.^' 88. Dinstag am «8. April »834. Die Laibaclicr ^itmm" rrschmit mit Äu fur InscratiDüöstämpel" noch 10 kr. fur cine jedesmalige Elnschaltnng hinzu z>, rechn.n. Amtlicher Tliml <^V e. k. k. Apostolisch, Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom «. l. Mcs. den Titular^ Legationssecretär bei der Internuiitiacur in Constan-tinopel, Emanuel Grafen Ludolf, zum wirklichen, und den Titnl^rkanzler des dortigen Consnlaramtcs, Carl Freiherr» v. Brück. z>nn Honorär-Legations-. secretär bei jener Gesandtschaft, den bisherige» dritten Dolmetsch daselbst. Carl Baron v. E d e r. aber znm Legationosecretär mit der Zntheilnng zu einer anderen Mission zn cruenlien geruht. Mit derselben allerhöchsten Entschließung haben Se. k. k. apostolische Majestät tie bei der Inter-unntiatur erledigten nnd in Erledigung kommenden Stellen eines ersten, zweiten uud dritten Dolmccsch dem bisherigen zweite» Dolmetsch, Gustav Schreiner, dem Secretär - Dolmetsch , Ottokar Frelherrn Schlechta -Wssehrd, und dem Dolmetsch > Ad-juncten, Heinrich Niller v. Hay merle, zu veilei^ he» Sich allergiiädigst bewogen gefunden. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung v. 3. April d. I. die Lehika»-zel der encyclovädischen Einleitung i'i die rechls> nnd staasliiriffeüschdftllchen Studie», dann der Nechlophi-losophie und oes öste, relch!sl1,e» Etiafrechtee a» der Umveisit^l zu a dem bisherige» Professor am Lyceal - Gym»asi»m z» Cremona , Dr. Aleranl^r Nova, ni'd die Lehrkanzel des römischen und Lehen? rechtes au derselben Universität dem bisherigen Snp^ plenteu der Lehrkanzel der ^techtsphilosopdie und des österreichischen Strafrcchtes daselbst, Dr. Peter B a-rinetti, allergiiädigst zn verleihen geruht. Se. k- k. apostolische Majestät haben mit aller, höchster Entschließung vom 3. April d. I, den beim Universal - KriegSzahlamte als ControUor dienende» Kriegszablmeister Veit Mnppert zlim Universal-Kriegszahlmeister allergnädigst zu ernennen geruht- Der Minister deö Innern hat eine bei der Stall-halterei i» Vöhmcu erledigte Secrelärsstclle dem Mi-, nisterialconcipisttu Erust Weber verliehen. Das k. k. Ministerium des Innern hat die bei der Stattballerei in Venedig eiledigte Statthallerei-Secretärsstelle zweiter Classe, dem Vicesecretür da^ selbst, Franz v. Con tin, verliehen. Für die ans Anlaß der glücklichen Nettuug Sr. k. k. apostolischen Majestät zu erbauende Vocipkirche Wurden von den Nonne» des Klosters „der Mutter des Herrn" zu Malland ein Altartnch mit Vesal), und von den Nonnen „zum heiligen Herzen Iesn" zu Mailand zwei Altaitnchbesaye gewidmet. < j Diese frommen l^abe» werden mit dem Ans-drucke des wärmsten Da»keS zur öffentlichen Kennl-nist gebracht. Verordnung der k. k. Minister des I n-neru uud der Iustjz ^ ,„ ^ ^^^ 18.^. gllllg fur alle Kro»lä..oe. mit Ausnahme, des lom- basdl,ch-ve>,ec'a,»sche„ Königreiches. Die Aufschlagsfarbe des Uniformrockes für Beamce der gemischten VezilksäMter (Sl.chlrichteramter, Pr^ turen) lietrcffe»o. Der Minister des Iuneru und der Justiz si„, den sich zu der Anordnung bestimmt, daß sich o,e Beamten der in der Organisirung begriffenen gemisch-. te„ Bezirksämter (Stilhlr'chteräMtcr. Prätnren) oh»e Unterschied des Diensizweiges, dem sie bisher angehörten, gleich jenen bei den reiu polmscheu Beziiko-behördeu der fm Beamte des Ministeriums des Innern vorgeschliebeueu pompadolir-rotheu Farbe am Kragen uud au den Ausschlageu des Uiuformrockeo zu bedieueu, die Beamten der Bezirksgerichte hinge-Ü«n auch fernerhin dle für Beamte des Iustizmiui- steriums festgesepte veilchenblaue Farbe am Kragen und an deu Aufschlägen beizubehalten habe». B a ch ul. z). Krauß »u. i>. Am 12. April 18Ü4 wird iu der k. k. Hof-und Staasdruckerei iu Wien das XXVIll. Stück des Reichsgescpblattes ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthalt uutcr Nr. 8(1. Die Veiordnnug der Ministerien des Innern, der Justiz und der Finanzen vom (i. Hpril 18!!4, betreffend die politische uud gerichtliche Organlsu rung dcs ^oingreichö Ungarn. Nr. 8l. Die Verordnung des Justizministeriums im Einvernehmen mit dem Mniisteilum des Innern v. af vol. Blagay, k. k. ft. kr. d, wirkl. Kälnmeier......!>l) — — Herr Wllheln, Ieclmar, k. k- Slatt- halcerei'Seclecär in Laibach . . ü — — Herr Ancon Frcihen' von Zo>s, Herr- schastsbesifter >u Laibach .... 1W — — Hr. Georg Slippa», Domherr in Laibach 20 — — Herr Joseph v. Scheucheustnel, k- k- Lanoesgerichts.Plasioent i» Neustadt! 2l) — — Hr. Dr. Marim>la»ciSka Gräfin v. Etubtnbcrg 100 —, — ln einer 4 ^ "/^, Staalsschnld' verschreil'Uüg, nebst deu dazu gehö- r,geu 23 Stuck Ziuseu-CvupouS. Von einem Ungenannten .... ü0 — — Sumiue . . 470-------- Hiezu die Summe aus dem ll. Verzeichnisse pr. ....... 476 — — ergibt sich eine Totalsumme vou . si. M6 — — nebst 16 Stück Coupons emer kn. Gruudeutla-stil»gS Schnlverschreibung und 2^l Stück Coupons einer 4V//« Slaaloschlild^erschreibung. —— Verzeichniß der milden Gaben, welche in Folge des AnfcufeS vom 14. d. Mco. zur Lindern» g des ,m Lande herrschenden Nothstandes bei dem k. k- Statlhalcerei-Präsidium eingesiossen sind. st. kr. Von dcr evangelischen Gemeinde iu Laibach 26 — Heir Joseph Graf von Aneropeig. k. k. wilkl. Kämmerer nnd Herrschaftsbesiyer 30 — Von emem U»ge»auncen......20 — Herr Joseph von Schrnchenstuel, k, k. Lan- oc^gerichts'Piäsident in Renstaotl . . 20 ^ Von ei»cln U»gcnü»nten......60 — „ Lauib. Ll>ckma»nHandelsma»n iu Laibach 60 — „ Ca,l Zorn, Domdechant das. 1^ — „ Joseph PoNukar, Domherr das. 10 — „ Johann Novak, dto. das. 10 — Summe . . 225 — Mchlamtlicher Theil. Die ttnterstlitznngen der slegierung mit Vezug auf die Grnteerstebuiffe von 18^3. ll. '' Betreffend die Kronlünder Böhmen. Mähren nnd Schlesien, si»d in denselben >n der Thac nnr partielle NahrungSverlegenheilen eingetreten u. z. >n Böhme» unter der fast alljährlich, selbst bei günstigern Nahrungsverhältilissen nnterstülMlgSbedüiftigen Ve« völkernng dcS Erz° und Rleseiigebiigeo. l» Schl>sie>l unter jener deS Fcelwaldaner-, Fried Bezir, keü wegen der dort eingennene» ^eilweiseu GewobS» stocking die Abhaltung einer larfielen Effeclenlotl/rie mit Hiuanogabe von 20,000 Losen » l0 k,-. bewilli' get worden, löine ähnliche Lotterie winde zu Gun» sten der Riesengebirgsberrohner im Hoheurlber Bezilte mit Hinanogabe von 60.000 ^osen :< 24 kr. be-wiUlgel. ^lnßerdem wnrde zur UnlerstülMig der nolhlei-deuden E>z- und Nlese»a.ebl!g5belvl'huer die Veiwen-ouug von 8000 fi. und späcer von 4000 fi.. sc.mit im Gauzeu vou 12 000 si. aus deu Ucbe>schnss«n ces Landesfondes für das Jahr 1864 genehmigt. In Mähren sind von dem Herrn Slatilialter 460 si. ans dem ihm ans fiühereu Nothjahre» zn Geboce stehenden Fonde znr Unterstüpung der Noll)-leidenden der Bez!00 st. auS den disponible» Barschaften deS Lalldesfondes zum Vehnfe der Bestreitung deS Ankaufes rou 360 Centner Mehl genehmigt. Iu Schlesien bestreuet der Herr LandeSprasident die durch dcu ?l'ochsiand veranlaßle» Unterstüynngs» auolageu noch nuclclst elneS deu Nochleloende» Schlesiens >n den Vorjahre» bewilligten Aerarialvorsch>lsseS von 20.000 si., mit dessen Rückzahlung nach erfolg» ter Zustimmung des k. k. Final'ziniülsteiinms b>S nach der Ernte des Jahres 1864 einstweilen zugewartet wird. Um aber anch die Wagstädler Tuch-fabükanlen i» der Lage zn erhalle», ihre Albeicer zu beschäftige», sind a»f Verfügnug der M'lilälbe-. Horden bei der Veriheilnüg der Militär - MonlnrS-Tlichliefeiunqen Mehrere Plivalboefe ans Bukarest vom 6. d. wiederhole» U!,sere Miitbeilungen, dasi die russische» Truppe» vom 1. Hpril a» mil staiken Colon> »e» ^ü'cogno^cicunqen auf daS jenseitige Ufer zwischen Silistria und Nassowa vornehmen. Dabei erlignen sich selbstverständlich fortwährend blntlge Zusammen» stoße und Aiiqrisse anf einzelne verschaozte Poste» oer Batterien. Die Tüiken behanpte» ihre ^ollllo», D>e Donaulinie zwischen Silistlia »»d oein 6,aja»s' wall ist so stark beseyt. daß die russ.ichc» Screlfzussc Mit größter Gefahr verbunden si»o, "»o "">' mit ^In-weuduug oller Vorsichtsmaßregel» vorgenommen »i«er. 35V den könneu. Schlachten oder Douauübergangsvelsu-che vou Seite» , der Nüsse,,, lim daS jenseitige Ufer zu nehme», haben uicht stattgefunden. Die Türken verschanzten die vom TrajanSwalle nach Basandschik führende Straße an drei Punkten. D«e Pulver- und Proviantvorräthe, welche die Nlisseu in der Dobru-dscha gefunden, waren nicht bedeutend. — Ans dem kaiserlich russischen Hauptquartier sind heule Nachrichten l'is zum !>. i» Wic». Sie melden, dast an der Donau bemerke»swerlhe Kricgs-ereignisse nicht vorgefallen siud. General Fürst Gor-tschakoff war in Vukaress; vor seinem Abgänge an die Donan ist eine größere Operation nicht zu erwarten. I AuS Odessa reichen die Nachrichten bis zum 2. April. Die Russeu beeilen sich, die Getreidevor-räth« auS dem Hafen wegzuschaffen. Man sieht nach nunmthr bekannt gewordener Kriegserklärung der Westmachte anch der Vlokade des Hafens in Kürze entgegen. Die e»glisch-fra»zösischeu Schiffe, die sich iu Odessa befindcn, erhielten die Weisung, in Kürze auSzulaufen. Man besorgt nämlich eine gegen russische Schiffe gerichtete Meuterei im Hafen. Im Ganzen waren am 2, bei 200 europäische Schiffe, zur Mehrzahl französische, englische, spanische und far» dinische Handelsschiffe im Hafen von Odessa. j Die Berichte vom Kriegsschauplcche an der Donau bis zum 4. melde», das; die kleineren Gefechte an d«r ganzen Donauliuie täglich häufiger werden. Bei Olteuil)a, Giurgewo und Turnn haben wiederholt Zusammenstöße von StreifcorpS stattgefunden. Beide Theile fechten mit immer größerer Erbitterung In Krajowa werden Vorbereitungen zur Errichtung eines neue» serbischen FreicorpS gelrossen; auch in Matschin werden Freiwillige gesammelt, um eiu bulgarisches Freicorps zu bilden. I Aus Bukarest vom l». d. wild nach Berichten vou Schumla, die dort eiutrafeu, gemeldet, das; Omer Pascha deu sämmtliche» , in der Balkan-ltuit stehenden Truppen den Befehl ertheilte, am l0. den Marsch au die Donau zu beginne», woraus ma» schließt, daß die Aliriliartruppen bis dahin mit ihrer Hauptmacht am Kriegoschauplaye eingerückt sei» werden. Mit dem Corps, welches Omer Pascha bei Basandschik conceutrirte und dessen Stärke auf 80.000» Mann angegebe» wird, werden einige Vorwärtsbewegungen gege» deu Trajauswall gemacht. Zeh» englische Handelsschiffe sind am 1. d. mit Prooia»t, Muultion und MonturSgegenstanden »n Varna ei»' gelaufen. Drei Ha»dss< nntvogerzcltgerätheu und vollständigen Lagelzelten befinden sich c>»n Wege. Die Türken treffen ernste Vorbereitungen für deu Donau-Übergang bei Turtukai und R»stschuk. I Wien, l5 April. Hcutc ist ein Brief direkt aus Silistlia von, 4. d. hicr ciugltrvffen Dcrselde enthält kein W^ll vou angeblich heiße,, Gefechten n. in der Rahe Silistria's vom 2, d. M. Es hcißl nur, daß in Folge der häufigen Scharmü'tzelenn täglich 5 bis 6 ^erwuudete zuwachsen. Zwischen Silistiia und Basardschik werden Masscu von Truppen zusan,» mena/zogen. Mustapha Pascha sieht am Trajaus-walle, Omcr Pascha wechselt zwischen Schumla und Basardschik. I Vom Kriegsschauplätze au der Douau sind heute Berichte vom l>. und l2. d. Iiicr. Auch di^se mel den, daß sich ci» Kriegserrigniß von Bedeutung auf keinem Puncte dcr Donaulinie ereignet habe, dagegen viele interessante Einzelnlieitcn bekannt geworden sind. Seit Beginn des Monats April vergeht lein Tag und feine Nacht, an dcuen nicht tleiue Uebersalle d.r Türken vom rechten Ufer aus gegen Giurgcwo stall. finden, die in der Negcl eine mehr oder minder hcs lige Kanonade in, Gefolge haben, wobei die Bonden weit in die Stadt einschlagen. In den letzten Tagen haben drei Fcueisbrünste sialtgcsuuden. tie nur mit Mnhe gelöscht werden konnten. Das ganze liuke Donauiifer ist durch abwechselnde Batteiit', Il,fan.-terir' und (^avallcue.Aufstellungen stark beseht. Jede Bewegung der Türken wird genall beobachtet. Ge< nelal ^udc>s unternimmt fortwährend große Necos,nos lirungszüge gegen den Trajanswall, lim jeden Ver. such dcr Türken, Schanzen zu baue» , zu vereiteln. Diese Necognoscirungen haben gewöhnlich kleinere Gefechte im Gefolge, da die Tl'irrcn im llrinen Angrissn kriege nicht ermüden. Den Positionen Tlirni, Islas wi,d von Seite der Nusseu große Allsnlcllsanlk'it ge schenkt, da die Türken bci Ricoftoli viele Schiffe zu stnnmenziehen, Bsücken-Matcrial anhäufen, u»d nun, glaubt, der Donallübergang werde auf diesem Puuclc duich Sali'Pc.scha ehestens vc,sucht werden. Die Tinkcn haben l'ei Nustschuk, Silistria lind Widdin Lager bezogen. Omer Pascha war am 2. April in Schumla s Nach einen, heute hier eingetroffenen directen Belichte aus Odc>sa vom 6.. si»d Skiffe der ver-einigten Schuhsioltcn anf dcr Höhe von Odessa erschienen und wmdm von Odessa aus deutlich gesehen. j Die Post aus (5onsta»ti»ovel vom <>. d, bringt keine Mittheilung von großer Bedeutung, Die vereinten Schnl)stotten waren »och vollzahl,g im Meere. Die Pforte wird nach dcm erwarteten Ein- treffen der Nachlicht von der Kriegserklärung Eng-!a»dS nud Frankreich!.' ciu neueS V^anisest a» das Volk veröffentlichen. — Eine große Zahl der ausgewiesenen griechischen Unterthanen hat sich entschlossen, im ^ande zu verbleiben, und de» türkischen Schul) auzuuchmc». — Eine Deputation der gegen Rußland iu Aufstand steheudeu ^'ircassier ist unter A>n flihrung ei»eS Anverwandten Schaniyl's eingetroffen Der neue Mufti hat beim Volke keiuc Sympathie» uud wurde bei seinem öffeullicheu Erscheiueu am 3. d. verhöhnt. Zwei englische Haudelsschiffe sind aus Odessa eingetroffen. > Der zum General-Stabschef bei der an der südöstlichen Gränze conceutrirten Armee ernannte Herr Oberst Ramming ist auf seineu Posteu abgereist. Herr Oberst Ramming war, wie bekannt, auch im Jahre 1«49 Chef des GeueralstabcS der A«mee des FZM. Baron v. Hayuau. I Ein Bericht des „Sldfr." vom Kriegsschau-plape wiederholt, daß die tin tischen KriegSoberstc» au die Vertheidigung der Sümpfe bei Tschcrnawoda (Karassu) und der römischeu Schanzen bei Kustendsche uicht denken. Dcr gut befestigte Brückenkopf bei Tschernawoda wurde vou den Nüssen am 8. beseM; das Dorf selbst besteht anS 17. elenden Häusern und war nur mit zwei Rcdouten veischauzt. Mustapha Pascha hat auch türkisch Tscheruawoda (Karassu) geräumt und sich nach Basardschik begebe», wo sich bekanntlich die Auslaufe des Balkaugebira/s befi»de». Seiu EorpS bildet deu rechten, jenes des Mahmud Pascha m RaSgrad den linken Flügel der Valkanar-mee, desseu lZencrum sich an Schumla lehnt. In der Dobrudscha steht das fünfte IufanteriecorpS des General Lüderö mit der 14. nnd 1!i. Infanlelie> u»d ü. Caoalleriedivisio», dann die 7. Infanteriedivision des Generals Uschakoff lll. u»d zwar i» ei»e> Stärke von i>»i Balaillone» (die Hälfte Jäger nnd ^charfschüye»), :w Esiadroileu und I<^0 Kanone», und diese bedeuce»de Masse führt deu Namen: erstes actives OperalioilScorps. Auf das ploylich erfolgte Erscheinen so beträchtlicher Streilkräsce am rechte» llfer der Donau war Omer Pascha mcht gefaßt u»o es ist einleuchte»?, daß er die Valkau-Armec a» die Dvüauliiiic liicht vorrücke» mache» kaun, wenn sei»e ^rechte Flanke und seiu Rückzug so bedroht ist. Der Veziec ist an Schumla festgebannt und kaun nur a» die Vertheidig»»!; der Balkaupäss»! sei» A»geu-melk richteu. 'Auch ist es einle»chte»d, daß die Commandanten der Donaufestunge» keine Offensive zu er« Hleife», sonder» sich lediglich auf die Vercheidigu»g o<>v uo>, ,h!iel^ beseele» Olijecte zu beschränken habe». I Eiu ^chreide» uuo C o n st a » t i » o p e I del' 3. d. M. brachte i»teressa»te V^ttd^lluig.-n über dn Vorgänge lNl Slldeu Clrcassiens. Schamy! war dort N',it bedeutender Truppeumacht erschieoe», u»d fordert die Clrcassier nud Tscherkesseu auf, sich gegen Ruß-laud zu erheben. Eine Mehrzahl der dortigen Ge-birgörolker hat seü'cr Äufforderuiig Folge geleistet, zu deu 2^affeu gegriffen, sich unter deu Schul) E»g-la»ds uud Frankreichs gestellt, und a» mehrere» Puucte» oie eugllscheu nud fesse" wild a»S dem schwarzen Meere gerüchtweisc gemeldet, daß das eng l!sch's>a»zi)slsche Geschwader, welches die Richtung »ach Odessa einschlug, auf dein Wege dahiu aus di> aus Sevastopol ausgelaufei,e Flotte stieß, uud daß es zu einem Seegefecht gekomme» sein soll, über dcsse» A»sga»g »och nichts E»tschiede»es bekannt ist. Jedenfalls müsse irgend etwas vo» großer Bedeutung auf den, Kampfolal)e an der Donau oder im schwär, zeu Meere vorgefallen sei», da alle verfügbaren türkischen Schiffe Mit aller verfügbaren Krirgsmann-schaft »ach Veykos dirigirt wurden, uiu vou dort in die See zu steche». Laibacl», <8. April. Die evangelische Gemeinde in ^aibach hat, i» der Absicht, daö freudige Ereignis; der bevo»stehende» Vermäl»»g Sr. k. k. avost. V^ajestäl a»f eine den, allerhöchst«» Wille" Er. Majestät entsprechende Weise 5» feiern, einen Betrag oo» 2!l fi. zu wolilchätlgel, Zwecke» dem Herrn Statthalter in Kram überreicht, welcher oo» demselben bei der ihm überlassene»! Verwendung zur ^inrerllug des Nothstandes auf dem ^a»de bestimntt wurde. O c st e r r r i ch. Micn, W. April. Aus dem Rechilungsabschlusse der erste» österreichische» Sparcasse ergibt sich, daß diese Ä,istalt am lii, December 1tt!>A ciu Vernw^e» oo» :l7.!>22.:;i2 si. !^ kr. l pf. CM. u»d 2:l.l)U0 st. 1 kr. li pf. WW. verwaltete uod an diesem Tage Ilili l)«)!! Interesscuten zählte. DaS von der allgemeinen Versorgungsanstalt verwaltete Vermögen wies sich am 31. December 1«Il3 im Betrage von 11,304.33!) st. lZM. aus. Diese Anstalt hatte nach Abzug der bereits abgegangeneu Interessenten noch 1U7.26!) theilweise 27.047 volle zusammen 104.316 Einlagen. Das ci^enthümliche Sparcassecapital, welches nach H. Ui der Statuten als Reservcsoud zn dienen hat, betrug am 31. December 18^3 2,977.^17 st. 10 kr. (>o»v. M. Wien, ^13. April. Z»r würdigeu Feier der Vermälung Sr. k. k. apostolischen Majestät wird in Inuobruck eine Stiftung z„m Besten dcr Kleinkin-derbewahranstalt, welche durch Subscription milder Beiträge aufgebracht werden soll, gegründet. Außerdem wird in deu dvrligeu Nedoutensäleu ciu Festball arrangict; der nach Deckung der Kosten verbleibende lleberschuß hat die Bestimmung, einer Wohl-thätigkeicsaiistalt zugewendet zn werden. — Dem Vernehmen nach wird Se. Excellenz der Herr Statthalter von Böhmen nebst mehreren Mitgliedern des hohen Adels sich zu der allerhöchsten VermälungSfeicr nach Wien begeben. Anch dortige Corporationen werden aus dem erfreulicheu Anlasse Depulalioueu »ach Wie» seuoeu; so wurde» z. V. von Seite der Prager Handelskammer der Herr Präsident I. V. Niedl und der Herr Vicepräsident Fra»z Richter mit dieser ehrenvollen Mission betraut. — Aus St. Petersburg trafen heute Rachrichten vom K. ein. Sie sagen kein Wort von dcr angeblichen Confiscation des Eigenthums des früheren engl. Gesandten, Hrn. Seymonr. — Die Verprovia»tiru»g des au der südöstlichen Gränze des Reiches aufgestellten TruppeucorpS wird vou Wien aus geleitet. ES werde» für die Väckereie» des Corps caglich nnllelst Eisenbahn oder Dampfbot «0-100 Fässer Mehl vou hier abgeseu« oet. Der Geslindheltszustalid uuter den Truppeu ist ausgezeichllel. — Eine schreckliche Umhat bringt einen Bericht aus I assy vom 3. d. in der „Lemb. Ztg.: Eine Schwester hat ihre Schwester ermordet, de» gemorl dete» Köiper abgekocht, gebraten und mit zwei jüngere» Brüder» aufgefressen, u»d dieß aus reinem Haß und Wuth, keineswegs ans Rothstand oder sonstigem Elend, deiiü die Gemeinde Weglowka, wo die gräßliche Unthat vorkam, gehört zu den vermo^licheren ocs Kreises; es kam nie, weder vom Dommimn, noch dem Seelsorger, uoch vou der Gemeinde irgend eine Anzeige des Nothstandes vor, und erwiescu ist eS, daß u, Weglowka ei» Gemcindespeicherfond vo» 44 Korez 20 Garnez Getreide sich defmdel, dessen Be-nü!)n»g der Gemeinde zur UnterstülMig allenfälliger Rothleidenden osseu steht. Aber mit der Familie der ^ewczak, wo jeuer schändliche Fall vorgekommen, hatte eS eine andere Vewa»dtuiß. Sie kennt keinen Vater, die Mutter befaßte sich mit der Abdeckerei, und ungeachtet sie eiu HauS und eiueu Grund besaß, »ährte sie sich mit ihren Kintern von nmgestandenen Pserde», Vlehstücke», Hunden und Kal)en. Die jüngere 17jährige Tochter Baibara Lewczka mochte ihre ältere Schwester »ie leide», sie haßte und mißhandelte sie zu jeder Zeit, und kaum war die Mutier gestorbe», als sie ihre Schwester 14 Tage darans, am 20. März. abschlachtete. — Räch einem Berichte aus B r a u » s ch weig i» de>^ „A. A. Ztq." erschoß sich am <'. d. z» Haibke oer junge Glas Ha»S v. Velthcim, i" weite» Kreisen l'eka»»t als Verfasser der „Drainallsche» Versuche." Ueber die Motive dieses Selbstmordes hat Mau biS jeyt nur Vermuthungen. Auf de» Besil>'r» des bei Helmstädt gelegene» reizenden GuteS Harbke, welches elnst durch sei»e großartige» Garte»anlagen weltberühmt war und zum Theil uoch ist, scheint eiu trauriges Geschick zu lasten. Der Oheim des Verstorbellen, Graf Nöttgcr v. Veltheim auf Harbke, erschoß sich z„ Vrauuschweig im Frühjahre 1848, eine Stunde nach dem Tode seiner Gemalin. Durch diese» Todesfall gelangte Haibke an deu Oberjägermeister Grafen Werner v, Veliheim. bis 1848 tz'hef deS StaatS-miulsteriumS, desseu ältester Sohn Beruhard schon »l'rhcr i» der Fremde seinem i^eben ein E»de gemacht hatte. Im I. 18!;i ,vard am Tage der Hochz.it d.r zweiten Tochter desselben, welche zu Harbke gefeiert wnrde, die Leiche der jüngsteu Tocixer iu einem Teiche daselbst gefunden — ein Todesfall, der lvohl uie völlig aufgeklärt werden wird. Da der ullüinehr verstorbene Graf Haus der leyte Soh» deS ie!)!geu Elgeuthümers war, so fallt das Gut e,»st an eine andere Familie, au die Grafen von Veltheim-Osirau. HauS Graf v. Veltbeim war allgemeiu beliebt und bcka»»t als ei»es der bedeutendsten Tatente, als Dichter, Zeichner und Pianist. Vvien. 1.'!. April- Zu den schönsten, ehiend-ste» Erschein'U'ge» im ^cbe» der Wiener gehört der imnier kundgegebene Elfer, jede» erhebenden Moment iu der Geschichte l?eS Kaisechauses und Vaterlandes dnrch Acte der Wohlthätigkeit zu feier» ; der Wohlhabende will sich utchl allein freuen, er will im är' »83 mer» Mitbewohner der Hauptstadt ebenfalls cine» Theilnehmer a>n aUgemeine» Jubel erblicke», u»d so sehen wir, wie die beglückende Vermäl»»g Sr. Ma» jestät deft Kaisers der Aosgaugspunct zahlreicher, vo» reinster .Humanität durchglühcer Bestrebnngen geworden ist; am Tage der allgemeinen Frende soll dem arme» Mitbürger die drückende Last des Noihstau-des nicht nnr momentan erleichtert, es soll ihm anch das tröstende Bewußtsein gegeben werden, das; eine helfende Hand für längere Zeit die seiüige freundlich ersasit; von den verschiedensten Seiten her sehen wir Vereine sich bilden, die den erwähnten Zweck rüstig und erfolgreich anstreben, und so können wir auch mit grosier Befriedigung auf die jüngste dieser Associationen hinweise», auf einen Verein, der in der Vor» stadt Wiedeu sich die Aufgabe gestellt hat. die dort wohnenden Arme» vom Vermälnugstage Sr. Majestät an für die ganze Dauer der ichigen Theuerung mit Lebensbedürfnissen zu unterstüiM. Wir vermö< gcu um so weniger an der ergiebigen Theilnahme des wohlthätigen Wiens zn Gunsten des schönen Ultter-uelimens zu zweifeln, als die Vorstadt, der das er-sprießliche Wirken nno Schaffen zugedacht wurde, ebeu diejenige ist, durch deieu Slrasie» der Einzug der erhabenen Priuzessm-Brant stattfinden wird- » Die Indnstrie ist in Oesterreich l» vielen Slücken der U>p>odüclion vora'!^",lt ">,d w»d dadurch vielfach gehemmt und gezwnngen, die Rohwaren, deren sie bedarf, zu ihrem eigeue» und zu deo ganzen Landes Nachtdeil aus dem Anslandc zu be-ziehe». Ein anss^llendeö Beispiel dieser Art gibt die Lederfabrikalio», die ber»feu wäre, einen hohen Grad vou Alifschwung zu crreicheu. indem Ungar» und Ga-lizien die 5^ä»te, die Forste der Alpen, der Karpatheu uud dcr böhmisch - mährischen Gebirge di Gärbstoffe dazu in qiösiter Menge liefern konnten. Der Jahresbericht der Handels- »nd Gewcrbekam-mer für das E'cherzoglhum Oesterreich unter der Enns vo» 30. September 18!>3 e>kennt gute und billige Gärbessosse u. Rohhäure als Grundbediogu» gen der Lederfabrikacion an, macht aber dabei folgende Bemerkungen, d,d Rohproductenhäudlei auempfehlen. „WaS erstere (uäinlich die Gärbestoff.) betrifft, mnsi die zum Garben vorzügliche Eichenrinde fast ausnahmslos vom Aliolande bezogen werden, obwohl dieses Materiale anch in den eiicheinnsche» Wald»»-gen >eichl>ch roil.^uocll wälv. ^,'icht viel mel)>- f>e schieht für die Gewinnung der Fe,en Gäiberelen in bedeutende, Menge verwendet wild. Würden in Oesterreich die Holzschwemmer ihre vielen Tausende von Klaftern Holz. welches garbestoffl'ältige Rinde hat, in der Saftzeir fällen uud die Rind,, die bei dein Schwem-meu ohnedies? verloren gehs, an die Lcderfablikeu ab' geben, so läge di.'s; sowohl im Interesse der letzteren, als es deu Holzschwenimber^chtigten z» Gnte käme, während durch die Nichtbenüynng so grosier Masse» vou Gärbematerialien, die i» naher Zukunft «hene» lind zu wcnlg werde» dürften, der einheimische» Le-derfal'likatio» ein selir b»'achll'»swerthci Vortheil entzogen >vird. Es ist eine merkwindige Eischeiünng, daß die inlä»d>sche» Forstbesitzer gerade i» diesem so oft besprocheneu Pnucie das Beispiel des Anolandes ganz unbeachtet lassen, da ihnen doch bekanut ist, wie ansier dein Ertrage, den die gewonnene Rinde abwirft, bei Abstosinng der Eichen und Weiden i>, der Eaftzeit anch der Vortheil erlangt wud, das; sogleich nach Fällung des Baumes der Nachwuchs vor sich geht, was bei dm, Abstecken im Winter uicht der Fall ist. Die Erhöhung der inländischen Nohlederproduction häogt iu Rücksicht auf die Quantität mit dem Aufschwünge der Viehzucht zusammen; in Hinsicht auf die Qualität ist die Klage über das häufige Vo> komme» arg verschuitteuer uud über die Seltenheit fehlerfreier Häute eine allgemeine. Wie strenge man es anderwärts iu dieser Hinsicht uimmt, erhellet darans, dasi in Antwerpen, welches sich zum ersse» europäische» Slapelplaye des Handels mit amerikanischen H^te» emporgeschwungen hat, jede einzelne H^n »ach ,h,^ Mängeln und guten Eigen, chafteu von den beeideten Mäkler sorgfältig class,-slcirt »nd mit e.sselic» Marke» bezeichnet wird." , ^ ^'^' '.''' "^''' 5ur Feier des Vermälungs-festes c^r. Maj, des Kais..^ »^eu die Herren Cml Ferdinand u»d Konstantin Ruter oo» Reyer 2!i00 fl. gewidmet, uud zwar 800 ff. s^ h^ Garnison, 800 fi. mittelst des ^rmeniustitutes für die Beding tigcu jedeu Glaubensbekenntnisses, >'i<»0 sz. ^^. ^>^,^ schönerung der Kirche ^5>t. Giacomo, „„d 40«> st. für invalide Ha>id>'lsmalrose». — Ferner best>,nmte der Magistrat 2000 st. für bedürftige Familie,,, 300 ss. für Soldaten, welche das Spital verlasse!,, 400 fl. zur Verthe-lnng von Speise» »üd Geschenkeu am 2^. April; die Handels- »ud Gewerbekannner 2000 st-, »nd zwar I'M) si. für die Armen und <»00 st. für ausgedie„le Matrosen; der Verwaltuugsrail' der Dampfschifffahrtgcsellschaft des österreichischen Lloyd l000 si,. nämlich i!00 si. f»ir die Armen übe>haupt, und !!00 st. für invalide Matrosen. Ferner bestimmte» für die Armen: die israelitische Gemeinde 300 fl., die orientalisch-griechische 200 si., die Direction der Versammlungosäle im Tergesteum 200 si. Das Program», der bei Gelegenheit der Ver-mälungsftier Sr. Maj. des Kaisers i» Trieft abzuhaltende» Fc^chkeiten ist veröffentlicht, und wir entnehmen demselben Folgendes: So » » tag, 23. Sämmtliche Schisse im Ha-feu ftaggeu. Gottesdienst. Vertheiluug Milder Gabe» au Bedürftige jedeu Glaubeuobekemtt'Xsses. ^tach-mittag Spazierfahrt i» St. Andrea, Militärmusik. Festlich geschmückte Dampfer fahreu iu der Bucht von Eervola. Volksuuterhaltuugeu am äußerste» Ende des Acqnedotto. Montag, 24. Am früheu Morge» Geschüft-salve». Die Schiffe siagge». Gottesdienst. Vertheiluug milc^r Spenden. I,n festlich beleuchteten Theater Volkohymne. Die Drpntatio» aus der Tmkei nnd Aegypte», welche z»r Veglüctwüuschuug Sr. Äiaj. deö Kaisers nach Wie» abgega»ge» ist, besteht aus de» Herreu: Ministerialrath Ritter v. Miha.iooich, dan» Abraham (5ammondo und Stephan Flor« sür Eoustanti» nopel, Dr. Vs. Allatini für Salonich, Temistocles Balcazzi für Smyrua »ud A- Laudauer für Alerau-dria. (Trieft. Ztg.) D c u l l ch l a » d. Berlin, >2. April. Die „Preuß. (5ornsp," c, klärt wie folgt: „Mcdrrre Zcituugen habe» in den letzte» Ta^ gcu die Nachricht gcb>acht, als sci dcrjeuige E»twurf einer Ucbcrcintuust zwischen Preußen »ud Ocstcrr.ich. übe» welch.» inin sich in Berlin geeinigt, vou dem Weiler (5al)inel abgelehnt worden. Das >sl durchaus nicht ccr ?ia!! Die Nückaußernugen des Wiener (Zabincls si»d bis helile nicht eingegangen Solltln sie dahin laute», daß man dort eine oder tie andcn B.rändenü'g wünscht, so ist mit Bestimmtheit a,>zu. ,'el)!ne», daß dieß dem bereits erreichten Eiuverstano.-»iß ü'ber "Ue wesentlichen Puncte keinen Eintrag tt,»n, daß viclnuhr oie ganze Angelegenheit in klnze stcr Frist zu völlig befriedigender Erledigung gelang» 'vcrde." (5l,rlör«he, 8. April. Das grosiherzoglich? Ministerium deß Innern hat an die sämmtliche» Ae,w t.'s »>>d Kleioiegiernngen Instructioneu zur geeigneten ')^asi»ahnie für deu Fall erlassen, daß der hochw. Herr Erzbischof von Fleiburg weiter versuchen sollte, seine augesplochenen Gerechtsame e i g e n m ä ch t l g (? ?) zur Gellung zu bringe». Im Eingänge deo Ollasses ist angekündigt, daß die Regiernng die Ein-leitnng gettoffe» habe, ei»e definitive Ordnung im Wege tUler Vereinbarung m>t dem päpstliche» Stuhle herbeizuführen. Mainz, U. April. Die hiesige k. k. österreichische Besaftuiig wild am Ve'.mälnngstage Sr. k. k. apostolische» Majestät den 24. d, M. in de» Näü-meu des hiesigen Guttenbergcasino's, welches zu die sem Zwecke vou der (iasinoverwaltuug dem Officier-coips überlasse» wird, eiueu grosieu Ball uud Festmahl veranstalten, zu welchem ansier de» Gesandte» znr deutscheu Bundesversammlung, die Frankfurter Beholden uud die Officiercolps der beuachbarten Gar-»iso»e» gelade» werden. Bereits >st man mit der prachtvolle» Ausstattung der dazu bestimmte» Loca-lxäteu eifrig beschäftigt. Italic n. Der „Opinioue" von Turiu wird aus Parma, l. April, geschrieben: „Die Instiz glaubt de» Fade» der Verschwöruug (we„» eiue solche überhaupt stattgefunden hat), welcher der Herzog uuterlege» («icy ist, aufgefunde» zu habeu. Es wurde ei» gewisser Vocchi, Drechsler >ei»es Gewerbes, verhaftet, welcher u> eiuem der Gäsicheu »>ahe dem Schanplay des Verbrechens wohnt, »ud eS heißt, man habe in seinem Hanse e>» Scück T»ch vo» der Farbe des Mantels, welchen der Mörder zurückließ, sowie Eiseofeile gefunden. Das Mordwerkzeug war eine zu einem Dolch zugeschliffene Feile. Bocchi ist ein schlechtes Subject, und soll kei» Neuliug in den Register» der Polizei, jedoch wegen Theilnahme a» politischen Complotte» nicht bekailut sei». Frau k r e i ch. Paris. 11. April, Aus Algier sollte am 6. d. eine t,om Kapitän Galinier, Adjutante» deS General-Gouverneurs, begleitete Araberdeputalio» nach Paris abgehe», »», dem Kaiser die deu „Eingcborueu-Tirail-lenrs" , die »ach dem Orient ziehen, bestimmte kostbare Fahne zu überreichen. An der Spii)e der Deputation steht der Mufti nud der Haupt-Imam der große» Moschee. Die Iostrucliou des Prozesses Montalembert h"t begonnen. Der Graf ist vor das Znchtpolizei« Gericht des Seine-Departemenls cilirt worden, u»d wie man vernimmt, ist auch Dnpiü, der ältere, als Zeuge vorgeladen wordeu. Eiu im Jahre t834 ansgesenter Preis von 6000 Fr. für diejenige Arbeit, welche dem Fortschritte bei Anwenduug des Dampfes auf die Schlfffahrt am förderlichste!, sei» würde, ist vou der Academic der Wisseuschafteu mit Geuchmigmig dtS Kaisers zum ersteu Male in 3 Posten vo» je 2000 Fr. vertheilt worden. Der gesetzgebende Körper hat sich bis zum Dinstage nach Ostern vertagt. Wege» der fortwähre»de» starke» Seerüstmige.» hat der Marineminister befohlen, daß deu Arsenal-arbeilern zu Brest die außerordentliche Zulage von ei» Viertel Frcmc, die mit dem 31. März aufhöre» sollte, »och bis zum 16. April ausbezahlt werden soN. Die 22 Compagnie» Marineinfanterie, die dem Ostseegeschwader mitgegeben werden, sind schon i» Brest versammelt, und erwarte» mit jedem Tage den Eiüschiffuugsbefehl. Vslmnlischcs Neich. Pariser Correspondenzeu zu Folge, erwartet man in Eonstantiuopel jedeu Augenblick die Nachricht von einer Seeschlacht im schwarze» Meere, da die russi» sche Flotte — 10 Liuienschlffe und 8 Dampfer stark — Sebaftopol vetlassen haben soll. DaS englisch» französische Geschwader war mit seiner ganzen Macht, den „Charlemagne" und die „Netribution" allein ansgenommen, die im Bosporus zurückgeblieben wa» reu, nm ihre Maschine» ausznbesseru, i» der Mich, «nng von Balgick, Varna und Kavarna abgesegelt, um die Bewegui'geu Omer Pascha's z» unterstühen, u»d die VerproviautilUlig der russischen Truppen zu verhmoern, vielleicht a»ch, nm gegeu Odessa, wo 150 —200 europaische Schiffe zurückgehalte», und zum Auslade» ihrer Getreide-Frachl<» gezwungen wurden, «'ine Demoustlation zn »nternehmen. Den Corrcspon» oenzen des „Ionrualö des D^batS" auS Constanti» »o^l vom 2i^. März zu Folge, wollten die Admirale diesem Verftchreu nötbige»falls mit Gewalt Einhalt lhuu. uud allen Schiffen dazu verhelfen, sammt ih. >e» Ladungen abzusegeln. Rußland. St. Peters urg. 4. April. Am vorigen Sonnabend, den 1. ^''.plil, Abends, hat Se. Majestät der Kaiser vom Fürsten Gortschakoff die Nachricht von oem am 23. v. M. erfolgte» Uebergange der Trup» oe» über die Donau erhalteu uud am Tage darauf oeiöffeutlichten alle Zeituugeu durch Ertrablätter einen Üuozug des am vorigen Abeud eiugeeroffene» BerichtS. Zur Feier dieses glücklichen Ereignisses hat bereits vorgestern Nachmittag in der Kathedrale deS Win« terpallastes ein feierlicher Dankgottesdienstes stattgefunden und am Abeud war ein großer Theil der Stadt illumiuirt. Se. Majestät der Kaiser hat das folgende Halidschreibcu an de» Generaladjntanten Fürsten Gorcschakoff gerichtet: „Fiust Michael Dmiirietvitsch! Durch den glän> zenden Uebergaug über die Donau am 11. (13.) März habe» Sie die russische» Waffen mit neuem Ruhme bekränzt. Dieß von Ihnen persönlich ange« führte Heer ist auf drei Puncte» auf das rechte Ufer dieses Flusses übergegangen u»d hat mehrere feind» liche Redoute» mit Slnrm genommen. Die von ihrem Ungestüm erschreckten Türken flohen m»o ließen nns ohne Kampf die durch eine Garnison von 18.000 Mann beschütten Festnngen Tullscha und Matschin. Indem Ich in diesem Siege ein Vorzeichen für die künftigen Erfolge über die Feinde dke»nu»g für Ihre lobe»Swerlhen Dienste Mein Porträt mit Diamanten verziert, am Knopf-loche zu tragen, und bleibe Ihnen unveränderlich wohlgewoge». Nicolai." Telegraphische Depeschen. " Verlin, 13. April. Der Herr Minifterprü» sidcnt ist heute nach seine» Gütern abgereist, wo er während der Festtage verweilen wird. ' Turin, 13. April. Wie verlautet, ist der Herzog ValeutinoiS zur Rückkehr nach Monaco er« mächt!get worden. ^Eorfu, 9. April. Englische u»d franzosische Kriegsschiffe an der thessalische» Küste si»d beordert, jedes Schiff cmznhalte» u»d zu u»tersnchen. a»f wel« chcm man Krlegsbedarf für die Aufständischen ver« muthen könnte, uud bei Befund festznnehme,,. Auch dürfe» jomsche Schiffe bei gleicher strafe keinen Passagier ol)ne regelmäsiigen Paß a» Bord habe». <3oftenhafteu, 14. April. Sämmtliche /ns« fische Häfen, auch jene des botanische» ">'t> ft"ni»chen Meerbnse»s, sind m Blokaceznstaxd ei klärt. Druck imd Vctta^ ^ F» Vambvrg in ^'aihach. — VcvantwoMchc Redacinnc sI. v. Kleinmayr ^ 3 Vamberg. Anl)anH;ur Im!lgc!ierSeitttNH. V ö r sen bericht auS dem Abendblatte der österr. kais. Wienel-Zeitung. Wien 15. April Mittags l Uhr. Der Gang der Börse war schr günstig. Ungeachtet da« Geschäft feine große Ausdehnung hatte, folgten die Course der Effecten der steigenden Tendenz. Besonders erfreulich aber war die weitere namhaft« Besserung der Valuta. 5 "/« Metall, höbe» sich vun 85 '/. auf 85'/.. Nordbahn - Actien stiegen von 223'/. auf 224'/,- Auch die meisten übrigen Effecten stellten sich günstiger im Preise. Fremde Wtchsel und Valuten erfuhren einen Rückgang von 1 M. London wurde bis 13.6 abgegeben. Amsterdam N3. — Augsburg 134'/.- — Fraulfurt <3i. __ Hamburg 100. — Livorno. — London 138- — Mailand 132'/,. — Paris 159 Staatc,'chuldverschreibl»,gcn zu 5"/, 85'/.—85"/.. bctto „ 8- ü. „ 5 '/. 108—»09 betto „ „ 4'/, 7« 76'/.-?«'/. betto „ „ 4«/, li!)'/.-60'/. detto v.J. 1850 m.Nückz. ^7« 89-89'/. detto 1852 „ 4 7» 88-88'/, betto verloste 4«/, — — detto „ 3 7« 55'/.-55 7. betto „ 2 '/, °/, 43 '/.-43'/. detto „ l 7, — — dettozu5°/<,nuAusl.verzinsl — — Grundentlast.-Oblig. Vl. Oestcr. zu 5 «/^ 84 7.-«5 dctto anderer Kronländcr 84—84'/. Lotterie-Anlchcn vom Jahre 1>>^4 2l8—220 detto dctto 18^9 118^^,19'/^ Banco-Obligatillncn zu 2'/,"/^ 57-58 Obligat, deö L. V. "nl. v. I. 1550 zu 57« 99—99 '/. Vanl-'>'(^l. — incr-Obligationm de>) Zwangs- »5 „85 Darlehens in Krain, uud Acra-/ 4 1/2 „ — rial - Obligationen von Tirol, ! 4 „ — Vorarlberg und Salzburg . ^ 3 „ — D.'!!t! en ,ui >Ue>!o»m>, ,> !^, l8^9. mr l00 ft, . . 119 3/4 Actien der Niederöstcrr. Gscomptc-Ge- scllschast pr. Stück zu 500'l. . . . 457 1/2 fl. in C. M. B^»f-Acl,.n. pr. Stück «210 sl. >» C M. Actien der Kaiser Ferdinands-Vlordbahn zu lM>0 ,1. <5. M........2240 N.inC M Acticn der Oedmbiirg-Wr.-Neustäbter Eisenbahn zu 2U0 ft. C. Vi. ... 103 st. in C.M. Acticn der Budwcis-Linz-Gmunbner Vahn zu 250 ft. (5. M........264 fl. in C. M. Actlen der österr. Donan-Dampfschifffahrt zn 500 ss. O. M........ 559 il. in C. M. Actie» dcS österr. i!loyd in Trieft . zu 500 st. (5. M...... 582 1/2 sl. in <5. M. Wechsel iiours vom l5. April «854 Augsburg, für 100 Gulden Cur., Gnld. 13't 1/2 Vf. Ufo. Franli,ni >i,Vi., !)r, ,», 24 !/2 ,!. ssnü. (^l,ld,> 134 Vf. 3 Mi'iia!. Ham!»ll>,. ,„l !<><> Mark Vauco, Gulden 100 Bf. 2 M'i,a,. LiUl'lüo, sin W<> To^c^üischc ^irc. G„lc,, I^l 2 M0,z^i. London, ,s>r l Psuud Sterliüa, Wulden 13-8 Vf. 3 Monat. Mnland, für 300 Olsterleich. Vi.s. »<„», 132 1/2 Vf. 2 Mo»>,t. Paris. ,„> 300 Franken Guld 159 Vf. ^Mii'»,,!. K K. uollw. Münz-Ducaten . . . 37 3/4 pr. («eut. Agio. Die Vörse blieb den > ». geschlossen. 3. 214. A (3) Nr, 195«. Kundmachung. Zu Folge hohen k. k. Statthaltelci - Decre. tes vom 22. März ,854, Z. 32,0, hat dic hiesige k. k. Bezirkshauptmannschaft für den in ilaldach stationirten k. k. Genö'oatmerie - Major, von Michaeli, eigentlich vom I. October «854 angefangen, auf zehn nach einander folgende Jahre eine Naturalwohnung auf Kosten ocS i!andeöcon-cutrenzfondes vertragsmäßig sicherzustellen. Den allerhöchst sanctionirten k. k. Genö'oar-merie-Bequartierungs-Direction zu Folge hat die Naturalwohnung eines k. k. GenS'darmerie- Majors aus 4 Zimmern, einer Kammer, einer Küche, einem Boden, einer HolzlVge, einer Stallung auf 8 Pferde, eincr Futter- und Sattelkammer, endlich aus einer Wagenrcmise zu bestehen. Diejenigen Hauseigcnthümer und Administla-torcn, welche das oben angedeutete Wohnungs-Erforderniß dem ^andesconcurren,^fonde gegen halbjährige Miethzinszahlung zu veimiethen gesonnen sind, haben spätestens bis 15. Mai l. I. bei diesem Magistrate die Anzeige zu machen. Stadtmagistrat Laibach am l0. Apnl 1854, Z. 566. (3) Nr. 1853. Edict. Da bei der am 27. März 1854 abgehaltene» Feilbietlmg des. zum Johann Sobez'schen Verlasse, gehörigen Ackers ^l2«icl» kem Kauflustiger erschie. !ie» ist, so hat es bei der zweiten auf den 29. April 1854 ana.eoldnettn Fcildictlmg sein Verbleiben. K. k. Bezirksgericht Neifniz am 29. März !854. Z. 58«. 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