Nr. 273. H'rnnumcrationSprciß: Nm Eomploir MM. fl. II, >,all'j. f>. 5.5><». Mr die ^ustclluim >n<< HauS lM'j.5>olr. Mit dcrPost ssan.u'sl. I5>, halbj. fl.7.5><,. Dienstass, 28. November Insertionsgebilhr bis 10 Zellen: imal f>n lr., «m.««lr., 5m. I si.;sonst pr.^cilc im. 5lr.,zm.«lr., .'lm. lü lr. u. s. k'. Inslrtivntzstcmpcl jcdcton.:«»li. 1883. Ämtlicher Theil. <^hre Majestät die Kaiserin haben die Frauen: Stcphaui Majl ii. t h von Szüthely, geb. Frciin Hillcprand von Praudan; Maric Frciin Seunycy, geb. Freiin Fiäth; Antonic Gräfin Barkoczy, gcbornc Gräfin Fc-stetits; Sophie Gräfin Török, geb. Frciin Ncvay; Adele Gräfin Fcstctits, geb. Gräfill Alm ^ sy; Irene Gräfin Zichy, geb. Frciin Mesto; Pantine Gräfin Dcssewffi, geb. Frciin Wenk-h eim; Geraldinc Gräfin P 5lffy, geb. Grästn Karolyi; Helene Marquise Pallavicini, geb. Gräfin Zichy; Ntarie Gräfin Klirolyi, geb. Frciin Orczy; Maric Gräfin Szapl^ ry, geb. Gräfin G r ii nnc; Elisabeth Gräfin Eßterhäz y, gcli. Frciin Orczy; Franzista Frciin u. Wcukhcim, geb. Gräfin Szap^ry und Marie Frciin v. Wen the im, gcbornc Gräfin ApPonyi zn Allcrhöchstihrcn Palastdamen allergnädigst zu ernennen geruht. ^_________ Sc. k. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. November d. I. dem Statthaltcrcipräsidialsclrctär in Prag Anton Hlawka den Titel nnd Charakter eine? Statthaltereirathcs taxfrei nllcrguädigst zn ocrlcihcn geruht. Sc. f. k. Nftostolischc Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. November d. I. den Pfarrdcchaut vou ^. Nuttoo äi DoImM, Ehrcnkano-uitus Adcodat Marovich und den Administrator der Stadlpsarrc und dcö Dekanates von Eattaro Hicronymnö Forti zu Domherren, dann dcn Pfarradininistrator Von .^!l.<»!ivl> «i>i'l!!vio^» Franken oder HOtt Gnldcn österreichischer Währung in Silber unter nachfolgenden Bestimmungen aufgelegt: Diese Obligationen wcrdcu zum Preise von 345 Franken oder 138 Gulden österreichischer Währung in Silber, mit dem Ziuseugcnussc vom 1. Dezember 1805 cmittirt. Dieselben tragen an Zinsen jährlich 25 Franken oder 10 Gulden österreichischer Währnng in Silber nach der Berechnung von 5 Gulden für 12 Franken 50 Zcntimcn, halbjährig am 1. Juni und I. Dezember eines jeden Jahres ohne Lasten uud Steuerabzug zahlbar. Die Rückzahlung der Obligationen erfolgt mit je 500 ^antcu oder 200 Gulden österreichischer Währung in Silber für ^s- Obligation innerhalb 37 Jahren mittelst halbjähriger Verloslmgcn. Bci jeder Verlosung wird dic nlcichc Anzahl von je 9928 Stück Obligationen czczogcn. Die crstc Ziehung wird am 1. Mai 1808 und die erste Einlösung am darauffolgenden 1. IM statt« finden. Die Obligationen lautcu auf Ucbcrbrmgcr und werden an den Börsen zu Paris, Wien, London, Brüssel, Amsterdam, Hamburg und Franlfnrt cotirt. Die Subskription erfolgt -Montag den 27. November , uud nach Erfordcrniß Dienstag den 28. und Mittwoch dcn 29. November M'5 von !, Uhr Morgens bis 3 Uhr Nachmittags, und zwar: in Wien bei der k. k. Staatszcutralkassc, l"i dcr k. k. Privileg, allgcmciucu österreichischen Bodcnkrcditanstalt, bei der privil. österreichischen Nalioualbauk und bei der atlglo-östcrrcichischen Bank; n Prag bei der Filiale der privil. österreichischen Na« tionalbank und bei dem Großhandlungöhansc L. Lämcl; n Brunn, Lembcrg, Krakau, Pest, Linz, Graz und Trieft bei der dortigen Filiale der privil. östcrrei- chischcn Nationalbank. Gleichzeitig wird diese Subskription auch zu Paris ieim Comptoir d'EScompte und dem Sous - Eomptoir )cr l. k. prioil. allgemeinen österreichischen Äodcnlrcdit-instalt, ferner zu London, Amsterdam, Brüssel, Ham-inrg nnd Frankfurt eröffnet. Die Ziffer der Subskription wirb mit Schluß eines lcdcu Tages zusammengestellt und unterliegt keiner Nc-vuktion, iusowcit die Anlchenssumme an demselben Tage ,ncht erschöpft ist. Mit dem Tage, au welchem der Betrag der Sub-skliptioucn dic Gcsammtsmnme der zu emittirenden Obligationen erreicht oder übersteigt, werden die Sud-skriptioucn geschlossen und im Fallender Uebcrzcichnung dic Subskriptionen dieses letzten TagcS vcrhältnißmäßig >,'cdnzirt werden. Bei der Subskriptiou siud für jede Obligatiou 25 Franken odcr 10 Gnldcn österreichischer Währung in Silber zu erlegen. Die übrigen Einzahlungen werden stattfinden: ö. W. Vom 10. bis 15. Dezember 1805 mit Fr. 50, fl. 20 „ 1. „ 10. Februar 1800 mit . . W, „ 30 „ 1. ,. 10. April 1800 mit . . W, ., 36 ,. 1. .. 10. Iuui 1800 mit . . . 90, ,. 30 Totale . . Fr.345, fl. 138 in Silber. Der am 1. Inni 1800 fällige crstc Eoupou per 12 Frcmkcu 50 Zcnlimcn oder 5 Gulden österreichischer Währnng in Silber per Obligation wird bei dem lctztcn Einzahlungstcrminc an Zahluugsstatt angc, nommcn. Die auf Ueberbringcr lautenden und vcrkäuftichcu Intcrimsschcine wcrdcn an dic Solisltibclilcn nrgcn litückslcllullg iyrcr a»f ^iaiucn lanlcndcl, (6il>zalil»„gS, zcrlifilale wahrcnd dcl' Zeit uc>m t<^). liiö I5i. Dczcm-I)cr 1805) bci Gclcacnhcit der zwcilcn Einzahlung au«, gefolgt wcrdcn. Nach dieser Ausfolguug steht eö dm Besitzern zu lcder Zeit frei, die uoch uicht fälligen Ratenzahlungen oor deren Fälligkeit zu leisten, wofür ihnen öpcrzentigc >)iuscu vergütet wcrdcn. Die Zahluug der halbjährigen Zinsen uud die Einlösung der gezogenen Obligationen wird stattfinden: zu Paris im Eomptoir d'Escompte und beim SouS-Eomptoir der l. k. priv. allgcmciucn österreichischen Bodcntrcditanstalt zu dem festcu Kurse von 2 Franken 50 Zcntilncn für den Silbcrgulocn; zu Wieu in österreichischen Gnldcn Silber, dann zu Kon don, Amsterdam und Frankfurt an denjenigen Orten, wclchc hicfür werden bezeichnet werden. Die Ziehnngcn wcrdcn zu Paris uutcr Bcrmill. lung der österreichischen Botschaft öffentlich am 1. Mai lind I. November eines jeden Jahres vorgenommen werden. Jeder Snbskribent hat eine Subslriptionöcrllärung, wozu Blanquctcn an dcn Snbslrjptionöoltcn alifliegcn mrdcn, cnlsprcclicnd auszufüllen »nd zugleich dic crslc )latc vou 25 maulen oder 10 Gulden österreichischer Währung m Silber für M substribirtc Obligation zu lrlegcu. Die Einzahlungen innerhalb der österreichischen Monarchie können geschehen: in csfcltivcr österreichischer Silbermünze und in Vercinsthalcrn; in effektiven französischen Frankenstückcn - iu ganzen odcr halben Goldkronen nach'dem Kas-stnkursc vou 13 fl. 50 kr,, beziehungsweise 0 fl 75 kr. österreichischer Währung und in k. t. Dukaten nach dem Kurse von 4 fl. 72'/» lr. österreichischer Währung; in Noten der priv. östcrrcichischc,, Nalionalbank nach dem am nnmiltclbar vorhergegangenen Görsculaac an der Wiener Börse notirtcn letzten Kurse des Silbers in Waare, endlich iu Partilllhypothekarauweisungen, soferne dieselben längstens binnen drei Monaten fällig wcrdcn, nach Ab. schlag der vom Erlagö- dis znm Fälligkeitstage lau« senden Zinsen nach dem oben für die Banknoten fest. gesetzten Kurse. Wien, am 25. November 1805. Vom l. l. Finanzministerium. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 28. November. Die Landtage diesseits der Leitha sind eö nicht allein, welche unsere Aufmerksamkeit derzeit in Ansprnch nehmen, wir haben dieselbe auch auf zwei Puulte zu lenken, welche der Beachtung eben so, wenn nicht in er-höhctcm Maße würdig sind. Davon betrifft der eine die Frage der staatsrechtlichen Stellung Kroatiens zu Ungarn, und in dieser Beziehung mögen folgende versöhnende Worte hier verzeichnet werden, die der serbische „Vidovdan" den Kroaten und Ungarn zuruft: „WaS zunächst die Kroaten betrifft, so mag es uns erlaubt sein, ihnen dcn freundschaftlichen Rath zu ertheilen, daß sie die gegebene und dargebotene Gelegenheit fest ergreifen und unter Wahrung ihrer Munizipal-rechte, aus eigenem unabhängigem Willen in eine engere Verbindung mit dcn Bändern der Kroue des h. Stephan treten mögen. Dies wird dann zur Folge haben, daß cS nicht nöthig sein wird, die Vermittelung eines gewissen Dritten zu erbitten und anzurufen. Ja, uoch mehr, sie sollten sich bemühcu, die etwaige Intervention dieser Fremden odcr jcdcr sonstigen dritten Person, möge das Anerbieten der Hilfe uutcr welcher Form immer gcfchehcu sciu, kraftlos, unthätig und zu Nichts zu machen; auf dicfc Weise wird die kroatische Nation mit Bewahrung ihrer Rechte der Schmied ihres Glückes sein tönncu. Die verständigeren Häupter Kroatiens werden wachen und sorgen, daß sic die Geschichte und deren Lehren nicht aus dcn Augen verlieren, sowie auch da« für, daß sic die Zukunft nicht einseitig anffasscn nnd ihr Zcutrum nicht ans dessen natürlicher Lage nach einem erkünstelten Orte verlegen. Der Stand der Dinge in Europa überhaupt und besonders im Südosten erfordert es, daß an den Grenzen der europäischen christlichen Welt eine nationale Konföderation bestehe, wclchc, je lrafligcr und gesichcrlcr sie selber ist, eine desto glänzendere Entwickelung der Zukunft ihrer einzelnen Mit-alicdcr ermöglicht." „Die südöstlichen Voller miissen jetzt mildem alten rölmschrn Dichter ausrufen: Unsere Znlunft liegt in uus selbst! Dicscu Worten gciuäß müssen sie sich jctzt bci Allem verhalten. Der ist verloren, für dcn Andere forgen muffen. Abcr anch die Ungarn mögen jenes heiligen Spruches uicht vergessen: „Wenn du am stärksten bist, daun handle am gerechtesten." Die Ungarn müssen — und wir hoffen, sie werden eS thun — zwei Dinge, die auf ihrcu nationalen Bestand fo großen Einfluß üben, im Auge behalten: 1. daß dem großen ungarifchcn Staate niemals von Außen und von dcn Fremden Glück gekommen ist, und 2. daß jener Augenblick, in welchem Ungarns Nationen aus welchem Gruude immer Ungarn nicht mchr für ihr eigcncs Baterland, das sie allesammt gleich liebt nnd umfaßt, betrachten, daß jener Augenblick auch der letzte Moment dieses schönen Bandes wäre. . . . Die Gelegenheit scheint jctzt dcn Ungarn günstig; mögen sie dieselbe benutzen, ihre sanktionirtcn Rechte zu» rückzucrwcrbcn, aber uicht die Rechte Anderer zu verkürzen. Es nibt vielleicht Personen uud Gcgcudcn, denen cö Freude machen würde, zn sehen, daß die Ncchtc der Nationen dnrch die Ungarn beschränkt und verkürzt wcrdcn; wir aber haben das Betrauen zur politischen Ncifc dcr Uugarn, daß sic nnr für daö Nccht streiten und kämpfen, dagegen Alles, waS unrechtmäßig und ungerecht, wegwerfen wcrdcn." Nicht mindere Beachtung abcr verdient daS Ereig-niß des Abschlusses dcr ncucu österrcichischcu Aulcih e, von welcher verlautet, daß die Vormcldungcn zu derselben so bcdcntcnd scicu, daß sic nicht nur als gesichert betrachtet, sondern auch angenommen wcrdcu darf, daß sie wahrscheinlich schon am ersten Tage überzeichnet und die Subskription daher gestern vcrcitS geschlossen wurde. Äcmcrlcnswcrth ist dcr Umstand, daß cS diesmal daS erste Mal geschieht, daß — wie die „Ocst. Ztg." her-vorhcbt — „sich daS französische Kapital dcm österreichischen Staate zur Verfügung stellt, und sowohl dic gcsammtc österreichische Presse, wie alle französischen Journale betrachten dies in vollster Uebereinstimmung als ein gvoßcS finanzielles Ereignis; von eben so großer ökonomischer wie politischer Tragweite. Bereitwillig, und wie man sagt, auf ausdrücklichen Wnnsch dcS Kaisers Napoleon, hat man die neue Anleihe zur No« tirung an dcr Pariser Börse zugelassen und in dcr zu-vorlommciidstcn Wcisc hat die Bank von Frankreich >üm Tage vor dcr Kundmachung der SubslriptionSein-ladung. ihren Diskont um 1 M. herabgesetzt, während 1092 die preußische Bank die eventuelle Auflage des Anlehcus > in Berlin mit einer DiStontocrhöhnng bedroht hatte." ES bedarf dies weiter keiner Bemerkung, aber die Wichtigkeit der Oesterreich freundlichen Gesinnung Frank« reichö gewinnt hierdnrch an Bedeutung." Besonders freundlich und bezeichnend sind die Worte, mit welchen die „Patrie" des Anlchens gedenkt. „WaS Frankreich betrifft" — so sagt das Blatt am Schlüsse eines „1.08 tw^ucos äo 1'^.utriclio" überschricbenm Artikels — „so wird die Anleihe nur ein erstes Band der intimeren Beziehungen zu Oesterreich in der Erwar« tung sein, daß ein Handelsvertrag, iibcr welchen mit aller Aussicht auf Erfolg unterhandelt wird, zwischen den beiden Mächten jene Gegenseitigkeit, jene Solidarität der Interessen entwickelt, welche wir als das sicherste Pfand des Einverständnisses zwischen den Regierungen selbst, betrachten." 3. Sitzung >es kraimschen Landtages am 27. November. Anfang der Sitzung um 10^ Uhr. In Abwesenheit dcS Landeshauptmannes präsidirt der Vize>Landeshauptmann v. Wurzbach. Se. Exzellenz der Herr Statthalter und der Herr Landesrath Noth sind Seitens der Negierung anwesend. Nach Genehmigung des Protokolls der letzten Sitznng theilt Herr Vize-Präsident Dr. v. Wurzbach dem Hause mit, daß er in dem zur Prüfung des Rechen« schaftSbcrichtcs dcS LandcSauSschusses niedergesetzten Komitee zum Obmann und Abg. Herr Svetcc zum! Schriftführer bestimmt worden ist. Bezüglich dcr an der Tagesordnung befindlichen Antrüge des Herrn Dr. Blciwciö und Sr. Exzellenz deS Herrn Grafen Aucrspcrg, bcide die Kundgebung aus Anlaß des Scptcmbcrmanifcstcs betreffend, frägt dcr Herr Vizepräsident das Haus, ob diese in der Tages» ordnung durch andere Bcrathungsgcgenständc getrennten Anträge des Zusammenhanges halber nicht nacheinander behandelt werden sollen, womit sich daS Haus einverstanden erklärt. Früher erfolgt jedoch die Wahl des Ausschusses zur Ucberprüfuug des 8- 24 dcr in dcr letzten Lanctagssession berathenen nnd Allerhöchst nicht sanltionirtcn ncnen Gemeinde.Ordnung, dann die Wahl deS ständigen Finanzausschusses. In dcn ersteren weldcn die Herren Abgeordneten Dr. Suftan, Koren, Dr. Toman, Baron Apfaltrcrn, Sagorc, Graf Aucrspcrg, Derbilsch, Kromcr und Soetcc, in den letzteren Strahl, Dr. v. Wnrzbach, Dr. Snpan, KoSlcr, Kromer, Baron Schloißnigg, Langer, Graf Ancrspcrg nnd Dr. Blciwcis gewählt. Darauf gelangt dcr Antrag des Herrn Abg. Dr. Blciwcis wegen Erlaß einer Dankadresse an A. l). Sc. Majestät aus Anlaß des September-Manifestes zur Verhandlung. Dr. Bleiweis gibt mit warmen Worten einen Rückblick auf die frühere schwankende Lage vor Erlaß des September «Manifestes nnd sieht hierin cincn Abschluß dcr früheren Zustäudc, sowie durch die Aller» höchste Weisheit und Guadc die Anknüpfuug an die künftige danerndc Rcchtsgcstaltuug dcr Bänder und des Reiches; hierüber solle der Landtag seineu Dank aus« drücken. Dcr Antrag anf Erlaß einer Dankadresse bleibt jedoch in der Minorität. Hierauf folgt die Auseinandersetzung des Grafen Auersperg, die ohne prinzipielles Eingehen in das Allerhöchste Manifest nnd Patent vom 20. September 1805 auf die Nothwendigkeit hinzielt, daß dcr train. Landtag, welcher seiner Zeit das einstimmige warme Dantgcfühl für den Erlaß dcr ReichSocrfassnng zum Ausdruck brachte, nun auch dcn ihm bekannt gegebenen Staatsakt dcr Sistirung dcS NcichsralhcS eingehend erwäge und scincn Ucbcrzcna.una.cn von dcm Einflüsse dieses StaatSalteS anf das Wohl und die Interessen des Landes in dcr ihm geeignet scheinenden Weise bei Fcsthaltuna. aller loyalen Formen Ausdruck gcbe. Der Antrag des Grafen Anerspcrg, dahin lan« tend: es sei ein Komitee von 7 Mitgliedern zu wählen, welches die Nückwirkungcn dcs Scptcmbcr«Staate-Altes auf dic LandeSinteressen zn erwägen und geeignete Anträge zu stellen hätte, — wird angenommen und als Komitccmitgliedcr: Baron Abfaltrern, Graf Aucrspcrg, Dr. Supan, Deschmauu, Kromer, Obresa und Mullcy gewählt. Die weiteren BerathungSgcgenstäube: dcr Poranschlag des Grundcntlastungofondcs pro 1800 und der Rechnungsabschluß desfelbeu Foudes pro 1803 uud 1804 bis inklusive Dezember werden dem Finanzausschüsse zugewiesen. Schluß dcr Sitzung um 1 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch um 10 Uhr. Tagesordnung: Antrag auf Genehmigung der dett' Nothleidendcn von Laas und Senosclsch bewilligteu Uu« terstütznng; Hcrstclluugskosteu im hiesigen Spilale; Voranschlag des LandeS- und dcr Snbfondc pro 1800; Rechnungsabschluß des Laudesfondcs pro 1863; Ueber« uahmc dcr Glavar'schcn Armcuspitalsstistuug; Amtsiu« strultion für die Landcsbuchhaltungslicamtcn; Kategori-strung der Landcskonkurrenzstraßen. Oesterreich. Wien, 20. November. Das „N. Frdbl." schreibt: Der Umstand, daß Se. Majestät der Kaiser die Reise nach Pcst erst am 12. Dezember antreten wird, scheint die Meinung veranlaßt zn haben, daß die feierliche Eröffnung des ungarischen Landtages nicht durch Seine Majestät erfolgen, und daß von einer Thronrede nicht mehr die Rede sein tonne, weil nach dcm kaiserlichen Einberufungs'Reftript dcr Landtag am 10. Dezember zusammentreten soll. Es wird uns jedoch versichert, daß der Kaiser ganz gewiß den Landtag mit einer Thronrede eröffnen wird, und zwar am 14. oder 15. Dezember. Es ist nämlich zn beachten, daß, wenn anch der Landtag auf den 10. einberufen ist, für die wirk< liche Eröffnung, nach dem dortigen UsuS, eine Frist von mehreren Tagen für das Erfchcinen dcr Landtags-Abgeordneten gestattet ist, welcher Usus wohl von den früheren schlechten Straßen in Ungarn herrührt, die es oft den Abgeordneten beim besten Willen nicht möglich machten, am angesagten Tage im Landtage zu erscheinen. Diese Frist ist unter dem Namen äio« 00MM-ritiouuleu bekannt. Innsbruck, 23. November. In der hentigcn Eröffnungssitzung deS LandtagcS legte der Vizepräsident dcr Statthalterci Graf Eoronini unter anderen Rcgic-rnngsuorlagcu auch den Eutwnrf eines LandeSgcsetzcS, betreffend die Regelung dcS behördlichen Vorganges bei der Bildung von evangelischen Pfarrgemeinden und Filialen in Tirol, vor. Dcr Gesctzcntwuif lautet dahin, daß das in Gemäßhcit dcs Patentes vom 8. April 1801 und dcr anf Grund desselben erlassenen Kirchcnordnung dcr politischen Landcsstelle vorbchaltene Zustimmungs-rccht bei Bilduug sclbstständigcr Gemeinden oder Filialen dcr Evangelischen des augsbnrgischcn oder helvetischen Bekenntnisses im Einverständnisse mit dcr Landes-Vertretung auszuüben sei. Fcruer eröffnete der Herr Rcgicrungstommissär, daß die Frage dcr Bildung eiucr evangelischen Gemeinde in Mcran bereits im Sinne dcs Landtagsbcschlnsses vom 25. Februar 1803 (Punkt 111) entschieden worden sei. Auf die Beschränkung dcr Bc-sitzfähigtcit der Nichttatholitcn (Pnntt IV dcs obigen ^andtagsbcschlnsscö) in der uorgcpflogcncn Wcisc kann aber mit Rücksicht auf die gesetzlichen Bestimmungen dcs §. 17 dcs allerh. Patentes vom 8. April 1801 nicht eingegangen werden. Neusatz, 22. November. Dcr serbische Kaudidal für den ungarischen Landtag, Milosch Dimitrijevic, verspricht in seinem dnrch dcn „Serbobian" veröffentlichten Programme, sich dcr Partei Deals anschließen und für dic Revision der Gesetze uc»m Jahre I«48, deren poli« tlschc Glnndsütze er vertheidigen werde, zu Gunsten des so nöthigen Ausgleiches mit dem Reiche wirken zu wol-lcu. Dimitrijevic ist für dic Befriedigung dcr nicht-magyarischcn Nationalitäten und als Serbe auch für die Anerkennung dcs historischen Rechtes der Serbe,, j,, Ungarn. Udine, 2l. November. Mit einem vom 13. November datirtcu Schreiben hat der znr Leitung der troa-tischcu Hoftanzlci nach Wien berufene FML. Kusscuic Abschied genommen von dcn Offizieren und Beamten des hiesigen Landcs-Gencral" uud „>lc.j ,!u»,," uum ChDrmcistcr Fa» bjau hübsch vorgetragen, ließen nur den Wunsch übrig, daß der Säuger besser diäpouirt gewesen wäre. Die dramatische Szene nach Tell wurde von Herrn Franz Vidic uud Fräulciu Tom au dargestellt. Das Quartett »I'm! c,liül>m," Text von Preäcrn, tompouirt vou Flcischmann, uud der Chor „kov-»»!^" verfehlten auch dicümal ihre Wirtnng nicht. — Äci der lehlen Unterhaltung deö Turnverein« „Solo l" war Hcrr itobler Ordner. In der humoristischru Turnerzeilnng N'urdc eine Satyrc auf einige Partien del« Konzertes versucht, welchen neulich zum Besten dcö Kindcrspitalö hier 'stattfand. Der Vcrciuövorsiaud begrüßte den zum ersten Male anwesenden Dr. , Toman, der, fiir die Ehre sich brdautcub, ciu Hoch auf den! „Solol" aufbrachte mit deut Wuuschc, der Verein möge durch! Kraft und Älnth ein Vorbild filr die Slovcncn sein. — Die Marlt w o ch c endete so matt, wie sie begonnen. Genug Waaren, aber wenig Käufer, selbst jene fehlten, die sich regelmäßig cinzusmdcu Pflegten. Nudolfswertl,, 25. November. (Orig.-Corresp.) Unser soziales M'w gestaltet sich nnn N'ieder besser, waü wir vorzüglich dein cn'selligni gnteu Tone der Herren Offiziere unserer Gar-uisou, Baron tterstuer, uud insbesondere dem hochgeachteten Herrn Ataior uud Bataillons - Konimaudauleu, wie nicht miudcr seiner vcrehruuq^würdigen Frau Ocmaliu verdauten. Die Herren haben bereit« in mehreren Häufern der hiesigen Honoratioren ihre Gesellschaft gefunden und werden allenthalben gern gesehen; sie traten auch alle dem Casino - Bcreine, bei, dem sie neues Leben geben, indem sie ihr geselliges Talcut bei den Abcndnutcrhal-tnugeu beweisen; mau hofft, daß sich die Herren Offiziere auch liei den Theater - Aorstelluugen, dir blos für einen geschlossenen Kreis gcgeveu werden sollen, bclheiligm werden, und so dürfte ^, ' ^scr Seite der Winter hier ziemlich gesellig verlaufen uud der Forlbcstcmd dcS Casino's gesichert sein. Mit der hiesigen l',itauun-a dagegen geht cö nicht recht vorwartü. Einzcichuungen fanden zwar »i'elc statt, allein die Pciträgc stießen spärlich ein, uud folglich Immen die nöthigen Anschaffungen auch uur allmäh-lia. geschehen; das fokale für die H Jahr IU0O ciuer ««»gehenden Acrathllng unterzogen : Nie summarischen Ergebnisse sind folgende: Erfordernis;-. Bedeckung: !. Domrslitalsond . . . 39.395 fl. 14.0W'sl. 2. Gcbärhcmssond . . . 9.270 „ 110 „ 3. Fmdclhaussond . > . . 21.900 „ 931 „ 4. Irrenhausfond . . . L.030 „ 683 „ 5. Zwangöarbcitsanstalt . 28.633 „ 22.490 „ 6. Landcsfond . . . . 126.194 „ 22.199 „ Wird die Eunnno des Erfordernisses für alle diese Fonde ftr. 226.422 fi. mit der Smnme der Bedeckung pr..... 60.509 fl. verglichen, so zeigt sich ein Abgang uon . 165.913 ft. welcher durch die Landcöumlage zu decken sein wird. Der VandcöauM)»j> beschließt, beim h. Landtage cine Umlage von 15, Neu-treuzern cmf je einen Gulden der direkten Steuern (ohne Kriegsznschlag) in Antrag zn dringen, welche ,^andeZnmiage bei einer Steueruorschrcibung von 1,058.838 si. ein Eintommen von....... . 158.825 „ in Aussicht stellt. Ter noch fehlende Nest vr. 7.088 si. tiinnte zur Vermeidung einer bruchwcisen Anrepartirung der Uinlnqe ans den disponiblen Kassaresten der Vorjahre und thcilwcisc aus den bei einzelnen Rubriken noch anzuhoffcn-dcn Ersparnissen gcdcclt werden. Im Prälimiuare des ikankenhansfondes pro 1866 wurde das Erfordernis; auf . . . 32.124 fl. 20 lr. uud die Vedcclnng auf .... 32.879 „ 11 „ beziffert, wornach sich ein Ueberschuß "gibt von........ 754 fl. 91 lr. Hierauf kamen noch die Landtagsvorlagcn wegen Veräußerung des Mauthhauseö in Munlcndorf: wegen ^dcr Entschädigungsansprüche aus der Intamcrirung des Prvvin-zialfondes ilnd wegen der Erhöhnng eines Diulniumö von «0 tr. allf 1 si. zur Berathung und wurden nach den Anträgen dcs Herrn Referenten angenommen. In der Sitzung am 21. d. M. lam die Vorlage wegen der Kategorisirung der Straßen in Kram zur Debatte. Nach dein Elrasicngesche vom 14. April 1864 wird nämlich bei der Eintheilt,ng der Strcchcnzüge des Landes in die verschiedenen Kategorien die Mitwirkung des h. Landtages in Anspruch genommen. Um hicsür die nothwendigen Grundlagen zu gewinnen, sind die zweckdienlichen Erhebungen eingeleitet, und cü sind insbesondere auch die Gemcindcve''- tielungcn über ihre die3falligen Wünsche einvernommen wor- > den. Die eingelangten Berichte der l. l. Bezirksämter und die protokollarischen Aeußerungen der Gemeinden bilden ein sehr reichliches Materiale zur Benützung. Es werden in diesen (imgabcn in Antrag gebracht: ^.. Als Land es straften 29 mehr oder minder wichtige dermaligc Aczirtsstraften, in einer Gcsammtlängc von '.»2 Meilen; mit 112 gemauerten Brüllen, 5ü2 Kurrent-llaftcr lang, und mit 72 hülzerncn Brüscn, 447 Klafter lang. N. Sechs Brücken und einige Kunstbauten alssclbsl. st ä n digc,in die KatcgoriedcrLandcS straften einzureihende Bauobjekte nach §. 5 des Straften-gesches. 0. Subventionen aus dem LandcSsondc werden im Sinne des §.10 des Etraftengesches in Anspruch ge« nommcn für Brücken« und Konservirungsbauten bei vier Straftcnzügen. 1). Zur Versetzung in die Kategorie der Konkurrenzstraften werden 14 Gcmcindewcgc vorgeschlagen. 1^. Rücksichtlich 14 Vezirlsstrahcn wird die Auflassung als solcher und deren Einreibung unter die Ge» meindewege angestrebt. 1''. Die übrigen jetzigen Kon! u rr en z st raft c n , für die weder die (5inthcilung unter die Landesstraften, noch unter die Gcmeindewege befürwortet wird, waren auch fernerhin als Vczirtsstrahen zu behandeln. Der Landesausschuh einiget sich in der Erwägung, daft eine Zcntralisation des Straftcnbauwesens bei dem allge» nieinen Rufe nach Dezentralisation der Verwaltung und nach grüftcrer Autonomie der Gemeinden nicht am Platze wäre, das, die Katcgorisirung der beantragten Straften als Landesstraften einen für das Land unerschwinglichen neuen Auf. wand von mehr als 80.000 sl. jährlich erheischen würde, welcher nur durch Erhöhung der Landesumlagcn und durch eine unzcitgcmäftc Einführung vieler Mauthcn gedeckt werden tonnte, während die Gemeinden anderseits doch nicht von aller Konlurrenzlast befreit würden', in Erwägung ferner, daft diese Etraftcnzüge bei aller ihrer Wichtigkeit doch nicht die Hauptverkehrsadern des Landes bilden, als welche nebst dcn Eisenbahnen nur die bestehenden — das Land in seinen Hauptrichtungen durchziehenden ürarischcn Straften anzusehen sind — zu dem Beschlusse, beim hohen Landtage anstatt dem Systeme der Landcöstraften auf die Einführung des Systems der Subvent ionirung einzuralhcn, zu welchem Zwecke schon heuer ein Actlag von 10.000 sl. in das Prälimmare einzustellen wäre. Im Ucbrigen schlichen sich die Anträge des Landes» ausschusscs den Wünschen der Gemeindevertretungen an, >md cs wird nur noch die Zuweisung der Vorlage an einen clgencn Ausschuft zur Vorbcralhung, mit Zuziehung der Vertreter aus den betreffenden Landesthcilen, als wünschens-wcrlh bezeichnet und beantragt. Aus dcn Landtagen. Graz, 25. November. Der 3I„lrag KaiserfcldS (auf Wahl eines Ausschusses zur Erwägung dcr Nlick-Wirkungen des Septcmbcr.ManifcstcS und Patentes auf das ^'and) wird angenommen. Hierauf Wahl von Aus. schlissen für die Vorlagen des LandcSauöschusscS. Innsbruck, 25. November. Die 20 cingetrete. ncn Neuwahlen wurden anerkannt, die Gruppcnbildnng vorgenommen, mehrere Komitee'S bestellt und die Rech. nnna.cn dcr landschaftlichen Fonds, so wie die Voran-schlage eingebracht. Prag, 25. November. Dcr Antrag dcS Grasen Nostitz lautet: „Der Landtag beschließe anS Anlaß der ihm über Allerhöchsten Auflrag gewordenen Eröffnungen ehrfurchtsvoll eine a. n. Adresse an Sc. Majestät zu richten." Der Antrag zählt 29 Unterschriften, darunter jene dcr Fürsten Card. Schwarzcnbcrg, Adolf Schwär-zcnbcrg, Graf Clam.Martinitz, Abt Zcidlcr. Dr. Obst, Graf Wratislaw, Fürst Fürstenbcrg, dcr Grafen Leo ^ Thun und Walostcin nno dcö Gcncralgroßmcistcrs Beer. '— Unter dcn Einlaufen dcr heutigen Sitzung befindet sich anch dcr Negierungscnlwnrf der dcr nencn Orga-nisirung dcr politischen Behörden zn Grnndc zu legen« dcn neuen Gclmtseinthcilnng Böhmens, — Der Salz. bnrgcr LanocSchcf Graf Taaffc ersucht um fünfwöchcnt. ichen Urlaub. Dcr Antrag «uf Uebcrwcisung des Ur-lanbSgc nches an eine Kommission wird abgelehnt nnd dlc Urlaubobewllltgung bei namentlicher Abstimmung mit 91 gegen W (dcutfchc) Stimmen verweigert. — Der Präsident theilt mtt, daß Professor Heilist einen mit zahlreichen Unterschriften unterstützten Antrag auf eine Adresse an Sc. Majestät übergeben habe. Brunn, 25. November. Der Statthalter übergibt dem Landtage eine neue poltischc AczirlScinlheilnua, zur Bcgntllchtuna; m dlcscr werden statt dcr bisherigen "6 Bezirke nur 35 in Aulrag gebracht. Daö in dcr vorigen Session beschlossene Gcmcindcstatut der Stadt ^lmiitz hat die kaiserliche Sanktion nicht erhalten. Schließlich Wahlen des Fmanz. und PclitionsanSschusscs durch Knricn. «emberg, 25. November. Der Ncaicrungslom. Mlssar Statlhaltcrcirath Possingcr legt vor: Eine mit ausführlichen Daten versehene Aufforderung zur Bera-lhnng über die Milderung der Nothlagc des Landuol-»cs. Für diese Vorlage wurden 10 Mitglieder aus den ^Mloncn gewählt. Fcrncr ein Projekt zur Aenderung der Statuten der galizischen Kreditanstalt; wird einer Kommission von 5> Mitgliedern zugewiesen. Hierauf Bericht deS LandeSausschusscS, darunter ein Pivjclt znr Aenderung dcr Landcsordnung nnd^andlagswatilol dnung. (tzernowitz, 25. November. Abg. llovatS inter-pellirt, welche Vorlchrnngen die Regierung gcgcn den Nothstand in der Bukowina treffe? Dcr VnndcSchcf cr-klärt, die Regierung könne nicht unmittelbar unterstützen, sondern werde die Ucbcrschiisse des Neligionösonds benutzen. — Hieranf Wahlen für die Vorlagen dcS Lan-dcSauSschusses. Klausenburg, 25. November. Der Vericht der Verifilationslommission wird einhellig genehmigt. Die bisher übcrrcichlcu Krcdcntionalien wurden fast ohne Ausnahme verifizirt. Tagesordnung dcr nächsten Siz« zung: Verhandlung über oaS königliche VegrüßungS, Reslript. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Original - Telegramme. Wien, 2)4. November. Die heutige ,,Wiener Zeitung" publizirt: Vom >. Jänner ab Briefporto bis > Zollvoth inner der ttan desgrenze 5 kr., im Bestellungsbezirke 3 kr. Die Deputation der kroatischen Ausioni» sten wird heute erwartet. Paris. Die Anleihesubskription ist geschlossen , da eine halbe Million Obligationen gezeichnet wurde. Trieft, 26. November. In der gestrigen Sitzung dcS Stadtraths wnrde der städtische Ausschuß gewählt. Eine Interpellation, betreffend die wünschcllswcrthc baldige Aufhebung der Handel und Schiffsahrt hemmenden Sllnitäls'Maßrcgcln, da dic Cholera den epidcmifchm Charakter verloren habe, wurde von» Podcsta dahin be-anlwottct, daß der Statthalter die befriedigendsten Zusi« cherungen gegeben habc. — Di Gesetz zertheilt Böhmen in 90 Bczirlc. Die Bcziilsabgrcnzung berücksichtigt die Kirchsfticl.Bcrliällnissc, Dominicn, die Natio-nalilät, gewisse VcrkchrSmillclpunltc und Bczirttchaupl-orle. Herr v. Plcncr ist hier angekommen. Prag, 20. November. „Pr." Der Overstland-marschall hat den dcntschcn Abgeordnetell zugesagt, dic erste Lesnng des Herlist'schen Antrages nnnliltclbar nach dcr dcS Antrages Nostiz auf die Tagesordnung für Dienstag zu stellen. Paris, 20. November. (N. Fr. Pr.) Gcrüchlweise verlautet, daß Italien unmittelbar nach Neujahr eine Antritt im Betrage von 500 Millionen machen werde. ., London, ^!0. November. (N. Fr. Pr.) Dic Re-aicruna ist informirt, daß cm Agent der dcmoklalischen Partei in Nordamerika sich in England befindet, u,n für den Zug nach Eanada Fcnicr zu rclrutiren und Waffen anzukaufen. Vondon, 25. November, Abends. Dic Admiralität empfing heule aus Jamaica dic Nachricht von der voll« ständigen Unterdrückung des AufstandcS; Trnppenscn-dnngcn seien daher überflüssig. — Förster hat das Untcr-Staatsselrctariat der Kolonien angenommen. Geschäfts-Zeitung. Hkrainbllry, 27. Nc»vrml>fr. Ans brm hmtigr» Mmllr sind erschil'iieil: , lr. st. ll. Weizen pr. Metzm !l i>0 Vuttrr Pl. Psnnd , ^^6 .ssorn „ U —, lKirr pr. Stücl . . — ii Grrste ^ -, - Milch pr. Mah . ^- 1(, Hnscv „ I .W Nindflrisch pr. Pfd. — ' l» Hnlbsmchi ,. — — Kalbfleisch „ —! 17 Hriden „ 1 90 Schwi-ineftrisch „ — > 1!» Hirse „ 2 —,, Schöpfcnfteisch „ —! l) ttuliinch ,. lil50^ Hijhndel pr. Stück — ! 25» Erdäpfel „ 1 50 Tauben „ —! 10 hinsei, „ 4 «0 Heu pl. Zentiicr . I 50 Erbsen „ — - Stroh „ . 1 40 Fisolrn „ 3 »4 Holz, harleo, pr. Klft. 5» 10 Rmdbschmlllz pr. Pfd. — 4? — weiche, „ 3 50 Schweineschmalz „ — 44 Wein, rother, pr.(3imer — — Spcck, frisch, „ — 30 — wechcr „ 7 — > — geräuchert, „ -- 42 > Theater. Hcilte Dieu ? tag den 2«. November: ___ Dcr Postillon von Vonjumeau. > 3Ueleorolossische Reolilichluillien ill Lnibach. ,"7 2 N. 3^!.^, ! j 12.2 !SW. z. starl üewoltl ,^" " 10', Nb. 32tt.^ ,^' i».7 ,SW. mäßin Rcgm "kgen Wechselnde Ncwöllniiss. Nach ft Uhr Almids Regen. V°r»»!w»rtlich« N°d»lt«ui- Ignaz,. «l^nmayr. Dru.« °»d Vcri7« o°n I«»«z «. K.cmmayr « Fe»°. «nmb.r« in L»!b»ch'------ 1094 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurle an dcr k. k. öffentlichen Börse in Wien. Den 27. November. 5'/. MctMquc« 64.20 1860cr Anleihe 55.95 57, Nat.-Anlch, «7.-15 Silber . . . 107.75 Vlllltatticu . 777— London . . 107.15 K'rcditatticn . 1N2,30 K. t. Dnlaten 5.17'/, Silber in Waare 108.25 Fremden-Hlyeige vom 20. Novbr. StadtWien. Die Herren: Vogel, Ministcr.-Konzipist; Iermcndy lind Rosenberg Kaufleute, und Miller, Agent, von Wien. — Mayrhofer, Agent, lion Vrcgenz. — Tr. Böhm, von Gottschee. Elephant. Die Herren: Weil, Kaufmann, von Pest. — Stimpfl, Fabrikbesitzer, von Salzburg. — Dr. Rofina, Aduotat, von Ruoolfswcrth. — Pollal, Privat, von Ncumarttl. — Gollob, Realitäten: wsitzer, vou St. Georgen. — Tratnit. Arzt, von St. Marciu bei Lutai. Mohren. Herr Wiuklcr, Vräucrmcistcr, v. MannSburg. (2425—2) " Nr. 6014. Dritte erek. Feilbietung. Vom gefertigten k. k. Vezirksamte als Gericht wird mit Aczug auf die Edikte vom 22. Juni und 18. Oktober d. I., Z. 2934 Mio 5474, in der Ekckutions« sachc der Katharina Schwigel von Wei« kerSdorf gegen Stefan Petel von eben« dort i>ln. 4.^ fi. 73 kr. o. 8. c. kund gc> macht, daß auch die auf den 18. d. M. angeordnet gewesene zweite Nealfeilbie-tung im Einverständnisse beider Theile für abgehalten erklärt wurde, daher zu der dritten anf den 18. Dezember 1865, Vormittags um 10 Uhr, in lucc» der Realität angeordneten Nealfeilbietnng mit oem vorigen Anhange geschritten werden wird. K. k. Bezirksamt Neifniy als Gericht, am 18. November 1865. (2387—3) Nr. 3654. Grekutive Feilbietung. Von dem k.k.Vezirkgamte Oberlaibach als Gericht wird hicmit btkannt gemacht: Es sei über das Ansuchen deS Pri< mns Leben von Franzdorf, gegen Johann Dormisch von Palu wegen auö dem Ver< gleiche vom 21. Juni 1864, Z. 1873, schnloigcr 17 ft. 9 kr. ö. W. e. «. o. in die exekutive öffentliche Versteigerung oer dem Lehtern gehörigen, im Gruudbuche Freuden« thal «ud Nklf.'Nr. 132 vorkommende!, Nealität sammt A»» und Zugehör, im ge« lichtlich erhobenen Schäßuugöwcrlhe von 20l2 ft. ö. W.. gewiUiget undznrVoruahmc derselben die erste FeilbictungStagsahung auf den 27. Dezember 18 65, die zweite auf deu 31. Jänner nnd die drille nnf den 3. März 1866. jedesmal Vormittags um 9 Uhr. in dcr Amtökcmzlei mit dem Anhange bestimmt worde», oaß die feilzubietende Realität nur »>ei dcr leßten Zcilbieluug auch milcr dem Schäßuugswerthc au den Meistbietende» hintaiigegeben werde. DaS SchähungSurotokoll, dcr Grund' buchscNrakt und die Lizitationsbedingnisse können dei diesem Gerichte in den gewöhnlichen Amtssumden eingesehen wcroen. K. k. Bezirlöaml Obcrlaibach als Gericht, am 6. September 1865. (2395-3) Nr. 2095. Erekutive Feilbietung. Von dem l. k. VezlrkSamte Treffen als Gericht wird hiemit bekannt gemacht: lis sei über daS Ansuchen des Johann Elicha von Schöpfendorf, als Zessionär der Maria ssrcssou von Germada, gegen An> ton Kressou von Gcrmada wegen aus dem Vergleiche vom 16. Juni 1860, Z. 1307, schuldiger 233 fi. 11 kr. ö. W. o. s. c. in die exekntiue öffenlliche Versteigernng der dem ^cßtcrn gehörigen, im Grundbuche der Herrschaft Treffen «ul) Nktf.'Nr. 214 nnd ucl Seisenberg «uli Nktf.'Nr. 6267, «or-kommenden Nealltät sammt An- und Zu« gehör zu Germada, im gerichtlich erhobenen Schayungöwerthe von 391 fl. 70 kr. ö. W., gewilliget und zur Vornahme derselben die Feilbietungstagsahungcn auf den 6. Dezember 1865, 8. Jänner und 9. Februar 1866, jedesmal Vormittags um 11 Uhr, in der! Amtskanzlei mit dem Anhange bestimmt' worden, daß die feilzubietende Realität nur bei der letzten Feilbietung auch unler dem Schäßungswerlhe an deu Mcistbie» tenden hiutangegeben werde. Das SchäyungSprotokoll, der Grund« buchsertrakt und die LizilationSbedingnisse können bei diesem Gerichte in den gewöhn» lichen Amtsstunden eingesehen werden. K. k. Bezirksamt Treffen als Gericht, am 20. September 1865. (2396-"3) "^ ' ^"5?r7 2270." Erekutive Feilbietung. Von oem k. k, Bezirksainle Treffen als Gericht wird hinnit bekannt gemacht. Es sei über Ansuchen der k. k. Fi» >ianz.Prokuralurö° Abtheilung zu Laibach, in Vertretung des hohen Aerarö. qegen die Katharina Muchitsch'schc Verlapmasse, rcsp. Mnchitsch Anton in Neustadll beim Anton Seunig. wegen auS dem stcuer« amtliche» Zahlungsaufträge schuldiger 9fi. W'/, kr. ö, W. «-. 8, <-. in die exekutive öffentliche Versteigerung der dem Lehtern gcbörigcn, im Grundbuclie der Herrschaft Neubegg «ud Verg-Nr. 9 i» ^nr^n^l!, ssorn vorkommenden Vergrealität, im gerichtlich erhobenen Schäl)ungswcrthe von 413 fi. ö. W. gewilliget nnd zur Vornahme derselben die drei Feillnetimgs-Tagsaßungcn auf den 9. Dezember 1865. 9. Jänner und 10. Febrnar 1866, jedesmal Vormittags um 11 Uhr. in dieser Amtskauzlei mit dem Anhange bestimm; worden, daß die feilzubietende Realität unr bei dcr letzten Fcilbictung auch unter dem Schätzungswerthe an den Mcistbielenden hiutangcgeben werbe. Das Schätznngsprotokoll, der Grund, bnchscxtrakt nnd die ^izitatioilsbedingnissc können bei diesem Gerichte in den gewöhn lichen Amtsstnnden eingesehen werden. K. k. Bezirksamt Treffen als Gericht, am 19. Oktober 1865. 7^.^. Die ^ ZP^em-HllndlNl „zum Jäger," am Hauptplatz Nr. in empfiehlt ihr ncu ergänztes Lager von fri» schen Rosinen, Mandeln, Weinbeeren, Zibebcn, Feiacn, Provencer, Tafcl> Speis- nnd Rübsöl; Milly-, Appollo-, Stearin-, Brillant-, Pracht-, Paraphin-, Patent-, Wirthschaftt,- nnd Unschlitt-Kerzen; feinstem Raffinad Zucker, allen Sorten Kaffee, nnd erlaubt sich besonders auf cinc ncue Sendung uon Edel-Java-Kaftee aufmerksam zu machen, welcher wegen seines uorziiglich feinen kräftigen Geschmackes jcdc andcrc Sorte wcit über-ttisst, (2448-3) Jakob Schober. Uebermorgen VlnckbeiVntschel! Zur Erinnerung an den großen Haupt-, treffcr von H5 ! fährlichen Halsbräune u»d des Keuchhustens vorräthig gehalten werdcu sollte. Weisser Brust-Syrup, in seiner hinlänglich bekannten vortrefflichen Oigcnjchaft gegen veralteten husten, lanssjahrisse.Heiserkeit, Ver« schleimnnss, Keuchhusten, Halsbräune, Katarrhe und (Entzündungen deS Kehlkopfes und der Luftröhre, acuten und chronischen Vrust' und Lungen-Katarrh, Bluthusten, Asthma lc. nn nur — von G. A. W. Mayer in Breslau, dem Erfinder und alleinigen Fabrikanten desselben, erzeugt, ist echt zu habcn in Oligiualftaschen zu » fi. 25 tr. imb « \\. r,O fr. iti Lafbach bet C/« JT« CiJlM.li.Ei« 9^^- Vci anöwärligeu Vestclluugen ist eine Emballage.Gebühr von 10 kr. für jede einzelne sslasche zu cnirichlcn. Zeugnisse. Auf Anrathcn des Herrn Krcis-Physilllö Nr. Eich mann habe ich den Fl»?e>»'schcn Brust-Tyrup/ welcher hier in Flatow beim Gastwirth Herrn Münzer zu bekommen ist, sllr meine Kinder, welche am Keuchhnsten litten, gelauft. Meine Kinder wnrden iu lurzcr Zeit von dieser Krankheit befreit, wa« ich rllh-nlend anerkenne. Flatow, den 1. April 1858. Teike, erster Gendarmen-Wachtmeister. Endcsqefcrtisstcr bezeuge hiermit, daß ich den OreSlaller weißen Brust, Tyrup drü Herrn anö dcr Apotheke dcö Herrn Anton Pas-perc^cr zum St. Saluator in Nanb gegen , havtuäckissell.«atarrh, anhaltenden Husten ,lnd «ungenverschleimunss mit vorzüglichem Erfolge äuge- ^ wendet habe, und uach Gebrauch cini- ! qer Flaschen meine Gesundheit voll« tommen hergestellt wurde, daher ich denselben Jedermann, der mit dergleichen Uebel» behaftet ist, mit der besten Zuversicht empfehlen kann. Raab, den 25. Juni Mil. Siemund v. Deäkv, Bischof zu Easaropel und Großprobst deß Naabcr Dum-Lavitcl«. Seit sicben Jahren litt ich iu Folge einer Verkühlung cm heftigen Hals- und Brustschmerzen, die mich iu dcr lelMu Zeit su sehr augriffcu, dasi ich kciu lautcö Wort mehr sprcchcu lountc, T>ic Hcrreu Aerzte uanulru mciucitranlheit ^! uftrö h r c u s ch >v iudsucht und erklärten sie alö unheilbar. — Durch riiir Auuonze dcr ^'aibachcr Zeitung auf dcn <^. ^U. HV. I«»T5«,''schru Brust-Tyr»P aufmcrlsam geinachl, taufte ich iu der Oala» ieriewaarcuhandluug dcö Herru L. I. ^>ri l l zwei Flaschen dauou uud biu uach dcrcu Oc brauch wieder so gcfund nnd kräftig wie zuvor, taun mcinm Hcniögcschäftcu anch uolltommcu wicdcr vurstchcu, und cmpfthlc daher denselben allcu ähnlich Lcidcndcu auf das Äcstc. Vail,«^,. 11. Juli 1«