Präuumcranc>»s-Prkisr: Für Laibach: Ganzjährig . . . « fl. 4V Ik. Halbjährig . . . 4 „ L« . vierteljährig. . . r , iv, Monatlich , . . — , 7« , Laibache Mit der Post: «auzjährig . . . n fl. Halbjährig . . . s . Vierteljährig. . . r , kr. s» , Zustellung in« Hau» viertel-tährig rs k., monatlich 8 kr. Enjelne Nummern S kr. TaMatt. Anonime Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt: Manuskripte nicht zurückgesendet. K r d i> k I i v » : ö-chnhosgafle »!r. ILI!. Lkvcdili«n uni Insrralrn-Sorenu: »ongrmvlatz Nr. «t iBnchbandlnr, »r» I k.Äleinmayr L iv. Bamberg . Zuscrtiousvrcisr: Für dir 2'. ns völlige Peiitteile 3 kr. bei zweimaliger Einschaltung » 5 kr. dreimal L 7 kr. dnlertionssiemrel jetesinal ?» Ir. Bei größeren Inseraten »nd öfterer Einlchalinng entsprechender Siadatt. Nr. 17. Mvntag, 22. Jänner 1872. — Morgen: Maria Verm. 5. Jahrgang. Rena» und iiiiserc Tiiiikcliiiäiiner. Ernst Renan, der noch unlängst bei nnsern Klerikalen im Range gleich nach dem Goltseibculns stand, der durch sein „Leben Jesu" bei allen Finsterlingen einen wahren Wuthschrci geweckt, genießt in neuester Zeit die zweifelhafte Ehre, von Föderalisten und Klerikalen, von Junkern und Pfaffen gleicherweise zitirt zu werden. Die Prager „Politik" und das „Vaterland," „Sloveiiski Narod" und „No vice," Graf Thun und Pater Grenter führen sammt und sonders mit Vorliebe Belegstellen aus dessen neuesten Werken an. Was mag nun der Grund sein, daß dieser jüngst noch so verabscheute und von allen Kauzeln verfluchte französische Gelehrte urplötzlich der Lieblingsschriftsteller unserer Frouunen geworden, aus dem sie ihre gewichtigen Argnmente herholen? Der Grund liegt in cinMn Stellen seiner jüngsten Publikation, eines offenen Briefes an David Strauß, den er feinen „Meister" in der Bibel-orschung nennt, und eines Werkes, ims den Titel ührt: rötormö iutsUeotugUs st moi-als äs a I'i'rmeö" (die geistige Nnd sittliche Wiedergeburt Frankreichs). In letzterem Werke mag unseren Schwarzen vor allem die Art nnd Weise zusagen, wie Renan den Haß Frankreichs gegen Deutschland zn rechtfertigen sucht. Das geistige, sittliche und völkerrechtliche Bündniß zwischen Frankreich und Deutschland bildete, wie Renan sagt, den schönsten Traum seines Lebens. War er sich doch nach seinem eigenen Geständnisse bewußt, dem deutschen Geiste das Beste zu verdanken, was in ihm lebt und webt. Nun aber ist sein „Traum auf immer gestört;" zwischen Deutschland und Frankreich hat sich ein Abgrnnd ans-gethan, den Jahrhunderte kaum anSznsüllen vermögen. Wenn den Lenkern eines Volkes so sehr die Selbsterkenntniß fehlt, da ist Besserung wohl noch lange nicht zu erwarten. Von Renan, der deutsches Wesen, deutsche Geschichte und Wissenschaft zu kennen sich rühmt, hätte man doch voranssetzen sollen, :r erkenne die Jahrhuuderte lang aufgehäufte Schuld Frankreichs au. Deutschland ist es ja nicht gewesen, welches seit mehr als dreihnndert Jahren unablässig den Krieg gegen die Grenze beider Nachbarvölker geschürt hat. Deutschland sollte es ruhig hilmehmeu, daß sein räuberischer Nachbar jede seiner inneren Verlegenheiten, jede seiner äußeren Gefahren benützte, um ein Stück Rheingrenze wegzunehmen; es sollte ruhig zusehen, wie es zur Zeit der Religionswirren Metz, Toul und Verdun raubte, die Kleinfürsten unter seinen Schutz nahm, um die Reichsgewalt zu brechen ; mit Schweden und Großtürken offene und geheime Zetlclungeu machte, um Elsaß und Straßburg zu nehmen nnd Mordbrenner-schaaren in die Pfalz zu senden. Die Deutschen sind Filosvfen, sie haben es ruhig mit anzusehen, wie ein Napoleon I. Deutschland zertrümmert und den Rheinbund aufrichtet, ein Napoleon III. Chassepot und Mitrailleusen an Deutschen probiren geht. Ermannen sich einmal die Deutschen, schlagen sie den frechen Räuber nieder, nehmen sie ihm die Beute wieder ab und suchen sich gegen künftige Ueberfälle sicher zu stellen, ja da zeigen sie eben, daß sie nach den Worten Renans „dem Idealismus nicht mehr huldigen." Sofort versteht es sich bei ihm von selbst, daß man unter solchen Umständen an der „Zukunft der allgemeinen Zivilisation verzweifeln muß." Wenn die Deutschen anfangen wollen, eine Nation zu sein, wenn sie aufhören Frankreichs Prügeljunge zu sein, so trauert der Genius Deutschlands nnd mit seinem „moralischen und filosofischen Einflüsse" ist es zu Ende. Die Deutschen sind daun selbstverständlich nur noch „Landsknechte, eine Soldateska, trunksüchtig, habgierig, plünderungSsüchtig, wie zu Zeiten Wallen-stein's; sie verbannen hochfahrend jede edlere Rücksicht aus der Politik, sind schnöde Egoisten und stempeln sogar den rührenden Wahn einer armen, vom Schicksale und von ihren Führern verrathenen Nation zum Verbrechen!" Ganz so urtheilten während des großen Weltkampfes unü urtheilen größtentheils heutzutage noch unsere schwarzen nnd nationalen Zuaven. Der „erste Historiker" der czechischen Nation, Vater Pa-lacki, nannte die Deutschen ein „Räubervolk," wahrscheinlich weil sie die Mordbrennerbanden der Hussi-ten in ihre Grenzen zurückgetrieben, und unsere From men beten es gläubig nach. Im Hasse gegen das Deutschthum also, das heißt gegen deutsche Sitte und Bildung, gegen Aufklärung nnd Veredlung des Volkes, finden sich die Berührungspunkte zwischen unsern Klerikalen und Föderalisten und dein französischen (Mehrten, dein über den Niedergang seines Volkes das gesunde Urtheil abhanden gekommen. Nicht minder mag ihm der Beifall unserer reaktionären Parteien wer» den, wenn sie die Heilmittel kennen lernen, durch welche Renan die geistige und sittliche Wiedergeburt seines Volkes erstrebt. Sein Blick ist zwar, noch nicht in dem Grade getrübt, daß er nicht erkennen sollte, daß die Franzosen in diesem letzten Kriege „eine Anmaßung, eine knabenhafte Eitelkeit, einen Mangel an Selbstbeherrschung, an Ernst, an ehrlichem Streben, eine Geistesschwäche, eine Abwesenheit aller wissenschaftlichen Befähigung, eine kindische und grobe Unwissenheit" gezeigt haben, wie sic nicht betrübender gedacht werden können. (Fortsetzung folgt.) Keuiü'eton. Eine Schrelkensliacht. Das New-Yorker Wochenblatt /IIi6 (lavs äomr>'8" erzählt nachstehende Schreckensszene aus de» jüngsten großen amerikanische» Waldbräuden: „Allison Weavcr entging ans eine eigenlhümliche und seltsame Weise dem Schicksale, bei lebendigem Leibe in den nördlichen Wäldern gebraten zu werden. Weaver ist eiu unverheirateter Man», bei fünfzig Jahre alt, und diente während des ganzen letzten amerikanischen Krieges in einem Jnfanterie-Negimente des Staates Ohio. Er arbeitete zuletzt als Feuermann bei einem Schneidemühlwerke, wo hauptsächlich Dachschindeln angefertigt wurden, das einem Manne Namens Bright gehörte und sich in Michiga», zeh» Meile» vo» Forestville, befand. Zwei oder drei Tage vor Attnühcrung der Flammen, die endlich diese ganze Landsektion zerstörten, verließen , Bright und seine Famile Forestville, und am nächsten Tage folgten alle an dem Platze bediensteten Lente entweder seinem Beispiele, oder sie beeilten sich, ihre eigenen Heimstätten zu erreichen. Sobald sich alle entfernt hatten, begann Weaver zu arbeiten nnd vergrub alle in dem Hause zurück-gelassenen Lebensmittel, daun die Messer und andere leichte Maschinentheile der Schneidemühle, ebenso einen Ofen und eine Quantität Töpserwaare. In der Nachbarschaft des Mnhlenwerkes befand sich Wasser in Menge, und er füllte verschiedene Fässer und begoß außerdem das Haus, die Mühle, die ans-gehäusteu Holzvorräthe, sowie alles Brennbare, und ferner schüttete er noch mehrere hundert Eimer voll Wasser auf dem Boden rings um die Gebäude aus. Gegen zehn Uhr Abends wurde der Himmel so licht, daß er die kleinsten Gegenstände rings um sich sehen konnte, und iu den Wäldern erhob sich ein Sausen und Brausen, dem ähnlich, wenn die erregten Wogen des Meeres gegen eine zerrissene Felsenküste schlagen. Bei dem Nivelliren des Grundes rings um die Schneidemühle waren doch noch hie und da Grubeu übrig geblieben, und eine solche vertiefte Weaver so weit, daß er aufrecht darin stehen konnte. Dann füllte er sic nahezu voll mit Wasser, und trug auch dafür Sorge, das Erdreich um die Grube auf mehrere Rnthen weit reichlich mit Wasser zu sättigen. Dann ging er in die Mühle und nahm ans dieser eine vierzöllige Planke, sägte sic in zwei Theile und sorgte dafür, daß diese die Oeffnung der Grube möglichst dicht verschlossen. wohl, daß die Sache trotz alledem ein ichliuuue Ende nehmen könnte," meinte er später, ,,aver e war das beste, was ich thnn konnte." Um ci> nacht hatte er alles geordnet, und jetzt war das Sausen und Brausen geradezu schrecklich geworden. Die Klärung hatte eine Ausdehnung von zehn in-zwölf Acres, und zwei Stunden vorher, ehe das Feuer sie erreichte, war sie fast fortwährend mit fliehenden Thiereil bedeckt. Als er abermals das Haus mit Wasser übergossen und einen Moment auSruhte, brach eiu Pferd m vollem Galopp aus dem Walde, hielt vor dem Hause und wendete sich gegen das Feuer. Weaver konnte sehen, wie es zitterte und sich schüttelte vor Aufregung und Schrecken» und er fühlte Mitleid mit dem Thiere. Nach einem Momente schnaubte cs bestürzt, rannte zwei oder dreimal um das Haus und dann schoß es fort in die Wälder wie eine Rakete. Nicht lange nachher kam das Feuer. Weaver stand bei seiner Grube, bereit zum äußersten, aber neugierig, daö Einbrechen der Flammen zu sehen. DaS Sausen nahm zu und war mit einem Krachen gemischt, das einem Pelotonseuer glich, die Luft war drückend, eine Wolke von Staub und Asche schauerte nieder, und jetzt waren die Flammen zwischen den Politische Rundschau. Laibach, 22. Jänner. Inland. Im Verfassung-ausschusse wurde SamStag über die galizische Resolution verhandelt, und zwar in Gegenwart der Minister Auersperg, Lasser und Unger. Der Ministerpräsident, über die Stellung der Regierung gegenüber Lein Antrage der galizische» Abgeordneten befragt, erklärte, es sei unmöglich, der galizischr» Resolution im ganzen und allgemeinen beizutreten. Auf dieser Grundlage würde sich ein Staat im Staate bilden, was wegen innerer und äußerer Verhältnisse verhütet werden müsse. Die Regierung werde indeß allen Konzessionen an Galizien bereitwillig zustimmen, welche mit der Einheit und Machtstellung des Reiches verträglich sind. Der Ministerpräsident sagte, der im vorigen Jahre diesbezüglich «„gebrachte Antrag könne eine Unterlage zur weiteren Verhandlung bieten; die Regierung werde die Vorlage des Verfassungsausschusses eingehend prüfen und im Ausschüsse ihren Standpunkt bei den einzelnen Punkten klarlegen. Auf eine Frage des Abgeordneten Zyblikiewicz sagte der Ministerpräsident: Die Regierung wünsche die Herstellung des Vollparlamentes, nnd glaube dieses durch ein Nothwahlgesetz zu Stande zu bringen. Wenn dies erreicht sei, stehe dem endgiltigen Abschlüsse des Ausgleiches mit Galizien nichts im Wege, und dann endlich werde die Zeit gekommen sein, um durch direkte Wahlen zur Loslösung des ReichsratheS von den Landtage» zu gelangen. Nach längerer eingehender Debatte beschloß der Ausschuß, ein siebengliederiges Subkomitee zur Berathung der galizischen Angelegenheit einzusetzen. In das Subkomitee wurden gewählt: Zyblikiewicz, Rechbauer, Herbst, Brestel, Giskra, Demel und Janowski. Dem „Ungar. Lloyd" wird aus Wien geschrieben: Baron v. Pretis hat seine wissenschaftliche Ausbildung an den Universitäten in Heidelberg, Göttingen und Prag erhalten. Unserem Handelsministerium, in welchem er rasch vom SektionSrathe zum Ministerialrathe und dann zum Sektionschef avanßirte, stand er unter dem Ministerium Potocki einige Zeit lang als Leiter vor. Ueber seine Befähigung als Nationalökonom kann wohl kein Zweifel sein. Die wichtigste Aufgabe für unseren Finanzminister ist die Steuerreform. Gerade für sie muß man in Baron PretiS den richtigen Mann erkennen. Diese Reform war des Dr. Brestel, Finanzministers im Bürgerministerium, schwächste Seite. Sein Reformprogramm fand im Abgeordnetenhaufe fast einhelligen Widerstand. Das schnnt der Grund, warum das Ministerium Auersperg sich nicht be- Bäumen sichtbar. Das Feuer lief nicht den Boden entlang, noch sprang es von Bauin zu Baum, sondern es kam wie eine Windsbraut, ein Flammensegel, das von der Erde bis zu de» Spitzen der Käume reichte. Al« es die Klärung erreichte, sprang Weaver in seine Grube und schloß die Planken über sich. Er konnte nichts mehr sehen, aber er hörte. Er sagte, daß nichts die Flammen aufhalten, nichts ihr Sausen nur einen Augenblick unterbrechen konnte; er hatte die Oeffnuug kaum geschlossen, als er schon HauS und Mühle wie Zunder brennen hörte, und beide waren in fünf Minuten niedergebrannt. Der Rauch schlug sich zu ihm gewaltig herab, uud seine Höhle war so heiß, daß er nur sehr schwer athmen konnte. Er wußte, daß die Planken über ihm brannten, aber sich an ihre Dicke erinnernd, wartete er, bis das Sausen der Flammen weiterzog, und dann wendete er sie um und löschte das Feuer an ihnen. Obgleich eS eine kalte Nacht war und das Wasser ihn zuerst mit Frost durchschauert hatte, hatte ihn die Hitze doch so durchwärmt, daß er, wie er später erzählte, sich sehr „komfortable" fühlte. Er blieb bis zum Tagesanbruch iu seiner Höh'e, häufig die Planken umwendend und sie aufs neue löschend, und dann war das Schlimmste vorüber. stimmt finden mochte, dem Dr. Brestel das Portefeuille anzutragen. Die Wahl des Baron v. Pretis ist eine sehr glückliche und man kann dem Kabinet dazu nur gratuliren. Die oppositionellen Deputirten des aufgelösten kroatischen Landtages votirten vor ihrer Nachhausereise den nationalen Vertrauensmännern bei den Wiener Konferenzen: MrazovicS, Voncina, Racki, KreM und Jakic eine Vertrauensadresse; hierauf folgte ein Abschiedsbanket. Die Regierungspartei und der Oppositionsklub hielten Konferenzen behufs Berathung über das fernere Vorgehen. Volle Ruhe herrscht in Agram, die Garnison war konsignirt. Im ungarischen Abgeordnetenhause inter-pellirte Miletic' am letzten Samstag die Regierung wegen Auflösung des kroatischen Landtages. Er entging mit genauer Noth einem Ordnungsrufe, weil er sagte, wenn seine Interpellation in der LonSko-polje-Angelegenheit nicht bald beantwortet würde, so würde er glauben, daß jene, die damals Minister waren, an dieser schmutzigen Affaire betheiligt seien. Bald darauf gab ihm die Verhandlung seines Antrages: für die »och nicht provinzialisirten Grenzbezirke einen Landtag »ä Iioe zusammentreten zu lassen, Gelegenheit zu einer emstündigen Rede, welche von Angriffen und falschen Behauptungen strotzte. Der Ministerpräsident erwiderte diese Rede anfangs ruhig, später in erregtem Tone, der die höchste Steigerung erfuhr, als Lonyay mit den Worten schloß: „Das können Sie sich künftig merken, daß die Regierung alle Bestrebungen, welche sich gegen die Krone oder die Integrität des Ste-sansreicheS richten, mit ihrer ganzen Macht und Gewalt bekämpfen wird." Von allen Seiten des Hauses erscholl anhaltender Beifall. Ausland. Aus Frankreich meldete der Telegraf eine hochwichtige Nachricht. Die National-Verfammlung in Versailles hat die von Thiers so entschieden befürwortete Steuer auf Rohstoffe verworfen. Nach mehrwöchentlicher Debatte war die Frage so weit gediehen, daß ThierS sich mit der Annahme des PrinzipeS der Besteuerung der Rohstoffe begnügen zu wollen erklärt hatte. Den betreffenden Antrag brachte Barthe in der Sitzung am 20. d. ein und Thiers glaubte offenbar durch die Erklärung, daß er diesen Antrag annchme, die Sache entschieden zu haben. Die Nationalversammlung aber «ahm den Antrag Feray's mit 70 Stimmen Mehrheit an, wonach die Rohstoffbesteuerung reservirt bleibt und dir Mittel znr Herstellung des Gleichgewichtes im Budget auf anderem Wege gesucht werden sollen. Diese Abstimmung rief große Sensation hervor und mit Recht, denn sie ist die ekla-tanteste Niederlage der ThierS'schen Finanzpolitik und Das Erdreich ringsum brannte noch stellenweise. Haus und Mühle waren dahin, alles Holzwerk, selbst die dicksten Brettklötzer waren wie weggekehrt, das Land ringsum wie rasirt, fahl und rauchend nnd nichts als Ruß uud Asche war zu sehen. Nachdem sich das Erdreich etwas abgekühlt hatte, sah Weaver nach den versteckten Schätzen uud fand, daß ein beträchtlicher Theil des vergrabenen Eigenthums gerettet war, obgleich er alle seine Lebensmittel verlor, ausgenommen ein Stück getrocknetes Ochsenfleisch, welches das Feuer gekocht hatte wie in einen Ofen, ohne es zu verderben. Er hatte zunächst keine andere Zuflucht, als den Tag über, die folgende Nacht und den größeren Theil des nächsten Tages auf dem Platze zu bleiben, bis der Boden genug abgekühlt war, worauf er den Weg nach dem nächsten, zwölf Meilen entlegenen, ebenfalls abgebrannten Dorfe »ahm. Er hatte an dieser kurzen Strecke (2*/- deutsche Meilen) nahezu zwölf Stunde» zu gehe», da noch immer verkohlte Baumstämme über feinen Weg fielen, besonders dicke Klötze brannten und die aufgehäuften Baummassen hie uud da glühende Brustwehren bildeten, über die kein menschlicher Fnß hätte hinwegkommen können. kommt einem dein Staatsoberhaupte ertheilteu Mißtrauensvotum gleich. In Folge dessen wird eine Botschaft Thier»' verlesen, in welcher er seine Demission als Präsident der Republik, sowie die Demission der Minister anzeigt. Batbie setzt namens der Rechten und des rechten Zentrums auseinander, daß da» Votum kein Mißtrauensvotum gewesen; er verlangt de» Zusammentritt der Assemblö-Bureaux behufs der Ernennung einer Kommission, welche eine Versöhnung zu versuchen nnd Thiers von seiner Demission abzubringen hätte. Für den Fall des Mißlingens dieser Aufgabe hätte die Kommission zu untersuchen, welche Maßnahmen alsdann zu ergreifen wären. In der Versammlung gibt sich eine lebhafte Aufregung kund. Die Linke und das linke Zentrum scheinen zn wünschen, daß ein Beschluß hierüber in öffentlicher Sitzung gefaßt werde. Die „Jndependance belge" meldet in einem Privat-Telegramm ans Versailles vom gestrigen: Thiers hat in Folge der Annahme des Amendements Feray die Sitzung der Nationalversammlung verlassen und die Absicht kundgegeben, sich zurück-zuziehen. Man glaubt aber, daß er nach reiflicher Ueberlegung von seinem Vorsatze abstehen und die Präsidentschaft beibehalten werde. Auf den Kaiser von Rußland ist ein Attentat gemacht worden. Der Thäter war kein Revolutionär — sondern ein Bär. Glücklicherweise wurde der K.üser vor diesem Gegner gerettet und Europa dadurch von einem vielleicht tiefgehenden Wechsel der politischen Verhältnisse verschont. So hoch ist sonach die europäische Kultur und Freiheit, daß ein wilder Bar Einfluß auf die Geschicke eine» Reiches, vielleicht auch eines Welttheiles nehmen konnte. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. Konstitutioneller Derein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Vereinsmitglieder zur 37. Versammlung einzuladen, welche Mittwoch den 24. Jänner l. I., Abends halb 8 Uhr, im Kastno-Glassalon stattfindet. Tagesordnung: 1. Wahlresorm und galizische Resolution. 2. Reform der BildungSanstalten für den Klerus. — (Bürger kränzchen.) Hat schon da» erste Bürgerkränzchen alle Erwartungen erfüllt, so kann ma» doch getrost annehmen, daß der Erfolg de» zweite» Bürgerkränzchens selbst die auf das höchste gespannte« Hoffnungen übertroffen hat. Gleich nach 8 Uhr füllte» sich die ausgedehnten Räumlichkeiten der Schießstätte, so daß schon während der ersten Tänze in den kleineren Saal hinaus getanzt werden mußte. Und al» sich die Wogen de« Tanzes legten und sich die Paare zur zweiten Quadrille formirte«, da dachte wohl ma»-cher: Wer zählt die Herren, nennt die Damen, die fröhlich hier zusammenkamen. Und siehe, eS wäre» über 90 Paare, die sich Terpsichoren Hingaben mit einer Lust und einem Eifer, welche jeder Beschreibung spotten und die eS ermöglichte», daß die vierte Quadrille noch nahezu von 50 Paaren getanzt wurde. Laibach ist bekannt wegen seines Reichthums an schönen Frauen und Mädchen, allein eine solche Fülle von jungen frischen Gestalten, einen so reichen Kranz auffallend schöner Damen hätte doch niemand erwartet. Es hatte den Anschein, als ob sich alles, was Anspruch auf Namen und Schönheit hak, am Bürger-kränzchen ein Rendezvous gegeben hätte. Erst in de» spätesten Morgenstunden trennte sich die Gesellschaft. Wie wir vorauksagten, war am Abende selbst nur noch eine ganz kleine Partie von Losen vorhanden, Vie augenblicklich vergriffen war, so daß da» Komitee, al» das Publikum die reiche Auswahl von Gewinnsten sah, förmlich um Lose bestürmt wurde. Während der Rast- stunde wurden nachstehenoe 22 Nummern von einem Fräulein aus dem Glücksrade gehoben: 68, 110, 134, 142, 273, 481. 557, 762, 865, 985, 992, 1008, 1076, 1275. 1335, 1338, 1452, 1453, 1476, 1590, 1928, 2344. Die auf die einzelnen Nummern entfallenden Gewinnst« können in der Handlung des Herr» A. Popovitsch in Empfang genommen werden. — (T a geS o rdnu n g) der morgen Nachmittags 5 Uhr stattfindenden Gemeinderathssitzung: 1. Vorträge der Finanzsektion: a) Präliminare der Stadtgemeinde für das Jahr 1872; d) Rechnung über i>ie Kanzleierfordernisse im Oktober, November und Dezember 1871; v) Subvention für das Elifabeth-Kinder-Spital; ä) Tagliengelder für die Stadtwachmannschaft im 4. Quartal. Vorträge der Bausektion: 2) Licitationsergebniß der Schotter- und Deckmaterial-Lieferung für da« Jahr 1872; b) LizitationSergebniß der Bau- und Schnittholzlieferung für das Jahr 1872; 6) Beschotterung der Sonneggerstraße; ä) Antrag der Kasinodirektion auf Uebernahme des Musikpavillons in der Sternallee in die Regie der Gemeinde; 6) Anbot wegen Ablösung eines Theiles des Gacnik'schen Hauses in der Gradischa; k) Rechnung über Bauholzlieferung von August bis Ende Dezember 1871. 3. Vorträge der Polizeisektion: a) Ueber eine Petition der Stadtangehörigen um Wiedereinführung des Ber-kausSverboteS auf Wochenmärkten und der Brotsatzung; b) über die mit den Gemeinden der Umgebung Laibachs getroffene Vereinbarung wegen Benützung des städtischen ZimentirnnzS-AmteS. 4. Vorträge der Schul-sektion: a) Substituiruug für einen erkrankten Lehrer; k) Rechnung des OrtsschulratheS für die Zeit vom 18. November 1870 bis 18. De^mber 1871; Ä Aufforderung des k. k. LandeSfchulratheS wegen fogleicher Inangriffnahmen dcs stadt. Schulhausbaues. — (Typografen-Kränzchen.) Der Ausschuß des hiesigen Fortbil>nngSvereincS für Buchdrucker veranstaltet SamStag den 27. Jänner im „Hotel Elefant" ein „Typografen-Kränzchen," dessen Reinertrag der Kranken- und Jnvaliden-Unterstützungskasse des genannten Vereines gewidmet ist. Eintrittskarten L 50 kr., für Familien ü 1 fl, werden in den Buchhandlungen der Herren Jgn. v. Kleinmayr L Fed.Bamberg und des Herrn Klerr und Abends an der Kassa abgegeben. Mit Rücksicht auf den humanen Zweck dürfte der Besuch ein recht zahlreicher sei«. — (Aenderung der Vorschrift für die Einberufung der Lehramt--Kandi daten zu den Waffen Übungen.) In Erwä gung dessen, daß die Schulferien die Dauer von acht Wochen nicht überall erreichen, daher durch die volle achtwöchentliche militärische Ausbildung der unter An Wendung des Wehrgesetzes beurlaubten LehramtS-Kandi daten für Volksschulen und Lehrer an diesen Anstalten der Volksunterricht eine Störung erleiden würde, hat das k. k. LandesverthcidigungS-Ministerium mit Bezug auf die Instruktion zur Ausführung des Wehrgesetzes bewilligt, daß ausnahmsweise die an Volksschulen, für welche keine achtwöchentliche Feriendauer bestimmt, be schästigten Lehramt«-Kandidaten und Lehrer in zwei unmittelbar aufeinander folgenden Jahren auf je vier Wochen zur militärischen Ausbildung einbezogen wer den dürfen. — (Neue Sparkasse.) Die Wiener „TageS-prefse" meldet die Errichtung einer oberkrainischen Spar lasse mit dem Sitze in Krainburg. — (Theateranzeige.) Dienstag de» 23. d kommt endlich die langerwartete und bereits annon-zirte Operette: „Die Prinzessin von Trapezunt" au unserer Bühne zur Aufführung. Es sollen ganz beson dere Vorbereitungen getroffen worden sein, um diese Operette auch hier in glänzender Ausstattung in Szene zu setzen. Daß die Preise mäßig erhöht wurden, finden wir gerechtfertigt, da sonst die Theaterkasse bei den großen Auslagen unmöglich ihre Rechnung finden würde und gute Einnahmen derselben umsomehr zu wünschen wären, als schlechte Einnahmen durch lange Zeit bereit« an der Tagesordnung stehen. — (Schadenfeuer.) Am 15. d. um 2 Uhr Nachmittag- ist aus dem Dreschboden des Grund besitzerS Anton Lauric in EateS, Haus Nr. 6, Bezirk Rudolfswerth, angeblich durch die Unvorsichtigkeit eines zehnjährigen Mädchen- Feuer ausgebrochen, wodurch zirka 60 Ztr. Heu, 60 Zentner Stroh, Ackergeräth-schaften, der Dreschboden, die Dachungen des Stalle-und Kellers, endlich die Harpse des Genannten ein Raub der Flammen geworden sind. — (Raufhandel mittödtlichemAus-gange.) Franz Erlau und Peter Hojak, beide aus Kram gebürtig und Eisenbahnarbeiter auf der Strecke Jaska-Karlstadt, verliebten sich in eine Dienstmagd zu Cvetkoric. Am Sylvesterabend begegneten sich die beiden Nebenbuhler im dortigen Gemeindewirthshause; Veranlassung zum Streite ward bald gefunden und ebenso überging dieser in eine Rauferei, wobel Erlau einen Messerstich in den Unterleib erhielt, in Folge dessen er nach einer Stunde verschied; Hojak wurde auf der Stelle festgenommen. (Von der krainifchen Grenze) chreibt man den „Fr. St." : „Man muß schon ein wenig Reklame machen für unsere gottlosen Blätter, und dazu ist eben die Kanzel gut genug! Die Neugierde ist doch ein kolossales Laster, schade nur, daß re keine Salzsäulen im Gefolge hat, wie zu LotS Zeiten, da wäre man doch so manche Abonnenten auf liberale Blätter los, über die sie in der Kirche Pech und Schwefel regnen gesehen, was diesen Journalen aber gewissermaßen nur eine Phönixnatur verlieh. „Leset te nicht, diese Blätter, die euch die Hölle bringen, hört nicht auf diese Männer" rc. sind die modern gewordenen Schlagworte, die die Auslegung der Christuslehre verdrängen und der Kanzel ein anderes Gesicht verleihen. Aber das ist gerade Oel, das man ins Feuer gießt, und wie seinerzeit Renan seine Riesengeschäfte hauptsächlich der Reclame durch die Kanzel verdankte, so ist es in gleichem Maße auch bei Zei-tungsblättern, denen man im Tempel Gottes gerne den Gnadenstoß versetzten möchte. Darum nur zu in dieser Richtung, wenn es euch genehm ist, ihr Verkünder des „GotteöworteS", ihr kehrt dadurch die Klinge eben nur gegen euch selbst! — Sie sehen also, daß eS in Bezug auf Mißbrauch der Kanzel auch bei unS nicht besser steht als anderwärts. Man sagt zwar, wenn solches wirklich der Fall wäre, so würden dieses Beamte rc. gewiß nicht ruhig anhören, aber leider: eS ist dem so, oft um der lieben Freundschaft willen. Würde man in dieser Angelegenheit gewissenhaft verfahren, so müßte die Regierung cs hören und sehen, daß der jetzt entbrannte Sturm gegen religiöse Eiferer kein grundloser sei. Vor Biedermännern ziehen wir den Hut, Verdreher der Wahrheit aber Haffen wir aus dem Grunde unseres Herzens."____________________________ Ans dem Gerichtssaale. (Schlußverhandlung gegen Dr. Valentin Preuz.) Heute begann vor dem hiesigen k. k. LandeSgerichte unter dem Vorsitze des LGR. Romo und in Gegenmart der LGRR. Perko und Baron Rechbach, des RS. Boschitz und des LGA. Ulkar als Votanten, des LGA. Schetina als Ersatzrichter, des StAS. Kokevar und des Schriftführer- AuSk. Cantoni die Schlußverhandlung gegen Dr. Valentin Preuz, Advokaten in Krainburg, wegen Verbrechens des Betruges unter Einbeziehung der dem Karl Dollar zur Last fallenden Uebertretung de-Betruges. Der Anklage entnehmen wir folgendes: Im Jahre 1860 kam Dr. Preuz als Advokat und Notar nach Tfchernembl, wo er feine Stellung in der ausgiebigsten Weise auSnützte, um die arme und schlichte Bevölkerung der dortigen Gegend in mannigfacher Art zum eigenen Vortheile auSzunützen und zu bedrücken. Dies geschah namentlich dadurch, daß er seine Expensenforderungen enorm hoch hielt und der gerichtlichen Mäßigung derselben durch außergerichtliche Anerkennungen und Liquidirungen derselben bei Gele genheit der ZahlungSbedrängnissc der Parteien vor beugte. Nebsidcm pflegte er sich die Forderungen seiner Parteien theils zur Deckung seiner Expensenforderungen, theils gegen geringe Ablösungssummen zu zediren und diesen Zessionen dadurch eine anstandslose Form zu geben, daß er seine Frau als Zessionäriu fungiren ließ, obwohl sie zmveileu erst nach gänzlicher Vollziehung des Rechtsgeschäfte« hievon Kenniuiß erhielt. Durch diese Manipulation: geschah es, daß Parteien, die ihm bedeutende Forderungen zur Eintreibung übergaben, zuletzt für dieselben nur wenige Gulden erhielten und bedauerten, daß sie ihren Gläubigern nicht die ganze Forderung geschenkt hatten, da der erzielte Nutzen in keinem Verhältnisse zu ihren Mühen und Wegen und zum moralischen Schaden der durch die rücksichtslose Eintreibung unter den Streittheilew bewirkten Erbitterung stand. Manche Parteien, darunter die später zur Sprache kommende» Anna Stukl und Josef Rados, sind durch diese Art rechtsfreundlicher Vertretung um alles gekommen, ivas sie besaßen. Ungeachtet dieser durch die gepflogenen Erhebungen evident hervorleuchtenden Bedrückung der Parteien haben dieselben, so lange Dr. Preuz in ihrer Mitte weilte, den Schutz der Behörden nicht angesprochen. Erst im Jahre 1866, als er nach Stein übersiedelt war. wurden mehrere Beschwerden gegen ihn vorgebracht, welche eine Disziplinaruntersuchung zur Folge hatten, durch die 112 Hauptfakta sichergestellt worden sind, aus denen sich nicht nur der angedeutete pflichtwidrige Vorgang in seiner Geschäftsführung ergibt^ sondern auch Anhaltspunkte gewonnen worden sinv, welche seinen Vorgang als betrügerisch erscheinen ließen. Die Anklage verbreitet sich nun in detaillirter Weise über die acht durch die Untersuchung zu Tage geförderten Betrugsfakte. Wir wollen hievon kurz erwähnen: I. Faktum: Die sechzigjährige, etwas beschränkte Anna Stukl von OskurZenca wurde von Dr. Preuz, dem sic die Realistrung des bei ihrem Bruder zu ersuchenden lebenslänglichen Unterhalts übertrug, durch unrichtige Expensenberechnung um 36 fl. 12 kr., durch unrichtige Zinsenberechnung um 28 fl. 18 kr., durch unrichtige Berechnung einer Forderung des Karl Dollar, rücksichtlich welcher dieser als Mitschuldiger erscheint, um 9 fl. 34 kr., zusammen also um 73 fl. 64 kr. beschädiget. II. Faktum: Von einer gewissen Anna Potzek, verehelichten Zagar, welche Preuz in einem Bater-schastSprozesse vertrat, ließ er sich statt eines Betrage-sür ausgelegte Stempel per 7 fl. 11 kr. einen Mehrbetrag von 13 fl. 54 kr. bezahlen und benützte so ihre Unwissenheit, um sie um den Betrag von 6 fl. 43 kr. zu prellen. Hl. Faktum: Seinen Klienten Josef Stukl betrog Dr. Prenz durch falsch angesetzte Posten in seinen Expensenrechnungen um 7 fl. 14'^ kr. IV. Faktum: Durch falsche Aufrechnung von Klags- und anderweitigen Posten betrog Preuz ebenfalls seinen Klienten Georg Jansekovic um den Betrag van 4 fl. 47 kr. V. Faktum. Bei dem am 4. Mai 1859 gefundenen Eisenbahnunfalle bei Verona erlitt der M-litärist Josef RadoZ derartige schwere körperliche Verletzungen, daß er au- dem Militärverbande werden mußte und Zeit seines Lebens erwerb-unfah g blieb. Radoö bevollmächtigte nun den Dr. Pre»!-3^ gen die Eisenbahnverwaltnng eine Entschädigung age anzustrengen, welche den Erfolg hatte, daß der u sti u des Dr. Prenz, Dr. Scaetta in Verona, diesem schrieb, es werde ihm gelingen, mit der Bahnverwaltung einen er-gleich auf 500 fl. Silber zu schließen, und stellte ihm die Einsendung dieses Betrages demnächst ln Aussicht. Aus das hin kaust- Dr Preuz von RadoS die zu erwarteude Entschädigungssumme von 500 fi. Silber um 80 fl. ö. W. ab, indem er ihm d,e Sr-folglosigkeit der EntschädigungSklage listiger Weise vorspiegelte und seinen Schwachsinn dazu auSbeutete, ihn um den Betrag von 454 fl. 5 kr. zu betrüge». (Fortsetzung folgt.) Literarisches. _Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen." Aus 24 Folioseiten bringt die N e n j a h r S n um m e r der „I l l u st r i r t e^i Zeit» n g" einen so reichhaltigen und mannigfaltigen -stosf, wie er in keinem ähnlichen Unter nehmen zu finden ist. Die Fiille des Gebotenen erstreckt sich auf alle Zweige des politischen und sozialen Lebens, der Wissenschaft und Kunst. Dem VerstLndniß des Textes gehen die vorzüglichsten Illustrationen (jährlich über 1000 Abbildungen), ivelche nicht, wie bei ähnlichen Unternehmung^^ anderen Journalen entlehnt, sondern nach Originalzeich nungen geschniilen sind, ergänzend zur Hand. Die Anre ^ung, Nnterbaltuiig und Belehrung, welche die „Jllnstrirte Zeitung" für alle Kreise bietet, empfiehlt ihre Auschaffuug »ich! nur L e s e g e s e l l s ch a s t e u, Museen, öffeut -licheu Bibliotheken, Hotels und Konditoreien, sondern auch einer jeden gebildeten Familie, und ist ihre Anschaffung durch den verbältnißmäßig billigen PrciS (vierteljährlich 2 T Haler) erleichtert. Witterung. Laibach, 22. Jänner. Seit gestern der Nebel anhattend. Thauwetter. Ten^-peratur: Morgens 6 Uhr —0.4°, Natmittags 2 Mr -j- 0.2' 6. (I87I — 5.4°; 1870 — 0.1"). Barometer im Fallen 733.81 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 2.1", das gestrige -i- 0.7^; beziehungsweise um 4.1' und 2.7" über deni Normale. Der gestrige Nieder-jchlag 1.30 Millimeter.______________________________________ Angelommene Fremde. Am 2l. Jänner. Klein, Pollak, Schidan, Catrizzi und Kastelih, Triest. — Neuumth, Beer A., Beer M. imd Kitter, .«ans leuie, und Eisenschütz, Wien. — Reich, Liofck. — Koger, Tischler, Warasdin. — Kozelj, Möttliug. - Tonic, Pfarrer, Suhor. — Brezuiker, Fabrikant, Gonobiz. — Pollak, Malli und Den, Neumarktl -- Prister, Grost Händler, Stern und Spitzer, Kanfleute, Agram. — Schwarz. Piller, Pollak, Maier und stauzer, Kaufleute, Graz. — Tr. Loönag, Marburg. — Hocevar, LaLitz. — Mizki, Kaufm., Kanischa. — Poznik, Besitzer, nnd Potocnig, «ropp. — Sonueuberg, Kanfm., Czakathurn. — Jugo-vic, Kauf»,., Steiermark. — Frl. Kauzeuhofer, Marburg. Reißmiiller, Haasberg. — Lid^tz, Roßeu-berg und Schiißler, Kanfleute, Wien Künel, Privatier, und Rikli, Arzt, Triest. — Mihic, Kanfm., Billach. — P. Dialli und L. Malli, Neumarktl. Borowizka, k. k. Offizial, Wien. — Zusag, Krainbnrg. ________________________________ Verstorbene. Den 20. Jänner. Michael Malaverh. Inwohner, all 70 Jahre, im Zivilspital am Marasmus. — Dem Hrn. Eouard Kottek, Uhrmacher, seine Frau Rosalia, geb. Grill, all 45 Jahre, in der St. Petersvvrstadt dir. 13 an Gehirn lähmung. Den 21 Jänner. Dem Johann Supau. Heiz-hauSarbeiter, sein Kind Johann, alt 2 Jahre, in der Stadt Nr. 127 am Zehrfieber. Gedenktafel über die am 2 5. Jänner 1872 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Zigalle'sche Real, Sadlog, BG- Jdria. Am 2 6. Jänner. Sieliz., PilbachK-e Real., Rudolfswerth, KG. Rudolfs, wcrth. — 1. Fcilb., Frank'sche Real., Bitine, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Celigoj'sche Real., Parje, BG. Feistriz. Wiener Börse vonH«. Jänner. ! Geld ' Ware! IG eld »pere.Renle, öst.Pn«. -k«. dto. öft.inSilb. roa l8L4 . . ik-e von 188», i;anz> k^e vo» l8«0, Fünft N^ävi^ensch. v. 1864 Elilermarl ^»SpLt SV.—' 9l.— »^rnlill, Ikram «-lyenlaud S S-,ar». . r«b Ikiat. s.Elav.b . »-zl^-österr. Bank . I. H. «odencred.-«- . 1. st Hvpoth.-Ba,^ . »'»nko. Austria . . >1. gerd.-Nordb. . ». idl»hn.«-s«lllch. . r..,,. «li,abeth-«ahL. »rl-rudwia-Bahn ^jeienb. Eifeubahn. Hi!aat»bahn. . . . k»il -ran,-Soleis^.. ^nofk.-B-rcl« Ik.-iv. » ILld-Mum. «ahn k>f»»adrlsks. k ^tiva.i.D.v«rl°»>>. v ». Bod.-Sredtla»ft rUa.öst.Bod.-Lr-dN. Geld 03- 73.— »9.—j lv!».-lL6.— 150.5» Ware «g.l» 73.1» lvv IM. 20 127.-ISl.- 8S.i5 83.50 77.50 80.75 81.— 78.— 882. 2!>7. -»ÜI.7V I»»S 3»7.75 28«.— lv«.-258. !l»8." ! 2-28. ?l5.70 247.L« 2V3. 180.5V .N3.— 207.50 181.— 185.25 884 — 297.25 zbl.»v l»lv. 348 SV 288 -IV7.— 2«2. I38.2V 2230 ziü.so ^4».— r>>4.-l«l — 414-2V8. 182.-186 75 O«l<. H4Polh.>«anl. 95.— vrloritLt» Sülls Südb.-Sel.illdvvffr 114-dto. BonS «rLt. i!!0-N->rdb. kinv st. SM.) 105.-Sieb.-B.c2«»«.S.W., 92.5» Staatsbahn Pr. Stück 13'. EtaatSb. Pr. S>. 1867 l35.— «Ud0lssb.(3v«st. S.w.) 95.24 Fran,-IoI.(2v»fl.S.) lV2.3» !>»»». Sredtt lvv st. ö. W. . l92.5v Doo.-DampIIch.-Ges. zu lvv st. LM. . . 98.5» Triefter lvv ft. SM. . 126.50 dlo. Sv ft. ü.M. . 59.-Osencr . 40 si. ö.W. 3^.— II4 25 2S2. l»5,50 93.- 138.- l36- 95.75 l»2.2» Ga!m .. „ Paissy . . 4» Slarv . , 40 St.Beno>«„ 4V MudilHgrätz 2» Waldstei» . 20 «-gl-vich . RudoNsstist. lv , lv8.»i> jlvgOb. lOVR.stidd.W, 97.20 Franks. l«v fl. , . i 97.LS j>o»dov lv PI. Sler!.!ll5.3v Paris lvv Francs .1 44.85 Uür,»»». 90.-I 9v.ro!.?»is.M«n, Ducaten. 5.47 ! 88.50 89—I»0-Kranc«ftüll . . 9.lv 10«.—>>06.SNI8erei»Sthaler . . - i >2 87.—^ 87.5»I«i'bn . . . . Lottoziehnng vom 20. Jänner. Triest: 32 9 65 72 69. Telegramme. Nom, 21. Jänner. Der österreichische Gesandte Gras Wimpfsen wurde in feierlicher Audienz vom Könige empfangen und überreichte sein Beglaubigungsschreiben. Dersaillcs. 21. Iäuuer. In der SamstagS-Assemblee zeigt Thiers in einer Botschaft an, daß er und die Minister demissioniren. Die Assembler nahm die Tagesordnung an, wornach die Demission abgelehnt und an den Patriotismus Thiers' appel-lirt wird; die zu Thiers entsendete Deputation brachte beruhigende Antwort. Paris, 21. Jänner. „Journal offiziell" meldet: Nachdem die Minister in dem von der Natio- nalversammlung dem Präsidenten der Republik ausgesprochenen Vertrauensvotum mitinbegriffen sind, so übernehmen dieselben über Einladung ThierS wieder ihre Portefeuilles. 8 Amniilmt 8 ^.Idsrt Irinksr befindet sich in der Z 8MM N II» 1. Stock neben dem Theater. K LE" Aufträge aus Bettfiaumeu und Federn ^ werden angenommen. (613—9) S7.30 S7.35 11Ü.50 44.— 5.49 V.16' 172.. 114.2- Telegrafischer Wechselkurs vom 22. Jänner. Sperz. Rente österr. Papier 03.15. — bperz. Rentt »Herr. Silber 73.25. — 1860er Staat« anlehen lO« 75. — Bankaktien 878. — Kreditaktien 353.50. — London 115.45 — Silber 114 10. — A. k. Mli iz-Dukaten 5.48',. — Na> PolronSd'or 9.17. __________________________________________ '' Dnis v»» Jg». v. Slri«««yr t grd. «amberg in Laibach. rmt' Lllo an äer ^Vivnor, so mo rin äon in- uncl auslrwcliselisn Hauxtbörstzn vor^ommonäoii 81aat8- und Inäu8trispg.pi6i'6 >vsr-äon von äöin unterkerti^töu ^V6eii8l6rti,TN86 /n äen konlan-ttz8tkn LtzäiiiAun§6n LusAöt'ütirt. Duroii micil xokri-uttö LSeivton ^roräon ?.n ägm lauksväsn /in8su880 in Doxvt Kkllklign. DiU'Iolisn Eäön :u>f in- nnä Msliinäiselis ^Vörtlipa-xigrs §6§tzd6N. ^11« böliöbtsn in- nnci rmslänctiselnzn 8tL3.t8LuIsIitzN8lo8S Eäsn !U>s 12-, 24- nnä 36inonLtIie1iv Li-aton vorkaukt, ruied ^.ntlioilseiisinv auk gntsprsolivnä ^oindinirto I^08Aiupxon 211 billizon Loäin^nissön ^U8^6§oI)6N nnä allv in clri.8 Lan1ii88ion6N bWtniösiiolist, «üo^tnirt. kerä. k. I.viwvr, K. K. Hof-Wechsler, Wnrgaffe 14. Wallnerkraße 17. Mais der nnq. Mekuranz. 8t«I.Uv «lei, L» v«>- 1IivIII,„ri«;i» i»U ,Ivn» 8kI»Iel88« v«i» Ivkvi» Ivl»«;n8-I^«8e L»- «teil«» KÜI»I»VU, HVQlIoi» Ikrv »» »,» ,Ilv Min»»» ilelitv», I»» II« »» I»88VI» (28-3) Vkrlrgrr und für dir «»»aktion verantwortlich: Ottomar vambrrg.