Schriftltituog: NathauSgafle Nr. 5. XrleMoa iir. Sl, tmerurda». : Tägluh mil »»«»odl»« IX» San». «. «cltt-ttgi) cm 11—is Uhr »«in. Haitds chrti»«» werbe» »ich« i*ril4»cf «•*«• iumraloeiH»»ie ii Ridii deeiiSftchngt. Sntil nttaiiTi «rn rammt Mc <urt«li»i|tt$ . . . K 3 — fial»l«n« . . . . K «•— «•mjohtia...» 1J -ftlir» »«»lau» ?rhöhen fich die «» «at abbcstfllang. Mr. tt7 Hilli, Samstag, den 3. Dezember 1910. 35. Jahrgang. Unarten. An zwei unmittelbar aufeinanderjolgcnden Ta-gen ist die österreichische Oeffentlichkeit durch Aeuße-rungen ungarischer Minister überrascht worden die deutlich die Absicht verrieten, die Stellung der österreichische» Regierung zu erschweren. Am 29. November sprach der ungarische HaudelSminister Hieronymi von einem Geheimvertrage, der zwischen der österreichischen Regierung und dem früheren un-garischen Kabinette hinsichtlich der Bieh- und Fleisch-einfuhr abgeschlossen worden sein soll, wobei er gleichzeitig sich gegen solche geheime Abmachungen auSsprach. Am nächsten Tage widernm äußerte der ungarische Ministerpräsident Gras Khuen. daß nicht die ungarische, sondern die österreichische Regierung daran schuld sei, daß das neue Bankübereinkommen den Parlamenten noch nicht vorgelegt lworden sei, da sie erst die österreichische» Parteien darüber fon-Vieren wollen. In beiden Fällen sind die ungarischen Minister nicht bei der Wahrheit geblieben. Was den angeb-lichen Geheimvertrag bezüglich der Bieh« und Fleisch» einfuhr anlangt so besteht ein solcher tatsächlich nicht. Geheime Vereinbarungen zwischen den beiden Regierungen sind nur damals getroffen worden, als eS sich darum handelte, die gemeinsamen Instruktionen sür die HanbelSvertraqsverhandlungen mit Rumä-nieu und Serbien hinsichtlich des zulässigen Biehein-suhrkontigentes sestzustellen, Vereinbarungen, die ge-heim sein mußten, weil sie doch den serbischen und rumänischen Unterhändlern nicht im Vorhinein be-kannt sein durften. Der österreichische Handelsmini-ster hat denn auch der Geheimnistuerei seines unga-rischen Kollegen sofort die Spitze abgebrochen, in« dem cr erklärte, daß er gegen die Veröffentlichung dieser vertraulichen Abmachungen nunmehr nichts einzuwenden habe. Mindesttns ebenso unrichtig war aber auch die Aeußerung des ungari-schen Ministerpräsidenten, daß der neue Ver- (Nachdruck verboten.) Der Pezemver. Von Elimar Kernau. Kurze Tage, lange Nächte, Grau umsponn'ne Dämmerungen, — Und des Winters kalte Mächte Fauchen rauh mit srost'gen Lungen. Alle Hoffnung will versinken Die in diesen trüben Tagen, Da so matt die Sterne blinken Und so wild die Stürme jagen! Müd' neigt sich das Jahr zu Ende Und sein Kreislaus ist geschlossen, Während an der Zeiten Wende Reis und Eis sind auSgegoffen. Deine Sehnsucht will nicht schweigen Und sie flattert fort im Tanze, Während rings weiß von den Zweigen Es erstrahlt im Flockenglanze. Schleichen auch die Stunden träge Allzulangsam, allzumüde. Hüllt doch sorglich Steg' und Wege Schneeverbrämter Winterfriede. Und du sinnst und träumst, daß Triebe Keimen wieder grün im Hage . . . Doch im Bann hält dich der trübe Zauber der Dezembertage! trag mit der gemeinsamen Notenbank nur aus Rücksicht auf die österreichische Regierung den Parlamenten noch nicht unterbreitet worden sei, da sie diesbezüglich erst mit deu österreichischen Parla-mentsparteien Fühlung nehmen wolle. Niemand wird verkennen, daß die ungarische Regierung gerade in der Bankfrage sich insofern? in einer schwierigen Lage befindet, als sie sich einerseits einer Opposition gegenübersieh«, die die Trennung der gemeinsamen Bank fordert, anderseits aber sie selbst den Versuch gemacht hat, die sofortige Ausnahme der obligatorischen Barzahlungen durchzusetzen, waS ihr jedoch angesichts der Verhältnisse des internationalen Geld» Marktes und angesichts der besonneneu aber sesteu Haltung der österreichischen Regierung nicht gelang. Das sind bekannte Tatsachen, die von vornherein die glatte Erledigung der Bankvorlage im österrei-chischen Reichsrate sichern, da alle Parteien des Ab-geordneten- und des Herrenhauses die Beibehaltung der gegenwärtigen erprobten Bankpolitik wünschen, wie sie eben durch das neue Bankübereintommen bis zum Jahre 1917 gesichert werden soll. Die österreichischen Regierung hatte also keine Ursache den Inhalt deS neuen Bankübereinkommens solange als möglich geheimzuhalten und hat auch in der Tat seine Unterbreitung nicht verzögert. Viel eher kann man das von der ungarischen Regierung annehmen. AiigesichtS ihr^r schwierigen Stellung in dieser Angelegenheit ist es durchaus verständlich, daß sie erst das Bud^etprovisorium ver-abschiedet wissen wollte, bevor sie den Kampf um die Erhaltung der Gemeinsamkeit der Bank mit der Unabhängigkeitspartei eröffnet In Würdigung dieser Verhältnisse hat wohl auch die österreichische Regie-rung nicht den geringsten Einwand gegen die Ver-zögerung in der Unterbreitung der Bankvorlage er« hoben; wenn ihr jedoch nun umgekehrt von der ungarischen Regierung di: Schuld an dieser Verzögerung zugemessen wird, so erinnert das an die allerdings traditionelle Unart ungarischer Minister, bei Vereinigung gemeinsamer Angelegenheiten, ihre taktische Stellung gegenüber dem ungarischen Parlament dadurch zu Des Jahres letzter Monat hat wieder einmal die Erde betreten. Er gilt allgemein als ein gern gesehener Zeitabschnitt und kein zweiter Monat des Jahres kaun sich so vieler Nebennamen rühmen, wie dieser. Wir hören nämlich nicht nur von einem Dezember, sondern auch von einem Christmonat, einem Julmond, einem Windelmond, einem Wende-maent usw. reden; danu kommt auch noch der hei« lige Nikolaus und andere Heilige, die bei unserem Monat Pate gestanden haben, so daß seine Namen-Mannigfaltigkeit schier ins Unendliche geht. Am 22. Tage unseres Monats verzeichnet nn-ser Kalender Wintersanfang, denn dieser Tag ist der kürzeste des ganzen Jahres, denn an ihm hat die Sonne zur Mittagszeit den größten Abstand vom Scheitelpunkte. Das ist gewiß ein wichtiger Termin, denn nichts macht den Winter grämlicher als seine kurzen, abnehmenden Tage. Am Tage, da der Winter beginnt, tritt auch die Sonne in das Zeichen des Steinbocks. Und bis zu diesem Termine nimmt auch die Dauer der Tage ab, um dann, wieder bis zum Monatsschluß, um ein ganz ge° ringeS zu steigen. Das heißt in Zahlen ausgedrückt, die Lichtdauer verringert sich in den ersten 22 Tagen unseres Monats um 23 Minuten und nimmt in den letzten 9 Tagen wieder um 4 Minuten zu. Die folgende kleine Tabelle wird uns das am besten und einfachsten erklären: Sonnen-Aufgang. Sonnen-Untergang. 1. Dezbr.: 7 Uhr 49 Min. 3 Uhr 48 Min. 22. Dezbr.: 8 Uhr 11 Min. 3 Uhr 45 Min. 31. Dezbr.: 8 Uhr 14 Min. 3 Uhr 52 Min. bessern, daß sie die österreichische Regierung als jenen Teil hinstellen, der etwas zu verbergen habe. Es ist das nicht nnr wenig loyal sondern verrät auch einen gewissen Mangel an Mut, sür getroffene Abmachungen öffentlich einzustehen und man könnte der österreichischen Regierung es nicht verargen, wen» sie jetzt aus die baldmöglichste Unterbreitung des Bankübereinkommens dringen würde. Die Teuerungsdebatte. Der erste Teil der Teuerungsdebatte ist milder Annahme des WohnungSfürsorgegesetzes in jener Fassung, wie sie das Subkomitee des Teuerungs« ausschusses beantragt hatte, zum Abschlüsse gelangt. Außer dem Gesetze, desien große sozialpolitische Be-deutung außer Zweisel ist. kam eine lange Reihe von Resolutionen zur Abstimmung, die zum Teile mit dem AuSschußderichte, betreffend die Vergebung öffentlicher Arbeiten, nur in einem losen Zusammen-hange standen und mehr vom politischen als vom wirtschaftlichen Gesichtspunkte beurteilt werden sollen. Viel praktische Bedeutung kommt diesen Massen-resolutionen nicht zu und man wird daher auch kaum erwarten können, daß die Annahme der Resolution Moraezewski, welche den Leginn der Kanaldauten in dringlicher Weis« betreibt, die Wasserstraßen der Verwirklichung näher bringen wird. Der zweite Teil der Teuerungsdebatte gestaltete sich schon in der letzten Stunde sehr lebhaft, die Vertreter agrarischer und städtischer Interessen gerieten wiederholt in ein scharfes Wortgeplänkel und dem Handelsminister Dr. Weißkirchner, der als Sprecher seines eigenen RessoNs und gleichzeitig auch des Ackerbauministeriums zu fungieren gezwungen war, drohte die Gefahr, zwischen zwei Stühlen zu sitzen zu kommen. Im all» gemeinm zeigten bürgerliche und agrarische Parteien das ehrliche Bestreben, eine Abhilfe für die Teuerung, die von allen zugegeben wurde, zu finden und ver- Die Phasen des Mondes sind in unserem 31 Tage zählenden Monat die folgenden: am 1. Dezember, um 10 Uhr abends, präsentiert er sich uns als Neumond ; am 9. Dezember, 8 Uhr abends, als erstes Viertel; am 16. Dezember, 12 Uhr mit-tag», als Vollmond; am 23. Dezember, 12 Uhr mittags, als letztes Viertel und am 31. Dezember, 5 Uhr nachmittags, wiederum als Neumond, so daß er uns also in diesem einen Monat fünfmal seine charakteristischen Phasen bietet. Bon den Planeten steht Merkur im Zeichen des Skorpions und des Schützen; er ist anfangs unsichtbar, bleibt stark hinter der Sonne zurück und ist etwa am Schlüsse des Monats einunbeinehalbe Stunde am Abendhimmel sichtbar. VemiS leuchtet aus denselben Sternbildern heraus -, auch sie ist an-fangs unsichtbar, glänzt aber zuletzt eine halbe Stunde lang als Abendstern. Mars hat Wage und Skorpion als seinen Standpunkt erwählt; er steht bald nach sechs Uhr am Morgenhimmel. Jupiter leuchtet im Bilde der Jungftau; anfangs Dezember geht er um Halbfünf Uhr, am Schluß um 3 Uhr morgens auf. Saturn steht im Widder; anfangs des Monats ist er bis 4 Uhr, später bis zwei Uhr morgens sichtbar. Die einzelnen Sternbilder kann der Beobachter, der in den ersten Dezembertagen sich gegen 8 Uhr abends in der Breite von Berlin ausstellt, in sol-gender südlich-nördlicher Reihenfolge finden: Fische, Widder. Andromeda, Caffiopeja, Kleiner Bär, Großer Bär. Im Osten leuchten ihm entgegen: Stier. Per-seuS, Zwillinge, Fuhrmann. Im Westen schließlich funkeln: PegasuS, Schwan, Leier und Herkules. Seite 2 hetzende Uebertreibungen zu vermeidet». Nur die So-zialdemokrateu sahen in der drückenden Fleischteue« rung einen erwünschten Anlaß zum Fenster hinaus zu redeu, mit Zwischenrufen sich hervorzutun und mit unmöglichen Resolutionen PopularitätShascherei zu betreiben. Die städtischen Vertreter deS deutschen Nationalverbandes, die schon früher den Dringlich-keiisantrag Erb mit seinen die ganze Frage um-fassenden Forderungen eingebracht halten, sandten zunächst zwei erprobte Redner ins Treffen, die Abgeordneten Dr. Lecher und Dr. Weivenhoffer, die mit aller Schärfe und starker Wirkung sich für eine schleunige Abhilfe der auf der städtischen Bevölkerung unerträglich schwer lastenden Fleiichleuemng einsetzten. Die Ausführungen deS Haiidelsministers Dr. Weiß-kirchner, die nach keiner Seite hin befriedigten, fan-den in dem Abg. Dr. Lecher einen unerbittlichen Kritiker, dem man nur zustimmen kann, wenn er mit der in Dr. Weißkirchner vollzogenen komerziell» inoustriell-agrarischen Personalunion sich nicht be-freunden kann und Klarheit verlangt, Klarheit auch bezüglich der Geheimverträge, die über die Fleisch-einfuhr zwischen der österreichischen und der ungari» fchen Regierung bestehen sollen. Abg. Dr. Weiden-hoffer wieS die fozialdemokratischen Hetzereien energisch zurück und erklärte, die Fleischnot sei kein Agi» tationsmittel zu irgendwelchen Parteizwecken, man müsse alleS tu», um sie zu beheben, dürfe aber auch im Publikum nicht überfchwängliche Hoffnungen wecken von den Wirkungen der Einfuhr argen lim-sehen Fleisches. In ein wahres Kreuzfeuer von Zwischenrufen kam Abg. Fürst Äuersperg, der ebenso wie der Obmann der deutschen Agrarpartei Doktor Damm mit aller Offenheit und Sachlichkeit die Gründe darlegte, welche nach Ueberzeugung der Ag-rarier die Teuerung verursacht haben. Die Rede des Abg. Dr. Damm klang in die Erklärung auS, daß Agrarzölle erst dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie die Grundlage zur Förderung der Viehzucht bilden, so daß diese im Stande ist, alle Bedürfnisse des Konsums zu befriedigen. Politische Rundschau. Inland. Reichsrat Die Debatte übn die Fleischteueruug wurde nach vielen Redekämpsen endlich abgeschlossen. Die Abstimmung hatte folgendes Ergebnis: Nach dem Schlüsse des Berichterstatters wird der Minorität»-antrag aus zeitlich quantitativ unbeschränkte Fleisch-einsuhr in namentlicher Abstimmung mit 122 gegen 310 Stimmen abgelehnt, dagegen der Kompromiß-antrag des Abg. Stölzl auf Gestattung der Einfuhr Überseeischen Fleisches für die Dauer des Bedarfes Die dezemberlichen Witterungsverhältnisse näher« sich bekanntlich schon meist einem recht eindringlichen Tiefstand des Thermometers. Auch an Niederschlägen pflegt eS nicht zu fehlen. Wenigstens äußern sich unsere Wetterpropheten Falb und Halbenicht in die-fem Sinne. Die meteorologische Wissenschast hat für unseren Monat, bezüglich der größeren Städte un-serer Breiten die folgenden Durchschnittstemperaturen herallsgcbracht: Kopenhagen -j- 0,6 Gr.; Hamburg -I- 1,1 Gr.; Berlin -f- 0,7 Gr.; München — 2,3 Grad; Karlsruhe -t-. 0,9 Gr.; Stuttgart + 0,8 Grad; Prag — 0,4 Gr.; Wie» -f- 0,2 Gr.; Brüssel 4- 2,9 Gr. und Basel — 0,2 Gr. Etwas genauer in seiner behäbigen Art ist schon der hundertjährige Kalender; er gibt uns die folgende Prvphezeihung: bis zum 9. Nebel und Schnee, vom 10. bis 17. trockenes Wetter, am 18. trübe, nachher trocken, rauh und frostig bis zum 28., vom 29. bis 3l. schließlich schönes Wetter. In solch einem Monat gibt eS natürlich in der freien Natur nicht mehr allzuviel zu tun. Dem Angler sind Flüsse und Teiche, in denen die Ma-ränen, Schnäpel und Forellen ihre Laichzeit haben, oftmals zugefroren. Dem Jägersmann aber blüht nocht immer Waidmanns Heil; er hat nur an die Schonzeit der Wildsau zu denken. In Feld und Garten ist es, wenn auch das Leben noch nicht völlig erloschen ist, desto stiller geworden. Im Gemüsegarten kann man höchstens bei einigermaßen günstiger Witterung ein wenig um-graben; im Blumengarten darf man den Ansang mit dem Schneiden der Ziersträucher machen; im Obstgarten sind besonders diejenigen Bäume, welche im Herbst reichlich getragen haben, fleißig zu düngen. Deutsch- Wacht in namentlicher Abstimmung mit 223 gegen 206 Stiinmen angenommen. Der Minoritätsantrag auf zeitweilige Aufhebung deS Fleischzolles wird abgelehnt, hingegen der Kompromißantrag des Abgeordneten Stölzl, alle zulässigen Zollbegünstigungen zu gewähren, angenommen. Sodann werden die übrigen Anträge des Ausschusses betreffend die He-bung der Landwirtschaft durch Tarifermäßigungen für Zufuhr der täglichen Lebensmittel samt den zahlreiche» Zusatzanträgen einstimmig angenommen. Nur der Antrag betreffend den möglichst raschen Abschluß des Handelsvertrages mit Argentinien wird abgelehnt. Schließlich wird der sozialdemokratische Resolutionsantrag, die Regierung wird ausgefordert, sämtliche Vertrage mit Ungarn über die Fleischein -fuhr dem Hause vorzulegen, mit 240 gegen 173 Stimmen angenommen, dagegen der zweite Teil, wo-nach das Haus feststellt, daß die Regierung bezüg-lich der Einfuhr deS argentinischen Fleisches die Zustimmung Ungarns nicht brauche, mtt 269 gegen 134 Stimmen abgelehnt. Die Sitzung wird »ach lüstündiger Dauer um 11 Uhr 50 Minuten nachts geschlossen. Nächste Sitzung heute. Der Neoslawismus im Konkurse. Nicht ohne Interesse sind die Auslassungen des Laibachcr sloweuischklenkalen „Slovenec" Über den Neoslawismus. Unter dem Titel „Der Neoslawis-mnS im Konkurse" schreibt das Organ des Abgeordneten Dr. Schusterschitz: „Der Durchsall Ära-marsch bei der Kandidatur als Obmann des neu-gegründeten einheitlichen Tschechenklubs im Reichs-rate bedeutet eine große Niederlage des jüngsten po-litischen PhantasiegebildeS, des Neoslawismus. Es ist außer Zweifel, daß die große Mehrheit der tschechischen Abgeordneten den Neoslawismus ver-urteilt und von ihm nichts wissen w'll. Deshalb mußte Kramarsch, der Bater dieser Idee, durchsallcn. Kramarsch hat nur den einzigen Trost, daß er für eine große Idee, d. h. sür eine Idee, die er sür groß hielt, durchgesallen ist. Wir können bei dieser Gelegenheit die lächerliche Figur im neoslawischen Abenteuer, die des gewesenen Bürgermeisters von Laibach, Hribar, nicht unerwähnt lassen. Hribar hegte natürlich keinen Idealismus, den hat er nie gekannt. Ihn leitete nur der praktische Gedanke auf Errichtung einer großen neoslawischen Bank, bei der er einen hohen Posten, etwa den eines Verwaltungs-rates, bekleiden wollte . . Wie man sieht, sucht der blamierte Schusterschitz-Schlindra einen Teil der Blamage aus Hribar abzuwälzen, der die Antwort darauf nicht fchuldig bleiben wird. Fürwahr, es sieht triste aus in der krainerischen Häuslichkeit! Trialistische Anwandlungen in Bosnien. Der bosnische Landtag hat seine neue Session gleich mit einem netten Spektakel eröffnet. Die Er-klärung der Regierung, daß sie eine Reihe von Auch tut man gut daran, die Bäume auszuputzen, von MooS zu reinigen, eventuell größere Wunden mit Teer zu bestreichen und hohle, vermorschte Stellen mit Zement auszufüllen. In den Baum-schulen schließlich sind die jungen Bäume gegen Hasensraß zu schützen. Der Feldwirt mustert und repariert jetzt am besten sein Arbeitsgerät. Wer Bienen züchtet, muß in dieser stillen Zeit sein Be-triebsmaterial ergänzen; gut ist auch eine tägliche Revision des Bienenstandes, ob sich alles in ihm in guter Ordnung befindet. So eilt der Dezember in Arbeit, Winterfreud«, Frost und häuslicher Behaglichkeit dahin. Wenn das Feuer lustig im Ofen knackt, dann mögen noch so toll draußen die Stünne brausen: wir fühlen uns geborgen: Mag noch so lant der Sturmwind dräu'n, Und mag der Frost laut klirren, — Wir wollen uns des Lebens sreu'u Und uns soll nichts beirre»! Wir wisse«, daß des Winters Macht Der Frühling wieder sroh verlach«, Drum woll n wir nicht verzagen In diesen trüben Tagen! Das ist sicherlich eine Devise, der man gut und gern beistimmen kann! Des Jahres letzter Monat ist einer von denen, auf die das Wort gilt: Ende gut, alles gut! Zweierlei bringt er uns nämlich: die Gewißheit, daß die Verkürzung der Tage sich langsam in eine Verlängerung umwandelt und das liebe Weihnachtsfest. Das sind zwei Ereignisse, die sicherlich von jedermann mit Freude begrüßt werden. ^cummer 97 Beschlüssen aus der letzten Session nicht zur Kennt-nis nehmen könne, da sie staatsrechtlich unzulässig seien, wurde von der Landtagsmehrheit mit den heftigsten Protestrusen beantwortet. Am nächsten Tage beschloß der Landtag denn auch sofort die Ab-feudung einer Trauerkundgebung für Tolstoi an die ruffische Duma, obgleich die Versaffuug dem bosni-sche» Landtage ausdrücklich untersagt, „mit anderen Vertretungskörpern in Verbindung zu treten und Kundgebungen zu erlaffen". — Wird dieser Beschluß nicht aus dem Protokolle gestrichen, dann kann man es erleben, daß der bosnische Landtag sich eines schönen Tags auch mit der serbischen Skupschtina in Verbindung setzt. Vielleicht wollte man durch die Tolstoikuudgebung dasür ein Präjudiz schaffen. Um gar keinen Zweifel über die Ziele der Landtagsmehrheit zu lassen, veröffentlichte der Führer der mit den Serbe« verbüiidete» fortschrittlichen Muselmanen, der Vakusdirektor Arnautovic vor einigen Tagen im .Musaval" einen Artikel, in dem er in der heftigsten Weise die „Kuferaschen", die nicht aus dem Lande stammenden Beamte», angreift und gegen die „Vergiftung des Landes durch die Knferaschen" hetzt, „die durch ihre zweiunddreißig-jährige verheerende Wirksamkeit das arme Land an den Abgrund gebracht haben." Er hofft aber, daß „der Stein des Anstoßes zwischen der Regierung und dem Volke, nämlich die Kuseraschenbeamtenschaft bald verschwinden, und eS werde der große Freuden-tag kommen, an dem wir auf der Savebrücke dem letzten Kuferafchenbeamte» zurufen werden: Auf Nimmerwiedersehen!" — Die Beamten, die Bosnien erst zivilisiert haben, sollen also verschwinden, weil sie doch ein gewisses Band zwischen Bosnien und der Monarchie bilden'. "Ausland. Die Furcht vor Deutschland in England. Einer der konservativen Parteiführer, F. E. Smith, führte in einer in Warrington gehaltene» Rede aus, der deutsche Haiidel dehne sich mit größerer Schnelligkeit aus als der Englands. Deutschland habe ein Heer, mit dem das englische nicht einen Augenblick sich meffen könne, und die deutsche Flotte konkurriere offenbar an Stärke mit der englischen. Aus Stadt und Land. Evangelische Gemeinde. Morgen, den 4. ds, findet um 10 Uhr Vormittags der Haupt-gottesdienst, verbunden mit der Spendensammlung für Weihnachten statt. (Predigt Psarrer May.) Um 11 Uhr Nindergottesdienst. Montag abends um acht Uhr Zusammenkunft im Sonderzimmer deS Hotel Erzherzog Johann. Zu gleicher Zeit die Jungtnann-schaft Scharfenau im Gemeindesaale. DienStag nach- Aber auch sonst ist des Jahres letzter Mond für ge-wohnlich derjenige, der der Ausübung regelrechten Wintersports freie Bahn schafft. Schlitten, Schlitt-schuh und Schneeschuh kommen zu ihrem Rechte und ermöglichen ei» fröhliches, gesundheitsförderndes Tummeln in freier, winterlicher Natur; denn auch der Winter hat seine jahreszeitgemäßen Genüsse und seine landschaftlichen Schönheiten, die sich nicht zum letzten in der Über dreiviertel Stunden dauernden Dämmerung kundtun. Die Freude, mit der unser Monat weit und breit willkommen geheißen wird, darf uus deshalb keineswegs Wunder nehmen, denn sie wurzelt, wie wir gezeigt haben, in vielfachen Gründen und Ursachen. Mag daher der Dezember in seinem Auftrete» »och so winterlich sein, er? wird uns in keiner Weise überraschen. Wir verstehen seine weiße und kalte Poesie voll und ganz zu würdigen. Seine ganze Art ist uns darum nicht minder sympathisch, als die eines lieblichen Früh-lingS- oder Sommermonats. Auch des Jahres letzter Mond ist uns ein lieber, gern gesehener Gast. Wir schließen unsere Monatsbetrachtung mit den Worten: Ist auch dem Licht das Schwert entschwunden. Das Strahlenschwert — eS holt'S zurück! Nach trüben, winterlichen Stunden Grüßt wieder uns der Sonnenblick! Und wenn auch weiß die Flocken gleiten Und alle Welt liegt stumm-verschneit: Vorüber wirst auch du bald schreiten Frostkündende Dezemberzeit! MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S«»»tagsöeilage der „Neutschen Macht" t» killt. _ Nr. 49 .Die ©übmort" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der »Deutschen Wacht". — Einzeln ist »Die ©üdmarf" nicht käuflich 1910 Geselligkeit und Kausftauensorgen. Wir sind schon wieder mitten drin im gesellfchastll« chea Trubel. Die Souper» und musikalischen Tee», die festlichen Jausen und die amüsanten Fire o' clocks beginnen sich ,u einem frohen Reigen aneinanderzureihen. Graziöse, winjige Jourkärtchen und prätentiösere Souper einladungen flattern in« Hau». Die Nachmittag»- und AuS der illustrierten Modenzeitschrift „Wiener Mode". Abendtoiletten sind gerüstet und die Salon» erstrahlen, von den garstigen, grauen Hüllen der Sitzmöbel befreit, in jenem frischen, nach Sauberkeit duftenden Reiz, der noch etliche Wochen nach der Herbstkampagne de» „Gründ-lichmachen»' vorhält. Die.Enthüllung" der Polstermöbel, da» ist da» Zeichen zur Ouvertüre der winterlichen Ver-gnügungen, die die Faschingsfeste einleitet. Mit diesem Enthüllen, da» der anstrengenden Generalsäuberung folgt, ist die vorbereitende Arbeit zur rauschenden, betörenden Symphonie der geselligen Freuden noch nicht erschöpft. Bon Jahr zu Jahr ist die mondairie Hausfrau mit wach-sendcr Sorgfalt darauf bedacht, von ihrem Salon jede Spur von Nüchternheit und Konvention abzustreifen, die ihm etwa noch anhaften mag. Wir leben im Zeitalter der .Persönlichkeit" und da» soll auch die Wohnung kundtun. Da» Haschen nach einer persönlichen Note, nach persönlichen Effekten hat den Tapezierersalon früherer Jahre in ein reizende», anheimelnde», aparte» Milieu gewandelt, dessen Eigenart immer wieder neu belebt werdln muß, soll sie nicht erstarren und — wa» so »erhabt ist — banal werden. Dazu kommt noch, daß die moderne Wohnungskunst und die Mode mit ihren fluktuierenden Erscheinungen an Sitten und Gewohnheiten manche Konzession fordert, die erfüllt werden muß, wenn man auf die Bezeichnung comme il saut Anspruch erhebt. Die Frage .Tee" oder »Kaffee" beunruhigt seit einigen Iahren die zur Gesellschaft gehörenden Gemüter. Man vermesse sich nicht, diese Fragt durch ein mitleidige» Lächeln al» bedeutungslos und kleinlich zu verurteilen. E» handelt sich bei dieser Frage nicht allein um die Berschie» denheit der leiblichen Genüsse, die damit verbunden find, sondern um mehr, viel mehr: um die Stimmung, die die Empfangsräume athmen müssen, um den Stil de» Arran-gement», um die Originalität de» Wohnung»^ und Tafel' schmucke». Der Tee ist nur im Salon heimisch, wo er im Gefolge pikanter Delikatessen und erlesener Näschereien an kleinen ambulanten Tischen kredenzt wird. Der Kasse« dagegen hat sich, einer ererbten Tradition gemäß, da» Speisezimmer erkoren, um dort am großen, schön gedeckten W! Aus der illustrierten Modezeitschrist .Wiener Mode". Tisch behaglich getrunken zu werden, begleitet von einer beruhigenden Fülle duftender, einladender Bäckereien. Tee und Kassee, beide also verursachen der Hausfrau manche» Kopfzerbrechen, da« oft zu artigen und geschmackvollen Ueberraschungen führt. Aber auch da» Souper und der abendliche Tee sind Sorgenkinder der Hausfrau. Auch sie flehen einander ver« 2 schiedenartig gegenüber, auch sie bürden dir Hausfrau die wohldurchdachte Lösung manchen komplizierten Problem» auf. Bei alle» diesen Veranstaltungen muß auf die Be< haglichkeit, d.i» Sichwohlfilhlen der Gäste Gewicht gelegt, e» darf aber anderseits der Einheitlichkeit nicht vergessen werden, die da» Kriterium der vornehmen, der Zweckmäßigkeit entströmenden Wirkung ist. Fordert bei Five 0' clocks und abendlichen Tee» mehr da» stimmungsvolle Milieu de« Salon» die Arrangemtalente der Hausfrau heraus, so ist e» bei Jausen und Souper» der gedeckte Tisch, in dessen Anordnung die Hau«frauenforgen kulmi-nieren. Der Tisch soll elegant, opert und der Gelegenheit entsprechend dekoriert werden. Ist die« nicht eine Aufgabt, die an die Kombination, den Geschmack und den Geist gleiche Anforderungen stellt? Wohl führt da» moderne Kunstgewtlbe un» eine so reiche Auswahl an Tafeldekora-tionen vor, daß man mit Hilfe dieser neuesten Erzeugnisse manche Wirkung er)UIcn kann, die den altmodischeren Ge-räten versagt ist. Aber nicht nur, daß viele Hausfrauen zu Neuanschaffungen nicht Gelegenheit haben und daher Effekte durch andere Mittel ersinnen müssen, auch die modernen Tafelstücke können nicht ohne weitere Vorberei tungen in» Treffen geführt werden. Der Tisch selbst muß eigenartig und geschmackvoll gedeckt und verziert werden um al» stilvoller Rahmen all den Herrlichkeiten zu die« nen, die er zu tragen bestimmt ist. E» wird den Haus-frauen gewiß sehr willkommen sein, zu vernehmen, daß die „Wiener Mode", die ja stet» bemüht ist, den Frauen die Sorgen zu erleichtern, in ihren neuesten und auch in vorhergehenden Heften einige wunderhübsche kostspieliger und einfacher arrangierte Tische mit erläuternden Beschreibungen reproduziert hat, die die Aufmerksamkeit aller Hausfrauen verdienen. Um uusere Leserinnen mit dem Reiz dieser Tische ein wenig bekanntzumachen, geben wir hier zwei Modelle wieder. Wir sind überzeugt, daß diese Tische den erfinderischen Frauen manche Anregung zu ge-lungenen Ueberraschungen lieber Gäste bieten werden. Gisele. senden, al« drohten auch seinem HerzenSglück Wiuterstürme, die, gleich dem eisigen Geselle», der über seinem Haupt dahinzog, al« wollte er vernichten, wa« ihm in den Weg kam. zerstören, wa« an Hoffnungen und heimlichem Glücks-erwarten in seiner Seele gekeimt. Klarer und deutlicher drang in sie der Gedanke: Sie hat mit dir gespielt. — Sie ist nicht besser al« die andern. Nun hat sie plötzlich einen gefunden, der ihr besser gefällt. Sie erachtet e« auch nicht 'mal der Mühe wert, dir durch ein paar Zeilen ihre Absage zum Ball mitzuteilen. Sie wird bei deinem Eintreffen einfach durch da« Mädchen eine Entschuldigung vorbringen lassen, und, sobald du fort bist, im töte älö te mit jenem anderen dich verraten. Zorn und Empörung rangen in Winke mit dem Schmerz der Enttäuschung. Er beschloß, garnicht bei Thea vorzufahren, verwarf die« aber bereit« im nächsten Augen blick wieder. Nein, eö war besser, er überzeugte sich, wie e« dort stand, am sicheisten und daher ratsamsten war e«, wenn er ziemlich viel später eintraf. Oberlehrer« waren dann fort; Thea erwartete ihn dann nicht mehr und er würde sie überraschen auf offener Szene..... „Ich traf eben Winke," erzählte währendde« daheim der Oberlehrer, inde« er sich die Serviette vorband, denn man saß bei der Mittagstafel. «Er erkundigte sich, wie Ihr Euch mit dem Wetter, bezüglich de« Feste«, abfändet und ich sagte ihm gleich, daß Thea nicht mit «olle, fall« sie nicht noch von der verrückten Idee abläßt.' Dabei zwinkerte der Sprecher zu dem jungen Mädchen hin, da» dem kleinen Rndi, Oberlehrer» Einzigen, die Suppe einlöffelte, aber nicht aufsah. Frau Luise aber, deren lebhafte« Temperament sie leicht fortriß, flüsterte dem erstaunten Gatten zu: „Ueberrede Thea nicht, sie bleibt die»mal bei Rudi. Ich glaube, Winke hat Feuer gefangen. Da ist e« gut, wenn sie sich ihm rar macht, den» Trennung facht die Flamme an.' Thea Gutmann war offenbar ganz bei ihrer Ausgabe, Rudi die Suppe verzehre» zu lassen. Um den kleinen vollen Mund lag ei» eigenwilliger Zug, der verriet, daß die Besitzerin durchzusetzen verstand, wa» sie wollte. Hinter der glatten Stirn, darüber sich prächtige» kastanienbraune« Haar krauste, aber zuckle der Gedanke: Winke weiß also bereit«, daß ich nicht zu Präsident« will, so brauche ich ihn nicht zu benachrichtigen. Ich denke, er wird trotzdem herkommen, und zwar — absichtlich verspätet! Winterstürme l Kalt überrieselt e« un» bei dem Wort. Nicht im leichten, luftigen Gewände de» Frühling» mit sonnengoldenem Saum, auch nicht im grauen, regennaffen de» Herbste» kommt sie daher, die Windbraut. E» starrt ihr Kleid unter ihrem eisigen Hauch, > vn Rauhreif ihr fliegende» Haar. Wo sie hinkommt erstarren die Gewässer, bedecken sich die Scheiben mit glitzernden Eisblumen. Glücklich, wo hinter den gefrorenen Fenstern Wärme, Licht und Luft atmet, wo rauschende Klänge, lachende Stimmen, wo blitzende Augen und rosige Wangen die Wetterunbil-den vergessen machen — erzählen, daß e« wonnig ist zu leben. Der Rat Winke bedürfte heute seiner ganze» Selbst-zucht, um den Ausführungen de» Herrn Bürgermeister» in einer dringenden Angelegenheit volle Aufmerksamkeit zu widmen. Die Ungewißheit, wa» werden würde, marterte ihn nicht wenig. In seinen heiligsten Gefühlen getroffen, gewann feine cholerische Ader die Herrschaft über ihn. Am Ende war fein Kollege HermSdorf gar sein Nebenbuhler bei Thea. Der albcrne Laffe hatte sich ja mit den Gut-mann» angefreundet und war heule in auffällig trium-phierender Stimmung. Gut, brach sein erträumte» Glück wirklich um diese« Menschen willen zusammen wie ein Karlenhau«, überraschte er die beiden im töts & töte, so blieb ihm »venigsten« die Genugtuung, daß die Treulose durch sein plötzliche« Hinzukommen düpiert war. Ein trau-riger Triumph freilich gegenüber der Tatsache, daß seine Gefühle für Thea durch ihren Widerstand sich zu rasen-der Leidenschaft steigerten. Unter solchen Empfindungen fuhr der Rat eine halbe Stunde nach der festgesetzten Zeit, in einer Miet«droschke der Gutmannfchen Wohnung zu. Wie Hohn erschien ihm da« Bukett von Veilchen und Rosen in seiner Hand, da« er für seine HerzenSdame in der Blumenhandlung bestellt gehabt. E« zuckte ihm die Hand, e« zum Wagenfenster herauszuschleudern. Zum Glück hielt in diesem Augenblick der Wage?, und verhinderte somit sein Vorhaben Eine Minute später stand er vor der Etagentür; da« Bukett in der Erregung de« Augenblick« hoch haltend, erschien er in Haltung und Mienen dem Engel Gabriel 4 gleich, al« er mit dem Schwert da« sandig« Menfchenpaar au« dem Garten Eden vertrieb. Gleich dcr Posaune de« jüngsten Gericht« gellte die Klingel durch daS Hau». Drinnen flog eine Tür auf; ein leichter Fuß nahte, begleitet von dem leisen Rauschen eine« festlichen Gewände«. In da« Oeffnen der Korridortür hinein scholl silberhelle« Lachen — Thea Gutmann in reizerder weißer Balltoilette, stand taufrisch und mit holdem Erröten vor dem Gast. .Willkommen, Herr Rat!' sagte sie strahlend. .Ach, die schönen Blumen, tausend Dank.' Auf diesen Empfang war der Ankömmling nicht vorbereitet. Zwischen Entzücken, Erstaunen und heftiger Verlegenheit stammelte er: .Fräulein Thea, ich — ich bitte tausendmal um Verzeihung, daß ich jetzt erst komme, allein. . . . Mein Gott, wie geht da« zu? Ihr Herr Bruder sagte mir doch heute mittag. Sie wollten nicht zum Ball, und da — da — Ohne daß er selbst e« wußte, wir der Rat dem Mädchen in da« Zimmer gefolgt. Mollige Wärme schlug ihm entgegen und Hyazinthenduft; die roia verschleierte Lamp« verlieh dem Raum «in magische« Dämmerlicht. Traumhafte« Schweigen herrschte; nur da« Ticken der Uhr unterbrach die Stille und zuweilen hörte man dtn Wind vorübersausen. Der Rat fuhr sich über die Stirne — ein Stübchen, so still und traut, wie «r e» wohl in seinen Träumen ersehnt. . . . „ES ist schon richtig, ich hab'« gesagt," meinte Thea indes sie nach Mantel und Kopfhülle langte. »Ich wollt' Ihnen auch schreiben, aber da erzählte mein Bruder, daß er Sie bereits gesprochen. Etwa» ander» hätte mein« Räch-richt nun wohl gelautet — * „Und wie denn, Fräulen Thea?' Der Rat hielt ihr den Mantel berett! doch merk« würdigerweise kam e« nicht dazu, daß er ihn thr um-hängte. Ihre Augen hatten sich begegnet und plötzlich ent-glitt der Mantel seiner Hand, denn diese legte sich um Th«a Gutmann» Taille. .Wie hätte die Nachricht gelaultt. Thea?" flüstert« rr in d«r Ahnung feine« großen, großen Glücke». Sie senkte die dunklen Wimpern. „Ich wollt« Ei« bitten, mich abzuholen, wenn mein Bruder und seine Frau bereit« fort wären — „Ah ... wollten Si« doch zum Ball?'-»Aber gewiß. Nur nicht in Gesellschaft von Fritz und Luise. Ich — ich hatt« e« mir so schön gedacht — zu zweien. . . ." „Ich auch," sagte der Rat in auSbrechendem Jubel und zog sein wiedergefundene» Glück fest an sich und küßte die Lippen, die sich ihm zärtlich entgegenneigten. Ob draußen auch Winterstürm« tobten, sie achteten ihrer nicht in der Seligkeit ber Stunde. E« geschah alle», wie der Rat e» sich gewünscht. Still war e» im Raum, so still, daß er dem Schlag ihre« Herzen zu lauschen vermochte und küssen von ihren Lippe» da« Geständnis: „Ich liebe dich. " praktische Mitteilungen. Weißes und farbige« Se idenband zu rei« nigen. Da» Band wird in ein mit Spiritu» gefüllte« Gefäß gelegt und zwischen den Fingern gerieben: dann läßt man den Spiritu», ohne da» Band au?zuringen, ab-tropfen. Dann behandelt man in gleicher Weise da» Band mit Petroleumäther, legt e» auf ein Leinentuch und hängt e» noch fünf Minuten im Zimmer zum Trocknen auf: nach zwei Stunden wird e» link» geplättet. Um Rost i u entfernen, legt man den betref-senden Gegenstand in Petroleum. Weiter wird da» Ein-legen in konzentrierte Zinnchlorürlösung empfohlen. Je nach d«r Dick« der Schicht läßt man 12—24 Stund«n eln-wilkt», wäscht dann mit Ammoniak und schließlich mit Wasser. Hierauf trocknet man schnell und gründlich ab. Derart behandelte» Eisen bekommt einen mattstlbernen Glanz. Nach d«m Waschen mlt Wass«r kann man uoch mit Sodaseifrnlösung behandeln und mit Alkohol und Putzkreide polieren. Haltbarmachung von Holzgefißen. Um Holzgefäße haltbar zu machen und vor dem Eindringen von Flüssigkeiten in die Holzporen und vor der damit verbundenen Zerstörung de» Holze» zu schützen, hat sich eln Harzfirnl» bewährt, der au» 1 Kilo Schellack, 125 Gramm Kolophonium, 125 Gramm venetianischen Ter-pcntin und 6 Liter Spiritu» hergestellt werden sann. Die Harze werden zusammengeschmolzen und die noch flüssige Schmelz« mit d«m Spiritu» Übergossen. Für Holgefäße, die zur Aufbewahrung heißer Flüssigkeiten dienen sollen, eignet sich dieser Anstrich natürlich nicht, da der Harzsir-ni< b«l 70 Grad 6. anfängt zu erweichen. Honig al« Schlafmittel. Vor dem Schlafen' gehen sollte man regelmäßig 1—2 Kaffeelöffel Honig zu sich nehmen, da derselbe blutbildend, nahrhaft und für nervöse Menschen ungemein beruhigend ist und wohltäti-gen Schlaf bewirkt. Wer den Honig nicht allein für sich genießen will, kann ihn auf ein Stückchen Semmel oder Weißbrot streichen, oder denselben mit Milch oder Kaffee trinken, da ersterer stet» gute Wirkungen erziehn. Nummer 96 Sjeuiia,e Wacht Seite 3 mittag 4 Uhr Arbeitsstunde des Frauenweines mit Vortrag des Pfarrers May über „Frauenberufe". Mttwoch abends um 8 Uhr Redeabend über das Thema: „WaS tut unserem Volke not". Freitag um 8 Uhr Probe des Kirchenchores. vom Südbahndienste. Versetzt wurden u. a.: Leo Grall, Beamtenafpirant, von Wien nach Marburg; Paul GardeiS, Resident, von Pettau nach Graz; Emil Domes, Adjunkt, von Innsbruck nach Pettau; Johann Felber, Resident und Karl Skala, Adjunkt, von Marburr nach Wien; Jng. Josef Felber, Maschinenadjunkt, von Marburg nach Linz; Karl M erganz, Beamtenaspirant, von Wien nach Marburg; Franz Stadlbauer, Revident, rwn Bozen nach Marburg und AloiS Novak, Assistent, von Mar-bürg nach Mürzzuschlag. vom Iustizbienste. Der Bezirksrichter Dr. Josef M o 11 n i f in Cilli wurde zum LandeSgerichts-rat ernannt. Ernennung. Wie wir hören, wurde der Sekundarar t am Krankenhause in Graz Herr Dr. Ferdinand Kunei zum Primararzt am Kranken-hause in Windischgraz ernannt. Sübsteiriscber Deuscher Lehrerverein. Am 8. d. MtS. findet im Deutschen Hause eine Hauptversammlung des Südsteir. Deutschen Lehrer-Vereines mit folgender Tagesordnung statt: 1. Tätig-kcitsbericht des Ansschusses; 2. Bortrag des Land-tagsabgeordneten Anton Otter aus Graz: „Die Ge-haltSsrage im Reichsrate und im Landtage" ; 3. Neu-wählen; 4. Anträge und AllsälligeS. Für das gemütliche Beisammensein nach der Versammlung wurde das Hausorchester des Cillier Männergesangvereines gewonnen. Deutscht Gäste sind herzlich willkommen. Liedertafel. Morgen Sonntag den 4. d. M. veranstaltet der Männergesangverein „Liederkranz" im Deutschen Hause unter Mitwirkung der Cillier MusikvereinSkapelle seine satzungsmäßige Herbstlieder-lasel. Die Vortragsordnung ist folgende: 1. .Land und Leut", Männerchor im steirischen Volkston von Franz Blümel. 2. „Das Sträußchen", Männerchor von Johann Niemttz. 3. „Ich grüße dich, herrlicher Elbestrand l", Männerchor mit Baritonsolo von M. Pleyer. Bariton: Vereinsmitglied Herr Fi^tz Schweyer. 4. „Blauäugelein", Männerchor von L. Fr. Großbauer. 5. „Därf i 's Diandl liab'n?", Männerchor im steirifcheu Volksion von Franz Blümel. 6. .Mein Rößlein, der Friedel", Männer-chor von Adolf Kirchl. Iulseier des Deutschnationalen Hand-lungsgehilfenverbanbes. Wie wir bereits mitgeteilt haben veranstaltet am 8. d. Mts. (Feier-lag) die Ortsgruppe Cilli des Deutschnationalen Handelsgehilsenverbandes in Store im Gasthofe des Herrn Lokoschek eine Familien-Julseier. Der äußerst rührige, vorbereitend« Ausschuß gibt sich alle Mühe, diese völkische Feier zu einer recht gelungenen zu ge-stalten. Es soll der Geist der Iulzeit die wackeren Mitkämpfer von Store mit der deutschen Jungmann, ichaft CllliS für einige Stunden vereinen, um sich in echter deutscher Gemütlichkeit im Bannkreise des Iulbaumes zu vereinen, sich zu ergötzen, aber auch treue Waffenbrüderschaft zu schwören sür alle Zeiten. ES soll ein echter Familienabend werden, der jedem etwas bieten wird. Klavier-, Gesang- und Musik-vortrüge, Julrede, Verleitung der Julwidmungen nnv vieles andere stehen aus dem reichhaltigen Pro-gramme. Wir ersuchen nochmals, von den Jul-Widmungen recht ausgiebig Gebrauch zu machen. Die Einladungen an die deutschen Vereine werden bereits ausgeschickt. An Einzelpersonen werden Ein-ladungen nicht versendet und eS gilt diese Notiz als Einladung für jeden Deutschen. Die Deutschen Stores baben den Entschluß der Ortsgruppe, die Iulseier diesmal in Store zu seiern, freudigst begrüßt und wir hoffen, daß die Deutschen EilliS am 8. d. Mts. recht zahlreich sich in Store einfmden werden. II. Kammermusikabend Der am DienS-lag, den 6. Dezember IS 10 um 8 Uhr abends im kleinen Konzert-Saale des Deutschen Hauses statt-sindende Kammermusikabend macht es sich zur Aus-gäbe, die Cillier Sonzertbesucher mit einigen hervor-ragenden Werken der modernen auSländifchen Kam-mermusilliteratur bekannt zu machen. Die zur Aufführung gelangenden Werke: Trio in FiS-Dur von Wols-Ferarri; Cellosonate von Cesar Franck, Streichquartett in A-Dur von Alexander Borodin, sind sür Cilli durchwegs Neuheiten. ES dürsten da-her auch einige Mitteilungen über die Personen der Komponisten von Interesse sein. — Erman no Wolf-Ferrari, geboren am 12. JSnner 1876 zu Venedig, als Sohn eines Deutschen und einer Italienerin, war in der Musik Autodidakt, bis er 1893 Schüler RheinbergerS in München wurde. Er hielt jedoch bei diesem strengen Zuchtmeister in der kontra . pnnktischen Kunst nicht lange auS. 1895 nach Italien zurückgekehrt suchte er eigene Wege zu waudeln und sein Talent an den Werken der italienischen Ton-kunst zu erziehen und zu bilden. Seit 1902 ist er Direktor des städtischen Konservatoriums zu Vene-dig. Großen Erfolg hatten die; Chorwerke Snlamith, La vita nuova, die Oper „Die neugierigen Frauen". Die einaktige Oper „SnsannenS Geheimnis" wird jetzt mit größtem Erfolge in Graz und Wien auf-geführt. Der Belgier Cesar Franck. (geb. am 1t). Dezember 1822 zu Lüttich, gestorben zu Paris am 9. November 189O) ist für die neuere französische Musik eine epochemachende Persönlichkeit. In ihm verkörpert sich die bewußte Hinwen-dung auf die Pflege reiner Instrumentalmusik. Er bildet das Haupt der jung-französischen Schule und gilt als Schöpfer einer selbständigen französischen symphonischen Kunst. Cesar Franck schus außer einer Reihe von Kammermusik- und Orgelwerken mehrere Oratorien (darunter am bekanntesten: „Die Selig-preisungen"), mehrere symphonische Dichtungen, Symphonien und zwei Opern: Hulda, Ghiselle. Einige größere Werke sind noch nicht veröffentlicht. — Alexander Porfiriewitfch Borodin, geb. am 12. November 1834 zu Petersburg, gest. daselbst am 1. März 1887, studierte Medizin und Chemie, wurde ordentlicher Prosessor an der kaiser-lichen Akademie in Petersburg, wirklicher StaatSrat u. s. w. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Borvdin ein eifriger Musiker. Vorsitzender des Petersburger Vereines der Musikfreunde und einer der Hauptvertreter der jungrussischen Schule (Bala-kireff, Glazunow, Rimsky Korsakow). Seine Haupt-weite sind außer mehreren Kammermnsikwerken, zwei Symphonien, eine symphonische Dichtung: .Steppenskizzen aus Mittelasien" und eine Oper „Fürst Jqor" (1890 in Petersburg ausgeführt.) — Kartenverkauf an der Abendkasse: Saalsitze sür Mitglieder 1 K, für NichtMitglieder 2 K. Stehplätze 60 Heller. Cillier Wärmestube. Der kalte Winter ist da, die Zeit in welcher viele der die städtischen Volksschulen in Cilli besuchenden Kinder in der Mittagszeit ohne warme Rost und ohne Unterkunft«-ränme ans ver Gasse frierend und hungernd ausharren müssen. Seit dem Jahre 1884 ist es, dank des Wohltätigkeitssinnes und der Mildherzigkeit der Be-wohnerschast von Cilli gelungen, durch Errichtung einer Wärmestube, deren Leitung opferwillige Frauen vorstehen, diesen armen Kindern Nahrnng und Unter-kunft zu verschaffen. Das Frauenkomitee dieser WohlsahrtSeinrichtung gestattet sich, wie alljährlich, so anch Heuer an die Opferwilligkeit und Mild-Herzigkeit mit der Bitte heranzutreten, durch Widmung von Geldunterstützungen oder LebenSmitteln die Be-strebnngen dieser WohlsahrtSeinrichtung zu fördrn, Spenden an Geld und LebenSmitteln werden ent-gegengenommen bei Frau Betty Rauscher in der Adlerapotheke in Cilli. Gespendet haben neuerlich: Majolikasabrik Schütz Liboje 300 Suppenschüsseln, Thonwarensabrik Sonnenberg Teutschenthal 100 Suppenschüsseln mit der liebenswürdigen Erklärung bei Bedarf weitere zur Verfügung zu stellen. Herr Dr. v. Jabornegg 20 Kronen, Herr Max Rauscher 20 Kronen, Herr kaif. Rat Carl Traun 20 Kronen, Herr Achleitner Brot, Frau Altziebler Kraut, Frau Fiedler 5» Kronen, Herr Rebenschegg Schwarte!. Unbenannt Fisolen und Würsteln. Herzlichen Dank! Diebstähle beim Andrämarkt. Wie alljährlich so kam es selbstverständlich auch beim letzten Andrämarkte zu zahlreichen Taschendiebstählen. Die Taschendiebe scheinen sich gerade auf einer Gast-spielreise befunden zu haben, um nach Beendigung deS Jahrmarktes wieder bei einem anderen Markte ihre Kunstsertigkeit zu zeigen. So wurde der Be-amtensgattin Maria Wustinger in äußerst frecher Weife ein Geldtäschen mit einem Inhalte von 25 Kronen aus der Tasche ihrer Winterjacke ent-wendet. Sie merkte es sofort, wie jemand in ihre Tasche griff und ihr das Geldtäschen entwendete, war aber derart in Aufregung und Verwirrung, daß sie ruhig zusah, wie sich der Taschendieb entfernte. In ähnlicher Weife wurde auch beftohlen Maria Skok, Grundbesitzerin in Kappeldorf, Gemeinde St. Paul bei Pragwald um ungefähr 20 Kronen, Amalia Tominz, StationSdienerSgattin in Cilli um 7 Kronen, Matthias Supar, Grundbesitzer in Großpireschitz ebenfalls um 7 Kronen. Noch viele andere Per-sonen sind diesen stechen Dieben zmn Opfer gefallen, die aber nicht die Anzeige erstatteten. Von den Tätern fehlt bis jetzt noch jede Spur. Die Wünsche der gerichtlichen Der-tragsbeamten. Das Reichspräsidium und die Obmänner der Landesvereine der gerichtlichen Ver-tragsbeamten sprachen unter Führung des Abg. Hos- rateS Skedl bei dem Justizminister Dr. von Hochen burger mit der Bitte vor. die Ernennung der dre Jahre dienenden Kanzleigehilfen zu Offizianten zu verfügen und die Regelung des PrüfungSwesenS derart einzurichten, daß diese Prüfungen nicht nur bei den Oberlandesgerichte», sondern auch bei den Landesgerichten abgelegt werden können. Der Justiz-minister erklärte, die zweite Forderung in eigenem Wirkungskreise unverzüglich erfüllen zu wollen, währeud er bezüglich der ersten Forderungen sich noch mit dem Finanzminister ins Einvernehmen setzen mü»e. Falls von dieser Seite ein Widerstand nicht erhoben wird, so werde er auch diese For-derung ehestens erfüllen. Ein Abend im Reiche der Illussion. Der am 1. Dezember im Denlfchen Hause stattge-fundene Abend war in jeder Beziehung erstklassig. Man unterhielt sich vortrefflich bei dem abwechslungS-reichen Programme, das nahezu endlos war. Auch aus dem Gebiete der Vortragsknnst und im Gedan-kensehen leistete Herr W i n t h e r r y nur Bestes. Das sehr zahlreich erschienene Publikum kargte nicht mit verdientem Beisalle und wurde mit reizenden Blumenspenden reich bedacht. Dein Künstlerpaare rufen wir zu „Auf Wiedersehen". Konkurs. DaS KreiSgericht Cilli bat die Eröffnung deS kaufmännischen Konkurses über das Vermögen des Matthäus Pirtovschek, protokollierten Kaufmannes und Realitätenbesitzers in Neuhaus, bewilligt. LandeSgerichtSrat Dr. Adolf Rofchanz in Cilli wird zum Konkurskommissär, Advokat Doktor Anton Bozic in Cilli zum einstweiligen Massever-walter bestellt. Der „Narodni dnevnik" über Doktor Povalej. Dieses „liberale" Slowenenblatt schreibt bei Besprechung der Tätigkeit der slowenischklerikalen Abgeordneten: „Daß Dr. Povalej nicht versolgt wurde und daß dieser Mensch, der der slowenischen Beamtenschaft mit seinen Käusen und Manscheiler-angelegenheiten keine Ehre macht, zurück nach Mar-bürg kommt, ist die einzige Erungenschast der slowenisch - klerikalen Abgeordneten im Lause vieler Jahre." Die Grazer Gemeinderatsergänzungs wählen wurden mit der Wahl auS dem ersten Wahlkörper abgeschlossen. Bon 2596 Wahlberechtigten des ersten Wahlkörpers sind zur gestrigen Wcheinungen (das Mädchen beklagte sich über — angeblich — arge Verkühlung uud deren Folgeerscheinungen) wurde sie von dem RevisionSarzte einer eingehenden Untersuchung unter-zogen und ihr unter den vorgeschriebenen Maß-nahmen die direkte ununterbrochene Weiterreise ge-stattet, gleichzeitig aber der Gemeindevvrstand in St. Paul von der Ankunft der verdächtig Erkrankten drahtlich verständigt und ersucht, das Mädchen zu übernehmen, den Angehörten zuzuführen und eS so» Deutsche Wacht gleich unter ärztliche Beobachtung stellen zu lassen, über da» Ergebnis aber Mitteilung machen zu wollen. Da der RevisionSarzt nach Verlaus der ge-botenen Frist keine Nachricht erhielt, wurden weitere amtliche Erhebungen gepflogen, die daF unglaubliche Ergebnis zeitigten, daß der Gemeindevorsteher wohl das Telegramm erhalten, es aber, «eil eS in deutscher Sprach« abgefaßt war, al» angeblich unverstanden — beiseite gelegt hat. Er hat somit, nur um seinen Deutschenhaß zu befriedigen, sich selbst und seine Gemeilldeangehörigen der Gefahr einer Choleraer» krankung ausgesetzt. Begreift schon der Umstand, daß eine Amtsperson eine telegraphische amtliche Zu-schrist, selbst wenn sie in fremder Sprache versaßt, einen argen Mißgriff, denn zum Privatvergnügen telegraphiert keine Behörde, so stellt sich die Tat noch ganz anders dar, wenn der Empfänger, wie die» der Fall ist, der Sprache, in der das Tele» gramm verfaßt war, also deutsch, vvllkommcu mächtig ist. Welckzes unabsehbare Unheil hätte dieser ver-biffene Deutschenhaß im Gefolge haben könn.n! Nur als Zufall kann e» bezeichnet werden, daß die Choleraverdächtige glücklicherweise nur choleraver-dächtig uud nicht choleraerkrankt war. Es märzelt". Ein Bescheid der Bezirks-Hauptmannschaft Gänserndors verdient besonders namhaft gemacht zu werden. Diesem Bescheid gebührt nämlich daS Verdienst, die Maueranschläge der Süd-mark, die bisher unbehelligt geblieben waren, sür staatsgesährlich erachtet zu haben. Als anläßlich eines Volksfestes in Hohenau um Bewilligung der Plakatierung der Einladungen angesucht wurde, ersloß die Erlaubnis nur mit dem Vorbehalte, daß die Stellen „rohe Gewalt und slawische Anmaßung" gestrichen werden müssen. Zuviel der Borsarge! Wir alle wissen wie lammfromm die Slawen als Staatsbürger sind (Ausnahmezustand, Laibacher Exzesse). Da diese Verfügung auf eine strafbare Handlung (Aufreizung zu Feindseligkeiten, gegen fremde Nationalitäten) hindeutet, so hat die Haupt-leitung ausführlich Einspruch erhöbe», um das be-diugungslose Recht de» Plakatieren» zu erwirken. Wie ein Spanier unter die Bachern-räuber Kam. Vor einiger Zeit wurde bekanntlich das Drautal von einer ans Kroatien gekommenen Räuberbande heimgesucht und gebrandschatzt. Das überaus zahlreiche Gendarmerieausgebot, welche» zur Bekämpsung dieser Landplage ausgeboten wurde und Tag und Nacht durch die Bergwälder patrouillierte, griff unter anderen anch einen als Räuber verdächtige» Mann auf, mit dem man nicht» anzu-fangen wußte, da er weder deutsch »och slawisch noch sonst eine in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern übliche Sprache redete. Im Bezirksgerichte Mahrenberg. dem der verdächtige Fremde eingeliefert wurde, glaubte man nach langem Ueberlegen ans Italienisch schließen zu dürsen. ES wurde nun ein deS Italienischen kundiger Bahn-assistent als Dolmetsch herangezogen; aber auch dieser verstand die Sprache des Fremdlings nicht und schließlich gab er seiner Anschauung dahin Aus-druck, daß ihm der Fremde „spanisch" vorkomme. Dieser Meinung war auch da» Mahrenberger Be-zirkSgericht und e» sandte den Mann unter Be-deckuug und unter Begleitung des naturgemäß in-zwischen entstandenen Aktes nach Marburg. Trotz der mannigsaltigen Sprachkenntniffe, welche beim Marburger Gericht herrschen, wurde man auch hier au» dem Manne nicht klug, bi» man auch hier an da» „Spanische" dachte. Es wurde dort ein Advokatnrskonzipient gesunden, welcher in einer Zeit, da er sich noch nicht dem AnwaltSberuse widmete, spanisch gelerut hatte. Der kam mit dem Fremdling schon etwas weiter, wenn es auch da noch genug sprachliche Mühsal gab, welche der Advokaturskon-zipient damit erklärte, daß der rätselhaste Fremde einen schauderhasten spanischen Landdialekt spreche. Soviel war dem Spanischen des vermeintlichen Räuber» zu entnehmen, daß er 1875 in einem 30 Kilometer von einer .Stadt am Meere", Ponte-vedre, Provinz Galicien in Spanien, gelegenen Orte geboren wurde, im 17. spanischen Jnfanterie-Re-gimente drei Jahre gedient habe und im Vorjahre ziel- und arbeitslos von Spanien fortgewandert fei, ohne daß er wisse, durch welche Länder ihn lein Weg geführt habe. Gelebt habe er von erbettelten Almosen. Sei» Name sei Manuel LamaS. Der Richter gab ihm wegen Landstreicherei drei Wochen Zeit, sich im strengen Arreste von den Reisestrapazen auszurasten, worauf er wahrscheinlich der Obhut des spanischen Konsuls in Trieft übergeben werden wird. Neben dem Gerichtsakt ist in dieser Sache auch ein diplomatischer Akt entstanden, indem durch das Ministerium des Aeußern aus diplomatisch-m Wege beim spanischen Ministerium deS Aeußern hinsichtlich Nummer 97 der Angaben diese» Hidalgos Erkundigungen emge-zogen wurde», deren Beantwortung aber heuer nicht mehr zu erwarte» ist. Ein Bildchen von Tilli aus dem Jahre 1834. Im ersten Jahrgange der Steierm. Zeitschrift (Grätz 1834) gibt Joh. Gabr. Seid! in dem Aussatze: .Topographische Streiszüge" eine kleine Schilderung Cilli» und seiner Umgebung, die sür jedermann, der an dem Entwicklungsgänge unserer Stadt Anteil nimmt, nicht ohne Interesse ist. Wir lesen da: „Cillis schönstes Gebäude ist die Kaserne", welche ans der alten, unteren Burg hergerichtet worden ist. Das Magistratsgebäude, wozu ein angekausteS PrivathauS aus eine geschmack volle nnd zweckmäßige Weise verwendet wurde, das KreiSamtSlokal, das k. k. Gymnasium, dessen innere Zweckmäßigkeit weit hinter der gesälligen Außenseite zurückbleibt, sind sämtlich Gebäude, welche sich recht stattlich auSnehmen. Das gräfliche Thurn'sche Schloß (die Grasei), welches allen übrigen den Rang hätte streitig machen können, ist zur Hälfte noch unaus-gebaut, zur Hälfte schon baufällig. — Von den römischen Denkmäler» sind nur die wenigsten an den Ringmauern der Stadt angebracht, welche letzteren ohnedies größtenteils schon kassiert, oder zu Wohnungen und anderen Nutzungen verwendet worden sind. Die Mehrzahl der Römersteine (gegen 5«) findet man in und an Pirvathäusern, Kirchen. Garten-mauern usiv. eingemauert, oder schirm- und aus» sichtslo» hin- und hergeworfen, welcher bedaueruugs werten Indolenz gegen diese schönste, fast einzige Zjerde unseres Städtchens nur durch Ausstellung eines förmlichen Aedils (für dessen ^Notwendigkeit sich der Versasser dieses Aufsätze» schon anderwärts lebhast aussprach) abgeholfen werden könnte. Die alteDechantkirche l Pfarrkirche zum hl. Daniel), welche Fr. T s ch i s ch k a unter den demerkenSwerten Gebäuden anführt, hat als Gebäude wirklich nichts Merkivürdiges an sich, als ihre auffallende Unan» sehnlichkeit. Ihr hübscher Hochaltar aus Marmor, das tüchtige Werk eines italienischen Meisters, sticht gegen die dürftige Umgebung umso seltsamer ab. Wahrhaft sehenswert ist die Seitenkapclle, zwar nicht al» herrliches, aber doch als merkwürdiges, wegen feiner Grabsteine u»d einer langen gothischen Inschrift intereffantes Denkmal altdeutscher Baukunst. — Da» Minoritenkloster, welches im Jahre 1808 aufgehoben wurde, ist nunmehr an ZinSparteien ver-mietet, und dürfte, nachdem es lange genug unaus gebaut da stand, endlich «in ansehnliches Gebäude bilden. — Die Grasen von Cilli liegen daher auch nicht mehr daselbst begraben; wohl aber zeigt man 18 Totenschädel an der Rückseite deS Hochaltars der (aus der Hälfte der ehemaligen Klosterkirche herge-stellten) deutschen Kirche, hinter einem Glas-senster, darunter auch den durch einen Säbelhieb kenntlichen Kops des letzten Cillier Reichssürsten, Ulrich III. Ob sie sämtlich Gliedern dieser hochbe-rühmten Familie angehörten, läßt sich nicht bestimmen. Der Staffel desselben Altars bildet das sehenswerte Bruchstück eine» römischen Mosaikbode»». — Die schöne Kaserne wurde nicht neuerbaut, sondern, wie ich schon oben bemerkte, au» der alten unteren Burg zu diesem Zwecke vor beiläufig 30 Jahren umgestaltet, uiid ist gegenwärtig (1834) daS größte und ansehnlichste Gebäude von Cilli. Da» Schloß N e u - C i l l i ist zu entfernt, und der Weg dahin führt zu knapp läng» der staubigen Kommerzial< Hauptstraße, als daß e» den Cilliern, welche das Wort .nahe" in seiner engsten Bedeutung zu lieben scheinen, als Spaziergang dienen könnte. Rohitsch. (Gerädert.) Am 25. v. Mts. schritt der in Drevenik, Bezirk Rohitsch, wohnhaste Michael Colnaric hinter einem mit zwei Kühen be» spannten und mit Holz beladenen Wagen, den sein $)irt:, der 9jährige Franz Jancic, lenkte. Aus einem steilen Abhang rutschte der Knabe au» und fiel unter dm Wagen. Die Wagenräder gingen ihm über die Füße, so daß er schwere Brüche erlitt und in» Krankenhaus gebracht werden mußte. Gegen Colnaric wurden die gerichtlichen Erhebungen ein^ geleitet. St. Marein b. E. (Brandlegung.) Kürzlich brannte um 4 Uhr srüh daS Wohnhaus des Besitzers Gregor Pevec in RoginSkagorca bei St. Marein b. E. nieder, das unter anderen auch der Auszügler Andreas Kocevar bewohnte. Wie sich herausstellte, besorgte das Anzünden des Hauses Pevec selbst, nachdem er den Besitz um mehr als den zweifachen Wert kurz vorher versicherte. Er gab den im Hause wohnenden Kocevar als Brandstifter an, mit dem er wegen eines verlorenen Prozesse» in Feindschaft war, doch Pevec wurde von seiner im 5tuhstalle beschäftigten Magd bei seinem Treiben be-obachtet. Der sälschlich der Brandstiftung beschuldigte Nummer S7 Deutsche Wacht Seite 5 C5? 9 wenn Sie verschnupft, heiser, verschleimt sind und schwer athmen. Feller'« Fluid m. d. M. „Elsafluid". Wir überzeugten uns selbst bei Brustschmerzen, Halsweh ?c. von seiner heilenden, hustenstillenden, erfrischenden Wirkung. Probedutzend 5 Kronen, jwei Duhend 8 Kronen 60 Heller franko. Erzeuger uur Apotheker E. V. Feller in Slubiea, Elsaplatz Nr. 269 (Kroatien). Auszügler konnte seine Unschuld nachweisen, während die« dem Pevec nicht gelang, trotzdem er e« hart-näckig versuchte und die Magd der falschen Zeugen-aussage beschuldigte. Schaubühne. Zigeunerliebe. Der Sonnlag brachte uns wieder eine Operetten-Neuheit. Lehar's .Zigeuner-liebe". Die Operette erlebte kürzlich in Wien im Karltheater nicht umsonst ihre 300. Ausführung. Der schönen Musik LeharS liegt ein ganz gutes Libretto — bei der Operette müssen natürlich immer zwei Textschreiber sein — zu Grunde. Das Werk gibt jedem Darsteller Gelegenheit sich zu entwickeln. Es kommt hier sowohl der Ernst, wie der Humor zur Geltung, die Musik ist keine gewöhnliche leichte Opereltcnmusik, sondern eine wirklich schöne Musik. In dieser Operette findet sowohl der Sänger, wie der Schauspieler ein dankbares Feld seiner Tätigkeit. Bon denselben war jeder bemüht sein Bestes zu leisten. Besonders Frl. Salden fand als Zorica für ihr schönes Spiel und ihre einwandfreien Gesangsleistungen reichen Beifall. Der köstlichen Figur des Peter Drogotin kam die drastische Komik des Herrn W a l l n e r sehr zu statten. Stürmische Hei-terkeitSausbrüche erweckte Herr Spi egel (Kajetan) und Frl. Frida Sapps (Jolan) in der Szene mit dem Kinderwagen im zweiten Akte. Frl. Sappö, die früher nur im Chöre wirkt?, beginnt sich als ganz gute Soubrette zu entpuppen. Herr Rosen (Joczi) sang und spielte wieder sehr gut. Fräulein Frank war eine flotte Ilona und fand gleichfalls Beifall. Bei Herrn Gollmer, der übrigens stimmlich gut ist, will eS mit dem Spiel nicht recht vorwärts.. Neben diesen machten sich noch Herr C z e r n i tz (Wirt), Herr Stöger (Mosch«) und Frau Czer-nitz (Amme) verdient. Die Chöre waren gut ein-studiert. Herr Kapellmeister Hager verdient für seine musikalische Leitung volles Lob. Herichtsfaat. Rauferei nach einer Jagd. Nach der am 16. Oktober bei Fraßlau veran-stalteten Jagd kamen mehrere Jäger, darunter auch der Jaadansseher Markus Kotnik im Gasthause des Joses Grabt in Fraßlau zusammen. Kotnik zer> stritt sich mit Johann Dobrisek und sagte, er werde ihn gerade so unter daS Dach bringen wie zwei andere Gäste. Der Gastwirt wollte eine Rauferei verhindern und brachte den Kotnik in das andere Zimmer. Dobrisek ging mit anderen Gästen fort und tras im Markte den Kotnik, schlug ihm über den Kopf und versetzte ihm einen derartigen Stoß, daß Kotnik ohnmächtig zu Boden siel. Dobrisek nahm nun noch das Gewehr und schlug es dem am Boden liegenden Kotnil über den Kopf und zwar so heftig, daß dasselbe zerbrach, Dobmck wurde zu einer viermonatigen Kerkerstrafe verurteilt. Ein Messerheld. Im Gasthaus« deS Ludwig Jastrobnik in St. Florian b:i Mißling geriet der Taglöhner Bartlmä Kamensek mit Michael Ledineg in einen Streit, in dessen Verlause Kamensek aus dem Gastzimmer ins Freie gesetzt wurde. Dies ließ er sich nicht gefallen und kehrte deshalb sogleich wieder iuS Gastzimmer zurück. Hier versetzte er dem Ledineg Messerstiche in den rechten und linken Oberarm und brachte ihm auf diese Weise schwere Verletzungen bei. Er wurde vor dem hiesigen Kreisgerichte zu einer schweren Kerkerstrafe von sechs Monaten verurteilt. Eine diebische Magd. Die Kaffeefchänkerin Kamilla Preuz machte bei der Sicherheitswache die Anzeige, daß ihr in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember aus ihrem unversperrten Zimmer ein schwarz-weiß gestreifter fast neuer Lodenrock im Werte von 12 K entwendet wurde. Des Diebstahles verdächtig halte sie da« bei ihr erst seit 15. November in Diensten stehende Raffeemädchen Alosia Roubal aus Mürz-sieg. Bez. Mürzzuschlag, da nur sie während der Zeit des Diebstahles die Wohnung betreten konnte und auch nicht im besten Rufe stehe. Beim Verhöre gestand die Roubal nach längerem Leugnen ein, den Rock gestohlen nnd ihn dann bei einer gewissen Standmann in Gaberje ausbewahrt zu haben. Der Rock konnte aber bei der Standmann nicht aufge-sunden werden. Erst am folgenden Tage machte die 18jährige Standmann die Anzeige, daß sie den Rock unter einem ErdSpfelsacke versteckt aufgefunden habe. Roubal wurde wegen Fluchtverdachtes in Verwah-rnng genommen und dann dem Bezirksgerichte über-stellt. Für die Geliebte Partei ergriffen. Die Bedienerin Maria Ban unterhielt schon einige Zeit ein Liebesverhältnis mit dem Bergarbeiter Johann Tischler in Trifail. Am Abende des 15. November geriet der Bergarbeiter Philipp Marko-vic, der schon früher die Maria Ban zur Geliebten hatte, mit ihr in einen Streit. Bei dieser Gelegen-heit schlug sie ihn mit einem eisernen Topse, so daß er mehrere leichtere Verletzungen erlitt. Da Markovi! noch keine Ruhe gab, so warf ihn Tischler, der sich bereits zur Ruhe begeben hatte, zweimal aus dem Zimmer heraus Markovi! kam aber a!S> bald, mit einer Bergknappenhaue bewaffnet, aber-malS ins Zimmer nnd versetzte dem Tischler von rückwärts einen derartigen Hieb über den Kopf, daß er sofort zu Boden siel und über ein halbe Stunde ohnmächtig dalag. Die Folge dieses Schlages war eine Gehirnerschütterung. Philipp Markovic wurde zu neun Monaten schweren Kerkers verurteilt. Den Wachmann mißhandelt. Der 20jährige Knecht Lukas Oresnik schlug am 30. Oktober in Schönstein einen derartigen Lärm, daß sich der Wachmann veranlaßt sah, ihm die Ver-Haftung anzukündigen. Da er nicht freiwillig folgen wollte, erfaßte ihn der Wachmannn am Arm, wurde von ihm aber in die Brust gestoßen und derartig mit beiden Händen umsaßt, daß er sich nicht rühren konnte. Erst mit Hilfe einiger herbeigekommenen Personen konnte seine Verhaftung vorgenommen werden. Im Gemeindearrest zertrümmerte er die Fensterscheiben und sprach verschiedene Drohungen gegen den Wachmann aus. LukaS Oresuik wurde zu drei Monaten schweren Kerkers verurteit. Wegen des gleichen Verbrechens hatte sich der 23jährige Malergehilse Hermann Suppanz aus Umgebung Cilli zu verantworten. Er widersetzte sich bei seiner Verhaftung durch den Wachmann Schwarz am Bahnhofe in Cilli, erfaßte ihn ander Brust und am Barte und stieß mit den Händen derart herum, daß ein zweiter Wachmann herbei-kommen mußte. Bei seiner Transportierung in den Arrest sagte er: „Ich werde euch schon zeigen, wenn ich wieder in Freiheit bin." Das Urteil lautet aus drei Monate Arrest. Tagesneuigkeiten. (Eine F a m i l i e u t r a g ö d i e.) In der Meidlinger Gicrstergasse spielte sich ein blutiges Ereignis ab, das im ganzen Bezirke daS größte Entsetzen hervorgerufen hat. Die von ihrem Manne, einem Kassier der „Austria", verlassene 23jährige Rosa Sandmann hat ihre beiden Kinder durch Schüsse tötlich verletzt und sich dann selbst er-schössen. Die Unglückliche war geistig nicht ganz normal und daS eheliche Mißgeschick scheint die alten Wahnvorstellungen, von denen sie kurz nach ihrer Verheiratung befallen wurde und die durch einen Aufenthalt am Steinhof verschwanden, wieder zum AuSbruche gebracht zu haben. (Massenvergiftung durch Margarine) In Hamburg sind etwa hundert Personen in dreißig Familien an Vergiftungserscheinungen erkrankt, die auf den Genuß von Margarine zurückzuführen sind. Es liegt eine grob« Fahrlässigkeit der Hamburger Margarniesabrik vor. (Dieb stahl eines wertvollen Gemäldes.) Aus Berlin wird gemeldet: Die Kriminalpolizei fahndet nach dem Dieb eines wert-vollen Oelgemäldts, das vergangenen Mittwoch zu Travemünde auS einer Villa gestohlen wurde. Das Bild ist ein Adrian von Ostade aus dem Jahre 1658 oder 1670 und stellt eine holländische Bauern-szene dar, eine Frau, die sich mit einem hinter einem Fasse sitzenden Manne unterhält. DaS Bild ist aus dem Rahmen geschnitten worden. (Eine ausgeplünderte Schauspielerin.) Aus Paris wird gemeldet: Die Schauspielerin Rosa Bouck vom Pariser Vaudevilletheater ist das Opfer eines mit außerordentlicher Keckheit ausgeführten Diebstahls geworden. Die Künstlerin hatte von ihrer Gastspielreise nach England eine belgische Zose nach Paris mitgebracht, die während der Abwesenheit ihrer Herrin alle Schränke erbrach und Geld und Schmucksachen im Werte von über 60.000 Franken erbeutete. Die Polizei glaubt, daß die Zofe einer internationalen Diebesbande angehöre. (Defraudationen im Tschechischen E x p o r t v e r e i n e.) Im Tschechischen Exportvereine für Böhmen, Mähren und Schlesien wurden Defrau-dationen entdeckt, die in die Zehntausende gehen. Die Unregelmäßigkeiten datieren bis auf das Jahr 1905 zurück. Der Präsident des Tschechischen Exportver-eine« Wotruba befindet sich derzeit in Argenttnien. Der ihn vertretende Vizepräsident Fabrikant WoleSky, kam dieser Tage daraus, daß der Kanzleidirektor Podmeschil und der Buchhalter Zaworal im Vereine mit dem Diener Kririk Gelder unterschlagen hatten. Im Hause des Herrn 0 e 0 r g 8 i n-kovic in Langenfeld Nr. 23 sind 3 Wohnungen ab sofort od. 15. Dezember zu vermieten u. zw1 Zimmer u. Köche im I. Stock zu 14 K. Ebener Erde 1 Zimmer u. Küche 15 K. recht« u. 1 Zimmer u. Küche 12 K. links. Anzufragen bei Mich. Altziebler, Cilli, Sanngasse 3. 17004 WOHNUNG bestehend ms 3 Zimmer. Dienstboten-ximmer, Küche, Badezimmer, mit Garteo ist ab 1. Jänner 1911 oder auch früher so vermieten. Auch ein nettes H ii u t tt-simmer mit schöner Aufsicht knnn sogleich vermietet werden. 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Sellak Franz ..... — 4 1 7 — — — — — — — — — 25 — 2 — - l 1 — — — — — Suppan ....... — 6 — - 7 4 — — — — — — — Swettl........ — — 1 i — — Umegg Rudolf .... — — — 2 1 I Bollgruber Franz . . . — 1 l 10 Gastwirte. ...... — — — - — — — — — — 127 — — — — — 4 1- — 1 ~~ — — — J.ii« OK »KA oxo Rindsuppe-Würfel u> comp- LIEBIG Preis Heller. Zur Bereitung einer vorzüglichen Rindsuppe. Der Name der Comp- LIEBIG Ist eine GARANTIE. OXO «»08 >•••'»....... '•» I Nummer 97 Deutsche Wacht £*tte 7 Brand -Malerei- öhEmaiP is-Holz rocKen- Spril^-GoWIr Malerei: Aquarell [ftrzejtai>2' LTrofl Apparate, Platinstifte, Farben, Vorlagen etc. Namtbruiiit. FunIuiiiio M etall treibarbeit in Zinn, Kupfer etc. H^l rw wo i. nn «lini Brennen nnd Bemalen, für OlZ waren Metalldekor Wien, I., Bier & Scholl, Tegetthoffstrasse 9. 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Die näheren Verkaufsbedingungen können beim städt. Waldaufsichtsausschusse in Erfahrung gebracht werden. Wohlversiegelte Anträge mit der Aufschrift „liuchenstammholz-verkauf am 1. Jänner 1911" belegt mit einrm Vadium von fünf von Hundert in Barem, in SparkassebQcheln bezw. pupillarsicheren Wertpapieren unter besonderem Verschlösse, auf die ganze Holzmenge lautend, werden beim gefertigten Stadtamte bis 31. Dezember 19lO spätestens 5 Uhr nachmittags, entgegengenommen. Ueber d e eingebrachten Anträge entscheidet der Gemeinderat der Stadt Cilli, welchem auch die Annahme oder Ablehnung der Anträge frei vorbehalten ist. Die gedachten Waldbestände befinden sich von der Bahnstation Cilli ungefähr 41/, bis 5 Kilometer entfernt, in einer Seehöhe von 360 bis 620 Meter, in leicht bringbarem Terrain. Stadtgemeinde Cilli, am 16. November 1910. Der Bürgermeister: Dr. H. v. Jabornegg. schützt man sich vor Magen Leiden ?! Soldjen Leiden, mit denen die Menschheit der Jetztzeit vielfach bebauet ist ersolgreich vorzubeugen und energisch entgegenzutreten, empfiehlt sich der rechtzeitige Gebrauch de3 XDr. Engersclien 2>Tectax, Denn ein kräftiger Magen n. eine gute Verdauung bilden die Fundamente eines gesunden Körper». Wer also seine Gesundheit bi« in sein spätestes Lebensalter «rhalten will, gebrauche den durch seine ausgezeichneten Erfolge rühmlichst bekannten Dr. Engel'schen Nectar. Dieter Nectar, aua erprobten and vorzüglich befundenen KrRutersäften mit gutem Wein bereitet. Übt infolge Meiner eigenartigen nnd sorgfältig"n Zusammensetzung auf das Verdaunngssystem än**er*t wohltätige Wirkungen ant* ähnlich einem gnten Mugenlikör, beziehungsweise Magen wein, nnd hat absolnt keine schädlichen Kolgen. Gesunde und Kranke können Nectar also unbeschadet ihrer Gesundheit gente*aen. Nectar wirkt hei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die Verdauung und anregend auf die Säftebüdung. Xeehalb empfiehlt sich der Genuß bei IDr. Engrersclieri. iSTectar für alle, welche sich einen guten Magen erhalten wollen. Wtctar ist ein vorzügliches Aordeuze-Mittel gegen Maaeu-katarrh, Mage»kri«»s. Miaesschmerzen. schwere Setbtuuag eficr ver-schleimuug. Ebenso laßt Nectar gewöhnlich weder Stuhlverstepsnnz nocd Beklemmung noch ttolikschmerzeu noch Herzklopfen auslommen, erhalt vielmehr guten Schlas und regen Appetit und »erbittet also Schlot lofigkeit, Gemüisverstöruni, kopsschmerzen und nervöse Abspannung. In wetten Äreisen de« Volkes durch seine Wirkungen geschäht, erhält Necter Frohsinn und Lebenslust. Nectar ist z> haben in Flaschen zu K 3 — und K 4 — in den Apotheken von Cilli, Bad Neuhau«, Wind. - Landsberg, Wind.- Feiftritz, Gonobitz. Rohitsch. Windtjchgraz, Marburg, Littai, Gurkseld. Rann, Laib ach usw. sowie in ollen größeren und kleineren Orten Stetermark« und ganz Lester-reich-Ungarn» in den Apotheken. 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Meyer« Uhren, Bold- und Silberwartn lind <» bestenI Imii: T« ■t riallaM Vmlsng«n Sie «M KstslOf grstts »nd frsab* ».» Carl Meyer, Uhrenexport, Aussig Hr. 225 (Böhmen). Nr-ix». »«.»«»- fenng.pWwif'örifl. ober Kar tnbifiKJ'—. IU. 1SS2- HengoIH K S-40. IU.15M.4ibt l»l«t- ^ Richters Anker - Steinbaukasten Wer nicht nur am Weihnachts-Abend. sondern auch nachher glückliche und zufriedene Kinder sehen will d«r mub ein Spielzeug wählen, mil dem bie «inder sich dauernd gern beschäftigen. Mit teinem andern Spiel beschäftigen sich aber die Kinder lieber als mit sie lassen ersahmngsqemäb die glänzendsten anderen Bauten, Burgen, Kirchen, Sdilösser, Brücken usw. Bausleine gut behandeln müssen, damit sie solche schönern Bauten bringt, wieder mitbenu?en sönnen, erziehend wirtte, und darum sollte unter keinem WeihnacbtSbaum der echte Anter-Steinbau-tasten sehlen. Beim Einkaus ist aber die atöfeie Vorsicht nötig, da es minderwertige Nackiahmun-gen gibt, und wolle man zur eigenen Sidierheit öesälliast ausdrücklich Richters Anter-Ttein-baukasteu verlangen und > e d e n Kasten ohne die Marke „Sinket" als unecht zurückweisen. Am Nügsten handelt aber die Mutter, die sich vor dem Einkaus die neue illustrierte Baukasten-Preisliste kommen läßt und danach den ausqe-wählten Kasten verlangt. In der Preislifte findet man auch näheres über die Anker Brückenkasti n und die bei den jungen Mädcken so sehr beliebten M c 11 o r«Legeipiele. Spielsachen sehr bald unbeachtet stehen, um immer von neuem schöne ausstellen zu können. Sie wissen auch sehr bald, daß sie ihre Anker-beim nächsten Eigäniungskasten. der ihnen Borlagen ,u grobem und Es gibt kein anderes Spiel, das in gleicher Weise belehrend und König!. Hos- u. Kammerlieseranten lvien, I., Gperngasse J6. Wer Musik liebt, der verlange auch die Preis« liste über die berühmten " Imperator-Musikwerke und Tprechapparate. Deutsche Wacht Seite 7 Z. 13678. Aufforderung der Militärtaxpflichtigen zur Meldung. Auf Grund des Gesetzes vom 10. Februar 1907, K. G. Bl. Nr. 30, haben sich alle Militärtaxpflichtigen bis zum Erlöschen ihrer Militärtax-pflicht alljährlich im Monat Jänner bei jener Gemeinde zu melden, in welcher sie am 1. Jänner dieses Jahres ihren Wohnsitz haben. Die wegen eines 1200 K nicht (Versteigenden Einkommens oder aus anderen Gründen zu gewärtigende oder im Vorjahre eingetretene Befreiung von der Personaleinkommensteuer oder von der Dienstersatztaxe enthebt nicht von der Verpflichtung zur Meldung. Die Meldung kann entweder schriftlich oder mündlich geschehen. Schriftliche Meldungen haben durch Einsendung zweier in alleu Rubriken mit leserlicher Schrift vollständig und wahrheitsgetreu ausgefällter Meldeformulare aa die Gemeinde zu erfolgen. Meldeformulare sind bei der k. k. Bezirkshauptmannschast und bei der Gemeindevorstohung unentgeltlich erhältlich. Die Einsendung der Meldungen geniesst in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern die Portofreiheit. Die Meldeformulare sind derart eingerichtet, dass sie, zusammengefaltet und adressiert, ohne Verwendung eines besonderen Umschlages der Post übergeben werden können. Mündliche Meldungen werden von der Gemeinde in beide Melde- formulare eingetragen. ....... . ^ . , . Meldungen, welche durch eine Mittelsperson erstattet werden, entheben den Meldepflichtigen nicht von der Verantwortung für die Erfüllung der ihm obliegenden Verpflichtung. Meldt Pflichtige, welche die vorgeschriebene Meldung nicht rechtzeitig oder in wesentlichen Punkten unvollständig erstatten, können mit Geldstrafe bis 50 K belegt werden. Militärtaxpflichtige, welche sich in ihren Meldungen wissentlich Verschweigungen oder unwahrer Angaben schuldig machen, verfallen — insofern die Handlung nicht den Tatbestand einer nach dem allgemeinen Strafgesetze zu ahndenden strafbaren Handlung begründet — in Geldstrafen bis 500 K, bei Vorhandensein besonders erschwerender Umstände bis 1000 K. Die verhängten Geldstrafen werden im Falle ihrer Uneinbringlichkeit in Arreststrafen verwandelt. Ueberdies steht es im Falle nicht rechtzeitig oder unvollständig erstatteter Meldung der politische« Behörde frei, auf Grund der bekannten oder von Amts wegen zu erhebenden Daten [die Veranlagung der Militärtaxe ohneweiters vorzunehmen. Stadtamt Cilli, am 1. Dezember 1910. Der Bürgermeister: Dr. H. v. Jabornegg. Als Weihnachtsgeschenk empfehlen wir:_ Der Russisch-Japanische Krieg vom Grafen K. Kevenllow. Xebat «i.«r Schilderung •»««, m«». Rücke. W., Scherze». 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