Mtmcher Mum. Nr. ,33 N. l>, h«ll>l N. 5. .<>i, fi, 7 5>s», Mttnwch, 13. Juni. 4 geiln, « »,.. «»»»« p». ^eil« « »,.: b»i »f««n, 1877 Nichtailltlichel Theil. ^lls Hlulltillm dcr unssalilchcu Hlegnicolal-Pepntation. i. Das seitens der Regn icolar < Depu tat ion ^ungarischen ReichSlaqcS der Deputation ''bsterreichlschen ReichsratheS übermittelte Nnntium "lt nach drr Mittheilung der .Mdapesler ilorre« Wndtnz" : . ».Nachdem der ungarische Reichstag die Zeit heran» lMl"t» sah. in welcher nach tz22 des Gesstzarlileli! Xll, >.?' bezüglich der Beilragöleistung zur Decknng der v"n dr,- in diesem Gcsctzarlilel als grnuinsam an< ^>uUt» Angelegenheiten ein neues Uebcreinkommen »l^ den beiden Hälften der Monarchie nothwendig ^ ' lial derselbe seinerseits jene Deputation gewählt, ^ ^"^abc es ist, im Einvernehmen mit einer der lli! "^ gleichen Deputation des d!c übrigen Konia» ^ ">,d ^ändc'r Sr. Majestät vertretenden Reichs« ^ und unter Einflußnahme der verantwortlichen Ferien einen mit detaillierten Daten unterstützten M»g bezüglich dcS erwähnten Beilras,sverhältnisses l^beiten. Der hierauf bezügliche Beschluß des Reichs. l^'H nebst dem Resultate der Wahl der Deputation "lichsrathes bereits mitgetheilt worden. ». ^ie ungarische Regnisolar»Deputation, welche in , "tracht der obwaltenden Verhältnisse ihre Sitzungen , h diesmal in Wlen hält, ist unverzüglich an die ttö. ^s der ihr übertragenen Aufgabe geschritten, da sie ^tugt ist, daß bet dcr großen Zahl der zwischen den ^l Hälften dcr Monarchie schwebenden hochwichtigen Hn jede der letzteren nicht nur eine gründliche und Anhafte, sondern, so weit es die Wichtigkeit des Mtandes gestattet, auch eine rasche Erledigung er- Hl Das Gewußtsein der Wichtigkeit der von der ^llion zu verhandelnden Fragen wurde noch ge< V durch die für beide Theile gleich ungünstige ^V daß im Uaufe der jüngstverflossenen zehn . k-r Deputation, wonach nicht die Darstellung der ^ n finanziellen ^age, sondern der relativ ^ ,, uylgteit drr beiden Staatsgebiete den Zweck ' jedoch nur durch eine Verglclchung deS Brullu^ >« der gleichartigen Steuereinnahmen erreicht lb... ,, :^iin, da für das Nctt0'ErtrÜgnis in erster Reihe die Art und Weise sowie die Kosten der Mann >d sind, also Facloren, welche mit den, ,l« stände« und der Slcuersähigleit der Einwuhnrrichujl m keinerlei Zusammenhang stehen. England und der Suczlanal. Das englische Parlament beschäftig! sich ge» genwärliq fast nur mit dcu, Suezkanal, beziehun^s« weise mit der ,5raze, wie die fltie Schiffahrt aus dem» jelbcn ae^en Eingriffe der Kriegführenden zu schützen sei. Urber die Maßregel, welche das Kabinen bereits vor Wochen in dieier Richtung getroffen hat, pcht di« im nlueften Blaubuchl veröffentlichte Depesche T crdy« an ^ord ^yon« Auskunft, in »elcher der enallsche Mi» nister den bezüglichen Vorschlag de« Herrn o. ^cfsep« beantwortet hat. Die englischen Pailamenlsverhaliolungen vom <^. b. geben von dem lebhaften Interesse Zeugnis, mil welchem die öffentlich Meinung in England die jüngsten Mit» thrllungen der Regierung in der Surzlannl»Angelegenheit ausgenommen hat. Im Unterhause zeigte Mr. WhaUey an, daß er dem Unterslaateselrelar deS AuSlvaNlgm dic ^ragt stellen werde, ob die Reauruna, ind-m sie dergestalt die kriegerischen Maßregeln Rußland« aus eme Mll den gewöhnlichen Bestimungci, des Völkerrechte« nicht überemstimmendt Weise beschränkte, sich mit der Absicht traß/, dieier Eröffnung nach ohne d»e Mi!wir» lung oder Zustimmung der bei der Slamvuler Konje« renz btthlilillltn ^ , handeln. — Darauf richtete dcr Marquis of ^ _........u-, a»i den Schatzlanzlcr die Frage, ob er eine Abschrift der Depesche vorlegen wolle, wclche den Wortlaut dcr dem russischen Botschafter gemachten Mittheilung e' thalle, der zufolge o» Besuch, den Suezlanal oder seine Zullängt zu blockieren oder auf andere Weise in dcn oorll'uen Vcilchl emzilgltifen, als cine Drohung gegen Indien und eine schwere SchÜ» digung des Wellhanbelsoerlehre« wülde betracht-t weiden; und ferner, ob sür den Fall, al« eine Erwiderung dcr russischen Regierung cinneganyen jci, der Vchatzl«»^ lcr diese Antwort aus den Tisch de« Hause« leg«» »«Ue. — Hierauf entgcgnele der Schatzlanzler: „Ich habe leine Gelegenheit gehabt, mit ^ord Derby zu sprechen, feil der ldle Marqni« von seiner Absicht, dic geucnwal tige Frage zu stellen, Kunde gab. Aber ich glaube fazen zu können, daß leine Schriftstücke vorhanden sinc», deren Vorlage im gegenwärtigen Augenblicke Ihrer MajeftiU Regierung sür thunlich hüll. Der Grund, weshalb zeslern gewisse Schriftstücke vorgelegt wurden, war solaender: Feuilleton. ^lkei. Hhrc Hilfsquellen und wider-ftandssiiliigkeit. von »rledrlch v. hellwald. ^ ll^ll? Donau-Flottille, wclche man für ein A»?' ^/^"'N zu besiegendes Hindernis bei dem Ueber. ^! "!i ^"' Strom zu halten geneigt ist. Indes, ,>„ Türken erst noch zu zeigen, welchen Gebrauch .K. Ar maritimen Ncbcrlcgenhcit zu machcn vcr- )!^lt ^ '^l haben fic dirsclbc dazu benutzt, etliche °"i z.H^len des rumänischen Ufers zu beschießen, Äil/^ das Mißgeschick begegnete, verschiedene >,^ ^°"delsschifft zu treffen, vielleicht mit Oc. .' lchfi'e von englischer. Offizieren bedient waren. »t, ,' fiel das am ^. Mai d, I. zwischen einem ^>l, s "ionitor und russischen Ufcrbaltcrien bei t3 lll!« ^^°bte Gefecht klüglich für das türkische ^hndsil ^°H ^r ersten Salve einer russischen M ^^"der.Halbbatteric verlor dcr Monitor den «^,s!!,. ^"^ dem Verdecke sah man Flammen aus ^ ^"tnraume emporschlagen. Ein zweiter, in Mj^!t»ndencr ^^lischcr Dampfer renwrquierlc den Alt " Monitor in Sicherheit. Dans der Nach. "l türkischen Donau. Flottille konnten sich endlich die Rusfen auf den Höhen von Rcni, Galah, Graila festsetzen und in die Donau-Torpedos versenken, welche die Action der türkischen Fahrzeuge brachlegcn. Daß von diesen gefährlichen Feinden der Schiffahrt aus. giebiger Gebrauch gemacht werden dürfte, scheint ziem. lich festzustehen, und rs ist nicht abzusehen, welche Wirk« samlcit die türkische Flottille zur Verhinderung cinrs Slromüberganges entfalten will, wenn zuvor die oe» treffende Stelle durch die in den Fluß versenkten Spreng, lörpcr unnahbar gemacht ist. Endlich kann ein Angreifer fehr wohl zerlegbare Kanontnboole zu ^ande bis an die Donau bringen und dort erst zusammensetzen, sich also selbst in den Besitz einer solchen Flottille setzen, und es spricht manches dafür, daß dir Rusfcn cine solche Ueber, raschung im Schilde führen. Brachte doch schon t>er Tclcgraf dic Nachricht, es seien drei kleine russische Ka< nonenboole den Prulh in die Donau hinabgeschwommen. Gewiß vermag eine so ansehnliche marilime Slreitlrast, wie dic Osmancn sie auf der Donan besthcn, dcn Gcgncr ernstlich zu beunruhigen, es liegt aber auf d:r Hand. daß ihre Thätigkeit qlcich in den ersten Momenten sich kundgeben müssc; späterhin kann ihi Nutzen durch einen geschickten Gegncr leicht paralysiert werden. So wie die Oingc jetzt lirgen, hat es bcinahc dcn Anschein, als ob letzteres schon eingetreten wäre. Allcs in allem genommen, ist lie Seemacht der Türken im Ponlus und aus der Donau zweifclbohnr ihr tüchtigstes Vcrlheidisiungsmitlel. beider bringen die Umstände es mit sich, daß dasselbe kaum ein ergiebiges Feld für seine Thätigkeit finden, dcm Reiche also auch nur wenig Nutzen bringen dürste. Besitzt die Türlei leine andere Wehr als diese, so würe e« sanguinisch, sich große Erfolge über ihren mächtigen Gegner zn versprechen. Ich will indeß untersuchen, l' „r selbst nicht besseren Schutz gewährt, als ' ,,„ Waffen, und in den nächsten Abschnitten znr Belrach. tung dcr Kriegsschauplätze in Europa und Asien schreiten. Die DonllU'^inie. In Europa wi- in «sien ist die Türkei der Grenz, nachbar Rußlands, wenngleich in ersterem Wllttheile nur mitlelbar. insofern al« Rußland nur an Viumünien grenzt, einen lüilischen Vasallenstaat, dessen eigene Inter-essen jedoch jmcn der suzeranen Pforte in allen Stücken zuwiderlaufen. Bei einem Angriffe der europäischen Türkei seilen« der Russen wird diese« ^anb allrm,l in Mlllcidcnschaft gezogen, sei es °l« Kriegsschauplatz seloft sei c« zum mindesten, wie e« gegenwärtig der F«ll al^ P.Na„el°nd für eincn de. Ocaner. helfen wir ein« Blick auf das Gtb,et dcr unleren Donau, nachdem die. selbc au« den Pässen und Klissuren der träne '» Alpen hervorbracht, so erkennen wir gar ^ cr weilen waUachlschen Ebene einen anlilen !^ „, drn Grund elne« weit in da« ^and hineinraaenocn'poniu«^ Golfes, der durch die gedachten Klausen mit der Binnensee in Vtlbinduna. stand, welche unzweifelhaft auch dereinH über der magyarischen T,escbcne flutete. Zu zener Zeit gab c« dort unten noch leine Donau; sie mlinoeie' l« den waUllchischen Busen, wol in der Gegend de« Eisernen Thore«, und «rsl mit oer Tlockcnle,nng de« Meere«. 107tt Nir erfuhren, daß in dieser Woche in Paris eine Ver< sammlung der Suezkanal>Gesellschaft würde abgehalten und daß auf dieser Versammlung wahrscheinlich «ine Eröffnung bezüglich der von Herrn v. pesseps jüngst an Vord Derby im auswärtigen Amte gemachten Mitlhel« lungen stattfinden Verde. Ihrer Majestät Regierung hielt es daher für wünschenswerth, daß cine Abschrift der auf diese Zusammenkunft und die damals gemachten Mittheilungen bezüglichen Depesche vorgelebt werd«. Mit Bezug auf andere über diesen Gegenstand gemachte Eröffnungen halte ich dafür, daß es nicht angehen würde, die betreffenden Schriftstücke dem Hause vorzulegen." Sir W. Harcourt kündigte an, daß er den Schatz« tanzler am 7. d. M. fragen werde, ob dle Regierung, indem sie Rußland ihre Entschließung mittheilte, der Ausübung der gewöhnlichen Kriegsrechte gegen Egypten al« einen Theil des türtischen Reiches zu widerstehen,— ob die Regierung auch irgend welche Schritte gethan, um die Pforte und die egyptische Regierung in dem Ge-brauche des Kanales zu Rußland feindlichen Zwecken in gleichem Maßi einzuschränken; und ferner, ob die in der Depesche ^ord Derby's an ^ayark vom 16. Mal eni-hallene Stelle: Ihrer Majestät Regierung hege die Eo »artung, daß die Pforte und der Khedive ihrerseits sich der Störung der Vefahrung des Kanales enthalten wür. den, dahin ziele, den freien Gebrauch des Kanales durch russische Privat« und Staatsschiffc zu unschuldigen Zwe« cken in gleicher Weise zu befürworten, wie durch Benützung durch Schiffe anderer Staaten. Midhat Pascha war mäh rend eine« Theile« der Sitzung im Hause anwesend. „Daily News" sieht in der Behandlung der Suez« kanal'Angelegenheit durch die englische Regierung den besten Beweis dafür, wie sehr die Anerkennung bestehen« der Verhältnisse in England in den letzten sechs Mona» ten vorgeschritten sei. Denn ohne Verletzung des Völker« rechtes habe die jüngste Maßregel nicht getroffen wer» den können, so lange die Türkei wirklich als ein unabhängiger Staat angesehen werde. Da nun aber der englischen Regierung nichts ferner liege, als ein Verstoßen gegen anerkannte Rechtslehren, so müsse gefolgert wer» den, daß fte einfach den veränderten Zustand der Dinge sowol bezüglich der Türlei im allgemeinen als Egyptens insbesondere anerkenne. Die Sache liege sehr einfach. Egypten sei in den Augen der Welt ein Anhängsel des Suezlanals, als dessen Protector die englische Regierung sich ausgerufen habe. Die Erfahrung aber — nament-lich in Indien — lehre, daß ein halbe« Protectorat nicht durchführbar sei und daß die Schuhmacht zugleich auch die Aufsicht und Leitung über den Schützling füh« ren müsse. Jedenfalls sei die Maßregel als der erste Schritt einer Politik zu betrachten, welche das englische Ministerium mit Ueberlegung beschlossen und deren sämmtliche Folgen es berechnet habe Das türkische Rundlchreiben gegen Rumänien. Das gleich bei seinem Erscheinen telegrafisch sliz« zierte Rundschreiben der Pforte, welches den Protest gegen die Unabhängigte l t«. Er llü » rung Rumänien« zur Kenntnis der Mächte bringt, liegt nun im aulentischen Texte vor. Das sehr scharf gehaltene Schreiben lautet: „Durch «ine frühere Mittheilung halte die Hohe Pforte sich beeilt, den Mächten, welche den Pariser Vertrag unterzeichnet haben, Anzeige von der Convention zu machen, durch welche die Regierung von Bukarest den russischen Heeren »>en Einmarsch in die vereinigien Für« stenlhüm?r und in das Reich erleichtert hatte. Seitdem haben die moldan-walachischen Ttreltlrüfte nicht auf« gehört, Handlungen der Feindseli^lcilen gegen das Gebiet uud die Heere des Reiches auszuüben. Endlich ist die Hohe Pforte bcnachrichiigt worden, daß die fürstliche Re« gierung ihre Unabhängigkeit proclamiert und der suzerä« nen Macht dcn Krieg erklärt hat. Die Empörung der vereinigten Fürstenthiimer ist demnach von jetzt an eine vollzogene Thatsache. Dieselben Menschen, welche mit schimpflicher Un< treue das Land dem Feinde überliefert und aus dem fürstlichen Heere ein knechtisches Weilzeug in den Hün» den Ruhlands gemacht haben, treiben ihre Verwegenheit so weit, daß sie die ursprünglichen Bande, welche die Für« stenthümer mit dem übrigen Reiche verbinden, zu vre-chen und die Vereinbarungen, durch welche ganz Europa die Bedingungen des politischen Daseins der Moldau» Walachei festgestellt hatte, offen zu verletzen versuchen. Europa weih, wie getreu die Hohe Pforte von jeher die den Fürstenlhümern bewilligen Vorrechte ge« achtet hat, selbst in ihren erregtesten Zeitläuften uud trotz der Anmaßung der moldau'walachischen Regierung, irrige Begriffe, welche diese sich seil einiger Zeit über die aus diesen Beziehungen z>» dem suzeränen Hofe entfließenden Rechte und Pflichtn gebildet h^tle, als Wihr heilen gelten licß. Kein Hindernis ist der Au«übuna be« rechllgter Freiheiten, den Triebfedern jtdes wahren Fort-schrilles, in den Weq gestcllt, keinerlei Schranke ist der Entwicklung der Einrichtungen des Vandes geseht worden. Leider ist das alles ohne die Wirkung geblieben, die fürsllichc Regierung in der Bahn zu erhallen, die ihr die Ehre und die wahren Interessen des Landes vor' zeichneten. Die Unabhängigkeit, welche in dem A«gen. blicke proclamicrt worden, da die Fürsteulhümer vom ^ Feinde überzogen sind, wird weder Europa noch die -Moldau-Walachei selbst trügen. Die Geschichte lehrt zur! Genüge, in welcher W:ise Rußland früher oder später solch: Unabhängigkeit« Proclamationcn seinem Interesse und seinem Ehrgeize nutzbar zu machen versteht. Indem sie die Fiirstenthümer zur Empörung an« ^ trieb, beschränkte die russische Regierung sich nicht darauf, den Provinzen, welchen die Verträge mährend einer lan. > gen Reihe von Jahren eine beneidenswerlhe Wohlfahrt gesichert hatten, den Untergang vorzubereiten; fie macht sich auch der Hohen Pforte aezenüber zur Mitschuldigen der Revolution und zur Urheberin der schlimmsten Um» sturzprinzipien; sie wirft ganz Europa den Handschuh hin, indem sie daran arbeitet, das ganze politische Gebäude niederzureißen und zu zerstören, welches, von der Zeit geheiligt, erst vor einigen Jahren noch als wesent« lich zur Aufrechthaltung des allgemeinen Gleichgewichtes anerkannt worden ist. Angesichts solcher Unredlichkeit erhebt die Hohe Pforte den ausdrücklichsten und kräftigsten Einspruch so« wol gezen dcn Beschluß der fürstlichen Regierung wie geg»n die ehrgeizigen Unternehmungen Rußlands und ver« wirft Handlungen und Anschlüge, wilche einen offenbaren Angriff auf die Perträge, auf die Bedingungen des staatlichen Daseins der Fürstenthumer und auf die feierlichsten Verpflichtungen des Fürsten Karl gegen seinen Ober'Lehnsherrn ausmachen. Die hohe Pforte erklärt, daß sie, was die auf« rührerische Rezieru:,a der Moldau-Walachei auch sagen und thun möge, ihre Rechte unversehrt zu wahren ge-sonnen ist, indem sie sich vorbehält, gegen die Fürsten« thümer die Mattel anzuwenden, welche ihr die Eorge sür ihre eigene Interessen und der Verlauf der Ereignisse anralhen würden. Die kaiserliche Regierung bittet die Mächte, welche den Pariser Frieden unterzeichnet haben, von diesem Schritte Kenntnis zu nehmen; sie hofft, daß Europa boden« blieb der Strom al« Reliquie zurück. Heute durchströmt die Donau in einem großen, nach Süden gerichteten Bogm das weile, nur wenig über das Meeres» nlveau erhobene Land, an seinem linken Ufer von einer weiten Alluoialebene begrenzt, während am rechten eine Terasse mehr oder weniger steil ansteigt, die auf ein sich »eilhin erstreckendes Plateau führt, in das alle zur Donau fließenden Gewässer ihre tiefen Thalfurchen eingenagt haben. Eingefaßt werden beide Uferseiten durch zwei mächtige, in ansehnlicher Entfernung von der Donau, abcr im ganzen ziemlich parallel mit dieser streichende Gebirgsketten: die wallachische Niederung im Norden durch die transsyloanischen Alpe«, welche allmälig aus ihrer Qstrichlung nach Norden umkrümmen, die bulga^ rische Terrasse durch den Zug des Balkans im Süden. Man lann also den in der Mitte von dir Donau durch« flossenen Raum zwischen dem Balkan und den trans« syloanischen «lpen al« das Thal diese« Strome« in weiterem Sinne auffassen, wobei zn bemerken, daß auch die von Norden herablommendtn Gewässer den nämlichen Parallelismu« offenbaren wie die Abflüsse de« Balkans, nur daß sie, fortschreitend nach Osten, in ihrem Unter« laufe immer mehr gleichfall« nach Osten ablenken. ?luch find fie weit zahl« und wasserreicher als die dem Balkan entströmenden Wasseradern. Die wallachische Ebene, welche fie durchziehen, bedeckt »lluviallehm (Tilt), welcher stel« lenweise am linken Donau«Ufer über zwölf Meler hoch »erdende Terrassen und Uferstufen bildet, während auf dem bulgarischen Plateau eine Driftlehm. e Stimme erheben werden, .nn ebenso unbesonnene wie schuldvolle Handlungen zu verdammen, um zu v:rtMtN' daß dieselben irgend welche politische Wirkungen hcrvolblin' gen, und um dcn unheilvollen Folgen, dcn gefährliche" Slücungen, welche aus denselbcn für das emopäW Gleichgewicht entspringen können, vorzubeugen. Haben Sie die Güte, diese Depesche Sr. it fcnden Verhandlungen wurden in dcn letzten T"6 .-M großem Eifer zwischen dem Marschall-Prüsidcntc ^. und den hervorragendsten legitimislifHen Se"a^ ^l suhlt. Die ^egillmlsten sagten angeblich '^^ z«, Zustimmung zur ilustüjung der Dcpulicrtenta^ ^ > Al« Gegenleistung faßtcn die vereinigten ^ ^nl^ Beschluß, für die beiden vacan:eu inamooiblt^ ^ ^ renposten die Herren Ehadaud ^atour und ^".lill^' zu kandidieren. — Die Journale, selbst die ^3:^,^ ichcn, erklären die Befürchtungen wcgcn einer^^zet. einer klerikalen Herrschaft in Frankreich für u""» ,^ Die belgische Dcpulicrlentammcr nahw ^ l d. M. mit 5>0 gig?n 46 Stimmen dc,e ^^ll^ fend die Abstellung der Wahllmßständc a" ""° sich hierauf vi« zum III. d. M. ^ ^, Die Nachricht, daß der russische"""^ Fürst Gorlschaloff eine sechewüchentlichc Urlauv'^. ^ treten werde, wird als ganz unnegriindct vcjl »0^ Die von dem Grafen Schuwaloff überbrachlc ^ ^ d den Mächten mitgetheilt. Wie versichert w'^ M selbe, den bekannten Andeutungen entspr^ Beunruhigendes enthalten. <> ü"? .^ Die rumänischen Minister «""A "'-M golnltscheano sind nach Plojlschli abgereist „ t>cp" ^ diplomatischen un> militärischen Auiolll ^lHA^ Abmachungen übcr da« Maß zu lrcffel,, '"^ rm>'>" rumänische Armee an dcn Opcrationl" ^ Armee theilnchmen wird. ^is' ^n ^" Sfl' Korrespondenz i>, fremden Sprüchen a > ^ ^ der europäischen Türkei suspendiert '» ^n lehr in türlijchcr Sprache gestattet ^'^aN'e>h< Die neuesten Nachrichten "'« l, haß ^ D'' für die Türken günsl.g. Man "ll'" glil,!!« Ali Pascha auf zwei Punkten dcn "° de stritt Wassojewiljchi betreten h°be. y^t , jn Die türkischen Kriegsschiffe /" oow' egyplischen Truppenconllngcn.e ' ^t«a^ Nlefandrien emqetroffen. ,,.^,iniqte'' sscn, ".. Die Regierung der oon Nordamerika ^ "^.^ Mormonenwirtlischaft tin ^""lh ^ielt H >v.« Telegramm au« ^ am 8. Juni > . "'ii' 7 "/ Ocrgw'eft ^ „ yc die Verüber d. ^ auf ^ ^^^ d.e ',ic^ I^l«allo>v) anz'.tlagen. b/s ",' / sind,^ ' l<^,, . genommen haben, bestraft w r ^as « „. <^ . monen Widerstand leisten U ' , ab c ' vurM , wartet wird. werden «'>'"Äc.' Tr.b""" um dic Entscheidungen der "» ^ 1079 >ehen. Zu den Anstiftern jener Oreuellhalen gehören außer Vrigham Houng fast alle Führer und Apostel ber Mormonen; die Verurlhcllung derselben würde so ziemlich einer Vernichtung der, ganzen Selte gleich' 'ommen. — Schatzsekrctär Sherman hat ein Ueber tinlommen nut einen, Flnanzsyndllatk über den Ber^ «uf von 25.000,000 vierperzeullger Unions-Obliga< l'onen getroffen. Hagesneuigkeilen. -^ lbfl«znierlfsen Oesterreich« in Nordafrit» nnd im Oriente zu Ariern. Nebstbei wild da» Vlatt auch für die Wleberauflebung ^l Polnisch.arabischen Nalionallllll zu willen suchen und sllr die l°nslivllt!o.liberllls Richtung im I«l»m eintteten. Man bezeichnet «um aiabischtn Schriftsteller »l« Hauptfilrderer diese« iournalisti» lchm Unlernehmin». ^ (Intereffante Veiichtsverbandlunc,)«m ^ d. M. beginnt in Vozen die SchwurgeriHlsverhandlung gegen Henry de Tourville, welcher beschuldigt ist, seine Katlm von einer ullswand bei Tiofai herabgestlirzl zu haben. Dir Verhandlung wild jech^ „„^, ^„^ ,ins Besichtigung des Thalorte« für noth» ^nbig befunden werden sollte, neun Tage in Anspruch nehmen "lt namhaflesien englischen, französischen und viele deutsche Vlältrr ^'ben da« Erscheinen il,rer Verichterstatter zu diesem Sensations-V"!tsse anssemeldrt. (Line verbrannte Schauspielerin.) In ^alafsa.Vyarmat ereignete sich am 3. d. M. folgender Fall: «it Gchauspielerin «tmma Balazil entfernte sich nach dem zwei» l" «lcte drs Vollöschauspiel« „Preciosa" in ihre Garderobe, «ls " eine sallen^elassene Vroscbe mit der ilerze suchte, lam ibr l'chles Tarlatanlleib der Flamme zu nahe, und in einem Nu ^'nd die Unglückliche in lichterlohen Flammen. Das Publikum "berlie dcn Vlauch und einzelne stürmten unter dem «use "Heuer!" zur Thilre. Feuerwehrmänner eilten aus die Vllhne ""b versuchten die brennenden Fehen von der Nermften herab Ü"^"' ^ "^^ ^"^ tluchtete nichts; die unglilckliche Schau-^lerin wurde ohnmächtig in ihre Wohnung getragen, wo sie "»ritten Tage darauf unter entsetzlichen Qualen ihren Veift '«hab. — (Adolf «nderfen.) der berühmte Schachspieler, 'tt btreil« iu feinem neunten rebtn»j»t 1852 Professor d«r Mathematil an dem FriedrichS"H,mn°sium. - lDie « ifilenlarle.) Ein ansgeblasener Schauspieler ^« von einem Necenfenlu, scharf gel«d,lt lo,iden. Da« «rgerle ^ leimen ganz gewaUig. In feinem Dllnlel nahm er ein Gtllcl ^pill. schrieb darauf: „Sch°f»lopf!" und lleblc r», als der Me» .^l ausgegangln war, an deffen Stubenlhüre. Der Krilller ,^ Ia« und merlle fofort den Urheber, «nbern läge« zog er ^"> Frack an. ging zu dem Schaufpieler und fagte: „Sic '^ «ich besucht und Ihre Visilenlarle zurllckgelossen; ich halte '' ^l m«u», Pflicht. Ihnen meinen Gegenbesuch zu machen." "(TezoeiN und gewonnen.) In Vramischweig ^ . /" ^'t zwei Waisenlnaben, welche die i!olterie ziehen, da« ^ ,"" ^<" fllr ftch felbfi gezogen. Kürzlich h°tte der «ollectem D. ^ " Gewinn von 30.000 Vlarl gemacht, und e« lam« infolge' ^'" bie h-idtn W«„stnln«ben ,u ihm. um ihre Glückwünsche ^bling^ Die Jungen erhielten, wie da, f« lldlich. ein Geld« tz^"l. ,,,er auch zugleich em «cht,l-i?o« zur jetzigen Lotterie. ^' l°nn,sn gieich im Sa«le ihr «nrecht gellend machen, da sie dummer mi, hatten. , ^ (Wolf nnd Och«.) «u« Nsu.Vradi«ca wird fol, ^ H " Fall mitgetheilt: In einer von W0lsen ziemlich oft Heim» ^ten 'e sonst „no auch fehr ausge.eg« nach Häuf,, uud ein Och», j ,^'""»" fi^ll« Thier, fehlte, «m nüchften Morgen wurden , l>e,<»NUt,n Weideplätze der Thiere durchforscht, lange ohne Re« ^ >y"'' bi« endlich in emlr Parüe V°l° der Och« nelunden h" «l»,r wie sah er au»? «°>lenden »uge, und gefculten! ,^« druckt, er mll aller Kr°il sciuer Kl.ru eiucn Wols °u ^" ^ucheustamm. welchll unler diescm Drucke lllngst verendet tz' ^ °ber der Och« war auch erstarrt und muhte an Ort und ^ U'lchl°g,n wilden. So h°l'e dicsc« Thier den Räuber k,!'" "" vorigen Nachmilta« dulch Zufall an die Vuch« ge. ,," U"° ha.,5. «,.f»ng« »«« 3"lchl. lpil'" de« eingetretenen ^>" halber denselben nicht mehr losgclossen. ^ ^ (Torpedo-Fänger.) Der ,Mg, Zlg." schreibt tz^ Die fur d-e Tlllle« <° hochllfreuliche Llnuahme von ^"l"l«,le iu Musflfch.Koulosien foll auch da« Problem der «I, ''»""« der Vesahll.chllil >er Torpedo« gel«,«l h°l»en Fischer ktb,," l°'>l°slschcn lliifie sollen sich bei den tiirlischm VehOrden 1,.« ''»den. die von den Russen «.legten Torpedo« wegzuneh. h ' ""»l«r sie pio Slllck nur 1 kira (23 Fronc«) verlang»««, "üd ^°"e. he.ß, s«. hal», ihnen b i?ira pro Slück zugestanden. ^l<,'" ^" That s°ll diese gesährliche Fischerei stattgefunden und »!, ^"'n Tauchsi im Schwarzen Meere der o'manifchm Flotle ^'"n^.rm.g „n die «llste bei Suchumlale fo erleichlerl »X, z.' ^ e, gtlaug. den Platz zu bombardieren und Tschtrlesfm ^ f ^ lu setz'«. Die Fischer sollen bereit fein. überall lilng« «»„ ''^'lch'n z,'it,os!°' ''«en einziges, «'rieflastcn wie bei nn«, fondcrn je nach "^lglli, be« Platze« eine glllhere oder geringere «nzohl, nämlich einen Kasten für die Glodtbriest, einen anderen fltr Vrirfe nach Anderen Orten de«sllben Slaale« der Uuion, einen drillen jllr die llbrigeu Staaten der Union, einen vierten flir SUoamllilo. eine «lnzahl fUr, die verfchiedenen europliifchen Vl»atel! uud eine weitere Zahl fllr alle anderen kllnber. Diese Einrichtung erfrort der Postverwallung viel Zeit und «rbeil und nach zuverlllsfigen «lusfagen vollzieht do« Puhlilum diese Ver> lheilung der Korrefpondeuz fehc gu>. Li»e undere Linrichtung der »mcrilllnilchen Posten sind di« nummerierten Kasten flir da« lorrespondicrcnde Publilum, Jede» h»,>d!ung«hl>ue hat auf bei Post einen Kafien. worin die fllr d»»felbe angekommenen Vriese und Packele gelegt werden. Der Schlüssel dazu befindet fich in seinen Händen, man schickt fo oft man will nach der Post. um feinen Kasten zu leeren. u»d der Vole hat nicht am Schalter aus die Verlhcilung zu warten. In Newyorl gibt e« llber 18,000, in Philadelphia «000 solcher Prlvalbrieflllfte». fokales. Auö der t. k. Landwirthschaftsgejells chaft für Kram. Ucbrr die Sonntag dcn 10. d. M. unter dem Vor sihc deS Gesellschaflspräsidenttn Karl Freiherr von Wurzbach und in Anwesenheit von scchs Ausschußmitgliedern abgehaltene Monatssihung des 6cn» tralausschusseS drr l. l. pandwirthsch afts-Grsellschaft in ^aibach theilen wir nachstehenden Prololollsauszug mit. Der Präsident trägt vor: 1) Einen Vcricht sammt Sitliationsplan der Forst, section an das l. l. Ackerbaummistrrium, betreffend die Aufforstung ohne Staalsllllshilfe des Volovec bei Kaibach. Wird brschlosscn, dieses Elaborat befürwortend an das Ministerium zu leiten. 2.) Enlgrgln einer Vorstellung drr Rudolfswerthlr Filiale, die Pferde, und Biehprümiicrung wegen drr Weinlese am I. oder ^. Oltobcr zu vollziehen, wird der früher grfaßtc Vrschluß, daß die Pfcrdrprümiierung am 10., und die Vichprämiicrung am N. Oltobcr ab» zuhalten fei, aufrechterhallcn. Bcldc Prämiierungcn wer» den an dcn genannten Tagen in bcm hiczu überlassenen Kasrrnhofc stattfinden. Für die Prämiierung der Pferde sind 1300 Silberguldcn, für jene des Rindviehes 75^) fl. bestimmt. 3.) Die Filiale Rudolfswcrlh berichtet neuerdings, daß die Filialrcchmlng des frühern Vorstandes noch immer nicht vorliegt. Wird beschlossen, eine Nbfchrift hievon dem ehe« maligen Borstande einzusenden und ihn nochmals drin» gendst zu ersuchen, diesen Gegenstand ehebaldigst zu Ende zu fuhren. EÄ. Scho llm ayer beantragt, diese Anaelsacnhlil günzlich fallen zu lassen, da sowol bei der Gesellschaft wie auch bei den Filialen jede Evidenzhaltuna fehlt und mehrere Filialen vi^.^-v^ der Gcfellschaft sich in dcr gleichen oder einer ähnlichen Lage befinden und man demnach gegen alle diese gleichfalls klagbar auftreten müßte. Es obwalten eben ganz eigenthümliche Umstünde und es müssen wesentlich andere Schritte ergriffen werden, damit die ttandwirlhschaflsgesellschaft intensiver wirken könne, als dies bis jetzt möglich war. CA. Dr. Ahazhizh spricht sich im gleichen Sinne a^s und betont, daß es unbedingt nothwendig erscheint, recht baldige Umgestaltungen einzuleiten. Ulber Antrag des Präsidenten wird Doktor Ahazhizh ersucht, eine Skizze zu entwerfen, in welcher Art und Weise eine Reorganisation drr Gesellschaft«, beslimmungen vorzunehmen wäre, wobei schließlich noch Dr. Peter Kozler auf den s 34 der Statuten der-weist. 4.) Die ^andescommission zur Hebung der Pferde» zucht übersendet 1(.'0 Exemplare Plakate über die in diesem Jahre in Krain abzuhaltenden Pferdeprämiierun-gen. Dieselben werden an die Filialen versendet. 5.) Die Filiale Rlidolfswcrth ersucht um 400 fl. Slaalbsubvenlion zur Anschaffung von edlen Rebsorlen und zur Erziclung cineS guten, einheitlichen Nebensatzes. ^ Unler Hinweisung aus einen jüngst crflossenen ein» schlägigen Ministerialcrlas; wird die Filiale davon ver< ständigt, daß zu diesen Zwecken leine Subventionen mehr gegeben werden. Vizepräsident Dr. Peter Koslcr be- ^ tont diesbezüglich die traurigen Erfahrungen, welche man an dcn früheren subventionierten Rebschulen in Krain gemacht hat. ^ 6.) Die Laibachcr Handelskammer übersendet eine Aufforderung der Wiener AusslclluugScDmmission zur Weltausstellung IX7tt in Paris mit dcr Angabc, welche lnndwirlhschaftliche Artilel Krain in Paris hauptsächlich zur Schau bringen sollte. Wird mit der Bemerkung zur Kenntnis genom» men, daft sich die lrainische ^andwirthschaftsgesellschafl au der Pariser Weltausstellung nicht zu lnlheiligcn gr-dcnlt. ' CA. Schollmaycr bedauert, daß der Act wegen der Beschickung der Pariser Ausstellung nicht in einer Sitzung oder wenigstens im Cireulationswegc unter dcn ^ Mitgliedern erledigt worden sei. Da die meisten ^and« Wirthschaftsgesellschaften Oesterreichs sich mittelst Collectiv-Ausstellungen belheillgen, so hätte wol auch Kr a in dies thun können, umsomehr, als die hiczu nöthigen Utensilien von der Wiener Ausstellung noch vorhanden sind. Der Präsident spricht fich im gegentheiligen Sinne auS, da Krain ohnehin nichts Hervorragendes, außer Gctreidearten, Aehren n., zur Schau bringen könnte. 7.) Ein Kostenüberschlaa für Reparaturen an den Gebäuden der Hufbeschlag'Lehranftalt in Laibach und an der Wohnung des Lehrers Skale mit 719 fl. wird vorgelegt und zur Prüfung dem aus den Herren F. H. Souvan fen., Dr. Ahazhizh und Schollmayer bestehenden Comit6 überwiesen. «) Das l. l. Ackerbauministerium erlaßt eine Verordnung wegen Vcrbreiluna, der Kultur von Korbweiden. Ueber Antrag Schollmayers wird dieselbe der Forstsection zugewiesen und entsprechend veröffentlicht werden. l>.) Herr Josef Ermacora, Kunstgartner in ^aibach, wird einstimmig zum Mitgliede gewählt. — (Kommando »Uebernahme) Der Kommandant de» Infanttlic.Rlgimcnt» Freiherr o. Knhn Nr. 17. Oberst Th. v. Vraumuller, ist Sam«l»g von seinem zweimonat» lichen Urlaube au« Fraulreich nnd England in Triest eingerückt und Hot am selben Tage da« Kommando be« genannten Regi» menl« wieder übernommen. — (Gpenoe für die Feuerwehr.) In d»ntt>»rer Anerkennung der gelegentlich be« jllxgsten Neinen Vrande« in der Laibacher Spinnfabrit von der hiesigen freiwilligen Feuerwehr geleisteten raschen und erfolgrelchen Hilfeleistung ging dem genannten Institute flllens de« Direllor» der Spinnfabrif, Herrn Kr»np, die namhaftt Spende von 100 fi. zu — (Hanbel«lammersihung.) Die Handel«, und Oewerbelammer ftlr Krain hüll tlbermorgrn den 15, b. Vl, um 5 Uhr nachmiüoa.» im stllbtischen Vlagistr««« lllllle eme ordentliche vffcnlliche Sitzung ab. Die Iage«< «ldnung derftlben besteht au« folgenden Punllen: I.) V»l' loge de« Sihnng«prolololle« vom 6. Npril 1877. «.) Vefchllft» bericht. 3.) Verichl te« ssüMMtrselretäts tlber den Vtand ber «rbeüen de« hllfigen Filielcomili« fUr bi, Parifer Nn»fiellung I«78. 4.) Ve.ichle der 1. Gertion: ») infolge Handel«minifisli»l-Erlasse» über einen «llitrag, betreffend d»e fpezielle Norwiernng der Verwendung von jugendlichen Hilfsarbeitern bei einzelnen gesnnd« hs!l»!chzvlichen ^twerbsbelrietien; b) llber die Zufchrij« ber Sllzburger KaniM'l, betreffend eine Petition an d>» hoh, »b. geordnelenhau», damit für alle jene bi» Vnbe be« Jahre« 1«76 aüSgsfislllen und yraffiilllg ertlllrlen Vlechnnngen »olle Vtr«s« Nachsicht gewühlt werben möchte. 5> Vnichle der IU. Section.-») Ubcr do» Vesuch der Sladtgemeind, Vollsche, n« die s,n« cession zweier Jahr» nnb v,ehm«rlle; d) tlber die vom Herrn limllnuel Schieldrr beantragle Einführung neuer VoNslaHi^ Korrefpondenzbrieft V.) »llfüllige fonstige »nlrllg' — (Vestlegelfcheiben) Da« nach dreiwochsiiilich^ Douei am tt. b. Vt. geschlossene «estlegelscheiben zu« V,rlh„le dert'aibacher freiwilligen Feuern», hl f«hr«e d,m genannlrn Institute — D»nl b,r »ohlwollsnt>,n UnterstUhung feiten« dc« Vastwirthe« Her^rl Äu,r, d,r m Nnb,trach» be» wohl-ihlltigen Zwecke« die Venutzung der Vahn sammt Velenchlun« unentgeltlich überlassen halte — eln Reinerttlgni« von 1 4 3 st. 37 tr. zu. Geschoben wurden im ganzen I7s7 Serien — Son»-tag ben 10. b. M. begann im Vaslhanse zum „Stern" o«» z^, Vefien de» hiesigen »rbeiltr^Klanlenverein« in Szene gesetzte Veftlegelscheiben, Die Vetheiligung in den erst,n drei tagm N»«r eine z,«mlich lebhafte und wurden bereit« ^w» 3!X, Serien geschoben T»,r höchste errelchle Kegelzahl betrügt 19. — lbe 10ttO der letzten Jahre anerkannt wurde. Dasselbe bildet ein weihe« volle« Trinnernngsblatl »n den unvergeßlichen Kaiser, welchem selbst die Ocguer die edelsten und relnsten Absichten nicht abzusprechen wagen. Jedem Oefterreicher, der sllr die Geschichte seines Va« lerlandes und die Grüßen desselben noch etwas Interesse bewahrt hat, wlrb ein solche« Ermnerung«blatt theuer und wnth sein. Außerdem find zwei Stiche: „Morgen und Nbend« von Ma«z»l, gestochen von Willmanns, sowie die Radierung „Jägers gute Nacht" an» dem «iytlu« »Na« der Mond bescheinl", gestochen von Via«zal, ale Prilmienb latter bestimmt. Ne, der Vnde Juni d. I. stattfindenden Gewinnfiveilosung sind die Oelgemllde: Pilt» ner: Erinnerung an Venedig, 500 fi.; Schilnreiler: Gebirgssee; Schufter: Fallenjagd ; G-rasch : La,d«lnecht. 300 st.; Gerasch : Studienlopf, 100 st.; Haag : Pserdestücl, 50 st.; ferner Aquarelle mid Farbendrucke sowie sehr werlhoolle Stiche in Glas und Rahmen al« Treffer bestimmt. Lln Antheilschein, welcher al« Los mitspielt und auf den in jedem Falle eines der obigen Prümien» diktier entfällt, lostet nur 3 fi. äst. W. und dürfte somit allen, deneu es um eine geschmackvolle und billige Zimmerzierde zuthun ist, eine wllllommene Gelegenheit bieten, sich letztere zu verschaffen, — (Abftrasung.) Gestern fand beim hiesigen ftäbllsch-delegierten Vezirtsgerichle die Strafverhandlnng gegen den Tischler, gesellen Anton Lelan au« Umerschischla statt, von dessen vor-gestern im Kasinogarlell unleruommenem Diebstahlsveisnche wir in der gestrigen Nummer berichtet hallen. Derselbe entpuppte sich de» der Verhandlung als ein wegen Diebftahl bereit« zwnma und wegen Landstreicher« einmal abgestraftes, slcherhcilsgcsilhrllche« Indivlduum uud wurde, 02 er der Thal im übrigen geständig »ar, btlder Ueberlretungen abeimal« schuldig eilannl und zu dreiwiichenllich:m, durch ze zwei Fasttage in der Woche verschärftem Arreste verurtheilt. Unter einem wuide die Zulässig-leit seiner Auhalluug in einer Zwangsarbeitsanstall ausgesprochen. — nlbt>lung der durchgehenden Per-lonenzUge für Fahrten früh nach und »bcnd« von Laidach für da« Pudlllum leluesweg« günstig lst. Wir sind daher überzeugt, daß die lHinfUhlung des neuen gemischten Zuges, der insdeson« d«s für dle Landbewohner der Strecke Laidach-Zlttinbrück einem dilngendtn Vedülfnisse mlfpilcht, vielseil« mit Danl begrüßt wer» den wird. -^ (Neue Telegrafenftalion.) In Salvore zwischen Umogo'Pirano wurde am 9. d. M. ein« Semafo» Station mit beschränktem Tagbienfte für Staat«« und Privat-Korrespondenzen eröffnet. — (Heimat.) Die soeben erschienene Nummer 37 des illustrierten Fam»l«enblalte« „Die He'mal" enthalt: Da« Hau» Fragsteln. Roman von Friedrich Uhl, (Forlsetzung,) -»Der Spielmann unter der Dorflinde." Illustration van L. Klinisch, («ns einer demnächst erscheinenden Lieferung, de« Prachlwerle«: »Germania." Verlag von W. Spemann in Stuttgail) Nach« ligall und Fall. (N,ch Nisami ) Gedicht von Friedlich Bodeliftevt. — Die nur einmal lieben. Roman von Htoriz Iota« Axtori» fierte Uebellragung an« dem Ungarischen von N, D 1) — Geologische slizzen. Von Pros, Franz loula. ^. ig der Gebirge. — Conclave. Von Dr. «arl Landftclüer. y5>, b8, 13. Ein Genrebild von Ludwig Hevesi. Nach Gemälden üster-relchischcr Kllnltler: „Lotlerleschweftern." Van Prüf. Karl Vloa«. — Vildende Kunss. Die hiftorische Kunfiousstclllmg ,n drr Wie. ner Atademie. III. (Schlußartllel.j — «riegsblldli. Au» «nmä> nien. Von Dr. Otto Groß. — «u« aller Welt. Danksagung. Herr Au er, dessen WohllhätigleilSsinn sich sllr humane Institute schon so ost documentierte, bat auch jetzt wieder bei dem vom 19. Mai bis 9. Juni zum Besten der hiesigen freiwilligen Feuerwehr arrangierten Vefttegelscheiben den fllr die Kegelbahn sowie für die Veleuchtung entfallenden Vetrag dem freiw. Feuer-wehivereine zum Veschenl gemacht, wodurch das Ergebnis dieses Arrangements bedeutend erhöht wurde. Wir fühlen uns angenehm verpflichtet, Herrn Au er hierfür unfern besten Danl abzustatten. Laib ach. 12. I»ni 1877. Has llomit«. Neueste Post. (Orissinal'Telegramme der „Laib. Zeitung.") Wien, 12. Juni. Dle „Politische Korrespondenz" meldet aus Cattaro: Nach bkslündigem Kampfe bei srstac zogen sich die Montenegriner nach Banjani zurück. Die Verlusts, betragen beiderseits mehrere Tausend. Infolge Einbruches einer starken türkischen Abtheilung bei Vassojtvit ziehen sich die Montenegriner zuiück; da« Hauptquartier des surften wurde nach Ostrog zurück« verlegt. Velgrad, 12. Juni. Fürst Milan reist übermorgen nach Plojeschli zur Ncgrüßung des russischen Kaisers, wovon die Pforte offiziell verständiget wurde. ztonstautinopel, 12. Juni Kars widersteht, die Russen sollen Olti geräumt haben. Mulhlar steht bei l^ewin. Aus Vatum wird ein Gefecht zwischen Irregu» lären und Russen gemeldet. In Suchumtale werden Freiwilligen'Vataillone aus Elngebornen organisiert. — Der Gouverneur von Syrien meldet die Niederwerfung des Rebellenstammes.__________ Bukarest. 11. Juni. (Presse.) Das russische Hauptquartier soll auch Alexandria kommen, wohin be» reits russische Quarliermeister abgegangen find. Man errichtet dort 30 Sanitüts-Varacken. Konstantinopel, 11. Juni. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden ycgen die vor Sn-lina ankernden linkischen Panzerschiffe fünf russische Torpedoboote abgelassen. Durch das Feuer der türkischen Schiffe wurden zwei derselben zum Sinken gebracht und die sie bedienende Marincmannschaft gefangen genommen, wührend die übrigen Boote gegen Kilia zurückkehrten, Drei Torpedos explodierten, ohne die türkischen Schiffe zu beschädigen. — Die Kämpfe mit den Montenegrinern oor Spusch und in der Richtung von Podgoriza dauern fort. — Ein Telegramm Mulhtar Paschas von gestern meldet, daß eine zwischen Kars und Eczerum gestandene russische Colonne gegen Kars zurückgegangen sei. Pera, 11. Juni. Wie am 2. d. schon gemeldet wurde, haben sich die Montenegriner auf drei verschiedenen Punkten in Bewegung geseht. Suleiman Pascha, der ihnen nun entgegenzog, griff sie auf den Höhen, die fit zwischen Orlala und Krstac beseht halten, an; nach einem hartnäckigen Kampfe haben die kaiserlichen Trup» pen alle Stellungen der Montenegriner eingenommen, ebenso anch das gort von Krstac. Infolge dieser Niederlage wurde die Belagerung von Istop aufgehoben. All Saib Pascha. Kommandant der Division von Scu« tarl, hat zu gleicher Zeit und ohne kgend welches Hin» dernis mehrere »richtige Positionen genommen, und zur selben Zeit hat sich der Vrigadegeneral Hadschl Hus» sein Pascha der Verschanzungen von Ienilüi, Senk und Voyalalo bemächtigt. Mehemet Ali Pascha, Kommandant von Novibazar, telegrafiert ebenfalls, daß er die Montenegriner ge> schlagen habe und daß unsere Truppen siegreich bis Achoik Vala, eine Stunde Weges im Montenegrinischen, vorgedrungen sind. In diesen Kämpfen erlitten die Montenegriner große Verluste; dagegen wurden drei Bewohner von Isbaz, die lebendig in die Hände der Insurgenten fielen, an ihren Nasen, ihren kippen und Armen verstümmelt. Außerdem haben die Montenegriner einem Kinde von eilf Jahren den Kopf abgeschnitten und zwei Frauen uud zwei Männer, sämmtliche Christen, massakriert. Telegrafischer »ecksellmrs vom Is. Illlii. Papier - stente 61 35. Silber-Rente ««40. -Gob« «ente 72 90 — 1860er Slaat«-«nltheu 11175. «anl-«ctlen 783- . Kredil-Nctien 143 70. — London 125 30. - Silber 1115t). K. l. Mun,-Dul»ten 596. - Napoleonsd'or 1003/. — 100 «eich«mar< «1 60. Wien, 12. Juni. Zwei Uhr nachmittag«. (Schlußlurle.) Kreditactim 14380. 1U60er Lose 11150. 1U54er Lose 131'^ österreichische «ente in Papier 61 35. «t°at«b»hn 228-50. «oll" babn 18« 75, 8(!.Franle,ftü' bandit. Besitzer. Thurn. — Schwalawöly, Privat. Pest- ^ Iuqovic, Slraziö. .,. Hotel Elefant, «o^ub. «ltlal. ^ «ernetll. Kapitän, s. ssa"'"/ und Dr. Melzer. ssressattsnarzt. Triest. — Hieber, Setretül^ Gattin, und Wacter, Vesiherin, Marburss, — Satller. ^"' sskiueur. und zropmayer, lihorzan. — Oberftrinei, M"«' dssitzsl, Graz. Vlohren. Iettlli. Kraindnrg. Nlls,nbsdt Mana. WisN^^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. 7U.M„. 738.4 -l-17, «.schwach hell» 12. 2 „ 3i. 735?z ^-2!>-« SO. schwach heiter "" 9 „ »l>. 738.4« >22.4 ,SW. schwach heiter ,„ Nllhalteud heilere Tage und Mchte. Tagsüber große v'^' ibend« Wellerleuchteil in Slldwrst. Da« Illgesmittel der M>" > 233'. »m 4 9' Über dem Normole. Verantwortlicher Nedacteur: Otlom«r Vambell' »rn<,t Mllelll, Handelsmann, gibt in seinem und im Viamen seiner «nciehörigeu die traurige Äiachri> vom Ableben seims innigst geliebten Binders, de« Herrn Carl Ztölkl, Vllgveiwalt« a. D. und llltalilÄlenbefih«, welcher heute nachmittags um '/«6 Uhr im 4^. Habtt seines Lebens nach längerem Leiden und Empl^ bei beil. Slelbesalramenle verschied. . ^ Die irdische hülle des theuren Verblichenen w"° am 13. d. M. um 6 Uhr nachmittags vom Trauet' hause au« — herrengasse Nr. 4 neu - aüf d^ Friedhofe zu Tt. Christoph zur ewigen Vtuhe bestatttl- U a i ball, am II. Juni 1877. ^. Danksattunn- F«r die sieundschasllichc und liebcvolle ^^ nähme während der Krankheit und die zahlreiche . ! gleitilng zur lehlcn Viubestätte unserer innigst 3" l ten Tochter, resp. Schwester ! Serasine Yaglas ^ sagen allen Verwandten, Freunden und Vtl^ ^n insbesondere aber dem verehrten v," ' !" ",.^fll>lt > Schillerinnen der diesigen Lehrern ^ >„e' und der Uedungsschule. suwie den ^^e,, > -^ ^,nl len schönen Kränze den »nnigflel,. llesgesii^tlnc" die trauernden Vllcrn und l^esck»^^ Wnvszn^T'ii'^s Wle«, 10. Juni. (I Uhr.» Die Vaist war ill günstiger Stimmung Staal«sond«, insbesondere 1839er Lose, bann Vahllwelthe. Franz Ioseph«'< »0 IN 2b . 18«0 (Fünftel) .... 1,950 12,1 — » '««4........ ,31 - 131 »0 Ung. Vrll«»en»»nl...... 72 50 73 - »reo,»,!'.......... ,68 50 i«r «t»»»t «ien 92- 92 50 D<,nan«siegulitrun,««^ost . . 104 50 105 — T>«milntn»P!aaddr,»ft . . . . igx— I89__ Oesterreichisch« Sch«ysch«tne. . 99 75 100 - Ung. «isenbahN'Nrl..... ^750 98 — Ung. Gchahbon« 0«» I. 1»?4 98 b« 3V -»nlehen d. «tadtgemnude «l-n in V. »......... »b7b 9s — «rn»de«llaftungs-ehlis«Nn»«r.....13350 1337b ««lomftte.Nnflalt......645 — 6b5 — »i«tion»lbanl.......779 — 7VI — Oeftlrr. Vanlgesellschaft . . . — — — linionhanl ........4S - 46 b«) «erlehr«banl .......77 — 78- wiener Banlnerein.....58— bv — Nctien von Transvort-Unterneh-mungen. «I«ld l»«< »llM.Vahn........101 - 101 L0 »°n«n.D«npschisi.' «tselllch«ft 832 — »34 — »lis»«,t»b,.Weft°»hn.....141 142 — ^erdinanb«,«ordbahn . . . IV60—18S5 - ««lb »«» Fran, - Joseph - Vahn .... 122- 1225«» O°l»,ische llar<-Lnd«l,.V2hn . 212.^ 2l» Kaschau-Oderberger Vahn . . 86 50 87' Lnnl»«ra,Cll,Il!fi Slaatsdahn 1. sm. . ' ' Ils-^ yZ-^ ^l!^al)n k N»/. . . - ' ' 9ii n" ^'^ »'/. . . ' ^ «l«lbb«hn. von« . . «-"'". ^^, ^Z »us kutsche PlllHe . - - ' ' l«<<«»» 1(,0b'/, di« 10-