mitzutheilen. Vor allem werde ich mir den Vorschlag erlauben, dass die Herren Experten nnter sich einen Obmann, vielleicht m der Person des Herrn Ober-bauralhes Iudra, wählen. Die Herren Experten werden sohm zuerst durch Einsichtnahme der Pläne und sonstigen Behelfe sich naher informieren. Sodann werde tue TotalbchchtMng in der erst festzustellenden Weife durch Begehung, beziehungsweise Bereifung des Moores m seinem Umkreise >-,o der Hauplobjecte desselben stattfinden wobel die Herren Experten ein genaues Bild des Morastbeckens nnd des Laibachflusses sich verfchasfen und ferner nebst der Kenntnis der Terrain-Verhältnisse nnd der Äodenblschaffel'hcit auch jene von der gegenwärtig auf dem Moraste behenden Cultur' Methode und der Torfverwertnng gewinnen könnten. Zu dlefem Behufe werden die Herren Experten an ver. schiedenen ihnen beliebigen Stellen die drei Schichten des Moorgrundes, als die Torf-, die Schlamm und die Lchlnschlchte, zu sehen und zu untersuchen Gelegen-hett haben, und bemerke ich, dass diese Schichten einer chemischen Analyse von industriellem und landwirtschaftlichem Standpunkte ans unterzogen worden sind. Dann werden vom Comiti die Fragen entworfen und den Herren Exverlen znr Abgabe ihres Gutachtens, beziehungsweise zur Ausarbeitung des Programms über-mitlelt werden. Es bleibt jedoch den Herren Experten vorbehalten andere etwa nothwendigere Erörterungen zur Vehandlu,»g und Abstimmung zu bringen. Das Programm müsste, um als Grundlage für die künftige Prolectverfassung dienen zu können, Nachfolgendes umfassen: 1) Die Angabe der Bedingungen, welche einzuhalten s,nd für „die vollständige Entwäs. serung des Lmbacher Moores mit Rücksicht insbesondere auf die künftige bestmögliche rationelle Aewirtfchaftung des Moorgrundes;" 2.) die Beantwortung der Frage, „ob und auf welche Art nach Vollendung der Ent-wässerungs- oder Trockenlegungsarbeiten, alfo nach Austrocknung des Moores, eine zweckmäßige Bewäf-ferung des Grundes mit Einschluss der Commassation durchführbar sel." Hiebei hätten sich die Herren Experten gegen-wärtlg zu halten, dass sowohl betreffs der Ent'wässe, rung als auch der Bewässerung Programm und Pro-ject nur dann als zweckdienlich erachtet werden können, wenn das aus den Melloricrungsarbeiten sich ergebende Resultat mtt den betreffenden' Kosten im Einklänge steht, das heißt, wenn »n dem Mehrbetraqc des Er- der Äau. und Änlagelosten gesichert lst^ Auch erlaube ich mir zu bemerken, dass me,ner Anstcht nach auf solche Kanalbauten, wie zum Bediele für das Marchfe d Proponiert oder w.e sie in Iallen zur Herbelschaffung von großen Wasser, mengen aus bedeutender Ferne bestehen nicht reflec. tiert werden könnte und nur die zur Bewässerung so günstige Lage des Morastbeckens, m welchem dem die Mitte desselben durchziehenden Laibachflusse als Haupt, recipienten von den ringsum ansteigenden Hügeln und Bergen zahlreiche Bäche und Quellen zufließen, zweck-mäßig auszunützen wäre. 'Inbelreff der Entwässerung, als ersten Mittels zur Eultur des Moorgrundes, werden die Herrcn Experten ersucht, nebst dem als Hauptgegenstand geltenden Abflusse der Laibach durch die Stadt und abwärts fowie dem Gruber'schen Kanal, auch insbesondere dem Gradaschzabache und dem Kleingraben Beachtung zu schenken. Auch die Frage der Zulässigkeit von neuen Wasserwerken ist sehr wichtig, wenngleich berücksichtigt werden muss, dafs vom national-ökonomischen Standpunkte aus Industrie und Handel auch ihre Berechtigung haben. Ebenso ist die Frage wichtig, inwieferne die immer mehr zunehmenden Walddevastationen eine Grfahr der Ueberschwcmmungen des Moores herbeiführen. Es er-l scheint ferner nothwendig, dass auf die Bedürfnisse der Landeshauptstadt Laibach, auf ihre dermaliaen Bauten längs deö Laibachflusses. in hygienischer Hinsicht aber auf die Canalisation und die Möglichkeit der seineszeitigen Aenderung die größte Rücksicht genommen wirb. Im Innern des Moraste« bildet der Zorn'sche Graben mit den an denselben gelegenen Terrainen, insbesondere im oberen, d. i. östlichen Theile, einen wichtigen Gegenstand. Ueberhaup! wäre auch für die weiten, im Innern des Moores gelegenen Strecken zur Ermöglichung einer schnelleren und größeren Unsiedlung Sorge zu tragen, und diesfalls insbesondere betreffs des Trinkwassers. Durch Einsichtnahme der Pläne und sonstiger Behelfe, durch Besichtigung des Moorgrunbes und durch die ihnen zu Gebule stehenden Informationen we> -den die Herren Experten in der Lage snn, nach gründ« lichem Studium des Gegenstandes und Erwägung allrr Umstände ein vollständiges Gutachten abzugeben, und so kann bei den vielen Erfahrungen und den hohen Kenntnissen der Herren Experten mit Zuversicht er» wartet werden, dass das von ihnen zu schaffend«/ Pro. gramm für die Zukunft d>e bestmögliche Cultur d?s Laibacher Moorgrundes sichern wird, nicht c.2ein zum Wohle der Moorgrundbesitzcr, sondern auch zum Vor' theile der Landeshauptstadt, dann der ganzen engern Heimat, wie auch unseres Gesammt'ValVrlandes." — (Land tags Wahl.) Die Wahl eines Ab. geordneten in den krainischen Landtag nn Stelle des verstorbenen Abgrordnetrn Ornfeu Josef Cmanuel Barbo> Waxenstcin wurde für den untcrlrlliliischcn Landgemeinden» Wahlbezirk Ratschach auf Freitag, den 14. Mai, ausgeschrieben, — (Auszeichnung.) Dem in der Kaffeesurro-gat-Fabrik der Firma August TschinlelS Sühne in Schön-feld beschäftigten Arbeiter Florian Gaul sch wurde in Anerkennung seiner, durch eine mehr als fünfzigjährige Thätigkeit in demselben Etablissement bewahrten treue» Pflichterfüllung das silberne Verdienstlreuz verliehen. — (Laibacher Schieß st and.) Morgen findet am hiesigen l. k. priv. Schiehstande das festliche Gr-öffllungSschiehen zur Feiec der Verlobung Sr. lais, Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Herrn Erzherzogs Ru» dolf stntt. Pas mit Westen reich ausgestattete Schießen l'eginnt nm acht Uhr sriih und end?! am Abend mit Elnoruch der Dunlelheit. Der Schießstand sowie die neuen, vollkommene Sicherheil bietenden, soliden Schuh-bauten werden festlich flaggen. Den musikalischen Theil des Festes wird die Knaftpen'Musitlapelle von Littai besorgen. i — (Plötzlicher Todesfall.) Gestern abend« starb in Laibach im Alter von 77 Jahren der bekannte Weinhändler Herr Johann Gregoritsch, Derselbe wurde im „Cafe Europa" um 5 Uhr nuchmillaB von einem Schlaganfalle ereilt, infolge dessen er, in seine Woh> nung gebracht, nach kaum zwci Stunden verschied. Vor zwei Monaten hatte der Vllblichene in Aavam einen Schlaganfall erlitten, den er jedoch damals glücklich überstand. — (Localversamnllung des Beamten. Vereins) Morgen um 6 Uhr nachmittags wird im Elubzimmer der hiesigen Casino-Rsstauration die dies» jährige ordentliche Local- und Consortialverfamniluug der hierländigeu Mitgliedergruppe de3 Ersten allgemeinen Veamtenvereintz der ostsrreichisch.ungarischen Monarchie stattfinden. Da zur Erzielung der Gcschlussfähialeit die Anwesenheit von mindestens dreißig stimmlirrlchtigten Mitgliedern erforderlich ist. so erscheint eine zahlreiche Betheiligung an dieser Versammlung von Seite der Herren Vereinsmitglieder sehr wünschenswert — (Gemälde.) In der Bamlierg'schen Buch« Handlung sind seit gestern zwei Oelgemiilde eines an» gehenden hiesigen Künstlers zur Besichtigung ausgestellt, dcr sich gegenwärtig zur Ausbildung in seinem Fache iu der Kunstakademie in Wien befindet. Das größere Gemälde stellt ein im heftigen Sturme gescheitertes kleines Schiff dar, dessen Bemannung sich mühsam auf ein von der Brandung umwogtes nattes Felsenriff rettet' das zweite Bild — offenbar eine Copie - scheint ein altjüdischer Studienlopf zu fein Beide Arbeiten des jugendlichen Malers Herrn Ferdinand Vessel aus Lai« dach. eines gewesenen Schülers der hiesigen i^berreal» schule, bekunden ein namhaftes und untcrstühungs» würdiges Talent. Die Zeichnung ist durchwegs correct, der Gesichtsausdruck, namentlich des Studienfopfes. charak» teristisch und auch die Darstellung des Seesturmes sehr natürlich gehalten und zngleich frei von jener besonders bei Anfängern fo häufig bemerkbaren Neigung zu rffect-vollcn grellen Farbentönen. Beide Gemälde sind ver» käuflich. — (Aus der evangelischen Gemeinde) Die Wahl des neuen Pfarrers der hiesigen evangelischen Gemeinde dürfte am Sonntag nach Pfingsten stattfinden und hiebei gleichzeitig durch den Superintendenten Dr. Buschbcck die Weihe der neuen Orgel vorgenommen wer» den, die ihrer Vollendung in der kommenden Woche entgegengeht. — Morgen predigt der zweite der Vewerber. Herr Vicar Mareö aus Wcnuwuih i„ Mähre», hier und am Donnerstag, den 6, d. M.. '» der Filialgemeinde llllli. Ob auch der dritte Bewerber um die Pfarrerstelle, 826 Herr Pfarrer Wittcheu aus Georgenberg, zu einer Probe, predigt hieher kommt, ist fraglich geworden. — Die von Herrn Knießner kürzlich gehaltene Probepredigt sowie die Abschiedspredigt Schacks sind im Drucke erfchienen und werden zum Besten des Orgelbaufondes verkauft. — (Philharmonisches Schüler concert.) Um dem Publicum Gelegenheit zu bieten, die Unterrichtserfolge der Musik« und Gesangsschüler der philharmonischen Gesellschaft in einer größern öffentlichen Production zn beurtheilen, veranstaltet die Direction Mittwoch, den 5. d. M.. uin halb tt Uhr abends im landschaftlichen Nedoutenfaale ein Schülerconcert unter der Leitung der Gesellschaftslehrer, bei dem allen, die daran Interesse nehmen — auch Nichtmitgliedern der Gesell-schaft — der Zutritt unentgeltlich freisteht. Zur Auf. führung gelangen folgende Piecen: 1,2,) Ant. Rubinstein: „Das Vöglem". d) A. Kleffel: „Die Libellen", zweistimmige Lieder, gesungen von sämmtlichen Gesangs« sMlerinnen; 2.) I. B. Viotti: Violinconcert (^-inoli), erster Satz, mit Clavierbegleitung, vorgetragen von Herrn E. Pfcfferer; 3.) F. Menorlssohn«Barth.: Capriccio (^-inoil) für das Pianoforte, vorgetragen von Fräulein M. Kollschegg; 4, a) F. Mendelssohn-Barth.: „Das Veilchen", d) Ferd. Hiller: „Im Maien". Lieder für Sopran mit Clavierbegleitung. gefungen von Frl. Fanni Kordin; 5.) L. v. Beethoven: Zwei Sähe aus dem Trio für zwei Violine« und Viola, vorgetragen von den Herren Ernst Psefferer. Victor Pessial und Friedrich Kautzky; 6.) W. U. Mozart: Erster Sah ans dem ^moii-Clavier-concerte mit Begleituug eines zweiten Pianoforte, vorgetragen von Herrn Josef Andolschrk; 7, »,) F, Schubert: „Des Mädchens Klage", d) A. Jensen: „Frühlings-nacht", Lieder für Sopran, gesungen von Frl. Gabriele U. Fladung; 8.ü) 33. Taubert: „Liebetzlieochen". d) G. Meyerbeer: Krönungsmarsch aus „Der Prophet", vorgetragen von sämmtliche!! Violmschülern; 9) F. Men-delssohn-Barth.: Erster Sah aus dem Octett, arrangiert für zwei Claviere zu acht Händen, vorgetragen von den Fräuleins Mizi und Tiutschi Konschegg. Emilie Nibitsch und Herrn Josef Andolschek. — (Brandlegung,) Iu cinem bei Wernegg im Littaier Bezirke liegenden Walde wurde am 16. v. M. infolge eines von einem Iljährigei, Burschen aus M^usche absichtlich gelegten Brandes eine mit Jungholz tx-stockte, drei Joch umfassende Waldstäche, welch? zweien Grundbesitzern der dortigen Gegend gehört, eingeäschert. Der bei seiner verbrecherischen That ertappte Brcmdleger hat sich geflüchtet und wird steckbrieflich verfolgt. — (Jahr- und Vichmä r kte.) Im Monate Mai d. I finden im Nachbarlande Kärutm folgende Icchr-uno Vle.'märlte statt: Am l. in Düllach (Müllthal). Radentheiu. Friesach. Leisiing, Forst; am 3. in Eisen-lappel, Feldkirchen, Strahbnrg; am 4, iu Oberdraubura., Arnoldsteiu, Lavamünd; am 7, in,Kötschach; am 10. in Schwarzenbach, Arriach, Markt Griffen. Ebene Ncichrnau. Feistriz.Pulst; am 11. in Margarethen bei Wolfsbcrg, Eberstein; am 18. in Klagenfurt. St. Michael, ob Blei« bürg, Mauthen, Waldenstein, Gurk, Gmünd, Palermo»,, Lberndorf, Hermagor, Tschüran bci Feldkirchen ; am 19ten m Dellach im Drauthale; am 21, in Wintlern; am 24. in Thörl; am 25. in Fcistriz a. d. Gail. Köttelach; am 26. in Döbriach; am ZI. in Wolfsberg. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib.Zeitllilg." Wien, 30. April. Der Budgetausschuss beschloss eine Resolution, welche die Regierung auffordert, die Frage der Unterrichtssprache an der theologische» Lehr« anstalt zu Czeruowch emoerliehmlich mit dem Eiz-bifchofe und mit Rücksicht auf die Ritual spräche in Erwägung zu ziehen. Urber eine Resolution betreffs Handhabung der Gesetze über das Vereins« und Versammlungsrecht sowie über eine Resolution wegen Vorsorge gegen die Einwanderung der Jesuiten gieng der Ausschuss zur Tagesordnung über. Der Wehr« .lusschufs, die zurückgeleiteten Paragraph? des Militär, taxgesetzes berathend, nahm die Anträge Russ' an, welche morgen dem Hause als Vorfrage zur Entscheidung vorgelegt werden. Clam legte das Referat nieder, Tilscher wurde darauf zum Referenten gewählt. Die „Wiener Zeitung" meldet, dass der Sections» chef des Reichs-Finanzministeriums, Reislin, unter Verleihung der Geheimrathswiirde in den Ruhestand versetzt und Ministerialrath Fennheim zum Sections-chef ernannt wurde. Rom, 30. April. Es verlautet, das Cabinet solle bis zu den allgemeinen Wahlen die Geschäfte fort« führen oder einem anderenGeschäftscabinete Platz machen. Graz, 30. April. (Wr. Allg. Ztg.) Der Anmel-dmlgstermin fur die Landesausstellul'g wurde vom Generalcomite bis Ende Mai verlängert. Prag. 30. April. (N. fr. Pr.) Nach den „Na. rodni Listy" erfchienen vorgestern im Auftrage des Czefky Club Rieger, Schrom und Lol'kawitz im Polen-Club und dankten für die den Czechcu iu der Budgetdebatte geleisteten guten Dienste. Grocholsli erklärte, dass die Polen es für ihre Pflicht halten, in nationalen Fragen stets mit den Czechen zu gehen. Dieselbe Deputation hat mich dem Club der Rechtspartei den Dank der Czechen nberbracht. Budapest, 30. April. Entgegen dem Urtheile der Wiener Blätter, welche die ganze Wichtigkeit des neuen englischen Cabinets in dcr Person Gladstones concentrieren, erklären die officiö'sen Zeitungen Ungarns, besonders der „Pester Lloyd", sie haben'm die Vor» ficht Granvilles sehr viel Vertrauen. Sie hoffen, dass dieser der Mäßiger der übertriebenen Ideen Gladstones sein werde. Sie fürchten bloß die übertriebenen hellenischen Tendenzen des neuen Cabinetes, speciell Diltes, welcher zum mindesten die Abtretung Ianinas an Griechenland will. Rom, 30. April. Gestern abends nach abgehaltenem Ministerrathc überreichte Cairoli dem Könige die Demission des Cabinetes. Rom, 30. April. (Presse.) Unter dem Vorsitze des Königs fand heute abends ein Ministerrath statt, dem auch der Präsident der Kannner, Copftmo, anwohnte. Der Antrag Depretis, die Kammer aufzulösen, wurde nun dem Vernehmen nach von der Krone abgelehnt, worauf das Ministerium feinen Rücktritt beschloss. Wie nun verlautet, wird Crispi heute mittags in den Quirinal beschieden nnd mit der Bildung eines neuen Cabinets, in das auch Nicotera und Za-nardelli eintreten sollen, betraut werden. Paris, 89. April. Es verlautet, dass der Kriegsminister sich mit einer Verordnung beschäftig!, durch welche bei Benennung der Chargen des Officierscorps der Armee sämmtliche fürstlichen und ai'stokratischcn Titel sowohl im Dienste wie bei schriftlichen Erlässen abgeschafft werden sollen. Ein in Officierötreisen cur« sierendcs Gerücht will wissen, dass der Anstritt des Grafen von Paris und der Herzoge von Aumale und Alenyon aus dem Armeeverbande zu erwarten sei. London, 29. April. (Wr. Allg. Ztg.) Das Cabinet ist jcht vollständig. Chambc!.lain, Handel; Dodson. Locll-Vl'rwaltungsamt; Dilke wurde zmn Uiiter-Staatssecrelär des auswärtigen Amtes ernannt, Mundella zum Vicepiäsidenten des geheimen Rathes; Fawcelt erhält die Post; Williams, nicht Herschell, wnrde Solicitor'General. Lissabon, 29. April. Die ministeriellen Blätter dementieren die Nachricht von einer russisch portugiesischen Allianz gegen Chi,m; sie dementieren desgleichen, dass der portugiesische Gesandte in Petersburg irgendwelches Verlangen an Nussland gestellt hätte. Petersburg. 30. April. Bezüglich der Nachricht der Blätter über eine angebliche Cmlfionlienmg des Hauptattentäters bei der Explosion im Winter« Palais wird versichert, dass alle angegebenen Details ebenso erfunden sind, wie die Nachricht von der Verhaftung des Hauptattenlätels selbst. "— Telegraphischer Wechsclcurs vom 30, April. ^ Ogl!>. Papier - Rente 72 60. Silber - Rente ?^ ",^ Nente 83 75. - 1860er Staats-Anlehen 130 —. - A.^, ^ 835. - Creditactien 273 20. — London U9'-.-7/-' ^ — K. t. Münz.Ducaten 560. - 20.Franlen-Stucl« ' 100 Reichsmark 56 55. _-^-—^ Angekommene Fremde. Am 30. April. . « ,^, Hotel Stadt Wien. Lautn« Aurelia. l, k. Postmeister!"^ ^ - Oestreich«, Hamburger, Stiglcr, Kaufleute! "«^ Meisel. Wien, — Picker, Barcs. ^ Nuvttck' Hotel Elephant. Pema. Nassenfuß. - Sterzar, ^'"HsM. - Krämer, St. Margarethen. - Artel, Kronau. -^ ". ^ Wien, - Rauch. Kaufm,, und Görzl. Eomnus, Vlw^ Pcrzl. Kaufn»,. Constanz. «,,,_„ M"' Hotel Europa. Krijelar, l. l. Hauplmann. - -w"""' - Nlau, Sissct. Olaserel' Mohren. Bienenstock. Hausierer, Graz. -^ Franz, ^ ^ Lobnitz.____________________________—^^--------^" Verstorbene. .^. Den 30. April. Angela Icsenla. Klei^» ^^ tochter, II Mon., Fraisen. - Maria Ienlo, ArbelterMs II Mon, Polanastraße 9lr. 18, Atrophie. Im Civilspitale: ^ I„ Den 28. April. Simon Hafner, Tagloyncr, chronische Lungcutubercnlose. ^-^??ü^ Meteorologische Beobachtü^n^LaiM^ " "6 P3 ZT " ^ i^ U «.3-3 «3 « - ,^-^^ "" ^ U. M^73^84"'^9^ "0.7ch^cls"^Neaen ^ .^0. 2 „ N. 7li?56 «. «4 O. schluach bewölic M° 9 „ Ab. 740 48 ^74 O. schwach ^"' Mtte> Trübe. Regen, Schnee in den Alpen. Das "U der Wärme ^- 8 ll°. uui 2 8" unter dein Normale^^^ Verantwortlicher Redacteur: Ott0 ma r Vamb^^, Vom tiefsten Schmerze erschüttert 8^" ». Gefertigten Nachricht r>on dein Ableben des m»>u^ geliebten Vaters, Schwiegcr und Großvaters, Herrn Johann Gregoritsch, Weinhändlers und Bürgers von Laib«»), welcher nach kurzem Leiden heule um 5 Uhr n ^ mittag in» V,lll!i uon ?<^ Jahren selig «»o i"" in dem Helln .lUschlasen isl. l.l,'lt.enell Die sterblich? Hülle dcs theuren VerblicY" wird Sonnia^ drn 2. Mai l, I,, 5 Uhr n^''"."H vom Tmucrhause: Maria-Theresieustraße ^r>'' ^ St, Christoph überführt und im eigenen Grave , letzlen Ruhe bestattet «erden. -hrereN Die heiligen Scclcinncssen werden in wey Kirchen gelcscn werden. Laibach, :w. April 1880. Maria Plantz sseb. Gre«°ritfch, als Tochter ^ Johann 3iep. Plautz jui,.. als Schwiegersoy"-Paula Plautz, als Enteli". «eerbigllngsanstalt be« Franz Doberlet, Laibach^^^« _ _ „Unser Zahrljundelt." ^. Im Verlage von I. Enaelh 0 rn in Stutts a r M-ein reich illustriertes Lieferunqswerf "'/er " M« ..M»ser Jahrhundert"; ein Gesammlb'ld °" ^steü sten Erscheinungen ans dem Gebiete der Geschichte. -'7"-V,,e^, schaft und Industrie der Neuzeit von ^ito ^" ^OA Abonnements übernimmt und besorgt p""'"^ M«" A>< Handlung, woselbst auch die erste Lieferung zur U ^i' „^, sicht bereit erliegt, und machen wir auf den der ^' fniem'" bacher Zeitung" beiliegenden Prospect besonder» Üaibach, 1. Mai 1880. .,^< IS.v.MeinmmiröcM.M'nbell^ ________ ii, Congressplatz»- ..__________________________^ ........____-^____-^___________________________________^________________________^^ ^-" 3^rsebei'ic<>t ^^>"' 30. April, (1 Uhr.) Das Effcctengcschäft war des GcldstaudcS wegen ungemein still, flau waren speciell Lombarden. Für Silber sprach si« ^ ^' ^. <.vh sl-vv^lV^l. Londoner Curses wegcn Vegehr aus. U"». <-'»v^ !^ «/ »«ld Wal« Papierrmte........ 7260 7270 VUberrmt«........ 73 15 73 25 Volorente......... 88 70 88 80 l?ose, 1854........ 123 - 123 20 . I860........ 130 25 13050 . 1860 (zu 100 st) . . 132 25 132 75 ^ 1364........ 17350 174 — Ung. Prämien««»!..... 111- IN 25 «redit'L.......... 17650 177 - »tudolss'L......... 17 75 18- Vrämienanl. der Ttabl Wien 117 - 117 25 »onau.Negulierungz.Üos« . . 113'— 113 50 Domänen-Pfandbriefe ... 147 - 14750 vtst«rr. Tchatzscheint 1881 rück« zahlbar......... 101- . 1012b Oesterr. Echatzschein« 1882 rück« zahlbar......... 1<1I 75 102 — Ungarische Voldrente .... 10490 105 — Ungarische Eifenbahn-Anlelhe . 124 50 12^ 75 Ungarische Eisenbahnl!!d war' Anglo.östcrr. Vanl.....143 ü0 143 75 Lreoitanstalt .......273 - 273 25 Depositenbank.......214 50 215 — Creditanslalt, unqar.....262 l>0 2«3 Oesterreichisch, ungarische Nanl 836 «37 — Unionbanl ........10750 1(»7?5 Verlehrsbanl.......129 . 12950 Wiener Nanlverein.....136 -- 136 25 «ctien »on Transvsrt-Nuterneh. mnngen ««lb War« Nlföld«Vahn .......155— 155 50 Donau.Dllmpfschiff.«Ves«llfchaft 590- 591- EUsabeth-Westbabn.....187'— 187 50 Ferdinands'Nordbahn. . . 2445-2450 — <«lb wa« Franz.Iosevh'Nahn .... 167 - 16750 Galizische Carl < Ludwig. Nahn 261 26125 KaschaU'Oderberger Äah» . . 126 50 127 -Lemberg'Czernowitzrr Vahn . 1U9 50 170 — Lloyb . Gesellschaft.....654—655^ Oesterr. Nordwestdahn . . . . 160 50 161 — lit, L. . 164 - 1fj4 5,0 Rudolss-Vahn.......158 50 159 — Staatsbahn........27450 275 - Südbahn.........7925 7950 Theift.Bahn........24650 247 - Ungar.-galiz. Verbindungsbahn i»g .. 13650 Ungarische Norbostbahn . . . 144 75 l45' -Ungarische Westbahn .... 146-50 14675 Wiener Tramway-Gcsellschaft . 236 25 237 - Pfandbrlese. Mg.öst.Vooencreditanst.(l.Vl>.) 120 50 121 — . ^ . li.N.-V,) 102 - W2 50 Oesterreichisch «ungarische Baut 102 90 103 Ung. Vodencredit.Inst. (V.-V.) 101 75 U,2 Priorltöts Obligationen. Elisabeth.», 1. Em.....9850 99-— sserb.«Nordb. in Silber , . . 107 50 103'-- ---------------------------------- 5"° ,^'?s Mb" F.- Franz.Ioseph.Vahn . - - ' <)6?5l"^ Gal. Carl.Lubwig.V,. 1- '" 75 M.^ Oesterr. Norbwest.Bahn - - gZ?5 M Siebenbürger Nahn - - ' ,7? 25 ^hl! Staatsbahn 1. Em. - - ' «zß- <^0 Südbahn i^ 3°/,.....' no^ D"ll-«. 58,'Hz Auf deutsche Plähe . . » - ' ,i9 ^