«MheN, M«»I str ZU»/' «» S« Krettag, tt. Mat I«««. V. Jahrgang Die ^Marburger Zeitung" erscheint jede« Sonntag. Mittwoch nnd Freitag. Preise — für Marburg: gan^Shrig 6 fl., halbjährig L fl., vierteljahrig 1 fi. bv kr; für Sustellung tnß Hauö monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl.» halbjährig 4 fl.. vierteljahrig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Sarmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 1V, bei zweimaliger mit IS, bei dreimaliger mit 20 tr. berechnet, wozu für jedesmalige Einschaltung SV kr. Inseraten'Stempelgebüh? kommen. Zur Geschichte des Tages. Die Zeitungen der deutschöfterrtichislhenBerfassuags-Partei mahnen die Regikrung unaufhörlich, dm versassungSmäßigen Weg einzuschlagen, und die öffentlichen Blatter Ungarns rathen. entweder die gegenwärtige Berlegenlieit der Regierung zu benützen, um Zugestand. Nisse zu erlangen, oder fordern die Regierung auf. sie möge, um frühere Fehler gut zu machen, die ungarische Verfassung »vieder herstellen und sich mit den Freijmnigen deS ganzen Reiches verbindtN. „Naplo" hofft sogar, die Regierung werde jetzt die BerfassungSsrage erfolgreich lösen. Sicher ist, daß wir in dem schrecklichen Sturm, ter von allen Seiten gegen uns heranzieht, nur dann nicht zu Grunde gehen, wenn eine freilicitliche Po-litit i)en Krieg zu einem Volkskriege für Oesterreich und Deutschland macht. In der Sitzung dcs Fünfzehncr'Unterausjchuffes für gemeinsame Angelegenheiten, die am letzten SamStag stattfand, erklärte Deak. daß. aus der pragmatischen Sa»»ttion fließend, die Untheilbarteit des Rei-ches und bie Idee des gemeinsamen Herrschers als gemeinsame Angelegen' heit zu bezeichnen tvären. Aus diesem Grunde stünde unter den gemeinsamen Angelegenheiten an erster Stelle der Hofstaat deS gemeinsamen Fürsten und somit sein Zivillistt. obzwar es auch möglich wäre, daß diese für Ungarn gesondert werde, was übrigens mit mehr Schwierij^keiten als die Gemeinsamkeit dieser Angelegenheit verbunden wäre. Gemeinsam tväre ftrner der Reichi^schutz u. z. sowohl der friedliche — im Wege der Diplomatie — als der bewaffnete durch die Armee. Hier »väre aber jedenfalls zu bestimmen, wie weit sich in Betreff der Armee die Gemein-jamkeit erstrecke; selbstverständlich würde Ungarn alle jene Rechte, die es auf die Ergänzung und Erhaltung der Armee ausübte, auch fernerliin unbehindert üben dürfen. Hieraus ergibt stch somit als gemeinsc^e An-gelegenheit daS Auswärtige, sowie die ErhaltungSkosten der gemeinsatnen Armee. Die aus den Handelsverhältnissrn sich ergebenden Angelegenheiten können als gemeinsam nicht angesehen, wohl aber, der Interessengleichheit zufolge, im Wege gemeinsamer Vereinbarung zu gemeinsamen gemacht werden. Und hier entsteht die Frage, was im Falle, als die Handelsangelegenheiten nicht in jeder Hinsicht für aemeinsam anerkannt würden, mit den bis 1848 zwischen Ungarn und Oesterreich bestandenen Zwischen-zollschranken zu geschehen habe. — Die Frage der Sta»tsschulde« wurde gleichfalls berührt. Die Eile mit welcher B i s m a r k die Rüstungen betreibt, hat zur Folg.. dtiß bereits der größere Theil des preußischen Heeres unter Wasfen steht. Ben der Reiterei befindet sich jedoch nur die Linie ans dem Kriegsfuß, weil die Beschaffung der Pferde für die Landwehr große Schwierigkeiten verursacht. Prinz Friedrich Karl, der zum Oberfeldherrn des schleflscden Heeres bestimmt ist. wird sein Hauptquartier in Gorau nel»men. An der Befestigung Magdeburgs wird rastlos gearbeitet. An der sächsischen Grenze sammeln sich große Truppenmaffen, die in den Ort-schaften untergebracht werden. Der Mordversuch gegen Bismarck und das blutige Ende des jungen Blind, der sich in Folge des Mißlingens selbst den Tod gegeben — zeig», welche Erbitterung in den Reihen der Republikaner gegen den Mann herrscht, der das Recht des eigenen Landes zertreten und nun nicht allein Deutschland in einen Bruderkampf stürzt, sondern auch einen Weltkrieg entzündet -- der auf deutscher Erde ausgefochten werden muß. Bismarck wird es sich nun vermuthlich aus dem Sinne schlagen, mit sogenannten republikanischen Aufrufen und Aufforderungen noch ferner Schwindel zu treiben, nachdem die entsetzliche ^hat — nicht der republi-kailischen Partei — aber eines Republikaners bewiesen, daß von dieser Seite eine Unterstützung seiner Pläne nicht zu erwarten. In der Schweiz fühlt man sich durch die von Tag zu Tag ernster werdende Kriegsgefahr immer mehr beunruhigt und ahnt, daß diesmal der Eidgenossenschaft noch weit schlimmer könnte mitgespielt werden, als im letzten österreichisch italienischen Kriege. Der Bundesrath hat schon die Truppen bestimmt, welche im Kriegsfalle die Grenze besetzen sollen. Jetzt wird in Bern über die Frage berathen. ob nicht der Augenblick günstig ZIN r o t h e n Zk r u g. Von I. Ttmme. (Fortsetzung.) „Alles vorbei." Es ivar doch eine Antwort. So nahm eS auch der Polizeirath. „Ith habe also Recht. Herr Baron. Es ist daS Recht der Gesetze, nur der Gesetze freilich. Aber es ist bindend, maßgebend, wie Sie selbst einräumten. Man muß sich itim unterwerftn. llnd die Wahrheit zu sagen, Herr Baron — wir habe» heute schon ein paarmal darüber gesprochen — im Grunde ist diesmal daS Recht deS Gesetzes auch das echte, tvahre, gute und brave Recht. Bon dem Verbrechen wußte bisher kein Mensch etwas. Nur jener Polizeispion da hinten in seinem Frankreich, in einer ganz andern, weiten und fremden Welt, hatte eine Er-inaerung; aber er kannte nicht Ort, nicht Gegend, nicht Menschen. Er theilte aus den gemeinsten Motiven das, waS er »vußte. weiter mit. So erfuhren eS ein paar Beamte, um es weiter zu untersuchen, das heißt. NM zunächst festzustellen, ob denn wirklich dieThat geschehen, das Verbrechen, der Mord verübt sei. Wir find zu dem Zwecke hier. WaS haben wir ermittelt? Lebt das Verbrechen hier in der Erinnerung der Leute? Weiß nur ein ejnzii,er Mensch in dem Orte, in der Gegend, im Gebirge, im ganzen Lande «twaS von ihm? Und. Herr Baron, am schönen Rhein, in Bonn, lebt ein Mann — er heißt Ernst Moritz Arndt und ist — aber znm Teufel, Herr Baron, der Mann ist jetzt in Untersuchulig wrgen demagogischer Umtriebe, und demagogische Umtriebe sind Hochverrath, und Hochverrath ist nach unserem Gesetze daS schwerste. daS allerschwerste Verbrechen, schwerer als der Mord, denn die Mörder rädern wir Gott Lob nur, den Hochverräther aber viertheilen wir, und so steht auch der Arndt unter der Strafe des BierlheilenS» aber bei Gott! ich kann mir nicht Helsen; ich muß trotzdem, daß ich zu? Polizei gehöre, sage», der Arndt ist einer der bravsten deutschen Manner. nnd auch Sie, Herr Baron, werden es sage», denn Sie sind selbst ein braver Mann, und es werden nicht viele Jahre ins Land kommen, so wird eS auch die ganze Welt sagen, nnd «an wird die Demagogenfängerei v»)N heute nicht be-greifen können — jede Zeit hat ihre Krankljeiten, für die eine andere Zeit kein Berpändn ß mehr hat. Aber. Herr Baron, um wieder aus un-sere Sache zu komme». Ernst Moritz Arndt hat einmal folgenden wei-sen Spruch gethan: Wenn ei» H«h» vv« Dache gefallen ist. und Nie- mand ist es gewahr geworden, so ist kein Huhn vom Dache gefallen. Und so. Herr Baron, ist es auch mit unserem Falle hier: Wenn kein Mensch etwas von einem Morde weiß, so ist eben kein Mord vorgefallen. Und wo kein Mord vorgefallen ist, da kann man anch keinen Mörder bestrafen. Hm. Herr Baron, was meinen Sie wohl, welchen Eindmck würde es hier in der Gegend, im ganzen Lande machen, wenn es anf einmal heißen müßte: da ist ein paar hundert Meilen weit ein lumpiger, hungriger Franzose hergekommen, der hier zu Oelde kommen wollte, nnd der hat zu dem Zlvecke den alten Seltner und seine Frau wegen eines Mordes angezei^t^ der einmal vor zwanzig Iahren begangen fein soll, und da haben die Gerichte inquirirt und inquirirt und zuletzt den Mann gerädert und die Frau geköpft nud die Kinder um Eltern und Brot und Ehre gebracht. Und der Sellner hatte immer wie ein ordentlicher und anständiger Mensch in Achtung und Ansehen gestanden und seine arme, kränkliche, leidende Frau war die Güte und Bravheit selbst, und jeder Mensch mußte sie lieb haben und hatte sie lieb, und tvenn ste wirklich von ihrem Manne verleitet, etwas verbrochen hatte, so hatte die schwerste Gewissensangst seit den zwanzig Jahren sie tausend- und tausendmal schwer unv yar( genug dafür bestraft, und die Kinder gar find doch so unschuldig, tvie nur Klnder im Mutterleibe sein können; die arme Earo-line w^'r damals in der That noch nicht geboren. — Und das Alles sollen wir dennoch als Recht hinnehmen, und wir sollen Trost und Beruhigung und Stärkung im Guten darin finden, daß die Menschen jetzt noch gerädert und geköpft und unsere vortrefflichen Gesetze auch Ntich so langer Zeit noch zu Ehren gekommen sind? Meinen Sie, daß die Welt eil» anderes Urtheil haben würde, haben könnte. Herr Baron? Meinen Sie, daß jenes Schicksal namentlich der Fi^au und der Kinder etwas An-deres, alS daS tiesste Mitleid einerseits und die höchste Empörung ander-jeits hervorrufen könnte? Der Mann, freilich, der eigentliche Mörder, der eigentttch Schuldige, der zudem auch später hart und roh geblieben, au den kein Gelvifsen und keine Reue herangetreten ist — hw, Herr Baron, um ihn noch z'u rädern, dazu ist die Geschichte auch nicht wieder aufzufrischen, wohl aber darf er nicht mehr wie ein ehrlicher, rkdlicher Bürger hier umhergehen, und darum. Herr Baron, habe ich den Ludwig zu ihm geschickt, uuo der Bursch — hat er mich verrathen oder »icht, gleichviel — er hat getha»^ waS er thun sollte. Und was manchmal znm entsetzlichsten Schrecken der Polizei geschieh!, das ist h,er einmal mit de« Willen der Polizei geschehen. Der Mörder ist fott. er wird »icht zurückkehren, und dc»s ist Strafe aenug für ihn. Für die Todesstrafe bi» ich ohnehin nicht. Hier wird ihn zudem kein Mensch ver«jffe». Und ssi. von den Mächten die Nttltmlilcits Erflärung des Vkltlin zu verlangen, welche, um die Neutralilcit veS schweizerischen Gebiets an der italienischen Grenze in wirksamer Weis- belitNipten zu tönneii. durchaus nothlven!ig sei. )a, in der schweizerischen Presse i^etit mazl sci^^ar noch iviiler. indem man dem Bundesrathe den Ratl> s^ibt. eine solche Nentralitats Erklärung, falls der Krieg all^enttiner werden sollte, auch für d.iS gcinzc Rlieinthal. den Vodensee mit seinen Wasserstraßen und die Eisenbahnen zwischen Konstanz und Btisel zu belinsprnchen. „Gelicn die Mächte auf unser Verlangen nicht ein." sagt der Bliseler „BolkSfreund", „so wissen wir. woran wir sind; wir wissen, daß sie unsere Neutralität nichl achten weri)en. daß wir uns nicht in daS Schneckenhäuöchkn unserer Neutralität zu verkriechen haben, welches doch von dem ersten besten drr Neritbergehenden zertreten wird." Ueber die Verhandlungen zivischen Preußen und Italien gibt der Alorentinrr Vcrichterstatter der „Times" neue Aufschlüsse. Wir erhallten ein klares und übkrsichtliches Blll> der Verhandlungen, die Anfangs noch auf lockerem Grunde rnliten, biS sie zuleht zu einem förmlichen Schuß- und Trutzvertrage sich steigerten. Als die erste Aus-ficht auf Krieg in DeutschltMd nusgestiegfli. lmbe die preußische Diplomatie sich bemüht, ein Bündniß mit Italien auszuwirken. Man gab zu verstehen. daß ein italienischer Generell, etwa Cialdini. in Berlin einen freundlichen Empfang finden würde. In Florenz aber gl^mbt man. die Ten« dung Cialdinis wäre eine zu auffallende kriegerische Demonstration; überdies hatte man ikin zu Hause nöthig. Mnn suchte daher nach einem Offizier. der militärische und diplomatlsche Vorzüge in sich vereinige, und man wühlte den General Govone. (Dieses, und nicht Gavone, ist sein ehrlicher Name.) Govone nahm die Vollmacht mit. unter gewissen Ne-dingungen ein Schutz- und Trutzbündniß mit Preußen abzuschließen. Doch blieb die italienische Regierung sehr auf ilirer Hut. Der preußische Gesandte in Florenz. Gras llsedom. war mit seinem Freunde Lamarmora unzufrieden, weil letzterer zu glanl,en schien, daß Preußen Italien nur als eine Bogelscheuche gebrauchen wolle. Doch war der italienische Abgesandte in Berlin nicht müßig, uud es war nicht unwahrscheinlich, daß ein Schup und Trutzbündniß zwischen den iieiden Ge^inern Oesterreichs zu Stande kommen würde. Ein Hinderniß aber stand sekr hartnäckig im Wege. Italien verlangte, daß Preußen den Krieg so lange fortsetzen müsse, bis Benetien erobert fei. — eine Forderung, der Preußen sich nicht fügen lyollte. An dieser Kl-ppe scheiterten die Verhandlungen. Neuerdings geht das Gerücht, und ist vielleicht begrilndet. daß Preußen bereit sei. einen Bertrag einzugehen, dessen Grundlage die Garantirung VenetirnS mit Ausnahme des FestungsviereckS träre. Es ist natürlich, daß Preußen vor einer nothgedrungenen Fortsetzung deS Krieges bis zum Falle dieser furcht-baren Bollwerke Oesterreichs zurückschreckt. Nun aber — schließt der Re-richterstatter — ist Oesterreich in einer Weise aufgetreten, daß eS selbst alle ^mmnisse hinweggeräumt hat, die bisher einer festen Einigung und einem gemeinsamen Handeln seiner Widersacher entgegenstanden. Die Stimmung des italienischen Volkes ist so kriegerisch, daß Viktor Emannel und seine Rtj;ierung nicht mehe abrüsten und den Frieden erhalten könnten, wenn sie auch wollten. Sie müssen vorwärts schon aus dem Grunde, um nicht gestürzt zu werden. Aus Florenz und allen größeren Städten kommen Nachrichten über stürmische Bewegungen: die Regierung wird l»ald gezwungen sein, nachzugeben, und dann noch Eins. Herr Baron. Wir geben immer davon aus, daß hier ein Mord vorgefallen sei. Wir haben das für so gewiß angenommen, daß von etwas Anderem gar nicht einmal die Rede gewesen ist. Aber kann sich denn die Sache nicht anders verhalten? Selbst die Aussage des Franzosen, sie deutet mit keinem Worte direkt auf einen Mord, eine Tödtung hin. Der Mensch hat seinen Herrn lodt daliegen sehen. Aber wie der Tod gekommen war, davon lvciß er nichts, davon konnte und kann er nichts wissen. Und wir sollen eS können? Wir sollen dennoch annehmen können, annehmen müssen, daß die SeUnerS den Franzosen umgebracht haben? Kann der Mann nicht eines ganz natürlichen Todes gestorben sein? Er war seit vierzehn Tagen gelietzt. wie ein wildes Thier von Hunden und Jägern. Er hatte Tag fiir Tag. Nacht für Nacht fluch-ten müssen von Busch zu Busch, von Schlucht zu Schlucht, von Berg zu Berg. Er hatte Hunger und Durst gelitten, alle Unbilden eines kalten wilden, ungestümen Wetters; er hatte seine gr.iu auf der Flucht verloren und nicht einmal begraben können; er hatte das kranke Kind zu pflegen, um kS vor Aehnlichem zu bewahren. Er war selbst krank, schwach, elend. An jenem Tage waren «rmüdnng. Erschöpfung, Hunger. Angst und Notl) besonders an ihn herangetreten. So fand er die ewige Ruhe auf dem einfachen Wege der Natur — ein Rervenschlag, noch wahrscheinlicher ein Blutsturz — der machte dem auf den Tod erschöpften Leben ein Ende So fanden ihn die SellnerS; vielleicht hatten sie das Wimmern deS Kindes gehört. Sie fanden bei dem todten Manne all daS Geld. Sie wollten eS nicht wieder herausgeben. Sie vergruben den Todten, von dem kein Mensch in der Welt etwas wußte. Sie schwiegen um deS Raubes willen, und um nicht zugleich für Mörder gehalten zu werden. Kann es nicht auch so sein. Herr Baron ? Ist es weniger wahrscheinlich, als jener entsetzliche Mord? Die Wahrheit können wir nicht mehr ermitteln. Wir haben keinen Leichnam mel)i^. den wir untersuchen können. Die Knochm, wenn wir sie fänden, sind eben nur Knochen. Da ist denn doch auch infofern die Verjährung nicht ganz zu verachten. Das Geld, das sie dem Todten abnahmen, ist freilich trotzdem bei ihnen nnrecht Gut. Aber wäre eS gerechteres bei dem Franzosen und seinem Könige? Und so. Herr Baron, meine ich denn, wir könnten doch mit unserer Mission zufrieden sein. Jedenfalls ist daS Gesetz mit seinen Berjährungsparagra-phen einmal da und die Mittei^nacht nahe, und da können wir nichts Anderes. alS gute Miene zu bösem Spiel machen, und mit der guten Miene befreien Vir zunächst den armen, glücklichen Ludwig, und setzen wir «nS dann endlich z« Tische. Ich bin wahrhaft sehr hungrig geworden." Der Baron hatte dem Polizeirath mit großer Geduld zugehört, und als der kleine dicke Mann fertig war, hatte er zivar keine sehr gnte, son- vor Allem Zugeständnisse an Garibaldi zu mache». Garibaldi und der Kriegist der Ruf durch ganz Italien. Die Nachrichten aus Mexiko lauteu sehr bedrohlich für daS Kaiserthum. Kaum ivurden die Franzosen von den Republikanern empfindlich geschlagen, so wird auS New Kork gemeldet, daß letztere Chihuahua erobert, und der amerikanische Gesandte in Wien die Weisung erhalten, das Abgehen der österreichischen Freiioilligen nach Mexiko alS Kriegsfall zwischen Amerika und Oesterreich zu erklären. „Mit Gott für Kaiser und Deutschland." Marburg. 10. Mai. Dieses Fel^eschrei hat die „Kölnische Zeitung" neulich erhoben und die letzten Ziele Preußens mit aller wünscheaswerthen Offenheit bloSgelegt. Es handelt sich jetzt nicht mehr um die Einverleibung Schleswig-Holstein», nicht melir um die Mainlinie. nicht um Kleindeutschland, oder um l)ie Führung des gesammten deutschen Bundes — es gilt die Herrschaft über Deutschland in seiner jetzigen Ausdehnung. Als der edle Bismarck Oesterreich den Rath ertheilte, seinen Schwerpunkt nach Pest zu verlegen, »var Deutsch Oesterreich entrüstet: aber man wollte damals nur die Absicht durchschauen, Oesterreich auS dem Bunde zu Verdrängen—Oesterreich zu bewegen, daß eS mit ftinen noch zum Bunde gehörigen Ländern auS demselben trete. — Möglich, daß dem Grafen BiSmart erst mit dem Essen der rechte Heißhunger kam — allein wir dürfen ihm auch zutrauen, daß seine edle Seele schon damals den Gedanken gehegt, welchem jetzt die „Kölnische Zeitung" rimn so scharfen, bündigen Ausdruck gegeben. Gewiß aber ist. daß Gras Bismarck zur Stunde sich mit solchen Plänen trägt — gewiß, daß er seinen König, der ja Arm in Arm mit ihm das Jahrhundert in die Schranken fordert, für diese Pläne gewinnen lvird — vorausgesetzt, daß Wilhelm nicht etiva gar der selbständige Erfinder des neuen deutschen Kaiserthums ist Die Eroberungssucht der Hoheuzollern schreckt vor keinem Wagniß zurück. Wir halten zwar die Mittel, die Bismarck anlvendet. um dieses Ziel zu erreichen, wir halten Rechtsverhöhnung. Verfassungsbruch. Schelmenhilfe, rohe Ge-tvalt. ^^^ürgerkrieg und Weltbrand nicht für geeignet, die Bahn zum deutschen Kaiserthrone zu brechen. wenn Oesterreich durch die rettende That einlr entschieden freisinnigen Politik die Begeisterung, die todeSmu-thige. siegverbürgende Opserlvilligkxit seiner Völker zu ivecken versteht Es ist aber nicht genug, wenn Oesterreich im nächsten Kriege Preußen gegenüber nur zu vertheidigen strebt, was eS besitzt: eS sichert den Frie-den nicht, lvenn wir nach dem Kriege nur die frühere Stellung einnehmen — der unausbleibliche EntscheidungSkampf mit dem Preußen der Hohenzollern. der letzte Krieg um Deutschland wäre doch nicht ausgekämpft. Bismarck und die Seinen fürchten wir nicht. In keinem Falle wird Bismarck länger preußischer Minister deS Aeußersten sein, als Wilhelm I. lebt. Die Glocken, welche das Sterbestündlein des bereits neunundsechzig Jahre alten Herrschers verkünden, sind auch daS Sturzaeläute seines verhaßten Ministers. Dann aber beginnt die Lage sür Oesterreich erst gefährlich zu werden, wenn es jetzt verfäumt. den treuesten c»ller Bundes-genossen zu erwerlien. den freien Geist deS NolkeS. (Schluß folgt.) dern noch immer eine etwas verdrießliche Miene, aber er war doch vollkommen ruhig, und mit dieser Ruhe sagte er zu dem Polizeirath: „Setzen Sie den Ludwig in Freiheit, und dann — gehe« wir zu Tische und noch eins, befehlen Sie unseren Leuten strenge bei ihrem Diensteide an, daß kein Wort von dem Vorgefallenen über ihre Lippen kommt." „Es soll Alles geschehen, Herr Baron, wie Sie befehlen." Als sie dann endlich zu Tische saßen, hatte der Baron auch die gute Miene, und jedenfalls eine weit zufriedenere, als wenn er sich — essen muß auch ein Inquirent — mit dem Bewußtsein hätte zu Tische setzen müssen, daß eS ihm durch Kunst und Talent geglückt sei, den Herrn uud die Frau Sellner reis zum Schaffot und ihre Kinder zu Waise» gemacht zu haben. Nur Eins drückte ihn als guten Inquirenten. „Hm. Herr Polizeirath, was Sie da vorhin von der Wahrscheinlichkeit eines natürlichen TodeS sprachen, hat mich srappirt." „Ich wünscht, eS hätte Sie überzeugt. Herr Baron." „Ah, zu der Ueberzeugung möchte ich eben gelangen. Drei Fragen an die Frau —" Der Polizeirath unterbrach ihn. „Herr Baron, lassen wir das im Grabe ruhen. Die Verjährung ist nun einmal sür Alles da ; lassen Sie sie auch für die Ruhe der armen grau da sein." Und der Baron schwieg. Er war wirklich ein braver Mensch. — Und so nehmen wir Abschied von dem Baron und — »ein, noch nicht von seinem Polizeirath. Der kleine dicke Herr hatte zwei Jahre später eine Geschäftsreise zu machen, die ihn durch die Schlucht führte, in welcher der rothe Krug lag. Er mußte an dem Hause vorbei; wer konnte ihm verdenken, wenn er die Luit verspürte, halten zu lassen? Die Pferde waren zudem müde ^ er ließ halten, er ging in den Krug. Er trat zuerst in die FnhrmaunSstube. Er hatte daS Geficht deS alten KaSper schon von außen am Fenster gesehen. In der Stube sah er auch wieder die alte Katharine. Der alte Knecht that nichts, wie früher; die alte Magd nähte, wie früher. „Hm. wie geht's im rothen Kruge?" fragte der Polizeirath. „Gut," wurde ihm geantwortet. Der alte KaSpar tonnte dennoch nicht umhin, ihn etwaS mißttauisch anzusehen. Der Polizeirath bestellte sich einen Schoppen Wein «nd ging auf die andere Seite des Flurs in daS Fremdenzimmer. Er fand auch hier noch alles, wie es vor zwei Iahren gewesen war. Anch die GlaSthnr war noch da, die in daS hinter dem Zimmer gelegene f?e»ndljche Fa«i- Die iiißere Lage des Reiches wird nun auch von den Rcgierungsblcitttrn in einem Lichte erblickt, in .vclchem die unabhängige Presse dieselbl' schon längst qeschen. Die ».Wiener Aliendpost^' bespricht die Stellung Oesterreichs zu Greußen und Deutschland in folgender Weise: „Mit Genugtliuung meldet die Nordd. All,,. Ztg., dap die ums.issend-ften Rüstungen in Preußen endlich vorgenommen s^ien und es kann t'er gewichtigen Bedeutung dieser Erklärung, die in allen möglichen Tonarten von der ministeriellen Presse wiederholt wird, keinen Abbruch tl»un. wenn diese Rüstungen durch den sächsischen Inzidenzfall am Bunde motivirt werden. Daß Preußen durch die „kriegerische Politik" Sachsens sich be-droht t^laube. daß eS im Ernst nur seine Grenzen gegen einen sächsischen Eroberungskrieg schützen wolle, davon wird sich Niemand überzeugen lassen. Die Sache liegt vielmehr anders und für den aufmerksamen Beobachter der einzelnen Äge der preußischen Politik ungemein klar. Noch nie ist irgend ein Schritt beim Bunde unternommen worden, ohne daß Preußen in die unnatürlichste Ausregung geratheu wäre. Zu allen Zeiten hat es die Annälierung an den Bund alS eine direkt gegen Preußen gerichtete Politik betrachtet. Und das trotz der vielgerülmiten Identität der preußi-scheu und deutschen Interessen. Auch heute ist cS diese wirklich geschicht-liche Scheu vor der Autorität deS Bundes, die Preußen zu den entschei' dtnden Maßrej^eln getrieben liat. Die Erbitterung, mit der sich preußische Blatter über die österreichische Depesche von 2t!. April ausgesprochen ha-den. ist dafür ein charakteristlsctier Beleg. Und doch hat diese Depesche nur den Versuch erneuert, eiae Verständigung mit Preußen herbeizuführen, und let^iglich als Modus für die Verständigung, wenn sie, wie es that-sächlich den Anschein hat, auf direktem Wege nicht herbeigeführt werden könnte, vorgeschlagen, zu diesem Belaufe die Sache vor dem Bund zu bringen. „Wir sollen unsere Feinde über unsere Jnteresskn entscheiden lassen", rufen die preußischen Blätter aus. Wir registriren daS Gestand-niß, wo Preußen seine Feinde sieht, wie wir vor.Kurzem das Geständniß u registriren hatten, wo eS seine Freunde gesucht hat. In seinen staat-ichtn Sympatllien wie in seinen Antipathien liat es sich ,gleich weit vom deutsch-nationalen Standpunkt zu entfernen gewußt. Oesterreich aber, einmal angegriffen, würde mil Selbstbewustsein dar.^uf hinweisen können, daß e< nicht eine egoistische Politik, nicht eine specifisch öfterreichischc Idee war. zu deren Berlheidi.mng es die Waffen ergriffen, ttnr» wer das ^I^wußt jein nationaler Zusammengehörigkeit noch in sich gerettet »at aus dem Gewirre der politischen Strebnngen teS letzten Jahrzehnts, würde dann nicht im Zweifel sein, welcher Fahne er sich anzuschließen, welche Güter er zu verlheidigen haben ivird".—Daß sich unser amtlicht-s Blatt an das Rationalbewußtsein wendet, klingt recht hübsch, nur hätte man sich in unseren Regierungskrelsen etwaS früher an die Nothwendi^^keit erinnern sollen, daß man sich in der Stunde der äukeisten Gefahr aus das Be wußtsein der nationalen Zusammengehörigkeit mit Deutschland berufen müsse, und daß man deshalb vor Allem den Deutschen im eigenen Lande das Bewußsein dieser nationalen Zusammengehörigkeit im .lebendigen Wech-selverkehre untereinander und mit den Stammesgenossen ..draußen" zu hegen und zu pflegen gestatten sollte. Marburger Berichte. (Ernennung) Der Finanzprokurator in Venedig, Hermann von Gödel ist. wie ein Schreiben vom 2. d. M. berichtet, zum Generalinten- danten der Armee des Erzherzogs Albrecht in Jtalieti ernannt worden. Hermann von Gödel ist ein geborner Marburger und der jüngere Bruder dkS Ritters von Gödel-^ignnoy, desien Beförderung zum Präsidenten der Central-Seebehörde in Trieft «vir vor Kurzem gemeldet. (Aus dem Leben eines Verbrechers.) Der Abschieder Anton Kurnik von Lukafzen im Bezirke Mureck entwendete im Herbste vorigen Jahres einem Grundbesitzer bei Hl.. Dreifaltigkeit, der ihn als Taglöhner aufgenommen, Geld und Lebensmittel im Wertlie von 80 fl. Kurnik ergriff die Flucht und wurde steckbrieflich verfolgt. Er kam bis tief hinunter nach Slavonien. wo er sich meist obdachlos und barfuß herumtrieb, bis er vor einigen Wochen bei einer Rauferei verhaftet und als paßloser Landstreicher nach Mureck gebracht wurde. Kaum entlassen, verübte er einen Diebstahl in der Nähe von RadkerSburg im Betrage von l00 fl. Da er jedoch wegen seineS FußübelS sich nur mühsam fortbe-wegen konnte, so wurde er bald eingeholt und gestand beim Gerichte zu RadkerSburg auch den früheren Diebstahl. Die zuletzt entwendeten Gegen-slände waren noch im Besitze des Thäters. der am 7. d. Vt. hieher geführt wurde. Seine Zehen, die im Winter durch die Kälte sehr gelitten, fallen ihm nnn ab nnd die Heimatgemeinde hat nach der Abbüssung seiner Stlafe einen gefälirlichen Bettler melir zu versorgen. (Ans der evangelischen Gemeinde.) Der südösterrei-chische Zweigverein der Gustav Adolf-Stiftung. zu welchem die Pfarrver-eine von Triest, Fiume. Görz. Laibach, EiUi und Marburg Petlau gehö-r''N. versammelt sich am 24. d. M. in Marburg. Sonntag, den 13. Mai. wird nach beendigtem Gottesdienste eine Versammlung des hiesigen PfarrvereineS stattfinden, um die Satzunjien desselben ftstzustellen und ztvei Abgeordnete zur Si^sammlung deS Zweigvereines zu küren, welche die Interessen der Gemeinde Marburg Ptttau zu Vertreten haben. Zugleich sollen die geeigneten Maßregeln besprochen werden, um den 24. Mai zu einem würdigen und segensreichen Feste zn gestalten. (Zur AuSstellun l,.) Der hiesige Photograph. Herr Rumer. hat ein gelungenes Bild von dem Gestelle und den AuSstellungSgegen-ständen ausgenommen, welche die Herren Gerdes. Bater und Sohn, nach Graz. Wien und Paris senden. Die Z, zur Hälfte des frtiheren Preiset vertauft. Kür die Echtheit. Reinheit, schönste Machart und passende Kaeon wird gebürgt und wird jedet Stiick, welche) nicht bestens paßt oder kon venitt. retour genommen. 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(1S1 ES tvir"" hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß das den nachbenanntkn Gemeinden zustehende Jagdrecht für die Dauer von 6 Jahren, d. i. vom 1. Juli 1866 biS Ende Juni 1872 an den unten festgesetzten ?agen jedesmal um 10 Uhr Vormittags angefangen, in der Kanzlei dieses Bezirksamtes im öffentlichen Lizitationswege hintangegeben iverden wird. Pachtlustige werden hiezu mit dem Beifügen vorgeladen, daß die LizitationSbedingnisse in den gewöhnlichen Amtsstunden Hieramts zur Einsicht aufliegen. Als LizitationStage sind bestimmt: s) der 14. Mai 1866 für die Jagden von: St. Egidi, Zierberg. ZellniK a. M.. Pöllitfchdorf, OberjatobSthal, Klappenberg, Ploderberg und Schönlvarth; b) der 15. Mai 1866 für die Jagden Von: Grabnitz. Zirknitz. Waigen. Platsch. Sulzthal. Wörtitschberg. Witschein und Speisenegg; v) der 16. Mai 1866 für die Jagden von: Jahring, WolsSthal, UnterjakobStlial, Kuschernig und Wachsenberg; ä) der 17. Mai 1866 für die Ja^en von: Obertvalz, Johannis-berg, Zellnitz a. D. Slemen. Jellowetz, Tresternitz. Heiligen Kreuz und St. Georgen a. d. P.; e) der 18. Mai 1866 für die Jagden von: Kartschovin, Leiters-berg. Trtigutsch. St. Margarethen a. d. P., Rnppersbach und St. Peter; f) der Iv. Mai 1866 für die Jagden von: St. Lorenzen, Rottenberg. Zinfatl). Kutnen und Zmolnig; x) der 2:1 Mai 1866 für die Jagden von: Maria Rast. Feistritz« Faal. Lobnitz, Bergenthal. Rothwein, Pachern, Rantsche und Loka. k) der 24. Mai 1866 für die Jagden von: Pivola. Wochau, Ober» kötsch. Unterkötsch. Rogeis. Schleinitz, granheim, Mauerbach, Nußdorf. Skoken und Goritzen. K. k. Bezirks Amt Marburg am 22. April 1866. Der k. t. Bezirk» Vorsteher: v Arailza Zu vermiethen ist itn Hause Nr. 18 in der Magdalena Borstadt mit Ende Mai ein Keller auf 24 Halbstartin. zwei Gewölbe, ein Iim«er und eine Holzkammer. (174 ZM* Kaufs'Antrag. Man wünscht eine kleine Landwirthschaft in einer schönen Gegend Untersteiermarts zu kaufen, im Werthe sammt Inventar von eirca 1S.000 GuldiN ö. W. Anzahlung 6000 bis 7000 fl. Sensalt werden belohnt. Franca Offerte bezeich. (?. L. 614 befördern haasenftein St Vogler in Wien. (179 II «opt-Verse »«tu NM Itiiiei'ikilWi' j hiielleipwMle. «»llirleker i Wie beehren nnS biemit aimizeigen, daß flch unsere Niederlage in Wien, Stadt- Maxi«ilta«sftraße Nr. 5 befindet und „lle eingehenden Auftröge auf doS Prompteste und BiLigste effektuirt werden. H,rz»G Randnitz Fürst v-bkvVitz'sche Industrie, nnd S»««erp Htre?ti»n zn Bilin — K«»ll Ze Mattoni, Brnnneu-Verf-ndnng»« Direktßo» z» »arlsbnd — Br»««e«-Äerse«dnng4-rir,kti»« zn Ener,Kra«ze»»vav — Ish««« Freiherr v. Zeeuberg feb- «rnnnen-v,r««ltnnG »» «»ßhiivl — «r««i>en-I«spekti»n z» «Mrie«!>ad — G-«einde-Bitterwass-r-verwaltu«g z« Hanpt-Zlikderlage in Wien liri Xnoll «t ZIkattoni K. t. österr. auSsch. priv. erste» amerik. und engl, patentirtes <57 ^lUtUlorw. »>mlv»ss«r von x», prakt. Zah^narz^t iu Wien, Stadt, V^nergaffe Nr. 2. Preis per Alakon 1 st. 4« kr. «mdatlage T0 kr. Die» treffliche Präparat hat sich seit den 16 Jahren seine» Bestehen» Ber-breitung und Ruf nach Europa hinau» erworben. Seine Anwendung hat e» de« sonder» bewährt gezeigt gegen Sahn schmerz jeder Art, gegen alle Krankheiten der Weichtheile de» Mundes, lockere Zähne, leicht blutende» kranke» Zahnfleist,. «arie» und Skorbut. S» löst den Schleim auf, wodurch die Zahnsteinbildung ver. hindert wird, wirkt erfrischend und geschmackverbeffernd im Munde und vertilgt daher gründlich den iiblen Oeruch. welcher durch tünftliche oder hohle Zähne, durch Speisen oder Tabatrauchen entsteht. Da da» Mnndwaffer anf Zähne und Mund-theile in keiner Weise angreifend oder ätzend wirkt, so leistet e» auch al» ftete» Reinigungsmittel de» Munde» die vorzüglichsten Dienste und erhält alle Theile desselben in voller Tesnndheit und Frische bi» in» hohe Alter. — Atteste hoher medizinischer Autoritäten h.iben seine Unschädlichkeit «nd Empfehlung»würdigkeit anerkannt und wird da»selt>e von vielen renommirteu Aerzten verordnet. 2»llnplowd »um 8sld»tp!owdire» doklsr 2Udn»» Prei» 2 fl. l0 kr. V«ssot»djli»ode> 2»dnxulr»r» Prei» 1 fl. 22 kr. Prei» «8 kr. Zu haben: In Marburg bei Herrn Banenlari, Apotheker, und in Tnnchmann's Kunsthandlung, in Cilli bei Herrn Erisper und in Banmbach'4 Apotheke. Nr. 3826. Gdikt. (t71 Stadt. Ma^imilianSstraße ?>tr. (12« Bon dem k. k. Bezirksgerichte in Marburg wird bekannt gemacht: (ts sei zur freiwilligen öffentlichen Versteigerung der zum Berlasse nach Franz Flucher gehörigen, auf 6850 fl. 50 kr. öft. W. gerichtlich bewer« ttietrn veieinlen Realitäten »ud Urb. Nr. 245 nel Trautmannsdorf und 8ut) Urb. Nr. ^8 n»«t »»d Verlaß »o» Zanschitz i» M«h«eß.