ClltsdjC •>M(tiU !>»«» D,»ix»ft«, an» e»«u», »»» f»#rt fit «tli mit it'l H»II« monallK* fl. —M, ditrlcllihn, fl. lU-o, h°Idji>»i>a II. fl. «—. Diit D«(lOfi|«ntu:.s n tit SutUlHI «a. aa» Omlmptiti» H»»»lvla» tot. Kyrtchflxadca »«» Xctoclcuil lijllA, mit tllMfcae »rr £«nn- an» »«» II—IXUbr »«,- na» » « 123.- S.'MtmUws«. — Halomotieacn »ortoftei. — SJionuhtivic nxtfttn »ich! t»riler ölane Domino. Von Reinheld Ortmann. „Herr, in des Teufels Namen, können Sie sich den» nicht ei» wenig vorsehen?" Diese keineswegs verbindlich klingende Frage atfchlüpfte den Lippen des Gerichtsassessors korg Breitschwert, als an einer Straßenkreuzung der Cylinderhut eines wild daherstürmenden Herrn in höchst unsanfte Berührung mit feiner Nasenspitze gekommen war. In höchster Be-Kürzung erhob der Gescholtene das tief gesenkte Haupt, aber noch ehe er imstande gewesen oar. einige verwirrte Entschuldigungsworte zu Sammeln, hatte ihn der Assessor laut auflachend wl beiden Händen an den Schultern gesaßt. „Ist eS denn möglich? — Mertelmann — dvmerich — Doctor? Du bist es, der gleich wem schnaubenden Wisent harmlose Spazier-Mger über den Haufen rennt? Sind es etwa keine unbändige» Sextaner gewesen, die Dich i» solche Raserei der Leidenschaft versetzt haben?" Mit einer schwermüthigen Geberde schüttelte junge Dvcior Mertelmann den hübschen, ilondbärtigen Kopf. »Laß mich, Georg — ich beschwöre Dich - mir kehlt in diesem Augenblick wahrlich die bist zu scherzen!" „Ovo — steht es so? — Etwas Ernst-5i)ti also? — Du bist doch nicht krank?" „Nein, aber ich bin unglücklich, sehr un-S&tflich ! — Adieu, Georg! — Mich verlangt uch der Einsamkeit meiner vier Wände!" Ohne sich um diese Unzweideutige Verab- Nun weiß man doch, was den armen Deutschböhmen bevorsteht. Sie'werden zuerst an Händen und Füßen gefesselt und Widerstands-unfähig gemacht, dann werden sie den Gewal-tigen der großen tschechischen Nation vorgeführt, dürfen denselben in aller Ehrfurcht ihre Huldi-gungen darbringen, vielleicht vor ihnen auch einen Kniefall thun, und erhalten zum Lohne für ihre gute Aufführung die Gleichberechtigung zuerkannt, die Gleichberechtigung natürlich, wie sie die Tschechen verstehen. Dr. Gregr hat geredet, als ob er den Größenwahn seiner engeren Parteigenossen hätte geißeln wollen. Und doch ist er überzeugt, daß er dem ganzen tschechischen Volke aus der Seele gesprochen und daß es ihm jubelnd zustimmen werde. DaS geschieht denn auch, und weil Dr. Gregr dies vorhergesehen. deshalb halten wir ihn für einen Verräther an seinem eigenen Volke: denn wenn ein Führer sich dazu hergibt, dem Volke baren Unsinn einzureden und es zum Narren zu halten, so nützt er ihm nicht, sondern er kompromittiert eS vor den anderen Völkern des Staates, vor der Krone, vor der ganzen civilisierten Welt. Den Deutschen in Böhmen wird dies ganz gewiß nicht schaden, so wenig eS den Deutschen in den südlichen Theilen des Staates geschadet hat, als die Führer der Wenden ihre Abneigung gegen das althistorische Oesterreich immer deutlicher sehen ließen, die Deutschen immer mehr zu bedrücken suchten, immer mehr auf russischen Pfaden wandelten und schließlich durch die Proclamierung des großslooenischen Programmes denselben Nonsens im Kleinen begiengen, welchen die Jungtschechen heute im großen Maßstabe anstellen. schiedung zu kümmern, schob der Assessor seinen Arm in denjenigen des Freundes. „Du wirst mir gestatten, diese Einsamkeit auf ein halbes Stündchen mit Dir zu theilen, mein Bester! Es wäre ja das erstemal, daß ein Rhenane den anderen im Unglück verließe!" Ein herzbrechender Seufzer war Doctor Mertelmann's einzige Antwort. Schweigend legten sie die kurze Entfernung zurück, welche sie noch von seiner Wohnung trennte, und als sich die Thür des einfachen, von einer muster-hasten Ordnungsliebe seines Bewohners zeugen« den Junggesellenstübchens hinter ihnen geschlossen hatte, rief der Assessor ohne viele einleitende Floskeln mit seiner dröhnenden Baßstimme: „Nun heraus mit der Beichte! — Katzenjammer und Schulden sind bei einem Muster-jüngling Deines Schlages ja von vornherein ausgeschlossen, bleibt also nur unglückliche Liebe!" —Laß mich denn den Namen der AuSerwählten hören!" Der Doctor, welcher ganz gebrochen in einen Stuhl gesunken war, erröthete wie ein junges Mädchen. „Wenn Du Dich über mich lustig machen willst, Georg —" „Gott bewahre — ich denke nicht daran! — Dich will ich wieder lustig machen, weiter nichts! — Und wenn Dir das Bekenntnis nicht vom Herzen herunter will, so werde ich Dir mit meinem bekannten Ahnungsvermögen zu Hilfe kommen. Ist es etwa des würdigen Stadirath Haberkorn blondes Gretchen, das Dir den Frie-den Deiner Seele geraubt hat?" „Im Uebrigen" — so heißt eS in einem Briefe, der uns aus Wien zugekommen — „wir haben es gerne, wenn uns die Herren Jung-tschechen in dieser Art kommen. ES liegt darin doch eine gewisse Aufrichtigkeit, die uns zehn-tausendmal besser gesällt, als die Tücke der Alttschechen. welche zwar bezüglich der Deutschen ungefähr dieselben liebenswürdigen Absichten haben, wie die Jungtschechen, diese Absichten aber nicht offen auSsprechen und nur im Geiste derselben handeln. Bei den Jungtschechen weiß man doch, wie man daran ist. Bei den Alt-tschechen wußten es die Deutschen nicht einmal dann, als sie mit ihnen einen Ausgleich abge-schlössen hatten. ES gienge ihnen wahrscheinlich mit den Jungtschechen nicht besser, soserne sie sich's einfallen ließen, auch mit diesen auf einen Ausgleich einzugehen. Davor sind sie aber sicher, denn über die humanen Vorschläge Gregr'S wird man sich auf deutscher Seite nicht einmal „entrüsten", sondern höchstens — lachen, recht j herzlich lachen." Rundschau. s F i n a ii z m i n i st e r Dr. v. D u n a -j c w s k i] soll nach einer Meldung aus Leniberg auf den Posten eines Gouverneurs der öfter-reichisch-ungarischen Bank an Stelle MoserS Anwartschaft haben. sDer niederösterreichische L a n d t a g] wurde gestern, nachdem er durch drei Monate getagt hatte, geschlossen. sDerSchulauSschuß deSTiroler Landtage sj hält zur gründlichen Berathung der Gautsch'schen Vorlagen täglich Sitzung. ES Fast entsetzt sprang Doctor Mertelmann in die Höhe. „Wie konntest Du errathen, Georg, was ich doch bis zu dieser Stunde keinem lebenden Menschen anvertraute?" „Nun. eS bedürfte dazu keines besonderen Scharfsinnes, mein Lieber! Du hast sie ja auf der Eisbahn angeschmachtet wie eine himmlische Erscheinung, und wenn sie mit Dir sprach, war Dir Dein kostbares Geheimnis auf das Gesicht geschrieben, daß man eS in einer Distanz von hundert Schritten ohne Brille lesen konnte. Aber Du brauchst gar nicht so verlegen zu wer-den. Bruderherz! Die Wahl macht Deinem Geschmack alle Ehre, und ich gratuliere Dir von Herzen." Wehmüthig ablehnend erhob der Andere die Hand. „Dein Glückwunsch klingt mir wie Hohn. Georg, wie gut er auch gemeint sein mag! In der letzten Stunde habe ich alle meine Hoffnungen für immer begraben." „Wie? — Die Kleine hat Dir doch nicht etwa einen Korb gegeben?" „Nicht geradezu, denn ich war felbstver-ständlich noch lange nicht so weit, ihr meine Liebe zu gestehen. Aber ich müßte blind und taub sein, wenn ich nicht aus ihren Mienen und ihren Worten entnommen hätte, daß sie mich verabscheut." „Verabscheut? — Na höre. Doctor, daS ist ein hartes Wort, und es will mir überdies gar nicht zu dem Eindruck stimmen, den ich da-mals auf der Eisbahn von dem Benehmen der 2 ist -oljbem nicht wahrscheinlich, daß sowohl daS zu. zur Berathang gelangende SchulaufsichtS-ges ) als auch die Regierungsvorlage über die Besoldung- und Pensionierung der Lehrer in diesem Abschnitte zur Erledigung kommen können, da die Session nicht länger als bis Ende Januar dauern kann. Der Regierung und den Clericalcn liegt selbstverständlich nur daran, daS Schul-aufsichtsgesetz unter Dach und Fach zu bringen. sDer Reichsrathsabgeordnete Dr. v. P l e n e x] hielt auf dem Sommers der deutsch - böhmischen Landtagsabgeordneten eine Rede, aus welcher die folgenden bemerkenswerten Stellen hervorzuheben sind: „Das nationale Bewußtsein hat sich gerade in den letzten Wochen wieder deutlich in der Volkszählung gezeigt. Es wird von tschechischer Seite mit der »»glaub-lichstcn Uebertreibung den Deutschen in den theil-weise gemischten Landestheilen der Vorwurf des ungerechten gewaltthätigen ZurückdrängeiiS eeS tschechischen Elementes bei der Volkszählung gemacht. Ja, begreifen den» die Herren nicht, daß diese Haltung der Deutschen in dem deutscher. Gebiete gegenüber der bekannten Frage nach der Umgangssprache gar nichts anderes ist, als die nothwendige Antwort der deutschen Bewohner dieses Gebietes auf jene planmäßige Invasion des tschechischen Elementes in jenes deutsche Gebiet ? Diejenigen, die heute über Unterdrückung, über Gewalt klagen, geben sich den Schein, zu vergessen, oder sie wollen die Welt vergessen machen, daß seit Jahren ein eigener Tschcchisie-ruugsvcrein für das deutsche Sprachgebiet in Böhme» besteht, der sich in Subvereine gliedert, welcher gerade zum Zwecke der Volkszählung eine Agitation entfallet, wo 30 Wanderlehrer — ich glaube, die Zahl dürfte richtig fein -• in dieses Gebiet entsendet worden sind. Wenn nun gegenüber einem solchen Kampsapparate von tschechischer Seite die deutschen Städte ctwaS reagieren und darauf halten, daß der deutsche Charakter, den sie nun einmal besitzen, der thatsächlich vorhanden ist. anch ossiciell constatiert werde, so haben die Tschechen am allerwenigsten Grund über Vergewaltigung zu schreien, und am allerwenigsten die Tscheche», wo man recht gut weiß, wie in den tschechischen LandeStheilen und gerade hier in Prag in entgegengesetzter Reci-proeität vorgegangen worden ist. Und die bis jetzt bekannt gewordenen Zahlen von Reichenberg, Trautenau und anderen Städten zeigen die Er-starkung des deutschen Elementes. Darum haben wir trotz mancher Zweifel, trotz mancher theil-weiser Mißerfolge, über die wir uns ja nicht Kleinen gegen Dich empfangen. Was ist denn eigentlich zwischen euch vorgefallen?" „Warum sollte ich eS vor meinem besten Freunde verschweigen! — Du wirst ja zu Nie-manden davon sprechen, nicht wahr?" „Stumm wie das Grab!" versicherte der Assessor feierlich. „Nun wohl, so höre! Bei welcher Gelegenheit ich Gretchenü Bekanntschaft machte, und wie übermächtig ihre Schönheit, ihre Liebenswürdigkeit, ihre holdselige Schelmerei aus mich wirkten, brauche ich Dir ja nicht erst zu erzählen. Auch mir wollte es damals scheinen, als nähme sie meine bescheidenen Hnl-digungeu nicht unfreundlich aus. Die süßeste» Hoffnungen regten sich in nieiner Seele, und ich war vermessen genug, mich bereits für den glücklichsten aller Sterblichen zu halten, als sie mich bei unserer letzten Begegnung mit holdem Erröthen aufforderte, ihrem Vater doch gelegentlich einen Besuch zu machen, da er sich freuen würde, , den Lehrer feines jüngsten Sohnes kennen zu lernen. Acht Tage lang kämpfte ich mit meiner angebornen Zaghaftigkeit, bis ich endlich heute unter Zusammenraffung meines ganzen Muthes die Glocke an der Wohnungsthür des Herrn Stadtraths zog. Der Empfang, welchen mir der würdige Mann zutheil werben ließ, war viel ennuthigender und herzlicher, als ich in meine» kühnste» Träuuieu zu hoffen gewagt. Er klingelte gleich nach einer Flasche Wein und erwies mir sogar die Ehre, mich seiner Schwester vorzustellen, die seit dem Tode seiner Gattin die Stelle der Hausfrau vertritt." „Ich kenne den alten Drachen", fiel der „Deutsche Wacht- täuschen wollen, dennoch keine Ursache zum Mangel an Zuversicht. Wir haben vielmehr Grund zu erwarten, daß diese schöne Linie deS Aufsteigens der ganzen Bewegung des deutschen Volkes im öffentliche» Leben, wie sie sich jetzt seit einer Reihe von lt) bis 12 Jahren gezeigt hat, andauern wird. Wir wollen das hoffen und sind dem deutschen Volke dafür Dank schuldig." sUebcr das gegenwärtige Ver-bältnis zwischen der ungarischen Regierung und der Curiej berichtet man auS Pest: „Seit einiger Zeit wird von allen beteiligte» Factoren das tiefste Still-schweigen bezüglich der Entwicklung der Differ-enzen zwischen unserer Regierung und dem Vatikau beobachtet. Wollte man diese Reserve dahin deuten, daß die Angelegenheit überhaupt in den Hintergrund getreten sei. so würde man einen Fehlschluß begehen. Es handelt sich lediglich darum, daß sowohl die Regierung als der Episkopat die Vortheile einer vollkommen vertraulichen Behandlung der schwebenden Streit-punkte erkannten, nachdem der Conflict früher durch die Agitation der Presse und die Hetzver-suche des niederen ungarischen Clerus eine un-nöthige Verschärfung erfuhr. Die Verband» lungen wurden aber gerade in den beiden letzten Woche» eifrig fortgesetzt und ihr Schwerpunkt liegt nun in Wien, wo Mimst« Szögyeny mit dem päpstlichen Nuntius in den jüngsten Tagen wiederholt über die Erzielung eines moäus vivendi berieth. In hohen kirchlichen Kreisen Ungarns scheint man diese Methode zur Lösung der Schwierigkeiten nicht vollständig zu billigen und hierin mag auch die Erklärung dafür liegen, daß in Pester clericalcn Zirkeln immer wieder pessimistische Gerüchte über den Stand der Sache auftauche». I» Wirklichkeit ist die Situation aber doch eine gebesserte und die Gefahr eines förmlichen Bruches sehr verringert." * • * s I ni deutschen R e i ch s t a g. ] wo am Dienstag Anträge ans Beseitigung der Lebensmittelzölle. aus Ermäßigung der Kornzölle und Revision des Zolltarises zur Berathung g"° langt waren, sprach der Reichskanzler die Hoff-nung ans, daß die Handelsvertrags-Verhand-lungen mit Oesterreich-Ungarn zu einem beide Theile befriedigenden Ergebnisse führen werde». Im Uebrige» müsse er sich — da nähere Mit-theilungen zur Zeit nichl möglich seien — auf die Beuierkung beschränken, daß die Sorge für Assessor trocken ein, „sie führt ein eisernes Re-giment über ihren Bruder, und er wagt nicht zu muckse», wenn sie ihm nicht ausdrücklich die Erlaubnis dazu gegeben hat." „Um so schlimmer für mich !" • seufzte Doctor Mertelmann mit dem Ausdruck hoffnungslosen Grames. „Denn von dem Augen-blick an. wo diese Dame das Zimmer betreten hatte, schien ein böser Stern über meinem Haupte zu stehen. Daß ich ei» volles Wein-glas über die kostbar: Tischdecke ausschüttete, hätte sie mir vielleicht noch verziehen, da meine Zerknirschung eine wirklich ausrichtige war. Aber als sich dann das Gespräch zusällig aus die neue deutsche Lyrik lenkte, hatte ich das beispiellose Unglück, ihren LieblingSdichter einen süßlichen Reimschmied und ei»e» Poeten sür unreif« Backsische oder überreife alte Jungfer» zu nennen. Der Blick, uiit welchem sie mich sür diese unüberlegte» Worte strafte, wird mir ewig unvergeßlich bleiben." „Armer Junge!" meinte der Assessor mit einem bedenklichen Kopfschütteln. „Wenn Du Tante Dorette nicht auf Deiner Seite hast, wird Gretchen Haberkorn allerdings niemals die Deine werden. Du mußt sie wieder versöhnen, das ist unerläßlich." »Ach, Dn weißt erst den Ansang n,eines Mißgeschickes, Georg! Was später kam, war ja »och viel schlimmer! — Ich habe ihren Kana-rienvogel todtgetreten!" »Unglücksmensch! — Du hast daS Wunder-thier umgebracht, welches die heroische Selbst-Überwindung besaß, dieser alten Schachtel auf Befehl ein Kitsche» zu gebe». Das verzeiht 1891 die Erleichterung der Volksernährung den ver-bündeten Regierungen -bensosehr am Herzen liege, wie irgend einer Partei. [In Be'rlins scheinen sich hinter den parlamentarischen Coulissen gegenwärtig allerlei Vorgänge abzuspielen, die allerdings einen neuen CurS andeuten würden. So schreiben die „Hbg. Nachr." : „Verschiedentlich verlautet, daß die Unterredung, welche Herr v. Caprivi mit He^ Dr. Windthorst vor einiger Zeit hüte, nicht nur die Frage des Sperrgclderfonds, sondern auch die des Welfensonds betroffen habe. Es scheint, daß nach b-iden Richtungen hin ein Einoer-ständnis erzielt ist, denn cS verlautet, daß außer einer neuen Vorlage über die Verwendung d:s Sperrgelderfonds dem Landtag auch eine Vor-läge wegen Aufhebung des WclfcnfondS, was wohl nach den Verhandlunge» mit Windthorst auf eine Herausgabe deS Fond« hinauslaufen dürfte, zugehen soll. Der Reichstag wird sich >» diesem Falle, wenn auch nur indirect, mit der Frage zu besassen haben, insofern bei ihm ver Antrag auf Gewährung eines besonderen Dis-positionssonds in Höhe von mehreren hundert-tausend Mark für den Reichskanzler eingebracht werden würde." — Die „Tägl. Rnndfch." be-merkt hiezn: „Wir vermögen diese Meldung nicht auf ihre Richtigkeit zu prüfen, aber un-glaublich klingt sie uns nicht. Die ganze innere Lage hat den Anstrich, als ob sich merkwürdige Wandlungen vorbereiten. Zunächst muß man sich aber mit dem tiefsinnigen Worte Sabor's begnüge»: ES geht etwas vor, man weiß nur nicht was." [Ein Artikel der „Hamburger Nachrichte n,"] nach welchem in neuerer Zeit die wissenschaftliche Ausbildung der Officiere de» deutschen HeereS auf Anordnung von oben zu-gunften von Schneidigkeit und körperlicher Ab' Härtung herabgedrückt werde, hat in Deutschland allgemein peinlich berührt. Ein Münchener Blatt ist nun in der Lage mitzutheilen, daß Anordnungen, welche einen Rückgang des geistigen StrebenS der Officiere zur Folge habe» könnten, nicht erlassen wurden. Ebenso wenig haben sich irgend welche Verhältnisse und Zustände heraus-gebildet, aus welchen sich mit einiger Berechn-gung aus einen solchen Rückgang schließen ließe. „Wenn aus den, Umstände, daß unsere militärische Fachliteratur in neuerer Zeit in der That weniger productiv an Artikeln über militärische — auch den Laien mehr oder weniger interessierende — Tagesfragen sich erweist, alS noch vor wenig Jahren, und im Allgemeinen auch weniger pro- sie Dir nie; denn dazu läßt sich kein anderer Vogel mehr dressieren." Doctor Mertelmann stützte den Kopf in die Hand und blickte düster vor sich hin. „ES war ein Verhängnis. Georg! Wie konnte ich auch ahnen, daß'das Thier neben meinem Stuhl auf der Erde saß! AlS das Entsetzliche geschehen war, verfiel die Dsme in Weinkrämpse. und ich glaube, sie hat mich sogar einen brutalen Mörder genannt. Der ^tadirath nlachte eine Handbewegung gegen die- Thür, welche ich unmöglich mißverstehen konnte, und als ich mich in furchtbarster Verlegenheit zurück-zog. sah ich mein angebetetes Gretcheu draußen auf dem Corridor vor mir stehen. Ich glaube beinahe, sie hatte ei» wenig gehorcht, denn in ihren schönen Augen funkelten Thränen — ach, die Thränen des Zornes! — und mit halb erstickter Stimme rief sie mir zu: „Was haben Sie an-gerichtet! — Nun ist natürlich Alles aus!" — Weinend lief sie davon, und ich — nun, ich stürze wie sinnlos aus die Straße hinaus und verfluche die Stunde, da ich meinen Fuß i» jenes HauS gesetzt!" Der Assessor schwieg eine kleine Weile, dann aber trat er. einer plötzlichen Eingebung folgend, aus den Doctor zu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Du hast schauderhaftes Pech gehabt, ainicc. das läßt sich nicht leugnen: aber »och ist Pole» nicht verloren! Du mußt die Scharte wieder auswetzen, mußt dem alten Drachen Abbitte leisten —" „Nein, nein, ich kann daS Haus nicht wieder betreten, denn selbst, wenn man mich iBSi ■ • i . » luctio, als bki unseren Nachbarn in West und Ost. aus einen Nachlaß der geistigen Thätigkeit in den betr. Kreisen geschlossen werden wollte, so wäre dies grundfalsch. Jenes ernstliche wissen-schastliche Streben, wie eS sich seit einer langen Reihe von Jahren in unseren OsficierSkreifen eingelebt hat und da6 nur in neuerer Zeit in-folge der aus naheliegenden Gründe» den mili-täuschen Autoren auserlegten Einschränkung etwas weniger in die Erscheinung tritt, alS früher — eS besteht ungeschwächt fort. In dieser Richtung anordnend, fördernd, überwachend und leitend einzuwirken, ist eine der so wichtigen BerusSpflichten der Commandeure und baß dieser mit Eiser und erfolgreich allseitS nachgekommen wird, das muß mit Entschiedenheit festgestellt werden." sD i e G e f a n g e n n a h m e L u tz k i's i n C o n st a » t i n o p e lj wird von russischer Seite dahin erklärt, daß es sich um die Vereitlung eines nihilistischen Atlentates gegen den russischen Thronfolger gehandelt habe, welcher demnächst in Constantinopel eintreffen soll. Die Hauptver-schworenen seien neben Lutzki der grusenische Fürst Nachodjidje und ein gewisser Barzew ge-> wesen, in welch letzterem man den Mörder deS Generals Selivestrow, Padlewski, vermuthet. Lutzki und zwanzig Mitverschworene feien am 24. v. Mts. in Änsiantinopel in der Thal oo!» russischen Organen sestgenommen und cutführt worden, Nachodjidje befinde sich in den Händen der türkischen Polizei, Barzew sei jedoch ent-kommen. sPobedonoazewj wurde, wie man aus Petersburg berichtet, vou, Czar zum Minister sür VolkSanfklärung ernannt. sDer russische Finanzminister Wyschnegradski^ soll eS beim Czaren durchgesetzt haben, daß die neuen Gesetze gegen die Juden auf drei Jahre sistiert werden. Be-gründet wurde ber betreffende Antrag damit, daß es gegenwärtig im Interesse der russischen Finanzen nicht räthlich sei. den jüdischen Banquiers vor den Kopf zu stoßen. sFrankreich.j wo man die Einführung des Schutzzoll - Systems vorbereitet, dürfte, wie man aus Paris berichtet, die im nächsten Jahre ablausendenHandelsverträge milTarifen sämmtlich kündigen. sD e u t s ch e S ch i s s S o s f i c i e r e> wurden jüngst in Nordamerika insultiert. Polizeileute von New-Dork drangen, um mehrere an einer Schlägerei" betheiligt gewesene Matrosen sestzu-nehmen, in den Dampfer des Norddeutschen Lloyd, .Elbe", schlugen die Officiere mit Knütteln nicht ohneweiterS hinauswerfen würde, was doch daS Wahrscheinlichste ist. sände ich doch niemals den Muth, Fräulein Dorette Haberkorn noch einmal Auge in Auge gegenüberzustehen. Tu ahnst nicht, wie schrecklich sie war in ihrem Zorn.- „Nun, wenn es Dir dazu also an Courage sehlt, wirst Tu doch wenigstens den Wunsch haben. Dich mit Deinem Gretcheu auszusprechen. Im Hause des Stadtraths darf das allerdings nicht geschehen, denn nach den heutigen Vor-fällen möchte auch ich Dir für einen freundlichen Empfang nicht garantieren. Aber ich will Dir trotzdem Gelegenheit verschaffen, noch heute ungestört mit ihr zu reden." Ein schwacher Hoffnungsschimmer breitete sich über Doctor Mertelmann'S wehmuthsvolles Antlitz. „Ich sürchle, Du versprichst mir Unmögliche«, Georg", sagte er zaghast; „wie in aller Welt wolltest Du das Ungeheuerliche voll-bringen." „Sehr einfach, indem ich Dich aus den Fastnachls-Maskenball einführe, welcher heute in der Ressource .stattfindet. Der Stadtrath niit seinen Damen ist auch da, und unter der schützen-den Larve kannst Du Dich Deinem Gleichen nähern, ohne daß Tante Dorette Deine Anwe-senheit auch nur zu ahnen braucht." Doctor Emmerich Mertelmann hatte zwar eine ganze Reihe sehr ernster Bedenken gegen den Vorschlag deS Freundes, denn er hatte nie in seinem Leben eine MaSk>ride besucht, und das Her-, klopfte ihm bei dem Gedanke», wie er sich •«»»*• **»*----— zu Boden «nd schleppten die Verhafteten ge-waltfam fort. Der deutsche Gesandte protestierte und forderte Genugthuung. Die amerikanische Regierung hat strenge Untersuchung eingeleitet. ^ocates und Arovinfiatcs. Cilli. »7. Jänner. ßilkicr chrmeittderath. Nachdem in der gestrigen Sitzung unserer Siadtväter daS Protocoll der letzten Sitzung, an welchem Herr GR. Bobisut eine Ergänzung vernehmen ließ, verlesen und verificiert worden war, theilte der Vorsitzende, Herr Bürgermeister Dr. N e ck e r m a n n . die E i n l ä u j e mit. darunter eine Zuschrift, mit welcher die Firma Scherbaum in Marburg durch Herrn AloiS Walland je einen Sack Mehl für die Stadt-armen und sür die Wärmstube widmet, was mit Beifall zur Kenntnis genommen wurde und wofür durch das Stadtamt der Dank abgestattet werden wird. Ueber eine Eingabe des Stadt-wachtmeisterS, welcher berichtet, daß die vorge-nommene Schneeräumung in allen Straßen der Stadt die Passage jreigemacht habe, und welcher daran eine Anfrage bezüglich der Ausfuhr des Schnees knüpst. werden die Bausection und das Stadtamt Erhebungen zu pflege» haben. — Ein Ansuchen des Diurnisten Hossniann um Erhöhung feines Diurnunis wurde der ersten Section zu-gewiesen. Aus der Tagesordnung stand in erster Reihe der Bericht der R e ch t s s e c t i o n (Res. Herr GR. Dr. S a j o w i c) über eine Einladung der LebenSversicherungs - Gesellschaft „Phönix" zur Versicherung der Sicherheitswachmannschaft gegen körperliche Unfälle. Im Sinne deS Scc-lionsantragrs wurde die Offerte mit der Be-gründung abgelehnt, daß sür die definitiv an-gestellte Wachmanuschast ohnehin ausreichend gesorgt sei. Die zweite wection berichtete durch Herrn GR. Dr. Tarbauer über das schon mehrmals auf der Tagesordnung gestandene Ansuchen der Schulschwestern, einen Schweinestall errichte» zu dürfen. Referent sprach seine An-sicht dahin aus. daß bei den verschiedenen, in dieser Sache bereits vorgenommenen Commissio-nierungen wohl das Interesse der Schulschwestern, nicht aber auch jenes der Gemeinde im Auge behalten wurde, erhob gegen die Bewilligung des Gesuches vom sauitätspolizeilichen Stand-punkte mehrere Einwendungen, erinnerte daran, daß sich in der nächsten Umgebung des Gebäudes in irgend einem phantastischen Costüm auSneh-inen und bewegen würde. Aber der Assessor ließ ihm gar nicht Zeit, seine bänglichen Ein-Wendungen vorzubringen, und die Stimme der Liebe war es, welche seine Ueberredungckuust mächtig unterstützte. Beklommen gab der Doctor endlich seine Zustimmung, und Breitschwert machte sich sogleich auf den Weg, um die Maskenanzüge zu beschaffen----- Um die neunte Abendstunde war es, als die beiden Freunde über die breite Treppe zum Festsaal der Ressource emporstiegen; hätte er sich nicht vor seinem Begleiter geschämt, so wäre Doctor Mertelntann sicherlich noch hart vor der Thür umgekehrt, denn er hatte sich noch nie so hilflos und unbehaolich gefühlt, als in dem Costüm. das der Assessor da für ihn besorgt hatte. Nach der Behauptung desselben stellte eS die Tracht eines jungen venezianische» Edelmannes dar, — ein geschlitztes nnd gepufftes SammetwamS, ein winziges Pluderhöschen und ein ultramarinblaues Tricot, das war neben dem kecken Barett und dem lauge» Stoßdege» die ganze Herrlichkeit. Und wenu auch der Assessor hundertmal der Wahrheit gemäß ver-sichert hatte, daß sich der Docior darin ganz famos ausnehme, so hatte er doch die grenzen-lose Verlegenheit seines ungewandten Studien-genossen damit nicht aus dem Felde schlagen können. Und diese Verlegenheit steigerte sich iii's Ungemessenc, als sich nun der glänzend erleuchtete Saal mit seinem bunten Gewühl mannigfach maskierter Männlein und Weiblei» vor ihne'i austhat. Mit beinahe krampfhaftem der Schulschwestern das Theater, die Chemail-caserne und zahlreiche Wohnhäuser befinden und daß füt den Schweinestall kein AbzugScanal vor-Handen wäre, und stellte schließlich den Antrag, die Beschlußfassung über die Angelegenheit zu vertagen, welcher- Antrag auch angenommen wurde. Herr Dr. Tarbauer theilte sodann noch mit, daß er hinsichtlich der in der Stadt be-sindlichen Schweinestallungen demnächst allgemeine Anträge einbringen werde. Herr GR. F e r j e n berichtete sodann für die F i n a n z s e c t i o n über einen Antrag der Firma Wörl in Würzburg, betreffend die Herausgabe eines „Führers durch Cilli", und beantragte den Uebergang zur Tagesordnung, was genehmigt wurde. — Ein Ansuchen deS Mauthner« Neumeier, ihm auch Heuer eine Re-muneralion von 20 fl. zu bewillige», gab den Herren GR. S t i g e r und Josef Rakusch Veranlassung, sich in scharse» Worten darüber auszusprechen, wie sehr der Säckel der Gemeinde von gewissen Seiten inanspruch genommen werde. Die Herren GR. W a l l a » d und Skoberne sprachen dagegen für den Sectionsantrag, und die Remuneration wurde im Sinne dieses letzteren bewilligt. — Die Antrüge der Section, die Ansuchen der Firme» Franz Zangger. Traun und Stifter, und Peter Majdii um Pauschallierung der von denselben im laufende» Jahre zu ent-richtende» Mautgebühren mit je 40 fl. zu genehmige». wurden angenommen. Das Fried Hoss-Co rn'i t e berichtete durch Herrn GR. Bobisut über eine Zuschrift der evangelischen Gemeinde, in welcher Zuschrift mitgetheilt wird, daß die Gemeinde auf die Er-Werbung des BetteS in der nordöstlichen Ecke des städtischen Friedhoies besonderen Werth lege und daß sie geneigt sei, sür dasselbe der bereits angebotenen Summe von 500 fl. einen weiteren Betrag zuzulegen. Nach dcm vom Gemeinde-rathe genehmigten Antrage des Comite'S wird der evangelischen Gemeinde eröffnet werden, daß daS Eckbett nicht abgetreten werden könne, da es sür Grüfte bestimmt sei. Das Theater-Comilv referierte durch Herr» GR. M a r e ck über daS Ansuchen der Firma Kur,, Rietschl und Henneberg in Wien um Flüßigmachung der 2260 fl. betragenden Kosten der neuen Heiz-Einrichtung im städtischen Theater. Referent führte auS, daß daS Gutachten des städtischen Ingenieurs über die Heiz-Einrichtung sehr günstig laute, legte den Garantiebrief vor, mit welchem sich die Firnia verpflichtet, die im Laufe der Saison 1391/92 sich ergebenden, nicht blos auf Abnützung zurück- Druck erfaßte Doctor Mertelmann deS Assessors Arm. „Um GotteSwillen, Georg — laß mich nicht allein! — Ich sagte ja gleich, daß eS ein unsinniges Unternehmen sei. Wie in aller Welt soll ich Gretchen in dieser verlarvten Menge ausfindig machen?" „Laß das nur meine Sorge sei»",' tröstete der Andere. „Ich werde sie schon entdecken und Euch als der Schutzgeist Eurer Liebe zusammen-führen. Aber Du nrnßt hier auf dieser Seite des SaalcS meine Rückkehr erwarten. Hoffent-lich wandelt Dich nicht inzwischen die Lust an, auf eigne Hand einige kleine Abenteuer zu be-stehen." Er hätte sich die Warnung gewiß erspart, wen» er geahnt hätte, wie wenig abeuteuer-lustig dem Doctor . zu Muthe war. An die Wand des Saales gelehnt, bot er ganz das Bild eines armen OpserS, das in der nächsten Minute unter irgend einer sürchterlichen Anklage vor den grausamen Rath der Zehn geiührt werden soll. Die munteren Klänge der Musik, nach denen sich vor seine» Augen die fröhlichen Paare im Tanze drehten, gellte» ihm wie teufli-sches Hohngelächter in die Obren, und jede der Secunden, die bis zu der Rückkehr des Assessors vergiengen, dehnte sich ihn» zu einer qualvollen Ewigkeit. Endlich steuerte der Frcund wieder aus ihn zu und ergriff seinen Arm, um ihn nach dem auderen Ende deS Saales zu ziehen. „Nun nimm Dich zusammen flüsterte er ihm zu. „Sei so liebenswürdig als Du es zuführenden Schäden aus eigene Kosten aus-zubesiern, uud stellte den Antrag, der Firma den Betrag von 2000 fl. zu erfolgen, den Rest von 2(50 fl. aber vorläufig zurückzubehalten. Der Antrag wurde angenommen. — Ein weiterer Antrag de« Comitö'S, der von Herrn GR. Josef Rakusch vertreten wurde und die Anstellung eines Heizers mit einem Lohne von 40 Kreuzer für jeden Theaterabend betraf, fand ebenfalls Zustimmung. Der öffentlichen Sitzung folgte eine ver« trauliche. sP e r s o n a l t: a ch t i ch t e n.] 3)r. Camillo Schmirger wurde zum Secundar-Arzte des Krankenhause» in Leoben und Dr. Martin B e r t h a zum ordinierenden Arzte der chirur-gischen Abtheilung im Rudolsspitale in Brück a. d. Mur ernannt. — Dem Vorstande der Landes - Hilfsämter, Julius K r a t o ch w i l l, wurde der Titel eines landschaftlichen Hilfö-ämter-Directors verliehen. sDer Cillier-Männergesang-Vereins hielt am 14. d. M. seine statutengemäße Hauptversammlung ab und wurde bei der in derselben vorgenommenen Wahl Herr Dr. August S ch u r b i einstimmig zum Vor-stände wiedergewählt, ein neuer Beweis der großen Beliebtheit? deren sich der Gewählte unter den Sängern ersreut. Die Wahl der Vereins-leitung ergab im Uebrigen folgende« Resultat: Heinrich W e i d t, Chormeister! Professor Paul Planer, Chormeisterstellvertreter; Ferdinand D o m i n i g, Secrelär ; Leopold Wambrecht -s st tu e r, Cassier; Ferdinand Wolf, Archivar, und Franz P a c ch i a f f o, Ausschußmitglied. In kurzer Zeit wird der Verein eine Liedertafel „heiteren Inhalte«" geben und so das neue Vereinsjahr mit Sang und Klang einleiten. sDie Mitglieder der Kapelle des Cillier Mu fi k v erein e«) beabsichtigen, im Lause deS Faschings ein Kränzchen zu geben, welchem ein aus sehr gewählten Piecen bestehendes Concert vorangehen soll. Wir wünschen gutes Gelingen. sVerein Südmark.Z Die Vereins-leitung berichtet: Montag den 5. d. M. fand im Gasthose zum „Erzherzog Johann" in Marburg die gründende Vefammlung der dortigen Ortsgruppe des Vereine« „Südmark" statt. Diese Versammlung, an der Director Feichtinger und Abg. Dr. G. Kokoschinegg als Vertreter der VereinsleitungLandesausschuß Dr. Schmi-derer, Landtagsabg. Dr. Starke! und Vertreter der Grazer Burschenschaften Alemania und vermagst und bereue vor allem in tiefer Zer-knirschung Deine Verbrechen von heute Mittag." Noch ehe Enlmerich Mertelmann antworten konnte, stand er vor einer schlanken, weiblichen Gestalt mit blauseidenem Domino. „Hier, schöne MaSke, bringe ich einen Cavalier, der sich in Sehnsucht verzehrt, diesen Walzer mit Dir zu tanzen! — Erbarme Dich huldvoll seiner jugendlichen Schüchternheit!" Mit diesen Worten hatte sich der Assessor artig vor dem Domino verbeugt, um gleich daraus im Gewühl zu verschwinden. Für einen Moment stand der Doctor völlig rathloS, dann aber nahm er sei» Herz muthig in beide Hände und legte den Arut um die schlanke Gestalt des angebeteten Mädchens. Er war niemals ein hervorragender Tänzer gewesen, heute aber machte ihn die Verwirrung noch ungeschickter als sonst, und da auch Gretchen sich nicht gerade als eine Meisterin in der Kunst Terpsichorens erwie«, rannten sie wiederholt ziemlich unsanft mit anderen Paaren zusammen. „Es geht nicht", sagte er mit einem leisen Seufzer, al» er sich und seine Tänzerin einmal mit genauer Noth von einem Fall be-wahrt hatte; „wollen wir nicht lieber ein wenig plaudern ?" ' Der blaue Domino stimmte schweigend zu und in der nächsten Minute saßen sie hinter einem der dicken Pfeiler nahe bei einander. Ohne auch nur tut geringsten an den Charakter zu denken, welchen er feinem Costüm nach dar-zustellen hatte, eröffnete der Doctor nach einer langen Verlegenheitspause das Gespräch. „Deutsche Macht" t Franconia wie der Ferialverbindung Germania theilnahmen, war zahlreich besucht. In den Aus-schuß wurden die nachbenaniiten Herren gewählt. Obmann: Stationsvorstand i. R. Walluer, 1. Obmannstelloertreter: Bürgermeister Dr. Nagy, 2. Obmannstelloertreter: Swaty. Schriftführer : Schriftleiter Max Besozzi, Stellvertreter: Lehrer Sedlatschet, Zahlmeister: Buchdruckereibesitzer Kralik, Stellvertreter: Johann Leeb. Für einen bedrängten Bauer in Ober S. Kunigund wurden an diesem Abende 39 Gulden gesammelt. Dies, wie die kernigen Ansprachen und der ganze Verlaus der Versammlung legten Zeugnis dafür ad, daß die Marburger als Hilfe-bereite und thatkräftige Mitstreiter in die Reihen der „Südmark" eingetreten sind. Die Ortsgruppe zählt bereit« gegen lOO Mitlieder. — Am 26. December des Vorjahres wurde zu Luttenberg eine Ortsgruppe der „Südmark" gegründet. Zu deren Obmann wurde H. Dr. Alexander R o s-sitsch gewählt, dessen rastlosem Bemühen das Zustandekommen dieser Ortsgruppe zu danken ist, zum Schristsührer H. Otto Huber, zum Zahlmeister H. Max Hönigsmann. Die Orts-gruppe zählt 50 Mitglieder. — DaS Unter-nehmen des Vereines, den Grundbesitzern des Unterlandes deutsche Dienstboten zu vermitteln, ist bereits von Erfolg begleitet; es sind schon mehrfache Anfragen und Anbote dieser Art an den Verein gelangt. E? ist nur zu wünschen, daß diese Thätigkeil des Vereines sich zu einer sehr umsangreichen gestalte. — Dem verdienstvollen rührigen Obmann der Ortsgruppe „Graz. linkes Muruser" ist sür sein ersprießliches Wirken der Dank der Vereinslcilung ausgesprochen worden. — Die Vorarbeiten sür daS im Monate März d. I. zu veranstaltende F.'st zugunsten der „Südmark" sind im vollem Gange. [Aus Neuhau«] schreibt man uns: „Ein Comite, welche« sich erst vor Kurzem gebildet, veranstaltete am 12. d. in Orosel'S Gast-Hof eine Abend - Unterhaltung mit Tanz und einem GlückShafen, der ein Erträgnis von 20 fl. abwarf. Dieser Betrag wurde von einer Dame auf 50 fl. ergänzt, und werden sür dieses Geld während der Wintermonate dreißig arme Schulkinder täglich mit Mittagskost versorgt werden. Verdient Nachahnung." sS ch a d e n f e u c r.j In Pöltschach brannte letzten Montag ein Gebäude der Neuß'schen Möbelfabrik nieder, und zwar griff daS Feuer, durch die vorhandenen Holzvorräthe reichlich genährt, so rasch uut sich, daß daS ungemein lange Object binnen sehr kurzer Zeit vollständig vernichtet wurde. Den ungewöhnlich vielen „Ach, Fräulein Haberkoru, ich weiß nicht —" „Wie? klang es mit gedämpfter Stimme unter der seidenen Larve hervor. „Sie kennen mich, mein Herr?" „O, ich würde Sie unter Tausenden erkannt haben", log Emmerich Mertelmann mit plötzlich erwachendem Muthe, „und wenn ich auch weiß, daß Sie mir zürnen, so hege ich doch noch immer die schwache Hoffnung, daß eS meiner aufrichtige» Reue gelingen werde, Sie zu ver-söhnen." Der blaue Domino machte eine hastige Bewegung. „Ach Sie sind doch nicht etwa —" „Ich bin Doctor Emmerich Mertelmann", bekannte er demüthig, „der unselige Mörder des herrlichsten aller Kanarienvögel." Der Doinino schien willens, sich ungestüm zu erheben. Mit einer Kühnheit aber, die er sich selber niemals zugetraut haben würde, er-griff der Doctor seine Hand. „Nein, nein, Sie dürfen sich nicht so von mir wenden und mich damit der bittersten Ver-zweifluug preisgeben", flehte er inbrünstig. „Wenn die Thränen heißer Reue einen todten Kanarienvogel zum Leben erwecken könnten, so flöge der Dahingeschiedene längst wieder fröhlich zwitschernd umher. Aber ich kann leider nichts anderes thun, als da« grausame Verhängnis beklagen, welches mich zwang, gerade derjenigen bitteres Leid zuzufügen, die — der — deren — nun. die ich so über alles gern glücklich machen möchte." 1££1 Schneemassen, die auf allen Dächern lagern, ist es zu verdanken, daß alle anderen zur Fabrik gehörenden Objecte vom Feuer verschont blieben. sSanctioniert^ wurde das vom steier-märkischen Landtage beschlossene Gesetz, mit welchem der Stadtgemeinde Pettau die Bewillt-gung zur EinHebung einer dem 20procentigen Zuschlage zur ärarischen Verzehrungssteuer gleich-kommenden selbständigen Auflage von jenem Fleische, welches von auswärtigen Gemeinden in das Gemeindegebiet der Stadt Pettau zum Consum eingebracht wird, für die Dauer von fünf Jahren, das ist für die Jahre 1891 bis einschließlich 1895, ertheilt wird. [Ersatz der Strafkoften. ] Der Ersatz welcher nach § 388 der Strasproceß-Ordnung von den zu einer Freiheitsstrafe Vei-urtheilten für die Vollstreckung des Strasurtheilcj zu leisten ist. wurde für daS Jahr 1891 im Sprengel des KreiSgerichte« Cilli mit 31 */a kr. per Kopf und Tag festgesetzt. sV o m st e i e r m ä r k i s ch e tt Landes-schulrath.s In Ausführung der Bestimmung des § 18, Alinea 2 deS steierm. LandcsgesetzeS vom 4. Februar 1870, Abschnitt II. hat der Landesschulrath die bisherige Eintheilung der Volksschulen in Gehaltsclassen einer Revision unterzogen und, in Untersteiermark, die Schulen von Tüchern, Hörberg, Fraßlau, Weitenstein. St. Georgen (Bez. St. Leonhard), Blanca (Bez. Lichtenwald), Zween (Bez. Luttenberg). Wuchern. GamS, Frauheim und Lechen (Bez. Umgebung Marburg), Laufen, Haidin bei Pettau. Halbenrain und Umgebung Radkersburg (Bez. RadkerS-burg),Artic, Globoko. Pischätz und Videm (Bez. Rann), Kostreinitz (Bez. Rohitsch), St. Martin und Pöltschach (Bez. Windisch-Feistritz) auS der vierten in die dritte GehaltSclaise versetzt. Hin-gegen wurde die Mädchenvolks- und Bürger-schule in Marburg aus der ersten in die zweite Gehaltsclasse zurückversetzt. Die Revision der bestehenden Geballseintheilung rücksichtlich mehrerer anderen Volksschulen (so jener in der Magdalena - Vorstadt in Marburg) behielt sich der Landes-Schulrath für jenen Zeitpunkt vor. in welchem die dort in Aussicht genommene Er-richtung eigener Mädchenschulen zur Ausführung gelangt. sDie Landeshauptstadt Graz) zählt, wie die Volkszählung ergeben hat. 106.946 Bewohner in 4646 Häusern. Die Volkszählung vom Jahre 1880 ergab 92.881 Be-wohner in 4149 Hausern. Es ist demnach am Schlüsse des abgelaufenen Decenniums ein Zu-wachs von 14.065 Bewohnern und die Ver- Es war heraus und Doctor Mertelmann hatte keinen Grund, mit der Wirkung seines verwegenen Bekenntnisses unzufrieden zu sein. Der blaue Domino senkte wie in holder mädchenhafter Beschämung das Köpfchen, und leise, kaum vernehmlich tönte eS unter der Maske hervor. „Ist es nur ein Maskenscherz, mein Herr. waS Sie so zu mir sprechen läßt?" „Nein, Fräulein Haberkorn, kein Scherz, sondern heiligster Ernst! Die Entscheidung über meine Zukunft liegt in Ihrer Hand. Mit einem einzigen Wort können Sie mich zum seligsten oder zum unglücklichsten aller Menschen machen." „Aber bei einer so flüchtigen Bekannt-schast —" lispelte der Domino verschämt. „Sie haben ja noch kaum Gelegenheit gehabt, mich kennen zu lernen." „Und sprich: Wie kommt denn Liebe? „Sie kommt nicht — sie ist Da!" recitierte Doctor Mertelmann gefühlvoll, und die« poetische Argument mußte wirklich hinreichend gewesen sein, alle Bedenklichkeiten seiner schönen Nachbarin aus dem Felde zu schlagen. Mit namen-loser Wonne fühlte er einen sanften Druck der weiß behandschuhten Finger, die noch immer in seiner Rechten lagen, und als er sich nun dicht an ihr Ohr neigte, um mit bebender Stimme zu flüstern: „So dars ich also noch heute — gleich hier — mit dem Herrn Stadtrath sprechen 1" Da hauchte es soll süßer Innigkeit von ihren Lippen zurück. „Sprechen Sie mit ihm, mein theurer Freund!" 1891 größerung der Stadt um 497 Wohngebäude zu konstatieren, was einer 15'14Zprocentigeu Be-völkerungözunahine entspricht. Die ZählungS-Er-gebnisse lassen folgende Vertheilung der Bevölkerung auf die einzelnen Bezirke übersehen: Bewohner in Häusern I. Be»irk innere Stadt 15.160 496 II. „ Jakomini 36.831 1533 III. r Geidorf 13.814 925 IV. u Lend 20.257 837 V. , Grie« 20.884 805 Einen Abgang an Bevölkerung gegenüber der Volkszählung vom Jahre 1880 zeigt nur der I. Bezirk (innere Stadt) und zwar um 597 Bewohner. Dieser Rückgang der Bevölkerung«-ziffer im I. Bezirke findet seine Erklärung in dem Umstände, daß im letzten Deceunium in der inneren Stadt mehrere Wohnhäuser demoliert und auch eine Anzahl Wohnräume in Geschaftslocale und Gewölbe umgewandelt wurden. Den größten Zuwachs erfuhr der Be-zirk Jakomini, und wurde auch bereits die Frage wegen Theilung dieses Bezirkes in zwei Bezirke angeregt. — In obiger Gesammtzisfer der Bevölkerung sind die activen Mililärpersoneu nicht inbegriffen. Die Gesanimtzahl der activen Militärpersonen betrug bei der Volkszählung im Jahre 1880 4910 und dürfte auch diese Ziffer bei der jetzigen Volkszählung in Rechnung zu ziehen sein; mithin beträgt die Gesammtzahl der Be-wohner von Graz. der Civilbevölkerung und des Militärs zusammen über 112.000 Personen. jBei den letzten Gemeindewahlen in N e u m a r k t l,J bei welchen die Deutschen in zwei Wahlkörpern geschlagen wurden, muß es doch recht bunt zugegangen sein, nachdem sich Baron Winkler gezwungen sah, der Beschwerde der deuscheu Wähler stattzugebe» und die Wahlen zu annullieren. sK l a g e n s u r t] zählt nach dem Ergebnisse der letzten Volkszählung ungefähr 17.200 Einwohner gegen 16.592 im Jahr, 1880. sDas kärntische Infanterie-Regiment GrafKhevenhüllerNr.7) stierte am letzten Montag den zweihnndertsten Jahrestag seiner Errichtung. Eine öffentliche Jubiläumsfeier wird am 24. Juni folgen, dem Gedenktage der letzten Schlacht bei Custozza. au welcher das Regiment sv rühmlichen Antheil genommen. * • * [3 n der Hütte j u StorH ereignete es sich am Montag, daß der Puddler Jakob Possinek, Einige Minuten lang saßen sie so Hand in Hand in seligem Schweigen. Dann seufzte der blaue Domino plötzlich. „Ach, wie heiß mir geworden ist! Wenn ich nur für einen einzigen Augenblick diese schreckliche MaSke lüften könnte!" Sie waren hinter ihrem Pfeiler so gut wie ganz unbeachtet, und die Aussicht, endlich einen vollen Blick in Gretchens liebreizendes Antlitz thun zu dürfen, war sür Doctor Mertelmann viel zu verlockend, als daß er nicht feine ganze Beredsamkeit aufgeboten hätte, den blauen Domino zur Ausführung seines Wunsches zu bestimmen. Er selbst war ihr behilflich, das elwaS verknotete Baiid der Larve zu lösen, — die neidische Hülle sank herab — das holde Antlitz wandte sich ihm zu — und eiskalt rie« selte das Entsetzen durch deS DoctorS Glieder; denn der blaue Domino, dem er seine Liebe gestanden, war nicht Gretchen, sondern diejenige, welche er seit heule Mittag von allen lebende» Wesen am meisten fürchtete — Tante Dorette! Und i'ie hatte niemals weniger verführerisch ausgesehen, alS i» diesem Augenblick mit den erhitzten, dunkel gerötheten Wangen und den glänzenden Schweißtropfen auf der Nase. Eine fürchterliche Pause folgte der vorzeitigen De-Maskierung, dann aber sprang der unglückliche Emmerich Merlelmann mit der Geistesgegenwart d« Verzweiflung von feinem Stuhle auf. ..Sie sehen sehr echauffiert aus. mein flraulem", stieß er hervor, .gestatten Sie mir, Jhuen^ ein GlaS Limonade zu holen!" Ohne ihre Erwiderung abzuwarleu, stürzte er fort; aber er dachte nicht an Limonade, sonder» viel eher an Blut. Wen» der Assessor ..Deutsche Zvacht" als er ein Schaff Wasser« in den Puddelofen g»b. von dem Dampf verbrüht wurde und lebenSgefähr-liche Wunden erlitt. Theater, Kunst, Literatur. Killier Stadtthealer. Im Cillier Stadttheater gab eö gestern wieder einmal eine wahre Mustervorstellung. Wir .rollen mit diesem AuSspruche nicht etwa dem Werke der Herren Zell und Genöe. deren „Donna Juauitta" eine Dutzend-Operette ist. besondere Anerkennung zollen. Wohl aber war die Operette sehr gut besetzt und vortrefflich studiert, und die Aufführung gieng glatt und in rasch fließendem Tempo vonstatte». Die Titelpartie war natürlich in den Händen des Fräuleins Schwarz, die im gesanglichen Vortrage außergewöhnliche Verve entwickelte, im Spiel aber durch hcrzig-ncckischen Humor wahrhast erquickend wirkte. Fräulein Eibenschütz sang die Petrita glanzvoll und spielte graziös, und Herr Conrad sühne den Riego in ansprechendem Lustspieltone und gesanglich sehr respectabel durch. Der Capitain Dufaure wurde von Herrn Winter gegeben, welche» wir in den „Glocken von Corneville" in einer kleinen Partie kennen gelernt haben. Der Sänger — nebenbei gesagt, ein Steiennärker — besitzt ein wohlklingendes, sehr kräftiges und auch umfang» reiches Organ, seine Vortragsweise zeugt für tüchtige, sorgfältige Schulung und sei» Spiel läßt große Vertrautheit mit der Bühne erkenne». Er zählt zu de» hervorragendste» Kräfte» der Gesellschaft Frinke, und wir werden eS freudig begrüßen, wenn wir ihm auf den Brettern un-sereS MusemcmpelS künftig öfter begegne», als eS bisher der Fall gewesen. Liebenswürdig drastisch gab Herr Schmidt-Renner den Poin-ponio, während Herr Bednarcz als Douglas des Unschönen zuviel that; Frl. Calliano fand sich mit der Olympia sehr gut ab, und Frau Krug war als Anführerin der EstudianteS recht stramm. Zu den gelungensten Theilen der Vor-stcllung gehörten die beiden große» LiebeSduette, der Chor der Studenten uud die stinderfcene, an welch letzterer sich das gut gefüllte Haus ganz außergewöhnlich erluftigtr. E. Für nächsten Montag soll eine Aufführung der Operette „Giroflö-Giroflü in Aussicht ge- Breitschwert geglaubt hatte, sich ungestraft solchen FastnachtSscherz mit ihn, erlauben zu dürfen, so sollte er sich wahrlich bitter getäuscht haben. Auf der Stelle sollte er Rede stehen, und wehe ihm, wen« er sich nicht zu rechtfertige» ver-mochte. Ein glücklicher Zufall ließ ihn den Gesuchten schon in der nächsten Minute sin-den. In anscheinend sehr traulichem Gespräch mit einer Dame int altdeutschen Gretchencostürn saß er auf dem Sopha eines kleinen Neben-zimmerS. Mertelmann aber war so wild erregt, daß er die Anwesenheit der weibliche» Maske kaum bemerkte. OhneweiterS stürmte er auf den Trenlofeu zu: »Ist das Deine Freundschaft, Vcrrätheri — Weißt Du, wer eS gewesen ist, zu welchem Du mich da drinnen geführt hast?" »Ich denke, es zu wissen", erwiderte der Assessor mit unbegreiflicher Gelassenheit. .Es war Fräulein Dorette Haberkor», die Dir den Tod ihres durch Dich geopferten Kanarienvogels nun hoffentlich verziehe» haben wird!" „Ach, was kümmert mich der verrückte Kanarienvogel! — Meine Liebe habe ich ihr gestände», denn ich meinte ja nicht anders, als daß es Gretchen fei, mit der ich sprach!" Cr sank völlig geknickt aus einen Stuhl. Die Dame im Gretchencostüm, auf die Doctor Mertelmann so wenig Rücksicht genommen hatte, schien willens, sich hastig zu entfernen. Der Assessor aber hielt sie zurück. „Nun haben Sie es aus seinem eigenen Munde gehört, Fräulein Gretcheu! Werden Sie mir jetzt glauben, daß ich die Wahrheit sprach ?" Der unglückliche Emmerich horchle hoch 5 nommen sein, und zwar zum Vortheile der so beliebten uud verdienstvollen Sängerin Fräulein Eibenschütz. Eine Bestätigung dieser Nachricht seitens der Direktion liegt uns bis zur Stunde jedoch nicht vor. Volkswirtschaft. sLocalbahn Cilli-Schönstein-Wöllan.j Nachdem die Verhandlungen der Conceffiouäre mit der Credit-Anstalt nun end. giltig gescheiten sind, hat sich der steiermärkische Landesausschuß wegen fer Uebertragung der Concession an das Land Steiermark und wegen Zugestehung eines Staatsbeitrages an die Re-gierung gewendet. s S t e i n k o h le n l a g e r bei Gort-f ch e e.J Wie man aus Laibach meldet, wird im kommenden Frühjahre die Steinkohlen - Ge-winnung auf den: ehemals Ranzinger'fchen Grundcomplex bei Gottschee in großem Maßstabe in Angriff genommen werden. Vorläufig sollen dort etwa achthundert Arbeiter Be-schästigung finden. sLadesristen.j Die mit Genehmigung der General-Jnspection der österreichischen Eisen-bahnen mit dem 3. November 1890 verfügte Herabsetzung der den Parteien für die Selbst-beladung, rcspeciive Entladung von Güterwagen tarismäßig zugestandenen Frist von zwölf auf sechs Tagesstunden ist von 15. d. MtS. angefangen aufgehoben und sind demnach mit diesem Tage wieder die tarismäßigen Belade, und Eut-ladesristen von zwölf Tagesstunden in Kraft getreten. fD a s u n g a r i s ch e H a n d e l s m i n i -st er i ums hat die Bewilligung zum Bau einer eleclrischeu Bahn von Wien nach Pest-Ösen versagt. Auutes. >Erzh erzog in Maria A n t o n i a,l die siebzehnjährige Tochter des Erzherzog« Karl Salvator mit Erzherzogin Maria Immaculata, ist am Mittwoch in Arco gestorben. Die junge Dame war schon seit Langem brustkrank, doch waren die Masern die unmittelbare TideS-Ursache. - ß-rrespoudenz der Aedactiov. 2. in M. Wie wir hören, gedenkt schon die renommierte Firma Gustav Thurner in ®r«j eine Geschäftsfiliale ju errichten. auf. Da traf ihn ein seelenvoller Blick aus den Augen der maskierten Dame, und mit einem jubelnden Ausruf sprang er auf, um ihre beiden Hände zu ergreifen. „Gretchen — mein theures Gretchen! — Wahrhaftig, diesmal täusche ich mich nicht! — Können Sie mir armen Unglücksmenschen denn verzeihen?" „Von ganzem Herze»!" flüsterte sie. und sie sträubte sich nicht, als er ihre zierliche Ge-stalt überglücklich in seine Arme zog. „Na, da komme ich ja. wie es scheint, gerade zur rechten Zeit", tönte in diesem Augen-blick eine tiefe Stimme von der Thüre her. „Nun weiß ich freilich, was es bedeuten sollte, als meine Schwester mir eben zuflüsterte: „Wenn Doctor Mertelmann mit Dir spricht, mußt Du ihm unbedingt Dein Jawort geben. Meine Einwilligung hat er bereits erhalten! — Na. in meine Arme denn, Schwiegersohn! — Mir haben Sie von vornherein recht gut gefallen!* ,Qratulor, gratulor!* schrie der Assessor daß mau'S fast im ganzen Saale hören konnte, Ju demselben Moment aber fiel aus der Schwelle des kleinen Seitengemaches ein blauer Domino mit einem Ausruf deS Entsetzens in Ohnmacht und mußte von hilfsbereiten Händen in daS Toilettenzimmer getragen werden. Dort erholte sich Tante Dorette zwar sehr bald; aber sie fuhr nach Hause, ohne ihre» Bruder oder ihre Nichte auch nur eineS Blickes zu würdigen — und die FastnachtS-Maskerade in der Ressource war die letzte, welche sie in ihrem Leben besuchte. .Deutsche Wacht' 1890 Automatische Falle» für Nattcu uud Mäuse- Unter dielen Namen bringt die Firma MIobm Vertrieb p«(rn(. .Vriilirltt-n In Brfinn t*iti»ii J. UanneUerR. | Wie«, I., Kampfgaaac 8.___10 MMZELLER ABFÜHRPILLEN (pilulae laxsntes mariaz). •„ Frei tod •cliMllchrn Moiren, ein ui«e-nchmes imteratutxMides Mittel bei trkgrai BtuhlKMUt, Verstopfung und den hieraus cntAtehennen Beachwerae«; wofür die gro«M Beliebtheit, der uhlreldie Gebrauch, sowie die vielaeltlK« Snlllchc Ordinntlan Gewahr leistet — Prompt* und mlkU Wirkung »liue Grimmen und Schmerz. Neblg» SchuUrwark» btaelit die Echtheit. Preis 4 Schachtel SO Hr., Bollen A 6 Schachteln fl. I.—. Bei vorheriger Einsendung des Geldbetrages kostet sammt portofreier Zusendung I Rolle fl. 1.20.2 Rollen II. ».»«. 1 Rollen fl 3.20. ,» Apotheker O. BRADY, Kremsier (Mähren). v Bestandtheile sind angegeben. In Apoihekest erllUI tllcl». II Rillisei gf beste Qualität bei JOHANN BAKUSCH Cillt. Alte, hartnäckige Leiden der V rdauungSorgane sind äußerst beschwerlich. Wer damit behaftet ist, verlange die belehrende Schrift über Mag?»leiden v. Fril! tyw* BcrlagSsAnstaltin HeidelSchleswig-Holstein). 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Neuwahl des Ausschusses und "Wahl zweier Rechnungsrevisoren. Z. Allfälligo Anträge. Der Obmuuu: GiiNtuv Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig n in, — ?n findet am 4 Uhr die 2. statt, — welche bei jeder Anzahl be->chliisslabue ist. 4!)—"2 ■ Kein Husten mehr! ■ Oscar Tietze'sche Zwiebel-Bonbons. Ein <«« bewilirte* Hausmittel, wirkt ctber-raichend Kbiwll gf^n lluatrn, lleiurrkeit, Ycrachlelmuiig. Die «UevLN^xe ZuBummm-Rettung dieser Bonbons sichert allein den Krsolfc, man achte daher genau aus den Namen Oacar Tlcise und die „Z*»jrar *eli&4llcJ*e Nachahmungen giebt — In Beuteln a Ä> uud 4« Kreuter. Uanpl'llrpiil t Apoth. F.Krixan, Krrmilir. 7m haben in den Apotheken, I>ro Kuerlcn etc. BENDIK • isdtrfett LASZ\ £ und <3 , senlicht. ~ "W Zur Jagd- und nassrn Herbstzrit tein uasic» uud harleS öchuhwcrl mehr, das erreicht nur J. BENDIK in St. Valentin bei Enns patent, rühmlichst bekanntes wasserdichtes Lrdcrnahrungsfttt. 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Die zwanzigjährigen Tontiaen, von denen die ersten anfangs 1891 fallig werden und welchc sich daher jetzt schon übersehen lassen, ergeben Resultate, welche bei der gewöhnlichen Ablebens-Versicherung für die jüngeren Alter 110 bis 130 % der Ge-sammtprämie, Ifir die höheren Alter derselben, sowie lür die übrigen Combinatioueu neben der unentgeltlichen Ablebens-Versicherung die Rückvergütung der Gesammt-Prämie mit 2*/4 bis ü % Zinseszinscn betragen. Auskünfte ertheilt die General-Agentur in Graz. Walflovidi. Copirtinten tiowic Schreibtinten jeder Art au» «ler ch«ini>clicu Fabrik der Gcbräd'r Müller Budapest. iii..l>.somlc r* us der GebraulbS-anweisuna stebendt» NaniriiSi»^ J. »'nrrltoser und zwar In jy rollirr ~&Q Sdirifl tr«ftt. ^rnftsinlinm v°" 3- Pserhofer. 1 Tiegel (51U|IUU1|UUI 40kr., mitJrancozuscndunglr. Spitzwcgenchsast, 1 Flä'chcheu '<0 kr. Euglischcr Balsam, i sia^c ^ u. Fiaker-Brustpulver, dung W kr. 1 Schachtel 35 kr., mit zrancojuscn. anliolliinin-Pomade, Re?/ ^f" beste» Aincrikliiiischc ©id)IjalDc„'fS','. Pnlvcr gcßcii Fußschweiß, S? «chachtel 60 kr., mit Jrancojusendung 75 kr. Krops-Billsi»», Lebens-Esseuz <*-M Außer den hier genannten Präparaten sind noch sämmtliche in österreichischen Zeitungen angekündigten in- und ausländische pharmajeulische Specialitäten vorrüthig und werden alle etwa nicht am Lager bestndlichcu Artikel aus Verlange ' prompt und billigst besorgt. Versendungen per Post werden schnellstens effcctuirt gegen vorhenge Geldsendung, größere Bestellungen auch gegen Nachnahme des Betrages. y Bei vorheriger Minsendung des Geldbetrages V hehrmutMchen von hier «der auswärts, auch Waise, wird mit ganzer Verpflegung in einen Marburger Mudisten-Gcschäft sofort aufgenommen. Wo, sagt die Expeditio.n 53—3 Josef Ikllmann Stadtbaumeister, empfiehlt sein Bau- und Ziegelgeschäft in Cilli. Rnu - liuiizlci: GiMoliixtriiHMo 13. 57—3 stz Grösste Auswahl Johann Rakusch, Cilli. . Eilte «>o leere, m Bouteillen - Flaschen sind zu verkaufen. Herrengasse Nr. 26. 58—l Wild Die höchsten Preise für HASEN- und krcn-ltälge zahlt •Toll. Jcllomz, 1028—10_ _C 1 X 1 1- Die ~ Marburger Pfandleih-Anstalt belehnt alle Gattungen Waren, Pretiosen, Effecten »üb Werthplipicre, zu den conlantesten Bediuguugeu und sehr diskret, iiw— 10 D Rnsa's Lehenshalsain ist «in seit mehr als 30 Jahren bekanntes, die Verdauung, den Appetit und den Abgang von lillbungen beförderndes und milde auflösendes 781—c IKUlMWftttCl. (rrowto Flusche 1 II.i klniuo 50 kr., pr. Post 20 kr. mehr. All« Theile der Kinballngo Irmyn tlto netmiiMclH-'inl« de* lionierte HchuUliiarK«. Depots in den meisten Apotheken Oesterr.- Ungarns. PlludliM auch tu hnkeo: rager Universal-Haussalbe. Dieselbe befördert nach vielen Krfah-rungen die Reinigung, Granulation und Heilung wunder Stellen in vorzüglicher w Weise und wirkt ausserdem als sebmerz-9 linderndes und zertheilendes Mittel. In Dosen d 35 kr. und 25 kr. Per Post G kr. mehr. Alle Theile der KntUallage HM trügen «he nebenstehende ge*eUl. tlep. Schutzmarke. Haupt-Depot IS. Fru^ner, Prujf. w Nr. 203-204, Kleinseite, Apoth. zschw. Adler. SM IV ro«tver*a«ilt täglich. WM «OOi w tiefeitigter gibt zur allgemeinvnfiK«nntni*. dass er seit 5. Jänner 1891 im Hause Spitalgassc Nr. 2 das Tortuals Paul Klndenschek'sche Übernommen bat. — Fflr gute Küche ist bestens gesorgt, die besten Weine, wie auch vorzügliches Bier sind stets im Ausschanke. Um zahlreichen Zuspruch bittet ergebenst so—i Joh. Wretscher. Unterphodphorigfaurer bereitet vom Apotheker Julius Herbabny in Wien, wird seit Iahren von zahlreichen Aerzten empfohlen und mit beste«» Ersolge angewendet. Sie empfehlen dieses Präparat würm häufig ustrr gleiche« -der älmlidka N»»e» »ortem-«eude» Zi»chadm»ii«eu uusevrf | zu Jahre deftclieudeu ItuU» Vnip»r»l Ist, ton j«i,iielchei> Seilten cingetjctto 11 p t U f 1 _ wurde, luwie e«pf»d!c» UN» vee«ed»e> >«>»d. tä-.t nu.ii Ml)c( tlcH »itdr»». killicrle Sch»s»>»rle (im auf jeder definde, (•wie dieser die vrujchür» uc« Tr kch»ei>er »eiliese, uud lrlucheu. sich weder durch »inl«eren Vrei« »»ch lanlt durch einen »»deren S»nu»nd z»i» A»l»»I« v«i Rach-diiiiiültu «eririlen zn l«ssc»: Wien, Apotheke „zur Barmherzigkeit" de^Jul. Ilcrbnldiiy, Neubau, Saiserstraße 73 und 75. Depots bei den Herren Apothekern: Cilli: I. Kupferschmid, Baumbach's Cr-beu, Ap^th. Deutsch-Landsberg: H. Müller. 8eldbach : I. König. tLouobiy: Po^piichil. ra;: Anton Nedwed. Leibnitz: O. Ruhheim. Marburg: W. Äancalari, I. M. Richter. Vettau: V. Molitor. RadkerSbura: (5. Ändrieu. Windischfcistritz : F. Link. Windischgra;: G Kordik. WolfSberg: A. Huth. Ltezeni Gustav GrSßwaug '2a—'-"J ^■n SHB Druck und Verlag der Firma Johann Raknsch in Cilli Herausgeber und TerantwortlicherRedactenr A.F.hrlicli.