MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES VMlag DBd Schrl' lefluBg Marburg •. 4. Oran, BadgatM Ni. 6 Pamruf- Ni "S-ST, U-A8, 35-W Ab IS Ohr 'fligllch aufiar Samitagl tat dia Schrtftlaitung nur auf Pererut Nr. 2B-A7 «rralcbbar UnTsrlangte ZuBchriftan werden Sicht rflckgetandt Be* sirotUcben Anfragen tat das Rflckporto beliulegan Poitirbeckkonto Wien Nr. 54.00S. Gaarbiftailallan In Cltll. Marktplati Ni 12. Pamruf Nr 1. und In Pattan. Ungartorgaiae Nr X. Pemnif Nr SB Nr.,336 — 85. Jahr;!ang Marburj{-Drau, Donnerstag, 2. Dezember 1943 Einzelpreis 10 Rpf STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Irtcbelnt werktHg'lcb alt t^organteituDg. Batugspralf (Im vo^aot lahtbarl monatltcb RM 2,10 atnachlteflllcb 10,8 Rpt Poitieltungsgebflhri bei Lieferung Im Streifband luzügllcb Pouni bei Abholen in der GsArhkftsrtellfi RM 3,—. AJtra rh dur< b Poit monatlich RM 2,10 («inacbl I9,B Rpt Poitteitungsgebabrl und 3fl Rpf Zustell gebDhr Btnce'nu mnem wsrdeo nur gegen Voretniendung das BlntelptriMt und der Portoanslagen zugesendet ^ Weil sie deinen Ausweg sefien Zuflucht zum Nervenkrieg Die Kriegslage brennt dem Feind auf den Nägeln — Was die Konferenz von Teheran bezweckt — Auch diese Offensive werden sie verlieren dnb Stockholm, 1. Dezember Nach M«lduii|{eo det schwedischen Blattes »Svenska Dajbladet« erwartet man von den Besprechungen in Teheran eine Art Kapitulationsultimatum an das deutsche Volk und seine Verbündeten. Seit langem beschäftigen «ich feindliche und neutrale Blätter mit dieser großen Nervenkriegsoffensive gegen das deutsche Volk, die bereits im August auf der Konferenz von Quebec von Roosevelt und Churchill angekündigt worden ist. »Dagens Nyheter« meldet in diesem Zusammenhang aus den Vereinigten Staaten, daß man als Ergebnis der Konferenz einen politischen Angriff gegen Deutschland erwarte. Die »Daily Mail« läßt sich von ihrem Neuyorker Korrespondenten melden, daß man dort glaube, die Kon* ferenz von Teheran könne Wirkungen auf die deutsche und japanische Moral haben. Weitere Stimir«n aus Stock* holm, Bern und Ankara sagen voraus, daß ein schwerer Schlag im Nervenkrieg ausgeteilt werden soll. Ein längerer Bericht von »Svenska Daijbladet«, der sich mit der Konferenz von Teheran beschäftigt, trägt die Überschrift »Psychologische Riesenbombe gegen Deutschland« Nun ist es also so weit. Was schon die •chwedische Zeitung »Aftonbladet« Mitte August im Zusammenhang mit der Reite des englischen Informationsministers Brondon Bracken nach Quebec und sei* nen Besprechungen mit dem nordameri* kanischen Propagandachef Elmar Davis ankündigte, soll nun Wahrheit werden: Der Feind will eine Generaloffensive im Nervenkrieg gegen Deutschland und seine Verbündeten starten. Der Nervenkrieg ist di« letzte Zuflucht der Gegner, nachdem sie auf militärischem Gebiete nirgends kriegscntscheidende Erfolge haben einbringen kfinnen. Der Krieg brennt ihnen auf den Nigeln, wo atich immer sie versucht haben, Deutschland oder seine Ver* bündeten zu schlagen, sind si« blutig abgewiesen worden. An den Fronten unbesiegbar Im Osten erstickten die bolschewistischen Massenangriffe in Strömen von Blut. Dank der überlegenen deutschen Führung, der Kampferfahrung und dem unvergleichlichen Kampfgeist unserer Soldaten ist es Stalin nirgends gelungen, auch nur ein Teilziel seiner anter rücksichtslosem Einsati von Menschen und Material vorgetragenen Massenangriffe zu erreichen. Der Versuch der Anglo-Ame* flkaner, von Italien aus das Tor nach Europa aufziutoßen, ist kläglich schon in den Anfingen steckengeblieben, In Italien kommen die Angio-Amerikaner jetzt nicht über die blutige Schneckenoffensive hinaus. Europa ist dem Feind nach wie vor verschlossen. Während im Osten die deutschen und verbündeten Truppen eine stählerne Mauer bilden, zieht sich im Westen an den Küsten entlang ein uneinnehmbarer Befestigungswall, an dem jeder Versuch des Feindes, von hier etwa den europäischen Boden zu betreten, zerbrechen wird. Im Pazifik aber opfern die USA vergeblich ihre große und seil der Katastro^e von Pearl Harbour neu aufgebaute Flotte für ein paar kleine Ingeln. Hier im Fernen Osten müssen die USA furchtbarste und niederschmetternde Schläge einstecken, ohne daß es ihnen gelingt, irgendwie den japanischen Abwehrgürtel aufzubrechen. Seit Monaten gefällt sich die feindliche Agitation darin, eine Invasion in Eurooa anzukündiiien. Man apricht von dem Marsch nach Berlin und Tokio, aber immer wieder werden diese Agitationsmanßver durchkreuzt durdi die harten Tatsachen, durch die Niederlagen und blutigen Angriffsversuche. die nirgends eine Entscneidung herbeizuführen vermochten. In der Heimat immer härter Schließlich haben die Anglo-Amerika-ner zum Luftterror gegriffen in der alten Hoffnung, die deutsche Kriegsindustrie auf diese Weise zu zerschlagen und die deutsche Moral erschOttern zu können ■* Aber auch dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt, denn d'e deutsche Krlejfs-produktion kann vielleicht hier und da einmal unterbrochen, aber niemals vernichtet werden Was schließlich eine Untergrabung der deutschen Moral anbe-trifM, so haben wohl die Urteile neutraler Beobachter England und die USA darüber belehrt, daß die Methoden der Luftgangster nur den brennenden Haß ge- Sen die Hunnen der Luft vertiefen, und ie deutsche Widerstandskraft nur noch mehr stählen können. Je gemeiner und brutaler die Methoden der Wrbrecher an der Themse und im Weißen Hause werden, umso verbissener wird der Kampfwille der deutschen Nation. Heimat und Volk sind zusammengeschweißt zu einem ehernen Block des Widerstandes, an dem alle verbrecherischen Machenschaften des Feindes scheitern werden. Das Interesse der Drei In dieser oolitisch und militärisch aussichtslosen Lage haben sich Roosevelt, Churchill und Stalin gezwungen gesehen, ein neues großes Stimmungsmanöver zu starten, einen neuen Riesenbluff, durch den sich die drei Kriegsverbrecher vor Ihren Völkern zu rechtfertigen versuchen. Das größte Interesse daran, eine Besserung der Volksstimmung herbeizuführen, hat der Vahanquespieler tm Weißen Haus, Roosevelt Er steht im Wahlkampf, und es fehlen ihm die Parolen. Siege hat er den USA-Bürgern versprochen, und einen gewinnbringenden Krieg den jüdischen Kapitalisten. Stattdessen Gberstflrzen sich | der unbezwingbaren Abwehr Deutschlands die Hiobsposten, und das ganze Trugbild, , und seiner Verbündeten tot Alle seine das Roosevelt vor seinem Volke entworfen hat, droht zusammenzubrechen. So greift er in seiner Verzweiflung zum Bluff in der Hoffnung, auf diese Weise das Volk wieder einschläfern und für seine Wiederwahl Stimmung machen zu können. Nicht viel besser ergeht es Churchill. Wie oft schon hatte er seinem Volk den Zusammenbruch Deutschlands und seiner Verbündeten und die Niederlage Japans verheißen. Es sei nur an den großen Agi-tationsrummel erinnert, den er zum 9. November 1943 veranstaltet hatte. Dieser Tag sollte eine Neuauflage des 9, November 1918 werden. Diese Illusion ist zerplatzt wie eine Seifenblase, und zurückgeblieben ist eine Katerstimmung, die Churchill das Leben schwer macht Die aus englischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten deutschen Soldaten haben uns übereinstimmend berichtet, daß es schlecht steht um die Stimmung auf der Insel Churchill hat das größte Interesse daran, sein Volk bei Kriegslaune zu halten, und deshalb kommt ihtn die Bluffoffensive sehr zustatten. Und Stalin? Seine mit großen Geschrei angekündigten Offensiven laufen sich an Forderungen, die er an seine Trabanten stellt, um den Krieg zu intensivieren, scheitern an der Aussichtslosigkeit, irgendwo zu einem militärischen trfolg zu gelangen. Genau so wie seine Komplizen Roosevelt und Churchill, hat der Krcml-diktator das größte Interesse daran, diesen Krieg so schnell wie möglich zu be* enden, da er sonst einen Zusammenbruch befürchten muß Wenn die Hasardeure im Feindlager kurz nach ihrer Terroroffensive in der Luft nun ihre propagandistischen Wohnblockknacker auf das deutsche Volk loslassen wollen, dann zeugt das davon, daß sie keinen anderen Ausweg mehi sehen, denn die Geschichte und die Erfahrungen sollten sie darüber belehrt haben, daß das deutsche Volk von 1943 nicht das von 1918 ist. Weder durch Lockungen, noch durch Drohungen werden sie das deutsche Volk mürbe und reif machen für die verbfecherivchen Pläne der Bör-senjuden und Plutokraten. So werden die Engländer bestimmt um das große Weih-nachtiereigni« kommea, das sie, wie »Svenska Morgenbladet* berichtet, mit äroßen Feiern begehen wollen und auf as sich »alle Hotels schon vorbereiten«. Es wäre für ihn gut, wenn Churchill sich nach anderen Sensationen umsähe, Die Sensation aus Deutschland bleibt sicher aus. Für uns und unsere Waffengefährten gilt das Wort des Führers aus seiner Münchener Rede vom 9. November: »Niemals werden wir den Fehler des •Jahres 1918 wiederholen, nämlich eine Viertelstunde vor 12 die Waffen niederzulegen. * Darauf kann man sich verlassen: Derjenige, der die Waffen als Allerletzter niederlegt, das wird Deutschland sein, und zwar fünf Minuten nach 12.« 4000 Sowjefpanzer im November Trotz schwierigster Wetter- und Geländeverhältnisse dnb Berlin, 1. Dezember über rwei Drittel der im Monat November vernichteten rund 4000 Sowjetpanzer brachten unsere Truppen im Süden der Ostfront zur Strecke. Die Zahlen kennzeichnen bereits die Härte der Kämpfe, aber zur Beurteilung der Abwehrleistungen unserer Soldaten muß auch die immer stärker werdende Verschlammung des Kampfgeländes mitbe-rOcksichtigt werden. Trotz der schwierigen Wetter- und Geländeverhältnisse beschränkten sich unsere Truppen nicht allein auf zähe Abwehr, wie im Raum Dnjepropetrowsk oder Krivoi Roq, sondern gingen, wenn e« die Lage verlangte, zu beweglich geführten Kämpfen, so im Abschnitt südlich Krementschuq und Tscherkassy, oder zu Gegenangriffen wie im Raum Kiew—Schitomlr—Korosten, über. Die schweren Verluste der Sowjets wirkten sich auf die Kämpfe der letzten Tage au«. Der Feind konnte nur in einigen Abschnitten seinen Druck aufrechterhalten, während seine Vorstöße in anderen Frontabschnitten an Kraft verloren. So kam et im ganzen Süden der Ostfront auch am 30. November wieder nur zu Angriffs- und Abwehrkämpfen mit örtlich begrenzten Zielen. Nur im mittleren Frontabschnitt hielt der Feind an den bisherigen Schwerpunkten seinen Druck aufrecht. fm Raum nordwesthch Gomel war die Kampftätigkeit geringer, Di© hier am 27. November nahezu ohne Feinddruck durchgeführte Frontverkürzung hat die erwartete Entspannung der Lage gebracht. Der worhenlange vergebliche Ansturm zahlreicher Infanterie-, Panzer- und Schlachtfliegerverbände, der den Feind allein im Abschnitt einer deutschen Division rund 5000 Tote kostete, hat die Sowjets stark geschwächt, Sie sind daher nicht imstande gewesen, die planmäßige Verlegung unserer Linien, den Abtransport aller Waffen und Versorgungsgüter und der sich unter den Schutz der deutschen Wehrmacht stellenden Be-völkerunqsteile sowie die Zerstörung der Fabriken und Bahnanlagen im geräumten Abschnitt zu hindern. Durch fortgesetzte Gegenstöße waren die nachdrängenden Bolsrhewisten immer wieder boweit zurückoeworfen worden, daß sich auch die Nachtmppen vom Feinde lösten, ihre neuen Riegelstellungen beziehen und dort alle weiteren feindlichen Vorstöße abwehren konnten. Die Frontver-besserunq etlaubte es unseren Truppen nunmehr im Raum südwestlich Kritschew aus der bisherigen Abwehr zu Gegenstößen überzugehen, eine ältere Einbruchsstelle zu verengen und an anderen Stellen starke feindliche Angriffe abzuwehren oder aulzufangen. Bereits 4000 Tote Die Opfer des Erdbebens in Anatollen dnb Istanbul, 1. Dezember Die amtlichen Schätzungen der Men-schenverluste beim Erdbeben in Anatollen sind inzwischen auf 4000 Tote und mehr als 3000 Verletzte gestiegen. Angesichts der schwierigen Verbindungen sind die Verlustmeldungen noch nicht abgeschlossen. Der türkiRchc Innenminister hat sich in das Erdbebengebiet begeben Neue Erdstöße in Mittelanatollen haben am 29 November die bereits schwe^ geprüften Gegenden, insbesondere die Gebiete von Mersina, Mardin. Amseyn. Tosla, Disbatir und Kastamouni, heimgesucht, Juden in Konzentrationslager dnb Rom, 1. Dezember Durch ein Gesetz wurde bestimmt, daß alle Juden ohne Ausnahme in Konzentrationslager aufgenommen werden müssen. Ihr Besitz wird beschlagnahmt und zur Unterstützung der Opfer anglo-ame-rikanischer Terrorangriffe verwandt. We^^erWinkel Balkan Die Politik der Großmächte und der Südosten Von Dr. Walter Schneefufl Die Balkanhalbinsel ist immer ein Barometer für den Luftdruck in ganz Europa gewesen, ihr Wetterwinkel in kritischen Zeiten, ihr Widerspiel und Spiegelbild Im kleinen, Denn unter den Völkern und Sta^tf>n hier an der Brücke Europas nach Asien haben immer wieder die europäischen Großmächte Ein-fluOgebiete und Gefolgschaften gesucht und meist auch gefunden. Die Balkan-staaten hal>en sich denen verschrieben, von denen sie am meistpn erwarten konnten Unbekümmert um alte Bindungen sind sie aber auch aus einer solche.n Gefolgschaft ausqestprunqen, wenn sie ■Ich In ihren Erwartungen getäuscht sahen und die Existenz verschiedener Partelen, venrhledener Partelführei die außenpolitisch entgegengesetzt orientiert waren, haben Ihnen ein solches Umschwenken ermöglicht oder erleichtert. Vor dem ersten Weltkrieg So gab es vor dem ersten Weltkrieg in allen Balkanütaaten eine österreichische und eine russische Partei. Österreich konnte die Konservativen in Rumänien (das damals noch als Balkanstaat angesehen wurde) und in Bulgarien zu Minen Parteigängern rechnen und die Liberalen In Sp^'blon. Die Liberalen In Rumänien und Bulgarien und die Radikalen in Serbien warn hatten und daher Angst vor der Ze-L Die erste aktive Macht die erste dvna-mlsche Kraft, die sich in Südist^urnpa sehen Heß, mußte daher negen die französische Politik eine Gegenpartei aufrichten können, wenn sie d=n Banner der Revision hißte Das hat das Italien Mussolinis sehr schnell erkannt und vermochte mit dieser Politik der drohenden UmklammeTinn durch das franrft sisch-sfldslawisrhe Bündnis zu entnehen Albanien Österreich. Ungarn, Ruloaripn waren seine natürlichen Gefolgschafts Staaten, die Entrechteten aus dem Ver trag von Versailles und seinen Anhäng sein, die da St Germain, NeuHly und Trianon hießen Mit dieser Gefolosrhaf und der Freundschaft des allm^hlicb wieder erstarkenden Deutschland konntr Italien sogar der Weltverfemmunn ir den Sanktionen des AbessinlenkriegeF trr*tzen und als es sich hier als der st.^r kere erwies, die StflatengefoIn«!rhaft Frankreichs sprengen, Indem es Südsla Wien durch einen Sondervertrag neutra lislerte Deutschland und England Hmter den beiden Mächten aber reck ten sich Ihre stärkeren Bundesgenossen auf: Deutschland auf der einen, England auf der anderen Seile. England setzte die Waffe ein, die schon Frankreich vor und nach dem ersten Weltkrieg zu band haben wußte: di" s Geld. Von ihm waren die großen griechischen Händlerfirmen abhängig geworden und In einer A^"' stillschweigender Arbeitsteilung h«nd England die Griechen an seinen Wag "n während Frankreich sich um d e Türkei bemühte, vom Krieg von 1122 bis zum H.itai-Vertrag von 1931 Als Frankre'cb zusammenbrach, versuchte Ennland auch In den anderen Bnlkanstaaten. se'Ti Erbe anzutreten nber tlfls a^I-ang ihm nicht mehr. Das deutsche Redürfn*« nach Getreidezu^ichüssen war eine ebrnisr starke Waffe gewordf^n, wie die englischen Kreditanqebnte. d»»nn s'n dau ernrlc»' und vrläßlichor Kunda, Gogenle^stiinnen an M.isrhltien jrd<»r Art man selber brauchim k>win1e, wsr den Süd'iststaalen willkommaner iind ih^^r Wirtschaft ne»ünd«r als der »(»iire K'e dJtneher So hat Btvtrland mit A'isn«hme Griochrnlandi nl^'m^^ls ein Sf»1rhes folrre am Balkan b»»sessen w e Prank-reich vor ihm Nach dam Varrat Pt/ihUsii Ab«r, das in Dianat« dynaaf 8ch«r Machtwünsch« Nabaniändar am Ostnfer der Adrie arrichtata, verlor da-Mit •m«A GrußtMl dM von Mussohois t Seite 2 * Nr. 336 * Donnerstag, 2. Dezember 1943 MARBURGER ZEITUNG Kraft uoQ Stetigkeit gewonnenen Vertrauern. Semem Zusammenbruch folgte denn auch sogleich cias End« tainer Balkanat^llung und Deutschland fing diese gesamte Machtposition in leinen itarken Armen auf. Hatte es in Rumänien, Bulgarien und Kroatien verläßliche Bundesgenossen gewonnen, »o stellte es ru Serbien nun auch Griechenland, Aiba-üiien und das von Hallen wieder errichtete Montenegro untor seine Militärverwaltung und gewann die Unterslüt-lung realpolitischer, bezeichnenderweise ▼on Soldaten geführter Regienmqen In diesen Ländern. Aber auch seinem Schutz wirkten andere Mächte entge<7en und suchten ihre nefn'gschaft niif dem viel-umkÄmpften B'^d^n. WfmigpT England odw das an «einer Seite mit wenig Ruhm auftretende Amerika, die vor «Jler Aufjen im kämpferischen Bereich versagt haben und nicht einmal vermochten, den Augenblick des italienischen Verrates für sich auszunützen, ■ondem Sowjotrußland Da« h(»darf einer ErklÄrung. In den meisten Ralkanvftlkem gab und gibt ei eine pnfwiirzel'e Intellektuellensrhicht, die wie ilb»»ra!l einen gewissen Einfluß auf das Denken ihres Volkes besitzt. Diesp Leute haben früher In Paris und der frnn7i^s!srhen Demokratie Ihr Ide^l gesfhen, aber srhlleßHrh erkennen mOs-sen daß Frankreich keine Antwort mehr wuOte auf d'e drännenden Fragen der Zeit. Die eigene Haltlnsinkeit ließ sl« ihre Znfltirht nehmen 7u der Parole der VemirhMmq alles Bestehenden, dem Nihilismus, der im Kommunismus ja nur »eine ftui^ere Form 'verbirgt, weil er nach der Vernichtung eine neue Ordnung verspricht, aber — wie Sow|etrußland zeigt — nicht zu erreichen vermag. Da» Spielen mit dieser Lehre der Vernichtung reltinte einen tändelnden Salonkornmu-nlsmu», den man in allen Stedten det Balkan f1nn imd versank; der große Kreu/er, der von Heck zu Bug in Flammen stand bemühte sich verzweifelt. zu entkommen Ein weiterer Angriff in d^r Dämmening der eine kurze Zeit darauf stattfand, er/irlte die Versenkung von vier feindlichen Krierissthiffen oder ihre schwere Beschddiyung. Auch der große feindliche Flugzeugträger, der nach den vorgestrigen Meldungen von einem U-Boot torpediert wurde, muß als verloren gelten. Er war von starken Kriegschiffeinheiten geschützt. Nach einer den ganzen Tag Aber währenden Verfolgung griff das U-Boot mit Einbruch der Dunkelheit an und erzielte einen Volltreffer. Dann mußte das U-Boot tauchen, da es selber sofort Angriffen ausgesetzt war. Am nächsten Morgen entdeckten Japanische Aufklärungsflugzeuge in dem Kampfgebiet zahlreiche Rettungsboote und andere Schiffsteile, so daß der Untergang des Flugzeugträgers mit Sicherheit behauptet werden kann. Landkämpfe auf Bougainville Aus Brtiigainville wird gemeldet, daß Sich japanische Truppen in heftigen Gegenangriffen gegen die feindlichen Brückenköpfe befinden, und daß der Gegner bereits die schwersten Verluste erlitten hat. Am 29. November um 3 Uhr früh landeten zwei feindliche Verbände etwa 15 Kilometer nordwestlich von Kap Torokina. Es kam zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf bis zum Nachmittag die Einheiten des Feindes bis zum letzten Mann vernichtet wurden. Die Landkämpfe auf Bougainville werden mit größter Erbitterung geführt. Der Feind hat es schwerer Japan legt die Waffen erst nach dem Siege nieder dnb Tokio, 1, Dezember der HlblAyeliall« In Tokio hl«lt Ml&i«teTpri«tden Tojo «In« Rede, in d«r er die feindlichein a«g«noff«n«iv«n Im Pazifik aU den Versuch der Nordamerl-kaner und Engländer bezeichnet«, im Hinblick auf den Immer nMihr beunruhigenderen KrlegsverUul unter allen Umstlnden und selbst mit größten Opfern eine Entscheidung zu erzwingen. Es sei bemerkenswert, daß die USA und England niAt wagteji, Ihren Völkern die ungeheuren Verluste bekanntzugeben, die sie gerade in der letzten Zelt erlitten hätten. Hier aber Ueg« die Schwäch« de« Gegners. Ihr« Beunruhigung Aber den Kriegsverlauf nehme nt&ndlg Auf die neuerdings vom Feind ausgestreuten Gerücht« «ingehend, sagte ToJo, Japan werde die Waffen erst niederlegen, wenn der Endsieg «rnmg«n «ei. Man sei «ich In Japan sehr wohl der großen Schwierigkeiten bswußt, die noch ouf diesem Weg« zu überwinden seien. Man wisse aber auch, daß die Schwierigkeiten der Gegenseite noch größer wären. Nicht umsonst müßten Roosevelt und Churchill ihren Völkern daher immer wieder den Emst der Lage klarmachen. 9f Nie mehr bolschewistisch" Weitere Protestkundgebungen in Litauen dnb Kauen, I. Dezember Die Welle der Protestkundgebungen der litauischen Bevölkerung gegen Moskaus dtmkle Pläne reißt immer noch nicht ab. Mehrere neue Großkundgebungen in litauischen Kreisstädten und anderen größeren Orten, bei denen Redner aller Berufeschichten des Volkes gegen Stalins Drohungen Stellung nahmen, bewiesen aufs neue, daß die litauische Bevölkerunn nie mehr wieder unter bolschewistische Terrorherrschaft gelangen will. Die größte der neuen Protestkundge- bungen fand auf dem UnabhÄnqigkeits-platz in Telschen statt, wo sich etwa 10 000 Personen eingefunden hatten. Iri den Ansprachen der vier Redner, die immer wieder von Zustimmungsnifen unterbrochen wurden, kam zum Ausdruck, daß Litauen sich niemals mehr Moskau beugen werde. Niemals werde Litauen wieder ein Teil der UdSSR werden. Litauens Losung sei: Kampf dem Bolschewismus. Die Redner würdigten den Heldenmut der deutschon Truppen, die Europa vor dem Untergang verteidigten. Ähnliche Kundgebungen fanden in allen Ortschaften des Kreises statt. Noch immer „in Vorbereifung Mountbattens ausbleibende Burmaoffensive €€ tc Tokio, 1 Dezember Die seit dei Ernennung Lord Mountbattens zum englisch-nordcimerikanischen Oberbefehlshaber in Südostasien erwartete Offensive gegen Burma ist über das Stadium notwendigster Vorbereitungen noch imraei nicht hinausgekommen. Zwar macht sich wi den letzten Wochen eine verstärkte nordiimerikanische Tätigkeit in den Gewässern des Bengalischen Golfes bemerkbar, aber an der Landfront, insbesondere im Du.hidaung und Mtiungda-Gebiei ist alles unverändert. Die Nord.imerik.inei konzentrieren Ihre Ktüftn an der Landfront immer noch auf den Staßenbdu und den Bau militärischer Anlügen unold Po-s(±usta, Zugführer im Ffl«lllerrealment »GrofMeutschlandc (geboren 1919 als Sohn eine« Spinner« in Trumau bei Wien), ferner an Major Emst Rehm, Kommandeur einer Panzernufklärungs-abteilung (geboren 1915 aM Sohn eines Studienratf in Tilsit), Hauptmann d. R. Werner Piclach, Kompaniechef in einem Panzerregiment (geboren 1912 als Sohn eines Kaufmannes In Berlin), Oberleutnant d. R. Helmuth Ott, Kompaniechef In einem Grenadlerregimeint (geboren 1915 als Sohn eine« Postsekretärs In Fsch, Gau Heesen-Naasau), und Oberleutnant d. R. Emat Zeller, Batterieführer In einem Artillerieregiment (geboren 1908 als Sohn eines Arztes in Stuttgart). Der Führer verlieh weiter auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Reichsmarschall Göring da« Ritterkreuz des Eisemen Kreu7e« an Leutnant Helmuth Sprung, Flug7euqführer in einem Kampfgeschwader (geboren 1^21 als Sohn eines Foretsekretär« in Hilders, Hessen-Nassau). Un.sf?Tp Kur^mplf^tmcrPT) dnb 200 Flugzeuge abgeschossen, Hauptmann Gerhard Barkhorn, Gruppen-koinmandeur in einem Jagdgeschwader, Inhaber des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, schoß am 30. November an der Ostfront seinen 200, Gegner im Luf^kampf ab. Hauptmann Barkhorn wurde Im .Jahre 1P20 in Königsberg geboren und gehört dem gleichen Jagdgeschwader an wie Major Rall. dnb Oberstleulnanl Dr. Ernst Kupfer, einer der erfolgreichsten deutschen Kampfflieger, Inhaber des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes, fand den Fliegertod. In mehr als 60(1 Feindflügen hat er in kühnen Angriffen die von ihm geführten SiturzkampffHener zu höchsten Leistungen mitgerissen nnrf dem Feind schwere Verluste zunefügt Oberstleutnant Kupfer wurde dreimal abgeschossen und trug als Zeichen seiner schweren Verwundungen das Goldene Verwundetenabzeichen. dnb Baslet Kommunist verhaftet. Der bekannte Kommunist und einzige Baseler städtische Großrat Arnoldi ist Dienstag vormittag im Anschluß an ««ne Haussuchung, die im Auftrag der Bundeean-waltschaft von Beamten der politischen Polizei geführt wurde, verhaftet worden. Er wird der Fortsetzung illegaler kommunistischer Tätigkeit und der Mitwirkung an der Verbreitung illegaler Druckschriften beschuldigt. dnb Die BtsrhOfe der katholischen USA-Kirche sind, wi« »Tribüne« meldet, tum Angriff auf die Moskauer Konferenz Obergeganqen. Sie sind gegen jegliche Zusammenarbeit der USA mit der Sowjetunion in der Nachkrie. .11. Angriffe wie diese hätten, so schreibt dris Blatt weiter, aroße ^uswlrkl'^^en, denn Roosevelt Ist bei allen Wahlen auf di* Stimmen der K.ithollken wesentlich angewiesen. dnb Im Karibischen Meer versenkt Die IISA-Admir.ilität muß wiederum rlen Verlust eines Prachters und eines Tankers zugeben, die von deutschen U-Booten im Karibischen Meer versenkt worden sind Gleichheiten wurde be-kanntoegeben, daß 28 Res-itrungsmlt-glledei der versenkten Schiffe ertranken. Hnirk u Vcrlnq MflrbiiffiPr V»»rlnfi» ii nru't;'»rf| Gpi mbH— Vpf'nn^lBlti'np Hnon R iiim(|ai(n('r. Uüupl*rhrlUleltnnfl Anton Ci«TH'liiirk hnido tn tvlnrburg a. d Drau. IVtdciasbo A 7.el1 Iftr AnTPlni>n dl^ Promli'tp Nr 1 vnm lU April 1S43 qiiUli| Auslnll 1"iiin<) Ip* ßliitiM« bei hiihntcr Gowull odai .1 ui i| irische Frauen seit neun Tagen in Hun- 1 ^ji,, ii.iinon Anspni(b nn Trümmerhciufen statt seines Hau^s voi. An den Gemäuerrestei aber hnin ein Schild: »Wir leben alle!« Bald fand er auch .seine Familie mit den fünf Kindern nußerhalb der Stadl tmver-sehrt. »Hier kann mjn wirklich sagen: Er zählt die Häupter «einer Lieben und lieh, ihm fehlt kein teures Haupt«, so meint« er glücklich und drückte immer wii>der die Kleinen an »ich. »Was nützte uns jetzt Haus und Habe, wenn wir auch mir eines der Kinder dafür hätten hingeben müssen I« Dirse Einstellung ist hezeichnond für den Soldflten, ja, bezeichnend für un<*rr ganzes Volk. Jedps Besitztum ist zu er-Betzen, iinsere ganze Sorge und Liebe aber gilt dem Lebendigen, dem Kinde. Auch we«- es nicht unmittelbar erlebt, weiß es doch, kann es Innig nachfühlen, wie gerpde die Soldaten an den Kindern hinnen. Es müssen nicht einmal d'e eigenen sein. Beide: Schwert und Wege sind die Gar/in'en un«eier Zukunft. Auch der kommende Opfersonntao ist ein Tag unsere« Bekenntnisses zu Mutter und Kind. 80. Geburtstag. Mornen, Freitag, begeht der frühere SÜgemeister Franz Nirkl aus Spielfeld, Sanenborg 36 seinen 80. Geburtstag. Lange Jahre hindurch bis in •ein hohes Altor ging er mil Freude seinem Beruf nach. Todesfälle. In Marburg, Dammgasse 40. verschied die 72 Jahre alte Hausbe-«itzerin Anna Kaschmann. Ferner starb In Marburg dai Arbeiterftöchterrhen Anna Pufitsch aus Frauheim. — In Wln-dischfeistritz ist die 28 Jahre alte Private Juliane Knafel* und Jn Schtefnitz die 74jÄhrige Maria Palesch geborene Pleterschek gestorben. Volksbewegung In Marburg. In der zweiten Hälfte des Monats November wurden dem Standesamt gemeldet: tOI Geburten (vorletzt 92), hievon .16 Knaben (vorletz 46) und 65 Mädchen (vorletzt 46)i ferner: 44 Todesfälle (vorletzt 42), hievon 21 MÄnner (vorletzt 21) und 2.3 Frauen (vorletzt 19). — Bezeichnend ist beim Verhältnis der Geburten, daß diesmal die Zahl der Mädchen jene der Knaben um 29 üb»rlrifft Bunter Abend In Polstren. Am 27. Nn-vembftr veranstaltete der Sleirisrhe Heimatbund ir dor Ortsgruppe Pnlatrau einen Bunten Abend. Die »Lustigen Sieben« aus Graz erfreuten mit Ihrem Programm die znh're''-h»ii BoMirber, woh!>i hesonde s Poldl Kern die TcinrPTin Frl. Will?, und die Sännerin Frl. Frauwallner starken Boifull fanden. Dank für tapferen Einsatz Auszeichnung verdienter Wehrmänner und SA-Führer in Marburg Wir hatten in letzter Zeit schon des öfteren Gelegenheit, über den tapferen r;n«citz de: untersleiri«chen Weh:män-ner zu belichten und mit Stolz kann die l'nterste^ermark beroits einige ihrer Söhne verzeichnen, die für ihren tapferen Elnstitz im Kampf gegen die B.nndi-ten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse nusgezeichnft wurden. Diese Auszeirh-nunrfen, die der äußere D^mk für die Tdofcrkeit s^nd, legen gleichzeitig aber auch ein beredtes Zeugnis für den Geist diT untersteirischen Münner ab, die mit einem iineischütterlichen Glauben und einem fanntlschen Willen an der Erringung des Endsiege» und der Sicherheit ihier engeren Heimat milkämnfen. Andere wiedor, die nicht in der Lage sind, mil der Waffe in der Hand ihre lleimat-6chole zu verteidigen, stellen ihre Kräfte der großen Autbauarbeit der Wehrmannschaft im Steirischen Helniatbund zur Verfügung und nehmen so Teil an den schönen Erfolgen, die bereits errungei? wurden. Mittwoch vormittag wurden Im Marburger Kcisinosaal im Rahmen einer Feierstunde weiteren Wehrmännern und SA-Führem für ihren tapferen Einsatz oder die vorbildlich geleistete Aufbauarbeit durch den Vertreter de« Bundesführers, F(ihrungsamtRlft.iter Parteigenosse Braumüller die ihnen vom Führer verliehe- nen Auszeichnungen überreicht. Ein Quarten der Marbuiger Lehrerbildunifs-anstalt gab der Feier den niusik.i]ls< ht}n Rahmen. ParteinencHSse Braumüller dankte mit würdigenden Worten im Namen des Gauleiters den ausqfzeichnetfn Gut geborgen Sleirische naiirriimen ilnuen lleitunq In Uad (Jasteln UnsfMPn Fraii- n, d e so tapfer allent-hiilhcMi mit llfiiui aiilet|en hk ht zul l.U uiif ■ie'i Uäuer'mirn, auf rlorcn Schul-t(hcn .higr nd ges1,ilt(:t wird. Auch der Abend in Frtuihcim 19. Dezember »Woran ich mf^ine Frendi hahfl'c wird herzlichen Widerhall lin-dn I^.Hiierinnen in Hofgastein einen P'^ehrslünd'n'^n Besuch ati In der Unter-t-'ill'inn zr-iMtf. sich allenthalben die oiolV-« Freii lf n^d Genugtuung der Bäu-orinnen lihei h'-e Tlntorbriiiaung über de Tff'ilkr'p'upn. D'"bei knrn sie aber TTjit dem H'uß 'U d'e Kupplung, der F.^h-rer vri lor d r f • .« baft üb"r ddS Fahr-:'euq, d:e Zurimi.si hine übeT-fichhin s ch. r-rau Ziegnt'r, Mutter von v:er rninder-i.'ih iiion K'ndt III, erlitt emen Halswir-bcltiruch und w/ir sofort tot. Vor den Augen der Tochter tödlich verunglücM. Df B.iuer Alois Thaller insg. rielu.nstrc't in Palf^u wurde; w. h-rend er in seinem Walde uiit seiner Tochter eine Buche srhlSgerte, von einem tiroßen Ast tödlich verletzt. Th-Her war l'V.ige Jahre Bilrgermf^ister. An der Bfordigung n hinen der Hoheitstrager und vi'-!e noli'if'be Leiter der Orts-crunno, VL*r'r:''et der umlienunden Ge-: ..."'fn, d e Krien"rkamer.id.ichaft mit Ahodniinnen nus Gams und Wildalpen, ein r.1'i"'k M'-i . US Hiet\iu, d'e frewillige Ffue wehr u d rii* H-hiiliugi'nd teil. Auto In f'en Miin gostür/t. Am 2'i. No-vpnibor fnhr F' i ^.ttn M-^ter Heim'inn Sri rer au«; Berlin, Jrihrp alt, mit e n"m Porsnn '::nf''.van'Mi vnri Diirrad-TP. • nai b Gu'^v^'k. Im Waor-i tief nd'^n pirb flu-~h Landforstmoistpr Dr, Franz -cb'eltie'g- i f»us Pr^ ßbnrn und der .''"^' hr'oe .'■i'"n f-'t-ner aus GuPwprk Srb irrer le-V', s.!-"fTi Wioon so n ibe ■■■n rl e r»'r-b'p Str. -.'Mp d.ii^ pr über r'-f» sie'ln tfrhr und 'n d-n 1/sMT . 'f. VVahr'-nH si-b ^rhir-T»' urd W '""b -- 'er Wnnrtrn, e't .ink f"'*'nrr in d-m m* Wasser gefüllten Wanen Zellnitz hat eine neue Schule Ein Markstein in Aufnalinici Pleilt-r Mdrh.iriiiTlrati Klinge auf Klinge Dieser Tage versammelten sich Li^h-rer und Scbuier von Zellnit/, an der Drau In der Festh ille des neuen Srhulhausos zur Fröffnungsfeier de« neuen Scbulge-baudes. Naih einigen Liedern begriiRie der Schulleiter d ^- ersch i-nenen Gar'e, unter ihnen auch die Landiate Dr. l:n-gelharth und Tös'her, sowie Kreisfiifi-rer Doboczky und Schulrat Sch^^eider und einifie am Bau brteiliqte Handwerkermeister. Der Landrat übergab nach seiner Ansprache die neue Schule in die Obhut de"; Bürnermf>'stprs, der in T ri Frwi-derung dis Gelöbnis di tmucii Verwul-tung ntig'ib .Aui b H' ■ ■« i)vr>r drücktp sp'iio FT-ud:-» über d e Fi'rtig-«telliino d(-^- Neubaues aus. d't», w e er betfiite, ein Markstein in der 7rlhvt/er der Dorfq'eschichte D'.:f(ie-.'hirhte ist Schulrat Schneider siinie nn- h'r i^ nd, d ß die neue S.'hule mit ih.i'ii hellen Räumen die fd' :!c A'beitsstatl det her"-nw ichsen-den Iniiciid sei. Zum Schluß berl'htete der *'''-hul ■■i'er einig«« aus der Entste-hunnso' si h < ht ' dr-r neuen S' hule, die im J ihre neplant und IH.IR in Bau oeu.immen wu dr Trotr der kriegsbe dingten S'hwier'gkedpn ist ge- nto^ri" ^nr-n P ■ii:-"bininpn von Grmelnd" und S.hiile und >"irrh die tatkräftige Un'eistüt'.iing d"s Landrntos gelungen den S'-hnü'ptrleb " mi^hr iuf7unebmen. Der Arin-d' n d'e SrhuHugond mit ..an, fnr A!* ZU ""hen und s'i b inn, -r tt-"-'"- 'p rier d "it^-^h^n Sora-cbo 711 vf^rvr-|!'';tmmncri ^ndr-te mit el-rom T ri Iö!)ms an di-n Führer. Allerlei Kurzweil Zwei heitere Vcranslalliingen der OrlsjJruppc MarburjJ II Em vPiLihlifher Kindtnu..; hu; ttag benennt su h die, Samstan di p .4, I'' ,'i m-her um l "! Uhr im Hoiniatbuiid'; ..il =:ur Diircbfiibrung kcninr nile Ver »n =■ lfu".'i, die von dn vin Kiiulcroi unprn dit (jrtsgruppe 11, au'(ie/':-i|f! wird Ihn Reigen bun -r f '-lilit' i^| ■ • rlr: ■ i'l'cns . >'■ WC hslimnsrc.: !i v.' . ■■iiIcMb ' >1 ie Vortrat; ^iji: • auf, a K " Als zwei!'- Vi lau tal: mo gruppc II, (hr-nfall . S""' ' g, i!:t) 4 znmbrr um t'hi, v ^^ilirht d- ; K.i; burr il=p ; Mt-. r-. ■; h\v^ ri nrf;tMf:= l 1" I h". - , F 'd-i urig d -i 1 K( IlCU't k= iii inr ^ ■hli»'.-; -.ftdtrn --M ij.-t M ■ ■ dir' w -I g b d. I-. .■ Nt : r- 'ht nur c. ^ ■-], ti 1 ti< '..l'i'iid mit semrn VC bi n Kiir sp plon die i rung vnm Alltag zu I fii i i-lgrupiit unter r.i- ! . d( Amtes Frauen ■i'ni.ibiMi dies.-II .Aliend .n i'.iT! '-n rlia"ssinii zu \V:h' d.-i Kiirzspirdp ist ■ ■ !i -k'i a-ian ' Iiiua- k t u: d icin biiiiton ^- iirz- .! r.- wird 1^ 'H Iii ■ d' b lim ■■1' hl, [( !: = u f.'« ■ Aul*" hriing^n " r 'Ii '! i ^hmo i. '= 'h - i'tundf'n, nc Ib'ii iligung UP = i -ni fr ßcn I. -I Je härter der Kampf, umso stärker die Heimat! gh t j LI Das wollen wir mit unserer Spende beweisen am iFptd'SOIBniflQ, OCBI UcZCISlbCI*! Seite 4 * Nf. 33^ * Po-^rorct--*:*. 2. D^zcnbo*' ^*^13 MARBURGER ZEITUNG Zum Tode verurteilt Geführllrher Gewohnheitsverbrecher abgeurteilt Der 42 Jahre alte verwitwete Zimmermann Frnnz Hois aus Negaii, Kreis Lu-tenberg, hatte sich als gefährlicher Ge-wohnheitsverbreche' vor dem Sondergericht Graz lu verantworten, well er In den Iet:tten zwei Jahren in der Untersteiermark 13 Diebstähle begangen bat. Der bereit» elfmil wegen Diebstahls vorbfistraftc Angeklngte leugnete alles eb. Er behnuptefe die zum Teil noch bei fhm oder seinen Angehörigen vorgefundenen, zum Teil bereits gegen Lebensmittel eincietausrhten Waren, die nach den Zcugenaussflgen von diesen Dieb-•tÄhlen herrührten, vou unbekannten, jedoch unbedrnkllrhen Personen gekauft ru haben, die ihm diese Sachen auf Bahnstationen und Gasthäusern antrugen. Da er bei seinen Diebstühlen Treibriemen. Kreisäänen, Kleidungsstücke und ähnliche MnngelWfiren bevorzugte, hatte «eine Vernntworttinq wenig Erfolg auf Glaubwürdigkeit und versagte In mehreren Fallen vollkommen. So behauptete der Angeklagte, einen Steiroranzug im Herbst 1942 als Entgelt für Arbeitslei-•tungen von Irgendeinem unbekannten Bauern erhalten zu haben, obwohl dieser Anzug seinem Eigentümer erst im Mai 1943 gestohlen wurde Das Gericht verschaffte sich aiif Grund des durchgeffihrten Beweisverfahrens die Uberzeugimq, daß der Angeklagte In allen diesen 11 Fällen seihst der Täter war und verurteilte ihn wegen »einer hohen Vorstrafen, der Vielheit und teüweisen Schwere seiner neuerlichen Diebstähle als gefährlichen, einer Besserung nicht fähigen Gewohnheitsverbrecher zum Tode. Damit wird die Gemeinschaft von einem Volksschädling befreit. * Entsprungener ZuchthHusler festgenommen. Der aus einem Arbeitshaus während der Außenarbeit entsprungene Mtifthios Mfiderebner aus Haus, der sich eineZeitlanq imPnltenfal, in Obeidonau und im Kreis Liezen herumtrieb, und unter der Vorspiegelung, Grüße von Frontkämpfern ru überbringen. Geld und Le- Kopfzerbrecbcri i:m 24 000 Schriftzeichen China — das Land der Seltsamkeiten Die Geschichte keines Staates der Erde Ist «eit so lanqei Zeit so genau geführt worden wie die de« chinesischen. Seil dem 323. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung führten die chinesischen Geschichtsschreiber genau Chroniken de« Reiches, die heute noch erhalten sind. Bereits zur Zeit der römiechen Kaiser bestanden Handelsverbindungen zwischen Europa unrt China, Man berichtet von einer Gesandtschaft, die der römische Kaiser Mark Anton nach Schan-si schickte, und in Schan-si war egenom«neii wJrd und daß der Käufer oder die Hauefrau hinterher vergißt, sie wieder an sich zu nehmen. Oft werden auch kleine Kindel ztim Einkauf geschickt, die den Wert der Karten überhaupt nicht kennen, und auf die es besondere »Speziallsten« abgesehen haben. Wichtig ist, daß man sofort seinem Stammgeschäft und dem Wirt« schaftsamt den Verlust von Lebensmittelkarten meldet, denn gewisse Wtiren sind ja an ein bestimmtes Geschäft gebunden. Man vergesse auch nicht, unmittelbar nach dem Empfang der Lebensmittelkarten diese mit Tinte und gut leserlich mit seiner Anschrift zu versehen. SPORT u. TURNEN Die steirische Handballmeisterschalt Im Meistarschaftsbewerb der iteiriacheD Handball vereine hat sich die Grazer Stu-dentenkon^ani« durch ihren ll;3-Siefl über den Grazer ADTV di« Tabellenspitze gesichert. Rapid-Marburg und Böhler-Kapfenberil besitzen diaselbe Punkteanzahl, doch verfügen die Kapfcnberjer über die bessere Trefferdifferenz. Das ausgezeichnete Abschneiden der rührigen Rapid-Handballelf in den bisherigen Herbstspielen berechtigt zu den besten Hoffnu^en für das Frühjahr. Der Tabellenstand gestaltet sich nunmehr: Studentenkomp. Graz 4 4 0 0 59:32 8:0 Bfihler Kapfenberg '6 4 0 2 80:60 8:4 Rapid Marburg 6 4 0 2 46:49 8:4 KSK Leoben 5 3 1 1 66:32 7:3 ADTV Graz 5 2 1 2 39:47 5:5 LSV Zeltweg 8 2 0 6 57:56 4:12 BSG Westen Ctlli 5 1 0 4 18:52 2:8 Sportgem. Graz 3 0 0 3 11:32 0:6 * KdF-Sportichan In Gm. Dl« NS-G«- meinschaft »Kraft durch Freud«« führt« Im Grazer Opernhaus eine große Sportschau durch, die aufschlußreiche Ausschnitte aus dem täglichen übungshe-trleb zeigte und mit viel Beifall von den zahlreichen Zuschauern aufgenommen wurde. Aus dem gesamten Gaugebiet waren Vorführungsgruppen nach der steiriachen Gauhauptstadt gekommen. 80 Jahre DTB Leoben. In den kommenden Dezembertagen kann der Im Jahr« 1863 gegründete Deutsche Tumerbund Leoben auf ein 80jAhriges Bestehen zurückblicken. Der Verein war fn der wechselvollen Geschichte seiner Heimat stets der alle völkischen Kräfte vereinende Hort. Um den Pokal der Gefallenen. In Bukarest wurden nach Beendigung der Herbstserie wieder die Spiele um den Pokal der Gefallenen aufgenommen. Der Herbstmeiister Rapid-Bukarest mußte sich mit einem 2:2 gegen Unirea Trlcolor begnügen, Venus Bukarest bes.legte Juventus 4:3. Das königliche Spiel Vom KdF-Reichsschachturnier 1043 Im KdF-Reichsschachturnier 1943 in Wien, das bei gutem Publikurosbesuch im Palaig Lobkowitz in der vierten und fünften Runde fortgesetzt wurde, sind am Dienstag heftige Kämpfe um die Füh-rung entbrannt. Der bisherige Spitzenreiter Dr. Meyer wurde in der vierten Runde Oberraschend von dem Hambi'-ger Sahlmann besiegt und mußte in der fünften Rund« auch noch gegen Grünfeld di« Waffen strecken. Einen interessanten Zweikampf gab es in der Begegnung Müller—Galia, die der routinierte Müllci für sich entscheiden konnte. In der fünften Runde überraschte Nüsken mit einem feinen Sieg über Sahlmann. Die Ergebnisse in der Reichsklasse sind: Vierte Runde: Riedmiller—Grünfeld Hi'A, Müller—Galla 1:0, Sahlmann—Dr. Meyer 1:0, Nüsken—Inzenhofer Schmitz—Kieninger 0:t; fünfte Runde; Dr. Meyer—Grünfeld 0:1, Galia—Inzen-hofer 1:0, Riedmiller—Kieninger Hängepartie, Sahlmann—Nüsken 0:1, Müller— Schmitt 1:0. In der vierten Runde der Aufstiagsklass« konnte der Posener Puch-t« durch tinco Sieg flbcr den bisherigen Tabellenfflhrer, cUb neunzehnjihrigen Beni, sain« Position wesentlich verbessern und steht nunmehr mit Lutz in einem harten Kampf um die Führuntf. Hier waren die Ergebnisse folgende: Vierte Runde; Röneke—Bickenbach HtH, Fink— Ulrich H'M, Puchta—Ben! 1:0, Rflger— Lutz 0:1, Latko—BSr 0:lj fünfte Runde: Bär—Röneke 0:1, Lutz—Latko 1:0, Bcnl —Rüger 1:0, Bickenbach—Fink 0:1, Ulrich—Pichta Hingeparti«. Wir hören im Rundfunk DoM«rttag, ). Daiambtr RttohiprograBBi S—fl.lSi Zum HArtn and B«-baltfn. 10—tti KamponiiUn im Wiflenrock. 11 bii ll.40i Orchcttar- and Solittcnmutik. 12.35—U.iSi Dtr Barlctit lur Lttf«, t4.l5—ISi Biinlt KUn|)i aut Hmobur^. 19—16: Heiter« WcUco. 16—17: Be-•chwintftH Konicrt d«r Wiener Svmpboaikeri 17.15—lB.30i Melodien tui Wien. 18.30—19; D«r ZeiUpieHet. 19,15—I9.30i FronlbcHchle, 20.15—21t Werke tod Moiart und Karl HSller. 21—22t Opern-••nduni »Wie ea tach gelilll«. ^rau ^ffa und der Jäger Romnn von 'Rudolf Hans Bartsch 21. Portsetzung Mußte er da nicht entscheiden? Hier eine spottvoll leise Geneigtheit, dort ein gänzlich hingegebenes schönes Mädchen! Ulla hatte sein tieferes Wesen kaum belrachteti hielt ihn für einen Erben ohne Kraft; für einen Nachkommen und Träumer, indes er stritt und litt und blutete. Schreiben, Geld verdienen, um das wankende Schloß der Väter zu stützenl Das hatte sie gar nicht gesehen. Der an* dem war es offenbar geworden, denn diese, Helene Ruard, liebte Ihnl Mußte man ihn denn nicht lieben? War denn Frau Utta aller Liebe schon erstorben oder konnte sie es überhaupt nicht? Nun brauste und brandete ihr Herz) nun, wo Angst und Eifersucht kamen. Mußte man ihn denn nicht lieben? Den Einsamen, der so sehnlich an seinen Wäldern hing, der so genügsam war und so stark. Dem das Leben nichts gab als eine alte Mutler, ein verwittertes .Schloß und ein geheimnisreiches Blut, beide raunend vor alten Erinnerungen, und der um Büchsenknall und Waldrausrhen und das, was er die Ahnung der alten Götter nannte, Glanz und Pracht der großen Welt dahingab? Und derweilen sie ihn neckte, litt en und litt wie!! Mußte man seine blauen Kinderaugen, seine hohe Gestalt, seinen Trotz, seine Frische, seine Kraft und den Mut nicht lieben? Und aber: mußte man die dunkle, schlcinke Helene Ruard nicht lieben, die so schön war und noch so jungl Wenn dieses Mädchen ihn gewann, dann war ja Hannsens Ahnenschloß gerettet. Sie konnten die Rebenpflanzungen neu aufbauen und den Viehstand — — Sicherlich wurden die beiden unglücklich. Denn Helene kannte sich nicht. Aus Leidenschaft nahm sie sich den aparten Menschen, der so einsam und rührend stark war. Aber sie hielt es nicht aus hier unten. In ihrer Langweile würde sie ihn quälen, schmähen. Er würde dann ganze Wochen allein Im Walde sein, und einmal würde sein Herrenblut wild aufflammen. Sicherlich; danach sah er aus. Aber ob es so kam oder so: für Frau Utta war der junge Heydenreich verloren. Was nur schnell tun? Sie griff an ihren Hut, ordnete das Haar, knüpfte ein Band, streifte den Ärmel von ihrem Arm, ließ ihn wieder fallen und war gänzlich wirr und hilflos, Endlich raffte sie ihr Kleid und ging und stieg dufch alle Rebengänge empor, rasch und ängstlich, mit den Händen, die stets in den langen, feinen Handschuhen steckten, ihr leichtes Sommerkleid vorne emporhaltend und gebückt; ganz In sich. Oben beim Schlosse durchschritt sie so den kühlen Hallengang ohne links oder rechts zu sehen und ging die Treppe empor bis zu Baron Heydenreichs Zimmer. Dort fiel ihr in der Eile die dumme Tatsache ein, daß sie gerade gleich alt mit Hanns wäre. Das Herz rüttelte und klemmte sich ihr förmlich in der Brust von der Hast des Bergaufsteigens und der Angst. Dann fi«rl ihr ein, wie schön Hanns die Hand geküßt habe, und wie sie den Kuß damals lieb und süß und prickelnd empfunden habe. Gleich zog sie den Handschuh von der rechten Hand. Dann für all« Fälle auch von der linken. Ihre weißen Arm« gefielen ihr selber. Dann klopfte sie an. Drin sagte Hanns ruhig: »Herein.« Sie trat ein und blieb stehen. Er saß und schrieb. Schrieb weiter. Endlich legte er den Kopf etwas über die Schulter, »Nun?« Das Herz sprang ihr beinah«, ab«r sl« sagte nichts. Jetzt sah «r sich um, sprang auf: »Gnädige Praul Gnädigstel« Und lief auf sie zu. Sie aber bot ihm weit hingestreckt beide Hände dar. Wahrlich, er vergaß es nicht, bedde zu ergreifen, tn seinen ehrlichen braunen Waldmannstatzen zu drücken und dann seine Lippen daranzulegen. Wie das wohltati Beruhigte, beruhigte: wegen ihr; wegen Helene Ruard; ja. Da »i« so stille hielt und gänzlich aufler Atem war, ruhte fein Kuß lang, lang auf diesen herrlichen Händen; bei der einen mitten auf den blauen Adern, bei der andern schon nahe überm Handgelenk. Frau Utta biß sich auf die Lippen, daß die weißen Zähne das feuchte Rot einpreßten, und ihr« Augen wurden schwimmend. Endlich konnte ai« reden, ließ ihm aber die Hände. »Hanns«, sagt« §1«. »Hanncl Ich hab« etwas von Ihnen gehört, was mir Ins Herz schneidet.« Er zog sie in einen Stuhl, schloß di« Türe und setzte sich neben «i«. Gleich wieder lag sein Mund auf ihrer Hand. Nur ganz schnell hatte er gefragt: »Wag denn?« »Sie lind in Sorge, Ja In Not um ihr« HeimatI Und Sie arbeiten, sogar bei Nacht, um das--um ein Unhell zurückzuhalten. Hanns, warum haben 51« das mir nicht gesagt?« »Ich hab's Ihnen doch gesagt, Frau Utta.« Ihre goldbraunen Augen Öffneten sich weit: »Wo? Wann?« »Oben nahe dem ▼«rlorenen Jagdhause, wo unsere klein« wild« Blgen-Jagd vom Gipfel des Gorianz nach Südosten hinabgeht, in die kroatische Tief«. ,Dort werde Ich dereinst meinen letzten Rückhalt haben, wenn unser Schloß dahin ist', sagte ich doch.« »Mein Gott, das habe leb nicht verstanden«, rief sie erschrocken. »Wl« ich Sie nur so leichthin anhören konnte. Hanns, Sie müssen mir zulassen, Ihnen zu helfen.« Er stand auf, ganz kalt und itelf nnd würdig. »Gnädige Frau werden davon, ich bitte darum, zum letztenmal gesprochen haben.« Nun war auch «ie bestürzt, Terletzt und stand auf, Sie rührte ilchi «In Augenblick, und sie ging fort. Da hielt er sde schon wieder an den Händen. »Frau Utta«, sagt« er, »ich weiß, Sie sind mir gut. In Ihrer Art, ao-weit Sie eben können. Freundschaft, nicht wahr?« Frau Utta hätte laut rufen mögen: »Mehr, mehrl« Aber das Wort stockt« ihr. »Sehen Sie denn nicht, Frau Utta, dafl ich selbst von der liebsten, wärmsten Freundin keine Hilfe nehmen darf? Von keiner Frau, selbst nicht--« »Selbst nicht--?« »Von einer Gellebten, wollte Ich sagen. Da sogar am wenigsten. Das ist aber ja lächerlich und schaltet aua.« »Ja, bei uns ja. Aber Hanns, ich gähi Ihnen, was ich kann und bin--; Ich möchte —« »Utta!« rief er. »Meine Frau werdenl Dul Du Traum, zu schön für meine wachen Taget Zu schön für das reich« Wien. Nein, es ist nicht wahr. Qu AI« mich nicht, ich werde toll. Uttal« »Hanns, ich — — «s muß überlegt sein. Du überrumpelst mich.« Er hörte nicht weiter; er sehr!« laut vor Glück. »Dul Du hast also schon Ire Ernste daran gedacht? Du hältst es füi möglich? Bloß warten soll ich? Ja? Ja7i Nun schwoll ihr dennoch das Herz, und Sorge und Schreck wegen einei jähen Entscheidung waren fort. Sie sat ihn voll an. In Lieb« und Lachen und Zärtlichkeit gingen die goldbraunes Augen über sein Antlitz. »Ja, Hanns«, sagt« sie. »Wir wollen uns prüfen Beide. Sie wissen, wie sehr ich an jenei Leben dort in der großen Well gefes seit bin, und der Wald, Ihnen so beredt macht mir Angst. — Können nicht Sil »ich in der Stadt versuchen? Versuchen nur!« »Und wenn Ich die Probe nicht aushalte?« »Dann will ich versuchen, ob Ich hlei leben kann. Ach, Hanns«, fügte ale ao gleich kläglich hinzu. »Es wird nlcb gehen!« Rerbet fOr das Deutsclie Rote Kreuz Jeder Befriebs- IQhrer soll das VirQPdniiiigi-unil flmtsblitt des Chefs dei Zivllvcrwalfunjf fn der IJnter-afrlermark lesen Bezugspreis monafltcb PM Be-8teiluns!en sind an die Geschäftsstelle des Verord-nungs- und Amtsblattes. Marburg/Ürau Badgasse A •u richten. Srhmerrerfüllt g^ben wir die unendlich traurige Nachricht, daß unsere unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante, Frau Anna Kaschmann Haasbesitzerin uns nach längerer, mit Geduld ertragener Krankheit, für Immer entrissen wurde. Die sterblichen Überreste der teuren Verblichenen werden am Donnerstag, den 2. Dezember, um 14.30 Uhr, am Magdalenenfriedhofe In Drauweller beerdigt. Die Seelenmnase wird Freitag, den 3. Dezember, um 7 Uhr, in der Magdalenenklrche gelesen werden. Drauweller, Maiburg'Drau, Knittelfeld und Wien, am 1. Dezember 1943. In tiefer Trauer* Karl und Max Kaschmann, Söhne; Fannl geb. Fischer und Sophie geb. Werhoschek, Schwiegertöchter; Daniele, Irene, Bori« und Annelinse, Enkelkinder, sowie alle übrigen Verwandten. 41 Schmerz erfüllt geben wir di« unendlich traurig« Nachricht, daß unsere Heb« und herzensgute Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Maria Fale8chgik.Pleterschek Im Alter von 74 Jahren Mlttwodi, den 1. Dezember, um 3 Uhr, uns in schwerster Trauer für Immer verlassen hat. Von der unvergeßlichen lieben Toten nehmen wir Freitag, den S. Dezember, tui 10 Uhr, Abschied und betten als am Friedhofe in Schleinitz sur letzten Ruh«. S c h 1«i n 111, am 3. Dezember 1943. In tiefer Trauer; Anton F«I«sch, Gatte; Jos«f, ftoman und Anton Falesch, Söhne; Ludmilla und Josefine, Töchter, sowie Familien Josef Falesch, Alois Falesch, Furek, Schusteritsch und Lab«. 40 Anschriltönilerang mflssen unsere Postbezieher sofort dem xustfindigen Postamt (nicht dem Vertag) melden.—.MarburgerZeltung' Vertrfebsabtellunji SrhmerzerfüDl geben wir die unendlich traurige Nachricht, daß unsere unvergeßliche Gattin, Schwester, Tante, Schwägerin, Frau luliane Knafelz nach kurzem, «chwereTn, jedoch mit Geduld ertragenem Leiden im 2B. Lebensjahre uns für immer entrissen wurde. Di® Beerdigung findet am Donnerstag, den 2, Dezember, um 15 Uhr, vom Trauerhautie aus, Cillierstraße 211 in Windischfeistritz, statt. Wlndischfeistritz, 1. Dezember 1943. In tiefer Trauer: Franz Knafelz, Gend. Wachtm., Gatte; Luise, Poldi, Michael«, Franziska, Sophie, Apoilonie, Ge- fchwister, und alle übrigen Verwandten. 19 Danksagung Für dia liebevolle Anteilnahme an dem Verlust unseres teuren Dahingeschiedenen MARTIN ILLE" SCHITZ sowie für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen auf diesem Wege unseren tlefgefü Iten Dank, insbesondere unseren lieben Nachbarn. Marburg, 1. Dezember 1943. 49 Elise Illeschltz, Gattin; Familien Illeschltz, Germ, Maler und Marschick. In tiefster Trauer geben wir bekannt, daß uns unsere innigstgeliebte Gattin und Mutter, Frau Mathilde Schantl am Mlttwodi, d«n 1. D«iemb«r 1943, für immer verlassen hat Dl« Beerdigung findet Samstag, den 4. Dezember, um 9 Uhr, von Wolfstal aus nach Jahring statt. Wolfstal—Jahring, 1. Dezember 1943. In tiefer Trauer: 50 Anton Schantl und Tochter Maria Schantl. Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anläßlich d«s plötzlichen Hinscheidens meines lieben Gatten, unseres lieben Schwagers, Onkels und Vetters, «o-wi« für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnis wl« auch für die schönen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten des Verstorbenen innigsten Dank. Hochenegg, den 29. November 1943. Im Namen aller Verwandten: Maria Premschak, Gattin. MARBURGER ZEITUNG Donnerstag, 2, Dezember 1943 * Nr. 336 * Seite 5 STADTTHEATER MARBURG-Drau Donnerstag, 2. Dezember; KABALE UND LIEBE, Bürgerliche« Trauerspiel In neun Bildern von Friedrich v Schiller. Beqinn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Freilag, 3. Dezember; KABALE UND LIEBE. Bürgerliche« Trauerspiel in neun Bildern von friedrich v. Schiller, Becjinn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. — Geschlossene Vorilel-lunq für die Wehrmacht. Kein Kartenverkauf. __ Vorverkauf außer Montaq tflqlich von 9 )is 13 und von i.S bn 1R Uhr an der Theaterkasse Thenterqawe 3 Der Kartenvorverkaul für die am 9 Dezember 1943 itattfincicndc Prstaufführunji »ScbMichen cur Linken«, Operette mit einem Vorspiel und 3 Akten von Peter Klaut, Musik Karl Henry Gutheim, findet ab Donnerstag, den 2. Dezember 1943 statt Ah 3. De/emher 1943 tat der Zugang tum Theater h7w. Kasaenrnum und Bürhereli Domplatz 17. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAyBUKÜ-Di'AU I BURG-LICHTSPIELE Hnul« 15 17 30 19 4^ Uhr * Pemral Ml« B1* nonnrr*1»<|. I Dcr^nibM DI« grlRrhlsrhs Gnttarwelt wird lebendig - im zwfir<'hfrllnr»rhUttoindpn Großhiitiplel mit Wlllv Frltich KMIh«> Golri un 1 Paul Kemp ^ Amnhitryon (Aai dao Wolk«D kommt dai GlOck) Pdi Jng^odllfh» Bicni lUQflawi ___ Haut« 18 If M und I9.4S Uhr ESPLANADK Fs die Liebe Qaitav PrAhllrh. Hfdwlg BlBlblren Hlld* vna Itolt. Anitlr Rortai. Tlbor v Italmfly Hubert * Mefarlnck Prlt» Fn^holl. Riitloll Carl RIn hettarai Sptal »oUar l..mno iinri nhpriniit rilr .tiiqenHllrhr iinli»r 14 Jahren ntchl tii«)elÄ*«"nl Dimnersliiq, 1. Dirfinhrr Evn Nach der gletchnnmlflen Operette »on Prani lahAi mit Mdflrta Brhnelder, Hani Moiar, Haler Bflhmnnn. Perd Vfavorhofflr untl Adele Sandroch. — M „rhP p.vi'hnHiinq Wlllv Srhmldt-OenfBer HQr Jaoandli br iai|alaii>eol Bur^-IJchtsoielc Cilli Sai hst'nlel'tei itrnBp Bit DniinBr*tno 2 DeTf'mhei Altes Merz wird wieder |unß mit Tmil iHimtr.g» Mdrla Idudrock Viktor de Kowa und Mdrgll Symo pnr iilliilif unter 14 lahran nlrbl lUpaldiAan M^'tronol-T.icbtsniele Cilli_ BIn Dnnnemtag t Doienber Gefährtin meines Sommers Ano« numiDdti Pa.il Hertmann Wollgang lukacbT. Uiiitav Knuttt und Viktoria v. Balla Uhi Sonnfi«! »ili l;< "ht «n rl'>r Kinoka**e V'in Finit.ig. 10 ni>7umli('i bl» t>ln*f hlleDllch Mon-l.iq, 13 Ü.'/i'inti'-i dei tj'iiHIp rarhlllm Münchhausen Ton-l.ich'sni'*''» S^adtlhcater _P (■ I t .1 u Donn«ir^t. g 2 üoiemhpr — ..'''df Frnu hdl ein siiflc«; Gl tipltnni't" sintjl .lohannos lleeNt^-r« in dem roirt'nri"Ti I iistspicl Das Abenteuer geht weiter Ein n I/.uin-riini vollei I iisl mhiI >or IhiTi li'i Lmiiie mit M.irlii V Tjsiindv (iiuli H'oll. Pd'I lü ifl) nd 1 h^o I Innen - Mir lin>ifl" 'ir Mifi>'l.i*«rn i^^optor Trifcfl HIn 2. Oi'/pmber »Traummusik« r.iit M-n «iiiistlqcn Verkiuriatalian Betugtprali: Monatlich RM 1,25 latoti Im voraus lahlbar) fm Einsatz für eine deutsche Unterstelermark gaben ihr Leben: Wehrmannrchaflsrottenführer Franz Maruschko geboren am 2fl April !917, wohnhaft in Haseldorf, . Ortsgruppe Abstal Wehrmannscbeflsobersturmmana Alois List , geboren am 21 Juni 1909, wohnhaft in Schirmdorf, Ortsgruppe Abstal Wehrmann Johann Maruschko geboren -im 9 Auqust 1910, wohnhaft in Plipitz, Ortsgruppe Abütal Wehrmann Ferdinand Madler gehoron am 30 Mai 1911, wohnhaft in Wölling, Ortsgruppe SUfienberq Wir werden unserer toten Kameraden gedenken, wenn wir unsere harte Pflicht erfüllen. Lutlenberq, 1 Dezember 1943. Leopold und Josefa Maruschko. Juliane List. Maria Maruschko qeb. ProbsL Maria Madler. Der Kreisführer: qez. Ing. Roman Nemetz. Der Führer der Wehrmann-srhdftsslandarte Luttenbergi qez. Albert Kampl SA-Obersturmführer Tief traf mich die plötzliche Nachricht, daß mein lieber, quter Mann und Vater Erich Schara Kaufmann In Polstrau, Scharführer im Alter von 40 Jahren, von feiqen Banditen ermordet, für eine deutsche Untersteiermark gefallen ist • Die Beisotzunq findet Donnerstag, den 2 Dezember 1943, in Polstrau am dortigen Ortsfriedhof statt. Pettau. Polstrau. den 1 Dezember 1943 In tiefer Trauer: Marie Schare qeb. Sima, Gattin, und Erich, Sohn. 18 Separate Parte werden nicht ausqeqehen. m Danksagung Für die vielen Rpweise aufrichtiger Anteilnahme und für d"e vielen schönen Bliimenspenden sowie für die zahlreiche Beteiligung an der Beerdigung unseres un-vprnel'lichen Gatlcn und VdItMs Herrn FRANZ WISEN-JAK, saqen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Marburg, I. Dczembet 1943. 39 Sophie Wlsenjak, Gattin, und Tochter Maria. Kleiner Anzeiger Jadaa Won koit (o* S(aliattg»*iicjt • Rpl dat fattqadrucfete Wort M Rpf fOi Geld RedlltlteDvarkeh' B» elwerhkel und Hatral 13 Rpl dai lettgerirui kU Worl 40 ''pl "*• *llt Ot>riqpn Wortanreiyeo 10 Rpl, dat fetlgedrurkt» Won JD Rpl De. Wortprpii qi|l bU hi 17 Burh ttabao |e VVori Kn'nwnrtgptiOht hei Abholung der Angebot« Rpl bei Ziiaandung dunb Po«l ndpi Bulen ?u Rpl Autliunltiiqet)Qhi Ifii Anzel qen mit deir Verrnerk Auskunit >d de Verwaltung ndar Qearhitft* atülla" Jf' Rpi Anzeigen AnriHhme«ihliiB Am Tag» »"t Brarheinen um 16 Ubi Kleine ABreignn war(*eD nur geqen Vorainneadung dai Bf • maea laurh qflitiqi nil<>ln>aikeu) aulgenommen Mindentgehnhi 'Oi ein* Kie ne An-elqe I RM Realitäten und Geschäftsverkehr Betllt aus 2 Joch Acker, Ol)flt-garten und Wiesen mit Gebäude in Markt Eriachsfein wird gelauscht für ebensolchen In Umgebung Marburg oder Eieenbatinstreckennähe von Marburg bie Kranichsfeld. Adresse in der Verwaltung, 52-2 Zu verkaufen Tabaksamen nobst voMständi qer Anleitiinn 'ii» Aii11«^ /iiKlItiiniiinn (lei lo 4lAr rllUft ^rh iU-< ina"tinli »rrdru Pri.sPuigc'hilfL' lilr -olorl i|o-sucht Fnsrur Alois G|uiin, Marbuiq, I;dmund-S< limid-d.iiso Nr. 9. 2'i-6 Junger, st.irknr I.t'hrlimqe, Vnr-bedinnung guter Rechner wird ab soiort bpirn Kautm.inn Hans Giuher, Schönfitcin, duiiinnom rnen. 4^-6 Pensionisten Iducli l\ric()svfr-sehrle) mit bcliobujor Praxis, werden für leichlcn WoiklMfl-schul7dienst in Marbuiq-Driin qesu( ht Antr unter. »Leif hier Liiftsrhiitzflienst" a d -M Z <■ !__131-6 Schlosser, auch Pensionistnn ode' Krieqsverst'iiric womhql im Schweißen bcwandort und mit Kcnntninspn m dci elektro-tpchn Rranrhe, mit läimorr>r Praxis niichtprn und ir^Pits-willig, wird "on einer qröliiMcn Provinzfahrik gesucht önln Gesellschaft, Marhuiq-D'aii Land-wehrqasse 23 134 fi Ein schwarzer, rechter Herrenhandschuh, mit weißem Fell qe-tüttert, wurde aul dem Woge Mo/artslraße bis zur Brurkner-qassn verloren Der ehrliche Finder wird ersucht, den Hand schuh gegen Belohnung bei Karl Semlitsch, Brucknerqasse Nr, 6, abzugeben^_8^3 Im SppzereigeschAft Melndl wurde am 30 Nov 1943 ein blauer rotge«tickter Damen-handsrhtih verloren Der ehrliche F'nder wolle denselben hoi Meindl abgeben._;^-13 Jene Frau, die bei Dr. Sen die Verwaltung 48-14 Ttiiisrhe Damen-Chrnm Arm-'handiihr im tadellospn Zustande» geien schönen Teddyhi^r Anzufragen von 0 bis 12 Uhr vor-' mittag Adresse in der Ver- I waltunq der ^__ i Tciusrhe Schlafzlmmermöhei ge-rren Nähmaschine und Aufzahlung An»:chr in der M Z Mar-burq-Drau 38 14 Mudi brk Ifbrr tablrttr Sd, (tili innn brt.n bi'r.frn ,1t üf tci Ol« I' Ml' 4- T- i 'ftlaiiiit' ulU'iii nlifr, l mir t>niMi, initui c" iiülif j JltUt. 'i*l lf.' lllU' -ä .-.i:!!- % bnfi (tut trtiu llun,i imu Vfiliniticlii Dirl iietile -Ti' 'ib \ ntd)t iiKtir Silp'niu'.iliii i;> iiMicn I unt) itidil uf tc( cl« f idirift »ftlainil i nurtlidi 1 ^illl'lt itoitut 1 lid) hcliliu'ii, lictDiiiiiit iirtiT r.l-I phoiL'alin, Bi.*r re litiinrt'l. in brii j Vlpoll)rlt'n< niit' Aiiflli'uli louti rr- / fiillt bir ^ Carl Buhler, Kon st,I m, » Fabnh phnrin. Pr.iparJie. ' .'."2SGS ' « ''t' /'ns /v'icht, * v.y grh)^ : X* ■, n.cinikliWnl! SPAR.S vM nietet "1. - ■ • 1 Hii'"-!-ojo S a I "'I Kill auCti " i'i Hpi j", jr , L.'' f \ '■ :» I i'i C' /il'- ti I i Kouicr,wt»'r;^ ilt rl. p K i c ' ? cn Zu m'otcn rfcsncht Junqo Crazerln sucht drin-qendst möbliertes Zimmer Adr. in der »M. Z.«, Murbuiq-Di -8 Henken Sic daran — Kieme ilnzeigen haben in der MARRURGER ZEITUNG (vrossen Erlolq! V >• ^ A ^' / 'l- ■' ein H aI s ko t; ! ei n !" U'jlOj'i'.f! •' • - . f.n-.t filh . Uraftkti'.- •; r »->, ■ Wir, de'' pt' durfh ßfi* r. ^ ■ • V Ar u - n! ' ' ' • n if ..S AG ROTfl N" kann ■ Ko r. v- -"- T l - " r Leb', o r2ri''ii - ' i .1. vpriiandtich v '-- -i >-.r <* . >, wenn, wir; n ' -i ^ ■ droht - J? 1 (' '' 1 SchitlkeÄr ^•" '•A.f? H" Mir-i i *eltfst« Sp'ri«" ■ r - I 1 An die Besitzer von Sparbüchern, Konto-korrcnteinlagen und Gcschäftsanfctlen der Vorschusskassr Volkshcim in MARBURG Dr., NagystraOe 9. Im Sinne unserer dreimaligen Aufrufe in der »Marhurger Zeilunq« waren die Guthaben der Vorschußkasse Volksheim bis 15 Juli 1943 an der Kasse zu beheben über Weisung des Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung deutschim Volkstums, Dienststelle Marburg, wird die Riicklösiingsniögüchkeit tür die noch nicht behobenen Sparbüf'hei und Kontokürrcnloinldqen nochmals und zwai bis einschließlich 31 Drzrmber 1943 verlängert Gleichzeitig werden die Besitzei von Genossenschaftsanteilen aufqelordt?rt. innerhalb der gleichen Frist ihre Anteile einzulösen Spar- und Kontokorrenteinlagen, sowie Genossenschaft» anfeile, die innerhalb diesei letzten Behehungsfrist nicht zur Abhebung kommen verfallen noch § 11 der dritten Verordnung über die Festigung deutschen Volkstums In der Unter-Steiermark end(|illtig M a r b u r g Dt., am 6 November 1943 VOkSCllLISShASSE VOLKSHEIM, Der Wirtschafter. 9? Für an§c3trcn;'tc FwCe ut ciu b-ütrat-iJdu eine fci-IvJsung. l-raucn uiul Männer im Heim ueinüat/. die vi'l tAufcn müssen, solK n .Sal'rut bcvor7U;jt crhn! ■ S'.cp iuu des'ialb vor, v.v mi nh und ;ii in Apotliel-en und ■ »rof-i-ru i_ Siltrat crhittltlu ; ■*. l I Seite 6 * Nr. 336 * Donnerstag, 2, Dezember 1943 MARBURGER ZEITUNG Mehr Kinder — weniger Sorgen Das vierte Kind sichert die Ausbildung aller Geschwister Dl® M^Bnahmon des Staate» inr Forderung der kinderreitheo Familien, die tm vergan-gr!nen Jihr üespii waiiltn, sind in ihren jolgenreuhen Auswirkungen noch wenig bekannt. Der aamlidite Bovolkerungspolltikei Staatsministor «. D VV Iholm Hartnacke, erläutert tier eine Vorindnung, nach der für jede Familie, din mindpsttni- v er Kinder hat, vom Staa! di* Uetuliiuusbllüimg'^ko&ten sämtlicher Kinder vergütet oder wenigstens erleichtert werden. Wenn Kmder nicht gewünscht werden, dann bedeutet d is eine Störung des gesunden Empfindens und ist auf allerlei Hemmung und Versperrtheit zu-riickzuluhren In ganz besonderm Mdße wirkt der Gedanke an die Belastung durch Erziehiingskosten, durch Aufwendungen für Bildung und Aufstieg nach-wuchsheniend. Der Ver/ichl auf das zweite Kind ist in unqo.'.uh en Fällen die Sparkasse zugun'^tcn dL'b ersten gewesen — zum SVhaden der deutsclien Zukunft, der cfndurch sche damit gegebene Beltislung vor de i Augen der Eltern, und so wai da.s Schliigwoit »Aufstiegswahn — Volkstod" nur zu berechtigt. Wenn man df>r Seurhe des K'nder-verzirhtes Herr werden will, kann mn das nicht ohne einen wohlfingeleglen Lastennusgleich, vor allem nicht ohne die Beseitigtinf^ der Furcht daß mit weiteren Kindern tiem ersten oder den beiden ersten der Wig zu Aufstieg iirui Bildung verhaut werde weil di^ wirt-siliaftliche Kraft der niterp dann nicht mehr ausreiche. Hier hat nun eine Verordnung des Reichsministers der Finanzen vom 13. MSrz 1042 (R, St Bl, 2.T l')42) eine n?ua Lage geschaffen Durch d ose Vemrd nung wird bestimmt, daß, sobald das 4 Kind geboren ist, für alle Kinder der Familie, soweit sie dazu befähigt sind und es sich tim eine erbgestinde Fcimdie handelt auf Antrag Schul- und Hochschulgebühren, Lehrmittolaiifwand Auf- wand für Fahrt zu den Bildungsstätten und für Aufenthalt an den Studienorten erstattet werden) — letzterer Aufwand bis zui Höhe von 300.— RM. im Seme ster Es handelt sich nicht um eii>e »So-zialbeihilfe« für Unbemiltelte, auch nicht um eine Art Begabtenhilfe, denn es wird keine Hochbegabung gefordert, ebenso wenig, wie bedrängte Lage vorausge-gesetzt wird Es genügt, daß das Kind oder der oder die Jugendliche den An-forderungon der Schule, Fachschule oder Hochschule genügt. Es handelt sich ganz allein um eine bevölkerungspolitische Maßnahme. Durch sie soll der volksbloiogisch so verhängsvolle Zustand beseitigt werden, daß ausgerechnet die Berufsgruppen, in denen geistiges Können und Streben anlage- und auslesemäßig in stärkerem Maße zu Hause ist, als in den Berufsgruppen ohne Auslesevorr.elchen, soweit hinter dem Volksdurchschnitt der Kinderzah-len zurückbleiben Damit war und ist bisher dei Nachwuchs an Qualifizierten Menschen an solchen, die über Durchschnitt tüchtig sind die führurtgsfäh'g sind statt fi'hrungsbedürftig, aufs schwerste gefährdet. War bisher die Scheu vor mehreren Kindern gei ade in der Auslese besonders giofl, war der Wunsch so vieler Ehepaare mehr aufs Vermeiden weiterer Kinder als auf die Vergrößerung der Kinderzahl gerichtet, so wird nun ein Bejahen, ein Erstreben von mindestens vier Kindern Platz greifen, wenigsten# überall da, wo Aufstiegsbesorgtheit die Wurzel der Kinderscheu war Darum sollte die segensreiche Verordnung, die noch gar zu wenig bekannt ist, baldigst allen und gerade jungen Eheleuten bekannt werden, um ihre fruchtbare Wirkung für die deutsche Zukunft möglichst ausgiebig zu entfalten. Es gibt noch sehr viele Eltern, vor allem solche, die noch keine Berührung mit Schulen haben, die die Bestimmung nicht kennen. Gerade die aber müssen wissen, welche Zukunft sie allen ihren Kindern erschließen, wenn sie dem vierten das Leben geben, und welchen Segen sie preisgeben, wenn sie sich mit einem oder zwei Kindern begnügen, denn das vierte Ktnd erschließt allen Geschwistern die freie Bethn zu Bildung und Aufstieg H'ilhclm Ilarinackt Von der Schönheit der Komik »Komische« Frauen im Film Es ist noch garnicht so lange her, daß i jenen, die mit der Jugend — Schönheit für eine Si hauspielerin der Rollenbezirk des komischen Faches verbunden war rit rifm Mute zur Häßlichkeit Schon d'e Bezeichnung der »komischen Alten«, das einzige Rollenfach, daß die komische Prägung bereits im Namen kennzeichnete, gab einer Künstlerin, die Wert darauf legte, schön zu sein und auch zu bleiben ein unangenehmes Gefühl, denn es schien unabänderlich, daß eine komische Rolle von einer Darstellerin die Aufgabe jeder persönlichen Eitelkeit verlcingtf} So blieb bereits im Stummfilm das komische Fach vorzugsweise den älteren Darstellerinnen überlassen, Kunst für die Front Gedanken zur Truppenbetreuung Der Krieg h«l unser äußeres Leben in | lassen, wie ein Schubertlied oder ein vieler Beziehung unendlich vereinfacht. 1 Satz ^Mozartsrher Knmmei musik^ dujch Vi®r Krieosinhre siebten unerbittlich die Leben«ansprüche und -gewohnheiten. Wa« uns erst noch unbedingt notwendig erschien, wurde bald entbehrlich, schließlich überflüssig, und heule voll den Rundfunk herbeigezaubert, da« Bild der Heimat vertieft und überhöht haben. Hier findet der deutsche Künstler seine einmalige, min ist geneigt zu «a- ends haben wir es vergessen, über den i gen geschichtliche Mission In diesem harten Fotdorungen des Tiines und d'-n wirklichen Notwendigkeiten, die das hli '»e Disein voratis'>-< "int] es schwer neniig gewo'-:ien se'n. Was aber hedPiitet das alle?? gegen den höchsten Einsatz, der immer urd überall von dem Soldaten an der Front gefordert wird Zwar reißt dieses gnadenlose Ringpn auch schmerzliche Lücken in die Reihen der Daheimnfbliebenen. Aber selbst zerstörte Kirchen, Museen, Bibltothoken bleiben Im Bewußtsein unseres Volkes unantasfb m bestehen, wie Prof Pinder kürzlich In ein^m Rundlunkvorlran eindringlich schilderte, als Sinnbild iener unverletzbaren Kiilturtiiltor, die, von Generation zu Generation welterqe-reicht kein Bombenterror zu vernichten oder auszulöschen vermag Sie bilden das in Jahrhunderten qewachsene Fundament, auf dem wir heute diesen Kampf au6fraapn. Gerade deshalb müssen wir diese Werte auch für die Front immer wieder als Kraftreserve aktivieren. Und die Front verlangt danachl Wen das Feuer des Kriege« härtete, wer täglich einer Belastxingsprobe ausgesetzt ist. die eine ständige Beschäftigunq mit den letzten Dingen notwendig macht, der bekommt ein iintrünliches G"mh' für das Echte und Unpchte Wer hätte nicht schon Feldpostbriefe bekommen, die das Hr-lebnls mit dem guten Buch schilderten? Wer hätte sich nicht schon erzählen Kriege. Dir Qualität des Gebotenen a lein ist entscheidend, wobei Qualität nicht etwa nur mtt ernster Kunst gleichzusetzen ist es muß durchaus nicht immer nur Beethoveif und Goethe, es kann genau so gut Johann Strauß und Wilhelm Busch sein Gerade der Humor will pfleqlich bebmdelt werden. Der Landser, c^jr zwei Stunden Anni.isch und zwei Stunden Rückweg hat, um einer Vorstellunq beiwohnen zu können, lacht gewiß*gern, wie ein erfahrener Ic, von der Ostfront kommend, berichtete Er will aber mit Herz und Verstand lachen und nicht, weil man mit plattem Ulk rein motorisch auf seine Lachmuskeln einwirkte Genau so gern sieht er etwa« Ernsthaftes, etwa«, worüber er sich mit seinen Kameraden unterhalten, worüber er diskutieren Kann. Um all diesen verständlichen Ansprüchen und Wünschen Front gerecht zu werden, anderersei^ip den Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihren inneren Auftrag in die Tat umsetzen zu können, schuf Ministerialdirektor Hans Hinke! die Künstlereinsatzstelle im Amt Trup-penbetreuung des Reichsministeriums für VolksaufTclärung und Propaqanda und der Reichskulturkammer. D'e«« Stelle bietet jedem Künstler Gelegenheit, seine spiel- und drehfreie Zeit der Truppenhetreuung zur Verfüqunq und damit in den Dienst eines Publikums zu «teilen, wie er es dankbarer und aufae-«chlossener kaum irgendwo finden dürfte. nach Fug und Recht bereits fertig waren —, und wagte sich einmal eine jüngere Künstlerin an dieses schwierige Gebiet, so blieb es bestimmt nicht bei der reinen Komik sondern wuchs sich zumeist zur Groteske also bereits zur Karrikatur der Komik, aus Wie sich aber Im Laufe der Jahre die Filmstoffe wandelten und vom kriminalistischen oder abenteuerlichen, vom erotischen oder prunkvollen Filmstoff weg zum Filmmotiv aus dem täglichen Leben tasteten, so änderte sich auch die Stellung der Frau in den Rollen und besonders das heitere ja, das komische Fach bekam ganz n^iie Züge. Fern der früheren Groteske, fern der drastischen Situationskomik entwickelte sich für die Darstellerin eine A'» Herzenskomik, die mit völlig neuen Mit'eln, zu völlig neuem Zwecke auch ganz andere Ziele erreicht. Nennen wir nur einige Nim^n heutiger TiKomikorlnnen?« wie Fita Berkhoff, Charlott Di^udert odei — aus de^n Fache der komischen ».Alten« — Josefine Dora, so ist damit schon ein Teil, aber auch nur ein Te'l der heuünei weiblichen Komik im Film umTissr>n Und nirgends mehr gib? es h^ utr d>> »groteske» Komik r'' Unterschied also heraus daß d'e fr^'h-^m Komi^' d e der äußeren FrscheiniiPO dio d^r Situation war während d'p »komis-^he" Frau des mode'^nen Fi'ms ihrp Wirkiino aus Cranz anderpn Reolonen bezieht Sie zeint eine Komik des Herzens die nahe verwandt ist dem weisen Humor Raa-bes. aber auch ebenso dem spö^fs^-h-kUinen T.arhen Wilhelm '^usrhs Di" ko-mis'~he Situation ent«feh' nicht durrh Aufmarhunn oder Handlunq in erster Lin'e sondern znnSrhst einmal aus der lär"helnden überlegenh'»U e^ne« klunen Menschpn odpr der schlichten Gfltf»'eines heiteren Herzens Es Ist n^ch* einmal der Verzicht auf äußere Schönheit nötig sondern darüber hinaus str;*hll die warme Menschlichkeit der Komikerin In allen noch so k-omischen Situationen so viel echtes Gefüh' aus daß hier schon wieder im besten Sinne von der eiqenlllchen Schönheit der Komik gesprochen werden kann eben von jener Schönheit, die das Sinnbild dos Gu- Iht Devk 1 Aufnahme: Pfeifer d. Ä., MartjurJ »Frau Nachbarin, haben Sie schon gehört...?« Eine aus dem Leben getJriffcne Szene des Lustspiels »Hofrat Geifer« Zweites cSymphoniekonzert in Marburg Bei dem heutigen II, Symphonickonzcrt des Marburj^er Stadltheaterorchesters. auf da« wir alle Musikfreunde nochmals auf-merksam machen, wird statt des erkrankten Kammersängers Hans Dcpser das Mitglied des hiesigen Theaters, der Baritonist Fritz Schmidt-Franken zwei Gesänge aus Richard Wagners »Tannhäuser« zum Vortrag bringen Ingeborg von Streit singt in Friedau und Rann Auf ihrer untersteirischen Konzertreise wird die ausgezeichnete, anmutvolle und vielgefeierte Sopranistin des Opernhauses der Stadt Wien Ingeborg v Streit auch Friedau und Rann besuchen Ihren dortigen vom Amte Volkbildung veranstalteten Liederabenden kommt entschieden die Bedeutung einer kleinen musikalischen Sensation zu, die hoffentlich von der musikliehenden Bevölkerung der genannten beiden Städte durch einen entsprechenden Besuch gewürdigt werden wird. Der Abend in Friedau findet Donnerstag, den 2, Dezember, der in Rann tags darauf, also Freitag, den 3. Dezember, statt Beidesmal wird die Künstlerin von Prof Hermann Frisch aus Marburg am Flügel begleitet werden f j/m der Woche ' Amphitryon Wieder steht eine altvertraute Gestalt vor uns: Amphitryon, Viel haben wir von ihm gehört: Die Sage der Griechen hat Platus neu erzählt, dann Mo-liÄre, und Kleist, nun greift der Film da« Thema wieder auf* Amphitryon, der Held, zieht aus zum Kampf, und sein« treue Frau Alkmene bleibt allein zurück. Sie liebt ihn sehr — so sehr, daß sie nicht einmal Zeus, den höchsten der Götter, an s#iner Stelle In die Arine schließen möchte Ihn bittet sie um Schutz für den Gemahl, und Zeu«, der sie gar wohlwollend betrachtet von seiner Wolkenhöhe her — denn sie ist schön — gewährt ihr diesen Wunsch. Zugleich aber reizt ihn die alte Abenteuerlust, diese schöne Frau lür sich zu gewinnen. Da dies auf rechten Wegen nie gelingen kann, verwandelt er sich ohne weiteres in die Gestalt de« fernen Amphitryon — und sein treuer Bote Merkur muß die des versoffenen Losias annehmen So kommen sie in Alkmenens Palast und werden jubelnd begrüßt. Aber der schwere Samoswein wird dem falschen Amphitryon zum Verhängnis: er ver-« schläft den ganzen Abend und die Nacht, und als der echte Held am nächsten Morgen einzieht, fliegt der Schwindel auf Enttäuscht und beschämt läßt sich der blamierte Göttervater von seiner eifersüchtigen Gemahlin wieder zurückgeleiten in «ein Wolkenheim. Es i«t der Geist des alten Satyrspieles, der In diesem Film lebendig ist, der Komödie, In dei man sich freimütig über alles, selb«t die höchsten Götter, lustig machen darf — und hier geschieht es mit viel Grazie. Wie köstlich ist doch der schlafende Göttervater, bei dessen Schnarchtönen es auf Erden blitzt und donnerti Wie leicht und elegant gleitet nicht Merkur herw auf seinen Rollschuhen! Und vollends die Verwandlungsszene und das Herabschweben auf die Erde mit Hilfe eine« riesigen Regenschirms ist von überwältigender Komik. Auch s''hauspielerifich bietet der Film Glanzleistungen Willi Fritsch in der Doppelrolle des Zeus und Amphitryon und Paul Kemp In der des Merkur und Losias sind schlechthin vollendet. Köstlich ist auch die Begegnung des echten — wieder einmal beschwipsten — mit dem falschen Losias oder die für Modefragen höchet Interessierte, sehr würde volle Juno der Adele Sandrock. Komische Situationen sind ja schon durch den Ablauf der Handlung reichlich gegeben, der Film nützt sie herzhaft aus So entsteht eine leichte, blendend gespielte Komödie, die Witz hat und Humor, feine Ironie und derbe Komik — und bei der man richtig herzhaft lachen kann. Ein Film, den man mit Vergnügen sieht und gerne in Erinnerung behält (Marburg Burg-Kino.) S. Witninger Sonne in der Zahnklinik Von Max Blttrlch Obwohl das Wort: »Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freudel« allgemein bekannt ist, gilt die Zahnklinik nicht als Stätte frohesten Sinnes Aber das Leben mit seinen wtmderlichen Möglichkeiten kann auch ihr wärmende Freudp bringen. Frau Kwitka, durch den Krieg aus einsamstem ukrainischem Gebiet nach einer deutschen Grol3stadt gelenkt, fühlt sich iüngst zum Besuch einer Zahnklinik veranlaßt. Die Quartierfieberin mufJ ein paar Tage verreisen. Sie ist eine seit Jahren In Deutschland wohnende Landsmännin der Frau Kwitka Vor der Abreise zeichnet sie der Hilfsbedürftigen die zur Klinik führenden Straßen auf, danach sich die Patientin zurechtfinden will Mit diesem StraOenplan, «Ziel* Zahnklinik* ist fürsorglich darauf vermerkt, macht sich Frau Kwitka auf den Weg, betritt am späten Nachmittag die Klinik und stößt auf ein ansehnliches Häuflein Leidender Ein junger Herr in weißem Mantel fragt nach dem Grunde der Anwesenheit. Die Frau antwortet: »Nie'ts deutsch!« und weist den Zettel vor, gibt überdies durch Zeichen den Sitz ihrer Unvollkommen-heit an. Der Assistenzarzt stellt rasch d'e Notwendigkeit zeitraubender Behandlung lest, die am gleichen Tage nicht mehr begonnen werden kann, denn zu viele Pa* tienten warten bereits, und überdies ist Frau Kwitka oioht das Opfer »ioer autfenblicklich schmerzenden Not. Deshalb soll sie in der nächsten Nachmittags-Sprechzeit wiederkommen, gleich zu Be-ginn Leichter gesagt, als der Frau verständlich bcigebrncht! So flüchtet der Arzt zu Grste und Miene, tippt auf die 3 der Uhr, hebt auch drei Finger hoch und erklärt außerdem wunderbar artikuliert: »Drei Uhr«, öm das Gedächtnis der Frau zu stärken, malt er noch drei kerzengerade Striche auf ein Rezeptformular, setzt einen dicken Punkt davor, berührt diesen, ruft; »Punkt drei Uhr!« und händigt die schriftliche Einladung freundlich aus Zuerst anscheinend von Bedenken beherrscht. zeigt Frau Kwitka schließlich frohere Mienen, nickt und geht. Ist nicht leicht zu begreifen, daß Frau Kwitka von der Wucht des gewaltiiTen Klinikbnues mit neiren weiten Korridoren und zahllosen Räumen, dergleichen sie früher nie erträumt hat, beeindruckt bleibt? Das Neue und die ihr zuteil gewordene anschauliche Belehrung nehmen sie noch in ihrer Wohnung gefangen Lange sitzt sie abends und sinnt dem Erlrbnis nach Aber In nächtlicher Stunde die Klinik ist auch vom letzten Patienten längst "erlassen, die Rätime sind gesäubert, alle lichter verlöscht, und draußen bl.i'clt der gute Mond durch zerrissenes Gewölk — in solcher nächtlicher Stunde ertönt zuerst zatfhaft. dann heftiger und nach-drückl cher und, als nicht geöffnet wird, sotfar anhaltend stürmisch die Nachtglocke der Klinik. Wärter Strieeel, derlei Störang in später Nacht nicht gewöhnt, fährt ver-wundf^rt atis dem Schlafe und begibt sich an die Pforte. Auf der Ofenbank Auf d«r Ofenbank in der Abendzeit, wenn die Stille ichwang, grau, wie zugetcfineii — Auf der Ofenbank Mutter, icft und du, und das Feuer $ang, und wir fiörten zu. Auf der Ofenbank überm Feuerlicfit, wo der Schatten zwang dein und mein GeMicfit — Von der Ofenbank in den Traum zu zwei/, in ein Glürk^perank war e$ nie mali weit. Auf der Ofenbank, acfi, wann war es, da? Mutter, fang schon, lang schlnß dein Herz sich zu. Zu den Schatten sank, was uns T^nnt beschert. Heim zur Ofenbank keiner wiederkehrtl Friedrieh Bischoff Enlnammmi dim Gediehtband »Rrntt