pcämimcclillons - Preilt: Kür Laibach Ganzjährig . . . 6 ft. — tr. Halbjährig . . . S „ — „ Bierteljährig. . . i „ SO , Monatlich . . — „ L« , Mit der Post: San,jährig . . . 8 fl. — tr. Halbjährig . . So , vierteljährig. . . S „ rs , Für Zustellung ins Haus vierteljährig 25 lr„ monatlich 9 Ir. Einzelne Nummer» 5 lr. Laibacher latt. LeLaktiov: «ahnhosgaffc Nr. I»L Lrpcdiiion und Zulkralt» Lurcaii: «ongrehplatz !>!r 81 amdcr,i, Zoscrliousvrrisr: Für die einspaltige Petit,eile s Ir bei zweimaliger Einschaltung L 51:. dreimal L 7 Ir. Insertionsstcmvel jedesmal SU lr. Lei größeren Inseraten und österer Einschaltung entsprechender Raiatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtig:; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 89. Donnerstag, 21. April. — Morgen: Sotcr und Kaj. 1870. Ein Dutzend Ausgleiche. Unter obiger Aufschrift bespricht die „N. Fr. Presse" die konfuse Arbeit, der sich die Ausgleichsfabrikanten in Oesterreich unterziehen wollen. Erwägen wir vor allem die Situation in Böhmen "und Mähren. Die vereinigten czechisch-seuda-len Parteien betonen, daß ihre Opposition eine staatsrechtliche sei. Für sie ist die Widcrherstellung der Wenzelskrone das Ziel alles Strebens. Wir finden es auch gan; begreiflich, daß diesen Parteien ein solches Ziel vorschwebt. Die Czechen wollen den engen Zusammenhang ihrer Konnationalen her« stellen und denselben durch eine staatsrechtliche Ablösung der Deutschen von deren übrige» StammeS-genossen in Oesterreich das Uebergewicht — ja bezeichnen wir das Ding nnr beim rechten Namen — die Herrschaft über „die Fremden" verschaffen. Die Feudalen stimmen naturgemäß mit diesem Zielpunkte überein, denn sie haben die Einsicht, daß eine Farbe Thuu-Martinitz unter den Deutschen nicht mehr möglich ist, daß diese Herren nur in einem czechi-schen Reiche der Wenzelskrone eine hervorragende Rolle spielen können. Nun trifft aber gerade dieses czechisch-sendale Ziel die Deutschen mit aller feindseligen Schärfe, und die« nmsomehr, als zwischen diesem Ziele und jenem der Deutschen gar nichts Verbindendes liegt. Erweiterung der Autonomie der einzelnen Provinzen ist im Verhältnisse zu der Forderung eines WenzelSreicheS nichts als eine unechte Münze, welche die Czechen gewiß nicht für echt annehmen werden, und dann am allerwenigsten, wenn sie im Glücke sind. Es ist möglich, daß die Czechen bei der häufigen Anwesenheit ihrer Agenten in Wien Versprechungen vager Natur gemacht ba- den, welche gefällig in die Ohren klingen und zu nichts verpflichten. Aber wenn es zum Ernste kommen wird, dann wird eS sich zeigen, daß ein Gegensatz vorhanden ist, welcher den Lebensnerv des DeulschlhumS in Oesterreich, aber auch zugleich jenen des Czechenthumö berührt. Diesen Gegensatz nach dem Schlagworte: „Befriedigung der Deutschen und der Nationalen" zu lösen, wird keiner Menschenkrast gelingen. Wenden wir unsern Blick weiter nach Westen, so finden wir in Tirol eine Provinz, in welcher der Liberalismus und der Ultramontanismus im Kampfe liegen. Wir zweifeln nicht, daß in Tirol die Opposition sehr leicht zu zähmen sein würde. Man opfere das Schulgesetz, man überantworte die Schule der Kirche, unterordne alle Lebensbcziehun-gen den kirchlichen Gesichtspunkten, man annullirc die konfessionelle Gesetzgebung, d. H. die Reichsgrund-gesetze und die konfessionellen Reichsgesetze, und die Schwarzen werden befriedigt sein und vielleicht ihr somnambnles Landesrecht wieder in das Dunkel der Archive zurückwairdern lassen, dem es entstiegen ist. Aber wenn die Schwarzen beschwichtigt sind, werden eS auch die Liberalen sein? Im Gegentheilc. Dieselben werden in heftiger Feindschaft entbrennen, und nicht etwa blvs die Liberale» Tirols, sondern die Liberalen in allen Provinzen. Denn wofür kämpfen dieselben? Um Geistes- und Gewissensfreiheit, diesen wichtigsten Kultur-Inhalt der Gegenwart! Sie werden zu dem heftigsten Widerstande herausgefordert werden, wenn der gesetzliche Gewinn an Kultur - Arbeit auch nur in einer einzelnen Provinz zerstört wird. Denn mit Rücksicht auf die allmälige Rückwirkung wird die Zerstörung bald weitergreifen. Wir Deutsche sind gerade in diesem Punkte von heiligem Ernste erfüllt. Wie soll es möglich sein, den Liberalismus und den Ultramontanismus zu versöhnen? Von Tirol ist nicht weit nach Krain. Sind dort elwa leicht überbrückoare Gegensätze vorhanden ? Oie Slooenen sind die Verfechter einer Zerstörung der Kronländer, und hat die Agitation schon unter der Verwaltung des Bürgerministeriums hochgehende Wogen getrieben, so wird unter einem föderalistisch angehauchten Ministerium diese Bewegung sich kaum eindämmen lassen. In Krain waltet für die deutsche Minorität geradezu die Existenzfrage ob; denn die Befriedigung der Siovenen ist bei der beispiellos geringen Entwicklung der Sprache und dem Mangel an jeder historischen Berechtigung bis an die Grenze geführt worden, über welche hinaus die Kar-rikatur beginnt. Wir sink, sehr gespannt darauf, wie denn hier die Befriedigung der Sloveuen »och weiter geführt werden soll und die Deutschen aleich. zeitig auch nur geschont werden können. Tollen wir auch von den Miniatur-Krouläudern, wie »örz, Istrien, Triest. Bukowina sprechen? Das Mißver-hältniß zwischen dem erhabenen Ansprüche und dem territorialen Organismus ist so auffallend, daß die Befriedigung der Nationalitäten gerade in diesen Ländern aä itbsurärim geführt werden müßte, wenn man den legislativen und administrativen Aus-gleichs-Apparat auf dieselben auSdehnen wollte. Wir haben noch einen Blick auf Galizien zu werfen. Wenn in irgend einem Kronlande die Möglichkeit einer Befriedigung der Nationalitäten ohne gleichzeitige Verletzung der Deutschen möglich ist, so darf man es von Galizien behaupten. Aber ist da nicht ein anderer schroffer Gegensatz vorhanden? Besteht nicht die Feindschaft zwischen Polen uud Ruthenen? Und bedeutet nicht die Befriedigung der elfteren die Zurückstoßung der letzteren? Hätte die Feuilleton. Zur sozialen Frage. „Die soziale Frage ist zuerst eine ethische, nachher eine ökonomische," sagt Riehl. In diesem Satze liegt viel Wahres; mindestens ist sic gleichzeitig oder ebenso eine ethische, wie eine ökonomische. Ihr Wesen beruht daraus, daß die Mittel gefunden werden, durch welche die sozialen Zustände im allgemeinen so zu gestalte» sind, daß sich mindestens die überwiegende Mehrzahl der insbesondere den minderbemittelten Klassen angehörenden Individuen in den Verhältnissen, in denen sich der Einzelne bewegt, wohlbefindet, mit einem Worte, daß diese Mehrzahl sich in ihnen zufrieden fühlt. Dieses Gefühl der Zufriedenheit wird aber nicht allein durch die Fürsorge für die materiellen Interessen hervorgerufen. Darum müssen die Bestrebungen für alle, welchen soziale Hilfe gebracht werden soll, nach einer doppelten Richtung gehen; nach der einen ist die Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß diese, soweit möglich, materiell sorgenfrei leben — hiesür wirken gemeinnützige Kasseninstitute, Veranstaltungen, welche auf Arbeitsverdienst abzwecken, z. B. die Auffindung neuer, die Ausbreitung älterer In- dustriezweige, ferner Hebung der Landwirthfchaft und ihrer Nebcngewcrbc, größerer Import an Nahrungsstoffen reicher Speisen aus entfernten Ländern re. — „ach der andere» ist dahin zu streben, daß möglichst wenige! in ihrer sozialen Stellung der Mitwelt gegenüber sich gedrückt fühlen. Diese letztere Richtung ist zu verfolgen: :>.) Selbstverständlich zunächst durch die Förderung der Religiosität und Sittlichkeit. Die innere Stimme der einzelnen Individuen, welche zur Zufriedenheit mahnt, indem sie auf den Besitz höherer, als rein materieller Güter hinweist, wird immer die beste Freundin und Trösterin auch in Stunden banger Sorge um die nothwendigen Lebensbedürfnisse, im Kampfe um äußere Wohlfahrt bleiben — diese Stimme ist darum vor allem zu wecken. d) Durch Hebung der Bildung in intellektueller und geselliger Hinsicht, wie die Neigung zu Genüssen, die Wissenschaft, Kunst und Natur gewähren. Für die Zeit des HineinlebenS in die Gedankenwelt eines Buches, in die Harmonien der Töne, des Besuchs wissenschaftlicher Sammlungen flieht das Gefühl der Entbehrung von materiellen Genüssen, deren sich andere erfreuen. e) Durch die Pflege eines möglichst allgemeinen guten Gesundheitszustandes. Der Vollgenuß fisischer Kraft ermuthigt und erheitert; das Gefühl des Mangels an solchem de-primirt das Gemüth auch im Verkehr mit der Außenwelt; die wohlwollenden Bestrebungen der StaatSiegierungen und Behörden für die allgemeinen Sanitätsverhältnissc sind inmitten der Bevölkerungen selbst zu unterstützen und außerdem durch Vereine, Verbreitung populärer medizinischer Werke selbst zn fördern. „Jede Verkümmerung — sagt Dr. Engel — der fisischen Beschaffenheit der Bevölkerung, welcher hätte entgegengewirkt werden können, ist eine Verschwendung des edelsten Kapitals, der Intelligenz und der fisischen Kraft der Bevölkerung, und kommt einer absoluten Kapitalsvergeudung gleich." ä) Durch Anerkennung der Arbeit auch de» Niedriggestellten. Die Prämiirung auch des einfachen Gewerbetreibenden bei Ausstellungen, die Gewährung von Auszeichnungen für langjährige gute Leistungen auch in Privatdienstverhiiltnissen rc. sind große Ge-winnne der Neuzeit. Sie gewähren die Freude des Gefühls der Befriedigung für den mit dem Zeichen der Anerkennung Bedachten, wie seinen Berufsgenossen — indem sie diese noch außerdem zu gleichem Streben ausfordern — die Freude über die ihrem Stande zu Theile gewordene Aufmerksamkeit, gestürzte Regierung die Energie und die Einsicht gehabt. den galizifchen Landtag unmittelbar nach dem Resolntionsbeschlusse und dem unterbliebenen Besuche des Kaisers aufzulösen, der Spuk der Resolution wäre rasch verschwunden und eine zweijährige ununterbrochene Agitation hätte nicht so traurige Früchte getragen. Uebrigens widerholcn wir. daß Galizien dasjenige Kronland wäre, bezüglich dessen die Verständigungspolitik einige Möglichkeiten cffen hätte. Aber um diese Möglichkeiten zur Geltung zu bringen, brauchte es keinen Sistemwechsel, welcher auch gar nicht in der polnischen Frage, sondern in den böhmischen Wirren seinen Schwerpunkt hat." Politische Rundschau. Laibach, 21. April. In einem Artikel „Wer regiert?" gibt das „N. Frdbl." der Meinung Ausdruck, nicht das neue Ministerium Potocki-Tschabufchnigg-Taaffe halte das Heft in Händen, sondern Oesterreich werde thal-sächlich wieder durch eine Kamarilla regiert und die Minister seien gewissermaßen uur die verantwortlichen Redakteure. Dieser Kamarilla aber, welcher naturgemäß nichts au dem Wohle des Reiches gelegeu sei, sondern welche stets nur ihr eigenes Interesse im Auge habe, und sollte selbst der Staat darüber zu Grunde gehen, hätte Graf Beust, um seine Stellung zn erhalten, seinen Geist, seine staats-mannische Befähigung zur Disposition gestellt. Bisher habe man mit feiner Politik einverstanden sein oder sie bekämpfen können, jetzt sei er aber nur ein Spielwerk, ein „Edelstein," den mau nicht in Gold, sondern scharf ins Auge oder mit der Kneipzange fassen müsse. Schon läßt sich aus jener Region ein Unkenruf vernehmen. Die dienstfertige Schreiberseele des Grafen Beust, Hofrath Warrens, ehemals Zcntralift, dann Föderalist, jetzt Imperialist, wagt es bereits zu schreiben, es wäre tirannisch, die Berfassuug auch für ihre Gegner rechtsverbindlich zu machen. „Vergesse niemand in dieser entscheidenden Epoche, daß, wenn eS unmöglich ist, den Staat auf konstitntioncllcm Wege zu einigen und die Völker an einander zu schließe», dieser konstitutionelle Weg eben nicht ungehalten werden könnte. Das Gebot der Selbsterhaltung steht höher als jedes andere." Mit solcher Theorie ist selbst anch die monarchische Staatsverfassung aufs Spiel gesetzt. Nichts ist auscheinend bequemer, als an die Gewalt appellircn; seht aber wohl zu, ob wirklich der Selbsterhaltung damit gedient ist. Die gesammte unabhängige Presse meint, es sei der Weg zum Untergang. und damit wächst die Summe der Zufriedenheit der Einzelnen je mit ihrer individuellen sozialen Lage. 6) Durch humane gegenseitige Begegnung unter den Gliedern der verschiedenen sozialen Kreise. Ständeunterschiede werden selbstverständlich immer sortbestehen; ihre Existenz beruht auf einem historischen Rechie, ihre Ausrechterhaltnng erfordert schon die bürgerliche Ordnung und die allgemeine Wohlfahrt, ihre Auslösung wäre eine Härte sür einzelne Stände; aber die Humanität, welche für einen freundlichen Blick auch für die Genossen eines anderen Standes sorgt, eine wohlwollende Rücksicht im sozialen Verkehr auch auf die, welche in demselben keine bevorzugte Stellung einnehmen, wird die letzteren oft mehr erfreuen und ihnen eine größere Befriedigung gewähren, als der Besitz oder Gewinn mancher politischen Rechte. Der Wunsch nach Verbesserung der sozialen Verhältnisse erwacht in vielen Fällen erst mit dem Vergleich der eigenen mit der sozialen Situation Dritter, aber nicht sowohl um der finanziellen Verhältnisse dieser — die mindestens relativ oft nicht besser sind, als die eigenen, weil Konoenienz und Gewohnheit Ausgaben fordern, welche diesen Dritten keinen oder doch keinen wesentlichen Genuß gewähren, da sie eben an diese Bedürfnisse gewohnt sind — als um ihrer sonstigen äußeren Stellung halber. Die Befriedigung, Ueber das Aktionsprogramm desMi - > n i st e r i u m s erfährt die „Morgenpost," daß die ! Existenz einer staatsrechtlichen Frage nicht anerkannt werden wird. Es kann darnach anch von ! keinem staatsrechtlichen Ausgleiche mit den Ezechen ^ und von keinem Generallandtage die Rede sein. In j den Städten sollen direkte Wahlen mit möglichst niederem ZensnS eingeführt werde», während man auf dem flachen Lande die Wahlmänner beibehalten wird. Die Interessengruppen werden, was die Wahlen für das Abgeordnetenhaus betrifft, beseitigt, j Dagegen wird den Interessengruppen (Großgrundbesitz nnd Industrie) auf den Landtagen das Recht ^ eingeränmt, Delegirte in das Herrenhaus zn entsenden, das so eine beträchtliche Erweiterung er-^ fährt. Mit großem Vorbehalt gibt das „Wr. Tgbl." einem in politischen Kreisen verbreiteten Gerüchte Raum, wonach Graf Potoeki erneuerte Unterhaus lungen mit dem Abgeordneten Rechbaner betreffs ^ dessen Eintrittes in das Ministerium eingeleitet i hätte. — Der neue baierische Minister des Aeußeru, Gras Bray, macht gegenwärtig seinem l würltembergischcn Kollegen einen Besuch. Natürlich erregt das allgemeine Aufmerksamkeit und man ist wohl zu der Annahme berechtigt, daß die süddeutschen Minister in Stuttgart zu einer Konferenz zn-fammentrcten, um sich über eine gemeinschastliche Politik gegen die Aussaugungspläne des NordbnndeS - zu verständigen. Daß dadurch die endliche völlige Einigung aller deutschen Länder anfgehalten wird, ist trotzdem woht nicht wahrscheinlich. In Stuttgart fand ein Versammlung der württembergischen ! ÜnionSpartei statt, welche sich für den Anschluß an das bereits geeinigte Deutschland durch den Eintritt des Südens in den Nordbund erklärte. Der Landtag des Fürstcnthuiuö Schwarz-! burg - Rud olst adt hat eiu unannehmbares Budget verweigert. Ju Folge dessen hat die betreffende ^ Regierung in Berlin angezeigt, daß sie den Matri-^ kularbeitrag zum norddeutschen Bundeshaushalt nicht zn leisten vermöge. Die Folge wird wohl sein, daß der Fürst liquidiren wird. Ostermontag ist schon hinter uns, und der ! Pap st ist noch immer nicht unfehlbar. Montag ! hätte, nach dem ursprünglichen Plane, die Apotheose I des Papstes durch die Jesuiten und ihre Mamelu-! ken slallfinden und der Nachfolger Petri zum Halbgott erhoben werde» solle», aber im letzten Augen- > blick entsank den Trabanten des Pater Beckx der !Muth, und am Ostermontag wurde Pins IX. nicht ! zum unfehlbaren Beherrscher der Seelen auögeru- sen. Selbst die Annahme des Glaubenöschema s welche letztere gewährt uud die sich in dem Antlitz Einzelner ausspricht, beruht eben mehr aus der öffentlichen oder bürgerlichen Stellung den übrigen Gesellschaftsklassen gegenüber, als in dem günstigen Stande ihrer Finanzen. Je wehr die Hoffnnng des Nie-drigcrgcslelllen wachst, daß auch sein Arbeitskreis anerkannt werde, um so mehr wird das Gefühl der ! Befriedigung in ihm genährt. k) Durch die Gewöhnung, möglichst wenig Bedürfnisse, namentlich sür Luxusgegenstände, zu haben. Wenn man den Begriff „Wohlstand" so de-finirt hat, daß er der Zustand derjenigen sei, welche alle Bedürfnisse, wie sic Sitte, Bildung und Standesbedürfnisse hervorrufen, zu befriedigen vermögen, so ist eine Folge dieser Definition, daß an-zunehmen ist, daß sich um so mehr Menschen dem Wohlstand nähern, beziehendlich eines solchen erfreuen, je geringer die Bedürfnisse der Einzelnen sind und !mit je weniger Aufwand zugleich ihre Befriedigung !zu erlangen ist. Einen je größeren Umfang also !die allgemeine Bestrebung erlangt, sich namentlich solche Genüsse und solche Akquisitionen zu versagen, welche weder durch die Rücksicht auf das sisische ^ Wohl, «och auf die Erholung von der Arbeit, noch ! auf geistige otur gemüthliche Erhebung, noch endlich jaus äußere Repräsentation, soweit diese für Einzelne ist auf den 24. dieses Monates verschoben worden. Ueber die Annahme der ersten Abschnitte des Schema's cle Mg und die Art und Weise der Abstimmung schreibt man dem „Univers:" „Der Untersekretär der Konzils bestieg die Kanzel und las die Namen der Konzilsväter ab. Jrder Bischof, dessen Name mit lanter Stimme verlesen wurde, erhob sich unmittelbar darauf und sagte: oder klaeat juxta woänm, das ist, ich nehme das Schema an. aber nur bedingt, uud jeder Bischof, welcher jnxtm moäum das Schema anzunehmen erklärte, händigte dem Vorsitzenden eine Schrift ein, welche die beantragten Aenderungen am Schema enthält. 515 Bischöfe gaben ein ab, 80 stimmten juxtrn. woclum. Die anderen Bischöfe waren entweder abwesend oder erschienen nicht in der Sitzung." Wie dem „Cittad." ans Paris lelegrafirt wird, beabsichtigt Napoleon III. nach dem Plebiszit die Herrschaft auf seinen Sohn zu übertragen, wobei er sich jedoch die Kontrole über die wichtigsten Acte vorbehält. In England ist bekanntlich eine lebhafte Agitation für Entfernung des Religionsunterrichtes ans der S ch u l e im Gange, aver auch die Gegenpartei wehrt sich tüchtig und hat kürzlich ein zahlreich besuchtes Meeting veranstaltet, wobei sie allerdings zu dem Kniff ihre Zuflucht nahm, dasselbe für die „Freiheit des Religionsunterrichtes" ausznfchreiben. Wie nuu von diesen Leute» die „Freiheit" verstanden wird, das bewies n. a. die ungeheuerliche Behauptung, die „Entfernung des Religionsunterrichtes aus der Schule wäre gegen die Gewissensfreiheit." Auf die Frage eines Anwesenden, ob der Religionszwang in der Schule sich besser mit der Gewissensfreiheit vertrage, blieb man jedoch die Antwort schuldig. In Belgrad wurde am 17. April der fünf-uudfünfzigste Jahrestag des Unabhängigkeitskrieges Serbiens festlich begangen. Nach einer großen Re-vue fand großartiger Empfang im Palais des Füisten statt. Eine schöne Illumination beendete die Feierlichkeit. _____ ___________________ Zur Tagesgeschichte. — Kronprinz Rudolf empfing am Ostermontage die erste Koiumunion. In der in einen Blumengarten verwandelten Hofkapelle hörte der Prinz um 8 Uhr das heil. Meßopfer und empfing nach der Kommunion des Priesters selbst die Kommunion. Zum Zeichen der ersten Kommunion hielt der Kronprinz in seiner linken Hand eine brenueude Wachskerze. Im Oratorium wohnten der heil. Handlung Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, Erzherzogin Gi- nothwendig ist, geboten sind, sonach dem Bereiche des nnnöthigen Luxus angehören, um so viel mehr Individuen werden selbst glaube», sich in einem gewissen Grade des Wohlstandes zu befinde» oder doch diesem nahe zu stehen, sonach aber das Gcsühl der Zufriedenheit mit ihrer soziale» Lage besitzen. „Ueber-all — sagt Dr. Engel (Zeitschrift des statistischen Bnreau'S) — ist die Armuth nur der Unterschied oder die Kluft zwischen dem Bedürfniß und den vorhandenen Mitteln, dasselbe zu befriedigen. Je bedürfuißvoller die Menschen werden, desto mehr Arbeit wird erfordert und von ihnen auch aufgewendet, das, was sie für Bedürfniß halten, zu befriedigen. Produktion und Konsumtion wachsen sonach gleichzeitig. Damit wächst unbestritten auch der allgemeine Wohlstand, der Nationalreichthnm. Doch ist es sehr wohl möglich, daß sich das menschliche Leben dabei nicht verlängert, ja daß eS sich verkürzt." Mir der allgemeineren Gewöhnung, sich Luxusbedürfnifse zu versage», wächst a»ch zugleich die Hoffnung, daß der Personalkredit, dessen mehrere Benützung man für die Verbessernng der sozialen Lage Vieler wünscht — während man ungewiß ist, ob er sich für die Zukunft mehr oder weniger ein-bürgern werde — mehr Eingang finden werde. A) Durch Hebung freundschasllicher oder liebevoller Theilnahme unter den Genossen eineö und sela, die Großeltern Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sofie bei. — Die Königin Marie vonNeapel ist am 18. d. M. in der Wiener Hofburg eingetroffen. Auf dem Südbahnhofe wurde die Königin von Ihren Majestäten dem Kaiser nnd der Kaiserin begrüßt, König Franz reist über Marseille und trifft erst in diesen Tagen ein, um sodann mit der Königin in Schönbrnnn Aufenthalt zu nehmen. — Der frühere Minister Dr. Berger ist von einem bedauerlichen Unfalle betroffen worden, der jedoch glücklicherweise von keinen nachhaltigen Folgen begleitet sein wird. Dr. Berger glitt nämlich in seinem Zimmer ans und verletzte sich am linken Oberschenkel so bedeutend, daß ihm der Fuß förmlich gelähmt wnrde und er sogleich zu Bette gebracht werden mußte, an welches er'nach Ansicht der Aerzte längere Zeit gefesselt bleiben dürfte. — Dr. Giskra, der seinen Sohn zur Kur nach Meran geleitet, wurde in Innsbruck vom Bürgermeister und vom Vorstand des konstitutionellen Vereins festlich empfangen. Man veranstaltete ihm zu Ehren einen Fackelzug. — Nach einer Meldung der „Kreuzzeutuug" ist Bismark in Varzin an der Gelbsucht erkrankt. — In Mailand wurde eine geheimePa -tronensabrik entdeckt und mit Beschlag belegt. Einer der Fabrikanten verwundete einen Polizeiagenten und entfloh. Bier Verhaftungen wurden vorgenommen. — Die „Berliner Börsen-Ztg." theilt folgende loyale Stilprobe der russischen „Tambosfer Ztg." mit: „Gestern hat Se. Majestät Alexander II. um 10 Uhr wieder zu erwachen und nach einem einfachen Frühstücke Sich auf die Bärenjagd zu begeben geruht. Als Höchst-diefelbeu in den Wald mir Ihrem Gefolge kamen, sahen Sie einen Bären, den ein glücklicher Instinkt hiehergeführt hatte, um den Geist des Vaters unseres glücklichen Rußland zu erheitern. Aber beim Anblick des Herrn von Millionen in anbetender Weise blieb der Bär wie versteinert stehen, und man merkte deutlich, daß, anstatt der Wildheit, welche dies Thier allgemein kennzeichnet, seine Fisivgnomie einen Ausdruck autizipirter (Äe!) Freude zeigte, als denke eS, wie das einem getreuen Unterthanen Sr. Majestät gebührt, an die Freude, von der Hand seines gnädigen Souveräns zum Tode gebracht zu werden. Bon der Jagd wieder zurück, wurde Se. Majestät heiser, geruhte jedoch nach Anwendung der üblichen Mittel Sich besser zu befinden; hieraus begaben Sie Sich zu Bette und hatten am folgenden Tage die entzückende Gnade, völlig wiederhergestellt zu feiu." desselben Berufes, durch Frieden in der eigenen Familie, wie in den öffentlichen Verhältnissen. Mit der Zwietracht, schon mit dem Mangel an Harmonie wächst die Leidenschaft. Schon die Wahrnehmnng der Unzufriedenheit in nahestehenden Kreisen kaun eine eigene Unzufriedenheit erwecken. Ein friedliches und freundliches Zusammenleben läßt die Außenwelt uud manche ihrer Genüsse, ihrer Güter und ihrer Zerstreuungen vergessen. Die Pflege inniger, wahrer Freundschaft, die Vereinigung zu kleiuen geselligen Kreise» wird für Erhaltung eines zufriedenen Sinnes wohlthätiger wirken, als daö Verweilen auf den öffentlichen Zentralpunkten der Großstadt und in ihre» Restaurationsctablisscinents, wo so leicht die Leidenschaft des Neides Nahrung finden kann. Gerade von den höchsten Gütern des Menschen : Religiösität, Sittlichkeit, Arbeit, Anerkennung dieser, Freude am Familienleben, Vertrauen znr Staatsgewalt und ihren Organen, Empfänglichkeit für Natur- und Kunstgenuß, kann anch der Aermste ein großes Maß gewinnen: gerade sie sind das Fundament der Zufriedenheit, nnd darum ist an seine Be grüudung zunächst Hand zu legen. Je mehrere sich auf ihm bewegen, ein um so größerer Theil der menschlichen Gesellschaft ist sich des Glückes, das hieseS Leben gewahrt, bewußt. (Schluß folgt.) — Vo» der k. k. Gesandtschaft nach Ostasien und Südamerika sind Berichte über die ostasiatische Expedition bis zum 28. Februar aus Guatemala eingelaufen. Kontre - Admiral Baron Petz hat an diesem Tage bereits den Handels- und Schiffahrtsvertrag mit den wichtigsten unter den Freistaaten Zentral-Amerika's unterzeichnet. Er stand im Begriff, über Panama mit einem Lokaldampfer nach Callao weiter zu reisen. Die in Reparatur in Honolulu unter Befehl des k. k. Linienschiffs-Kapitäns Wipplinger verbliebene Fregatte „Donau" wird, wie zu hoffen steht, Anfangs Juni mit dem Kontre-Admiral in Valparaiso in Chili wieder Zusammentreffen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Todesfälle.) Gestern starb der O r g a -nist Hilfcher, ein allgemein geachteter Musiklehrer unserer Stadt, plötzlich, nachdem er noch Tags zuvor seiner Beschäftigung nachging. — Ebenso plötzlich starb der k. k. pensionirte Statthaltereidireko r Kastell itz, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, eine in Beamtenkreisen vielbekannte und beliebte Persönlichkeit. — Heute Morgens starb nach dreitägiger Krankheit der pensionirte k. k. Oberamtsdirektor Dr. Heinrich Costa, Ritter des Franz Josefs-Ordens, der Vater des Landesausschußbeisitzers und Advokateu Dr. E. H. Costa. Wir werden über den Verstorbenen, insbesonders seine literarische Tätigkeit, näheres bringen. — (Der einzige ehrliche Deutsche) deu „Novice" bisher entdeckt zu habeu behauptet, ist der laudwirthschastliche Wanderlehrer Fe ns er, welcher nunmehr von der steirischen Vandwirthschastsgesellschast in obiger Eigenschaft für Steiermark angestellt wurde, nachdem er durch etliche Jahre als Wanderlehrer in Niederösterreich ersprießliches geleistet hatte. Feuser ist Preuße von Geburt, doch soll er nach Angabe der „Novice" während seines mehrjährigen Aufenthaltes in Laibach, wo er sich mit der Moorkultur befaßte, das Sloveuifche so ziemlich erlernt haben. Wenn die nothdürstige Kenntniß der slovenischen Sprache das einzige Merkmal für die Ehrlichkeit eines Deutschen bildet, so muß es doch aussalleu, daß „Novice" bisher außer Herrn Feuser noch keinen ehrlichen Deutschen anszufiudeu vermochte, da ja vielen im Lande lebenden Deutschen die slovenische Sprache recht geläufig ist, oder solleu dieselben lauter Schufte sein? — („Novice" spricht sich über die Aktion des Grafen Potocky also ans:) Es thut uus leid sagen zu müssen, daß der Weg, auf welchem Graf Potocky sein edles Ziel, den Frieden unter den Völkern herzustellen, erreichen will, nicht der richtige sei. Kein vernünftiger Mensch wird zwar die erschreckenden Schwierigkeiten übersehen, mit denen das Ministerium zu kämpfen hat, jedoch jeder gereiste Politiker muß zugestehen, daß mittelst jenes Sistems, das das frühere 'Ministerium zum Falle gebracht hat, Oesterreich nicht glücklich werden kann. Wenn das Ministerium als Basis seiner Aktion die Dezem-berversassuug annimmt, wenn es die slavischen und die anderen Nationen damit befriedigen will, daß cs die Deutsche» voran stellt, da irrt es bei Gott, wenn es auf solche Art seine Ziele zu erreichen hofft. Man vernimmt, ix.ß Minister Potocky mit Fischhof konferirte; nuu deuu, warum sind weitere Berathnn-gen nöthig, da ja Fischhos's Broschüre ein im Detail ausgearbeitetes Programm für Oesterreich enthält, man braucht nur dasjenige auszusühren, was Fischhof in Vorschlag bringt. Wenn auch die Czecheu zur Stunde noch auf ihrem Staatsrecht bestehen, und wenn die Polen, mit Ausnahme der Partei Smolka's, verlangen, daß man für sie etwas appartes schaffe, werden doch weder die einen noch die audern dem Föderalismus Widerstand leisten, eben so wenig werden es jene ehrlichen Deutschen thun, denen die Erhaltung Oesterreichs mehr am Herzen liegt, als ihre Hegemonie über die ändern Nationen. Wir wissen zwar ganz wohl, daß die Magyaren Gegncr des Föderalismus seien, indem dieser anch die übrigen Nationen Ungarns aus dem Grabe auferstehen machen würde, doch endlich einmal muß dem doppelten Maße in radikaler Weise ein Ende gemacht werden, und es muffen alle Nationen des gesammten Oesterreichs gleichberechtiget sein. — (Die slovenischen Forderungen) sollen, wie der „Tgpr." aus Wien telegrafirt wird, von den demnächst tn Wien zusaminentretenden Führern der Nation festgestellt und dem Ministerium Po-tocli in einem Memorandum überreicht werden. Unter bestimmten Bedingungen soll, wie der „Presse" mitge-theilt wird, die Forderung nach Bereinigung in ein selbständiges Verwaltungsgebiet vorläufig aufgegeben werden. — (Eine 50jährige Arbeiter-Jubel-feier) wurde am Ostersonntag in der Kleinmayr« schen Druckerei in Klageusurt begangen. Der Maschinenmeister Herr Filipp D i ck war der Gefeierte. Der Tag gestaltete sich zu einem wahren Ehrenfeste der Arbeit, das in schönster Harmonie ohne den geringsten Mißklang verlief. Etwa 700 Gäste waren der Einladung des Fortbildungsvereines für diesen Ehrentag eines Mitgliedes gefolgt. Auch der Herr Laudespräsident Baron Kübeck war erschienen und hielt eine Ansprache an den greisen Jubilar. Eiiigesenvct. Kur aller Krankheiten ohne Medizin und ohne Kosten durch die delikate Gesundheitsspeise IiöV!ll68-eiörg <1u IZarrv von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart. 72.000 Kuren an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust', Luugeu-, Hals-, Stimm-, Athem-, Drüsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Kopien gratis und franko gesendet werden. — K»r Nr. 64210. Neapel, 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Lebertrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder zu schreiben; hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Berdanuug, fortwährende Schlaflosigkeit uud war in einer steten Nervenausregung, die mich hin- und Hertrieb und mir keinen Angenblick der Ruhe ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre IlvvalWeiere versucht, und jetzt, nachdem ,ch drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die IlevLlvseivre verdient das höchste Lob, sie hat mir die Ge sundheit völlig hergestellt nnd mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzunehinen. Genehmigen Sie, meiu Herr, die Versicherung meiner innigsten Dank barkeit und vollkommenen Hochachtung Ll^rquise de Lrvlian. In Blechbüchsen von '/^ Psd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — lisvLlksoiörö Olivoolutos in Tabletten für 12 Taffen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Prcßburg Pisztory; in Klagensurt P. Birnbacher; in Linz Hasel mayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz-meyer, Grablowitz; in Lemberg Rottender; in KlansenburgKronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 21. April. Morgens starker Reis. Wolkenloser Tag. Trockenheit anhaltend. Nachmittag NO , ziemlich stark. Wärme: Morgens 6 Uhr 2.0°, Nachmittags 2 Ubr -s- 15.4'It. (1869 -s-14.2", 1868 -I- 13.6") Barometer 328.02"' im fallen. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 7.3", nm 0.2° unter dem Normale. Angekommcne Fremde. Am 20. April. Bonic, Kfm., Karlsstadt. - - Obermann, Handelsmann, Gottschee. — Hallander, Fabrikant, Baiern. Blau, Kfm., Tuest. — Polz, Kammerjnngser, Görz. KVü^,,. Seiler, Kfm., Graz — Schmalzel, Han> Lelsm., Wien. — Buckreiner, Kfm., Triest. — Siegel, Ober-Ingenieur, Wien. — Gallmajer, Lehrer, Aich. — Nowak, Dechant, Gottschee. — Gajo, Kfm., Tricst. — Syz, FabrikSbes., Gratwein. — Kaindel, Ober-Telegrafist, Triest. — Jerai, Besitzer, Neuhaus. — Maroknttl, Privat, Wien. — Rath, Privat, Graz. — Augusti«, Privat, Graz. » Hat'. Korotwizky. Förster,' Nadlischeg. Halm, Monteur, München. — Hcinri<, Handelsmann, Traun. — Holzeisen, Handelsmann, Trann. — Tschöll, Handelsmann, Traun/— Schmelz, Ochsenhändler, Triest. Verstorbene. Den 20. April. Herr Josef Hilscher, Organist und Klavierlehrer, starb im 59. Lebensjahre in der St. Petersvorstadt Nr. 143 am Schleimschlage.—Maria Alth, Zucker-! bäckerin, alt 66 Jahre, in der Tirnauvorstadt Nr. 6, an' der Lungenlähmung. — Herr Johann Kastellitz, jnbilirter k. k. Statthalterei-Hilfsämter-Direktor nnd Besitzer des goldenen Berdienstkrenzes mit der Krone, alt 73 Jahre, in der Stadt Nr, 2>!8 an der Herzlähmung. — Franz Mauchart, Zwäugliug, alt 58 Jahre, im Zwangsarbeitshanse Nr. 47 an der Darmlähmuug. Arühling und Sommer 24. SteiNLile«. 24. Marktbericht. Krainburg, 19. April. Auf dem hentigen Markte sind erschienen: 87 Wagen mit Getreide und 6 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preise. fl. kr. fl. kr. Weizen pr. Metzen 5 38 Butter pr. Pfund . 45 ji'orn „ — — Eier pr. Stück . . 24 Gerste „ — — Milch pr. Maß 10 Hafer 68 Rindfleisch pr. Pfd. 21 Halbfrucht — — Kalbfleisch „ — 23 Heiden „ 3 32 Schweinefleisch „ — Hirse 3 4" Schöpsenfleisch „ — Kukurutz „ 3 60 Hähndel pr. Stück . — — Erdapsel „ I »0 Tauben „ - - Linsen — — Heu pr. Centner . — — Erbsen „ — — Stroh „ — Fisolen 3 52 Holz, hartes, pr. Klft. — Rindsschmalz pr. Pfd. — 55 — weiches, „ Wein, rother pr. 4 Schweineschmalz „ — 46 Speck, frisch, — 37 Eimer — — Speck, geräuchert, , — — — weißer — — Gedenktafel über die am 2 3. April 1 870 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Fink'sche Real., Klein-Racna, 4749 sl., BG. Laibach. — L. Feilb., Rogcl'sLe Real., Rata, BG. Egg. — 3. Feilb., Bezlaj'sche Real., BG. Laibach. — 1. Feilb., Ferme'sche Real., Jelenk, 1116 fl., BG. Egg. — 1 Feilb., Moder'sche Nachlaßreal. Urb.-Nr. 27/e aä Pfarrgilt Manns-berg, BG. Egg. Wiener Börse vom 26. April. LratttsLorrä«. 5i?rrc. österr. Wäbr. . dto. Rente, öft.Pnp. dto. dto. öst.in Sild. Lose von 1854 . . . Lose von 1860, qattZi: Lose von 18K0, Fünst. Prämiensch. v. 1864 . Steiermark »,u5pCt. LcLrnren, Kraul u. Küstenland 5 « Ungarn. . zu 5 „ ^roat.u. Slav.5 ^ Siebenbürg. „ 5 „ Nationalbank . . . Creditanstalt . . . N. ö. Eöcornpte-Ges. Änglo-österr. Bank . L)cn. Vodencred.-A. . Ocst. Hvpoth.-Bank . Steier. E^compt.-Bk. Kais. Ferd.-Nordb. . Siidbabn-GeseÜsch. . Kais. Elisabetb-Bahn. Earl-Ludwig-Bahn Siebend. Eisenbahn . Kais. Franz-2oseföb.. Fünst.-Barcser E.-D. DsrM>-yium. Lahn . Nation. ö.W. verloSb. Ung. Bod.-0 t'. 75.50! 76.— 714.-716. ?56.d0^.'57.— 860.— 862.— ÜI 0.-310.50 38t;.—390.— 215.— d50.— -815^ 2S2? 194.80 ^05. 180.25 189.75 235.50 ^ 236 — 167.—!i67.S0 186.50 1^7.- 176.50 177.— 172.— 172.50 93.L0j 93.40 90.75 91.-107.5) 1"?---'' 90.'5 90.50 Geld Ware Ocst. Hypoth.-Bank . 98.— 99.— 5'L'LorLt^ts-Ovllx. Südd.-Ges. zu 500 Fr. N4.— 114.50 dto. Bons 6 P«Lt. 246.— 247.— ^ordb. (100 fl. .50 36.— 29.50 20.5.0 22.- 17.50 102.50 102.60 123.60 49.— 5.86» 9.87 1.81 120.50 102.60 102.80 123.80 49.05 5.87» 9.88 1.81 120.75 Telegrafischer Wechselkurs vom 21. April. 5perz. Rente österr. Papier 60.65. — 5perz. Rente österr. Silber 69.95. — 1866er Staatsaulehen 96.60. — Bankaktien 714. — Kreditaktien 258.20. - London 123 50. — Silber 120 50. - K. k. Dukaten 5.86',,. Hiermit erlaube mir, eiu geehrtes x. t. Publikum zur Ansicht meines neu sortirteu Lagers ergebenst einzuladen. «MH O » t t» L » Lt- - für Herren, Damerr und Kinder, neueste Faßou und billigste Preise. Alle in das Modistenfaäi eiuschlagendeu Artikel, als: Ur»»r>«s; lil»»»« »», TL« WM^ vLilisn-HoktMion, KiiliMr- lmil Sommer - Hacke», Garnituren, Manschetten, Kragen, Kliny- und Valansion-Spitzen und Mieder. Schönste Auswahl in Mren-Schleifen, Wäscherin, Kragen und Manschetten. Das » und von 8t° uud das Unfertigen von und 8x»ttF« »»-vliit«» wird bestens geliefert. Bestellungen vom Lande werden prompt versendet. Zn recht zahlreichem Zuspruch empfiehlt sich hochachtungsvoll (153 -1) Ttcrnallcc Nr. 24. Nöä.-Dr. Dozent an der Grazer Universität, wohnt hier 2«!> »<' S« und ordi- uirt täglich von ^ Uhr friih bis 5 Uhr Abends. (123 — 11) Laibach, den 6. April 1870. Der Aufenthalt dauert uoch bis 23. d. M. (Ende der Osterwoche.) Liollwöl-oli'selil Us'ukt-üonlrimtt. Prämiirt auf alle» Ausstellungen. Eil» Nerbindnng von Zucker nnd solchen Krauter-Extrakten, deren woblthatige Einwirkung auf die Respirations-Organe von der medizinischen Wissenschaft festgestellt find. Depots dieser Brust-Bonbons in versiegelten Packeten mit Gebrauchsanweisung ü. 30 kr. befinden sich in bei A. I. dlraschowit;, in Viklrx l» bei Math. Mrst Lohn. (380—6) 8 Zur gefälligen Kenntnis;! Wegen der hente Donnerstag statlfindenden Borlesnng des Dr. Wilhelm Jordan im hiesigen Kasino findet das des Opernsängers WU?- Samstag den 23. April d. I. "WM im tiuldschaftlichen Theater statt. Fauteuils, Sperrsitze, Logen und Parterre-Entree sind von heute an in der Musikalienhandlung der Herren ^egoliko L INI am Hanptplatz zu haben. (152) Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (I6-7», heilt brieflich der Spezialarzt für Epilepsie Doktor <». i„ Berlin, jetzt: Lonisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. ZL LL L'L W LL LL SZ DZ N LZ SL ZL X X LZ (das steierische Gastrin) ^ an der Südbahn (vom 1. Juni an mittelst Eilznges A von Wien 8^/», von Tricst 6 Stunden), sehr kräftige Alpentherme von 30" R., besonders wirksam bei Vicdt, ^.IieuiirLtisurus, H^ei-vvirlsiciea, I-äLirtUiixeQ, Svd'iVLvLs - LnstLiiüsL, k'rLusLkrLLdLsitsn, AIsiristrliLtionssto-ruirx, LnooLsL- und OvIsvkskrLnkIisi-teL etc., reizendste Alpenlandschast, ausgedehnte, schattenreiche Promenaden, komfortable Wohnungen. Ausführliche Prospekte mit Tarif gratis nnd zu beziehen dnrch die (137—2) W Direktion 9kömerbad W in Antcistkiermark. H I.ilionk86. Es werden hier dem Publikum den nnserigen nach-gemachte Artikel zu billigeren Preisen empfohlen, welche natürlich nickt die richtige Wirkung haben können; um Verwechslungen zu vermeiden, bitten wir genau auf unsere Firma zu achten vom Ministerium ge-' prüft nnd konzessionirt, reinigt die Hant von Lebei flecken, Sommersprossen,Pocken flecken, vertreibt den gelben Teint »nd die Rothe der Nase, sicheres Mittel für skrofulöse Uiireiubeiten der Haut, erfrischt und verjüngt den Teint und macht denselben blendend weiß und zart. Die Wirkung erfolgt binnen 14 Tagen, wofür die Fabrik garantirt, L Fl. 2 fl. 60 kr. und 1 fl. 30 kr. Barterzeilgungs-Pomade ä Dose 2 fl. 60 Ir. nnd 1 fl. 30 kr. Binnen 6 Monaten erzeugt dieselbe einen vollen Bart schon bei jungen Leuten von 16 Jahren, wofür die Fabrik garantirt. Auch wird dieselbe zum Kopfhaarwuchs angewandt. 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