MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Varlag und Schnftleltuag Marburq a C Drau, Badgaiia Nt. ft. Parnmii N., ti-tt, 35-M, 25-99. Ak II Übt Ritchalnl warktighrb .la Mofganiattuag lazugapraia (im voraus tathbar) noaatlicb KM i.lO aiDamiaftUcft (tigllrb außer Samtfdg) lat dl« SchrtftUitung oor auf Pamruf Ni. 38-^7 anatctabar. Unv«rlangta Zuachtirtan wardao 19,1 Rpl PoatMituagigablUiri b«1 Uafarung Im Btratfbaad iiicOgllcb Portoi Oal Abbolao kn du Geacbtrtaat«)!« ttlcbt rückgatandl B»l BlmtlicbAD Antiagen lal das ROrkporto b«lial«gaA. Poattch«ckkonto Wlan Nr. 54 408. RM Alttaicb darcb Post Bimatllck RM S.IO («iBicbl. 18,M Rp. t-o«rzaltuog»gabubT> und M Rpi ZuaiaU- GaacbSftittattw Ir Cll'l MarktplatB Nt. 12, Pararaf Ni 7. and Iii Pattao UBCiartorgaaa« Nr. ), Paramt Nr M. gabflht. llnMlnamam wdaa aur fag— VorctaModung 4aa Blnxalpr« ••• und dai Partoaualagaa tugaawda*. Nr. 252 — 84. Jahrgang Marburg-Draii, Freitag, 8« September 1944 Einzelpreis 10 Rpl Feste Fronten Bedeutsamer Abwehrerfolg am unteren Narew — Ungarische Gegenangrifte gewinnen Boden — Kämpfe an der Adria rd Berlin, 7. September Bildung, Verteidigung und Liquidierung von Brückenköpfen an verschiede-nen Flüssen und Kanälen von Antwerpen bi« südlich Nancy: so zeichnet sich augenblicklich die Situation an der Westfront ab. Es darf dabei gesteigerte Betonung auf den Begriff „Front" gelegt werden, da es augenscheinlich den deut-■Chan Armeen gelingt, den Flufi der fsindllchen Bewegungen zu hemmen, wobei sich in Anlehnung an starke und bedeutungsvolle Hindernisse eine durchgehende Verteidigungslinie mit der Tendenz der Verdichtung entwickelt. Schwerpunkte der Operationen sind im Gebiet des Albert-Kanals in Belgien zu erkennen. Den deutschen Maßnahmen fügen sich die anglo-amerikanischen Schwierigkeiten des Nachschubs und der Heranführung des Gros der vier Invasionsarmeen fordernd an. Aus der Abwägung der gegnerischen Hemmnisse ergibt sich jedoch auch die nur zeitweilige augenblickliche Kampfsituation, die auch Jetzt noch unabhängige anglo-ame-rikanische Vorstöße einschließt. Nach Vollendung geplanter Auf marsch Vorbereitungen wird die Westschlacht an den verschiedenen Brennpunkten mit sich steigender Heftigkeit neu entflammen. Aus dem Kreis der deutschen Rundumverteidigung heben sich sonst drei besonders beachtliche Operationsräume heraus. Es sind: der italienische Kampfabschnitt an der Adria, der siebenbür-gische Kriegsschauplatz und die deut- sche Narew-Stellung. In diesen Zonen hatte sich Jeweils auf Grund weitgehender feindlicher Angriffs- und Vernichtungsabsichten ein Ringen um das Schicksal von Landschaften, Provinzen und entscheidenden Basen der mitteleuropäischen Zentralstellung ergeben. Die Briten te'tzten am rechten Flügel der Apenninfront zahlreiche Panzer- und Infanteriedivisionen, in gewohnter Weise unterstützt durch massierte Artillerie-Verbände lowie durch Bomber und Jagdbomber, ein. Infolge des erheblichen deutschen Widerstandes ist die britische Führung gezwungen, laufend neue Verbände in die Schlacht zu werfen, ohne daß es ihr bisher gelang, den erstrebten Durchbruch an der adriatischen Küste, der die Gebirgsfront überflügeln soll, zu verwirklichen. Angesichts der hohen Bedeutung dieser feindlichen Operationen verdient die Tapferkeit der deutschen Verteidigung die besondere Anerkennung der Heimat. Da durch den erbitterten Widerstand 'an dieser Stelle die Gesamtplanung der Anglo-Amerika-ner anscheinend empfindlich gestört wird, sind sie dazu übergegangen, in schwierigen Hochgebirgskampfen die Paßstraßen im französisch-italienischen Grenzgebiet anzugreifen, um auf diese Weise eventuell einen Zugang zur oberitalienischen Tiefebene zu gewinnen. An den Schwerpunkten im Baikanraum zeichnen sich ungarische Verbände durch anerkennenswerte Leistungen aus. Angreifende rumänische Truppen wur- den nicht nur aufgehalten, sondern die Situation wechselte nach den scharfen ungarischen Angriffen derart, daß man augenblicklich ein erfolgreiches Vordringen der ungarischen Verbände trotz starken rumänischen Widerstandes feststellen kann. Auch im Südostteil von Siebenbürgen konnten die Angriffe der dort operierenden sowjetischen Divisionen zerschlagen werden. Wenn die auf dem Südufer des Narew gelegene Stadt Ostrolenka nach hartem Kampf aufgegeben wurde, so wird die«er Tatbestand auch von den Bolschewisten nicht überschätzt werden. Eine vierte Armee mußte bereits in den Kampf um den unteren Narew geworfen werden, eo daß die Bolschewisten vor der Frage stehen, ob sie zur Erreichung gesteckter Ziele einen solchen Verschleiß ihres Menschenmaterials uud ihrer Waffen noch lange hinnehmen können. Wichtiger aber als die kleinen Besitzveränderungen ist der deutsche Widerstand an sich. Nach den bitteren Monaten der Rückzüge und des Kampfes an zwei Fronten, des Kampfe» gegen die vordringenden Bolschewisten und gegen die hihter Ihrem Rücken angreifenden Banden wird nunmehr in naher Anleh-I nung an die Heimat mit gesicherten Nachschiibslraßon, schnfuem M » <- -und Waffenersatz unter VerstärkuVig durch frische Reserven ein Kampf tje-liefert, der sich zur entschlossenen Absperrung der Massen aus dem Osten entwickelt. nur den kleinen Finqer für eines der Opfer des Bolechewicmus zu krümmen. Deshalb sind auch alle Versuche der bulgarischen Regierung, wie etwa durch Abbruch der Beziehungen zu Deutschland, Vorteile für Bulgarien heratlszu-•chlaqen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ee gibt nur einen Schutz gegen die brutale VergewaUiqunqepolltik der So-wjeta: Kampf, bedingungslosen Kampf unter Einsatz der äußersten Kraft. Wer meint, einen anderen Weg gehen zu können, wird sehr bald eineehen, daß er dem Untergang entgegentreibt, vor dem es kein Ausweichen gibt, denn die Geschichte und das Schicksal der Völker lehren, daß wer sich selbst aufgibt, alles verspielt. Schweizer Grenzschutzmaßnahmen osch. Bern, 7. September Auf Antrag des Oberbefehlshabers der schweizerischen Armee, Genera! Guisan, hat der Bundesrat eine »Teilkrieqsmobil-machung der Grenztruppen« angeordnet. Es handelt sich dabei um einen Ausbau der schon bisher ergriffenen zusätzlichen militärischen Maßnahmen der Eidgenossenschaft. Bereits am 20. August hatte der Bundesrat im Einvernehmen mit dem Oberbefehlshabfcr der Armee »vermehrte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet und weitere Truppen aufgeboten«. Ungewolltes Lob Aus dem Munde des Lord Vanslttart Der Londoner Rundfunk brachte in seiner letzten wöchentlichen politischen Umschau eine Sendung, in der der berüchtigte englische Deutschenhasser Lord Vansittart sprach. Sein bekanntes Ziel ist die totale völkische, politische und wirtschaftliche Zertrümmerung Deutschlands. Der jüngste geifernde llaßgesang des Lords sagt nun nichts neues und würde von uns übergantien werden, wenn er nicht ein unabsichtliches Geständnis und eine Anerkennung des deutschen Frontsoldaten enthielte. Lord Vansittart erklärt nämlich unter anderem wörtlich: »Obwohl wir fünf Jahre lang über den deutschen Truppen und zum Schluß auch über der Normandie Flugblätter abgeworfen haben, in denen den deutschen Truppen versprochen wird, ihnen werde kein Schaden zugelügt werden, wenn sie sich ergeben, hat dies überhdupt keinen Erfolg gehabt. Sie kämpfen Immer noch wie die Tiger, sowohl an den West- wie an den Ostgrenzen.« Deutschlands Soldaten wissen, was sio von der lügnerischen Flugblcitterdgitation zu hallen haben. Sie kennen keine Kapitulation. Ebensowenig wie das deutsche Volk in der Heimat. Europa ifird nich^ sterben Neue Massnahmen für den totalen Krieg Sie betreffen das Erziehungswesen, die Zeitschriften, die Schausteller —Kräfteeinsparung beim Roten Kreuz — Erleichterungen im Verkehr mit den Behörden RArUi(i. September Der Reichsbevollmächtlgte für den totalen Kriegseinsatz, Reichsmlnister Dr. Goebbels, teilt mit; 1. Das' preußische Finanzministerium wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die bisher von ihm wahrgenommenen Geschäfte werden von dementsprechen-den Rcichsministerien übernommen. Wer darf noch ftudleren? 2. In Durchführung der bereit! bekanntgegebenen Elnschränkungs- oder Stillegungsmaßnahmen auf dem Gebiet des Erziehungswesens hat der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung' grundlegende Anordnungen getroffen. Sie bestimmen im einzelnen den Kreis der Studierenden, die ihr Studium zugunsten eines unmittelbar kriegswichtigen Einsatzes aufgeben müssen. Die Neuaufnahme eines Studiums ist bis auf weiteres nur noch Kriegsversehrten möglich, die von der Wehrmacht Studienurlaub erhalten, oder falls sie der Wehrmacht nicht mehr angehören, nicht arbeltseinsatzfähig sind. Eine Anzahl von Hochschulen oder Fakultäten kann nach erfolgtem Arbeitseinsatz der Studierenden zusammen- bzw stillgelegt werden. Die Oberklassen der Schulen Die Schüler der 8. Klasse höherer Lehranstalten stehen zum überwiegenden Teil bereits im Kriegseinsatz. Diejenigen, die aus gesundheitliclu^n oder anderen Gründen nicht an diesem Kriegseinsatz teilnehmen, werden als Lagermannschaftsführer in der KLV verwendet. Schüler und Schülerinnen, die nicht an der Verlegung ihrer Anstalten teilgenommen haben und daher zur Zeit keinen Schulunterricht erhalten, werden, soweit sie sich Im .einsatzfähigen Alter befinden, zum Arbeitseinsatz herangezogen. Die Schülerinnen der 8. Klasse der Oberschulen für Mädchen kommen zum Arbeitseinsatz. Er wird in erster Linie am Schulort selbst erfolgen. Die Schülerinnen werden, insbesondere bei auswärtigem Einsatz von Schule und HJ nach besonderen Richtlinien betreut. Die 7. Klassen der gleichen Schulen sollen neben dem Schulunterricht nach Bedarf zum Sozinleinsatz, insbesondere innerhalb der NSV herangezogen weiHen. Damit wird der Wunsch Zehntausender Junger Mädchen erfüllt, sich wie ihre gleichaltrigen Kameradinnen nach besten Kräften für den Endsieg einsetzen zu können. Die Z e i t s c h r i f t e n p r e s s e 3. Auf dem Gebiet der Zeitschriften-Presse sind sehr weitgehende Stillegungen und Einschränkungen vorgenommen worden. Der größte Teil der bisher erscheinenden 150n Zeitschriften (Frieden^-Btand 4<)00) wird stillgelegt. Nur wirklich kriegswichtige Zeitschriften erscheinen weiter, werden jedoch Im Umfang eingeschränkt. Auf dem Gebiet der Fachzeitschriften bleibt für jedes große Fachgebiet ein einziges Blatt bestehen. Wissenschaftliche Zeitschriften erscheinen nur noch soweit ila der Rüstung und Kriegführung dienen, z. B. medizinische Blätter nur, wenn sie für die Kriegsmedizin von Wichtigkeit sind. Zeitschriften wie Literatur-, Mode-, Sport-, Roman-, Versicherungs-, Rätselzeitschriften usw. stellen ihr Erscheinen ein. Durch diese Maßnahmen werden allmonatlich große Papiermengen eingespart. Die frei werdenden Arbeitskräfte bei den Verlagen, Druckereien und zahlreichen Nebenbetrieben können nur geschätzt werden, belaufen sich aber auf viele Tausende, Keine Schausteller m^hr Sämtliche ambulanten Schaustellerbetriebe, die bisher auf Jahrmärkten usw. Ihr Gewerbe betrieben, werden stillgelegt und die hier tätigen Arbeitskrähe einer kriegswichtigen Tätigkeit zugeführt. Kräfte aus dem Roten Kreuz 4. Das Deutsche Rote Kreuz hat seine umfangreiche Organisation nach Gesichtspunkten der Kräfteeinsparung überprüft und Maßnahmen eingeleitet, die Zehntausende von Arbeitskräften für die Rüstung und weitere Zehntausende von Soldaten für die Front freimachen. Der Präsident des DRK hat im einzelnen angeordnet, daß ein großer Teil der hauptamtlichen Kräfte aus den Betreu-ungs- und Verpflegungsstellen in der Heimat herausgezogen und krankenpflegerischer Tätigkeit zugeführt wird. Die im Betreuungsdienst der Wehrmacht tätigen DRK-Kräfte sollen die im Dienst-betrleb unvermeidlichen Pausen mit Kriegsheimarbeit ausfüllen. Durdi Bereitstellung der notwendigen weiblichen Fachkräfte sollen mehrere Zehntausend im WehrroachtsanitätiKÜensl tütigon KV-Soldaten für die Front freigemacht werden. Eine ehrenamtliche Tätigkeit als Helferin beim DRK entbindet nicht von der Arbeitspflicht. Wer sich neben seinem Beruf freiwillig dem DRK zur Verfügung stellt, beweist dadurch besondere Einsatzbereitschaft. Wer aber eine solche ehrenamtliche Tätigkeit benutzt, um sich der Arbeitspflicht zu entziehen, gilt entsprechend einer Anweisung des geschäftsführenden Präsidenten des DRK als Scheinarbeiter und fällt unter die gültigen Strafbestimmungen. Behörden richten sich nach dem Publikum 5. Um der Bevölkerung, die durch die Erhöhung der Arbeltszeit stark in Anspruch genommen ist, die Möglichkeit zur Erledigung ihrer persönlichen Angelegenheiten zu geben, worden die Dienststunden der Behörden, die für die arbeitende Bevölkerung von besonderer Wichtigkeit sind, wie z. B. Kartenstcllen, Kriegswirtschaftsämter und polizeiliche Meldestellen, für den Publikumsverkehr an ein bis zwei Tagen der Woche entsprechend den örtlichen Verhältnissen gegebenenfalls bis 21 Uhr verlängert. Darüber hinaus werden diese Dienststellen auch an Sonntagen mindestens drei bis vier Stunden für die Bevölkerung offen gehalten. In gleicher Weise können die Verkaufszeiten der Ladengeschäfte nach den jeweiligen örtlichen Notwendigkeiten durch die zuständigen Ortspolizeibehörden neu geregelt worden, um so den Bedürfnissen der schwer arbeitenden Bevölkerung Rechnung zu tragen. Wer auf Moskau spekuliert... Zum Abbruch der Beziehungen Bulgariens zum Reich dnb Berlin, 7 September Die bulgarische Reqierunq hat in der Hoffnung, günstigere Waffenstillstands-bedingungen von den Engländern und Amerikanern zu erhalten und um der Sowjetunion gefällig zu sein, die Beziehungen zum Reich abgebrochen Es ist bemerkenswert, daß der sowjetische Geschäftsträger während der Sitzung des Ministerjates, in der dieser Beschluß gefaßt wurde, erschien, um dem bulgarischen Ministerpräsidenten und Außenminister die Kriegserklärung der Sowjetunion zu überreichen, auf die die bulgarische Reqierunq dann bekanntlich mit der vergeblichen Bitte um Walfen- stillstand antwortete ♦ Die Verqewaltiqunq Bulgariens durch die Sowjets, die nach den eindeutigen Erklärunqen aus London und Washington die volle Billiqunq Englands und der USA findet, ist ein Schulbeispiel für die Methoden, mit denen Moskau seine Absichten in Europa In die Wirklichkeit umzusetzen versucht Die Maßnahmen der Sowjets sind von lanqer Hand im Kreml vorbereitet und sind unabänderlich. Keines der Völker, das sich die bol- schewistischen Machthaber als Opfer ausersehen haben, kann das Schicksal abwenden, sofern es nicht entschlossen ist, mit den Waffen seine Freiheit und Ehre zu verteidigen. Wer auf Moskaus Gnade und Nachsicht spekuliert, wer überhaupt nur mit dem Gedanken einer Verständigung mit den Sowjets spielt oder durch Entgegenkommen dl« Sowjets n^de stimmen zu können glaubt, der liefert sich unweigerlich dem Machtrausch des Bolschewismus aus und wird seinen gefährlichen Irrtum mit dem Leben bezahlen. Wo Moskau erst einmal zupacken kann, da läßt es seine Opfei nicht mehr los und würgt sie solange, bis sie völlig ohnmächtig und als wehrlose Beute am Boden liegen. Keine Regierung ist je imstande, Moskaus Forderungen /u erfüllen und daher auch i)icht in der Lage, durch noch so hündische Kriecherei vor ,dem Kreml Schonung ihres Volkes bei Moskau zu erreichen Kein Staat, der sich Moskau ergibt, kann auch nur auf die qeringsto Hilfe Enqlands und der USA rechnen, denn keiner dieser beiden Verbündeten Moskaus wird den Sowjets in die Arme fallen, abgesehen davon, daß sie auch gar nicht gewillt sind, auch P. D., Marburg, 7. September I In den Jahren, in denen E>eutchlands Wehrmacht Ruhe und Ordnung in den von ihr besetzten Teilen Europas sicherte, stand die Agitation der Feinde vor einer schwierigen Aufgabe. Sie mußte der Welt einzureden versuchen, daß die ; Völker, die die Alliierten zu »befreien« ' vorgaben, nicht« sehnlicher wünschten, als den Einmarsch der Truppen Roose- i velts und Churchills. i Was die Interessensphäre der Sowjets betrifft, so war der Versuch im voraus hoffnungslos, was der Kolchosenarbeiter in der Ukraine, der Handwerker in Estland oder der Gelehrte in Dorpnt von einer sowjetischen »Befreiung« hielt, das durfte man selbst den britischen und amerikanischen Zeitungslesern nicht sagen, wenn man sich nicht grenzenlos blamieren wollte. Schließlich wußte man auch drüben, daß hier Deutschland der Retter war vor einem System der wirtschaftlichen, geistige® und auch religiösen Knechtung, über da« die Welt nicht zuletzt durch angelsächsische Berichte aus der Zeit vor aer Sowjethörigkeit unterrichtet worden ist. Anders verhielt es sich mit Frankreich, Belgien und Holland. Hier glaubte man, anknüpfen zu können an Vergleiche mit der Vorkriegszeit Zwar hat auch der Feind wissen müssen und gewußt, daß der Krieg überall und nicht zuletzt in England, tief in die Lebensgewohnhoiten der Völker eingeschnitten hat, aber man benutzte gern die menschliche Eigenschaft, den Überfluß von einst zu vergleichen mit dem hirten Zwang von ■ heute, üm Stimmung machen. Obwohl die Anjerlkaner und Engländer selber den Kopf voller Sorge hatten und ihre Wirtschafts- und Gewerkschaftsführer mit Schrecken an die Zeit nach dem Kriege denken, meinten sie, man würde es ihnen glauben, daß mit ihrem Erscheinen die Hühner wieder im Topf des Parisers brodeln und der Belgier seine Poularden und der Holländer seinen Dornkaat und Blumenkohl nach Belieben haben würden. Denn, das war ihr Geschrei nach außen, in den von den Deutschen besetzten Gebieten herrsche eine bittere Hungersnot. Die Wirklichkeit war anders. Auch die besetzten Gebiete haben natürlich den Krieg zu spüren bekommenj schließlich hatte Deutschland für einen ganzen Kontinent zu sorgen. Es hat aber für ihn gesorgt nach den Grundsätzen einer höchstmöglichen Gerechtigkeit. Unter deutscher Besetzung brauchte niemand zu hunnern! es hat auch im Winter niemand Zu frieren brauchen. Es bildeten sich die Ansätze zu einer europäischen Wirtschaftsordnung heraus, deren Grundsdtz auch die soziale Gerechtigkeit war. Deutschland verlangte nicht mehr, sondern weniger, als es selbst zu tragen ne-willt war Der französische Arbeiter, der in der Fabrik seines neimatlandes oder im Reich arbeitete und ebenso alle Angehörigen fremder Völker wußten, diiR sie mit ihrem Lohn auch das kaufen konnten was sie zum Leben im Krieg notwendig hatten. Wenn einmal die Ci"-uchichte der deutschen Verwaltung in den besetzten Gebieten aeschriaben wird, dann wird die deutsche Ornani-sationskraft vor jedem Urteil bestfhi>n. Wir brauchen aber gar nicht den Urteilsspruch der Geschichte abwarten. Die ersten Monate der Herrschaft der »Befreier« in Italien, die ersten Wochen I In Frankreich, die ersten Tage In Belgien, j sie zeigen oereit« den Unterschied. • Deutschland kam In feindliche Länder. Mit den im Interesse seiner Sicherheit notwendigen Maßnahmen traf es zugleich die Maßnahmen, die im Interesse der Bevölkerung, der Sicherstellunq ihre« Lebens und ihrer Ernährung notwendig waren. Daß diese Maßnahmen wirksam waren, das haben die hinter uns liegenden Jahre erwiesen, Die Agitation des Feindes, die der Welt das Bild eines hungernden Europa vortäuschen wollte, ist heute in e:ner noch peinlicheren Lage als sie vor der Invasion war. Die Berichterstatter der Engländer und Amerikaner .müssen ein Doppeltes eingestehen. Unter deutscher Besatzung herrschte Ordnung, die Alliierten brachten das Chaos. Es genügte, auf die Elendsschilderungen aus Italien liinzuweisen, aber Italien ist nur das Muster füi alle übrigen Besetzungen. Hemmungslose Inflation, Steigerung der Preise um das achtfache (wohlverstanden nicht die Preise 'auf dem Schwarzen Markt, sondern die reguären Preise für die unentbehrlichsten Gebrauchsgüter und Lebensmittel!) und wachsende Arbeitslosigkeit, das sind nicht eltwa nur Übergangserscheinungen, das sind die Zeichen, unter denen die Zukunft der »befreiten« Länder stehtl I Das zweite Eingeständnis der feindlichen Berichlerstättung bezieht sich auf die deutsche Verwaltung. Wenn der Sonderkorrespondent des Londoner »Daily Mail« zugeben muß, daß die cinöt geflissentlich genährte Vorstellung von einem von der Hungersnot geschlagenen Europa über Bord gehen müsse, dann ist das eine späte Zurücknahme der lügnerischen Behauptungen. Sie steigt in ihrem Werl, wenn derselbe Berichterstatter anschließend zugeben muß, daß dieser Zustand auf die deutsche gute Organisation zurückzuführen ist. Für uns brauchen wir eine solche Anerkennung nicht, den betroffenen »Befreiten« wird man die in englischen Blättern zugegebenen Tatsachen nicht vorsetzen. Das ist aber auch nicht nötig, denn in Italien, Frankreich ' und zunehmend äuch in Belgien wird man selbst seine Urteile fällen. Auch auf diesem Gebiet wird die Zeit für uns arbeiten. I Deutschland hat auch hierbei die Zeit, abzuwarten. Sein Bild von einem auch wirtschaftlich gesunden Europa ist keine aus Kriegsbedürfnissen heraus entstandene Zweckkonstruktion, es steht als Zukunftsforderung klar da und entspringt einer geschichtlichen Forderung, die sich in hartem Kampf durchsetzen wird. Daran ändern Zufälligkeiten der militärischen Lage nichts. Land mag aufgegeben werden, aber niemals wird Deutschland seinen geschichtlichen Auftrag aufgeben Alles das, was in diesen Tagen und Wochen vorbereitend geschieht, geschieht im Sinne dieses Auftrages. Europa wird nicht sterben, weil Deutschland zu leben entschlossen ist. Nur wer in dieser Stunde schwach wird, wird den Leidensweg gehen müssen, vor I dem ihn Deiitsch>n'^s h'f'-nr bewachte. Dann wird die Stunde kommen ,in der die »Befreiten« ihren »Befreiern« und den Staatslenkern fluchen werden, die ihnen im Exil und an verräterischen Kunlgshöfen Handlangerdienste leisteten Umberto verschiebt ttallenischet Vermögen. Der ehemalige italienische Kronprinz Umberto hat bei nordamerikanl-' sehen Banken, wie die amerikanische Zeitschrift »Fortuna* berichtet, ein Ver-j mögen in Höhe von 50 Millionen Gold-lire hinterlegt, das er durch einen Neu-! yorker Juden in der Gummiindustrie ar-' beiten lassen will. Seite 2 * Nr. 252 * Freitag, S- September 1944.. MARBURGfeft ZEITÜNG Japan: Kampf bü zUtn Bfidsi^g Söridersitzung des Reichstagel — liüth letzieh Einsatz tentschlossfen dnb Tokio, 7. Septeinbir^bt. ,,DöntSrhInnd", so ftflgte KölSrt, ,,fietftt It^olz schwlerig<5tei- L'nlstdtldÖ, die Sich ill!i dfer nnfwickllihg .döf letitPtl ZÖll eS gälien, seinen tapferen Rampf in fester ^ Panik tn Finnland tlilÄ Folge der §e1bsim6fdpö11ttfi dnb Stockholtp, 7... September Die zunclimende Flucht Ii;jnj5cher Staatsbürger und finnische! Soldaten «lach Schweden bereitet den politischen |g seiner gemeinsamen Feliidti." BeMltsfc'haft de^ f*16tti Im Anschluß an die Rede tintcrbtültet* der Martneminlster Admiral Yonal lilnen Lagebericht, welcher die Bntwllfklung zur See umfaßt. Im mittleren Pjizifi^ hat danach der Feind nach der Besetzung eines Teiles der Marshall-Inseln unter ^in^atz starker StKlachlflotten Mi^t^ Juni die Insel Salpan«besetzt und ist darauf auf Guairl und Tinian gelahdfet. Di? Vereinigte jat)ahische Fldlle vSF-mochte nicht; die feindllchett Invaslöns-kräfte hei den Malianih. zurüclkzudrän-gefi, weil iür zuriScHsi ribcH Hll hotw?n' 9!P LtIffUK151-8fat?«Hg fStlltS: ÖBWBMI die japanische Marine und Luftwaffe in diesem Zeltabschnitt 103 feindliche U-Boote versenkte und 42 weitere schwer beschädigte, bleibe es eine der, Hauyt-aiifgaben der Flotte, die feindÜche U-Boot-Gefahr weiterhin auf das stärkste zu bekämpfen. Japanische U-Boote andererseits veri\jchtcte;p iWei Flugzei^^rä-ger, ein Schlachtschiff und llnch Kreü- ter ünd beltrhAdl|tl|t dik dopp^t« AH-iahl dieser ächiffi. Weiter vnudüh vkr-lailfct 21 H^deliichiffa utll iN dÖO brt Ei iit dia Träditieil JaMüt, dii geringen Rr&fteil eln^il Feind zu b^zWinglp. Dik jap&mkche Klarini ist ItHtCr, däfi Ste In den Operationen den Endsieg eriingen kann und t^ird.. Qle l^eteinl^e f?16tte utiter dem Oberbefehl von Admiral Toyoda ist bereit zu kämpfen nnd wird im geeigneten Äünfenbllclt Öeti G#dnbt Hlchteii. 2700 Feind.fliigzeuge vernichtet Auch der Kriegsminister Feldmarschall sagitafiia gab eftieM miiitanstHBtt tagr- bericht, der sich im wesentlichen ijiit den vorangegangenen Erklärungen des Marineministers deckte. Er betonte u. a., d|^ß seit ^^de lejtzten Jahres di^ 8thä LuhwaffS auf den verschieadnslen Kriegsschauplätzen Großofttasiens über 2700 feindliche Flugzeuge in Luftkämpfen verijichtet habe .bei einem Eigenverlust vob ^4 Maschifabtl. Völler Äbwehreffolg an der Adrlaküste Starke feiridlichle Angriffe östlicli Verdun und bei Toul gesclieitert —.Gutes f'ortscKreiten ungarischer Gegenangriffe in Sicberibürgen — Das Warschauer Weichselricrtiil von Bändeln gesätibert Dfer OKWißerichf dnb Führerhauptquartlet, ?. September Das Oberkommando der Wehrmacht qibt bekannt; _Ein feindUcher Brückenkopf nördlich Antwerpen wurde, im Gegenangriff zerschlaget). der starke feindliche Druck im Raum Löwen—Sedan halt an. Südöstlich Sedan brach eine gepanzerte Angriffstruppe iiberraechend in die Stellyngen des Gegners ein und rollte sie auf. Getangene wurden, einqpbracht. östlich Verdun, bei pont a Mousson und .bei toill scheiterten, starke feindliche Angriffe. Bei Baume les Dames konnte der Gegner V9rübergehend qpf dem Nordufer des Doubs Fuß fqssen. Ei; wurde jedoch sofort im Gegenstoß wieder geworfen. . Nach stärkster Feuervorbereitung durch Artillerie und Luftstreitkräfte setzten die Nordamerikaner gestern ihren Großangriff gegen die Festung Brest jort. ^r^t jjaph schWiS.rßlenji Ringen, konnte Feiijd.gegQnuber dem erbitterlen \Vid.erstand uij^efer Tryppefl unter hotjsn Verlusten in einigen Abschnitten in da« FestyngsvorfeJd gindriogen Diß Ein-hruchsstellen wurde/i abgeriegelt. Die Kätop/e um.die Paß-Straßen im Jrjiniö-sisch-italienlschen Grenzgebiet nehmen n^ch dem Einsatz marokiauischer Tjüp-pen an Heftlqkeiit zu.. Wiederholte Versuche des Feindes, sich in den Besitz der Grenzbefestigungen zu setzen, scheitertet]. , . An der ädriatischen Küste erleidet dßr Feind bei seinem tagelangen verq^>bll-chen Ansturm geqen unsere Abwehrfront schwere Verluste, die ihn zwiugert, immer neue Kräfte in die Schlacht zu werfen. Unsere Truppen errangen dort, auch gestern wieder nach schwarslen. Käjnp-fen einen vollen Ab wehr erfolg und schössen dreißig, feindliche Panzer ab. Im südlichen Siebenbürgen . in&chten die ungarischen Gegenarigrlffe gegtih v.er.stHrkten W.ldprÄtan4_ (Jgj . Ruipäppii wfjterhih, FoflepbtlUe. tm §üdp«tteil„Sie-ßgnbüyiens jijpd in jen Qstiarpaten lyur-deti Aiigrjffe der^ ÄqUcbeiyisteo ^er-§(;hUn.en. An, der übi;igen Ostfropt es nui flirwuntereit Natew.zu fcch^^eren Ktimoien^ Der. Ort Oöt^olenka aind nßch hartem, Kampf .yerjoren. Ih Warschau wurde, letzt a,uch.da« gesäte,Wfeichsel-yJertel vpn Bondeh gesäubert. In d&r Nacht bekätnpften jstarkb Verbände vpn Kampf- und SchlachtfHegem fiowjfetische Truppenbereitstellun^eh im baltischen Raum. « . Luftaht^riffe des Feinde« .richteten tich flegen.einiqÖ Orte in Serbien Und Uh-garn. Bei Tage ,dranden felridllche Jagd-verbändß Iti westdeutBches Gebiet vor. Feindliche Bombfer .Jührtdn unter Wol-kfenechiitz einen Terrorat^griff gegen Emden. Es entstanden Schäden an Ge-bäitdeu und Verluste unter der Bevölkerung. In der Nacht warfen einige feindliche Flugzeuge Bombfen auf HatnbUrg. Schulen und Hochschulen itiaEiniiatifc fjahere Einzelheiten über das Dlfj nfeuei"HcMen Anordnungen über den totalen KtiegsHnsatz betreffen aurh die Studilererwlen der deutschen wissenschaftlichen Hochschulen, Kunst- und Musikschulen und der Berufsfachschulen Sowie Schüler und Schülerinnen der berufsbildenden und höheren Schulen, Insgesamt werden mehrere Hunderttausend für d^n Einsatz in der, Rüsfurigsindustrie Qd^r zu, a^d^ren unmittelbar kriegswich-tig.en , Aufgaben h,eranoezpder Zup^anmcn f"'Ti.ng feihielner Klai^^_ ,5chulen, Hooh-chul^n oüer Fa^üUälen kä^ erloigen, nachdem sich die Schüler bzw. Studie-rend-en tatsächlich ilü Arbeitseinsatz h4- fiikimi. Um!« iii Wfiiii rd.[ Wien; 7. Sfepteinbet Im Rathaus fand heute nachmittag üihe RätShferi:ehsitiün§ «ätt^ In der l3 H^ue RatsHerr'en vbin ßUr^ermeiSl6r ver-Öiaigt ^ufflen. Der Bürgermetst3F gfe-Ötidite In seiner ttedö iupabhsl der Ge-fallßHen bei den iS LuitäiigrUfen auf Wien lind äSr vor 3em Pelnd geßllefie-heii tJeJolgscjiattsHiUglieflef der stSdti-ScHfen VSrw^altüng. _ Er fefe^Undete darin die Meüefhennüiigen. Ijlacn ^defii^ I'®'",®" ^raph 48 der Genieihdeordhling war ei notwendig, daFür zu söraeH, daÖ unter deii Ratsherrn allS Scfiiailen der Wle-Sef feüfgerScHaft vferlrelferi Sind. Uhter den näuemartiitön - Ratsfiferren befinden .«ich neben dem Rektor, der Wiener Universität ein .Gfeixeralarbeits-führer, eili Techniker, ein Bauef, ein Oberbuchhalter, ein Autofräsei;; ein. Maschinenbauer, fein kaufmänjiischtr Angestellter, ein gewerblicher ModellnyicHer, ein Eisen- und Metalldreher und ein Gastwirt. Sife sblleh zur Vfetwaltung disr Stadt nach Möglichkeit hfirangfezogen werden, führen soll allerdings nur einer, aber nicht nur einer dönken. Die Ratsherren werden die vom Bürgermeister vorgeschlagenen Maßnahmen beratend durchsprechen, werden zu ihnen Stellung nehmen, werden ihre .Meinung äußern und die Ausführung überwachen. Rl^fieHkng^rögriifiiiii d&b PreßbdrQ. 7, September Mifai«t4rt)rA«ideht Dr. Stephan TIm qak am Mittüroch eine Erklärung ab über da« AtbeltsiiTögramm Beiher Reglferung. Ei betonte, , daß die Regierunq In ihrer AuBfehpolitlk treu auf der bewährten Linie der slowakisch-deutschÄri Freundschaft im Sinne des slöunvergän Freftäg, 8. Scptembef 1W4 * Nk 252 * ScIiS 3 Die Abzüge beim Vierteljahrs^ehalt Auch Steuern und Beiträge, nicht eisernes Sparenj cjuaHdlswelse Zur der LoTinhüros nehmen — wie echon berichtet — viele Beiriehe ftir mt8 jnBeirrnnnfiet »He^ fof einen Teil der Gefolgschaften, besonders für die Alt^ÄtMJteft' 5!n6 genaue Lohnabrechnung ntir vlferteljährlich vor. Innerhalb Hes vierteljährlichfen Abrechnungs-«Gitramns werden dann den Arbeltnoh-inern Ab«chlafT<5zahluTiehaltp.n und abruführei^. pinige von den jeweils riistänidiqen Steilen ergangene Anordnung^, die die vierteljährliche Lohnab-recHriung fordern wollen, haben dem Arbeitgeber äies gastattet. So hat der Reicheflnänzmihifitei: ängnordnet, das der Lohnsteueräbzug. ,grundsätzlich erst für deii ganzen Arbeitslohn de« Lohnabrech-hiitigffieiträlimos bei der für daa CJuartät ^b'^'chlleßenci'en Lohnabrechnung vbrztinehmen Cst und nicht bei Lei-d§r einzielneh ATjschlagexahlungen. Entfepr^thÖiid gcßtattet ein Erlaß des ReicHBanjßKÄmihiöterS dem Arbeitgeber, Ätlch diö So®iäIveraichehmgfibeiträge filr den gäteefl ArböltSlohri des vierteljährlichen Ärorfethtlülig'äzeitraum« efist bei der Lbhha'brörtthüTlg, zti berechneh, elnzube-häitfeil ütld a1>züftoren, eine Gleichschaltung alsb lh.it deliti Lohntteuerabzug. Dle^e vlettfeljährllche Efledigung der SötialyereidhferlitiigsbefttrSge gilt abör nicht für söitho kranJcenvereidierungR-pflichtlgie firsatikd'ssenmitglieder, die riÖchslpreise tUa* Rasterapparate Der Reich6kommi«6.ar für die Preisbildung.hat Höthstpreise für Rasierapparate ajiß.Metall in drei Preieklaesen festgesetzt. Häpdler ouf der Stufe des Einzelhandels dürfen beim Verkauf von Ras.ier-apparaten der Preisklasse I höchstens 0.90 RM je .Stück, der Preislclüsse II höchstens 1.53 RM je Stück und der Preisklasse III höchstens 1.80 RM je Slück berechnen. Soweit bisher höhere preise berechnet würden, sind diese min-iiestens aut die vorgenannten Höchstpreise zü senken, die für ^isier-apparate SinscHlieflltch einer einf^i-Chen Falt- öder Deckelschachtel gel-— Sowerit Rasietappafate in bö-ionderen fitu14 cnder hochwertigen Kälten geliefert werden, darf der Einstatids-pieis hierfür dem Höchstpreis angehängt ■worden. Sogenannte Marken- oder Spe-tialapparate dürfen nur vertrieben werden, sofern die ^rei6genehmigurlg des ReifhskoimniisBanB vorliegt. Das glit für afle Lieifenlngen vom 1. September ab. Ihfen Beitrag selbst entrichten. Auch hat die Deutsche Arbtlt'Sttont fugelfisfcön, daß die DAF-Beltrag6 viertfeljahrllth ab-gerechiiet orf auf ein hohes Alter zurück. Vermutlich dürfte es unter Karl dem Großen, der beitanntlich von /68 bis 814 lebte, entstanden sein. Die erste Urkunde, in der Kiedrich nament- lich erwähnt wird, stammt aus de^ Zeit des Erjbischo^? Friedrich _voh Mainz (937—984). Die nahe Burg Scharfenstein wurde um llßO erbaut. An frühere Jahrhunderte erinnern heute noch zahlreiche alte Häuser, AdeKhöfe und Fachwerk-bauteri. Die aus Her Zeit des i4. oder 15. Jahrhunderts stammende Valentinuskir-che im gotiscjien StiJ birgt a^ls .besondere Sehenswürdigkeit eine Örg«! mit Pfeifen aus dem Jahre 1310, woÜl die älteste noch spielfähige Orgel Deutschlands, * Das verräterische Loch Ida Strttittpl. Im Mittelpunkt eines Sdreidungeprozeö-ses in Stockholm stand ein Loch Ihi Strumpf einer Ehefrau. Die Gattin eines Bankprokurißleh zog «ich in Gegenivart ihres Mannes an, um, Vrie sie erklärte, mit einer Freutidiin ein Lichtspifrltheatdr zu besuchen. Der Mann sagte Ihr, daß Ihi linker Strumpf ein Loch aufweise. Zufällig war der Mann weder zugegen, als srie s.ich abends der Schuhe entledigte, Tind jetzt war das Loch auf einmal im — rechten Strumpf. Darüber befragt, verwickelte iälch die Gattin in Wldöteptfl-che, so daß der Bankbeamte nicht mehr an den hämlosen Kinobesuch glaubte. Er reichte die Scheidungsklage niAt der Begrün/dung ein, daß das Loch im Strumpf, das vom linken zum rechten Fuß Wanderle, der untrügliche Bewbls für eine fehestörende Situation sei. Da Frau Agne keine plausible Erklärung dafür hatte, wurde die Ehe geschieden. ! Spvri und Inmen I GrupfM Süd spielt I _ d«'' Paus« üm vorigen Sonntag Wörden nunmehr am Ifl. Septeinber dis ! ^iele iim die sleirlsche FußbäijmelStÄr-I »cHäft Iii der Grupjie Süd wieder nutge-l-hoihrheii Iii Mdrbur^ steheri sich um I iS. 15 Uhr im Reichsbähnstädion Relchs-] bahn Marburg und Westen Cilli g^en-' lib&f, dl6 heuer zu den erfolgreichsten j TitSläriwärtSrri zählen. Im Vorspiel treten Ifhn U Uhr 'die Jiigendmannschäften von j Räpid Märbürg Und Reichsbahn Marburg I iü , Slhent Freuntischaflsspiel an. Dia I Fill5b31I61f von Räjiid Marburg fShrt am I SoHntT(j iläch WihdisirKgräz, um dort das fällige Pflichtspiel qegen den MSV unter Dacfi und Fach zü brihgen. Auftakt im Handball Im stelrischen Handballsport Ist der Meisterschaftsbeginn für den 10. Septtm-bfer angesetzt. Bei den Männern kommt es zu den Spielen zwischeii den beiden Grazör Mannschaften ADTV und SOEA Sowie KSG Leoben gegen BSG Bohler, während bei den Frauen HC Graz—TuS Leibnitz und Köflach—Post SG Graz vorgesehen sind. Rapid Marburg, dessen Männer und Frauen auch in diesem Jf.hr ah d^^n Kämpfen beteiligt sind, sind am Sonntag spielfrei. * In Wlenfer Neustadt haben sich die Reichsbafin SG und der dortige Sportklub zu ein^r Kriegs-Spielgeme'inschaft zii's^mmenge'jrh Jossen. In zwei Gruppen wird die Fußball-Gauklasee von Nioderdonau ihre Meisterschaftsspiele abwickeln. Die Einteilung der Gruppe Süd: KSG Wiener Neustadt, BSG Ternitz; SG Engerau, SC Neunkirchen, Badner.AC und LSV Wiener NeuKtadt. Di£ Gruppe Nord spielt mit den Reichsbahnsportgemeinschaftm St. Pölten, Lundenburg, DeuLech-Wagram/ Straßhof, Rabensburg sowie MSV Znaim, SC St. Pöltpn uhd TitS Storkerau. Fünf Städte -wollen äm 17. September in Halle ihre besten Lelchlathleitkfrauen gegenüberstfellsn. Es sind dies rieben ilalle Jena, Halberstadt, Dessau und Magdeburg. Zwei Earopa-Bestlelstungen. Als jah-resbe€tör Haiiimerwerfer in Europa muß der Ungar Nemeth angesehen werden, der in Budapest 55,30 m erzielte. Auf dem gleichen Sportfest durchlief Ihires HOO ra in 1:55 und Szilaghl die 5000 m in 14;49;6. An die Spitze der europäischen Speerwerfer hat sich der Schwede Sven Eriksson gesetzt, dem in Stockholm ein Wurf von 3,24 m Weite gelang. Einen Doppelsieg feierte der deutsche Weltrekrttdmailh im Hammerwerfen, Ei-Hvln B!c!5k, bei einem Sportfest in llan-npve[, „Der nicht mehr zu den Jüngsten zählende Blask gewann d.is Hammerund Diskuswerfen mit 4ft,45 bzw. 40,70 m, Dreililche Meisterin wurde bei den ungarischen Titelkämpfen in der Frauen-Leichtathletik die FünJkirchner Univer-ßitätshörerln Lörinczi, und zwar über 100 m (13il), 80 m Hürden (l-,7) und im Weitspringen (5,36). LICHTSPIEL-THEATER Ü ^Ur luiehbl. nicht iuaetaii. □□ FOr SuBindl. unttr 14 J. nicht luaelasien. riUM-LiCHTtPIELi Heute Ts, 17.30, IS.45 Uhr. t^crhrut 22-10. pit gol-ikiii PmiII, ein Wlen-Fltm mit Hans Hqlt, Attila ,Uttrt)lt;ei und frledl Szepa nach der Posse „Der ZerriS-ene" von Joliänn Ntstroy. P Für ausländ. Arbeiter nicht zugelassen. Sondorvaranitaltungan: Sonaiae Vor-mittae 10 tJhr, Montag, Dirnstae lind MlttwMh 12.45 Uhr. Brigitte Horney, Will; BIrKei. Ernst von Klippstein In „Der Gouverneur", ein Film mit spannenden Koridlbten um politischen Ehrgeiz, Schulden und _^OflUiersehre. nrl liPLANAOE-LICHTSPIELE: TSgiich 13, 17.30, iq.45 Uhr. Ein Unsictitbarar ■aht durch die ^tadt, init Harry Fiel, Fritz Odemar, LIssy Ania, Annemarie sörensen u. a. □ — Ab | Oienstai;, den 12. September, der _SchOtki In K&blhl 1, LICHTSriELE BRUNNOORF. Freitae, 19.45, SamstaR 17.30. 19.45, Sonn-taR. 17..10. 19.45 Uhr: Der wtint , Traüm. □□ Frfcltäe, 17.30, Sams- I tse und SonnlaK, 15 Uhr: Jugend- Programm III.___ __| iuRGÜcriTSHELE ClÜI, sächsenlef- ' ''.-inf ?:Mcl7tlien: WochentaRS 17 and 19.15 Uhr, Sonn- und Feler-[fHi 14.4D, 17 Ulld 19 15 Uhr. Von 8, bis 18. September: Ich werde illcn aiif Hilldan tragen. Ein Trinis-Film mit Hell Flnkenzcller, Hahi ^ Nielsen, Hans Lelbeit. □___ FiTMTHGÄTER M^ETROPOL CtLLI. Spielzeit: W 17 und 19 15 Uhr; S 14.45 17 und 19.15 Uhr. Vom ft. bis 11. Scplmber; LläbeslUge Allda VdlH, ^Fo«co Qiachetti, Clara Caiamal. O LICHTSPieLTHEATCR OURKFELD. Freltaf!, den B. bis Sonntag, den 10. September: Prämiert, mit Zarüh Leander, Attila HOrbiger, Karl Marktet u. a. □_ fÖNLICHTSPilLS „DEUTSCHES HAU^' Peltaü. VorlUhrünefcn Jetzt tätlich, auBer Montae Wochentags um 17..10 und 19.45 Uhr, Sonn- und PeierlaRs 15, 17.30 und 19.15 Uhr- Von. 8. bis 10. September: Oft zweite ScliuB, liiit Susi Nikolettl, Harna Witt, Richard lläuBlet E. V Klippstein und (lustav Waldau. □___ _ fON-LICHTSPIELT STADTTHEÄTER, Pettau. Spielzeit; Wochentags 17. 19.45. Sontitües 14 an. 17 19.4.'i Uhr. Heute zum letztenmal: Dai Indisch« Grabmal. — Von .Snmstac bis Mon-tnR, Maria Holst, wlliy Frltsch, Hans Moser. -Theo l-lngen ih der verlllm-ten Operette Wiener Blut. □□ Nach Beginn des Hauptfilms kein __Einlaöl____ LICHTSPIELTHiATER*" TÜFFER." Vom 8. bis IQ. SePtemho''- Die lunglern vorti Bitcholsberi. □□ 1*, Tieferschüttert gehen PW wir die ttaurige Nach-* ficht, daO iinSer itinißst-Keliebtcr Sohti und Bruder Anton Tschorko oetralter, Inhab. dbi E. K. 2. Kl. am 19. Aücust 1944 Im Alter von 19 Jahten an der Ostfront den Heldentod gefunden hat Marburg, am 4. September 1944. In tleler Trauer: Anton und Paula, liitern; Ka-rollne, Paula, HIrmanh, Geschwister, sowie alle Übrigen Verwandten. Schweren Herzens ge-nK ben wir allen die trau-™ riße Nachricht, daß unser Ober alles geliebter und teurer Sohn, Bruder und Scbwa-Eer Franz Kraner Otfreller la der felüte seiner Jugend, Im Alter von 20 jähren, am 27. Juli, im hohen Norden gelallen Ist. Marburg-Drau, Graz, Obdach, Leorlhard, Denediktvn, Burgstall, Würz, am 5 September 1944. In tiefster Trauer; Anton und Maria Kraner, Rlletn: Maria, Schwester; Paul, Bruder; Ama-IIa geh Ooloti, SchwHi^crin; Familien Puschnil«, Kranar, Matzun Petratch, Markoll. .6871 _ wir geben die traurige pM Nachricht, duQ unser ^ Innißstgcliebter, unver-geOilcber Sohn, Bruder, Neffe, Schwager und Onkel Leopold Podgorhik Dberwnchtmelster der Gendfer-merl* Im Alter von .10 fahren, am 22. Ati^st 1944, in Ausübung seines Dienstes den Hetduntod starb. 6908 Rast, Marburg-Dr., Friedau, am 8 September 1944. In tiefster Trauer: August uml Maria, Eltern; August, K^rud, Franz, Actolf, Toni, Waller, beide im Felde, Rudi, Brüder; Hildo und Angela, Schwestern, und alle Obrlgert Verwandten. SchmerzerfUllt geben wir die traurige Nachricht, daß mein lieber guter Gatte, unser herzensguter Vater. Groß-vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel, Herr Johann Tschonschek Rolchsbahnpentlonltl Im Aller von fi.t fahren, nach schwerem Leiden sanit entschlafen ist. Das Bcpräbnis findet am Freitag, den 8 Septomher, um 15.30 Uhr, am Magdalenen' Friedhofe in Drauweiler statt. Marburg-Dr., Prüvall, Oraz, am 7. Septembci 1944. 6912 In tiefer Ttiiiier: Marl« Ttchsnichkk, Gattin; Klara Uhl, Hermlna Kokot, Töchter;, Josel Krautidofler, Stiefsohn; Mxrqnrethe Lipnik, 7iph-tnchter; Otmar Uhl, Friedrich Kokol, dzt. Im [.aznrett Schwie-gerfühne; Frledl unil Oltl, En-kerl, und sämtliche Verwandten. Für die vielen Beweise inniger Antcllhahme, sowie die zahlreichen schönen Kranz- u. Blutnenspenden nnl^BBiich des Todes meines lieben Gatten OFORO itlHllStJN, sntvie allen, die unserem teuren Toten das letzte nelelte Raben un»! die ergreifcrden Abschled'.worle des Pg. Oiimings, sprrche Ich auf diesem Wege meinen innigsten Dank aus. 6920 Orornlni lohnson. ^1^ Ein unsagbares Leid hat puli uns getroffen. Unser in-" nigstgciicbter, unersetzlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Koschtltz Grenadier Ist Im Alter von 22 Jahren seiner im Osten erlittenen schweren. Verwundung in einem Lazarett erlegen Er wurde ih Clin am Städtischen Friedhofe beigesetzt. Wer unseren lieben Friedrich Eckannt hat, der welD, was wir verloren haben! Cllli, Buchberg, den 6. September 1944. 3593 In tiefer Trauer: Maria und Anton Koichdz, Eltern; Anton, Regln«. Geschwister; Karl Matzuh, Schwagpr, wie alle anderen Verwandten. Unsere liehe Mutter, Schwiegermutter und GroBmutter, Frau Ida Paulifle Schwarz Oberitenswltwt hat nach langem uhd schwerem Leiden ihre müde Augen Dienstag, den f!. September, um halb 9 Uhr. für immer fee-schlossei). Das Begrübpls findet am Freitag, den 8. September, um 15 Uhr, von der Totenhalle aut den Städtischen Friedhof In Drauweiler statt. Die Seelenmesse wird in Franziskanerkirche Samstag, den 9 September um halb 9 Uhr Relesen. 6909 Marburg-Dr., am 7. September 1944. In tiefet Trauer; Waller und Marl«, Kinder; Marian Welda, Schwiegersohn; Breie Schwarz, Schwiegertochter; Eva« Marl*, Regina u. Renata, Enkelkinder, und alle übrigen Verwandten. KLEINER ANZEIGER AMTLICHE @ BEKANNTMACHUNGEN i STELLENGESUCH^ _Lan(!l3hrlfte VerkHultrtn siicht fetelle als Kasslerln ode: drjjl. für sofort oder später, Anträge unter ,,Tüchtlft B84.'S" an_dje_M__Z.__6845-5 Männliche Kanzleikrall, mit Buthhal-tungs- und Stenographiekennlaissen suclit Stelle Ih Marburg oder Umge-burg. Ausführl. Angeb. unter ..Ab sofort frei" an die ,,M Z." erbeten. (i89R-5 lejähriges Mildchen sucht Stelle In Damcnschneiderei. Zuschr. an Aloisia W4)k. Pirsting 8, Post; Pöllschach Stmk. B91Ö-5 I ZU MIETEN GESUCHin i'ür die vielen Beweise In-tll);er Anteilnahme anläßlich des schweren Verlustes meines geliebten Oatten. bzw. Vaters JOHANN RUPRECHT, sowie fUr die vielen Kranz- und Blumen-spenilen. wie auch allen, die unserem Verstorbenen das tetz-1o Ooicite gaben, sprechen wir unseren innigste.^ Dank aus. Bc'onriercr Dank dem Herrn Dekan Karl HUttner sowie den Feuerwehren von Saldenhofen und Mahrenberg. 6806 Salrienhofen, am 7. September 1944. Familie Ruprecht. Xlierer Herr, Sddetcndeulscher, sucht möbl. Zimmer. Eventuell eigene Bettwäsche. Ttanz Maschndr, Marburg-Dr., Domplalz 20, Zimmer 4. 6913-8 Alleres Ehtpaar iücht einen t^ohh-raum, genügt auch ein Zimmer. — Zuschriften bitte an Pirz, Gams 28, hei Marburg-Dr. 6906-8 WOHNUNGSTAUSCH nroße Einzimmerwohnung beim Buhnhol tausche für Zweizimmerwohnung. Adresse in der M. Z. Marburg-Drau. _________________ 6843-9 Tausche Elnilmmerwohnung mit Carlen in Rotwein, nahe Seidonlabriii, gegen ebensolche oder größere In Stadtmitte. Antr an die .,M. Z.", un-^15. Oktober'V___6897-9 tausche Zweizimmerwohnung mit Garten in Brunndorf gegen KUche und Zimmer in der Stadt. Adresse in der M. Z. 6921-9 FUNDE UND VERLUSTE Dunkelhlauer Schlafanzug, Jacke, Nr. 125, vom Fenster gewehl. Abzugeben gegen gute Belohnung Im Huttcrblock, Horst-Wessel-Straße 7-125, bei Ohland, Tel. 3031. _______ 6905-12 Damen-Armbanduhr mit rotem Band am Mittwoch von der Mellingerstrafle bis Domplatz verloren. Der ehrliche Finder soll sie geeen gute Belohnung Domplatz 16, bei lustlne Kaiba, abgeben. • 6902-13 [ Für die vielen Beweise inniger Antel4nnhme sowie lür die schlinen Kranz- und Bluiprn-spenden anläßlich des tlln-scheldcns uriserer lieben Mutter. Groß- und Urgroßmutter, ALOISIA ZAFUTA, sowie allen, die ihr das letzte Geleite gaben, Sprechen wir nuf diesem w^|?e unseren herzlichsten Dank aus. I eitersbere/Marburg, 5. September 1944. Dia llefirautrnilen Hlnter-6894 bllebenen. VERSCHIEDENES Tadellose Damenspartichuhe Nr. 39 tausche gegen andere Damenschuhe Nr. 39. Buncalarigasse 2-1., Brunndorf. _6869-M 2 Matratzen, sehr gut erhalten, tausche gegen Kindersportwacen. Buncalarigasse 2-1., Brunndorl. 6870-14 Zither und Oltarre tausche gegen Her-rrntahrrad. Oherrotweln 87, 6890-14 Tanscbe tadellosen Schirm gegen alten grdOeren Handkoffer. Anlragen: llorst-Wessei-Stiuüe 311. Tür .t. _________ 6863-14 Harrenichuh* Nr. 41, gut erhallen, lausche gcten Damen- oder Herren-schlhose. An?ufragen tHgllch von 12-14 { Uhr. Vkllrlnghdlgasse Nt. 5. Hot. M. I Marina 6IK)7-14 Dir ObsrOlIrgermalfier der Stadt MllfBurg'Or. Betrifft: Mildeptllcht der Männer und Frauen (Ur Antgabtn der Reichsverttldigung. Bekanntmachung Alle Perionen, die arbeitseirtsatzpflichtlt sindj mds-sen sli:h, wenn sie irppnde|ne .Dienststelle der Stailtver-wältung in Anspruch nehmen (z. B. Wirtsciiaft-, Ernä^-rungs-, Wohnungs-, Fürsorge-, Bau-, Standesamt Üsw.J Bei dieser Dienststelle fallweisa eimtoandfrel darüber ausweisen, daß s,ie sich bqim Arbeltsarnt gemeldet haben, oder daß sie bereits in entsprechender Bescnältigung stehen. Als Ausweis für die Beschäftigung gelten Ibhn- Uhil Rt-haltszettel, amtliche Legitimationen, amtliche Eihzelbestä-tigungcn u. dgl. Als f4ac)iweis für .die Meljl.ung beim Arbeitsamt gelten nur die ab iH, August d. f. vom Arbeitsapit dafür ausgegebenen Bestätigungen. Alte Bestatlgurlgeri Site-len Datums sind ungültig. Wet diesen Nachweis nicht erbrinpt, wird mit seinem Ansuche^ abge^^iesen. 3Ü94 harburg, ain 7. Septemner 1944. Knaut. STkATLICHE WIRTSCHAFTSSICNULE CILLI Roscggeistraße 1 Narheinschrelbunq und AnfnahmsprUfunq für die eiste Klasse linden am Dienstag, den 12. September 1944, um 8 Uhr, im Anstaltsgebäude, I. Stack, Lehrsdal 1, llätt. ^ 3595 D«r kommissarische Ltiter: Dr. Aörnick. Ausbllduni] von Tum- und Spotllehrerlnnen In Grar Das Hochschulinstltul für Lelbosübungen In Qtat erSff-net Ende Oktober 1944 erpfüt einen einläJirigcji Aiisbil-dungslehrgang für Turn- und Sportlehrerinnen im freien Beruf. Ol« Ausbildung Iteht lawerberlnnen ofltn, die das 18 Lebensjahr vollendet habet;, die Körperlich? und charali-terlichc Eignung in einem Ausleselager nachweisen können und arischer Abstammimc sind. Meldungen bl* 18. September 1944 an das Hochschul-Institut für Leibesübungen in Graz, Kopernikusgasse 24. Der Bannbeaultragte für Klnderlandvirichlckung Marburg, den B. September 1944. Bekanntmachung Betreff: KLV-Lager St. lohAnn äfri Tauerii und KLV-Lager Bad Radeln. Jene Schüler der Volksschule» Brunndorf, LeiterSberg und der Joselschule, welche sich bereits liir das KLV-La-Kcr gemeldet haben, erscheinen am Samstag, deh 9. September 1944, um halb 7 Uhr in der Beratungsstelle des Gesundheitsamtes Hugo-Wolf-Qasse 8, 1. Stock, zur Untersuchung. Impfzeutcnlsse [iliLr Scharlach und Diphtherie-Schutzimpfung sind mitzubringen Ebenso kommen sümtllch" Mädchen dei 2. Hauptschule für Mädchen, weiche zur Abreise nach Bad Radein vorgemerkt sind am gleichen Tag up» zur gleichen Zell in die Ilugo-Wolf-Oasse 8 1. zur Untersuchung. Eltern erhalten nähere Auskünlte über KLV md Schul-tragen am nächsten Sprechtage, das ist Freitag, dfcn 8. September 1944, im Srhulamte MSrhurg-D au. Schmiderer-gasse 27. 8—12 Uhr Der Bannb^auftrngtr lOr KLV; Peli. DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT MARBURO'DRAU Wlrtschafttamt 3597 Verlautbarung Im Zuge der Vereinfachung des Ranzleibelrlebes des Wirlschnltsamtes werden ab fi. September 1944 die Kohienstelle, Seilenstelle und Schuhstelle aus der Baracke In der Schmiederergasse 27 d in das Gebärde des Wirtschaftsamtes Kernstockgasse 2 Parterre verlegt. Die Bereifung- und Fahrradstelle »owie die Petroleumstelle befinden sich nunmehr In der Kertistockgasse 8 ri nden. I. A. Scna«ler, Fußpflege ebenso wichtig ■ |«ie dos Schuheputzen I • GERLACH'GEHWOL Fußkrem \ ^ i Tadellosen RechentchUbar. System „Rietz", täusche gegen guterhdlteneh Barometer. Zu besichtigen In der Tauschzentrale, Burggasse. 6895-14 Ein sechskreisiger ,,Nori"-Runillunk-emplünget, tadellos, aut Ulelch.- und Wechselstrom, für ein gutes Klavier oder Flügel tu tauschen. Adr. ip der __6901-14 Neu« Arbtlten des Malers pipo Petein In dar Runsthandlung Karbeutz dtrxcit Mhiltlich. OB10-14 Brlefnurktn, lobann Betacek, (12a) Wien .10. Wiedner Haupt-ilr. 2—4. Liefert alles von; Deutsch ianU samt allen Ne-fteneeblelen, Österreich Belgien, Lu-Kcmburg, Liechtenstein. Verlangen Sie Prcltliste. Was Ihnin fehlt, wird »roavt ivIMtrL Nalinuig Ist Waffe! Ein Schmied diaier Wofle war OMifi Johann der mit dsr Schaffung iäinii WfcCK'V*irahreni dl« hduv lieh« Vorrotsholrung in Kentcrvsn-.a^löiern «rmoglichte. Wer In WECK* olöiern - Itennfllch an der Erdbecr-Sd^utzmark« lommeiiiche Ueber, •cbuit« an Gamuten und Obtl lü> dan Winter vorrätig iiält, trägt zum Sieg der daufichen Waffen bei. Ni« ober noch Gefühl„•inwecitcn", sondern Voilcfirllten tietj qenau ein-holttn. Autfühdiche Anleitungen et-hallan Sie von jeder V/ECK - V*r> kauliitella oder gegen Einiandung dieser auf eine Poslltarte geklebten Anieig* von der Oeiterr, Körner-venflat'KO Bröuar A Ce , Wi#n I, Stodiongaisa 5 (Geneicilrepröian-toni dar Moili* WECK). bwf Ei^olg (eder Mahnoistung wird noch gesfÄigert durch haushalten-dan Verbrauch dererieuglen Güter. Wer>n deshalb niemand mehr liault, als er braucht, dann werden nicht wenige allAs, sondern alle genug erhalten — Die» gilt olienso lür DARMOL, das auch heule In steigendem Mjt^e hergestellt wird, DARMOL-WERK DcULKHMIMAU Familien ~Aiiieicien tifideti diltch die ..Marburqar feltonq** weliaale Veibreltanfl Seite 4 ♦ Nr. 252 ♦ Freitag, 8. September 1944 MARBURGER ZEITUNG ftilHiOttUhi f(undStliOTi Das Gesetz des Krieites Du oder ich! So heißt es an der Front, wenn mit heiserem »Urrä« die Sowjets gegen unsere Karapflinien stürmen und d€r deutsche Soldat, fest den Blick in das Weiße der Augen der Feinde gerichtet, schießt, sticht oder haut, um sich der Anstürmenden zu erwehren. Er fragt nicht langt, sondern er kämpft, weil er weiß, daß der Augenblick entscheidet. Du oder ich! Das ist das Gesetz des Krieges! Weiche Empfindung, lange Überlegungen oder Bedenklichkeiten müssen einer haften, schnellen Entechluß-kraft weichen, v/er dem Gegi^er nicht erliegen will. Gilt das Gesetz des Krieges aber nur an der Front im Osten oder Westen? Nein! Es gilt auch in der Heimat. Nur heißt es da nicht »Du oder ich!«, sondern »Sie oder wir!« S i e sind die Briten, die Amerikaner, die Sowjets. Wir sind wir selbst, ist die Gemeinschaft des deutschen Volkes. Wir sehen den Feinden nicht in das Weiße des Auges, aber wir kennen ihren abgründigen fiaß und ihren Vernichtungswillen. Aus ihren Reihen schallt uns nicht ein stürmendes »Urrä« entgegen, aber die rücksichtsloseste | Raub- und Mofdgier. Immer wieder hören wir, was sie mit uns machen wollen, wenn sie siegen würden und es ist kein Zweifel, wehe uns, wehe unseren Kindern, wenn es ihnen gelingen würde. Die Brutalität ihrer Absichten hat sich uns längst enthüllt. Deshalb heißt es auch für uns in der Heimat wie an der Front; Hinweg mit weichen Empfindun- | gen, mit langen Überlegungen oder Be-denklirhkeiten! Die harte, schnelle Entschlußkraft des restlosen Einsatzes ils Wille zum Siege ist für uns notwendig. Sie ist die Rückenstütze des kampfenden Heeres. J. W. Der deutsche Lebenswille im Unterland Kinderfreudigkeit in allen Kreisen — Vorbildliche Bilanz im R^ich Über 70 Millionen RM Vorliiunges Ergebnis der fünften Haus-sammlunq Die am (j. August d. J. durchgeführte fünfte Hüu-sstimmlung dos Kriegshilfs-"werks lür das Deutsche Rote Kreuz erbrachte das höchste Ergebnis aller Sammlungen für das Kriegshilfswerk. Das vorläufige Ergebnis beträgt 70 175 602,92 RM. Bei der gleichen Sammlung dts Vorjahres wurden ÖH 368 9B7,!)7 RM aufgebracht. Es ist somit eine Steigerung dos Ergebnisses um 11 80t3ßl4,95 lt\l 2ü,2 Prozent zu verzeichnen. Einer der abgründiqsten Deutschenhasser hat einmal geäußert: *Es sind 2C Millionen Deutsche zuviel auf der Welt!« Sell)«t im deutschen Volke nistete sich i dieser Gedanke ein, begünstigt durch die Ver-irrunq und Verwirrung der Nachkriegszeit. Man glaubte sich klug und zweckmäßig zu verhalten, wenn man sich auf wenige Kinder beschränkte oder überhaupt auf sie verzichtete, und nachdem Deutschland durch die Verluste des Kriege« geschwächt war, begannen ihm nun noch die letzten Lebenskräfte zu veisiegen. Unentwegt wankte eis dem Abgrund seines Unterganges zu. Erst in letzter Stunde kam mit der Besinnung die Rettung durch ein neues Anwachsen der Volkszahl. Wenn heute, im fünften Kriegsjahr, die Statistik feststellen kann, daß im Deutschen Reith im Januar dieses Jahres 17,4 V. H. mehr Kinder geboren wurden als im gleichen Monat des Jahre« 1943, so wissen wir zwar, daß diese Zahl noch lange nicht ausreicht, um die bevölkerungspolitische Entwicklung des deut- i sehen Volkes zu sichern, wir dürfen I aber dennoch stolz auf die Lebenskraft unseres Volke« blicken. Daß wie im Deutschen Reich so auch in der Unter-Steiermark trotz der erheblichen Schwie- MutterglUck rigkeiben, die sich dem Aufziehen von Kindern enigegenstel'.en, trotz der vermehrten Arlieit die Frauen freudig und opferwillig ihrer schörusten Aufgabe dienen ;Mütter zu sein, ist ein Beicfisgebielen entsprechend der vr\n •»nf,tändiger Stelle mitgeteilt wird, behält, falls s ui.» iM.erzuäcnüsüen zu beliefernden Gebiet bis ium Ende der 65. Zu-teüungsperiode noch nicht alle Verbraucher oder Großverbraucher auf den Bestellschein Nr. 66 beliefert werden können, in jedem Falle die Eieikarle so lange ihre Gültigkeit, bis die Eier nachgeliefert sind, so wie die Belieferung der aufgerufenen Eier bisher überall sichergestellt worden ist. ExpreBqut^endungen einschränken. Die Re'chsbahn sorgt auch heute noch trotz schwersier Belustung für die srhrtp'ist? BeföVerung und Ablieferuni von Expreßgut, soweit e*i sich um wirklich dringende Sendungen handelt. Tn letzter Zeit hat nun aber die Auflirte-rupg von Expreßgut einen solchen Umfang angenommerfi, daß — wie die Deutschen Verkehrsnachrichten mitteilen — eine expreßgutmäßige Beförderung dieser Güter in Frage gestellt ist, da der für diesen Zweck zur Verfügung stehende knappe Wagenraum nicht ausreicht. Hier ist es deshalb dringenides Gebot, daß sich jeder Auflieferer von Expreßgut größte SelbstdiAziplin auferlegt und nur in den nötigsten Fällen von einer solchen Gutfceförderung Gebrauch macht. Im übrigen ist es selbstverständlich, daß nur solche Güter zur expreßgutmäßigen Beförr'erung angenommen werden, die •«ich zur Beförderung im Gepäckwagen eignen. Es ist daher nicht angöng'g, daß leicht verderbliches Obst usw. auf weite Strecken zur Beförderung ge>gel)en wird, da dieses bei den schwierigen Beförde-rung&möglichkeitcn auf dem Besttm-mungsbahnhof selten unbeschädigt ankommt. TAPFERER UNTERSTEIRER ^^-Panzergrenadier Franx Ratzky aus der GrUgruppe Eichtal-West, Krei« Trl-fail erhielt für «ein tapferes Verhalten vor dem Feind das Eiserne Kreuz I. Klasse. Si^ starben ffin Reich Im Kampfe gegen landfremdes Mordgesindel ist am 26. August der Gendarmeriemeister Pg. Hans Duschek, Gend. Postenführer in Leutschach, und mit ihm die Oberwachtmeister d. R. Franz Zenz und Karl Murra für Führer und Volk gefallen. Während die beiden Oberwachtmeister Zenz und Murra überführt wurden, fand für Pg. Hans Duschek am 29. August in Leutschach eine Totenfeier statt, an der unter anderen Kreisleiter Tomaschitz mit der Parteiigenossenschaft und den Gliederungen und Verbänden sowie Landrat Dr. Aßmann, die Berufskameraden und die Jägerschaft teilnahmen. Dii'irbr.k war Organlsationsleiter der NSDAP, Ortsgruppe Leutschach und He-qerinqlelter der deutschen Jägerschaft und erwarb sich im Weltkrieg 1914/18 für seine besondere Tapferkeit die Große Silberne Tapferkeitsfnedaille mit Spange, die Kleine Silberne Tapferkeltsmedaille mit Spange und die Bronzene Tapferkeilsmedaille. Nach dem Weltkrieg trat er in den Gendarmeriedienst ein und versah In Eibiswald, Leibnllz, Gamlitz und zuletzi in Leutschach al« Postenführer Dienst, Mit besonderer Anteilnahme nahm an der Totenfeier die Bevölkerung und mit ihr die gesamte Parteigenossenschaft Anteil. Kreisleiter Tomaschitz hielt einen ehrenden Nachruf, in dem er Leben und Wirken dieses pflichlgetreuen Beamten würdigte. Am offenen Grabe nahm Kreisjägermeister Pg, Kroiher au« Leibnitz Im Namen der deutschen Jägerschaft Abschied von seinem Hegeringleiter, während in Vertretung des Gend.-Kommandeurs Hauptmann Gatterbauer aus Leib-nilz Abschiedsworte sprach Unerschöpflich sind die Kräfte des Volkes, wenn es das HOchste zu sichern und zu erhalten gilt. — Die Höhe Deiner Spende am kommenden Opfersonntag ist das Zeichen Deiner Bereitschaft zum Dienst! rSiadl und l.and Pragerhöf. Auf dem Felde der Ehra blieb Johann Brecl aus Unterpulsgau. Dort starb eine der ältesten Einwohnerinnen des Ortes, Frau Maria Baticr im hohen Alter von 85 Jahren. Trifail. In der Zeit vom 27, August bis 2, September wurden in Trifail sechs Kinder geboren. Es starben Josef Klant-schischar, Trifail-Loke, 72 Jahre alt, Johann Strmlan, Edlingen-Radel, 68 Jahre alt, Aloisia Baida, Trifail-Eichwang, ein Jahr alt ,und Simon Ferdinand Podbeu-schek, drei Monate ah, Leibnllz. Am 6 September wurde im Lichtspielhaus ein Eröffnungsappell der Allgemeinen Berufsschule abgehalten, in der Schuldirektor Pg. Kärl Stift deu Kreisleiter Tomaschitz und viele Vertreter von Partei, Staat, Eltern und Lehrerschaft begrüßen konnte Der Kreisleiter und der Kreisobmann der DAF Kollenz hielten Ansprachen, worauf der Appell mit den Liedern der Nation geschloscen wu^de Nach der Verabschiedung der Gäste wurden noch organisatorische Fragen besprochen und die Aufnahmeprüfungen durchgefühlt Arnfels. Am vergangenen Sonntag war die Bevölkerung von Arnfels zu einem Sommerfest des NSV-Kindergartens eingeladen. Die Kindergärtnerin Frl. Hra-stingcr hatte mit den Kleinen allerlei nette Spiele, Lieder und Tänze eingelernt, die allerliebst vorgetragen wurden Die Eltern konnten sich überzeugen, daß ihre Kinder bestens umsorgt und betreut und zu fröhlicher Gemeinschaft crt'zogen werden. Den Arbeitskameradfcn bestohlen. Der derzeit in Graz-Andritz wohnende Milan LubiC stfihl einem Arbeitskameraden, der sich wegen einer Erkrankung in Spitals-behandlung befand, einer. Arheitsanzun. Wäschestücke und Tabak.- Lubif wurde 2u sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Er stand im Verdacht, noch weitere Diebstähle begangen zu haben, mußte jedoch mangels an Beweisen von diesen Delik ten freigesprochen werden Es wird verdunkelt von 20.30—5,30 Uh* Die Mädchen A ^ < 16 in der A \.U. ROMAN VON E. M M U N G E N A S T Kacbdrucksrecht: Wilhetm Heyne Verlag in Dresden »Ich?! Du bist wirklich toll, Olfried!« Er ließ sich in keiner Weise beirren. »Nein-nein-nein! rief sie aus. Er hob beschwörend die Hunde. »Aber du kannst doch n'cht heule so und morgen 60 reden, lieijste Gabriele! Und wenn du mir widersprichst, so ist das doch nicht meine, sondern deine Sache. « »Meine Sachci' »Aber selbstverstcindlich! Ich kann ,dir höchstens* hellen, den Widerspruch aufzuspüren. Ausgleichen mußt du ihn 8e]hst!>< Sie wich bestürzt zurück. »Ich führe deine Briefe bei mir, wohlverpackt droben Im Koffer, einem kostbaren Talisman gleich, den 'ch nirgends missen möchte! Ich werde s o dir zeigen und werde dich fragen, um welcher Herzenstöne willen du meine Ungeduld angetrieben hast.« .Sie sah ihn entgeistert an. Und dann zitierte et lange Stellen aus den Briefen und gib seine Antworten wieder. »Ist das nun faßlich oder nicht? Bitte, entscheide selbst!« »Aber das (>lle« war doch reinste vn!l-kosmnenst« und vertraueasvollste Freund- Schaft! Hier und da mag auch Liebe mitgesprochen haben! Wci/um nicht auch?« »Dann hättest du mit mir gespielt,« Sie lachte ihm spött'sch ins Gesicht. »CJut. dann wäre es deine und nicht meine Sache!« »Allerdings! Aber du hast nicht mit mir gespielt.« Sie zuckte mit den Schullern. »Nun werde ich die Briefe holen, damit du dich selbst von der Richtigkeit meiner Angaben überzeugen kannst.- ".Ach, laß doch diese Briefe, Ottned!« »Du mußt sie durchlesen«, sagte er n'öfrl'rh "'n rrrisieni Tmtio >c1ii b st verpflichtet. Der Rechenschaft dar sich' nieiiiüiid enl-iehen ,auch du nichl.K Jml er eilte mit raschen Schritten aus dem Zirrvmer. »Ich bin «»ofort wieder da, ich bitiUche sie nur aus dem Kofier zu holen.« Sie zuckte mit den Schultern. Er eilte hinauf in den zweiten Stock, entnahm einem Koffer ein ansehnliches Paket und eilte unverzüglich hinab ins große Zimmer. Aber Gabriele war nicht mehr da. Er wartete geraume Zeit, verließ das Zimmer und begegnete der M-fjd Mathilde, die ihm berichtete, daß Gabriele das Haus verlassen habe und durch die Kastanienallee davongegangen sei. Da ging er wieder hinauf in st-'n Zmmei, warf das Paket auf den Tisch, zündete sich eine Zigarette «n und ließ sich IQ dineim Seseel luuder. Er griff nach dem Paket und öffnete es. Vor ihm lag ein großer Stoß sortierter Briefe. Er suchte ihn durch, griff einen Brief heraus und überlas ihn. »Ich habe Deine Zielen mehr als einmal golesen und die Nähe wohl gespürt, mit der Du in Gedanken bei mir weilst« ,hieß es da unter anderem. »Und ich bedauie, daß Du nicht hier b'sl, damit ich Dir herzlicher danken kann, als ich es in einem Brief vermag.« Es war von geschäftlichen D'ngen die Rede, vom Erwerb eines guten Slaalspapiers und von einer gcwiseon Einschränkung der Haushaltsführung. Und dann hieß es: »Was nun Deine Anregung aivbetriffl, daß wenigstens zwei von uns vier Mädels Stellungen annehmen sollen, so h.iiben wir selbst schon früher häufig darüber nachgedacht und Für und Wider gründlich erwogen. Gudrun, die jüngste, ist in allen Hausarbeilen bewandert und lernt gegenwärtig bei Bianka die Küche. Blanka selbst hat mit dem Kochen vollauf zu tun und ist eigentlich unersetzlich. Stefanie bewirtschaftet den großen Garten, und zwar nicht nur die Blumen, sondern auch das Gemüse und die Obstbäume, sie ersetzt einen Gärtner. Und ich. nun, ich ,reglere' über alle und helfe allen, je nach Bedarf und Umständen. Jede von uns bekommt monatlich dreißig Mark Taschengeld, und ausnahm/älos jede räumt die eigenen "Zimmer auf und h'llt bei der Putzerei. Außerdem schhei-(lein wk un« al)e« selbst und bekleiden uns auch selbst. Dazu dient da« Taschengeld. Am schönsten hat es eigentlich die Magd Mathilde. Wir könnten sie gut entbehren. Aber da sie schon seit so langer Zeit bei uns ist, gehört sie gleichsam zur Ftimilie, Eine EntlasÄung kommt also gar nicht in Frage«! Und dann setzte Gabriele dem Vetter auseinander, daß jede eine Masse Pflichten zu erfüllen habe, keine also untätig sei und daß, wenn trotzdem eine in Stellung ginge, nicht viel ver