AM. Montag, 23. Mai 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. ""Ghlig fl ,?^")b: Mlt Postveisenbung: ganzjährig fl. l 5. halbjährig fl. 7 5«. Im Comptoir: ""t In!»n'..^MHrig sl. 5-50. Für ble Zustellung ins Haus ganzjahliy fl. ,. — InserilonSyebür: Für ^^^^«nle bt« zu 4 Heilen 25 lr,, größere per geile 6 lr,,' bei öfteren Wicdelholungen per Zeile 3 lr. Di« »Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit «usnahme der Eonn- und Feiertage, Die Adminiftlation befindet sich Voiigressplah «r. L, dle »iedaction Aarmherzigergasse Nr. 15. Sprechstunden der Redaction von » bis 11 Uhr vor. mittags. Unfranlierte Vriesc werden nicht angcnoininen, Manuscript? nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Nller^? k' und k. Apostolische Majestät haben mit D'recto?'^ Entschließung vom 14. Mai d. I. dem Usel ^."" städtischen Aemter Ludwig Pompe in leihen qer ^ "^ Verdienstkreuz allergnädigst zu ver- ""dnung des k. k. Finanzministeriums vom 5»>lnit f- ^ ^"^ 1898, bestilnm/". ^en ^""°t Juni 1898 das Aufgeld zur » s? ' welches bei Verwendung von Silber Haylung der Zollgebüren zu entrichten ist. 35. w;t Vezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom "ehlnen m>8> ^. G. Bl. Nr. 47) wird im Einver-siir d^ ?." "em künigl. ungarischen Finanzministerium süi h^ ^.""^^^eich des erwähnten Gesetzes und denjeni." Zlonat Juni 1898 festgesetzt, dass in "nd HA" "?Uen, in welchen bei Zahlung von Zöllen tütt dez ^"""' bann bei Sicherstellung von Zöllen lvtNlnen - ^ Silbermünzen zur Verwendung entrichten 'n ^"^^^ von 19 5 pCt. in Silber zu '^ Kaizl m. p. ^lltilelz^H"ndelsminister hat in Gemäßheit des Vetheili ^ organischen Bestimmungen, betreffend Me un^n'3 der im Reichsrathe vertretenen König-Miz die a ^^ "" ber Weltausstellung 1900 in °er intern.^^'^nng des Ingenieurs und Directors Fr. Gy^. ^""^en Elektricitäts-Gesellschaft in Wien ^MitssZ^b Stern zum Mitgliede des Specially Elektrotechnik genehmigt. I> —'--------------- ^ itn N<>i^!'^^ bes Obersten Rechnungshofes für den 5^^it> vertretenen Königreiche und Länder """ m,^?^""ugsrath Alfred Ritter von Hof- ^ bosses"" Nechnungsrath Adalbert Iaworski ^^^daselbst ernannt.________________ Nichtamtlicher Theil. Delegationen. Der N.^ Budapest, 20. Mai. 3eleg^z"dgetausschuss der österreichischen ^tsv^.,.^n hat die Berathung des gemeinsamen !5 Ochste V^?, abgeschlossen. Infolgedessen wurde »> Uhr v^ n"^"ng für Montag, den 23. d. M., 9, "unq st?'""Ws anberaumt. Auf der Tages- "bern 3'! °^ Voranschlag des Ministeriums des l^, Die u « " Occupationscredit. Me alei^ 2 arlscheDelegation, deren Aus- ^w^Wuls lhre Arbeiten beendigt haben, trat heute nachmittags um 5 Uhr zu einer Plenarsitzung zusammen. Von den gemeinsamen Ministern waren anwesend: Graf Goluchowski, Kallay, Krieghammer, Marinecommandant Spaun und die Fachreferenten; von der ungarischen Regierung: Vanffy, Finanzminister Lukacs und Landesvertheidignngsminister Fejervary. Nach Erledigung des Einlaufes wird der Voranschlag des gemeinsamen Finanzministeriums nach dem Referate des Del. Georg Szerbs ohne Debatte unverändert votiert. Die vom Finanzausschuss vorgelegte Resolution, betreffend die Zollgefälle, wurde ohne Debatte angenommen. Der Voranschlag des gemeinsamen obersten Rechnungshofes wurde ohne Debatte votiert. Hierauf folgte die Berathung über den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern. Ref. Falk legte den Ausschussbericht vor. Der Vorauschlag ward im allgemeinen und in den Details ohne Debatte votiert und die Resolution des Ausschusses angenommen. Der Präsident beraumt die nächste Sitzung mit der Tagesordnung: «Verhandlung des Marinevoranschlagcs, der Schlußrechnung pro 1896 und des Occupations-credites» für Montag an und schließt die Sitzung. Der Marineausschuss der ungarischen Delegation beschloss die Annahme einer Resolution, wonach die Marineleitung aufgefordert wird, bei Bestellungen für die Kriegsmarine die ungarische Industrie! gemäß der Aeitragsquote zu berücksichtigen und über die diesbezüglichen Verfügungen in der Delegation Bericht zu erstatten. Marinecommandant Spaun erklärt seine Vereitwilligkeit, die ungarische Industrie nach Thunlichkeit zu berücksichtigen. Wenn dies nicht in quotenmäßigem Verhältnis geschehen sei, so sei daran einerseits die geographische Lage, anderseits der Mangel an industriellen Etablissements und Werften in Ungarn schuld. Uebrigens sei der Plan über die Anlage einer neuen Schiffswerft in Fiume günstig. Bezüglich der Materiallieferungen verweist der Marine-commandant darauf, dass die Offerten in mehreren ungarischen Blättern veröffentlicht werden, so dass die ungarische Industrie Gelegenheit hat, an den Verhandlungen sich zu betheiligen. Ein Monopol zu schaffen dadurch, dass, wie von einer Seite angeregt wurde, gewisse Materiallieferungen mit Ausschluss der Concurrenz erfolgen sollen, sei unmöglich. Heute wurde vom Budgetausschuss der Delegation des Reichsrathes der Bericht über das Extraordinarium des Heeres (Berichterstatter Madeyski) und der Bericht über den Occupationscredit (Berichterstatter Barwinski) vertheilt. Der Bericht über das Extraordinarium des Heeres betont, dass von dem Gesammterfordernis per 11,217.014 fl. nur 1,509.440 st. wesentlich neue Anforderungen der Heeresverwaltung betreffen, während der Rest per 9,707.574 fl. für die Fortsetzung solcher Einrichtungen beansprucht werde, die bereits in den früheren Jahren bewilligt wurden. Der Bericht über den Occupationscredit hebt hervor, dass das bosnisch» hcrcegovinische Budget sich sowie im Vorjahre dem normalen Stande der Einnahmen und Ausgaben der bosnisch-hercegovinischen Landesvcrwaltung vollkommen angepasst hat. Der Bericht betont weiters, dass sich die materielle Entwickelung des Landes dank der energischen, ziel-bewussten und umsichtigen Verwaltung in stetig fortschreitender gesunder Entwickelung befinde, weshalb sich der Vudgetausschuss für berechtigt und verpflichtet hält, die Ausdrücke aufrichtigster Befriediguug über die namhaften Fortschritte der culturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Occupationsgebiete zu wiederholen, welche in den Berichten der vorhergegangenen Jahre Raum gefunden haben. Der Bericht erörtert hierauf die Nothwendigkeit von Bahnverbindungen zwischen Bosnien und Dal-lnatien. Außerdem gelangte auch der vom Nudget-ausschusse genehmigte Bericht über den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern zur Vertheilung. (Berichterstatter Dumba.) Der Marine-Ausschuss der ungari« schen Delegation hielt heute nachmittags 4 Uhr eine Sitzung, in welcher der Ausschussbericht verificiert wurde. Wie das ungarische Correspondenz-Vureau meldet, beglückwünschten in der heutigen Sitzung der ungarischen Delegation nach Erstattung des Referates über die auswärtigen Angelegenheiten durch den Dele« gierten Falk die gemeinsamen Minister und der ungarische Ministerpräsident Baron Vanffy sowie die Mitglieder der ungarischen Delegation den Referenten zu der heute an ihn erfolgten allerhöchsten Verleihung des Comthurkreuzes des Stefansordens. Politische Uebersicht. Laibach. 21. Mai. Das «Fremdettblatt» tritt der Annahme entgegen, wonach die österreichische Regierung die Gesetze, betreffend die Erhöhung der Verzehrungssteuer, im äußersten Falle im Wege des Gesetzartikels 14 activleren wird, falls dies nicht mehr im Wege des Reichsrathes möglich sein wird. Soferne man das etwa mit der Frage der Erhöhung der Be-amtengehalte in Zusammenhang bringen will, erscheint dies umsoweniger plausibel, als für diese letztere Action budgetmäßig zunächst schon die provisorische Maß- Feuilleton. No «^ '"bische Witwe. ' Vundita Uamabai Tarasvati. Zutsch von Hendrit Vender. ^ ^geschÄ? ^"ke sehen, mögen dich erkennen - kennen dich nick/ Im Kerker 3' hast du" ""d sterben wir darin. O Vater der 3 ""s aen,«?^'"chl erschaffen? Hat ein anderer U > schn ?^ Hast du nur Guade für Männer? 3'b? Allmä^>. die Menschen als Mann und V"s zu "3^! lM du nicht die Macht, uns Veil am LVen M wir sind, damit auch wir Una >ch io.,l. "^"'^ Der Schrei der Unterdrückten llnl "e Thore!o?"' warum verschließest du denn A" Cartes ««a" ^^^eit? O Herr! wir können d ^' s'ch aetA?'^ weiter tragen! Viele von uns der !"t der Gn^ .' ^" todten uns fort und fort. Hz bischen 3 """" den Fluch von dem Haupte " erwecke im Herzen der uns, dass wir nicht in ewiger, neuden d.vV, vergehen, dass wir nur etwas °" Welt theilhaftig werden'.. ' * . Ein Hindu lieferte der Zeitschrift «11»« Ninowentk Nsnwr)" einen Artikel: «Die Hindu-Witwe». Aus diesem Zeugnis eines Mannes möge man die Wahrheit meiner Schilderungen, und dass ich nicht übertrieb, erkennen: . .^ «Die elternlose Witwe muss ihr ganzes Leben im Hause der Schwiegereltern verbringen, wo ihrer nur böse Blicke und ungerechte Vorwürfe warten. Sie muss arbeiten wie eine Sclavin und erntet dafür nur Hass und Abscheu. Tritt irgend welche Störung im häuslichen Leben ein, so wird die Witwe dafür acscholten nnd verflucht. «Die Hindufrau hat kein väterliches Erbthcil: hinterlässt ihr Mann Vermögen, so bleibt es nicht ihr Eigenthum. Alles gehört ihren: Sohne. Hat stc keinen Erben, so muss sie einen adopt,erm und chm sobald er mündlg, alles übergeben; lhr selbst bleibt nur, was er aus Gnade bewilligt. .Selbst der Tod schützt die Witwe Nicht vor Erniedriaunq. Stirbt eine verheiratete Frau, so wird sie iu ihren Kleidern verbrannt; der Leichnam der Witwe wird nur mit einem groben, weißen Tuch bedeckt, und Umstände werden beim Begräbnis nicht ^'"",Die Engländer haben die Sati beseitigt, aber die Engländer so wenig wie die Engel wissen, was in unseren Häusern vorgeht', sagte eine Witwe, ,die Hindu bekümmern sich nicht darum, oder finden es so ganz in der Ordnung/. «Der Hindu-Witwe ist der Tod tausendmal lieber, als ihre schreckliche Existenz. Kein Zweifel, dass ihr Elend sie trieb, auf dem Scheiterhaufen oes Gatten zu sterben.» Einzelne Reformatoren wollten das Los der Witwen durch das System der Wiederverhciratung verbessern. Aber dies allein würde nicht genügen. Es wird noch langer Zeit bedürfen, bis der Gebrauch der Witwenheirat in der hohen Kaste Billigung findet. Vor 50 Jahren wurde er zuerst in Anregung gebracht, selten aber ausgeführt. Selbst gelehrte Männer von hohem Ruf wagen es kaum, eine Witwe zu heiraten, denn sie riskieren, von der Gemeinschaft ausgestoßm zu werden. Sie würden einem Martyrium unterworfen sein; kein gläubiger Hindu würde ihnen Beistand im Unglück, oder für den Erwerb des täglichen Brotes leisten; sie würden verhasst und zum Gespött. Vor einigen Jahren wagte ein Mann der hohen Kaste in Eutsh (Nordwest - Indien) eine Witwe zu heiraten, wurde aber derartig verfolgt, dass er durch Selbstmord endete. Wiederverheiratung ist demnach kaum möglich noch wünschenswert. So bleibt die Witwe, trotz Beseitigung des Sati-Ritus, heute wie vor alten Zeiten, hilflos und verlassen. Laibacher Zeitung Nr. 115. 932 23. Mai 1898. regel der Zuckerverschleißabgabe, deren Ertrag seinerzeit auf 15 Millionen Gulden veranschlagt wurde, hinreichen dürfte. Der Herr Ackerbau mini st er Freiherr von Käst hat nach Meldung der «Linzer Ztg.» in einem an den oberösterreichischen Landesausschuss eingelangten Schreiben vom 15. d. M. sein Mandat als Landtagsabgeordneter niedergelegt mit dem Hinweise, dass seine gegenwärtigen Berufspflichten nicht gestatten, den ihm als Landtagsabgeordneten obliegenden Verpflichtungen entsprechend nachzukommen. Im ungarischen Abgeordnetenhause motivierte gestern Abg. Kossuth seinen Antrag, betreffend den Dreißig - Millionen - Nachtragscredit, und erklärte, die Regierung habe eine große Verantwortung auf sich geladen, da sie mit der gemeinsamen Regierung bezüglich des Nachtragscredites sich solidarisch erklärte. Die Delegation beweise neuerdings durch die Votierung des Nachtragstragscredites, dass sie bloß eine Abstimmungsmaschine fei. Koffuth verlangte, seinen Antrag auf die Tagesordnung zu stellen. Der Ministerpräsident sprach sich dagegen aus. Die Verhandlung des Antrages sei nicht nothwendig, weil dasjenige, was Kofsuth sagte, unbegründet ist. Baron Banfsi) erklärte, das Budget sei im Einvernehmen und mit Zustimmung der beiden Staaten und der gemeinsamen Regierungen festgesetzt worden; alle gegcntheiligen Berichte wären völlig unbegründet. Die Regierungen sind sich bewusst, dass die durch das gemeinsame Budget und den Nachtragscredit aufgenommene Summe zur Steigerung der Wehrkraft nothwendig sei. Kofsuth irrt, wenn er sagte, dass der Nachtragscredit bereits verausgabt ist; dies wird erst nach Votierung desfelben gefchehen. Richtig aber ist, dass die gemeinsamen Regierungen die noth» wendigen Anschaffungen rechtzeitig machten, weil sie den Nachtragscredit früher erwarteten und anzufprechen hofften. Die Verhandlung des gemeinfamen Budgets stehe nur den Delegationen und nicht dem Reichstage zu. Da das Gesetz in keiner Weise verletzt ist, bittet Baron Bauffy das Haus, den Antrag Koffuth meri-torifch nicht zu verhandeln. Der Antrag Kossuth wurde gegen die Stimmen der Opposition abgelehnt. Nach einer aus Paris zugehenden Meldung hat zwifchen dem französischen Botschafter in Washington, Cambon, und der Regierung der Vereinigten Staaten ein Meinungsaustausch stattgefunden, aus welchem diese Regierung die Ueberzeugung gewonnen hat, dass die Ausstreuungen, wonach Frankreich den Pflichten der Neutralität iu Bezug auf den spanisch-amerikanischen Krieg nicht in vollem Umfange gerecht werde, unbegründet sind. — Die Agencia Fabra meldet, dass der neue spanische Marineminister eine außerordentliche Thätigkeit entwickle. Niemand denke in Madrid an den Frieden. Das Hinscheiden Gladstones wird in fämmtlichen Wiener Blättern an erster Stelle be-sprochen. Alle würdigen die großen Verdienste, welche sich der verstorbene Staatsmann, um sein Volk erworben und die hervorragenden Eigenschaften, welche ihn befähigten, bis in das höchste Lebensalter die Leitung der Staatsgeschüftc und die Führung im politischen Parteikampfe zu behalten. Das «Fremdenblatt» fagt, in Gladstone verliere England den berühmtesten seiner zeitgenössischen Staatsmänner, seine populärste Persönlichkeit, seinen größten Redner und seinen ersten Finanzpolitiker. Er war ein Mann, der für die Bedürfnisse des freiheitlichen Fortfchrittes feiner Nation, der fein Ideal war, die Empfindung des praktischen Politikers hatte, die freilich durch Parteigeist des Parlamentariers in ihm nicht felten irregeleitet wurde. Er war ein merkwürdiges Gemifch eines zuweilen bis ans Phantastische streifenden Idealisten und eines manchmal bis ans Scrupellofe streifenden Praktikers, und beiden Richtungen in ihm stand eine mächtige Willenskraft zur Verfügung. Er vereinigte alle Eigenschaften eines großen Reformpolitikers in sich. Als folcher war er ein Wohlthäter feines Volkes. Der Bundesrath der Schweiz nahm die Militär - Strafprocefsordnung nebst dem Einführungs-gesetze in der Fassung der Reichstagsbeschlüsse an. Nach einer aus Belgrad zugehenden Meldung sind die Nachrichten auswärtiger Blätter über Miss-Helligkeiten zwischen König Alexander und König Milan aus der Luft gegriffen. Das Belgrader Officiers-Casino hat den Obercommandanten der activen Armee, König Milan, zum lebeuslänglichen Ehrenpräsidenten ernannt. Wie man aus Athen meldet, sollen in Thessalien nach dem Abgänge der türkischen Truppen 25 Bataillone dislociert werden. Nach den von den Türken bereits^ geräumten Kreisen Lamia uud Trikala, n>o Räuberbanden ihr Unwesen treiben, wurden größere Truppenabtheilungen dirigiert. Im Bezirke Kalambaka haben zwischen den Trnppen und solchen Banden Zusammenstöße stattgefunden. Nach einer aus St. Petersburg zugehenden Meldung constatieren Nachrichten aus Japan, dass das Cabinet Ito in der Kammer über die Majorität verfüge, da die Liberalen, die national-unionistische Partei und eine Fraction der Unabhängigen erklärt haben, die Regierung unterstützen und ihr alle Mittel, die für die Wahrung der Interessen Japans gegenüber der neuen Situation in China erforderlich sind, gewähren zu wollen. Gegenwärtig werde jedoch, wie versichert wird, seitens der japanischen Regierung keine auswärtige Action geplant. Tagesneuigleiten. — (Hochschule für Bodencultur.) Die am 17. d. M. ill einem Hörsaale der Hochschule für Voden-cultur stattgefundene Versammlung von Studierenden der forstlichen Abtheilung, welche gegen die angeblich be-absichtigte Ernennung eines höheren Functionärs in der Güterdircction der Bukowina demonstrierte, hat dem Herrn Minister für Cultus uud Unterricht Veranlassung gegeben, dem Rectorate der betreffenden Hochschule die schärfste Missbilligung über dicseu Vorgang auszusprechen. Wie die «Wiener Abendpost» vernimmt, wird die Sache im disciplinary! Wege weiter untersucht werden. — (Schreckensscene in einem Thiergarten.) In Budapest gab es am 19. d. M. nachmittags im Thiergarten des Stadtwäldchens eine Schreckensscene. Einem Besucher wurde von einem Bären die rechte Hand zerfleischt. Der Baupolier Josef Bauer reizte ein altes Bärcnmännchcn, welches die rechte Hand des Unvorsichtigen ergriff, ihm den Ringfinger wegbifs und verschluckte uud die ganze Handwurzel zerfleischte. Bauer, der von den Wärtern nur mit schwerer Mühe aus den Pranken des Bären befreit werden konnte, wurde in t»as Spital gebracht. ^ ., — (Passionsspiel in Hürih.) Ps"M montag, 30. d. M., findet die erste Aufführung oe» Passionsspicles statt. Der Kartenverkauf hat am 1». ^ begonnen. Beschreibende Prospecte versendet kostenfrei oa^ Gemeindeamt Höritz im Bühmerwalde und L. E- Ha"'" Buchhandlung in Buoweis. ,., ^,, — (Landesverrath.) Der SchriftM" Minster, welcher Intendantursbeamte in Metz zu bewege versucht hatte, ihm die Kriegsfahrtlisten und Mobilisierung^ Pläne auszuliefern, um sie nach Paris zu schaffe", "9 vom Reichsgericht in Leipzig wegen Landesverraths Zusahstrafe von fünf Jahren Zuchthaus und zehn >M^ Ehrverlust; auch wurde über ihn die Zulassung Stellung unter Polizeiaufsicht ausgesprochen. .,^ — (Elektrische Fiaker) werden nun eno " bald in Paris herauskommen. Die Einführung "r, Droschken ist feither schon häusig gemeldet worden, oy^ dass sich die Nachricht bewahrheitete, diesmal mro jedoch wirtlich Ernst. Im Juni treten die ersten i ^ elektrischen Fiaker iu Verkehr. Erst in» Laufe des V^ tember gelangen weitere 240 Droschken "^'^^.M struction zur Einführung. Diese werden — für 3«H ^ der OonlpaxniL Oönöralo äoa kotito» Voituros^ von der ^oinpkAnio k'lanyuigs ä« Voiwres bwo ^ uiodilo» erbaut und können ohne Unterbrechung , hübfche Strecke von «0 Kilometern zurücklegen, ^, man eiue Schnelligkeit von 16 Kilometern " , Stunde in Berechnung gebracht hat. Die 250 ^ " , zerfallen in Victorias zu vier und in Coupe's zu Plätzen. hei — (Die Havanna-Cigarren """ ^„. fpanisch-amerikanische Krieg.) Wie der < sular-Correspondenz» aus London berichtet wird, 1 ^ die dort noch verfügbaren Quantitäten von "^hr besserer Sorte, speciell von Havanna-Cigarren, nu .^ den Vedarf für die nächsten zwei Monate decken "> ,^ demnach binnen kurzem dort eine bedeutende ^„^ steigeruug derselben zu erwarten. Wenn sich die / ^ auf und um Cuba bis in den Herbst hinziehen ' ^. so würde nach Ansicht Londoner Interessenten die ,^ tische Tabak- und besonders die Cigarren-I'w"! ^ eine sehr prekäre Lage kommen. Bei uns in U1 ^ Ungarn soll die Situation durchaus nicht ft theilt, sein. Wie mau uns von informierter Seite ^.^hcn reicht nämlich der Vorrath von Havanna-Cigarren ^ Magazinen der k. k. Tabakregie noch für ein " "^zelne aus und wäre höchstens zu besorgen, dass '"^ «^te»' Sorten vor Ablauf dieser Zeit verbraucht werden ^, Eine Calamität für Oesterreich würde erst ^^M" treten, wenn der Abgang nicht vor Ablauf ^ . ^„„a-gedeckt werden könnte. Eine Preiserhöhung der V Cigarren sei aber für keinen Fall zu erwarten. ^h — (Attentat.) Aus Constantinope ^ , gemeldet: Gegen den Redacteur des Organs ^ ^,tal' und den Redacteur des Blattes «Moniteur ^ ^ wurden Attentate verübt, wobei ersterer e^ vat" wundllngen erlitt. Es fcheint, dass das iNotw ^ ^ sachc und der Anschlag jungtürkischer Herkunft l>, vielfach verlautet. Neute^ — (Erlöschen der Cholera.) '" ^ Office» meldet aus Calcutta vom 1!). 0. ^„^ vo? letzten zwei Tagen sind keine neuen Cholera-Ja ^^ Zer Graunr vonr Kolds. Roman von vrmauoß Vandor. (20. Fortsetzung.) Sein Lehrerexamen hatte Erich glänzend bestanden, aber trotzdem nahm er keine feste Anstellung an einer Volksschule. Er wollte sich seine Freiheit bewahren, um seiuen schriftstellerischen Neigungen nachhängen zu können, und deshalb gab er nur gerade soviel Privatstunden, wie zur Erhaltung feiner anfpruchslosen Existenz er« forderlich waren. Erich Hilgers hatte ein fchli chtes, zufriedenes Gemüth, aber nach der Abweifung, die ihm von Hilda geworden war, wollte ihn doch eine lcife Bitterkeit be-schleichen. «Was soll ich hier noch?» fragte er sich, während er in feinem einsamen Stübchen vor dem Schreibtisch saß. «Es war übereilt von mir, als ich ihr sagte, wir wollten ferner Freunde bleiben. Ich kann ihr keine Freundschaft geben, ich liebe sie ja! Es ist am besten für uns beide, wenn ich weit fortgehe und sie nicht mehr wiedersehe!- Er suchte die Ueberfahrtskarte, die ihm fein Onkel geschickt hatte, hervor und betrachtete dieselbe sinnend. «Ich will das Billet doch benutzen,» sagte er. 'Ob ich hier den unnützen Rangen wohlhabender Leute Schulweisheit einpauke, oder drüben im Comptoir arbeite, das soll sich wohl ziemlich gleich bleiben. Meinen Idealen nachstreben kann ich ja hier, wie dort. Mit dem nächsten Dampfer steche ich in See. Hilda war auch in ein tiefes und ernstes Nachdenken versunken, als Erich gegangen war. Der jungc Lehrer war ihr keineswegs gleichgiltig; das fühlte sie jetzt zum erstenmal deutlich. Aber trotzdem bereute sie es nicht, seine Werbung abgewiesen zu haben. Wozu sollte das Verhältnis führeu? Sie waren beide arm und an eine Heirat war selbst anf Jahre hinaus nicht zu denken. Von einem nahen Kirchthurm fchlug die Uhr 7. Erschrocken fprang Hilda auf und eilte in die Küche, um das frugale Abendessen fertig zu machen. Als sie damit fertig war, fetzte sie sich auf den Sims des offenen Küchenfensters, schlang die Arme um das Fensterlreuz und schaute in den Hof hinab, auf den die Häuser der von wohlhabenderen Leuten bewohnten O—strahe mündeten. Unwillkürlich machten Hildas traurige Empfindungen sich in Tönen Luft. Sie begann zu singen. Mit einem unbeschreiblich rührenden Ausdrück klangen die Strophen des kärntnerischen Volksliedes: ,Verlassen, verlassen, verlassen bin i; wia der Stan auf der Straßen, so verlassen bin i!' aus ihrem Munde in den Hof hinunter. Sie hatte eine herrliche Stimme. Voll und perlenrein rollten die Töne von ihren Lippen. Etwas seltsam Ergreifendes lag in der weichen, glockenhellen Stimme des Mädchens. Während ihres Singens hatte sich in dem gegen-« überliegenden Haufe ein Fenster geöffnet, aus dem der weißhaarige Kopf eines alten Herrn sich hinausbeugte. Als das Lied zu Ende war, klatschte er laut Beifall und winkte Hilda lebhaft zu. «Bravo, bravissimo!» rief er laut. Hilda schlug unwillig das Fenster zu. >5" ,^, Augenblick hörte sie hinter sich auch schon !" '"^, senden Schritte uud die uergelnde Stimme »yre ters, der soeben zurückgekehrt war. . ^ nicht «Du singst!» brummte er. «Schemt 01 ^, schlecht zu gehen! Mir lst lange das SMge» gangen!» .krtellbe^ Hilda erwiderte nichts. Schwelgend verzch"" ihr dürftiges Abendbrot. ^h ^ Hilda räumte gerade den Tifch wieder ' heftig an die Thür geklopft wurde. Ma^ Auf das unwirfche Herein' des aften ^z trat ein kleiner, sehr fein, mit fast auffälllger ^, gekleideter Herr herein, der, seinen Cylinder ohne weiteres auf Hilda zuschritt. ,., M «Sie sind doch die Sängerin von vory"^,,!-wahr?, fragteer. «Natürlich, Sie si"ds' ^ss wortete er seine Frage selber. «Wissen S,c a"A A? Sie Gold in Ihrer Kehle haben, mein 3"«"" ' diegenes Gold? Kenne mich aus auf so etwas» ^ «Na, aber iu Knigges ,Umgang mtt ^^ »el scheinen Sie sich nicht auszukeimen, Herr-' !^. M» alte Braun erbost. «Hier in Hamburg p' ^d^ wenigstens,Guten Abend' zu sagen, wann man ^" bei fremden Leuten ins Haus fällt, und seme" zu nennen.» < «»?, i^! «Sie sind wohl der Vater des Fräulem»' ^n der Fremde gedehnt. «Mein Name lst ^'SM Wilson. Ich bin Impresario, reise "" Z, Die Inthronisations-Feier des hochwürdigsten Herrn uUlMschofs Dr. Anton Aonaventura Ieglic fand "t^ weihevolle,!, erhebenden Cerelnonien statt. Ein Machtvolles Wetter begünstigte die Feier, der zahlreiche "'wuchtige anwohnten. t» ^, ^^^stag abends nach dem Ave-Maria-Läuten wurde , ^"^ em halbstündiges Festgeläute aller Kirchen Laibachs luu ^^^ ^^^ folgenden Tages angekündigt; gestern früh "roe das feierliche Geläute wiederholt. cad> ^^ ^ ^^' vorlnittags begab sich das Dom-N^ ^'^ ^^ übrigen Diöcesan - Geistlichkeit in den ^Whof, um Se. fürstbischöflichen Gnaden unter Be-^"3ung der zu dieser Feierlichkeit erschienenen Vereine Korporationen in die Domkirche zu geleiten. Der ^zug gieng unter dem Geläute aller Glocken der Stadt ^ Mgender Ordnung vor sich: Das Collegium Marianum, ^ ,^ichtcnthurn'sche Waisenanstalt, die verschiedenen leme und Corporationen, das Collegium Aloysianum, ^Barmherzigen Brüder, die 1^. Kapuziner, die das ^^""swner, das Capitelkreuz zwischen zwei Akolythen, H Clerical-Seminar, die Missionspriester vom heiligen ncenz von Paul, die 1'?. Jesuiten, die Land- und lüotpfarrkapläne, die Land- und Stadtpfarrer, die ^"ldecane und geistlichen Näthe, die Theologie-Profefsoren ^ .^usistorialräthe, die Ehren-Doinherren, das Collegiat-Cav> ^"" Rudolfswert, das Dom- uud Kathedral-^ri? ^""k fürstbischöflichen Gnaden, Dignitäre und " l^ter aus freinden Diöcesen. berr n ^" Domkirche hatten sich inzwischen Se. Excellenz de ^andespräsident Baron He in uiit den Beamten HH^ndcsregieruug, Se. Excellenz der Herr Divisionär bebn ^ ^"" Höchsma n n ,nit den Spitzen der Militär-Lanl^ ^"' 2andeshauptMünu Detela mit dem i^sausschusse, Bürgermeister Hribar mit dem Ge-t^^^athe, die Spitzen der Civilbehörden und Depu-toren? ^°" Corporationcn und Vereinen, die Direc-gefuti^ ^chrallstalteil lmd zahlreiche Honoratioren ein- lviird^^^ Eintritte in die Domkirche reichte der Hochbas yl? ^"^ Dompropst Seiner fürstbisclMichen Gnaden I)y^"'perges und Incensum und stinimte dann das «1's ^lltar^ ""äalnug. an, worauf sich der Zug zunächst zum lcheb/ ^ Allerheiligsten Sacramentcs, und nach ge-^ilrd^? Anbetung zum Hochaltare begab, wo der hoch-sch« We Herr Fürstbischof auf den bereit gehaltenen Act-^""el niederklliete. der s ^ Absingung des Tedeum vom Domchore trat bochal^^' ^"^ Dompropst auf die Epistelseite des ^i^ f ""d sang die für den Empfang eines neuen begab .^geschriebenen Gebete. Seine f.-b. Gnaden von ^ ^ ^^"n auf den bifchöflichen Throll, worauf lchrett "' 6°nsistorialkanzler das Allerhöchste Erllennungs-deit ^ ^""^ k. u. k. Apostolischen Majestät und die auf den V^irdigsten Herm Fürstbischof, das Domcapitel, ^lpostl?^ und die Gläubigen der Diöccse lautenden lvUtde "^ Schreiben des heiligen Vaters vorgelesen deg s/^ ^^ .^lgte daranf die ehrfurchtsvolle Begrüßung lateinjs?^'"bigstc!l H^rn Fürstbischofs durch eiuc kurze selche ^ Ansprache des hochw. Herrn Donlpropstes, sich ^ b"" Seiner f.«b. Gnadell erwidert wnrde, woranf und ei" ^^"' Hcn Fürstbischof auf die Kanzel begab hielt "^"spräche in slovenischer und deutscher Sprache Er«? H^ Fürstbischof erläuterte das kaiserliche U"d j) ""llsschreiben den Gläubigen, besprach seine Mission er siH^ "Ufgaben, die seiner harren und betonte, dass ^trachl ^" Seclenhirtcn beider Nationen im Lande ^. und für beide in gleicher Weise thätig sein wolle. d^> ^^^ ^"b. Gnaden empfiengen dann das Homaginm ^°Mca?t " Diöcefan-Gcistlichkcit, welches zuerst voni ^llnan,? "'^ ^""ll von den übrigen Priestern ihrer ^Nivbm ""U ""lh geleistet wurde. Nachdem hierauf die Doin.^" zu 6l)"n des heil. Nikolaus, des Patrones der ^6ab "7^thedralkirche, von« Domchure gesungen ward, hörige N ?- ^^^ ^'^' bunden, während der dazn ge-dil! Orat^ ^^ intoniert wurde, zum Hochaltäre, um theils s? ^°'" ^^' Kirchenpatron zu singen, und cr-sich da,, " ^'" feierlichen Pontiftcalscgen und begaben drin da, ?"^ ^"^ bischöflichen Thron zurück, um sich zn deniselk,/^ ^^lden Hochainte anzukleiden, welches von Ehalte, .""" Assistenz des Domcapitels feierlichst ab-"^ wurde. Gnaden"? "°lleudete,n Hochamte ertheilten Seine f.-b., ^^"tacht Ü ^"" besonders von heil. Vater erhalteneu ^'"Mener m/f" päpstlichen Segen, womit ein voll- Na^ ^ ^"^ ^^ Anwesenden verbunden ist. ^vänoc? "' ^"'^ ^-^- Gnaden hieranf die heiligen "ach ^s^ abgelegt hatten, wurden Hochwürdigstdersclbc ^lanln., ^'"' Anbetung des Allerheiligen von dem gleitet "^ "' ^ie bischöfliche Residenz zurück hychly ^ ^hr uachnlittags fand ein Festbankett beim '"r"n Fürstbischof statt, dem «0 Personen bei- gezogen waren. Im Gasthause «Zum Stern» fand unter, einem eine Festtafel statt, an der über 100 Persuuen theilnahmen. Dem Festbankette beim hochw. Herrn Fürstbischof wohnten bei die Herren: Seine Excellenz Landespräsident Baron Hein, Seine Excellenz FML. von Höchsmann, GM. Sterzi, Landeshauptmann Detela mit allen Landesausschüsseu, Domproftst Doctor Klofutar, Propst Dr. Elbert, das Laibacher Dom< capitel, die Majore von Lukanz und Lavric, Gerichtspräsident Levicnik, Vicefträsidcnt Pajk, die Hofräthe Schemerl, Plachky, Dr. Raciö, die Räthe der Landesregierung, Sparcassepräsident Luck-Nlann, Bürgermeister Hribar, Inspector G u t m a u n, Viccbürgermeister Dr. R. v. Bleiweis und viele andere Honoratioren, unter denen wir einer Deputation aus Sarajevo, unter Führung des Domherrn Stefan Had-roviö, besonders erwähnen. Die Tafel war reich mit Blumen geschmückt. Der hochw. Herr Fürstbischof brachte in fchwung-vollen Worten einen lebhaft aufgenommenen Toast aus Seiuc Heiligkeit deu Papst und Seine Majestät den Kaiser aus. Die Toaste Seiner Excellenz des Herrn Landespräsidenten Baron Hein, der deutsch und slo-vcnisch sprach, des Dompropstes Dr. Klofutar uud dcs Bürgermeisters Hribar auf deu neuen Fürstbischof wurden mit großem Jubel aufgenommen. Der hochw. Herr Fürstbischof widmete ferner Trinkfprüche dem Herrn Landespräsidenten, dem Landeshauptmanne, der anwesenden Generalität, dem Bürgermeister und gedachte schließlich noch des hochw. Herrn Erzbischofs Dr. Stadler und des Domcapitels in Sarajevo. Das Banket endete nach 5 Uhr nachmittags. Bericht des k. k. Gewerbe-Inspectors über den IV. Aufjlchtsbejirk. (Fortsetzung.) III. Berufskrankheiten, Unfälle und deren Verhütung. Kranken- und Unfall - Ver - sicher« ng. Von Berufskrankheiten, die im Berichtsjahre zu unserer Kenntnis gelangten, ist vor allem ein Todesfall infolge von Bleivergiftung zu erwähnen. Er ereignete sich in der Farbenreiberei einer Waggonfabrik, trotzdem dort das sollst gefährliche Stoßen des Bleiweißes nicht mehr vorgenommen wird. Der betreffende Arbeiter war mit der Bedienung der kleinen Farbmühlcn und Verreibsteinc betraut, 47 Jahre alt und längere Zeit hindurch scholl leideud. Ob er es an der nöthigen Reinlichkeit fehlen ließ oder für Bleivergiftungen besonders empfänglich war, ließ sich nicht sicherstellen. Die Firma wurde zur thunlichsten Verhütuug derlei Vorfälle verpflichtet, eine Waschvorrict> tung nnter Zugabe von Lauge, Seife und Haudtüchern, ferner «gene Arbeitskleider, einen geschlossenen Kleider-kaäen außerhalb dcs Locales bciznstcllen, die Nahrungs-einnahlne in der Werkstätte, sowie das Verlassen der letzteren in Arbcitskleidern durch Anschlag zu verbieten uud endlich in der Farbeureiberei Arbeiter ununterbrochen nicht mehr als zwei Monate zu beschäftigeil, und wenn solche Arbeiter die Neigung zur Bleiaufnahme zeigen, felbe überhaupt auszuschließen. Wie unvorsichtig mitunter mit solch gefährlichen Stoffen umgegangen wird, illustriert der Fall, dass in einer Farbenfabrik die bleihaltigen Flüssigkeiten mit Hebern abgesaugt wurden. Ein hiebei beschäftigter Arbeiter hatte seinen ganzen Bart sowie die Zähne selbst von chromsaurem Bleioxyd ganz gelb gefärbt. Schr gefährdet war auch der Gießer in einer Stanniolkapsel-Fabrik; es wurde angeordnet, dass bei dem Schmelzofen ein scharfer Abzug für die Bleidämpfe eingerichtet werde. Ill einer Zündwarenfabrik ereignete sich leider wieder ein Nekrofefall. Er betraf einen Tunker. In einer Fahrradfabrit waren die Hände der iu der Vernickelung beschäftigten Arbeiter voll Kalk uud Kalkwafser aufgeätzt, desgleichen in einer Briefpaftierfabril dnrch das Waschen mit Terpentinöl. Viel zu wellig Aufmertsamleit wird heute noch den berufsmäßigen Ohrenerkrantungen, welche die Hufnägel« fabrits- und Drahtstiftenarbeitcr, Kesselschmiede u. dcrgl. befallen, gewidmet. Diese Arbeitspcrsoncn büßen mit der Zeit häufig ihr Gehörvermögcn fast ganz ein, was wohl vermieden werden könnte, wenn sie während der lärmenden Arbeit antiphonische Kngeln in, Gehörgange hätten. Von politischen Behörden erster Instanz wurden uns 2249 Unfallsanzeigen übersandt. 8 derselbe,! betrafen Unfälle in landwirtschaftliche!:, 23l in Eisenbahnbetrieben, 2 Unfälle Feuerwehrmänner, 1958 Unfälle gewerbliche Betriebe, welche unfercr Aufsicht unterstanden. Von diesen letzteren kamen von den Behörden Steier» marks 1832, Krams 126, gegen 1446, bezw. 30 des Vorjahres. Dnrch Mittheilungen der Arbeiter-Unfall-versichernngs-Anstalt in Graz, von Gerichten und Staatsanwaltschaften erhielten wir von 4 weiteren Unfällen aus ullfallversicherungspflichtigen gewerblichen Betrieben Kenntnis. Von sämmtlichen Unfällen wareu 21 letalen Ausgangcs. Die Vertheilung der Unfälle auf die einzelnen Ge-werbeclassen ist ans nachstehender Zusammenstellung ersichtlich: Unfälle Procent Todesfälle Stein, Thon- und Glas-Industrie .... 127 ß-4 4 Metallverarbeitung . . 256 131 i Maschinenindustrie . . 535 27 3 i Holzindustrie .... 102 52 ___ Lederindustrie .... 25 1-3 i Textilindustrie ... 38 1-9 — Bekleidnugsindustrie . . 5 0'3 — Papierindustrie ... 196 10'0 3 Nahrungsmittelindustrie. 23? 121 6 Chemische Industrie . . 57 2'9 — Baugewerbe .... 321 16'3 4 Graphische Gewerbe . . 18 0'9 — Haudclsgewerbe ... 6 0'3 — Verkehrsgewerbe . . . 39 10_________i Summe . 1962 1000 21 (Fortsetzung folgt.) — (Ernennungen.) Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1,9. Mai d. I. den mit dem Titel uud Charakter eines Oberlandesgerichtsrathcs bekleideten Staatsanwalt Josef Pajk in Laibach zum Vicepräsidcnten des Laibacher Landesgerichtes und den Landesgcrichtsrath Dr. Emanuel E minger in Cilli znm Oberlandesgerichtsrathe in Graz allergnädigst zu ernennen geruht. — (Hoher Gast.) Se. k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Josef Ferdinand begab sich nach oreizehntägigem Aufenthalte uou der Hütte Hlriill 8w(Iou kräftige Stimme von fchöner Höhe und Tiefe; ihre Sang. ^ weise zeichnet fich durch präcise Vocalisation, sehr deutliche Aussprache und feine, verständnisvolle Nuancierung aus. Für den seelenvollen Vortrag, der uns bei allen ihren Pircen, namentlich aber bei Schuberts «Rastlose Liebe» und der Arie aus «Fidclio» sehr angenehm be« rührte, wurde Fräulein Vrhunec seitens des zahlreichen, gewählten Publicums durch wohlverdienten, an-, dauernden Beifall ausgezeichnet. Mit Recht kann der Künst-lererilt noch eine ehrenvolle Laufbahn im Opernfache prophezeit werden. Die Herren Hoffmcister und Iunek spielten ihren Part mit jener feinen Auffassung und technischen Vollendung, die wir an dem Spiele dieser beiden gc-diegenen Musiker scholl des öfteren zu bewundern Gelegenheit hatten. Großen Anklang fand insbesondere Davidoffs, «Am Springbrunnen», eine reizende Composition, die an! die technische Fertigkeit sowie an die musikalische Inter-^ pretation keine geringen Anforderungen stellt. — Von den Dignitären hatten sich zn dem in jeder Weise gelungen zu nennenden Concerte Se. Excellenz Freiherr von Hein, Hofrath Schemerl, Vicepräsident des Abgeordnetenhanfes Dr. Ferjanciö, Bürgermeister Hribar, kaiscrl. Rath Murnik, Major Lavrii u. a. eingesunken. — (Gemeinde - VorstandswaHl.) Bei der am 5. d. M. stattgehabten Wahl des Gemeindevorstan-des in der Ortsgemeinde Watsch wurden Anton Mervar, Besitzer in Watsch, zum Gemeindevorsteher, Johann Grilc, Besitzer in Watsch, Johann Bregar, Besitzer ill Nejise, und Bartholomews Mal, Besitzer in Watsch, zu Gemeinde-rathen gewählt. — (Erdbebenwarte.) Der Mikroseismograph hatte Freitag halb 12 Uhr und um Mittag sämmtliche Kanonenschüsse, welche um diese Zeit ans dem Castclle ge-löst wurden, verzeichnet. Stärkere Ansschläge bis 0 3 mm bewirkten insbesondere jene Schüsse, welche in der Rich-tnng der k. k. Oberrealschule abgefeuert wurden. — (Röntgen-Strahlen beim Gesang-unterrichte.) Visher konnte man nur die Bewegung der Stimmbänder beim Singen feststellen und hat darauf die Lehre von der Technik des Gefanges gegründet. Die nicht minder wichtige Frage der dabei stattfindenden Gaumenfegelbewegungcn beschäftigte seit Jahren die Physiologen. Nun ist die Entdeckung gemacht worden, dass beiln Durchleuchte» mittelst Röntgen-Strahlen der Gaumensegel in allen seinen Functionen verfolgt werden kann. Es hat sich zunächst nicht nur herausgestellt, dass die Bewegungen überhaupt ganz anders sind, als man bisher angenommen, sondern es zeigte sich, dass der Gaumeuscgel auch seine Form bei den verschiedenen Lallten ändert. Wenn man beispielsweise u sagt, legt sich das Gaumensegel mit einem convexen Bogen in den Naseurachenraum hinein. Man kann aber auch die Mundhöhle beobachten und nnn sehen, dass anch diesr bei deu verschiedenen Tollen eine andere Gestalt an< nimmt. Ferner kann man die Hebung, Wölbung uud Alchachnng der Lunge bei den verschiedenen Tonleitern und besonders bei den schwer zn treffenden Falsett-stimmen genall beobachten. Außer den Vortheilen für die Gesangspädagogik ist diese Entdeckung für die Heilkunde von großeni Gewinn, weil man jetzt auch den Gaumensegel bei den Schlingbewegungen, beim Athmen, Schnarchen u. s. w. erkennen kann und bei Erkrankungen die entsprechenden Maßregeln zu treffen in der Lage ist. * (P h i l h a r m o n i s ch e G e s e l l s ch a f t.) Vor einem zahlreicheil Publicum, das freudigen Beifall kundgab, fand gestern die Production der Zöglinge der Musik-schulen der philharmonischen Gesellschaft mit dem schönsteil Erfolge statt. Die vortrefflichen Leistungen dcr begabten Schüler bestätigten aufs nene den ausgezeichneten Ruf der altbewährten Schulen. Ein ausführlicher Bericht folgt, Kiterarisches. «Unfere Monarchie.» Die österreichischen Kronländer zur Zeit des fünfzigjährigen Regiernngs-Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. Herausgegeben von Julius Laurentic. Verlag: Georg Szclinsti, k. k. Universitäts-Buchhaudlung, Wieu. Complet in 24 Heften a 1 Krone. Das 17. Heft dieses Werkes, welches immer größere Würdignng findet, ist eine herrliche Bilderschau alls dem Schatzkästlein unseres Aerglandes, aus Salzburg. Die erstell vier Tafeln führen die malerischesten und wichtigsten Pullkte aus der Hauptstadt des an bewunderungswürdigen Landschaften so überreichen Kronlandes vor. Ansichten von Salzburg, die den Beschauer stets an-heimeln, treten hier vor das Auge. Die einzcluen Blätter zeigen den Residenzplatz, Mozarts Gcburts- und Wohnhaus, das Mozart-Denkmal, den pittoresken alten St. Peter - Friedhof, eine feinempfundene Ansicht der Salzachstadt von der Vorstadt Mülln alls nnd die Schlösser Mirabell und Hellbrunn, welche die einstige Herrschaft der Erzbischöfe in Salzburg illustriere». Werfen uud Aifchofshofen führen den beiden plastischen Bildern der Liechtenstein- und Kitzlochklamm zn. Sodanil zeigt sich das wnnderliebe Zell ani See mit dem nahen fürstlich Liechtenstein'schen Schlosse Fischhorn. Aus dem großartigen Gasteinerthal schell wir einige lebensvolle Vedntcn des weltbekannten Wildbades! nebst einem Detailblldchen von Hofgastcin. Mit dem gleichen Zauber mnthet das Gruppenbild an, welches Bad Fusch, Ferleiten, die Franz Iosefs-Höhe und die Pfandlscharte aufweist. Das an alpinen Scenerien so reiche Kaprunerthal bringt eine andere Tafel, anf der wir reizvolle Ansichten des Wassersall- und Moserbodens und der Erzherzog Johann-Hütte sehen. Eine geradezu frappierende Phototypie ist diejenige, welche die Pastcrze des Großglockncrs mit dem Glockner-haus darstellt. In dem jedem einzelnen Blatte bei-gegebcnen Text hat der Schriftsteller Ernst Keiter das Charakteristische des Bildes in schwungvoller Weise mitgetheilt. Das Problem, in wenigen Zeilen vieles zn sagen, wurde hier in feiner Art gelüst. Mit Schlägel und Eisen. Eine Schilderung des Bergbaues und seiner technischen Hilfsmittel. Von Dr. Wilhelm Äersch. (Mit 2« Vollbildern und über 300 Text-Abbildungen.) In 25 Lieferungen zu 30 Kreuzer, davon 15 erfchienen (A. Hartlebens Verlag iil Wien). Wer Gelegenheit fand, eine Gegend, ill welcher Bergbau betrieben wird, zu bereisen, wird häusig den zum Herzen gehenden Bergmannsgruß «Glück auf!» vernommen haben und veranlafst worden sein, in den tiefeil Sinn dieses schönen Grnßes einzudringen. Dann regt fich anch wohl der Wunsch, mehr voll den oft uralten Sitten und Gebräuchen des Bergmannes zu erfahren und dessen Thätigkeit selbst, sein Leben und Wirken kennen zu lernen. Dazu findet aber der Gebildete, sofcrne er nicht längere Zeit in einem Bergbaudistricte verweilt, kaum Gelegenheit; denn auch die Literatur hat außer zahlreichen trefflichen Fachwerken kein Buch aufzuweifen, welches diesem ganz allgemeinen Wunsche aller Gebildeten Rechnung zu tragen vermag. «Mit Schlägel und Eisen» schildert nun nicht nur trefflich das Leben des Bergmannes, es macht uns auch ill leicht verständlicher Darstellung mit den technischen Hilfsmitteln des Bergbaues nnd allen feinen Zweigen bekannt, wobei zahlreiche Abbildungen und Carton-Vollbilder das geschriebene Wort unterstützen. Auch die Gefahren des Bergbaues und ihre Bekämpfung, die bergmännisch geförderten Rohstoffe und deren Verarbeitung, die Gewinnung der Edelmetalle, der Salze uud Edelsteine werden geschildert, so dass der Leser einen vollständigen Ueberblick über diesen so wichtigen Zweig dcr Urproduction erhält. Von dem interessanten, allseitig mit lebhaftem Beifall begrüßten Prachtwcrte «Das XIX. Jahr-hnndert in Wort und Bild», ftolitifche und Cultnrgeschichte von Hans Kraemer (Deutsches Verlagshalls Bong K Comp., Berlin >V., 60 Lieferungen u 60 Pf.) ist bereits das 4. Heft zur Ausgabe gelangt — ein Beweis dafür, dafs die rührige Verlagshandlung alle Kräfte ansbietet, um mit dem Abschluss des Jahrhunderts auch die fertige «Bilanz» desfelben darbieten zu können. Der die Jahre 1806 bis 1807 behandelnde, reich mit Iu> strationen geschmückte Text entwirft ein fesselndes Buv Deutschlands zur Zeit des Rheinbundes und des Unterganges des alten Reiches, während von den beigegebenen prächtigen Kunstblättern uns das eine «Die Entdeckung des Victorialandes im Jahre 1838» in die Pol"' gegenden, das zweite zu dem großen Bankett bei der Krönnng Georgs IV. von England führt. Alles in dieser Rubrik Besprochene lann durch t»>e hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 3^-Vamberg bezogen werden, Ausweis über den Stand der Thierseuchen in Krain für die Zeit vom 10. bis 17. Mai 18W. Es ist herrschend: die Vchweinepest im Nezirle Gottschee in den Gemeinden Ebenthal (3 H.), Gottschee (l H.) und Schwarzenbach (^ ^ ! im Vezirte Gurtfeld in der Gemeinde Grohdolina l' ^H im Bezirke Loitsch in den Gemeinden Altenmarlt (2 V ^. ^, Laus (1 H.): im Vezirle Tschernembl in der Gemem« 1" zemelj (1 H.); Erloschen: der Milzbrand beim »linde im Bezirle Adelsberg '« d" Gemeinde Dornegy; der «auschbrand beim «inbe im Vezirle Ourlfeld in Gemeinde Gnrlfeld; ^ ' der iNothlauf bei Schweinen im Bezirle Rudolfs»""' der Gemeinde Precna. Neueste Nachrichten. Der spanisch-amerikanische Krieg. Madrid, 21. Mai. Die Ngencia Fabra n'"^ ^In den Zeitungen und politischen greifen wllb ^ Entrüstung über die Thatsache Ausdruck gegeben, o! amerikanische Schisse vor Quautanamo die !^" .^ Flagge hissten. Die Journale sagen, dass die M^, lauer, welche behaupten, deu Krieg im N""^Myc Humanität zu führen, gegen die einfachsten ^"!! >. l' i des Völkerrechtes verstoßen, während in dein " -Spaniens in Afrika die Marokkaner den internatloll« Pflichten mehr Achtung bewiesen habeu. ^. ^. Madrid, 21. Mai. Die «Ageuäa W^, meldet aus Coruuna: Gestern abends ist das P ,^. boot -auf dein Quai angesauimelt und bereitete de manmlug des Schiffes große Ovationen. , .^>K' Madrid, 21. Mai. Im Senate »nter .' , Senator Plauas eiueu Gefetzentwurf, nach ^ .^n die Coupons der Staatsschuld in Pesetas, dic"" ^ dagegc« iu anderen öffentliche Wertcu bezahlt l solleu. Die vou dem Präsidenten der Nepräset""' ^. kammer uuternommeneu Schritte behufs VeilegUt^ ^ persönlicheil Angelegenheit zwischen den beiden tierteu Aores und Vicomte Irueste sind erfolg!" ^ bliebeu. Das Duell wird stattfinden. Für d"sH^.„ feuille des Neußeru werde» zahlreiche ^" jgo, gcuauut, darunter Groizard, Navarro und " . ^ Madrid, 22. Mai. Castillo hatte ewe ^, Conferenz mit dem Ministerpräsidenten Sagasta, ^ deren Verlauf eiu absolutes Stillschweigen ^> wird. Heute findet ein Ministerrath statt. y, ^c Madrid, 22. Mai. (Meldung dcr "U^ Havas.) Ueber seine Reise theilt der 6"p"?Mtel' «Moutferrat», Deschamps, mit, dass er mit veU">"^, Lichtern am 6. d. M. Cienfuegos verlassen und oy> ., stilniutcö Ziel füdlichc Richtung eingeschlag^ ^„a Sodcmn habe das Schiff die Richtung geg"' ^" ^ genommen, das es bei einer GcschwindiaM ^ Meilen ohne Zwischenfall erreicht habe. D"^ ^»c schwindigkeit lässt vermuthen, dass es sich "" besondere Mission haudle. Gecegratnm«. ,5 Budapest, 21. Mai. (Orig.-Tcl.) Der «^ ausschuss der ungarischen Delegation trat ^u ^icht mittags zu einer Sitzung zusammen, um ^'" «sch^ des Referenten zu autheuticicren. Der Vlererau»," hat deu Bericht des Refereuteu autheuticiert. .^„ Paris, 22. Mai. (Orig.-Tel.) 3"/'^' Kreiseu wird versichert, dass die Meldung des<6» ^,, lictreffs der Unterzeichnung des Niger-AblomM' .^, richtig ist. Die Verhandlungen dauern vielm^) ,^ Gibraltar, 21. Mai. (Orig.-Tcl.) ^A vc-Soldateil wollteu bei einer Ruderübung trotz ^.„. stehenden Verbotes auf spanischem Territorium ^ Der spanische Wachtposten feuerte und ^" ijche» eiucu Eugländer. Die Engländer geben dem jp ^, Posten recht und werden die Soldaten ö" antwortung ziehen. ^riich^ Velgrad, 22. Mai. (Orig.-Tel.) ^e " ,,ocl von einer bevorstehenden Reise des Königs "« ^ ills Ausland sowie die ill mehreren Vlättcril ^^l Reife geknüpfte Combination werden vou Mft^ Seite als völlig aus der Luft gegriffen bezels ^bacher Ieiwng Nr. 115. 93b 23 Mai 1898. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. l'U , r3 ^^' Mai. Schemer, l. u. k. Generalmajor; Frisch, t'Nvew, '^"e"°nl, Graz. — v. Franken, l. l. Hauptstener. Ntne^«"'^^"churg. — Poleiner, l. u. l. Oberstlieutenant: z^°"''l'Gemahlin; Manloö, Marburgo. Me.; Meuicantti, ti°n,l>7' fnvate. Trieft. — Casalini, Ingenieur; Albcrtoni, «ai»."'Private, Piacenza. - Mally. Fabrilsbesitzer, Neu-Hanen'sii^ ^"lntler, Novalowitz, Private; Kopp, Kfm., Cilli. — Ileuba,"""/'Ingenieur; Neusser, Fabritant; Schreiber, Traub, sieich^ ' HeUersberg. Drexler, Me,. Wien. — Simon, K'fm., ^ittt^"^ ^ F°"U, Kfnl., Pisel (Vöhmen). — Svoboda, llusch °s', Aotivin (Vöhmen). — Müller, Fabrikant, Görlitz. — dyl s^'«snl.. Königl. Weinberge. — Silberstein, Kfm., Rappers-N°l>t2?^- " Verti, Kfm., Innsbruck. - Winter, Kfm„ ^ ^au. '«," ^' M. Vanniste, H. M. Vanniste. Private. London, A. ^ster. Weißlirchen. — Varbo, Priester, Trebelno. Pol,^'" ^l). Mai. C. Prinz de Polignac; Prinzes de Polignac, Kolter n , Saa,v — Töpfer, Kfm., Linz. — Koppstein, ^nns^ ^ Millovic. Privat, Töplitz. — Ogoreuz, Kauf-^"ttlii, Rudolfswert. An, <,« Hotel Stadt Wien, ^«Mili? .2' Mai. Musa, Obermspector, Nbbazia. -Weiser, bbtrsws.«'«,' "^ l, Regiments.Arzt, Fiume. — Dr. Waber, k.u.l. ^stte a,v ^' baselsteiner, Bildhauer; Pojah. Müller. Wenzel. ^ ^a^?^^ Varonin Apfaltern, f. Familie, Schloss Krup, ^lhc/^-beamter; Nossi, Privat; Fauset. s. Frau, Ingenieur; "Lonöav'?^ ^ieu. — Frau v. Vontcnpelli, Private. Trk'st. ttnitteii°l^'''"lau. Privat, Moräutsch, — Sandrrly. Vahnbeamter, l'kau k .V Sdcnscher, l. u. k. Schiffs-Lieut, Pola. — Klein. " ham,.?. , ""' ^^Ides. — Gebauer. Privat. Druovch (Mähr), "-^last Gl ' Kfm..Gattin, Innsbruck. — Nazar, Kfm.. Teplitz. Assel ^. K' Neustadt. — Löbl. Kfm.. Prag. — Kremsier. Kfm., ^'Nter K. "^' 3'scher. «cich. Poltzer, Pernald, Singer. Warm'er, httlin/ ^"'.^"is. S. Fischer. Pleis. Naglitsch. s. Frau, Just. ^chuh zn^hos. Pollal, Popper, I. Fischer. Schweinburger, ^'Mz ' itarplus, Hut, Trostti, Klug, Leidner. Kohn, A Hotel Lloyd. ^ ^rotzl^" 20. bis 22. Mai. Grebenc. Kfm.. f. Tochter.^ ^ ^ovlln. 1' Kunstelj, Kfm.; Iavornik. Private, Oberlaibach. ^ Äern°^'^"' bottling. - Razborsek. Kfm,. St. Martin. >>. """>iö Kfm.. Vuko5ar. - Heisch, Kf»',; Vael, Jurist. ^N'ler q, . ^, Private, St. Vartol,nii. — Fabianich, Bahn-7^d«n'^'^ ^ ^olle. Privatier, f. S°h„. Hundsfeld. -dutn,llch„.'^l Fajdiga. t. k. Postmeister. Sodraschitz. - IegM, ^bis/^ZaWn, St. Martin. - Burger. Besitzer, Scheifling. °l'igar V'"' Klagenfurt. - Groznik, Pfarrer, Zagor. -^^^uest^r. s. Frau, St. Veit. ^ Volkswirtschaftliches. !^"en! 4^-1- Mai. Äuf dem heutige» Markte sind er. Vaae,, ,. ^"' «'it Getreide. ? Wagen mit Heu und Stroh, Nt" und 2 Schiffe mit Holz. '^--»^^^^Durchschnitts.Preise. Mlt.. Mgz,. MN.. Mgz.. geizen vr k , ^l- lr. fl. lr, fl. lr7 fl.tr, «°in Vektolit. 15^1157H Vutter ftr. Kilo . . - 84------- Aste ' 10 - 10 - Eier pr. Stllck . . - 2------- 3" tt ' 8!- 8 - Milch pr. Liter . . - 10------- Mrucht ^!^ 6 " Rindfleisch pr. Kilo - «4 ->- veidt^ » —,-----------Kalbfleisch » —62------- Me 10 .-10 80 Schweinefleisch . —68------- e!"Uz ' 7 50 7 60 Schöpsenfleisch » ->40------- Mpfel 7 50 7,40 Hähndcl ftr. Stück — 40------- >s^ » 3,80-.- Tauben . >18 - - ^ 15>------------H^ pr. M.-Ctr. . 1,78------- Men ' 14!-----------Stroh ...160------- Ä^chmal/w, 12-----------Holz, hartes pr. I ^nX.Kilo _ 94 __-"'' Klafter 6,20-- ^, fH"°lz. __74-- -weiches. . 420-- "^räuchert ' ^^"" Wein,roth.,pr.Hkll. - - 24- ^«»^ ' ^,70-------— Weiher, » — — 60 — Lottoziehung vom 2l. Mai. Linz: 26 2 48 78 5 Trieft: 75 68 44 65 10 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehiihe 306 2 m. ________ ^ ! ^ ^ .^ i ^ ! «" »> «? MVN7""?33 - 9 21 - 3 W, zml. stark i heiter ^ ' Ab^ 734^1 13-6 SW.zml.stark, heiter ^ 7UMg. 734 2 11 3 NO. mäßig Hester 22. 2 , N. 733 8 218 SW. mäßig heiter 0-0 9 . Ab. 733 6 15^6 SW-mäßig heiter_________ 23 1 7 Ü. Mc,.' 733 - 3j 14 - 0 > NW. mäßig > heiter < 0 - 0 Das Tagesmittcl der Temperatur vom Samstag 16-4" und Sonntag 16-3°, um 16", beziehungsweise 14° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Ianufchowsty Ritter von Wisfehrad. Danksagung. Schmerzerfülltcn Herzens fühlen wir uns für die aufrichtige Theilnahme bei dem Hinscheiden unseres innigstgeliebten Gatt?,,, beziehungsweise Vaters, Herrn Leopold Ape l. l. Steueramts» Controlor. und fiir die reichlichen Kranzspenden verpflichtet, allen Freunden und Bekannten, besonders dem Herrn Stadtpfarrer, den Herren Beamten und dem Citalnica» verein unseren tiefgefühlten Hanl ausziispreche». Vi schuf lack am 22. Mai l«W. Die trauernden Hinterbliebenen. DlllllsWMll. Außerstande für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme, welche mir anlässlich des Todes meines innigstgelicbten Gatten, des Herrn Josef Koftrnik l. l. Nezirls.Thierarzt, l. u. k. Militär.Thierarzt in der Reserve zutheil wurden, jedem einzelnen persönlich zu danken, spreche ich auf diefem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten, alleil Herren l. l. Beamten, besonders der löbl. l. l. Nezirlshauptmannschast, den Herren Amtsthierärzten Krams, der löbl. Feuer« wehr. dem Gesangvereine für die ergreifenden Traucrchöre, sowie allen, die dem Dahingeschiedenen die Ehre des letzten Geleites erwiesen haben, meinen tiefstgefühlten Dank aus. Ebenso seien auch die Spender der vielen kostbaren Kränze meines steten Dankes versichert. Diese überwältigende, allgemeine Theilnahme an dem erlittenen schweren Verluste gereicht mir in meinem unsagbaren Schmerze zum aufrichtigen Troste. Rab mannsdorf am 20. Mai 1898. Marie Kofirnit, geb. Hudovernig. Gelterer Maschinenschlosser der gut montieren und die Aufsicht in der Werkstätte führen kann, wird aufgenommen in der Iieimfabrlk Lalbaoh. (1987) 4—3 ÄÄiö>SÄ v Kamniku št. 41 z lepim vitom, gospodarskim poslopjem, v kateri se na-haja veè soh v prvem nadstropju, z gostilno, pri kateri je velika ledenica, napolnjena z ledom, ter /. gostilniško opravo (2019) 3—1 se daje v najem. Veè se poizve pri posestniku B. Grašek-u ravno tarn. UiwiiMcb letzte Mßllipii! In der Lattermann-Allee. Vom Sonntag den 15. Mai an Neu! Gastvorstellungen! Heu: Die gelehrtesten Hände der Welt! JOhue Conourr^ns Caro, der wirklich auf der Welt einzig existierende clavierspielende Pudel, welcher im Vereine mit 20 seiner Genossen, reizende Thierchen, seine Künste zeigen und die Bewunderung der Besucher im höchsten Grade erregen wird. Caro ist eine Glanznummer ersten Ranges, indem er unter anderem auch aus der Oper cMarlha» und den cChoraU etc. auf seinem Ciavier spielt, was bis jetzt einzig auf der Welt dasteht. Die letzteren Hündchen, welche man nach vieler Mühe und Ausdauer dahin gebracht hat, Schreiber, Leser und Rechner zu sein, so dass sie jede vom Publicum gestellte Rechnungsaufgabe zu lösen vermögen, sind Farben- und Blumenkenner, Gymnastiker, tanzen Ballet und führen zusammen ein großartiges Potpourri auf. Mit einem Worte, die Thiere producieren sich in einer noch nie dagewesenen Weise. Zu dieser hochinteressanten Vorstellung erlaube ich mir, das geehrte Publicum, besonders Kunstkenner und Liebhaber von Hunden, ganz ergebenst einzuladen. Eintritt: Sperrsitz 60 kr. — I. Platz 40 kr. — II. Platz 30 kr. - III. Platz 15 kr. Militär ohne Chargen und Studenten zahlen auf den ersten drei Plätzen die Hälfte. Vorstellungen finden statt: die erste um 4 Uhr nachmittags, die zweite um 6 Uhr und die dritte um 8 Uhr abends. — Eine halbe Stunde vorher Cassa-Eröffnung. (1910) 7 Course an der Wiener Mrse vom 21. Mai 1898. Nach dem oMenm Cours^te ^'"'schulb «ll . ^ld Ware tz, ' ' ' ' ' uu «o 100 so «eld Ware V«u Gtaatt »n» Iahlnng »ernommtne Vsenb.'Prl»»^ vittgatiüntn. Ellsabcthbahll 600 u. 8000 «l. 4»/, ab io°/„ «. Vt. , . . Nöi, 40« u. 2000 Vt. L M, 4°/„...... ^""" l2i UN Ftanz.Ioses'V,, «m, 1»84. 4»/, 9» ?5 U!(1 ?!> »attzUchc Narl ° Uubwl«, - «ahn, diuerse Liücke 4°/„ .... 9!» Lb 1U0 2k. Vmarlbrrgcl Vahn, »m, l«»4, <"/,(bl».Ll,)T.,,. lU0 il. «. W'80 1UN 30 Un«. «olbientr 4"/, per C«ss« 120 85 121„5 bt«. dt«. per Ulümo .... lüU Ul. lül 05 Uo. «ente <ü Kroixüwähr,, 4°/,, sttueriielfür!?WKronenNom. »ü^5 lüll!!^ <^/n dt°, bt°, P« Ullimo , . U!i 20 U9 40 dto,St,/,°/, N9 2» 120 ^ dto, dt». Gilb« luo fl,, 4'/,°/» l(>u 1»^!>,'il> dtu, Ttlllltl'vblig, (U»«, Oslb.) », I. 187«, k<>/,..... l2N 85 l21'25< dlo,4»/,°/„Zch»ntttg»l'Nbl,'Obl. l(,a 40 101 ^!l> >to, Vr«m..?l»l, k 100 fl. e, W. lü? — «s'7'70 btl», dlo. k bo sl. e, ». I57 4a il>«j40 Thelß.«eg,.2«sl 4°/« 10U fl. . 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