Mbllcherch Zeitung. Nr. U7. «iänumelat!,n«Vze<»: I« «,«pto. n. ,,, h»ldj. fi. 5-50. »Ui b>« Zust«U»n« >»« bau« halt,. 50 kr. Vilt b« V»st »«nzi-st. »5, halb,, si. ? ,U. Montag, 22. Mai. 4 H«U«> »5 ll-, glotze», Pt. .»jnl« « ti.! br- 6ft««v 15,7«. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen. An die Eröffnungsrede des Präsidenten der öfter« reichischen Delegation. Dr. Rechbauer, anknüpfend, erklärt sich da« Vaterland mit jur zu wühle», zwischen Großmach: oder Ohnmacht. Die Neue freie Presse sieht in dem eben vollzogenen Eabinelswechsel in Konstantinopel den Beginn line« neuen Stadiums der orientalischen Frage. Von der Ernennung Hussein Nonl Pascha's zum SeraSlier dürfe wlln vor allem eine bessere, glücklichere und durchgrei» sende Kriegführung gegen die Insurgenten erwarten. Die Demonstration der Soflas, der Eabine!swechsel und die Zusammensetzung des Divans s«>im auch Beweise, daß man in Konstantmopel zunächst Herr seines Schicksals bleiben will. Das Fremdenblatt findet seine Voraussicht bestätigt, daß dle gegenwärtige dip'.omatische Kunstpause zur Verbreitung von beunruhigenden Gerüchten misbraucht werden würde. Namentlich sei es absolut ungerechtfcr. tigt, darin, daß die Antwort Englands auf das in Ber« lin vereinbarte Uctenstück noch ausstehe, ein beunruhigendes Symptom erblicken zu wollen. Auch die Tagespresse ist der Ansicht, daß Eng. land nur einige Bedenkzeit haben will und sich schließlich, schon um seines eigenen Voriheils willen, den Schrit» ten der anderen Machte anschließe!' werde. Die Presse erörtert, unter Hinweis auf die lttz-ttn Vorgänge in Konstanlinopel, den eventuellen Fall, öle dortigen europäischen Unterthanen dulch Entsendung lion Panzerflotttn in dic Dardancllen schützen zu müssen, Dem stehen allerdings die Bestimmungen der Convention der Dstroils enlgegen, wonach es fremden Kriegs« schiffen untersagt ist, in die Meerengen der Dardanellen und dtS Bosporus einzufahren. Eine Nespectierunn die» ser Louvmtion, meint das Vlatt, sei so lange mög-lich, als die otlomanische Regierung sich als Herrin der Hauptstadt erweist. Sollten aber die theologischen Ja. nitscharen sich der Herrschaft bemächtigen, so existiere mit diesen lein Meerengenvertrag und die Mächte wer. den wohl oder übel das Nothwendige gegen eine Kat«. strophe vorkehren müssen. Die Gazeta Uwowsla feiert den Triumph der umsichtigen Politik des Grafen Ändrassy in der orienta. ^hen Frage. Infolge der neuerlichen Bekräftigung der Solidarität Oesterreichs und Rußlands in dieser Frage haben die Verwickelungen in der Türkei ihren drohen-den Charakter verloren, welche (Konsequenzen immer der Versuch der Pacification der insurgierten Provinzen nach sich ziehen sollte. Der Mährische Correspondent constatiert, daß die Delegationen in ihrer gegenwärtigen Gestalt ftch keiner besonderen Sympathien zu erfreuen haben und appelliert an dieselben, dic auswärtige Politik in einer die Interessen der Völker der Monarchie fordernden Weise zu beeinflussen und ihr Maß und Richtung ,u geben. Die Mehrheit der italienischen «littler consta-tiert mit Befriedigung, daß alle äußerlich erkennbaren Symptome darauf hinweisen, daß den Drei-Kaiser. mächten an der Erhaltung des Friedens gelegen sei und daß sie von der orientalischen Frage alles fern halten wollen, was ju einer ernsthaften Verwicklung und zu einer Bedrohung des Friedens führen tonnte. Aus den Delegationen. Empfang bei Sr. Majestät dem Kaiser. Der Empfang beider Delegationen bei Sr. Majestät dem Kaiser fand am 18. d. M. vormittags unter her« lömmlichem Ceremonie! statt. Die Delegierten des Reichsraths hatten den Vortritt. Die Auffahrt begann kurz vor der angesetzten Stunde. Vor dcr Kettenbrücke und auf den» Schloßplatze stand eine Menge von Neugierigen, von den Zinnen der ofener Burg wehten seit morgens eine schwarz.gclbc Fahne und ungarische Tri-coloren. Zur Audienzzeit waren die Delegierten nahezu vollzählig erschienen und nahmen im Halbkreise Aufstellung; neben dem Throne standen Ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Andrassy, Freiherr v. Hc. lz -gethan und Freiherr o. Lasser, ferner General. Adjutant Baron Monorl, Olierfttämmercr Graf Erenne-oille nnd Gardccapüän FM8. v. ßratricsevics. Nachdem Se. Mujrstät der Kaiser erschienen war, hielt der Präsident der österreichischen Delegation Dr, Rech bau er cine Ansprache an Sr. Majestät, deren authentischen Wortlaut wir im nachstehenden anführen: „Getreu drm allösterreichischcn Gcistc, erachtet die Delegation deS österreichischen Rcichsratheö bei Beginn ihrer verfassungsmäßigen Thätigkeit, zu welcher sie, dem Rufe Eurer Majestät Folge leistend, herantritt, es als ihre crste patriotische Pflicht, mit warmer, ungehcuchrlter Loyalität E'.ircr Majestät ihre ehrfurchtsvolle Huldigung darzubringen. Geruhen Euere Majestät die Versicherung entgegenzunehmen, daß die von Eurer Majestät Regierung ein. > gebrachten Vorlagen der Gegenstand pflichteifriger Erwägung und gewissenhafter Beschlußfassung sein werden. Eingedenk der ihr zustehenden verfassungsmäßige» Rechte und Pflichten und der ihr obliegenden Verani wortlichkcit, wird die österreichische Delegation nicht an« stehen, im einträchtigen und harmonische»! Zusammen wirken mit der Delegation des ungarischen Reichstages in richtiger Würdigung der Gesammtmterefseu des Rei» ches jederzeit für da«, was die Integrität und Un« abhängiateit, Freiheit und Würde des Gesammtstaaks erfordert, opferwillig einzutreten. Andererseits wird sich aber auch dir Delegation im Interesse der von ihr vertretenen Vülter verpflichtet fühlen, bei ihren Beschlüssen die Grenzen möglichster Sparsamkeit gewissenhaft einzuhalten, und zwar um so mehr, als dic verheerenden Wirkungen der noch immer aildauernden vollswirthschaftlichen Krisis gebieterisch die möglichste Schonung der ^cislungstraft der Volter er< heischen. Mehr als je ist das Fnedensoedürfnis ein allgemeines und lief gefühltes, nm sich von den traurigen Wirkungen der vollswirthschaftlichcn Schäden wieber zu erholen. Wir hegen die feste Zuversicht, daß es der Weis. heit Eurer Majestät im Vereine mit Allerhöchstihren er< habenen Verbündeten gelingen werbe, den Weltfrieden auf dauernde Wcise zu sichern, auf daß es den Völkern ermöglicht werde, sich mit ganzer Kraft ihren Kultur-aufgaben hinzugeben und so das Vaterland wieder zu neuer Blüthe zu bringen, zum Wohle der Voller, zu« Glänze der Krone. In dieser Hoffnung, getragen von der Würmston Vaterlandsliebe und beseelt von den Gefühlen unw«mdel< barer Treue und Ergebenheit, bringen wir Eurer Majestät unsere ehrfurchtsvollste Huldigung in dem feierlichen Rufe dar: ..Hoch lebe Se. t. und t. Apostolische Ma-jestät unser erhabener Kaiser Fr«mz Joseph I.l Hoch! hoch! hoch!" Nachdem ftch die dreimaligen Hochrufe, welche von den versammelten Delegationemitnliebern stürmisch au»> gebracht wurden, gelegt hatten, geruhten Se. Majestilt die Ansprache Dr. Rechbauer« durch nachstehende Rede »llergnüdigst zu erwidern.- ,Die Versicherungen treuer Ergebenheit, welche Sle soeben an Mich gerichtet haben, erfüllen Mich mit aufrichtiger Genugthuung. Die Ereignisse' im Oriente haben, wie bei den befreundeten Herrschern der beiden großm Nachbarstaaten, so auch in Mir den Entschluß nur zu befestigen vermocht, das Verhältnis zwischen Unseren seichen zu einem noch näheren und innigeren zu ae» stalten. Ich hege die zuversichtliche Erwartung, daß es diesem Verhältnisse, sowie den vereinten Bemühungen der anderen europäischen Großstaaten, zu denen Wir gleichfalls in freundschaftlichen Beziehungen stehen, gelingen werde, durch ein aufrichtiges Zusammenwirken die Seg» nu«gen des europäischen Friedens zu erhallen. Feuilleton. Insubordination. l"t Erzählung nach den Mittheilungen eineS englisHen Seemannes. (stortsehunc,.) D «Ich spreche nicht mehr von den Folgen, welche ein n> Wr dieselbe dankbarer ist, als ich." b°bho',.s " Gewissen als Mensch und Ehrist. Herr Wich u, s' und meine Pflicht als Offizier verbieten mir, auofstn Ihnen zu schlagen, weil, wie das Duell auch li, woue, Sie durch dasselbe unglücklich werdcn." «in ft''. ..""Hut Dysart, ich ahnte es längst, daß Sie Hllng sind!« trat ein w"6'" antwortete er, uno zum erstenmale Stell, >! ^tgung des Zornes in seinem Gesichte an die ^r Furcht. l>er j,"^' e«n Feigling! Sie sind der feigst« Offizier, oll«!..;, l ^°"len ti„e« Kriegsschiffes betrat; aber Ihre l°f"rl . »l ^""' nichts helfen. Wenn sie sich nicht Nii«h "/'^ilßcn, u.il mir den Degen zu kreuzen, so ^u»eu lch Sie vor Zeugen, lasse die Aussagen dieser "b" zu, Protokoll nehmm und veröffentliche oltscs Prolololl, dabei Sorge tragend, daß die Kenntnis de<». selben del, Vords der Admiralität nicht entzogen werde. Sie haben die Wahl. . - . Entscheidm Sie sich!" „Herr Hobhouse," erwiderte DysaU endlich, .wenn Sie, da Sie anerkannt ein guter Fechter sind, mich zwingen, Ihnen mit dem Degen in der Hand Rede zu stehen, so ist dies kein Duell mehr. sondern ein Mord." „Ein Mord!" lächle ich höhnisch. „Lieutenant Dysart, ich weiß nicht, ob es unter den Fabrikarbeitern von Birmingham ober Manchester, in deren Mitte Sie geboren sind, Sitte ist, den Stock zu gebrauchen; aber das weiß ich. daß es unter litdildeten beuten für eine todtlicht Beleidigung gilt. aegen einen andern die Hand zu einem Schlage aufzuhebe», eine Beleidigung, die nur Blut zu sühnen vermag. Sie haben Ihren Stock gegen micb erl)oben. und indem Sie das gethan, muhte.i Sie darauf vorbereitet sein. deshalb von mir zur Rechenschaft aezogen ;u werden, und infolge dessen Ihre Maßregln treffen. Haben Sie dies nicht gethan, so ist es Ihre Schuld; jedenfalls können Sle mich n.chl dafür verant. wortlich machen, daß S>e nur axmahend, nicht aber klug sind. UebligtnS h°be ich Ihnen ja auch bereits Pistolen angeboten, wenn dltse Ihnen lieber sind. ..Gut, Herr Hobhouse, g'tt, Sie zwingen mich dazu." und so «erde ich den» nicht Anstand nehmen, mich' mit Ihnen zu schlagen, aber erst morgen, nicht jetzt, nicht in diesem »uge.'bllck." Ha! Vielleicht, um am Bord des .Neptm," ein Kriegsgericht zum Sekundanten zu wühlen?" Wie. Sie glauben?" fragte Lieutenant Dysart, und die Blässe seiner Wangen machte einen Augenblick einer brennenden Riilhc Platz. ..Von Ihnen glaube ich alles, jede Niederträchtig, keit wenigstens!" „Aber ich schlage mich nicht ohne Zeuaen!" aüt-wortete Dysart trotzig. ..Diesen Einwand habe ich vorausgesehen und darum für ein Paar unverwerfliche Zeugen gesorgt. Daß ich diese meine Zeugen nicht nuch zu Ohrenzeugen unserer Unterredung machte, geschah au« Rücksicht für die Uniform, welche Sie tvagcn. Ich wußle, daß Sie feige find, und ich mochte die englische Maril'tunisor», nicht durch las Schauspiel Ihrer Feigheil complomiltie. ren. Hollah! Hierher, meine Freunde!" Bei lmiiltm Rufe tauchten Forcard und Schweiger aus dem Schalle» der Myrlhen und Tamarinden auf. „Herr Forcard, Eapiliin der „Iiubellc"! Herr Dysart, Lieutenant des „Neptun"! — Herr Schweiger! Herr Dysart'/' Meine beiden Zeugen arühten, ohne baß Lieutenant Dysart jedoch ihren Gruß erwiderte, statt dessen »nur. melte er etwa« wie einen Fluch, oder eine Verwünschung zwischen den Zahnen; auf seinem Gesichte zeigte sich aufs neue j?ne fahle Blässe, die dasselbe nur momentan verlassen halle. „Meine Herren," hub ich, zu meinen Zeugen gewandt, an, ..Lieutenant Dysart wird mir die Ehre erweisen, mit mir den Degen zu kreuzen. Gie, meine Herren, sind einz«laden, den» Kampfe uls Zeugn, beizu« wohnen." „Und Sie, meine Herren." ergliff Dysarl oa« Wort. ..fordere ich auf, mir zu bezeugen, baß ich Herrn Hobhouse daraus aufmliljam »emacht habe, daß da« Duell, welch:« einzugehen er mich moralijch zwingt ein ungesetzlicher Schritt ist; cmch muß ich es Ihrem'Er- 898 «uch hasse Ich, daß die Bestrebungen der Mächte, die Pforte in den Aufgaben der dauernden Pacification ihrer insurgierten Provinzen zu unterstütztn, nicht er-folgloS bleiben werden. Sie werden in den Vorlagen, welche Ihnen als da« Ergebnis der Berathung Meiner Regierungen zugehen »erden, das Bestreben erkennen, alle Anforderungen auszuschließen, welche nicht durch die Rücksicht auf die Wehrtraft der Monarchie geboten erscheinen. Indem Ich dem bewährten Eifer und der patrio« tischen Hinaebuna, mit welcher Sie sich Ihrer ver, fassungsmäßigen Thätigkeit unterziehen werden, ver» trauensooll entgegensehe, heiße Ich Sie auf das herz. lichste willkommen." ____________ Vndget-Ausschuß. (Sitzung des Budget-Ausschusses der reichs räth-lichen Delegation vom 18. Mai.) Delegierter Dr. Weber referiert über das Oroi-narium des Budgets der Kriegsmarine. Die Titel 1 und 2 werden nach der Regierungsvorlage angenommen. Für Titel 3, „Dienst am Lande", wird über Antrag Giskra's der Netrag von 470,000 fl. (gegenüber der Negierungsoorlage mit 482,350 ft) eingestellt. Titel 4, „Dienst zur See", wird nach dem Antrage des Referenten nach der Regierungsvorlage mit 1.231,300 fl. angenommen. Titel 5, „Axstalten", wird mit dem Go sammtbetrage von 280,670 fl. nach der Regierungs« Vorlage angenommen. Bei Titel 6, „Instandhaltung, Ersatz und Betrieb des Flottenmateriales", entspinnt sich bei Subtitel H., „Materialanschaffung", eine längere Debatte, welche dadurch hervorgerufen wurde, daß infolge der im vorigen Jahre bezüglich der Verwendung inländischer Kohle zu Marinezwccken gefaßten Resolution nunmehr that« siichlich im Inlande bestellte Kohle verwendet und dadurch das Erfordernis dieses Titels um den Betrag von 210,000 fl. erhöht wurde. Wintersteiu unterstützt aufs wärmste die Beach« tung der über seinen Antrag im vorigen Jahre gefaßten Resolution mit der Versicherung, daß dieNordbahn-verwaltung bestrebt sein werde, im Falle einer größeren Bestellung der ostrauer Kohle für den Marinezweck ihren Tarif auf ein Minimum herabzusetzen. Demel spricht ebenfalls in Hinblick auf die Kohle des schlesischen Beckens in wärmster Weise für die Ver» Wendung inländischer Kohle. Subtitel ^ wird conform der Regierungsvorlage, dagegen Subtitcl L, „Arbeitslöhne. Sicherheilsdienst, kluslagen für Frachten und dergleichen", über Dirimie. rung des Vorfitzenden gleichwie im Vorjahre mit der reducierten Summe von 795,600 fl. angenommen. Zwischen diesen beiden Subtlteln wird über Antrag des Referenten der Marineverwallung das Pirement eingeräumt. Bei Subtitel 0 wird die Post 1, ,,Case-mattschiss Drache", mit 541.360 fl. über Antrag des Referenten gestrichen, dagegen die Posten 2 bis 6 con-form der Regierungsvorlage angenommen und daher im Subtitel 0 im ganzen ein Betrag von 1.074.000 fl. eingestellt. Die Subtil,! 1), ll, k und tt werden con for« der Regierungsvorlage im Betrage von 150,000, respective 51,500. 57,700 und 68,000 fl. angenommen. Titel 7, „Artillerie und Seeminen", wird under« imdert nach der Regierungsvorlage mit 218,700 fi. ein» gestellt. Bei Titel 9, „Land- und Wasserbauten", wird über Antrag des Referenten die Summe von 3054 ft. mefsen überlassen. Herr Schweiger, zu entscheiden, in »ie weit Ihre Eigenschaft als Beamter des Königs von England Ihnen erlaubt, bei einem Acte, den die eng« tischen Gesetze verbieten, als Zeuge zu fungieren." «Sie find über meine Eigenschaft vollständig im Irrthume, Lieutenant Dysart," antwortete Schweiger mit Ruhe. „Ich bin zwar Secretär des britischen Eon» sul«, aber ich stehe in leiner Beziehung zur englischen «eglerung.« ..Genug der Wort«!" unterbrach ich Lieutenant Dy> sart, der eben den Mund zu ein:r Erwiderung öffnete. „Machen Sie'S kurz, ziehen Sie vom Leder, oder ich erkläre Sie für einen Poltron!" „Poltron!" schrie Dyjart, und abermals flammt« auf feiner Stirn die Rothe des Zorne« auf. „Sie wollen es, so sei es denn! Die Verantwortung auf Siel" Und dann stürzte er mit entblößtem Degen auf »ich los, ohne Zweifel in der Hoffnung, mich unoor» bereitet über den Haufen zu stechen. Ich aber muhte, mit wem ich es zu thun hatte. Tom« Warnung war für mich nicht vergeblich gewesen. Ich war auf alles gefaßt: ein Gprung zur Seite entzog mich der Waffe «eines Gegners; im Nu zog ich meinen Degen, und tm nächsten Moment kreuzten sich unsere hell im Mond-schein blitzenden Klingen. Ich erkannte schnell, daß Lieutenant Dysart mich belogt« hatte, als er versicherte, mit der Führung des Degens unbekannt zu sein ; er focht im Gegentheil ausgezeichnet. Ich war weit entfernt, darüber betrübt zu s«ln; jetzt erst begann der Kampf, in meinen eigenen Augen die Bedeutung eines Gottesurtheiles anzunehmen ; mein Sieg soll mir ein Zeichen sein, daß meine Rache gerecht sei, daß «ott selbst sie billige. , iFl»ltl«tznn« l»lgt) gestrichen. Titel 9, „Besondere Marlneauslagtl-", wird mit 212,650 fl., Titel 10, „PersorgungSaMage»", mit 229,680 fl. conform der Regierungsvorlage angenommen. Zum Extraoroinarium übergehend, werden die Titel 5, 6, 7, 8 und 9 nach der Regierungsvorlage bewilligt. Bezüglich der Nachtragscreoite beantragt der Re> ferent, den Regierungsanlrag betreffend die Bewilligung zur Verwendung eine« Ersparnisses im Ordinarium des Titels 6, Subtitel I). Post 1 und 2 des Marinebudgets pro 1875 anzunehmen, und zwar in Form eine« Nachtragscredites pro 1876. Dieser Antrag wird nach einer lebhaften Debatte angenommen. Ferner wird über den NachtragS^redit pro 1876 der zu Titel 10, Subtitel ^ und L beanspruchte Nach. lragscredit für „Versoraungsaenüsse" per 2860 ft. genehmigt. Die Beschlußfassung über die NachtragScredit-forderungen für die Jahre 1873 und 1875 wird auf die nächste Sitzung verschoben. Die von der Regierung vorgelegte Beantwortung der im Vorjahre beschlossenen Resolution hinsichtlich der Beschaffung der inländischen Kohle zu Marinezwecken wird zur Kenntnis genommen. Schluß der Sitzung 8'/, Uhr. Die Vorgänge in Konstantinopel. Ueber die tumultarischen Straßen < Auftritte in Konstantinopel, die kürzlich den bekannten Ministerwech« sel an der hohen Pforte zur Folge hatten, sowie über die Stimmung im allgemeinen, die daselbst herrscht, bringt die „N. A. Ztg." einen hochinteressanten Bericht aus Pera vom 15. d. M. Die nach Kanstantinopel gelangten Nachrichten von den Ereignissen in Salonichi und in Bulgarien haben die Softas (Studierenden) in Konstantinopel in die größte Aufregung versetzt. Die jenen Distrikten ungehörigen, in Konftantinopel ihren Studien ubliegenden Softas machten sich sofort reisefer» tig, nachdem sie sich vorher in den Waffenladen Säb:l, Gewehre, Pistolen u. s. w. gekauft hatten. So hat die 500 Schüler zählende Staalsbeamtenschule gegenwärtig nur noch 100 Frequentanten. Am 10. d. morgens — so erzählt der Bericht, erstatter der „«. A. Ztg." — versammeltet, sich unge» fähr 20,000—25,000 Softas aus allen Sladlquartie-ren in der großen Moschee Sultans Suleiman, verrichteten ihr Gebet und gelobten durch einen Eid, fest zu« sammenzuhalten, leine unsauberen Elemente aus dem Pöbel unter sich zuzulassen und sich jeder Gewaltthätig, leit, gegen wen eS auch sei, zu enthalten. Auf die unüber« legten Aeußerungen einiger Individuen erklärten sie: „Die christlichen Unterthanen sind wie wir, ihr Leben, ihr Eigenthum, ihre Ehre ist wie unser Leben, unser Eigenthum, unsere Ehre; die Fremden sind unsere Gäste, und wir sind ihnen gastliche Aufnahme schuldig; wer anders handelt, der handelt gegen unsere heilige Rett-gion." Die ChodschaS, deren Gunst der Großoezier sich einen Tag vorher durch Verbesserung ihres Gehaltes gesichert hatte, wollten die Softas von ihrem Unternehmen zurückhalten; diese erwiederten: „Ihr lehrt uns Dog. matil, Logik, Metaphysik, während unsere Eltern, unsere Brüder, unsere Schwestern in Rumelien niedergemetzelt werden; wenn der Generalinspector der Studien uns verbietet, den Unsrigen zu Hilfe zu eilen, so verkauft ihr also um einige elende Silberlinge das Vaterland und das Leben, die Ehre und das Eigenthum eurer Mitbürger." In größter Ordnung, mit militärischer Disciplin. jedes fremde Element streng zurückweisend, bewegte sich der Zug nach der Pforte; ein Adjutant des Sultans kam ihnen entgegen, um ihre Wünsche zu vernehmen. „Wir wollen nichts; aber die jetzige Regierung taugt nichts; man vertröstet uns mit leeren Hoffnungen, und die Sachlage wird von Tag zu Tag schlechter." „Wen foll denn Se. Majestät zum Großoezier und zum Scheich ül Islam ernennen ?" „Das ist nicht unsere Sache, daS ist das ausschließliche Vorrecht Sr. Majestät. Aber die jetzige Verwaltung taugt nichts." Unterdessen hatte «in anderer Adjutant des Sultans dem Großoezier auf der Pforte das Slaatssiegel abgenommen und sich entfcint. Im folgte unmittelbar der Großoezier, der sich zu Fuß nach seinem bei der persischen Botschaft (in der Nähe der hohen Pforte) hallenden Wagen begab, die Porhänge des Wagens zuzog, um nicht gesehen zu werden, und so verfügte er sich nach dem Strand, um in sein Boot zu steigen. Die Straße von der persischen Gesandtschaft bis zum Landungsplatz« war mit SoftaS gedrängt voll be« setzt, aber niemand äußerte auch nur einen Laut. Beim Einsteigen in sein Boot rief ma« ihm blos ein Iucha nach. Eine Bekanntmachung zeigte noch am selben Tage an, daß tagsdarauf gegen 11 Uhr vormittags die Ernennung des neuen Großoeziers und des neuen Scheich ül Islam stattfinden solle, zu welchem Ende ausnahms« weise die hohe Pforte geöffnet sein werde. Gegen Abend verbreitete sich in Konstantinopel das unheimliche Gerücht, daß die Softas den russischen Not. schafter umbringen wollten; man sagt : General Igna« tie ff habe das Votschaftshotel durch Soldaten und Ka. nonen gesichert. Dies wird alles ein leere« Gerede sein. Die Sllftas sind blos gegen den Grohvezier aufgebracht, der als Türke und Muselmann eine russische Politik verfolge und seine Inspirationen aus der russischen Bot. lchaft hole. „General Ignatieff ist russischer Botschafter und macht gar kein Hehl daraus, er vertritt als solcher die Interessen seiner Heimat; dem Mann können n»r nichts anhaben; höchstens kann die Pforte feine Nbberu' fung von der russischen Regierung verlangen." 2s will» erzählt: General Ignatieff habe den Großoezier aufge« muntert auszuharren und Militär gegen die Canaille zu verwenden; und falls das Militär mit den Softas fraternisiere, loste es ihm blos ein Telegramm, um von Odessa 20,000 Kosaken hieher kommen zu lassen. --Der Großvczier soll auch den fremden GesandlschasM angezeigt haben, daß das Leben der Christen bedroht sei, weshalb sie ihren Untherthanen davon Anzeige M' chen möchten. Wegen dieses Schrittes verlangt man, daß dem Großuezier der Prozeß wegen HochoerrathS gt' macht werde." Das Cabinet Risttt in Serbien befindet sich gleich seinen Vorgängern in del bekannten Zwangslage zwischen dem Drängen der toben' den Kriegspartei und der totalen ffinanzebbe in de" Staatskassen. Der Regierungsantritt desselben ist W" ebenso vielen Befürchtungen als Hoffnungen b''grM worden. Mit Hoffnungen hauptsächlich deshalb, nie" die Organe dcr Omladina die neue Regierung als „eine Regierung des Kampfes" proclamiert haben. Nun ge^ aber daS alte Spiel wieder von neuem los. Das »eue Cabinet besinnt sich ebenso gut wie sein Vorgänger, ^ Schwert aus der Scheide zu ziehen, und dürfte diese Zögerungspolitik trotz des wahnsinnigen Kriegsgeschrei sels der Omladinisteu«Presse noch geraume Zeit fo^' setzen. Wenn aber selbst Ristic dem Drängen selncl Partei nachgeben wollte, er wüßte wahrlich nicht, n»e er es beqinnen sollte. Der nervu« ryrmn ^ul-e,ld»runl fehlt ja vollständig. Die sogenannte freiwillige Anleihe ist total verunglückt, was auch von der „Schmnadija offen constatiert wird. Gleichzeitig schlägt abrr das a^ nannte Glatt vor, die Regierung möge zur Ausgabe v^ ! Assignaten schreiten, die selbstverständlich Zwangscolll» haben müßten. Aber auch dieser Vorschlag läßt sich nicht leM > acceftticren. Inzwischen greift die Regierung zu Palliativ mitteln, die aber doch werthlos sind. So hat sie ^ Umlage ^auf die belgrader Gemeinde in der Höhe ^ 8500 Ducaten ausgeschrieben, welche dcr pennant Stupschtina-Ausschuß auf 12.000 erhöht hat. ^ diesem Gelde sollen die Armen der Hauptstadt währt" des Krieges erhalten werden. Unter den „Armen" s^ jedoch die Familien jener Lanowehrmänner genw^' welche ihren Weibern und Kindern keine SubsistenznWl hinterlassen können. Die Gemeinde Belgrad kann diese Summe unter den jetzigen traurigen ökonomischen M' Haltnissen kaum erschwingen. Konnte aber selbst di< Hauptstadt die mittellosen Familien der aus ihrer M'^ ausinarschierenden Landwehrmänner erhalten, so fragt^ sich, was mit jenen Familien geschehen soll, welchen ^ Oemeinden nicht zu Hilfe kommen könnten? Und >" dieser Lage würden die meisten Nuraigemeindeu scii«. Eine andere mit der Unsicherheit der politic Situation im Zusammcnhaugc stehende wirthschaft Angelegenheit ist die neuerlich ventilierte Frage ei»^ Moratoriums. Der Zweck einer solchen Maßregel s^ — nach dem „Istot" — der seil,, das Geld nichts ^ den» Lande stießen und den Krieg nicht mit leeren M» beginnen zu lassen. Die „Schumaoija" verwirft d^. Mittel, weil es — wie sie sagt - geeignet ist, ^ serbischen Credit im Auslande total zugrunde zu ri^,' ! abgesehen davon, daß die Proclamicruug eincö ^,„ ! toriums vor der Zeit dcr Türkei den letzten Oet^. l der Neaicrung offenbaren würde, da man zu cinll H. chen Maßregel nur an» Vorabende des Krieges ^ .^ Die Pforte würde dann — sagt das Blatt wei^',^, uns in einem für uns ungelegenen Zeitpunkte a>'s^ und große Gefahren über uns bringen. < guf Die Finanznoth drückt, wie man sieht, s^„dc alle Entschlüsse der Regierung, so daß sie nicht t"^ ist ist, etwas Entscheidendes zu uutcrnehnnn. ^ ^^iß die Armee jetzt brsscr ausgerüstet und organisiert/ 8 ^,„ sind die Rüstung» beinahe abgeschlossen, alle'"' ^ wirtlich den Krieg zu eröffnen, müßte mau ^ ^ ,,ve> ! Finanzminister betheuert - das Minimum ^ tta< ' Millionen Ducaten in den Kassen haben. OewH ^ vische „Patrioten" haben noch in, Herbste dcS ^..^icrl , versprochen, Geld vorzustrecken, allein bis jetzt st" ^r- l ihr Patriotismus noch immer bei dem dainaMl^ ^ » sprechen. Ohne Geld ist aber lein Krieg "bgll<" .^ die ? aus dieser finanziellen Sachlage schöpfen ih"^ ^cc Friedensfreunde, deren Zahl in Serbien auch n^ den Scheffel zu stellen ist, ihre, guten H°sf""''^ n^ Die österreichisch-türkische Uevcrlandpost, ^ ^^ Konstantinopel vi» Aelgrad.Nisch-Sophia omaler ^ ^ wird jetzt auf dieser Route nicht mehr ""eyre ' „„ Linie Sophia.Philippopcl.Sarcmbey von den ^", beunruhigt wird. Politische Uebersicht. „ Uaibach, 21. Mai. , Se. Einer Meldung der fresse" zufolge er ^.chische. Excellenz Gras Andrasfy heute abends '" "'"^ M' Finanzausschüsse, um über die schlüss zu geb n. Der Minister wird das M 837 berliner Conferenzen mittheilen, nicht aber das darauf dezugllchc Abkommen, weil letzteres der Pforte noch nicht offwell bekanntgegeben wurde. InBerlin gab es dlesertage eine kleine Minister, lnse, die aber jetzt beigelegt zu fein scheint. Der Finanz minister Camfthausen, so verlautete, wolle sich zurück-ziehen. Als Grund wurde einerseits die geplante Aende« rung der Zoll- und Wirtschaftspolitik angegeben, mit der sich Camfthausen nicht einverstanden erklärte, anderer' scits hieß es, daß Camphausen darauf bestand, mit der Mhrung der preußischen Stimme im Bundcsrathe be-tr»ut zu werden. Die Differenzen sind indessen, wie officiell ans Berlin gemeldet wird, beigelegt. Das preuß is che Herrenhaus hat den 18. o. die ReichS.Eisenbahnvorlage in erster Lesung mit 57 gegen 26 Stimmen angenommen. Der HandelSministcr Achenbach erklärte, es handle sich nicht um den Anlauf aller Vahnen, sonder«, um die Erwerbung der dominie-renoen Linien (auch der Mittelstaaten) für das Reich; Fürst Bismarck versicherte, daß durch die Beschlüsse des Landtages leine Pression auf den Bundesrath und den Reichstag ausgeübt werden solle. Die Stadt München hat den Patrioten auf die Cassation ihrer Wahlen eine energische Antwort gegeben; bei der Neuwahl der Wahlmünner haben die Liberalen wit noch viel größerer Majorität als das lehtemal ge» ^nt. Die Patrio'en brachten nur circa dreißig Wahl» Wärmer gegen 249 Liberale durch. Die Verhandlungen der französischen Depu» ^Ullltammer über die Amnestie-Anträge nehmen eine unerwartete Ausdehnung an. Den Höhepunkt dcr Debatte wird jedenfalls die Rcde Gambetla'S bilden, dessen Stellung zu der Frage sich seit den Ferien wesentlich, und zwar zu gunsten einer partiellen Amnestie, verändert haben soll. Nichtsdestoweniger ist die. Ablehnung sammt» licher Anträge als sicher vorauszusehen, zumal Dufaure entschieden die Cabmelsfrage gestellt hat. Man versichert übrigens, daß das Justizministerium die Liste der Com-munc»Verurthellltn, welche der Marschall Mac Mahon behufs eines Gnadenactes eingefordert, vollendet hat. Diese Liste soll, dem ..Moniteur Unioersel" zufolge, so umfassend sein, daß die Begnadigung, welche unmiltel-bür nach Schluß der Amnestie Debatte in den beiden Häusern der Oeffentlichleit übergeben werden soll, einer partiellen Amnestie gleichkäme. Gleichzeitig ist die Regierung nach der „Röpublique Hranfaise" beschäftigt, üne vollständige Liste der Personen zu entwerfen, welche sich infolge der Communt'Creignisse nach dem Auslande ge< sohlet haben. Aus Konstantinopel kommen noch immer Wer gefärbte Stlmmungsberichte, welche von der Auf-legung der christlichen Bevölkerung Zeugnis geben. So telegraphiert man der „Daily News" vom 12. d.M.: „In Konstantinopcl scheint ein AuSbruch bevorstehend zu sein. Alle Gesandtschaften haben Leute unier Waffen und baben um zweite Depeschenboote telegraphiert. Die britische Flotte !'! telegraphisch iu die Besslta Bai berufen worden. Privatdampfec und alle Depeschenboole der Gesandt, schaften waren in der letzten Nacht unter Dampf und die letzteren auf eine gemeinsame Action vorbereitet. Von den Botschaftern sind gemeinsam Anstalten getroffen worden für den gegenseitigen Schutz der Colonien ihrer Staatsangehörigen." Schließlich fügt der Correspondent der „Daily Aws" bei, daß die Softas die Ernennung Mehemed "uschdi's zum Präsidenten eines nationalen Parlaments Klangen. Wie man der „Kölnischen Zeitung" in einem Eigens sehr lürlenfreundl'ch gehaltenen Bericht aus ^nstantinopel schreibt, hätten die Softas den Sultan Mt, der eben spazieren gefahren war, abgefangen, 'tinen Wagen umfingt, und die Absetzung deS Groß- "Hers und deS Scheich ul Islam verlangt. Sie über- ^ben dem Sultan ihre A>'träge schriftlich und drangen ?"> Bescheid innerhalb dreier Stunden. Man weiß, daß " Padischah sich diesem Ultimatum gefügt hat. N Muthtar Pafcha kehrte von Mostar nach ^tschly zurück, um eine drille Expedition nach Nilsit "Unternehmen, nachdem sein Ansuchen, durch monlene. .,'"isches Gebiet Nilsic zu verproviantieren, von Mon- H" zurückgewiesen wurde. In Nllstc sind die Lebens. ^»Ünzlich auf die Neige gegangen. Hagesneuigkeiten. ^ Statistik der österreichischen Industrie. 4. h^N' bom l. l. Handelsministerium herausgegebenen Verleg.. " ..Nachrichten über Industrie, Handel und Nr«,, entnehmen wir nachstehende Daten über die ^^Wein-Industrie Oesterreichs: 'Nit w-^ Darstellung der Branntwein Industrie kann, ^bsctmMcht auf die jeweilige Besteuerung, in fünf oic'i4m theilt werden: Der erste Abschnitt umfaßt Tage ^lwaltungsjahre """ ^ November 1835 (dem Kumm > Elnführung der Verzehrungsstruer auf die Er-Al>s>e« nächsten Oesterreichifchen Jahrbuche«; die Einleitung zu diesem Heft bildet ein Thcll on« Grillparzer« „OttokarS Glück und Gndt", hierauf sulgen mehrere Aufsähe Über Oesterreich« Ge. schichte, wissenschaftliche und landwirthschaslllche Verhältnisse und z,im Schlüsse kommt ei»e historische Erzählung. — Es wurden solgcnde Herren in den Ausschuß gewählt: Vowitsch, «himani. Henn. Ilg, Manussi. Man». Ransonnet. Schreiber. Seidl und Eolumbu«. — (Ausstellung in Kensington.) Au« London. 13. Mai, schreibt man: Heute gegen Mittag besuchte die Königin in Vegleituna. der Kaiserin vo» Deutschland, der Prinzessin und de« Prinzen v«u Wale«, sowie dr« Herzog« von Edinburgh die Ausstellung wissenschaftlicher Apparate im »ensington.Museum. Obschon der Visuch privater Natur war, s° halten sich doch da« diplomatische Corp« und viele Würdenträger te« Reiches einge» funden und gaben den erlauchten Besuchern durch die Ausstel. lung«räume da« Telcitc. Dicht hinter der Königin und der deutschen Kaiserin gingen die Votschafler Oesterreich« und Deutsch, land«, die Glasen Veust und Münster. Vcn Oefierreichern war« noch Hofrath v. Scherzer. Professor Pfaundler aus Innsbruck und Professor Varon Konst°nlin EttingShauscn au« Graz »n. wesend. Letzterer hat im ersten Stockwerke eine sehr instructive Sammlung von fossilen Pflanzen ausgestellt, welche den schla-gmdften Vewei« sur die Nichtigkeit der Darwin'schcn Theorie liefern und so große« Aussehen erregten. d,ß die königlich?» Gäste ben erklärenden Erläuterungen des gelehrten Professors au« Graz mit gespannter Aufmerlfamteit lauschten. Montag wird die Au«, ftlllung sUr da« Pnblilum eröffnet. - (Verlorne Schiffe.) Da« Bureau der Tee-Nssecu. ranz-Gesellschaft ..Verilas" veröffentlicht solgende Statistik über die UnglückSsälle zur See wahrend des Monate« März ,876: Segelschiffe gingen «n diesem Monat verloren - 44 englische. 13 französische. » holländische. ? amenlamsche. « deutsche. 8 ösw. reichliche. 3 dänische 3 norwenische. 3 schwedische, 8 spanische, 2 ,»»l,enischc. 1 griechisch-'. I Peruanische«. 1 russische« und 18 mit uudelanntcu Flag«"', im gai'M °ls° 115 Gchifs^ unter diesen befinden sich °uch 3. "" dcnr» nur gemuthmaßt wird. daß sie verloren gingen. D°mp!schifse gingen in dieser Zeit ver> loren: 8 enclisch«. l amerilanisches. I spunischcs. l französisches, 1 holländisches und 3 «'l unbllannttr Flagge, im ganzen also l5 Schiffe. — (Europäische Livillsation.) Ein Journal von Philadelphia euthlllt folgende Warnung: „Wir hören seit einigen Wochen llagen, baß Mädchen und Frauen von Männern aus »er Straße verfolgt werden. Diese» Nachgehen ist eme specielle euro-päischc Ungezogenheit, welche w»r h,er n,chl lolerieren wollen. Wir machen deshalb unsere lugrndlichen europäischen Vesuchlt darauf aufmerlsam, daß da« Verfolgen einer Dame, oa« Nureden derselben und alle europäischen F'mssen, sich einer Dame aulzu-drangen, hier criminell verfolgt, al« unanständige «»»glisse betrachtet und mit Zuchttzau« gerügt werden, «menlauische Mäb< chen und Frauen sind leine iingfillche» Günschen. welche sich fllrchten, den Polizeibiener anzurufen Sie wissen, daß die Polizisten al« Gentlemen ^schnell bei der Haut» si»d, solche Flaneur« zu fassen."____________________ ^________ -Hokales. — lD epu tat i 0 u,) Eine au« ben Herren: Oderschlihen-lneifter Dr. Emil Ritter v. T t öck l, UnlerschUtzeumclfier Emerich Mayer und Schuhenrath O«tar Tschinlel bestehende Deputation der laioachei Rohrschlltzeng'scllschasl begab sich Samstag nacht« an da« Allerhöchste Hostager nach Pest, um Sr, Mlljrstäl in einer Audiei-z für den zur VchUhenlollerie gespendeten werth-vollen Gewinstgegeuftano den ehrsurch:«vollei> Danl der Gesellschaft sowie zugleich die Ville um fernere wohlwollende Unter ftützung ihre« Lotlerie-Unternehmens vorzutragen. — (Erund steuer. Uegelu ng.) Zur Verständigung über die Einschätzung der an ben Grenzen de« steierischen Schähungsbezirle« Rann und be« lrainischm Hchähungebez'rles Guilsclo gelegenen Grundstück!' beginnen die gemeinschaftlichen Vegehu,,gru «^ § 10 der Emjchatzung«anleitui,g seitens der belies-senden Einschähungs'Depulierten am(!, Juni 1876 in der Gemeinde Vlull cn der Saue nächst Rann. Vei diesen gemeinschaftlichen Grenzbegehungen werden a>» Delegierte der !. l. Orundfteutc:i,'»nvescommissiontN für Steiermarl und Krain intervenieren, und zwar vonseite Steiermarl«: der Üllndcsreferenl. l. l. Ttatthallereiralh Herr Karl Mayer, der Schähunge-Ooerinspector Herr Johann Nchle>tlier. das Lommis? flon«mitglltd, Landtagsabgeordneter Herr Dr. Julius Mullc und das Ersatzmitglied, l. l. Bezillsrichter im Rnhestond? Herl Anton Kintzly; vonseite Krain«: die «lommissionsmitgiieder Herr Dr. Josef Pollular und Herr Dr. Josef Ritter v. Aaoinfchegg. dann der ökonomische Schätzungs-Infpeclor Herr Josef Pobrelar. — (Veteranen »V erein.) Sonnt»« dm 28 d. M. hält der allgemeine trginische MilitilrlVtteranenoerein im hiesigen Rathhaussaale seine ftatulelimäßize Generalversammlung ab, bei welcher zunächst über die Thätigkeit des Au«snu?' gesetzt natürlich, daß sich dieselbe nicht blos beim alle:naivsten Theile de« Publikum« geltend macht — al« gar nicht in Vetracht lommend ansehe»! und sie bei d?r Beurtheilung eiueö Stücke» nicht wenigste»!« lheilweise mit in die Wagschalc legen. Ein „neue«" Sensationsstllck dagegeu war un« die '„Cameliendame" allerding« nicht — wie wir e» r,23,»nt bemerken wollen, — trotzdem un« der Theaterzettel dies ^i-tmN glauben mache»» wollte; wenigsten« erinnern wir un«, Mademoiselle Marguerite Gauthier ,m Laufe der letztncrslofsenen zehu Jahre so ziemlich fast alljährlich einmal in unserem bescheidenen Musen» tempel sttlbe:« gesehen zu habe»!, e« war somit offenbar ei» kleiner, »m übrigen verzeihlicher l»rM8 »rltumoticu», der dem Verfasser de« Thlalerzettel« hiemil passierte. — Hinsichtlich der Aufführung de« Stückes haben wir unsere Anerkennung schon vorhin im allgemeinen ausgesprochen uud könne»» die« auch bei Vesprechuug der Einzelleistuugen nur wiederholen. Der erste Platz in der Erwähnung gebührt Herrn va » Hell (Armand) und Mlt ihm Frau Malhes'Röckel (Marguerite), deren Leistun» gen sich seitens de« Publikum« der höchsten Anerkennung erfreuten u»ld dasselbe zu stürmischen, 4—Ümaligen Hervorrufen hinrissen. Herr van Hell spielte die Rolle mit so viel Feuer und m»t so Überzeugender, auch äußerlich meisterhaft zum Ausdrucke gebrachter Erregung und Leidenschaft, daß man darob de« Schauspielers ganz vergessen und sich in die Wirklichkeit des Leben« hineinversetzt denken konnte Lheilweise ander« — wenigsten« in der Sterbescene, die wir hiebei zunächst im Auge habe» — faßte Frau Mathes'Nöckel ihre Rolle auf; sie suchte dm Effect derselben weniger durch eine möglichst naturgetreu und realistisch gefärbte Darstellung de« allmäligen Dahinsterben«, al« vielmehr dadurch zu erzielen, daß sie da« Peinliche und vom Gefühl«« standpunlte au« allerdings Unangenehme, das für deu Zuseher »n jeder derartigen, dem menschlichen Krankenbette mit minutiöser Naturwahrheit abgelauschten Sterbescene unwillkürlich lieu.», absichtlich vermied uud uns somit selbst im Tode noch ein Vild sympathisch ansprechender Sanflmuth und Ergebung darbot, E« hat jede dieser beiden Auffassungen etwa« für und etwa« gegen sich; vom schanspielenschen Standpunkte mag die erstere, al« die schwierigere, vielleicht höher stehen, von dem de« Publikum« «ird e« die letztere. Der Gesammteindruck ihrer Leistung war in jedem Falle ein sehr gUnstiger und lieh un« nur wüüsll.en, diesc vor« treffliche Künstlerin noch de« ijfteru sehen zu können. - Armand« Vater fand eine sehr gute Vertretung in Herrn P o h l e r, der die Scene mil Marguerite in wirlung«voller Weise zur Geltung brachte, Al« ..Prudence", für deren Veseyuug der Gesellschaft siit dem Abgänge einiger Mitglieder eine geeignete Persönlichkeit fehlt, trat Fr. Vlumlacher e«n und fa«d sich mit dieser Rolle ganz anständig zu recht, wenngleich der komische Anstrich, mit dem diese Rolle in der Regel gespielt wird, oou ihr beiseite gelassen Irurde. Die Herren Heder (Graf o. Tiray), Krön-stein (Gaftou Rieul), Wall hoff (Saint Oaud6n«), sowie Frl. Warschawsla (Nichetle) halten wir schon in den srüheren Vorstellungen wiederholt Oclegcuhlit, als sehr schäheuswerlhe und Net« gut verwendbare Mitglieder kennen zn lernen; sie entledigten sich auch an diesem Amende mil Geschick und Nufmerlsamlcit ihrer Ausgaben. — Da« volle Hau« uahm die Vorstellung sehr beifällig auf und erwie« sich namentlich gegen Herrn van Hell und Frau Mathes-Röckel in hohem Grade freundlich qeftimmt. — Anstelle der durch Vesehungsschwierigleile»» unmöglich gewor» denen „deiden Waisen", die sicherlich em volle« Hau« gemacht hätten, gab man gestern eine Wiederholung der kürzlich »usge« sührlen „ Andrea" vou Sardou. Die AulfOhrung ders/Ibm ist von neulich als eine fehr guls bekannt, uud war die« in gleicher Welse auch genern. Namentlich gilt dies von der vorzügliche» Doppellcistung Herrn van Hells, dessen Prllfect ein wahre« Cabil!tt«ftllck feinster Eharalttlzelchuung bildet, und Frau Mathe«. Röckel als „Andrea." Auch Herrn Groß gelang der ..«al-thasar" an beiden Abenden sehr gut. Die gsstrige Reprise der „Andrea" spielte sich leider vor schwachbesuchtem Hause — aller» ding« dem elften ab, und dürste nebst der allseitigen Ve» lannlheit de« Stücke« zum größeren Theilt wol der schöne Sommerabend, den wir gestern endlich einmal hallen, die Ursache des schwachen Vesuche« gewesen sein. — (Au« dem Rech! «lebe«.) Eiue principiell sehr wichtige Eulscheidung hat der grazer Str«fgerichl«hof in dem am 16. d. vor ihm verhandelten Verleumdungsprozesse dc Timoni gefällt, E« wurde nemlich «.»«gesprochen, daß in der gegen eine drille Person überreichten Strafanzeige, fall« sich der au«gessro-cheue Verdacht nicht al« vollend« wahr erweist, noch leine Verleumdung liege, sobald zur Anzeige nur halbwegs Verdachtsmomente vorliegen. Das genauere Erheben der Verdachtsumsttwde, welche« durch die Anzeige blu« angeregt wird, sei ja erst Aufgabe des Gerichte«, und der Anzeiger, welcher den Schutz de« Gerichte« qegen tin vtrmtintliche« Unrecht anruft, sei deshalb noch lein Verleumder, Der Vertheidiger Dr. «o»jet hat in semer Redt ein derartige« Aiitlagsprinzip. nach welchem ein Anzeiger, welcher gegründete Anzeigcmomelile bat, in dem Falle, als diese »icht streng erweisbar sind, selbst Gefahr läuft, wegen Verleumdung zur Verantwortung gezogen zu werden, mit Recht ein höchst be» delltliche« und gefährliche« gen^lmt. Gälte ein solche« Prinzip, dann müßte e« sich jeder Vestohlriie doppelt überlegen, einen Verdacht der That g'gen eine bestimmte Ptlson auszuspreluen, weil in dem Fallt der Nicdtbewähruua, diese« Verdachte« durch dle gerichllichen Er» Hebungen gegen den Anzeiger hmt'lhtr der Verleumduna.«prozeß in» sceniert weiden könnte. Für die Oeffentlichleit ist dic Mlltheiluug dieser Entscheidung von ganz besonderem Julercssc, well i»l der Vcvöl' lerung häufig die falschi Meinung gilt, daß derjenige, dcr in eilit Untersuchung verwickelt, dann aber sreigesprcchen wild, den Anzeiger bangen lann. unbekümmert darum, ob dieser Vnlaß zur Anzeigt hatte oder nicht. ^ Danksagung. Für die Ueberschwemmten auf dem Moorgrulibe sind bei dem Unterzeichneten weiter« eingegangen: Von einem Ungenanulseinwollenden 5 fl.; van der Gtamm« gesellschaft im „Rößel" der weitere Vetrag mit 80 fl, ; von der ! Mittag«nesellschaft in der ,.Ss°>' >Ullnl — —, Llovdactlen 324 - -, »uftro-ottomanische Van! '^ türkische Lose 16 25. Lommunal -'.Inlet,«» 96 50. EgYPlM 8050. Vefestigt. ^ Handel und Golkswnthschastlich6 Laibach, 20. Mai. Auf dem heutigen Markte find "' schiene»: 14 Wag«, mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Ttt«'' 25 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (20 Kubikmeter). D u r ch s ch n i t t « - P r e i s e. Mlt.. V!z,.. Vtll.. M fi. ll. st.j lr. ! fi. lr. ^ Weizen pr. Hellolit. 8,78 9 77 Vutter pr. Kilogr. —!85 ^j^ Korn „ 5>60 8 lb Eier pr. Stück - 1' " Gerste „ 4 10 4 60 Milch pr. Liter -8^" Hafer „ 3 74 3 82 Rindfleisch pr.Klar. - 4« ^ !^' Halbfrllcht ^ -------6 62 Kalbfleisch ,, -42^ Heiden „ 5 53 5 89 Schweiliefleisch „ - b» ^ '. ^ Hirse „ 4 55 4 88 Kchüpsmftcisch „ 29-' I Kuluruh ^ 514 5 22 Hähndcl pr, Stück - 35 ^ H ErdäpfellMKilogr. 3 57------ Tauben ., -18-^' l Linsen Hektoliter 12------- Heu pr. 100 Kilogr. 2 80-^ Z Erbseu ^ ,0----------- Stroh „ 270--" ß Fisolen „ 7 - Holz, hart., pr. vm , H Nindsschmalz Klgr. I------ Q.-Meter ^^! j Schweineschmalz,, -82------- —weiche«, ,. ^ ' Speck, frisch „ - 70------- Weiu.r°th..100Lit.-------22^ - geräuchert,, —75 - weißer. „ 20^ Meteorologische Veoliuchtuuqeu ,u ^llibach.^ 7U.Mg?^«.^ ! ^ 8,«"O. stürmisch heiter 's^M'' 20. 2 ,. N. 740«, 4-10.. j O. heftig heiler 1^^^ 9 .. Äb 741 08 4^ 2.4 ! 0. mäßig ^heiter ^^^W 7U.Mg. 738., l>I.. SW. schwach Hester j>^^W 21, 2 ,. N. 736 u 4-15.« SW. s. schw. heiter ^ »1 9,. Ab. 737,o« -i-10« SW. schwach heiter ^ ^ Den 20. in der Nacht Eisbildung auf seichten Gel^,,, ,! dit Vodtnobtrfläche auf nicht begrasten Sltllcn nacht« S"^, l klart Luft, sehr trocken; heiler, »aguber hestigcr Ostwinb, ^ h»«" ^ helle Nacht, Den 2l. in der Nacht da« Thermometer lX»^»- 1 Gesrierpunkt, starker Reif. heiter, klare Luft, vormittag« ^.?eN>>« < still, nachmittag« schwach bewegte Lust au« Slldwest, .. F W sternenhell. Da« Tage«mi«tl der Wärme am 20 4> b'^ 'ajor« » 21. -j- 99«, beziehungsweise um 9 5" und 52" unter ">" > 1 male. lZ Verantwortlicher Redacteur: Ottnmar Vamb^"^ ^/^^^»zv^-^^l, hatte. Infolge dessen »»r der Ton de« Verkehrt» etwas herabgefiimml, ohne daß irg«ndwie namhafte Transactionen vorgelommcn wären. » - -» , »ebru2r.) """' l..... «b?b Sb ttd Jänner-) «. ^ . ( - . . 69 ^>0 6? 70 Lose. 1888........ 2VK— 240 - ,854........ 10b - I05H0 ^ 18m,,n2'.»leh«n der «ladt »,,n 96-t>0 9? — Vöhmcn , ^,^. , . . 100 - 101 — ««.llzllu l ««üb. ! ß<,^. tig zh Sifbenbttrgen s ,'"' 1 . . 7450 75 50 Ungarn j '^ung s 7575 ^..5 Vonau:»ie9ulitrung«.Lose . . 108 2b 10875 .Ung. Eisenbahn-Nnl..... »625 9675 Un,. Prün.i«»,«nl...... 69 - 70 — Wiener Communal, «nleheu . 91 bll 9170 «ctie» »<» ««»le». «l»lo.V«ll........ 31 - v»3 — elisllbtlh-Weftdahn.....I4b^ 145-bO Ellsabtth-Nahn (Linz-Vudweiser Gtitcke).........— — — — ßerdinand«-««rdbahu . . . 1815— Ib«1 -ssran, . Joseph - «ahn ... I8I - 13! b0 L««b..«,trn..IaNy.Vahn . . 1X4»- 134^ liol,t>,«tsellsch........»2«— «25-— vestnr. N«rd»«fttz«chn .... :»9 » in bv R,,dolf«-Vahn.......107 50 w« — Etll,t«bahu........260— 201 — SUbbahn.........72-25 7850 Theiß-Vahn........1W — 199 50 Ungarische Norboftbahn . . . 10250 108 - Ungarische Ofibxhn.....88 - 8»«, Tramway-Gefellsch......—-.. ._._ vangesellschaftn». «llg. Ufterr. Vaugtstllschaft . . -«.- -- Wiener Vaugesellschast..... ->>>. ^- Pfandbriefe. «llg. »fterr. Vodencrebit . . . 10« 50 104 — dto. in 88 I»h«n d8 - 8850 Nationalbant ». W.....97.^ 97^ Ung. Vodeucredlt......gb'Lb S5 50 Vrloritilten. «lisabeth.-«. 1. «n,.....^..__ 89'- Ferd.-vlordb.rG.......lO4-— 104'50 ßranz«I°seph-V.......«.— 8ll — «al. Karl.Ludwlß'V., 1. ym. . 97 l5 97 75 Oe^rr. «««tzUltü-V. .... V '^h0 GUbbahn i^ b'/.......l0« ^ ß«-^ b'/......."^ ,.'^ ' SUdbahn. Vou«......^?z bi"^ Nn«. oftöahn.......s07" Vriv«N.ft. ibSsi0 «redit-L..........l?^ 1^ «ubolf«,r........." «»««bürg.........^,.4^ H «r".liur..........^,40 b,3 Hamburg.........,^8b '-^b London .........47 g5 <' Pari« ......... Ge,»s«rte«. ^. Ducaten ... bft.«8 kr. d f.- , N°P°Ie°n«d'or . . » ^ b5 " .9 „ 10 ' Preuß Kassenscheine b»,- "^,^7.) " Gilb« .... /0s^«^ -» «rainlstbe M